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News des Tages: Berlin: Getötete Frau in Stoffbündel gefunden

Feuer in Londoner Zoo - Tiere Verletzt und vermisst +++ 80-jährige Schmugglerin mit 31 Kilo Kokain aufgeflogen +++ FC Barcelona gewinnt "Clásico" +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Polizeiauto neben einem Zelt, in dem die Spurensicherung nach dem Fund einer Frauenleiche in Berlin arbeitet

Nach der Entdeckung der Frauenleiche in Berlin sperrte die Polizei den Tatort ab

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Nach Strandtücher-Streit: Mann an Copacabana erschossen (17.35 Uhr)
  • Frauenleiche in Stoffbündel gefunden (16.28 Uhr)
  • Feuer in Londoner Zoo (15.22)
  • FC Barcelona gewinnt "Clásico" (14.56 Uhr)
  • 80-Jährige will 31 Kilogramm Kokain schmuggeln (10.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 18.56 Uhr: 200 Tote durch Tropensturm "Tembin" auf den Philippinen +++

Mindestens 200 Menschen sind auf den südlichen Philippinen beim Tropensturm "Tembin" durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen. Am schlimmsten betroffen war nach Behördenangaben die Provinz Lanao del Norte, wo bis Samstagabend 127 Menschen ums Leben kamen und 69 weitere noch vermisst wurden. "Tembin" war am Freitag in der südlichen Region Mindanao auf Land getroffen. Mehr als 75.000 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Häuser wurden weggeschwemmt, viele Straßen waren unpassierbar. Man sei vom Ausmaß der Zerstörungen überrascht worden, sagte der Leiter der regionalen Katastrophenschutzbehörde, Manuel Luis Ochotorena.

+++ 18.20 Uhr: Reisebus prallt bei Rostock gegen Baum - Busfahrer verletzt +++

Ein Reisebus ist auf der Autobahn 19 bei Rostock verunglückt. Die 22 Fahrgäste blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Busfahrer sei in dem Fahrzeug eingeklemmt und leicht verletzt worden. Den Angaben nach kam der Bus aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, fuhr eine Böschung hinunter und prallte gegen einen Baum. Er sei in einem Wald zum Stehen gekommen, hieß es. Die Autobahn zwischen Malchow und Linstow war gesperrt. Rettungsdienste eilten zu dem Unglücksort. Die Reisenden sollten mit einem anderen Bus ihre Fahrt fortsetzen.

+++ 17.35 Uhr: Tod nach Strandtücher-Streit: Mann an Copacabana erschossen +++

Am Tag vor Heiligabend ist mitten am berühmten Strand von Copacabana in Rio de Janeiro ein Verkäufer erschossen worden - angeblich wegen eines Streits, wo er seine Strandtücher verkaufen darf. Nach Angaben der Polizei diskutierten zwei Männer mit dem Mann, einer zog eine Waffe und feuerte, umgeben von Passanten und Badegästen, vier Mal auf den 31 Jahre alten Verkäufer, der auf dem Weg in das Krankenhaus verstarb. Wie das Portal "O Globo" berichtete, gab es einen Tumult, auf der Flucht verlor einer der beiden Verdächtigen einen Rucksack mit Dokumenten, der nun in den Händen der Polizei ist.

+++ 17.32 Uhr: Kirche in Ägypten von Menschenmenge attackiert +++

In Ägypten haben hunderte Menschen eine Kirche attackiert. Die Angreifer hätten das Gotteshaus in der Stadt Atfih gestürmt, die Inneneinrichtung zerstört und anwesende Christen angegriffen, erklärte das Erzbistum der Region. Mehrere Menschen seien verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden. Die Angreifer hätten "feindliche Slogans" gerufen und einen Abriss der Kirche gefordert, erklärte das Erzbistum. Sicherheitskräfte schritten schließlich ein und trieben die Angreifer auseinander. Die christliche Minderheit macht in Ägypten rund zehn Prozent der Bevölkerung aus. Im konservativen Süden des Landes sind immer wieder Kirchen angegriffen worden - insbesondere solche, die noch keine gültige Lizenz der Regierung haben. 


+++ 16.28 Uhr: Frauenleiche in Berlin gefunden +++

Trauriger Fund kurz vor Weihnachten in Berlin: Eine Passantin hat am Morgen im Stadtteil Wedding ein Stoffbündel entdeckt, in dem die Leiche einer Frau eingewickelt war. Die Verletzungen und der Situation vor Ort deuteten auf ein Tötungsdelikt hin, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittler seien dabei, Anwohner zu befragen, unter welchen Umständen und zu welcher Uhrzeit das Bündel an den Straßenrand gelangt sein könnte.

Die Fußgängerin war gegen 8.30 Uhr unterwegs, als ihr gegenüber dem Virchow-Klinikum das größere Stoffpaket auffiel, wie die Polizeisprecherin weiter sagte. Es lag auf dem Gehweg neben einem Bauschuttcontainer. Die Frau habe sofort die Polizei alarmiert, die wenig später das Bündel öffnete und darin die Leiche einer bisher unbekannten Frau entdeckte.

Über dem Fundort bauten die Ermittler ein Zelt zur Spurensicherung auf. Zur Todesursache wurde zunächst nichts bekannt. Die Leiche sollte noch am Samstag obduziert werden, eine Mordkommission hat die Untersuchungen übernommen.


+++ 16.22 Uhr: Zwei Tote und vier Verletzte bei Unfall im Schwarzwald +++

Kurz vor Weihnachten sind bei einem Verkehrsunfall in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei geriet eine Fahrerin in der Nähe von Freiburg mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit einem anderen Auto zusammen. In dem Wagen starben eine 50 Jahre alte Fahrerin und ihr 55 Jahre alter Beifahrer. In dem entgegenkommenden Fahrzeug wurden zwei Männer lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer eines weiteren Fahrzeugs konnte nicht mehr ausweichen und fuhr in die Unglücksstelle im Schwarzwald. In diesem Auto wurden zwei Menschen leicht verletzt.

+++ 15.22 Uhr: Verletzte durch Brand in Londoner Zoo +++

Bei einem Brand im Londoner Zoo haben acht Mitarbeiter Verletzungen erlitten. Sie wurden vor Ort zumeist wegen leichter Rauchvergiftungen behandelt. Nur einer von ihnen musste Rettungskräften zufolge ins Krankenhaus gebracht werden. Das Feuer war am frühen Morgen ausgebrochen. Zoo-Mitarbeitern gelang es schnell, die meisten Tiere in Sicherheit zu bringen. Ein Erdferkel namens Misha kam ums Leben, einige Erdmännchen wurden am Samstagnachmittag noch vermisst.

Mehr als 70 Feuerwehrleute brachten den Brand, der auch ein Café und ein kleines Areal für Streicheltiere erfasste, nach drei Stunden unter Kontrolle. Die Brandursache war am Samstagnachmittag weiterhin unklar. Der Zoo blieb für unbestimmte Zeit geschlossen. 

+++ 14.56 Uhr: Barcelona gewinnt "Clásico" +++

Der FC Barcelona hat den 270. "Clásico" gegen Real Madrid gewonnen und fast schon für eine Vorentscheidung im Titelrennen gesorgt. Die Katalanen siegten am Samstag in Madrid 3:0 (0:0) und vergrößerten damit den Vorsprung zu Real auf 14 Punkte. Luis Suárez (54.), Lionel Messi per Handelfmeter (64.) und Aleix Vidal (90.+3) schossen den Barca-Sieg heraus. Vor dem zweiten Treffer hatte der frühere Leverkusener Dani Carvajal außerdem die Rote Karte wegen absichtlichen Handspiels kurz vor der Torlinie gesehen (63.). Bei den Gästen stand der deutsche Keeper Marc-André ter Stegen wie gewohnt im Tor, bei Real spielte Weltmeister Toni Kroos über 90 Minuten durch.

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+++ 14.22 Uhr: 13 Verletzte durch Wohnhausbrand in Leipzig +++

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Leipzig sind zwölf Bewohner und ein Feuerwehrmann verletzt worden. Ursache für das Feuer war vermutlich, dass ein unbekannter Täter in der Nacht einen unter einer Holztreppe im Erdgeschoss stehenden Kinderwagen in Brand setzte, wie die Polizei mitteilte. Das Gebäude ist infolge des Brands derzeit unbewohnbar, die Betroffenen wurden in Sozialwohnungen und Pensionen untergebracht.

+++ 14.19 Uhr: Gabriel schlägt Flüchtlingsprämie für Kommunen vor +++

Vor Beginn der Sondierungen über eine Regierungsbildung hat sich Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) dafür ausgesprochen, Kommunen für die Aufnahme von Flüchtlingen finanziell zu belohnen. Die Kommunen sollten "selbst entscheiden, wie viele Flüchtlinge sie aufnehmen", sagte Gabriel. Die Kosten für die Integration sollten sie dann vom Bund ersetzt bekommen - "und sie sollen den gleichen Betrag obendrauf bekommen für ihre Bürger".

Durch solche doppelten Bundeszuwendungen solle die Akzeptanz in der Bevölkerung steigen, sagte der Bundesaußenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "So können wir auch verhindern, dass bei den Bürgern der Eindruck entsteht: Für die Flüchtlinge wird alles getan, für uns nichts." Die Kommunen dürften nicht vor der Entscheidung stehen, ob sie Flüchtlinge integrierten oder ihr Schwimmbad sanierten. Der Bund müsse ihnen vielmehr die Möglichkeit geben, beides zu tun, forderte Gabriel.

+++ 13.29 Uhr: Palästinenser stirbt nach Unruhen +++

Ein 28-jähriger Palästinenser ist im Gazastreifen an Verletzungen gestorben, die er bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten erlitten hatte. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza teilte mit, der junge Mann sei vor knapp einer Woche an der Grenze zu Israel verletzt worden. Damit sind seit Beginn der Unruhen vor mehr als zwei Wochen insgesamt elf Palästinenser getötet worden, einschließlich zweier Mitglieder der radikalislamischen Hamas, die bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen ums Leben kamen.

+++ 12.56 Uhr: Berlin: Jugendliche prügeln auf Schlafenden ein +++

Am Berliner Alexanderplatz hat eine Gruppe junger Männer in der Nacht einen schlafenden 28-Jährigen angegriffen und verletzt. Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) riefen die Polizei zu einem Bahnsteig des U-Bahnhofes Alexanderplatz, wie die Berliner Polizei mitteilte. Demnach traten und schlugen gegen 02.40 Uhr mehrere junge Männer aus einer zehn- bis 15-köpfigen Gruppe heraus auf den auf einer Bank auf dem Bahnsteig der Linie U8 schlafenden Somalier ein.

"Dabei soll zum Schlagen auch ein Gürtel benutzt worden sein", erklärte die Polizei. "Als die drei Männer des Ordnungsdienstes dem Angegriffenen zur Hilfe eilten, flüchtete die Gruppe und es gelang den BVG-Mitarbeitern, einen Jugendlichen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizisten festzuhalten."

Dem alkoholisiert wirkenden 17-Jährigen wurde in einer Gefangenensammelstelle Blut entnommen. Anschließend sei er seinem Betreuer in einer Wohneinrichtung übergeben worden. Die Kopfverletzungen des angegriffenen 28-Jährigen versorgten Sanitäter der Berliner Feuerwehr. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei.

+++ 11.57 Uhr: Noch nie so viele erfolgreiche Geldautomatensprengungen wie 2017 +++

 In Deutschland sind noch nie zuvor so viele Geldautomaten erfolgreich gesprengt worden wie in diesem Jahr: In 138 Fällen gelang es den Tätern, so an die Geldkassetten mit Scheinen zu kommen, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage bei den Landeskriminalämtern berichtete. Im vergangenen Jahr sei dies nur in 128 Fällen gelungen. Erstmals überhaupt gab es demnach mehr geglückte als missglückte Sprengversuche. Die Gesamtzahl aller Sprengungen ist dem Bericht zufolge in diesem Jahr aber gesunken: Bis kurz vor Weihnachten wurden deutschlandweit 262 Geldautomaten gesprengt. 2016 gab es 318 Explosionen.


+++ 11.47 Uhr. Feuer in Londoner Zoo ausgebrochen +++

Im Zoo von London ist ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte am frühen Morgen mit zehn Löschfahrzeugen und 72 Einsatzkräften aus, um die Flammen zu bekämpfen, wie die Feuerwehr der britischen Hauptstadt mitteilte. Betroffen waren demnach ein Café und ein Laden in der Nähe des Streichelzoos. Ob Tiere zu Schaden kamen, war zunächst unklar.

Der Feuerwehr wurde den Angaben zufolge um kurz nach 06.00 Uhr alarmiert. Drei Viertel des Gebäudes des Adventure-Cafés und des dazugehörenden Ladens und auch die Hälfte des Daches hätten in Flammen gestanden, teilte die Feuerwehr mit. Nach etwa dreieinhalb Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Feuerwehr werde aber noch den ganzen Vormittag vor Ort bleiben, um letzte Brandherde zu ersticken, erklärte die Feuerwehr. Die Brandursache war demnach zunächst unklar.

+++ 10.56 Uhr: "Spiegel": Bundeswehr trainiert mit ADAC-Hubschraubern +++

Die Bundeswehr lässt ihre Piloten wegen des schlechten Zustands ihrer Hubschrauberflotte einem "Spiegel"-Bericht zufolge künftig auch in ADAC-Hubschraubern trainieren. Das Verteidigungsministerium habe am vergangenen Dienstag per Vertrag für rund 21 Millionen Euro 6500 Flugstunden beim Automobilclub eingekauft, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter. 

Grund der Notmaßnahme sei: Sowohl die erst vor einigen Jahren eingeführten Militärhubschrauber vom Typ "Tiger" als auch der NH90 leiden unter technischen Ausfällen und stehen nicht oft genug für Ausbildungsflüge zur Verfügung.

+++ 10.50 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Zusammenarbeit von Union und AfD +++

 Zwei Drittel der Deutschen lehnen eine Zusammenarbeit von CDU/CSU und ab: In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid, die das Magazin "Focus" veröffentlichte,  sprachen sich 66 Prozent gegen eine solche politische Kooperation aus, dafür sind 30 Prozent. Im Westen des Landes befürworten dies 27 Prozent, im Osten 41 Prozent. 

+++ 10.40 Uhr: Lufthansa-Chef nennt Monopolvorwürfe absurd +++

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat Monopolvorwürfe nach der Air-Berlin-Pleite scharf zurückgewiesen. "Uns alle möglichen Gemeinheiten zu unterstellen ist absurd. Das Wohl der Lufthansa hängt übrigens nicht an innerdeutschen Strecken, denn die machen weniger als fünf Prozent unseres Konzernumsatzes aus", sagte Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Von einem Monopol könne keine Rede sein, denn innerdeutsch gebe es auch die Wettbewerber Bahn und den Fernbus. Zudem starte von Januar an der britische Billigflieger Easyjet auf vier innerdeutschen Strecken. "Für uns wird das ein härterer Wettbewerber, als Air Berlin es je war."

+++ 10.30 Uhr: 80-Jährige will 31 Kilogramm Kokain schmuggeln +++

Beim größten je entdeckten -Schmuggel im Libanon ist eine 80-jährige Frau aufgeflogen. Die Venezolanerin habe versucht, 31 Kilogramm der Droge durch den Zoll des internationalen Flughafens von Beirut in das Land zu bringen, teilte Finanzminister Ali Hassan Khalil mit. Der Kokain-Fund in ihrem Gepäck sei der größte in der Geschichte des Landes. Die alte Frau war den Informationen zufolge am Freitag von Venezuela über Frankreich in die Hauptstadt des Mittelmeerlandes gereist.


+++ 10.25 Uhr: Big Ben läutet wieder - vorübergehen +++

Das Londoner Wahrzeichen Big Ben läutet wieder. Nach längerer Pause sind die Glocken seit Samstagvormittag regelmäßig bis zum 1. Januar zu hören. Der 96 Meter hohe Uhrenturm des britischen Parlaments wird seit August vier Jahre lang aufwendig renoviert.

Das Geläut ist - bis auf wenige Ausnahmen zu besonderen Anlässen - bis zum Jahr 2021 ausgesetzt. Denn auch das Uhrwerk muss überholt werden. Außerdem würden die Bauarbeiter im Turm während der Glockenschläge ansonsten Hörschäden bekommen, hatten Experten erklärt.

+++ 10.14 Uhr: Polizei wirft Fahrer von Melbourne versuchten Mord vor +++

Der Autofahrer, der im australischen Melbourne in eine Menschenmenge gerast ist, muss sich vor Gericht wegen 18-fachen versuchten Mordes verantworten. Der 32-jährige gebürtige Afghane wurde einem Richter vorgeführt, wie die Polizei mitteilte.

Dem Mann wird zudem in einem Fall Gefährdung menschlichen Lebens zur Last gelegt. Eine Terror-Anklage gibt es derzeit nicht. Die Polizei hat die Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen und schließt weitere Anklagepunkte nicht aus. Der Autofahrer war am Donnerstag nahe dem Bahnhof Flinders Station absichtlich in Fußgänger gefahren.

+++ 10.01 Uhr: Zahl der Morde in Mexiko auf höchsten Stand seit 20 Jahren +++

Die Gewalt der Drogenkartelle hat die Zahl der Morde in auf einen neuen Höchststand getrieben. 23.101 Menschen wurden alleine in den ersten elf Monaten 2017 getötet, wie die mexikanischen Behörden mitteilten. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren. Alleine im November wurden 2212 Morde gemeldet, während im Oktober die Rekordzahl von 2380 Opfern verzeichnet wurde.

Bislang galt 2011 als das gewaltsamste Jahr in der jüngeren Geschichte des Landes. Damals wurden laut offizieller Statistik 22.409 Morde verübt. Mexiko leidet seit Jahren unter einem extrem gewalttätigen Drogenkrieg.

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+++ 9.42 Uhr: Mindestens 32 Tote bei Busunglück in Indien +++ 

Bei einem Busunglück in Indien sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Wie die mitteilte, stürzte der Bus im westlichen Bundesstaat Rajasthan von einer Brücke in einen Fluss. Nach Angaben von Überlebenden hatte der Fahrer bei einem Überholmanöver auf der Brücke die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

+++ 9.34 Uhr. Mindestens 133 Tote durch Tropensturm auf den Philippinen +++

 Bei schweren Unwettern auf den sind merh als 130 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung mitteilte, wurden auf Mindanao, der zweitgrößten philippinischen Insel, beim Durchzug des Tropensturms "Tembin" mindestens 133 Menschen getötet, dutzende weitere wurden noch vermisst. Der Sturm war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden des Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus.

+++ 8.11 Uhr:: Verdächtige Päckchen: Bonner Weihnachtsmarkt evakuiert +++

Wegen mehrerer verdächtiger Päckchen ist am späten Freitagabend der Bonner Weihnachtsmarkt teilweise geräumt worden - am Ende stellten sich die Umschläge als Drogenlieferung heraus. Das teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. 

Zeugen hatten die Beamten alarmiert, weil sie an der Hauptpost in der Nähe des Weihnachtsmarktes einen Mann beobachtet hatten. Er habe mehrere dicke Umschläge in einen Briefkasten geworfen, dabei habe er sein Gesicht in einem Kapuzenpullover weitestgehend verborgen und Einweghandschuhe getragen. Die Polizei räumte daraufhin gegen 22 Uhr den Weihnachtsmarkt in diesem Bereich.

Erst gegen 2.45 Uhr in der Nacht war endgültig klar, dass es ein Fehlalarm war. Die verdächtige Substanz sei offensichtlich Rauschgift. Zwar liefen noch chemische Analysen und die Polizei ermittele in alle Richtungen. Jedoch sei von einer Drogenlieferung auszugehen, so die Polizei.


+++ 7.42 Uhr: Miss-America-Chef nach sexistischen Äußerungen suspendiert +++ 

Der Belästigungsskandal in den USA hat nun auch den Schönheitswettbewerb Miss America erreicht: Der Veranstalter suspendierte seinen Chef Sam Haskell, weil dieser sich in E-Mails beleidigend über ehemalige Gewinnerinnen des Wettbewerbs geäußert hatte. 49 frühere Miss Americas hatten zuvor in einem offenen Brief den Rücktritt des gesamten Führungsteams wegen sexistischer Sprüche gefordert.
 Mit dem offenen Brief reagierten die Frauen auf die Veröffentlichung interner E-Mails der Wettbewerbs-Organisatoren in der Internetzeitung "Huffington Post" am Donnerstag. Frühere Siegerinnen der Wahl wurden darin mit vulgären Begriffen belegt, die Männer machten sich über ihr Gewicht oder ihr Sexualleben lustig, Miss-America-Chef Haskell bezeichnete unter anderem eine frühere Gewinnerin als "ein Stück Müll".


+++ 5.35 Uhr: Bundesanwaltschaft: Zahl der Terrorverfahren hat sich verfünffacht +++

Die Zahl der Terrorverfahren beim Generalbundesanwalt hat 2017 enorm zugenommen. In diesem Jahr seien rund 1200 Verfahren wegen Terrorismusverdachts neu eingeleitet worden, davon etwa 1000 mit islamistischem Hintergrund, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Nachrichtenagentur DPA in Karlsruhe. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr fast verfünffacht: 2016 waren es rund 250 Fälle gewesen, davon etwa 200 aus dem Islamismus-Bereich. 

+++ 5.04 Uhr: Rund 15.000 Menschen in Deutschland vermisst +++ 

Die Zahl der in Deutschland vermisst gemeldeten Menschen ist im laufenden Jahr auf vergleichsweise hohem Niveau geblieben. Zum Stichtag 1. Oktober waren es 14.903, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren zwar etwas weniger als zu dem Zeitpunkt im Vorjahr, als 15.700 Vermisste gezählt worden waren. Die Zahl liegt aber weiter deutlich über dem Wert von Anfang Oktober 2015. Damals waren es bundesweit lediglich etwa 9900 Vermisste.  

Die starke Zunahme von 2015 auf 2016 hatte das BKA mit der gestiegenen Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in dieser Statistik begründet. Das Minus um rund 800 Vermisste von 2016 und 2017 sei angesichts der absoluten Zahlen nicht signifikant und könne nicht auf einen bestimmten Grund zurückgeführt werden, sagte eine BKA-Sprecherin. "Die Zahlen sind nur eine Momentaufnahme", sagte sie. Teilweise schwankten die Werte pro Tag um 150 bis 200 Meldungen. "Dazu gehört der Vermisste, der seit 30 Jahren gesucht wird und der, der seit zehn Minuten vermisst wird", erklärte die BKA-Sprecherin.

+++ 4.31 Uhr: "Thomas-Feuer" das größte in der Geschichte Kaliforniens +++

Das seit knapp drei Wochen wütende Buschfeuer in Kalifornien hat sich zum größten in der Geschichte des US-Bundesstaates entwickelt. Die Flammen des sogenannten Thomas-Feuers in den Bezirken Ventura und Santa Barbara nördlich von Los Angeles haben mittlerweile eine Fläche von 273 400 Acres (1106 Quadratkilometern) erreicht, wie die kalifornische Feuerwehr mitteilte. Die Feuerwehr hatte zuletzt langsam die Oberhand über den seit Anfang Dezember wütenden Flächenbrand nahe Santa Barbara gewonnen. Das Feuer sei zu 65 Prozent eingedämmt, hieß es . Die Ursache für den Brand wird noch untersucht.


Der bisher größte registrierte Flächenbrand in Kalifornien (seit Aufzeichnungen im Jahr 1932) vernichtete im Oktober 2003 im Bezirk San Diego eine Fläche von mehr als 1105 Quadratkilometern.  

+++ 4.17 Uhr: USA wollen offenbar Waffen an Ukraine liefern +++

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant offenbar Waffenlieferungen an die Ukraine. Man habe entschieden, die Ukraine mit "verbesserten Verteidigungskapazitäten" auszurüsten, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Heather Nauert un Washington. Damit wolle man die Bemühungen des Landes unterstützen, die eigene Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen sowie weitere Aggressionen zu verhindern.

Laut einem Bericht des Senders ABC News plant die US-Regierung die Lieferung von Panzerabwehrraketen. Ein Sprecher des Außenministeriums wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern und verwies auf die Stellungnahme Nauerts. Der Schritt dürfte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und Russland weiter verschärfen.  


+++ 4.12 Uhr: Hunderte Häftlinge dank Weihnachtsamnestie frei +++ 

Dank der in den meisten Bundesländern üblichen Weihnachtsamnestie haben wieder mehrere Hundert Häftlinge etwas früher das Gefängnis verlassen dürfen. Im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen wurden mit Stand Ende November 631 Strafgefangene vorzeitig entlassen, wie es aus dem Justizministerium in Düsseldorf hieß.

Die Bundesländer entscheiden selbst darüber, ob Gefangenen anlässlich des Weihnachtsfestes einige Tage erlassen werden. In NRW etwa gilt die Regelung für Insassen, deren Haft ohnehin nur bis zum 6. Januar gedauert hätte und die sich gut geführt haben. Sexualstraftäter und Kapitalverbrecher wie etwa Mörder sind davon ausgenommen. Ende August gab es in deutschen Gefängnissen insgesamt mehr als 64 000 Insassen.

+++ 3.09 Uhr.: USA-Astronaut McCandless gestorben +++

Der US-Astronaut Bruce McCandless ist tot. Das teilte die Raumfahrtagentur Nasa mit. Laut der Nasa war McCandless bereits am Donnerstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Astronaut habe als erster Mensch bei einem Weltraumspaziergang frei im All geschwebt. Während der Apollo-11-Mission, dem ersten bemannten Flug zum Mond 1969, war er laut Nasa im Missionskontrollzentrum für die Kommunikation mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin zuständig.

+++ 2.04 Uhr: Polizei in den USA meldet Anschlagsverhinderung +++

Durch den Einsatz verdeckter Ermittler hat die US-Bundespolizei FBI nach eigenen Angaben einen schweren Anschlag an den Weihnachtstagen vereitelt. Sie nahm einen 26-jährigen Dschihadisten fest, der bei einem Terroranschlag auf ein beliebtes Ausflugsziel in San Francisco Zivilisten töten wollte, wie es in einer Erklärung hieß. Der Mann habe seine Pläne einem verdeckten FBI-Ermittler gestanden, der sich als Vertreter der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ausgegeben habe.

Dem festgenommenen Everitt Aaron J. drohen nun 20 Jahre Haft. Als Anschlagsziel habe er den Pier 39 in San Francisco ausgewählt, eine bei Ausflüglern beliebten Uferpromenade. Er habe eine Explosion auslösen wollen und dann Zivilisten wahllos mit Schusswaffen oder einem Fahrzeug töten wollen, sagte der verdeckte FBI-Ermittler laut seiner Behörde aus.

+++ 1.50 Uhr: Zahlreiche Verletzte bei Zugunglücken in Österreich und Spanien +++

Bei Zugunglücken in Österreich und Spanien sind kurz vor Weihnachten Dutzende Menschen verletzt worden. Zwölf Menschen zogen sich bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Nähe von Wien leichte bis mittelschwere Verletzungen zu, wie die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und das Rote Kreuz am späten Freitagabend mitteilten. 30 bis 50 weitere Fahrgäste seien unverletzt geblieben. Die Züge waren nach ersten Ermittlungen in gleicher Richtung unterwegs gewesen und im Bahnhofsbereich des Ortes Kritzendorf seitlich aneinandergeraten. Über die Unfallursache konnte ein Sprecher der Polizei Niederösterreich zunächst keine Angaben machen.

In Alcalá de Henares nahe der spanischen Hauptstadt Madrid wurden ebenfalls am Freitag bei einem Zugunglück zwei Menschen schwer verletzt. Knapp 40 weitere Passagiere seien wegen leichterer und mittelschwerer Verletzungen wie Prellungen und Schock behandelt worden, teilten lokale Behörden mit. Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag, als eine doppelstöckige S-Bahn am Endbahnhof nicht rechtzeitig bremsen konnte und gegen einen Sicherheitsprellbock am Bahnsteigende krachte. Die genaueren Hintergründe des Unfalls waren vorerst noch unklar.

+++ 0.42 Uhr: Familiennnachzug: Gericht macht Kindeswohl geltend +++

Ein richtungsweisendes Urteil zum Familiennachzug von Flüchtlingen ist nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios überraschend rechtskräftig geworden. Demnach fordert das Berliner Verwaltungsgericht das Auswärtige Amt auf, einem inzwischen 16-jährigen syrischen Flüchtling mit einer schweren Traumatisierung den Nachzug seiner Eltern und Geschwister zu ermöglichen, obwohl ihm nur der subsidiäre, also eingeschränkte Schutz zuerkannt worden war.

Für diese Gruppe von Flüchtlingen ist der Familiennachzug bis März 2018 ausgesetzt. Als Begründung nannten die Richter demnach das Kindeswohl. Das Auswärtige Amt hatte laut Bericht eine bereits eingereichte Berufung zurückgezogen.

+++ 10.21 Uhr: Nahles kritisiert Zustand der SPD +++

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles ist unzufrieden mit dem Zustand ihrer Partei. In einem Interview mit dem "Spiegel" warnte Nahles die Genossen davor, die eigene Lage schönzureden und sich vor Regierungsverantwortung zu drücken. "Manche folgen dieser Sehnsucht nach einer bequemen Nische, in der die SPD machen kann, was sie will", kritisierte sie. "Diese Sehnsucht habe ich auch mal geteilt, bis ich gemerkt habe, dass es so nicht funktioniert."

Nahles übte Kritik am innerparteilichen Diskurs: "Ich habe auf unserem letzten Parteitag gesessen und gedacht: Die SPD muss schwer aufpassen, dass sie ihre eigene Identität noch durchbuchstabieren kann." Es helfe nicht, nur Maximalpositionen zu besetzen. Die SPD müsse auch ein Angebot an Leistungsträger machen. "Zu den Genen unserer Partei gehört neben der Solidarität auch, dass wir uns an Arbeit und Leistung orientieren und nicht nur an staatlicher Umverteilung wie die Linkspartei", sagte Nahles.

wue / DPA / AFP