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Tag im Ticker: Salzburg: Deutsche Touristen nach drei Stunden aus Höhle befreit

Kim Dotcom plant neuen Megaupload +++ Attentäter von Ansbach wollte sich offenbar gar nicht töten +++ Facebook wehrt sich gegen Clickbait +++ "The Big Lebowski"-Star gestorben +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im Überblick.

Lamprechtshöhle Salzburg

Eingang zur Lamprechtshöhle in Salzburg (Archivbild)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.00 Uhr: Deutsche Touristen in Salzburg nach drei Stunden aus Höhle gerettet +++

Rund drei Stunden nachdem Hochwasser den Weg zum Ausgang versperrt hatte, sind mehrere deutsche Wanderer unversehrt aus einer Höhle in Salzburg befreit worden. Nach starken Regenfällen waren die sieben Touristen, darunter auch zwei Kinder, in der Lamprechtshöhle bei Lofer eingeschlossen gewesen. Die fünf Deutschen und zwei Niederländer seien wohlauf, berichtete ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter am Freitagabend. Die Urlauber seien nur leicht unterkühlt. Auch ein Hund sei wohlbehalten aus der Höhle befreit worden.

Es habe zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr bestanden, versicherten die Behörden. Durch eine Steigung in der Höhle seien im Inneren alle in Sicherheit gewesen. Die genaue Herkunft der Eingeschlossenen war zunächst nicht klar. Die Besucher mussten warten, bis sich der Wasserstand wieder gesenkt hatte. Retter halfen ihnen schließlich zum Ausgang.

Immer wieder kommt es in der Höhle zu ähnlichen Zwischenfällen.
Deshalb gibt es dort auch eine Notunterkunft mit Decken, Notproviant und einem Telefon. 

+++ 19.42 Uhr: Integrationsgesetz tritt morgen in Kraft +++

Das vor der Sommerpause von Bundestag und Bundesrat beschlossene Integrationsgesetz tritt am Samstag in Kraft. Es enthält eine Reihe von Regelungen, mit denen die Stellung der Flüchtlinge in Deutschland verbessert wird, aber auch Auflagen und Sanktionen. Für bestimmte Asylbewerber wird eine Verpflichtung zur Teilnahme an Integrationskursen eingeführt. Die neu eingeführte Wohnsitzauflage ermöglicht es den Kommunen, Flüchtlingen einen Wohnort vorzuschreiben.

Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge erhalten künftig grundsätzlich erst nach fünf Jahren ein unbefristetes Aufenthaltsrecht. Zugleich bekommen Geduldete und Ausbildungsbetriebe für die Zeit der Berufsausbildung und den anschließenden Berufseinstieg mehr Rechtssicherheit. Für die Dauer der Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Ausbildungsberuf wird eine Duldung erteilt, ausgenommen sind Straftäter und Ausländer aus sicheren Herkunftsstaaten.

+++ 19.41 Uhr: Weiterer Tarifabschluss zur Übernahme von Kaiser's Tengelmann +++

Im Übernahmepoker um die defizitäre Supermarktkette Kaiser's Tengelmann haben Edeka und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine weitere Tarifeinigung erzielt. Die bisher für Tengelmann tätigen Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen seien durch die ausgehandelten Tarifverträge für mehr als fünf Jahre vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt, teilte Verdi-Verhandlungsführer Heino Kaßler am Freitag in Düsseldorf mit. Der Vertrag stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Ministererlaubnis Bestand habe. Hintergrund der Tarifeinigung sind Vorgaben in der Sondererlaubnis vom Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel für die derzeit auf Eis liegende Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Marktführer Edeka. Ob die überhaupt kommt, ist aber ungewiss.


+++ 18.10 Uhr: Kim Dotcom: Megaupload 2.0 soll im Januar 2017 an den Start gehen +++

Der umstrittene deutschstämmige Internet-Unternehmer Kim Dotcom hat ein Comeback seiner Tauschplattform Megaupload für den 20. Januar 2017 angekündigt. Via Twitter veröffentlichte der 42-Jährige, dem in den USA eine langjährige Haftstrafe droht, den Starttermin und weitere Details. Der Service soll 100 Gigabyte kostenlosen Cloud-Speicher bieten und auf allen Geräten der Nutzer konfiguriert werden. Zudem würden bei Megaupload 2.0 Anonymität und Verschlüsselung auf ein neues Level gehoben: "Ein Alptraum für alle, die massenhaft überwachen und zensieren wollen", heißt es in einem Tweet.

Das ursprüngliche Portal war 2012 nach FBI-Ermittlungen abgeschaltet worden. Gegen Dotcom, der inzwischen in Neuseeland lebt, läuft ein Auslieferungsersuchen aus den USA, wo ihm der Prozess gemacht werden soll. Die US-Ankläger sagen, Musik- und Filmproduzenten hätten eine halbe Milliarde Dollar an Lizenzgebühren verloren, weil Nutzer über Megaupload urheberrechtlich geschütztes Material austauschten. Dotcom wehrt sich gegen die Vorwürfe und die Auslieferung und argumentiert, er habe nur die Plattform zur Verfügung gestellt. 

+++ 17.52 Uhr: Russischer Zoll überprüft neuen "Harry Potter" auf Extremismus +++

Russische Behörden überprüfen nach Angaben von Buchhändlern den neuesten Teil der Harry-Potter-Saga auf extremistische Inhalte. Der Zoll habe die Einfuhr des englischsprachigen Theaterstücks "Harry Potter and the Cursed Child" (deutsch: Harry Potter und das verwunschene Kind) von Erfolgsautorin Joanne K. Rowling gestoppt, berichteten Medien am Freitag. "Wir werden die Bücher nicht vor September bekommen", sagte Natalja Tschuprowa vom Buchladen Moskwa in Moskau der Zeitung "Iswestija".

Informationen, worauf sich der Extremismus-Verdacht stützen könnte, gab es nicht. Russland hat zuletzt seine Gesetze im Kampf gegen Extremisten und Terroristen verschärft. Auch Händler in St. Petersburg berichteten von Problemen mit dem Buch beim Zoll. Auf Russisch soll der Potter-Nachzügler im November erscheinen. In Großbritannien feierte das Stück über den ehemaligen Zauberlehrling als Erwachsener am vergangenen Wochenende eine umjubelte Bühnenpremiere. Daneben gibt es eine Buchausgabe.

+++ 17.45 Uhr: IS nimmt im Irak 3000 Flüchtlinge gefangen  +++

Im Nordirak sind den Vereinten Nationen zufolge etwa 3000 flüchtende Menschen in die Hände des IS gefallen. Die Flüchtlinge hätten sich vor Kämpfen in der ölreichen Region Kirkuk in Sicherheit bringen wollen, als der IS sie gefangen genommen habe, berichtete das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR). Mindestens zwölf Flüchtlinge sollen getötet worden sein.

Die Hilfsorganisation stützt sich auf nicht näher bezeichnete Berichte, die sie aus dem Konfliktgebiet erhalten habe. Die Irakische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von 1900 Zivilisten, die aus der Stadt Al-Hawidscha, rund 60 Kilometer westlich von Kirkuk, geflohen seien. Schätzungsweise 100 bis 120 IS-Kämpfer hätten sie aufgehalten und entführt. Dutzende seien getötet worden, sechs von ihnen sollen verbrannt worden sein.

+++ 17.04 Uhr: Leiche von Ansbacher Attentäter beigesetzt +++

Die Leiche des Attentäters von Ansbach ist beigesetzt worden. Das sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe. Wo die sterblichen Überreste des 27-jährigen Syrers beerdigt wurden, konnte sie nicht sagen. Sie gehe aber davon aus, dass er in Deutschland bestattet wurde. Ob auch der Leichnam des Würzburger Attentäters inzwischen freigegeben und bestattet wurde, war zunächst unklar. Der zuständige Sprecher der Würzburger Staatsanwaltschaft war am Freitag nicht mehr erreichbar.

Am 18. Juli hatte ein 17-jähriger Flüchtling in einem Regionalzug bei Würzburg mehrere Menschen mit einer Axt und einem Messer schwer verletzt und war anschließend von Polizisten erschossen worden. In Ansbach hatte ein 27-jähriger Flüchtling am 24. Juli in der Nähe eines Musikfestes eine Bombe gezündet und war dabei ums Leben gekommen. 15 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt.

+++ 16.43 Uhr: "Spiegel": Bund zahlt Beratern Millionen-Honorare für Abschiebe-Tipps +++

Für eine Studie zum Thema Abschiebungen will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) der Unternehmensberatung McKinsey laut einem Medienbericht 1,86 Millionen Euro bezahlen. Dies berichtet der "Spiegel" und berief sich dabei auf interne Unterlagen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Studie in der vergangenen Woche angekündigt. In der Analyse soll McKinsey die Probleme bei Abschiebungen benennen und Verbesserungsvorschläge machen. Die Arbeit soll bis November fertig sein. Die Behörde wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Solche Vertragsvereinbarungen seien vertraulich, teilte eine Sprecherin mit.

Das BAMF hatte im Oktober einen Rahmenvertrag mit McKinsey abgeschlossen und dabei aus Gründen der Eilbedürftigkeit auf eine Ausschreibung verzichtet. Auch der neueste Auftrag sei ohne Ausschreibung an McKinsey vergeben werden, berichtet das Magazin mit Verweis auf das Bundesinnenministerium. Zwischen Oktober und März flossen bereits rund 9,2 Millionen Euro an die Beratungsfirma - unter anderem für die Optimierung der Asylprozesse und die Registrierung von Flüchtlingen.

+++ 16.30 Uhr: Indonesiens Polizei vereitelt Terroranschlag mit Raketen auf Singapur +++

Die Polizei in Indonesien hat nach eigenen Angaben einen geplanten Terroranschlag auf eines der Wahrzeichen der Millionenmetropole Singapur vereitelt. Muslimische Extremisten wollten eine Rakete von der nahe gelegenen indonesischen Insel Batam auf Marina Bay in Singapur abfeuern, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. Marina Bay ist das Herz der Singapurer Innenstadt, unter anderem mit dem 55-stöckigen Marina-Bay-Sands-Hotel, das einen 150 Meter langen Pool auf dem Dach hat. Rund um die Marina-Bucht findet auch jedes Jahr ein nächtliches Formel-1-Rennen statt.

Die sechs Verdächtigen seien auf Batam, keine 30 Kilometer südöstlich von Singapur, festgenommen worden, sagte der Polizeisprecher. Wie weit die Anschlagspläne gediehen waren, blieb unklar.

Die Festgenommenen sollen Verbindungen zu dem prominenten indonesischen Extremisten Bachrun Naim haben, der nach Angaben des Polizeisprechers in Syrien mit der Terrormiliz Islamischer Staat kämpft. Singapur kündigte eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen an den Küsten an. Innenminister Kasiviswanathan Shanmugam betonte, dass der Stadtstaat seit langem vor möglichen Anschlägen warne und Bedrohungen ernst nehme.

+++ 16.26 Uhr: Berlusconi verkauft AC Mailand an chinesische Investorengruppe +++

Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi verkauft den Fußballklub AC Mailand an eine chinesische Investorengruppe. Das Konsortium übernehme mehr als 99 Prozent am AC Mailand und werde in den nächsten drei Jahren 350 Millionen Euro in den Club investieren, teilte Berlusconis Holding Fininvest am Freitag mit. Der Vorvertrag wurde demnach unterzeichnet und bewertet den mit 220 Millionen Euro verschuldeten Club mit 740 Millionen Euro.

Damit kommt innerhalb kürzester Zeit ein weiterer italienischer Verein unter chinesische Kontrolle. Bereits Anfang Juni hatte der chinesische Handels- und Elektronikriese Suning die Mehrheit an dem anderen großen Mailänder Fußballverein Inter Mailand übernommen.

Zu den künftigen Eigentümern des AC Mailand gehören um eine Firma namens Sino-Euro Sports Investment Management Changxing die Gesellschaft Haixia Capital und der Unternehmer Yonghong Li. Aus der Volksrepublik sind darüber hinaus noch weitere staatliche und private Firmen aus der Finanzbranche und der Industrie an dem Konsortium beteiligt.

+++ 15.52 Uhr: Schüler löst mit Waffen-Bildern in Internetchat Hausdurchsuchung aus +++

Seine Prahlerei mit Schusswaffen im Internet hat einem 16-jährigen Schüler und seinen Eltern aus Bremen einen Polizeibesuch eingebracht. Nachdem der Jugendliche während eines Chats ein Video und ein Bild geteilt hatte, auf denen Waffen zu sehen waren, wandte sich ein anderer Teilnehmer verunsichert an die Polizei, wie die Beamten am Freitag mitteilten.

Die Ermittler erwirken einen Durchsuchungsbeschluss und stellten fest, dass der Schüler im Haus seiner Eltern ungehindert Zugang zu zwei scharfen Schusswaffen sowie etlichen Schreckschuss-, Soft-Air- und täuschend echt aussehenden sogenannten Anscheinswaffen hatte, die seinem Vater gehören. Dieser besaß für die scharfen Waffen aber weder die erforderliche Besitzerlaubnis noch hielt er die Vorschriften zur sicheren Lagerung ein.

Nach der Razzia vom Donnerstagmorgen leiteten die Beamten deshalb gegen den Vater ein Ermittlungsverfahren wegen illegalen Waffenbesitzes ein. Der Jugendliche gab nach ihren Angaben an, die Bilder im Netz gezeigt zu haben, "um cool zu sein und anzugeben".

+++ 14.27 Uhr: Putin bekräftigt Pläne zum Bau von acht neuen Atomreaktoren im Iran +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Pläne zum Bau von acht Atomreaktoren im Iran bekräftigt. Moskau und Teheran hätten eine entsprechende Vereinbarung erzielt, sagte er in einem Interview der aserbaidschanischen Agentur Azertac. Putin kündigte zudem einen russischen Kredit in Höhe von 2,2 Milliarden Euro für iranische Energieprojekte an. "Wir werden unseren iranischen Partnern weiterhin helfen beim Atomprogramm, einschließlich der Anreicherung von Uran", sagte der Kremlchef in dem am Freitag veröffentlichten Gespräch.

Putin trifft an diesem Montag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku den Staatschef der Südkaukasusrepublik, Ilham Aliyev, und den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani. Geplant sind unter anderem Gespräche über die Wiederbelebung der Bahnstrecke von Russland in den Iran durch die Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan. Die Verbindung sei wichtig zur Entwicklung der Region am Kaspischen Meer, sagte Putin.

+++ 12.47 Uhr: Attentäter von Ansbach wollte sich offenbar gar nicht töten +++

Der Selbstmordattentäter von Ansbach hatte offenbar gar nicht vor, sich selbst zu töten. Das legen Chatprotokolle nahe, die laut einem Bericht von Spiegel Online deutschen Behörden vorliegen. Demnach hatte der Attentäter von Ansbach und auch der Angreifer von Würzburg mehrfach Kontakt zu mutmaßlichen Mitgliedern des IS, unter anderem über Telefonnummern in Saudi-Arabien. Laut dem Bericht glauben die Behörden, der Attentäter Mohammad D. habe den Rucksack voll selbst hergestelltem Sprengstoff auf dem Musikfest abstellen und die Besucher damit töten sollen - nicht sich selbst. Der Sprengsatz scheint zu früh explodiert zu sein, denn laut Protokoll hatte D. den Auftrag, weitere Anschläge zu begehen. 

Kontakt zum IS hatte auch der 17-jährige Attentäter von Würzburg. Aus den Chats geht hervor, dass der Angriff mit der Axt im Zug seine eigene Idee war. Den Vorschlag eines IS-Kontakts, er solle mit einem Auto in eine Menschenmenge fahren, lehnte er mit der Begründung ab, keinen Führerschein zu haben. Dann hat er sich aus dem Chat verabschiedet mit den Worten "Wir sehen uns im Paradies."


+++ 12.15 Uhr: Nach Brückeneinsturz in Indien - 18 Tote +++

 Zwei Tage nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Indien sind bislang 18 Tote gefunden worden. 23 Menschen wurden noch vermisst, wie am Freitag ein Sprecher des Bezirks Raigad im Südwesten des Landes mitteilte. Bisher seien 15 Opfer identifiziert worden, darunter ein Busfahrer. Zwei Busse und mindestens ein Auto waren ins Wasser gestürzt, als die Brücke über dem Hochwasser führenden Savitri-Fluss am Mittwoch zusammenbrach. Die Fluten rissen die Fahrzeuge mit sich. Die Brücke stammte noch aus der britischen Kolonialzeit.

+++ 11.50 Uhr: Vorsichtige Stabilisierung am Aktienmarkt +++

Die vorsichtige Stabilisierung am deutschen Aktienmarkt geht auch am Freitag weiter. Wenige Stunden vor dem wichtigen Arbeitsmarktbericht aus den USA hielten sich die meisten Anleger aber mit einer klaren Positionierung zurück. Der Dax hielt sich nach einem Schwächeanfall gegen Mittag 0,12 Prozent im Plus bei 10 240,61 Punkten. Damit steuert der deutsche Leitindex auf den dritten Gewinntag in Folge zu.

+++ 11.20 Uhr: Facebook macht Front gegen reißerische "Clickbait"-Überschriften +++

Nutzer von Facebook sollen in dem sozialen Netzwerk künftig weniger reißerische "Clickbait"-Überschriften sehen. Ein neuer Algorithmus solle dafür sorgen, dass solche übertriebenen Textaufmachungen nicht mehr so oft auftauchen, erklärte Facebook am Donnerstag. Viele Nutzer wünschten sich einen solchen Schritt.

+++ 10.55 Uhr: DHL-Flieger kommt auf Straße zum Stehen +++

Ein Frachtflugzeug des Paketzustellers DHL schießt am Flughafen Bergamo in Italien über die Landebahn hinaus und kommt erst auf einer Straße zum Stehen. Niemand ist verletzt. Der Flughafen ist für einige Stunden gesperrt und nimmt erst am Morgen seinen Betrieb wieder auf. Die Maschine kam aus Paris und war um kurz nach 4 Uhr durch einen Zaun gebrochen und auf der Straße gelandet.

+++ 9.44 Uhr: Taifun bringt Regen, Flut bringt Tod in Vietnam +++

Überschwemmungen nach dem Taifun "Nida" haben mindestens fünf Menschen in Vietnam das Leben gekostet. Sieben weitere würden noch vermisst, teilten die Behörden am Freitag mit. Unter den Toten seien auch drei Kinder. 140 Häuser im Norden des Landes wurden beschädigt, hunderte Familien mussten sich in Sicherheit bringen. Ausläufer des Taifuns "Nida" hatten zuvor die vietnamesische Provinz Lao Cai heimgesucht und viel Regen mitgebracht. Der Taifun war am Dienstag mit voller Wucht über Südchina gefegt und hatte sich dann aufgelöst.

+++ 9.13 Uhr: Sasha Obama verkauft Fisch und Fastfood als Ferienjob +++

Sasha Obama, Tochter des US-Präsidenten Barack Obama, hat ihr Taschengeld dem "Boston Herald" zufolge mit einem Ferienjob aufgebessert. Auf der Urlaubsinsel Martha's Vineyard habe die First Daughter im Fischrestaurant "Nancy's" gejobbt, berichtete die Zeitung am Donnerstag (Ortszeit). Zunächst habe die 15-Jährige am Fenster zur Straße das Essen zum Mitnehmen verkauft. Als dies am Mittwoch bekannt wurde, habe sie Aufgaben im Innern des Restaurants übernommen - wohl auf Betreiben ihrer sechs Leibwächter, wie der "Boston Herald" mutmaßte.

Das Weiße Haus habe jeden Kommentar zum Ferienjob der Präsidententochter abgelehnt. Die Zeitung zitierte einen Kellner des Lokals, in dem Sasha unter ihrem vollen Namen Natasha gearbeitet habe: "Wir hatten uns gewundert, warum da sechs Leute diesem Mädchen halfen, aber dann fanden wir heraus, wer es war." Die Obamas kämen während ihres Urlaubs auf der Insel gern ins "Nancy's", hieß es weiter. Wenn die Präsidentenfamilie am Samstag ihren zweiwöchigen Sommerurlaub auf Martha's Vineyard beginne, werde Sasha ihren Job beenden und zu Eltern und Schwester stoßen.

+++ 8.23 Uhr: Während Gezi-Protesten amtierender Istanbuler Gouverneur in U-Haft +++

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei ist der während der Gezi-Proteste amtierende Gouverneur von Istanbul in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Gericht in Istanbul habe in der Nacht zum Freitag gegen Ex-Gouverneur Hüseyin Avni Mutlu sowie sieben Provinz-Gouverneure, einen Vize-Gouverneur und drei Distrikt-Gouverneure Haftbefehle erlassen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Den Verdächtigen werde vorgeworfen, der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen anzugehören. Mutlu wies die Vorwürfe entschieden zurück. "Ich weigere mich, an der Seite von Putschisten vor Gericht gestellt zu werden", sagte er.

+++ 7.55 Uhr: CDU-Wahlkampfsbus ausgebrannt - Brandstiftung wahrscheinlich +++

Ein Wahlkampfbus der CDU in Berlin ist in der Nacht zum Freitag komplett ausgebrannt - vermutlich wegen Brandstiftung. Der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Autofahrer hatten das brennende Fahrzeug auf einem Parkplatz bemerkt, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Ein daneben stehender Kran und ein Sattelschlepper wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand. Am 18. September wird in Berlin das Abgeordnetenhaus neu gewählt.

+++ 6.25 Uhr: "The Big Lebowski"-Schauspieler David Huddleston ist tot +++

Der amerikanische Schauspieler David Huddleston, der in dem Kultklassiker "The Big Lebowski" den titelgebenden Millionär Jeffrey Lebowski spielte, ist tot. Wie seine Frau Sarah dem Branchenblatt "Hollywood Reporter" mitteilte, starb der Darsteller bereits am Dienstag in Santa Fe (US-Staat New Mexico) an einer Herz-Nieren-Krankheit. Er wurde 85 Jahre alt.

Huddleston spielte in mehr als 60 Filmen mit, darunter in den 1970er Jahren an der Seite von John Wayne in "Rio Lobo", unter der Regie von Mel Brooks in "Der wilde wilde Westen" und mit Bud Spencer und Terence Hill in "Zwei außer Rand und Band". 1985 mimte er den Weihnachtsmann in "Santa Claus".

In der schrägen Komödie "The Big Lebowski" (1998) der Coen-Brüder hatte er an der Seite von Jeff Bridges eine Nebenrolle, die aber viel Beachtung fand. Bridges spielt den Alt-Hippie Jeffrey Lebowski, der unverschuldet in eine Entführungsgeschichte gerät, nachdem er mit dem millionenschweren "The Big Lebowski" (Huddleston) verwechselt wird.  

+++ 5.47 Uhr: China verurteilt vierten Menschenrechtler binnen vier Tagen +++

Bei den Prozessen gegen Menschenrechtsanwälte und Aktivisten in China ist es erneut zu einer Verurteilung gekommen: Ein Gericht in der nordchinesischen Stadt Tianjin verhängte eine dreijährige Haftstrafe auf Bewährung gegen den Aktivisten Gou Hongguo. Er wurde der "Untergrabung der Staatsgewalt" für schuldig befunden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.

Gou Hongguos Verurteilung nach einer halbtägigen Verhandlung folgte auf die ebenso schnell abgehandelten Prozesse gegen drei weitere Aktivisten und Menschenrechtsanwälte in dieser Woche. Wie Xinhua berichtete, bekannte sich Gou Hongguo für schuldig und will das Urteil nicht anfechten. Experten gehen davon aus, dass ihm so eine härtere Strafe erspart blieb.

+++ 4.56 Uhr: Erster Superman-Comic für fast eine Million Dollar versteigert +++

Ein 78 Jahre altes Heftchen mit dem ersten Superman-Cover der Comic-Geschichte hat am Donnerstag bei einer Versteigerung knapp eine Million Dollar erzielt. Wie das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas mitteilte, lag das "Action Comics #1"-Heft damit weit über seinem Schätzwert von 750.000 Dollar. Das gut erhaltene Comic-Heft aus dem Jahr 1938 zeigt auf dem Cover Superman in Spandexhosen mit einem roten Cape, der ein grünes Auto in die Luft hebt.

Von den Heften der Erstauflage, die 1938 lediglich zehn Cent kosteten, sind nach Angaben des Auktionshauses heute nur noch etwa hundert Exemplare erhalten. Die am Donnerstag versteigerte Ausgabe stammte von einem amerikanischen Sammler, der das Heftchen in den 1990er Jahren für 26.000 Dollar erstanden hatte. Der Käufer wolle anonym bleiben, teilte der Sprecher von Heritage Auctions der Deutschen Presse-Agentur mit.  

+++ 4.25 Uhr: 46 mutmaßliche Mafia-Mitglieder in New York angeklagt +++

Die Staatsanwaltschaft in New York hat 46 mutmaßliche Mitglieder der italienischen Mafia angeklagt. Ihnen wird unter anderem Erpressung, Brandstiftung, Kreditkartenbetrug, der Betrieb illegaler Glücksspiel-Unternehmen, der Verkauf unversteuerter Zigaretten und Waffenhandel vorgeworfen. Sie sollen Mitglieder von fünf Familien sein, die der sizilianischen Cosa Nostra angehörten, sagte Staatsanwalt Preet Bharara am Donnerstag.

Auf ihrer "grenzenlosen Suche nach illegalem Profit" sei die Mafia heute in allen Bereichen der organisierten Kriminalität aktiv, sagte Bharara. Die Androhung von Gewalt, Verstümmelungen und Tötungen von Menschen, die sich den kriminellen Plänen in den Weg stellten, blieben Mittel der Wahl für die Mafia.

+++ 3.33 Uhr: CAS kippt IOC-Beschluss zu Russland +++

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Ausschluss von früher gedopten russischen Athleten von den Olympischen Spielen in Rio als "nicht durchsetzbar" abgelehnt. Dies teilte das CAS am Donnerstag (Ortszeit) mit. Das Gericht gab damit den beiden russischen Ruderern Anastassija Karabelschtschikowa und Iwan Podschiwalow recht, die Einspruch gegen diese Doppelbestrafung eingelegt hatten. Beide Sportler waren 2008 wegen Dopings jeweils für zwei Jahre gesperrt worden.

Das Internationale Olympische Komitee hatte im russischen Dopingskandal nicht nur entschieden, dass die internationalen Sportfachverbände jeden nominierten Sportler aus Russland überprüfen sollen, ob er nachweislich sauber ist und an den Rio-Spielen teilnehmen darf. Vielmehr hatte das IOC auch verfügt, dass ehemals gedopte Russen ein Start bei den Sommerspielen verweigert wird. 

+++ 2.55 Uhr: Ägypten meldet Tod von Sinai-IS-Chef +++

Die ägyptische Armee hat nach eigenen Angaben den Chef der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf der Sinai-Halbinsel sowie dutzende seiner Mitstreiter getötet. Abu Doaa al-Ansari sei einer von mehr als 45 Kämpfern des ägyptischen Ablegers der Miliz, die bei einem Luftangriff getötet worden seien, teilte ein Armeesprecher am Donnerstag im sozialen Netzwerk Facebook mit. Wann der Einsatz stattfand, war unklar.

Unter den Getöteten seien auch mehrere hochrangige Mitglieder des IS auf dem Sinai gewesen, teilte der Sprecher mit. Zudem seien bei mehreren "präzisen Schlägen" südlich und südwestlich der Stadt El-Arisch Lager der Islamisten mit Waffen, Munition und Sprengstoffen zerstört worden.

Die Salafistengruppe, einst als Ansar Beit al-Makdess bekannt, schwor dem IS im November 2014 die Treue und tritt seitdem als dessen "Wilajat Sinai" (Arabisch für Provinz Sinai) auf. Die Behörden machen sie für den Tod von hunderten Polizisten und Soldaten seit 2013 auf der Halbinsel verantwortlich.

+++ 1.22 Uhr: Ermittlungen wieder aufgenommen - Baby starb in Kinderklinik laut Bericht an Überdosis +++

Ein dreieinhalb Wochen alter Säugling ist 2015 in der Kinderklinik Bielefeld-Bethel an einer massiven Überdosis eines Herzmedikaments gestorben. Das berichtet das "Westfalen-Blatt". "Zu diesem Schluss kommen Rechtsmediziner der Uni Münster, die den Säugling obduziert haben", zitiert die Zeitung Staatsanwältin Stefanie Jürgenlohmann. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten mehr als ein Jahr gegen vier Kinderkrankenschwestern ermittelt, aber keinen Tatverdacht erhärten können. Das Verfahren sei deshalb im Mai eingestellt und jetzt nach einer Beschwerde der Eltern wieder aufgenommen worden. Nun werde geprüft, ob ein Organisationsverschulden der Klinik vorgelegen habe. "Das Herzmittel wurde vor dem Zimmer auf einem Tisch aufbewahrt und war für jeden Mitarbeiter und Besucher der Station zugänglich." Der Junge sollte einmal am Tag einen Tropfen "Lanitop" bekommen, die tatsächliche Dosis soll laut Obduktionsbericht aber mehr als 3,4 Milliliter betragen haben.

+++ 0.26 Uhr: Weiteres Opfer des Anschlags von Nizza gestorben +++

Drei Wochen nach dem Anschlag von Nizza ist ein weiteres Opfer der Lastwagen-Attacke gestorben. Der Mann erlag am Donnerstag seinen Verletzungen, wie eine Sprecherin des Krankenhauses bestätigte. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 85. Der Angreifer Mohamed Lahouaiej Bouhlel hatte am 14. Juli einen Lastwagen in eine Menschenmenge auf der Strandpromenade von Nizza gesteuert.

Die Polizei erschoss den 31-jährigen Tunesier. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er seine Tat schon über Monate geplant hatte und von Komplizen unterstützt wurde. Sechs Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

fin/amt / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(