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News des Tages: Calais: Bau einer Mauer gegen Flüchtlinge hat begonnen

Eisbär in China bleibt einsam +++ Die Bischofskonferenz sieht Christentum in arabischen Ländern in gefährlicher Situation +++ Wieder Schwarzer in den USA von Polizei erschossen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Calais: Bau einer Mauer gegen Flüchtlinge hat begonnen

In Calais haben Bauarbeiter mit der Arbeit begonnen: Eine Mauer soll Flüchtlinge abhalten, auf Lastwagen nach Großbritannien zu gelangen

Die News des Tages:

+++ 20.30 Uhr: Bau einer Mauer gegen Flüchtlinge in Calais begonnen +++

Um Flüchtlinge davon abzuhalten, im französischen Calais auf Lastwagen nach Großbritannien zu gelangen, hat der Bau einer Mauer entlang des Hafenzubringers begonnen. Die von Großbritannien finanzierte Mauer solle vier Meter hoch werden und einen Kilometer lang werden, berichtete die britische Agentur PA am Dienstag. Die Regierung in London hatte sich kürzlich für den Bau entschieden.

Die neue Mauer solle das als "Dschungel von Calais" bekannte Flüchtlingslager von der Zufahrtsstraße abschirmen. Die Kosten werden mit rund 2,4 Millionen Euro veranschlagt.   

Kritiker meinten aber bereits, die Mauer verlagere das Problem lediglich entlang der Straße. In Calais leben Tausende Menschen in einem Camp aus Behelfsunterkünften in der Nähe des Hafenzubringers.
Sie hoffen, von dort unbemerkt auf Züge oder Laster zu klettern und so nach Großbritannien zu gelangen.

+++ 17.55 Uhr: SEK nimmt Flüchtling unter Extremismusverdacht fest +++

Eine Spezialeinheit der Polizei nimmt in einem Flüchtlingsheim in Köln einen 16 Jahre alten Syrer unter Extremismusverdacht fest. In dem Gedränge, das durch den plötzlichen SEK-Einsatz entstanden sei, seien mehrere Flüchtlinge leicht verletzt worden, sagt ein Polizeisprecher. Der 16-Jährige soll sich in der letzten Zeit stark radikalisiert haben, so dass von ihm nach Einschätzung der Polizei "eine ernstzunehmende Gefahr" ausging. Weitere Einzelheiten sollten zunächst nicht bekannt gegeben werden.

+++ 17.32 Uhr: Papst verurteilt Gewalt im Namen Gottes +++

Papst Franziskus verurteilt Gewalt im Namen Gottes scharf. "Es gibt keinen Gott des Krieges", sagt der Papst vor einem Treffen mit rund 500 Würdenträgern aus Christentum, Islam, Judentum und anderen Religionen in Assisi. Beim sogenannten Welttreffen für den Frieden, das vor 30 Jahren von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen wurde, sollten Menschen aller Religionen "für den Frieden beten".

"Die Welt ist im Krieg, die Welt leidet", sagt der Papst. Während sich die Menschen im Westen vor allem vor Terroranschlägen fürchteten, müssten die Menschen in Kriegsgebieten wie Syrien, "wo Tag und Nacht Bomben fallen", noch viel Schlimmeres erleiden. Jeder, der für den Frieden bete, müsse sich für diese Kriege und die Grausamkeiten, die Menschen ihren Brüdern und Schwestern antäten, "schämen".

+++ 17.31 Uhr: Lottogewinner wartet tagelang, eh er Gewinn einfordert +++

Was er mit dem vielen Geld machen will, wisse er noch nicht. Ein Lottospieler aus dem Sauerland hat sich fast eine Woche Zeit gelassen, um seinen zweitstelligen Millionen-Gewinn bei Westlotto einzufordern. Mit sechs Richtigen hatte er vergangene Woche den Jackpot der Lotterie "6aus49" in Höhe von knapp 33 Millionen Euro geknackt. "Ich kann es immer noch nicht so richtig fassen", sagt er laut Pressemitteilung von Westlotto. Er habe ein paar schlaflose Nächte gehabt, nachdem er von dem Gewinn erfahren hatte. Eventuell werde er sich ein Haus kaufen, sagte der Tipper.

13 Mal in Folge war der Jackpot nicht geknackt worden, weshalb sechs Richtige ohne die Superzahl acht reichten, um die Millionen-Summe zu gewinnen. Diese musste den Regularien entsprechend in jedem Fall ausgezahlt werden, auch wenn kein Tipper die sechs Richtigen plus Superzahl auf dem Lottoschein hatte. Der Sauerländer hatte bundesweit als einziger die Zahlen 2, 3, 15, 20, 31 und 35 angekreuzt und kann sich nun über 32 759 747,40 Euro freuen.

+++ 16.40 Uhr: Verbrecher entführen und erschießen Priester in Mexiko +++

Verbrecher haben im Osten von Mexiko zwei Priester getötet. Bewaffnete hätten die beiden Männer und einen Küster in der Stadt Poza Rica im Bundesstaat Veracruz entführt, teilt die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Später seien die Leichen der beiden Geistlichen am Rande einer Landstraße entdeckt worden.
Medienberichten zufolge wiesen sie Folterspuren und Schussverletzungen auf.

Der dritte Mann konnte demnach entkommen und wurde von der Polizei verhört. Die Identität eines Verdächtigen sei bereits bekannt, teilten die Fahnder in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) mit. Die Ermittlungen würden fortgesetzt.

Die mexikanische Bischofskonferenz forderte eine rasche Aufklärung der Tat. "Wir sind empört über diese Gewalt", hieß es in einer Stellungnahme. Auch die Diözese von Papantla verurteilte die Tat: "Einmal mehr wird uns die Gewalt und Unsicherheit vor Augen geführt, die in unserer Gesellschaft Wurzeln geschlagen hat."

+++ 15.55 Uhr: Sarkozy verlangt Bekenntnis zu "gallischem Erbe" +++

Der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy verlangt von Einwanderern, sich zum gallischen Erbe zu bekennen - und sorgt damit für scharfe Kritik. Der konservative Politiker sagte am Montagabend in einer Rede vor Anhängern in Franconville nördlich von Paris: "Wir geben uns nicht mehr mit einer Integration zufrieden, die nicht funktioniert, wir verlangen die Assimilation. Sobald jemand Franzose wird, sind die Gallier seine Vorfahren."

Die sozialistische Arbeitsministerin Myriam El Khomri äußert sich "schockiert" über Sarkozys Aussagen. Sie habe den Eindruck, der Politiker mache sich zum Sprachrohr von Marine Le Pen, der Vorsitzenden der rechtsextremen Front National (FN).

Einer der Konkurrenten Sarkozys im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Konservativen, Bruno Le Maire, wirft Sarkozy vor, die Frage der französischen Identität zu karikieren. "Die französischen Könige haben Spanierinnen geheiratet und Angehörige anderer Königshäuser", betont er. Die französische Kultur könne andere Einflüsse integrieren.

Ein weiterer innerparteilicher Sarkozy-Rivale, der frühere Premierminister Alain Juppé, spricht von einer "Hysterie im Umgang mit Muslimen", ohne Sarkozy namentlich zu nennen.

In Frankreich wird seit Monaten über die Frage der nationalen Identität diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle des Islam. Hintergrund sind unter anderem die jüngsten Anschläge, zu denen sich Islamisten bekannt haben.

+++ 15.28 Uhr: Bautzen hebt Ausgangssperre für Flüchtlinge auf +++

Die Bautzener Ausgangssperre und das Alkoholverbot für unbegleitete, minderjährige Ausländer werden wieder aufgehoben. Die Auflagen waren nach Auseinandersetzungen mit fremdenfeindlichen Einheimischen verhängt worden. Von Mittwoch an dürfen sich die Jugendlichen auch nach 19.00 Uhr in der sächsischen Stadt bewegen und Alkohol trinken, wie Udo Witschas vom Landkreis Bautzen am Dienstag sagt. Zur Begründung erklärt er: "Ab 16 Jahren dürfen deutsche Jugendliche ein Bier oder Wein trinken." Es gelte aber weiter die Hausordnung der Heime, nach der die Jugendlichen um 22 Uhr zurücksein müssten. In den Einrichtungen bleibe der Genuss von Alkohol verboten.

+++ 15.08 Uhr: Polizei stoppt schrottreifen Reisebus auf Autobahn +++

Die Bremsanlage mit einem Schraubenschlüssel verstärkt und die Mängelliste drei Seiten lang: Einen schrottreifen Reisebus aus Albanien hat die Polizei auf der Autobahn bei Köln aus dem Verkehr gezogen. Der Bus sei den Beamten am Montag aufgefallen, weil er stark verrostet war und viel Öl verlor. Bei der genaueren Untersuchung habe sich unter anderem herausgestellt, dass der tragende Rahmen durchgerostet war, teilt die Polizei mit. Der Gutachter habe das 18 Jahre alte Fahrzeug als völlig verkehrsunsicher eingestuft und es stillgelegt. Der Fahrer, 45, musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1350 Euro hinterlegen. Er und der Fahrzeughalter wurden angezeigt. Die 50-köpfige Reisegruppe wollte ihre Tour in die Niederlande mit einem Ersatzfahrzeug fortsetzen.

+++ 14.17 Uhr: Russland bestreitet Bombardierung von Hilfskonvoi +++

Das Verteidigungsministerium in Moskau dementiert einen Angriff auf einen Hilfskonvoi bei Aleppo durch syrische oder russische Streitkräfte. "Weder die russische noch die syrische Armee hat einen Luftangriff auf den UN-Konvoi bei Aleppo geflogen", sagt Generalmajor Igor Konaschenkow der Agentur Interfax zufolge.

"Wir haben Videoaufzeichnungen geprüft und keine Anzeichen festgestellt, dass die Wagenkolonne von Munition - welcher Art auch immer - getroffen wurde. Zu sehen sind keine Bombentrichter, die Wagen weisen keine Schäden durch eine Druckwelle auf. Alles, was wir im Video gesehen haben, ist eine direkte Folge eines Brandes", sagt Konaschenkow.

Russische Drohnen hätten den Konvoi bis zur Einfahrt nach Aleppo begleitet. "Bis zu diesem Moment verlief die Fahrt normal", betont der Generalmajor. Der weitere Transport sei von den Drohnen nicht mehr beobachtet worden.

"Vom weiteren Schicksal des Konvois können nur Kämpfer wissen, die diese Region kontrollieren", sagt Konaschenkow. Der Brand sei zeitgleich mit einer Offensive der Terrorgruppe Fatah-al-Scham-Front (früher: Al-Nusra) ausgebrochen. Die syrische Armee ist nach Darstellung des russischen Militärs gegen Rebellen bei Aleppo vorgegangen.

+++ 14.08 Uhr: Mann greift muslimische Frauen in München an +++

Ein Mann schlägt in einer Münchner U-Bahn eine muslimische Frau und beschimpft deren Mutter aufs Übelste. Er beleidigt beide mit obszönen Worten und schreit, sie sollten aus Deutschland verschwinden. Wie die Polizei weiter berichtet, schlägt er der Tochter zweimal ins Gesicht, die Mutter verfehlt er. Ein Fahrgast schreitet ein, bis die U-Bahnwache eintrifft.
Die Behörden werten den Angriff als politisch motivierte Tat.

+++ 14.02 Uhr: CSU-Umfrage: Bayern wünschen sich Leitkultur als Integrationsmaßstab +++

In Bayern wünschen sich nach einer Umfrage im Auftrag der CSU 87 Prozent der Menschen die deutsche Leitkultur als Maßstab der Integration. Fast Zweidrittel, 62 Prozent, sind zudem dafür, die Regeln für eine Leitkultur in der Landesverfassung zu verankern, wie es bei der Vorstellung der Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Policy Matters im oberfränkischen Kloster Banz heißt.

Trotz rückläufiger Zuwanderungszahlen gibt es unter den Bayern laut der Umfrage noch immer eine Verunsicherung beim Thema Integration und Sicherheit. Nur 44 Prozent gaben an, die Entwicklung im Freistaat gehe in die richtige Richtung. 41 Prozent sind entgegengesetzter Meinung. 15 Prozent machten keine Angaben. Auch von den CSU-Anhängern attestierten 30 Prozent Bayern eine negative Entwicklung.

Es sei bemerkenswert, dass diese Grundstimmung in ganz Deutschland bestehe, sagt Richard Hilmer von Policy Matters. Die größten Sorgen haben die Befragten vor unerkannten Terroristen im Land, vor dem Zulauf für rechtsradikale und populistische Parteien, einer Spaltung der Gesellschaft und wachsender Kriminalität. Nur 14 Prozent der Befragten geben an, sie machten sich keine Sorgen.

+++ 13.48 Uhr: Opfer von Betonklotzwurf zurück in NRW +++

Ein Deutscher, dessen Auto im August in Dänemark von einem Betonklotz getroffen worden war, liegt nun in einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen. Er sei aus dem künstlichen Koma geholt worden, sein Zustand sei stabil, berichtet die Polizei auf der Insel Fünen. "Deshalb war es in der vergangenen Woche auch möglich, ihn vom Universitätskrankenhaus in Odense in ein Krankenhaus in Bochum in Deutschland zu verlegen."

Den 30 Kilo schweren Stein hatten Unbekannte von einer Brücke auf die Autobahn bei Odense geschleudert. Die Ehefrau des 36-Jährigen wurde tödlich getroffen. Der fünfjährige Sohn des Paars aus Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) hatte nur Schrammen abbekommen. Die Familie war auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub gewesen.

Von den Betonklotzwerfern fehlt weiter jede Spur. Der Mann habe sich bei dem Unglück so schwere Kopfverletzungen zugezogen, dass unsicher sei, ob er zu der Tat überhaupt vernommen werden könne, erklärt die Polizei. Um den Tätern auf die Schliche zu kommen, lassen die Ermittler DNA-Proben von den Steinen untersuchen, die auf der Autobahn gefunden worden waren. Die Ergebnisse lägen aber noch nicht vor, heißt es.

+++ 12.40 Uhr: Eisbär in China bleibt einsam +++

Die Betreiber eines Aquariums in einem chinesischen Einkaufszentrum weisen ein Hilfsangebot von Tierschützern zur Aufnahme eines vereinsamten Eisbären in einem britischen Zoo zurück. Die Tierschutzorganisation Animals Asia hatte angeboten, die Transportkosten zu übernehmen, wenn der Eisbär Pizza aus seinem trostlosen Gehege im chinesischen Guangzhou in einen Zoo im englischen Yorkshire gebracht wird.

Fotos, die den apathisch auf dem Boden liegenden Bären in seinem vom Tageslicht abgeschnittenen Gehege im Grandview Mall Aquarium in einem Einkaufszentraum von Guangzhou zeigen, hatten sich weltweit im Internet verbreitet. Aktivisten zufolge ist der Zoo von Yorkshire bereit, Pizza aufzunehmen. Geld solle für den Eisbären nicht gezahlt werden, damit die Betreiber des Aquariums davon nicht weitere Tiere kaufen können.

Ein Sprecher des Aquariums sagt, es bestehe "kein Bedarf, dass sich ausländische Organisationen einmischen". Das Aquarium halte sich an die chinesischen Standards und Tierschutzbestimmungen.

+++ 12.21 Uhr: Russland sieht kaum neue Chance für neue Waffenruhe in Syrien +++

Nach neuen Kämpfen in Syrien sieht Russland kaum Chancen für eine rasche Erneuerung der Waffenruhe. Die Lage in dem Bürgerkriegsland sei extrem gespannt und löse Besorgnis aus, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Er machte die USA dafür verantwortlich, dass der gesamte Friedensprozess in Syrien in Gefahr sei. Damit die Waffenruhe doch noch gerettet werden könne, müssten die Angriffe von Rebellen auf die syrische Armee aufhören, forderte er. "Und natürlich würde es nicht schaden, wenn unsere amerikanischen Kollegen nicht versehentlich Syrer bombardieren würden", sagt Peskow der Agentur Interfax zufolge.

+++ 11.55 Uhr: Drei Surfer bei Hai-Attacken verletzt +++

Haie vor der Ostküste Floridas greifen am Wochenende innerhalb kürzester Zeit drei Surfer an und verletzen sie. Die verschiedenen Hai-Attacken ereigneen sich innerhalb von gut zwei Stunden am Strand von New Smyrna Beach, wie lokale Medien unter Berufung auf die Küstenwache berichteen. Demnach wird ein 43-Jähriger am späten Sonntagvormittag am Knöchel gebissen und muss im Krankenhaus behandelt werden. Kurz darauf wird ein 36-Jähriger aus Miami in beide Hände gebissen. Bei dem dritten Hai-Opfer handele es sich um einen 16-Jährigen. Er sei in den Oberschenkel gebissen worden, aber mit einer kleineren Fleischwunde davongekommen.

+++ 11.53 Uhr: Acht weitere Festnahmen wegen Anschlag von Nizza +++

Im Zusammenhang mit dem Anschlag von Nizza werden erneut acht Männer festgenommen . Sie stammen aus dem Umfeld des Täters, heißt es aus Ermittlerkreisen. Die Festgenommenen hätten die französische oder tunesische Staatsbürgerschaft. Sie seien in Nizza oder im Umland in Gewahrsam genommen worden. Der Täter war am Abend des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli mit einem Lastwagen in die Menge gerast. Bei der Attacke wurden 86 Menschen getötet und mehr als 400 verletzt. 

+++ 11.49 Uhr: Bischöfe warnen vor "Auslöschung" der Christen im mittleren Osten +++

Dem Christentum droht in weiten Teilen des Nahen Ostens nach Einschätzung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) "die Auslöschung". Die Zahl der Christen von Nordafrika bis nach Pakistan sinke durch Terror und Vertreibung bedenklich, sagt DBK-Experte Ulrich Pöner bei der Herbstvollversammlung in Fulda.
Bashar Warda, Erzbischof von Erbil (Irak), rief als Gast dazu auf, Unterstützung für die letzten verbliebenen Christen dort zu leisten: "Bitte vergessen Sie uns nicht. Es ist keine Zeit mehr für Worte." Um im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Vertreibung bestehen zu können, brauche es starke Militäreinsätze gegen die Terrormiliz Islamischer Staat: Die einzige Sprache, die der IS verstehe, sei Krieg, sagte Warda.

+++ 11.32 Uhr: Fünf kubanische Volleyballer in Finnland wegen Vergewaltigung verurteilt +++

Fünf Spieler des kubanischen Volleyball-Nationalteams werden in Finnland wegen einer Vergewaltigung zu Gefängnisstrafen verurteilt. Vier Männer zwischen 19 und 27 Jahren müssen für fünf Jahre hinter Gitter. Einen 21 Jahre alten Spieler verurteilt das Gericht in Tampere am Dienstag zu dreieinhalb Jahren Haft. Außerdem müssen die Kubaner dem Opfer 24.000 Euro Schadenersatz zahlen. Die Anklage gegen einen Spieler ist fallengelassen worden.

+++ 11.23 Uhr: 2000 Jahre altes Skelett in Wrack vor griechischer Küste entdeckt +++

In einem antiken Schiffswrack im Mittelmeer entdecken Archäologen ein rund 2000 Jahre altes Skelett. Die menschlichen Überreste seien Ende August vor der griechischen Insel Antikythera gefunden worden, berichtet das Wissenschaftsmagazin "Nature". Mit Hilfe einer DNA-Analyse sollen jetzt mehr Informationen über den Toten ermittelt werden. Das antike Handelsschiff aus dem ersten Jahrhundert vor Christus war vermutlich in einem Sturm gesunken.

Skelettfunde im Meer sind äußerst selten, meistens werden die Leichen weggespült oder von Fischen gefressen. Selten bleiben sie über Jahrzehnte erhalten, noch seltener über Jahrhunderte. "So etwas kannten wir bisher nicht", sagte Brendan Foley, Meeresarchäologe am Woodshole Institut für Meereskunde in Massachusetts und einer der Leiter der Ausgrabung.

Das Skelett - ein Teil eines Schädels, drei Zähne, zwei Armknochen, mehrere Rippen und zwei Oberschenkelknochen - wurde unter einer rund 50 Zentimeter dicken Schicht aus Sand und Tonscherben gefunden. "Die Knochen sehen nicht so aus, als wären sie 2000 Jahre alt", sagte Hannes Schroeder, Experte für die Analyse alter DNA am Dänischen Museum für Naturkunde.

+++ 11.16: Uno stellt vorerst Hilfslieferungen für Syrien ein +++

Nach dem Angriff auf einen Hilfskonvoi in Syrien stoppen die Vereinten Nationen vorerst alle ihre Hilfslieferungen in dem Bürgerkriegsland. Dies teilte ein Sprecher des UN-Büros für humanitäre Hilfe (Ocha) in Genf mit. Am Montag war ein Hilfskonvoi westlich von Aleppo aus der Luft angegriffen worden, nach Angaben von Aktivisten wurden dabei zwölf Menschen getötet. 

+++ 10.52 Uhr: Mutterloses Koala-Baby nimmt mit Plüschtier Vorlieb +++

 Ein Koala-Baby gedeiht in der "Obhut" eines Plüschtiers als Mutterersatz in Australien prächtig. Jungtier Shayne wurde allein am Straßenrand gefunden, nachdem seine Mutter von einem Auto erfasst und getötet worden war, wie das Tierkrankenhaus des Australia Zoo mitteilte. "Er kam heute wieder zur Untersuchung zu uns, es geht ihm bestens", sagte Sprecherin Elisha Dyck am Dienstag. "Er wiegt inzwischen 1,77 Kilogramm."

Shayne muss auf dem Rücken der Mutter gesessen haben, als der Unfall passierte, und wurde wohl in das Gebüsch am Straßenrand geschleudert, glauben die Mitarbeiter des Zoos. Als er 20 Meter von der Unfallstelle entfernt entdeckt wurde, habe er gerade versucht, sich gegen ein paar angreifende Krähen zu wehren, teilte der Zoo mit.

Das Tier wird nun von Mitarbeitern aufgepäppelt. Damit er sich im Körbchen nicht so allein fühlt, haben sie ihm einen Plüsch-Koala dazugelegt. Shayne scheint sich damit wohl zu fühlen. Der Zoo will ihn, wenn er größer ist, trainieren, damit er eines Tages wieder in die Wildnis zurückkehren kann. 

+++ 10.25 Uhr: Unbekannte legen Feuer in geplanter Flüchtlingsunterkunft in Bremen +++

Unbekannte legen Feuer in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Bremen. In der Nacht zum Dienstag brennen vier Wohncontainer in dem Übergangswohnheim komplett aus, wie die Polizei mitteilt. Zwölf weitere Container werden beschädigt. Verletzt wird niemand. Der Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung.

+++ 10.13 Uhr: Weitere heftige Luftangriffe in Aleppo +++

Nach der Beendigung der Waffenruhe in Syrien durch die Regierungsarmee gibt es in der Nacht erneut heftige Luftangriffe. In der umkämpften Großstadt Aleppo werden bis in die frühen Morgenstunden Rebellenviertel bombardiert und beschossen, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag berichtet. Im Stadtviertel Mogambo im von den Regierungstruppen kontrollierten Westteil der Stadt ist nach Angaben eines AFP-Korrespondenten ebenfalls Raketenbeschuss zu hören.

+++ 9.59 Uhr: Vulkan in Costa Rica bricht aus +++

Der Vulkan Turrialba in Costa Rica bricht aus. Bei der ersten Eruption in den frühen Morgenstunden am Montag spuckt der Berg Asche und glühende Steine bis zu 1000 Meter hoch in die Luft, wie das Vulkanologische Institut auf Facebook mitteilt. Im Tagesverlauf sei es zu weiteren Ausbrüchen gekommen. Das Institut rät der Bevölkerung, Masken zum Schutz vor der Asche zu tragen. Menschen mit Allergien oder Asthma sollten zu Hause bleiben.
Der Flughafen der Hauptstadt San José wird Medienberichten zufolge vorerst geschlossen. Der 3340 Meter hohe Turrialba liegt im Zentrum des mittelamerikanischen Landes, rund 60 Kilometer nördlich von San José.

+++ 9.33 Uhr: Nach Mord an Mutter und Sohn wird Tatverdächtiger gefasst +++

Zwei Tage nach dem gewaltsamen Tod einer Frau und ihres elf Jahre alten Sohnes in Bonn nimmt die Polizei den tatverdächtigen Vater des Jungen fest. Der 46 Jahre alte Mann sei am frühen Dienstagmorgen in Duisburg gefasst worden, sagt ein Sprecher der Duisburger Polizei. Beamte hätten den Mann nach einem anonymen Hinweis im Rotlichtviertel der Stadt festgenommen. Die 48 Jahre alte Frau und ihr Sohn waren am Sonntag leblos in ihrer Wohnung gefunden worden. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert. 

+++ 9.03 Uhr: CSU-Politiker gehen auf Distanz zu Andreas Scheuer +++

Namhafte CSU-Politiker gehen auf Distanz zu Generalsekretär Andreas Scheuer wegen dessen Äußerungen zu Flüchtlingen. "Wir müssen Obacht geben, dass wir, wenn wir konservative Wähler wollen, nicht die kirchlichen Wähler verprellen", sagt der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel der "Augsburger Allgemeinen". Der langjährige Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Alois Glück, warnte vor einem "gefährlichen Entfremdungsprozess" zwischen der CSU und sozial engagierten Bürgern.

"Die Gesamtpartei leidet immer wieder unter der Sprache einiger ihrer Akteure", mahnt Glück, der bis 2015 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken war. Die scharfen Töne in der Flüchtlingspolitik könnten sich noch negativ für die Partei bei den Landtagswahlen auswirken, denn ihre stärkste Stammwählerschaft sei kirchlich gebunden.

Scheuer hatte vergangene Wochen bei einem Pressegespräch Schwierigkeiten bei der Abschiebung von Flüchtlingen mit den Worten beklagt: "Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier als Wirtschaftsflüchtling. Den kriegen wir nie wieder los."

+++ 8.02 Uhr: US-Polizistin erschießt unbewaffneten Schwarzen +++

Eine Polizistin erschießt im US-Bundesstaat Oklahoma einen unbewaffneten Afroamerikaner. Die Polizei der Stadt Tulsa veröffentlicht zwei Videos von dem Vorfall, der bereits am vergangenen Freitag geschehen ist. Darin ist zu sehen, wie der Mann mit erhobenen Händen auf einer Straße langsam auf ein stehendes Auto zugeht. Von hinten nähern sich ihm vier Polizisten mit gezogenen Waffen. Dann fällt der Mann blutüberströmt zu Boden. Die Polizistin habe einmal mit ihrer Waffe auf den Mann geschossen und ein weiterer Beamter mit einer Elektroschock-Waffe, sagt der Polizeichef von Tulsa, Chuck Jordan, auf einer Pressekonferenz. Die Beamten seien demnach wegen des mitten auf der Straße abgestellten Wagens zu dem Ort gerufen worden. Weder bei dem Erschossenen noch in dem Auto sei eine Waffe gefunden worden. Die Schützin habe angegeben, der Verdächtige habe nicht kooperiert. Das US-Justizministerium leitet eigenständige Ermittlungen wegen einer möglichen Verletzung von Bürgerrechten ein, wie ein Sprecher erklärt. Immer wieder werden in den USA Schwarze durch Polizisten getötet.

+++ 7.02 Uhr: Franzose wartet tagelang auf Mitfahrgelegenheit und randaliert +++

Aus Frust über tagelanges Warten auf eine Mitfahrgelegenheit demoliert ein Franzose in Neuseeland Straßenschilder. Der 27-jährige wird angezeigt und steht nun in Greymouth vor Gericht. Das Strafmaß wird später verkündet. Der Wutausbruch dürfte den Mann teuer zu stehen kommen: Allein der Schilderhersteller verlangt 3000 neuseeländische Dollar (fast 2000 Euro) für die Reparatur. Vor dem Gerichtsgebäude zeigt der Franzose keine Reue. Er pöbelt gegen Neuseeland, weil er nach eigenen Angaben vier Tage in dem bei Touristen beliebten Städtchen Punakaiki gestanden hat und vergeblich versucht hat, per Anhalter weiterzureisen.

+++ 6.58 Uhr: Minister will Hitlers Geburtshaus abreißen +++

Als Zeichen gegen die internationale Neonazi-Szene möchte der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) das Geburtshaus von Adolf Hitler (1889-1945) in Braunau am Inn abreißen lassen. "Mein Vorschlag liegt klar auf der Hand. Abriss und ein neues Statement. Was immer man dort bauen möchte. Eine Erinnerungsstätte mit Sicherheit nicht", sagt Sobotka. Das österreichische Parlament wird voraussichtlich im Oktober eine Enteignung des Grundstücks beschließen. Damit wird der Weg frei für die konkrete Nutzungsdebatte. Ein Abriss wäre mit Blick auf die Neonazis wichtig, sagt Sobotka. "Gar nicht so sehr wegen der österreichischen Neonazi-Szene, sondern wegen der internationalen. Die kommen immer wieder nach Österreich und lassen sich dort fotografieren."

+++ 6.45 Uhr: Beifahrer bei Autounfall aufgespießt und getötet +++

Ein Mann wird bei einem Autounfall in Nienburg in Niedersachsen von einem Geländerteil durchbohrt und getötet. Zwei weitere Menschen werden verletzt, einer davon schwer, wie die Polizei mitteilt. Der Fahrer eines der Unfallautos flüchtet. Er hat zuvor nach Angaben der Feuerwehr am Montagabend versucht, im Ort mehrere Autos zu überholen, die wegen eines Linksabbiegers warten mussten. Dabei rammt er mit seinem Wagen zunächst das abbiegende Auto, ehe sein Fahrzeug am Bordstein ein Geländer wegreisst. Ein Teil des Geländers durchbohrt den Oberkörper des Beifahrers, der noch an der Unfallstelle stirbt. Während sich der Rettungsdienst um die Verletzten kümmert, verlässt der Fahrer den Unfallort.

+++ 6.08 Uhr: Nordkorea testet Raketenantrieb +++

Das wegen seines Atomprogramms isolierte Nordkorea testet nach eigenen Angaben einen neuen Antrieb für eine Satellitenrakete. Machthaber Kim Jong Un habe angesichts des Tests am Boden dazu aufgerufen, "die Vorbereitungen für den Satellitenstart so bald wie möglich abzuschließen", berichten Staatsmedien. Nordkorea hat zuletzt im Februar eine Weltraumrakete gestartet. Aus Sicht der internationalen Gemeinschaft handelte es sich dabei jedoch um den verdeckten Test für die Technologie einer Langstreckenrakete. Nach Atomtests Nordkoreas im Januar und am 9. September und einer Reihe von Raketentests ist die Lage in der Region sehr gespannt.

+++ 6.04 Uhr: Arktis-Eis taut erstmals bis zum Nordpol +++

Die Meereisfläche in der Arktis schrumpft in diesem Sommer weiter massiv. Das Eis sei bis in die Zentralarktis um den Nordpol hinein getaut, sagt der Klimaforscher Klaus Grosfeld vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI). So weit nördlich sei das Eis bis dato in den Sommermonaten noch nie geschmolzen. "Das zeigt, wie angegriffen das System ist", so der Klimaexperte. Die Eisfläche in der Arktis reduziere sich nach Auswertungen des AWI und der Universität Hamburg im September auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern: Das ist nach der Rekordschmelze im Jahr 2012 die zweikleinste Fläche seit Beginn der Auswertung von Satellitendaten.

+++ 5.13 Uhr: Chelsea-Attentäter wegen Mordversuchs beschuldigt +++

Der Verdächtige im Fall des New Yorker Bombenanschlags wird sich wohl des fünffachen Mordversuchs verantworten müssen. Staatsanwältin Grace Park beschuldigt den 28-Jährigen förmlich, durch Schusswaffengebrauch bei seiner Festnahme den Tod von fünf Polizisten in Kauf genommen zu haben. Zudem wirft sie ihm zwei Fälle unerlaubten Waffenbesitzes vor.  Der gebürtige Afghane Ahmad Khan Rahami, der die US-Staatsbürgerschaft besitzt, hat sich am Montag vor seiner Festnahme einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert, bei dem nach Behördenangaben sowohl er selbst als auch zwei Beamte verletzt wurden.

+++ 4.25 Uhr: Syriens Armee erklärt Waffenruhe für beendet +++

Syriens Armee hat die Waffenruhe für das Bürgerkriegsland nach einer Woche für beendet erklärt und wieder heftige Luftangriffe auf Rebellengebiete im Norden geflogen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von mehr als 40 Bombardierungen in der Großstadt Aleppo und ihrem Umland. Die Regierung und die Rebellen gaben sich gegenseitig die Schuld am Ende der Waffenruhe. Für Hunderttausende notleidende Zivilisten in belagerten Städten schwinden damit die Hoffnungen, mit Hilfsgütern versorgt zu werden. Nur einige Konvois erreichten vor dem Ende der Waffenruhe ihre Ziele.

+++ 2.50 Uhr: USA erwarten nach Angriff auf Hilfskonvoi in Syrien Auskunft von Moskau +++

Der tödliche Luftangriff auf einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen in Syrien belastet die Zusammenarbeit der USA und Russlands. Als Verantwortliche für den Angriff kämen nur die Luftwaffe der syrischen Regierung oder deren Verbündeter Russland in Frage, sagten hochrangige Vertreter des US-Außenministeriums am Montag bei einem Pressebriefing. "Russland steht nun in der Pflicht, schnell und nachdrücklich zu demonstrieren, dass es sich dem Friedensprozess verpflichtet fühlt", sagte einer der US-Vertreter. Der UN zufolge wurden am Montag mindestens 18 Lastwagen mit Hilfsladungen bei Angriffen in Orum al Kubra westlich von Aleppo beschädigt. Sie gehörten zu einem Konvoi von 31 Fahrzeugen der UNO sowie des Roten Halbmonds, die 78.000 Menschen in Orum al-Kubra versorgen wollten.

+++ 1.24 Uhr: Raubüberfall auf Erstliga-Team in Venezuela +++

Der Mannschaftsbus des venezolanischen Erstligaclubs Trujillanos FC ist von mit Granaten bewaffneten Männern überfallen und ausgeraubt worden. Wie der Club mitteilte, ereignete sich der Überfall am Montag auf der Rückfahrt von einem Spiel gegen den Club Monagas (1:2) im Nordosten des Landes, nahe der Karibikküste. Der Bus wurde 1,5 Kilometer zu einem abgelegenen Ort umgeleitet. Die Männer hätten Geld, Laptops, Kameras und Fußbälle erbeutet. Es soll sich um sechs schwer bewaffnete Täter gehandelt haben, die in den Bus stiegen und Spielern, Trainern und Betreuern alle Wertgegenstände abnahmen. Verletzt worden sei niemand. Der Club aus der Stadt Valera belegt in der Liga derzeit Platz 14.

+++ 0.09 Uhr: Banken wegen Kontogebühren abgemahnt +++

Die Verbraucherzentrale hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sechs Kreditinstitute wegen zu hoher Gebühren beim Basiskonto abgemahnt. Die Institute sind seit Juni verpflichtet, ein Basiskonto anzubieten - vor allem mit Blick auf sozial schwächer gestellte Kunden wie Asylbewerber, Obdachlose und überschuldete Menschen. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale verstoßen die Deutsche Bank, die Postbank, die Targobank, die Sparkasse Holstein, die Volksbank Karlsruhe und die BBBank gegen die im Zahlungskontengesetz festgelegten Richtlinien, berichtete die Zeitung. Die Institute erheben dem Bericht zufolge für das Basiskonto teilweise ein hohes monatliches Grundentgelt, teilweise hohe Kosten für Einzelposten wie beleghafte Überweisungen. 

+++ 0.05 Uhr: Tausende fliehen vor Feuer in Flüchtlingslager auf Lesbos +++

Tausende Flüchtlinge sind am Montagabend nach dem Ausbruch eines Feuers aus dem Auffanglager "Moria" der griechischen Insel Lesbos geflohen. Zur Ursache der Flammen kursierten zunächst unterschiedliche Angaben. Erst hieß es, Krawalle zwischen den Bewohnern des Lagers hätten zur Eskalation geführt. Am späten Montagabend berichteten griechische Medien dann, im sogenannten Hotspot seien Gerüchte über die drohende Abschiebung von Migranten in die Türkei kursiert, weshalb es zu Aufständen und Brandstiftung gekommen sei. Es habe keine Verletzten gegeben.

tis/nik/tkr/DPA/AFP