HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: 90-Millionen-Jackpot immer noch nicht geknackt

Trump lobt Putin +++ Griechischer Botschafter in Brasilien ermordet +++ Martin Schulz rechnet nicht mehr mit der SPD-Kanzlerkandidatur ++ In Syrien scheint der Waffenstillstand zu halten +++ Die News des Tages im Ticker.

Eurojackpot

90 Millionen Euro sind beim Eurojackpot zu holen - auch im nächsten Jahr

Die News des Tages im Überblick:

+++ 21.31 Uhr: Österreich will mit anderen Ländern gegen Pkw-Maut vorgehen +++

Österreich will gemeinsam mit anderen betroffenen Ländern eine Allianz gegen die deutsche Pkw-Maut schmieden. Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) plant ein Treffen aller Anrainerstaaten Deutschlands auf Expertenebene Anfang des nächsten Jahres in Brüssel. Vertreter Berlins seien nicht eingeladen, bestätigte eine Sprecherin einen entsprechenden Bericht. Bei der Zusammenkunft solle eine gemeinsame Vorgehensweise besprochen werden. Zuvor hatte die österreichische "Kronen Zeitung" darüber berichtet.

+++ 21.30 Uhr: 90-Millionen-Jackpot immer noch nicht geknackt +++

Der riesige 90-Millionen-Euro-Gewinn im Eurojackpot wartet auch im neuen Jahr auf einen Gewinner. Kein Spieler in den 17 Teilnehmerländern der europäischen Lotterie habe vor dem Jahreswechsel auf die richtigen Zahlen gesetzt, sagte ein Sprecher von Westlotto. Am Freitagabend waren im finnischen Helsinki die Zahlen 27-30-45-47-50 sowie die beiden zusätzlichen Zahlen 1 und 9 gezogen worden. Weiter wachsen kann der Jackpot jedoch nicht: Er ist auf die Obergrenze von 90 Millionen gedeckelt, die weiteren Spieleinsätze lassen nun einen Jackpot in der zweiten Gewinnklasse anschwellen. 

+++ 21.19 Uhr: Trump lobt Putin für Verzicht auf Gegenmaßnahmen +++

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin dafür gepriesen, dass er nach den neuen US-Sanktionen vorerst auf Gegenmaßnahmen verzichtet. Das sei ein großartiger Zug, schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. "Ich habe immer gewusst, dass er sehr klug ist." Putin hatte nach der Ausweisung russischer Diplomaten aus den USA erklärt, auf einen ähnlichen Schritt verzichten zu wollen. "Wir werden niemanden ausweisen", teilte der russische Präsident mit.

+++ 19.56 Uhr: Laut BKA begehen Zuwanderer weniger Straftaten +++

Die Zahl der Straftaten, bei denen Zuwanderer Täter oder Tatverdächtige sind, ist nach einem Medienbericht im Laufe dieses Jahres gesunken. Das berichten NDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen ihnen vorliegenden vertraulichen Lagebericht des Bundeskriminalamts (BKA) für die ersten drei Quartale 2016. Im dritten Quartal lag die Zahl dieser Straftaten demnach um knapp ein Viertel (23 Prozent) unter der des ersten Quartals. Erfasst wurden den Angaben zufolge Taten der allgemeinen Kriminalität, die Asylbewerbern, Asylberechtigten oder sich in Deutschland unerlaubt aufhaltenden Personen zugeordnet wurden. Verstöße gegen das Asylrecht flossen nicht ein. Eine BKA-Sprecherin bestätigte am Abend lediglich die Existenz des Berichts, wollte sich aber nicht zum Inhalt äußeren.

+++ 19.50 Uhr: China will Elfenbeinhandel verbieten +++

China will den Handel mit Elfenbein und dessen Verarbeitung bis Ende kommenden Jahres verbieten. Die Regierung werde den Elfenbeinhandel und die Verarbeitung von Elfenbein zu kommerziellen Zwecken bis Ende 2017 schrittweise stoppen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf eine Regierungserklärung. Artenschützer begrüßten den Schritt. Elfenbein ist in China sehr gefragt und gilt als Statussymbol. In Afrika werden deshalb jedes Jahr tausende Elefanten von Wilderern getötet, das Elfenbein wird nach Fernost geschmuggelt. Nach Schätzung von Artenschützern wurden allein im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne von Wilderern getötet.

+++ 19.15 Uhr: Ukraine untersagt prorussische Bücher +++

Die ukrainischen Behörden setzen ihren Kulturkrieg gegen Moskau fort: Ein von Staatschef Petro Poroschenko erlassenes Gesetz verbietet sämtliche russischen Bücher, die nach Ansicht Kiews Russland und seine Führung verherrlichen, antiukrainisch sind oder "totalitäre Ansichten" vertreten. Ebenfalls untersagt sind Bücher, in denen zum Staatsstreich in der Ukraine, zum Krieg oder zum Rassenhass aufgerufen wird. Eine Gruppe von Fachleuten soll darüber entscheiden, welche Bücher unter das Verbot fallen und welche nicht. Die staatliche Medienaufsichtsbehörde der Ukraine hatte bereits im August 2015 den Verkauf dutzender Werke russischer Autoren wie Eduard Limonow oder des Ultranationalisten Alexander Dugin verboten. Die meisten der betroffenen Autoren hatten 2014 die Eingliederung der bislang zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim in die Russische Föderation verteidigt.

+++ 18.56 Uhr: Aschenputtel-Oper von Elfjähriger uraufgeführt +++

Die Aschenputtel-Oper der erst elf Jahre alten Komponistin Alma Deutscher ist in Wien uraufgeführt worden. Mehrere hundert Zuschauer bereiteten dem kleinen britischen Musikgenie nach der Aufführung im Casino Baumgarten stehende Ovationen. In Alma Deutschers "Cinderella" ist die Aschenputtel-Figur eine Komponistin, ihr Prinz ein Poet. Deutschers Oper wird um die Jahreswende in Wien vier Mal aufgeführt, eine Kammerversion wurde zuvor bereits in Israel präsentiert.
"Alma war sehr glücklich, die Aufführung des Stückes zu sehen, das sie so lange in ihrer Vorstellung mit sich trug", sagte die Öffentlichkeitsbeauftragte der jungen Komponistin, Judy Grahame, der Nachrichtenagentur AFP. Der britischen Rundfunkgesellschaft BBC sagte Alma, die im Süden Londons wohnt, sie sei "sehr stolz" auf die Aufführung, wolle sich aber möglichst schnell ihren anderen Vorhaben zuwenden - einem Klavierkonzert, einem Buch, einem Film und weiteren Kompositionen. 

+++ 18.41 Uhr: Tunesische Behörden überwachen 800 heimgekehrte Dschihadisten +++ 

Die tunesischen Behörden überwachen nach Regierungsangaben sämtliche Dschihadisten, die bislang aus Konfliktregionen im Ausland heimgekehrt sind. Von den 800 seit dem Jahr 2007 heimgekehrten Dschihadisten sei ein Teil im Gefängnis, ein Teil stehe unter Hausarrest und die übrigen würden streng überwacht, sagte Regierungssprecher Iyed Dahmani. Ministerpräsident Youssef Chahed hatte zuvor erklärt, Tunis lehne die Rückkehr von "Terroristen" aus Krisengebieten ab. Nach Schätzungen der UNO haben sich mehr als 5000 Tunesier Dschihadistengruppen wie dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen und kämpfen in Syrien, im Irak und in Libyen.

+++ 18.16 Uhr: Einkaufszentrum in Chemnitz nach Drohung evakuiert +++

Nach einer Drohung hat die Polizei in Chemnitz die vorsorgliche Räumung eines Einkaufszentrums eingeleitet. Die Evakuierung betreffe einen Gebäudekomplex in der Chemnitzer Innenstadt, teilte die Polizei über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Nach dem Abschluss der Evakuierung werde der Komplex von der Polizei auf verdächtige Gegenstände durchsucht. Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz hatten sie und das Management des Einkaufszentrums "in zeitlichen Abständen und unabhängig voneinander mehrere Informationen" erhalten. Diese hätten auf einen Zusammenhang mit einer Bombendrohung am Donnerstag gegen ein anderes Einkaufszentrum in Chemnitz schließen lassen. Daher seien zunächst erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in dem nun genannten Einkaufszentrum ergriffen worden, die Geschäfte blieben aber offen. Eine konkrete Gefahr für die Besucher sei zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben gewesen, erklärte die Polizei. Am Nachmittag habe sich die "Androhung einer Straftat" aber konkretisiert, sodass "eine Gefährdung nicht mehr auszuschließen" sei, hieß es weiter. Deshalb habe sich die Centerleitung zur Evakuierung entschlossen.

+++ 17.55 Uhr: Haftbefehl gegen türkischen Journalisten Sik +++

Einen Tag nach seiner Festnahme ist gegen den prominenten türkischen Autoren und regierungskritischen Journalisten Ahmet Sik Haftbefehl erlassen worden. Ihm werde Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Hintergrund seien Artikel in der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" und Twitter-Nachrichten. Der Journalist war am Donnerstag in Istanbul festgenommen worden. Sik gehört sowohl zu den prominentesten Kritikern der Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen als auch der türkischen Regierung.

+++ 17.54 Uhr: Deutsches Frachtschiff rammt Brücke +++

Ein deutsches Frachtschiff ist nahe Nimwegen in den Niederlanden gegen eine Brücke geprallt und hat dabei die Staumauer beschädigt. Der Kapitän sei am Freitag vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Es werde überprüft, ob er unter Alkoholeinfluss gestanden habe. Er war bei dem Unglück leicht verletzt worden. Das Schiff hatte bei dichtem Nebel die John S. Thompson-Brücke nahe den Orten Nederasselt und Grave im Osten der Niederlande gerammt. Durch die Beschädigung des Wehres war der Wasserstand der Maas an der Stelle um drei Meter gefallen. Hausboote und Segelboote drohten zu sinken. 

+++ 17.26 Uhr: Griechischer Botschafter in Brasilien ermordet +++

Der griechische Botschafter in Brasilien ist ermordet worden. Kyriakos Amiridis wurde tot in einem ausgebrannten Wagen in Nova Iguaçu im Norden von Rio de Janeiro entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Ein Polizist habe den Mord gestanden, berichtete das Nachrichtenportal G1. Die Ermittler beantragten die Festnahme der brasilianischen Witwe Amiridis' unter dem Verdacht der Mittäterschaft. Die Frau hatte vor vier Tagen ihren Ehemann als vermisst gemeldet. Der Botschafter hatte das Amt in Brasília Anfang des Jahres übernommen.

+++ 17.19 Uhr: Tschechien kämpft gegen russische Propaganda im Internet +++

Tschechien geht gegen Desinformation und staatliche Propaganda im Internet vor. Ein neues Abwehrzentrum gegen Terrorismus und Cybergefahren nimmt nach Angaben des Innenministeriums ab dem 1. Januar 2017 offiziell seinen Betrieb auf. Im Probebetrieb hatte das Zentrum bereits gefälschte Warnungen vor einem Terroranschlag in Prag enthüllt, die nach dem Angriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt in sozialen Netzwerken kursierten.

+++ 16.43 Uhr: In Madrid festgenommene mutmaßliche Dschihadisten drehten Video im IS-Stil +++

Die beiden in Madrid festgenommenen mutmaßlischen Dschihadisten haben nach Erkenntnissen der Ermittler eine Inszenierung im Stil des IS gedreht, in der sie Waffen tragen. In dem Video seien auch Aufnahmen des Platzes vor der Puerta del Sol im Zentrum der spanischen Hauptstadt zu sehen, wo die Bürger alljährlich in großer Zahl den Beginn des Neuen Jahres feiern, wie am Freitag aus Justizkreisen verlautete. Die Behörden gaben bekannt, zwei mutmaßliche Dschihadisten mit spanischer Staatsangehörigkeit seien wegen "Terrorverherrlichung" festgenommen worden. Bei Razzien im Zusammenhang mit den Festnahmen wurden demnach Munition und Waffenmagazine beschlagnahmt. Nach Informationen der Justiz wurden Video-Aufnahmen gefunden, auf denen die Verdächtigen mit Kapuzen und Waffen zu sehen sind.

+++ 16.40 Uhr: Obduktion von George Michaels Leiche: Todesursache weiter unklar +++

Eine Obduktion der Leiche des an Weihnachten gestorbenen britischen Sängers George Michael hat keine Erkenntnisse über die Todesursache gebracht. Das teilte die britische Polizei mit. "Gestern wurde eine Obduktion als Teil der Untersuchung zum Tod von George Michael durchgeführt. Die Todesursache ist weiterhin unklar und weitere Tests werden durchgeführt", hieß es in der Mitteilung. Mit Ergebnissen sei aber erst in einigen Wochen zu rechnen. Der Tod des Popstars werde weiterhin als ungeklärt behandelt, aber nicht als verdächtig. George Michael war nach Angaben seines Publizisten an den Weihnachtstagen "zu Hause friedlich entschlafen". Er wurde 53 Jahre alt.


+++ 16.12 Uhr: Run DMC verklagen Amazon und Walmart auf 50 Millionen Dollar +++

Rap-Ikone verklagt Shopping-Riesen: Wegen illegaler Nutzung des Namens Run DMC zieht ein Mitglied der legendären New Yorker Hip-Hop-Band gegen US-Einzelhändler wie Amazon und Walmart vor Gericht. Der Rapper Darryl McDaniels alias "DMC" reichte Klage ein. Der Besitzer der Markenrechte fordert 50 Millionen Dollar (47 Millionen Euro) Schadenersatz. Die Unternehmen äußerten sich zunächst nicht. Sie haben 21 Tage Zeit, auf die Klage zu reagieren. Den Einzelhändlern wird der unerlaubte Verkauf von Produkten vorgeworfen, die das Run-DMC-Logo tragen oder den Anschein erwecken, die Band stünde hinter der Vermarktung. In der Klageschrift sind T-Shirts, Brillen, Aufnäher, Hüte und ganze Kostüm-Sets aufgeführt. Die Marke sei "extrem wertvoll" und habe seit den 1980er Jahren mehr als 100 Millionen Dollar eingespielt, heißt es in der Klageschrift. So zahlte etwa Adidas im Rahmen eines Lizenzabkommens 1,6 Millionen Dollar für die Nutzung.

+++ 16.10 Uhr: Eltern vergessen Kind auf Parkplatz +++

Eltern haben ihren elfjährigen Sohn auf einem Parkplatz in Vöhl vergessen. Das aus Südhessen stammende Paar habe mit seinem Auto dort für einen Fahrerwechsel angehalten, teilte die Polizei in Korbach mit. Die beiden bemerkten nicht, dass auch der Junge ausstieg und fuhren weiter. Erst eine Stunde später in Paderborn bemerkten sie die Abwesenheit des Kindes und riefen die Polizei. Der Junge war schon in der Obhut der Beamten. Er war, nachdem seine Eltern am frühen Donnerstagabend davon gefahren waren, in einen nahen Friseursalon gegangen und hatte dort um Hilfe gebeten. 

+++ 15.29 Uhr: Türkisches Innenministerium lässt 94 Vereine schließen +++

Mehr als fünf Monate nach dem Putschversuch haben die türkischen Behörden 94 Vereine wegen "Bedrohung der öffentlichen Ordnung" schließen lassen. Die meisten davon seien Einrichtungen der Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, teilte das Innenministerium mit. Die türkische Führung macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Die Schließung sei ihm Rahmen des nach dem gescheiterten Putsch verhängten Ausnahmezustands angeordnet worden, hieß es in der Erklärung weiter. Damit solle unter anderem die "allgemeine Sicherheit" gewahrt werden. 20 Provinzen seien betroffen. Neben 42 Einrichtungen mit mutmaßlicher Gülen-Nähe seien 26 wegen mutmaßlicher Verbindung zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, 3 zur linksextremen DHKP-C, 19 zu anderen linkextremen Bewegungen, sowie 4 Vereine wegen mutmaßlicher Verbindung zum IS geschlossen worden. 

+++ 15.18 Uhr: Maaßen weist Kritik an Terrorismus-Abwehrzentrum zurück +++

Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen verteidigt die Arbeit der Sicherheitsbehörden im Gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum (GTAZ) im Fall des mutmaßlichen Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri. "Die beteiligten Behörden werden sich alle Abläufe im Fall des mutmaßlichen Attentäters Amri selbstverständlich noch einmal anschauen", sagte Maaßen. Aber: "Die pauschale Kritik, wie sie jetzt zum Teil öffentlich gegen die Sicherheitsbehörden oder gegen die Zusammenarbeit im GTAZ geäußert wird, halte ich für ungerechtfertigt." Maaßen betonte, dass es den Sicherheitsbehörden 2016 gelungen sei, sieben islamistisch motivierte Terroranschläge zu vereiteln beziehungsweise Anschlagspläne frühzeitig zu durchkreuzen.

+++ 14.47 Uhr: Polizei weist Vorwürfe zurück: Verdächtigen nicht geschlagen +++

Die Berliner Polizei weist Vorwürfe zurück, Beamte hätten einen nach dem Terroranschlag von Berlin irrtümlich festgenommenen Pakistaner misshandelt. "Das hat nicht den Hauch von Substanz", sagte der Sprecher Winfrid Wenzel der Deutschen Presse-Agentur. "Der Mann ist definitiv von keinem Mitarbeiter misshandelt worden." Der Pakistaner war kurz nach dem Anschlag am 19. Dezember auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche festgenommen worden. Die britische Zeitung "The Guardian", die nach eigenen Angaben mit dem 24-Jährigen gesprochen hatte, berichtete über angebliche Schläge. 


+++ 14.30 Uhr: Trauerfeier für polnischen Lastwagenfahrer +++

Der bei dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt getötete polnische Lkw-Fahrer ist in seinem Heimatdorf Banie bei Stettin beigesetzt worden. Angehörige, Freunde und Kollegen erwiesen Lukasz Urban dort die letzte Ehre, landesweit blieben zu Beginn der Gedenkmesse hunderte Lastwagen stehen und hupten. An den Trauerfeierlichkeiten nahmen auch Polens Präsident Andrzej Duda sowie Vertreter der polnischen Regierung und Deutschlands teil. Später wollten mehr als hundert Lastwagenfahrer mit einem Konvoi nach Banie dem Opfer und seiner Familie ihre Anteilnahme bezeugen. Der britische Lastwagenfahrer Dave Duncan sammelte für die Witwe seines 37-jährigen Kollegen Urban, Zuzanna, und deren 17-jährigen Sohn mehr als 200.000 Euro. Polnische Lkw-Fahrer starteten eine ähnliche Spendenaktion. Die Bestattungskosten übernahm der polnische Staat.

+++ 14.09 Uhr: Russland weist doch keine US-Diplomaten aus +++

Nach der Ausweisung von russischen Diplomaten aus den USA setzt Kremlchef Wladimir Putin auf Deeskalation und verzichtet vorerst auf Gegenmaßnahmen. "Wir werden niemanden ausweisen", teilte der russische Präsident in Moskau mit. Zuvor hatte Außenminister Sergej Lawrow vorgeschlagen, als Reaktion auf die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten ebensoviele US-Gesandte des Landes zu verweisen. "Wir werden keine Probleme für US-Diplomaten in Russland schaffen", hieß es aber später in einer Mitteilung des Kremls.  


+++ 13.51 Uhr: Einem Medienbericht zufolge rechnet die Bundesregierung nicht mehr mit NDP-Verbot +++

In einer internen Einschätzung soll die Bundesregierung davon ausgehen, dass das NPD-Verbot erneut vor dem Bundesverfassugsgericht scheitern wird. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Das oberste deutsche Gericht wird seine Entscheidung über den Antrag des Bundesrates Mitte Januar 2017 verkünden. Die mündliche Beweisaufnahme vor dem Bundesverfassungsgericht habe keine "überzeugenden Hinweise auf eine Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung" durch die rechtsextreme Partei erbracht, zitiert die Zeitung aus dem Bericht.

+++ 12.25 Uhr: Bericht: Razzia gegen IS in der Türkei - 40 Festnahmen +++

Die türkische Polizei hat in der südtürkischen Provinz Adana nach einem Bericht 40 mutmaßliche Anhänger des IS festgenommen. Der Einsatz sei mit Hubschraubern unterstützt worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Den Verdächtigen werde unter anderem vorgeworfen, Propaganda für die sunnitische Extremistenorganisation verbreitet zu haben, meldet Anadolu weiter unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle. Bei einer Hausdurchsuchung seien zudem sechs Handgranaten sichergestellt worden. Die türkische Regierung macht den IS für zahlreiche Anschläge in der Türkei verantwortlich. Im Nachbarland Syrien haben türkische Truppen die Terrormiliz inzwischen vollständig von der türkisch-syrischen Grenze vertrieben.

+++ 12.20 Uhr: Böller in Ausschnitt gesteckt - Siebenjährige schwer verletzt +++

Ein Feuerwerkskörper hat Siebenjährige in Sehnde bei Hannover schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen hatte eine 14 Jahre alte Freundin dem Mädchen den angezündeten Knaller in den Ausschnitt gesteckt. Die Jüngere habe am Donnerstagabend noch versucht, sich von dem "Sternenkreisel" zu befreien, dieser ging jedoch los, teilte die Polizei mit. Das Kind erlitt schwere Brandverletzungen und wurde zur stationären Behandlung von ins Krankenhaus gebracht. Gegen die 14-Jährige werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

+++ 12.18 Uhr: Gefechte bei Damaskus trotz Waffenstillstands +++

Trotz des Waffenstillstands in Syrien hat es nach Angaben von Aktivisten in der Nähe von Damaskus wieder Gefechte gegeben. Es sei unklar, ob die Kampfhandlungen in Wadi Barada von den Regierungstruppen oder von den Rebellen ausgegangen seien, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Hubschrauber würden auf Stellungen der Opposition sowie der dschihadistischen Fateh-al-Scham-Front feuern, die früher Al-Nusra-Front hieß. Die von Russland und der Türkei vermittelte Feuerpause war um Mitternacht in Kraft getreten. Von der Vereinbarung ausgenommen sind nach Angaben aus Damaskus allerdings dschihadistische Milizen wie der IS und die Kämpfer der früheren Al-Nusra-Front, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet waren.

+++ 12.10 Uhr: Mordschütze der Silvesternacht muss hinter Gitter +++

Der Mörder der elfjährigen Janina muss für seine Todesschüsse in der vergangenen Silvesternacht für zwölfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Gegen das Urteil des Landgerichts Bamberg sei keine Revision eingelegt worden, teilte ein Justizsprecher mit. Fast genau ein Jahr nach der Tat ist der Richterspruch damit rechtskräftig. Das Gericht hatte zwei Tage vor Weihnachten einen 54 Jahre alten Mann schuldig gesprochen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er in der Silvesternacht 2015 mehrfach mit einem Kleinkaliber-Revolver geschossen hatte. Er traf die Elfjährige tödlich, während sie mit Freunden auf der Straße im bayerischen Unterschleichach feierte. Während der Angeklagte im Prozess stets beteuert hatte, dass er niemanden habe töten wollen, stellten die Richter fest, dass er mit seinen Schüssen den Tod der Elfjährigen zumindest billigend in Kauf nahm. Eine lebenslange Gefängnisstrafe erhielt der 54-Jährige nicht, weil das Gericht nicht ausschließen konnte, dass der körperlich kranke und depressive Mann vermindert schuldfähig ist.


+++ 11.31 Uhr: Russland weist 35 US-Diplomaten aus +++

Als Vergeltung für die diplomatischen Strafmaßnahmen aus Washington will Russland seinerseits 35 US-Diplomaten ausweisen: Das kündigte Außenminister Sergej Lawrow im russischen Fernsehen an. Am Vortag hatten die USA 35 russische Diplomaten wegen der mutmaßlichen russischen Hacker-Attacken im US-Wahlkampf zum Verlassen des Landes aufgefordert.

+++ 9.20 Uhr: Müllwagen fährt Fußgänger tot +++

Am frühen Morgen ist es in Essen-Schonnebeck zu einem tragischen Verkehrsunfall gekommen. Ein Mann wollte auf einem Fußgängerüberweg die Straße überqueren. Zur gleichen Zeit bog ein Müllwagen dort ein. Der Fahrer übersah den Mann offensichtlich und überrollte ihn mit dem Müllwagen. Der Notarzt konnte nichts mehr tun. Das Opfer verstarb noch vor Ort. Der Lkw Fah­rer er­litt einen schweren Schock und wurde ins Kran­ken­haus eingeliefert.

+++ 9.10 Uhr: Schulz gibt Kanzlerkandidatur offenbar auf +++

EU-Parlamentspräsident Martin Schuz hat das Rennen um die Kanzlerkandidatur in der SPD laut einem Bericht des "Spiegel" aufgegeben. Demnach gab Schulz seinen Rückzug noch vor Weihnachten gegenüber Genossen zu erkennen. Damit ist der Weg frei für Vizekanzler Sigmar Gabriel, der nun keinen echten Konkurrenten in seiner Partei mehr fürchten muss. In den vergangenen Wochen hatte es in der SPD von verschiedener Seite Versuche gegeben, Schulz zu überreden, seine Kandidatur öffentlich zu erklären – und so einen Mitgliederentscheid herbeizuführen.

+++ 8.26 Uhr: Palästinenserin im Westjordanland anschossen +++

An einem Grenzübergang zwischen dem besetzten Westjordanland und Jerusalem ist eine Palästinenserin bei einem versuchten Messerangriff auf israelische Sicherheitskräften angeschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, war die Frau am Grenzübergang Kalandia mit gezücktem Messer auf israelische Sicherheitskräften zugelaufen. Da sie trotz wiederholter Aufforderungen nicht stehen geblieben sei, hätten die Beamten auf ihre Beine geschossen und sie verletzt. Seit Oktober 2015 wurden bei einer Gewaltserie in Israel und den Palästinensergebieten bereits 246 Palästinenser, 36 Israelis und fünf Ausländer getötet. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer für ihre Angriffe verwendeten.

+++ 8.20 Uhr: Angeblich astronomisches Angebot für Ronaldo aus China +++

Ein chinesischer Fußball-Club soll für Superstar Cristiano Ronaldo von Real Madrid eine Ablösesumme von 300 Millionen Euro und ein Gehalt von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr geboten haben. Dies erklärte Ronaldos Berater Jorge Mendes im italienischen Ableger des TV-Senders Sky Sports. Mendes betonte jedoch, es sei unmöglich, den 31 Jahre alten Torjäger aus Portugal zu verpflichten."Aber Geld ist nicht alles. Real Madrid ist sein Leben", sagte Mendes. Der chinesische Markt sei ein neuer Markt. "Sie können eine Menge Spieler kaufen, aber noch einmal: Es ist unmöglich, sich um Ronaldo zu bemühen. Cristiano ist der beste Spieler der Welt und der Geschichte. Es ist normal, einige Angebote zu haben." Welcher Club das Angebot abgegeben haben soll, teilte Mendes nicht mit

+++ 6.42 Uhr: ICE überrollt Mann +++

Ein Fußgänger ist beim Überqueren von Bahngleisen in von einem IC erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann habe vermutlich am späten Donnerstagnachmittag am Bahnhof Schwanheide einen haltenden Zug erreichen wollen und sei deshalb verbotenerweise über die Gleise gelaufen, teilte die Polizei am späten Abend mit. Die Identität des Mannes stand zu diesem Zeitpunkt nicht fest.

+++ 6.41 Uhr: Deutsche Politiker warnen Israel vor Abkehr von Zwei-Staaten-Politik +++

Führende deutsche Außenpolitiker haben Israel vor einer Abkehr von der Zwei-Staaten-Lösung gewarnt. Der CDU-Politiker Norbert Röttgen sagte der "Bild"-Zeitung, dieser Ansatz "ist und bleibt der einzige Weg, auf dem Israel zugleich ein jüdischer und demokratischer Staat bleiben kann".
Der Grünen-Politiker Omid Nouripour bezeichnete die Zwei-Staaten-Lösung als "einzige Hoffnung für dauerhaften Frieden" im Nahen Osten. Es bestehe ein Konsens zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und der Opposition im Bundestag, dass die israelische Siedlungspolitik diesen Friedensprozess gefährde, sagte er.

+++ 6.20 Uhr: Gauland will "Mohrenköpfe" und "Zigeunerschnitzel" zurück +++

Die AfD will politisch umstrittene Begriffe wie "Mohrenkopf" und "Zigeunerschnitzel" wieder salonfähig machen. Es sei völlig überzogen, "den Leuten zu verbieten, Mohrenköpfe zu essen - nicht weil das nicht schmeckt, sondern weil das Wort "Mohrenkopf" ein rassistischer Begriff sei", sagte der stellvertretende Parteichef . Im täglichen Umgang mit diesem und ähnlichen Begriffen habe ein "Irrsinn" um sich gegriffen, der zeige, "dass hier eine sogenannte Kulturrevolution völlig übertrieben worden ist". Rehabilitieren will der 75-jährige auch das "Zigeunerschnitzel". Er selbst verwende immer noch das Wort "Zigeuner", betonte Gauland. "Ich kann ja auch nicht die Operette "Der Zigeunerbaron" in "Sinti-und-Roma-Baron" umbenennen", fügte er hinzu. Ein Vorbild im Kampf gegen die politisch korrekte Sprache sieht Gauland im designierten US-Präsidenten Donald Trump. Dessen Wahl sei "eine kulturelle Reaktion" auf eine Entwicklung, die es auch überall in Europa gebe, sagte der Partei-Vize.

+++ 5.19 Uhr: Waffenruhe in Syrien scheint zu halten +++

Eine seit Mitternacht für ganz geltende Waffenruhe verschafft den Bewohnern des zerrütteten Bürgerkriegslandes einstweilen eine Atempause. In den meisten Landesteilen schien die Feuerpause zunächst zu halten, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Lediglich in der Gegend zweier von Rebellen gehaltener Ortschaften im Süden des Landes seien Schüsse zu hören gewesen.

Russland und die Türkei hatten die Waffenruhe zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und mehreren Oppositionsgruppen ausgehandelt. Die beiden Länder fungierten auch als Garantiemächte, teilte das Außenministerium in Ankara mit. Gruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft werden, sind von der Waffenruhe ausgenommen. Der internationale Kampf gegen die die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll also fortgeführt werden.

+++ 0.10 Uhr: Russische Botschaft in London verspottet Barack Obama +++

Weltpolitik in 140 Zeichen: Die russische Botschaft in Großbritannien hat mit Spott auf die Sanktionen von US-Präsident Barack Obama gegen Moskau reagiert. Mit der Ausweisung von 35 Diplomaten habe Obama für ein "Déjà-vu" aus den Zeiten des Kalten Kriegs gesorgt, hieß es in einer Nachricht im Twitter-Kanal der Botschaft. Man sei "wie jedermann" froh, das Ende "dieser glücklosen" - und am 20. Januar aus dem Amt scheidenden - Regierung zu sehen.

tis / DPA / AFP