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News des Tages : Kampfhund greift mehrere Fußgänger an - Polizei schießt

Bombendrohung in Chemnitz - Gebäude evakuiert +++ Saudischer Kronprinz nennt Khashoggis Tod "abscheulichen Vorfall" +++ Briefbombenserie in den USA +++ Mainz droht Diesel-Fahrverbot +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Polizeiauto mit Blaulicht

Polizeieinsatz in Weinheim (Symbolbild): Ein Kampfhund hat mehrere Passanten angegriffen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Bombendrohung in Chemnitz - Gebäude evakuiert (21.31 Uhr)
  • Kampfhund attackiert mehrere Fußgänger (20.46 Uhr)
  • Kronprinz: Khashoggis Tod "abscheulicher Vorfall" (19.26 Uhr)
  • Zwei Tote bei Brand in Kölner Innenstadt (19.21 Uhr)
  • "Verdächtige" Pakete an Obama und Hillary Clinton (15.20 Uhr)
  • Mainz droht Diesel-Fahrverbot im nächsten Jahr (13.35 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:     

+++ 23.26 Uhr: Staatsschutz ermittelt wegen Farbattacke auf Haus von Erika Steinbach +++

Der Frankfurter Staatsschutz ermittelt wegen einer Farbattacke auf das Wohnhaus der ehemaligen CDU-Politikerin Erika Steinbach. Die Polizei bestätigte den Eingang einer entsprechenden Anzeige. Auf Twitter hatte die Leiterin der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung zuvor ein Foto geteilt, dass eine Türe mit orangen Farbspritzern zeigt. "Glauben Sie nur nicht, dass Sie mich mit diesem Farbanschlag von heute Abend auf mein Haus einschüchtern können", schrieb sie. 

Steinbach war aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel aus der CDU ausgetreten. Auf der linken Onlineplattform "Indymedia" wurde ein Text veröffentlicht, mit dem eine angebliche Gruppe unter dem Namen "die Farbeibrigade" die Attacke für sich reklamierte. Darin hieß es: "Es sind nur noch wenige Tage bis zur hessischen Landtagswahl, bei der die AfD auch in den Landtag einziehen wird. Das finden wir scheiße!"

+++ 22.50 Uhr: Sieben Kinder sterben nach Viren-Ausbruch nahe New York +++

Nach dem Ausbruch einer Viruserkrankung in einer Klinik nahe New York sind sieben Kinder ums Leben gekommen. Elf weitere Kinder hätten sich mit dem sogenannten Adenovirus infiziert, teilte das zuständige Gesundheitsministerium mit. Die Klinik im Bundesstaat New Jersey liegt etwa anderthalb Autostunden von New York entfernt. Dort sind unter anderem Kinder untergebracht, die besonders anfällig für Krankheiten sind.

Adenoviren rufen normalerweise Erkältungskrankheiten vor, besonders bei jungen Kindern. Zu den Symptomen können Halsweh, Bronchitis, Lungenentzündung und Durchfall zählen. Die Infektionen sind meist eher harmlos, in New Jersey wurden nun aber Kinder mit besonders gefährdetem Immunsystem angesteckt.

+++ 21.31 Uhr: Bombendrohung in Chemnitz - Gebäudekomplex evakuiert +++

In Chemnitz in Sachsen hat es eine Bombendrohung gegen ein Amtsgebäude in der Innenstadt gegeben. Ein Unbekannter habe am Nachmittag im Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion angerufen und die Drohung ausgesprochen, teilte die Polizei mit. Der Gebäudekomplex sei evakuiert, die umliegenden Straßen seien gesperrt worden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Durch weiträumige Straßensperren kam es zu Ausfällen im Nahverkehr und erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Rund zwei Stunden nach dem Drohanruf begann die Polizei damit, den Gebäudekomplex mit Sprengstoffspürhunden zu durchsuchen. Am späten Abend dauerte dieser Einsatz noch an. Das Ende sei noch nicht absehbar, sagte ein Polizeisprecher. Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. In dem Gebäude befinden sich das Jugendamt und das Sozialamt sowie die Geschäftsstelle der Sparkasse Chemnitz.

+++ 20.59 Uhr: UN-Ermittler spricht von "anhaltendem Völkermord" in Myanmar +++

In Myanmar findet mehr als ein Jahr nach der Vertreibung zehntausender Rohingya-Muslime laut einer UN-Studie ein "anhaltender Völkermord" statt. Zu diesem Ergebnis kommen die Vereinten Nationen in einem heute vorgestellten Untersuchungsbericht. Das Land bleibe auf "demselben zerstörerischen Pfad" wie zuvor, wenn die Weltgemeinschaft die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft ziehe. UN-Ermittlungsleiter Marzuki Darusman rief den Sicherheitsrat erneut dazu auf, den Fall an den Internationalen Strafgerichtshof zu verweisen oder ein getrenntes Tribunal zu schaffen. Der "Straffreiheit" müsse ein Ende bereitet werden. Der Sicherheitsrat ist gespalten in der Frage. China, das in dem Gremium ein Vetorecht hat, pflegt enge Beziehungen mit Myanmar.

Ab August 2017 waren innerhalb kurzer Zeit mehr als 700.000 Rohingya vor Gewalt der Armee in Myanmar nach Bangladesch geflohen. Laut UN wurden bei der Vertreibung der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Land mindestens 10.000 Menschen getötet und viele gezielt vergewaltigt und gefoltert.

+++ 20.46 Uhr: Kampfhund attackiert mehrere Fußgänger +++

Ein freilaufender Kampfhund hat in Weinheim in Baden-Württemberg mehrere Fußgänger angegriffen. Der Hund biss zwei Frauen im Alter von 16 und 35 Jahren sowie einen 63-Jährigen. Weil die Einsatzkräfte den American Staffordshire Terrier nach Angaben der Polizei trotz mehrerer Versuche nicht einfangen konnten, schossen sie auf ihn. Eine Tierärztin habe den schwer verletzten Hund dann eingeschläfert.

Nach Angaben des 27 Jahre alten Halters hatte sein Hund sich aus seinem Halsband befreit. Esten Erkenntnissen zufolge hatte das Tier eine Wesensprüfung in Hessen abgelegt. Hunde der Rasse American Staffordshire Terrier gelten laut Kampfhundeverordnung des Innenministeriums Baden-Württemberg als "besonders gefährlich und aggressiv". Damit besteht für sie eine Leinen- und Maulkorbpflicht, zudem benötigt man für die Haltung eine Erlaubnis des Ordnungsamts.

+++ 19.58 Uhr: Österreich macht Familienbeihilfen von Wohnort des Kindes abhängig +++

Ausländische Arbeitnehmer in Österreich sollen künftig in bestimmten Fällen deutlich weniger staatliche Beihilfen für ihre Kinder erhalten. Das heute vom Parlament in Wien verabschiedete Gesetz knüpft die Höhe der so genannten Familienbeihilfe an die Lebenshaltungskosten in dem Land, in dem die Kinder wohnen. Durch diese Indexierung dürften beispielsweise Arbeitnehmer aus Osteuropa erheblich weniger Geld für ihre in der Heimat lebenden Kinder bekommen. Für Kinder in anderen westeuropäischen Ländern mit hohen Lebenshaltungskosten könnte der Betrag hingegen steigen. Das dürfte allerdings nur zehn Prozent der Beihilfen betreffen.

Die umstrittene Maßnahme betrifft etwa 150.000 Kinder im Ausland, von denen mindestens ein Elternteil in Österreich arbeitet und Beiträge zahlt. Die EU-Kommission hatte die Anpassung bereits im Vorfeld kritisiert. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Maßnahme vor dem Europäischen Gerichtshof landen wird.

+++ 19.26 Uhr: Kronprinz Mohammed verurteilt Khashoggis Tod als "abscheulichen Vorfall" +++

Der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi auf einem Wirtschaftsforum in Riad als "abscheulichen Vorfall" verurteilt. In einer ersten Version dieser Meldung hieß es fälschlicher Weise, Salman habe "Verbrechen" gesagt. Seine Äußerungen waren vom Simultandolmetscher auf der Konferenz in Riad als "Verbrechen" ins Englische übersetzt worden. Das von Mohammed benutzte arabische Wort bedeutet aber eher "Vorfall". Die Hintermänner würden "zur Rechenschaft gezogen", sagte der Prinz. "Die Gerechtigkeit wird siegen." Es waren die ersten öffentlichen Äußerungen des Thronfolgers seit Khashoggis Tod.

+++ 19.21 Uhr: Zwei Tote bei Brand in Kölner Innenstadt +++

Feuerwehrleute löschen den Wohnungsbrand in der Kölner Südstadt

Feuerwehrleute löschen den Wohnungsbrand in der Kölner Südstadt

DPA

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Kölner Innenstadt sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Vier Bewohner wurden mit Rauchvergiftungen gerettet, wie die Feuerwehr mitteilte. Weitere Opfer seien nicht auszuschließen. Identifiziert sind die Toten noch nicht. Auch die Brandursache ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Zwei Nachbarhäuser wurden wegen des Feuers vorsichtshalber geräumt. 185 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Betroffenen.

Der Brand in dem viereinhalbgeschossigen Haus in der eng bebauten Südstadt hatte sich vom 1. Obergeschoss bis ins Dach ausgebreitet. Das Treppenhaus sei komplett eingestürzt, teilte die Feuerwehr mit. Die Feuerwehrleute hätten noch nicht alle Räume des Hauses erreichen können. Ein Feuerwehrmann wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Das Feuer war am Abend noch nicht unter Kontrolle. Ein Baustatiker prüfe bereits, ob das brennende Haus einsturzgefährdet ist. Das THW wurde angefordert, um Teile des Gebäudes abzustützen. Einige umliegende Straßen wurden gesperrt.

+++ 19 Uhr: Russlands Präsident Putin warnt USA vor neuem "Wettrüsten" +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die USA vor einem neuen Wettrüsten gewarnt. Die US-Regierung würde eine "extrem gefährliche Situation" heraufbeschwören, wenn sie sich wie angekündigt aus dem INF-Abrüstungsvertrag zurückziehe und sich einer Verlängerung des New-START-Abkommens verweigere, sagte Putin in Moskau. "Das einzige, was uns dann noch bliebe, ist ein Rüstungswettlauf."

+++ 18.27 Uhr: Frau bringt auf Flug von Abu Dhabi nach Jakarta Baby zur Welt +++

An Bord einer Maschine der Fluggesellschaft Etihad Airways aus Abu Dhabi hat eine Frau ein Kind zur Welt gebracht. Wie ein Sprecher der Gesellschaft mitteilte, war das Flugzeug von in die indonesische Hauptstadt Jakarta unterwegs. Als bei der indonesischstämmigen Frau die Wehen einsetzten, sei Flug EY 474 nach Mumbai umgeleitet worden. Etwa 40 Minuten vor der Landung in der indischen Metropole habe das kleine Mädchen das Licht der Welt erblickt. Mutter und Kind wurden demnach in Mumbai in ein Krankenhaus gebracht. Die Etihad-Maschine setzte ihren Flug nach Jakarta fort.

+++ 18.10 Uhr: Bombendrohung in Chemnitzer Innenstadt - Gebäudekomplex evakuiert +++

Im sächsischen Chemnitz hat es eine Bombendrohung gegen ein Amtsgebäude in der Innenstadt gegeben. Ein Unbekannter habe am Nachmittag im Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion angerufen und die Drohung ausgesprochen, teilte die Polizei mit. 

+++ 17.53 Uhr: ÖSV trennt sich nach Vergewaltigungs-Vorwürfen von Trainer +++

Der Österreichische Skiverband hat sich von dem Trainer getrennt, der mit einer Gruppenvergewaltigung eines Mädchens in Schladming in Verbindung gebracht worden ist. Über den Jahrzehnte zurückliegenden Vorfall hatte am Wochenende das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, ohne Namen von Opfern und angeblichen Tätern zu nennen. "Es gibt Vorfälle, die mögen juristisch verjähren, aber nicht moralisch", begründeten ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und Sportdirektor Hans Pum am Mittwoch in Innsbruck ihre Personalentscheidung am Mittwoch.

Laut ÖSV wurde der Mann in einem Prozess vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen, aber erhielt eine "mindergewichtige Verurteilung", die nicht im Strafregister aufgeführt wurde. Der Vorfall ereignete sich laut dem Verband, bevor der Mann für den ÖSV arbeitete.

+++ 17.46 Uhr: Katar verspricht klimaneutrale Fußball-WM 2022 +++

Das Emirat Katar will die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2022 als Gastgeber vollkommen klimaneutral ausrichten. Das Turnier werde eine "neutrale Kohlenstoffbilanz" haben und keine umweltverschmutzenden Emissionen freisetzen, versprach Katars Umweltminister Mohammed bin Abdallah al-Rumaihi am Mittwoch in Doha.

Sein Ministerium betonte, strikte Material-, Design- und Bauvorgaben sollten den Kohlenstoffausstoß der Sportgroßveranstaltung minimieren. Laut al-Rumaihi arbeiten die Gremien an den entsprechenden Planungs- und Organisationsschritten.

So genannte Klimaneutralität wird erreicht, wenn sich der Ausstoß von Treibhausgasen und die Fähigkeit des Ökosystems, diese aufzunehmen, im Gleichgewicht befinden. Im WM-Land Katar sind zahlreiche Großprojekte in Arbeit, darunter der Bau einer U-Bahn und der Bau von Stadien.

+++ 17.42 Uhr: Bosnien geht gegen Migranten auf Balkanroute vor +++

Die bosnische Regierung hat neue Maßnahmen gegen Hunderte Migranten an der Grenze zu Kroatien eingeleitet, die auf der Balkanroute Richtung Westeuropa unterwegs sind. Mehrere Busse mit Menschen auf dem Weg in das Nachbarland seien zurück in die Hauptstadt Sarajevo geschickt worden, sagte Sicherheitsminister Dragan Mektic am Mittwoch. Knapp 100 weitere Menschen seien an Bord eines Zuges festgehalten worden, bis dieser ebenfalls in die Hauptstadt zurückgekehrt sei.

+++ 17.25 Uhr: Befristet Beschäftigte und Teilzeitarbeiter besonders von Armut bedroht +++

Befristet Beschäftigte und Teilzeitarbeiter sind in Deutschland deutlich stärker von Armut bedroht als noch vor gut zehn Jahren. Wie die "Saarbrücker Zeitung" am Mittwoch unter Berufung auf Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat berichtete, waren im vergangenen Jahr 18,3 Prozent der befristet beschäftigten Arbeitnehmer von Armut bedroht. Im Jahr 2005 lag die Quote demnach bei nur 8,6 Prozent.

+++ 17.24 Uhr: München ist so zubetoniert wie sonst keine deutsche Großstadt +++

Keine deutsche Großstadt ist so zubetoniert wie München. In der bayerischen Landeshauptstadt sind laut einer am Mittwoch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlichten Untersuchung rund 47 Prozent des Stadtgebiets bebaut oder asphaltiert. Dahinter liegen demnach Oberhausen und Hannover mit 44 und 43 Prozent Bodenversiegelung. Durch die viele Bebauung steigt laut GDV die Gefahr von Überschwemmungen.

Die VdS Schadenverhütung untersuchte für den GDV anhand von Satellitendaten die Bodenversiegelung in den 50 Kommunen mit den meisten Einwohnern. Die am geringsten verbaute Großstadt in Deutschland ist Potsdam mit 13 Prozent versiegelter Fläche. Auch Freiburg, Hamm, Münster, Saarbrücken, Heidelberg, Hagen und Erfurt liegen bei unter 20 Prozent.

+++ 17.14 Uhr: Kronprinz Mohammed verurteilt Khashoggis Tod als "abscheuliches Verbrechen" +++

Der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi als "abscheuliches Verbrechen" verurteilt. Bei einem Wirtschaftsforum in Riad sagte der Kronprinz am Mittwoch zu, den Fall aufzuklären. "Die Hintermänner dieses Verbrechens werden zur Rechenschaft gezogen", sagte er. "Die Gerechtigkeit wird siegen." Es waren die ersten öffentlichen Äußerungen des Thronfolgers seit Khashoggis Tod.

Der einflussreiche Kronprinz wird verdächtigt, die Tötung des kritischen Journalisten im saudiarabischen Konsulat in Istanbul angeordnet zu haben. Saudi-Arabien hatte am Samstag nach wochenlangen Dementis unter internationalem Druck erklärt, dass der Regierungskritiker Khashoggi am 2. Oktober während eines Konsulatsbesuchs bei einem "Faustkampf" zu Tode gekommen sei.

Diese offizielle Version der Ereignisse wird allerdings international stark angezweifelt. Saudi-Arabiens Verbündeter USA etwa wirft der Regierung eine Vertuschungsaktion vor..  

+++ 17.03 Uhr: Erdogan telefoniert mit saudischem Kronprinzen über Khashoggi+++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi gesprochen. Wie das Präsidialamt in Ankara mitteilte, sprachen sie telefonisch über "die notwendigen gemeinsame Bemühungen und Schritte, um sämtliche Aspekte des Mordes an Jamal Khashoggi aufzuklären". Es war ihr erstes Telefonat seit der Tat.

Saudi-Arabien hatte am Samstag nach wochenlangen Dementis unter internationalem Druck erklärt, dass der 59-jährige Regierungskritiker Khashoggi am 2. Oktober während eines Besuchs im Istanbuler Konsulat bei einem "Faustkampf" zu Tode gekommen sei. Erdogan sprach in einer Rede am Dienstag dagegen von einem "politischen Mord", der Tage im Voraus von einem aus Saudi-Arabien angereisten Kommando geplant worden sei.

+++16.51 Uhr: Zusammenfassung: Pakete mit mutmaßlichen Sprengsätzen an Obama, Clinton und CNN +++

An den früheren US-Präsidenten Barack Obama, Ex-Außenministerin Hillary Clinton und den Fernsehsender CNN sind Pakete mit mutmaßlichen Sprengsätzen geschickt worden. Wie die Sicherheitsbehörde Secret Service am Mittwoch mitteilte, wurden die beiden Pakete an Obama und Clinton von Beamten des Dienstes bei routinemäßigen Kontrollen abgefangen. Es habe kein Risiko bestanden, dass die Sendungen mit "potenziellen Sprengsätzen" ihre Adressaten hätten erreichen könnten.

Beim CNN-Büro in New York ging das verdächtige Paket nach Angaben des Senders hingegen ein. Das im Time-Warner-Gebäude gelegene Büro sei evakuiert worden. Die Polizei bestätigte, dass sie wegen eines verdächtigen Pakets in dem Gebäude im Einsatz sei. 

Das Weiße Haus verurteilte die "verabscheuenswerten" Taten gegen Obama und Clinton. Das Paket an Obama war laut Secret Service an dessen Washingtoner Haus adressiert, jenes an Clinton an deren Haus in Chappaqua, einem Vorort von New York. 

Am Montag war bereits ein Sprengsatz im Briefkasten des Milliardärs George Soros im Bundesstaat New York gefunden worden. Soros hatte im Präsidentschaftswahlkampf 2016 die gegen Donald Trump unterlegene Hillary Clinton unterstützt.

+++ 14.27 Uhr: U-Bahn-Fahrer muss nach Vergewaltigung ins Gefängnis +++

Ein U-Bahn-Fahrer muss wegen der Vergewaltigung einer 18-Jährigen in seinem Zug ins Gefängnis. Das Amtsgericht München verurteilte den 58-Jährigen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Die stark betrunkene junge Frau war Mitte Juni in einer Münchner U-Bahn eingeschlafen und an der Endhaltestelle nicht ausgestiegen. In der öffentlich nicht zugänglichen Wendeanlage der U-Bahn begrapschte und vergewaltigte der Mann die junge Frau.

+++ 13.42 Uhr: EU-Parlament stimmt für Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik +++

Das Europaparlament hat für ein Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik gestimmt. Ziel ist es vor allem, die Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll zu bekämpfen. Über die Neuregelung entscheiden das Parlament und der Rat der EU-Staaten gemeinsam - sie müssen nun einen Kompromiss aushandeln.

+++ 13.35 Uhr: Verwaltungsgericht Mainz verhängt Diesel-Fahrverbote ab April 2019 +++

Mainz muss nach einer Gerichtsentscheidung ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge erwägen. Es müsse zum 1. September 2019 kommen, wenn in den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres der Mittelwert für Stickstoffdioxid (NO2) über dem Grenzwert liege, entschied das Verwaltungsgericht Mainz.

+++ 13.15 Uhr: Russe will tote Ehefrau in die Ukraine einschmuggeln +++

Mit der toten Ehefrau angeschnallt auf der Rückbank des Autos hat ein Russe versucht, in die Ukraine einzureisen. Der ukrainische Grenzschutz habe den Mann am Grenzübergang Hoptiwka in der Ostukraine festgenommen, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Der Fahrer versuchte zunächst vorzutäuschen, dass seine Frau noch lebendig sei. Dann aber zeigte er den Grenzern den Totenschein für seine zwei Tage vorher gestorbene Gattin. Mit seinem ukrainischen Sohn wollte er die Tote im Gebiet Saporischschja im Süden der Ukraine beisetzen lassen. Die russische Grenzkontrolle hatte ihn problemlos passieren lassen. Dagegen nahmen die ukrainischen Behörden vorläufig Ermittlungen wegen Mordes auf.

+++ 10.44 Uhr: Tusk: Heuchelei im Fall Khashoggi würde Schande über EU bringen +++

EU-Ratspräsident Tusk hat im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vorbehaltlose Aufklärung gefordert. "Das war ein solch furchtbares Verbrechen, dass schon der kleinste Hauch von Heuchelei Schande über uns bringen würde", sagte Tusk im EU-Parlament in Straßburg. Es sei nicht an ihm, zu entscheiden, wer in dem Fall wessen Interessen schützen wolle. "Aber ich weiß eines: Das einzige europäische Interesse besteht darin, alle Details dieses Falls zu enthüllen - egal, wer dahinter steckt." 

+++ 10.35 Uhr: Regeln für Diesel-Nachrüstung sollen Anfang 2019 in Kraft treten +++

Die Regeln für Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Autos sollen Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten. Das Bundesverkehrsministerium erarbeite "unverzüglich die rechtlichen und technischen Vorschriften für den Einsatz von Nachrüstungen, um Ausnahmen von Verkehrsbeschränkungen zu ermöglichen", heißt es in einem Eckpunktepapier, das das Bundeskabinett in Berlin verabschiedete. Die Maßnahmen sollten "schnellstmöglich zu Beginn des Jahres 2019 in Kraft gesetzt werden". 

+++ 8.59 Uhr: 1,6-Milliarden-Dollar Lottojackpot ist geknackt +++

5, 28, 62, 65, 70. Zusatzzahl 5: Wer diese Zahlen auf seinem Lottoschein der US-Lottogesellschaft "Mega Millions" hatte, ist um bis zu 1,6 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,4 Milliarden Euro) reicher. Es gibt mindestens einen Gewinner nach der Ziehung vom Dienstagabend. US-Medien berichteten unter Berufung auf die Lottobehörden im Bundesstaat South Carolina, dort sei ein Gewinnlos verkauft worden. Dies ist laut "Mega Millions" der bislang größte Jackpot der US-Geschichte. Anfang 2016 teilten sich drei Gewinner 1,58 Milliarden Dollar nach einem Jackpot der Lottogesellschaft "Powerball". 

+++ 6.27 Uhr: Pflegebedürftige sollen künftig ohne Kassen-Genehmigung mit Taxi zum Arzt dürfen +++

Union und SPD wollen einem Medienbericht zufolge die Unterstützung von Pflegebedürftigen und deren Familien verbessern. Geplant sei unter anderem, dass Pflegebedürftige für Taxifahrten zum Arzt künftig keine Genehmigung der Krankenkasse mehr benötigen, berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Zeitungen berufen sich auf Änderungsanträge zum Pflegepersonalstärkungsgesetz im Bundestag. Demnach ist auch eine Entlastung für pflegende Angehörige vorgesehen. Müssen sie selbst in eine Reha-Klinik, können sie ihr pflegebedürftiges Familienmitglied mitnehmen und in der gleichen Einrichtung betreuen lassen.

+++ 5.04 Uhr. Grünen-Chefin Baerbock fordert Abzug von US-Atomwaffen aus Europa +++

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat einen Abzug der US-Atomwaffen aus Europa gefordert. Baerbock reagierte damit auf die Ankündigung der USA, aus dem Abrüstungsabkommen INF mit Russland auszusteigen. "Wenn es gar keine Regeln mehr gibt, ist erst recht auf nichts mehr Verlass", sagte Baerbock. "Gerade wenn der INF-Vertrag als letzter Pfeiler der europäischen Sicherheit wegbricht, ist es richtig, Europas Teilhabe an der nuklearen Abschreckung der USA gegenüber Russland zu beenden", fügte die Grünen-Chefin hinzu. "Alles andere befeuert das gefährliche Spiel des Wettrüstens."

+++ 4.41 Uhr: Kanadischer Rapper stürzt bei Dreh von Musikvideo von Flugzeug +++

Beim riskanten Dreh eines Musikvideos ist ein kanadischer Rapper von einem Flugzeug gestürzt und ums Leben gekommen. Jon James lief bei dem Stunt über den Flügel einer kleinen Cessna, wie sein Management mitteilte. Als der 33-jährige Rapper bei dem sogenannten Wingwalk auf der Tragfläche weiter nach außen lief, geriet die Maschine plötzlich in eine Abwärtsspirale. "Jon hat sich am Flügel festgehalten, bis es zu spät war", erklärte das Management. "Als er losließ, hatte er keine Zeit mehr, seinen Fallschirm zu öffnen."

Das Unglück nahe der Ortschaft Vernon in der kanadischen Provinz British Columbia ereignete sich bereits am Samstag. Die Polizei bestätigte den "Tod eines Fallschirmspringers". Medienberichten zufolge konnte der Pilot die Maschine sicher landen. Jon James war bekannt für riskante Stunts und war auch ein erfolgreicher Freeski-Fahrer. Sein Management startete jetzt einen Spendenaufruf, um für die Kosten der Beerdigung aufzukommen und die letzten Lieder des Rappers veröffentlichen zu können.

+++ 4.34 Uhr: Pläne für größtes Riesenrad der Welt in New York geplatzt  +++

Die Pläne zur Errichtung des größten Riesenrads der Welt in New York sind geplatzt. "Nach Jahren der Planung teilen die Entwickler des New York Wheel mit großer Enttäuschung mit, dass der Traum, eine Weltklasse-Attraktion in Staten Island zu bauen, sich leider nicht erfüllen wird", hieß es in einer Erklärung. Das Riesenrad sollte mit rund 190 Metern das höchste der Welt werden. Es hatte sich ursprünglich schon 2015 im New Yorker Stadtteil Staten Island drehen sollen - mit Panoramablick über den Hafen, die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan. 

Einen konkreten Grund für die Aufgabe der Pläne nannten die Entwickler zunächst nicht. Zuletzt waren die Kosten des Projekts jedoch immer weiter angestiegen, der Bau hatte sich verzögert und war von Gerichtsstreits zwischen verschiedenen Investoren schließlich ganz aufgehalten worden.

ivi / anb / AFP / DPA