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News des Tages ICE entgleist im Dortmunder Hauptbahnhof

Entgleister ICE in Dortmund
Entgleister ICE in Dortmund
© Marcel Kusch/DPA
Hamas stellt neues politisches Prgramm vor +++ Frau stirbt im Wald in Offenburg an schweren Verletzungen +++ Putin empfängt Merkel zu Stippvisite an der russischen Riviera +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.58 Uhr: Hamas stellt neues politisches Programm vor +++

Die im Gazastreifen herrschende Hamas hat in einem Grundsatzpapier leicht korrigierte politische Positionen vorgestellt. Die radikal-islamische Organisation deutete in dem in Doha (Katar) veröffentlichten Papier die Bereitschaft an, einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 zumindest zeitweise zu akzeptieren.

Hamas bekräftigte jedoch gleichzeitig den Willen zum bewaffneten Widerstand gegen Israel, den Anspruch auf das gesamte historische Palästina sowie die Forderung nach einer Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge.

Hamas erklärte in dem Papier, die Bewegung sei in einem Konflikt mit dem "zionistischen Projekt, aber nicht mit den Juden wegen ihrer Religion". Sie distanzierte sich von der Muslimbruderschaft in Ägypten, aus der sie vor knapp drei Jahrzehnten hervorgegangen war.

Der Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sagte: "Hamas versucht, die Welt an der Nase herumzuführen, aber das wird nicht gelingen." Hamas-Führer riefen "täglich zum Völkermord an allen Juden und zur Zerstörung Israels auf", sagte er.

+++ 20.42 Uhr: Über 2000 Teilnehmer bei "revolutionärer"-1.-Mai-Demo +++

Begleitet von einem starken Polizeiaufgebot haben sich am Montagabend in Hamburg mehr als 2000 Menschen an einer Kundgebung linksextremistischer Gruppen beteiligt. Die sogenannte revolutionäre 1.-Mai-Demonstration begann an der Sternschanze und bewegte sich mit Sprechchören in Richtung Jungfernstieg im Stadtzentrum. Zu Zwischenfällen kam es zunächst nicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei hielt Wasserwerfer in Bereitschaft und beobachtete die Lage von einem Hubschrauber aus. Sie gab die Teilnehmerzahl mit 2500 an. In der Vergangenheit war es im Anschluss an die Mai-Demonstration immer wieder zu Ausschreitungen von sogenannten Autonomen gekommen. 

+++ 19.45 Uhr: Mehr als 160 Festnahmen bei Demonstration zum 1. Mai in Istanbul +++

Der 1. Mai ist in Istanbul von Gewalt gegen Regierungskritiker überschattet worden. Die türkische Polizei ging mit aller Härte gegen eine Gruppe Demonstranten vor, die trotz eines Verbots zum zentralen Taksim-Platz marschieren wollte. Die Beamten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. 165 Demonstranten wurden festgenommen. "Lang lebe der 1. Mai. Nein zum Diktator", hieß es auf Bannern der linken Demonstranten im Istanbuler Stadtteil Gayrettepe. Als rund 200 Demonstranten in Richtung des Taksim-Platzes zogen, schritt die Polizei ein.

+++ 19.42 Uhr: ICE entgleist im Dortmunder Hauptbahnhof +++

Bei der Einfahrt in den Dortmunder Hauptbahnhof ist am Montagabend ein ICE der Deutschen Bahn entgleist. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, aus noch unbekannter Ursache seien die letzten beiden Wagen aus dem Gleis gesprungen. Niemand sei verletzt worden, der Zug sei evakuiert worden. Wie viele Reisende sich darin befanden, konnte der Bahn-Sprecher zunächst nicht sagen.

+++ 18.57 Uhr: Schrei im Wandergebiet - Frau stirbt im Wald in Offenburg +++

In einem Wald in Offenburg hat ein Wanderer eine schwer verletzte, bewusstlose Frau gefunden. Sie starb wenige Minuten später vor Ort, wie die Polizei in Baden-Württemberg mitteilte. Ersthelfer konnten nur noch den Tod feststellen. Der Wanderer war in dem Wald nach Schreien auf die Bewusstlose aufmerksam geworden. Die Frau, die auf dem Waldboden lag, wies schwere Verletzungen auf. Details hierzu nannten die Ermittler nicht. Die Hintergründe seien noch unklar, so die Polizei. Konkrete Hinweise gebe es noch nicht. Bei der Toten handele es sich um eine Frau Mitte 40 aus der Region. Ihre Leiche werde im Laufe der Woche obduziert, hieß es.

+++ 18:56 Uhr: Human Rights Watch wirft syrischer Armee wiederholte Giftgsangriffe vor +++

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat der syrischen Armee gleich mehrere Giftgasangriffe in jüngster Zeit vorgeworfen, die aus ihrer Sicht eine klare Tendenz zum Einsatz von Chemiewaffen belegen. Außer in Chan Scheichun in der Provinz Idlib hätten die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad in den vergangenen Monaten in drei weiteren Provinzen Giftgas eingesetzt, erklärte Human Rights Watch (HRW) in New York.

+++ 18.15 Uhr: Uefa will bei EM-Vergabe auch Einhaltung von Menschenrechten bewerten +++

Die Uefa will im Wettbewerb zwischen Deutschland und der Türkei um die Fußball-EM 2024 mit speziellen Richtlinien auch die Einhaltung von Menschenrechten bewerten. Zum ersten Mal müssten beide Bewerber für die Ausrichtung des Turniers auch Kriterien erfüllen, die auf den entsprechenden UN-Konventionen beruhen, teilte der europäische Dachverband mit. Neben den Menschenrechten gehören dazu auch Compliance-Regeln zur Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie Maßnahmen gegen Korruption.

+++ 18.00 Uhr: Fast 1,5 Millionen Menschen bei Mai-Kundgebung in Moskau +++

 In der russischen Hauptstadt Moskau haben sich in diesem Jahr fast anderthalb Millionen Menschen an der Kundgebung zum 1. Mai beteiligt und damit deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Fast 1,5 Millionen Menschen seien zum 1. Mai auf die Straße gegangen, teilte die Moskauer Polizei nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. 2016 und 2015 hatten sich jeweils nur 100.000 Menschen an der Moskauer Mai-Kundgebung beteiligt.
Bei sonnigem Wetter kamen die Demonstranten auf dem Roten Platz vor dem Kreml zusammen. Sie schwenkten russische Flaggen und hielten Ballons in den Händen. Einige gaben sich mit Fahnen und Lenin-Porträts als Kommunisten zu erkennen. Andere Demonstranten bekundeten ihre Unzufriedenheit mit der Regierung von Russlands Staatschef Wladimir Putin.

+++ 16.57 Uhr: 86-Jähriger wendet auf A7 und wird zum Geisterfahrer +++

Ein 86-Jähriger aus dem Landkreis Gotha ist nach einem Wendemanöver auf der A7 bei Göttingen rund fünf Kilometer als Geisterfahrer unterwegs gewesen. Der Wagen stoppte am Sonntagabend erst, als der Tank leer war, wie die Polizei am Montag in Niedersachsen mitteilte.

Der 86-Jährige, der sich von Lichtzeichen und Hupen entgegenkommender Autos nicht abhalten ließ, habe anschließend auf die Beamten einen zeitlich und räumlich desorientierten Eindruck gemacht. Dass es auf der Geisterfahrt nicht zu Zusammenstößen kam, war wohl nur dem Geschick der anderen Fahrer zu verdanken, die dem Mann immer wieder ausweichen konnten. 

+++ 16.39 Uhr: Schweizer Spion soll deutsche Steuerfahnder bespitzelt haben +++

Ein Spion auf den Fersen der deutschen Steuerfahnder: Ein in Frankfurt am Main festgenommener Schweizer soll nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" deutsche Steuerfahnder ausgespäht haben. Der Agent sei aufgrund der Ankäufe von sogenannten Steuer-CDs in Deutschland eingesetzt worden. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) kritisierte die mutmaßliche Ausspähung.
Die Bundesanwaltschaft hatte die Festnahme am Freitag mitgeteilt, sich aber nicht zu den Hintergründen geäußert. Die Festnahme des 54-jährigen Schweizers Daniel M. erfolgte laut Bundesanwaltschaft "wegen mutmaßlicher geheimdienstlicher Agententätigkeit" für "den Geheimdienst einer fremden Macht". In diesem Zusammenhang seien auch mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Frankfurt sowie im Wetteraukreis durchsucht worden.

+++ 16.27 Uhr: AfD-Spitzenkandidatin Weidel beklagt Eingriff in die Privatsphäre +++

Nach Berichten über ihren Wohnsitz in der Schweiz hat die AfD-Spitzenkandidatin, Alice Weidel, einen Eingriff in ihr Privatleben und das ihrer Partnerin beklagt. Es werde von den Medien versucht, "unsere intimste Privatsphäre an die Öffentlichkeit zu zerren", teilte Weidel mit. Gleichzeitig wies sie Vorwürfe zurück. Sie habe ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland, hier sei sie auch gemeldet. Steuerrechtlich seien die Verhältnisse klar definiert, heißt es in der Mitteilung der 38-Jährigen, die als Erstwohnsitz bislang stets Überlingen am Bodensee angegeben hatte. Details etwa zur Frage, wo sie Steuern bezahlt, nannte Weidel nicht.

+++ 16.24 Uhr: Südafrikas Präsident verlässt nach Buhrufen 1. Mai-Veranstaltung +++

Nach Buhrufen von Gewerkschaftsmitgliedern bei einer Feier zum 1. Mai hat Südafrikas Präsident Jacob Zuma die Veranstaltung verlassen. Wie der Sender eNCA meldete, kam es bei seiner Abfahrt zu Raufereien zwischen Unterstützern und Gegnern des Präsidenten. Zumas Rede bei der Maifeier des Gewerkschaftsbundes Cosatu in der Stadt Bloemfontein wurde abgesagt. Im April hatten Zehntausende Südafrikaner bei Protesten Zumas Rücktritt gefordert. Sie werfen der Regierung des 75-Jährigen Korruption und Missmanagement vor. Ausgelöst hatte diese jüngste Protestwelle die Entlassung des angesehenen Finanzministers Pravin Gordhan. Selbst Cosatu, tradtionell ein Verbündeter der Regierungspartei ANC, hatte Zuma zum Rücktritt aufgefordert.

+++ 15.46 Uhr: Eminem verklagt Neuseelands Regierungspartei +++

Die in Neuseeland regierende konservative National-Partei muss sich in Wellington vor Gericht verantworten, weil sie in einem Wahlwerbespot auf den Song "Lose Yourself" des US-Rappers Eminem zurückgriff. Eminems Anwalt Garry Williams sagte, die National-Partei habe die Rechte der Verwertungsgesellschaft Eight Mile Style gebrochen. Eminems Song aus dem 2002 erschienenen Film "8 Mile" habe Kult-Charakter. "Lose Yourself" hatte in 24 Ländern Spitzenplätze der nationalen Charts erreicht und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Die Höhe der Entschädigungsforderung teilte die Klägerseite zunächst nichts mit.

Als der Missmut Eminems über die Nutzung seines Songs in dem Wahlwerbespot 2014 erstmals bekannt wurde, wiegelte der Wahlkampfmanager Steven Joyce mit den Worten ab: "Diese Jungs wollen es nur mal versuchen." Nun sieht es so aus, als ob die National-Partei darauf setzen wird, die genutzte Einspielung von "Lose Yourself" sei nur eine Cover-Version.

+++ 13.57 Uhr: Drei Deutsche bei Absturz von Kleinflugzeug in Spanien getötet +++

Drei Deutsche sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Südspanien ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben vom Montag waren sie auf dem Weg von Muchamiel im Südosten des Landes nach Granada, als die Maschine am Samstagnachmittag in einer gebirgigen Region nahe Granada abstürzte.

Laut ihren Ausweispapieren handele es sich um Deutsche, sagte eine Behördensprecherin in der Region Malaga. Die Behörden seien in Kontakt mit dem deutschen Konsulat. Ob es sich bei den verunglückten Deutschen um Touristen handelte oder ob sie dauerhaft in Spanien lebten, sei noch unklar. Auch die Unglücksursache werde noch untersucht.

+++ 13.57 Uhr: Streit um Kühe: Zwei Muslime in Nordindien gelyncht +++

Zwei muslimische Männer sind im nordindischen Bundesstaat Assam von einer Gruppe selbst ernannter Kuhschützer getötet worden. Das bestätigte die lokale Polizei am Montag. Die Angreifer hätten die beiden 20 bis 25 Jahre alten Männer attackiert, weil sie ihnen den Diebstahl mehrere Kühe vorwarfen mit dem Ziel, diese zu schlachten. "Die Dorfbewohner verfolgten und umzingelten die Viehdiebe und brachten sie schließlich um", sagte der leitende Polizist Anat Das Reportern. "Wir werden gegen die Täter vorgehen."

Vergleichbare Übergriffe haben in Indien deutlich zugenommen, seitdem die hindu-nationalistische Partei BJP unter Premierminister Narendra Modi im Jahr 2014 die Regierung in Indien übernahm. 

+++ 13.04 Uhr: Erdogan verschärft nach Referendum Vorgehen gegen Gegner +++

Zwei Wochen nach dem Referendum zur Stärkung seiner Macht hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut fast 4000 Staatsbedienstete entlassen. Mit einem am Samstag erlassenen Notstandsdekret wurden auch Heiratsshows im Fernsehen verboten, zudem blockierte die Regierung den Zugang zu Wikipedia. UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein und Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu äußerten scharfe Kritik.

Mit dem Notstandsdekret wurden 3974 Staatsbedienstete entlassen, darunter 1200 Angehörige der Streitkräfte. Auch 1127 Angestellte des Justizministeriums sowie 201 Mitarbeiter der Religionsbehörde Diyanet wurden gefeuert. Auch die Wahlkommission, das Verfassungsgericht und der Hohe Rat der Richter und Staatsanwälte waren betroffen.

+++ 13.02 Uhr: Rauch aus dem Triebwerk - Flugzeug stoppt auf Münchner Rollfeld +++

Kurz vor dem Abheben ist bei einer Lufthansa-Maschine auf dem Münchner Flughafen Rauch aus einem Triebwerk aufgestiegen. "Daraufhin wurde die Maschine auf einem Nebenfeld gestoppt, die Passagiere sind über die flugzeugeigene Treppe ausgestiegen, wurden zurück ins Terminal gebracht und umgebucht", schilderte ein Lufthansa-Sprecher am Montag den Vorfall.

Der Flug LH 2178 sollte am Samstagmittag mit 49 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern an Bord ins ostwestfälische Paderborn fliegen. 

+++ 12.42 Uhr: Seil löst sich - Maibaum stürzt auf Mann +++

Ein Maibaum ist in Thüringen auf einen Mann gestürzt und hat ihn schwer verletzt. Das Seil, das den Baum sichern sollte, habe sich am Sonntagabend in Herschdorf gelöst, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Der 53-Jährige habe sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Der Polizei zufolge fiel der Maibaum auf beide Beine des Mannes. Er kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. In dem Ort war zuvor der Maibaum unter den Blicken vieler Schaulustiger aufgestellt worden. Weshalb sich das Seil löste, will die Polizei nun ermitteln.

+++ 12.28 Uhr: Polizei in London nimmt drei junge Frauen wegen Terrorverdachts fest +++

Die Polizei in London hat drei junge Frauen wegen Terrorverdachts festgenommen. Das teilte Scotland Yard am Montag mit. Die Festnahmen der 18 und 19-jährigen Frauen seien Teil einer nachrichtendienstlich geführten Operation.

+++ 12.18 Uhr: Wegen Brexits: Tony Blair kündigt Rückkehr auf politische Bühne an +++

Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair will wieder in der Politik mitmischen. Das sagte er dem "Daily Mirror" zum 20. Jahrestag seines überwältigenden Wahlerfolgs von 1997. Anlass dafür sei der geplante EU-Austritt des Landes. "Diese Brexit-Sache hat mir eine direkte Motivation gegeben, mich mehr in die Politik einzumischen", sagte Blair. "Man muss die Ärmel hochkrempeln und das ist, was ich tun werde", sagte Blair.

+++ 12.10 Uhr: Offenbar Brandanschlag auf größte Moschee in Schweden +++

Auf die größte schiitische Moschee in Schweden ist in der Nacht zum Montag offenbar ein Brandanschlag verübt worden. Die Außenfassade des Islamischen Imam-Ali-Zentrums im nördlichen Stockholmer Vorort Jakobsberg sei in Flammen aufgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Nachrichtenagentur TT zitierte einen weiteren Sprecher, wonach das Feuer "offensichtlich von außen gelegt wurde". Es seien Ermittlungen eingeleitet worden, bei denen ein mögliches politisches Motiv geprüft werde. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Es handele sich um die größte schiitische Moschee Schwedens mit tausenden Gläubigen, sagte Moscheesprecher Akil Zahari dem Sender SVT. Die Gläubigen seien "wirklich besorgt" über den Vorfall. In Schweden waren in den vergangenen Jahren mehrfach Brandanschläge auf Moscheen verübt worden. Nur wenige Täter wurden gefasst. Im April 2016 wurde ein 31-Jähriger wegen eines rassistisch motivierten Brandanschlags auf eine Moschee zu drei Jahren Haft verurteilt. Er war mit Hilfe von Überwachungsvideos identifiziert worden.

+++ 12 Uhr: Hochzeitsgeschenk - Waschklöppel gegen häusliche Gewalt +++

Hunderte indische Bräute haben von einem Minister als Hochzeitsgeschenk Waschklöppel erhalten - mit dem Hinweis, diese im Notfall gegen ihre übergriffigen oder alkoholisierten Ehemänner einzusetzen. Das bestätigte Gopal Bhargava, Minister für ländliche Entwicklung im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh, der Deutschen Presse-Agentur. Demnach verschenkte Bhargava insgesamt rund 700 der gut 30 Zentimeter langen Holzpaddel an arme Bräute während einer Massenhochzeit, die er in seiner Heimatstadt Grahakota ausgerichtet hatte.

"Die Klöppel haben einen doppelten Nutzen", sagte Bhargava. "Die Frauen können sie zum Waschen benutzen. Aber wenn ihre Ehemänner nicht auf sie hören oder dauerhaft gewalttätig sind, werden sie zu einer Selbstverteidigungswaffe." Der Minister veröffentlichte Fotos der Bräute mit den Klöppeln auf seinem Facebook-Profil und kündigte an, er habe insgesamt 10.000 der Holzgeräte bestellt. In einem Monat solle der Effekt der Geschenke in einer Umfrage festgestellt werden. Bei Erfolg wolle man die Initiative auf weitere Regionen ausweiten.

+++ 11.14 Uhr: Zahlreiche Fluggäste nach Turbulenzen im Krankenhaus +++

Bei heftigen Turbulenzen sind mindestens 25 Passagiere auf einem Flug von Moskau in die thailändische Hauptstadt Bangkok schwer verletzt worden. Das Flugzeug sei 40 Minuten vor der Landung in ein Luftloch geraten, teilte die staatliche russische Fluglinie Aeroflot am Montag in Moskau mit. Die Maschine soll dabei einige Meter abgesackt sein. Die mehr als 300 Passagiere an Bord konnten nicht mehr rechtzeitig gewarnt werden, einige wurden aus ihren Sitzen geschleudert. Einige Fluggäste, die nicht angeschnallt waren, erlitten Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen. Ein Passagier sollte aufgrund seiner schweren Verletzungen operiert werden.

+++ 11.10 Uhr: 31-Jähriger sticht auf Eltern ein - Mutter stirbt im Krankenhaus +++

Bei einem Familiendrama hat ein 31 Jahre alter Mann in Nürnberg auf seine Eltern eingestochen und dabei seine Mutter getötet. Der Vater lag am Montag weiter auf der Intensivstation, sein Zustand war stabil, wie die Polizei mitteilte. Die Hintergründe der Tat waren weiterhin unklar.

+++ 10.54 Uhr: Vierjähriger wird von Hüpfburg geschleudert und schwer verletzt +++

Bei einem Unfall an einer Hüpfburg in Bayern ist ein vier Jahre altes Kind schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, spielte der Junge am Samstag in Marktheidenfeld in der aufblasbaren Burg, als mehrere Kinder - darunter ein 14-Jähriger - gleichzeitig mit Anlauf auf ein Luftpolster sprangen und so den Vierjährigen von der Hüpfburg katapultierten. Der kleine Junge schlug aus rund dreieinhalb Metern Höhe auf dem danebenliegenden Kiesbett auf. Das bewusstlose Kind wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht - wie schwer seine Verletzungen sind, war noch unklar. Gegen den 14-Jährigen und die zuständige Aufsichtsperson wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

+++ 8.07 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Unwettern in den USA +++

Bei schweren Stürmen in den USA sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die Behörden in den betroffenen Bundesstaaten im Mittleren Westen und Süden der USA am Sonntag mit. Durch heftige Winde wurden Häuser verwüstet, Autos überschlugen sich, Bäume stürzten um.

+++ 6.21 Uhr: Putin empfängt Merkel zu Stippvisite an der russischen Riviera +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)  reist am Dienstag in den Badeort Sotschi an der russischen Riviera zu Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin. Bei dem Treffen in der Sommerresidenz des russischen Staatschefs werden besonders die Konflikte in der Ukraine und Syrien zur Sprache kommen. Denn in beiden Krisen spielt Russland eine bedeutende Rolle, die Merkel missfällt.

5:54 Uhr: Demokraten und Republikaner einigen sich auf Haushaltsgesetz +++

Republikaner und Demokraten im US-Kongress haben nach wochenlangen Verhandlungen eine Einigung für ein Haushaltsgesetz erzielt und damit eine drohende Zahlungsunfähigkeit der Regierung vorerst abgewendet. Falls das fast eine Billion Dollar (rund 918 Milliarden Euro) schwere Gesetz von Repräsentantenhaus und Senat gebilligt wird, würde dadurch die Regierung von US-Präsident Donald Trump bis Ende September finanziert, wie CNN und "Washington Post" am späten Sonntagabend unter Berufung auf hochrangige Berater beider Parteien berichteten. Die Abstimmung soll Anfang der Woche stattfinden.

Dem Gesetz zufolge werden dem Verteidigungsministerium Milliarden an Dollar zur Verfügung gestellt, ebenso für Grenzsicherheit. Allerdings soll kein Geld für die von Trump versprochene Grenzmauer zu Mexiko zur Verfügung gestellt werden. Der US-Präsident soll auf diese Forderung verzichtet haben.

+++ 4:21 Uhr: Tierschutz-Aktivisten zünden Rauchbombe und springen in Delfinbecken +++

Eine Rauchbombe während der Show und Protestplakate im Delfin-Becken: Tierschutz-Aktivisten haben im Nürnberger Tiergarten am Wochenende für Aufregung gesorgt. Ein Mann und zwei Frauen im Alter von 27 bis 44 Jahren seien während einer Delfin-Vorstellung in Neoprenanzügen in das Becken der Tiere gesprungen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zuvor hatten sie eine Rauchbombe gezündet und dann vom Becken aus mit Plakaten gegen die Haltung der Delfine protestiert. Nach dem Ende der Show am Samstagnachmittag ließen sie sich widerstandslos festnehmen. Auf sie wartet laut Polizei nun ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Bayerische Versammlungsgesetz.

+++ 4.19 Uhr: Mick Schumacher ARD-Co-Kommentator beim DTM-Auftaktwochenende +++

Rennfahrer Mick Schumacher kommt zu seinem ersten Einsatz als Co-Kommentator im Fernsehen. Der Formel-3-Pilot und Sohn von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher soll am Auftaktwochenende der DTM vom 5. Mai bis 7. Mai in der ARD den Wettkampf auf dem Hockenheimring beurteilen. Der 18-Jährige ist für das Rennen am Sonntag eingeplant. Im Gegensatz zu Formel-1-Fahrer Pascal Wehrlein, der beim Samstags-Rennen neben Kommentator Philipp Sohmer sitzt und die Serie 2015 gewonnen hat, hat Schumacher aber keinerlei Erfahrung mit der DTM.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird die ARD am Dienstag auch darüber informieren, dass im Laufe der Saison weitere ehemalige DTM-Piloten als Co-Kommentatoren zum Einsatz kommen. Darunter sind demnach DTM-Rekordsieger Bernd Schneider, Timo Scheider, Martin Tomczyk und auch der Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB), Hans-Joachim Stuck. Ex-Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kommt als Co-Kommentator nicht mehr zum Einsatz und soll künftig als Experte in der Boxengasse die Rennen analysieren.

Mick Schumacher
Mick Schumacher. Der Sohn von Michael Schumacher ist 18 Jahre alt.
© Ronald Wittek/dpa

+++ 0.21 Uhr: Helfer befürchten neue Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer +++

Im Mittelmeer hat sich womöglich ein neues Flüchtlingsdrama ereignet: Freiwillige Helfer der deutschen Organisation Jugend Rettet entdeckten vor der Küste Libyens ein leeres Schlauchboot mit Platz für bis zu 140 Menschen, wie die Sprecherin von Jugend Rettet, Pauline Schmidt, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Andere Helfer fanden vier Leichen.

Die Crew des von Ärzte ohne Grenzen gecharterten Rettungsschiffs "Prudence" fand 42 Seemeilen vor der Küste vier Leichen, wie die Organisation am Sonntag über den Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte.

anb DPA AFP

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