HOME

Tag im Ticker: Umfragetief: Merkel verliert drastisch an Zustimmung

Steinmeier: US-Präsidentschaftskandidat Trump ist "Hassprediger +++ Massenhinrichtung im Iran +++ Bank of England senkt Leitzins auf Rekordtief +++ Die News des Tages im Überblick.

Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Zweitschlechtester Umfrage-Wert in dieser Legislaturperiode

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.26 Uhr: Weiteres Opfer des Anschlags von Nizza gestorben +++

Drei Wochen nach dem Anschlag von Nizza ist ein weiteres Opfer der Lastwagen-Attacke gestorben. Der Mann erlag am Donnerstag seinen Verletzungen, wie eine Sprecherin des Krankenhauses bestätigte. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 85. Der Angreifer Mohamed Lahouaiej Bouhlel hatte am 14. Juli einen Lastwagen in eine Menschenmenge auf der Strandpromenade von Nizza gesteuert.

Die Polizei erschoss den 31-jährigen Tunesier. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er seine Tat schon über Monate geplant hatte und von Komplizen unterstützt wurde. Sechs Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

+++ 21.02 Uhr: Mehrere Tote nach alternativer Krebsbehandlung +++

Nach einer Behandlung in einem alternativen Krebszentrum am Niederrhein Ende Juli sind drei von fünf Patienten gestorben. Zwei befinden sich im Krankenhaus, teilte die Polizei in Mönchengladbach am Donnerstagabend mit. Bislang war der Tod einer Frau bekannt, die wenige Tage vor diesen Patienten in dem Krebszentrum behandelt worden war. Die Patienten stammten aus den Niederlanden und aus Belgien. Die Todesursache ist noch unklar. Die deutsche und die niederländische Polizei rief Patienten des Biologischen Krebszentrums in Brüggen-Bracht dringend auf, sich zu melden: Es bestehe ein "konkretes Gesundheitsrisiko".

+++ 20.01 Uhr: Merkel verliert wieder an Zustimmung +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat laut einer Umfrage nach den jüngsten Terroranschlägen wieder an Rückhalt in der Bevölkerung verloren. In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" büßt die CDU-Vorsitzende bei der Zustimmung für ihre Politik im Vergleich zum Vormonat 12 Punkte auf 47 Prozent ein. Das ist der zweitschlechteste Wert in dieser Legislaturperiode, nach 46 Prozent Zustimmung im Februar 2016.

Im Juli hatte Merkel im "Deutschlandtrend" dagegen einen deutlichen Ansehenszuwachs verzeichnet. Vor einem Monat waren 59 Prozent der Bundesbürger mit ihrer Arbeit zufrieden, das war ein Anstieg um neun Prozentpunkte auf ihren besten Wert seit September 2015.

Ein entscheidender Grund für den Rückgang im August könnte die Unzufriedenheit vieler Bundesbürger mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin sein. In dem aktuellen "Deutschlandtrend" zeigte sich nur noch ein Drittel (34 Prozent) der Befragten zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden mit der Haltung Merkels in der Flüchtlingsfrage. Dies sei der tiefste Wert, seit die Frage im "Deutschlandtrend" im Oktober 2015 zum ersten Mal gestellt worden sei. 

+++ 18.06 Uhr: Steinmeier nennt Donald Trump "Hassprediger" +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump als "Hassprediger" bezeichnet. Steinmeier sagte in einer Fragestunde zur Außenpolitik in Rostock, er schaue mit großer Sorge auf das "Ungeheuer des Nationalismus", das sich weltweit ausbreite. "Hassprediger" wie Trump, die Verantwortlichen des Brexit und die AfD eine, dass sie mit den Ängsten der Menschen Politik machten. Dies sei ein "Brandsatz für die Gesellschaft". Mit Blick auf die AfD und die bevorstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September sagte Steinmeier: "Diesen Brandsatz kann man, den muss man in der Wahlkabine löschen".

+++ 17.47 Uhr: Frau aus NRW soll Neugeborenes getötet haben +++

Einer Frau aus dem nordrhein-westfälischen Willich wird die Tötung ihres Neugeborenen vorgeworfen. Wie die Polizei in Viersen mitteilte, kam die 35-Jährige am vergangenen Samstag wegen Unterleibsschmerzen in eine gynäkologische Klinik. Bei der Untersuchung stellte sich demnach heraus, dass sie ein Kind entbunden haben musste.

Gegenüber dem behandelnden Gynäkologen habe die Frau widersprüchliche Angaben über ihre zurückliegende Schwangerschaft und eine angebliche Fehlgeburt gemacht, erklärte die Polizei. Einen Mutterpass habe sie nicht vorlegen können, weshalb das Krankenhaus die Polizei eingeschaltet habe. "Die ersten Ermittlungen ergaben den Verdacht einer Kindstötung", erklärte die Polizei.

Eine Mordkommission der Polizei in Mönchengladbach übernahm den Angaben zufolge die weiteren Ermittlungen. Bei einer Durchsuchung der Wohnung der Tatverdächtigen sei am Mittwoch ein toter männlicher Säugling entdeckt worden. Die Ermittler gehen von Tod durch Ersticken aus. Gegen die inzwischen geständige Frau erging demnach am Donnerstag Haftbefehl wegen Totschlags.

+++ 17.30 Uhr: Ausstehende Rechnungen der Briten in Brüssel in Milliardenhöhe +++

Großbritannien hat einem Medienbericht zufolge Rechnungen an die EU in Höhe von 25 Milliarden Euro nicht bezahlt. Wie die "Wirtschaftswoche" laut Vorabmeldung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, beläuft sich der Berg an unbezahlten Rechnungen in Brüssel mittlerweile insgesamt auf mehr als 200 Milliarden Euro. "Der britische Anteil liegt bei rund 25 Milliarden Euro", sagte ein ranghoher EU-Beamter der Zeitung.

Die EU ist demnach entschlossen, die Briten nicht aus dem Staatenbund zu entlassen, ehe die Rechnungen nicht bezahlt sind. "Ein Deal mit Großbritannien ist unvorstellbar, wenn die Briten diese Altlasten nicht begleichen", zitierte die "Wirtschaftswoche" aus informierten Kreisen in Brüssel. Nach der Meinung von Juristen käme es einem Zahlungsausfall gleich, sollten die Briten den fälligen Betrag nicht zahlen.

 +++ 16.15 Uhr: Aufregung um Burkini-Tag im Freibad +++

Ein geplanter "Burkini-Tag" in einem Freibad in Südfrankreich hat für Aufregung gesorgt. Der Bürgermeister der Gemeinde Pennes-Mirabeau bei Marseille, Michel Amiel, sprach am Donnerstag gegenüber der Zeitung "Le Parisien" von einer "Provokation". Ein Verein muslimischer Frauen hat das Spaßbad für den 10. September gemietet und alle Mitglieder aufgerufen, sich zum Baden von der Brust bis zu den Knien zu verhüllen. Auf der Facebook-Seite des Vereins heißt es, an dem Tag im September sei ausnahmsweise der sogenannte Burkini in dem Bad erlaubt - ein Ganzkörper-Badeanzug für Frauen mit Kopftuch. Lokalpolitiker aller Parteien verurteilten die Aktion als Zeichen für eine Abschottung von Muslimen. In französischen Schulen ist das Tragen von Kopftüchern verboten.

+++ 15.45 Uhr: Die wichtigsten Nachrichten zu Olympia +++

Am morgigen Freitag starten in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele. Die deutsche Fahne wird Timo Boll tragen. Diese und weitere Neuigkeiten rund um die Spiele erfahren Sie in unserem Olympia kompakt.


+++ 15:23: BGH verweigert intersexuellen Menschen eigenen Geschlechtseintrag +++

Intersexuelle Menschen können einem neuen Urteil zufolge weiter nicht beanspruchen, dass ihr Geschlecht im Geburtenregister mit "inter" oder "divers" eingetragen wird. Nach geltendem Recht können Intersexuelle nur beanspruchen, dass etwaige Geschlechtsangaben im Register gelöscht werden und dort keine weitere Eintragung erfolgt, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss entschied. (XII ZB 52/15)

Zur Begründung hieß es, das Familienrecht gehe von einem zweipoligen Geschlechtersystem mit Mann und Frau aus. Der Gesetzgeber habe zwar für intersexuelle Menschen die Möglichkeit geschaffen, von einer Eintragung des Geschlechts im Geburtenregister abzusehen. Doch damit sei kein weiteres Geschlecht wie etwa "inter" geschaffen worden.

Im Ausgangsfall hatte ein intersexueller Mensch den Antrag auf Änderung des im Geburtenregister eingetragenen Geschlechts auf "inter" oder "divers" gestellt. Er war 1989 geboren und als Mädchen eingetragen worden. Laut einer vorgelegten Chromosomenanalyse ist er weder Frau noch Mann.

Die Klage scheiterte nun in allen Instanzen. Dem Beschluss zufolge können Betroffene seit der Gesetzesänderung vom November 2013 die Angabe ihres Geschlechts nachträglich löschen lassen. Deshalb würden Intersexuelle auch nicht in ihren Grundrechten verletzt.

+++ 14.12 Uhr: Libyen und USA setzen Luftangriffe auf IS-Hochburg Sirte fort +++

Mit der libyschen Einheitsregierung verbündete Kämpfer rücken weiter gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in deren Hochburg Sirte vor. Dabei werden sie von libyschen und US-Jets unterstützt. Die Kampfflugzeuge hätten Stellungen und Fahrzeuge der Dschihadisten angegriffen, teilte ein Sprecher der Kämpfer-Milizen am Donnerstag mit. Angesichts der Angriffe habe sich der IS in dem umkämpften Stadtviertel al-Dollar zurückziehen müssen.

Nach Angaben des Pentagon halten sich bis zu 1000 Kämpfer der Terrormiliz in Sirte auf. Die Stadt war die Heimat von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi. Seit dessen Sturz im Jahr 2011 kommt Libyen nicht zur Ruhe. Die neue Einheitsregierung hat die Anerkennung der UN und soll zwei bislang in Libyen um die Macht kämpfende Führungen ersetzen. Den Konflikt hatte der IS genutzt und Gebiete in Libyen unter seine Kontrolle gebracht.

+++ 14.01 Uhr: Iran richtet wegen Terrorvorwürfen 20 Sunniten an einem Tag hin +++

Im Iran sind bei der größten Massenhinrichtung seit mehr als sieben Jahren 20 Mitglieder einer sunnitischen Extremistengruppe hingerichtet worden. Die "Terroristen" hätten Frauen, Kinder und sunnitische Geistliche ermordet und die nationale Sicherheit bedroht, sagte Generalstaatsanwalt Mohammed Dschawad Montaseri am Donnerstag im staatlichen Fernsehen. Die 20 Häftlinge wurden demnach bereits am Dienstag erhängt.

Nach Angaben der iranischen Regierung ist die Gruppe "Tauhid und Dschihad" für 24 Anschläge und Überfälle mit insgesamt 21 Toten in den Jahren 2009 bis 2012 verantwortlich. 2009 soll sie unter anderem zwei sunnitische Geistliche getötet haben, von denen einer auch dem mächtigen iranischen Expertenrat angehörte.

Nach UN-Angaben wurden im Iran im vergangenen Jahr fast tausend Menschen hingerichtet. Die meisten Verurteilten wurden wegen Drogendelikten hingerichtet. Die Todesstrafe droht im Iran unter anderem wegen Mords, Vergewaltigung, bewaffneten Raubs, Drogenhandels und Ehebruchs.

+++ 13.55 Uhr: US-Regierung dementiert angebliche Lösegeldzahlung an den Iran +++

Die US-Regierung hat einen Medienbericht über eine angebliche Lösegeldzahlung an den Iran zurückgewiesen. Bei einer Bargeldzahlung von 400 Millionen Dollar (357 Millionen Euro) an den Iran im Januar habe es sich nicht um Lösegeld für US-Häftlinge gehandelt, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, am Mittwoch. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor über Einzelheiten einer Zahlung berichtet, die die US-Regierung bereits im Januar bekanntgegeben hatte.

Zur selben Zeit waren fünf US-Bürger aus iranischer Haft entlassen worden. Unter ihnen war auch der "Washington Post"-Korrespondent Jason Rezaian, der im Iran wegen Spionage verurteilt worden war und seit anderthalb Jahren in Teheran hinter Gittern saß. Die USA begnadigten im Gegenzug sieben Iraner, die gegen Sanktionsauflagen verstoßen hatten. Die Republikaner warfen der US-Regierung vor, ein Lösegeld für die Freilassung der US-Häftlinge gezahlt zu haben.

Die US-Regierung zahle grundsätzlich kein Lösegeld, stellte Earnest nun klar. Bei den 400 Millionen Dollar habe es sich um eingefrorenes Geld gehandelt, das der Iran 1979 für eine Waffenlieferung auf ein US-Konto eingezahlt habe. Die USA hatten damals insgesamt 1,7 Milliarden Dollar aus Teheran erhalten. Die Waffen waren wegen der Islamischen Revolution aber nie geliefert worden.

Ein Teil der Summe wurde nach dem Atomabkommen und der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran im Januar in Euro und Schweizer Franken in einem Flugzeug transportiert. Wie Earnest zur Begründung sagte, unterhalten die USA derzeit keine Bankbeziehungen zum Iran. Laut dem "Wall Street Journal" war das Bargeld auf Holzpaletten in eine nicht gekennzeichnete Frachtmaschine geladen und im Geheimen in den Iran geflogen worden.

Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte, der Bericht bestätige den "seit langem bestehenden Verdacht" seiner Partei, dass es sich um eine Lösegeldzahlung gehandelt habe. Präsidentschaftskandidat Donald Trump erklärte, dass Geld werde nun "zweifellos in die Hände von Terroristen" fallen. Das Repräsentantenhaus forderte Außenminister John Kerry auf, in einem Ausschuss zu dem Fall Stellung zu nehmen.

+++ 13.48 Uhr: Weniger Antibiotika für Tierhaltung  - aber mehr kritische Wirkstoffe +++

Für die Tierhaltung in Deutschland sind erneut weniger Antibiotika verteilt worden - allerdings mehr kritische Wirkstoffe, die auch für Menschen besonders wichtig sind. Die Gesamtmenge sank im vergangenen Jahr auf 837 Tonnen nach 1238 Tonnen im Jahr zuvor, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte. Bei der umstrittenen Klasse der Fluorchinolone stieg die abgegebene Menge dagegen erneut - von 12,3 Tonnen auf 14,9 Tonnen. Der Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff forderte am Donnerstag strengere Einschränkungen für diese sogenannten Reserve-Antibiotika. Sie dürften nur noch in klaren Ausnahmefällen verwendet werden.

Seit 2011 müssen Pharmaindustrie und Großhändler melden, welche Mengen bestimmter Arzneimittel sie an Tierärzte abgeben. Ein Großteil der Antibiotika geht dabei seit Jahren in Landkreise in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, in denen es viele große Mastanlagen gibt. Der Einsatz von Medikamenten im Stall wird seit langem kritisiert. Er soll sinken, um zu verhindern, dass Wirkstoffe nicht mehr anschlagen. Substanzen wie Fluorchinolone gelten als Reserve-Antibiotika und werden bei Menschen für schwere Krankheitsfälle verwendet, wenn normale Antibiotika nicht mehr wirken.

+++ 13:31: Polizei sieht kein Terrormotiv bei Messerangriff in London +++

Nach dem Messerangriff auf Passanten in London geht die Polizei nicht von einem terroristischen Hintergrund der Tat aus. Bei der Befragung des mutmaßlichen Täters hätten die Ermittler keinen Hinweis auf eine Radikalisierung oder terroristische Motive des jungen Mannes gefunden, teilte die britische Polizei am Donnerstag mit. Der 19-jährige Angreifer, ein somalischstämmiger Norweger, hatte am Mittwochabend eine Frau getötet und fünf weitere Menschen verletzt.

Bei der getöteten Frau handelt es sich nach Angaben von Scotland Yard um eine US-Bürgerin. Die Verletzten seien britischer, australischer, israelischer und US-amerikanischer Nationalität. Nach Polizeiangaben war der Täter am Mittwochabend gegen 22.30 Uhr (Ortszeit) am Russell Square, einem begrünten Platz in der Londoner Innenstadt, mit einem Messer auf seine Opfer losgegangen.

+++ 13.08 Uhr Bank of England senkt Leitzins auf Rekordtief +++

Die britische Notenbank hat den Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt. Er liegt jetzt bei 0,25 Prozent, wie die Bank of England am Donnerstag mitteilte. Der Schritt war vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten nach dem Brexit-Votum erwartet worden. Zugleich kündigte die Zentralbank an, ihr Anleihekaufprogramm um 60 Milliarden Pfund (71 Mrd. Euro) aufzustocken.

In ihrer ersten Sitzung nach dem Referendum über den EU-Austritt hatte die Bank of England Mitte Juli noch von einer Leitzinssenkung abgesehen und den Zinssatz bei 0,5 Prozent belassen. Inzwischen haben sich aber mehrere Indikatoren für die Wirtschaftsentwicklung eingetrübt. Die Zentralbank sprach am Donnerstag von "deutlich" verschlechterten Aussichten für die Konjunktur.

+++ 12 Uhr: 13-Jährige Südtiroler stürzen in den Tod +++

Zwei 13-jährige Schüler sind bei Daone in Südtirol in einem abschüssigen Gelände abgestürzt und ums Leben gekommen. Helfer der Bergrettung und der Feuerwehr konnten die beiden in der Nacht zum Donnerstag nur noch tot bergen, wie die Polizei in Riva del Garda mitteilte. Die Jungen waren der Nachrichtenagentur Ansa zufolge am Mittwochnachmittag in einer Höhe von etwa 1700 Metern von einer Alm aus aufgebrochen, um Fotos zu machen. Als sie zum Abendessen nicht zurück waren, alarmierten Familienangehörige die Rettungskräfte. Die Schüler stammten demnach aus der Gegend und kannten das Gebiet am Fuße des 3554 Meter hohen Adamello gut. Der Großvater einer der beiden habe die Schüler mit auf die Alm genommen, hieß es weiter.

+++ 11.35 Uhr: Erdogan will Säuberung fortsetzen +++

Ungeachtet von Kritik aus der EU will der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die "Säuberungen" nach dem Putschversuch in seinem Land mit unverminderter Härte fortsetzen. "Wir haben noch keinen Punkt gesetzt, das ist erst das Komma", sagte Erdogan am Donnerstag in Ankara in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Es werde kein Nachlassen bei der "Säuberung" des Staates von Anhängern der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen geben, den Erdogan für den Putschversuch verantwortlich macht. "Der Virus hat sich überall ausgebreitet."

+++ 11 Uhr: Taliban beschießen deutsche Touristen in Afghanistan +++

Eine Gruppe ausländischer Touristen, darunter nach afghanischen Armeeangaben einige Deutsche, ist in der westlichen Provinz Herat von Taliban beschossen worden. Fünf der insgesamt elf Touristen seien beim Angriff im Bezirk Chescht-e Scharif leicht verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurspalasts, Dschilani Farhad. Medien hatten zuvor berichtet, es könnte bis zu zehn Tote gegeben haben.  Die Touristen hatten nach Angaben der Behörden eine Armeeeskorte bei sich. Der Sprecher des 207. Korps der Armee, Nadschibullah Nadschibi, sprach von "fünf Frauen und sechs Männern, einige Amerikaner, einige Deutsche und andere". Die deutsche Botschaft in Kabul war für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

+++ 10.40 Uhr: Hinz lässt Frist für Mandatsverzicht verstreichen +++

Die wegen ihres gefälschten Lebenslaufs in die Kritik geratene SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz hat das Ultimatum ihrer Partei zur Aufgabe des Mandats verstreichen lassen. Es sei keine Verzichtserklärung eingegangen, sagte eine Sprecherin des Bundestags am Donnerstagmorgen. Auch die SPD-Fraktion hat von Hinz nichts gehört, wie ein Sprecher sagte. Die Sozialdemokraten in ihrer Heimatstadt Essen hatten der Politikerin eine 48-Stunden-Frist gesetzt, um ihr Mandat niederzulegen.


+++ 9 Uhr: Zug und Kuhherde kollidieren +++

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Regionalzug und einer Kuhherde bei Wernigerode im Harz sind in der Nacht zum Donnerstag 13 Tiere getötet worden. Der Zug entgleiste als Folge der Kollision und wurde schwer beschädigt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Zugstrecke war bis zum Morgen gesperrt. Wie es zu dem Unfall kam und warum die Herde aus 27 Rindern auf den Gleisen war, war zunächst nicht bekannt.

+++ 8 Uhr: Sieben Jahre Haft für bekannten Menschenrechtsanwalt in China +++

In China ist ein bekannter Menschenrechtsanwalt zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Zhou Shifeng wurde am Donnerstag von einem Gericht in der Stadt Tianjin wegen Untergrabung der Staatsgewalt schuldig gesprochen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zhou, der Gründer der Pekinger Fengrui-Kanzlei, habe sich schuldig bekannt und werde das Urteil auch nicht anfechten. Es war bereits das dritte Urteil gegen Mitglieder der sogenannten Gruppe 709 in dieser Woche.

+++ 7.21 Uhr: Weniger islamfeindliche Straftaten in Deutschland +++

Die Zahl der Anschläge auf Moscheen sowie tätlicher Übergriffe auf Muslime ist im ersten Halbjahr 2016 laut Bundesregierung im Vergleich zu den sechs Monaten davor gesunken. Polizei und Verfassungsschutz zählten 2016 bundesweit insgesamt 29 islamfeindliche Anschläge, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht, aus der die "Rheinische Post" zitiert. Im zweiten Halbjahr 2015 seien es noch 44 Vorfälle gewesen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Übergriffe erst mit Verspätung registriert werden.

Unverändert hoch sei aber weiterhin die Anzahl islamfeindlicher Proteste, die von der NPD, Pro-NRW oder Pegida-Bewegungen organisiert wurden. Der Regierungsantwort zufolge zählten die Behörden insgesamt 129 solcher Kundgebungen und Aufmärsche im ersten Halbjahr 2016. Im zweiten Halbjahr 2015 seien 113 islamfeindliche Proteste registriert worden.

+++ 6.22 Uhr: Eine Tote und mehrere Verletzte bei Messerangriff in London +++

Spurensicherer untersuchen den Tatort einer Messerattacke in London

Spurensicherer untersuchen den Tatort einer Messerattacke in London

Ein 19-Jähriger hat im Zentrum Londons mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Eine etwa 60 Jahre alte Frau wurde dabei am späten Mittwochabend getötet, fünf weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Beamte überwältigten den Angreifer und nahmen ihn fest. Ein terroristischer Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, doch erste Indizien sprächen dafür, dass die "psychische Verfassung" des Mannes eine große Bedeutung in dem Fall habe, teilte ein Polizeisprecher mit.

Der Angriff ereignete sich der Polizei zufolge am Russell Square nahe dem Britischen Museum. Anrufer hatten der Polizei gegen 22.30 Uhr (Ortszeit) von einem Mann berichtet, der mit einem Messer auf Menschen einstach. Kurze Zeit später konnte der mutmaßliche Angreifer unter Einsatz eines Elektroschockers von den Beamten überwältigt und festgenommen werden. Eine etwa 60-jährige Frau starb noch am Tatort. Zwei weitere Frauen und drei Männer erlitten "diverse Verletzungen", wie die Polizei mitteilte. Über ihren Zustand war zunächst nichts bekannt.

+++ 5.13 Uhr: Grüne wollen Transsexuellen Namensänderung erleichtern +++

Die Grünen wollen es Transsexuellen einfacher machen, den Namen und die Geschlechtsangabe in offiziellen Dokumenten zu ändern. Die Bundestagsfraktion werde noch in dieser Legislaturperiode einen Gesetzentwurf dazu vorlegen, sagte der Grünen-Abgeordnete Volker Beck der Deutschen Presse-Agentur. Dabei geht es vor allem um die Gutachten vor einer Personenstandsänderung, die bisher zwei unabhängige Gutachter erstellen müssen. 

Transexuelle fühlen sich nicht dem Geschlecht zugehörig, dem sie bei ihrer Geburt zugeordnet wurden. Über den Anteil transsexueller Menschen in Deutschland gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, Schätzungen gehen weit auseinander.

+++ 3.03 Uhr: Albig sieht keine Alternative zu Gabriel als Spitzenkandidaten +++

Die SPD sollte aus Sicht des Kieler Ministerpräsidenten Torsten Albig mit Parteichef Sigmar Gabriel als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl 2017 gehen. Eine Alternative könne er nicht erkennen, sagte Albig der Deutschen Presse-Agentur. Jede Debatte über eine Alternative schade der SPD. Gabriel führe die SPD als Vorsitzender und sollte sie in den Wahlkampf führen, sagte Albig. Der Parteichef mache als Vizekanzler eine gute Politik. Die Chancen für eine Koalition von SPD, Grünen und Linken im Bund nach der Wahl 2017 hält Albig für eher gering. Dafür gebe es derzeit keine Mehrheit, und er könne nicht erkennen, dass sich das bis zur Wahl ändern wird.

+++ 1.51 Uhr: Steinmeier fordert sichere Zugänge für Hilfslieferungen nach Aleppo +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Kriegsparteien in Syrien aufgefordert, den Vereinten Nationen umgehend sichere Zugänge zu den Bürgern der umkämpften Stadt Aleppo zu öffnen. Es gehe nun darum, "eine noch schlimmere Katastrophe für die Zivilbevölkerung zu verhindern", sagte Steinmeier der "Bild". Er fordere "die kämpfenden Parteien zu einer sofortigen humanitären Waffenruhe auf".

Die Angriffe der syrischen Regierung auf die Zivilbevölkerung müssten "sofort aufhören", forderte Steinmeier. "Auch Russland steht als Unterstützer der syrischen Armee in der Verantwortung, die drohende humanitäre Katastrophe zu verhindern." Der UNO müssten nun rasch kontrollierte humanitäre Zugänge nach Aleppo geöffnet werden, "über die die Menschen mit Wasser und Nahrung versorgt werden können", sagte der Minister.

In Aleppo sind derzeit rund 300.000 Menschen eingeschlossen. Internationale Hilfsorganisationen schlugen am Mittwoch angesichts der desolaten Lage der eingeschlossenen Bewohner Alarm. 

+++ 0.18 Uhr: Drogenboss in Mexiko kurz vor Gesichts-OP geschnappt +++

Um nicht geschnappt zu werden, hat ein mutmaßlicher Drogenboss in Mexiko sich das Gesicht umoperieren lassen wollen - doch just der Termin beim Schönheitschirurgen brachte den Geheimdienst auf seine Spur. David Garza Ávila - genannt "Der Teufel" - sei am Montag nahe Naucalpan, einem Vorort von Mexiko-Stadt, gefasst worden, teilte die nationale Sicherheitskommission am Mittwoch mit. Mit ihm seien drei weitere Verdächtige festgenommen worden. Der 28-jährige Ávila "kam für eine Gesichts-OP, damit man ihn nicht mehr identifizieren kann", verlautete aus einer Quelle der Sicherheitskommission. "El Diablo" soll für den Drogenschmuggel des so genannten Golf-Kartells aus dem Bundesstaat Tamaulipas in die USA verantwortlich sein. Der Mann ist berüchtigt wegen seines aufbrausenden Temperaments. Er soll in mehreren Städten Hinrichtungen angeordnet haben.

Es ist nicht der erste Drogengangster, der sich mittels einer Gesichts-OP den Sicherheitsbehörden entziehen wollte. 1997 war der mächtige Clanchef Amado Carillo Fuentes alias "Der Herr des Himmels" bei einer solchen Operation gestorben.

kis/fin / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(