HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Gericht schickt Messerstecher von Grafing in Psychiatrie

Messerstecherei von Grafing bei München: Mann muss in die Psychiatrie +++ Frauke Petry droht Immunitätsaufhebung +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Messerstecherei von Grafing bei München: Der Angeklagte sitzt neben seinem Rechtsanwalt vor dem Landgericht München

Messerstecherei von Grafing bei München: Der Angeklagte sitzt neben seinem Rechtsanwalt vor dem Landgericht München

Die Nachrichten im -Ticker.

+++ 18.34 Uhr: Gericht schickt Messerstecher von Grafing in Psychiatrie +++

Mit einem Messer griff ein geistig verwirrter Mann vier Menschen auf dem Bahnhof von Grafing an - ein Opfer starb bei der Tat im Mai 2016. Dafür schickte das Münchner Landgericht II den Hessen dauerhaft in die Psychiatrie. Die Tat gehe auf die psychische Erkrankung des Beschuldigten zurück, sagte der Richter zur Begründung. "Er war nicht schuldfähig, weil er seine Handlungen nicht steuern konnte."

Der gebürtige Hesse hatte im Prozess die Taten eingeräumt und seine Wahnvorstellungen geschildert: Er habe gedacht, Deutschland werde von Islamisten überrannt. Um zu überleben, so seine Gedankenwelt, müsse er zum Islam konvertieren und dafür ein Menschenopfer bringen.


+++ 17.26 Uhr: Barcelona: Auto rast in Menschenmenge +++

In Barcelona in Spanien ist ein Lieferwagen in eine Menschengruppe gerast. Der Vorfall ereignete sich auf der zentralen Straße "La Rambla". Es gab Tote und Verletzte, teilte die Polizei mit. Der Täter ist offenbar flüchtig, die Lage ist unübersichtlich. stern berichtet im Liveticker.

+++ 16.40 Uhr: Türkei nimmt weitere Medienmitarbeiter in Haft +++

 Die türkische Justiz hat neun Mitarbeiter der Medien wegen "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" inhaftiert. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, verhängte die Justiz gegen die neun Verdächtigen Untersuchungshaft. Unter ihnen ist der Leiter der Onlineredaktion der regierungskritischen Zeitung "Birgün", Burak Ekici. Zwei Festgenommene wurden unter Auflagen freigelassen.

Die Justiz hatte am 10. August Haftbefehl gegen insgesamt 35 Verdächtige wegen Benutzung der Messenger-App ByLock ausgestellt. Elf Verdächtige wurden daraufhin festgenommen. ByLock wurde laut der Regierung von der Gülen-Bewegung zur Kommunikation benutzt.

+++ 16.25 Uhr: Multiorganversagen Ursache für Tod von Soldat bei Bundeswehrmarsch +++

Nach dem Tod eines Bundeswehrsoldaten bei einem Übungsmarsch im niedersächsischen Munster liegt der Obduktionsbericht vor. "Danach ist die Todesursache ein Multiorganversagen im Sinne eines generalisierten entzündlichen Geschehens, einer Sepsis", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg, Angelika Klee. Bei der im Volksmund Blutvergiftung genannten Sepsis gerät eine Entzündung außer Kontrolle und die körpereigene Abwehr schädigt das eigene Gewebe. "Wie es dazu kommen konnte, müssen weitere rechtsmedizinische Folgeuntersuchungen zeigen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zu weiteren Details wollte sie keine Angaben machen.

Am 19. Juli waren insgesamt vier Soldaten kollabiert. Nach ersten Untersuchungen hatten sie einen Hitzschlag erlitten. Eine Erklärung angesichts der nicht außergewöhnlich hohen Temperaturen von knapp 28 Grad gibt es aber weiterhin nicht. Dass illegale Aufputschmittel im Spiel waren, hatte das Verteidigungsministerium am Montag dementiert. Ein Soldat habe allerdings ausgesagt, einen Energy Drink getrunken zu haben. Ob das zu dem Hitzschlag beigetragen haben könnte, blieb offen.

+++ 16.11 Uhr: Bilder von totem Unfallopfer in sozialen Netzwerken führen zu Ermittlungen +++

Nach der Verbreitung von Bildern eines bei einem Verkehrsunfall getöteten neunjährigen Mädchens in sozialen Netzwerken hat die Polizei in Salzgitter Strafverfahren gegen drei Verdächtige eingeleitet. Das Ausmaß der Verbreitung des Materials könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden, teilten die Beamten in der niedersächsischen Stadt mit. Die Ermittlungen richteten sich daher gegen eine derzeit noch unbekannte Zahl von Verdächtigen. Die Neunjährige war am Dienstagmorgen bei einem Unfall mit einem Linienbus ums Leben gekommen. Nach Angaben der Beamten wurden am Ort des Geschehens Aufnahmen von dem Mädchen gemacht. Nach einem Zeugenaufruf gingen bei ihnen zahlreiche Hinweise ein. Demnach wurden die Bilder vor allem in Whatsapp-Chatgruppen verbreitet.

+++ 15.19 Uhr: Gericht erklärt Internet-Werbeblocker für zulässig +++

Im Kampf gegen ein Programm, das Werbung im Internet blockiert, haben mehrere Medienunternehmen eine Niederlage erlitten. Wie das Münchner Oberlandesgericht entschied, darf das Kölner Unternehmen Eyeo seinen Werbeblocker AdBlock Plus weiter anbieten. Auch ist es dem Hersteller demnach erlaubt, Werbung durch den Eintrag in eine sogenannte Whitelist gegen Geld wieder zu ermöglichen. Geklagt hatten die "Süddeutsche Zeitung", ProSiebenSat.1 und die RTL-Tochter IP Deutschland. Sie hatten Eyeo einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht vorgeworfen und Schadenersatz verlangt.

+++ 14.38 Uhr: Auch New York lässt Denkmäler von Südstaaten-Generälen entfernen +++

Die vor allem im Süden der USA geführte Diskussion über Denkmäler des Bürgerkrieges hat New York erreicht. Das Bronx Community College kündigte an, Büsten der Generäle Robert E. Lee und Thomas "Stonewall" Jackson entfernen zu lassen. Eine Episkopalkirche im Stadtteil Brooklyn ließ zudem zwei Plaketten entfernen, die an Lee erinnerten. Das berichtete der TV-Sender CBS. Auslöser der erneuten Debatte war die rassistische Gewalt in Charlottesville mit einer Toten.

Bürgermeister Bill de Blasio kündigte auf Twitter an, alle "Symbole des Hasses" auf Gemeindegelände prüfen und möglicherweise beseitigen zu lassen. Er ordnete auch die Entfernung eines Granitsteins in Manhattan an, der an den französischen Marschall Philippe Pétain (1856-1951) erinnert. Der Chef des Vichy-Regimes war in Frankreich als Nazi-Kollaborateur zum Tode verurteilt worden.

+++ 14.15 Uhr: Gabriel bezeichnet "Welt"-Korrespondent Yücel als "Geisel" der Türkei +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den in Istanbul inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel als "Geisel" der Türkei bezeichnet. Der deutsch-türkische Journalist sei noch in Haft, weil "die Türkei, nach meiner Einschätzung, ihn als Geisel in Gefangenschaft hält", sagte Gabriel dem Online-Portal "Buzzfeed". Die Bundesregierung habe aber nur "diplomatische und wirtschaftliche Mittel", um auf seine Freilassung zu dringen, schließlich könne sie "nicht in der Türkei einmarschieren".

Gabriel sprach sich dafür aus, Präsident Recep Tayyip Erdogan künftig weniger Beachtung zu schenken. "Wir haben lange versucht, mit ihm vernünftig umzugehen. Manchmal ist vielleicht ganz gut, ihm auch weniger Beachtung zu geben", sagte er. Die deutsch-türkischen Beziehungen sind seit Monaten wegen einer ganzen Reihe von Konfliktpunkten stark angespannt, und Berlin ging zuletzt deutlich auf Distanz zur Türkei.

+++ 14.02 Uhr: Spuckattacke: Präsident von Sporting Lissabon sechs Monate gesperrt +++

Der Präsident des portugiesischen Fußballclubs Sporting Lissabon, Bruno de Carvalho, ist nach einer Spuckattacke gegen den Boss eines gegnerischen Teams für sechs Monate gesperrt worden. Der 45-Jährige soll im vergangenen November nach einem 3:0-Sieg gegen den FC Arouca in eine Auseinandersetzung mit dessen Präsident Carlos Pinho geraten sein, berichteten portugiesische Medien. Dabei soll Carvalho seinem Kontrahenten ins Gesicht gespuckt haben. Pinho wurde sogar für 20 Monate gesperrt, weil er versucht haben soll, Carvalho tätlich anzugreifen. Der Vorfall hatte sich im Tunnel zu den Umkleidekabinen ereignet. Sporting Lissabon bezeichnete das Urteil als "unverhältnismäßig" und kündigte an, in Berufung gehen zu wollen.

+++ 13.09 Uhr: Vergewaltigte Zehnjährige bringt Kind zur Welt +++

Eine nach einer Vergewaltigung schwanger gewordene Zehnjährige hat in Indien ihr Baby bekommen. Der jungen Mutter und ihrem Kind gehe es nach dem Kaiserschnitt den Umständen entsprechend, teilten die behandelnden Ärzte im staatlichen Krankenhaus der nordindischen Stadt Chandigarh mit. Der Oberste Gerichtshof Indiens hatte Ende Juli eine Abtreibung untersagt, weil das Mädchen damals schon im achten Monat schwanger war.

Das Mädchen aus dem nordindischen Bundesstaat Punjab war nach eigenen Angaben über sieben Monate mehrmals von seinem Onkel vergewaltigt worden. Die Schwangerschaft war erst nach 26 Wochen festgestellt worden, als die Eltern ihre Tochter wegen Magenschmerzen in ein Krankenhaus brachten. Seitdem versuchte die Familie, eine Ausnahmegenehmigung für einen Schwangerschaftsabbruch zu bekommen. Das indische Gesetz erlaubt Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche nur, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist. 

+++ 12.54 Uhr: Mann nach Messerangriff in Mannheim von Polizisten angeschossen und verletzt +++

Nach einem Messerangriff auf Polizisten in der Mannheimer Innenstadt ist ein Mann von den Beamten angeschossen und verletzt worden. Er zog bei einer Kontrolle das Messer und ging damit auf die Polizisten los, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Nachdem dem erfolglosen Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray griffen sie zur Schusswaffe. Der Mann hatte zuvor in einer psychiatrischen Fachklinik randaliert, weswegen die Polizei alarmiert wurde. Nach Verlassen des Gebäudes in der Innenstadt griffen Polizisten den Mann in unmittelbarer Nähe einer Dienststelle auf. Die Beamten wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen auf.

+++ 12.52 Uhr: Kreise: Lufthansa will bis zu 90 Flugzeuge von Air Berlin +++

Die Lufthansa will sich aus der Insolvenzmasse der Air Berlin ungefähr 90 der 140 Flugzeuge sichern. Entsprechende Vorab-Informationen der "Süddeutschen Zeitung" wurden in Unternehmenskreisen bestätigt. Der Konzern sieht sich unter großem Zeitdruck, so dass die bereits weit gediehenen Verhandlungen schon in der kommenden Woche abgeschlossen werden könnten. Laut "SZ" will die Lufthansa neben den bereits angemieteten 38 Air-Berlin-Jets die Touristik-Tochter "Niki" und weitere Flugzeuge übernehmen. Sie sollen unter dem Dach der Tochter Eurowings an den Start gehen. In der Zahl seien auch die meisten der 17 Langstrecken-Flugzeuge der Air Berlin enthalten.

+++ 12.38 Uhr: Suche nach Zähnen ruft Polizei auf den Plan +++

Ungewöhnlicher Besuch: Ein 56 Jahre alter Mann hat im badischen Rheinfelden bei einer Frau geklingelt und gefragt, ob er auf ihrem Balkon nach seinem Gebiss suchen dürfe. Wie die Polizei mitteilte, war die Dame von dem Vorfall am Mittwoch so verunsichert, dass sie den Mann zunächst vor der Tür warten ließ und die Polizei alarmierte. Doch wie sich herausstellte, hatte der Mann keine bösen Absichten. Er hatte demnach am Vorabend in einer der oberen Wohnungen Bekannte besucht und auf deren Balkon seine Prothese verloren. Ob der 56-Jährige seine künstlichen Zähne mittlerweile gefunden hat, war zunächst nicht bekannt.

+++ 12.20 Uhr: Petry gibt sich angesichts drohender Immunitätsaufhebung gelassen +++

AfD-Chefin Frauke Petry sieht einem möglichen Verfahren wegen des Verdachts des Meineids gelassen entgegen. Sollte es tatsächlich ein Gerichtsverfahren geben, "kann ich in diesem zu den im Raum stehenden Vorwürfen öffentlich Stellung nehmen - das war bisher nicht möglich", erklärte Petry nach der Empfehlung des Immunitätsausschusses im sächsischen Landtag, ihre Immunität aufzuheben. Sie begrüße die Ausschussentscheidung daher "ausdrücklich".

+++ 12.14 Uhr: Mehr als 600 Überreste menschlicher Knochen in Nordmexiko entdeckt +++

In Nordmexiko sind in einem Massengrab mehr als 600 Überreste menschlicher Knochen entdeckt worden. Das Massengrab sei in der Nähe von Tijuana nicht weit von der Grenze zu den USA nach einem Tipp durch einen inhaftierten Drogenhändler gefunden worden, wie eine Vereinigung für Vermisste in der mexikanischen Region Baja California mitteilten. Demnach dürfte es mindestens einen Monat dauern, bis Experten die Knochenüberreste in dem Massengrab vollständig gesichtet haben. Anschließend sollen DNA-Untersuchungen in Mexiko-Stadt erfolgen.

Der grausige Fund wurde in demselben Gebiet gemacht, in dem 2009 das Massengrab von Santiago Meza gefunden worden war. Er hatte auf Anweisung von Drogenhändler die Leichen in Chemikalien aufgelöst und die Überreste in dem Massengrab verscharrt. Er hatte zugegeben, dass er etwa 300 Leichen verschwinden ließ. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit 2006 mehr als 186.000 Menschen getötet, etwa 30.000 weitere gelten landesweit als vermisst.

+++ 11.52 Uhr: Rentner spaziert mit Rollator auf Autobahnzubringer +++

Falsch abgebogen: Ein Rentner hat sich bei einem Spaziergang in Bremerhaven mit seinem Rollator auf einen Autobahnzubringer verirrt. Besorgte Autofahrer riefen die Polizei, die den 76-Jährigen kurz vor der Autobahn stoppte. Er erklärte den Beamten, er habe bei dem Verkehr lediglich die Orientierung verloren, wie es in einer Mitteilung hieß. Ein Streifenwagen brachte den Mann nach seinem Ausflug am Mittwoch zurück ins Seniorenheim.

+++ 11.01 Uhr: Von der Leyen: Aufarbeitung der Bundeswehr-Tradition braucht Zeit +++

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet eine sorgfältige Aufarbeitung der Tradition der Bundeswehr. "Dies ist ein Prozess, der nicht in wenigen Wochen abgeschlossen ist. Das Thema verträgt keine Eile", sagte die Ministerin in der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr. Sie hatte mehr als 300 Teilnehmer eingeladen, um in einem ersten Workshop über den 1982 ergangenen Traditionserlass zu diskutieren.

Eine Affäre um rechtsextreme Umtriebe in der Bundeswehr hatte im Frühjahr eine Diskussion über deren Umgang mit ihrer Tradition und insbesondere der Wehrmacht entfacht. Nachdenken über Tradition erfordere eingehende historische Kenntnisse, historisches Bewusstsein, Umsicht, Differenzierung und keine schnellen Urteile, mahnte die Verteidigungsministerin. Nur wenn die Gesellschaft verstehe, wie die Bundeswehr denke, fühle und ihre Vorbilder setze, könne sie von dieser auch gewürdigt werden.

+++ 10.14 Uhr: Geiselnahme bei Rundfunksender in Holland beendet +++

Die niederländische Polizei hat die Geiselnahme einer Frau in einem Sendegebäude des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (NPO) unblutig beendet. Ein Einsatzkommando habe den Täter in dem Haus in Hilversum bei Amsterdam festgenommen, teilte die Polizei mit. Die vom Täter mit einem Messer bedrohte Rundfunkmitarbeiterin sei unverletzt, werde aber vorsichtshalber medizinisch betreut.

Der Mann hatte die Frau den Angaben zufolge am Morgen gezwungen, mit ihm in das Gebäude zu gehen. Der Nachrichtensender NOS berichtete unter Berufung auf Zeugenangaben, der Geiselnehmer habe ihr ein Messer an die Kehle gehalten und an der Rezeption in gebrochenem Niederländisch verlangt, einen Vertreter des US-Senders CNN zu sprechen. 

+++ 10.08 Uhr: Zweijähriger stirbt zurückgelassen in heißem Auto +++

Ein zwei Jahre alter Junge ist in Österreich stundenlang bei 30 Grad Außentemperatur in einem Auto zurückgelassen worden und gestorben. Die 17-jährige Mutter und ihr Freund ließen das Kind absichtlich im Fahrzeug zurück, wie die Polizei berichtete. Das Paar wollte den Jungen ersten Aussagen zufolge nicht wecken, nachdem er bei einer längeren Autofahrt eingeschlafen war.
Die beiden gingen in ihre Wohnung, schliefen selbst ein und vergaßen das Kind so für mehrere Stunden. Als sie den Zweijährigen wieder aus dem Auto holen wollten, war er bereits tot. Das Unglück ereignete sich am Dienstag im Vorarlberger Bezirk Bludenz. Zuerst berichtete die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" über den Fall. Die Todesursache stand offiziell zunächst noch nicht fest. Die Leiche des Kinds sollte am Donnerstag in Innsbruck obduziert werden. Im Falle eines Hitzetods wird gegen die Mutter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.

+++ 9.39 Uhr: Landtagsausschuss empfiehlt Aufhebung der Immunität von AfD-Chefin Petry +++

Der Immunitätsausschuss des sächsischen Landtags hat am Donnerstag einstimmig die Aufhebung der Immunität von AfD-Chefin empfohlen. Der Ausschuss entsprach damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden, die gegen Petry wegen des Verdachts des Meineids ermittelt. Hintergrund sind Vorwürfe, Petry habe in einer Sitzung des Wahlprüfungsausschusses des Landtags im November 2015 in einer Zeugenaussage unter Eid falsch ausgesagt.

+++ 9.12 Uhr: Rundfunkgebäude in Holland wegen Geiselnahme abgeriegelt +++

Wegen einer hat die niederländische Polizei ein Gebäude des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (NPO) in Hilversum bei Amsterdam abgeriegelt. In dem Haus bedrohe ein Mann eine Frau mit einem Messer, berichtete der Nachrichtensender NOS. Die Polizei schätze die Lage als ernst ein. Der Mann habe die Frau am Morgen vor dem Haus bedroht und sei dann mit ihr in das Gebäude gegangen. Dort befinden sich mehrere Sendestudios. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

+++ 9.10 Uhr: Katze tapst auf Kochfeld - Brand in der Küche +++

Eine Katze hat bei ihrer nächtlichen Runde durch die Küche ihrer Besitzer in Nordrhein-Westfalen den Herd angeschaltet und dadurch einen kleinen Brand ausgelöst. In der Nacht schrillten in der Wohnung in Alsdorf bei Aachen plötzlich die Rauchmelder. Die Katze sei offensichtlich über den Herd getapst und sei mit ihren Pfoten auf die Touchscreen-Bedienfläche gekommen, teilte die Feuerwehr mit. Die Platte wurde heiß, und ein Holzbrett auf dem Herd fing Feuer. Großen Schaden gab es aber letztlich nicht.
Bewohner und Katze blieben unverletzt.

+++ 9.06 Uhr: Entscheidung zu Zukunft von Berliner Flughafen Tegel vertagt +++

Die Zukunft des Berliner Flughafens Tegel bleibt weiter offen. Bei einem Spitzentreffen zum Streit über eine mögliche Offenhaltung des Airports wurde eine Entscheidung vertagt. In einer gemeinsamen Erklärung der Länder Berlin und Brandenburg sowie dem Bund als Gesellschafter hieß es, im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung im November würden die rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Diskussion um den Flughafen beraten.

Bisher bestand der Konsens, Tegel nach Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER zu schließen. Anfang Juli jedoch sprach sich Dobrindt überraschend für eine Offenhaltung Tegels aus. Die Berliner stimmen zeitgleich mit der Bundestagswahl am 24. September über einen Volksentscheid ab, der den Senat zur Weiternutzung des Airports auffordert.

+++ 8.55 Uhr: Zwei Tote bei Selbstmordanschlag an Gazas Grenze zu Ägypten +++

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat bei einer Attacke an der Grenze zu Ägypten einen Hamas-Grenzwächter mit in den Tod gerissen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, als der mutmaßliche Anhänger des Terrornetzwerks Islamischer Staat (IS) am Rafah-Grenzübergang seinen Sprengsatz zündete, teilte ein Sprecher des örtlichen Innenministeriums mit.

Wachmänner der im Gazastreifen herrschenden Hamas hätten zwei Verdächtige angehalten, die sich der Grenze näherten, sagte der Sprecher. Einer habe sich daraufhin in die Luft gesprengt, der zweite sei dabei verletzt worden. Die Hamas geht davon aus, dass die Männer nach Ägypten vordringen wollten.  

+++ 8.50 Uhr: Fliegerbombe im niedersächsischen Hildesheim entschärft +++

Im niedersächsischen Hildesheim ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die Sperrung eines großen Bereichs der Innenstadt wurde in der Nacht wieder aufgehoben, wie die Stadt mitteilte. Die 20.000 betroffenen Bürger konnten demnach wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die britische Fliegerbombe war am Mittwoch entdeckt worden. Oberbürgermeister Ingo Meyer dankte den 800 Einsatzkräften vor allem für die rasche Evakuierung des Gebiets. "Innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ist es gelungen, einen sehr großen Bereich mit knapp 20.000 Bürgern zu evakuieren", erklärte Meyer. Dies sei eine "enorme Leistung" gewesen.

+++ 8.11 Uhr: FC Barcelona-Manager: "Nah dran" an Verpflichtung von Dembélé +++

Der FC Barcelona steht nach eigenen Angaben kurz vor einer Verpflichtung von Borussia Dortmunds Ousmane Dembélé. "Wir sind nah dran, sowohl Coutinho als auch Dembélé zu verpflichten", sagte Barça-Manager Pep Segura nach der 0:2-Niederlage bei Real Madrid im Rückspiel um den spanischen Supercup. Die Katalanen wollen sich nach dem Abgang von Superstar Neymar zu Paris Saint-Germain für die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro mit Youngster Dembélé und Philippe Coutinho vom FC Liverpool verstärken.

"Wir hoffen, dass sie am Ende das Trikot des tragen werden", sagte Segura, der die Notwendigkeit von Verstärkungen für den spanischen Fußball-Club betonte. "Wir diskutieren darüber, wir sind nah dran. Aber bis jetzt ist noch nichts passiert."

+++ 7.52 Uhr: Japan plant wegen Nordkorea Ausbau seiner Raketenabwehr +++

Wegen der Bedrohung durch Nordkoreas Raketen will Japan seine Raketenabwehr weiter ausbauen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, wird ein landgestütztes Aegis-System erwogen. Für die Planung eines solchen Abwehrsystems wolle das Verteidigungsministerium notwendige Finanzmittel im kommenden Staatshaushalt beantragen, hieß es. Der derzeit in Washington weilende Verteidigungsminister Itsunori Onodera dürfte die Pläne für ein weiteres Abwehrsystem mit seinen US-Kollegen besprechen, hieß es.

+++ 7.37 Uhr: Bulgarien will Grenzschutz gegen Flüchtlinge verstärken +++

Im Kampf gegen illegale Einwanderung will Bulgarien den Schutz seiner Grenze massiv ausbauen. "Zur Stärkung unseres Grenzschutzes werden wir künftig verstärkt das Militär einsetzen", sagte Verteidigungsminister Krasimir Karakachanow der "Welt". Geplant sei eine Aufteilung der Grenze in fünf verschiedene Zonen. "In jede dieser Zonen werden wir jeweils eine bewaffnete Truppe in Kompaniestärke schicken, die den entsprechenden Grenzabschnitt bewachen soll." Insgesamt sollen nach Angaben des Vize-Regierungschefs bis zu 600 Soldaten zum Einsatz kommen, darunter auch "hoch spezialisierte Kampftruppen". Karakachanow kündigte auch eine verstärkte Überwachung mit Videokameras und Drohnen an.      

+++ 6.36 Uhr: Mindestens 37 Tote bei Gefängnisaufstand in Venezuela +++

Bei einem in Venezuela sind mindestens 37 Menschen getötet worden. Die Generalstaatsanwaltschaft erklärte, sie habe eine Untersuchung des Vorfalls in der Stadt Puerto Ayacucho im Grenzgebiet zu Brasilien und Kolumbien angeordnet. Beim Sturm von Spezialkräften auf das Gefängnis wurden nach offiziellen Angaben zudem 14 Sicherheitskräfte verletzt. Nach Angaben von Hilfsorganisationen waren alle Getöteten Insassen.

Der oppositionelle Gouverneur des Bundesstaates Amazonas, Liborio Guarulla, sprach von einem "Massaker". In der Haftanstalt im Amazonasgebiet sollen die Gefangenen eigentlich maximal 48 Stunden präventiv einsitzen. Einige der Häftlinge seien aber schon seit Jahren dort gewesen, hieß es von einer Hilfsorganisation. Während des Aufstands sollen sich 105 Gefangene in der Haftanstalt befunden haben.

Die Gefängnisse in Venezuela gelten als völlig überfüllt. Ende 2016 saßen dort 88.000 Häftlinge ein, es gibt aber nur 35.000 Plätze.

+++ 5.19 Uhr: Steuer- und Sozialsystem benachteiligt laut Studie Geringverdiener +++

Mehrarbeit und Lohnzuwächse zahlen sich laut einer Studie für Geringverdiener nicht unbedingt aus. Sie könnten gerade in unteren Einkommensgruppen dazu führen, dass teilweise weniger Geld übrigbleibe, erklärte die Bertelmann-Stiftung in Gütersloh. Dagegen könnten Spitzenverdiener deutlich mehr behalten. Grund ist laut der Untersuchung von Wissenschaftlern des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) das Zusammenwirken des deutschen Steuer, Abgabe- und Transfersystems.

Für die Studie untersuchten die Experten für insgesamt sechs Musterhaushalte die Höhe der sogenannten effektiven Grenzbelastung. Dieser Wert gibt laut Bertelsmann-Stiftung an, welcher Anteil eines zusätzlich verdienten Euros aufgrund von Beiträgen zur Sozialversicherung, Einkommenssteuern oder durch den Entzug von Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kinderzuschlag wieder abgegeben werden müsste. Bei einer effektiven Grenzbelastung von 60 Prozent würden beispielsweise von einem zusätzlich verdienten Euro nur 40 Cent netto übrig bleiben.

+++ 5.09 Uhr: Australische Polizei durchsucht Grundstück nach vermisster Deutscher +++

Nach dem rätselhaften Verschwinden einer jungen Deutschen in Australien durchsucht die Polizei nun das Haus und Grundstück der Familie. Von der 23-jährigen Tanja E., einer Mutter von zwei kleinen Kindern, fehlt seit mehr als einer Woche jede Spur. Befürchtet wird, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Ihr Ehemann, ein 41-jähriger Australier, hatte sich am Mittwoch erschossen. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sollten zunächst das Haus der Familie und die nähere Umgebung abgesucht werden. Die Familie lebte auf einer Schaffarm in der Nähe von Mannahill, einer kleinen Gemeinde im Süden des Landes. Dort war der Mann am Mittwoch tot aufgefunden worden. Kurz zuvor hatte die Polizei bekanntgegeben, dass sie wegen Mordes ermittelt.

ivi/fs/wue/AFP/DPA