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News des Tages: EVP-Spitzenkandidat Weber: "Türkei wird nie Mitglied der EU"

Schauspielerin Hannelore Elsner gestorben +++ Ägypter stimmen für Amtszeitverlängerung für Präsident al-Sisi +++ Tod von Reporterin in Nordirland: Festnahme +++ Samsung verschiebt Start von faltbarem Handy +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber

Will Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei stoppen: CSU-Politiker Manfred Weber, der als künftiger EU-Kommissionschef gehandelt wird.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • AfD im Norden will Medien bei Parteitag aussperren (19.11 Uhr)
  • Schauspielerin Hannelore Elsner ist tot (15.23 Uhr)
  • Putin trifft Kim am Donnerstag (15.07 Uhr)
  • Radler in Schlangenlinien auf Autobahn unterwegs (14.42 Uhr)
  • Sri Lanka: IS beansprucht Anschläge für sich (12.58 Uhr)
  • Tod von Reporterin in Nordirland: Festnahme (9.56 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:  

+++ 23.46 Uhr: Kim reist zu Gipfel in Russland ab +++ 

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die Reise zu seinem ersten Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angetreten. Kim und eine Delegation fuhren in einem Sonderzug Richtung Russland, wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Der Kreml hatte mitgeteilt, dass sich Kim und Putin am Donnerstag in Wladiwostok im Osten Russlands treffen werden. Im Mittelpunkt der Unterredung soll nach Angaben der russischen Präsidentschaft "eine politische und diplomatische Lösung für das Atomproblem auf der koreanischen Halbinsel" stehen. Es ist das erste Gipfeltreffen der beiden Politiker. Russland ist einer der wenigen Verbündeten Nordkoreas. 

+++ 21.13 Uhr: Über 30 Tote bei Fluten und Erdrutschen in Südafrika +++ 

In Südafrika sind mehr als 30 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben gekommen. Unter den mindestens 33 Todesopfern seien ein sechs Monate altes Baby und ein etwa zehnjähriges Kind. 42 weitere Menschen seien verletzt worden. Zehn Kinder würden weiterhin vermisst. Ein Sprecher des örtlichen Rettungsdienstes sagte, heftige Regenfälle hätten in Durban an der Ostküste des Landes zahlreiche Häuser beschädigt und Erdrutsche verursacht. Einsatzkräfte suchten aber weiter nach möglichen weiteren Opfern. Meteorologen warnten vor weiteren schweren Regenfällen bis Mittwoch.

+++ 20.35 Uhr: Waldbrände in Schweden und Norwegen +++ 

An mehreren Orten in Skandinavien kämpfen Einsatzkräfte bei großer Trockenheit gegen Wald- und Flächenbrände. Wie Fernsehbilder zeigten, brannte es unter anderem in der südschwedischen Region Skåne. Dort wurden vier Familienhöfe evakuiert. Insgesamt liefen nach Angaben der schwedischen Rettungsdienste am Abend 45 Einsätze. Im Nachbarland Norwegen teilte die Polizei mit, auch dort brenne es an verschiedenen Stellen. Die Brandherde in der Region Rogaland seien noch nicht unter Kontrolle. In beiden Ländern wurden Hubschrauber eingesetzt, um die Flammen zu bekämpfen.

+++ 20.10 Uhr: Ägypter stimmen für Amtszeitverlängerung für Präsident al-Sisi +++ 

Die Ägypter haben laut nationaler Wahlbehörde mit großer Mehrheit für die umstrittene Amtszeitverlängerung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi gestimmt. 88,83 Prozent der Wahlberechtigten hätten dafür gestimmt, die Amtszeit bis zum Jahr 2030 zu verlängern. Das Parlament in Kairo hatte den Weg für die Amtszeitverlängerung freigemacht. Die Abgeordneten stimmten mit überwältigender Mehrheit für eine Verfassungsänderung, die vorsieht, al-Sisis derzeitiges Mandat um zwei Jahre auf sechs Jahre zu verlängern. Anschließend soll sich der Präsident um eine weitere sechsjährige Amtszeit bewerben können. Es wäre al-Sisis drittes Mandat. Bislang waren in der Verfassung nur zwei Amtszeiten vorgesehen. Der 64-Jährige hatte nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 die Macht in Ägypten übernommen.

+++ 19.34 Uhr: Französische Forscher messen womöglich erstmals ein Mars-Beben +++

Französische Wissenschaftler haben zum ersten Mal eine Erschütterung an der Oberfläche des roten Planeten gemessen. Dabei könnte es sich nach Angaben der französischen Raumfahrtagentur Cnes möglicherweise um ein leichtes "Marsbeben" handeln. Seit Ende vergangenen Jahres ist die sogenannte SEIS-Sonde auf dem Mars aktiv. Das halbkugelförmige Gerät misst Vibrationen an der Oberfläche, die von seismischer Aktivität, aber auch von Umwelteinflüssen herrühren können. Die Cnes-Experten gehen davon aus, dass die nun aufgezeichnete Bewegung ein Beben sein könnte. "Wir haben seit Monaten auf unser erstes Marsbeben gewartet", sagte Philippe Lognonné vom Pariser Institut de Physique du Globe (Institut für Erdphysik). "Es ist großartig, endlich ein Zeichen zu haben, dass es auf dem Mars noch seismische Aktivität gibt." Noch ist allerdings ungeklärt, ob das Beben auch eine andere Ursache gehabt haben könnte.

+++ 19.16 Uhr: Haftstrafen für Paar, das junge Afghanin zur Prostitution gezwungen hat +++

Ein Paar, das eine junge Afghanin monatelang zur Prostitution gezwungen hat, ist zu je drei Jahren und zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. "Wir haben keinen Zweifel an dem Motiv, die Geschädigte kommen zu lassen, um sie auf den Strich zu schicken", sagte Richter Philip Stoll während der Urteilsverkündung am Münchner Landgericht I. Die beiden Angeklagten wurden unter anderem wegen schwerer Zwangsprostitution verurteilt.

+++ 19.11 Uhr: AfD in Schleswig-Holstein will beim Landesparteitag Medien ausschließen +++

Nach einem Beschluss des Landesvorstands der AfD in Schleswig-Holstein soll der Landesparteitag am kommenden Wochenende in Schleswig-Holstein unter Ausschluss der Medien stattfinden. Einen entsprechenden Beschluss habe der Landesvorstand gefasst, teilte Stefan Pahlow, persönlicher Referent des Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden AfD-Landesvorsitzenden Bruno Hollnagel in Berlin mit. Das letzte Wort sollen jedoch nach Angaben Pahlows die beim Landesparteitag anwesenden Mitglieder haben. Sie sollen darüber abstimmen, ob bei dem Parteitreffen Journalisten vor der Tür bleiben müssen oder dabei sein können.

+++ 18.55 Uhr: EVP-Kandidat Manfred Weber: "Türkei wird nie Mitglied der EU" +++

Der CSU-Politiker Manfred Weber will die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei stoppen. "Die Türkei wird nie Mitglied der EU", sagte er Journalisten bei seinem Wahlkampfauftakt in Athen. Das bedeute zwar keinen Abbruch der Beziehungen mit der Türkei, aber: "Wir müssen ehrlich miteinander sein." In dem Programm, mit dem Weber in den EU-Wahlkampf geht, heißt es, die Türkei entferne sich von den europäischen Werten, eine EU-Mitgliedschaft sei deshalb keine Option. Weber ist Spitzenkandidat der konservativen EU-Parteienfamilie EVP und gilt als Anwärter für die Nachfolge Jean-Claude Junckers als EU-Kommissionschef.

+++ 17.43 Uhr: Waldbrand an Thüringer Talsperre – Landrat ruft Katastrophenfall aus +++

Am Bleiloch-Stausee in Tühringen kämpfen Einsatzkräfte gegen ein riesiges Feuer. Den Behörden zufolge stand ein Waldgebiet auf rund 13 Hektar in Flammen. Landrat Thomas Fügmann rief den Katastrophenfall aus. Der am Ostersonntag erstmals ausgebrochene Brand galt eigentlich schon als gelöscht, ist aber zwischenzeitlich an mehreren Stellen wieder aufgeflammt. An einem Steilhang bei Saaldorf war er von den Feuerwehrleuten zunächst nicht in den Griff zu bekommen. Menschen seien nicht in Gefahr, hieß es. Anwohner wurden aber gebeten, Fenster und Türen der Häuser geschlossen zu halten.

+++ 17.28 Uhr: Regierung will Kinder von Pflegebedürftigen finanziell schonen +++

Die Bundesregierung will Kinder von Pflegebedürftigen finanziell deutlich entlasten. Bei weniger als 100.000 Euro Jahreseinkommen sollen Kinder nicht mehr für ihre Eltern zahlen müssen, heißt es nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in einem Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für ein "Unterhaltsentlastungsgesetz". Heute müssen Kinder im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten bis zu einem Schonvermögen für einen Heimplatz der Eltern bezahlen, wenn diese nicht selbst dafür aufkommen können.

+++ 17.18 Uhr: 130 Jahre alte Rotkäppchen-Sektflasche bei Bauarbeiten entdeckt +++

Eine mehr als 130 Jahre alte Rotkäppchen-Sektflasche ist bei Bauarbeiten an einer Brücke in Sachsen-Anhalt entdeckt worden. Die Flasche bekomme einen Ehrenplatz in der Sammlung des Unternehmens, erklärte ein Sprecher der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien. Demnach handelt es sich um die älteste Flasche in der umfangreichen Sammlung des Unternehmens. Die Flasche befand sich den Angaben zufolge in einer "Zeitkapsel", die in einer 1886 eingeweihten Brücke an der Unstrut in Nebra hinterlegt wurde.

+++ 17.11 Uhr: Notre-Dame erhält Plastikplane +++

Die Pariser Kathedrale Notre-Dame erhält gut eine Woche nach dem verheerenden Brand eine Plastikplane an der Stelle des eingestürzten Daches. Die Arbeiten über dem Chor des gotischen Gotteshauses hätten begonnen, erklärte Kirchensprecher André Finot. Demnach solle das Kirchenschiff abgedeckt werden.

Mit der Plane soll Notre-Dame vor Regen geschützt werden, der ab dieser Woche erwartet wird. Er könnte das Innere der Kathedrale weiter beschädigen. Bei dem Großbrand in dem Sakralbau waren zwei Drittel des Daches sowie der markante Spitzturm eingestürzt.

Der Rektor der Großen Moschee von Paris Dalil Boubakeur besucht am Tag nach dem Brand die Kathedrale Notre-Dame.

+++ 16.20 Uhr: Schüsse in südfranzösischem Wallfahrtsort Lourdes +++

In dem südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes sind Schüsse gefallen: Sie seien von einem Bewaffneten nach draußen abgefeuert worden, der sich in seiner Wohnung verschanzt habe, erklärte die Präfektur. Der Verdächtige halte "zwei bis drei" Menschen fest. Polizisten der Eliteeinheit Raid waren ebenso im Einsatz wie die Feuerwehr und die Rettungsdienste.

Um das Haus wurden laut Präfektur Absperrungen errichtet. Die Polizei brachte Bewohner der anliegenden Gebäude in Sicherheit. Nach Angaben regionaler Medien gehen die Behörden von einem privaten Konflikt aus. Bei dem Täter soll es sich um einen getrennt lebenden Ehemann halten, der seine Ex-Frau zusammen mit ihrem aktuellen Partner festhalte, berichtete die Zeitung "La Dépêche du Midi".

+++ 16.18 Uhr: Vier Festnahmen nach spektakulärem Raubüberfall am Flughafen von Tirana +++

Zwei Wochen nach dem Aufsehen erregenden Raubüberfall auf eine Passagiermaschine am Flughafen der albanischen Hauptstadt Tirana sind vier Verdächtige festgenommen worden. Es handele sich um Einwohner Albaniens im Alter zwischen 25 und 38 Jahren, teilte die Polizei mit. Ihnen würden bewaffneter Raub und illegaler Waffenbesitz zur Last gelegt.

Bei der Durchsuchung der Verdächtigen seien Beweismittel gefunden worden, "die bei den Ermittlungen helfen werden", hieß es weiter. Wann genau die Festnahmen erfolgten, wurde nicht mitgeteilt.

+++ 15.52 Uhr: Mutmaßliches Autorennen: Unbeteiligte lebensgefährlich verletzt +++

Bei einem mutmaßlichen Autorennen in Moers ist eine unbeteiligte Autofahrerin gerammt und lebensgefährlich verletzt worden. Die beiden Raser sollen nach dem Unfall geflüchtet sein, ohne sich um die verletzte 43-Jährige zu kümmern, erklärte die Polizei. Eine Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

Nach bisherigen Ermittlungen hatten sich zwei Autofahrer am Montagabend ein illegales Rennen geliefert. Beide beschleunigten laut Zeugen stark und fuhren nebeneinander. Einer der beiden sei auf der Fahrspur für den Gegenverkehr unterwegs gewesen und habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, als die 43-Jährige mit ihrem Wagen auf die Straße einbogen sei. Die beiden Autos kollidierten.

Der Fahrer sei aus seinem beschädigten Wagen gestiegen und davongehumpelt. Der zweite mutmaßliche Raser habe rechtzeitig abbremsen können. Er sei nach dem Unfall weitergefahren. Wer am Steuer der schnellen Autos saß, war zunächst unklar. Die Polizei wollte die Halter der beiden Wagen befragen.

+++ 15.44 Uhr: Saudi-Arabien richtet 37 Menschen wegen "Terrorismus" hin +++

Saudi-Arabien hat am Dienstag 37 Menschen hingerichtet, die wegen "Terrorismus" verurteilt worden waren. Die Todesstrafen seien in der Hauptstadt Riad, den heiligen Städten Mekka und Medina, in der Provinz Kassim sowie in der Ost-Provinz vollstreckt worden, teilte das Innenministerium in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur SPA veröffentlichten Erklärung mit.

Die Hingerichteten seien alle für schuldig befunden worden, sich "terroristisches, extremistisches Denken angeeignet zu haben", hieß es. Die häufigste Hinrichtungsmethode in Saudi-Arabien ist das Köpfen mit einem Säbel. Wie das Ministerium mitteilte, wurde einer der Verurteilten am Dienstag gekreuzigt; eine Hinrichtungsart, die nur für besonders schwere Verbrechen vorgesehen ist.

+++ 15.23 Uhr: Schauspielerin Hannelore Elsner im Alter von 76 Jahren gestorben +++

Hannelore Elnser ist tot. Die Schauspielerin starb am Wochenende im Alter von 76 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Das bestätigte der Familienanwalt Matthias Prinz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Als Anwälte der Familie von Hannelore Elsner haben wir die traurige Pflicht, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass Hannelore Elsner überraschend schwer erkrankt und am Ostersonntag friedlich eingeschlafen ist." Elsner hatte in dutzenden Fernsehfilmen mitgespielt und wurde unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zuletzt war sie im Kinofilm "Kirschblüten und Dämonen" von Doris Dörrie zu sehen. 

In einem ersten Statement sagte Martin Moszkowicz, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film: "Hannelore Elsner hat die deutsche Kino- und Fernsehwelt geprägt wie keine andere. Der deutsche Film ist nun ärmer. Wir verneigen uns vor der Leistung dieser großen Schauspielerin. Wir verlieren eine Freundin. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihren Angehörigen." Doris Dörrie, Autorin und Regisseurin: "Für mich war Hannelore Elsner eine große Abenteuerin, die sich mit Neugier, Hingabe und Tapferkeit in jede Rolle und in ihr Leben gestürzt hat. Ich werde sie sehr vermissen."

Hannelore Elsner

+++ 15.10 Uhr: UN-Bericht: Bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten bedroht +++

Wegen der fortschreitenden Umweltzerstörung sind laut dem Entwurf eines UN-Berichts bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele dieser 500.000 bis eine Million Arten drohten "in den kommenden Jahrzehnten" zu verschwinden, heißt in dem Entwurf des Berichts zur weltweiten Artenvielfalt, der der Nachrichtenagentur AFP exklusiv vorlag. Den alarmierenden Report will die Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) bei einer am kommenden Montag in Paris beginnenden Konferenz vorstellen

+++ 15.07 Uhr: Putin trifft Nordkoreas Machthaber Kim am Donnerstag +++

Russlands Präsident Wladimir Putin wird den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un am Donnerstag treffen. Das Gespräch werde in der Stadt Wladiwostok im Osten Russlands stattfinden, teilte der Kreml am in Moskau mit. Im Mittelpunkt der Unterredung werde "eine politische und diplomatische Lösung für das Atomproblem auf der koreanischen Halbinsel" stehen.

+++ 14.42 Uhr: Radler in Schlangenlinien auf Autobahn unterwegs - Lkw-Fahrer schirmen ihn ab +++

Lastwagenfahrer haben einen Radler auf der Autobahn 23 in Schleswig-Holstein mit ihren Fahrzeugen abgeschirmt und dadurch womöglich vor einem fatalen Unfall bewahrt. Der 21-Jährige war laut Polizei abends bei Itzehoe in Schlangenlinien auf der gesamten Breite der mehrspurigen Fahrbahn unterwegs. Drei Trucker positionierten sich daher mit ihren Fahrzeugen hinter ihn. Wie die Beamten mitteilten, machte der Radler gleichwohl keine Anstalten, die Autobahn zu verlassen. Nach rund zwei Kilometern überholte deshalb einer der Lkw-Fahrer den Mann, schnitt ihm vorsichtig den Weg ab und ging zu ihm. Nach wenigen Worten brach der Radfahrer zusammen. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Laut Polizei hatte er offenbar Drogen oder Alkohol konsumiert und verlor deshalb zeitweise das Bewusstsein. In der Klinik besserte sich sein Zustand. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Der Vorfall ereignete sich bereits letzten Donnerstag.

+++ 14.24 Uhr: Ermittlungen nach Tod von Rebellenführer in U-Haft in Mannheim +++

Im Fall des in U-Haft verstorbenen ruandischen Rebellenführers Ignace M. ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Mannheim. Eine Anwältin habe Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht wegen Zweifeln, dass in der Haft alles ordnungsgemäß abgelaufen sei, sagte ein Sprecher der Behörde. Es handele sich um ein Todesermittlungsverfahren. Die Obduktion des Leichnams sei angeordnet. Die Anwältin hatte nach eigenen Angaben im Namen des 15-jährigen Sohnes des Toten Anzeige wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung, der fahrlässigen Tötung oder aller in Betracht kommenden Delikte erstattet.

Der in Deutschland als Rädelsführer einer ausländischen Terrorvereinigung im Ostkongo verurteilte Ignace M. war am 16. April mit 55 Jahren in einer Mannheimer Klinik gestorben. Der Gesundheitszustand des Chefs der Vereinigung "Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas" hatte sich nach Angaben des Oberlandesgerichts Stuttgart in der U-Haft plötzlich verschlechtert. Die Anwältin berichtete hingegen von einer längeren Erkrankung ihres Mandanten, auf die nicht angemessen reagiert worden sei.

+++ 14.21 Uhr: Harley-Davidson erleidet Gewinneinbruch - Trump droht mit Vergeltung +++

Der Zollstreit mit der EU hat die Bilanz von Harley-Davidson erneut belastet. Im ersten Quartal sank der Überschuss verglichen mit dem Vorjahr um mehr als ein Viertel auf 127,9 Millionen Dollar, wie der US-Motorradbauer mitteilte. Die Erlöse fielen um zwölf Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. US-Präsident Donald Trump machte bei Twitter seinem Ärger darüber Luft, dass die Firma in der EU unter erhöhten Zöllen litt, die im Zuge des Handelsstreits verhängt wurden. "So unfair gegenüber den USA", schrieb Trump und drohte mit Vergeltung. Allerdings sanken die Harley-Verkäufe in den USA, wo der Hersteller unter einer alternden konservativen Kundschaft leidet, sogar noch stärker als im Ausland und Trump selbst hatte vergangenes Jahr Boykottaufrufe unterstützt, weil Harley-Davidson angekündigt hatte, wegen der Strafzölle einen Teil der Produktion ins Ausland zu verlagern.

+++ 13.37 Uhr: Trump kommt zu Staatsbesuch nach London +++    

US-Präsident Donald Trump wird vom 3. bis 5. Juni mit Ehefrau Melania zum Staatsbesuch nach London kommen. Großbritanniens Premier Theresa May hatte die Einladung bereits nach Trumps Amtsantritt 2017 ausgesprochen und damit in ihrem Land Empörung geerntet. Eine Staatsvisite gilt anders als ein Arbeitsbesuch als große Ehre und wird mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert, darunter eine Fahrt in einer vergoldeten Kutsche über die Prachtstraße "The Mall" und ein Staatsbankett im Buckingham-Palast. Vor Trump wurde sie nur zwei US-Präsidenten zuteil: George W. Bush und Barack Obama.

Beim Trump-Besuch wird mit massiven Protesten gerechnet. Parlamentspräsident John Bercow hatte einst angekündigt, ihn nicht für eine Rede im Palace of Westminster zu empfangen und Trump indirekt Rassismus und Sexismus vorgeworfen. Heute sagte Bercow, eine solche Anfrage würde nach den üblichen Kriterien geprüft. Trump war bereits im Juli 2018 zu einem Arbeitsbesuch in Großbritannien. Damals brüskierte er May mit Kritik an ihrer moderaten Haltung gegenüber der EU. Auch das Treffen mit der Queen verlief nicht ohne Faux-Pas. Trump plauderte danach über Inhalte ihres Gesprächs - laut royalem Protokoll ein Tabubruch.

+++ 13.30 Uhr: Neunjähriger bei Sturz von Steilufer auf Fehmarn schwer verletzt +++

Ein Neunjähriger hat sich bei einem Sturz von einem Steilufer auf der Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der Junge am Ostermontag mit seinem Fahrrad hingefallen und kopfüber rund sieben Meter tief einen Hang an der Ostseeküste hinabgerutscht, wie die Polizei in Lübeck heute erklärte. Er brach sich dabei unter anderem einem Arm.     Der Junge war demnach gemeinsam mit einem erwachsenen Begleiter auf einem Trampelpfad an der Abbruchkante bei dem Ort Wulfen unterwegs, als er mit seinem Fahrrad stürzte und die Böschung hinabstürzte. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in ein Krankenhaus, Lebensgefahr bestand aber nicht. Die Ermittlungen zum genauen Hergang laufen noch.

+++ 13:09 Uhr: Geständnisse abgelegt - Einigung in Prozess um Prügelattacke in Amberg +++

Im Prozess um die Prügelattacke von vier Flüchtlingen auf Passanten in Amberg haben sich Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf Strafmaße geeinigt. Im Gegenzug dazu sollten die Angeklagten ein Geständnis ablegen. Die Beschuldigten im Alter von 17 bis 19 Jahren ließen ihre Anwälte daraufhin vor dem Amtsgericht in Amberg Erklärungen verlesen, in denen sie die Taten jeweils zugaben und bedauerten. Die Strafen sollen bei zwei Angeklagten im Bereich von mehreren Monaten liegen, womöglich zur Bewährung ausgesetzt. Für einen Angeklagten geht es um eine Strafe von ein bis anderthalb Jahren. Dem Vierten drohen mindestens zwei Jahre oder mehr; letztere Strafe könnte nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden.

Der Prozess ist damit aber nicht beendet; es wird weiterverhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft den jungen Männern vor, Ende Dezember in der bayrischen Stadt wahllos 21 Menschen angegriffen zu haben, von denen 15 verletzt wurden.

+++ 12.58 Uhr: Islamischer Staat beansprucht Anschläge in Sri Lanka für sich +++   

Die Terrorgruppe Islamischer Staat hat die Anschlagsserie in Sri Lanka mit mehr als 320 Toten am Ostersonntag für sich reklamiert. "Diejenigen, die den Angriff ausgeübt haben, der vorgestern Mitglieder der US-geführten Koalition und Christen in Sri Lanka zum Ziel hatte, sind Kämpfer des Islamischen Staates", hieß es in einer vom IS-Propaganda-Sprachrohr Amaq veröffentlichten Mitteilung. Belege für die Behauptung lieferte der IS nicht. Die Anschläge hatten sich gegen drei Hotels und drei Kirchen gerichtet.

+++ 12.50 Uhr: Mehr als 50 Tote nach Erdrutsch in Myanmar befürchtet +++

Nach einem Erdrutsch in einem Bergwerk in Myanmar werden dutzende Todesopfer befürchtet. 54 Menschen würden nach dem Unglück in einer Jademine im nördlichen Bundesstaat Kachin vermisst, sagte ein Beamter der Polizeiwache Hpakant der Nachrichtenagentur AFP. Der Erdrutsch hatte sich demnach am Montagabend ereignet.

+++ 12.45 Uhr: Terror in Sri Lanka - offenbar zwei muslimische Brüder unter den Attentätern +++

Zwei muslimische Brüder aus Sri Lanka sollen für zwei Selbstmordanschläge auf Hotels in Colombo verantwortlichs ein. Die Söhne eines wohlhabenden Gewürzhändlers aus Colombo hätten sich als Gäste ausgegeben und in den Hotels "Shangri-La" und "Cinnamon Grand" in die Luft gesprengt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen. Bei der Anschlagsserie auf insgesamt drei Fünf-Sterne-Hotels und auf drei Kirchen waren am Ostersonntag mehr als 320 Menschen getötet worden.

+++ 12.28 Uhr: Strom aus erneuerbaren Energien am Ostermontag deckt Verbrauch des gesamten Landes +++

Energie für ganz Deutschland: Der sonnige und windreiche Ostermontag hat nach Berechnungen des Energieanbieters Eon zu einem sprunghaften Anstieg bei der Erzeugung erneuerbarer Energien geführt. Wie Eon mitteilte, wurden in den Nachmittagsstunden des Feiertags zwischen 11 Uhr und 16 Uhr bis zu 52 Gigawattstunden Strom erzeugt.

Die Stromlast betrug dagegen maximal 49,5 Gigawattstunden, hieß es weiter. "Damit konnte der komplette Stromverbrauch in Deutschland in den Peakstunden durch Strom aus regenerativen Energien gedeckt werden", erklärte Eon.

+++ 12.23 Uhr: Feuerwehr rettet kleinen Jungen aus drei Meter tiefem Rohr +++

Mit einem Großeinsatz haben Feuerwehrleute in Erzenhausen in Rheinland-Pfalz ein in ein drei Meter tiefes Rohr gestürztes Kleinkind gerettet. Sie gruben das senkrecht in den Boden führende Rohr mit einem kleinen Bagger sowie mit bloßen Händen frei, wie die Polizei in Kaiserslautern jetzt berichtete. Dann schnitten sie das Rohr auf und befreiten den 17 Monate alten Jungen. Das Kind blieb demnach dem äußeren Anschein nach unverletzt, wurde allerdings zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Der Junge hatte laut Polizei am Sonntagnachmittag mit seinem Bruder im Garten gespielt, wobei die Kindern in einem von der Mutter unbemerkten Moment die Abdeckung des dicken Rohres entfernten. Dann stürzte er hinein.

+++ 12.07 Uhr: Forscher entdecken Schiffswrack aus Zweitem Weltkrieg vor Australien +++

Das Wrack der SS Iron Crown auf dem Meeresgrund vor der Küste des australischen Bundesstaats Victoria

Das Wrack der SS Iron Crown auf dem Meeresgrund vor der Küste des australischen Bundesstaats Victoria

AFP

Rund hundert Kilometer vor der Küste des australischen Bundesstaats Victoria haben Forscher mithilfe von Sonargeräten und einer Unterwasserkamera das Wrack eines im Zweiten Weltkrieg versenkten Frachters entdeckt. Das hundert Meter lange Schiff scheine "relativ intakt" zu sein, teilten die Wissenschaftler mit. Es befinde sich 700 Meter unter der Wasseroberfläche. Die "SS Iron Crown" war am 4. Juni 1942 von einem japanischen U-Boot torpediert worden. Der Eisenerzfrachter sank binnen einer Minute; 38 der 43 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, fünf konnten sich mit Schwimmwesten bekleidet bis zu ihrer Rettung an Wrackteilen festhalten. Mit der Ortung des Wracks nach fast 77 Jahren hätten nun auch die Angehörigen der Toten Gewissheit, erklärte die Kulturerbe-Vereinigung Heritage Victoria.

+++ 11.47 Uhr: Explodiertes Postpaket in Marburg war Unfall bei Vortäuschen von Straftat +++

Die Explosion eines Postpakets in einem Firmenbüro in Marburg hat sich als Unfall beim Vortäuschen einer Straftat entpuppt. Der Geschäftsführer habe gestanden, eine Bombenattrappe gebastelt und dabei versehentlich die Detonation eines Behälters mit Feuerzeugbenzin ausgelöst zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 34-Jährige hatte demnach einen Anschlagsversuch auf sich vortäuschen wollen. Er hatte zuvor bereits mehrere andere mutmaßliche Straftaten gegen sich bei der Polizei angezeigt, darunter Raub, Körperverletzung und Diebstahl. Auch diese waren ausgedacht, erklärten die Ermittler. Nach eigenen Angaben handelte der Mann demnach aus persönlichen und familiären Gründen. Er war bei der von ihm ausgelösten Explosion am vergangenen Donnerstag verletzt worden. Gegen ihn wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt. 

+++ 11.24 Uhr: Ukrainische Leihmutter ist laut BGH rechtliche Mutter des Kindes +++

Eine Frau kann sich nach deutschem Recht nicht als Mutter ihres von einer ukrainischen Leihmutter ausgetragenen Kindes beim Standesamt eintragen lassen. Möglich ist laut einem Beschluss des Bundesgerichtshofs nur eine Adoption. Das aus Sperma und Eizelle des deutschen Ehepaars gezeugte Kind war Ende 2015 in Kiew zur Welt gekommen. Das dortige Standesamt registrierte die beiden Deutschen als Eltern. In Nordrhein-Westfalen wurde dagegen später die ukrainische Leihmutter als Mutter des Kindes ins Geburtenregister eingetragen.

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. In Einzelfällen hatte der BGH trotzdem schon ähnliche Konstellationen nachträglich anerkannt, weil ein Gericht im Ausland die Elternschaft festgestellt hatte. An eine ausländische Standesamtseintragung sieht sich der BGH nicht gebunden. Er wandten deutsches Recht an, weil das Kind nach der Geburt nach Deutschland gebracht wurde. Hier ist die Mutter immer diejenige, die das Kind geboren hat.

+++ 11.05 Uhr: Jedes dritte neugeborene Mädchen wird seinen 100. Geburtstag erleben +++

Vor allem weibliche 100-Jährige werden in Deutschland künftig keine Seltenheit mehr sein. Sofern die aktuellen medizinischen und gesellschaftlichen Trends anhalten, dürfte im Schnitt mehr als jedes dritte neugeborene Mädchen seinen 100. Geburtstag erleben, wie aus einer Studie im Auftrag der Versicherungswirtschaft hervorgeht. Von den neugeborenen Jungen kann demnach etwa jeder zehnte erwarten, diese Marke zu erreichen. Ein Alter von 90 Jahren werde in Zukunft "völlig normal" sein, erklärte das Rostocker Max-Planck-Institut für demografische Forschung, das die Prognose erstellte. Die durchschnittliche Lebenserwartung heute geborener Frauen beläuft sich demnach auf 94,8 Jahre, die von neugeborenen Männern auf 88,6 Jahre. Die Experten stützten ihre Berechnungen auf Prognosen der UN. Ob die Werte am Ende erreicht werden, sei unsicher. Die Prognosen unterstellen, dass die aktuellen Fortschritte bei der Lebenserwartung weiterhin anhalten.

+++ 11.02 Uhr: Französische Justiz ordnet Prozess gegen Ex-Premier Fillon an +++

Der frühere französische Premierminister François Fillon muss sich in einer Scheinbeschäftigungsaffäre vor Gericht verantworten: Richter ordneten einen Prozess gegen Fillon und seine Frau Penelope an, wie es von Seiten der Justiz hieß. Dem konservativen Präsidentschaftskandidaten von 2017 wird vorgeworfen, seine Frau und seine Kinder jahrelang aus öffentlichen Mitteln als parlamentarische Mitarbeiter bezahlt zu haben - ohne, dass diese dafür wirklich arbeiteten. Seine Frau muss sich als Komplizin verantworten.

Die Fillon-Affäre war vor der Präsidentschaftswahl vom Frühjahr 2017 ins Rollen gekommen. Sie hatte den lange Zeit als Favoriten gehandelten Konservativen den Sieg gekostet. Fillon war von 2007 bis 2012 Premier unter Präsident Nicolas Sarkozy.

+++ 10.58 Uhr: 22-Jährige mutmaßlich bei Streit in Hamburger Mehrfamilienhaus getötet +++

Mutmaßlich bei einem Streit zwischen den Bewohnern eines Hamburger Mehrfamilienhauses ist eine 22-Jährige getötet worden. Nach Angaben der Polizei hatten Rettungskräfte die Frau mit schweren Verletzungen vor dem Gebäude gefunden, nachdem Zeugen "Schreie und Gepolter" gehört und den Notruf gewählt hatten. Während des Einsatzes wurde ein 34-jähriger Hausbewohner als Verdächtiger identifiziert. Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen, die Ermittlungen zu dem Geschehen aus der Nacht laufen jedoch noch. Die Mordkommission prüft nun, ob sich der Tatverdacht gegen den Nachbarn konkretisieren lässt. Die Frau hatte demnach Verletzungen, die offenbar durch "stumpfe Gewaltanwendung" entstanden. Sie wurde vor Ort wiederbelebt, starb allerdings später in einem Krankenhaus.

+++ 10.54 Uhr: Nach Terror in Sri Lanka Hinweise auf Rache für Christchurch +++

Erste Ermittlungsergebnisse zu den verheerenden Anschlägen in Sri Lanka mit mindestens 310 Toten deuten nach Angaben der Regierung in Colombo auf einen Zusammenhang mit dem Angriff auf zwei Moscheen in Neuseeland hin. "Die vorläufigen Untersuchungen haben enthüllt, dass das, was in Sri Lanka passiert ist, Vergeltung für den Angriff auf Muslime in Christchurch war", sagte Vizeverteidigungsminister Ruwan Wijewardene im Parlament. Ein australischer Rechtsextremist hatte in Christchurch Mitte März 50 Menschen getötet.

Video: Notstand in Sri Lanka: Islamisten im Fokus

+++ 10.49 Uhr: Drei Männer nach Helikopterabsturz in Subantarktis gerettet +++

Drei Männer haben einen Hubschrauberabsturz über subantarktischen Gewässern südlich von Neuseeland überlebt. Die beiden Piloten und ein Arzt wurden 16 Stunden nach dem Verschwinden des Helikopters auf der Insel Auckland ungefähr 450 Kilometer von der Südspitze Neuseelands entfernt entdeckt, wie die Behörde Maritime NZ mitteilte. Der Gruppe gehe es gut. Die Männer seien für Notsituationen trainiert und hätten ihre Schutzkleidung gegen kaltes Wasser getragen. Die drei wurden in ein Krankenhaus geflogen. Wahrscheinlich hätten sie lediglich leichtere Verletzungen davongetragen, hieß es.     

Die drei Männer waren demnach in dem Gebiet auf einem privaten Rettungseinsatz, als ihr Hubschrauber aus noch unbekannter Ursache vom Radar verschwand. Ein Fischerboot bemerkte das Wrack des Helikopters am Morgen nahe Yule, der nördlichsten Insel der subantarktischen Inselgruppe. Zwei Stunden später seien die Männer dann am Strand von Auckland herumlaufend geortet worden.

+++ 10.04 Uhr: Zahl der Kinder in Hartz-IV-Haushalten gesunken +++

Erstmals seit Jahren leben weniger Kinder und Jugendliche in Hartz-IV-Haushalten. Im Dezember 2018 lebten knapp 1,95 Millionen unter 18-Jährige in sogenannten Bedarfsgemeinschaften, die auf die Unterstützung angewiesen waren. Das waren rund 75.000 oder 3,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Ein Grund für den Rückgang sei die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt, davon würden auch Kinder profitieren, erklärte eine Behördensprecherin. Außerdem hätten die Jobcenter mittlerweile einen stärkeren Fokus auf Familien und Alleinerziehende. Insgesamt gehe auch die Zahl der Hartz-IV-Empfänger zurück, weil immer weniger Menschen auf die Grundsicherung angewiesen seien.

+++ 9.56 Uhr: 57-Jährige nach Tötung von Journalistin in Nordirland festgenommen +++

Im Zusammenhang mit der Tötung der Journalistin Lyra McKee im nordirischen Derry ist eine 57-jährige Frau festgenommen worden. Die Festnahme sei nach dem Terrorismusgesetz erfolgt, teilte die nordirische Polizei mit. McKee hatte am Donnerstagabend am Rande von Ausschreitungen in Derry einen tödlichen Kopfschuss erlitten, die paramilitärische Gruppe New IRA bekannte sich zu der Tat. Die Reporterin sei "tragischerweise getötet" worden, als sie an der Seite "feindlicher Kräfte" (der Polizei) gestanden habe, zitierte die Zeitung "The Irish News" aus einer Erklärung der Splittergruppe. Zugleich bat die New IRA die Angehörigen McKees "aufrichtig um Entschuldigung".

Zwei am Samstag festgenommene junge Männer waren bereits am Sonntag wieder freigelassen worden. Anschuldigungen gegen die 18 und 19 Jahre alten Männer wurden laut Polizei nicht erhoben.

Video: Frau bei Unruhen in Nordirland erschossen

+++ 9.05 Uhr: Prozess um Prügelattacke von Amberg begonnen +++

Knapp vier ---Monate nach den Übergriffen von vier jungen Asylbewerbern auf Passanten und Polizisten im bayerischen Amberg hat der Prozess gegen die Männer begonnen. Vor dem Amtsgericht müssen sich die zur Tatzeit 17 bis 21 Jahre alten Heranwachsenden aus Afghanistan und dem Iran wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte, Nötigung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Alle vier Angeklagte sitzen seit den Vorfällen in Untersuchungshaft. Sie sollen am 29. Dezember 2018 auch unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol wahllos Passanten angegriffen oder beleidigt haben. Insgesamt sollen sie 21 Menschen attackiert haben, 15 wurden verletzt. Der Fall sorgte um den Jahreswechsel für eine politische Debatte über die Möglichkeiten zur Abschiebung von Straftätern.

+++ 8.41 Uhr: Küken gehen auf ICE-Gleis spazieren - Polizei rückt zur Rettung an +++

Ein gefährlicher Osterspaziergang ist für eine Gruppe Küken glimpflich zu Ende gegangen: Die elf kleinen Vögelchen hatten sich am Ostermontag ausgerechnet das ICE-Gleis auf dem Siegburger Hauptbahnhof für ihren Ausflug ausgesucht, wie die Bundespolizei heute mitteilte. Besorgte Reisende informierten daraufhin die Polizei, die mit einer Streife anrückte und die Küken aus dem Gleisbett holte. Sie seien wohlbehalten an die Feuerwehr übergeben worden. Die Reisenden am Bahnhof hätten den Einsatz mit "viel Beifall" bedacht, erklärte die Polizei.

+++ 8 Uhr: Erneut Migranten auf Zypern aufgegriffen +++

Der Zustrom von Migranten nach Zypern dauert an: Insgesamt 37 Menschen wurden beim Versuch ertappt, vom türkisch kontrollierten Norden der Insel zum Süden der Republik Zypern und damit in die EU zu kommen. wie die Polizei der Inselrepublik mitteilte. Die zyprischen Behörden entdecken zurzeit fast täglich Migranten, die aus Syrien, der Türkei oder dem Libanon nach Zypern übersetzen. Die libanesische Küste liegt von Zypern rund 170 Kilometer entfernt, die türkische nur etwa 70 Kilometer. Schleuser verlangen für die illegale Überfahrt etwa 2000 Euro.

Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades forderte bereits Hilfe von der EU. In der EU-Inselrepublik Zypern mit gut einer Million Einwohnern leben neben Zehntausenden legalen Ausländern auch rund 10.000 Migranten und Flüchtlinge, deren Status nicht geklärt ist. Das Aufnahmelager in Kokkinotrimithia westlich der Hauptstadt Nikosia ist zyprischen Medien zufolge überfüllt.

+++ 7.50 Uhr: Luxemburgs Alt-Großherzog Jean mit 98 Jahren gestorben +++

Luxemburgs Alt-Großherzog Jean ist tot. Er starb im Alter von 98 Jahren im Kreise seiner Familie, teilte sein Sohn und Amtsnachfolger Henri (64) am Morgen in einer Erklärung mit. "Mit großer Traurigkeit gebe ich den Tod meines geliebten Vaters bekannt", schrieb Großherzog Henri. Jean sei "in Frieden und umgeben von der Liebe seiner Familie" gestorben. 

Jean war von 1964 bis 2000 Staatschef des Großherzogtums. Er galt als äußerst beliebt. Am 13. April hatte der Hof mitgeteilte, dass Jean mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt werde. Über das Osterwochenende hatte sich sein Zustand verschlechtert. Luxemburg ist das einzige Großherzogtum der Welt. Es hat rund 600.000 Einwohner.

+++ 7.16 Uhr: USA setzen Belohnung auf Hinweise gegen Hisbollah-Bewegung aus  +++

Die US-Regierung hat eine millionenschwere Belohnung für Hinweise ausgelobt, mit denen sie die Geldströme der pro-iranischen Hisbollah-Bewegung stoppen kann. Das US-Außenministerium erklärte, eine Belohnung von zehn Millionen Dollar (8,9 Millionen Euro) gebe es für Informationen, mit denen Washington die libanesische Miliz auf entscheidende Weise treffen könne. Dazu zählten Hinweise auf Geldgeber, Finanzinstitutionen, die Transaktionen für die Hisbollah vornehmen, und Geschäfte der schiitischen Bewegung. Washington betrachtet die Hisbollah als "Terrororganisation" und hat Sanktionen gegen die schiitische Bewegung verhängt, die im Libanon mit drei Ministern an der Regierung beteiligt ist.

+++ 6.21 Uhr: Sechs Tote bei Flugzeugabsturz in den USA +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges sind in den USA alle sechs Insassen ums Leben gekommen. Die zweimotorige Maschine vom Typ Beechcraft BE58 bereitete den Landeanflug auf den Flughafen von Kerrville (Texas) vor, als sie aus noch ungeklärter Ursache abstürzte, wie der Sender CNN unter Berufung auf die texanischen Behörden berichtete. Das Wrack wurde knapp zehn Kilometer nordwestlich des Flughafens gefunden. Die Maschine war vom West Houston Airport gestartet. Der Pilot und die fünf Passagiere stammten alle aus Houston.

+++ 6.05 Uhr: Oberster Gerichtshof Myanmars weist Berufung von Reuters-Journalisten ab +++ 

Der Oberste Gerichtshof Myanmars hat die Berufung von zwei zu sieben Jahren Gefängnis verurteilten Reuters-Journalisten abgewiesen. "Unser Berufungsantrag wurde zurückgewiesen", sagte Anwalt Khin Maung Zaw. Das Gericht habe das Urteil einer niedrigeren Instanz bestätigt. Die beiden Reuters-Mitarbeiter Wa Lone und Kyaw Soe Oo waren letzten September zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Basierend auf einem Gesetz aus der Kolonialzeit wurden sie für schuldig befunden, "Staatsgeheimnisse" verraten zu haben. Laut Staatsanwaltschaft verfügten sie über geheime Informationen über Sicherheitseinsätze in der Region Rakhine, wo die Armee hart gegen die muslimische Rohingya-Minderheit vorgegangen war.

Ein Polizist sagte allerdings aus, die beiden seien in eine Falle der Sicherheitsbehörden getappt. Ein Vorgesetzter habe die Übergabe geheimer Dokumente an die Journalisten angeordnet, um sie anschließend festnehmen zu lassen. Nach Überzeugung der Nachrichtenagentur sollten die Reuters-Mitarbeiter damit zum Schweigen gebracht werden, nachdem sie ein Massaker an zehn Rohingya untersucht hatten.

+++ 6.05 Uhr: Nachwuchssorgen belasten Bäcker- und Fleischerhandwerk +++

Viele Bäcker, aber auch Fleischer geben auf: Innerhalb von zehn Jahren sind unter dem Strich jeweils etwa 30 Prozent der Betriebe in Deutschland verschwunden. Das geht aus Daten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hervor. "Seit einigen Jahren schließen im Bäcker- und Fleischerhandwerk jedes Jahr mehr Betriebe, als neue eröffnet werden", sagte Herbert Dohrmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks. Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge. "Das Problem ist der Mangel an qualifiziertem Personal und an Nachwuchskräften, aus denen eine neue Generation von Inhabern entstehen müsste", sagte Dohrmann.

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung mangelte es den Bäckereien im vergangenen Jahr mit 906 nicht vergebenen Ausbildungsstellen an Nachwuchs. Bei den Fleischereien fehlten 894 Azubis.


+++ 5.19 Uhr: Sri Lanka gedenkt mit Schweigeminuten der Terroropfer +++

Mit drei Schweigeminuten haben die Menschen in Sri Lanka der Opfer der Anschläge vom Ostersonntag gedacht. Die Schweigeminuten begannen um 8.30 Uhr (Ortszeit) - dem Zeitpunkt, zu dem am Sonntag die erste Bombe detoniert war. Die Flaggen wurden auf Halbmast gesetzt. Für den gesamten Dienstag gilt eine Staatstrauer. Bei der Serie von Bombenanschlägen auf Kirchen und Hotels waren mehr als 300 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden. Die Regierung des asiatischen Inselstaates macht eine einheimische Islamistengruppe namens National Thowheeth Jama'ath (NTJ) für die verheerenden Anschläge verantwortlich. Untersucht wird nun, warum Warnungen vor islamistischen Angriffen schon Tage vor den Anschlägen folgenlos blieben.

+++ 4.18 Uhr: Samsung verschiebt Start von faltbarem Handy +++

Wegen Problemen mit den Bildschirmen verschiebt Samsung den Start seines faltbaren Smartphones Galaxy Fold. Der südkoreanische Konzern teilte mit, Testberichte hätten gezeigt, dass das Gerät "weiterer Verbesserungen" bedürfe. Eigentlich sollte das Falt-Handy diese Woche in den Handel kommen. Journalisten, denen im Vorfeld Smartphones zum Testen gegeben worden waren, berichteten aber von Problemen wie brechenden Bildschirmen.

Samsung hatte fast acht Jahre an der Entwicklung des Galaxy Fold gearbeitet. Der Konzern verspricht ein "einzigartiges Luxusgerät". Das zeigt sich auch im Preis: Zum Verkaufsbeginn sollte es ab 1980 Dollar (umgerechnet rund 1750 Euro) kosten.

+++ 3.20 Uhr: 30 Jahre Haft für Mord an bulgarischer TV-Moderatorin Marinowa +++

Ein halbes Jahr nach dem Mord an der bulgarischen Journalistin Viktoria Marinowa ist der Angeklagte zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht der nordbulgarischen Stadt Ruse sprach Sewerin K. schuldig, die TV-Moderatorin vergewaltigt und ermordet zu haben. Der 21-Jährige, der nach der Tat in Deutschland gefasst worden war, hatte sich schuldig bekannt und vermied damit eine lebenslange Haftstrafe.

Der Mord an der Journalistin hatte international Entsetzen ausgelöst. K. hatte Marinowa im vergangenen Oktober am Ufer der Donau angegriffen, als die Journalistin joggen war. Der unter Alkoholeinfluss stehende Mann vergewaltigte und tötete die Moderatorin. Drei Tage später wurde K. im niedersächsischen Stade festgenommen, wo er sich bei Verwandten aufhielt.

+++ 3 Uhr: Militante Gruppe bekennt sich zum Mord an Journalistin in Nordirland +++

Die militante Republikanergruppe Neue IRA hat sich zu dem Mord an der Journalistin Lyra McKee in Nordirland bekannt. In einem in der Zeitung "The Irish News" veröffentlichten Bekennerschreiben heißt es: "Im Laufe des Angriffs auf den Feind wurde Lyra McKee tragischerweise getötet, während sie neben den feindlichen Kräften stand." Man wolle sich bei dem Partner des Opfers, der Familie und ihren Freunden aufrichtig entschuldigen. Der Brief wurde den Angaben zufolge durch ein anerkanntes Kennwort verifiziert. 

Die 29-jährige McKee war Donnerstagabend bei Ausschreitungen in der Stadt Londonderry erschossen worden. Sie stand in einer Menschengruppe in der Nähe von Polizeifahrzeugen, als eine Kugel ihren Kopf traf. Die Ermittler gehen von einem Terrorakt aus. Die Neue IRA hatte sich im März auch zu Paketbomben bekannt, die in London und Glasgow aufgetaucht waren. Sie lehnt das friedensstiftende Karfreitagsabkommen von 1998 ab und strebt ein vereintes Irland an.

Video: Frau bei Unruhen in Nordirland erschossen

+++ 2.55 Uhr: Verlag kündigt Memoiren von Prince für Oktober an +++

Die unvollendeten Memoiren des verstorbenen Popstars Prince kommen im Oktober auf den Markt. Das Werk mit dem Titel "The Beautiful Ones" soll am 29. Oktober in den Handel kommen, teilte Penguin Random House mit. Der Verlag versprach unter anderem die Veröffentlichung von bislang unbekannten Fotos und Entwürfen für Songtexte. Prince war am 21. April 2016 im Alter von 57 Jahren in seinem Anwesen Paisley Park an einer versehentlichen Überdosis eines Schmerzmittels gestorben.

Musiklegende Prince ist tot.

+++ 2.38 Uhr: Grüne fordern Entschädigung bei Telefonausfall nach Anbieterwechsel +++

Verbraucher, die nach einem Anbieterwechsel weder Telefon noch Internet nutzen können, sollten nach Ansicht der Grünen Anspruch auf Entschädigung bekommen. Der Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer schlug vor, künftig pro Tag ohne Anschluss eine Entschädigung von 100 Euro zu erheben, die die Firmen an die Kunden zahlen müssten. "Das dürfte den notwendigen wirtschaftlichen Druck ausüben, dass die Übergabeprozesse besser koordiniert und mehr Techniker eingestellt werden", sagte Krischer der "Saarbrücker Zeitung". Vergangenes Jahr wurden bei der Bundesnetzagentur 2350 Fälle angezeigt, in denen der Telefon- oder Internetanschluss von Kunden nach einem Anbieterwechsel mehr als einen Tag lang tot war. Das geht laut dem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.

+++ 2 Uhr: Fünf Tote bei Einsturz von Gebäude in Algier +++

Beim Einsturz eines Gebäudes in der Altstadt von Algier sind fünf Mitglieder einer Familie ums Leben gekommen. Retter mit Suchhunden suchten nach Überlebenden in den Trümmern des vierstöckigen Hauses, wie der Zivilschutz mitteilte. Bei den Opfern handelte es sich nach übereinstimmenden Angaben um ein Bruderpaar sowie die Frau des einen und ihre zwei Kinder. Sie waren demnach in dem maroden Gebäude geblieben, das laut Anwohnern nur äußerlich instand gehalten wurde, während die anderen Bewohner ausgezogen waren. Das Wohnhaus befand sich in unmittelbarer Nähe zur Ketchaoua-Moschee; deshalb seien nur Verschönerungsmaßnahmen erfolgt, sagte eine wütenden Frau am Unglücksort. Der zuständige Präfekt musste bei einem Besuch am Trümmerberg vor wütenden Bürgern geschützt werden, die die Behörden für die Schlamperei am Bau verantwortlich machten.

+++ 1.37 Uhr: Brunei verteidigt Todesstrafe gegen Homosexuelle +++

Das Sultanat Brunei hat die heftig kritisierte Einführung der Todesstrafe gegen Homosexuelle verteidigt. Der "Guardian" zitierte aus einem Schreiben des Sultanats an das Europäische Parlament, in dem es heißt, Steinigungen als Strafe für gleichgeschlechtlichen Sex würden selten sein, da zwei Männer von "hohem moralischem Rang und Frömmigkeit" als Zeugen erforderlich seien. "Die Kriminalisierung von Ehebruch und Unzucht soll die Unantastbarkeit der Familienlinie und der Ehe von verschiedenen Muslimen gewährleisten, insbesondere von Frauen."  Im Hinblick auf den Wunsch des Landes, seine traditionellen Werte und seine "Familienlinie" zu bewahren, fordere man "Toleranz,  Respekt und Verständnis". 

Am 3. April waren in Brunei härtere auf der Scharia basierende  Strafgesetze in Kraft getreten. Verschärft wurden auch die Strafen für Diebstahl: Künftig müssen Diebe damit rechnen, dass ihnen Hände und Beine amputiert werden.

+++ 0.29 Uhr: Zwei Gäste in Münchner Hostel mit Messer verletzt +++

Bei einem Streit in einem Münchner Hostel sind zwei Gäste durch Messerstiche schwer verletzt worden. "Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen", sagte eine Sprecherin der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen gerieten am Abend des Ostermontags mehrere Gäste in einen heftigen Streit, der dann eskalierte. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Die Opfer wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. "Zum Hintergrund des Ganzen können wir noch keine Angaben machen", sagte die Sprecherin weiter.

+++ 0.16 Uhr: Rentner zahlen mehr als 33 Milliarden Euro Einkommensteuer +++

 Rund 4,4 Millionen Rentner und Rentner-Ehepaare haben dem Staat Einkommensteuern von zuletzt rund 33 Milliarden Euro pro Jahr entrichtet. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Verweis auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler. Damit stamme laut Bundesregierung fast ein Zehntel des gesamten Aufkommens der Einkommensteuer von Senioren. Gleichzeitig stützt der Staat dem Bericht zufolge mit immer mehr Steuergeld die Rentenkasse: 97 Milliarden Euro und damit 27,5 Prozent des Bundeshaushalts gehen an die Rentenversicherung. Unter den steuerpflichtigen Rentnern sind laut "Bild" lediglich 600.000 "Nur-Rentner" ohne weitere Einkünfte. Der Rest hat Nebeneinkünfte wie Mieteinkünfte, die dem Steuereinkommen zugerechnet werden.

+++ 0.07 Uhr: Justizausschuss lädt Trumps Ex-Berater McGahn für Aussage vor+++

Der frühere US-Präsidentenberater Donald McGahn, eine der Schlüsselfiguren in den Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller, soll vor dem Kongress aussagen. Die Anhörung vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses solle am 7. Mai stattfinden, heißt es in der entsprechenden Vorladung, die Ausschussvorsitzender Jerry Nadler verschickte. Vorladungen von Kongressausschüssen sind bindend. Der Rechtsexperte McGahn hatte ausführlich mit dem Team des Sonderermittlers zusammengearbeitet. Er soll auch einer derjenigen im Weißen Haus gewesen sein, der sich Anweisungen Trumps zu möglichen Rechtsbrüchen widersetzte.

Der Bericht von Sonderermittler Robert Mueller hat nach fast zwei Jahre dauernden Ermittlungen keine klaren Beweise für ein Fehlverhalten von Präsident Donald Trump oder Mitgliedern seines Wahlkampflagers erbracht. Allerdings sind in dem mehr als 400 Seiten starken Abschlussbericht auch zahlreiche Hinweise enthalten, die auf eine mögliche Justizbeeinflussung durch Trump hindeuten.

+++ 0.05 Uhr: Maas und Jolie kämpfen gegen sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten +++

Bundesaußenminister Heiko Maas setzt sich gemeinsam mit der US-Schauspielerin Angelina Jolie für den Kampf gegen sexuellen Missbrauch in Kriegsgebieten ein. In einem gemeinsamen Gastbeitrag für die "Washington Post" schilderten beide erschreckende Beispiele für Schicksale von Frauen in Krisenländern. Der kongolesische Arzt und Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege habe in seiner Klinik im Kongo etwa drei Generationen vergewaltigter Frauen behandelt: Mutter, Tochter und Enkel im Kleinkindalter. 

Jolie und Maas wollen die Ermittlungsmöglichkeiten für diese Straftaten verbessern und die Einhaltung internationaler Normen, etwa von UN-Resolutionen stärken. Außerdem müssten Opfer besser unterstützt werden.

mad / DPA / AFP