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Nachrichten aus Deutschland Auto stürzt fast von fünfstöckigem Parkhaus

Das war knapp: Ein 18-jähriger Fahrer stürzte seinen vollbesetzten Golf beinahe vom Oberdeck eines Parkhauses
Das war knapp: Ein 18-jähriger Fahrer stürzte seinen vollbesetzten Golf beinahe vom Oberdeck eines Parkhauses
© Polizei
Wolfsburg: Auto stürzt fast von Parkhaus +++ Eisleben: Unbekannter schießt auf spielende Kinder, Zehnjähriger verletzt +++ Trebur: Mutter und Sohn ertrinken im Rhein +++ Schweina: 38-Jähriger kippt Wasser in Stromkasten +++ Reutlingen: Einbrecher gönnt sich 2-Gänge-Menü in Restaurant +++ Nachrichten aus Deutschland.

Wolfsburg: Auto stürzt fast von Parkhaus

Gerade nochmal glimpflich endete ein Autounfall in Wolfsburg. Ein 18-Jähriger hatte auf dem Oberdeck eines fünfgeschossigen Parkhauses die Kontrolle über seinen VW Golf verloren und raste in die Begrenzungsplanken. Das vollbesetzte Auto durchbrach die Absturzsicherung teilweise und baumelte mit einer Vorderachse in der Luft. "Nur glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass der VW Golf nicht 15 Metern in die Tiefe stürzte", schreibt die Polizei Wolfsburg zu dem Vorfall. Alle sechs Fahrzeuginsassen seien mit dem Schrecken davon gekommen, der Schaden belaufe sich auf 10.000 Euro. Der Führerschein des Unfallfahrers wurde sichergesetllt und ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet.

Stuttgart: Mann attackiert TV-Team während Live-Schalte

Ein Kamerateam des Nachrichtensenders "Welt" ist während einer Live-Schalte in der Stuttgarter Innenstadt von einem Mann attackiert worden. Der zunächst Unbekannte habe am Sonntag mehrfach auf das Kamerastativ eingetreten, teilte die Polizei auf Twitter mit. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurde wenig später ein 52-Jähriger vorläufig festgenommen. Er kam später dann wieder auf freien Fuß. Als Motiv habe der Mann angegeben, dass er nicht habe gefilmt werden wollen. Es sei niemand verletzt worden, den ersten Anzeichen nach sei auch kein Sachschaden entstanden. 

Sendersprecherin Kristina Faßler bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur den Angriff. Der Vorfall sei zur Anzeige gebracht worden. Sie betonte, das Kamerateam habe den Angreifer zuvor nicht gezielt gefilmt. 

Quelle: DPA

Durach: Junger Mann fährt Kumpels auf Autodach spazieren

Weil er betrunken zwei Freunde auf dem Autodach spazieren fuhr, hat ein junger Mann im Oberallgäu seinen Führerschein verloren. Wie die Polizei mitteilte, fiel die wilde Fahrt der drei Männer bei einer Verkehrskontrolle in Durach in der Nacht zum Sonntag auf. Die beiden Mitfahrer auf dem Dach schienen die laue Sommernacht zu genießen, als sie von der Polizei gestoppt wurden. Bei dem Fahrer stellten die Beamten einen Atemalkoholwert von 1,32 Promille fest und nahmen ihm für einen weiteren Test Blut ab. Seine Freunde mussten vom Autodach klettern und zu Fuß nach Hause gehen. 

Quelle: DPA

Eisleben: Unbekannter schießt mit Luftgewehr auf Kinder

Ein Unbekannter hat in Sachsen-Anhalt mit einem Luftgewehr auf Kinder geschossen und dabei einen Zehnjährigen im Nacken getroffen. Dem Jungen sei nach dem Angriff in Eisleben am Samstagnachmittag im Krankenhaus ein Projektil aus dem Nacken operiert worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der Junge werde nun stationär behandelt, Lebensgefahr habe aber nicht bestanden. Zunächst hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Laut Polizei hatte der Junge am Samstag mit anderen Kindern gespielt, als es einen Knall gab. Der Junge habe daraufhin starke Schmerzen im Nacken gespürt und sei nach Hause gelaufen. Die Eltern sahen etwas im Nacken des Jungen stecken und brachten ihn in ein Krankenhaus, wo das Luftgewehrgeschoss dann umgehend entfernt wurde. Hinweise auf den Schützen gab es am Sonntagvormittag laut Polizei noch nicht. Der Tatort wurde am Samstag abgesucht. Die Beamten ermitteln nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Quelle: DPA

Hofheim: Mann wirft Matratze aus Fenster – 43-Jährige verletzt

Eine aus dem Nichts auf sie fliegende Matratze hat eine Frau und ihre beiden Kinder im Außenbereich einer Gaststätte im hessischen Hofheim getroffen. Die 43 Jahre alte Mutter erlitt dabei eine Platzwunde, die beiden Kinder blieben unverletzt, teilte die Polizei Main-Taunus am Sonntag in Wiesbaden mit. Verursacher war ein 76 Jahre alter Mann. Dieser habe seine Bettmatratze einfach aus dem zweiten Stock seines Wohnhauses geworfen. Der Mann habe sich noch vergewissert, dass im Hof des Hauses niemand war. Er habe aber nicht damit gerechnet, dass die Matratze ein Eigenleben entwickeln könnte. Denn sie federte demnach beim Aufprall auf den Boden so stark ab, dass sie nach oben schnellte und über eine Mauer zur benachbarten Gaststätte flog. Dabei riss die Matratze auch noch ein paar Ziegel von der Mauer – alles zusammen landete auf dem Tisch der Frau.

Quelle: AFP

Reutlingen: Einbrecher gönnt sich 2-Gänge-Menü in Schnellrestaurant 

Ein kalt-warmes 2-Gänge-Menü nebst Softgetränken genehmigte sich in der Nacht zum Samstag ein augenscheinlich hungriger Einbrecher in Reutlingen. Über die Hintertür war der Unbekannte laut Polizei in ein Schnellrestaurant in der Innenstadt eingestiegen. Dort wärmte er sich zwei belegte Brötchen mit Salami und Tomaten auf. Zum Nachtisch gönnte er sich Cookies. Dazu trank er aus mehreren Getränkebechern. Beim Abgang ließ er ein verkohltes Brötchen liegen und steckte eine Dose mit Trinkgeld ein. Die Polizei hat Spuren gesichert und sucht nun nach dem Mann.

Quelle: Polizei Reutlingen

Quarnek: 400 Tiere verenden bei Brand in Schweinstall

Bei einem Feuer in einem Schweinestall in Schleswig-Holstein sind etwa 400 Schweine verendet. Der Brand auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs bei Quarnek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ereignete sich am Samstag aus zunächst unbekannter Ursache, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. 100 Schweine konnten laut Feuerwehr noch rechtzeitig gerettet werden. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Einem Feuerwehrsprecher zufolge war das Feuer in einem angrenzenden Werkstattbereich ausgebrochen und hatte dann auf den Stall übergegriffen. Insgesamt waren um die 150 Einsatzkräfte etwa neun Stunden vor Ort im Einsatz. Weil im Dach des Stalls Asbest verbaut war, entwickelte sich starker Qualm, der kilometerweit sichtbar war. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen zu schließen sowie Belüftungsanlagen auszuschalten. Um die Tierkadaver bergen zu können, musste das durch das Feuer stark beschädigte Gebäude abgerissen werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens war laut Polizei zunächst noch unklar.

Quelle: DPA

Trebur: Mutter will Sohn vor Ertrinken retten – beide tot

Bei einem dramatischen Unfall im Rhein sind eine Mutter und ihr fünf Jahre alter Sohn gestorben. Die Frau habe ihren Sohn Samstagabend bei Trebur in Südhessen im Rhein ertrinken gesehen und ihn retten wollen, teilte das Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt mit. Ein Zeuge habe die dabei selbst in Not geratene Frau noch aus dem Wasser gezogen. Sie sei dann aber erneut hinein gelaufen und untergegangen. Die Mutter konnte nach fast einer Stunde, das Kind nach etwas mehr als einer Stunde geborgen werden. Beide starben trotz intensiver Wiederbelebungsversuche. Auch die 13 Jahre alte Schwester des Jungen habe versucht, ihren kleinen Bruder zu retten. Sie sei unversehrt von Rettungskräften in Sicherheit gebracht worden. Die zahlreichen Angehörigen der beiden Ertrunkenen würden betreut, teilte die Polizei mit.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Rheinhessen rief am Sonntag dazu auf, nicht im Rhein zu schwimmen. Vorbeifahrende Schiffe erzeugten einen kräftigen Sog, hieß es in einer Mitteilung. Zudem bildeten sich an den Steinaufschüttungen im Rhein strudelartige Strömungen. Es bestehe keine Chance, gegen die Strömung anzuschwimmen, sobald eine scheinbar geschützte Bucht verlassen werde.

Quelle: DPA

Schweina: Mann kippt Wasser in Stromkasten und bedroht Polizisten mit Messer

Offenbar von der Sonne seiner Sinne beraubt, hat ein Mann bereits am Freitagnachmittag zunächst einen Stromverteilerkasten beschädigt und anschließend Wasser hineingeschüttet. Wie die Polizei Suhl (Thüringen) am Sonntag berichtete, grenzt es an ein Wunder, dass er dabei keinen Stromschlag erlitt. Später beschimpfte er seine Nachbarn und drohte ihnen mit schweren Straftaten. Laut den Beamten schwer von einem "Sonnenstich" gezeichnet, legte er sich danach auch noch mit den alarmierten Einsatzkräften der Polizei an. Bevor er sich in seinem Haus in Schweina verbarrikadierte, berohte er auch diese mit einem Messer. Daraufhin verschafften sie sich Zutritt zur Wohnung und nahmen den 38-Jährige, der auch da noch erheblichen Widerstand leistete, fest. Ihm drohen nun mehrere Anzeigen. Zudem wurde die Einweisung in eine psychiatrische Klinik angeordnet.

Quelle: Polizei Suhl

 Nachrichten von Samstag, den 28. Juni


Mönchengladbach: Landwirt und Nachbar stürzen in Güllegrube

Zwei Männer sind am Samstag auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs in einer Sickergrube verunglückt. Wie unter anderem "RP Online" berichtet, musste sie von Rettungskräften reanimiert werden und schweben in akuter Lebensgefahr. Demnach war am Morgen zunächst ein Landwirt in die geleerte Grube gestiegen und hatte das Bewusstsein verloren. Ein Nachbar entdeckte ihn in der noch oberschenkelhoch mit Gülle gefüllten Grube treibend. Nach Zeugenaussagen kletterte er die Leiter hinunter und wurde ebenfalls ohnmächtig. Mit Hilfe von Atemschutzgeräten bargen Einsatzkräfte die beiden Verunglückten. Sie hatten offenbar Gülle geschluckt und mussten reanimiert werden. "Wir brauchten eine Dreiviertelstunde bis eine Stunde, bis wir sie für den Transport stabilisiert hatten", zitiert "RP Online" einen Feuerwehrsprecher. Der Landwirt wurde mit einem Hubschrauber in ein Duisburger Krankenhaus geflogen.

Quelle: "RP Online"

Worbis: 31-Jähriger geschlagen und mit Auto überrollt

Ein 31 Jahre alter Mann ist im nordthüringischen Worbis niedergeschlagen und dann überfahren worden. Er habe bei der Attacke am Samstag schwere Verletzungen erlitten und sei mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden, teilte die Polizei mit. Zeugen hätten berichtet, dass der Angreifer zunächst zu Fuß geflüchtet, dann in das Auto gestiegen sei und das Opfer überrollt habe. Die Polizei war mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber im Einsatz, um den oder die mutmaßlichen Täter zu fassen. Festnahmen gab es zunächst nicht. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag. Die Hintergründe der Tat sind nach Polizeiangaben bisher unklar.

Quelle: DPA

Kassel: Vater stirbt nach Familienstreit im Hausflur

In einem Mehrfamilienhaus in Kassel hat die Polizei am Samstagvormittag einen 54-Jährigen tot aufgefunden. Wie die Beamten berichteten, hatten Anwohner wegen Streitigkeiten unter Familienangehörigen den Notruf gewählt. Demnach fanden Rettungsdienst und Polizei den Familienvater wenig später schwer verletzt im Hausflur. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen bei dem Streit Messer eingesetzt worden sein. Der Mann verstarb trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen. Offenbar trug auch die Ehefrau des Opfers Schnittverletzungen davon. Sie befindet sich in polizeilicher Obhut. Unter welchen Umständen der Mann ums Leben kam, ist unklar. Die Ermittlungen laufen.

Quelle: Polizei Nordhessen

Eppertshausen: Mann nach Party an Steinbruch vermisst

Unter Hochdruck suchen Polizei und Feuerwehr seit Freitagnacht an einem Steinbruch im hessischen Eppertshausen nach einem Mann. Er soll mit 20 bis 25 anderen Personen eine Party gefeiert haben. In den frühen Morgenstunden wollte sich der 23-Jährige Zeugenaussagen zufolge im Aje-See abkühlen. Als er gegen 2.30 Uhr noch nicht wieder zurück war, alarmierten die anderen Partygäste Polizei und Feuerwehr. Einsatzkräfte der regionalen Feuerwehr suchten mit Nachtsichtgeräten, Wärmebildkameras, Booten und einer Hundestaffel nach dem Vermissten. Bisher erfolglos. Laut Feuerwehr retteten sie bei der Suchaktion eine weitere Person, die an der Steilküste des Steinbruchs aufgefunden wurde. 

Quelle: FFW Eppertshausen

Dettingen am Main: Vergesslicher Taxifahrer alarmiert Polizei

Ein 63-Jähriger meldete am frühen Samstagmorgen sein Taxi als gestohlen – dabei hatte er nur vergessen, dass er das Auto am Vorabend nicht vor seinem Haus abgestellt hatte. Der Mann dachte, sein Auto wäre in der Nacht zum Samstag im bayerischen Dettingen am Main gestohlen worden, teilte die Polizei mit. Nachdem die Beamten eine Fahndung eingeleitet und die Bürger nach Hinweisen befragt hatten, fiel dem Mann ein, dass er den Wagen am Freitag nicht vor seinem Haus geparkt hatte. Die Polizei überprüfte seine Angaben und fand das Auto.

Quelle: DPA

Hamburg: Fahranfänger rast mit Tempo 210 über A7

Mutmaßlich unter dem Einfluss von Rauschmitteln ist am Donnerstagabend ein junger Mann mit mehr als 200 km/h über die A7 im Norden von Hamburg gerast. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, steuerte der 20-Jährige sein Auto im Bereich der Anschlussstelle Schnelsen von der Überholspur auf die Standspur und überholte mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehrere andere Verkehrsteilnehmer. Mehr als 210 km/h soll die Tachonadel im Wagen des Fahranfängers angezeigt haben. In der Nähe von Norderstedt stoppten Beamte den Raser und zogen den erst im November 2019 ausgestellten Führerschein und das Auto ein. Im Wagen fanden sie einen Beutel mit sogenanntem "Clean-Urin", mit dem das Ergebnis von Drogenschnelltests verfälscht werden kann. Der junge Mann unterzog sich einem freiwilligen Test. Ergebnis: negativ.

Quelle: Polizei Hamburg

Bestwig: Basejumper springen von Autobahnbrücke

Zwei Fallschirmspringer, in der Szene auch Basejumper genannt, sollen in Bestwig im Hochsauerlandkreis ungenehmigt von der Autobahnbrücke Nuttlar gesprungen sein. Zeugen hätten beobachtet, wie sie am Freitagabend mit ihren Fallschirmen auf einer Wiese unterhalb der Brücke gelandet seien, teilte die Polizei am Samstag mit. Mit einem Auto seien sie dann davongefahren. Im Zuge der Fahndung hielten die Beamten das Fahrzeug an und kontrollierte drei Männer. Dabei seien je zwei Fallschirme und Helmkameras sichergestellt worden. Mit einer Höhe von 115 Metern ist die Talbrücke Nuttlar die höchste Brücke in Nordrhein-Westfalen.

Ein Fallschirmsprung von der Autobahnbrücke ohne Genehmigung, "stellt eine Straftat nach dem Luftverkehrsgesetz dar und kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden", hieß es von der Polizei weiter.

Quelle: DPA

Montabaur: 39-Jährige von Sportwagen erfasst

Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am frühen Samstagmorgen im Westerwaldkreis eine 39-jährige Frau ums Leben gekommen. Der Fahrer eines Sportwagens erfasste sie gegen 3:30 Uhr auf einer Landstraße zwischen Horressen und Niederelbert. Der 41-Jährige stehe unter Schock und sei noch nicht zu dem Unglück vernommen worden, so ein Polizeisprecher. Auch zu den Umständen könne man derzeit noch nichts sagen. Gutachter sollen nun die Unfallursache untersuchen.

Quelle: DPA

Speyer: Hungriger Radfahrer rastet an Drive-In aus

Weil er am Drive-In-Schalter einer Fastfood-Kette nicht bedient wurde, ist ein Radfahrer in der Nacht auf Samstag in Speyer (Rheinland-Pfalz) ausgerastet. Wie die Polizei berichtete, beschimpfte er die 25-jährige Mitarbeiterin aufs Übelste, nachdem ihm diese mitgeteilt hatte, dass der Drive-In nur von Kraftfahrzeugen befahren werden darf. Danach trat er mit dem Fuß gegen die Sprechanlage und die Scheibe des Bestellfensters. Anschließend verließ der Unbekannte hungrig den Tatort.

Quelle: Polizei Speyer

 Nachrichten von Freitag, den 27. Juni


Remscheid: Mann soll Jungen schwer missbraucht haben

Ein Mann aus Remscheid steht im Verdacht, einen inzwischen 13-jährigen Jungen mehrfach sexuell schwer missbraucht zu haben. Am Donnerstag sei der 32-Jährige festgenommen worden, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Wuppertal. Er habe das Kind eines befreundeten Ehepaares vermutlich über einen längeren Zeitraum missbraucht. Die Eltern seien aus allen Wolken gefallen, als sie von dem Verdacht erfuhren.

Im Mai habe die Zentralstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen der Staatsanwaltschaft Wuppertal einen Hinweis gegeben, wonach der Beschuldigte Kinderpornografie bei Instagram hochgeladen haben soll. Die Zentralstelle sei wiederum über das Bundeskriminalamt von US-amerikanischen Behörden informiert worden, an die sich das zu Facebook gehörende Unternehmen gewandt hatte.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am vergangenen Dienstag in Remscheid sowie am Arbeitsplatz des Verdächtigen seien Datenträger sichergestellt worden. Nach Aufbereitung und Sichtung der Daten habe sich der weitergehende Verdacht des schweren Kindesmissbrauchs und eines unmittelbar bevorstehenden weiteren Missbrauchs des Jungen ergeben.

Der Beschuldigte wurde am Freitag von einem Haftrichter in Untersuchungshaft geschickt. Bei seiner Vernehmung durch die Polizei habe er den Missbrauch bestritten.

Quelle: DPA

Nettetal: "Rentnercop" mit E-Bike stellt mutmaßlichen Drogenschmuggler

Dieser Polizeibericht liest sich wie ein Drehbuch: Ein 67 Jahre alter pensionierter Polizist hat bei einer Fahrradtour am Niederrhein dank seinem E-Bike einen flüchtigen Drogenschmuggler gefasst. Die Bundespolizei hatte nahe der niederländischen Grenze den 28 Jahre alten Autofahrer kontrollieren wollen, wie die Beamten am Freitag berichteten. Doch der flüchtete erst im Wagen und dann zu Fuß. Der Mann hatte einen guten Vorsprung, auch weil bei der Verfolgung zwei Polizeifahrzeuge zusammenstießen.

Nun kam der pensionierte Kriminalbeamte ins Spiel, der gerade mit den Freunden eine Pause machte: "Der "Rentnercop" beobachtete die Flucht des Mannes, schnappte sich sein E-Bike und verfolgte den Flüchtigen damit", berichtete die Polizei. Als der 28-Jährige eine Mauer übersprang, "kombinierte der ortskundige Nettetaler, wo der Mann vermutlich wieder befahrbares Terrain erreichen würde", so die Polizei. Der Rentner fuhr zum richtigen Ort und schnitt dem Schmuggler so den Weg ab. Mit "energischer Ansprache und unmissverständlichen Gesten" habe er ihn dann zu Boden gebracht. Die Bundespolizisten konnten den jungen Mann schließlich festnehmen. Nachdem in dem Auto Drogen entdeckt wurden - unter anderem 8,5 Kilo flüssiges Amphetamin und zahlreiche Ecstasy-Tabletten - schickte ihn ein Haftrichter am Donnerstag in Untersuchungshaft. Bei der Kollision während der Verfolgungsfahrt hatten sich vier Polizisten leicht verletzt.

Quelle: Kreispolizeibehörde Viersen, AFP

Neubrandenburg: Sportboot verletzt Schwimmer schwer

Bei einem Zusammenprall mit einem Sportboot auf dem Tollensee in Mecklenburg-Vorpommern wurde einem Schwimmer ein Arm abgerissen. Der 48-Jährige schwamm etwa 200 Meter vom Ufer entfernt, als es aus zunächst ungeklärter Ursache zu der Kollision mit dem Motorboot kam, wie die Polizei Neubrandenburg in der Nacht zum Freitag mitteilte. Dadurch wurde dem Schwimmer der linke Arm abgerissen.

Der Schwerverletzte wurde notärztlich versorgt und mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Greifswald transportiert. Es bestand demnach keine Lebensgefahr. Der 62-jährige Bootsführer und seine 63-jährige Frau erlitten einen Schock und wurden ebenfalls medizinisch versorgt. Ein Seelsorger sowie die Feuerwehr war im Einsatz. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg, AFP

Altkirchen: Lastwagen rammt Haus – Gebäude stürzt ein, Fahrer stirbt 

Beim Frontalcrash in ein Haus ist am Freitag ein Lastwagenfahrer im thüringischen Altkirchen (Altenburger Land) gestorben. Das Haus – laut Polizei ein unbewohntes Nebengebäude – ist eingestürzt und der Lkw weitgehend von Trümmern bedeckt. Dadurch verzögerte sich die Bergung des Toten. Das Technische Hilfswerk wurde zur Unterstützung zugezogen. Von weiteren Opfern sei nicht auszugehen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Wie es genau zu dem Unfall auf gerader Strecke kam, war vorerst unklar. Es handelt sich um eine Tempo-30-Zone. Direkt neben dem eingestürzten Gebäude stehen Wohnhäuser. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst keine Angabe machen. Die Straße war am Freitagvormittag voll gesperrt.

Quelle: AFP

Ravensburg: Rottweiler verletzt zwei Kinder schwer

Im baden-württembergischen Ravensburg hat ein Rottweiler zwei Kinder gebissen und schwer verletzt. Eines der beiden Mädchen trat dem auf dem Boden liegenden Hund in Bad Wurzach nach ersten Erkenntnissen versehentlich auf den Schwanz, wie die Polizei in Ravensburg am Freitag mitteilte. Das Tier schnappte daraufhin zu und biss der Achtjährigen in den Oberschenkel. Ihrer fünfjährigen Gefährtin biss der Hund in den Bein- und Oberkörperbereich. Zeugen konnten das Tier von den Kindern trennen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Laut den Beamten waren die beiden Mädchen zuvor mit dem Einverständnis ihrer Mutter mit einer Nachbarin und deren 14 Monate alter Rottweiler-Hündin spazieren gegangen. Auf der Wiese spielten die Kinder und die Frau mit dem Tier, indem sie einen kleineren Ball warfen. Als der Rottweiler erschöpft auf dem Boden lag, kam es zu dem Tritt auf den Schwanz. Die beiden Kinder kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Quelle: AFP

Ilten: Feuerwehr rettet Schildkröte aus brennendem Terrarium

Die Feuerwehr hat in Ilten bei Hannover eine Schildkröte aus einem brennenden Terrarium gerettet. Eine Anwohnerin habe am Mittwoch gegen 11 Uhr Rauch aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses gemeldet, teilten die Einsatzkräfte mit. Sie verschafften sich Zugang zu der verrauchten Wohnung und entdeckten den Schwelbrand. Offensichtlich war eine Wärmelampe in das Terrarium gefallen und hatte die Holzspäne am Boden entzündet. Die laut Feuerwehr "putzmuntere" ausgewachsene Schildkröte wurde nach Lüftung der Wohnung der Eigentümerin übergeben.

Quelle: DPA

Jena: Mann fährt Polizisten nach Verfolgungsjagd über die Beine

In Jena wurde wurde ein Polizist von einem Autofahrer überfahren und schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich nach einer Verfolgungsjagd, wie die Polizei in Thüringen am Freitag mitteilte. Demnach hatten Beamte den Wagen angehalten und wollten den Fahrer kontrollieren. Dabei legte dieser den Rückwärtsgang ein und rammte einen Polizisten. Dann setzte er erneut zurück und überfuhr dessen Beine.

Der Beamte kam nach dem Vorfall, der sich am Donnerstagabend in Apolda ereignete, mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Fahrer flüchtete nach der Tat. Seine Identität war laut Polizei aber bekannt, es handelte sich um einen Mann im Alter von 39 Jahren. Nach ihm werde nun gefahndet, hieß es weiter. Der Autofahrer hatte sich nach Angaben der Beamten zuvor einer Kontrolle entzogen und war über mehrere rote Ampeln geflüchtet. Die Einsatzkräfte entdeckten seinen Wagen nach kurzer Zeit aber wieder und konnten ihn stoppen. Ein Polizist näherte sich dabei von hinten dem Fahrzeug. Daraufhin rammte ihn der Autofahrer.

Quelle: AFP

Herne: 26-Jähriger soll sein acht Monate altes Kind ermordet haben

Erst war es ein Notfalleinsatz, jetzt ermittelt die Mordkomission: Ein 26-jähriger Vater soll im Ruhrgebiet sein acht Wochen altes Kind getötet haben. Der Mann stehe im Verdacht, den Säugling in Herne "aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch zu Tode gebracht" zu haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag in Bochum mitteilten.

Demnach hatte es am Freitag vergangener Woche in der Wohnung der Eltern in Herne einen Notarzteinsatz gegeben, bei dem der Säugling reanimiert werden musste und anschließend in lebensbedrohlichem Zustand in eine Kinderklinik gebracht wurde. Dort starb das Kind noch am selben Abend. Nach der Obduktion der Leiche wurden die Eltern am vergangenen Dienstag festgenommen. Während die 26-jährige Mutter tags darauf wieder auf freien Fuß kam, sitzt der Vater nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Aufschluss über die genauen Umstände des mutmaßlichen Tötungsdelikts sollen die weiteren Ermittlungen geben.

Quelle: AFP

Trebgast: Vater und Tochter in Badesee ums Leben gekommen

Ein Mann und seine vierjährige Tochter sind in einem Badesee in Bayern ums Leben gekommen. Die beiden Leichen seien am Donnerstagabend gegen 18 Uhr nach stundenlanger Suche geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Ehefrau und Mutter hatte die beiden mittags vermisst gemeldet. Sie war mit einem zweiten Kind auf ihrem Platz an dem See in Trebgast nördlich von Bayreuth zurückgeblieben, während der 27-jährige Vater mit der Vierjährigen auf dem Gelände unterwegs war. Als sie nach zweieinhalb Stunden nicht zurückgekehrt waren, starteten Polizei, Rettungsdienst, Wasserwacht und Feuerwehr eine Suchaktion. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Ehefrau.

Quelle: DPA

Greven: Zweijährige Kinder leblos in Gartenteich gefunden

Zwei kleine Kinder sind in Greven im Münsterland leblos aus einem Gartenteich gerettet worden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" mit Verweis auf die "Deutsche Presseagentur" berichtet, soll es sich um einen Jungen und ein Mädchen im Alter von zwei Jahren handeln. Sie wurden in kritischem Zustand und unter lebenserhaltenden Maßnahmen in die Universitätsklinik in Münster gebracht.

Quelle: "Süddeutsche Zeitung"

Erkelenz: Aktivisten besetzen Bagger im Tagebau Garzweiler

Aktivisten sind am frühen Freitagmorgen auf das Gelände des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler in Nordrhein-Westfalen vorgedrungen. Das Anti-Kohle-Bündnis "Einsatz Kohlestopp" unterstreicht einer Mitteilung zufolge damit seine Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg. Nach Angaben einer Sprecherin wollen die Aktivisten auch ein Zeichen gegen das geplante Kohlegesetz der Bundesregierung setzen. Die Polizei bestätigte die Aktion am Freitagmorgen. Demnach seien Menschen im Laufe der Nacht in den Tagebau eingedrungen und auf insgesamt sechs Bagger geklettert. Laut "Einsatz Kohlestopp" sind rund 80 Menschen – etwa auch vom Bündnis "Ende Gelände" – an der Aktion beteiligt. Der Betrieb stehe derzeit still. Die Aktion sei Teil einer Woche des Widerstands.

Quelle: DPA

Berlin: Unbekannter wollte fremdes Baby entführen

In einer Bäckerei in Berlin soll ein Mann versucht haben, ein Baby im Kinderwagen zu entführen. Knapp sechs Monate später hat die Polizei am Donnerstag auf der Suche nach dem Unbekannten Bilder aus einer Überwachungskamera veröffentlicht. Nach Angaben der Polizei soll der Mann bereits am 4. Januar kurz vor 17 Uhr in der Bäckerei im Stadtteil Prenzlauer Berg gewesen sein. Die 38 Jahre alte Mutter war ebenfalls im Laden und hatte das einjährige Mädchen im Kinderwagen dabei. Während sie ihre Bestellung aufgab, soll der Unbekannte den Kinderwagen ergriffen und diesen mit dem Baby aus dem Geschäft geschoben haben. Als es die 38-Jährige bemerkte, soll sie hinter dem Mann hergerannt sein und ihn auf der Straße gestellt haben. Der Unbekannte ließ daraufhin laut Polizei den Wagen stehen und flüchtete. Das kleine Mädchen blieb demnach unverletzt.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Donnerstag, den 25. Juni


Hamburg: 6000 Quadratmeter Wald illegal gerodet

Im Norden Hamburgs gibt es einige unberührte Wald- und Grünflächen. Wie die "Hamburger Morgenpost" am Mittwoch berichtet, sind sie nun allerdings kleiner geworden. Auf einem Privatgrundstück im Hamburger Stadtteil Lemsahl-Mellingstedt wurden auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern zahlreiche Fichten vom Besitzer des Grundstücks gefällt. Ein Sprecher der Behörde für Umwelt und Energie bestätigte dem Blatt, dass für die Rodung keine Genehmigung vorlag und sie nun rechtliche Schritte gegen den Mann vornehmen werden. Die Behörde hätte der Rodung während der aktuell laufenden Brut- und Nistsaison nicht zugestimmt, erklärt er weiter. Anscheinend hatte sich der Eigentümer zu Beginn des Jahres bei der Behörde über eine mögliche Bebauung seines Waldgrundstücks informiert, allerdings keinen Antrag gestellt. Das Grundstück soll nun mit Laubwald wieder aufgeforstet werden, eine Baugenehmigung ist nicht in Aussicht. Auf den vorschnellen Eigentümer könnte eine satte Geldstrafe zukommen: Bis zu 50.000 Euro können die Behörden für diese Ordnungswidrigkeit kassieren. Der hohe Betrag kommt nicht von ungefähr; etwa 50 Jahre wird es dauern, bis die Fläche wieder so grün ist wie zuvor. 

Quelle: Hamburger Morgenpost

Gingen an der Fils: Zug kollidiert mit Heuballen

Ein Regionalzug hat am gestrigen Mittwochnachmittag auf Höhe Gingen an der Fils einen ungefähr 250 Kilogramm schweren Heuballen erfasst. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam der Heuballen offenbar während der Feldarbeiten eines 75-jährigen Landwirts an einem Hang ins Rollen und blieb mitten im angrenzenden Gleisbereich liegen. Der Lokführer eines herannahenden Regionalzuges Richtung Stuttgart leitete zwar beim Erkennen des Hindernisses umgehend eine Schnellbremsung ein, konnte jedoch einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Am Zug entstand wohl nur deshalb kein größerer Schaden, da dem Steuerwagen eine massive Lok vorausgesetzt war. Da an dieser Lok lediglich ein geringer Sachschaden festzustellen war, konnte die Bahn die Fahrt später fortsetzen. Keiner der Fahrgäste wurde durch den Vorfall verletzt. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

QuelleBundespolizeiinspektion Stuttgart

Moers: 17 Mitarbeiter von Dönerfleischproduzent positiv getestet

Wie der Kreis Wesel am Mittwoch berichtet, sind 17 Mitarbeiter einer Dönerfleischproduktion in Moers bei Duisburg positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt habe der Betrieb 275 Mitarbeiter. Die Infizierten seien in Quarantäne, das gelte vorsorglich auch für 43 weitere Personen. Am Mittwoch seien nun alle anwesenden Mitarbeiter des Dönerproduzenten getestet worden, so der Kreis. Die Ergebnisse lagen zunächst noch nicht vor. Der Betrieb wurde vorläufig geschlossen.

Einige wenige Mitarbeiter dürften aber in den kommenden Tagen noch unter Auflagen "bereits angelieferte Frischware weiterverarbeiten, um zu vermeiden, dass diese verdirbt", so der Kreis. Der Betrieb habe ein "hervorragendes Hygienekonzept". Es gebe keine Werkverträge oder Mitarbeiter, die in Sammelunterkünften lebten. Die 17 infizierten Mitarbeiter waren nachträglich untersucht worden, nachdem das NRW-Gesundheitsministerium im Mai eine Reihentestung bei allen Schlachtbetrieben im Bundesland angeordnet hatte. Nun seien nochmals die Mitarbeiter getestet worden, die damals unter anderem wegen Urlaub oder Kurzarbeit nicht konnten. 

Quelle: DPA

Regensburg: Randalierer flüchtet nackt aus Krankenhaus

Der Eintrag im Polizeiregister dürfte etwas länger werden für einen 23-Jährigen aus Bayern, der nach einer Serie von Straftaten nackt aus einem Krankenhaus floh und dabei noch einen Autofahrer angriff. Die Polizei hatte den Mann in der Nacht auf Mittwoch zunächst nach einem Autounfall mit gestohlenem Kennzeichen festgenommen und ihn kurze Zeit später aufgrund starker Schmerzen in ein Krankenhaus gebracht. Bei der Festnahme hatte der 23-Jährige bereits zwei Beamte angegriffen und diese verletzt.

Als der Mann im Krankenhaus auf der Intensivstation aufwachte, schlug er mit Fäusten und einem Feuerlöscher auf das Personal ein und flüchtete – mitsamt seiner ungewöhnlichen Waffe – nackt. Der Mann entkam laut Polizei zunächst auf einem Fahrrad und versuchte dann, einen Autofahrer anzuhalten und dessen Fahrzeug zu stehlen. Der Fahrer wehrte sich jedoch gegen die Angriffe mit dem Feuerlöscher, der Versuch scheiterte. Der 23-jährige Randalierer wurde kurze Zeit später erneut festgenommen und in ein Fachklinikum eingewiesen.

Quelle: DPA

Wittislingen: Schlingerndes Güllefass richtet hohen Schaden an

Bei einem Verkehrsunfall in Bayern sorgte ein schlingerndes, glücklicherweise leeres, Güllefass für einen Schaden von über 300.000 Euro. Das Güllefass schaukelte sich bei der Fahrt bei Wittislingen so auf, dass es gegen die Leitplanke krachte und den Traktor umriss. Warum es dazu kam, war zunächst unklar. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Bei dem Unfall wurden die Leitplanke und der Straßenbelag teilweise erheblich beschädigt. Zur Bergung des Traktors und zur Reinigung der Unfallstelle musste die Straße mehrere Stunden gesperrt werden.

Quelle: DPA

Elchingen: Radfahrer bedroht Bauarbeiter mit Metzgerbeil

Im bayerischen Elchingen griff ein Radfahrer zu einem Metzgerbeil, um seiner Drohung gegen zwei Bauarbeiter mehr Ausdruck zu verleihen – und löste damit eine Großfahndung der Polizei aus. Wie die Polizei mitteilte, sei es bei dem Vorfall am Mittwoch jedoch zu keinem Angriff auf die Bauarbeiter gekommen. Der Mann konnte kurze Zeit später in Gewahrsam genommen werden, das Beil wurde sichergestellt. Es war zunächst unklar, warum der Mann die Bauarbeiter bedrohte und woher das Beil stammte. Es wurde ein Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet.

Quelle: DPA

Aalen: 94-Jähriger stürzt aus vierter Etage von Altersheim

In Baden-Württemberg ist ein 94-Jähriger aus der vierten Etage eines Altersheims gestürzt und gestorben. Der Senior beugte sich am Mittwochabend über das Balkongeländer des Heims in Fellbach und verlor offenbar das Gleichgewicht, wie die Polizei in Aalen am Donnerstag mitteilte. Er fiel über das Geländer in die Tiefe. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Ermittler gehen von einem tragischen Unfall aus.

Quelle: DPA

Berge: Feuerwehr befreit Hund aus überhitztem Auto

Am Mittwochnachmittag wurde im niedersächsischen Berge ein Labrador aus einer misslichen Lage befreit. Der Hund harrte in einem geparkten Auto in praller Sonne aus und war offensichtlich überhitzt. Eine aufmerksame Passantin suchte zunächst die Besitzerin, als das erfolglos bliebt rief sie die Polizei. Die Feuerwehr Berge rückte an und schlug die Scheibe des Audis ein. Der Labrador wurde sofort mit Wasser versorgt. Als seine Besitzerin wenig später auftauchte, wurde sie von den Einsatzkräften auf ihren Fehler aufmerksam gemacht. Die Frau hatte ursprünglich im Schatten geparkt und die rasche Wanderung der Sonne unterschätzt. Ihr Hund erlitt glücklicherweise keine weiteren Schäden. 

Quelle: Presseportal

 Nachrichten von Mittwoch, den 24. Juni


Hamburg: Udo Lindenbergs Porsche aus Hotel-Tiefgarage geklaut

Der Porsche von Udo Lindenberg, 74, ist aus der Tiefgarage des Hotel Atlantic in Hamburg gestohlen worden. Als der Musiker in der Nacht zum Dienstag um drei Uhr eine Spritztour mit seinem Porsche machen wollte, war das Auto weg. Polizeibeamte haben die Ermittlungen aufgenommen, bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Danach handelt es sich um einen Porsche 911 R, von dem nur 991 Exemplare gebaut wurden. Der Neuwagen soll um die 200.000 Euro gekostet haben, mittlerweile liege der Wert des Autos bei 600.000 Euro.

Quelle: DPA

Düsseldorf: Schüler bleibt unter Toilettentrennwand stecken 

Die Feuerwehr Düsseldorf musste am Mittwochmittag zu einem Einsatz in einer Schule ausrücken. Dort war ein Schüler beim Versuch unter einer Toilettentrennwand durchzukriechen steckengeblieben. Der Siebenjährige konnte auch durch die umstehenden Menschen nicht aus seiner misslichen Lage befreit werden. Er steckte mit der Hüfte zwischen dem Fliesenboden und der Trennwand fest Schließlich rückten die Einsatzkräfte an und schnitten mit einer akkubetriebenen Säge ein Loch in den hinteren Teil der Trennwand. So konnte der Junge befreit und einem Notarzt übergeben werden. Nach einer medizinischen Untersuchung übernahm der Vater sein Kind.

Quelle: Feuerwehr Düsseldorf

Hamburg: Freispruch im Prozess um tödlichen Kutschenunfall

Fast zwei Jahre nach einem tödlichen Kutschenunfall auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg hat das Amtsgericht die ehemalige Inhaberin des Pferdedroschkenbetriebs freigesprochen. Die 56 Jahre alte Angeklagte habe ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt und sich somit auch nicht der fahrlässigen Tötung oder der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht, sagte Richter Björn Jönsson am Mittwoch. "Es war eine Tragödie."

Die Angeklagte hatte seit 2017 Kutschfahrten über den 390 Hektar großen Parkfriedhof angeboten. Bei einem Halt  am 26. September 2018 waren die Pferde durchgegangen, als bereits zwei Fahrgäste in der Kutsche saßen und zwei weitere gerade auf dem Trittbrett standen. Die Pferde zogen das Gefährt auf die Cordesallee, wo es mit einem Auto zusammenstieß. Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau vorgeworfen, sie habe die beiden Tiere nicht ausreichend gesichert. Die Angeklagte und ein Gehilfe waren ausgestiegen, um den Fahrgästen beim Einsteigen zu helfen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern nach einem Unfall mit einer Pferdekutsche auf dem Friedhof Ohlsdorf den Unfallort
Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern nach einem Unfall mit einer Pferdekutsche auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf den Unfallort 
© rtn, christoph leimig/ / Picture Alliance

Bei dem Unfall kippte die Kutsche um, zwei ältere Frauen wurden unter dem Wagen eingeklemmt. Eine 78-Jährige starb, eine 80-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Auch die beiden anderen Fahrgäste und der 50 Jahre alte Autofahrer erlitten Verletzungen. Eines der Pferde musste eingeschläfert werden.

Quelle: DPA

Eigeltingen: Rennradler wird von Traktoranhänger überrollt

Im baden-württembergischen Eigeltingen ist ein Rennradfahrer bei einem Unfall schwer verletzt worden. Der 48-Jährige wollte einen Traktor mit Anhänger und dahinter fahrende Autos überholen. Als der Traktorfahrer den Blinker setzte und nach links abbiegen wollte, prallte der Radfahrer gegen das hintere linke Rad des Gefährts und stürzte. Obwohl der Traktorfahrer, ein 16-jähriger Jugendlicher, sofort eine Vollbremsung einleitete, wurde der Radfahrer von dem Anhänger überrollt. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass der 16-Jährige nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis für den Traktor war. Seine Mutter wurde daher wegen Zulassen zum Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Der Radfahrer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. 

Quelle: Polizei Konstanz

Essen: Kurierfahrer fuhr 30 Jahre ohne Führerschein

In Essen hat die Polizei einen Kurierfahrer kontrolliert, der schon seit 30 Jahren ohne Führerschein unterwegs ist. Der Mann wurde bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle gestoppt. Der 59-jährige Fahrer gab an, Kurierfahrten zu tätigen, konnte zwar den Fahrzeugschein für den Transporter vorweisen – nicht aber seinen Führerschein. Den hatte man ihm offenbar schon vor 30 Jahren entzogen. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt, der Autoschlüssel sichergestellt. Gegen ihn wird jetzt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Auch gegen den Halter des Transporters wurde eine Strafanzeige gestellt.

Quelle: Polizei Essen

Bundesweit: Razzia gegen Schleuserbande 

Die Polizei hat in mehreren Bundesländern und in Schweden einen Schlag gegen eine mutmaßliche internationale Bande von Menschenschleusern geführt. Sie soll Iraner mit erschlichenen Visa von Teheran über Istanbul nach Deutschland geschleust haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Insgesamt seien mehr als 230 Bundes- und Landespolizisten im Einsatz gewesen.  

Durchsucht wurden 15 Wohnungen und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sowie durch die schwedische Polizei in einer Wohnung in Schweden. 

Verdächtig seien sechs Iraner, ein Niederländer und ein Schwede. Zwei Hauptbeschuldigte wurden verhaftet. Umfangreiches Beweismaterial in Form von Mobiltelefonen, Datenträgern und Unterlagen wurde sichergestellt.

Quelle: DPA

Zarrentin: Mann rutscht von Hausfassade und stürzt ab

Im Zarrentin in Mecklenburg-Vorpommern ist am frühen Mittwochmorgen ein Mann bei einem Sturz aus einer Höhe von etwa vier Metern schwer verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, hatte sich der 32-Jährige versehentlich aus seiner Wohnung im Obergeschoss ausgesperrt und dann versucht, von außen an ein offenes Fenster zu gelangen. Hierzu kletterte er zunächst eine Straßenlaterne hinauf und wollte dann an der Hausfassade weiterklettern. Dort rutschte der 32-Jährige ab und stürzte zu Boden. Der schwer verletzte Wohnungsinhaber, der bei Bewusstsein war, wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Quelle: Polizei Ludwigslust

Kirn: Zug rollt über schlafenden 15-Jährigen – Junge bleibt unverletzt

Mit großem Glück ist ein 15 Jahre alter, betrunkener Jugendlicher an einer Bahnstrecke bei der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Kirn nur knapp dem Tod entgangen. Der Jugendliche hatte sich nach einem Treffen mit Freunden in Kirn im Kreis Bad Kreuznach auf dem Heimweg ausruhen wollen – und sich dabei in der Nacht zum Mittwoch unbewusst zwischen zwei Schienen auf das Gleisbett einer Bahnstrecke gelegt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der 15-Jährige schlief ein und merkte nicht, wie ein Regionalzug über ihn hinweg fuhr. 

Der Zugführer bemerkte den Jugendlichen und alarmierte umgehend die Leitstelle der Bahn. Der Bahnverkehr wurde auf dem Abschnitt der Bahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Saarbrücken gesperrt. Rettungskräfte fanden den Jugendlichen unversehrt und mussten ihn wecken. Der 15-Jährige gab an, nicht zu wissen, wo er sich befunden habe. Ihm wurde mit einem eindringlichen Gespräch verdeutlicht, dass er "den heutigen Tag auch als zweiten Geburtstag ansehen könnte", wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß. Danach wurde er in die Obhut des Vaters übergeben.

Quelle: DPA

Köln, Rödermark, Bondy: Razzien gegen Großfamilie

Am frühen Mittwochmorgen haben Polizeikräfte insgesamt acht von neun Haftbefehle in Köln, im südosthessischen Rödermark sowie in Bondy nahe Paris vollstreckt. Die vorangegangenen mehrmonatigen Ermittlungen richteten sich gegen gegen eine im rechtsrheinischen Köln ansässige Großfamilie, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Insgesamt wurden 19 Objekte durchsucht und Immobilien beschlagnahmt. Die Mitglieder der aus dem früheren Jugoslawien stammenden Großfamilie sollen vorwiegend ältere Menschen durch Wohnungseinbrüche um ihre Ersparnisse gebracht und durch Betrugshandlungen Sozialleistungen bezogen haben. Über die Ergebnisse der Durchsuchungen werden Staatsanwaltschaft und Polizei frühestens gegen Mittag Stellung nehmen.

Quelle: Polizei Köln

Dillenburg: 25-Jähriger stirbt bei Streit

Im hessischen Dillenburg ist am Abend ein 25-Jähriger aus Wetzlar gestorben. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, gerieten am späten Dienstagabend gegen 22.30 Uhr mehrere Personen, aus bislang  unbekannten Gründen, in eine heftige Auseinandersetzung. In deren Verlauf erlitt der Mann mehrere Stichverletzungen im Bereich des Oberkörpers. Rettungskräfte brachten den Schwerstverletzen in ein Krankenhaus, wo er noch während der umgehend eingeleiteten Notoperation verstarb. Noch in der Nacht nahmen Polizisten eine Person fest. Diese wird derzeit durch Kriminalpolizisten vernommen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizei Mittelhessen

 Nachrichten von Dienstag, den 23. Juni


Forchheim: Eingeklemmter Autofahrer filmt eigene Rettung

Seine eigene Rettung hat ein eingeklemmter Autofahrer auf der Autobahn 73 bei Forchheim gefilmt. "Als wir das Autodach abhoben, streckte sich uns plötzlich eine Hand mit Handy entgegen", erzählte Werner Horsch von der Freiwilligen Feuerwehr am Dienstag. "Ich bin jetzt 22 Jahre Stadtbrandmeister, aber sowas ist mir noch nie passiert."

Der 43-jährige Fahrer war nach Angaben der Polizei am Montag mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Als er wegen eines langsameren Fahrzeugs abbremsen musste, verlor er die Kontrolle über seinen Wagen. Das Auto schleuderte etwa 300 Meter über die Autobahn und prallte mehrfach gegen die Mittel- und Außenleitplanke. Der Mann und seine 49 Jahre alte Beifahrerin wurden schwer verletzt in ihrem Wagen eingeklemmt. 

Rettungskräfte arbeiten an einer Unfallstelle auf der Autobahn 73
Die beiden eingeklemmten Insassen mussten nach dem Unfall von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Wrack befreit werden
© Ferdinand Merzbach / DPA

Die Feuerwehr musste das Autodach aufschneiden, um das Ehepaar zu bergen. "So ein Dach hat ein wahnsinniges Gewicht, das müssen wir auf jeder Seite mit drei, vier Mann stemmen", sagte der Stadtbrandmeister. "Und dabei hält der Verletzte die Kamera auf sich, dann wieder auf uns. Da schüttelst du nur den Kopf." Ein Rettungshubschrauber brachte die Verletzten in Krankenhäuser.

Quelle: DPA

Steinhagen: Mann fährt mit Auto in Schaufenster

Im nordrhein-westfälischen Steinhagen ist ein Autofahrer mit seinem Wagen in ein Schaufenster gefahren. Wie die Polizei berichtete, rangierte der Mann zuvor auf einem Kundenparkplatz. Nach dem Zusammenstoß parkte der Mann den Wagen in einer dem Geschäft gegenüberliegenden Parklücke und blieb in seinem Auto sitzen. Aufmerksame Zeugen beobachteten den Zusammenstoß, verständigten die Polizei und machten Angaben zu dem augenscheinlich unter Alkoholeinfluss stehenden Mann. Der 63-Jährige wurde zur Blutabnahme in ein Krankenhaus gebracht. Sein Führerschein wurde einbehalten und ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

Quelle: Polizei Gütersloh

Neuss: 20-Jähriger soll Cannabispflanzen in Wald angebaut haben

In Neuss haben Polizisten einen 20-Jährigen festgenommen, der im Verdacht steht, auf zwei kleinen Lichtungen insgesamt 74 Cannabispflanzen angebaut zu haben. Die Beamten fanden zudem in seiner Wohnung eine professionelle Indoorplantage mit 38 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumsphasen sowie Utensilien für den Anbau der Pflanzen und Verpackungsmaterial sicher. Der Mann wurde wegen des Verdachts der Herstellung von und des Handels mit Marihuana in nicht geringer Menge vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen laufen.

Cannabispflanzen auf einer Waldlichtung in Neuss
Der Neusser steht im Verdacht, in einem Waldstück auf zwei kleinen Lichtungen insgesamt 74 Cannabispflanzen angebaut zu haben
© Polizei Neuss

Quelle: Polizei Rhein-Kreis Neuss

Kaiserslautern: Jugendliche raucht Joint und weiß nicht mehr, wo sie ist

In Kaiserslautern hat die Polizei am Montagabend eine Jugendliche aufgegriffen, die sich offenbar in einer hilflosen Lage befand. Wie die Beamten am Dienstag berichteten, konnte die 15-Jährige ihre Adresse nicht angeben und war auch nicht in der Lage zusammenhängende Sätze zu bilden. Sie sei "zeitlich und örtlich nicht orientiert" gewesen, heißt es und habe auf Fragen "zusammenhanglos" geantwortet. Laut Polizei gab sie an, einen Joint geraucht zu haben. Mit Unterstützung des Ordnungsamtes und des verständigten Rettungsdienstes wurde das Mädchen zur weiteren ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die 44-jährige Mutter der Jugendlichen wurde verständigt. "Sie sah die Sache gelassen und meinte, dass sie ja wisse, was ihre Tochter rauche. Morgen gehe es ihr wieder besser."

Quelle:  Polizei Westpfalz

Berlin: Razzia wegen Corona-Subventionsbetrugs in islamistischer Szene     

Wegen mutmaßlichen Betrugs bei der staatlichen Corona-Soforthilfe in der islamistischen Szene haben Berliner Ermittler am Dienstag mehrere Orte in Berlin durchsucht. Der Verdacht wegen Subventionsbetrugs richte sich gegen zwei Männer aus der Szene, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Vor allem nach Beweismitteln durchsucht wurden laut Polizei eine Moschee in Berlin-Tempelhof, eine Wohnanschrift sowie eine Wohn- und Geschäftsadresse. Festnahmen gab es demnach zunächst nicht. Bei den Durchsuchungen waren 250 Beamte im Einsatz. Im April hatte die Berliner Staatsanwaltschaft mitgeteilt, durch Subventionsbetrug bei Corona-Soforthilfen sei ein Schaden von rund 700.000 Euro entstanden. Bereits im Mai durchsuchten Ermittler wegen Corona-Betrugsverdachts in Berlin Wohnungen und Autos mutmaßlicher Salafisten, die laut damaligen Angaben betrügerisch Corona-Soforthilfen für Kleinbetriebe beantragt und teilweise auch erhalten haben sollen.

Quelle: AFP

Wuppertal: Paar betreibt illegale Schnapsbrennerei in Wohnung

Die Zollfahndung Essen hat in Wuppertal eine illegale Schnapsbrennerei ausgehoben. Die Beamten wurden durch Zeugen auf ein Paar aufmerksam gemacht, das in seiner Drei-Zimmer-Wohnung "schwarz Schnaps brennen" würde. Bei einer Durchsuchung am 17. Juni stellten die Beamten insgesamt 226 Liter Branntwein und branntweinhaltige Erzeugnisse, 200 kg Maische, eine Destillieranlage samt Zubehör sowie über 1.100 Stück unversteuerte Zigaretten sicher. In jedem Raum befand sich unversteuerter Alkohol und Herstellungszubehör. So lagerten im Zimmer des Kindes sieben große Plastikfässer samt Überlauf mit 200 Kilogramm angesetzter Maische. Im Schlafzimmer fanden die Fahnder unter anderem 20 Flaschen "Selbstgebrannten".

Nachrichten aus Deutschland: Illegale Schnapsbrennerei in Wuppertal entdeckt
In der Wohnung eines Ehepaares stellten die Beamten unter anderem 226 Liter Branntwein und branntweinhaltige Erzeugnisse sicher
© Zollfahndungsamt Essen

Das 20-Liter-Destilliergerät war in der kleinen Gästetoilette aufgebaut und angeschlossen. Das Paar erwartet zudem noch ein Steuerstrafverfahren wegen der mehr als 22 Stangen unversteuerter Zigaretten. Die Polizei erklärt hierzu: "Illegal hergestellter Branntwein ist unter Umständen gesundheitsgefährdend. Wurde während der Destillation der Vorlauf nicht abgetrennt oder sind im Endprodukt zu hohe Konzentrationen Fuselöle enthalten, kann dies in höheren Dosen zur Erblindung oder zu, sogar tödlichen, Vergiftungen führen. Durch unsachgemäße Handhabung kann es zu gefährlichen Verpuffungen kommen." 

Auf dem Gästeklo fanden die Beamten dieses 20-Liter-Destilliergerät
Auf der Gästetoilette fanden die Beamten dieses 20-Liter-Destilliergerät 
© Zollfahndungsamt Essen

Quelle: Zollfahndungsamt Essen

Halle: Kleinkind fällt aus dem fünften Stock und verletzt sich schwer

Beim Sturz aus einem Fenster ist ein Kleinkind in Halle (Saale) schwer verletzt worden. Der zweijährige Junge fiel am Montagabend im Stadtteil Halle-Neustadt aus der Wohnung seiner Eltern im fünften Stock eines Mehrfamilienhauses, wie ein Polizeisprecher sagte. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Eltern des Jungen hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks offenbar im Nachbarzimmer aufgehalten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: DPA

Freiburg: Radfahrerin von Lkw überfahren und tödlich verletzt

In Freiburg ist eine Radfahrerin von einem Lkw überfahren und tödlich verletzt worden. Laut Polizei geschah der Unfall gegen 19 Uhr. Der 46-Jährige wollte mit seinem Sattelzug in Höhe der Freiaustraße nach rechts auf die B31 abbiegen, als er die Radlerin erfasste. Durch den Zusammenstoß wurde die 50-jährige so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Die Verkehrspolizei ermittelt. 

Quelle: Polizei Freiburg

A4 bei Bucha: Autofahrer hält für Nickerchen in Pannenbucht

Eine denkbar ungünstige Parkmöglichkeit hatte sich am Montag ein Autofahrer für ein Nickerchen ausgesucht. Wie die Polizei am Dienstagmorgen berichtete, war der Mann auf der A4 bei Bucha in Richtung Dresden unterwegs, als er seinen Wagen in einer einer Pannenbucht des Jagdbergtunnels abstellte, um zu Schlafen. Über die Lautsprecheranlage versuchten Mitarbeiter der Zentralen Betriebsleitstelle Kontakt zu dem Fahrer aufzunehmen, doch ohne Erfolg. Schließlich machte sich eine Streife der Autobahnpolizei auf den Weg zu dem Kleintransporter. Er muss nun ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro bezahlen und erhält einen Punkt im Fahreignungsregister. Parken musste er woanders.

Quelle: Polizei Thüringen

 Nachrichten von Montag, den 22. Juni


Dortmund: Freunde bringen Motorradfahrer nach schwerem Unfall zu Party zurück

Ungewöhnliche Unfallflucht: Ein Mann (21), der nach einer Feier in Dortmund mit einem Motorrad gegen einen Strommast krachte, rief danach seine Freunde – die ihn schwer verletzt zu der Party zurück brachten. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden die Schmerzen des Fahrers während der Feier in der Nacht zu Sonntag so groß, dass die Kumpel ihn doch noch ins Krankenhaus fuhren und der Polizei Bescheid sagten.

Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, wurde der 21-Jährige so schwer verletzt, dass er immer noch im Krankenhaus liegt. Der Mast, gegen den er gerast war, war in zwei Teile zerbrochen. Einen Motorrad-Führerschein hatte der Mann nicht. Daher wird gegen ihn jetzt wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verkehrsunfallflucht ermittelt. Gegen seine Freunde bestehe der Verdacht der Beihilfe, so die Polizei.

Quelle: DPA

Wiesbaden: Droh-Mail an Politiker – Ermittler prüfen Echtheit von Polizei-Account

Nach Drohungen gegen einen Mainzer Kommunalpolitiker prüft das hessische Landeskriminalamt, ob die Mail mit dem entsprechenden Inhalt von einem hessischen Polizei-Account verschickt wurde. "Wir wollen das schnellstmöglich aufklären.", sagte eine LKA-Sprecherin am Montag in Wiesbaden. Es seien Ermittlungen unter Federführung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden aufgenommen worden. Es geht darum, ob die E-Mail tatsächlich von einem Polizisten verschickt wurde oder ob es sich um einen Täuschungsversuch handelt.

Das Mainzer Stadtratsmitglied Maurice Conrad hatte bei Twitter eine E-Mail veröffentlicht, die er von einem Absender mit dem Account @polizei.hessen.de erhalten hatte. Darin steht unter anderem: "Ich empfehle im Übrigen, das allabendliche Gebet, dass wir 2 uns niemals über den Weg laufen. Wäre gesünder."

Hassbotschaften bekäme er öfters, sagte Conrad. Jedoch nicht von einem mutmaßlichen Polizisten. Er freue sich, dass das LKA nun schnell klären wolle, ob die Adresse echt ist oder ein Fake. Auf die Frage, woher der Hass kommen könnte, sagte Conrad, dass es womöglich einen Bezug zur Debatte um eine Kolumne der Tageszeitung "taz" haben könnte. Er habe vor kurzem bei Twitter einen Artikel geteilt, der sich um das Thema drehte.

In der "taz"-Kolumne ging es darum, wo Polizisten arbeiten könnten, wenn die Polizei abgeschafft würde, der Kapitalismus aber nicht. Darin wurde auch die Option der Mülldeponie aufgegriffen. Aus der Berufsgruppe heraus und von Politikern kam danach viel Kritik.

Quelle: DPA

Gelsenkirchen: "Frauchen" springt für Hund auf Bahngleise

Eine 27-Jährige und ihr Hund sorgten am Samstag im Gelsenkirchener Hautbahnhof für eine Sperrung der Bahngleise. Die Frau war laut Angaben der Polizei auf die Gleise gesprungen, weil sie ihren Hund suchte. Zuvor hatte der Hund sich gefährlich nah an einer Bahnsteigkante befunden, weshalb ein einfahrender Zug bremsen musste. Der Hund sei dann aus Schreck auf die Gleise gesprungen. Die Frau tat es dem Hund gleich, um ihn wieder einzufangen. Daraufhin ordnete die Bundespolizei eine Sperrung des Hauptbahnhofs an, um ein Überfahren der Frau und des Hundes zu verhindern. Beide konnten schließlich in Sicherheit gebracht werden.

Der Einsatz der Bundespolizei dauerte 25 Minuten. Die Auswertung der Videoaufzeichnungen hat ergeben, dass die Frau aufgrund fahrlässigen Verhaltens für den Vorfall mitverantwortlich sein könnte. Gegen die 27-Jährige wurde somit ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Durch den Vorfall erhielt der RE 42 eine Verspätung von 45 Minuten.

Quelle: Polizei St. Augustin

Freiburg: 13-Jährige mehrfach zum Mitfahren aufgefordert

Eine 13-Jährige wurde am Freitag von einem bisher unbekannten Autofahrer aufgefordert, einzusteigen und mitzufahren, wie die Polizei Freiburg mitteilte. Der Fahrer soll dem Mädchen über einen längeren Zeitraum hinterher gefahren sein und sie des öfteren zum Einsteigen aufgefordert haben. Das junge Mädchen lehnte immer wieder ab, bis sie schließlich eine Fußgängerin ansprach und um Hilfe bat. Erst die Begleitung der Frau schreckte den Unbekannten ab, sodass er davon fuhr. Laut Angaben der Polizei soll es sich um einen roten Pkw gehandelt haben, der von einem etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann geführt wurde. Dieser soll schwarze, kurze Haare und einen Vollbart gehabt haben. Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe. 

Quelle: Polizei Freiburg

Hagen: Erstes Date endet in Raubüberfall

Ein 22-Jähriger aus Offenbach ist am Samstag statt in das geplante romantische Treffen in einen Raubüberfall geraten. Er hatte sich im Internet mit einer Frau verabredet, die den Namen "Jaqueline" angab. Doch statt einem netten Kennenlernen in Zweisamkeit, warteten auf den 22-Jährigen noch neben der jungen Frau zwei weitere Männer auf ihn. Die Männer schlugen auf den 22-Jährigen ein und entnahmen ihm seine Tasche, das Smartphone, eine Armbanduhr und die Mütze einer bekannten Sportmarke. Nach der Tat flüchteten die drei unerkannt. "Der erste Täter nannte sich "Chris", ist zirka 23 Jahre alt, zirka 183 cm groß, hat braune kurze Haare und war bekleidet mit einem blau-roten Trainingsanzug des Fußballvereins Arsenal London. Der zweite Täter ist zirka 24 Jahre alt, hat eine stämmige Figur und war dunkel bekleidet", so die Polizei. Ermittlungen wurden aufgenommen. Zeugen werden um Mithilfe gebeten. 

Quelle: Polizei Hagen

Wolfsburg: Autofahrer verteilt ungewollt Geldscheine und Ausweise auf Autobahn

Ein Autofahrer hat ungewollt Geldscheine und persönliche Dokumente auf der Autobahn 2 bei Helmstedt in Niedersachsen verteilt. Der 56-Jährige aus Friesland vergaß nach dem Tanken seine Geldbörse auf dem Autodach, wie die Polizei in Wolfsburg am Sonntag mitteilte. Bei der Weiterfahrt verteilte sich der Inhalt auf der Autobahn. Als der Mann bei Magdeburg seinen Verlust bemerkte, informierte er das Polizeikommissariat Helmstedt. Die Beamten sammelten daraufhin auf dem Standstreifen bis zur Rastanlage Marienborn fast 200 Euro in Geldscheinen und fast alle persönlichen Dokumente des 56-Jährigen ein, der sie anschließend mit Freude in Empfang nahm, wie es hieß.

Quelle: AFP

Bad Schwalbach: Elfjähriger löst Bomben-Alarm in Volksbank aus

Am Samstagabend löste ein elfjähriger Junge einen Bomben-Alarm in der Wiesbadener Volksbank in Bad Schwalbach aus. Der Junge hatte einen herrenlosen Koffer vor die Filiale gestellt, weil er dachte dieser würde der Volksbank gehören. Ein Kunde der Bank bemerkte den Koffer, der mutterseelenallein vor dem Eingang stand. Einsatzkräfte und Sprengstoffexperten wurden informiert, der Eingang der Bank wurde abgesperrt. Als der Experte mit dem Röntgen des Koffern beginnen wollte, meldete sich die Mutter des elfjährigen Jungen. Er hatte im Laufe des Nachmittags den leeren Koffer im Park gefunden. Auf dem Koffer befand sich das Logo der Volksbank, weshalb er ihn zur Filiale brachte. Weil der Junge den Koffer vorbildlich abgeben wollte, erwartet ihn statt Ärger für den Großeinsatz eine kleine Belohnung. 

Quelle: Polizei Westhessen

Leipzig: Mann springt aus brennendem Haus und stirbt

In Leipzig ist am Montagmorgen ein Mann aus einem brennenden Mehrfamilienhaus gesprungen und gestorben. In einer Wohnung in der neunten Etage des Hauses kam es aus bislang unbekannter Ursache zu einem Brand. Nach ersten Erkenntnissen ist eine Person aus dem Fenster der betroffenen Wohnung gesprungen und erlag seinen Verletzungen. " Die Umstände zum Brand sowie die Identität der Person sind Gegenstand der aktuellen Ermittlungen", so die Polizei Sachsen. 

Quelle: Polizei Sachsen

Westrhauderfehn: Kleinkind ertrinkt in Hahnentanger See

Am Sonntagnachmittag ist ein kleiner Junge im Hahnentanger See in Westrhauderfehn ertrunken. Es wird davon ausgegangen, dass das Kind unbemerkt von einer kleinen Brücke in den See stürzte. Wenige Augenblicke später bemerkten die Eltern das Verschwinden des Kindes und begannen mit der Suche. Schließlich trafen Einsatzkräfte am Unfallort ein, nachdem Passanten den Notruf alarmiert hatten. Die Einsatzkräfte fanden das Kind unter Wasser. Mit dem Hubschrauber wurde der Junge in das Oldenburger Krankenhaus geflogen. Doch jede Hilfe kam zu spät. Am Abend verstarb der Junge im Krankenhaus.

Quelle: Feuerwehr Leer

Erfurt: Mann öffnet defekten Fahrstuhl mit Handy und randaliert 

Weil ihm die Rettung aus einem defekten Fahrstuhl in einem Erfurter Hochhaus zu lange dauerte, hat sich ein 25-Jähriger kurzerhand selbst aus seiner misslichen Lage befreit. Dazu hebelte er die Fahrstuhltür mit seinem Handy auf, mit dem er kurz zuvor noch den Notruf gewählt hatte, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Tür wurde dabei so sehr beschädigt, dass der Fahrstuhl überhaupt nicht mehr funktionierte. 

Doch damit nicht genug: Als Polizisten dem Mann am Sonntagmorgen zu Hilfe kamen, attackierte der betrunkene 25-Jährige die Beamten mit mehreren Farbdosen. Mit diesen hatte er - wohl aus Erregung über die Notlage im Fahrstuhl - zwischenzeitlich den Hausflur des Hochhauses bemalt. Der Mann kam in ein Krankenhaus, wo er seinen Rausch ausschlief. Laut Polizei erwarten ihn nun mehrere Strafanzeigen.

Quelle: DPA

Stuttgart: Nach Ausschreitungen in Stuttgart: Seehofer-Besuch geplant

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich nach den Ausschreitungen in Stuttgart vor Ort ein Bild von der Lage machen. Dies teilte das baden-württembergische Innenministerium am Montag mit. Innenminister Thomas Strobl (CDU) werde Seehofer um 12 Uhr zu einem Gespräch in seinem Büro treffen. Ab 13 Uhr sei ein Termin vor Ort in der Innenstadt geplant.

An den Krawallen in der Nacht zum Sonntag waren nach Angaben der Polizei 400 bis 500 Menschen beteiligt. Mindestens 19 Polizisten wurden verletzt. 24 Menschen wurden vorläufig festgenommen.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 15. Juni bis 21. Juni 2020 lesen Sie hier.

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