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News des Tages: Erdogan bezeichnet Journalisten Yücel als "deutschen Agenten"

Türkischer Minister darf auch in Frechen nicht auftreten +++ Merkel trifft Trump am 14. März in Washington +++ William und Kate kommen nach Deutschland +++ Zoll rettet mit Klebeband umwickelte Schildkröten aus Koffer +++ Die Nachrichten des Tages.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel der "Spionage" bezichtigt

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel der "Spionage" bezichtigt

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.11 Uhr: US-Militär verstärkt Angriffe auf Al-Kaida im Jemen +++

Das US-Militär hat seine Offensive gegen einen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida im Jemen intensiviert. In den vergangenen beiden Nächten hätten Drohnen und Kampfjets über 30 Angriffe auf Ziele der Terroristen geflogen, sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis in Washington. Die Einsätze seien Teil einer Bemühung, den Druck auf die Terroristen aufrechzuerhalten. 

Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) sei ähnlich besorgniserregend wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), sagte Davis. "AQAP ist die Organisation, die mehr amerikanisches Blut an den Händen hat." Die Gruppe habe gezeigt, dass sie sehr erfolgreich darin sei, Anschläge auf Amerikaner zu planen und auszuführen. Diese Absicht hege sie auch weiterhin. 

+++ 21.46 Uhr: Haitis Ex-Präsident Préval gestorben +++

Der frühere haitianische Präsident René Préval ist tot. Der ehemalige Staatschef sei im Alter von 74 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur HPN. "Ich habe mit Bedauern vom Tod des Ex-Präsidenten René Préval erfahren", schrieb Haitis Präsident Jovenel Moïse auf Twitter. "Ich verneige mich vor diesem würdigen Sohn Haitis." Préval war von 1996 bis 2001 und von 2006 bis 2011 Präsident von Haiti. 

+++ 20.25 Uhr: Bericht: Schulz will bis zu 48 Monate Arbeitslosengeld I +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat nach einem Zeitungsbericht seine angekündigten Korrekturen an der Reformagenda 2010 konkretisiert. So solle das Arbeitslosengeld I von momentan bis zu 24 Monaten auf maximal 48 Monate ausgedehnt werden, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Arbeitslosen weiterbilden ließen. Offiziell will die SPD ihre Vorschläge für Korrekturen an der Agenda 2010 am kommenden Montag vorstellen.

+++ 20.20 Uhr: Präsidentschaftskandidat Fillon ruft Anhänger zu Demo auf +++

Nach Rücktrittsforderungen hat der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon seine Anhänger zum Widerstand aufgefordert. In einer Video-Botschaft forderte er sie auf, am Sonntag an einer Demonstration in Paris teilzunehmen. "Ich erwarte euch zahlreich, sehr zahlreich, um allen zu zeigen, was der Wille der Aktivisten Frankreichs ist", sagte Fillon. Zuvor hatten eine Reihe von Politikern aus seinem Lager den Ex-Premierminister aufgerufen, auf seine Kandidatur zu verzichten. Fillon steht seit Wochen wegen des Verdachts einer Scheinbeschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten unter Druck. Die Justiz ermittelt.

+++ 19.34 Uhr: Erdogan wirft deutsch-türkischem Journalisten Yücel Spionage vor +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat dem inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel "Spionage" vorgeworfen. Dieser sei ein kurdischer Aktivist und "deutscher Agent", sagte Erdogan am Freitag bei einer Rede in Istanbul. Der Fall des in der Türkei einsitzenden Korrespondenten der Zeitung "Die Welt" hat in den vergangenen Tagen für erhebliche Spannungen zwischen Ankara und Berlin geführt. Die deutschen Behörden beschuldigte Erdogan der Unterstützung des Terrorismus in der Türkei.

+++ 19.28 Uhr: Kreise: Aufsichtsrat von PSA gibt grünes Licht für Kauf von Opel +++

Der Aufsichtsrat des französischen Autokonzerns PSA Peugeot Citroën hat grünes Licht für die Übernahme von Opel gegeben. Die Entscheidung zum Kauf der bisherigen Europa-Tochter des US-Konzerns General Motors solle am Montag offiziell bekannt gegeben werden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP in Paris am Freitagabend aus Unternehmenskreisen. 

+++ 19.18 Uhr: Kaufland ruft nach Salmonellen-Fund Königsberger Klopse zurück +++

Nach einem Salmonellen-Fund ruft die Supermarktkette Kaufland tiefgefrorene Königsberger Klopse seiner Discountmarke "K-Classic" zurück. Betroffen seien 450-Gramm-Packungen mit dem Mindeshaltbarkeitsdatum 07.2018, teilte das Unternehmen am Freitag mit. In einzelnen Packungen seien bei internen Kontrollen Salmonellen nachgewiesen worden, die Durchfall und Erbrechen verursachen können. Käufer sollten die Klopse nicht verzehren, sondern in die Läden zurückbringen. Andere "K-Classic"-Produkte seien nicht betroffen, betonte Kaufland.

+++ 19.03 Uhr: Nachbarn retten kleinen Jungen - Mutter lag tot in der Wohnung +++

Mit ihrer Beharrlichkeit haben Nachbarn in Zülpich einen kleinen Jungen gerettet, dessen Mutter tot in der Wohnung lag. Sie hatten die Polizei gebeten, nach dem Rechten zu schauen, weil sie die 25 Jahre alte Mutter und das Kind schon länger nicht mehr gesehen hatten, wie die Polizei am Freitag in Nordrhein-Westfalen mitteilte. Es reagierte niemand auf das Klingeln und Klopfen der Beamten. Da die Frau nach Angaben ihres Arbeitgebers verreisen wollte und es keine Hinweise auf einen Notfall gab, drangen die Fahnder nicht in die Wohnung ein.  

Als die Nachbarn am nächsten Tag wieder anriefen, weil sie Geräusche aus der Wohnung hörten, verschafften sich die Polizisten Zugang: Sie fanden den knapp zweijährigen Jungen in seinem Kinderbettchen und die tote Mutter. Die Obduktion ergab, dass die Frau eines natürlichen Todes gestorben war. Wie lange das Kind nicht zu essen und zu trinken bekommen hat, dazu machte die Polizei keine Angaben. Der kleine Junge wurde ins Krankenhaus gebracht und ist in der Obhut des Jugendamtes. Der WDR hat schon darüber berichtet.

+++ 18.33 Uhr: Bitcoin erreicht neues Rekordhoch knapp unter 1300 US-Dollar +++

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihren jüngsten Höhenflug fortgesetzt und ein neues Rekordhoch erreicht. In der Spitze stieg der Bitcoinpreis nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagmittag bis auf 1298 US-Dollar. Am späten Nachmittag wurde er mit 1272 Dollar notiert. Am Donnerstag war ein Bitcoin erstmals mehr als eine Feinunze Gold wert.

Hauptgrund für den jüngsten Preisauftrieb sind laut Experten Spekulationen auf die Genehmigung des ersten Bitcoin-ETF durch die US-Börsenaufsicht. Demnach könnte die Entscheidung für die Genehmigung des Fonds am 11. März fallen. Dies dürfte den Handel mit Bitcoins grundlegend verändern, weil es mehr Anlegern Zugang zur digitalen Währung verschaffen würde. Zudem haben Länder wie China, Indien und Venezuela ihre Kapitalverkehrskontrollen verschärft. Anleger können derartige Kontrollen umgehen, indem sie auf die staatlich nicht kontrollierte Digitalwährung ausweichen. Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist. Sie ist seit 2009 im Umlauf.

+++ 17.43 Uhr: Rotes Kreuz berichtet von möglichem Chemiewaffen-Einsatz bei Kampf um Mossul +++

Bei den Kämpfen um die nordirakische Stadt Mossul werden möglicherweise Chemiewaffen eingesetzt. In einem Krankenhaus in der Nähe von Mossul seien in den vergangenen beiden Tagen zwei Frauen und fünf Kinder mit Symptomen eingeliefert worden, wie sie nach Kontakt mit Chemiewaffen auftreten, erklärte das Rote Kreuz am Freitag. Wer sie eingesetzt haben könnte, ließ die Hilfsorganisation offen. Sie erklärte aber, dass der Einsatz von Chemiewaffen international geächtet ist. Die irakischen Kräfte versuchen seit dem 19. Februar, die Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat aus West-Mossul zu vertreiben, der letzten städtischen Hochburg des IS.

+++ 17.16 Uhr: Mercedes ruft rund weltweit eine Million Autos zurück +++

Aufgrund eines defekten Bauteils, das einen Brand im Motorraum auslösen kann, muss Mercedes weltweit rund eine Million Autos zurückrufen. Allein in Deutschland soll dies 150.000 Wagen der A-, B-, C- und E-Klasse sowie die Modelle CLA, GLA und GLC betreffen. In den USA soll der Fehler in rund 354.000 Fahrzeugen der Modelljahrgänge 2015 bis 2017 auftreten. In rund 50 Fällen sei es weltweit zum Schmelzen von Plastikverkleidungen, Rauchentwicklungen und Feuer gekommen. Über Verletzungen oder Todesfälle sei bisher nichts bekannt.

+++ 16.58 Uhr: 44 Rinder aus einem Stall gestohlen +++

Erneut hat es im Osten Deutschlands einen Viehdiebstahl gegeben - diesmal in Sachsen: In Spreetal sind 44 Rinder aus einem Stall gestohlen worden. Unbekannte drangen nach Polizeiangaben am frühen Morgen in das Gebäude ein und nahmen 21 Kälber und 23 Jungrinder mit. Zudem stahlen die Täter Weidezäune und Folien. Der Eigentümer bezifferte den Schaden auf rund 35.000 Euro. Im benachbarten Brandenburg sind Fälle von Viehdiebstahl bereits länger ein Thema. "Wir stehen mit den Kollegen im Austausch und prüfen einen Zusammenhang", erklärte ein Polizeisprecher.

+++ 16.51 Uhr: Auch Veranstaltung mit türkischem Minister in Frechen abgesagt +++

Eine Veranstaltung mit dem türkischen Wirtschaftsministers Nihat Zeybekci im nordrhein-westfälischen Frechen ist abgesagt worden. Der Betreiber der für den Auftritt vorgesehenen Halle habe mitgeteilt, dass diese dem Veranstalter für Sonntagabend nicht zur Verfügung stehe, teilte die zuständige Polizei in Bergheim mit. Der Vertrag zwischen dem Eigentümer der Halle und deren Betreiber schließe "ohnehin politische Veranstaltungen" aus, heißt es in der Polizeimitteilung. Zuvor war bereits ein Auftritt Zeybekcis in Köln abgesagt worden. Als Termin bleibt nun nur noch ein Großwort während eines Konzerts in Leverkusen.


+++ 16.47 Uhr: Spaniens Polizei jagt mutmaßliche Großbande von Zechprellern +++

Eine mutmaßliche Großbande von Zechprellern treibt Gastwirte in der spanischen Provinz León zur Weißglut. In den vergangenen Tagen wurden in der Region im Nordwesten des Landes mindestens zwei Fälle bekannt, bei denen Medienberichten zufolge zwischen 120 und 200 Gäste nach Speis und Trank unerkannt verschwanden, ohne die Rechnung zu bezahlen. Ermittlungen seien aufgenommen worden, wurde ein Polizeisprecher von der Zeitung "El País" zitiert. Noch könne man allerdings nicht sagen, ob es sich tatsächlich - wie angenommen - um vorsätzlich geplanten Betrug oder aber um "einen schlechten Scherz" handele.

Der erste Fall ereignete sich den Angaben zufolge vor einigen Tagen in der Gemeinde Ponferrada. Zwischen 150 und 200 Gäste einer Hochzeit seien im Restaurant "El Rincón de Pepín" praktisch alle gleichzeitig weggelaufen, noch bevor ihnen die Rechnung in Höhe "zwischen 10.000 und 12.000 Euro" präsentiert werden konnte. Am Montag wiederholte sich dann das Schauspiel in Bembibre, nur knapp 20 Kilometer von Ponferrada entfernt. Die rund 120 Gäste einer Taufe verschwanden dort kurz vor dem Dessert. Die Höhe des Schadens für das Restaurant "El Carmen": Rund 2000 Euro. "Sie rannten alle plötzlich wild davon. Das Personal konnte die Flucht bei so vielen Gästen nicht verhindern", sagte der Restaurantchef dem Portal "Leonoticias".

+++ 16.21 Uhr: Cavusoglu trifft Gabriel am 8. März in Deutschland +++

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu kommt nächste Woche nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zusammen. Das Treffen sei in Deutschland für den 8. März geplant, meldete Anadolu nach einem Telefonat der Minister unter Berufung auf diplomatische Kreise.

+++ 16.06 Uhr: 44-Jähriger will von Hamburg nach Shanghai joggen +++

Er will von der Elbphilharmonie bis nach Shanghai laufen: Der Sportler Kai Markus Xiong hat in Hamburg sein Projekt vorgestellt. In 235 Tagen wolle er von Deutschland aus über Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan bis nach Shanghai in China joggen, sagte er. Der 44-Jährige will am 12. März starten. Die Ankunft in der Partnerstadt Hamburgs sei für Anfang November geplant. Rund die Hälfte der insgesamt mindestens 12.000 Kilometer langen Strecke gehe durch China. Dabei wolle er ungefähr sieben bis zehn Stunden am Tag laufen, das seien ungefähr 60 bis 80 Kilometer am Tag. Alle sieben bis neun Tage wird er nach eigenen Angaben einen Tag Pause machen, um in einer Stadt die Kultur des Landes kennenzulernen. 30 bis 40 Paar Schuhe werde er ungefähr brauchen. Der Läufer wird bei seinem Projekt von einem Fahrzeug begleitet, das immer eine Station vorausfährt. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat nach Angaben des Senatpressesprechers für das Projekt die Schirmherrschaft übernommen.

+++ 15.45 Uhr: Massengräber mit Kinderleichen in Ex-Mutter-Kind-Heim gefunden +++

Ermittler haben in einem ehemaligen Heim für unverheiratete Mütter in Irland Massengräber mit Kinderleichen entdeckt. Wie eine Untersuchungskommission in Dublin mitteilte, wurden in unterirdischen Kammern im westirischen Tuam "erhebliche Mengen" menschlicher Überreste gefunden. Einige der Leichen seien untersucht worden. Es handelt sich demnach um Föten und Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren.

Das Heim in Tuam wurde von 1925 bis 1961 von der katholischen Kirche betrieben. Die Leichen stammen der Untersuchungskommission zufolge höchstwahrscheinlich aus dieser Zeit. "Die Kommission ist schockiert von dieser Entdeckung und ermittelt weiterhin, wer verantwortlich für die Entsorgung menschlicher Überreste in dieser Art war", hieß es in einer Mitteilung. Eine Kommission untersucht im Auftrag der Regierung Hinweise auf Missbrauch in ehemaligen Mutter-Kind-Heimen in dem streng katholischen Land.

+++ 15.01 Uhr: Dieb schläft in Gästezimmer ein - und will nicht mehr weg +++

Ein sturzbetrunkener Dieb ist in Niedersachsen in ein Einfamilienhaus eingebrochen und dort im Gästezimmer eingeschlafen. Als die Bewohner kurz vor Mitternacht zu ihrem Haus in Lamstedt zurückkehrten, fanden sie den wildfremden Gast, teilte die Polizei mit. Der 31-Jährige, der durch die unverschlossene Haustüre gekommen war, weigerte sich, das Haus zu verlassen, so dass die Bewohner die Polizei riefen. Doch die Beamten hatten zunächst auch nicht mehr Glück. Der Betrunkene wehrte sich nach Leibeskräften. Am Ende verfrachteten sie den polizeibekannten Mann auf die Wache. Bei seiner Durchsuchung fanden sie Diebesgut.

+++ 14.45 Uhr: Merkel besucht Trump Mitte März +++

In wenigen Tagen ist es soweit: Dann trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters reist die Kanzlerin am 14. März zu Gesprächen nach Washington. Dies will die Agentur aus Regierungskreisen erfahren haben. "Wir dementieren das nicht", bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert den Termin auf Anfrage indirekt. Trump hatte Merkel im Wahlkampf zum Teil in harten Worten attackiert - vor allem wegen ihrer Flüchtlingspolitik.

+++ 13.50 Uhr: William und Kate kommen im Juli nach Deutschland +++

Großbritanniens Prinz William (34) und Herzogin Kate (35) kommen im Juli nach Deutschland. Das teilte der Kensington-Palast mit. "Der Herzog und die Herzogin werden einen offiziellen Besuch von Polen und Deutschland auf Wunsch des Außenministeriums machen", hieß es in einer knappen Mitteilung auf Twitter. Wann genau die Reise stattfinden soll, welche Orte die britischen Royals in Deutschland besuchen und wen sie treffen werden, teilte der Palast auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur noch nicht mit. Auch die Frage, ob Prinzessin Charlotte (1) und Prinz George (3) ihre Eltern begleiten werden, kommentierte eine Sprecherin nicht.

+++ 13.33 Uhr: Neue Clownfrösche am Amazonas entdeckt +++

Ein internationales Forscherteam hat im Amazonasgebiet zwei neue Clownfrosch-Arten entdeckt. Die bunt gefärbten Amphibien seien wegen des kleinen Verbreitungsgebiets wahrscheinlich bedroht, berichtete der Biologe Martin Jansen vom Frankfurter Senckenberg-Forschungsinstitut. Clownfrösche, deren Namen sich auf ihre auffällig schöne Färbung bezieht, sind im Amazonasbecken weit verbreitet. Bisher seien die neu entdeckten Populationen aber fälschlicherweise einer anderen Art zugeordnet worden, sagte Jansen. Die in Peru und Bolivien lebenden Frösche konnten erst mit Hilfe von DNA-Untersuchungen als eigenständig klassifiziert werden.

Nach Ansicht der Wissenschaftler aus sechs Ländern, die dazu heute eine Studie im Fachjournal "PlOS ONE" veröffentlichten, wird die Zahl der Froscharten am Amazonas unterschätzt. Auch vermeintlich verbreitete Arten müssten als gefährdet gelten. Jansen forderte eine komplette Bestandsaufnahme, da die Region durch Abholzung und Klimawandel sowie der Suche nach Rohstoffen stark bedroht sei. In den vergangenen Jahrzehnten seien 810 000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden.

+++ 12.43 Uhr: Türkischer Wirtschaftsminister soll nun in Frechen auftreten +++

Nach der Ablehnung durch die Stadt Köln soll der Auftritt des türkischen Wirtschaftsministers Nihat Zeybekci am Sonntag nun im nahe gelegenen Frechen stattfinden. Zeybekci will dort am Sonntagabend ab 18.30 Uhr sprechen, wie aus dem Kalender des Koordinationszentrums für die Auslandswähler der türkischen Regierungspartei AKP hervorgeht. Die Stadt Köln hatte sich zuvor geweigert, der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) einen Saal im Bezirksrathaus Porz für eine Veranstaltung mit Zeybekci zu vermieten. Am Donnerstag hatte die baden-württembergische Stadt Gaggenau einen Auftritt von Justizminister Bekir Bozdag in ihrer Festhalle untersagt.

+++ 12.38 Uhr: Mädchen stirbt womöglich nach Unfall mit Krankenbett in Klinik +++

Vermutlich nach einem Unfall mit dem Krankenbett ist ein Mädchen in Thüringen gestorben. Die Zehnjährige sei am 17. Februar unter dem Bett mit schwersten Kopfverletzungen gefunden worden, die schließlich zu ihrem Tod führten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mühlhausen. Es werde davon ausgegangen, dass das Kind wohl unter das Bett im Südharz Klinikum Nordhausen gekrabbelt ist, um etwas zu suchen. Dabei habe es wohl selbst den Senkmechanismus des Bettes ausgelöst. Das Mädchen wurde in der Kinder- und Jugendpsychiatrie behandelt.

Die Staatsanwaltschaft ermittle, um die Ursache für den Tod des Mädchens zu klären - und auch, ob jemand daran Schuld habe. "Es ist noch völlig ergebnisoffen", sagte der Sprecher. Bislang gebe es keinen Hinweis auf eklatante Verletzungen der Sorgfaltspflicht durch das Personal.

+++ 12.28 Uhr: Mutiger 10-Jähriger hilft Obdachlosem +++

Ein Junge in Lübeck ist einem offenbar Obdachlosen zu Hilfe geeilt und dabei selbst zum Opfer geworden. Der Schüler hatte gestern gegen acht Uhr früh in einer Grünanlage eine Körperverletzung beobachtet, wie die Polizei mitteilte. Dabei soll ein Mann einen Obdachlosen zunächst getreten und ihm anschließend ins Gesicht geschlagen haben. Der 10-Jährige sei mit seinem Fahrrad an die Personen herangefahren und habe den Tatverdächtigen aufgefordert, damit aufzuhören, erklärte die Polizei. Daraufhin habe der Unbekannte von seinem Opfer abgelassen und dem Kind gegen sein Knie getreten, ehe er sich zu Fuß vom Tatort absetzte. Der Junge habe Schmerzen verspürt und seiner Mutter von dem Vorfall erzählt. Diese sei mit ihm zum Arzt gegangen und habe sofort Anzeige erstattet.

Die Ermittler suchen nun nach einem etwa 1,85 Meter großen schlanken Mann, der zur Tatzeit ein dunkelblaues Kapuzenshirt (Kapuze auf dem Kopf), eine hellblaue Jeans und weiß-blaue Turnschuhe trug. Der erwachsene Geschädigte hatte laut Polizei braune Haare und einen Vollbart.

+++ 12.06 Uhr: Polizei gibt nach Bombendrohung in Gaggenau Entwarnung +++

Das abgesperrte Rathaus von Gaggenau

Das abgesperrte Rathaus von Gaggenau: Mittlerweile hat die Polizei den Zugang wieder freigegeben

Nach der Bombendrohung in Gaggenau hat die Polizei Entwarnung gegeben. "Nach umfassenden Abklärungen konnte in dem Gebäude nichts Verdächtiges festgestellt werden", teilte ein Sprecher mit. Das Rathaus sei wieder freigegeben. Die Polizei hatte neben Beamten auch zwei Sprengstoffspürhunde eingesetzt. Der Betrieb in der Stadtverwaltung war für mehrere Stunden stillgelegt. Die Mitarbeiter und Bürger - unter 100 Menschen - waren nach Hause geschickt worden.

Bürgermeister Michael Pfeiffer hatte nach dem Drohanruf um kurz vor 8 Uhr das Rathaus räumen lassen. Einem Stadtsprecher zufolge begründete der unbekannte Anrufer seine Drohung mit der Absage des Auftritts des türkischen Justizministers Bekir Bozdag in Gaggenau am Donnerstag. Die Stadt hatte die Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken abgesetzt. Die türkische Seite reagierte mit massivem Protest. Bozdag wollte in Gaggenau für Zustimmung bei dem Referendum über das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem werben.

+++ 11.42 Uhr: Kinder schicken mit Papas Handy Morddrohungen an Mitschülerin +++

Übler Spaß: Zwei Kinder haben in Unterfranken mit dem Handy ihres Vaters Morddrohungen an eine Mitschülerin geschickt. Über einen Nachrichtendienst schrieben sie der Elfjährigen, dass sie verfolgt und demnächst umgebracht werde, teilte die Polizei mit. Das verunsicherte Mädchen war daraufhin am Donnerstag mit ihrem Vater zur Polizei in Bad Brückenau gegangen. Die Beamten fanden den Absender anhand der Handynummer schnell heraus.

Die zerknirschten Geschwister wurden auf der Polizeistation ausführlich belehrt. Die zehn und elf Jahre alten Kinder sind mit dem Mädchen befreundet. Dazu schreibt die Polizei: "Ob die zuvor bestehende Freundschaft zwischen den Beteiligten durch eine Entschuldigung gerettet werden kann, muss sich erst noch zeigen."

+++ 11.26 Uhr: Brief mit verdächtigem Pulver beim MDR eingegangen +++

Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Erfurt hat ein verdächtiger Brief für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Der Brief habe eine unbekannte Substanz enthalten, sagte eine Polizeisprecherin. Spezialisten von Feuerwehr und Polizei untersuchten das Pulver, ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Laut Polizei gab es keine Verletzten. Der Brief ging in der Poststelle des Landesfunkhauses ein, die versiegelt worden sei.

+++ 11.10 Uhr: Bisher keine Hinweise auf Bombe in Gaggenau +++

Nach der Bombendrohung im Rathaus von Gaggenau gibt es nach Angaben der badischen Stadt noch keine Hinweise auf einen Sprengsatz in der Behörde. Bisher sei kein verdächtiger Gegenstand gefunden worden, sagte Bürgermeister Michael Pfeiffer. Der Betrieb in der Stadtverwaltung sei stillgelegt, die Mitarbeiter und Bürger - unter 100 Menschen - seien nach Hause geschickt worden. Auch Spürhunde sollen bei der Suche helfen, wie die Polizei mitteilte.

Die Stadt hatte am Donnerstag eine Veranstaltung mit dem türkischen Justizminister Bekir Bozdag in ihrer Festhalle wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Der Oberbürgermeister der 30.000-Einwohner-Stadt, Christof Florus, habe wegen der Geschehnisse seinen Urlaub unterbrochen und sei auf dem Rückweg nach Gaggenau, sagte Bürgermeister Pfeiffer. Aus Sorge um die Sicherheit seiner Mitarbeiter hatte er am Morgen nach einem Drohanruf von einem Handy die Stadtverwaltung räumen lassen. 

+++ 10.53 Uhr: Juppé würde Präsidentschaftskandidaten Fillon bei Rückzug ersetzen +++

Der frühere französische Premierminister Alain Juppé würden den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon nach dessen möglichem Rückzug ersetzen. Das verlautete aus Juppés Umfeld. Bislang hatte der Bürgermeister von Bordeaux abgelehnt, für Fillon einzuspringen, sollte dieser wegen der Scheinbeschäftigungsaffäre auf seine Kandidatur zu verzichten.

+++ 10.37 Uhr: Zoll rettet mit Klebeband umwickelte Schildkröten aus Koffer +++

Eine der mit Klebeband umwickelten Schildkröten

Eine der mit Klebeband umwickelten Schildkröten. Zollbeamte haben zwei der Tiere bei einer Kontrolle am Münchner Flughafen entdeckt.

Auf qualvolle Weise haben Reisende zwei lebende Schildkröten in ihrem Gepäck transportiert. Die Breitrandschildkröten waren mit Klebeband umwickelt, in Plastiktüten gepackt und mit Koffergurten festgeschnallt, damit sie sich nicht bewegen konnten, wie das Hauptzollamt München mitteilte. Die Beamten hatten die Tiere bei einer Kontrolle am Flughafen entdeckt. Das Ehepaar habe gesagt, dass es die Tiere in einem Park in Athen gefunden habe. Sie seien für die Kinder als Mitbringsel gedacht.

Zu dem unsachgemäßen Transport hüllte sich das Duo in Schweigen. Gegen beide wurde ein Strafverfahren eingeleitet, das nach Angaben einer Zollsprecherin mit einer Geldstrafe enden könnte. "Die Schildkröten sind nach den einschlägigen Artenschutzbestimmungen streng geschützt", sagte sie. Sie hätten den Transport weitestgehend unbeschadet überstanden und würden nun in einer Tierauffangstation gepflegt. Eventuell sollten sie zurück nach Griechenland gebracht werden. Dann müsse das Ehepaar auch die Transportkosten übernehmen.

+++ 10 Uhr: VfB Stuttgart trennt sich offenbar von Großkreutz +++

Nach Informationen von Sky Sport News hat sich der Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart von Weltmeister Kevin Großkreutz getrennt. Der nächtliche Streifzug und der anschließende Krankenhausaufenthalt des Rechtsverteidigers habe zum Ende der Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung geführt, berichtete der Sender. Darauf hätten sich Club und Profi geeinigt. Wie die "Bild"-Zeitung online schrieb, wurde die Trennung nach einem zweistündigen Gespräch mit Großkreutz vereinbart.

Großkreutz war in der Nacht auf Dienstag mit Jugendlichen unterwegs und aus einer anderen Gruppe heraus angegriffen worden. Der VfB war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

+++ 9.08 Uhr: Türkischer Außenminister droht Deutschland +++

Im Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter hat Ankara Berlin vor Konsequenzen gewarnt. "So kann es nicht weitergehen", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. "Wenn Sie mit uns arbeiten wollen, müssen Sie lernen, wie Sie sich uns gegenüber zu verhalten haben." Die Türkei werde die Behandlung ansonsten "ohne Zögern mit allen Mitteln" erwidern. "Dann müssen Sie an die Folgen denken." Welche das wären, sagte er nicht. Das türkische Volk sei einem "systematischen Druck" durch Deutschland ausgesetzt, werde sich aber nicht einschüchtern lassen, betonte der Minister. "Sie müssen uns als ebenbürtigen Partner betrachten. Die Türkei untersteht Ihnen nicht. Sie sind nicht der Chef der Türkei. Sie sind nicht erste Klasse und die Türkei zweite Klasse."

Cavusoglu warf der Bundesregierung vor, das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem in der Türkei verhindern zu wollen. "Sie arbeiten für ein 'Nein'", sagte er. "Sie wollen sich einer starken Türkei in den Weg stellen."

+++ 9.02 Uhr George W. Bush lacht über Kampf mit Regen-Poncho +++

Ex-US-Präsident George W. Bush amüsiert sich über Fotos, die ihn dabei zeigen, wie er bei der Amtseinführung von Donald Trump einen Regen-Poncho überziehen will. "War das das erste Mal, dass Sie solch einen Umhang angezogen haben?", fragte ihn Moderatorin Ellen DeGeneres (59) in ihrer Fernseh-Show. "Es sieht zumindest so aus", antwortete der gut aufgelegte 70-Jährige. Bush hatte den Bildern zufolge extreme Probleme, den durchsichtigen Poncho überzustreifen und gab am Ende sichtlich genervt auf. DeGeneres zeigte ihm Fotos seiner Mutter in einer ähnlichen Situation. "Das ist genetisch", witzelte der Republikaner. Von der Moderatorin bekam er dann einen neuen Poncho geschenkt - mit einer Art Bedienungsanleitung.

Bush, der von 2001 bis 2009 Präsident der USA war, stellte in der Sendung seinen Bildband "Portraits of Courage" vor. Der zeigt Porträts von 98 verwundeten Soldaten. Er habe vor fünf Jahren seine Leidenschaft für das Malen entdeckt, sagte Bush. Ihm sei nach dem Ende seiner Präsidentschaft "langweilig" gewesen.

+++ 8.59 Uhr: Bombendrohung in Gaggenau +++

Im Rathaus von Gaggenau in Baden-Württemberg ist am Morgen eine Bombendrohung eingegangen. Der Anrufer begründete die Drohung mit der Absage des Auftritts des türkischen Justizministers Bekir Bozdag in der Stadt, wie der Leiter des Bürgerservices, Dieter Spannagel, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Das Gebäude wurde vorsorglich geräumt und von der Polizei durchsucht.

+++ 8.35 Uhr: Fast 50 Passagiere von festsitzender Fähre auf der Elbe gerettet +++

Feuerwehr und Polizei haben auf der Elbe in Hamburg fast 50 Passagiere von einem festsitzenden Ausflugsschiff geholt. Die ehemalige Fähre fuhr am Donnerstagabend bei Ebbe auf einen in den Fluss ragenden kleinen Damm auf und kam nicht mehr frei, wie die Feuerwehr am Freitag in der Hansestadt mitteilte.

Feuerwehr und Wasserschutzpolizei brachten die 47 Passagiere an das nahe gelegene Ufer und ließen sie vorsichtshalber von Notärzten in Augenschein nehmen. Verletzt wurde aber niemand. Der Kapitän und der Eigner des für Ausflüge und Feiern vermieteten Schiffs blieben weiter an Bord.

+++ 8.24 Uhr: Türkische Gemeinde in Deutschland kritisiert Absage in Gaggenau +++

Der stellvertretende Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland hält die Absage eines Wahlkampfauftritts des türkischen Justizministers in Baden-Württemberg für falsch. Demokratische Regeln müssten beachtet werden, forderte Atila Karabörklü am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beachte zwar die Verfassung des Landes nicht. "Das heißt aber nicht, dass wir eine Antwort auf dieser Ebene geben müssen." Er hoffe, dass Angela Merkel den Streit beruhigen könne, fügte Karabörklü hinzu.

+++ 7.14 Uhr: Missglückter Überfall auf Geldtransporter in Berlin - Auto angezündet +++

Drei Unbekannte haben vergeblich versucht, einen Geldtransporter in Berlin-Marzahn zu überfallen - und sind spektakulär geflüchtet. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, rammte ein Auto am Donnerstagabend den Geldtransporter frontal, um ihn zum Stehen zu bringen. Währenddessen näherte sich von hinten ein weiteres Fahrzeug. Drei bewaffnete Männer kamen heraus und forderten die 46- und 49-jährigen Fahrer des Geldtransporters auf auszusteigen. Die Fahrer öffneten das Fahrzeug jedoch nicht und fuhren zurück auf das nahegelegene Betriebsgelände ihrer Firma. Beide erlitten einen Schock und wurden ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Die Angreifer zündeten das Auto, mit dem sie den Transporter gerammt hatten, an und flohen in dem zweiten Auto. Das Raubkommissariat ermittelt gegen die unbekannten Täter.

+++ 6.46 Uhr: Verdächtiger Nordkoreaner nach Tod von Kims Halbbruder freigelassen +++

Nach dem mutmaßlichen Giftanschlag auf den Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist der einzige festgenommene Nordkoreaner aus dem Gewahrsam freigelassen worden. Der 47-jährige Ri Jong Chol verließ am Freitag begleitet von Sicherheitskräften die Polizeistation in Sepang südlich der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur, wo er zwei Wochen lang festgehalten worden war. Umliegende Straßen wurden abgesperrt, das Fahrzeug mit Ri an Bord wurde von einem Konvoi begleitet.

Der malaysische Generalstaatsanwalt Mohamed Apandi Ali hatte am Donnerstag erklärt, dass Ri freikomme, weil es nicht genügend Beweise für eine Anklage gebe. 

+++ 5.51 Uhr: Helfer retten knapp 1000 Flüchtlinge aus Seenot +++

Mehrere Boote haben auf dem Mittelmeer knapp 1000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die italienische Küstenwache berichtete in der Nacht zu Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter von sechs Rettungsmissionen, bei denen insgesamt rund 970 Menschen gerettet worden seien. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen schrieb, allein ihr Rettungsschiff "Aquarius" habe 101 Menschen aufgenommen. Ein Bild der Organisation zeigt gerettete Flüchtlinge, die aus einem Schlauchboot auf das Schiff umsteigen. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben in diesem Jahr bereits fast 500 Flüchtlinge bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren.

+++ 4.45 Uhr: Wählen ab 16? SPD und Grüne für niedrigeres Wahlalter +++

SPD und Grüne wollen das Wahlalter nach der nächsten Bundestagswahl von 18 auf 16 Jahre senken. SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es gibt bereits heute ein Ungleichgewicht zwischen den berechtigten Interessen der Jungen gegenüber denen der Senioren. Es ist nur fair, den Jüngeren mehr politisches Gewicht zu geben." Die SPD will die Forderung in ihr Wahlprogramm aufnehmen, das im Juni beschlossen werden soll. Auch die Grünen sind seit langem dafür. "Wir wollen die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, damit Jugendliche Politik aktiv mitgestalten", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. "Kinder und Jugendliche werden in einer überalternden Gesellschaft eine kleiner werdende Gruppe, deshalb ist es umso wichtiger, sie frühzeitig in politische Prozesse einzubinden", sagte sie der dpa.

+++ 4.34 Uhr: Anklage nach grausamer Gesichtsverstümmelung in Hessen +++

Mit einem Messer soll ein 19 Jahre alter Mann einem 18-Jährigen in Hessen grausam das Gesicht verstümmelt haben - nun hat die Staatsanwaltschaft Hanau Anklage erhoben. Der Vorwurf lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung, wie Oberstaatsanwalt Dominik Mies der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der mutmaßliche Täter, der sich zu den Geschehnissen im Oktober in Schlüchtern bislang nicht äußerte, sei heimtückisch, grausam und auch geplant vorgegangen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 19-Jährige dem 18-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand in die Augäpfel und den Hals gestochen haben. Das Opfer, das später in einer Klinik notoperiert werden musste, hat nach aktuellem Stand sein Augenlicht so gut wie verloren. Sein Sehvermögen gehe gegen Null, sagte Mies. 

+++ 3.58 Uhr: 800 Liter ätzender Flüssigkeit treten aus - keine Gefahr für Anwohner +++

In der Halle einer Speditionsfirma in der Nähe von Kassel sind 800 Liter einer ätzenden Flüssigkeit ausgetreten. Der Unfall ereignete sich beim Verladen eines Containers auf dem Gelände der Firma in Homberg/Efze in Nordhessen, wie die Polizei in der Nacht zum Freitag mitteilte. Eine Gefahr für Anwohner bestand nicht. Zwei Mitarbeiter der Spedition klagten nach dem Vorfall am späten Donnerstagabend über Übelkeit und Kreislaufschwäche und wurden zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. 

+++ 3.33 Uhr: Nach Oscar-Patzer: Bodyguards für verantwortliche Mitarbeiter +++

Nach dem Patzer mit vertauschten Umschlägen bei der Oscar-Verleihung am Sonntag haben die verantwortlichen Mitarbeiter nun Sicherheitskräfte an ihrer Seite. Die Häuser der beiden Mitarbeiter Brian Cullinan und Martha Ruiz seien von vielen Leuten umlagert, teilte ein Sprecher der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) am Donnerstag dem Branchenblatt "Hollywood Reporter" mit. Daher seien besondere Schutzmaßnahmen nötig. Das Unternehmen habe zudem Hunderte Beschwerde-E-Mails von verärgerten Oscar-Zuschauern erhalten. Seit Jahrzehnten ist PricewaterhouseCoopers bei der Oscar-Vergabe für die Auszählung der Stimmen und die Übergabe der Gewinner-Umschläge bei der Preisverleihung zuständig.


+++ 2.53 Uhr: Zementlaster prallt auf Reisebus: Zehn Tote und 38 Verletzte in China +++

Bei einem Busunglück in China sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Weitere 38 wurden verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Ein Zementlaster prallte im Südwesten des Landes auf einen Reisebus mit 47 Insassen. Das Unglück ereignete sich am späten Donnerstagabend im Kreis Yun nahe der Stadt Lincang in der Provinz Yunnan. Der Bus, der auf dem Weg von Gengma in die Provinzhauptstadt Kunming war, überschlug sich. Neun Insassen waren sofort tot. Ein Opfer erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

+++ 2.46 Uhr: US-Vize Pence benutzte offenbar privates E-Mailkonto als Gouverneur +++

US-Vizepräsident Mike Pence hat laut einem Medienbericht als Gouverneur von Indiana ein privates E-Mailkonto für dienstliche Zwecke benutzt. Pence habe den Account regelmäßig für die Kommunikation über Amtsgeschäfte verwendet, berichtete die Zeitung "The Indianapolis Star" am Donnerstagabend (Ortszeit). Im vergangenen Sommer sei auf das Konto ein Hackerangriff verübt worden. 

Die Zeitung hatte eine Anfrage nach öffentlichen Dokumenten gestellt und daraufhin Einsicht in E-Mails von Pence erhalten. Diese zeigten, dass er sein AOL-Konto etwa dafür benutzt habe, um mit Beratern über Sicherheitstore an seinem Wohnsitz oder die Reaktion des Bundesstaates auf Terrorattacken zu kommunizieren. In einer anderen E-Mail sei es um die Festnahmen mehrerer Männer gegangen, gegen die Vorwürfe im Zusammenhang mit Terrorismus erhoben wurden. Die Angelegenheit ist vor dem Hintergrund der massiven Kampagne bemerkenswert, die Donald Trump und sein Team wegen des E-Mail-Skandals gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gefahren hatten. Auch Pence hatte Clinton im Wahlkampf wiederholt kritisiert und ihr vorgeworfen, sie sei fahrlässig mit geheimen Informationen umgegangen. 

+++ 1.04 Uhr: Gewalt gegen Obdachlose nimmt zu +++

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe beklagt zunehmende Gewalt gegen Obdachlose. Seit 1989 seien 502 obdachlose Frauen und Männer durch Gewalt ums Leben gekommen. Allein 2016 seien es 17 gewesen, berichtet die "Frankfurter Rundschau" (Freitag) unter Berufung auf Zahlen der Arbeitsgemeinschaft, die dafür zum großen Teil Rechtsextremisten verantwortlich macht. "Wir beobachten in den letzten Jahren eine Zunahme von Gewalt gegen Wohnungslose. Und immer wieder haben Gewalttaten einen rechtsextremistischen Hintergrund", sagte die stellvertretende Geschäftsführerin Arbeitsgemeinschaft, Werena Rosenke, der Zeitung. Unter den mindestens 179 Todesopfern rechtsextremistischer Gewalt seit 1989 hätten demnach zirka 20 Prozent bis dahin auf der Straße gelebt.

car / AFP / DPA