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News des Tages: Geiselnahme in Frankreich: Alle Geiseln aus Bar bei Toulouse befreit

Großbritannien nimmt an EU-Wahl teil +++ Porsche muss 535 Millionen Euro wegen Dieselskandal zahlen +++ Pompeo sagt Deutschland-Besuch ab +++ E-Scooter doch nicht auf Gehwegen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Polizeiaufgebot in Toulouse

Polizeiaufgebot in Toulouse

AFP

Die Meldungen des Tages im Kurz-Überblick:

  • Alle Geiseln in Toulouse frei (21.24 Uhr)

  • Großbritannien nimmt an der Europawahl teil (16.17 Uhr)

  • Schweden: Arzt wegen Missbrauchs von 50 Kindern verurteilt (15.53 Uhr)

  • Dieselskandal: Porsche muss 535 Millionen Euro Bußgeld zahlen (13.39 Uhr)

  • US-Außenminister Pompeo sagt Besuch in Deutschland ab (11.22 Uhr)

  • Myanmar lässt Reuters-Journalisten frei (5.09 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.04 Uhr: Verletzte bei Schüssen in Schule in USA +++ 

Unbekannte haben in einer Schule südlich von Denver im US-Bundesstaat Colorado das Feuer eröffnet. Das Büro des Sheriffs von Douglas County teilte auf Twitter mit, zwei Menschen seien verletzt worden. Polizisten suchten am Dienstagnachmittag (Ortszeit) nach einem oder mehreren möglichen Schützen. Die Lage sei noch "instabil". Nähere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Das Büro des Sheriffs kündigte eine Pressekonferenz an.

+++ 22.04 Uhr: US-Außenminister Pompeo zu Besuch in Bagdad +++ 

US-Außenminister Mike Pompeo ist am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch in Bagdad gelandet. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Abend aus irakischen Regierungskreisen erfuhr, sollte Pompeo dort Iraks Regierungschef Adel Abdul Mahdi treffen. Der Chefdiplomat aus Washington hatte zuvor kurzfristig seinen für Dienstag geplanten Berlin-Besuch "aufgrund dringender Angelegenheiten" abgesagt.

+++ 21.24 Uhr: Polizei:  Alle Geiseln aus Bar bei Toulouse befreit +++ 

Alle vier Frauen, die nahe dem südfranzösischen Toulouse als Geiseln genommen wurden, sind frei. Das teilte die Polizei mit. Demnach habe der Geiselnehmer die erste Frau gegen 20.00 Uhr aus einer Bar im Vorort Blagnac freigelassen. Bei dem Verdächtigen handele sich um einen 17-jährigen Mann, hieß es. Er verschanzte sich demnach weiter. Der Mann sei bereits im Februar im Zusammenhang mit den "Gelbwesten"-Protesten festgenommen worden, verlautete aus Ermittlungskreisen. Er habe sich als "bewaffneten Arm der 'Gelbwesten'" bezeichnet.     

Der Vorfall ereignete sich in einer Bar mit einem Büro für Sportwetten in der Nähe des Flughafens von Toulouse. Die Geiselnahme begann um etwa 16.00 Uhr. Elitepolizisten der Spezialeinheit Raid waren im Einsatz. Der Mann drohte nach Angaben eines Ermittlers damit, auf die Beamten zu schießen. Die Polizei riegelte die Umgebung des Tatorts ab.  

+++ 21.23 Uhr: UN will mit neuer Software gegen reisende Terroristen vorgehen +++ 

Nach derNiederlage der Terrormiliz Islamischer Staat wollen die Vereinten Nationen stärker gegen reisende Terroristen vorgehen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres stellte in New York eine neue Software vor, mit der Länder sich besser über die Bewegungen von Extremisten austauschen sollen. IS-Kämpfer, die nun aus dem Nahen Osten in ihre jeweiligen Heimatländer nach Hause zurückkehren wollen, stellten eine "große transnationale Bedrohung" dar, sagte Guterres. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge hatten sich etwa 40 000 Menschen aus 110 Ländern in den vergangenen Jahren dem Kampf des IS in Syrien und dem Irak angeschlossen. Die Sicherheitsbehörden unter anderem in Deutschland befürchten, dass die Dschihadisten in ihrer Heimat den Kampf fortführen und die IS-Ideologie verbreiten wollen.

+++ 20. 51 Uhr: Ermittlungen gegen Oppositionelle in Venezuela wegen Umsturzversuchs +++ 

Nach dem gescheiterten Umsturzversuch in Venezuela hat der Oberste Gerichtshof ein Ermittlungsverfahren gegen sieben oppositionelle Abgeordnete zugelassen. Ihnen werde unter anderem Vaterlandsverrat, Rebellion und Verschwörung vorgeworfen, teilte das Gericht mit. In der vergangenen Woche hatte der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó einige Soldaten auf seine Seite gezogen und den seit Jahren inhaftierten Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Hausarrest befreit. Der Umsturzversuch gegen Präsident Nicolás Maduro scheiterte allerdings zunächst, weil der Großteil des Militärs Guaidós Aufruf nicht folgte und der sozialistischen Regierung die Treue hielt.

+++ 19.39 Uhr: Wehrbeauftragter hält Bundeswehr-Einsatz in Niger für rechtswidrig +++

Der Wehrbeauftragte des Bundestags bezweifelt laut einem "Spiegel"-Bericht, dass ein Ausbildungseinsatz deutscher Spezialkräfte im afrikanischen Niger rechtmäßig ist. In einer vertraulichen Sitzung des Verteidigungsausschusses monierte Hans-Peter Bartels demnach, dass in Niger rund 20 Kampfschwimmer der Marine einheimische Spezialkräfte ausbilden - jedoch ohne ein entsprechendes Mandat des Bundestags. Bartels forderte dem Bericht zufolge, die Regierung müsse erklären, warum die Soldaten dort ohne Mandat agierten. Mal würden Auslandseinsätze mandatiert, mal nicht, kritisierte Bartels. Das Ministerium vertrat im Ausschuss dem Bericht zufolge dagegen die Auffassung, die Teilnahme an der "Mission Gazelle" sei nicht mandatspflichtig, da die Kampfschwimmer nicht in Kampfhandlungen verstrickt würden. 

+++ 18.55 Uhr: Sieben Festnahmen bei Razzia gegen organisierte Kriminalität im Südwesten +++

Bei einem Großeinsatz gegen illegalen Drogenhandel und andere Verbrechen sind im Südwesten Deutschlands sieben Verdächtige verhaftet worden. An Razzien in Stuttgart und Umgebung seien mehr als 700 Beamte beteiligt gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Dabei seien 38 Wohn-, Büro- und Gastronomieobjekte durchsucht worden. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) erklärte, einige der Verdächtigen könnten dem Umfeld verbotener rockerähnlicher Gruppierungen zugerechnet werden. Den Razzien waren verdeckte Ermittlungen der Kripo in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Handels mit Kokain und Marihuana, der Geldwäsche, der Schutzgelderpressung und wegen Waffendelikten vorausgegangen.

+++ 18.50 Uhr: Bahn fährt ab Ende 2021 alle halbe Stunde zwischen Hamburg und Berlin +++

Auf der wichtigen Pendlerstrecke Berlin-Hamburg will die Deutsche Bahn ab Dezember 2021 ICEs im Halbstundentakt fahren lassen. Das kündigte Bahnchef Richard Lutz bei einem "Schienengipfel" mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Berlin an. Bislang fahren die Züge auf der Strecke einmal in der Stunde. Die Verbindung zwischen Hamburg und Berlin zählt nach Bahnangaben mit täglich fast 17.000 Fahrgästen zu den nachfragestärksten Fernverkehrsverbindungen in Deutschland. 

+++ 18.02 Uhr: Iran will Verpflichtungen aus Atomabkommen "schrittweise reduzieren" +++

Der Iran will nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna seine Verpflichtungen aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 "schrittweise reduzieren". Präsident Hassan Ruhani werde am Mittwoch seine Amtskollegen in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland über die Entscheidung informieren. Gleichzeitig würden auch die Außenminister und Botschafter der fünf Staaten über das geplante Prozedere in Kenntnis gesetzt, hieß es in dem Irna-Bericht. In einem Schreiben wird Ruhani den Angaben zufolge erklären, dass der Iran bei der Umsetzung des Atomdeals sehr viel Geduld gezeigt habe. Da sich aber die Gegenseite nicht an Verpflichtungen gehalten habe, werde auch der Iran "schrittweise seine Verpflichtungen reduzieren." Eine erste Phase der Reduzierung soll schon in dieser Woche eingeleitet werden. 

+++ 17.57 Uhr: Siemens spaltete angeschlagene Kraftwerkssparte ab +++

Der Industriekonzern Siemens spaltet seine angeschlagene Kraftwerksparte ab. Wie das Unternehmen mitteilte, soll Siemens Gas and Power an die Börse gebracht werden. Das Geschäft umfasse die Aktivitäten in den Bereichen Öl und Gas, konventionelle Energieerzeugung und Energieübertragung. Außerdem soll der Siemens-Anteil an dem Windkraftwerke-Hersteller Siemens Gamesa an das neue Unternehmen gehen. Nach der Abspaltung soll die neue Firma 80.000 Mitarbeiter haben. Die Kraftwerkssparte kämpft mit Überkapazitäten wegen der schwachen globalen Nachfrage nach großen Turbinen. Trotz eines 2017 beschlossenen Sparprogramms und neuer Großaufträge blieb die Sparte eines der Sorgenkinder des Vorstands. Siemens will die Mehrheit an dem neuen Unternehmen an die eigenen Aktionäre abgeben. Allerdings will der Konzern auch langfristig Einfluss behalten. Deshalb soll der eigene Anteil anfänglich bei etwas weniger als 50 Prozent liegen und die Sperrminorität von 25 Prozent nicht unterschreiten.

+++ 17.45 Uhr: Geiselnahme in einem Kiosk in Süd-Frankreich +++

Ein bewaffneter Mann hält in der Nähe der südwestfranzösischen Stadt Toulouse vier Menschen als Geiseln fest. Die Geiselnahmen spiele sich in einem Zeitungs- und Zigarettengeschäft in dem Ort Blagnac ab, wie Polizeikreise der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Zunächst war von fünf festgehaltenen Menschen die Rede gewesen. Eine Eliteeinheit der französischen Polizei sei an Ort und Stelle. Das Areal sei abgesperrt. Medieninformationen, wonach der Geiselnehmer auf Sicherheitskräfte geschossen haben soll, wurden nicht bestätigt. Vielmehr soll er sich selbst an die Polizei gewandt und einen Verhandlungspartner verlangt haben. Die Geiselnahme ist nach derzeitigen Erkenntnissen Folge eines missglückten Raubüberfalls. Hinweise auf ein terroristischen Hintergrund gibt es Medienberichten zufolge nicht.

+++ 17.13 Uhr: Bundespräsident schenkt neuem royalen Baby einen Teddy +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem stolzen Großvater Prinz Charles einen Teddy als Geschenk für seinen jüngsten Enkel überreicht. Am ersten Tag der Deutschlandreise von Charles und seiner Frau Camilla traf der Thronfolger den deutschen Bundespräsidenten zum Tee im Schloss Bellevue - ein von der deutschen Botschaft in London verbreitetes Foto zeigt die beiden Männer lächelnd mit dem kleinen weißen Teddybären. Diesen habe Steinmeier dem Thronfolger während des Treffens für den neuen Enkelsohn gegeben, erklärte die Botschaft.

Prinz Harry bei der Verkündung der Geburt von Baby Sussex. Die Pferdeboxen im Hintergrund entfachten wilde Spekulationen

+++  16.17 Uhr: Großbritannien nimmt trotz Brexit an Europawahl teil +++

Großbritannien nimmt auf jeden Fall an der Europawahl teil. Das gab Vize-Regierungschef David Lidington in London bekannt. Selbst im Falle einer Einigung beim Brexit, sei die Zeit zu knapp, um die verschiedenen Schriftstücke zu einem solchen Abkommen vor der Wahl am 23. Mai ratifizieren zu können.

+++ 15.53 Uhr: Schweden: Arzt wegen Missbrauchs von 50 Kindern verurteilt +++

Wegen sexuellen Missbrauchs von etwa 50 Kindern unter 13 Jahren ist in Schweden ein spanischer Arzt zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der 29-jährige Mediziner Cristian C. wurde wegen vier Vergewaltigungen und 46 anderer sexueller Übergriffe schuldig gesprochen. Bei den zwei bis zwölf Jahre alten Opfern handelte es sich zumeist um Mädchen. Das Gericht sah eine besondere Schwere der Schuld, weil C. seine Position als Arzt missbraucht habe.

Die Taten beging C. in den Jahren 2015 bis 2017, als er in verschiedenen medizinischen Zentren in Schweden arbeitete und Online-Konsultationen anbot. Er wurde Ende 2017 inhaftiert, nachdem er Kinder, die wegen geringfügiger Beschwerden zu ihm gebracht wurden, unnötigen Untersuchungen im Genitalbereich unterzogen hatte. Bei Online-Sprechstunden wies er Eltern an, den Genitalbereich ihrer Kinder zu untersuchen und filmte sie dabei. Der Arzt wurde auch wegen dieser Anweisungen und wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. In dem Verfahren waren fast 80 Kläger, darunter 55 Kinder, aufgetreten. Nach Verbüßung seiner Strafe soll der Spanier aus Schweden ausgewiesen werden.

+++ 15.35 Uhr: Pompeo und Lawrow treffen sich in Sotschi +++

US-Außenminister Mike Pompeo und sein russischer Kollege Sergej Lawrow kommen nächste Woche zu Gesprächen zusammen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bestätigte den Termin am kommenden Dienstag in Sotschi. Die beiden Politiker waren am Montag am Rande des Ministertreffens des Arktischen Rats im finnischen Rovaniemi zusammengekommen.

Vor dem Treffen hatte Pompeo angekündigt, dass die USA ihre Präsenz in der Arktis stärken wollten, um dem "aggressiven Verhalten" Chinas und Russlands in der ressourcenreichen Gegend zu begegnen. Lawrow wollte die Äußerungen am Dienstag nicht kommentieren.

+++ 15.22 Uhr: Merkel empfängt Prinz Charles und Camilla +++

Prinz Charles und Camilla sind am Dienstag zum Auftakt ihrer Deutschlandreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfangen worden. Für den 70-jährigen Thronfolger ging es nach dem Empfang am Nachmittag weiter ins Schloss Bellevue, wo er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt wurde.

Das royale Paar wollte ebenfalls am Dienstag gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Luftbrückendenkmal einen Kranz niederlegen und im Anschluss mit Müller durchs Brandenburger Tor gehen. Für den Prinzen von Wales und die Herzogin von Cornwall stand am Abend zudem ein Empfang der britischen Botschaft anlässlich des Geburtstags von Königin Elizabeth II. an.

+++ 14.57 Uhr: Wale ziehen im Juni von China nach Island +++

Das neue Datum für den geplanten Umzug von zwei Belugas aus China nach Island ins weltweit erste Meeresreservat für die Weißwale steht. Die Tiere mit den Namen Little Grey und Little White sollen ihre gut 10.000 Kilometer lange Reise jetzt am 19. Juni antreten, wie die Naturschutz-Stiftung Sea Life Trust und die luxemburgische Frachtfluggesellschaft Cargolux am Dienstag mitteilten. Ein erster Termin Mitte April war wegen schlechten Wetters in Island kurzfristig verschoben worden. 

In dem Schutzgebiet vor der Insel Heimaey (Westmännerinseln) sollen die Weißwale laut Sea Life Trust in einer natürlichen Umgebung leben können. Das Reservat ist 32 000 Quadratmeter groß und bis zehn Meter tief. Noch sind die beiden Belugas im Changfeng Ocean World Aquarium in Shanghai untergebracht. Sie waren die meiste Zeit ihres Lebens in Gefangenschaft. Sie wurden zuvor auch für Unterhaltungsshows im Meeresaquarium eingesetzt. Mit den ersten Belugas fällt der Startschuss für das Unterwasser-Freigehege, das von Sea Life Trust eröffnet wird. Es soll künftig weitere Belugas aufnehmen.

+++ 14.45 Uhr: Zwei Tote an deutsch-niederländischer Grenze gefunden +++

In einem niederländischen Naturgebiet nahe der deutschen Grenze sind nach Polizeiangaben eine Frau und ein Mann tot aufgefunden worden. Sie wurden vermutlich durch Messerstiche getötet, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Zunächst hatte ein Spaziergänger in der Brunssumerheide im Südwesten des Landes die Leiche der Frau entdeckt und die Polizei alarmiert. Etwas später war dann in der Nähe auch der tote Mann gefunden worden. Die Ermittlungen laufen noch. Weitere Einzelheiten nannte die Polizei vorerst nicht.

+++ 14.25 Uhr: Immer mehr Hybrid- und Elektroautos auf Europas Straßen +++

Die Zahl der in der Europäischen Union zugelassenen Elektro- und Hybridautos ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2017 waren nach aktuellen Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat mit zwei Millionen fast acht Mal so viele derartige Fahrzeuge zugelassen wie noch 2013. Der Anteil von Hybrid- und Elektroautos an der Gesamtzahl der Personenwagen betrug 2017 demnach 0,8 Prozent.

Anteilsmäßig an der Zahl der Fahrzeuge im jeweiligen Land gab es demnach in Schweden (2,4 Prozent), Polen (1,9 Prozent) und Großbritannien (1,5 Prozent) die meisten Elektro- und Hybridautos. Deutschland liegt in dieser Statistik mit unter 0,1 Prozent im hinteren Drittel der 24 EU-Länder, für die dahingehend vollständige Daten vorlagen.

+++ 14.00 Uhr: An Masern erkrankter Mensch in Niedersachsen gestorben+++

Ein an Masern erkrankter Erwachsener ist in Niedersachsen gestorben. Die Infektion habe maßgeblich zum Tod beigetragen, ob sie tatsächlich die Ursache gewesen sei, werde erst in einigen Wochen feststehen, sagte eine Sprecherin des Kreises Hildesheim. Weder zum genauen Alter noch zum Geschlecht des Toten machte die Sprecherin Angaben. In der Familie des Todesopfers habe es vorher einen Masernfall gegeben, hieß es vom Kreis. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es in Deutschland 2016 zwei erfasste Masern-Todesfälle. 2015 seien es drei gewesen. Es kann aber sein, dass einige Fälle nicht registriert wurden.

+++ 13.53 Uhr: Prinz Charles und Camilla starten Deutschlandbesuch in Berlin +++

Der britische Prinz Charles (70) und seine Frau Camilla (71) sind in Berlin angekommen. Das Paar landete am frühen Nachmittag auf dem Flughafen Tegel. Charles im graublauen Anzug schritt die Gangway bei böigem Wind und Sonnenschein als erster hinab, wenige Stufen danach gefolgt von Camilla in cremeweißem Kleid.

Sie wurden anschließend von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt. Später sollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Prinzen von Wales im Schloss Bellevue empfangen. Für das royale Paar steht zudem ein Empfang anlässlich des Geburtstags von Königin Elizabeth II. an, den die britische Botschaft ausrichtet.

Der Thronfolger und seine Frau besuchen bis Freitag noch Leipzig, das Wörlitzer Gartenreich in Sachsen-Anhalt und München. Für Camilla ist es der erste offizielle Deutschlandbesuch seit rund zehn Jahren. Charles kam laut Königshaus bereits mehr als 30 Mal privat und offiziell in die Bundesrepublik.

+++ 13.48 Uhr: Pompeo bedauert Absage des Deutschland-Besuchs - Telefonat mit Maas +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat in einem Telefonat mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas sein Bedauern über die kurzfristige Absage seines Deutschland-Besuchs geäußert. "Beide Seiten vereinbarten, schnell einen neuen Termin zu finden", teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit. Maas habe sein Verständnis für die Terminverschiebung ausgedrückt.

Pompeo wollte ursprünglich neben Maas auch Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Es wäre sein erster Deutschland-Besuch seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr gewesen.

Seine Absage hat die US-Botschaft in Berlin bisher nur mit "dringenden Angelegenheiten" begründet. Weitere Erläuterungen gab es zunächst nicht.

+++ 13.39 Uhr: Porsche muss 535 Millionen Euro Bußgeld wegen Dieselskandal zahlen +++

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat im Zuge des Dieselskandals gegen die Volkswagen-Tochter Porsche ein Bußgeld in Höhe von 535 Millionen Euro verhängt. Grund seien unter anderem fahrlässige Aufsichtspflichtverletzungen in der Entwicklungsabteilung, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

+++ 13.29 Uhr: Zyperns Polizei entschuldigt sich erstmals für Umgang mit Mordserie +++

Zyperns neuer Polizeichef hat sich im Namen der Truppe für den Umgang mit einer über Jahre andauernden Mordserie entschuldigt. "Die jüngsten schmerzhaften Entwicklungen und der Verlust wehrloser unschuldiger Frauen und Kinder, die auf der Suche nach einer besseren Zukunft in unser Land kamen, haben das Ansehen, die Ehre und den Ruf der zyprischen Polizei schwer beschädigt", sagte Kypros Michaelides bei seiner Amtsübernahme.

Der Mordserie verdächtigt wird ein 35-jähriger Armeeoffizier. Er soll gestanden haben, in den vergangenen drei Jahren fünf Frauen und zwei Mädchen ermordet zu haben. Bei den Mädchen soll es sich um die Töchter von zwei der Frauen handeln - ein philippinisches und ein rumänisches Kind. Die Leichen von fünf Opfern wurden bislang gefunden.

+++ 13.24 Uhr: Kindesmissbrauch bei Pfadfindern - zweiter Betreuer in Verdacht +++

Im Fall des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs junger Pfadfinder in Staufen bei Freiburg gibt es einen zweiten Tatverdächtigen. Auch er sei Betreuer der örtlichen Pfadfindergruppe gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Dem 27 Jahre alten Deutschen werde vorgeworfen, ein Mädchen mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Der Mann schweige zu dem Vorwurf, einen Haftbefehl gebe es nicht. 

Im Zentrum der Ermittlungen stehe ein 41 Jahre alter Deutscher. Er sitze in Untersuchungshaft. Der frühere Mitarbeiter der evangelischen Kirche habe in den Jahren 2009 bis 2018 vier Jungen missbraucht, diese seien bei den Taten 8 bis 14 Jahre alt gewesen. Zwei der Opfer habe er in seiner Funktion als ehrenamtlicher Betreuer der Pfadfinder kennengelernt, die beiden anderen durch Freizeitaktivitäten. Die Ermittler in Baden-Württemberg schließen nicht aus, dass es weitere Opfer gibt.

++ 13.04 Uhr: Russische Polizei geht gegen Neonazis vor +++

Bei Razzien hat die russische Polizei mutmaßliche Mitglieder einer größeren Neonazi-Gruppierung festgenommen. Sie sollen für Angriffe auf Ausländer verantwortlich sein, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Durchsuchungen habe es etwa in Moskau und in den nahe der Hauptstadt gelegenen Städten Rjasan und Wladimir gegeben. Dabei seien Waffen, extremistische Literatur, Nazi-Symbole und Zeichnungen mit dem Konterfei von Adolf Hitler beschlagnahmt worden, berichtete ein russischer Boulevardsender. Zu der Gruppe sollen etwa 30 Menschen gehören.

+++ 13.02 Uhr: Antigewaltprojekt erfasst mehr homo- und transfeindliche Übergriffe in Berlin +++

Deutlich mehr Übergriffe mit homo- oder transfeindlichem Hintergrund sind im vergangenen Jahr in Berlin erfasst worden. Die Zahl erfasster Fälle habe sich um 58 auf 382 erhöht, teilte das Antigewaltprojekt Maneo bei der Vorstellung seines Jahresberichts 2018 in der Hauptstadt mit. Der Großteil der erfassten Übergriffe richtete sich mit 286 Fällen gegen schwule oder bisexuelle Männer.

Es seien außerdem 50 Übergriffe gegen Transmenschen erfasst worden und 27 gegen Lesben oder bisexuelle Frauen. 19 Fälle hätten sich allgemein gegen die Gruppe gerichtet, wie etwa Angriffe auf Gedenkstätten.

+++ 13.01 Uhr: Mindestens 50 Tote bei Buschbrand im Südsudan +++

Bei einem Buschbrand im Südsudan sind nach Behördenangaben mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen. 18 Menschen seien bei dem Feuer im Dorf Korok verletzt worden, erklärte der stellvertretende Gouverneur des betroffenen nördlichen Bundesstaates Lol, Mawein Akook. Das Feuer sei aus bislang ungeklärter Ursache am Sonntagabend ausgebrochen, als die Einwohner zumeist bereits schliefen. Zahlreiche Häuser brannten ab, zudem verendeten viele Rinder in den Flammen.

+++ 12.54 Uhr: Acht Millionen Mütter in Deutschland - Mehrheit geht arbeiten +++

In Deutschland haben 2017 rund acht Millionen Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind in einem Haushalt zusammengelebt. Darunter waren etwa fünf Millionen Frauen mit mindestens einem Kind unter zehn Jahren. Rund 740.000 hatten ein Baby von unter einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag zum Muttertag am 12. Mai mit. Die Mehrheit der Mütter mit wenigstens einem Kind unter 18 Jahren ging demnach arbeiten: 68 Prozent. Im Jahr 2008 habe die Quote noch bei 63 Prozent gelegen, teilten die Statistiker weiter mit. Nicht enthalten seien Frauen in Mutterschutz oder Elternzeit.

+++ 12.07 Uhr: Syrien: Sieben Kliniken bei Angriffen getroffen +++

Seit Beginn der neuen Angriffswelle auf Syriens letztes großes Rebellengebiet Idlib sind mindestens sieben Kliniken und Gesundheitszentren bombardiert worden. Die Einrichtungen seien zum Teil stark beschädigt oder völlig zerstört worden, berichtete die Gesundheitsbehörde der von Rebellen kontrollierten Provinz. Drei von ihnen seien außer Betrieb. Auch der Sprecher des UN-Nothilfebüros in Syrien, David Swanson, erklärte, seit Ende April seien sieben Gesundheitseinrichtungen getroffen worden. 

UN-Generalsekretär António Guterres rief die Konfliktparteien auf, den im vergangenen September vereinbarten Waffenstillstand einzuhalten, wie dessen Sprecher Stéphane Dujarric am Montag sagte. Demnach wurden auch neun Schulen getroffen. Mehr als 150 000 seien zudem durch die neue Gewalt vertrieben worden, erklärte er weiter. Helfer meldeten, es würden dringend Nahrung und Unterkünfte benötigt.

+++ 11.44 Uhr: Kennzeichnungspflicht für Polizisten in Sachsen-Anhalt verfassungsgemäß +++

Die Kennzeichnungspflicht für Polizisten in Sachsen-Anhalt ist verfassungsgemäß. Das entschied das Landesverfassungsgericht mit einem in Dessau verkündeten Urteil. Es wies damit einen Normenkontrollantrag der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt ab. Das Landesverfassungsgericht bejahte zwar einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung durch das verpflichtende Tragen eines Namensschilds für Polizisten. Dies sei jedoch wegen des Allgemeininteresses an der Aufklärung möglicher Pflichtverletzungen gerechtfertigt.

Eine Restgefahr durch die Kenntnis des Namens eines Polizeibeamten durch Dritte gehe "nicht über die Risiken des Berufs hinaus, die jedem Polizeibeamten bekannt und im Rahmen seines Dienstverhältnisses zumutbar seien", teilte das Gericht mit. Ob die Pflicht zum Tragen eines Dienstnummernschilds und der taktischen Kennzeichnung ebenfalls einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt, ließ das Landesverfassungsgericht offen. Aus Sicht der Richter wäre dies aber ebenfalls gerechtfertigt, weil es im Vergleich zur namentlichen Kennzeichnung von geringerem Gewicht sei.

+++ 11.39 Uhr: Erdogan begrüßt Wahl-Wiederholung in Istanbul +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die umstrittene Anordnung zur Annullierung und Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul begrüßt. Es handele sich dabei um den "besten Schritt" für das Land, sagte Erdogan bei einem Treffen von Abgeordneten seiner Partei AKP. Damit werde "unser Wille, Probleme im Rahmen von Demokratie und Gesetz zu lösen, gestärkt".

Die türkische Wahlbehörde YSK hatte einer Beschwerde von Erdogans AKP zuvor stattgegeben und eine Wiederholung der Wahl vom 31. März angeordnet. Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu, der die Wahl knapp gewonnen hatte, sprach von Verrat.

+++ 11.22 Uhr: Pompeo sagt Besuch in Deutschland ab +++

Das für heute geplante Treffen von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) mit US-Außenminister Mike Pompeo in Berlin ist abgesagt worden. Das teilte das Auswärtige Amt mit, ohne eine Begründung anzugeben. Bei dem Gespräch sollte es neben bilateralen Themen auch um internationale Konflikte gehen, unter anderem um die Lage in Syrien, in Venezuela und in der Ost-Ukraine.

Das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA ist derzeit verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Dazu gehören der Streit um das Atomabkommen mit dem Iran, das US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr einseitig aufgekündigt hat, das von Trump abgelehnte Klimaschutzabkommen von Paris sowie die aus seiner Sicht zu niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben.

+++ 11.07 Uhr: Scheuer: E-Tretroller sollen nicht auf Gehwegen fahren dürfen +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will das Fahren von E-Tretrollern auf Gehwegen entgegen der bisherigen Planung nicht erlauben. Scheuer sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei bereit, auf die Länder, die Bedenken hätten, zuzugehen und das Fahren auf Gehwegen mit Schrittgeschwindigkeit aus der geplanten Verordnung herauszustreichen. "Mir geht es darum, neue Formen der Fortbewegung so zu ermöglichen, dass sie niemanden gefährden."

+++ 10.47 Uhr: Fahnder stellen 220 Kilogramm Marihuana im Wert von 2,2 Millionen sicher +++

Dresdner Zollfahndern ist ein Schlag gegen einen internationalen Drogenhändlerring gelungen. Sie stellten 220 Kilogramm Marihuana mit einem Verkaufswert von etwa 2,2 Millionen Euro sicher, wie Staatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt in Dresden mitteilten. Außerdem beschlagnahmten sie 35.000 Euro Bargeld, einen Pkw und einen Sattelzug. Es sei die größte sichergestellte Menge von Marihuana in den vergangenen zehn Jahren, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes Dresden, Frank Schröter.

Ende April seien insgesamt fünf Wohnungen in Leipzig und Berlin, eine Lagerhalle in Mittelbrandenburg sowie ein spanischer Tanklastwagen durchsucht worden. Das Amtsgericht Dresden erließ Haftbefehle gegen sechs Männer im Alter zwischen 22 und 45 Jahren und ordnete Untersuchungshaft an.

+++ 10.25 Zehntausende Tote durch Giftschlangen-Bisse: WHO will Zahl halbieren +++

Giftige Schlangen sind eine Gefahr für fast sechs Milliarden Menschen weltweit. Jeden Tag werden fast 7400 Menschen von giftigen Schlangen gebissen, 2,7 Millionen Menschen im Jahr. Das Gift kann nicht nur entsetzliche Schmerzen auslösen, und bleibende Schäden hinterlassen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bis zu 13. 000 Menschen sterben weltweit nach dem Biss von Giftschlangen, und 400.000 Menschen behalten bleibende Schäden, darunter Blindheit, Amputationen oder eine posttraumatische Belastungsstörung.

Die WHO hat jetzt eine Strategie erarbeitet, um die Todeszahlen bis 2030 zu halbieren. Sie soll auf der Weltgesundheitsversammlung vom 20. bis 28 Mai in Genf verabschiedet werden. Gut 82 Millionen Dollar (73 Millionen Euro) sind nach ihren Berechnungen dafür nötig.

+++ 10.10 Uhr: DB fährt Hamburg-Berlin ab 2020/21 offenbar im Halbstundentakt +++

Wer von Berlin mit dem ICE nach Hamburg fahren will, kann das offenbar bald im Halbstundentakt. Wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" aus Bahnkreisen erfahren hat, wird die Deutsche Bahn ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020/21 ihre Fahrten auf der Strecke verdoppeln. Bisher fährt jede Stunde ein ICE. Durch die Aufstockung kann die DB rund 20 Prozent mehr Passagiere auf der Strecke befördern.

+++ 10:01 Uhr: Deutsche Industrie mit schwachem ersten Quartal +++

Die deutsche Industrie hat nach den deutlichen Rückgängen zu Jahresbeginn wieder ein leichtes Auftragsplus verbucht - schließt das erste Quartal aber mit einem Minus ab. Im März stiegen die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Der leichte Auftragszuwachs gehe allerdings auch auf Großaufträge zurück. Insgesamt spreche die Auftragslage dafür, dass die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten gedämpft bleibe, hieß es.

Der schwache Jahresauftakt konnte durch das Plus im März bei weitem nicht wettgemacht werden. Im ersten Quartal gingen die Aufträge um 4,1 Prozent zurück.

+++ 09.54 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Busunglück in Südafrika - darunter vier Kinder +++

Bei einem Busunglück in Südafrika sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Der Bus überschlug sich auf einer Autobahn, zahlreiche Passagiere wurden auf die Straße geschleudert, erklärte der private Rettungsdienst ER 24. Bei dem Unfall vom Montagabend in der Nähe der Gemeinde Louis Trichardt in der nordöstlichen Provinz Limpopo wurden demnach 36 Menschen teils schwer verletzt. Die Unglücksursache wurde von der Polizei untersucht.

+++ 09.21 Uhr: Australiens Premier Morrison übersteht Ei-Angriff - Ei zunächst auch +++

Australiens konservativer Premierminister Scott Morrison (50) hat einen Ei-Angriff heil überstanden - und das Ei offensichtlich zunächst auch. Bei einem Wahlkampf-Auftritt in der Stadt Albury, etwa 200 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Canberra, versuchte eine junge Frau, dem Regierungschef von hinten ein Ei auf dem Kopf zu zerschlagen. Das ging in der Hektik schief: Auf Video-Aufnahmen ist zu sehen, wie das Ei unversehrt vom Kopf abprallt. Die junge Frau, die nach ein halbes Dutzend weiterer Eier dabei hatte, wurde von Sicherheitskräften gestoppt, gegen sie wird ermittelt.

+++ 09.13 Uhr: Katar stellt Palästinensern 480 Millionen Dollar zur Verfügung +++

Nach der Eskalation der Gewalt im Gazastreifen stellt Katar den Palästinensern finanzielle Hilfe in Höhe von 480 Millionen Dollar (rund 428 Millionen Euro) zur Verfügung. Das Geld sei für die West-Bank sowie Gaza und solle den Palästinensern helfen, ihre lebensnotwendigen Bedürfnisse zu decken, teilte das katarische Außenministerium mit.

+++ 09:02 Uhr: Umfrage zur Bremer Landtagswahl: CDU knapp vor SPD +++

Rund zweieinhalb Wochen vor der Bremer Landtagswahl gibt es einer Umfrage zufolge weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD. In einer Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag von Radio Bremen kommen die Christdemokraten auf 26 Prozent, die Sozialdemokraten auf 25 Prozent. Drittstärkste Kraft sind demnach die Grünen mit 18 Prozent, wie die Rundfunkanstalt berichtete. Die Linke liegt demnach bei 12 Prozent, die AfD bei 8 und die FDP bei 6 Prozent.

+++ 08.58 Uhr: Präsidentensprecher verteidigt Wahl-Annullierung in Istanbul +++

Nach der Annullierung der Bürgermeisterwahl in Istanbul hat der Kommunikationsdirektor von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Entscheidung als "Sieg der Demokratie" verteidigt. In einer auf der Webseite des Presseamtes veröffentlichten Stellungnahme, die er demnach auch der Nachrichtenagentur AP gegeben hatte, sagte Fahrettin Altun: "Die Entscheidung des Hohen Wahlrats sollte als ein Versuch gesehen werden, den Wahlresultaten dabei zu helfen, den Willen der Nation korrekt widerzuspiegeln."

Die Entscheidung sei auf Antrag der Regierungspartei AKP gefallen, als ein Resultat der systematischen Fälschung von Wählerregistrierung, von Verletzungen der Gesetze zur Berufung der Wahlhelferteams an den Urnen und Korruption bei der Auszählung der Stimmen, sagte Altun.

+++ 08.58 Uhr: Autotransporter kracht auf A44 durch Leitplanke und verliert Autos +++

Ein Autotransporter ist auf der Autobahn 44 bei Geseke in Nordrhein-Westfalen in die Mittelleitplanke gekracht und hat mehrere Fahrzeuge verloren. Ein Sattelzug sowie ein Kleintransporter fuhren in die Unfallstelle. Dabei wurde der Fahrer des Kleinlasters schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher in Dortmund sagte. Nach dem Unfall war die Autobahn zeitweise in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt,  Im morgendlichen Berufsverkehr kam es zu mehreren Kilometern Stau.

+++ 08.56 Uhr: Ermittlungen zu Flugzeugbrand an Unglücksstelle in Moskau beendet +++

Der Flughafen Scheremetjewo in Moskau kehrt nach dem Flugzeugunglück mit 41 Toten zum regulären Betrieb zurück. Die Ermittlungen am Unfallort seien abgeschlossen, teilte der Flughafen mit. Der Suchoi Superjet-100 sei zu einem abgelegenen Parkplatz auf dem Gelände des Airports gebracht worden. Somit stünden wieder zwei Start- und Landebahnen bereit.

Auch zwei Tage nach dem Brand des russischen Passagierjets suchen die Ermittler weiter nach der genauen Unfallursache. Die Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot war kurz nach dem Start wegen technischer Probleme nach Moskau zurückgekehrt. Beim Landeanflug prallte die Maschine mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. 37 Menschen konnten sich retten, darunter die Piloten.

+++ 08.52 Uhr: Milliarden-Kartellrückstellung reißt BMW-Kerngeschäft in rote Zahlen +++

Der Autobauer BMW ist in seinem Kerngeschäft wegen der Milliardenrückstellung für eine drohende EU-Kartellstrafe in die roten Zahlen gerutscht. Im Automobilsegment lag der Verlust vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal bei 310 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern in München mitteilte. Vor einem Jahr hatte BMW hier noch 1,88 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

Die Münchner stellen für das EU-Kartellverfahren rund um angeblich verbotene Absprachen deutscher Autobauer in Sachen Abgasnachbereitung 1,4 Milliarden Euro zurück. Anfang April hatte BMW bereits angedeutet, wohl mehr als eine Milliarde Euro dafür aufwenden zu müssen.

+++ 05.09 Uhr: Myanmar lässt Reuters-Journalisten frei +++

Nach mehr als 500 Tagen im Gefängnis hat Myanmar zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters freigelassen. Die Journalisten durften die Haftanstalt in Rangun vorzeitig verlassen, wie die Agentur mitteilte. Sie waren in dem südostasiatischen Land zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil sie sich bei der Recherche zu Massakern an Muslimen illegal Staatsgeheimnisse beschafft haben sollen. Beide beteuern ihre Unschuld.

+++ 05.07 Uhr: Versicherungen sprechen sich offenbar gegen E-Tretroller auf Gehwegen aus +++

Die deutschen Versicherer lehnen einem Medienbericht zufolge die Zulassung von E-Tretrollern mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 Stundenkilometern auf Gehwegen ab. Ein Aufprall mit diesem Tempo auf einen stehenden Fußgänger bedeute je nach Gewicht und konkreter Konstellation "eine Kraft von rund 150 kg, also sechs handelsüblichen Zementsäcken", zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einer Stellungnahme des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

"Besonders ältere Personen sind schon allein durch einen Sturz potenziell von langwierigen Verletzungsfolgen betroffen. Insofern ist Zulassung der Nutzung auf Fußverkehrsflächen abzulehnen", heißt es laut RND in der Stellungnahme für eine Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags an diesem Mittwoch.

+++ 05.04 Uhr: Umfrage: Fast alle Deutschen halten Naturschutz für Pflicht +++

Angesichts des Artensterbens messen die allermeisten Deutschen einer Umfrage zufolge dem Naturschutz überragende Bedeutung zu. 98 Prozent von gut 1500 für das Eurobarometer Befragten in Deutschland sagten, es sei die Verantwortung der Menschheit, die Natur zu schützen. Jeweils 97 Prozent sagten, Biodiversität (biologische Vielfalt) sei wesentlich für den Klimaschutz und trage zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen bei.

Die Zahlen legte die EU-Kommission in Brüssel vor. Die Deutschen nehmen das Thema demnach noch etwas wichtiger als die EU-Bürger im Durchschnitt: Insgesamt sagten 96 Prozent von 27 000 Befragten EU-weit, die Menschheit müsse die Natur schützen.

+++ 04:54 Uhr: Deutsche zahlten 2018 erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld +++

Die Verbraucher in Deutschland greifen beim Bezahlen immer öfter zur Karte statt zum Bargeld. Im vergangenen Jahr sei im stationären Einzelhandel erstmals mehr Geld per Giro- und Kreditkarte ausgegeben worden als in bar, teilte das Handelsforschungsinstitut EHI in Köln mit.

Insgesamt zahlten die Verbraucher der Studie zufolge 2018 bei ihren Einkäufen gut 209 Milliarden Euro per Karte - 12,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Dadurch stieg der Umsatzanteil der Karten auf 48,6 Prozent. Damit überholte die Karte erstmals - wenn auch nur knapp - das Bargeld.

+++ 04.45 Uhr: Millionen Erwachsene können nicht richtig Deutsch lesen und schreiben +++

6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht richtig Deutsch lesen und schreiben. Von ihnen haben mit 52,6 Prozent mehr als die Hälfte Deutsch als Muttersprache. Das geht aus einer vom Bundesbildungsministerium geförderten Studie hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. 47,4 Prozent haben eine andere Erstsprache.

+++ 04.42 Uhr: Flugzeug mit 13 Insassen in Mexiko abgestürzt - Keine Überlebenden +++

Bei dem Absturz eines Privatflugzeugs auf dem Weg von Las Vegas nach Mexiko sind alle 13 Insassen umgekommen. Das Wrack der am Sonntag vom Radar verschwundenen Maschine des Typs Bombardier Challenger 601 wurde von einem Suchflugzeug in schwer zugänglichem Gebirgsgebiet des nordmexikanischen Bundesstaats Coahuila entdeckt. Es gebe keine Anzeichen von Überlebenden, teilten die Behörden mit. Sie korrigierten ihre ursprünglichen Angaben zur Zahl der Insassen von 14 auf 13. Bergungsteams begaben sich auf den Weg zum Unfallort in der Nähe der Ortschaft Ocampo.

Die mexikanischen Passagiere waren nach Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada geflogen, um den Boxkampf zwischen ihrem Landsmann Saúl "Canelo" Álvarez und dem US-Profi Daniel Jacobs um den Weltmeistertitel im Mittelgewicht zu sehen. Auf dem Rückweg nach Monterrey in Mexiko verunglückte der Flieger dann bei schlechtem Wetter aus noch ungeklärten Gründen.

+++ 03.53 Uhr: Trump zeichnet Golfstar Woods mit US-Freiheitsmedaille aus +++

US-Präsident Donald Trump hat Golfstar Tiger Woods mit der US-Freiheitsmedaille ausgezeichnet. Trump pries bei der Verleihung der höchsten zivilen Ehrung der Vereinigten Staaten im Weißen Haus Woods' "unerbittlichen Willen zu gewinnen, zu gewinnen, zu gewinnen". Damit stehe der Ausnahmesportler für den "amerikanischen Geist, Grenzen zu verschieben, Hindernisse zu überwinden und immer noch Größe zu streben".

Die Freiheitsmedaille wurde im Jahr 1963 durch den damaligen Präsidenten John F. Kennedy gestiftet. Bislang wurde sie an mehr als 30 Sportstars vergeben.

+++ 03.46 Uhr: Lehrergewerkschaft GEW: Länder sollen Mathe-Abi überprüfen +++

Angesichts der Proteste gegen das jüngste Mathematik-Abitur fordert die Lehrergewerkschaft GEW eine Überprüfung in den Ländern, in denen sich viele Schüler von den Aufgaben überfordert gefühlt haben - und gegebenenfalls eine Heraufsetzung der Noten. Die betreffenden Kultusministerien müssten sich mit den Schülern zusammensetzen, sagte Ilka Hoffmann, die im Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für das Thema Schule zuständig ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Lag es an der Konstruktion der Aufgaben, waren vielleicht bestimmte Aufgaben nicht mehr lösbar, wenn man an den vorherigen gescheitert ist?", fragte sie. "Falls es Fehler bei der Aufgabenstellung gab, muss das Ziel sein, für die Zukunft zu lernen."

+++ 03.32 Uhr: "Unser Royal Baby": US-Komikerin Amy Schumer bringt Sohn zur Welt +++

US-Komikerin Amy Schumer (37, "Dating Queen") und ihr Partner Chris Fischer sind Eltern geworden. Auf Instagram postete Schumer ein Foto von sich, auf dem sie mit geschlossenen Augen das Baby im Arm hält, während Fischer ihr einen Kuss aufdrückt. "22.55 Uhr, letzte Nacht. Unser Royal Baby kam zur Welt", schrieb die Komikerin dazu in Anspielung auf den britischen Nachwuchs von Prinz Harry und Herzogin Meghan, deren Baby am Montagmorgen geboren wurde.

+++ 02.59 Uhr: 210 europäische Bürgermeister fordern neutrale Klimabilanz der EU bis 2050 +++

Mehr als 200 Bürgermeister europäischer Städte haben sich in einem offenen Brief dafür ausgesprochen, dass die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral wird. In dem Schreiben forderten 210 Bürgermeister die Staats- und Regierungschefs auf, dafür bei ihrem Gipfel am Donnerstag in Rumänien eine "langfristige Klimastrategie" auf den Weg zu bringen. Den Brief unterzeichneten Radhauschefs unter anderem aus Paris, London, Athen und Stuttgart.

Ziel müsse es sein, dass in der EU ab Mitte des Jahrhunderts netto kein klimaschädliches CO2 mehr ausgestoßen werde. Damit stellten sich die Bürgermeister hinter einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission vom November. Dieser sei die "einzige realisierbare Option für die Zukunft Europas und der Welt".

+++ 01.03 Uhr: Papua-Neuguinea von schwerem Erdbeben erschüttert +++

Der Pazifikstaat Papua-Neuguinea ist von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert worden. Der Erdstoß ereignete sich Dienstag um 07.19 Uhr Ortszeit (Montag, 23.19 Uhr MESZ) in einer Tiefe von mehr als 120 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das Epizentrum lag 33 Kilometer von der Stadt Bulolo entfernt und war bis in die rund 250 Kilometer entfernte Hauptstadt Port Moresby zu spüren. Wegen der Tiefe des Bebens bestand nach Angaben der Behörden keine Tsnunami-Gefahr.

Einer Umfrage von myMarktforschung.de verzichtet jeder Dritte morgens auf frische Unterwäsche.
kng / rw / dho / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(