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+++ News des Tages +++: Barack Obama findet Trumps Äußerungen "abscheulich"

Amazon will Lebensmittel-Läden eröffnen +++Polizei hebt Drogenring in Flüchtlingsunterkunft aus +++ Samsung startet weltweite Rückrufaktion +++ Diese und weitere Nachrichten im stern-Ticker. 

US-Präsident Barack Obama hatte das 9/11-Gesetz als "schädlich für die nationalen Interessen der USA" bezeichnet

"Abscheulich": Barack Obama hat sich zu Trumps sexisitischen Äußerungen zu Wort gemeldet

Die News des Tages im Überblick.

+++ 21.53 Uhr: Obama empfindet Trumps Äußerungen als abstoßend +++

US-Präsident Barack Obama empfindet die sexistischen Äußerungen von Donald Trump in einem Video als abstoßend.
"Der Präsident fand die Aufnahmen genauso abscheulich wie die meisten Amerikaner", sagt sein Sprecher Josh Earnest. In dem Video aus dem Jahr 2005, das am Freitag öffentlich wurde, äußert sich Trump obszön über Frauen und brüstet sich mit Übergriffen.

+++ 20.18 Uhr: 14 Tote bei Angriff auf schiitische Pilger in Kabul +++

Bei einem Angriff auf schiitische Pilger in der afghanischen Hauptstadt Kabul werden mindestens 14 Menschen getötet. 36 weitere seien verletzt worden, teilt das Innenministerium mit. Mehrere bewaffnete Angreifer hatten am Vorabend des schiitischen Aschura-Festes eine Moschee in Kabul angegriffen.

+++ 19.00 Uhr: Spanische Polizei beschlagnahmt 20 Tonnen Haschisch +++

Die spanische Polizei hat bei einer international abgestimmten Razzia gegen Drogen- und Waffenschmuggel knapp 20 Tonnen Haschisch beschlagnahmt. Wie die Guardia Civil mitteilte, befanden sich die Drogenpakete in einem Schiff unter panamaischer Flagge, das am 23. September von Almería aus Richtung Libyen auslaufen sollte. Alle Besatzungsmitglieder - elf Ukrainer und ein Usbeke - seien festgenommen worden.

Die Aktion in Almería war Teil eines Einsatzes, an dessen Koordination unter anderem die europäische Polizeibehörde Europol und die Anti-Drogen-Behörde der USA beteiligt sind. Seit 2013 wurden 109 Verdächtige festgenommen und sieben Schiffe aufgebracht. In zweien fanden die Ermittler Waffen, in fünf Schiffen Marihuana.

"Dieser Schmuggel wird genutzt, um Aufständische in bestehenden Konflikten in Nordafrika und im Nahen Osten zu finanzieren", sagte der spanische Offizier Javier Rogero zu dem Fund von Almería. Er wollte keine konkreten Gruppierungen nennen, sagte aber, die Polizei sei überzeugt, dass auch der "dschihadistische Terrorismus" mit dem Drogenhandel finanziert werde.

+++ 17.53 Uhr: Polizei jagt 15-jährige Randalierer mit Hubschrauber +++

Mit einem Hubschrauber hat die Polizei in Machern bei Leipzig zwei 15-jährige Randalierer verfolgt. Sie sollen in der Nacht zum Dienstag am Bahn-Haltepunkt Gerichshain zwei Bahnhofsuhren beschädigt und Feuer unter einer Fahrplanvitrine gelegt haben, wie die Bundespolizei in Leipzig mitteilte. Ein Anwohner hatte die Polizei informiert. Mit dem Suchscheinwerfer des Hubschraubers wurden die Jugendlichen auf einem Feld entdeckt. Sie wurden anschließend ihren Eltern übergeben.

+++ 17.49 Uhr: Boris Johnson ruft zu Protesten vor russischer Botschaft auf +++

Der britische Außenminister Boris Johnson hat Kriegsgegner zu Protesten vor der russischen Botschaft in London aufgerufen. "Ich würde gerne Demonstrationen vor der russischen Botschaft sehen", sagte Johnson im britischen Parlament. Er verwies zur Begründung auf russische Luftangriffe auf die belagerte Stadt Aleppo im Norden Syriens.

Angesichts der Angriffe auf Aleppo erschöpften sich die "Vorräte der Entrüstung", sagte Johnson. Moskau unterstützt die syrische Regierung bei der Militäroffensive zur Rückeroberung von Aleppo. Wegen der Luftangriffe hatten bereits die USA ihre Gespräch mit Moskau über eine Feuerpause für Aleppo abgebrochen.

+++ 17.46 Uhr: Amazon will Lebensmittel-Läden eröffnen +++

 Der weltgrößte Internethändler Amazon will einem Zeitungsbericht zufolge künftig verstärkt auf Offline-Geschäfte setzen. Der Shopping-Riese aus Seattle plane die Eröffnung kleiner Läden für Lebensmittel, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Zudem bereite der Konzern den Einsatz von Drive-In-Stationen vor, an denen Kunden mit dem Auto vorfahren und Lebensmittel-Lieferungen abholen könnten. Zu diesem Zweck entwickele Amazon Technik zur Erkennung von Nummernschildern, durch die Wartezeiten verkürzt werden sollen. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.

+++ 17.15 Uhr: Polizei sucht gestohlenes Minischwein +++

Die Polizei im hessischen Offenbach sucht nach einem Minischwein namens Rudi. Einbrecher hatten es aus seinem Gehege in einer Kleingartenanlage gestohlen. Von dem 35 Zentimeter großen Säugetier fehlte auch drei Tage nach dem Diebstahl jede Spur, berichtete die Polizei am Dienstag. Mit einem Bild suchten die Beamten auch bei Facebook nach dem Schwein und erhofften sich Hinweise auf die Täter. Besitzerin Susi Stangl ist ratlos: "Rudi hat einfach dazu gehört. Ich habe ihn mehrmals täglich im Garten besucht, dann hat er mich immer wie ein Freund empfangen." Das schwarz gefleckte Minischwein ist seit Samstag verschwunden.

+++ 16.45 Uhr: Polizei hebt Drogenring in Flüchtlingsunterkunft aus +++

Mit einer groß angelegten Razzia ist die Polizei in Baden-Württemberg gegen einen aus einer Flüchtlingsunterkunft heraus tätigen Drogenring vorgegangen. Bei dem Einsatz von mehr als 150 Polizisten seien zunächst acht tatverdächtige Asylbewerber festgenommen worden, teilte die Polizei in Heilbronn mit. Ein weiterer Verdächtiger sei später festgenommen worden. Außerdem hoben die Ermittler ein Depot mit Marihuana aus und beschlagnahmten zahlreiche Mobiltelefone.

Den Angaben zufolge gab es seit dem Frühjahr Hinweise an die Polizei, das in einem Park in Mosbach Flüchtlinge mit Betäubungsmittel handeln und dabei auch Drogen an Jugendliche verkauft haben sollen. Bei den auf diese Hinweise aufbauenden Ermittlungen seien insgesamt 13 aus Gambia stammende Männer im Alter zwischen 19 und 28 Jahren ins Visier der Polizei geraten. Zwölf von ihnen seien in einer Zeltunterkunft untergebracht gewesen, ein weiterer in einer anderen Sammelunterkunft.

+++ 16.14 Uhr: Terrorverdächtiger im Sommer in der Türkei - Auch in Syrien? +++

Der in Leipzig gefasste syrische Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr hat sich einem Medienbericht zufolge in diesem Jahr monatelang in der Türkei aufgehalten. Der 22-jährige mutmaßliche Bombenbauer habe Deutschland wohl bereits im Frühjahr verlassen und sei in die Türkei gereist, berichtete die "Welt" am Dienstag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Erst Ende August soll der mutmaßliche Extremist, der den Ermittlungen zufolge IS-Kontakte hatte, wieder nach Deutschland zurückgereist sein. Anschließend habe der Syrer nach einer Wohnung in Sachsen gesucht.

Dem Bericht zufolge soll er dabei andere Asylbewerber um Hilfe gebeten haben, die allerdings misstrauisch wurden. Al-Bakr habe über auffällig viel Bargeld in US-Dollar verfügt und betont, er wolle eine Wohnung für sich alleine.

Weiter berichtete die Zeitung, die Ermittler gingen derzeit der Frage nach, was Al-Bakr während seines Türkei-Aufenthalts genau machte. Unklar sei beispielsweise, ob der nicht vielleicht auch nach Syrien reiste und sich dort in einem terroristischen Ausbildungslager schulen ließ. 

+++ 15.45 Uhr: Haftbefehle gegen 125 Polizisten in Istanbul wegen Verwicklung in Putschversuch +++

Ein Gericht in der Türkei hat als Reaktion auf den im Juli gescheiterten Putsch Haftbefehle gegen 125 Polizisten der Istanbuler Polizeipräfektur erlassen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wird den Beamten, darunter 30 Kommissare, zur Last gelegt, verschlüsselte Nachrichten über den Mitteilungsdienst ByLock versendet zu haben. Die türkischen Behörden sehen ByLock als das Kommunikationsmittel der Putschisten an.

+++ 14.35 Uhr: Erschossener Rocker-Präsident wird in Gießen beigesetzt +++

Der erschossene Gießener Hells Angels-Chef Aygün Mucuk soll an diesem Mittwoch beigesetzt werden. Das berichtete die Stadt Gießen. Zu der Beisetzung am Nachmittag um 14 Uhr auf dem muslimischen Grabfeld eines Gießener Friedhofs werden zahlreiche Trauergäste erwartet. Medienberichten zufolge haben sich Mitglieder der Rocker-Szene aus dem In- und Ausland angekündigt. Die Ermittlungen in dem Fall laufen weiter auf Hochtouren. "Wir schließen keine Möglichkeit aus, haben aber natürlich das Rockermilieu schwerpunktmäßig im Blick", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das betreffe sowohl den Club des Getöteten als auch andere Rockergruppierungen. Auch außerhalb der Szene werde weiter ermittelt. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, die Ermittler konzentrierten sich nach einem Streit zwischen Mucuk und zwei Gießener Mitgliedern auf ein "internes Motiv".


+++ 14.17 Uhr: Qualm dringt aus Europacenter in Berlin +++

Im Europa-Center in der Berliner City-West brennt es. Flammen schlagen aus dem Dach des Hochhauses nahe dem Bahnhof Zoo und der Gedächtniskirche im Ortsteil Charlottenburg. Eine dicke Rauchsäule stieg in den Himmel und war weithin zu sehen. Rund 60 Feuerwehrleute waren vor Ort. Warum das Feuer ausbrach, war noch unklar. Mehrere Medien berichteten zunächst von technischen Ursachen. Der Notruf ging bei der Feuerwehr um 13.49 Uhr ein, wie eine Sprecherin sagte.

+++ 14.07 Uhr: Meuthen Fraktionschef der wiedervereinigten AfD im Südwesten +++

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen ist zum Chef der wiedervereinigten AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg gewählt worden. Auch die Besetzung der Vizeposten entspreche dem Ergebnis einer Probeabstimmung während einer Klausur im September, teilte die AfD in Stuttgart auf Anfrage mit. Mit der Wahl und der Verabschiedung der gemeinsamen Satzung ist der angestrebte Zusammenschluss von AfD und der Alternative für Baden-Württemberg (ABW) vollzogen.

Anfang Juli war Meuthen, damals noch Fraktionschef der gesamten AfD, wegen des Streits um antisemitische Äußerungen des damaligen Fraktionsmitglieds Wolfgang Gedeon aus der Fraktion ausgetreten. Der Volkswirtschaftler, der auch die AfD im Bund führt, hatte mit 13 Getreuen eine neue Fraktion, die ABW, gegründet und angeführt. Die Fraktion ist jetzt in der AfD aufgegangen. 


+++ 14.01 Uhr: Taliban weiter auf Vormarsch - westafghanischer Bezirk erobert +++

Nach einer Serie schwerer Angriffe in Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban einen weiteren Bezirk in ihre Gewalt gebracht. In der nordwestafghanischen Provinz Fariab hätten sie den Bezirk Ghormach überrannt, berichteten ein Provinzratsmitglied sowie afghanische Medien. Die Gefechte hätten schon vor mehreren Tagen begonnen. Weil die Taliban die Straßen vermint hätten, seien die Sicherheitskräfte nicht in der Lage, Verstärkung zu schicken. Ghormach war bereits im Oktober 2015 einmal von den Taliban erobert worden. In der vergangenen Woche allein hatten die Islamisten schwere Angriffe auf die nordafghanische Provinzhauptstadt Kundus, Gegenden in der Nachbarprovinz Baghlan, die südafghanische Provinzhauptstadt Helmand und auf Orte in den westlichen Provinzen Farah und Fariab verübt. Zuvor war es ihnen gelungen, kurz in die Provinzhauptstadt von Urusgan, Tirin Kot, einzudringen. 

+++ 13.23 Uhr: Schutz für syrische Helfer nach Festnahme von Al-Bakr angemahnt  +++

Nach der Festnahme des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in Leipzig befürchten Syrer Racheakte des IS. Deshalb müsse von den Behörden für die Sicherheit der syrischen Flüchtlinge gesorgt werden, die den Terrorverdächtigen überwältigt und der Polizei übergeben hatten. "Denn eine solche Tat wird sicherlich vom IS nicht vergessen", sagte der Leiter der Leipziger Syrienhilfe, Hassan Zeinel Abidine. Unter Landsleuten sei "die mutige Tat der Syrer" sehr gewürdigt worden. Das Lob der Kanzlerin allein reiche aber nicht. "Diese Leute müssen richtig gewürdigt werden. Denn das ist ja das, was alle wollen, was der Rechtsstaat will: Dass der Kampf gegen den Terror eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist." Als Auszeichnung könne er sich eine Urkunde oder eine Belohnung vorstellen.

+++ 13.10 Uhr: Spaniens Polizei nimmt zwei mutmaßliche IS-Mitglieder fest +++

In Spanien sind zwei mutmaßliche Mitglieder des IS festgenommen worden. Sie sollen für die Terroristen neue Mitglieder angeworben haben. Den Männern werde zudem vorgeworfen, über das Internet propagandistisches Material verbreitet zu haben, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Die gebürtigen Marokkaner mit Wohnsitz in Spanien seien "voll in die IS-Struktur integriert" gewesen und hätten deren Anführer Abu Bakr al-Bagdadi Treue geschworen, hieß es in einer Mitteilung. Sie seien in der Stadt Gijón am Golf von Biskaya und in San Sebastián im Baskenland gefasst worden. Erst Ende September waren bei einer Polizeiaktion in Spanien, Belgien und Deutschland fünf mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handelte es sich um vier Spanier und einen Marokkaner, die ebenfalls über das Internet Botschaften "mit radikalem Charakter" verbreitet haben sollen.

+++ 12.57 Uhr: Rom zieht Kandidatur für Olympische Spiele zurück +++

Rom hat seine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 endgültig zurückgezogen. Das erklärte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Giovanni Malagò, in Rom. Er habe das Internationale Olympische Komitee (IOC) informiert. Roms Stadtrat hatte vor zwei Wochen gegen die Bewerbung gestimmt und war damit einem Antrag von Bürgermeisterin Virginia Raggi gefolgt. Verbliebene Bewerber für die Ausrichtung der Spiele 2024 sind Paris, Los Angeles und Budapest. Das IOC entscheidet im September 2017 in Lima über den Gastgeber. 

+++ 12.48 Uhr: Putin sagt Besuch in Paris ab +++

Kremlchef Wladimir Putin hat überraschend einen Besuch in Paris am 19. Oktober abgesagt. Moskau warte, bis der Zeitpunkt für den französischen Präsidenten François Hollande günstig sei, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Zuletzt hatte es massive Differenzen zwischen Russland und Frankreich über den Syrien-Konflikt gegeben. Beide UN-Vetomächte hatten am Wochenende im Weltsicherheitsrat gegenseitig Resolutionsentwürfe abgelehnt.

+++ 12.33 Uhr: Weiter hohe Sicherheitsstufe an Berliner Flughäfen +++

Nach der Festnahme eines Syrers unter Terrorverdacht bleiben die Sicherheitsvorkehrungen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld auf "anhaltend hohem Niveau". Das sagte ein Sprecher der zuständigen Bundespolizei auf Anfrage in Potsdam. Diese Sicherheitsstufe galt aber nach seinen Angaben schon, bevor die Polizei in einer Wohnung in Chemnitz Sprengstoff fand und eine Fahndung nach dem Syrers Dschaber al-Bakr einleitete. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte nach den Worten ihres Präsidenten Hans-Georg Maaßen nachrichtendienstliche Hinweise darauf, dass al-Bakr die Flughäfen in Berlin angreifen wollte. Das sagte er in der ARD. Vor der Festnahme von al-Bakr hatte die Brandenburger Landespolizei an der Zufahrt zum Flughafen Schönefeld Fahrzeuge angehalten, die Insassen kontrolliert und Kofferräume öffnen lassen. Das geschieht nun nicht mehr.


+++ 12.07 Uhr: Nach Bombendrohung Entwarnung am Bahnhof Rastatt +++

Die Sperrung des Bahnhofs Rastatt wegen einer Bombendrohung ist aufgehoben. Ein Sprecher der zuständigen Bundespolizei Offenburg sagte, dass nichts Verdächtiges gefunden worden sei. Auch die Züge dürfen auf der wichtigen ICE-Strecke demnach wieder fahren. Die telefonische Drohung war am Morgen eingegangen. Der Bahnhof wie auch das zugehörige Gebäude waren im Zuge eines Großeinsatzes der Polizei geräumt worden - der Zugverkehr wurde ab 9.15 Uhr unterbrochen. Die Hintergründe des Vorfalls waren weiter unklar.

+++ 11.54 Uhr: Mann spielt vor KZ-Gedenkstätte Hitler-Rede ab +++

Ein Mann soll an der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar Wehrmachtsmusik und NS-Reden abgespielt haben. Ein Zeuge verständigte die Polizei. Die Beamten konnten den Mann wenig später stellen. In seinem Fahrzeug seien mehrere Messer und andere gefährliche Gegenstände gefunden worden, teilte die Polizei mit. Gegen den 55-Jährigen aus Schleswig-Holstein wurde Anzeige wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen und des Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet. Der Mann habe die Musik und die Reden am Montagabend aus seinem geparkten Auto abgespielt, sagte eine Polizeisprecherin in Jena. Laut MDR, der zuerst darüber berichtet hat, soll der Mann auch eine Rede von Adolf Hitler abgespielt haben.

+++ 11.45 Uhr: Mann wegen Totschlags an Neunjährigem vor Gericht +++

Wegen Totschlags an einem kleinen Nachbarjungen muss sich ein 34 Jahre alter Mann in Bayern vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Vohenstrauß vor, den von ihm betreuten Neunjährigen vor knapp zwei Jahren gequält und geschlagen zu haben. In der Tatnacht soll der Mann den Kleinen dann mit Faustschlägen gegen den Kopf traktiert haben. Der Neunjährige trug Hirnblutungen davon und wurde am Morgen danach tot auf der Couch gefunden. Mit dem Fall befasst sich nun das Landgericht Weiden.

+++ 11.26 Uhr: Samsung beendet Produktion von Smartphone Galaxy Note 7 +++

Nach neuen Berichten von Verbrauchern über brennende Smartphones des Typs Galaxy Note 7 stellt Samsung das Gerät eingültig ein. Die Produktion des Note 7 werde nicht mehr wiederaufgenommen, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Technologieunternehmens. Zuvor hatte Samsung den weltweiten Verkauf und den Austausch der Geräte bereits gestoppt. Die betroffenen Geräte "können überhitzen und stellen ein Sicherheitsrisiko dar", hieß es. Erst vor wenigen Wochen hatte Samsung eine globale Austauschaktion für das im August eingeführte Note 7 wegen Brandgefahr der Akkus in die Wege geleitet. 

+++ 11.26 Uhr: Facebook-Streit um Mathe-Aufgabe - Angeklagter gesteht Messer-Attacke +++

Das Landgericht Schwerin befasst sich mit einem beinahe tödlichen Streit um eine Mathe-Aufgabe. Angeklagt ist ein 29-Jähriger, der im April einen 19-Jährigen niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben soll. Das Opfer verlor eine Niere. Der Attacke in Wismar soll ein Streit auf Facebook mit Beleidigungen und Drohungen vorausgegangen sein. Der Richter verlas zum Prozessauftakt eine Erklärung des Angeklagten. Auslöser der Attacke war demnach eine Mathe-Aufgabe, die in einer Facebook-Gruppe diskutiert wurde. Dabei sei es schnell beleidigend geworden. Das spätere Opfer sei dabei besonders hervorgetreten. Zwei Tage später habe er den jungen Mann zufällig in der Stadt getroffen und am Profilbild erkannt. Der 29-Jährige räumte ein, zugestochen zu haben. Er habe dem Jüngeren "eine Lektion" erteilen, ihn aber nicht lebensgefährlich verletzen wollen. Er habe das Opfer nicht gekannt und nie zuvor gesehen.

+++ 11.23 Uhr: Labor-Partei lehnt Volksbefragung zur Homo-Ehe in Australien ab +++

Australiens Labor-Partei will statt der Bevölkerung lieber das Parlament zur gleichgeschlechtlichen Ehe abstimmen lassen. Labor lehne die von der konservativen Regierung vorgeschlagene Volksbefragung am 11. Februar ab: Diese könne schwulen und lesbischen Menschen sowie generell Kindern "Schaden zufügen", erklärte der Chef der linken Oppositionspartei, Bill Shorten. Stattdessen forderte er eine Abstimmung im Parlament. "Labor will die Ehe-Gleichstellung auf dem möglichst schnellen, günstigen, am wenigsten schädlichen Weg erreichen." Das von Premierminister Malcolm Turnbull vorgeschlagene nicht bindende Referendum wird wegen der Kosten kritisiert: 170 Millionen Australische Dollar werden für die Befragung sowie weitere 15 Millionen Dollar für die Pro- und Kontra-Kampagnen veranschlagt. Laut einer aktuellen Umfrage sind 62 Prozent der Australier für eine Zulassung der Homo-Ehe.

+++ 11.21 Uhr: Mann mit Plastikpistole sorgt für Angst in Braunschweig +++

Ein junger Mann mit einer Pistole im Hosenbund hat im niedersächsischen Braunschweig für Angst in Straßenbahnen gesorgt. Der offenbar psychisch kranke 23-Jährige habe andere Fahrgäste belästigt und durch die von diesen wahrgenommene Waffe große Besorgnis ausgelöst, teilte die Polizei mit. Mehrere Polizisten überwältigten den Mann. Bei der Pistole handelte es sich demnach um eine sogenannte Softairwaffe aus Plastik, der verwirrt wirkende 23-Jährige kam in eine Fachklinik. Den Beamten zufolge hatten Fahrgäste einer Straßenbahn die Polizei alarmiert, mehrere Passagiere verließen aus Angst das Fahrzeug. Als Beamte eintrafen, war der Verdächtige aber nicht mehr vor Ort.

+++ 11.06 Uhr: Bombendrohung am Bahnhof Rastatt - Zugverkehr unterbrochen +++

Wegen einer Bombendrohung ist der Bahnhof Rastatt an der wichtigen ICE-Strecke am Oberrhein geräumt worden. Auch der Zugverkehr wurde unterbrochen, wie ein Sprecher der Bundespolizei Offenburg sagte. "Es fährt nichts in den Bahnhof hinein und nichts heraus." Zugreisende mussten die Gleise verlassen, auch das Bahnhofsgebäude wurde geräumt. Der Bahnhofsvorplatz wurde weiträumig abgesperrt, hieß es weiter. Die Lage sei noch unübersichtlich. Sprengstoffexperten und Spürhunde seien angefordert worden.

+++ 10.56 Uhr: Rechte demonstrieren in Chemnitz nahe der Wohnung des Terrorverdächtigen +++

Nach der Festnahme des Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr haben am Montagabend im Chemnitzer Stadtteil Kappel Anhänger der rechtsgerichteten "Bürgerbewegung Pro Chemnitz" demonstriert. Nach Angaben der Polizei verlief die regulär angemeldete Veranstaltung, die die Organisatoren als "Demonstration gegen den Terror" bezeichneten, störungsfrei. Die Veranstalter sprachen nach Angaben der Beamten von 350 Teilnehmern, die Polizei selbst nannte keine Zahl.

Der Aufmarsch fand in der Nähe der Wohnung statt, die al-Bakr nach Angaben der Ermittler zur Vorbereitung eines Anschlags nutzte und in der er Sprengstoff für eine Sprengstoffweste lagerte. Polizisten hatten sie am Samstag gestürmt, den 22-jährigen Syrer aber nicht angetroffen und daraufhin bundes- und europaweit sowie öffentlich nach ihm gefahndet.


+++ 10.15 Uhr: Putin kommt zu Krisentreffen nach Berlin +++

Das nächste Ukraine-Krisentreffen auf Spitzenebene ist nach russischer Darstellung bereits in der kommenden Woche in Berlin geplant. Kanzlerin Angela Merkel habe zu einem Abendessen am 19. Oktober im sogenannten Normandie-Format eingeladen, sagte der russische Botschafter in Frankreich, Alexander Orlow, dem Radiosender Europe1. Zu dieser Runde gehören Deutschland, Frankreich, Russland und die Ukraine. Kreml-Chef Wladimir Putin wird an diesem Datum bereits seit längerem in Paris erwartet, wo er seinen französischen Amtskollegen François Hollande treffen will. Im Februar 2015 wurde in der weißrussischen Hauptstadt Minsk im Normandie-Format der Staats- und Regierungschefs ein Friedensplan vereinbart. Das Abkommen für die von moskautreuen Separatisten beherrschten ostukrainischen Gebiete ist nur in Ansätzen umgesetzt.

+++ 9.26 Uhr: Linke fordern Aufenthaltsrecht für syrische Polizei-Helfer +++

Der Linken-Politiker André Hahn hat für die Syrer, die zur Festnahme des Terrorverdächtigen Jaber A. in Leipzig beigetragen haben, ein Aufenthaltsrecht in Deutschland gefordert. "Das wäre ein ganz wichtiges Signal an alle hilfebedürftigen und ehrlichen Flüchtlinge, die in ihrer absoluten Mehrheit weder mit dem selbsternannten Islamischen Staat, noch mit irgendwelchen Terroraktivitäten zu tun haben," sagte Hahn im Bayerischen Rundfunk. "Hier könnte man Zeichen setzen, ich bin gespannt, ob das passiert", sagte der Linken-Politiker weiter. Kritik übte er an dem vorherigen Polizeieinsatz in Chemnitz, bei dem Dschaber al-Bakr den Beamten entkommen war: "Das war bestimmt kein Ruhmesblatt und wenn der Gesuchte am Ende deshalb festgenommen werden konnte, dann weil andere syrische Flüchtlinge mit mutigem Einsatz ihn festgesetzt haben."


+++ 8.55 Uhr: Facebook startet soziales Netzwerk für Unternehmen +++

Der Internetkonzern Facebook will mit einer neuen Anwendung in die Arbeitswelt vordringen. Das Produkt namens Workplace ist eine Art soziales Netzwerk für Unternehmen und soll nach dem Willen des Konzerns Intranetlösungen und interne E-Mails überflüssig machen. "Wir haben Dinge, die es schon gibt, zu einer einzigen Anwendung verbunden", sagte Workplace-Chef Julien Codorniou. Dem Unternehmen zufolge erlaubt Workplace den Angestellten einer Firma beispielsweise, sich in Gruppen über Projekte auszutauschen, mit einem Kollegen zu chatten oder eine Präsentation des Managements zu verfolgen. Dabei wurden verschiedene Ansätze, die es im sozialen Netzwerk Facebook schon gibt, weiterverwendet. "95 Prozent dessen, was wir auf Facebook entwickelt haben, wurde in Workplace integriert", erläuterte Codorniou.

+++ 8.41 Uhr: Merkel schließt Afrika-Reise mit Besuch in Äthiopien ab +++

Zum Abschluss ihrer dreitägigen Afrika-Reise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Äthiopien besucht. In der Hauptstadt Addis Abeba wurde sie mit militärischen Ehren von Ministerpräsident Hailemariam Desalegn empfangen. Überschattet wird der Aufenthalt der Kanzlerin davon, dass die Regierung am Sonntag den Ausnahmezustand verhängte. Bei Protesten in verschiedenen Landesteilen waren in den vergangenen Monaten hunderte Menschen getötet worden. Merkel will bei einem Treffen mit Desalegn die Lage im Land ansprechen. Die beiden größten Volksgruppen der Oromo und Amhara fühlen sich von der Regierung diskriminiert. Die Proteste waren meist gewaltsam niedergeschlagen worden.

+++ 8.12 Uhr: "Menschenrechts-Nobelpreis" für chinesischen Bürgerrechtler +++

Der in China inhaftierte Bürgerrechtler Ilham Tohti erhält den Martin-Ennals-Preis, der als eine Art "Nobelpreis für Menschenrechte" gilt. Tohti werde ausgezeichnet, weil er sich über 20 Jahren friedlich für die Rechte der uigurischen Minderheit im Westen Chinas eingesetzt habe, teilte die Martin-Ennals-Stiftung in Genf mit. Der 46-Jährige habe den "Dialog und das Verständnis" zwischen Uiguren und Chinesen gefördert und dabei "große persönliche Risiken" auf sich genommen. Der Bürgerrechtler und Wirtschaftsprofessor war 2014 in einem von westlichen Regierungen und Menschenrechtsorganisationen scharf kritisierten Prozess wegen "Anstiftung zum Separatismus" zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

+++ 7.25 Uhr: EU-Minister einigen sich auf neue Fischfangquoten in der Ostsee +++

Die deutschen Fischer dürfen im kommenden Jahr deutlich weniger Dorsch aus der Ostsee ziehen. Im Westen sinkt die Fangmenge um 56 Prozent gegenüber 2016, in der östlichen Ostsee um 25 Prozent. Darauf haben sich die EU-Fischereiminister in Luxemburg geeinigt, wie der Rat als Vertretung der EU-Staaten mitteilte. Ernährungsminister Christian Schmidt sprach von einer "schmerzhaften, aber angesichts der Bestandssituation erforderlichen Quotenreduzierung". Die Dorschbestände in der Ostsee sind ausgelaugt. Für viele Ostseefischer geht es allerdings um die Existenz.

+++ 6.16 Uhr: Auto auf A59 zweimal gerammt - Ein Toter und drei Verletzte +++

Ein Mann ist in seinem Wagen auf der A59 zweimal gerammt worden und ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden bei dem Doppelunfall bei Langenfeld in Nordrhein-Westfalen verletzt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Das Auto des 25-Jährigen war am Montagabend ohne Licht auf dem rechten Fahrstreifen liegengeblieben. Ein nachfolgendes Auto rammte es ungebremst. Das Pannenfahrzeug wurde auf die linke Spur geschleudert, wo ein zweites Fahrzeug dagegen prallte. Beide Insassen des gerammten Autos wurden auf die Straße geschleudert. Der Fahrer starb an der Unfallstelle. Sein Beifahrer wurde schwer verletzt, die Fahrer der beiden anderen Autos erlitten leichte Verletzungen.

+++ 3.20 Uhr: Von Güterzug überrollt - Drei Menschen tot +++

Drei Menschen sind in Hannover von einem Güterzug überrollt worden und dabei ums Leben gekommen. Die Hintergründe des Unglücks am späten Montagabend waren zunächst unklar, wie ein Sprecher der Polizei in der Nacht zum Dienstag sagte. Einer der drei Toten sei männlich, hieß es. Die Identität der anderen Leichen war nicht bekannt. Die Bahnstrecke war während des mehrstündigen Polizeieinsatzes gesperrt. 

+++ 2.04 Uhr: Kolumbien: Regierung und Rebellengruppe starten Friedensverhandlungen +++ 

Die kolumbianische Regierung und die Rebellengruppe ELN nehmen Friedensverhandlungen auf. Start der Gespräche soll der 27. Oktober sein, wie beide Seiten im venezolanischen Außenministerium in Caracas bekannt gaben. Die ELN hat mit geschätzten 1500 Kämpfern ungefähr ein Viertel der Stärke der Revolutionären Streitkräften Kolumbiens, mit denen es bereits ein Friedensabkommen gibt, das jedoch nach einem gescheiterten Referendum nachverhandelt werden muss.

+++ 1.56 Uhr: Samsung stoppt Verkauf des Galaxy Note 7 - weltweite Rückrufaktion +++

Der südkoreanische Smartphone-Marktführer Samsung hat mit sofortiger Wirkung den weltweiten Verlauf des mit Problemen behafteten Galaxy Note 7 gestoppt und zugleich eine globale Rückrufaktion des Geräts gestartet. Das berichtete die südkoreanische Agentur Yonhap unter Berufung auf eine Mittelung von Samsung. Bei der Rückgabe ihrer Smartphones sollten Kunden entweder ihr Geld zurückerhalten oder ein Ersatzgerät eines anderen Typs. Schon gestern hatte Samsung seine "Produktionsplanung geändert", ohne dies näher zu erläutern. Zuvor hatte es unbestätigte Medienberichte gegeben, nach denen der Elektronik-Riese die Produktion des umstrittenen Geräts eingestellt hatte. Anlass sind immer mehr Berichte von Verbrauchern über brennende Smartphones.

+++ 1.48 Uhr: Immer mehr Mädchen werden als Kinder verheiratet +++

Die Kinderrechtsorganisation "Save the Children" warnt vor einer wachsenden Zahl von Mädchen, die bereits im Kindesalter verheiratet werden. Das geht aus einem Bericht hervor, der am Dienstag anlässlich des Weltmädchentags veröffentlicht wurde. Demnach leben laut den Vereinten Nationen derzeit weltweit rund 700 Millionen Frauen und Mädchen in Ehen, die sie vor ihrem 18. Lebensjahr eingehen mussten. Im Jahr 2050 könnten es bis zu 1,2 Milliarden sein, schätzt "Save the Children". In Ländern wie Afghanistan, dem Jemen, Indien und Somalia würden Mädchen bereits teilweise im Alter von 10 Jahren verheiratet, heißt es in dem Bericht.

jen / DPA / AFP