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News des Tages: Oberstes Gericht: Frankreichs bekanntester Wachkomapatient Vincent Lambert darf sterben

Französischer Koma-Patient darf sterben +++ Keine Sicherungsverwahrung für Silvio S. +++ Türkisches Verfassungsgericht: Haft von Yücel rechtswidrig +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Der französische Koma-Patient Vincent Lambert

Nach langem Kampf vor Gericht: Die künstliche Ernährung für den Koma-Patienten Vincent Lambert kann abgestellt werden.

Die Kurz-Meldungen im Überblick:

  • Koma-Patient Vincent Lambert darf sterben (17.21 Uhr)
  • Vorerst keine Sicherungsverwahrung für Silvio S. (13.35 Uhr)
  • Oktoberfestbier: 12 Euro für eine Maß (13 Uhr)
  • Türkisches Verfassungsgericht erklärt Haft von Yücel für rechtswidrig (9.02 Uhr)
  • Trump begrüßt Merkel bei G20 (4.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 22.50 Uhr: Neue Justizministerin trennt sich von Staatssekretärin +++

Die neue Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) baut die Spitze ihres Hauses um. Staatssekretärin Christiane Wirtz "beendet ihre Tätigkeit im gegenseitigen Einvernehmen" mit der Ministerin, sagte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Demnach tritt die Staatssekretärin der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen, Margaretha Sudhof, Wirtz' Nachfolge an. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" von der Personalrochade berichtet.

Der Zeitung zufolge trennt Lambrecht sich von weiteren führenden Mitarbeiter wie etwa der Chefin des Leitungsstabs, der Chefin des Kabinettsreferats und vom Chef der Kommunikationsabteilung. Außerdem werde der Leiter des Ministerbüros wegen der Entwicklung auf eigenen Wunsch gehen, hieß es in dem Bericht. Es sei "eine Selbstverständlichkeit, dass eine Ministerin ihre engsten Mitarbeiter selbst aussucht", kommentierte der Ministeriumssprecher die Wechsel.

+++ 22.43 Uhr: Facebook muss in Italien eine Million Euro Strafe zahlen +++

Facebook muss in Italien wegen der Missachtung von Persönlichkeitsrechten seiner Nutzer eine Strafe von einer Million Euro zahlen. Das teilte die Datenschutzbehörde in Rom mit. Durch eine Verkettung von Facebook-Logins mit psychologischen Tests zur Erstellung von Persönlichkeitsprofilen flossen nach den Feststellungen der Behörde die Daten von 214.077 italienischen Nutzern des Netzwerks ab, ohne dass diese sich damit einverstanden erklärt hätten.

+++ 21.03 Uhr: Beobachter: Über 90 Tote bei schweren Kämpfen in Syrien +++

Bei schweren Kämpfen im Hama im Norden Syriens sind nach Berichten von Beobachtern mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben bei den Gefechten 51 Soldaten der Regierungsarmee und verbündeten Milizen, während auf der anderen Seite 45 Rebellen getötet wurden. Die Berichte ließen sich von unabhängiger Seite nicht bestätigen.

Seit April treiben syrische Regierungstruppen eine Offensive gegen Rebellen-Stützpunkte in den Provinzen Hama und Idlib voran, unterstützt von russischen Kampfflugzeugen.

+++ 20.17 Uhr: US-Regierung rechnet mit Rückgang von Grenzübertritten im Juni +++

Die US-Regierung geht davon aus, dass die illegalen Grenzübertritte von Mexiko in die USA im Juni stark zurückgegangen sind. Man rechne mit einem "signifikanten" Rückgang von bis zu 25 Prozent im Vergleich zum Mai, sagte der kommissarische Heimatschutzminister Kevin McAleenan auf einer Pressekonferenz. Er führte dies zum einen auf das verstärkte Vorgehen der mexikanischen Behörden gegen Einwanderer aus Mittelamerika zurück und zum anderen auf die Regelung, wonach Asylbewerber für die Dauer ihres Verfahrens in Mexiko bleiben müssen. Im Mai war die Zahl der Migranten, die beim illegalen Grenzübertritt festgesetzt wurden, dramatisch gestiegen. Grenzschützer nahmen mehr als 144.000 Menschen fest. 

+++ 19.37 Uhr: Nach 20 Jahren: EU und Mercosur einigen sich auf Handelsabkommen +++

20 Jahre nach dem Beginn der Verhandlungen haben sich die Europäische Union und der südamerikanische Wirtschaftsblock Mercosur auf ein umfassendes Handelsabkommen verständigt. "Wir haben eine Einigung", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Abend aus Verhandlungskreisen in Brüssel. Die Verhandlungen zu dem Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay hatten 1999 begonnen. Die brasilianische Regierung sprach von einem "historischen" Abkommen, das "eine der größten Freihandelszonen der Welt" schaffen werde. In Zeiten der "Spannungen und Unsicherheiten im internationalen Handel" hätten beide Seiten einen Kompromiss über eine "wirtschaftliche Öffnung" gefunden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Außen- und des Wirtschaftsministeriums in Brasília. In der EU und den Mercosur-Staaten leben zusammengenommen 776 Millionen Menschen.

+++ 19.16 Uhr: Präsidium des Bundestags weist AfD-Vorwurf des Rechtsbruchs zurück +++

Das Bundestagspräsidium hat sich hinter die Entscheidung von Parlamentsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) gestellt, einen Antrag der AfD-Fraktion auf einen sogenannten Hammelsprung abzulehnen. Die Fraktion hatte mit ihrem Antrag in der Nacht zu Freitag einen Abbruch der andauernden Plenarsitzung wegen vermuteter Beschlussunfähigkeit erzwingen wollen. Bei einem Hammelsprung verlassen die Abgeordneten den Saal und kehren anschließend durch verschiedene Türen wieder zurück, so dass ihre Zahl exakt festgestellt werden kann. Die AfD-Fraktion hatte Roth als Sitzungsleiterin Rechtsbruch vorgeworfen. "Das Präsidium des Bundestages ist einhellig der Auffassung, dass der Sitzungsvorstand die Vorschriften der Geschäftsordnung über die Feststellung der Beschlussfähigkeit korrekt angewendet hat", erklärte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) in einer Mitteilung.

+++ 19.14 Uhr: Tanger Med nun Hafen mit größter Kapazität am Mittelmeer +++

Marokko hat im Hafen Tanger Med an der Straße von Gibraltar am Freitag zwei neue Terminals eröffnet und verfügt nun über den Hafen mit der größten Kapazität im Mittelmeerraum. Insgesamt können dort rund neun Millionen Standardcontainer (TEU) verarbeitet werden, fast sechs Millionen mehr als bisher, wie der Hafen mitteilte. Zum Vergleich: Im Hamburger Hafen lag der Containerumschlag im vergangenen Jahr bei 8,7 Millionen Standardcontainern. Die Bauzeit betrug neun Jahre.

+++ 19.09 Uhr: Mexiko gibt 40.000 Migranten Arbeit in Fabriken an der Grenze zu den USA +++

Rund 40.000 Migranten sollen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA Arbeit in Fabriken bekommen. In der kommenden Woche werde eine entsprechende Vereinbarung mit den Montagebetrieben in Nordmexiko unterzeichnet, erklärte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador während seiner täglichen Pressekonferenz. Nach einer Schätzung seiner Regierung von Anfang Juni warten mehr als 18.000 Menschen auf der mexikanischen Seite der Grenze, um in den USA Asyl beantragen zu können. Entlang der mehr als 3000 Kilometer langen Grenze gibt es auf mexikanischer Seite zahlreiche Fabriken, in denen Einzelteile zu verschiedenen Produkten - vor allem für den Export in die USA - zusammengesetzt werden.

+++ 17.21 Uhr: Weg für Ende der künstlichen Ernährung von Komapatient Lambert ist frei +++

Der Weg zum Ende der künstlichen Ernährung für den bekanntesten Koma-Patienten Frankreichs ist frei: Im Fall von Vincent Lambert annullierte der Pariser Kassationshof als oberste Instanz ein Urteil der Vorinstanz, wie der Anwalt von Lamberts Ehefrau mitteilte. Damit könnten die Ärzte die lebenserhaltenden Maßnahmen für den 42-Jährigen "sofort" beenden. Die Mediziner der Uniklinik Reims hatten die künstliche Ernährung bereits vor gut einem Monat beendet, das Pariser Berufungsgericht ordnete aber überraschend ihre Wiederaufnahme an. Der Kassationshof urteilte nun, das Gericht sei nicht zuständig gewesen. Rechtsmittel sind nicht möglich. Die Entscheidung ist eine Niederlage für die katholischen Eltern Lamberts, die für das Leben ihres Sohnes durch alle Instanzen gegangen waren.

+++ 16.27 Uhr: Mutmaßlicher Vergewaltiger einer Elfjährigen in Psychiatrie +++

Nach der Vergewaltigung einer Elfjährigen in München ist der 43 Jahre alte Tatverdächtige in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik. Ein Richter erließ am Freitag Haftbefehl unter anderem wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern gegen den Mann. Der Deutsche kam nach Angaben der Staatsanwaltschaft München I zurück in ein psychiatrisches Krankenhaus bei München.

+++ 16.20 Uhr: Suche mit Baggern und Leichenspürhund in Wuppertal unterbrochen +++

Die Polizei hat ihre Suche nach vermissten Kindern im Garten eines 83-Jährigen in Wuppertal unterbrochen. Die Aktion werde aber fortgesetzt, kündigte ein Polizeisprecher an. "Wir haben bislang keine Beweise, dass der Mann etwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat", sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Der Verdächtige bestreite dies auch, während er den Besitz von Kinderpornografie eingeräumt habe.

Mit Baggern und begleitet von einem Leichenspürhund hatte die Polizei am Freitag damit begonnen, den Garten umzugraben. Neben einer großen Menge an Kinderpornografie waren bei dem 83-Jährigen in einem Safe Zeitungsartikel über vermisste Kinder entdeckt worden. Die Polizei startete daraufhin die aufwendige Suchaktion.

+++ 15.45 Uhr: Mutter erschlagen und einbetoniert - 13 Jahre Haft für Sohn +++

Weil er seiner Mutter mit einem Schürhaken den Schädel zertrümmert und die Leiche einbetoniert hat, muss ein Mann aus Herzberg am Harz für 13 Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Göttingen verurteilte den 48-Jährigen wegen Totschlags. Nach Überzeugung der Richter hat der berufs- und einkommenslose Angeklagte seine 74 Jahre alte Mutter am 22. September 2017 im Streit erschlagen. Dabei sei es möglicherweise auch um die Weigerung der Seniorin gegangen, weiter für den Unterhalt des Sohnes aufzukommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 6 Ks 11/18)

+++ 13.35 Uhr: Vorerst keine Sicherungsverwahrung für Kindermörder Silvio S. +++

Im Revisionsprozess gegen den Kindermörder Silvio S. ist vorerst keine Sicherungsverwahrung angeordnet worden. Die Richter in Potsdam setzten jedoch den Vorbehalt, dass vor einer möglichen Haftentlassung erneut von einem Gericht über die Anordnung der Sicherungsverwahrung entschieden werden muss. Der 36-Jährige war nach den Morden an den beiden Jungen Elias und Mohamed vor drei Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht stellte auch eine besondere Schwere der Schuld fest, was eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren Haft erheblich erschwert. 

+++ 13.46 Uhr: Erstes Missbrauchsopfer sagt als Zeugin im Lügde-Prozess aus +++

Im Prozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in Lügde bei Detmold ist ein mutmaßliches Opfer als erste Zeugin angehört worden. Auf Antrag der Anwältin, die die junge Frau vertritt, wurde die Öffentlichkeit dafür vorübergehend ausgeschlossen. Auf ausdrücklichen Wunsch der Zeugin sollten die drei Angeklagten, die am Donnerstag allesamt gestanden hatten, während ihrer Befragung im Saal des Detmolder Landgerichts bleiben. 

+++ 12.59 Uhr: Oktoberfestbier immer teurer: Wiesn-Maß kostet fast zwölf Euro +++

Das Bier auf dem Oktoberfest wird auch dieses Jahr teurer. Die Maß kostet bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres. Durchschnittlich steigt der Bierpreis um 3,11 Prozent, wie die Stadt München am Freitag mitteilte. Unter 10,80 Euro ist die Maß in diesem Jahr nicht mehr zu haben. Das Oktoberfestbier wird speziell für die Wiesn gebraut. Es hat mehr Stammwürze und einen höheren Alkoholgehalt als andere helle Biere. Die Wiesn beginnt am 21. September und dauert bis zum 6. Oktober.

+++ 12.34 Uhr: Einsturz von Bergwerk im Kongo: Inzwischen 43 Tote +++

Nach dem Einsturz von Teilen eines Bergwerks im Kongo ist die Zahl der Getöteten auf 43 gestiegen. Dies sagte der Gouverneur der Provinz Lualaba im Süden des Landes, Richard Muyej, am Freitag. Zuvor sprach er von 36 Toten. Die Suche nach Überlebenden werde voraussichtlich am Freitagnachmittag eingestellt, sagte Muyej. Teile einer Kupfermine in der Provinz Lualaba waren am Donnerstag eingestürzt.

+++ 12.21 Uhr: Tram kracht in Zürich mit Laster zusammen - Mehrere Verletzte +++

Eine Trambahn ist in Zürich mit einem Lastwagen zusammen gekracht. Dabei wurden nach ersten Erkenntnissen mehrere Menschen verletzt, wie die Stadtpolizei Zürich bei Twitter mitteilte. Die Bahn entgleiste nach der Kollision, prallte gegen einen Baum und kam an einer Mauer zum Stehen. Genauere Angaben über den Unfallhergang und die Situation machte die Polizei zunächst nicht.

+++ 12.12 Uhr: Neue "NSU 2.0."-Drohschreiben eingegangen +++

Zum wiederholten Mal sind mit "NSU 2.0" unterzeichnete Drohschreiben versandt worden. Ein solches im Juni versandtes Schreiben sei bei der Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz eingegangen, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Basay-Yildiz, die im NSU-Prozess Nebenkläger aus den Familien der Opfer der rechtsextremen Mordserie vertrat, hatte im vergangenen Jahr Drohschreiben an ihre Privatadresse erhalten, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet waren. Darin wurde ihr und ihren Angehörigen der Tod angedroht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft richteten sich weitere der im Juni mit "NSU 2.0" unterzeichneten Drohschreiben an "Institutionen", etwa gegen die Polizei, wie es hieß. Zur Art der Drohungen gab es keine Angaben.

+++ 11.54 Uhr: Erster Hitzetoter in Spanien: 17-Jähriger erleidet bei Ernte Hitzschlag +++

Ein junger Erntearbeiter ist das erste Todesopfer der Hitzewelle in Spanien. Wie die Regionalregierung von Andalusien mitteilte, wurde der 17-Jährige am Donnerstag nach einem Hitzschlag ins Krankenhaus von Córdoba gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Der größte Teil Spaniens leidet seit Tagen unter einer für Juni unüblichen Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius.

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+++ 11.26 Uhr: Migrationspaket der "Groko" ist unter Dach und Fach +++

Das Migrationspaket der großen Koalition ist unter Dach und Fach: Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat die Neuregelung, die härtere Regeln für Abschiebung und mehr Fachkräftezuwanderung vorsieht. Abschiebekandidaten können künftig in regulären Haftanstalten untergebracht werden, falls die normalerweise für sie vorgesehenen speziellen Einrichtungen nicht vorhanden sind. Abschiebekandidaten können auch leichter in Ausreisegewahrsam genommen werden, zudem wird der neue Status einer "Duldung für Personen mit ungeklärter Identität" eingeführt.

+++ 10.56 Uhr: 70-Jähriger erstochen - Sohn festgenommen +++

Ein 45-jähriger Mann soll seinen Vater in Burscheid bei Köln auf einer Straße erstochen haben. Wie die Polizei mitteilte, war der 70-Jährige am Donnerstag niedergestochen worden. Trotz einer Notoperation starb er kurz darauf im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Spezialkräfte hätten noch am Donnerstagabend den dringend tatverdächtigen Sohn in seiner Wohnung festgenommen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Eine Mordkommission ermittelt.

+++ 10.52 Uhr: Eurofighter-Unglück: Mehrere Zehntausend Euro Schaden für Feuerwehren ++++

Nach dem Eurofighter-Unglück in Mecklenburg-Vorpommern sind mehrere an den Löscharbeiten beteiligte Feuerwehren nur noch eingeschränkt einsatzbereit. Anzüge der Feuerwehrleute seien kontaminiert - beim Verbrennen der Kampfflugzeuge seien gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt worden, sagte die Vorsteherin des Amtes Malchow (Mecklenburgische Seenplatte), Birgit Kurth,. "Die Gemeinden müssen die Schutzkleidung etlicher Kameraden neu beschaffen", sagte Kurth. Man rechne mit Kosten von mehreren Zehntausend Euro. "Das übersteigt unsere Möglichkeiten." Man hoffe, dass die Bundeswehr die Kosten ersetzen werde.

+++ 10.39 Uhr: Renten steigen um mehr als drei Prozent +++

Die Bezüge der rund 21 Millionen Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli spürbar an. In Westdeutschland können sich die Rentner über einen Zuwachs um 3,18 Prozent freuen, im Osten sind es sogar 3,91 Prozent.

Die Rentenanpassung rührt vor allem von der positiven Lohnentwicklung und somit von der konjunkturellen Lage her. Eine Rolle spielen auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern.

Das Rentenniveau steigt leicht auf 48,16 Prozent an. Es markiert das Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn und gibt Auskunft über die Absicherungskraft der Rente.

+++ 10.38 Uhr: Kein Walfang in Island +++

Erstmals seit 17 Jahren werden auf Island nach Angaben des Rundfunks in diesem Sommer keine Wale gejagt. Wie der isländische Rundfunksender Rúv berichtete, wird in diesem Jahr auch keine Jagd auf Zwergwale gemacht. Der Betrieb IP Utgerd, der demnach Zwergwale für den Verzehr auf Island fängt, will den Fang dieser Art diesmal aussetzen. Hvalur, das einzige Unternehmen, das Finnwale für den Export nach Japan fängt, ist nach Rundfunkangaben darüber hinaus zu der Einschätzung gelangt, dass die Marktbedingungen in dem asiatischen Land zu schwierig seien.

+++ 10.30 Uhr: Erneut technische Probleme bei der Commerzbank +++

Bei der Commerzbank ist es zu einer erneuten IT-Panne innerhalb von nur rund vier Wochen gekommen. "Aktuell haben wir eine Störung in der IT", teilte das Institut auf Twitter mit. Betroffen seien unter anderem Geldautomaten und Kartenzahlungen. Der Log-in in das Online-Banking sei nur eingeschränkt möglich. Die Bank arbeite an einer Lösung. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Bereits Anfang des Monats hatte eine IT-Panne für Ärger bei Kunden gesorgt. Wegen einer technischen Störung hatten Daueraufträge, Überweisungen und Lastschriften zeitweise nicht verarbeitet werden können.

+++ 09.57 Uhr: Reste der Unglücksbrücke von Genua gesprengt +++

Zehn Monate nach dem verheerenden Einsturz der Autobahnbrücke in Genua sind die beiden noch stehenden riesigen Pfeiler gesprengt worden. Es war eine Sache weniger Sekunden, Tausende Kubikmeter Stahl und Beton in einer kontrollierten Explosion zu Fall zu bringen. Im Fernsehen war zu sehen, wie nach mehreren dumpfen Knallgeräuschen die Brückenreste zu Boden gingen und Staubwolken über der Stadt aufstiegen. Es brach langer Applaus aus. Wasserkanonen bespritzten die die Baustelle, um zu verhindern, dass zu viel Staub aufwirbelt. 

Genua, Italien. Zwei verbleibende Pfeiler der Unglücksbrücke in Genua werden gesprengt. Zehn Monate nach dem Einsturz der Brücke im August 2018, mit 43 Todesopfern, sind die Abrissarbeiten in vollem Gange - auch mit dem Bau der neuen Brücke ist nun offiziell begonnen worden.

Genua, Italien. Zwei verbleibende Pfeiler der Unglücksbrücke in Genua werden gesprengt. Zehn Monate nach dem Einsturz der Brücke im August 2018, mit 43 Todesopfern, sind die Abrissarbeiten in vollem Gange - auch mit dem Bau der neuen Brücke ist nun offiziell begonnen worden.

AFP

+++ 09.02 Uhr: Türkisches Verfassungsgericht erklärt Haft von Yücel für rechtswidrig +++

Das Verfassungsgericht in Ankara hat die Untersuchungshaft des ein Jahr in der Türkei inhaftierten "Welt"-Reporters Deniz Yücel für rechtswidrig erklärt. Das Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit sei verletzt worden, urteilten die Richter, wie aus der im Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung hervorging.

Zudem erhalte Yücel einen Schadenersatz von 25.000 Türkischen Lira (rund 3800 Euro). Eine getrennte Schadenersatzklage laufe aber noch, sagte Yücels Anwalt, Veysel Ok. Dazu stehe die Entscheidung noch aus.

Yücel saß ein Jahr ohne Anklageschrift in der Türkei im Gefängnis, zeitweise in Einzelhaft. Erst im Februar 2018 kam Yücel nach politischem Tauziehen zwischen Berlin und Ankara frei und durfte ausreisen. Gleichzeitig wurde Anklage wegen Terrorpropaganda und Volksverhetzung erhoben. Der Prozess gegen den Journalisten wird am 16. Juli in Istanbul fortgesetzt.

+++08.54 Uhr: Deutschlandweit größter Drogen-Onlinehandel zerschlagen +++

Die Polizei hat den deutschlandweit größten Drogen-Onlinehandel zerschlagen. Die Plattform "Chemical Revolution" sei bei umfangreichen "operativen Maßnahmen" zwischen Mitte Februar und Ende Mai abgeschaltet worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Elf mutmaßlich Verantwortliche der Plattform seien festgenommen worden. Der Server wurde demnach durch BKA-Beamte und die französische Kriminalpolizei sichergestellt.

+++ 7.33 Uhr: Messerattacke in Linienbus - Busfahrer in Lebensgefahr +++

Nach einer Messerattacke in einem Linienbus am Düsseldorfer Flughafen befindet sich der 55-jährige Busfahrer in Lebensgefahr. Der 37-jährige mutmaßliche Täter werde voraussichtlich am Freitag einem Haftrichter vorgeführt, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die Ermittlungen zum Motiv der Tat dauerten an. Es habe sich wohl um einen gezielten Angriff gehandelt, teilte die Polizei mit. Andere Fahrgäste im Bus wurden nicht verletzt. 

Am Donnerstagabend hatte der mutmaßliche Täter den Busfahrer mit einem Messer attackiert und war anschließend gefasst worden. Der 55-jährige Busfahrer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 6.20 Uhr: Schwangere in Alabama verliert nach Schussverletzungen ihr Kind und wird angeklagt +++

Im US-Bundesstaat Alabama wird einer Frau Totschlag vorgeworfen, die angeschossen worden war und daraufhin ihr ungeborenes Kind verloren hatte. Die 27-jährige Marshae Jones wurde in dieser Woche festgenommen und angeklagt - ein Vorgehen, das für Empörung sorgte. Der Schwangeren war im Dezember in der Stadt Pleasant Grove bei einem Streit mit einer Frau fünf Mal in den Bauch geschossen worden. Jones verlor daraufhin ihr ungeborenes Baby. Das Verfahren gegen die Schützin wurde später aber eingestellt - stattdessen leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Jones ein. Der Grund: Sie soll den Streit angezettelt und weiter angeheizt haben.    

"Die Ermittlungen haben gezeigt, dass das einzig wahre Opfer das ungeborene Baby war", zitierten US-Medien den Polizisten Danny Reid. "Es war die Mutter des Kindes, die den Streit, der zum Tod ihres ungeborenen Babys führte, angefangen und weitergeführt hat."

+++ 4.30 Uhr: Trump begrüßt "großartige Freundin" Merkel beim G20 +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist beim G20-Treffen zu einem bilateralen Treffen mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Trump begrüßte Merkel betont freundschaftlich - er lobte die deutsche Regierungschefin als "fantastische Person" und "großartige Freundin". Das Verhältnis sei "grandios". 

Es gebe eine Menge Dinge zu besprechen, sagte Merkel. Herauszuheben sei, dass die deutsche Wirtschaft sehr stark auch in den Vereinigten Staaten investiere. "Wir haben nicht nur Handel, sondern auch sehr viele Investments." Trump stimmte in diesem Punkt zu. 

+++ 2.45 Uhr: Mexiko: 134 eingeschlossene Migranten aus Lkw-Anhänger befreit +++

Mexikanische Sicherheitskräfte haben 134 Migranten aus einem Lastwagenanhänger befreit. Der Anhänger wurde am Donnerstag im südöstlichen Bundesstaat Veracruz am Rande einer Autobahn entdeckt, wie Mexikos Regierung mitteilte. Die darin eingeschlossenen Menschen hätten erfolglos versucht, die Schlösser aufzubrechen. Einige von ihnen seien dehydriert gewesen, hieß es. Sie seien medizinisch versorgt worden. Mehr als die Hälfte von ihnen war den Angaben zufolge minderjährig.

+++ 2.18 Uhr: Trump trifft zum G20-Auftakt Gipfel-Gastgeber Abe +++

US-Präsident Donald Trump ist vor dem Auftakt des G20-Treffens der Staats- und Regierungschefs im japanischen Osaka mit Gipfel-Gastgeber Shinzo Abe zusammengetroffen. Mit dem japanischen Premierminister sprach Trump unter anderem über den gemeinsamen Handel - beide Länder streben ein Freihandelsabkommen an, liegen aber bei vielen Punkten im Clinch.

Trump wirft Japan - ähnlich wie China und der Europäischen Union - vor, die USA einseitig auszunutzen, etwa beim Handel. Militärisch hätten die USA die vertragliche Pflicht, Japan im Falle eines feindlichen Angriffs zu helfen - nicht aber andersherum. "Japan kann auf einem Sony-Bildschirm zusehen", sagte Trump vor wenigen Tagen in einem Interview.  

+++ 1.35 Uhr: Merkel zu G20-Gipfel in Osaka eingetroffen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zum G20-Gipfel in der japanischen Wirtschaftsmetropole Osaka eingetroffen. Die Kanzlerin landete am Freitag auf dem Flughafen Kansai in der Präfektur Osaka. Das Gipfeltreffen der großen Industrie- und Schwellenländer wird am Vormittag (04.15 Uhr MESZ) eröffnet. Für den ersten Tag sind zwei Arbeitssitzungen anberaumt: Beim ersten Treffen soll es um eine Lagebeurteilung der schwächelnden Weltwirtschaft gehen, bei der zweiten Arbeitssitzung stehen die Themen Innovation und künstliche Intelligenz im Mittelpunkt.

Angela Merkel, wie sie unzufrieden schaut.

+++ 1.08 Uhr: Repräsentantenhaus stimmt für milliardenschweres Grenzhilfspaket +++

Das US-Repräsentantenhaus hat ein Gesetz verabschiedet, das 4,6 Milliarden US-Dollar für die Bekämpfung der humanitären Krise an der Grenze zu Mexiko bereitstellen soll. Das Paket passierte die Kammer mit 305 zu 102 Stimmen. Es wird erwartet, dass Präsident Donald Trump die Maßnahme unterzeichnen wird. 

Die Entwicklung gilt als Niederlage für die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Sie wollte der Regierung eigentlich strengere Auflagen bei der Unterbringung von Migrantenkindern auferlegen, konnte sich dabei aber nicht gegen die Republikaner und einige Mitglieder ihrer eigenen Partei durchsetzen. 

+++ 0.25 Uhr: Apple kündigt Abgang von Chefdesigner Jony Ive an +++

Der iPhone-Riese Apple verliert einen seiner wichtigsten und bekanntesten Manager. Chefdesigner Jony Ive werde das Unternehmen verlassen, um eine eigene Firma zu gründen, teilte Apple nach US-Börsenschluss mit. "Jony ist eine einzigartige Persönlichkeit in der Design-Welt und seine Rolle bei Apples Revival kann nicht stark genug betont werden", erklärte Konzernchef Tim Cook.

vit / fs / DPA / AFP