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+++ News des Tages +++: Dresden: Sicherheitsdienst findet Sprengsatz-Attrappe an Marienbrücke

Verfahren gegen Dating-Dienst Lovoo eingestellt +++ Norwegen muss Grenzzaun zu Russland verrücken +++ Supermarkt-Chef soll Ladendieb totgeprügelt haben +++ Pkw-Maut sorgt für Aufregung +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Vor der Marienbrücke in Dresden (li.) wurde eine Sprengsatz-Attrape gefunden.

Vor der Marienbrücke in Dresden (li.) wurde eine Sprengsatz-Attrape gefunden.

Die News des Tages im Überblick:

+++ 20.13 Uhr: Amokfahrer von Graz zu lebenslanger Haft verurteilt +++

Rund 15 Monate nach der tödlichen Amokfahrt von Graz ist der heute 27-jährige Täter am Donnerstag von einem Schwurgericht wegen Mordes und versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zugleich entschieden die Geschworenen, dass der Täter in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher einzuweisen sei. Die Laienrichter erklärten einstimmig, der Angeklagte sei zur Tatzeit zurechnungsfähig gewesen und für den Tod von drei Menschen sowie die Verletzung von mehr als 30 weiteren verantwortlich. Gutachter hatten Bedenken hinsichtlich seines Geisteszustandes geltend gemacht. Eine Expertin attestierte dem Angeklagten eine zwanghafte Verunsicherung mit einem völligen Fehlen von Gewissen und Schuldbewusstsein.

Der Angeklagte war am 20. Juni 2015 mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone der Grazer Innenstadt gerast. Unter den Toten war auch ein vierjähriger Junge. Außerdem kamen eine 53-jährige Frau und ein 28-jähriger Mann ums Leben. Der Amokfahrer hatte angegeben, er habe sich verfolgt gefühlt. Auf Videos war allerdings zu sehen, dass er manche Passanten bewusst anvisiert hatte. Während des achttägigen Prozesses waren mehr als 100 Zeugen gehört worden.

+++ 19.45 Uhr: Sprengsatz-Attrappe an Dresdner Marienbrücke sichergestellt +++

Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes haben an der Marienbrücke in Dresden eine Sprengsatz-Attrappe gefunden. Wie die Polizei mitteilte, stießen sie am Donnerstagnachmittag an einem Pfeiler der Eisenbahnbrücke auf eine Plastiktüte mit mehreren Gläsern, aus denen Drähte ragten. Die Polizei forderte Spezialisten des Landeskriminalamtes an, um die Gegenstände zu untersuchen. Laut Behörde stellten die Experten fest, dass es sich um eine Attrappe handelte. Ob es einen Zusammenhang mit den Anschlägen vom Montag gebe, werde geprüft, erklärte die Polizei. Am Montagabend waren zwei Sprengsätze innerhalb kurzer Zeit vor der Tür einer Moschee und auf der Terrasse des Kongresszentrums in Dresden explodiert, wo am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober der Empfang des Bundespräsidenten ausgerichtet wird. Menschen wurden nicht verletzt.

+++ 18.22 Uhr: Mann soll in China 19 Menschen getötet haben +++

Die Polizei in China hat einen Mann festgenommen, der unter Verdacht steht, in Südchina 19 Menschen getötet zu haben. Das berichteten chinesische Staatsmedien am Donnerstag. Die Opfer stammten demnach aus sechs Familien und wurden am Donnerstagmorgen in ihren Häusern in einem Dorf im Kreis Huize in der südwestchinesischen Provinz Yunnan gefunden. Unter den Toten sollen drei Kinder sein. 

Der tatverdächtige Mann, der nach Behördenangaben 27 Jahre alt ist, wurde demnach Stunden später in der rund 200 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Kunming von Polizisten gestellt. 

+++ 17 Uhr: Unfall mit Tesla auf der Autobahn - Fahrer will Autopiloten benutzt haben +++

Auf der Autobahn 24 in Schleswig-Holstein hat es einen Unfall mit einem Tesla gegeben, bei dem der Autopilot eingeschaltet gewesen sein soll. Ein 50-Jähriger war in dem Wagen in Fahrtrichtung Hamburg unterwegs, als vor ihm ein Reisebus einen Lastwagen überholte, wie die Polizei am Donnerstag in Ratzeburg mitteilte. Der Mann fuhr demnach auf den Bus auf und wurde leicht verletzt. Der Unfallfahrer habe angegeben, dass der Autopilot seines Wagens eingeschaltet war, erklärte die Polizei. "Warum dieser nicht funktionierte, muss nun überprüft werden." Die 29 Insassen des dänischen Reisebusses blieben demnach unverletzt, der Sachschaden beträgt rund 55.000 Euro.

+++ 16.42 Uhr: Verfahren gegen Dating-Dienst Lovoo eingestellt - hohe Geldauflagen +++

Die Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Dresdner Dating-Dienstes "Lovoo" sind gegen Zahlung von hohen Geldauflagen eingestellt worden. Die Summe belaufe sich insgesamt auf 1,2 Millionen Euro, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mit. Die Einstellung beruhe auf verschiedenen Umständen, hieß es. So falle der individuelle Schaden für die betroffenen Nutzer vergleichsweise gering aus und liege je nach Fall zwischen 20 Cent und 20 Euro. Zudem seien die Beschuldigten nicht vorbestraft und hätten sich kooperativ gezeigt. Mit falschen Profilen soll die Firma betroffene Nutzer um fast 1,2 Millionen Euro gebracht haben.

+++ 16.31 Uhr: Norwegen muss Grenzzaun zu Russland verrücken +++

Die norwegischen Behörden müssen Teile eines drei Meter hohen Zaunes an der Grenze zu Russland wieder ausgraben, weil er zu nah am Nachbarland gesetzt wurde. Das bestätigte ein Sprecher des Bauamtes in Oslo der Zeitung "Verdens Gang" am Donnerstag. Der 250 Meter lange Zaun wird derzeit in der Nähe der Grenzstation Storskog im Norden Norwegens errichtet, um illegale Einwanderung zu verhindern. Über Storskog waren im vergangenen Jahr zahlreiche Asylbewerber nach Norwegen eingereist. Der Bau des Zaunes ist heftig umstritten, denn die Grenze zwischen Russland und Norwegen ist 196 Kilometer lang, der Zaun aber nur 250 Meter. Gemäß einem Abkommen beider Länder darf auf dem Grenzstreifen nicht gebaut werden. An einigen Stellen stehe der Zaun nun einen Zentimeter zu nah an der Grenze, an anderen bis zu 15 Zentimeter, sagte der Sprecher. Schuld sei der unebene Boden.

+++ 16.01 Uhr: Polizei nimmt nach Steinwurf auf A7 Verdächtigen fest +++

Nach dem Steinwurf auf der Autobahn 7 und dem schweren Unfall einer vierköpfigen Familie hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Es bestehe ein dringender Tatverdacht gegen einen 36-Jährigen, teilte die Polizei am Donnerstag in Baden-Württemberg mit. Die Polizei will an diesem Freitag in Ellwangen auf einer Pressekonferenz (10.30 Uhr) über die Ermittlungen informieren. Die 25 Jahre alte Mutter schwebt Tage nach dem Unfall noch immer in Lebensgefahr. Der Zustand des Vaters (33) sowie der beiden 6 und 4 Jahre alten Kinder sei stabil. Das Auto der Familie war in der Nacht zum Sonntag nahe Heidenheim über den zuvor von einer Brücke geworfenen Stein gefahren und von der Fahrbahn abgekommen. Es überschlug sich mehrmals. Die Familie aus dem Kreis Biberach war auf der Heimreise von einer Familienfeier. 

+++ 15.39 Uhr: Mehr als hundert Verletzte bei Zugunglück nahe New York +++

Bei einem Zugunglück nahe New York sind nach US-Medienberichten mehr als hundert Menschen verletzt worden. Der mit Berufspendlern vollbesetzte Zug war nach Angaben der Behörden am Donnerstagmorgen (Ortszeit) entgleist und in den Bahnhof von Hoboken im Bundesstaat New Jersey gekracht. Bilder in den sozialen Netzwerken zeigten den Bahnhof in schwer beschädigtem Zustand.


+++ 15.07 Uhr: Bargeld aus Banktresor gestohlen - Hausmeister unter Verdacht +++

Aus einem Banktresor in Bayern soll der Hausmeister des Geldinstituts eine fünfstellige Bargeldsumme gestohlen haben. Nach dem 75-Jährigen werde jetzt gesucht, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Angestellte der Bank in Gebenbach in der Oberpfalz hatten am Dienstag nach der Rückkehr aus der Mittagspause den Diebstahl bemerkt. Der Hausmeister hatte Zugang zur Bank und zu den Tresorräumen. Gegen ihn wird wegen einfachen Diebstahls ermittelt, nicht wegen Bankraubs.

+++ 14.21 Uhr: Media-Markt startet Roboter-Test zur Warenlieferung +++

 Als erster deutscher Einzelhändler hat die Elektronikmarkt-Kette Media-Markt am Donnerstag in Düsseldorf einen Test zur Warenlieferung per Roboter gestartet. Die etwa kniehohen Roboter sollen bis zum Jahresende zunächst einmal rund 1000 Haushalte im Düsseldorfer Stadtteil Grafental mit Waren versorgen, kündigte das Unternehmen an. Während der Testphase dürfen die Roboter allerdings nur bei Tageslicht fahren und müssen von einem menschlichen Begleiter überwacht werden.

Für die Kunden entstehen Lieferkosten für die Expresszustellung von knapp 15 Euro, die jedoch während der Testphase durch einen entsprechenden Gutschein ausgeglichen werden sollen. Ziel sei es, die Lieferkosten auf der letzten Meile zum Kunden zu reduzieren, kündigte Media-Markt-Manager Martin Wild an. Der Logistikkonzern Hermes kündigte unterdessen den Start von Roboter-Testlieferungen in Hamburg ab Mitte kommender Woche an.

+++ 13.52 Uhr: Spielende Kinder legen ICE-Schnellfahrstrecke lahm +++

Lebensgefährliches Spiel mit gutem Ausgang: Kinder haben am Mittwochabend kurzzeitig die ICE-Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt lahmgelegt. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, hatte der Lokführer eines ICE plötzlich zwei Kinder in einem Tunnel an der Bahnstrecke bei Bad Honnef gesehen. Er leitete sofort eine Notbremsung ein. Der Zug, der mit Tempo 200 unterwegs war, kam nach etwa zwei Kilometern zum Stehen. Polizisten suchten die Umgebung ab, konnten die Kinder aber nicht finden. Anschließend konnte der ICE seine Fahrt fortsetzen, insgesamt kam es wegen der Streckensperrung bei 16 Zügen zu Verspätungen.

+++ 13.32 Uhr: Supermarkt-Chef soll Ladendieb totgeprügelt haben +++

In einem Berliner Supermarkt soll ein Filialleiter einen Ladendieb so brutal geschlagen haben, dass das Opfer wenige Tage später starb. Die Gewalttat ereignete sich nach Polizeiangaben bereits am 17. September. Das 34-jährige Opfer erschien am 19. September mit schweren Gesichtsverletzungen bei einem Arzt, der ihn ins Krankenhaus schickte. Einen Tag später starb der Mann. Die Polizei durchsuchte den Supermarkt im Bahnhof Lichtenberg am vergangenen Dienstag, zwei Verantwortliche des Geschäftes wurden festgenommen. Gegen den 29-jährigen Filialleiter erließ ein Richter Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Der Polizei liegen Hinweise vor, dass es in dem Supermarkt bereits früher zu Angriffen auf Ladendiebe gekommen sei.

+++ 13.26 Uhr: Kreml nennt US-Drohungen wegen Syrien ungeschickt +++

Der Kreml hat Androhungen Washingtons, die russisch-amerikanischen Syrien-Gespräche abzubrechen, als ungeschickt kritisiert. Die Vorwürfe gegen Russland dienten nur dazu, den fehlenden Einfluss der USA auf die Lage in der umkämpften Stadt Aleppo zu kaschieren, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau. Auch Warnungen des US-Außenministeriums, dass der Terror aus Syrien auf Russland überschwappen könnte, wies Peskow der Agentur Interfax zufolge ab. Russland sorge selbst für seine Sicherheit.

Während die USA ihre Zusagen zu Syrien nicht einhielten, setze die syrische Armee in Aleppo ihren Kampf gegen Terroristen fort, erklärte er. US-Außenminister John Kerry hatte am Vortag von seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow gefordert, Russland solle seine Luftangriffe in Aleppo einstellen. Sonst würden die USA die Gespräche abbrechen.

+++ 12.35 Uhr: EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Pkw-Maut +++

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen der Pkw-Maut. Die geplante Abgabe stelle eine Diskriminierung ausländischer Autofahrer dar, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Sie habe daher beschlossen, ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einzuleiten. Zwar sollen sowohl In- als auch Ausländer die deutsche Maut zahlen müssen. Doch allein Inländer würden im Gegenzug bei der Kfz-Steuer entlastet, und zwar auf den Cent genau in Höhe der Maut.

+++ 12.16 Uhr: Hamas ruft zu "Tag des Zorns" auf +++

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat für Freitag zu einem "Tag des Zorns" im Westjordanland und in Jerusalem aufgerufen. Damit soll an den ersten Jahrestag der "Al-Kuds-Intifada" erinnert werden - der jüngsten Welle palästinensischer Anschläge. An dem Tag findet in Jerusalem unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und im Beisein Dutzender Spitzenpolitiker aus aller Welt das Begräbnis des israelischen Altpräsidenten Schimon Peres statt. Seit einem Jahr sind bei Anschlägen 35 Israelis getötet worden. Mehr als 230 Palästinenser kamen in dem Zeitraum ums Leben, die meisten davon wurden bei ihren eigenen Attacken erschossen, bei denen sie Messer, Schusswaffen oder Autos einsetzten.

+++ 11.25 Uhr: Experten befürchten Kostenexplosion für Olympische Spiele in Tokio +++

Japanische Experten und Politiker haben vor den explodierenden Kosten für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gewarnt. Das von Tokios neuer Gouverneurin Yuriko Koike eingesetzte Expertengremium sagte, die Ausgaben seien jetzt schon viermal so hoch wie ursprünglich geplant. Schätzungen zufolge, könnten die Gesamtkosten zwischen 17,7 bis 26,5 Milliarden Euro liegen. Angesichts der prekären Finanzlage werden möglicherweise weitere Wettkämpfe aus der japanischen Metropole ausgelagert.

+++ 11.11 Uhr: Forscher heben Wachstumsprognose an +++

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr kräftig angehoben. Die deutsche Wirtschaft werde 2016 um 1,9 Prozent wachsen, heißt es im Herbstgutachten, das die fünf Institute veröffentlichten. Bislang waren sie von 1,6 Prozent Wachstum ausgegangen. Getragen werde der "moderate Aufschwung" in diesem Jahr vom stabilen Arbeitsmarkt und dem kräftigen Konsum, heißt es weiter. Die Arbeitslosenquote dürfte im kommenden Jahr auf ihrem historischen Tief von 6,1 Prozent verharren. Die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts schätzen die Forscher im Jahr 2017 aber nur noch auf 1,4 Prozent.


+++ 11.10 Uhr: Türkei will Ausnahmezustand um drei Monate verlängern +++

Der nach dem Putschversuch in der Türkei verhängte Ausnahmezustand soll nach den Worten von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bis ins kommende Jahr hinein verlängert werden. Erdogan sagte, unter seiner Leitung habe der Sicherheitsrat am Vorabend beschlossen, eine Verlängerung um drei Monate zu empfehlen. Nach der Verfassung muss zunächst der Sicherheitsrat beraten, bevor formell das Kabinett - wieder unter Erdogans Vorsitz - die Verlängerung des Ausnahmezustands beschließt. Wann das Kabinett diese Entscheidung trifft, ist noch nicht bekannt. Erdogan hatte den Ausnahmezustand nach dem Putschversuch Mitte Juli verhängt.

+++ 11.09 Uhr: Hund beißt Mädchen mehrfach in den Kopf +++

Ein Bernhardiner-Labrador-Mischling hat einem zehnjährigen Mädchen in Sachsen-Anhalt mehrfach in den Kopf gebissen. Das Mädchen hatte nach ersten Erkenntnissen auf einem Grundstück in Vahldorf gespielt und den Kopf in die Hundehütte gesteckt, wie die Polizei in Haldensleben mitteilte. Der Hund biss zu. In einem Krankenhaus wurde das Kind notbehandelt und anschließend im Universitätsklinikum Magdeburg notoperiert. Gegen den 41 Jahre alten Hundebesitzer wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagnachmittag.

+++ 10.45 Uhr: Commerzbank streicht 9600 Stellen +++

Die Commerzbank will in den kommenden Jahren 9600 Vollzeitstellen streichen. Dies sei Teil der strategischen und finanziellen Ziele bis 2020, die der Vorstand am Freitag beschließen werde, teilte die Bank mit. Es würden aber gleichzeitig auch 2300 neue Stellen "in Wachstumsfeldern" entstehen, so dass sich der Netto-Stellenabbau auf rund 7300 Vollzeitkräfte belaufe.


+++ 10.33 Uhr: Zwei Löwen im Zoo Leipzig ausgebrochen +++

Zwei Löwen sind im Zoo Leipzig am Donnerstag aus ihrem Gehege ausgebrochen. Die Tiere befänden sich derzeit auf dem Zoogelände, sagte eine Sprecherin. Ein Notfallplan sei in Gang gesetzt worden. Eine Gefahr für Besucher habe nicht bestanden, weil der Tierpark zum Zeitpunkt des Vorfalls gegen neun Uhr noch nicht geöffnet hatte. "Aktuell ist die Situation unter Kontrolle", sagte die Sprecherin. Der Zoo sei bis auf weiteres geschlossen. Die beiden männlichen Löwen Majo und Motshegetsi leben erst seit August im Zoo Leipzig.

+++ 10.29 Uhr: US-Regierung erwägt Waffen an syrische Rebellen zu liefern +++

Als Reaktion auf die massiven Luftangriffe auf Aleppo gibt es einem Bericht zufolge Diskussionen in der US-Regierung, ob syrischen Rebellen aufgerüstet werden sollten. Dabei gehe es beispielsweise um die Frage, ob der Geheimdienst CIA und seine regionalen Partner Waffensysteme liefern sollten, mit denen die von ihnen unterstützten Rebellengruppen syrische und russische Artilleriepositionen aus größerer Entfernung angreifen könnten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter.

+++ 10.16 Uhr: Tourist will mit Handgranaten Flugzeug besteigen +++

Mit zwei Handgranaten im Koffer hat ein US-Tourist am Hamburger Flughafen einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Der 34-Jährige wollte mit den aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Sprengkörpern russischer Bauart am Mittwochnachmittag den Rückflug in die USA antreten, als diese bei der Sicherheitskontrolle seines Gepäcks entdeckt wurden, wie Polizei und Feuerwehr in der Hansestadt mitteilten. Einsatzkräfte räumten und sperrten nach Angaben einer Polizeisprecherin das Terminal, nahmen den Mann in Gewahrsam und überprüften ihn. Er konnte seine Reise demnach aber später fortsetzen. Ein Entschärfer der Polizei begutachtete die Handgranaten und brachte sie in transportsicheren Zustand. Sie enthielten Sprengstoff, hatten aber keine Zünder.

+++ 9.56 Uhr: Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 2,6 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September um 77.000 auf 2,608 Millionen gesunken. Im Vergleich zum September des Vorjahres bedeutete dies einen Rückgang um 100.000, teilte die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. BA-Chef Frank-Jürgen Weise erklärte, mit der einsetzenden Herbstbelebung habe sich die Arbeitslosigkeit deutlich verringert. Auch die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern sei weiter hoch.

+++ 8.57 Uhr: Hunderte fliehen vor Waldbränden in Kalifornien +++

Schwere Waldbrände haben im US-Bundesstaat Kalifornien hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Mehr als ein Hektar Land fiel den Feuern südlich der Metropole San Francisco zum Opfer, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Behörden forderten die von den Flammen bedrohten Anwohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. Rund 300 Gebäude waren von den Flammen bedroht. Ein Haus und sechs Außengebäude wurden nach Angaben von Feuerwehrleuten bereits zerstört. Die Brände waren am Montag in den Bergen von Santa Cruz ausgebrochen. Trockenheit und große Hitze fachten die sich schnell ausbreitenden Flammen weiter an.

+++ 7.56 Uhr: Berliner Polizei verteidigt Einsatz von Schusswaffen +++

Die Berliner Polizei hat den Einsatz von Schusswaffen bei einem Vorfall in einer Flüchtlingsunterkunft verteidigt. Es habe sich um eine lebensbedrohliche Situation für die Beteiligten gehandelt, sagte Polizeisprecher Winfried Wenzel im rbb-Inforadio. Drei Polizisten schossen ersten Ermittlungen zufolge auf einen 29 Jahre alten Flüchtling und verletzten ihn dabei tödlich. Wenzel widersprach dem Berliner Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, der Einsatz wäre mit Elektroschock-Waffen glimpflicher ausgegangen. "Ich teile nicht die Auffassung, dass der Taser das Allheilmittel ist." Wenn die Elektroschock-Waffe in solchen Situationen versage, könnten schwere Verletzungen oder Tötungen nicht ausgeschlossen werden.


+++ 7.42 Uhr: Nordkoreaner flieht zu Fuß über Grenze nach Südkorea +++

Ein nordkoreanischer Soldat ist zu Fuß über die Grenze nach Südkorea geflohen. Der Mann überquerte die streng bewachte Demarkationslinie zwischen den verfeindeten Staaten, wie der südkoreanische Generalstab in Seoul mitteilte. Es habe keinen Schusswechsel gegeben. Der Soldat befinde sich in Gewahrsam und werde befragt. Es ist äußerst selten, dass nordkoreanische Soldaten über die von zehntausenden Soldaten beider Seiten bewachte und mit Minen gesicherte Grenze in den Süden gelangen. 

+++ 7.37 Uhr: Sudan setzt Senfgas gegen eigene Bevölkerung ein +++

Sudans Regierung hat laut einem Bericht von Amnesty International in der Krisenregion Darfur in mindestens 30 Fällen Zivilisten mit Chemiewaffen angegriffen. 200 bis 250 Menschen seien seit Jahresbeginn bei Chemie-Attacken in der Region Jebel Marra getötet worden, heißt es in dem Bericht der Menschenrechtsorganisation, die sich auf die Auswertung von Satellitenbildern und Interviews beruft. Bei den meisten Opfern handele es sich um Kinder. Die ausgewerteten Bilder und Videos zeigten schreiende Kinder, die Blut spuckten und um Atem rangen, nachdem sie chemischen Giften ausgesetzt gewesen seien, erklärte die zuständige Amnesty-Vertreterin Tirana Hassan. Chemiewaffen-Experten zufolge legten die Beweise nah, dass es sich um Kampfstoffe wie Senfgas gehandelt habe.

Der Einsatz von Chemiewaffen sei ein Kriegsverbrechen, so Hassan. "Der Umstand, dass die sudanesische Regierung sie wiederholt gegen das eigene Volk einsetzt, kann einfach nicht ignoriert werden." Die Regierung des ostafrikanischen Landes startete Anfang 2016 eine groß angelegte Offensive gegen die Rebellengruppe SLA in der Bergregion Jebel Marra.

Beeindruckendes Plädoyer: Neunjährige hält ergreifende Rede gegen Polizeigewalt


+++ 4.53 Uhr: Proteste nach neuen tödlichen Polizeischüssen auf Afroamerikaner +++

Mehr als hundert Menschen haben im südkalifornischen El Cajon gegen tödliche Polizeischüsse auf einen Afroamerikaner in ihrer Stadt protestiert. Immer wieder erklangen Sprechchöre wie "Hände hoch, nicht schießen" oder "Das Leben von Schwarzen zählt". Die Demonstranten warfen den beteiligten Polizisten vor, die tödlichen Schüsse ungerechtfertigt und aus rassistischen Gründen abgegeben zu haben. Das Opfer war unbewaffnet. Zwei Beamte hatten den Afroamerikaner nach Polizeiangaben in der Nacht zum Mittwoch hinter einem Restaurant in der rund 25 Kilometer östlich von San Diego gelegenen Stadt gestellt. Sie waren durch Berichte alarmiert worden, dass ein Mann, der offensichtlich "außer sich" sei, mitten im Straßenverkehr herumlaufe.

+++ 2.39 Uhr: Jugendlicher tötet in den USA seinen Vater und schießt an Grundschule um sich +++

Ein Jugendlicher hat in den USA seinen Vater getötet und dann in einer Grundschule um sich geschossen. Dabei seien in Townville im Bundesstaat South Carolina zwei Schüler und eine Lehrerin verletzt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Schütze wurde festgenommen, er hatte nach ersten Erkenntnissen keine rassistischen oder terroristischen Motive.

Der Teenager habe einem der Schüler ins Bein geschossen und dem anderen in den Fuß, teilte Behördenvertreter mit. Die Lehrerin sei an der Schulter getroffen worden. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der Jugendliche das Feuer auf dem Spielplatz der Grundschule eröffnet. "Die Ermittlungen stehen noch im Anfangsstadium", sagte Polizeisprecher Garland Major. Die rund 300 Schüler wurden laut Medienberichten in Bussen in eine nahegelegene Kirche gebracht. Kurz nachdem die Polizei zu der Schule gerufen wurde, ging ein weiterer Notruf aus einem etwa drei Kilometer entfernten Haus ein. Dabei sei die Tötung eines 47-jährigen Mannes gemeldet worden, teilte die Rechtsmedizin des Landkreises mit. Das Todesopfer sei der Vater des Jugendlichen gewesen. Der Täter habe ihn ersten Ermittlungen zufolge erschossen, bevor er in der Schule angriff.

+++ 1.12 Uhr: Russland will Zusammenarbeit mit den USA im Syrien-Konflikt fortsetzen +++

Ungeachtet von tiefen Differenzen und gegenseitigen Vorwürfen will Russland die Zusammenarbeit mit den USA im Syrien-Konflikt fortsetzen. Dies erklärte gestern Abend das Verteidigungsministerium in Moskau. Präsident Putin habe das Außen- und das Verteidigungsministerium beauftragt, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Zuvor hatte US-Außenminister Kerry seinem russischen Kollegen Lawrow in einem Telefonat gedroht, Washington werde die Syrien-Gespräche abbrechen, sollten die Angriffe auf Aleppo weitergehen. Die russische Regierung müsse unverzüglich für ein Ende der Angriffe sorgen. Bei der Bombardierung der syrischen Stadt waren gestern auch zwei Krankenhäuser getroffen worden.

jen / DPA / AFP