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News des Tages: Mysteriös: 88-Jährige in Österreich auf offener Straße entführt

Blitzeinbruch bei Juwelier nahe Berliner Ku'damm +++ Kühnert warnt SPD vor Debatte über K-Frage +++ Urlaubsansprüche sind vererbbar +++ Spanien: Wieder Rückschlag bei Bergung von Julen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Kameramann filmt im Bereich des Schauplatzes der Entführung einer 88-Jährigen in Eisenstadt in Österreich

Ein Kameramann filmt im Bereich des Schauplatzes der Entführung einer 88-Jährigen in Eisenstadt in Österreich

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Österreich: 88-Jährige auf offener Straße entführt (21.14 Uhr)
  • Blitzeinbruch bei Juwelier nahe Berliner Ku'damm (21 Uhr)
  • Kühnert warnt SPD vor Debatte über K-Frage (20.16 Uhr)
  • Urlaubsansprüche sind vererbbar (16.55 Uhr)
  • Spanien: Wieder Rückschlag bei Bergung von Julen (16.09 Uhr)
  • US-Rapper Chris Brown: Festnahme in Paris (14 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:    

+++ 22.43 Uhr: US-Rapper Chris Brown wieder aus Polizeigewahrsam entlassen +++

Nach seiner Festnahme wegen Vergewaltigungsverdacht ist der US-Rapper Chris Brown am Abend wieder aus dem Gewahrsam der Pariser Polizei entlassen worden. Dem 29-Jährigen werden außerdem Drogendelikte zur Last gelegt. Die Ermittlungen sollen laut Staatsanwaltschaft fortgesetzt werden. Der Anwalt Browns, Raphaël Chiche, sagte, sein Mandant erkläre sich für unschuldig und habe ihn aufgefordert, Anzeige wegen Verleumdung zu stellen. 

Nach Angaben des Senders Franceinfo wurde Brown gestern zur Vernehmung in Gewahrsam genommen. Normalerweise ist die Dauer auf 24 Stunden begrenzt, kann aber auf 48 Stunden verlängert werden. Bei besonders schweren Tatbeständen sind ausnahmsweise auch bis zu 96 Stunden möglich.

+++ 21.48 Uhr: FBI kann Informanten nicht mehr bezahlen +++

Durch die seit viereinhalb Wochen andauernde Haushaltssperre in den USA ist die Arbeit des FBI erheblich eingeschränkt. Die Bundespolizei könne etwa Informanten und Übersetzer nicht mehr bezahlen und auch keine Drogen für verdeckte Einsätze kaufen, beklagten anonyme FBI-Mitarbeiter laut einer Mitteilung ihres Berufsverbandes FBIAA. Wenn aber Quellen des FBI nicht mehr bezahlt werden könnten, bestehe das Risiko, "sie und die von ihnen gelieferten Informationen für immer zu verlieren", wurde ein Mitarbeiter zitiert. Ein FBI-Büro beschwerte sich dem Verband zufolge etwa auch darüber, dass es an Geld für DNA-Testsätze, Ersatz-Autoreifen und Kopierpapier fehle.

Die Mehrzahl der rund 13.000 FBI-Sonderagenten muss weiterhin arbeiten - obwohl sie infolge der Haushaltssperre ihre Gehälter nicht ausgezahlt bekommen. Die FBIAA hatte die Situation bereits vor knapp zwei Wochen als "untragbar" angeprangert.

+++ 21.14 Uhr: 88-Jährige in Österreich auf offener Straße entführt +++

In Österreich ist eine Frau auf offener Straße entführt worden. Die 88-Jährige war nach Polizeiangaben gegen 15.30 Uhr im burgenländischen Eisenstadt mit ihrer Pflegerin unterwegs, als neben ihnen zwei schwarze Limousinen hielten. Die Pflegerin wurde zur Seite gestoßen, anschließend die 88-Jährige in eines der Fahrzeuge gesetzt. Zur Identität der Entführten machte die Polizei aus kriminaltaktischen Gründen und aufgrund des Opferschutzes bislang keine Angaben. Der Vorfall löste laut der österreichischen NachrichtenagenturAPA einen massiven Polizeieinsatz in der Kleinstadt nahe der ungarischen Grenze aus. Gegen 17 Uhr leiteten die Behörden eine Großfahndung im Raum Eisenstadt ein.

Nahe Berliner Ku'damm: Blitzüberfall auf Juweliergeschäft: "1,5 Millionen verschwinden innerhalb von 80 Sekunden"

+++ 21 Uhr: Blitzeinbruch bei Juwelier nahe Berliner Ku'damm +++

Bei einem Juwelier nahe dem Berliner Kurfürstendamm hat es einen Blitzeinbruch gegeben. Das teilte die Polizei mit. Nach ersten Erkenntnissen fuhren Unbekannte mit einem Auto in das Geschäft und zerstörten so die Schaufenster. Weitere Details nannte die Polizei bislang nicht. Das Geschäft liegt in der Nähe eines Hotels. In der Gegend rund um Berlins bekannteste Einkaufsmeile gibt es immer wieder Überfälle, vor allem auf Juweliere, Luxusuhrenläden und das Luxuskaufhaus "Kaufhaus des Westens" (KaDeWe).

+++ 20.42 Uhr: Hunderte nehmen Abschied von totem Mädchen in Torgelow +++

Bei einer Trauerfeier haben mehr als 400 Menschen in Torgelow Abschied von dem kleinen Mädchen genommen, das vor zehn Tagen ums Leben gekommen war. "An dem, was geschehen ist, können wir leider, leider nichts ändern, aber vielleicht können wir das Leben ein bisschen mitmenschlicher machen", sagte Pastor Frank Sattler in der Christuskirche. Torgelows Bürgermeisterin Kerstin Pukallus erklärte: "Ein Kind zu verlieren ist wohl das Schwerste, was ein Mensch ertragen kann." Ein Trompeter spielte unter anderem "Sag mir, wo die Blumen sind", zahlreiche Menschen stellten Kerzen im Altarraum an einem Trauerbild des Kindes ab.

Die Sechsjährige war am 12. Januar in der Wohnung der Familie ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Stiefvater wegen Verdachts des "Mordes durch Unterlassen." Der 27-Jährige soll das Kind seiner Lebensgefährtin so schwer misshandelt haben, dass es daran starb. Der Mann bestreitet das und gab bisher an, dass die Sechsjährige bei einem Treppensturz ums Leben kam. Das sieht die Staatsanwaltschaft durch rechtsmedizinische Untersuchungen widerlegt.

+++ 20.38 Uhr: Drei Männer überfallen Luxus-Bank in Paris +++

Spektakulärer Banküberfall nahe der Pariser Prachtmeile Champs-Elysées: Drei mit Handfeuerwaffen bewaffnete Männer stürmten gleich nach der Öffnung gegen 7.30 Uhr die Filiale des Luxus-Geldinstituts Milleis, das rund 650 Meter vom Präsidentenpalast entfernt liegt. Sie fesselten die Angestellten und besprühten sie mit einer Flüssigkeit, die zunächst nicht bestimmt werden konnte. Dann zwangen sie das Personal, rund 30 Safes zu öffnen  - und verschwanden bis Mittag spurlos aus der Bank, die ausgesprochen vermögende Kunden haben soll. Die Angestellten konnten sich selbst befreien.

Während des Überfalls hätten die Diebe ein Schild an die Tür gehängt, wonach die Bank geschlossen sei, erklärte der Sprecher einer Polizeigewerkschaft. Die Angestellten der umliegenden Geschäfte - darunter viele Luxusboutiquen und teure Restaurants - zeigten sich schockiert. "Wir haben nichts gehört, nichts gesehen. Erst als die Sicherheitskräfte kamen, wussten wir, was los war", sagte einer von ihnen. "Man hat uns aufgefordert, im Laden zu bleiben, das hat zwei Stunden gedauert und wir haben wieder aufgemacht."

+++ 20.16 Uhr: Kühnert warnt SPD vor Debatte über Kanzlerkandidatur +++

Juso-Chef Kevin Kühnert hat die SPD vor einer Personaldebatte gewarnt. Eine Partei, die zweieinhalb Jahre vor der nächsten Bundestagswahl bei 15 Prozent stehe, könne über viele Themen reden, sagte Kühnert auf dem traditionellen Neujahrsempfang der schleswig-holsteinischen SPD in Kiel. "Aber nicht darüber, wer Kanzlerkandidat der SPD wird." Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte unlängst erklärt, dass er sich den Kanzlerjob zutraue, zugleich aber betont, dass sich die Frage derzeit nicht stelle.

+++ 19.50 Uhr: Maas trifft US-Außenminister Pompeo in Washington +++

Bundesaußenminister Heiko Maas fliegt am Mittwoch in die USA. Auf seiner ersten Station in der Hauptstadt Washington will Maas mit US-Außenminister Mike Pompeo sprechen. Dabei soll es unter anderem um die Zukunft des INF-Abrüstungsvertrags gehen sowie um die Lage im Kriegsland Syrien.

+++ 19.19 Uhr: Ruine des "Adenauer-Hauses" hat neuen Besitzer +++ 

Ein Großunternehmer aus dem Großraum Köln hat den Zuschlag für den Kauf der Ruine des "Adenauer-Hauses" in der Eifel bekommen. Er habe das letzte Höchstgebot von 35 000 Euro leicht überboten, sagte Vor-Besitzerin L. Ilse Thurner im nordrhein-westfälischen Solingen. Es handelt sich um die Ruine eines Anwesens, das dem früheren Bundeskanzler Konrad Adenauer mal als Wochenendhaus in einem Waldstück bei Duppach (Rheinland-Pfalz) dienen sollte. Es war aber nie ganz fertig gebaut worden - Adenauer wollte es nicht haben.

+++ 18.57 Uhr: Pompeo preist Brexit-Votum und Regierungsbeteiligung der Fünf Sterne in Italien +++ 

US-Außenminister Mike Pompeo hat die politischen Umbruchsprozesse in verschiedenen Teilen der Welt als "positive Entwicklung" begrüßt. "Ein neuer Wind bläst rund um die Welt", sagte Pompeo in einer Videobotschaft an das Weltwirtschaftsforum in Davos. Als Positivbeispiele solcher "Disruptionen" nannte Pompeo unter anderem die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, die Entscheidung der Briten für den EU-Austritt, die Regierungsbeteiligung der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung in Italien und den Wahlsieg des kürzlich ins Amt eingeführten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der ultrarechte Positionen vertritt. In den vergangenen Jahren hätten die Wähler Politiker und politische Allianzen abgestraft, von denen sie meinten, dass sie nicht ihre Interessen verträten, sagte der US-Chefdiplomat.

+++ 18.20 Uhr: Deutschland setzt Beteiligung an Sophia-Mission im Mittelmeer aus +++

Deutschland setzt die Beteiligung an der zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität im Mittelmeer gedachten EU-Mission Sophia aus. Nach dpa-Informationen wird nach dem Einsatz der Marine-Fregatte "Augsburg" zunächst kein weiteres Schiff vor die libysche Küste geschickt.

+++ 17:41 Uhr: Migrationsbericht: Weniger Zuwanderung nach Deutschland +++

Die Zuwanderung nach Deutschland hat laut dem Migrationsbericht der Bundesregierung zuletzt deutlich abgenommen. "Im Jahr 2017 zogen mit 1,55 Mio. deutlich weniger Menschen zu uns als in den Vorjahren", heißt es in dem Bericht der Bundesregierung zu den Jahren 2016 und 2017, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch) vorliegt. An diesem Mittwoch wollen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckard Sommer, das Papier in Berlin offiziell vorstellen.

"Die Fortzüge dagegen liegen gegenüber den Vorjahren höher", heißt es laut RND in dem Bericht. "2016 waren es 1,37 und 2017 1,13 Mio. Personen. Damit gab es nach dem sehr hohen Wanderungsgewinn im Jahr 2015 von fast 1,14 Mio. Personen geringere Wanderungsgewinne von ca. 0,5 Mio. im Jahr 2016 und 0,4 Mio. 2017." 

+++ 17.32 Uhr: Russisches Kampfflugzeug bei Landung zerschellt - Drei Tote +++

In der Nähe von Murmansk im Norden Russlands ist am Dienstag ein russisches Kampfflugzeug zerschellt - drei Besatzungsmitglieder wurden getötet und ein weiteres verletzt. Das Unglück ereignete sich bei der Landung, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Das Flugzeug vom Typ Tupolew Tu-22M3 war demnach auf einem Trainingsflug. Als Ursache für das Unglück gab das Verteidigungsministerium "Schneetreiben" an, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Die Tu-22M3 sind strategische Langstreckenbomber, die ursprünglich in den 1970er Jahren entwickelt wurden. Einige dieser Flugzeuge kamen in Syrien zum Einsatz. In den Flugzeugen sind vier Besatzungsmitglieder vorgesehen.

+++ 17 Uhr: Henckel von Donnersmarcks "Werk ohne Autor" für Oscar nominiert +++

Der deutsche Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck kann auf neue Oscar-Ehren hoffen. Sein Künstler-Drama "Werk ohne Autor" wurde für die Auszeichnung als bester fremdsprachiger Film nominiert, wie die US-Filmakademie am Dienstag in Los Angeles bekanntgab. "Werk ohne Autor" konkurriert unter anderem gegen "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuarón. Mit insgesamt zehn Nominierungen zählt "Roma" zu den Topfavoriten bei den diesjährigen Oscars.

Henckel von Donnersmarck hatte bereits 2006 mit dem Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" einen Oscar gewonnen. "Werk ohne Autor" erzählt die Geschichte eines deutschen Malers von der Nazi-Zeit bis in die sechziger Jahre. Der Film mit Tom Schilling in der Hauptrolle ist an die Biographie von Gerhard Richter angelehnt - der das Werk allerdings scharf kritisiert hat.

+++ 16.55 Uhr: Urlaubsansprüche sind vererbbar +++

Wenn ein Arbeitnehmer während des laufenden Arbeitsverhältnisses stirbt, haben seine Erben Anspruch auf finanzielle Abgeltung des noch nicht genommenen Urlaubs. Das entschied am Dienstag das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt. Es setzte damit die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg um. (Az: 9 AZR 45/16)

Konkret gab das BAG einer Witwe und Alleinerbin aus dem Rheinland recht. Ihr Mann war im Dezember 2010 verstorben und hatte zu diesem Zeitpunkt noch 25 Urlaubstage offen. Das BAG sprach ihr dafür nun 5858 Euro brutto zu.

+++ 16.49 Uhr: Weißrussisches Model aus russischem Polizeigewahrsam entlassen +++

Das in Moskau festgenommene weißrussische Model Anastasia Waschukewitsch, das nach eigenen Angaben über Beweise für russische Einmischungen in den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump verfügt, ist wieder auf freiem Fuß. Die Ermittler hätten entschieden, sie unter Auflagen freizulassen, sagte die Anwältin Swetlana Sidorkina. Diese vertritt einen weiteren Inhaftierten, Alexander Kirillow, der zuvor zusammen mit Waschukewitsch, die sich als Callgirl Nastja Rybka nannte, aus Thailand nach Russland abgeschoben worden war.

Der Anwalt des Models, Dmitri Sazarinski, bestätigte die Freilassung. Er veröffentlichte beim Online-Bilderdienst Instagram ein Video, auf dem er mit seiner Mandantin in einem Auto zu sehen ist. "Nastja Rybka ist frei. Wir gehen nach Hause", schrieb Sarazinski.

+++ 16.48 Uhr: Jungen Mann teilskalpiert - Drei Angeklagte wollen gestehen +++

Angeblich war es eine Frage der Ehre: Mit Knüppeln und Holzlatten lauern die Täter einem 19-Jährigen in Essen auf und prügeln ihn fast zu Tode. Einer der Angreifer soll außerdem ein Messer gezückt haben, "um ihn abzuschlachten", wie es in der Anklage heißt. Ein angebliches Liebesverhältnis mit einer 17-Jährigen aus der Familie der mutmaßlichen Täter soll der Grund für die brutale Attacke gewesen sein. Die Jugendliche war bereits nach islamischem Ritus mit einem anderen Mann verheiratet. Deshalb wollte ihre Familie nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Rache.

Knapp acht Monate danach begann am Dienstag am Essener Landgericht der Prozess gegen elf Männer und zwei Frauen - sie sind Mitglieder einer syrischen Großfamilie, das Opfer stammt ebenfalls aus Syrien. Die Anklage lautet auf Mordversuch und Beihilfe dazu. Drei wollen Geständnisse ablegen, wie ihre Verteidiger am Dienstag ankündigten, die anderen erst einmal schweigen.

Dem Opfer war in der Nacht auf den 31. Mai 2018 vor dessen Essener Wohnung aufgelauert worden. Der 19-Jährige erlitt schwere Kopfverletzungen. Laut Anklage kam es zu einer "Teilskalpierung". Außerdem wurden Unterbauch, Leber und Darm verletzt. Das Leben des Schülers konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Es bestand akute Lebensgefahr. Eine Zeugin hatte die Szene von ihrem Balkon beobachtet und die Polizei alarmiert.

Ein Kranwagen hebt das Gestänge eines Bohrers auf Ketten in Position

Mit schwerem Gerät graben sich die Retter zum Zweijährigen im Bohrloch vor - aber niemand weiß, ob er noch lebt

DPA

+++ 16.09 Uhr: Erneuter Rückschlag bei Bergungsaktion für kleinen Julen in Spanien +++

Die Bergungsarbeiten für den in ein Bohrloch gestürzten kleinen Julen in Spanien haben einen weiteren Rückschlag erlitten. Nachdem es Helfern am Montagabend gelungen war, einen Hilfsschacht zur Bergung des Zweijährigen fertigzustellen, passten die zu dessen Stabilisierung vorgesehenen Rohre nicht. Der Schacht sollte am Dienstag weiter verbreitert werden.    

Beim Herablassen der Stabilisierungsrohre seien die Spezialisten in 40 Meter Tiefe auf Schwierigkeiten gestoßen, sagte ein Regierungssprecher in Málaga. Die Arbeiten zur Verbreiterung des Schachtes liefen, es sei jedoch nicht abzusehen, wie lange diese dauern würden. Sobald der Schacht durch die Rohre stabilisiert ist, soll ein Team von acht Bergbauexperten in den Schacht hinabgelassen werden und mit dem Bau eines vier Meter langen horizontalen Verbindungstunnels bis zu dem Bohrloch beginnen, in das der Zweijährige am Sonntag vor einer Woche gestürzt war. Dafür sind etwa 24 Stunden veranschlagt. Die Experten hoffen, Julen dann bergen zu können.

+++ 16.05 Uhr: Prominente Journalistin in Türkei wegen Geheimnisverrats verurteilt +++

Die prominente Journalistin Nazli Ilicak ist in der Türkei wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Istanbuler Gericht habe sie der "Enthüllung von geheimzuhaltenden Informationen, die die Staatssicherheit betreffen", schuldig befunden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. 

Ilicak nahm an der Verhandlung per Videoschalte aus dem Frauengefängnis im Istanbuler Stadtteil Bakirköy teil. Dort sitzt sie seit mehr als zwei Jahren in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte Ilicak laut Anadolu vorgeworfen, in einem Artikel Informationen aus einem geheimen Dokument des Generalstabs veröffentlicht zu haben. Ilicaks Anwalt sagte demnach vor Gericht, seine Mandantin habe nur über bereits bekannte Informationen geschrieben. 

+++ 15.55 Uhr: Poggenburg kommt AfD-Fraktion zuvor - und erklärt Austritt +++

Der langjährige Vorsitzende der AfD im sachsen-anhaltischen Landtag, André Poggenburg, ist mit einem Fraktionsaustritt seinem Ausschluss knapp zuvorgekommen. Er habe bei einer Sitzung im Landtag all seine Ämter niedergelegt und seinen Austritt erklärt, sagte der Politiker. Seine früheren Abgeordnetenkollegen hatten für dieselbe Sitzung einen formalen Beschluss zum Fraktionsausschluss Poggenburgs angesetzt. 

Poggenburg war nach neuem Ärger mit Parteivertretern aus Sachsen-Anhalt und mit dem Bundesverband aus der AfD ausgetreten. Parallel dazu hatte er mit dem "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) eine neue Partei gegründet, deren Vorsitzender er inzwischen ist. Mit der AdP will der 43-Jährige bei den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland antreten - gewählt wird 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. 

+++ 15.10 Uhr: Autofahrer offenbar aus der Reichsbürgerszene verweigert Polizeikontrolle +++

Ein Autofahrer offenbar aus der Reichsbürgerszene hat in Stuttgart eine Polizeikontrolle nach einem Tempoverstoß am Steuer verweigert. Der 53-Jährige wollte den Beamten keine Personalpapiere und Fahrzeugdokumente aushändigen, wie die Polizei mitteilte. Als Grund gab er demnach an, er wolle die Berechtigung der Polizisten zur Einsicht in die Papiere nicht anerkennen.    

Ein Richter ordnete daraufhin die Durchsuchung des Manns und seines Autos nach den Dokumenten an. Da der 53-Jährige die Tür nicht öffnen wollte, schlugen die Beamten die Scheibe der Fahrertür ein und nahmen den Fahrer vorläufig fest. Bei der Durchsuchung des Autos fanden die Polizisten ein Einhandmesser und ein Reizstoffsprühgerät. Beides wurde beschlagnahmt.

+++ Uhr: 14.44 Uhr: Altes Bio-Heft mit "Rassenlehre" sorgt in Sachsen für Ärger +++

In Sachsen sorgt der Einsatz eines veralteten Biologie-Lehrhefts mit der "Rassenlehre des Menschen" für Wirbel. Die Grünen kritisierten die Verwendung von rassistischem Lehrmaterial an einer Oberschule im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und verlangten in einer Kleinen Anfrage Aufklärung. Sie erklärten, sie hätten Hinweise von Eltern erhalten, wonach in dem Heft die "Rassenlehre des Menschen" thematisiert wurde.

In dem umstrittenen Lehrmaterial für die 10. Klasse sei etwa von "negriden, mongoliden und europäischen Rassenkreisen" die Rede, hieß es. Schüler hätten angeblich typische Hautfarben, Nase- und Gesichtsformen zuordnen müssen. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet. 

Nach Angaben des sächsischen Kultusministeriums handelt es sich bei dem Buch um das Themenheft "Naturwissenschaft Biologie, Chemie, Physik - Farben" aus dem Jahr 1998. Eine Sprecherin sprach von einem "bedauerlichen Einzelfall". Sie verwies auf die Eigenverantwortung der Schulen bei der Auswahl der Lehrmittel. In Sachsen müssen nur Schulbücher für die Fächer Religion und Ethik zugelassen werden.

+++ 14.06 Uhr: Russe versucht Flugzeug-Entführung nach Afghanistan +++

Ein Mann soll versucht haben, ein russisches Passagierflugzeug auf dem Weg nach Moskau zu entführen. Der Verdächtige habe wenige Minuten nach dem Start der Aeroflot-Maschine in Surgut (Westsibirien) eine Kursänderung nach Afghanistan gefordert, teilte das Nationale Anti-Terror-Komitee mit. Der Pilot habe sofort eine Sicherheitslandung in Sibirien eingeleitet. Die Lage war ersten Erkenntnissen zufolge unter Kontrolle. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Der Täter ist den Angaben zufolge Russe und habe möglicherweise psychische Probleme, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf einen Behördensprecher. Er sei bereits früher auffällig gewesen und mehrmals unter Alkoholeinfluss festgenommen worden. Von einem terroristischen Hintergrund war zunächst nichts bekannt.

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+++ 14.02 Uhr: Linke fordert Sofortprogramm gegen Wohnungsnot von Studenten +++

Die Linke hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr Wohnheimplätze für Studierende zu schaffen. "Obwohl das Problem seit Jahren bekannt ist und die Wohnsituation für Studierende immer dramatischer wird, unternimmt die Bundesregierung nichts, um die studentische Wohnungsnot zu stoppen", sagte die stellvertretende Linken-Fraktionsvorsitzende Caren Lay der "Passauer Neuen Presse". Nötig sei ein Sofortprogramm: Es würden mindestens 45.000 neue Wohnheimplätze in der Trägerschaft der Studentenwerke gebraucht. Im laufenden Wintersemester sind dem Statistischen Bundesamt zufolge so viele Studenten an deutschen Hochschulen eingeschrieben wie nie zuvor.

+++ 14 Uhr: US-Rapper Chris Brown in Paris unter Vergewaltigungsverdacht festgenommen +++

US-Rapper Chris Brown ist in Paris wegen Vergewaltigungsverdachts festgenommen worden. Brown wurde nach Angaben von Ermittlern festgenommen, nachdem eine Frau ihn beschuldigt hatte, sie gemeinsam mit einem Freund und seinem Leibwächter missbraucht zu haben. Zudem werde gegen den 29-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Rauschgiftgesetz ermittelt, hieß es. Nach Angaben der Frau soll sich die Gruppenvergewaltigung in der Nacht zum 16. Januar in einem Hotel im Zentrum der Stadt ereignet haben. Die 25-Jährige hatte nach eigenen Angaben zuvor mit dem Musiker und weiteren Frauen in einem Club der französischen Hauptstadt gefeiert und ihn dann zum Hotel begleitet.

+++ 13.15 Uhr: 20 Tote nach Schiffsbrand in Meerenge von Kertsch befürchtet +++

Der Brand zweier Gastanker vor der Südküste der Halbinsel Krim hat vermutlich 20 Seeleute das Leben gekostet. Nach der Bergung von zehn Leichen haben die Rettungskräfte laut der russischen Schifffahrtsbehörde jede Hoffnung aufgegeben, zehn noch vermisste Crew-Mitglieder lebend zu finden. Die Tanker unter der Flagge von Tansania brannten nach 24 Stunden immer noch und bekamen Schlagseite. Es bestehe aber keine Gefahr, dass sie sinken, sagte ein Sprecher des Rettungsstabes.

Zwölf Matrosen konnten gerettet werden und sollten nachmittags aufs russische Festland gebracht werden, wie die Nachrichtenagentur Tass meldete. Das Feuer war am Montag durch eine Explosion ausgelöst worden. Die Schiffe hatten im russischen Hafen Temrjuk am Asowschen

Meer flüssiges Erdgas (LNG) geladen. Das Unglück könnte sich ereignet haben, als Treibstoff zwischen den Tankern umgeladen wurde.

+++ 12.47 Uhr: Timoschenko kandidiert bei Präsidentschaftswahl in der Ukraine +++    

Die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko tritt bei der Präsidentschaftswahl Ende März an. "Ich kandidiere für das Präsidentenamt", sagte Timoschenko bei einem Treffen ihrer nationalistischen Vaterlandspartei. In jüngsten Umfragen lag sie vor Amtsinhaber Petro Poroschenko.

+++ 12.42 Uhr: Russland lässt inhaftierten US-Bürger nicht auf Kaution frei +++

Der in Russland wegen Spionagevorwürfen inhaftierte US-Bürger Paul Whelan kommt nicht auf Kaution frei. Der Antrag der Verteidigung auf Freilassung gegen Kaution sei nicht genehmigt worden, sagte ein Moskauer Richter. Der 48-jährige Whelan war bei der Anhörung erstmals seit seiner Festnahme Ende Dezember öffentlich zu sehen. Er nahm im Gerichtssaal in einem Glaskasten Platz, wie es in Russland für Beschuldigte üblich ist.

Whelans Anwalt Wladimir Scherebenkow hatte bereits vor der Anhörung nicht mit einer Freilassung gerechnet. "In Russland ist es ein Gesetz, dass Menschen in Haft behalten werden", sagte er vor dem Termin vor Journalisten. Er ging davon aus, dass ein Prozess mindestens ein halbes Jahr lang dauert.

+++ 12.15 Uhr: Umfrage: AfD verliert an Zustimmung +++

Die AfD hat laut einer Umfrage leicht in der Wählergunst verloren. Nachdem der Verfassungsschutz die  rechtspopulistische Partei vergangene Woche als Prüffall eingestuft hatte, verlor sie eineinhalb Prozentpunkte. Dies ergab Insa-Befragung für die "Bild"-Zeitung.

Demnach gaben 13 Prozent an, die AfD zu wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts der tiefste Wert der Partei seit mehr als einem Jahr. Die AfD ist nun die viertpopulärste Partei - hinter der Union (31 Prozent) und den Grünen (19,5 Prozent), sowie knapp hinter der SPD (13,5 Prozent).

+++ 12.11 Uhr: Sieben Festnahmen bei neuem Schlag gegen die sizilianische Mafia +++ 

Bei einem neuerlichen Schlag gegen die sizilianische Mafia hat die Polizei in Palermo sieben Verdächtige festgenommen, darunter mutmaßliche Mitglieder der obersten Cosa-Nostra-Führung. Nach Justizangaben schlugen die Ermittler am Morgen nach Tipps von zwei Ex-Mafiosi zu.

Unter den Festgenommenen sind Leandro Greco - Enkel des einstigen Mafia-Bosses Michele Greco - und Calogero Lo Piccolo, der Sohn des lebenslang in Haft sitzenden Mafia-Bosses Salvatore Lo Piccolo. Beide hatten im vergangenen Mai an einem Geheimtreffen von Cosa-Nostra-Chefs teilgenommen.

+++ 11.49 Uhr: EU-Kommission verhängt 570 Millionen Euro Strafe gegen Mastercard +++

Die EU-Wettbewerbshüter verhängen gegen den Kreditkartenanbieter Mastercard eine Geldstrafe in Höhe von 570 Millionen Euro. Das begründete die EU-Kommission in Brüssel mit überhöhten Gebühren.

+++ 11.47 Uhr: Merkel und Macron unterzeichnen neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben den neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Zuvor hatten beide bei der Zeremonie im Aachener Rathaus die Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft gewürdigt und als unerlässlich für Europa bezeichnet. Das Abkommen soll den Elysée-Vertrag von 1963 ergänzen, den Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) auf den Tag genau vor 56 Jahren mit Präsident Charles de Gaulle in Paris besiegelte.

+++ 11.19 Uhr: Aktivisten: Opferzahl nach israelischen Luftangriffen in Syrien auf 21 gestiegen +++

Nach dem israelischen Luftangriff auf den internationalen Flughafen von Damaskus und militärische Einrichtungen nahe der syrischen Hauptstadt ist die Opferzahl laut Aktivisten auf 21 gestiegen. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, waren 15 Ausländer unter den Toten, darunter zwölf Mitglieder der iranischen Streitkräfte. Zudem seien sechs Angehörige der syrischen Regierungstruppen getötet worden.

+++ 10.49 Uhr: Kleinflugzeug im Ärmelkanal vom Radar verschwunden +++

Ein kleines Passagierflugzeug mit mindestens zwei Menschen an Bord ist nahe der britischen Kanalinsel Guernsey vom Radar verschwunden. Es laufe eine Suchaktion im Ärmelkanal, teilte die Polizei von Guernsey mit. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP befand sich der argentinische Fußballspieler Emiliano Sala an Bord der Maschine. Sala ist gerade vom FC Nantes zum Verein Cardiff City gewechselt. 

Wie der französische Sender France Info berichtete, war das Geschäftsflugzeug vom Typ Piper Malibu mit zwei Passagieren und einem Piloten besetzt gewesen, die britische Polizei schrieb von zwei Menschen an Bord. Demnach wurde die Suche aufgrund der schlechten Wetterbedingungen in der Nacht abgebrochen und am Morgen wieder aufgenommen. Das Flugzeug war auf dem Weg vom französischen Nantes nach Cardiff.

+++ 9.56 Uhr: 56-Jähriger stirbt nach Polizei-Einsatz in Rheinland-Pfalz an Herzinfarkt +++

Nach einem Polizeieinsatz im rheinland-pfälzischen Pirmasens ist ein 56-Jähriger an einem Herzinfarkt gestorben. Weil er sich gegen seine geplante Unterbringung in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses wehrte, setzte die Polizei eine Elektroschockpistole ein, wie die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mitteilte. Dadurch konnte der Mann überwältigt werden.    

Auf dem Weg ins Krankenhaus kollabierte er aber und starb in der Notaufnahme. Die Kriminaldirektion Kaiserslautern ermittelt nun, ob ein Zusammenhang zwischen dem Polizeieinsatz und dem Tod des Manns besteht. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag.

+++ 9 Uhr: Betrunkene Mutter mit zwei Kindern ohne Licht auf Autobahn bei Ramstein erwischt +++   

Betrunken, ohne Licht und mit ihren beiden Kindern auf dem Rücksitz ist eine Mutter bei Ramstein in Rheinland-Pfalz auf einer Autobahn erwischt worden. Die Frau hatte bei einer Verkehrskontrolle 1,83 Promille Alkohol im Blut, wie die Polizei in Kaiserslautern mitteilte. Die Mutter war auf der A6 unterwegs, als Polizisten das unbeleuchtete Auto auffiel. Auf dem Rücksitz saßen die beiden ein und vier Jahre alten Kinder ohne Kindersitz. Der Führerschein der 32-Jährigen wurde eingezogen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

+++ 8.58 Uhr: Mindestens 65 Tote bei Anschlag auf Geheimdienst-Stützpunkt in Afghanistan +++

In Afghanistan sind bei einem Anschlag auf einen Stützpunkt des Geheimdienstes mindestens 65 Menschen getötet worden. Etwa 65 Leichen seien nach dem Anschlag am Montag geborgen worden, sagte ein Vertreter des Provinzrats in Wardak. Ein Sicherheitsvertreter sprach von mindestens 70 Toten.

+++ 8.56 Uhr: Sattelzugfahrer verlässt sich auf sein Navi und fährt gegen Baum und Verkehrsschild +++

Einen Baum, ein Verkehrsschild und den eigenen Lkw beschädigt - so die Bilanz eines Unfalls, den ein 40-jähriger Sattelzugfahrer im baden-württembergischen Ladenburg verursacht hat. Anschließend wollte der Mann flüchten, konnte jedoch gefasst werden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der ortsfremde Fahrer gab an, nur den Anweisungen seines Navis gefolgt zu sein. Der 40-Jährige bog in der Nacht in eine für Schwerlaster gesperrte Straße ab und blieb an einem Hausdach hängen. In der Folge fuhr er einen Baum, ein Verkehrsschild und einen Findling um. Das Schild geriet zwischen die Achsen des Aufliegers und riss den Bremszylinder des Lastwagens ab, der daraufhin liegen blieb. Der Fahrer flüchtete vom Unfallort, konnte aber durch Zeugenhinweise von der Polizei gefasst werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere tausend Euro. Den Fahrer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht.     

+++ 8.14 Uhr: Gericht lehnt erneut Freilassung von Automanager Ghosn ab +++

Der in Japan angeklagte Ex-Topmanager des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Bezirksgericht in Tokio wies einen erneuten Antrag seines Anwalts auf Freilassung gegen Kaution ab. Der 64-jährige Ghosn, der einst Nissan vor der nahen Pleite gerettet und zusammen mit Renault und Mitsubishi eine mächtige internationale Autoallianz geschmiedet hatte, war am 19. November in Tokio zusammen mit seiner früheren rechten Hand Greg Kelly wegen Verstoßes gegen japanische Börsenauflagen festgenommen und später angeklagt worden. Zudem soll er laut der japanischen Staatsanwaltschaft private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Während Kelly kürzlich auf Kaution frei kam, sitzt Ghosn nach zwei Monaten weiter in der Untersuchungshaft.

+++ 8 Uhr: Viele Tote nach Anschlag auf Geheimdienstbasis in Zentralafghanistan +++

Nach einem Anschlag auf die Basis des Geheimdienstes in der zentralafghanischen Stadt Maidan Schahr ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Mindestens 60 Sicherheitskräfte seien getötet worden, sagte der Provinzrat Mohammed Sardar Bachtiari. Es könnten sogar bis zu 130 Menschen ums Leben gekommen sein. Als Grund für diese große Differenz bei den Opferzahlen führte er an, dass andere Behörden das wahre Ausmaß verschwiegen. Laut Provinzrätin Nafisa Selia Wardak sind mindestens 126 Geheimdienstmitarbeiter getötet worden.

+++ 7.18 Uhr: Herabfallendes Hotelfenster erschlägt Touristin in Hongkong +++

In Hongkong ist eine Touristin von einem herabfallenden Hotelfenster erschlagen worden. Das Fenster fiel am Montag aus dem 16. Stock eines Hotels im beliebten Einkaufsviertel Tsim Sha Tsui, wie die Polizei mitteilte. Eine 24-jährige Chinesin wurde getroffen und konnte von Ärzten nicht mehr gerettet werden. Ihre Begleitung erlitt nur leichte Verletzungen. Die Polizei nahm eine Reinigungskraft des Hotels vorübergehend fest. Diese kam auf Kaution frei; die Ermittlungen dauern an. 

+++ 7.13 Uhr: Dürre belastete K+S im vergangenen Jahr deutlich +++

Die Dürre in Deutschland hat den Düngemittel- und Salzhersteller K+S im vergangenen Jahr deutlich belastet. Die Auswirkung auf das operative Ergebnis (Ebitda) 2018 liege bei insgesamt rund 110 Millionen Euro, geht aus Unterlagen für eine Investorenkonferenz hervor. Nach den starken Regenfällen im Dezember sei die Produktion im ersten Quartal 2019 aber gesichert, bekräftigte der Konzern.

+++ 6.36 Uhr: Bus kollidiert mit Tanklaster - Mindestens 27 Tote in Pakistan +++

Bei einem schweren Busunglück in Pakistan sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Sie seien verbrannt, nachdem der Bus mit einem Tanklaster kollidiert war und beide Feuer gefangen hatten, sagte der lokale Behördenvertreter Shabbir Mengal am Dienstag. Der Unfall ereignete sich in der Nähe der südlichen Hafenstadt Karachi. Der Bus mit 33 Insassen war den Angaben zufolge auf dem Weg in die südwestliche Provinz Baluchistan gewesen.

+++ 6.07 Uhr: Überfall mit Pürierstab und Helm - keine Beute +++

Bewaffnet mit einem Pürierstab und maskiert mit einem Motorradhelm hat eine Unbekannte eine Spielhalle im nordrhein-westfälischen Hamm überfallen - und ist kurz darauf ohne Beute abgezogen. Nach Polizeiangaben vom Dienstagmorgen hatte die Frau nachts unter Vorhalt des in einem Jutebeutel versteckten Küchengeräts von einem Mitarbeiter Bargeld gefordert. Der 56-Jährige habe sich unbeeindruckt gezeigt, hieß es. Er habe der Frau den Beutel samt Pürierstab abnehmen können und sie aus der Spielhalle befördert. Sie flüchtete zu Fuß. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Raubes.

+++ 6.03 Uhr: Männer haben mehr Vertrauen in Regierung und Medien als Frauen +++

Männer vertrauen einer Umfrage zufolge deutlich stärker in Regierung, Wirtschaft und Medien als Frauen. Die Kommunikationsagentur Edelman äußerte am Dienstag die Vermutung, dass Frauen sich im Schnitt weniger mit Nachrichten auseinandersetzten als Männer. Je nach Institution liegt das Vertrauenslevel der Frauen den Ergebnissen zufolge mehr als zehn Prozentpunkte unter dem der Männer. Je stärker sich Frauen aber informieren, desto mehr Vertrauen haben sie demnach auch in die Institutionen. Edelman erhebt die Studie jährlich. Für die aktuelle Untersuchung ließ die Agentur 33.000 Menschen in 26 Ländern zwischen Mitte Oktober und Mitte November über das Internet befragen - 1150 davon aus Deutschland. Dabei zeigte sich, dass das Vertrauen der Menschen in die Institutionen sich sowohl in Deutschland als auch weltweit nach einer Phase des freien Falls wieder stabilisiert. In Deutschland stieg der Index von 41 auf 44 Prozent - einer der schlechtesten Werte im Ländervergleich.

+++ 5.07 Uhr: Polizeigewerkschaft verlangt von AfD-Kandidaten im Polizeidienst Distanzierung von Höcke +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat von Beamten, die bei Wahlen für die AfD kandidieren, eine klare Distanzierung vom rechtsnationalen "Flügel" um den Thüringer Landeschef Björn Höcke verlangt. "Jeder Beamte schwört auf die Verfassung. Dieser Eid verpflichtet, sich an Regeln zu halten. Er verträgt sich nicht mit Zweifeln des Verfassungsschutzes am rechtsnationalen "Flügel" um Björn Höcke", sagte GdP-Chef Oliver Malchow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In diesem Jahr werden in Bremen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen neue Landesparlamente gewählt. Dem Bericht zufolge stehen allein in Thüringen fünf Polizisten als Kandidaten auf der 38 Personen umfassenden AfD-Landesliste. Höcke ist dort Spitzenkandidat.

+++ 4.53 Uhr: Japanische Supermärkte wollen Sex-Magazine vor Olympia verbannen +++

Japanische Supermärkte wollen Sex-Magazine aus ihren Regalen verbannen, um während der Olympischen Spiele im kommenden Jahr kein schlechtes Bild abzugeben. Zwei führende Betreiber von "Convenience Stores", durchgehend geöffneten und über das ganze Inselreich verstreuten Nachbarschaftsmärkten, wollen auf diese Weise ausländischen Besuchern der Spiele in Tokio einen besseren Eindruck vermitteln, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Auch wolle man mit der zu Ende August geplanten Porno-Verbannung mehr Rücksicht auf Frauen und Kinder nehmen.

+++ 4.40 Uhr: Weitere Schiffsbrandopfer in Meerenge von Kertsch befürchtet +++

Der Brand zweier Frachtschiffe vor der Südküste der Halbinsel Krim könnte mehr Seeleute das Leben gekostet haben als bisher vermutet. Neben den zehn geborgenen Leichen würden weitere zehn Crew-Mitglieder vermisst, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Rettungskräfte. Zwölf Matrosen konnten gerettet werden. Das Feuer war vermutlich durch eine Explosion ausgelöst worden und dem Bericht zufolge auch am Dienstagmorgen noch nicht gelöscht.

+++ 4.19 Uhr: Deutsch-französischer Vertrag mit etwa 15 vorrangigen Projekten +++

Die Regierungen in Berlin und Paris haben sich kurz vor der Unterzeichnung des neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrags auf eine Liste von rund 15 Projekten verständigt, deren Umsetzung sofort angegangen werden soll. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur enthält die entsprechende Aufstellung, auch das Vorhaben, das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass endgültig abzuschalten. Daneben stehen grenzüberschreitende Bahnprojekte und der gemeinsame Einsatz für EU-Standards zur Regulierung von Finanzdienstleistungen auf der Liste der Projekte mit hoher Dringlichkeit. Hinzu kommen demnach die Ausweitung der Arbeit des deutsch-französischen Jugendwerks, gemeinsame Kulturinstitute in bestimmten Ländern und die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe zur Energiepolitik. Zudem gebe es eine lange Liste von mehr als 100 Projekten, die als mehrjährige Vorhabenplanung für die nächste Sitzung des deutsch-französischen Ministerrats vorbereitet werden. Kanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron wollen den neuen Freundschaftsvertrag an diesem Dienstag exakt 56 Jahre nach Unterzeichnung des Élysée-Vertrages im Krönungssaal des historischen Aachener Rathauses besiegeln. Der Vertrag muss noch von den Parlamenten beider Länder ratifiziert werden.

+++ 4.12 Uhr: Whatsapp schränkt Weiterleiten von Nachrichten ein +++

Im Vorgehen gegen die Verbreitung von Falschnachrichten schränkt der Messengerdienst Whatsapp das Weiterleiten von Botschaften ein. Mit den neuen Whatsapp-Versionen könne eine Nachricht fortan nur noch an fünf Empfänger weitergeleitet werden, teilte die Facebook-Tochter mit. Damit konzentriere sich Whatsapp auf den privaten Austausch von Botschaften mit "engen Kontakten". Bislang konnte eine Nachricht bis zu 20 Mal weitergeleitet werden. Eine solche Beschränkung hatte Whatsapp bereits im Juli in Indien eingeführt. Die indische Regierung hatte Druck auf den Messengerdienst ausgeübt, nachdem Mobs mehr als 20 Menschen gelyncht hatten, denen Kindesentführung oder andere Verbrechen vorgeworfen wurden. Die Vorwürfe waren unter anderem über Whatsapp verbreitet worden.

+++ 3.46 Uhr: Lkw verliert tonnenweise Getreide auf A81 - Unfälle und Vollsperrung +++

Ein umgestürzter Lastwagen und seine auf der Autobahn verteilte Ladung haben zur Vollsperrung der A81 im Norden Baden-Württembergs geführt. Wegen eines geplatzten -Vorderreifens hatte der 38-jährige Fahrer am Montagabend bei Großrinderfeld in Richtung Heilbronn die Kontrolle über seinen Lkw verloren, wie die Polizei mitteilte. Der Lastwagen prallte gegen die Mittelleitplanke und kippte auf den Mittelstreifen. Gut 26 Tonnen Roggen verteilten sich auf die komplette Fahrbahn Richtung Heilbronn und die linke Spur der Gegenfahrbahn.

+++ 2.52 Uhr: Autobomben-Explosion in Nordirland: Vier Verdächtige freigelassen +++

Vier nach der Explosion einer Autobombe im nordirischen Londonderry festgenommene Männer sind wieder auf freiem Fuß. Ein 50-jähriger Verdächtiger bleibe aber weiter in Gewahrsam, teilte die nordirische Polizeibehörde PSNI am späten Montagabend via Twitter mit. Die fünf Männer waren unter dem Verdacht festgenommen worden, der militanten Gruppierung Neue IRA anzugehören.

+++ 1.20 Uhr: Explosion an Benzinleitung in Mexiko: Zahl der Toten auf 91 gestiegen +++

Nach der verheerenden Explosion einer Benzinleitung in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf 91 gestiegen. 52 Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Hidalgo, Omar Fayad. Die Zahl der Todesopfer könne noch weiter steigen, denn einige Verletzte seien in kritischem Zustand. Gesundheitsminister Jorge Alcocer sagte, drei Kinder seien in ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Texas gebracht worden, das auf Verbrennungen spezialisiert sei. Nahe der Pipeline hatten sich zum Zeitpunkt der Explosion am Freitag nach Medienberichten mehrere hundert Menschen befunden. An der Leitung in der Stadt Tlahuelilpan war zuvor ein Leck entstanden, Anwohner wollten sich das zunutze machen und Benzin in Eimern und Kanistern mitnehmen. Berichten zufolge schlugen die Flammen nach der Explosion bis zu 20 Meter hoch. Der Boden rund um die Pipeline wurde verkohlt.

+++ 1.14 Uhr: Bekannter französischer Akkordeonist Marcel Azzola gestorben +++

Er begleitete Chanson-Größen wie Jacques Brel, Barbara und Edith Piaf: Im Alter von 91 Jahren ist der bekannte französische Akkordeonist Marcel Azzola gestorben. Sein Herz habe am Montagmorgen aufgehört zu schlagen, sagte seine Lebensgefährtin Lina Bossati der Nachrichtenagentur AFP. Azzolas Manager Alexandre Lacombe bestätigte den Tod des 91-Jährigen. Der am 10. Juli 1927 in Paris geborene Sohn italienischer Einwanderer trat in seiner langen Karriere auch mit Gilbert Bécaud, Juliette Gréco und Marcel Mouloudji auf. Außerdem nahm er Musik für zahlreiche Filme auf, unter anderem für Regisseur Jacques Tati. Unsterblich machte ihn ein Ausruf von Jacques Brel in der Aufnahme von dessen Lied "Vesoul" aus dem Jahr 1968. Brel spornte seinen Akkordeonisten mit den Worten "Chauffe, Marcel, chauffe!" (deutsch etwa: "Leg los, Marcel, leg los!") an. Der Ausruf ist inzwischen eine geläufige Redewendung für Musiker.

+++ 0.40 Uhr: Zahl der Zurückweisungen an deutscher Grenze 2018 leicht gesunken +++

Die Zahl der Zurückweisungen an den deutschen Grenzen ist im vergangenen Jahr einem Medienbericht zufolge leicht gesunken. Wie die Düsseldorfer "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Statistik des Innenministeriums berichtet, wies die Bundespolizei 2018 an allen deutschen Grenzen 12.079 Menschen zurück. Im selben Zeitraum wurden 42.478 unerlaubte Einreisen festgestellt. Im Vorjahr hatte es dem Bericht zufolge 12.370 Zurückweisungen bei 50.154 illegalen Einreisen gegeben. Allein an der deutsch-österreichischen Grenze verzeichnete die Bundespolizei im vergangenen Jahr insgesamt 11.464 unerlaubte Einreisen. Es kam hier zu 6208 Zurückweisungen.

+++ 0.02 Uhr: Palästinenser von israelischen Soldaten im Westjordanland getötet +++

Israelische Soldaten haben am Montag einen Palästinenser im besetzten Westjordanland getötet. Die israelischen Streitkräfte hätten südlich der Stadt Nablus das Feuer auf den Mann eröffnet, erklärte das palästinensische Gesundheitsministerium. Zuvor hatte bereits die israelische Armee mitgeteilt, sie habe in der Gegend einen mit einem Messer bewaffneten Angreifer "neutralisiert". Dabei wurde nicht präzisiert, ob der in der Mitteilung als "Terrorist" bezeichnete Mann verletzt oder getötet wurde. Der Angreifer sei mit einem Messer auf einen Soldaten an einem Kontrollposten losgegangen, erklärte die Armee. Ein anderer Soldat habe daraufhin das Feuer eröffnet.

fin / wue / anb / DPA / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.