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News des Tages: Deniz Yücel hat die Türkei in deutscher Regierungsmaschine verlassen

Türkische Journalisten zu lebenslanger Haft verurteilt +++ Kirchenmitglieder stellen Dieb Falle +++ Yücel frei +++ Aniston und Theroux getrennt +++ Polizei verhindert Anschlag in New York +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Kurz nach seiner Freilassung geht der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel mit seiner Frau durch Istanbul

Kurz nach seiner Freilassung geht der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel mit seiner Frau durch Istanbul

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • AfD-Politiker wegen Zigarettenschmuggels verurteilt (17.35 Uhr)
  • Geiselgangster Degowski nach fast 30 Jahren frei (15.48 Uhr) 
  • Kirchenmitglieder kommen Dieb auf die Spur (12.07 Uhr)
  • Türkei lässt Deniz Yücel frei (11.26 Uhr)
  • Polizei verhindert Bombenanschlag in New York (5.22 Uhr)
  • Kranke Lokführer lösen einzelne Zugausfälle aus (5.10 Uhr)

Die News des Tages im -Nachrichtenticker:

+++ 19.40 Uhr: Deniz Yücel hat die Türkei in deutscher Regierungsmaschine verlassen +++

Der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel hat die Türkei verlassen. Ein Flugzeug mit dem deutsch-türkischen Journalisten an Bord startete am Abend in Istanbul, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP am Flughafen berichtete. Über das Ziel des Flugzeugs war nichts bekannt. Yücel war zuvor nach einem Jahr in türkischer Haft aus dem Gefängnis entlassen worden.


+++ 18.58 Uhr: FBI ging Anruf nicht nach: Florida-Massaker hätte verhindert werden können +++

Das Massaker an einer Schule in Parkland (US-Bundesstaat Florida) mit 17 Toten hätte womöglich verhindert werden können. Das  gestand in einem Statement ein, einem Anruf am 5. Januar nicht nachgegangen zu sein. Ein Anrufer habe Hinweise auf den späteren Täter Nikolas Cruz gegeben, habe auf dessen Vernarrtheit in Waffen hingewiesen und dass dieser womöglich einen Überfall auf eine Schule plane.

Das FBI erklärte, der Anruf sei nie weitergegeben worden und habe die Polizisten vor Ort nie erreicht. Man habe nicht weiter ermittelt. Damit sei ein Standardprotokoll verletzt worden. FBI-Chef Christopher Wray erklärte, man bedaure zutiefst den zusätzlichen Schmerz, den die Angehörigen der Opfer nun erlitten.

+++ 18.47 Uhr: Hamburg: Bewährungsstrafe für zwei Männer, die sich dem IS anschließen wollten +++

Das Landgericht Hamburg hat zwei junge , die sich in Syrien der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) anschließen wollten, zu Bewährungsstrafen verurteilt. Ein 19-Jähriger erhielt eine Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Urteil für einen 20-Jährigen lautete am Donnerstag ein Jahr und zwei Monate Haft, ebenfalls nach Jugendstrafrecht. Beide Männer hätten Geständnisse abgelegt. Darum sei ihr Verfahren von einem größeren Prozess gegen vier weitere Angeklagte abgetrennt worden. Aus der Untersuchungshaft waren sie bereits im September freigekommen.

Den Männern wurde die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Damit sei in dem Fall gemeint, dass sie sich in vom IS an Waffen ausbilden lassen und für die Organisation dort kämpfen wollten. Um eine konkrete Anschlagsplanung ging es nicht.

+++ 18.09 Uhr: Vergewaltigungsvorwürfe: Ermittlungen gegen französischen Minister eingestellt +++

Nach Prüfung einer Vergewaltigungsanzeige gegen den französischen Haushaltsminister Gérald Darmanin hat die Staatsanwaltschaft den Vorwurf zu den Akten gelegt. Die Behörde teilte mit, dass die Vorermittlungen keinen Nachweis einer fehlenden Einwilligung der Frau erbracht hätten. Auch Zwang, Bedrohung oder Überrumpelung stellten die Ermittler nicht fest, die Untersuchung wurde eingestellt.

Die Frau hatte Darmanin angezeigt und einer Vergewaltigung im Jahr 2009 beschuldigt, die Justiz nahm daraufhin wie bei solchen Anzeigen üblich Vorermittlungen auf. Der heute 35 Jahre alte Minister hatte den Vorwurf zurückgewiesen und die Frau wegen falscher Anschuldigung angezeigt. Die Sache hatte ihn aber politisch unter Druck gebracht. Aus der konservativen Oppositionspartei Les Républicains, der Darmanin früher selbst angehörte, gab es Rücktrittsforderungen. Eine zweite Frau erstattete am vergangenen Dienstag Anzeige gegen Darmanin wegen "Ausnutzung einer Schwäche". Hier dauern die Vorermittlungen noch an. Darmanin hatte den Vorwurf als Verleumdung bezeichnet und betont, er habe sich nichts vorzuwerfen.

+++ 17.35 Uhr: AfD-Politiker wegen Zigarettenschmuggels zu Bewährungsstrafe verurteilt +++

Der brandenburgische AfD-Abgeordnete Jan-Ulrich Weiß ist in einem Prozess um Zigarettenschmuggel zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Zudem wurde ihm für drei Jahre das Recht aberkannt, öffentliche Ämter zu bekleiden oder Rechte aus Wahlen auszuüben. Damit muss der 42-Jährige nach Rechtskraft des Urteils sein Landtagsmandat abgeben. Weiß habe Anfang 2013 gemeinsam mit einem Fuhrunternehmer den Schmuggel von 2,9 Millionen Zigaretten aus den Niederlanden nach Großbritannien organisiert, sagte die Richterin in der Urteilsbegründung. Der 37 Jahre alte Unternehmer, der im Gegensatz zu Weiß die Tat gestanden hatte, wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten verurteilt. Von ihm sei die Initiative zu dem Schmuggel ausgegangen, hieß es. Dann hätten aber beide mit großer krimineller Energie gehandelt.

Das Gericht ging von Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall aus. Mit dem Urteil entsprach die Strafkammer weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die für Weiß ein Jahr und zehn Monate sowie für den Mitangeklagten ein Jahr und fünf Monate - jeweils auf Bewährung - gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte für Weiß auf Freispruch. Der 42-Jährige hatte in dem Prozess bestritten, von der Schmuggelware an Bord des Lastwagens gewusst zu haben.

+++ 17.21 Uhr: Retro-Bankraub in Paris endet für Täter als Fiasko +++

Ein Bankraub nahe dem Pariser Triumphbogen ist für einen jungen Mann zum Fiasko geworden: Polizisten machten den 24-Jährigen in dem Geldhaus unschädlich, er kam mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus. "Er ist vermutlich der einzige, der nicht weiß, dass im Jahr 2018 kein Bargeld mehr in Banken lagert", sagte eine Ermittlerin. Der junge Mann aus einem Pariser Vorort versuchte nach Angaben der Polizei "einen Bankraub auf althergebrachte Art": Er betrat die Filiale pünktlich zur Öffnung um 9 Uhr morgens, verlangte, den Direktor zu sprechen und bedrohte diesen mit einer Schusswaffe, um Zugang zum Tresor zu erhalten. Dem Bankdirektor gelang es jedoch bereits um 9.03 Uhr, Alarm auszulösen, woraufhin sofort mehrere Zivilpolizisten zu der Filiale kamen und den Täter mit Schüssen niederstreckten.

"Heutzutage sind Tresorräume völlig gesichert und abgeschottet, selbst die Bankangestellten können die Fächer nicht öffnen", sagte die leitende Ermittlerin. Das sei auch dem Täter erklärt worden. Vor lauter Frustration habe dann er gedroht, den Angestellten "eine Kugel in den Kopf zu jagen", bevor die Polizei gekommen sei.

+++ 17.15 Uhr: Nasa-Rover "Opportunity" rollt in seinen 5000. Mars-Tag +++

Der von der US-Weltraumbehörde Nasa entsandte Rover "Opportunity" (auf Deutsch: Gelegenheit) forscht und rollt und rollt und rollt. Am Samstag wird das Gefährt seinen 5000. Sonnenaufgang auf dem roten Planeten erleben. "Fünftausend Sol (Mars-Tage) nach dem Start unserer 90 Sol langen Mission präsentiert uns dieser erstaunliche Rover immer noch Überraschungen auf dem Mars", teilte der zuständige Projektleiter John Callas vom Nasa-Strahlantriebslabor in Pasadena mit. Ein Tag auf dem Mars dauert rund 40 Minuten länger als auf der Erde. Seit seiner Landung im Januar 2004 habe der Roboter rund 225.000 Bilder zurück zur Erde gefunkt.

Der Roboter von der Größe eines Golfwägelchens hat die Erwartungen seiner Konstrukteure bei Weitem übertroffen: Zu Beginn der ursprünglich auf 90 Tage angelegten Forschungsmission glaubten die Nasa-Experten nicht, dass der solarbetriebene Rover seinen ersten Winter auf dem roten Planeten überstehen würde. Derzeit erkundet der Roboter ein Tal am Rande eines Kraters. Ein weiterer Rover namens "Curiosity" (Neugier) dreht seit 2012 seine Runden auf dem Mars, nachdem der Kontakt zu "Spirit" (Geist), der baugleichen Schwester von "Opportunity", bereits 2010 abbrach

+++ 16.27 Uhr: Räuber stiehlt Musikerin 1,3 Millionen Euro teures Cello +++

Der französischen Musikerin Ophélie Gaillard ist ein Cello im Wert von 1,3 Millionen Euro gestohlen worden. Die Solistin schrieb auf Facebook, sie sei vor ihrem Haus nördlich von Paris mit einem Messer bedroht worden. Der Täter sei zu Fuß mit dem Instrument und ihrem Handy geflüchtet. Sie rief alle Facebook-Nutzer auf, ihre Suchanzeige mit Fotos des kostbaren Cellos zu teilen.

Das Instrument des italienischen Geigenbauers Francesco Goffriller stammt aus dem Jahr 1737 und ist die Leihgabe einer Bank an Gaillard. Die Musikerin war im Jahr 2003 als beste Nachwuchssolistin für Klassik mit dem Preis "Victoires de la musique" ausgezeichnet worden. Nach Angaben der Polizei wird nach dem Täter noch gefahndet.

HELP!!!!!!!!!!! My cello was stolen this evening in a red dark flightcase It's a loan, the property of the Bank...

Gepostet von Ophélie Gaillard am Donnerstag, 15. Februar 2018

+++ 16.18 Uhr: Zeuge beschreibt mutmaßlichen Wehrhahn-Bomber als "durchgeknallt" +++

Im Indizienprozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn hat ein ehemaliger Oberfeldwebel der Bundeswehr den angeklagten Ex-Soldaten als "durchgeknallt" beschrieben. Er habe in seiner Wohnung Waffenattrappen gesammelt und einen starken Hang zum rechten Militarismus gehabt, berichtete der Zeuge. Die Wehrhahn-Rohrbombe war Ermittlern zufolge in einer Colaflasche versteckt, die wiederum in einer Plastiktüte gesteckt haben soll. Wie man eine Handgranate als Sprengfalle in einer Colaflasche versteckt, wurde bei der Bundeswehr geübt. "Da war er dabei", sagte der Zeuge. Damals sei Übungsmunition verwendet worden. Der Oberfeldwebel beschrieb den Zeitsoldaten als "völlig übermotiviert". Einmal habe er schon Stunden vor einer Übung in voller Kampfmontur mit geschwärztem Gesicht in der Kaserne gesessen. Als ihm mitgeteilt wurde, dass die Bundeswehr für ihn keine weitere Verwendung habe, sei für ihn "eine Welt zusammengebrochen".

Bei dem Anschlag am 27. Juli 2000 waren zehn Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib. Bei den Opfern handelt es sich um überwiegend jüdische Zuwanderer aus Osteuropa. Dem Ex-Soldaten droht lebenslange Haft. Er bestreitet die Tat.

+++ 15.48 Uhr: Gladbecker Geiselgangster Degowski nach fast 30 Jahren Haft frei +++

Der Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski ist nach fast 30 Jahren Haft freigelassen worden. Der 61-Jährige konnte nach Angaben der Justizvollzugsanstalt Werl gestern das Gefängnis verlassen. Degowski und sein ein Jahr jüngerer Komplize Hans-Jürgen Rösner hatten im August 1988 die Republik in Atem gehalten. Drei Tage lang flüchteten sie nach einem missglückten Bankraub in Gladbeck mit Geiseln quer durch Deutschland. Drei Menschen starben.

Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Arnsberg hatte die lebenslange Freiheitsstrafe Degowskis am 10. Oktober unter zahlreichen Weisungen zur Bewährung ausgesetzt. Sie hatte sich nach Angaben des nordrhein-westfälischen Justizministeriums auf die günstige Prognose und das tadellose Verhalten Degowskis im Vollzug gestützt. Rösner sitzt weiterhin in Haft.

+++ 15.24 Uhr: Lieferanten setzen sich mit Pakten wohl ins Ausland ab +++

Mit zwei Transportfahrzeugen voller Pakete haben sich zwei 19-Jährige offenbar nach Osteuropa abgesetzt. Wie die Polizei mitteilte, hatten die beiden Männer für ein Subunternehmen eines Paketdienstes in Sigmaringen gearbeitet. Am Mittwoch waren sie von ihrer Tagesroute nicht zurückgekehrt, ihre Pakete hatten sie nicht ausgeliefert. Die Männer waren auf ihren Handys nicht erreichbar, weswegen das Unternehmen Anzeige erstattete. Die 19-Jährigen stammen aus Moldau und Rumänien. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sich nach Osteuropa abgesetzt haben. Die Höhe des Schadens ist nicht bekannt. 

+++ 15.10 Uhr: Polizei nimmt mutmaßlichen Islamisten in Hessen fest +++

In Hessen ist ein mutmaßlicher Islamist aus Somalia festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 20-jährigen Abdukadir A. Mitgliedschaft in der Shebab-Miliz in Somalia sowie Mordversuch und Beihilfe zum Mord vor, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof ordnete demnach Untersuchungshaft an.

+++ 15.09 Uhr: Angeklagte im Prozess zu Prügelattacke an Berliner U-Bahnhof legen Gesntädnis ab +++

Fast drei Jahre nach der Prügelattacke auf einen Touristen an einem U-Bahnhof in Berlin-Kreuzberg haben die beiden Angeklagten im Prozess Geständnisse abgelegt. Das 26 Jahre alte Opfer aus Italien hatte im Mai 2015 schwere Kopfverletzungen erlitten. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung im Herbst 2016 mit Bildern aus Überwachungskameras hatten sich die mutmaßlichen Täter gestellt. Als sie das Video bei der Polizei sahen, seien sie entsetzt über ihre Gewalttat gewesen. "Ich hatte es ganz anders in Erinnerung", soll einer der Männer gesagt haben.

Er habe den Mann auf einer Treppe mit der Faust niedergeschlagen, sagte ein 27 Jahre alter Angeklagter nun zu Prozessbeginn. Zu der Tat sei es gekommen, weil er den Touristen irrtümlich einer Gruppe zugeordnet habe, die ihn zuvor angegriffen habe. Der ebenfalls 27 Jahre alte Mitangeklagte gab Tritte gegen das Opfer zu. Eine Erklärung für die Gewalttat habe er nicht. Den Angeklagten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

+++ 14.46 Uhr: Türkisches Gericht verurteilt Journalisten zu lebenslanger Haft +++

In der Türkei sind drei prominente Journalisten zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil sie am Putschversuch von Juli 2016 beteiligt gewesen sein sollen. In dem international kritisierten Verfahren wurden die Brüder Ahmet und Mehmet Altan sowie Nazli Ilicak des "Versuchs zum Umsturz der Verfassungsordnung" schuldig befunden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Den Dreien wurde insbesondere vorgeworfen, vor dem Putschversuch versteckte Botschaften über die Medien geschickt zu haben. Sie hatten die Vorwürfe als "absurd" zurückgewiesen. In dem Fall wurden auch der frühere Marketingdirektor der Zeitung "Zaman", Yakup Simsek, der "Zaman"-Graphiker Fevzi Yazici und ein Dozent der Polizeiakademie, Sükrü Tugrul Özesengül, verurteilt. Die heute verbotene "Zaman" gehörte zur Gülen-Bewegung, die für den Putschversuch verantwortlich gemacht wird.

Anfang Januar hatte das Verfassungsgericht die Freilassung von Mehmet Altan angeordnet, da seine lange U-Haft seine Rechte verletze. Ein untergeordnetes Gericht in Istanbul weigerte sich jedoch, das Urteil umzusetzen. Nach scharfer Kritik der Regierung revidierte das Verfassungsgericht sein Urteil. Der 65-jährige Mehmet Altan hat mehrere Bücher zur türkischen Politik verfasst, sein zwei Jahre älterer Bruder ist Romanautor und Mitbegründer der Zeitung "Taraf". Ebenso wie die 73-jährige Schriftstellerin Ilicak gehören sie zu den renommiertesten Journalisten des Landes.Deniz Yücel - Reaktionen auf seine Freilassung_14.40

+++ 14.35 Uhr: AfD mahnt Poggenburg wegen Hetzrede ab +++

Für seine abfälligen Äußerungen über Türken in Deutschland ist der AfD-Politiker André Poggenburg vom Bundesvorstand der Partei abgemahnt worden. Der Vorstand sprach Poggenburg wegen dessen Aschermittwochsrede eine Abmahnung aus, wie Parteisprecher Christian Lüth mitteilte. Der Beschluss sei einstimmig gefallen. Der AfD-Landeschef von Sachsen-Anhalt hatte die türkische Gemeinde in Deutschland unter anderem als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" bezeichnet. Die heftige Kritik an seinen abfälligen Äußerungen hatte Poggenburg als "Stimmungsmache" zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft Dresden leitete nach Strafanzeigen ein Prüfverfahren ein.

Die AfD-Bundessatzung sieht in Paragraf 7 Absatz 3 vor, dass der Vorstand eine Abmahnung aussprechen kann, wenn "ein Mitglied gegen die Satzung oder gegen Grundsätze oder die Ordnung der Partei" verstößt. "In der schriftlich zu begründenden Abmahnung ist das Mitglied darauf hinzuweisen, dass das beanstandete Verhalten im Wiederholungsfall oder ein vergleichbares Verhalten weitergehende Ordnungsmaßnahmen nach sich ziehen können", heißt es in der Satzung weiter.

+++ 14.25 Uhr: Streitkräfte sollen Kontrolle in Rio de Janeiro übernehmen +++

Angesichts der jüngsten Kriminalitätswelle sollen die Streitkräfte in Rio de Janeiro für Ordnung sorgen. Brasiliens Präsident Michel Temer wolle noch heute ein entsprechendes Dekret unterzeichnen, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Die Anordnung muss auch vom Kongress gebilligt werden. Es wäre die erste umfassende Militärintervention im Inneren seit der Verabschiedung der Verfassung im Jahr 1988.

Die Millionenmetropole am Zuckerhut leidet unter Gewalt und Kriminalität. Vor allem während der nun zu Ende gehenden Karnevalssaison häuften sich in Rio de Janeiro die Raubüberfälle. Zudem kämpfen Drogenbanden um die Kontrolle und liefern sich Schießereien untereinander oder mit der Polizei.

+++ 14.14 Uhr: 45 Jahre alte Claudia Pechstein will Karriere bis 2022 fortsetzen +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein will ihre Karriere bis zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking fortsetzen. "Ich laufe vier Jahre weiter, dann muss es nächstes Mal halt Gold werden", sagte die 45-Jährige in Pyeongchang. Bei den Winterspielen in Südkorea hatte die Berlinerin als Achte über 5000 Meter die angestrebte Medaille klar verpasst. Pechstein misslang das Vorhaben, als älteste Frau der Olympia-Geschichte eine Medaille in einer Einzeldisziplin zu holen. Pechstein ist nun die älteste Frau, die je bei Olympia in einer Einzeldisziplin an den Start ging, doch ihre Zielstellung nach dem Weltcupsieg von Stavanger war eine ganz andere. Sollte die fünfmalige Olympiasiegerin tatsächlich in Peking dabei sein, wäre dies ihre achte Teilnahme bei Winterspielen.

+++ 13.50 Uhr: Massengrab mit 34 Leichen in Syrien entdeckt +++

Die syrische Armee hat ein Massengrab mit 34 Leichen in der Provinz Raka im Norden des Landes entdeckt. Es handele sich um Zivilisten und Soldaten, die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Die Leichen wurden demnach zur Identifizierung in das Militärkrankenhaus in Aleppo gebracht.

+++ 13.39 Uhr: Raumfahrer wollen bei ISS-Außeneinsatz Roboterarm reparieren +++

Zwei Raumfahrer sind zu einem Außeneinsatz aus der Internationalen Raumstation (ISS) für die Reparatur eines Roboterarmes ausgestiegen. Der Einsatz des US-Astronauten Mark Vande Hei und seines japanischen Kollegen Norishige Kanai sollte rund sechseinhalb Stunden dauern, wie die Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Dabei wollen die beiden Raumfahrer Wartungsarbeiten an dem kanadischen Roboterarm (Canadarm2) vornehmen, der beim Andocken von Raumfrachtern mit Nachschub genutzt wird.

+++ 13.05 Uhr: Wetterdienst verspricht "volle Schippe Schnee" für den Süden +++

Freude für Bergfreunde: 20 Zentimeter Neuschnee sollen am Wochenende im Schwarzwald und in den Alpen fallen. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach verspricht "eine volle Schippe Schnee". Zwar lasse das Tauwetter den Schnee in den Skigebieten gerade ordentlich schmelzen, sagte Jacqueline Kernn von der Wettervorhersagezentrale. "Aber keine Sorge, schon am Samstag sorgt Tief "Sabine" für teils kräftige Schneefälle in der Südhälfte Deutschlands." Verbreitet dürfte der Neuschneezuwachs um die zehn Zentimeter liegen, "gebietsweise sind im Schwarzwald und in den Alpen auch bis zu 20 Zentimeter möglich". Am Sonntag hört es schon wieder auf zu schneien. Die Temperaturen gehen zurück. Gebietsweise zeigt sich für längere Zeit die Sonne. In den Bergen kann man also prächtig Ski fahren und rodeln. Ansonsten ist zumindest ein winterlicher Sonntagsspaziergang drin.

In der Nordhälfte ist von Weiß nichts zu sehen. Ein paar Schauer an der Küste, Nebelfelder am Morgen, das war's. Im Westen scheint längere Zeit die Sonne. Die Temperaturen sind dort mit bis zu acht Grad auch am höchsten.

+++ 12.31 Uhr: Mann mit 5,28 Promille schlägt Rettungssanitäter +++

Mit 5,28 Promille Alkohol im Blut ist ein Mann in das Krankenhaus von Landau in Rheinland-Pfalz eingeliefert worden. Wie die Polizei mitteilte, lag der 35-Jährige am Donnerstagabend zunächst bewusstlos in der Landauer Innenstadt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus. Dort schlug er einem Rettungssanitäter ins Gesicht und verletzte seinen Helfer an Schläfe und Jochbein. Eine Blutuntersuchung ergab den selten hohen Alkoholwert. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung gegen den Mann. Er blieb zunächst im Krankenhaus.

Jörg Röhrich, forensischer Toxikologe am Institut für Rechtsmedizin der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität, sagte auf Anfrage, mehr als drei Promille Alkohol im Blut sei akut lebensgefährlich. Der Mann müsse harten Alkohol getrunken haben, in großen Mengen und möglichst rasch. "Mit Bier ist so etwas nicht möglich", sagte Röhrich.

+++ 12.29 Uhr: "El Chapo" klagt über mangelndes Geld für seine Verteidigung +++

Der berüchtigte mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán hat offenbar Probleme, seine Anwaltskosten zu bezahlen. Es gebe "Dinge, die getan werden müssen, und die wir wegen fehlender Geldmittel jetzt nicht tun können", sagte Guzmáns Anwalt Eduardo Balarezo bei einer Anhörung in New York. "Ich habe einen Teil meines Honorars erhalten." Freunde hätten Guzmán bei der Zahlung geholfen, könnten aber für den Rest nicht aufkommen. Seinem Mandanten sei es untersagt, am Telefon Anweisungen zu erteilen. Balarezo selber dürfe ebenfalls niemanden um Hilfe bitten. Das Geld brauche er aber, um die vielen Zeugen der Anklage zu überprüfen, sagte er dem Gericht. Guzmán wollte bei der Anhörung eine Stellungnahme vorlesen, der Richter untersagte ihm dies jedoch. In seiner Erklärung, die vom Gericht zu den Akten genommen wurde, forderte der 60-Jährige ein Treffen mit seiner Frau, um die Geldfragen zu klären, andernfalls sei der Prozess gegen ihn, der am 5. September beginnen soll, "eine Farce".

"El Chapo" befindet sich in Einzelhaft und hat wiederholt über seine Gesundheit und die Haftbedingungen geklagt. Der mutmaßliche Chef des Sinaloa-Rauschgiftkartells ist unter anderem wegen Waffenvergehen und Drogenhandels angeklagt. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Weil er in Mexiko bereits zwei Mal aus dem Gefängnis ausbrach, gelten auch in der Untersuchungshaft strenge Sicherheitsbestimmungen.

+++ 12.21 Uhr: Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Haft für Yücel +++

Die Freilassung von Deniz Yücel wurde von einem türkischen Gericht nach der Vorlage einer Anklageschrift durch die Staatswaltschaft angeordnet. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, die Istanbuler Staatsanwaltschaft habe eine Anklageschrift vorgelegt, in der 18 Jahre Haft für den "Welt"-Korrespondenten gefordert werden. Das Gericht habe die Anklageschrift angenommen und Yücel dann aus der Untersuchungshaft entlassen.

+++ 12.07 Uhr: Kirchenmitglieder kommen Dieb von Musikinstrumenten auf die Spur +++

Mitglieder einer Kirchengemeinde im hessischen Butzbach sind selbst einem Dieb auf die Spur gekommen, der mehrere Musikinstrumente aus ihrer Kirche stahl. Zwischen Weihnachten und Silvester waren unter anderem eine Tuba, ein Kornett und eine Trompete verschwunden, wie die Polizei Friedberg mitteilte. Die Gemeindemitglieder entdeckten demnach schließlich Anfang Februar in einem Internetauktionshaus die Tuba und informierten die Polizei.

Die Hobbyermittler ersteigerten die Tuba und verabredeten sich mit dem Verkäufer in einem Schnellrestaurant in Frankfurt am Main. Dort wartete allerdings die Polizei auf den Dieb. Der 37-Jährige gestand danach die Tat. Bis auf die Tuba hatte er allerdings bereits alle Instrumente verkauft.

+++ 11.44 Uhr: "Welt" korrigiert sich - Deniz Yücel noch nicht frei +++

Die "Welt" hat ihre Meldung über die Freilassung ihres Korrespondenten Deniz Yücel korrigiert. "Deniz ist noch nicht frei - aber seine Freilassung wurde beschlossen", teilte die Zeitung auf Twitter mit. Yücel war am 14. Februar 2017 wegen des Vorwurfs der "Terrorpropaganda" in der Türkei inhaftiert worden.

+++ 11.41 Uhr: Bundesregierung bestätigt Yücels Freilassung +++

Das Auswärtige Amt in Berlin hat bestätigt, dass der seit gut einem Jahr inhaftierte "Welt"-Korrespondenten aus der Haft entlassen wird. "Ich habe das Signal bekommen, dass ich die Meldung, die da zirkuliert, bestätigen kann", sagte ein Sprecher des Amtes in Berlin. Auf die Frage nach möglichen Gegenleistungen erklärte er: "Ich kann ausschließen, dass es einen Deal in irgendeiner Form gegeben hat." Die deutsche Seite habe ihre Freude ausgedrückt, "dass der Fall jetzt zu einem Abschluss gekommen ist und Herr Yücel freigelassen wurde". Auch Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte, es habe keine Gegenleistungen von deutscher Seite gegeben. "Wir begrüßen dass als wichtigen Schritt, auf den wir alle lange hingearbeitet haben."

Yücels Anwalt Veysel Ok teilte auf Twitter mit: "Und endlich gibt es für meinen Mandanten Deniz Yücel einen Entlassungsbefehl."

+++ 11.26 Uhr: Türkei lässt Deniz Yücel frei +++

Der seit gut einem Jahr in der Türkei inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist nach Angaben der Zeitung frei. Die "Welt" machte die Freilassung unter Berufung auf den Anwalt des deutsch-türkischen Journalisten, Veysel Ok, bekannt. Yücel war am 14. Februar 2017 wegen des Vorwurfs der "Terrorpropaganda" in der Türkei inhaftiert worden.

+++ 9.36 Uhr: Junger Iraker in Hessen unter Terrorverdacht festgenommen +++

Ein 17-jähriger Iraker ist im nordhessischen Eschwege wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Er sitze seit Dienstag in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt heute mit. Das Verfahren habe die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernommen. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung, der sich auf Sicherheitsbehörden beruft, ermittelt die Staatsanwaltschaft "wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat". Er soll demnach Kontakt mit hochrangigen Entscheidungsträgern der Terrormiliz Islamischer Staat gehabt und sich Bauanleitungen für ferngesteuerte Auto-Sprengsätze besorgt haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung unter anderem ein Handy und ein Computer sichergestellt. Laut "Bild" war der Mann im Herbst 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen.

+++ 8.46 Uhr: CNN: Sonderermittler Mueller hat Steve Bannon zur Russland-Affäre befragt +++

Der US-Sonderermittler zur Russland-Affäre, Robert Mueller, hat laut einem Medienbericht in dieser Woche den früheren Chefstrategen im Weißen Haus, Steve Bannon, befragt. Wie der Fernsehender CNN unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtete, wurde der Ex-Berater von Präsident Donald Trump über zwei Tage mehrere Stunden lang von Muellers Team befragt. Bannon antwortete demnach auf alle Fragen und äußerte sich zu allen Themen. Mueller untersucht, ob es illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung gab und ob Trump später als Präsident versuchte, die Ermittlungen der Bundespolizei FBI zu den Russland-Kontakten zu behindern. Die Affäre wird von dem Sonderermittler und mehreren Kongressausschüssen untersucht.

+++ 7.47 Uhr: Eurokurs steigt auf höchsten Stand seit Ende 2014 +++

Der Euro hat im frühen Handel die Gewinne der vergangenen Tage ausgebaut. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2555 US-Dollar und damit so viel wie seit Dezember 2014 nicht mehr. Damit gewann der Euro im Wochenverlauf bisher rund 3 Cent. Seit Ende 2016 legte die europäische Gemeinschaftswährung fast 22 Cent oder rund 20 Prozent zu. Das ist für den Devisenmarkt eine massive Bewegung, die derzeit viele Konzerne in Europa zu spüren bekommen, da der starke Euro bei der Umrechnung von im Ausland getätigten Geschäften auf die Umsätze und Gewinne drückt.

+++ 7.11 Uhr: US-Schauspielerin Kirke: "MeToo-Bewegung ist noch nicht perfekt" +++

Die amerikanische Schauspielerin Lola Kirke (27) hält die MeToo-Bewegung gegen sexuelle Belästigung von Frauen für verbesserungsfähig. "Wir müssen an den Wurzeln anpacken, nicht nur Männer mit viel Macht angehen", sagte Kirke der Deutschen Presse-Agentur in New York. "Alle Bewegungen beginnen fehlerhaft, denn sie werden von Menschen gemacht und wir sind nicht perfekt. Meiner Meinung nach gab es viele unverdiente Opfer und natürlich viele Menschen, die verdientermaßen ihre Macht verloren haben. Aber was jetzt passieren muss, ist, dass wir nachschauen, wo diese Fehler im System passieren." 

+++ 6.25 Uhr: Jennifer Aniston und Justin Theroux geben friedliche Trennung bekannt +++

Nach zweieinhalb Jahren Ehe und sieben Jahren als Paar gehen US-Schauspielerin Jennifer Aniston (49) und Schauspieler Justin Theroux (46) wieder getrennter Wege. "Die Entscheidung fiel in gegenseitigem Einvernehmen und liebevoll am Ende des vergangenen Jahres", gaben die beiden am Donnerstag zu ihrer Trennung über ihre jeweiligen Sprecher bekannt. Aniston, die bis 2005 mit Schauspieler Brad Pitt verheiratet war, lernte Theroux 2008 bei den Dreharbeiten zu "Tropic Thunder" kennen. Seit 2011 waren die beiden ein Paar und heirateten im August 2015 nur wenige Tage vor Theroux' 44. Geburtstag.

+++ 5.22 Uhr: Polizei verhindert Bombenanschlag in New York +++

Die Polizei in New York hat möglicherweise einen Bombenanschlag verhindert. Beamte nahmen in der Bronx zwei Männer fest, denen Vorbereitungen zum Bombenbau vorgeworfen wird. In der gemeinsamen Wohnung der Zwillingsbrüder seien über 16 Kilogramm Chemikalien gefunden, die als Ausgangsstoffe dafür dienen könnten, berichtete die Washington Post. Außerdem seien verdächtige Tagebucheinträge und entsprechende Baupläne auf einem Laptop entdeckt worden. Die Polizei habe "vermutlich sehr viele Leben gerettet", sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Über ein mögliches Motiv der Festgenommenen lagen keine Erkenntnisse vor.

+++ 5.10 Uhr: Kranke Lokführer lösen einzelne Zugausfälle aus +++

Fahrgäste der Bahn haben zur Zeit häufiger als sonst mit Zugausfällen wegen kranker zu tun. "Wir haben einen erhöhten Krankenstand bei Lokführern in mehreren Regionen", sagte ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Er nannte Norddeutschland, den Raum Frankfurt und Süddeutschland. "Die Kollegen versuchen alles, um Zugausfälle zu vermeiden", teilte das Unternehmen mit. So würden Schichten getauscht und Lokführer gebeten, ihren Urlaub zu unterbrechen. Bislang gebe es nur einzelne Ausfälle. Die Bahn verwies auf die erhöhten Infektions- und Grippeindizes des Robert-Koch-Instituts. Demnach hat die Grippewelle mit dem Jahreswechsel begonnen. Die Bahn sei nicht stärker betroffen als andere Unternehmen auch, sagte der Konzernsprecher. Die Bahn treibe ihre Initiativen voran, Lokführer selbst auszubilden.

+++ 4.25 Uhr: Forscher: Schulbücher sollen Vielfalt in Klassenzimmern abbilden +++

Die Schulbücher in Deutschland bilden aus Expertensicht die gesellschaftliche Realität noch nicht richtig ab. "In deutschen Klassenzimmern herrscht Vielfalt in Bezug auf Herkunft, Religion und Lebensweise", sagte Eckhardt Fuchs, Direktor des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig der Deutschen Presse-Agentur. In den Büchern werden ihm zufolge Minderheiten allerdings häufig noch als neu, anders oder fremd markiert. Auf der Bildungsmesse Didacta in Hannover verleiht das Georg-Eckert-Institut am kommenden Dienstag (20. Februar) gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Didacta Verband den Preis "Schulbuch des Jahres". Ein eindeutiger Trend bei den eingereichten Werken sei, das Fachwissen in gesellschaftliche Kontexte einzubinden, etwa indem Trennungskinder, Kinder mit Behinderungen oder mit Schulproblemen auftreten, sagte Fuchs.

+++ 2.51 Uhr: Washington und London beschuldigen Moskau der "NotPetya"-Cyberattacke +++

Die USA und Großbritannien haben dem russischen Militär die Urheberschaft für eine Cyberattacke unter dem Namen "NotPetya" aus dem Vorjahr mit erheblichen Kosten vorgeworfen. Der Virus, der in der Ukraine, im Westen und auch in Asien Schäden in Milliardenhöhe verursacht haben soll, sei Teil der ständigen Versuche des Kreml, die Ukraine zu destabilisieren, verlautete aus dem Weißen Haus. "Dies war eine rücksichtslose Cyber-Attacke, die international Konsequenzen haben wird." Zuvor hatte bereits die britische Regierung in einer Stellungnahme erklärt, man könne "fast sicher" sein, dass Russland hinter dem groß angelegten Hackerangriff stecke. Der Kreml wies die Vorwürfe erneut zurück. Moskau hatte jede Mitwisserschaft an der Attacke schon früher kategorisch dementiert. Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte die Vorwürfe nach Angaben der Agentur Tass "haltlos" und "nichts anderes als die Fortsetzung einer unbegründeten und ohne Beweise geführten russophoben Kampagne". In einer Mitteilung der russischen Botschaft in London hieß es, die Anschuldigungen seien Teil einer Kampagne zur "Dämonisierung Russlands". 

Der Virus "NotPetya" hatte zunächst Rechner in der Ukraine befallen, ehe er sich auf Geschäftspartner ukrainischer Firmen im europäischen, amerikanischen und asiatischen Ausland ausweitete. Zu den Opfern gehörten unter anderem der Pharma-Riese Merck, die dänische Reederei A.P.Moller-Maersk und das Logistik-Unternehmen TNT. 

+++ 0.41 Uhr: 19-Jähriger Cruz gesteht Schulmassaker in Florida +++

Der von der Polizei festgenommene Schütze des Schulmassakers im US-Bundesstaat Florida hat die Taten gestanden. Das geht aus Gerichtsakten hervor. Sheriff Scott Israel sagte, der 19-jährige Nikolas Cruz sei mit einem Uber-Taxi zur Schule gefahren und habe dort das Feuer eröffnet. Anschließend habe er sich unter fliehende Schüler gemischt und sei unerkannt aus der Schule entkommen. Nach dem Besuch eines Schnellrestaurants sei er festgenommen worden. Cruz hatte am Mittwoch in seiner früheren Schule, der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, 17 Menschen erschossen. 15 Verletzte waren am Donnerstag noch im Krankenhaus. 

mad/fin / DPA / AFP