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News des Tages: Horst Seehofer: "Özil gehört selbstverständlich zu Deutschland, er ist einer von uns"

USA drohen Türkei mit Sanktionen wegen eines inhaftierten Pastors +++ Waldbrand in Brandenburg +++ Messungen in der Milchstraße: Schwarzes Loch bestätigt Einstein  +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Horst Seehofer sieht im Fall Özil kein Beispiel für eine gescheiterte Integration

Horst Seehofer sieht im Fall Özil kein Beispiel für eine gescheiterte Integration

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • USA drohen Türkei mit Sanktionen wegen eines US-Pastors (17.12 Uhr)  
  • Regierung untersagt Firmenverkauf an Chinesen (15.56 Uhr)
  • Erster erfolgreicher Test von Relativitätstheorie an Schwarzem Loch in Milchstraße (14.08 Uhr)
  • 82 Tote nach Waldbränden in Griechenland (11.30 Uhr)
  • BGH urteilt grundsätzlich für offene WLan-Hotspots (9.57 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker: 

+++ 17.54 Uhr: Für Seehofer gehört Özil "selbstverständlich zu Deutschland" +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich solidarisch mit dem Fußballspieler Mesut Özil gezeigt. "Özil gehört selbstverständlich zu Deutschland, er ist einer von uns", sagte der auch für Sport zuständige Minister der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Seehofer hatte im März zum Start der großen Koalition mit der Einschätzung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, für heftige Debatten gesorgt. Zugleich hatte der CSU-Chef erklärt: "Die bei uns lebenden Muslime gehören aber selbstverständlich zu Deutschland."

+++ 17.34 Uhr: Baltische Staaten unterstützen die USA in der Krim-Frage +++

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben die Forderung des US-Außenministeriums an Russland zur Beendigung der Besetzung der Krim begrüßt. Die Außenministerien in Tallinn, Riga und Vilnius würdigten am Donnerstag in Mitteilungen die Haltung der USA und deren Unterstützung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine. Außenminister Mike Pompeo hatte am Mittwoch mitteilt, die USA würden die Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel nicht anerkennen und Moskau aufgefordert, die Besetzung zu beenden.

Wladimir Putin fuhr in einem orangenen Lastwagen der kultigen russischen Marke Kamaz über die Krim-Brücke

+++ 17.21 Uhr: Zehntes Nashorn in Kenia nach Umsiedlung gestorben +++

In Kenia ist nach einer Umsiedlung von bedrohten Nashörnern inzwischen ein zehntes Tier gestorben. Dies bestätigte der Tourismusminister Najib Balala. Elf Spitzmaulnashörner wurden kürzlich von der kenianischen Wildtierbehörde (KWS) mit Unterstützung der Tierschützer des WWF in den östlichen Tsavo-Nationalpark verlegt, um den Erhalt der Art zu fördern. 

Den Untersuchungen zufolge starben die verlegten Tiere in Folge von Stress, der durch eine Salzvergiftung verstärkt wurde, wie Balala erklärte. Das letzte noch lebende Tier sei von einem Löwen angegriffen worden und werde derzeit behandelt. 

+++ 17.12 Uhr: USA drohen Türkei Sanktionen an +++

Die USA haben der Türkei Sanktionen angedroht, falls sie den wegen Terror- und Spionagevorwürfen angeklagten US-Pastor Andrew Brunson nicht auf freien Fuß setzt. Dies kündigte Vizepräsident Mike Pence am Donnerstag an. Brunson war am Mittwoch nach fast zwei Jahren in einem türkischen Gefängnis in den Hausarrest entlassen worden.

+++ 16.65 Uhr: Syrer nach IS-Angriff mit fast 300 Toten unter Schock +++

Nach dem IS-Angriff mit mehr als 300 Toten auf die Provinz Al-Suwaida trauern die Syrer um die vielen Opfer. Bei Beerdigungsfeiern im Süden des Landes wurden die Toten am Donnerstag zu Grabe getragen. "Die ganze Provinz steht unter völligem Schock", sagte Abu Umar, ein Bewohner der gleichnamigen Stadt. "Das war ein Massaker an der Gemeinschaft der Drusen." Die Drusen sind eine religiöse Minderheit, die im Süden Syriens ein Zentrum haben. Sie stehen im Bürgerkrieg mehrheitlich an der Seite der Regierung.

Das Auswärtige Amt erklärte, der Angriff sei "zutiefst schockierend" und ein Beleg dafür, dass vom IS weiter eine ernste Gefahr ausgehe. Um ihn nachhaltig zu besiegen, müsse eine Friedenslösung für ganz Syrien gefunden werden, die dem Terrorismus den Boden entziehe.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte am Mittwoch bei einem der blutigsten Angriffe seit Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs vor mehr als sieben Jahren versucht, auf die von der Regierung kontrollierte Stadt Al-Suwaida vorzurücken. Es kam zu stundenlangen Gefechten. Zeitweise konnte der IS Dörfer im Umland einnehmen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Donnerstag, unter den Opfern seien 135 Zivilisten und 111 regierungstreue Kämpfer. Demnach kamen zudem 56 IS-Anhänger ums Leben. Sieben Extremisten hätten sich selbst in die Luft gesprengt. 

+++ 16.30 Uhr: Großer Waldbrand bei Potsdam - Evakuierung von Fichtenwalde möglich +++

In der Nähe des Autobahndreiecks Potsdam steht seit Donnerstagnachmittag ein größeres Stück Wald in Flammen. Die Polizei sperrte die Autobahn A9 vom Autobahndreieck in Richtung Leipzig, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Auch eine Sperrung der Gegenrichtung werde erwogen, sagte ein Sprecher. Autofahrer wurden gebeten, die Region weiträumig zu umfahren. 

Anwohnern des Ortes Fichtenwalde wurde von der Feuerwehr empfohlen, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. "Legen Sie Kleidung und wichtige Dokumente/Medikamente bereit. Schalten Sie Rundfunk und Fernsehen ein", hieß es. Anwohner in unmittelbarer Nähe des Brandes sollten Fenster und Türen schließen. In dem Gebiet brennen etwa 90 Hektar Wald.

+++ 16.27 Uhr: Deutsche wegen IS-Mitgliedschaft festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag im Großraum Karlsruhe eine Deutsche als mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Die 31-jährige Sabine Ulrike S. soll nach Angaben der Behörde im Dezember 2013 von Deutschland nach Syrien gereist sein, um sich dem IS anzuschließen. Unmittelbar nach ihrer Ankunft heiratete sie demnach einen ihr bis dahin unbekannten IS-Kämpfer.

+++ 15.56 Uhr: Regierung untersagt Firmenverkauf an Chinesen +++

Die Bundesregierung legt einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge erstmals ihr Veto gegen den Verkauf einer deutschen Firma an chinesische Investoren ein. Es handle sich um den westfälischen Werkzeugmaschinenhersteller Leifeld Metal Spinning, Technologieführer bei hochfesten Materialien, die in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen, aber auch im Nuklearbereich verwendbar sind, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Donnerstag. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium erklärte gegenüber AFP, es könne zu einzelnen Investitionsprüfungen keine Stellung nehmen.

+++ 15.52 Uhr: Dschihadist Nils D. wird wegen dreifachen Mordes angeklagt +++

Wegen Mordes in drei Fällen hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen IS-Dschihadisten Nils D. erhoben. Der 27-Jährige sei hinreichend verdächtig, in drei Fällen als Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien "aus niedrigen Beweggründen grausam einen Menschen getötet und hierdurch auch gegen das Völkerstrafgesetzbuch verstoßen zu haben", erklärte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe. Die Anklage wurde demnach Mitte Juli vor dem Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf erhoben.

D. soll von Juli bis November 2014 als IS-Mitglied einer sieben- bis achtköpfigen Gruppe angehört haben, die in einem IS-Gefängnis in Syrien regelmäßig Gefangene folterte. Dadurch sollten ihnen Geständnisse abgepresst werden. "In mindestens drei Fällen kamen hierbei nach gemeinsamer Folter durch den Angeschuldigten und zwei weiterer IS-Mitglieder Gefangene ums Leben", erklärte die Bundesanwaltschaft. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof hatte bereits Ende März 2018 Haftbefehl gegen D. erlassen. Er befindet sich derzeit in anderer Sache in Haft.

+++ 15.36 Uhr: Türkische Behörden nehmen Deutschen fest +++

Im Süden der Türkei ist laut türkischen Medienberichten ein deutscher Staatsbürger unter dem Vorwurf der "Terrorpropaganda" für die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) festgenommen worden. Der Mann namens Dennis E. habe nach Angaben der Justiz in den Online-Netzwerken für die verbotene kurdische Rebellengruppe geworben, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag. Das Auswärtige Amt bestätigte seine Festnahme.

+++ 15.26 Uhr: Der "Welterschöpfungstag" tritt bereits am 1. August ein +++

Der sogenannte Welterschöpfungstag fällt in diesem Jahr bereits auf den 1. August und ist damit einen Tag früher als vor einem Jahr. Zu diesem Stichtag am kommenden Mittwoch sind alle Ressourcen aufgebraucht, die auf der Erde innerhalb eines Jahres nachwachsen können und damit nachhaltig zur Verfügung stehen, wie die Umweltorganisation WWF Deutschland am Donnerstag mitteilte. Demnach war der "Welterschöpfungstag" vor zwanzig Jahren noch im Oktober.

+++ 14.55 Uhr: Daimler macht fast 25 Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr +++

Der Fahrzeugbauer Daimler hat im zweiten Quartal deutlich weniger Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, brach der Quartalsgewinn um rund ein Viertel auf 1,8  Milliarden Euro ein. Als Gründe nannte das Unternehmen "temporär schwächere Preisdurchsetzung inklusive Zöllen" in der Autosparte Mercedes-Benz.

Im Juni hatte Daimler eine Gewinnwarnung herausgegeben und unter anderem damit begründet, dass höhere chinesische Zölle auf in den USA produzierte Autos nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden könnten. Zudem verdiente das Unternehmen deutlich weniger mit seinen Lieferwagen und Bussen - und das trotz Rekordabsätzen.

+++ 14.20 Uhr: Imran Khan erklärt sich zum Wahlsieger in Pakistan +++

Der einstige Cricket-Star hat sich zum Sieger der Parlamentswahl in Pakistan erklärt. Khan, der für die Oppositionspartei Tehreek-e-Insaf (PTI) angetreten war, sagte am Donnerstag: "Wir waren erfolgreich, und wir haben ein Mandat erhalten." Die regierende Pakistanische Muslimliga-Nawaz (PML-N) hatte bereits nach der Wahl am Mittwoch von "Manipulation" gesprochen und angekündigt, die Ergebnisse der Parlamentswahl nicht anzuerkennen.

+++ 14:08 Uhr: Erster erfolgreicher Test von Relativitätstheorie an Schwarzem Loch in Milchstraße +++

Im Zentrum der haben Astronomen eine weitere Bestätigung für Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie gefunden: Erstmals konnten sie die sogenannte Gravitations-Rotverschiebung nachweisen. Die Wissenschaftler um Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München hatten den Stern S2 ins Visier genommen und genau verfolgt, wie er das extrem massereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Heimatgalaxie passierte. Ihre Beobachtungen mit dem "Very Large Telescope" (VLT) der Europäischen Südsternwarte Eso stellen die Forscher im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics" vor.

Der Stern S2 umrundet das 26.000 Lichtjahre entfernte zentrale Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße etwa alle 15 Jahre. Auf seiner eiförmigen Bahn nähert er sich bis auf 14 Milliarden Kilometer an das Schwarze Loch an - das entspricht ungefähr dem dreifachen Abstand des äußersten Planeten unseres Systems, Neptun, zur Sonne. Der Stern wird dabei sehr schnell, er erreicht ein Tempo von mehr als 25 Millionen Kilometern pro Stunde, fast drei Prozent der Lichtgeschwindigkeit. Nach vor mehr als 100 Jahren veröffentlichten Theorie sollte das Licht des Sterns durch die starke Gravitationskraft des Schwarzen Lochs etwas röter werden - die Lichtwellenlänge wächst. Genau diesen Effekt haben die Forscher nun beobachtet.

Einstein erklärt die Welt

+++ 13:50 Uhr: Leitzins im Euroraum bleibt auf Rekordtief von null Prozent +++

Die (EZB) belässt den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der EZB-Rat am Donnerstag bei seiner Sitzung in Frankfurt, wie die Notenbank mitteilte.

+++ 13.31 Uhr: Linke geben Bundesregierung Mitschuld an Athener Feuerkatastrophe +++

Die Spitze der Linken in hat der Bundesregierung eine Mitschuld an den Waldbränden im Osten Athens mit mindestens 82 Toten gegeben. "Die deutsche #Regierung trägt eine Mitschuld!", twitterte Parteichef Bernd Riexinger am Donnerstag. Die Waldbrände seien zwar von der Hitze verursacht. "Die Einsparungen bei der Brandbekämpfung wurden aber durch u.a. deutsche Sparprogramme in #Griechenland verordnet", schrieb Riexinger.

Kipping twitterte: "Die Feuerwehr wurde kaputt gespart durch Schäubles Spardiktat." Damit meint sie die Sparauflagen der internationalen Geldgeber, die im Gegenzug Kredite für das pleitebedrohte Griechenland gegeben hatten. In Deutschland war Wolfgang Schäuble (CDU) damals Finanzminister.

+++ 13.08 Uhr: Rund 400 Migranten stürmen spanische Exklave Ceuta +++

Rund 400 afrikanische Flüchtlinge haben die spanische Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko gestürmt. Sie seien am Donnerstag "plötzlich und mit viel Gewalt" über den doppelten Stacheldrahtzaun geklettert, sagte ein spanischer Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Demnach griffen die Migranten dabei Sicherheitskräfte mit ätzendem Branntkalk an, mehr als ein Dutzend von ihnen sei verletzt worden.

+++ 12.56 Uhr: Ryanair: Fluggäste bekommen kein Geld als Entschädigung +++

Der irische Billigflieger Ryanair will seine Passagiere nicht für Flugausfälle und -verspätungen infolge des aktuellen Streiks entschädigen. Aufgrund der "außergewöhnlichen Umstände" werde sie nichts bezahlen, teilte Europas größte Billig-Airline am Donnerstag in Dublin mit.

Nach EU-Recht ist laut Ryanair keine Entschädigung fällig, wenn "die Gewerkschaft unangemessen und völlig außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft handelt". Fluggasthelfer-Portale kritisierten dagegen die Haltung der Airline als inakzeptabel.

+++ 12.55 Uhr: Dieb klaut in Wien Rückgeld von Ticketautomaten - Beute 16.000 Euro +++

Mit der Manipulation von Ticketautomaten für Busse und Bahnen hat ein 52-Jähriger in Wien rund 16.000 Euro erbeutet. Wie die Polizei am Donnerstag berichtete, hatte der Mann die Automaten derart verändert, dass sie kein Rückgeld mehr auswarfen - das holte er sich dann später selber. Insgesamt zählten die Ermittler 779 solcher Fälle von Diebstahl. Neben dem unmittelbaren Schaden summierten sich laut Polizei die Kosten für Reparatur und Ähnliches für die Wiener Linien auf etwa 50.000 Euro. Der Mann war aufgeflogen, als ihn zwei Mitarbeiterinnen des Nahverkehrsunternehmens beim Hantieren an einem Automaten beobachten und verfolgten.

+++ 12.51 Uhr: Fledermäuse in Schlafzimmer rufen Polizei auf den Plan +++

Wegen eines ganzen Schwarms von Fledermäusen in ihrem Schlafzimmer hat eine Frau in Baden-Württemberg die Polizei zu Hilfe gerufen. Die 46-Jährige alarmierte in der Nacht zum Donnerstag die Polizei in Stuttgart, weil sich bis zu zehn Tiere in ihre Wohnung im vierten Stock verflogen hätten, und bat um Hilfe, wie die Beamten mitteilten. Bei deren Eintreffen flogen noch drei Tiere umher.

Mit Hilfe einer mitgebrachten Gardine gelang es den Beamten, die drei verirrten Zwergfledermäuse einzufangen und wieder in die Freiheit zu entlassen. Die Polizei sprach von einem "Einsatz für den Tierschutz". Sie erinnerte daran, dass alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten streng geschützt sind und auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen.

+++ 12.17 Uhr: Weltkriegspilotin Mary Ellis mit 101 Jahren gestorben +++

Ein Spitfire-Jagdflugzeug bei einer Flugshow Ende Juni. Die am Dienstag im Alter von 101 Jahren verstorbene  britische Pilotin Mary Ellis flog diese Maschinen im Zweiten Weltkrieg.

Ein Spitfire-Jagdflugzeug bei einer Flugshow Ende Juni. Die am Dienstag im Alter von 101 Jahren verstorbene  britische Pilotin Mary Ellis flog diese Maschinen im Zweiten Weltkrieg.

Die britische Weltkriegspilotin Mary Ellis ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 101 Jahren in Sandown auf der südenglischen Insel Isle of Wight, wie britische Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Air Transport Auxiliary Association berichteten. Demnach hatte sich Ellis 1941 der Zivilorganisation ATA angeschlossen, die im Zweiten Weltkrieg die Royal Air Force (RAF) unterstützte. Für die ATA flog sie unter anderem Spitfire-Jagdflugzeuge und Wellington-Bomber an die Front. Den Berichten zufolge waren insgesamt 166 Pilotinnen für die ATA tätig. Ellis war demnach die letzte noch überlebende britische Pilotin, die im Zweiten Weltkrieg im Einsatz war.

Die britische Weltkriegspilotin Mary Ellis - dieses Foto entstand für knapp drei Jahren

Die britische Weltkriegspilotin Mary Ellis - dieses Foto entstand für knapp drei Jahren

Getty Images

+++ 12.01 Uhr: Gewalttätiger Mann scheitert mit Beschwerde gegen Deutschland +++

Ein wegen häuslicher Gewalt verurteilter Mann ist mit seiner Beschwerde gegen Deutschland gescheitert. Deutsche Richter hätten sein Recht auf ein faires Verfahren nicht verletzt, urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Der Mann hatte sich in Straßburg darüber beschwert, dass seine Frau vor einem deutschen Gericht nicht gegen ihn ausgesagt hatte und er trotzdem wegen Gewalt gegen sie zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Der Gerichtshof folgte seiner Argumentation nicht. Die Frau habe zwar nur vor Beginn des Prozesses vor einem Ermittlungsrichter ausgesagt und nicht mehr in dem Verfahren selbst. Aber noch genügend andere Zeugen hätten den Mann belastet. So hatte unter anderem ihr Sohn vor Gericht bezeugt, dass er Schreie gehört hatte. Nachbarn sagten aus, sie hätten die am Kopf blutende Frau bei der Flucht vor dem gewalttätigen Mann gesehen. Das Urteil sei also nicht allein auf die vor Prozessbeginn gemachten Aussagen der Frau gestützt gewesen - und das Verfahren daher nicht unfair. Der Beschwerdeführer kann das Urteil innerhalb von drei Monaten anfechten.

+++ 11.49 Uhr: Saarländische Polizei hebt Waffenlager in Wohnhaus aus +++

Bei einer Hausdurchsuchung im saarländischen Heusweiler haben Polizisten fast hundert Schusswaffen entdeckt. Ein dem Haus lebender 53-Jähriger steht nun im Verdacht des illegalen Waffenbesitzes, wie ein Polizeisprecher in Saarbrücken mitteilte. Der weitaus größte Teil der Waffen war zwar demnach erlaubnisfrei. Einige dieser Waffen wurden jedoch manipuliert - mit der Folge, dass ihr Besitzer eine Erlaubnis benötigt hätte.

Die Polizisten entdeckten das Waffenlager gestern, als sie in dem Privathaus in Heusweiler einen Durchsuchungsbeschluss vollstreckten. Hintergrund war demnach ein bereits länger zurückliegender Fall von mutmaßlicher Bedrohung, bei der eine illegale Waffe eine Rolle gespielt haben soll.

+++ 11.47 Uhr: Heim-Mitarbeiterinnen sollen Jugendliche sexuell missbraucht haben +++

Wegen des Verdachts, Heim-Jugendliche sexuell missbraucht zu haben, hat die Caritas zwei Mitarbeiterinnen in Hessen vom Dienst freigestellt. "Wir haben beide Angelegenheiten zur Strafanzeige gebracht", sagte Ansgar Erb vom Vorstand des Wohlfahrtsverbandes in Fulda. Betroffen ist das Fritzlarer Haus Carl Sonnenschein mit 90 Kindern und Jugendlichen an mehreren Standorten.

Laut Erb waren zwei schriftliche, anonyme Hinweise eingegangen. Darin wird einer Mitarbeiterin vorgeworfen, mit einem 16-Jährigen, der zeitweise im Haus Carl Sonnenschein betreut wurde, eine Liebesbeziehung gehabt zu haben. Eine andere Mitarbeiterin soll einen Jugendlichen sexuell gestreichelt haben. Dank der Anzeigen solle nun extern überprüft werden, ob die Anschuldigungen stichhaltig seien. Den anonymen Angaben werde "mit Nachdruck nachgegangen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel.

+++ 11.35 Uhr: Missbrauchsprozess Freiburg - 33-Jähriger gesteht +++

Im siebten und vorerst letzten Prozess im Missbrauchsfall Staufen bei Freiburg hat der angeklagte 33-Jährige ein Geständnis abgelegt. Er habe schwere Straftaten begangen und dem heute zehn Jahre alten Jungen großes Leid zugefügt, sagte der Mann aus Spanien zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Freiburg. Er habe das Kind mehrfach vergewaltigt und hierfür Geld bezahlt. Als Grund nannte er sein sexuelles Interesse an Kindern. Sein Wunsch sei es, eine Therapie machen zu können. Ein Urteil soll es Anfang August geben.

Der damals in Staufen lebende Junge war mehr als zwei Jahre lang im Darknet angeboten und Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter (48) und deren wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafter Lebensgefährte (39) haben dies gestanden. In dem Fall gab es insgesamt acht Festnahmen und Anklagen. Der 33-Jährige ist einer der Männer, die sich wegen der Vergewaltigungen vor Gericht verantworten müssen. Die Mutter des Jungen und deren Lebensgefährte stehen in Freiburg gemeinsam vor Gericht.

+++ 11.32 Uhr: Ex-Liebhaber ohne Recht auf Vaterschaftstest - Kindswohl wichtiger +++

Der Ex-Liebhaber einer verheirateten Frau hat kein Recht darauf zu erfahren, ob er der Vater eines ihrer Kinder ist. Das urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am Donnerstag (Beschwerdenummer 16112/15).

Der Mann hatte im Jahr 2004 eine Beziehung mit der verheirateten sechsfachen Mutter begonnen. Sie endete, kurz nachdem die Frau im Oktober 2006 ein weiteres Kind geboren hatte. Die Frau und ihr Ehemann verweigerten dem Beschwerdeführer den Kontakt zu dem Mädchen. Der Ex-Liebhaber wehrte sich vor deutschen Gerichten dagegen, scheiterte aber und konnte keinen Vaterschaftstest durchsetzen. Deshalb sah er sein Recht auf Achtung des Familienlebens verletzt und beschwerte sich in Straßburg gegen Deutschland.

Der Gerichtshof folgte seiner Sichtweise nicht. Den deutschen Richtern sei es bei ihren Entscheidungen um das Wohl des Kindes gegangen. Wäre die Vaterschaft des Mannes festgestellt worden, wäre womöglich die Familie des Mädchens zerbrochen. Diese Argumentation der deutschen Gerichte überzeugte in Straßburg. Deutschland muss dem Beschwerdeführer daher keine Entschädigung zahlen. Das Urteil kann innerhalb von drei Monaten noch angefochten werden.

+++ 11:30 Uhr: Zahl der Toten bei Waldbränden in Griechenland auf 82 gestiegen +++

Bei den verheerenden Bränden in Griechenland sind mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte eine Sprecherin der griechischen Feuerwehr am Donnerstagmorgen mit. Allerdings gebe es bislang noch zahlreiche Vermisste. Die Suche nach diesen Menschen in den zerstörten Häusern im Raum der Ferienorte Mati, Rafina, Nea Makri und Neos Voutzas dauere an.

+++ 11.27 Uhr: Nach Marchionnes Tod: Ferrari-Mitarbeiter tragen Trauerflor +++

Nach dem Tod des langjährigen Ferrari-Chefs Sergio Marchionne haben die Mitarbeiter des Formel-1-Rennstalls beim Grand Prix von Ungarn Trauerflor getragen. Als Zeichen der Anteilnahme hatten die Mitglieder von Sebastian Vettels Team am Donnerstag im Fahrerlager von Budapest eine schwarze Binde um ihren linken Oberarm. Marchionne hatte im Oktober 2014 den langjährigen Präsidenten Luca di Montezemolo an der Ferrari-Spitze abgelöst. Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation in Zürich hatte sich der Zustand des 66-Jährigen stark verschlechtert. Ferrari hatte seinen Tod am Mittwoch bekanntgegeben.

+++ 11.07 Uhr: Grindel weist Rassismusvorwürfe zurück +++

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Reinhard Grindel, hat die von dem zurückgetretenen Nationalspieler Mesut Özil gegen sich erhobenen Rassismusvorwürfe zurückgewiesen. "Ich gebe offen zu, dass mich die persönliche Kritik getroffen hat", schrieb Grindel in einer am Donnerstag vom DFB veröffentlichten Erklärung. Für den Verband und auch für sich persönlich weise er den Vorwurf aber "entschieden zurück".

Es war die erste persönliche Reaktion Grindels auf die Vorwürfe Özils; zuvor hatte bereits das DFB-Präsidium in einer gemeinsamen Erklärung die Vorwürfe zurückgewiesen. Grindel erklärte nun, "die Werte des DFB sind auch meine Werte. Vielfalt, Solidarität, Antidiskriminierung und Integration, das alles sind Werte und Überzeugungen, die mir sehr am Herzen liegen." Er habe in seiner Zeit beim DFB erleben dürfen, was der Fußball für die Integration leisten kann.

+++ 10.45 Uhr: 17-jährige Palästinenserin Ahed Tamimi wird Sonntag freigelassen +++

Die Palästinenserin Ahed Tamimi soll am Sonntag nach fast acht Monaten Haft wieder auf freien Fuß kommen. Das bestätigte ein Sprecher der israelischen Gefängnisbehörde am Donnerstag. Die 17-jährige Tamimi war wegen eines tätlichen Angriffs auf einen israelischen Soldaten verurteilt worden. Der Jugendlichen waren auch Angriffe auf israelische Sicherheitskräfte in weiteren Fällen sowie ein Aufruf zu Anschlägen vorgeworfen worden.

Tamimis israelische Anwältin Gaby Lasky sagte, die 17-Jährige werde etwas früher entlassen, sie habe ihre achtmonatige Haft noch nicht vollständig abgesessen. "Dies ist ein übliches Vorgehen der Gefängnisbehörde, weil die Haftanstalten so überfüllt sind."

Ahed Tamimi hatte im Dezember einem israelischen Soldaten vor laufender Kamera ins Gesicht geschlagen. Sie war damals noch 16 Jahre alt.

+++ 10.28 Uhr: BGH: Lufthansa muss Kosten für "Sky Marshals" übernehmen +++

Deutsche Luftfahrtunternehmen müssen Flugsicherheitsbegleiter der Bundespolizei ("Sky Marshals") während ihres Einsatzes an Bord bei Inlands- und Auslandsflügen kostenlos transportieren. Einen Anspruch auf Entschädigung von passagierbezogenen Zusatzkosten haben die Unternehmen nicht, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag in Karlsruhe (Az.: III ZR 391/17). Eine Millionenklage der Lufthansa wurde als unbegründet zurückgewiesen.

+++ 9.57 Uhr: BGH urteilt grundsätzlich für offene WLan-Hotspots +++

Internetnutzer, die ihr WLan für die Allgemeinheit öffnen, können künftig nicht mehr auf Unterlassung verklagt werden, wenn jemand ihren Anschluss für illegale Uploads missbraucht. Eine entsprechende gesetzliche Neuregelung von 2017 zur Abschaffung der sogenannten Störerhaftung bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag in den wesentlichen Punkten.

+++ 8.48 Uhr: Voßkuhle rügt die Asyl-Rhetorik der CSU +++

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, hat die Rhetorik der CSU in der Flüchtlingspolitik deutlich kritisiert. Ohne den CSU-Vorsitzenden und Bundesinnenminister Horst Seehofer beim Namen zu nennen, lehnte Voßkuhle in der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag dessen 2016 genutzten Ausdruck von der "Herrschaft des Unrechts" als "inakzeptable Rhetorik" ab. "Sie möchte Assoziationen zum NS-Unrechtsstaat wecken, die völlig abwegig sind."

China: Explosion vor US-Botschaft in Peking - Tatverdächtiger verletzt

+++ 8.34 Uhr: Explosion nahe US-Botschaft in Peking +++

Vor der amerikanischen Botschaft in Peking ist am Donnerstag ein Sprengsatz explodiert. Größere Schäden gab es nicht, wie Augenzeugen berichteten. Auf dem Boden an einer Ecke der Botschaft waren aber Explosionsspuren zu sehen. Nach widersprüchlichen Angaben von Augenzeugen soll ein Mensch verletzt worden sein.

Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr von einem chinesischen Mitarbeiter der US-Botschaft, jemand habe einen Gegenstand über den Zaun auf das Grundstück des Anwesens geworfen. Doch habe ein Botschaftsmitarbeiter das Teil wieder zurück auf die Straße geworfen, wo es dann explodiert sei. Es sei ein selbst gebastelter Sprengsatz gewesen.

Sicherheitspersonal steht in der Nähe des Ortes der Detonation. Bei der US-Botschaft in Peking hat sich am Donnerstag eine Explosion ereignet.

Sicherheitspersonal steht in der Nähe des Ortes der Detonation. Bei der US-Botschaft in Peking hat sich am Donnerstag eine Explosion ereignet.

+++ 8.08 Uhr: 17 Jahre nach Anschlägen auf World Trade Center 26-jähriges Opfer identifiziert +++

17 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sind die sterblichen Überreste eines 26-Jährigen mit Hilfe neuer DNA-Tests identifiziert worden. Von insgesamt 2753 Menschen, die bei dem Anschlag auf das World Trade Center getötet worden waren, sei Scott Michael Johnson das 1642. Opfer, das identifiziert worden sei, teilte die leitende Gerichtsmedizinerin Barbara Sampson am Mittwoch mit. Er arbeitete demnach als Experte für Wertpapiere bei der Investitionsbank Keefe, Bruyette and Woods.

+++ 7 Uhr: Neue Raketenangriffe militanter Palästinenser in Gaza auf Israel +++

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach Angriffen der israelischen Armee erneut Raketen in das israelische Grenzgebiet gefeuert. Das israelische Militär teilte am Donnerstag mit, in der Nacht seien insgesamt neun Geschosse aus dem Küstengebiet identifiziert worden. Eines davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden. Die meisten seien auf freiem Feld in der Nähe des Grenzzauns eingeschlagen.

+++ 6.40 Uhr: Rettungskräfte in Laos suchen weiter nach über 130 Vermissten +++

Nach dem Bruch eines Staudamms in Laos suchen Rettungskräfte mit Booten und Hubschraubern weiter nach 131 Vermissten. 688 Menschen seien schon aus den überfluteten Gebieten gerettet worden, berichteten örtliche Medien am Donnerstag.

Der Xepian-Xe Nam Noy-Staudamm in der südöstlichen Provinz Attapqeu war am Montagabend eingestürzt. Fünf Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Staubecken überschwemmten sechs Dörfer. Das ist ungefähr soviel Wasser, wie der Chiemsee und der Starnberger See zusammen fassen.

+++ 6.34 Uhr: Nirgendwo blitzt es häufiger als in Garmisch +++

Es kracht im Alpen-Idyll: Die bundesweit meisten Blitze sind 2017 im bayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen niedergegangen. Nach einer Auswertung des Blitz-Informationsdienstes von Siemens wurden in der Region durchschnittlich 3,5 Blitze pro Quadratkilometer gezählt. Auf den weiteren Plätzen folgen die hessischen Landkreise Main-Taunus und Gießen.

Insgesamt registrierte der Blitz-Informationsdienst im vergangenen Jahr rund 443.000 Blitze in Deutschland. Das waren 11.000 mehr als im Vorjahr.

+++ 5.20 Uhr: Saudi-Arabien stoppt Öltransporte durch Meerenge zwischen Jemen und Dschibuti +++

Saudi-Arabien hat alle Öltransporte durch die Meerenge zwischen dem Jemen und Dschibuti gestoppt. "Alle Öllieferungen durch die Meeresstraße Bab al-Mandab sind vorübergehend ausgesetzt bis der Seeverkehr in der Gegend wieder sicher ist", teilte der saudiarabische Energieminister Chalid al-Falih am Mittwoch in einer von den Staatsmedien verbreiteten Erklärung mit.

Der staatliche Ölkonzern Aramco hatte zuvor mitgeteilt, zwei von der saudiarabischen Schifffahrtsgesellschaft Bahri betriebene Öltanker seien im Roten Meer von mit dem Iran verbündeten jemenitischen Huthi-Rebellen attackiert worden. Ein Schiff sei leicht beschädigt worden, Verletzte oder einen Ölaustritt gebe es ersten Erkenntnissen zufolge nicht.

Die Meeresstraße Bab al-Mandab bildet den südlichen Eintrittspunkt zum Roten Meer. Es handelt sich um eine der geschäftigsten Schiffswege der Welt.

+++ 5.04 Uhr: Viele Paare wollen im August heiraten +++

Drei besondere Daten im August reizen besonders viele Heiratswillige. Sie sind in Standesämtern teils schon seit Monaten ausgebucht: Am 1.8.2018, am 8.8.2018 und am 18.8.2018 bieten etliche Standesämter deshalb mehr Vermählungstermine an als sonst. Dies ergab eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der 18. August - ein Samstag - ist in einigen Städten wie Köln oder Dessau-Roßlau sogar der Hochzeitstag der beliebteste im ganzen Jahr.

Plastikmüll: Wer braucht schon Strohhalme? - 10 Tipps, wie du easy Plastik sparst
Plastik Müll: Ein Mädchen trinkt aus der Flasche

1. Wer braucht schon Strohhalme?!

Täglich werden vier Milliarden Strohhalme weggeworfen. Die EU-Kommission plant bereits, die Umweltsünder zu verbieten. Die wenigsten Menschen haben Strohhalme zuhause, warum nicht auch in Restaurant oder Bar durch einen kurzen Hinweis bei der Bestellung darauf verzichten? "Bitte ohne Strohhalm, danke!"

Unsplash

+++ 4.35 Uhr: Deutsche verbrauchen mehr als 220 Kilo Verpackungen pro Kopf im Jahr +++

Die Deutschen produzieren unverändert viel Verpackungsmüll. Im Jahr 2016 fielen 18,16 Millionen Tonnen an, wie das Umweltbundesamt am Donnerstag mitteilte. Das waren 0,05 Prozent mehr als im Vorjahr und 220,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Der Verpackungsverbrauch in Deutschland liegt damit weiterhin deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 167,3 Kilo pro Kopf. Knapp die Hälfte des Abfallaufkommens, nämlich 47 Prozent, ging auf das Konto von privaten Verbrauchern.

"Wir produzieren viel zu viel Verpackungsmüll - ein trauriger Spitzenplatz in Europa", kommentierte die Präsidentin des Umweltbundesamts (UBA), Maria Krautzberger, die Zahlen.

+++ 4.08 Uhr: Bericht: Immer mehr Rentner haben Minijob +++

Immer mehr Rentner in Deutschland verdienen sich nach einem Medienbericht durch einen Minijob etwas dazu. Die Zahl der Menschen, die 65 Jahre und älter sind und einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, habe sich zwischen 2003 und 2017 auf über eine Million verdoppelt, schreibt die "Passauer Neue Presse". Das Blatt beruft sich auf die Auswertung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zu Beschäftigten nach Altersgruppen, die die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann vorgenommen hat.

Demnach gab es im Dezember 2017 genau 1.074.689 Minijobber, die 65 Jahre und älter waren. Ende 2003 waren es dagegen nur 587.046 gewesen.

+++ 3.53 Uhr: Medien: Weitere Sektenmitglieder wegen Giftgasanschlags in Tokio hingerichtet +++

Wegen ihrer Beteiligung an dem verheerenden Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokio im Jahr 1995 hat Japan Medienberichten zufolge sechs weitere Mitglieder einer Sekte hingerichtet. Der Fernsehsender NHK und andere japanische Medien berichteten, alle sechs Mitglieder der Sekte Aum Shinrikyo, die noch im Todestrakt saßen, seien am Donnerstag hingerichtet worden. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.

Anfang Juli waren bereits sieben Mitglieder der Sekte gehängt worden, darunter der damalige Sektenchef Shoko Asahara.

+++ 3.42 Uhr: Hyperinflation: Venezuela streicht fünf Nullen aus der Währung +++

Angesicht der galoppierenden Inflation in Venezuela will die sozialistische Regierung fünf Nullen aus der Landeswährung streichen. Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein, sagte Präsident Nicolás Maduro am Mittwoch (Ortszeit). Derzeit kostet ein US-Dollar etwa 3,5 Millionen Bolívar.

Das ölreichste Land der Welt steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen Korruption und Misswirtschaft verfügt Venezuela kaum noch über Devisen, um Lebensmittel, Medikamente oder Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren.

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anb / DPA / AFP