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News des Tages: Polizei verhindert Anschlag auf Berliner Halbmarathon - sechs Festnahmen

Messer-Attacke auf Berliner Halbmarathon verhindert +++ Frachter rammt historische Villa am Bosporus +++ Mutmaßlicher Chemiewaffenangriff auf Ost-Ghuta +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Polizei in Berlin hat einen Anschlag auf den Halbmarathon verhindert, bei dem am Sonntag rund 36.000 Sportler und Tausende Zuschauer unterwegs sind

Die Polizei in Berlin hat einen Anschlag auf den Halbmarathon verhindert, bei dem am Sonntag rund 36.000 Sportler und Tausende Zuschauer unterwegs sind

DPA

Alle Nachrichten zur Amokfahrt in Münster finden Sie hier in unserem Sonderticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Anschlag auf Berliner Halbmarathon verhindert (15.56 Uhr)
  • Mann läuft im Drogenrausch nackt über Autobahn (12.52 Uhr)
  • Diebe stehlen Kindern ihre Schnitzeljagd-Beute (11.07 Uhr)
  • Thailands Polizei prämiert Unfallvideos (10.57 Uhr)
  • Frachter rammt historische Villa am Bosporus (10.19 Uhr)
  • Mutmaßlicher Chemiewaffenangriff auf Ost-Ghuta (2.11 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:   

+++ 17:34 Uhr: Berliner Polizei bestätigt Festnahmen +++

Die Berliner Polizei hat nach dem Ende des Halbmarathons in der Hauptstadt die Festnahme mehrerer Verdächtiger bestätigt. Vor der Sportveranstaltung habe es "vereinzelte Hinweise darauf gegeben, dass die Festgenommenen im Alter von 18 bis 21 Jahren an der Vorbereitung eines Verbrechens im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung beteiligt gewesen sein könnten", erklärte die Polizei am späten Sonntagnachmittag. Von einem Terrorverdacht war in der Mitteilung zunächst nicht die Rede.

+++ 15:56 Uhr: Polizei verhindert Anschlag auf Berliner Halbmarathon +++

Die Berliner Polizei hat nach Informationen der "Welt" einen Anschlag während des Halbmarathons in der Hauptstadt verhindert. Spezialkräfte hätten vier Männer festgenommen, berichtete die Zeitung am Sonntag. Der Hauptverdächtige gehöre zum privaten Umfeld des Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri und soll geplant haben, mit Messern Zuschauer und Teilnehmer der Sportveranstaltung zu töten. Laut "Welt" soll keine konkrete Gefahr bestanden haben, weil der Hauptverdächtige unter Beobachtung der Sicherheitskräfte gestanden habe. An dem Halbmarathon nahmen am Sonntag nach Angaben der Organisatoren rund 36.000 Sportler teil.

Die Polizei bestätigte sogar sechs Festnahmen. Es habe gemeinsame Durchsuchungen des Staatsschutzes und der Berliner Generalstaatsanwaltschaft gegeben, wobei sechs Verdächtige festgenommen worden seien, erklärten die Beamten am Sonntag im Onlinedienst Twitter.

In der Wohnung eines mutmaßlichen Komplizen des am Sonntag von den Einsatzkräften überwältigten Hauptverdächtigen hätten auf Sprengstoff trainierte Hunde im Keller angeschlagen, berichtete die Zeitung weiter. Eine der durchsuchten Wohnungen im Berliner Westen soll laut "Welt" auch nach dem Anschlag mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 durchsucht worden sein. Damals hatte Amri zwölf Menschen getötet und fast 70 weitere verletzt, auf der Flucht wurde der Tunesier einige Tage später in Italien erschossen.

+++ 15.35 Uhr: Siebenjährige spielt auf Mozarts Kindergeige für Chinas Staatschef Xi +++

Auf der Kindergeige von Wolfgang Amadeus Mozart hat ein siebenjähriges Musiktalent aus Österreich in Peking für Chinas Präsident Xi Jinping und dessen Frau Peng Liyuan vorgespielt. Beim Staatsbankett zum Besuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz in der Großen Halle des Volkes spielte Anna Cäcilia Pföß auf dem kostbaren Instrument Werke des großen Komponisten sowie österreichische und chinesische Volksweisen. Als Musikbotschafterin begleitet das Mädchen die bisher größte Delegation aus Österreich nach China, um für die Alpenrepublik als Kulturland zu werben. Die Siebenjährige ist das dritte Kind von zwei Musikpädagogen, spielt seit 2014 Geige und hat schon Preise gewonnen. Ihr Auftritt war gerade für die Ehefrau des chinesischen Präsidenten ein besonderes Ereignis: Peng Liyuan ist selbst Sängerin, war vor dem Amtsantritt ihres Mannes 2012 bekannter als Xi Jinping.

Die Kindergeige von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) liegt in der Größe zwischen einer Viertel- und Halbgeige. Das wertvolle Instrument ist im Besitz der Stiftung Mozarteum Salzburg und wird normalerweise in Mozarts Geburtshaus ausgestellt.

+++ 15.34 Uhr: Frühlingsgefühle lösen Polizeieinsatz aus +++

Seinen Frühlingsgefühlen hat ein Pärchen in einem Auto bei Germersheim frönen wollen - und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Mann hatte über das Auto informiert, in der Annahme, es habe sich in dem Waldstück festgefahren, teilte die Polizei in Rheinland-Pfalz mit. Den Beamten habe sich aber ein ganz anderes Bild geboten. Das Pärchen sei zwar noch angezogen gewesen, habe aber mit heftigem Schmusen schon begonnen. "Die beiden wurden von den Beamten höflich aufgefordert, hierfür die Abgeschiedenheit ihrer eigenen vier Wände aufzusuchen", teilte die Polizei mit. Das Pärchen sei dem "peinlich berührt" umgehend nachgekommen.

+++ 14.46 Uhr: Trump sieht Lösung im Handelsstreit mit China +++

US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich gezeigt, den Handelsstreit mit China beenden zu können. China werde seine Handelsbarrieren abbauen, "weil es das Richtige ist", schrieb Trump auf Twitter. Die gegenseitigen Zölle würden angepasst, und ein Abkommen zu geistigem Eigentum werde erreicht, erklärte der Präsident. Chinas Präsident Xi Jinping und er würden "immer Freunde bleiben", egal was im Handelsstreit passiere.

Zuletzt hatte sich der Streit zwischen den USA und China immer weiter verschärft. Nach der Androhung weiterer Strafzölle durch das Weiße Haus hatte Peking am Freitag mit der Kampfansage reagiert, China werde "um jeden Preis" bis zum Ende gehen. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt überziehen sich seit Tagen gegenseitig mit der Ankündigung von umfangreichen Strafzöllen.

+++ 14.20 Uhr: Razzia gegen mutmaßliche Rechtsterroristen in drei Bundesländern +++

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft die Wohnungen von acht Beschuldigten in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsuchen lassen. Die Verdächtigen sollen der sogenannten Reichsbürgerszene angehören und sich spätestens im Sommer 2017 zusammengeschlossen haben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Dabei sollen sie "auch in Betracht gezogen haben, nötigenfalls zielgerichtet Menschen zu töten", und sich "zu diesem Zweck bereits Waffen beschafft haben". Festnahmen erfolgten den Karlsruher Angaben zufolge zunächst nicht. Die Razzia diente demnach "dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren". Insbesondere solle "geklärt werden, ob die Beschuldigten tatsächlich über Waffen verfügen". Daher seien auch die Spezialeinheit GSG 9 und das mobile Einsatzkommando des Bundeskriminalamtes eingesetzt worden.

Die Beschuldigten sollen sich laut Bundesanwaltschaft mit dem deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 identifizieren und die staatliche Ordnung der Bundesrepublik ablehnen. Ihr Ziel soll demnach sein, "die bundesrepublikanische Ordnung durch eine an die organisatorische Struktur des deutschen Kaiserreichs angelehnte, neue staatliche Ordnung zu ersetzen".

+++ 13.18 Uhr: Mehrere Tote bei Zusammenstoß von Kleinbus mit Zug auf der Krim +++

Auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim sind bei einem Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Regionalzug mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und mehrere verletzt worden. Die örtlichen Gesundheitsbehörden bestätigten die Zahl der Toten und sprachen von drei Verletzten, die Agentur Tass berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte von bis zu sieben. Nach Angaben des russischen Zivilschutzes ereignete sich der Unfall an einem Bahnübergang ohne Verkehrsregulierung. Der Zug sei nicht entgleist, den Bahnpassagieren sei nichts geschehen, hieß es weiter.

Russland hatte sich die ukrainische Halbinsel Krim 2014 einverleibt. Der Westen kritisiert dies als Völkerrechtsbruch. Die Krim ist für viele Russen ein beliebtes Touristenziel, zugleich hat die russische Schwarzmeerflotte dort einen Stützpunkt.

+++ 12.52 Uhr: Mann läuft im Drogenrausch nackt über die Autobahn +++

 Im Drogenrausch ist ein 26-Jähriger nackt über die Autobahn 7 am deutsch-österreichischen Grenztunnel in Füssen gelaufen. Da der Mann am frühen Samstagmorgen "keine schlüssige Erklärung für seine Darbietung im Adamskostüm liefern konnte", brachten ihn Beamte der Bundespolizei zur örtlichen Polizei. Wie die Ermittler heute mitteilten, konnten sie schnell feststellen, dass der "Flitzer" Drogen genommen hatte. Sie durchsuchten daraufhin das Zimmer des 26-Jährigen in einem nahen Hotel und fanden Ecstasy in seinem Rucksack. Als die Polizei ihm Handfesseln anlegen wollte, leistete der Mann Widerstand. Er erhielt nicht nur eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, sondern auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

+++ 12.26 Uhr: Söder will eigene Schulklassen für Kinder aus Migrantenfamilien +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will eigene Schulklassen für Kinder aus Migrantenfamilien einführen - und den Zugang zum normalen Unterricht von Deutschkenntnissen abhängig machen. "Nur diejenigen Schüler kommen in den Regelunterricht, die unsere Sprache sprechen und unsere Werte verstehen", sagte Söder der "Bild am Sonntag". Bei den sogenannten Deutschklassen solle es sich um "Ganztagesklassen mit kleinerer Klassenstärke" handeln, führte der Ministerpräsident aus. "Dort wird Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien intensiv Deutsch vermittelt, aber gleichzeitig auch Wertekunde. Denn das kann man nicht nur in vierwöchigen 'Crashkursen' lernen". So würden "Intoleranz und Antisemitismus" nicht zu den in Deutschland geltenden Werten gehören.

+++ 12.06 Uhr: Deutsche "Astronautin"-Kandidatin glaubt an Außerirdische +++

Die "Astronautin"-Kandidatin Insa Thiele-Eich glaubt an Außerirdische. "Ich glaube, es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir die Einzigen sind. Es würde mich sehr wundern", sagte die 34-Jährige dem Rundfunksender Hit Radio FFH in Bad Vilbel. Die Frage sei, wie dieses andere Leben aussehe. "Ach, ich habe so viele Fragen. Die Faszination für das Weltall ist ungebrochen da", sagte die Wissenschaftlerin. Thiele-Eich ist eine von zwei Bewerberinnen für einen möglichen Weltraumflug im Jahr 2020 und wäre damit die erste deutsche Frau im All. 2017 wurde sie unter mehr als 400 Bewerberinnen der privat finanzierten Initiative "Astronautin" ausgewählt. Zweite Kandidatin ist die Münchener Astrophysikerin Suzanna Randall.

+++ 11.54 Uhr: Syrische Truppen verhindern angeblich Flucht von Zivilisten aus Afrin +++

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat syrischen Regierungstruppen und ihren Verbündeten schwere Vorwürfe im Umgang mit Zivilisten in Afrin gemacht. Menschen, die aus der von der türkischen Armee und ihren Verbündeten eingenommenen Stadt fliehen wollten, sei der Fluchtweg versperrt worden, teilte HRW mit. Verbündete der türkischen Armee hätten zudem Eigentum von Zivilisten geplündert oder zerstört. Die humanitären Zustände seien für alle Menschen, die vor den Kämpfen in Afrin geflohen seien, bereits akut. Diejenigen, denen Zugang zu Regierungsgebieten verweigert und deren Eigentum geplündert werde, seien besonders schutzlos.

Die Menschenrechtsorganisation berichtete, dass Zivilisten an Straßensperren aufgefordert worden seien, umgerechnet bis zu 1000 US-Dollar zu zahlen, um in Gebiete zu gelangen, die unter Kontrolle der syrischen Regierung stehen. Zudem hätten mehrere bewaffnete Gruppen, die zusammen mit der Türkei Afrin eingenommen hatten, Zivilisten bedroht und ausgeraubt.

+++ 11.09 Uhr: Vergiftete Skripals könnten künftig in USA leben +++

Nach ihrer Genesung könnten der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia einem Bericht zufolge mit neuer Identität in den USA leben. Auf diese Weise sollten sie vor weiteren Mordversuchen geschützt werden, berichtete die britische Zeitung "Sunday Times". Über die Zukunft der beiden Anschlagsopfer hätten bereits Vertreter des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 mit US-Kollegen von der CIA diskutiert. "Ihnen werden neue Identitäten angeboten", zitierte die Zeitung eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Die 33-jährige Julia Skripal, die eigentlich in Russland lebt, soll Hilfe der russischen Botschaft abgelehnt haben. Ein offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. 

Vater und Tochter waren vor fünf Wochen bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Stadt Salisbury aufgefunden worden. London beschuldigt Moskau, Drahtzieher des Attentats zu sein. Britische Forscher wiesen bei den Opfern das Nervengift Nowitschok nach.

+++ 11.07 Uhr: Diebe stehlen Kindern ihre Schnitzeljagd-Beute +++

Eine Detektiv-Geburtstagsfeier ist für eine Gruppe von Kindern in Mecklenburg-Vorpommern plötzlich sehr realistisch geworden. Sie folgten bei einer Schnitzeljagd in Waren an der Müritz den Hinweisen, die ihre Eltern ausgelegt hatten, um ein vermeintlich gestohlenes Fahrrad zu finden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Schnitzeljagd führte die Kinder zu einer Freilichtbühne, wo sie das Damenrad angekettet finden sollten. Dort lag aber nur noch ein aufgebrochenes Fahrradschloss. "Ein dreister echter Dieb" sei der Gruppe zuvorgekommen, teilte die Polizei mit. Der Kindergeburtstag endete auf dem Polizeirevier mit einer Führung für die Detektive.

+++ 10.57 Uhr: Thailands Polizei prämiert Unfallvideos +++

Wegen einer verheerenden Unfallbilanz mit mehr als 24.000 Toten pro Jahr macht Thailands Polizei jetzt auch per Videowettbewerb Jagd auf Verkehrssünder. Zusammen mit einer Zeitung wurden mehrere Videos von echten Unfällen prämiert, die Autofahrer mit am Armaturenbrett installierten Kameras aufgenommen hatten. Die Gewinnerin der Kampagne "Freiwillige Augen", Wipawee Janthadee, bekam umgerechnet etwa 520 Euro für ein Video, das den Zusammenstoß eines Autofahrers mit einem Motorrad Ende März zeigte. Der 38 Jahre alte Mann hatte nach dem Unfall Fahrerflucht begangen. Mithilfe des Videos, das Wiwapee aus einem nachfolgenden Auto gemacht habe, wurde er aber schnell geschnappt. In der Zeitung "Daily News" wurde er dann auch mit vollem Namen an den Pranger gestellt. Der Motorradfahrer musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Einen Termin für einen Prozess gibt es noch nicht.

+++ 10.41 Uhr: Bayern kündigt Bundesratsinitiative gegen Vielehen an +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Anerkennung von im Ausland geschlossenen Vielehen abschaffen. "Mit einer bayerischen Bundesratsinitiative wollen wir erreichen, dass im Ausland geschlossene Vielehen bei dauerhaft hier lebenden Ehegatten aufzuheben sind", sagte er der "Bild am Sonntag". "Polygame Ehen sind in Deutschland strafbar. Da ist es doch absurd, dass wir uns mit der Zuwanderung Polygamie ins Land holen." Auch wenn es nur relativ wenige Fälle seien, betonte Söder: "Da geht es um grundlegende Werte unserer Gesellschaftsordnung. Da ist jeder Einzelfall einer zu viel."

Zudem kritisierte Söder die Höhe der Kindergeldzahlungen für im Ausland lebende Kinder: "Künftig sollte sich das Kindergeld nach der Kaufkraft des Landes bemessen, in dem die Kinder leben." Die Bundesagentur für Arbeit hatte im vergangenen Jahr rund 343 Millionen Euro Kindergeld an Konten im Ausland gezahlt. Der damalige Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte vor einem Jahr einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach das Kindergeld für EU-Ausländer an das Niveau des Heimatlandes angepasst werden sollte, wenn ihre Kinder dort leben. Dies stieß jedoch in der EU-Kommission auf Widerstand.

+++ 10.19 Uhr: Frachter rammt historische Villa am Bosporus +++

Ein außer Kontrolle geratener Frachter hat am Bosporus in Istanbul eine historische Villa aus osmanischer Zeit gerammt und weitgehend zerstört. Das 225 Meter lange Schiff war nach türkischen Medienberichten am Samstag wegen eines Motorschadens nicht mehr steuerbar und bohrte sich mit dem Bug mit voller Wucht in eine aus Holz erbaute Villa am Ufer. Verletzt wurde niemand.

Die rot gestrichene "Hekimbasi Salih Efendi"-Villa gehört zu einer Reihe luxuriöser Anwesen, die sich osmanische Würdenträger im 19. Jahrhundert am Ufer des Bosporus errichteten. Das Gebäude war zuletzt unbewohnt und wurde für Hochzeitsfeiern und Konzerte vermietet. Die Vorderfront der Villa wurde aufgerissen, das Gebäude stürzte teilweise ein. Der Bosporus gehört zu den am stärksten befahrenen Meerengen der Welt. Im vergangenen Jahr wurde er von mehr als 42.000 Schiffen genutzt.

+++ 10.08 Uhr: Requisiten und persönliche Gegenstände von Russell Crowe versteigert +++

Hollywoodstar Russell Crowe hat in Australien mehr als 200 persönliche Gegenstände und Filmrequisiten versteigern lassen. Die Auktion in Sydney brachte ihm nach Angaben des Veranstalters Sotheby's am Samstag 3,7 Millionen australische Dollar (2,3 Millionen Euro) ein. "Kein schlechter Stundensatz für eine fünf-Stunden-Schicht", schrieb Crowe im Anschluss auf Twitter. Die Versteigerung fand am 54. Geburtstag des australischen Filmstars statt. Insgesamt kamen 227 Objekte unter den Hammer. Am begehrtesten waren Requisten aus dem Oscar-preisgekrönten Film "Gladiator", darunter der voll funktionsfähige Nachbau eines römischen Streitwagens (65.000 australische Dollar) oder der Brustharnisch aus der Todeszene (125.000 australische Dollar). Versteigert wurden auch eine Geige aus dem 19. Jahrhundert und Kunstwerke aus Crowes privater Sammlung.

Crowe erschien für einen Überraschungsbesuch bei der Auktion. Die Zusammenstellung der zu versteigernden Gegenstände habe ihm "viel Spaß" gemacht, sagte er. Gary Singer, Australien-Chef von Sotheby's, bezeichnete die Auktion im Fernsehsender Seven Sunday als "unglaublich erfolgreich". Die Leute seien "einfach verrückt" geworden, sagte er.

+++ 10.05 Uhr: Autobahn in Niederlanden wegen Fan-Krawallen zeitweilig gesperrt +++

Wegen Fan-Krawallen hat die niederländische Polizei am Samstagabend einen Autobahnabschnitt bei Utrecht zeitweilig gesperrt. In der Stadt sowie bei einer Raststätte an der A12 seien rund 30 Randalierer festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. Utrechts Bürgermeister Jan van Zanen ordnete an, dass bei dem für Sonntag angesetzten Spiel zwischen FC Utrecht und ADO Den Haag keine Fans der Gastmannschaft zugelassen werden. "Fußballgewalt wird nicht toleriert", sagte ein Sprecher der Stadt.

In Utrecht sowie an der A12-Raststätte beim Ort De Meern randalierten am Vorabend des Spiels Fans der beiden Clubs. Daran beteiligten sich laut Polizeiangaben auch Anhänger von Feyenoord Rotterdam. Die Autobahn habe vorübergehend in beiden Richtungen gesperrt werden müssen, nachdem an den Krawallen Beteiligte auf die Fahrbahnen liefen. Der Sender NOS berichtete, in Utrecht seien Fans mit Feuerwerkskörpern und Gaststättenmobiliar aufeinander losgegangen. Meldungen über Verletzte gibt es nicht.

+++ 9.31 Uhr: Wehrbeauftragter fordert mehr Tempo bei Bundeswehr-Ausstattung +++

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, fordert mehr Tempo bei der Verbesserung der Ausrüstung der Bundeswehr. "Ausrüstung mit neuem Material dauert bei der Bundeswehr viel zu lange", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für die Soldaten sei es "frustrierend, wenn sie immer wieder zu hören bekommen, dass mehrere Trendwenden längst eingeleitet seien, wenn sich aber gleichzeitig an den Problemen in ihrem Alltag rein gar nichts ändert. Das Prinzip Trendwende muss spürbar werden."

Manche Probleme könnten wirklich schnell gelöst werden, sagte Bartels und nannte als Beispiel die Kampfbekleidung. "Da braucht man keine langjährigen Beschaffungspläne. Da müsste die vollständige Einführung von neuen Stiefeln, Schutzwesten, Hosen und Jacken eigentlich beliebig schnell gehen können. Tempo machen, lautet das Gebot der Stunde." Wie könne es sein, dass es in der Bundeswehr zu wenig Winterbekleidung gebe, fragte der Wehrbeauftragte.

+++ 8.04 Uhr: Große Teile Paderborns werden wegen Bombenentschärfung evakuiert +++

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe hat in der nordrhein-westfälischen Stadt Paderborn am Morgen eine umfangreiche Evakuierung begonnen. Nach Angaben der Polizei müssen mehr als 26.000 Einwohner die Gefahrenzone verlassen. In dem Gebiet liegen mehrere Krankenhäuser, Altenheime, die Universität und Teile der Altstadt, sagte ein Polizeisprecher. Es handele sich größtenteils um Wohngebiet. Mehr als tausend Einsatzkräfte seien vor Ort.

Die Entschärfung der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist laut Polizei gegen 13.30 Uhr geplant, bis Mittag sollen alle Menschen das Sperrgebiet verlassen haben. Die Evakuierungszone erstreckt sich demnach über eine Fläche mit einem Radius von 1,5 Kilometern um die Fundstelle des Blindgängers. Am Abend gegen 17 Uhr soll die Sperrzone planmäßig wieder aufgehoben werden.

+++ 6.20 Uhr: Strahlender Sonnenschein - Frühling geht weiter +++ 

Hoch "Leo" lässt die Frühlingssonne auch heute über Deutschland lachen. Der Morgen zeigt sich meist frisch und klar, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Am Tag ist der Himmel blau, die Sonne scheint. Nur mancherorts - wie in der Lausitz - nahen Schauer, auch Gewitter drohen. Die Temperaturen klettern auf bis zu 25 Grad. Nur wer an den Küsten oder in den Bergen lebt, hat es kühler. Zum Wochenbeginn soll es vor allem in Norddeutschland bei Ost- und Nordostwinden auch tagsüber frischer werden. Immerhin 14 bis 19 Grad seien dann noch möglich, hieß es weiter. Im übrigen Deutschland seien am Montag Temperaturen von 19 bis 23 Grad zu erwarten.

+++ 5.56 Uhr: USA sehen Handlungsbedarf nach Berichten über Chemiewaffeneinsatz +++ 

Die US-Regierung prüft Berichte über einen möglichen Giftgasangriff im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta. Man folge den beunruhigenden Nachrichten über einen weiteren mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien genau, teilte Außenministeriumssprecherin Heather Nauert in Washington mit. Sollten sich die Berichte bestätigen, sei eine sofortige Antwort der internationalen Gemeinschaft gefordert. "Die Vereinigten Staaten bemühen sich weiterhin, mit allen verfügbaren Kräften diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die Chemiewaffen einsetzen - in Syrien oder anderswo", so Nauert.

Zuvor hatten Hilfsorganisationen über einen mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen bei Angriffen der syrischen Armee auf die letzte verbliebene Rebellenhochburg in der Region berichtet. Bei dem Abwurf einer Fassbombe mit Chemikalien seien am Samstagabend in Duma Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Die Berichte ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. Die syrische Nachrichtenagentur Sana verwarf die Beschuldigungen als unwahr.

+++ 3.24 Uhr: Ein Toter bei Brand im Trump Tower +++

Bei einem Brand im Trump Tower in New York ist am Samstagabend ein Mensch ums Leben gekommen. Der 67-Jährige sei bewusstlos aufgefunden worden und später im Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit. Eine Obduktion solle Aufschluss über die Todesursache bringen. Das Feuer war gegen 18 Uhr (Ortszeit) in der 50. Etage des Wolkenkratzers ausgebrochen. Aus dem Hochhaus in Manhattan stieg dichter Rauch auf. Die Feuerwehr brachte den Brand nach kurzer Zeit unter Kontrolle. Vier Einsatzkräfte seien bei den Löscharbeiten verletzt worden, teilte die Feuerwehr mit. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr. US-Präsident Donald Trump bedankte sich bei der Feuerwehr für ihre "großartige Arbeit". Das Feuer in seinem Hochhaus sei gelöscht, schrieb er auf Twitter.

Der Wolkenkratzer an der Fifth Avenue ist der Sitz von Trumps Firmenimperium, in den obersten drei Etagen befindet sich die Luxuswohnung des Präsidenten. Es war der zweite Brand im Trump Tower innerhalb von drei Monaten. Bei einem Feuer in der Lüftungsanlage des Hochhauses war Anfang Januar ein Mensch schwer verletzt worden.

+++ 2.11 Uhr: Mutmaßlicher Chemiewaffenangriff auf Ost-Ghuta +++

Bei Angriffen der syrischen Armee auf die letzte verbliebene Rebellenhochburg in Ost-Ghuta sind Dutzende Menschen getötet worden. Hilfsorganisationen berichteten in der Nacht von einem mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen. Nach Angaben der Weißhelme hatte ein Hubschrauber am Samstagabend eine Fassbombe mit Chemikalien über der Stadt Duma abgeworfen. Dabei seien mindestens 40 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Ganze Familien seien in ihren Schutzunterkünften erstickt. Die Zahl der Opfer steige beständig. Auf ihrem Twitter-Konto veröffentlichten die Helfer schockierende Fotos der Opfer. Auch die Hilfsorganisation UOSSM geht von einem Chemiewaffenangriff aus. Sie sprach zunächst von 25 Toten und mehr als 500 Verletzten. "Das ist eine der schlimmsten chemischen Attacken in der syrischen Geschichte", sagte der UOSSM-Vorsitzende Ghanem Tayara.

Die Berichte konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden. Die syrische Nachrichtenagentur Sana verwarf sie als unwahr.

+++ 1.13 Uhr: Feuer im Trump Tower - ein Schwerverletzter +++

Im 50. Stockwerk des Trump Towers an der New Yorker 5th Avenue ist am Samstag (Ortszeit) ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die Feuerwehr der Stadt New York via Twitter mit. Demnach wurde ein Mensch schwer verletzt. Bilder zeigten, wie dunkler Rauch aus dem Gebäude drang. Kurz nach der ersten Mitteilung der Feuerwehr, schrieb US-Präsident Donald Trump bei Twitter: "Das Feuer im Trump Tower ist gelöscht." Die Brandschützer hätten großartige Arbeit geleistet. Nach Angaben der Feuerwehr blieben die Rettungskräfte aber vorerst vor Ort.

Der Präsident und First Lady Melania halten sich derzeit in Washington auf und sind von dem Brand nicht direkt betroffen. Bereits im Januar hatte es in dem 58 Stockwerke hohen Wolkenkratzer einmal in einer Kühlvorrichtung auf dem Dach gebrannt. Damals waren zwei Menschen verletzt worden. 

+++ 0.05 Uhr: Brasiliens Ex-Präsident Lula hat sich der Polizei gestellt +++

Brasiliens früherer Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich laut einem Medienbericht der Polizei gestellt. Lula verließ das Gewerkschaftshaus in São Bernardo do Campo und wurde von Beamten der Bundespolizei abgeführt, wie der TV-Sender Globo berichtete. Lulas Anhänger hatten ihn zuvor daran gehindert, seine zwölfjährige Haftstrafe anzutreten, indem sie die Ausfahrt des Gewerkschaftsgebäudes blockierten. 

mad / DPA / AFP