HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Erdogan droht mit Auftritt: "Wenn ich will, komme ich nach Deutschland"

Polizei entdeckt toten Familienvater - Mutter und Sohn schwer verletzt +++ 14-Jähriger zeigt Eltern wegen Drogenkonsums an +++ MH370-Familien wollen selbst weitersuchen +++ Die Nachrichten des Tages.

Erdogan

Der türkische Präsident Erdogan auf einer Wahlkampfveranstaltung in Istanbul

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.28 Uhr: Erdogan droht mit Besuch in Deutschland +++

 Im Streit über Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland hat sich Präsident Recep Tayyip Erdogan entschlossen gezeigt, gegebenenfalls hierzulande aufzutreten. "Wenn ich will, komme ich nach Deutschland", sagte Erdogan bei einer Veranstaltung in Istanbul. Bislang ist nicht bekannt, ob der Staatschef in Deutschland für das geplante Präsidialsystem werben will. Mehrere Auftritte von türkischen Ministern waren in den vergangenen Tagen abgesagt worden. Erdogan fügte vor Anhängern hinzu: "Wenn Ihr mich an der Tür stoppt und mich nicht sprechen lasst, werde ich die Welt aufmischen." 

Unterdessen trat der türkische Minister Nihat Zeybekci in Köln auf und warb für die Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Ohne das angestrebte Präsidialsystem in der Türkei direkt zu erwähnen, stellte er vor allem die Anstrengungen der Türkei heraus, in den kommenden Jahren zu einer der größten Wirtschaftsmächte der Welt zu werden. Die deutlich verspätet begonnene Rede vor rund 300 Zuschauern wurde vereinzelt von "Erdogan"-Rufen unterbrochen.


+++ 17.55 Uhr: Toter hinterm Supermarkt gefunden +++

Hinter einem Supermarkt in Aschersleben in Sachsen-Anhalt ist eine männliche Leiche gefunden worden. Die massiven Verletzungen ließen auf ein Tötungsdelikt schließen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Die Identität des Mannes blieb zunächst unklar. "Der Unbekannte hatte braune Augen, glatte dunkle Haare sowie Schuhgröße 40 und war offensichtlich Raucher", teilte die Polizei mit. Passanten entdeckten den leblosen Mann am Samstagvormittag in der Nähe einer Kleingartenanlage. Ermittler sicherten am Wochenende Spuren und befragten erste Zeugen.

+++ 15.31 Uhr: Polizei entdeckt toten Familienvater - Mutter und Sohn verletzt +++

In einem Haus in Oberndorf am Neckar haben Polizisten einen toten 52-Jährigen sowie dessen schwer verletzte Frau und den schwer verletzten Sohn gefunden. Es handele sich um die Familie, die in dem Haus wohnt, teilte die Polizei in Tuttlingen mit. Weitere Details sowie mögliche Hintergründe seien noch völlig unklar, hieß es. Die Polizisten hatten die Leiche des Familienvaters sowie die 49-Jährige und den 13 Jahre alten Sohn am Vormittag in dem Haus entdeckt. Warum die Beamten dort waren, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Es sei ein Gerichtsmediziner beauftragt worden, den Tatort zu untersuchen. Polizei und Staatsanwaltschaft würden in alle Richtungen ermitteln.

+++ 15.30 Uhr: Polizeigewerkschaft verteidigt Vorsitzenden Wendt +++

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat ihren Chef Rainer Wendt in Schutz genommen und die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Der Eindruck, Wendt habe in den zurückliegenden Jahren doppeltes Gehalt bezogen und sich unrechtmäßig bereichert, sei schlicht falsch, teilte die Leitung der Gewerkschaft mit. "In der Summe übersteigen meine Einkünfte das Gehalt eines Hauptkommissars nicht", sagte Wendt der Deutschen Presse-Agentur. Er habe erst kürzlich ein fünfstelliges Buchhonorar "zu 100 Prozent gespendet". Zu Vorwürfen auch aus seiner eigenen Partei sagte das CDU-Mitglied: "Da wird jetzt Wahlkampf gemacht."

Die vorzeitige Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Wechsel in den Ruhestand sei kein Eingeständnis eines Fehlverhaltens, sondern Teil der persönlichen Lebensplanung nach Vollendung des 60. Lebensjahres, erklärte die Gewerkschaft. Wendt sei seit vielen Jahren für die Belange der Gewerkschaftsmitglieder im Einsatz. An seiner persönlichen Integrität gebe es keinerlei Zweifel. Er werde deshalb auch weiterhin "seine Stimme für die Beschäftigten in der Polizei erheben".

+++ 15.18 Uhr: Verwandte von vermisster Familie in Polizeigewahrsam +++

Nach dem mysteriösen Verschwinden einer vierköpfigen Familie in Frankreich sind zwei Verwandte in Gewahrsam genommen worden. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, befanden sich die Schwester und der Schwager des vermissten Familienvaters am Sonntag in Polizeigewahrsam. Die Polizei hatte die beiden bereits zu Beginn der Ermittlungen vernommen. Das Paar wurde in der bretonischen Stadt Brest festgehalten, aus deren Nähe die vermisste Familie Troadec stammt und in deren Umgebung Gegenstände aus ihrem Besitz gefunden worden waren.

Der Fall der Familie Troadec beschäftigt Frankreich seit Wochen. Das Elternpaar, der 21 Jahre alte Sohn und die 18-jährige Tochter sind seit Mitte Februar verschwunden. Im Haus der Familie im westfranzösischen Orvault nahe Nantes wurden ein blutverschmiertes Handy und zahlreiche weitere Blutspuren entdeckt. Das Blut konnte den Eltern und dem Sohn zugeordnet werden, nicht aber der Tochter.

+++ 14.54 Uhr:  Leverkusen feuert Trainer Roger Schmidt +++

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat Roger Schmidt beurlaubt. Die Trennung vom Trainer beschlossen die Vereinschefs einen Tag nach der 2:6-Niederlage bei Borussia Dortmund. Schmidt, der am 13. März 50 Jahre alt wird, hatte Bayer im Sommer 2014 übernommen und noch einen Vertrag bis 30. Juni 2019. "Angesichts der aktuellen sportlichen Entwicklung sind wir nach sehr ausführlicher Analyse und Beratung zu der Auffassung gelangt, dass eine Trennung zwar schmerzhaft, aber für die weitere Entwicklung und Zielerreichung von Bayer 04 unumgänglich ist", erklärte Geschäftsführer Michael Schade. "Mir persönlich tut dieser Schritt sehr leid, denn wir haben Roger Schmidt viel zu verdanken."

Nach dem zweimaligen Einzug in die Champions League hat Schmidt in dieser Spielzeit die schlechteste Bayer-Saison seit 14 Jahren zu verantworten, und das trotz großer Investitionen vor der Saison. Von den vergangenen sieben Pflichtspielen verloren die Rheinländer fünf.

+++ 14.26 Uhr: Flutwelle reißt zwei Mädchen an der Küste von Marseille ins Meer +++

Ein Vater und seine vier und acht Jahre alten Töchter sind in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille von einer Flutwelle ins Meer gerissen worden - das kleinere Mädchen überlebte das Unglück nicht, nach der älteren Schwester wird noch gesucht. Wie die Hafenbehörden mitteilten, riss die Welle die drei am Samstag gegen 18 Uhr mit sich. Der Vater konnte dank der raschen Reaktion von Fischern gerettet werden, und auch die Vierjährige wurde geborgen. Allerdings erlitt sie einen Herzstillstand und starb noch in der Nacht im Krankenhaus. Die Suche nach der vermissten Achtjährigen dauert an.

Für weite Teile des Départements Bouches-du-Rhône galt am Samstagmorgen eine Sturmwarnung, doch wurde diese im Laufe des Tages wieder aufgehoben. Erst im Februar war ein 33-Jähriger beim Angeln an der Küste von Marseille ins Meer gerissen worden und ertrunken.

+++ 14.07 Uhr: Erdogan wirft Deutschland "Nazi-Praktiken" vor +++

Aus Verärgerung über die Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister hat Präsident Recep Tayyip Erdogan den deutschen Behörden Methoden wie zur Nazizeit vorgeworfen. "Eure Praktiken unterscheiden sich nicht von den früheren Nazi-Praktiken", sagte der türkische Präsident in einer Rede in Istanbul. Er hätte gedacht, diese Zeit sei in Deutschland längst vorbei - "wir haben uns geirrt", fügte er hinzu.

+++ 13.17 Uhr: Fünfter Mord an öffentlichem Platz in Malmö dieses Jahr +++

Ein junger Mann ist in der Nacht zum Sonntag im südschwedischen Malmö in einem Auto erschossen worden. Mehrere Menschen hatten die Polizei alarmiert, die den 23-Jährigen schwer verletzt auffand. Sein Leben sei aber nicht mehr zu retten gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Einen schwer verletzten 22-Jährigen fand die Polizei in einer Wohnung in der Nähe. Sein Zustand war am Mittag stabil. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Zeugen wollen zwei Männer gesehen haben, die auf Fahrrädern vom Tatort flüchteten, wie die Sprecherin sagte. In der 320.000-Einwohner-Stadt ist es bereits das fünfte Tötungsdelikt an einem öffentlichen Platz in diesem Jahr.

+++ 13.12 Uhr: Blair bestreitet Ambitionen auf Posten als Trumps Nahost-Berater+++

Der ehemalige britische Regierungschef Tony Blair hat einen Pressebericht zurückgewiesen, demzufolge er sich als Nahost-Berater von US-Präsident Donald Trump angeboten hat. Die britische Zeitung "The Mail on Sunday" hatte berichtet, Blair habe sich vergangene Woche mit Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner getroffen, um über eine Zusammenarbeit zu sprechen. Ein Sprecher des Ex-Premiers nannte den Artikel eine "Erfindung".

"Herr Blair hat sich nicht als Nahost-Berater des Präsidenten angeboten", erklärte der Sprecher. "Er hat auch nicht die Möglichkeit angesprochen, eine solche Funktion zu übernehmen oder einen anderen Posten beim neuen Präsidenten zu bekleiden." Blair arbeite seit zehn Jahren für den Nahost-Friedensprozess und werde dies weiter tun. "Er tut das auf privater Basis und wird es weiter auf privater Basis tun", sagte der Sprecher.

+++ 13.05 Uhr: Türkischer Außenminister kommt nach Hamburg +++

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu kommt am Dienstag nach Hamburg. Das bestätigte die Polizei. Weitere Details nannte sie nicht. Es werde nun eine Lagebeurteilung vorgenommen. Cavusoglu will sich in den kommenden Tagen auch mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel (SPD) treffen, um den Streit zwischen Berlin und Ankara um die Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland zu entschärfen. Die Auseinandersetzung geht bereits seit Tagen. Trotz der heftigen Kritik daran will der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci heute Abend in einem Kölner Hotel auftreten, um für das von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem in der Türkei zu werben.

+++ 12.40 Uhr: Mehr als 900 Dschihadisten aus Deutschland in den Krieg gezogen +++

Die Zahl der Islamisten, die als Dschihadisten aus Deutschland nach Syrien oder in den Irak gezogen sind, ist offenbar weiter gestiegen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz zähle inzwischen mehr als 910 ausgereiste Dschihadisten, schreibt der "Spiegel". Vor gut einem Jahr war von rund 800 solcher Fälle die Rede. Über die Hälfte der Dschihadisten habe die deutsche Staatsangehörigkeit. Rund ein Fünftel seien Frauen. Etwa 145 Extremisten aus Deutschland sollen in Syrien oder dem Irak bereits gestorben sein. Ein Drittel seien dem Bundesamt zufolge mittlerweile wieder in die Bundesrepublik zurückgekehrt, mindestens 70 von ihnen sollen im Ausland an Kämpfen beteiligt gewesen sein.

Insgesamt flaue die Ausreisedynamik aber ab, hieß es laut "Spiegel" in dem Verfassungsschutzbericht. Weil die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) militärisch zunehmend unter Druck gerate, zögerten inzwischen viele Islamisten, sich der Miliz anzuschließen.

+++ 12.19 Uhr: Seoul erhöht Belohnung für Überläufer aus Nordkorea +++

Südkorea will Überläufern aus Nordkorea, die über vertrauliche Informationen verfügen, offenbar künftig eine deutlich höhere Belohnung zahlen. Der Betrag werde auf umgerechnet bis zu 817.000 Euro vervierfacht, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Voraussetzung sei, dass die Überläufer mit Geheiminformationen zur Verbesserung der Sicherheit Südkoreas beitragen. Wie viel ihnen letztlich gezahlt werde, hänge aber von der Wichtigkeit der Informationen ab. Die Regierung in Seoul wolle mehr Mitglieder des nordkoreanischen Führungszirkels zur Flucht nach Südkorea ermuntern, berichtete Yonhap. Die Frage, wovon sie danach Leben sollen, stelle für viele derzeit noch eine große Hürde dar, zitierte die Nachrichtenagentur einen südkoreanischen Regierungsvertreter.

Überläufer aus dem abgeschotteten Nordkorea versorgen Seoul immer wieder mit wichtigen Geheimdienstinformationen. Als einer der ranghöchsten Diplomaten der letzten Jahre hatte sich im August 2016 der Vize-Botschafter Nordkoreas in London mit Frau und Sohn nach Südkorea abgesetzt.

+++ 12.06 Uhr: 14-Jähriger zeigt Eltern wegen Drogenkonsums an +++

Ein 14-Jähriger aus Passau hat den Drogenkonsum seiner Eltern nicht mehr ausgehalten und die beiden bei der Polizei angezeigt. Der Polizei zufolge war der Junge am Samstag mit seinem 33-jährigen Vater und der 39 Jahre alten Mutter gemeinsam in ihrer Wohnung, während die beiden Betäubungsmittel konsumierten. Plötzlich rannte der 14-Jährige von zu Hause weg und wandte sich an die Polizei, wie diese am Sonntag mitteilte. Polizisten durchsuchten die Wohnung und stellten Marihuana sicher. Der Junge wurde in ein Kinderheim gebracht.

+++ 11.41 Uhr Gericht prüft Antrag auf Freilassung Degowskis +++

Im Fall des nach dem Geiseldrama von Gladbeck zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilten Dieter Degowski prüft das Landgericht Arnsberg, ob er auf Bewährung freikommen kann. Seit Kurzem liege dem Gericht in Nordrhein-Westfalen ein Antrag von Degowskis Verteidigung auf Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung vor, sagte ein Gerichtssprecher. "Jetzt muss die zuständige Strafvollstreckungskammer prüfen, wie weiter vorzugehen ist." Wie lange die Prüfung dauere, sei offen. Ein Sprecher des Justizministeriums in NRW hatte vor gut drei Wochen die Chancen, dass Degowski bis Jahresende wieder auf freien Fuß kommt, als "gut" bezeichnet. 

Im August 1988 hatten Degowski und sein Komplize Hans-Jürgen Rösner die Republik in Atem gehalten. Drei Tage lang flüchteten sie nach einem missglückten Bankraub mit Geiseln vor der Polizei. Drei Menschen starben. Rösner, der zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden war, sitzt weiter im Gefängnis.

+++ 11.23 Uhr: Hase überlebt Kollision mit Auto und fährt hinter Stoßstange mit +++

Unverletzt hat ein Hase den Zusammenstoß mit einem Auto auf einer Straße in Baden-Württemberg überstanden - und ist dann als blinder Passagier hinter der Stoßstange mitgefahren. Die Fahrerin hatte am Samstag beim Polizeirevier in Winnenden einen Wildunfall gemeldet. Laut einer Mitteilung von heute inspizierten die Beamten daraufhin den Wagen und entdeckten den Hasen hinter der vorderen Stoßstange, wo er sich in einem Gitter verfangen hatte. "Meister Lampe konnte nach längerem Zutun dazu bewogen werden, in eine Hundetransportbox umzusteigen", hieß es. Darin ging es wieder an die Unfallstelle, wo der Hase zurück ins Freie entlassen wurde.

+++ 11.21 Uhr:  Auto taucht in Donau ab +++

Vor den Augen seines entsetzten Fahrers ist ein Mietauto in Passau in die Donau gerollt und dort versunken. Der Polizei zufolge wollte der Mieter das Auto beladen, als es sich am Samstag plötzlich selbstständig machte und mit offener Heckklappe in den Fluss stürzte. Der Wagen schwamm noch einige Zeit und ging dann vor den Augen seines Mieters unter. Der aus Thüringen stammende 54-Jährige habe angegeben, er habe die elektronische Handbremse angezogen gehabt, teilte die Polizei mit. In dem Wagen saßen keine Menschen. Vier Boote von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei suchten nach dem abgetauchten Auto - vergeblich. Trotz intensiver Suche sei der Wagen zunächst nicht mehr auffindbar gewesen.

Nun könnte das versunkene Auto durch Peilung ausfindig gemacht und dann aus den Fluten geholt werden. Der Schiffsverkehr sei durch das Fahrzeug nicht beeinträchtigt, da die Donau an dieser Stelle bis zu 20 Meter tief sei, hieß es weiter.

+++ 10.51 Uhr: Mexikanische Polizei befreit 31 Kubaner aus Gewalt von bewaffneter Bande +++

Die mexikanische Bundespolizei hat mehr als 30 Kubaner aus der Gewalt einer bewaffneten Bande befreit. Bei dem Einsatz im südöstlichen Bundesstaat Quintana Roo wurden nach Angaben der Behörden 22 Männer und neun Frauen befreit. Demnach hielt die Bande die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung in einem Haus nahe der Karibikküste fest und verlangt von ihnen Geld, was die Kubaner allerdings nicht hatten.

Hunderte kubanische Flüchtlinge sitzen derzeit in mehreren lateinamerikanischen Ländern fest, seit die USA Anfang des Jahres die erleichterte Aufenthaltserlaubnis für Flüchtlinge aus dem kommunistischen Inselstaat abgeschafft hatten. Viele Jahre lang erhielten Kubaner nahezu automatisch ein Aufenthaltsrecht in den USA, wenn sie US-Territorium erreichten. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit im Januar schaffte Präsident Barack Obama diese Vorzugsbehandlung allerdings ab, Kubaner werden nun wie alle anderen Flüchtlinge behandelt. 

+++ 10.38 Uhr: Deutscher überlebt 300-Meter-Sturz in Tirol +++

 Bei einer Alpintour in Österreich ist ein 48-jähriger Mann aus Deutschland von einem Schneebrocken getroffen worden und 300 Meter über felsiges Gelände abgestürzt. Es gelang dem Mann, vom Handy aus seine Begleiter zu alarmieren, wie die Polizei berichtete. Santitäter fanden ihn mit einer großen Platzwunde am Kopf und brachten ihn mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Die drei Alpinisten, zwei Männer und eine Frau, wollten auf den Gipfel des gut 2000 Meter hohen Scheffauers im Kaisergebirge nahe der Grenze zu Bayern. Als sie rund 1700 Meter erreicht hatten, löste sich oberhalb eine kleine Lawine. Der aus der Nähe von Augsburg stammende Mann habe das Gleichgewicht verloren, als ihn ein abstürzender Schneebrocken traf, so die Polizei.

+++ 10.20 Uhr: CDU-Politiker Spahn möchte gern Kinder adoptieren +++

Der CDU-Politiker Jens Spahn (36) würde gerne mit seinem Lebensgefährten Kinder adoptieren. "Ich denke, wir wären ihnen gute, verantwortungsvolle Eltern", sagte er der "Bild am Sonntag". "Aber leider ist meine eigene Partei da auf eine falsche Art konservativ." Spahn, der Mitglied des CDU-Präsidiums ist, warb in dem Interview auch für die Ehe für alle. "Dass zwei Menschen in der Ehe verbindlich füreinander einstehen, ist ein Grundwert der Union. Solche Werte bieten Orientierung. Und die müssen wir wieder offensiver vertreten", sagte er. Seit 2001 gibt es zwar die eingetragene Lebenspartnerschaft für Homosexuelle in Deutschland. Diese ist aber nicht völlig mit der Ehe gleichgestellt - etwa beim Adoptionsrecht.

Der aus dem münsterländischen Ahaus stammende Spahn kam 2002 als jüngster direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag. Seit Juni 2005 ist er Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium. Spahn gilt inzwischen als CDU-Hoffnungsträger.

+++ 10.16 Uhr: One-Direction-Star Tomlinson in Los Angeles festgenommen  +++

One Direction-Sänger Louis Tomlinson ist nach einer handfesten Auseinandersetzung mit einem Fotografen am Flughafen von Los Angeles festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, geriet der 25-jährige britische Popmusiker am Gepäckband mit einem Paparazzo aneinander, als dieser ihn gemeinsam mit seiner Freundin aufnehmen wollte. Laut Augenzeugen habe Tomlinson den Fotografen an den Beinen gezogen, dieser sei daraufhin gestürzt und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen, berichtete Polizeisprecherin Alicia Hernandez. Zudem brachte der Sänger der Boygroup demnach eine weitere Frau zu Fall, als er versuchte, ihr das Handy wegzunehmen, weil sie seine Freundin fotografieren wollte.

Tomlinson musste laut Polizei die Nacht wegen des Vorwurfs der leichten Körperverletzung in Polizeigewahrsam verbringen. Am Samstag wurde er gegen eine Kaution von 20.000 Dollar (knapp 19.000 Euro) freigelassen, am 29. März muss er vor Gericht erscheinen. Die für eine Fernsehshow gecastete Boyband hat weltweit bislang mehr als 50 Millionen Alben verkauft. Ende 2015, nach dem Ausstieg ihres Mitglieds Zayn Malik, hatte One Direction eine Auszeit genommen.

+++ 9.59 Uhr Mehrheit der Griechen will den Euro behalten +++

Knapp 60 Prozent der Griechen glauben, dass es besser für sie wäre, wenn Griechenland den Euro behält. Nur rund 33 Prozent sind für einen Austritt aus der Eurozone. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungs- und Sozialforschungs-Instituts DiaNEOsis und der Universität von Thessaloniki, die in Zeitung "Kathimerini" veröffentlicht wurde. Zudem sind 62 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die schwere Finanzkrise, die Griechenland erschüttert, hauptsächlich auf "Gründe im Landesinneren und eigene Schwächen" zurückzuführen sei. Ein neues Wirtschaftsmodell mit weniger Staat und Steuern befürworten über 60 Prozent der Befragten - auch wenn es zu weiteren Kürzungen der Sozialprogramme und Renten führen sollte.

+++ 8.36 Uhr: MH370-Familien wollen Suche selbst weiterführen +++

Vor anderthalb Monaten endete die offizielle Suche nach dem Wrack des verschollenen Malaysia-Airlines-Flugs MH370 - jetzt wollen die Familien der vermissten Passagiere auf eigene Faust weitersuchen und dazu eine private Stiftung einrichten. Für das Unterfangen würden umgerechnet mindestens 14 Millionen Euro benötigt, sagten die Familien bei einer Gedenkfeier zum dritten Jahrestag des Verschwindens der Unglücksmaschine in Kuala Lumpur. Laut einem Bericht der "New Straits Times" begrüßte der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai die private Initiative.

Die Maschine war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Vermutlich stürzte sie in einem 120.000 Quadratkilometer großen Gebiet im Indischen Ozean ab. Die von Malaysia, Australien und China organisierte offizielle Suche kostete rund 141 Millionen Euro und wurde am 17. Januar eingestellt.

+++ 8.06 Uhr: 66.000 Menschen fliehen vor Kämpfen in Nordsyrien +++

Zehntausende Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen durch die jüngsten Kämpfe in der nordsyrischen Provinz Aleppo in die Flucht getrieben worden. Alleine aus den Städten Al-Bab und Tadef seien fast 40.000 Bewohner geflohen, teilte das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) mit. Weitere 26.000 Menschen seien aus weiter östlich gelegenen Ortschaften vertrieben worden.

Türkische Soldaten und mit ihnen verbündete syrische Rebellen hatten die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) Ende Februar nach wochenlangen Kämpfen aus Al-Bab vertrieben. Auch die syrische Armee kämpft mit Unterstützung der russischen Luftwaffe in Nordsyrien gegen den IS. Ihre gemeinsame Großoffensive trieb seit Ende Februar nach UN-Angaben 26.000 Menschen östlich von Al-Bab in die Flucht. Viele von ihnen flohen in die Region rund um Manbidsch. Die frühere Dschihadistenhochburg unweit der türkischen Grenze wird seit vergangenem Jahr von der kurdisch-arabischen Rebellenallianz Demokratische Kräfte Syriens (SDF) kontrolliert 

+++ 7.38 Uhr: Blair angeblich als Trumps Nahost-Berater im Gespräch +++

Der ehemalige britische Regierungschef Tony Blair könnte einem Bericht zufolge Nahost-Berater von US-Präsident Donald Trump werden. Der Ex-Premier habe sich in der vergangenen Woche mit Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner getroffen, um über eine Zusammenarbeit zu sprechen, berichtete die britische Zeitung "The Mail on Sunday". Blairs Büro bestätigte die Meldung nicht. Ein Sprecher sagte, er gebe keinen Kommentar ab zu "private Unterhaltungen" des Labour-Politikers. Dem Bericht zufolge war es das dritte Treffen von Blair und Kusher seit September.

Blair war von 1997 bis 2007 britischer Premierminister. Seine Entscheidung zur Beteiligung an der US-geführten Irak-Invasion 2003 brachte ihm heftige Kritik ein. Blair hatte dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush seine Gefolgschaft versprochen. Nach seinem Abschied aus der Downing Street vermittelte Blair als Sondergesandter des Nahost-Quartetts im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Im Mai 2015 gab er diesen Posten auf.

+++ 5.31 Uhr: Leiche der ermordeten deutschen Geisel auf Philippinen geborgen +++

Die Leiche des vergangene Woche von Islamisten auf den Philippinen enthaupteten deutschen Seglers ist geborgen worden. Soldaten hätten die Überreste in einem Dorf nahe der Stadt Indanan auf der Insel Jolo gefunden, sagte Kommandeur Cirilito Sobejana. Der Tote sei in die Leichenhalle eines Militärkrankenhauses gebracht worden.

Der 70-jährige Mann war am vergangenen Sonntag durch die Terrorgruppe Abu Sayyaf auf der Insel Jolo, der Hochburg der Islamisten, enthauptet worden. Der Segler war Anfang November zusammen mit seiner Lebensgefährtin überfallen worden, als das Paar in den Gewässern zwischen den Philippinen und Malaysia unterwegs war. Die 59 Jahre alte Frau wurde damals schon erschossen.

+++ 4.00 Uhr: Österreichs Kanzler fordert Wahlkampf-Verbot für türkische Politiker in EU +++

Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern hat sich für ein EU-weites Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker ausgesprochen. "Eine gemeinsame Vorgehensweise der EU, um solche Wahlkampfauftritte zu verhindern, wäre sinnvoll", sagte Kern der "Welt am Sonntag". Damit könnte verhindert werden, dass einzelne Länder wie Deutschland, in denen solche Auftritte untersagt würden, unter Druck der Türkei gerieten, fügte der Sozialdemokrat hinzu.

Der Regierungschef aus Wien warf Ankara vor, "Menschenrechte und demokratische Grundrechte mit Füßen" zu treten. Pressefreiheit sei ein Fremdwort in dem Land am Bosporus. Das zeige auch die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel und weiterer Journalisten und Wissenschaftler. 

+++ 3.12 Uhr: Ed Sheeran stellt Rekord bei Musik-Streamingdienst Spotify auf +++

Der britische Musiker Ed Sheeran hat beim Musikstreamingdienst Spotify einen Rekord aufgestellt. Sein am Freitag erschienenes Album "Divide" wurde bereits am ersten Tag knapp 57 Millionen Mal gehört. Damit übertrumpfte der 26-Jährige den bisherigen Rekordhalter, die R&B-Truppe The Weeknd's mit "Starboy" deutlich, die es am Erstveröffentlichungstag im November auf 29 Millionen Aufrufe brachte. In Großbritannien und Irland, wo Sheeran besonders populär ist, führten die 16 Songs des Albums "Divide" die Spotify-Streamingcharts an.

Seinen Durchbruch hatte Sheeran, der zuvor lange Jahre Straßenmusik machte und Auftritte in Bars absolvierte, im Jahr 2014 mit der Liebesballade "Thinking Out Loud". Der Song war der erste bei Spotify, der eine halbe Milliarde Mal gestreamt wurde.

+++ 1.40 Uhr: Trump unterzeichnet womöglich Montag überarbeitetes Einreisedekret +++

US-Präsident Donald Trump könnte einem US-Medienbericht zufolge schon am Montag eine überarbeitete Fassung seiner umstrittenen Einreiseverbote unterzeichnen. Wie das Magazin "Politico" unter Berufung auf ranghohe Regierungsmitarbeiter berichtete, werde der Präsident das neue Dekret im Heimatschutzministerium unterschreiben. Zu möglichen Änderungen in dem überarbeiteten Erlass machte das Magazin keine Angaben.

Trump hatte mit der Ursprungsfassung seines Einwanderungsdekrets eine juristische Niederlage erlitten. Nachdem ein Richter den Erlass zunächst landesweit außer Kraft gesetzt hatte, lehnte ein Bundesberufungsgericht in San Francisco die Wiedereinsetzung des Dekrets Anfang Februar ab; es blieb damit weiter außer Kraft.

+++ 1.21 Uhr: Obama soll Cyberangriffe auf Nordkorea befohlen haben +++

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat in seiner Amtszeit einem Bericht zufolge eine Reihe von Cyberangriffen auf das nordkoreanische Raketenprogramm angeordnet. Die "New York Times" berichtete, die Attacken seien 2014 gestartet worden, nachdem festgestellt worden sei, dass die Raketenabwehrsysteme nicht ausreichten, die USA zu schützen. Daraufhin habe Obama entschieden, Raketen bereits vor Teststarts ins Visier zu nehmen. Nachdem die USA diese Strategie umgesetzt hätten, seien einige Raketenstarts misslungen oder die Geschosse seien vom Kurs abgekommen.

Obama habe seinen Nachfolger Donald Trump gewarnt, das nordkoreanische Atomprogramm sei die größte internationale Herausforderung, hieß es in dem Bericht weiter. Trumps Berater würden nun Optionen abwägen, unter anderem auch eine Fortsetzung der Cyberangriffe. Einzelheiten der Programme seien aus Rücksicht auf nationale Sicherheitsinteressen nicht veröffentlicht worden. Die Vereinten Nationen hatten die Sanktionen gegen Nordkorea im November verschärft. Zwei Monate zuvor hatte das abgeschottete Land seinen fünften Atomtest durchgeführt.

+++ 0.16 Uhr: De Maizière will Schleierfahndung ausweiten +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Länder aufgefordert, zur Bekämpfung von Kriminellen und Schleusern verstärkt von der Schleierfahndung Gebrauch zu machen. "Die Schleierfahndung ist ein erfolgreiches und bewährtes Mittel im Kampf gegen illegale Migration, grenzüberschreitende Kriminalität und das menschenverachtende Geschäft der Schleuserbanden", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Nicht nur die Bundespolizei, sondern auch die Länder sollten dieses Instrument nutzen. "Lageabhängig und verantwortungsvoll, aber eben mit der nötigen Entschlossenheit."

Mit der Schleierfahndung wird in grenznahen Gebieten nach Terroristen, Drogenschmugglern, Menschenschleppern und anderen Kriminellen gesucht. Polizisten dürfen dort verdachts- und ereignisunabhängige Personenkontrollen vornehmen und dazu jede Person kurzzeitig anhalten und überprüfen. De Maizière sagte, viele Polizeigesetze der Länder enthielten bereits die dafür notwendigen Befugnisse. Wo dies nicht der Fall sei, müssten die rechtlichen Möglichkeiten rasch geschaffen werden.

mad / AFP / DPA