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News des Tages: Ein Berg aus Fleisch und Brot: Berliner bauen den größten Döner der Welt

Drei Leichen in Tiefgarage entdeckt +++ Waldbrände in Portugal: Zahl der Todesopfer steigt +++ EU will Türkeihilfen kürzen +++ Sturm auf Banken in Katalonien +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Der größte Döner der Welt kommt aus Berlin

1000 Kilo wog der Döner bevor er zerbrach. Für den Weltrekord reichte es dennoch

Die News des Tages im -Ticker.

+++ 19.51 Uhr: Mindestens 72 Tote bei Anschlägen auf zwei Moscheen in Afghanistan +++

Bei zwei Angriffen auf Moscheen in Afghanistan sind am Agabend mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen. Ein Attentat traf ein Gotteshaus in der Hauptstadt Kabul, ein weiteres eine Moschee in der zentralafghanischen Provinz Ghor. In Kabul sprengte sich laut Innenministerium gegen 18 Uhr (Ortszeit) ein Selbstmordattentäter in einer schiitischen Moschee im Westen der Stadt in die Luft. Dabei seien mindestens 39 Menschen getötet und 45 verletzt worden, meldete ein Sprecher des Innenministeriums, Nadschib Danisch, am Abend. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder.

Bei dem Anschlag in Ghor im Bezirk Dolaina seien mindestens 33 Menschen getötet worden, sagte der Sprecher der dortigen Polizei, Mohammed Ikbal Nisami, am späten Abend. Zuvor hatte das afghanische Innenministerium noch 20 Tote gemeldet.

+++ 19.48 Uhr: Acht Tote durch Gebäudeeinsturz in Indien +++

Beim Einsturz eines Bürogebäudes im Süden Indiens sind acht Menschen ums Leben gekommen. Drei Menschen wurden bei dem Unglück im Bundesstaat Tamil Nadu verletzt, wie örtliche Behörden mitteilten. Den Angaben zufolge schliefen insgesamt elf Mitarbeiter, größtenteils Busfahrer und Reinigungskräfte, in dem zweistöckigen Gebäude eines staatlichen Transportunternehmens, als ein Teil davon einstürzte.

In Indien kommt es immer wieder Unglücken dieser Art. Vor allem in den Großstädten des Landes sind Millionen von Menschen gezwungen, in heruntergekommenen Wohnungen zu hausen. Erst am Montag kamen sechs Menschen beim Einsturz eines Wohnblocks in Bangalore ums Leben. Vergangenen Monat starben mehr als 30 Menschen, als ein 117 Jahre altes Gebäude in Mumbai einstürzte.

+++ 18.48 Uhr: Französische Nationalversammlung stimmt für Abschaffung der Vermögensteuer +++

Die französische Nationalversammlung hat den Weg für die Abschaffung der Vermögensteuer frei gemacht. Mit 77 gegen 19 Stimmen votierten die Abgeordneten am Freitagabend für die Umwandlung der Steuer (Impôt de solidarité sur la fortune, ISF) in eine reine Abgabe auf Immobilienbesitz. Die Gegenstimmen kamen aus dem linken Lager. Die Abschaffung der Vermögensteuer ist eines der zentralen Projekte von Präsident Emmanuel Macron.

Bisher musste die Steuer zahlen, wer über Vermögen von mindestens 1,3 Millionen Euro verfügt. Dazu zählen Immobilien, Grundstücke, Geldvermögen, Schmuck und andere Wertsachen. Ab dem kommenden Jahr soll sie nun in eine reine Abgabe auf Immobilienbesitz umgewandelt werden. Zuletzt erzielte der Staat laut Finanzministerium mit der Vermögensteuer 4,1 Milliarden Euro, mit der Umwandlung in eine Immobiliensteuer fallen davon 3,2 Milliarden weg.

+++ 18.19 Uhr: Schleuserring für armenische Jugendliche in Frankreich zerschlagen +++

Mit bis ins Detail gefälschten Sportler-Biografien haben sich dutzende armenische Jugendliche Schengenvisa zur Teilnahme an Boxkämpfen in Europa erschlichen. Doch statt bei Wettkämpfen im Thai-Boxen anzutreten, tauchten seit 2014 etwa 30 Jugendliche unter, wie die französische Staatsanwaltschaft in Nancy mitteilte. Die Polizei zerschlug die Schleuserbande hinter den falschen Boxern diese Woche während der Europameisterschaften im Thai-Boxen in Paris.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren reisten mit den Visa und in Begleitung von erwachsenen Trainern in die EU ein, nahmen aber nie an Kämpfen teil, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Einer der Begleiter wurde demnach in Paris verhaftet, er gelte als Kopf der Schleuser.

+++ 18.12 Uhr: Rebellen-"Minister" im Jemen will Schüler an die Front schicken

Der sogenannte Minister für Jugend und Sport der international nicht anerkannten Rebellenregierung im Jemen will an Schulen des Landes massenhaft Kindersoldaten für den Kampf gegen die Regierungstruppen rekrutieren lassen. Hassan Seid schlug heute auf seiner Facebookseite vor, den Unterricht ein Jahr lang auszusetzen und Schüler samt Lehrer an die Front zu schicken. Mit der Verstärkung durch die Kinder könne die "Schlacht gewonnen" werden. Seid nahm einen Streik der Lehrkräfte, die seit rund einem Jahr kein Gehalt mehr bekommen haben, zum Anlass für seine Mobilisierungsideen.

+++ 18.10 Uhr: Pest breitet sich in Madagaskar rasant aus +++

Die Zahl der Pest-Erkrankungen in Madagaskar hat sich innerhalb von etwa zehn Tagen auf nunmehr 1153 Fälle verdreifacht. Davon seien bislang 300 Fälle im Labor bestätigt worden, mindestens 94 Menschen seien an den Folgen der Infektion gestorben, erklärte die Weltgesundheitsorganisation heute in Genf.

+++ 18.08 Uhr: Mehr als 30 Tote bei Anschlag auf Moschee in Kabul +++

Bei dem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul sind jüngsten Angaben zufolge mindestens 32 Menschen getötet worden. Weitere 41 Menschen seien bei dem Selbstmordanschlag verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher am Abend in der afghanischen Hauptstadt mit. Das Innenministerium bestätigte die Angaben.

+++ 17.52 Uhr: "Durchfall-Masche" auf Mallorca - Hunderte Betrüger identifiziert +++

Die spanische Polizei hat rund 800 mutmaßliche Betrüger identifiziert, die als Touristen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln durch vorgetäuschte Lebensmittelinfektionen die Erstattung ihrer Reisekosten erreicht haben sollen. Es handele sich ausnahmslos um Briten, die nach einem Balearen-Aufenthalt mit Hilfe von insgesamt 77 Anwaltskanzleien daheim Klagen gegen Reiseveranstalter und Hotels eingereicht hätten, teilte die Policía Nacional heute mit.

Nach amtlicher Schätzung wurden auf diese Weise allein im Jahr 2013 und nur auf Mallorca mindestens 50 Millionen Euro ergaunert. Die spanische Polizei hatte die Ermittlungen Anfang 2017 aufgenommen. Den Behörden war der drastische Anstieg der Reklamationen um fast 700 Prozent im vorigen Jahr aufgefallen. 

+++ 17.45 Uhr: Messerattacke in polnischem Einkaufszentrum - eine Tote +++

Bei einer Messerattacke auf mehrere Menschen in einem Einkaufszentrum in Polen hat es eine Tote und mindestens sieben Verletzte gegeben. Der mutmaßliche Täter, ein 27-jähriger Pole, wurde von Besuchern des Einkaufszentrums in Stalowa Wola östlich von Krakau überwältigt. Anschließend nahm die Polizei ihn fest, wie polnische Beamte mitteilten. Das Motiv des Angreifers war zunächst unklar. Nach Angaben der polnischen Polizei hatte er seine Opfer von hinten mit dem Messer attackiert. Eine Frau starb an den Verletzungen. Die Möglichkeit eines terroristischen Hintergrundes wurde in keiner Behördenmitteilung erwähnt.

+++ 17.35 Uhr: "Größter Döner der Welt" - Berliner knacken knapp den Rekord +++

Der "größte Döner der Welt" ist im Einkaufszentrum "Mall of Berlin" serviert worden. Der Radiosender 98.8 Kiss FM hatte sich am Nachmittag vorgenommen, den Weltrekord von 2004 zu knacken. Australier hatten damals einen 413 Kilogramm schweren Döner produziert. "Mit 423,5 Kilogramm haben die Berliner geschafft, den Rekord knapp zu knacken. Auf dem Tisch wurde sogar Döner-Material mit dem Gewicht von einer Tonne aufgebaut. Allerdings wäre der Döner dann beim Wiegen durchgebrochen", sagte Olaf Kuchenbecker vom Rekord-Institut für Deutschland (RID), einer Konkurrenz-Organisation zum "Guinness-Buch der Rekorde". Daher musste der Riesen-Döner in zwei Stücke zerteilt werden. "Das größere Stück hat dann den Rekord geknackt".

+++ 17.29 Uhr: „Einer der größten Einsätze der Welt“: Brasilianische Polizei zerschlägt Kinderporno-Ring +++

Die brasilianische Polizei hat ein weitreichendes Pädophilie-Netz im Internet aufgedeckt und bei Hausdurchsuchungen insgesamt 82 Verdächtige festgenommen. Wie das Justizministerium mitteilte, handelte es sich bei der landesweiten Razzia um "einen der größten Einsätze der Welt".

Mehr als 1100 Polizeibeamte waren für die zahlreichen Hausdurchsuchungen in 24 Bundesstaaten sowie der Hauptstadt Brasília im Einsatz. "Die Verdächtigen wurden auf frischer Tat ertappt", teilte ein Sprecher des Justizministeriums mit. Die Polizei habe auf den Computern und Mobiltelefonen der Festgenommenen "pornografische Inhalte pädophiler Art" sichergestellt. Die Ermittlungen dauerten an, sodass es zu weiteren Festnahmen kommen könne, sagte der Sprecher.

+++ 17.24 Uhr: Türkischer Lehrer wird nach langem Hungerstreik aus U-Haft entlassen +++

Nach mehr als 220 Tagen im Hungerstreik hat ein türkisches Gericht die Entlassung des Grundschullehrers Semih Özakca aus der Untersuchungshaft verfügt. Özakca werde nach der Entscheidung des Gerichts in Ankara aber bis zu einem Urteil in dem Prozess wegen Terrorvorwürfen eine elektronische Fußfessel tragen müssen, wie die Nachrichtenagentur DHA meldete. Die ebenfalls angeklagte Universitätsdozentin Nuriye Gülmen, die gemeinsam mit Özakca am 9. März in den Hungerstreik getreten war, müsse dagegen in U-Haft bleiben. Mit dem Hungerstreik protestieren Özakca und Gülmen gegen ihre Entlassungen aus dem Staatsdienst.

Der Lehrer und die Dozentin gehören zu mehr als 150.000 Staatsbediensteten, die nach dem Putschversuch vom Juli 2016 per Notstandsdekret entlassen oder suspendiert wurden.

+++ 17.15 Uhr: Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien+++

Seit der Zuspitzung der Katalonien-Krise Anfang Oktober haben 1185 Unternehmen ihren rechtlichen Sitz in andere spanische Regionen verlegt, wie die Handelsregisterstelle in Madrid mitteilte. Einen Rekord gab es gestern mit allein 268 Firmensitzverlegungen. Ein tatsächlicher Umzug ist damit aber meist nicht verbunden. Im Fall einer Unabhängigkeit von Katalonien könnten sich die Unternehmen mit einem rechtlichen Sitz an anderen Orten aber weiter nach spanischen Bestimmungen richten. 

+++ 17.04 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Anschlag in Kabuler Moschee +++

Bei einem neuerlichen Anschlag auf eine schiitische Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Der Sprecher der Kabuler Polizei, Basir Mudschahid, sagte, es habe in der Imam-Saman-Moschee im Stadtviertel Dascht-e Bartschi eine Explosion gegeben. In Dascht-e Bartschi leben mehrheitlich schiitische Hasaras. Zuvor hatte der Sender Tolo TV gemeldet, dass ein Selbstmordattentäter in einer Moschee "zugeschlagen" habe.

Es ist bereits der dritte Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul in knapp zwei Monaten. Fast jedes Mal kamen die Attentäter, wenn die Moscheen voll waren - entweder an einem hohen Feiertag oder während eines Freitagsgebets. Wer hinter der Tat steckte, blieb zunächst unklar. Die anderen Anschläge hatte bisher die sunnitische Terromiliz Islamischer Staat (IS) für sich reklamiert.

+++ 16.39 Uhr: Bundeswehr will Ausbildung der Peschmerga fortsetzen +++

Trotz schwerer Gefechte zwischen irakischen Truppen und kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Nordirak will die Bundeswehr ihre Ausbildungsmission in dem Land wieder aufnehmen. Falls sich die Lage nicht gravierend ändere, sähe es im Moment so aus, als ob man am kommenden Sonntag wieder mit der Ausbildung beginnen könnte, kündigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums an. Man habe sich dabei eng mit den Verbündeten im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) abgestimmt. "Andere Nationen sind alle bereit und willens, diesen Schritt mitzugehen in Anerkenntnis der Situation, die wir im Moment dort haben." Die Bundeswehr bildet seit 2014 kurdische Peschmerga für den Kampf gegen den IS aus. Angesichts der militärischen Eskalation im Nordirak hat die Bundeswehr ihre dortige Mission zum Schutz der deutschen Soldaten vergangene Woche unterbrochen. Mittlerweile habe sich die Lage wieder beruhigt, sagte der Sprecher. Die SPD zweifelt an der Fortsetzung der Ausbildungsmission in dem Krisenstaat.

+++ 16.26 Uhr: Jamaika-Unterhändler treffen sich zu getrennten Vorbesprechungen +++

Kurz vor den ersten Jamaika-Sondierungen in großer Runde haben sich Union, FDP und Grüne zu getrennten Vorberatungen getroffen. Die gemeinsame Runde der mehr als 50 Unterhändler wollte ihre Beratungen gegen 16.30 Uhr in einer Art Generalaussprache offiziell beginnen. Die Generalsekretäre der verschiedenen Parteien hatten insgesamt zwölf Themenblöcke aufgestellt, über die in den kommenden Wochen in unterschiedlicher Zusammensetzung beraten werden soll. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel traf gegen 16.15 Uhr am Verhandlungsort ein. Verhandelt wird in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft.


+++ 16.08 Uhr: Achtjähriger fährt mit Auto an Tankstelle in ein Schaufenster +++

Ein Achtjähriger ist in Kressbronn am Bodensee mit einem Auto von einem Tankstellengelände aus in ein Schaufenster gefahren. Wie die Polizei mitteilte, wollte der Besitzer des Wagens an der Tankstelle bezahlen, während das Kind im Fahrzeug warten sollte. Den Zündschlüssel ließ der Mann stecken. Der Junge kletterte auf den Fahrersitz, startete den Motor, fuhr über das Gelände und prallte mit dem Wagen rund 20 Meter entfernt in das Schaufenster eines Autohauses. Dabei sei ein Schaden von rund 25.000 Euro entstanden, sagte ein Polizeisprecher. Der Autobesitzer und das Kind seien nicht miteinander verwandt, hieß es.

+++ 15.58 Uhr: SPD will Pflegeausbildung auch für geduldete Flüchtlinge öffnen +++

Die SPD will die Pflegehelferausbildung für Flüchtlinge öffnen, die über den Status einer Duldung verfügen. Diese sollten die Möglichkeit erhalten, "in Deutschland eine Pflegehelferausbildung zu machen und währenddessen einen gesicherten Aufenthalt zu erhalten", forderte die SPD-Sozialexpertin Kerstin Griese. Sie wies darauf hin, dass "Pflegekräfte händeringend gesucht werden".  "Viele Flüchtlinge möchten die ein- bis zweijährige Ausbildung zum Alten- oder Krankenpflegehelfer gerne machen und haben die Voraussetzungen dafür", erklärte Griese weiter. Bisher sei diese Ausbildung aber nicht von der im Integrationsgesetz vorgesehenen Bleibegarantie während der Ausbildung plus zwei Jahren Berufstätigkeit danach erfasst. Dies lasse sich jedoch durch eine einfache Änderung im Integrationsgesetz korrigieren, hob Griese hervor.

+++ 15.47 Uhr: Chinesische Passagierin sorgt mit Münzwurf für Flugchaos +++

Eine abergläubische Passagierin hat auf einem Flughafen in Ostchina für Chaos gesorgt: Die 76-jährige Chinesin warf mehrere Münzen auf das Düsentriebwerk eines Flugzeuges, um sich viel Glück für den Flug zu wünschen, wie die Behörden mitteilten. Stattdessen hatte sie Pech: Sie wurde festgenommen, die Maschine musste am Boden bleiben. Dass die 76-Jährige mit der Fluggesellschaft Lucky Air fliegen sollte, hatte ihr als Glücksgarant offenbar nicht gereicht. Andere Passagiere beobachteten sie während des Boardings in der Statd Anqing beim Werfen der Münzen und meldeten den Vorfall. Als Sicherheitsmaßnahme wurde der Inlandsflug nach Kunming auf den Folgetag verschoben. Ob es zu einer Anklage kommt, war zunächst unklar.

+++ 15.44 Uhr: Pilzsammler findet fünfstelligen Bargeldbetrag +++

Wertvoller Fund im Wald: Ein Pilzsammler hat in einem Waldgebiet in Freiburg Bargeld in fünfstelliger Höhe entdeckt. Das Geld lag offenbar schon längere Zeit am Fundort, wie die Polizei mitteilte. Die Hintergründe der ungewöhnlichen Entdeckung waren zunächst unklar. Nach Angaben eines Polizeisprechers meldete der Pilzsammler seinen Fund den Ordnungshütern. Die Polizei sucht nun den Eigentümer - oder aber Tippgeber, die Angaben zur Herkunft des Gelds machen können.

+++ 15.39 Uhr: WM-Affäre: DFB muss 19,2 Millionen Euro Steuern nachzahlen +++

Der Deutsche Fußball-Bund muss in der WM-Affäre Steuern in Höhe von 19,2 Millionen Euro nachzahlen. Der Verband gab bekannt, vom Finanzamt Frankfurt am Main einen geänderten Steuerbescheid für das WM-Jahr 2006 erhalten zu haben. Der DFB will den Steuerbescheid jedoch anfechten. "Die in den geänderten Bescheiden festgesetzten Steuern wird der DFB fristgerecht zahlen und anschließend auf dem Rechtsweg die Rechtmäßigkeit der Steuerbescheide überprüfen lassen", heißt es in einer Mitteilung. Das Finanzamt wirft dem Verband vor, den Fiskus bei der Rückzahlung eines ominösen Darlehens von 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus im Jahr 2005 bewusst getäuscht zu haben. Das Geld wurde in der Steuererklärung als Beitrag zu einer WM-Gala deklariert, die jedoch nie stattfand. Der Verband räumt die falsche Deklarierung zwar ein, hält die dubiose Millionenzahlung aber immer noch für eine Betriebsausgabe, die steuerlich absetzbar war.

+++ 15.22 Uhr: Durchsuchungen bei BMW wegen Kartellvorwürfen +++

Im Zusammenhang mit Kartellvorwürfen gegen die deutsche Autoindustrie hat die EU einen Hersteller durchsuchen lassen. Das teilte die EU-Kommission mit, ohne den Autobauer zu benennen. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP aus EU-Kreisen erfuhr, handelt es sich um BMW.

+++ 15.07 Uhr: Polizeitaucher bergen gestohlenes Reliquiar aus Flensburger Förde +++

Polizeitaucher haben aus der Flensburger Förde ein Anfang Oktober aus der St. Nikolaikirche in Flensburg gestohlenes antikes Reliquiar geborgen. Das 500 Jahre alte Behältnis aus Bergkristall befand sich zusammen mit einer Reihe anderer aus der Kirche gestohlener Wertgegenstände an der Hafenostseite in der Förde, wie die Polizei mitteilte. Die Kirchenverantwortlichen seien "sehr, sehr glücklich" gewesen, das antike Stück zurückzuerhalten - für Hinweise zum Verbleib war eine Belohnung von tausend Euro ausgesetzt. Das Reliquiar war von unbekannten Tätern zusammen mit einem Kirchensiegel, einem historischen Kirchenschlüssel, drei Geldkassetten, einer EC-Karte und diversen Schlüsseln in der Nacht zum 1. Oktober entwendet worden. Ein jugendlicher Spaziergänger habe am Dienstagnachmittag die Geldkassetten im Hafenbecken bemerkt und die Polizei informiert.

+++ 14.34 Uhr: Zweijähriger bei Krippenausflug an Hundeleine gebunden +++

Erzieher einer Münchner Kinderkrippe haben einen zweijährigen Jungen bei einem Ausflug an eine Hundeleine gebunden. Auf einem Foto, das die "Süddeutsche Zeitung" veröffentlichte, ist das Kleinkind an einen Pfosten fixiert zu sehen, während andere Kinder ihre Brotzeit an einem Tisch einnehmen. Der Geschäftsführer der Einrichtung meldete den Vorfall vom 30. Juni später bei der Aufsichtsbehörde, wie ein Sprecher des städtischen Bildungsreferats sagte.

Grund für die Maßnahme soll das unartige Verhalten des Jungen gewesen sein, erklärten die Betreuer laut "SZ" in einer Stellungnahme. Eine Erzieherin habe die Hundeleine zufällig bei sich getragen; die Maßnahme sei "zur Sicherheit und im Interesse des Kindes" erfolgt. Die Eltern wechselten nach dem Anblick der Ausflugsbilder die Einrichtung und einigten sich mit der Kindertagesstätte auf einen außergerichtlichen Vergleich, wie die Zeitung schreibt. Das Bildungsreferat erfuhr am 10. Juli von dem Vorfall. Nach Gesprächen mit der Aufsichtsbehörde habe die private Einrichtung den Elternbeirat informiert, betonte der Sprecher. "Ob interne Konsequenzen folgten, ist uns nicht bekannt."

+++ 14.19 Uhr: Frau rutscht Kind um - Polizei ermittelt nach Freizeitparkunfall +++

Nach einem Rutschenunfall mit einer verletzten Siebenjährigen in einem Freizeitpark in Niedersachsen sucht die Polizei immer noch nach der Verursacherin. Die bislang unbekannte Frau soll im Serengeti-Park Hodenhagen das Kind am Ende einer Teppichrutsche so heftig gerammt haben, dass es bewusstlos wurde. Das Mädchen wurde mit Verdacht auf eine Hirnblutung in ein Krankenhaus nach Hannover geflogen. Dort kam es vorübergehend auf die Intensivstation, wie die Soltauer "Böhme-Zeitung" berichtete. Mittlerweile sei das Kind aber wieder daheim.

"Was stehst Du hier doof rum", soll die Frau laut Polizei nach dem Vorfall am Freitag vergangener Woche noch zu dem Kind gesagt haben. "Handyvideos von Zeugen werden derzeit geprüft", teilte ein Polizeisprecher am Freitag dazu mit. Ermittelt werde wegen fahrlässiger Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung. 

+++ 14.05 Uhr: Parlamentswahl in Tschechien hat begonnen - Populist in Umfragen vorn +++

In Tschechien hat die zweitägige Parlamentswahl begonnen. Klarer Favorit in allen Umfragen ist der Multimilliardär und Medienunternehmer Andrej Babis mit seiner Protestbewegung ANO ("Ja"). Der 63-Jährige, gegen den die Polizei wegen EU-Subventionsbetrugs ermittelt, profilierte sich im Wahlkampf als Flüchtlingsgegner und Euroskeptiker.

+++ 13.07 Uhr: Räuber verlieren 10.000 Euro - Polizei sammelt Geld auf Straße ein +++

Nach der Sprengung eines Geldautomaten in Niedersachsen haben die Täter auf ihrer Flucht rund 10.000 Euro verloren. Polizisten und Feuerwehrleute sammelten in der Nacht die auf der Straße liegenden Geldscheine ein, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Täter hatten Gas eingesetzt, um den Geldautomaten in einer Bankfiliale in Weener in Ostfriesland zu sprengen. Anschließend beluden sie einen dunkles Auto mit ihrer Beute. "Auf der Flucht ist ihnen Geld abhanden gekommen", sagte die Polizeisprecherin. Wie das passieren konnte, sei unklar. Medienberichten, wonach die losen Scheine aus dem nicht ganz verschlossenen Kofferraum fielen, konnte sie nicht bestätigen. Zunächst müssten die Zeugenbefragungen fortgesetzt werden.

Die Täter entkamen mit einem Betrag im "oberen fünfstelligen Bereich". Ein Polizeisprecher sagte, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich in Tatortnähe oder auf dem Fluchtweg weitere Geldscheine befinden. Mögliche Finder forderte er auf, das Geld bei der Polizei abzugeben. Wer es einstecke, begehe eine Straftat.

+++ 12.38 Uhr: Familientragödie in Italien: Vater und Kinder durch Feuer getötet +++

Bei einem Wohnungsbrand im norditalienischen Como sind ein Vater und drei seiner vier Kinder ums Leben gekommen. Die Feuerwehr hatte auf Twitter von einem "sehr schweren Brand" im obersten Stockwerk eines Wohnhauses im Zentrum der Stadt am Comer See berichtet. Der 49-jährige Vater sei bereits tot in der Wohnung gefunden worden, als die Rettungskräfte eintrafen, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa. Drei der vier Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren starben im Krankenhaus an ihren Verletzungen, nachdem die Rettungskräfte sie zuvor noch reanimieren konnten. Der älteste Sohn wurde weiter in einem Krankenhaus behandelt. Die Mutter sei zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause gewesen, weil sie sich in psychologischer Behandlung befinde. Laut Ansa deuteten erste Ermittlungen daraufhin, dass das Feuer gelegt wurde - möglicherweise vom Vater selbst. Nachbarn hatten die Feuerwehr alarmiert.

+++ 12.02 Uhr: Tod der fünfjährigen Carrie: Mord-Urteile sind rechtskräftig +++

Sie überließen ein schwer verletztes Kind sich selbst, riefen keinen Arzt und wurden schließlich Zeugen seines Sterbens: Nach Feststellung des Bundesgerichtshofs hat das Landgericht Kaiserslautern die Mutter der fünfjährigen Carrie und ein Paar zu Recht zu lebenslanger Haft wegen Mordes durch Unterlassen verurteilt. Der 4. Strafsenat des BGH verwarf die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts vom Februar als unbegründet, wie der Bundesgerichtshof mitteilte. "Das Urteil ist damit rechtskräftig." Das Kind war am Nachmittag des 20. Juni 2016 in der Wohnung des Paares gestürzt und hatte dabei eine schwere Kopfverletzung erlitten. Nach Feststellung des Landgerichts riefen die drei Angeklagten keinen Arzt, weil sie verdecken wollten, dass das Mädchen in den Wochen vor seinem Tod misshandelt und vernachlässigt worden war. Dabei hätten sie den Tod des Kindes zumindest billigend in Kauf genommen. Die Fünfjährige hatte bei dem Paar gewohnt und war nach Darstellung des Gerichts vor allem von dem Mann immer wieder misshandelt worden. Es hatte in einer fensterlosen Kammer leben müssen und aus Hunger mehrmals Katzenkot gegessen.

+++ 11.55 Uhr: Pflege im Krankenhaus wird gestärkt +++

Die Pflege im Krankenhaus wird gestärkt. Kliniken mit vielen pflegebedürftigen Patienten können künftig über den sogenannten Fallpauschalenkatalog ein Zusatzentgelt abrechnen, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der privaten Krankenversicherung mitteilten. Die zusätzlichen Gelder bekommen Kliniken demnach für Patienten mit höheren Pflegegraden, konkret ab Pflegegrad drei, die mindestens fünf Tage stationär bleiben. Damit werde der höhere Versorgungsaufwand der Krankenhäuser für schwer pflegebedürftige Patienten berücksichtigt.

+++ 11.43 Uhr: Air-Berlin-Flieger darf auf Island nicht abheben +++

Ein Flugzeug der insolventen Air Berlin darf auf Island nicht mehr abheben. Die deutsche Fluggesellschaft habe Flughafengebühren nicht gezahlt, teilte der Betreiber des internationalen Flughafens Keflavik, Isavia, mit. Der Rückflug nach Düsseldorf wurde gestrichen. Laut Isavia waren die Gebühren bereits vor dem Insolvenzantrag von Air Berlin im August fällig. Die Entscheidung, das Flugzeug jetzt nicht abheben zu lassen sei "die letzte Maßnahme, um die Bezahlung bereits erbrachter Dienstleistungen sicherzustellen". Zuvor hatte das Luftverkehrs-Onlinemedium "Airlive" über das gestrandete Flugzeug berichtet.

+++ 11.39 Uhr: Bahnverkehr nach Österreich wegen Fliegerbombe eingeschränkt +++

Der Fund einer Fliegerbombe im Landkreis Rosenheim hat am Freitag zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr von Deutschland nach Österreich geführt. Sowohl die Zugstrecke zwischen München und Salzburg als auch die Strecke zwischen München und Innsbruck wurden gesperrt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte. Zudem wurden nach dem Bombenfund Evakuierungen in einem Umkreis von hundert Metern angeordnet. Die Bombe war bei Baggerarbeiten in der Gemeinde Kastenau entdeckt worden.

+++ 11.08 Uhr: Früherer AfD-Abgeordneter Arppe muss erneut wegen Volksverhetzung vor Gericht +++

Der für die AfD in den Schweriner Landtag gewählte Abgeordnete Holger Arppe wird sich erneut wegen mutmaßlicher Volksverhetzung vor Gericht verantworten müssen. Das Landgericht Rostock werde voraussichtlich "zeitnah" einen Termin anberaumen, sagte eine Gerichtssprecherin. Zuvor hatte der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns am Donnerstag mit den Stimmen aller fünf vertretenen Fraktionen die Immunität Arppes aufgehoben. Der inzwischen fraktionslose Arppe war bei der Sitzung nicht anwesend. Die Aufhebung der Immunität macht den Weg frei für die Berufungsverhandlung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Rostock, das Arppe selbst anfocht. Er war 2015 wegen Volksverhetzung zu 2700 Euro Geldstrafe verurteilt worden, weil er in einem Internetpost die britischen Inseln als einen Ort bezeichnet hatte, wo Muslime aus der Europäischen Union in Quarantäne gesteckt werden könnten.

+++ 10.56 Uhr: Ehemaliger SS-Wachmann aus Frankfurt angeklagt +++

Einem ehemaligen SS-Wachmann eines Konzentrationslagers der Nazis soll in Frankfurt der Prozess gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 96 Jahre alten Mann aus Frankfurt erhoben. Es geht um Beihilfe zum Mord, wie die Behörde mitteilte. Dem damals 22-Jährigen wird vorgeworfen, als Wachmann im Zweiten Weltkrieg zwischen August 1943 und Januar 1944 Teil der Tötungsmaschinerie der Nationalsozialisten gewesen zu sein. Ob der Prozess zustande kommt und die Anklage zugelassen wird - darüber muss nun das Landgericht Frankfurt entscheiden. Verhandlungsfähig ist der betagte Angeklagte jedenfalls, wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage sagte. Der 96-Jährige sei begutachtet worden. Demnach dürfe nicht mehr als zwei Tage pro Woche verhandelt werden, und auch nur maximal zwei Stunden pro Tag.

Der damals 22-Jährige sei Wachmann im Vernichtungslager Lublin-Majdanek im damals besetzten Polen gewesen. Dort sei er unter anderem mit der Bewachung der zur Tötung bestimmten Gefangenen befasst gewesen. Den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft zufolge soll er wie alle anderen SS-Angehörigen des Lagers um die Grausamkeit der organisierten Massentötungen gewusst haben. Als Wachmann habe er auch an der Erschießung von mindestens 17.000 deportierten jüdischen Gefangenen im November 1943 mitgewirkt.

+++ 9.11 Uhr: In Australien rollt das letzte im Land produzierte Auto vom Band +++

In Australien ist das letzte im Land produzierte Auto vom Band gerollt - ein Pkw der Traditionsmarke Holden. Die Schließung des Werks im Norden von Adelaide im Bundesstaat South Australia ist das Ende einer Ära: Holden war 1856 als Sattlerei gegründet worden und stellte 1948 das erste Auto in Massenfertigung in Australien her. Premierminister Malcolm Turnbull sagte, er sei sehr traurig, "wie wir alle". Auf dem Höhepunkt seines Erfolges beschäftigte Holden 24.000 Menschen. Jetzt sind es nur noch 950. Die Gewerkschaft macht die Regierung für die Schließung verantwortlich - Subventionen für die Industrie gibt es seit 2014 nicht mehr

+++ 8.57 Uhr: DGB-Chef befürchtet Einschränkung der Arbeitnehmerrechte in Jamaika-Koalition +++

DGB-Chef Reiner Hoffmann befürchtet eine Einschränkung der Arbeitnehmerrechte in einer Jamaika-Koalition. Im Südwestrundfunk (SWR) verwies er auf Erfahrungen beim Mindestlohn in Schleswig-Holstein, wo bereits ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP an der Macht ist. "Da wird eine Bundesratsinitiative gestartet, wo es darum geht, die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten beim Mindestlohn zu schwächen", sagte der DGB-Chef. "Das würde eine Durchlöcherung des Mindestlohns bedeuten", warnte er. Schon jetzt versuchten viele Unternehmen, den Mindestlohn zu unterlaufen, weil die Kontrollen viel zu schwach seien. Der Deutsche Gewerkschaftsbund bezweifelt, dass das angestrebte Vier-Parteien-Bündnis auf Bundesebene in der Lage sei, soziale Fortschritte auf den Weg zu bringen.

 

+++ 7.43 Uhr: Studie: Jeder sechste Todesfall weltweit geht auf Umweltverschmutzung zurück +++

Umweltverschmutzung ist einer Studie zufolge für weltweit jeden sechsten vorzeitigen Todesfall verantwortlich. Im Jahr 2015 hätten durch Umweltverschmutzung verursache Krankheiten zum Tod von neun Millionen Menschen geführt, heißt es in einer im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Untersuchung. Das sei drei Mal mehr als durch Aids, Tuberkulose und Malaria zusammen und 15 Mal mehr als durch Kriege und andere Formen der Gewalt. Besonders drastische Folgen hat der Studie zufolge die Luftverschmutzung - durch Industrie- und Autoabgase, aber auch im Inneren von Räumen durch das Verbrennen von Holz oder Kohle zum Heizen oder Kochen.

+++ 7.34 Uhr: Zoll findet sechs verweste Wasserbüffelschädel in Postsendung +++

Der Zoll in München hat in einer Sendung aus Indonesien einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Die Beamten fanden sechs Wasserbüffelschädel. "Die Einfuhr ist erlaubt - allerdings waren die Schädel teilweise so stark verwest und von Maden befallen, dass wir die Sendung vernichtet haben", sagte Marie Müller vom Hauptzollamt München. Den Beamten war beim Röntgen des Paketes in der vergangenen Woche der schlechte Zustand der Lieferung aufgefallen. Die Vernichtung diene dem Tier- und Seuchenschutz. Die etwa drei Kilo schweren Schädel mit dem imposanten Geweih waren für den Verkauf in München vorgesehen.

+++ 7.23 Uhr: Dach von Busdepot in Südindien eingestürzt - Mindestens acht Tote +++

Beim Einsturz eines Gebäudes in einem Busdepot sind in Indien mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Weitere drei Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, wie die Behörden im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu mitteilten. Bei den Todesopfern handelte es sich um sieben Fahrer und einen Schaffner der staatlichen Busgesellschaft. Sie hatten in dem Gebäude des Depots im Ort Porayar geschlafen, als das Dach einstürzte, wie der Verkehrsminister von Tamil Nadu erklärte. Die Ursache war zunächst unklar, das Gebäude soll alt und reparaturbedürftig gewesen sein.  

+++ 6.32 Uhr: Falsche Polizisten am Telefon - Betrugsmasche immer häufiger +++

In Deutschland werden falsche Polizisten, BKA-Beamte oder Staatsanwälte am Telefon als Betrugsmasche immer mehr zum Problem. In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Delikte, bei denen so getarnte Gauner arglose Senioren um ihr Geld bringen wollen, stark an: Von Januar bis März wurden mindestens knapp 1200 Fälle gemeldet, fast doppelt so viele wie in den drei Monaten zuvor, wie das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Beamten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Laut (BKA) agieren die Täter deutschlandweit.

+++ 6.03 Uhr: US-Senat billigt Haushalt für 2018 +++

Der US-Senat hat den Haushalt für das Jahr 2018 gebilligt und zugleich den Weg frei gemacht für die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump. In einer eher symbolischen Abstimmung votierten die Senatoren mit 51 zu 49 Stimmen für den Haushalt.

Nach dem Debakel mit der Gesundheitsreform hat die Verabschiedung der Steuerreform vor Jahresende für die Republikaner im US-Kongress die höchste Priorität. Vorgesehen sind Steuersenkungen im Umfang von 1,5 Billionen Dollar. Die deutliche Reduzierung der Steuerlast für Bürger und Unternehmen war eines von Trumps zentralen Wahlkampfversprechen.   

+++ 5.05 Uhr: Wohlfahrtsverbände befürworten Familiennachzug für Flüchtlinge +++

Die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas hoffen darauf, dass sich Union, FDP und Grüne in ihren Sondierungsgesprächen darauf verständigen, den Familiennachzug für Flüchtlinge nicht weiter einzuschränken. Mit Blick auf Schätzungen des Auswärtigen Amtes, wonach bis Ende 2018 etwa 100.000 bis 200.000 Menschen aus Syrien und dem Irak einen Antrag auf Familiennachzug stellen könnten, sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Für Deutschland ist die Aufnahme und Integration der schutzsuchenden Menschen in dieser Größenordnung gut zu meistern."

+++ 4.20 Uhr: Drei Leichen in Tiefgarage - Polizei sucht die Hintergründe +++

Nach dem Fund von drei Leichen in einer Tiefgarage in Eislingen (Baden-Württemberg) versucht die , die Hintergründe zu klären. Ob die Toten auch schon obduziert werden, stand zunächst nicht fest. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine Beziehungstat. Wodurch die 56-jährige Frau und ihr gleichaltriger Mann sowie ein 26-Jähriger starben, sagten die Ermittler am Donnerstag nicht. Allerdings sei massiv Gewalt ausgeübt worden. Die Leichen waren am Donnerstagmittag von Benutzern der Tiefgarage gefunden worden. Der 26-Jährige war womöglich der Lebensgefährte der Frau.

+++ 3.30 Uhr: Mann fliegt bei Unfall aus Cabrio und wird von Lkw überrollt +++

Ein Mann ist bei einem in Düsseldorf aus seinem Cabrio geschleudert und von einem Lastwagen überrollt worden. Der 29-Jährige starb an der Unfallstelle, wie die Polizei mitteilte. Zuvor war der Sportwagen beim Überholen mit dem Lkw kollidiert, woraufhin der Fahrer die Kontrolle über das Cabrio verlor. In dem Fahrzeug befand sich neben dem 29-Jährigen noch ein ein Jahr älterer Mann - wer den Wagen steuerte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Der 29-Jährige war bei dem Unfall laut Polizei womöglich nicht angeschnallt. Der zweite Mann und der Lkw-Fahrer, der einen Schock erlitt, mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Unfallursache war zunächst unklar. 

+++ 2.40 Uhr: US-Außenministerium sieht Fortschritte im Visa-Streit mit Ankara +++

In Gesprächen über den Visa-Streit zwischen Washington und Ankara sind US-Angaben zufolge substanzielle Fortschritte erzielt worden. Eine US-Delegation unter Leitung des Diplomaten Jonathan Cohen, die in die Türkei gereist sei, habe "fruchtbare Gespräche" geführt, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington. Die USA würden sich weiter engagieren, alle relevanten Fragen zu klären, um schnell wieder zu den normalen Visa-Prozeduren zurückzukehren.

+++ 1.32 Uhr: Protest in Katalonien: Separatisten rufen zu Sturm auf Banken auf +++

Im Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in haben separatistische Organisationen die Bürger der spanischen Region zu einem Sturm auf die Banken aufgerufen. Die Bürgerinitiative Katalanische Nationalversammlung (ANC) und der Kulturverein Omnium Cultural appellierten an ihre Anhänger, massiv Geld von Konten der fünf größten Banken abzuheben. Die Aktion solle zunächst zwischen acht und neun Uhr vormittags stattfinden. Damit solle gegen Inhaftierung der Präsidenten der beiden Organisationen, Jordi Sànchez (ANC) und Jordi Cuixart (Omnium), und gegen die Firmenflucht protestiert sowie der Wille zur Gründung eines unabhängigen Staates in Katalonien bekundet werden, betonten beide Organisationen.

+++ 1.17 Uhr: Merkel: EU für "verantwortliche" Kürzung der Türkeihilfen +++

Der EU-Gipfel in Brüssel hat sich nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel dafür ausgesprochen, die Finanzhilfen für die Türkei "in verantwortlicher Weise zu kürzen". Die EU-Kommission sei beauftragt, dies umzusetzen, sagte Merkel nach dem ersten Gipfeltag. Damit reagiere die EU auf die "absolut unbefriedigende Situation der Menschenrechte" in der Türkei. Auch Gespräche über die von Ankara geforderte Erweiterung der Zollunion mit der EU werde es nicht geben.

Gleichwohl sprach sich Merkel dafür aus, mit Ankara weiter zu reden. "Ich habe dafür geworben, das Gespräch mit der Türkei zu suchen", betonte sie. Wichtig sei eine einheitliche Position der EU-Mitglieder. Für eine Beendigung der Beitrittsverhandlungen gebe es in der EU keine Mehrheit.

+++ 0.56 Uhr: Zahl der Todesopfer durch Waldbrände in Portugal auf 43 gestiegen +++

Die Zahl der Todesopfer durch die verheerenden Waldbrände in Portugal ist auf 43 gestiegen. Nahe eines Krankenhauses in Coimbra sei eine weitere Leiche entdeckt worden, teilte ein Sprecher des Katastrophenschutzes mit. Die Brände, die am Sonntag und Montag gewütet hatten, sind seit Dienstag weitgehend unter Kontrolle.

+++ 0.07 Uhr: Jamaika-Generalsekretäre einigen sich auf 12 Verhandlungsblöcke +++

Vor den heute in großer Runde beginnenden Sondierungen für eine Jamaika-Koalition haben sich die Generalsekretäre von CDU, CSU, FDP und Grünen auf die zentralen zwölf Themenblöcke geeinigt. An erste Stelle stehen dabei die Themen Finanzen, Haushalt und Steuern, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Die Themenblöcke sollen Grundlage des ersten gemeinsamen Sondierungstreffens in der großen Runde von mehr als 50 Unterhändlern sein.

Nach dpa-Informationen hatten die Generalsekretäre von ihren Verhandlungsführern den Auftrag erhalten, sich auf Themen und die Reihenfolge zu einigen. Am Ende könnten die Spitzen von CDU, CSU, FDP und Grünen noch geringfügige Änderungen besprechen, hieß es weiter. Auf den Bereich Finanzen folgt nach dpa-Informationen als Punkt zwei der Themenblock Europa.

fs/DPA/AFP

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