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News des Tages: Kind auf Straße erstochen - 75-Jährige festgenommen

Siebenjähriger in der Schweiz erstochen +++ Ermittlungen gegen AfD-Chef Gauland +++ Staatsanwalt: Täter von Utrecht handelte allein und mit Terror-Motiv +++ Neuseeland verbietet Sturmgewehre +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

In Basel wurde ein siebenjähriger Junge erstochen (Symbolbild)

In Basel wurde ein siebenjähriger Junge erstochen (Symbolbild)

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Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Kind auf Straße erstochen - 75-Jährige festgenommen (16.47 Uhr)
  • Ermittlungen gegen Gauland wegen Steuersache (15.10 Uhr)
  • Mehr Zuschlag und kostenlose Schulessen für Millionen Kinder (14.12 Uhr)
  • Staatsanwalt: Täter von Utrecht handelte allein und mit Terror-Motiv (11.56 Uhr)
  • Männer wegen Herstellung von Kinderpornos in Würzburg festgenommen (9.55 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.45 Uhr: Bestätigt: EU will Brexit-Aufschub bis 22. Mai - wenn Unterhaus Vertrag billigt +++

Die Europäische Union bietet Großbritannien eine Verschiebung des Brexits bis zum 22. Mai an, wenn das britische Unterhaus nächste Woche dem EU-Austrittsvertrag zustimmt. Sollte das Parlament dies nicht tun, gilt die Verlängerung nur bis zum 12. April. In dem Fall soll Großbritannien bis zu diesem Termin sagen, wie es weitergehen soll. Dies geht aus dem Beschluss der 27 bleibenden EU-Länder hervor.

+++ 23.20 Uhr: EU bietet London wohl zwei Optionen für kurze Brexit-Verschiebung an +++

Die Europäische Union will Großbritannien nach Angaben von Diplomaten voraussichtlich eine Verschiebung des Brexits bis zum 22. Mai anbieten. Sollte das britische Unterhaus dem EU-Austrittsvertrag nicht zustimmen, müsste Großbritannien bis zum 12. April sagen, wie es weitergehen soll. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend aus mehreren Quellen.

+++ 23 Uhr: Britische Armee richtet Einsatzzentrum für den Fall eines harten Brexit ein +++

Angesichts eines drohenden harten Brexit sieht sich zumindest die britische Armee gut gerüstet: Das Verteidigungsministerium habe für den Fall eines EU-Austritts Großbritanniens ohne ein Abkommen ein Einsatzzentrum in einem atombombensicheren Bunker im Zentrum von London eingerichtet, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Dort gebe es die notwendige Infrastruktur und "ein Team, das bereit ist, jede Maßnahme zu unterstützen, wenn sie nötig wird". Im Dezember hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass 3500 Soldaten bereitgestellt würden, um die Regierung im Fall eines ungeordneten Brexit bei unvorhergesehenen Entwicklungen zu unterstützen. Dieses Kontingent sei nun "in Bereitschaft", sagte der Ministeriumssprecher. 

+++ 22.14 Uhr: Spraydose explodiert in Wohnung - Passant verletzt +++

Durch die Explosion einer Spraydose in einer Wohnung in Hannover ist ein Passant verletzt worden. Er wurde von umherfliegenden Glassplittern verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Unglück habe sich am Donnerstagnachmittag in einem Mehrfamilienhaus ereignet. Die Spraydose explodierte im Bad - warum, blieb zunächst unklar. Die Glassplitter flogen den Angaben zufolge bis zu 15 Meter weit auf die Straße. Der Mieter war zum Unglückszeitpunkt nicht in der Wohnung. Die Rettungskräfte brachten die anderen Hausbewohner in Sicherheit, bevor sie sich Zutritt zur Brandwohnung im zweiten Obergeschoss verschafften und die Flammen löschten. Die Räume sind nun erstmal nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf 5000 Euro geschätzt.

+++ 21.45 Uhr: Trump will Mittel für Hochschulen an Schutz der Redefreiheit knüpfen +++

S-Präsident Donald Trump sieht die Redefreiheit an Hochschulen in Gefahr und will Universitäten durch finanzielle Hebel zu mehr Schutz der freien Meinungsäußerung bewegen. Trump unterzeichnete im Weißen Haus in Washington einen Erlass, wonach die Vergabe von Bundesmitteln für Hochschulen künftig stärker daran geknüpft sein soll, dass diese Hochschulen Redefreiheit auf ihrem Gelände gewährleisten. "Universitäten, die Steuergelder wollen, sollten die freie Meinungsäußerung fördern, statt sie auszuschalten", sagte Trump bei der Unterzeichnung des Erlasses. Wie genau das Ganze in der Praxis funktionieren soll, blieb zunächst unklar. In einem Pressegespräch zu der Neuerung am Donnerstag ließ ein Regierungsmitarbeiter diverse Nachfragen zu Details unbeantwortet. 

+++ 21.30 Uhr: Pferde stürzen in Güllegrube - Rettung mit Kran +++

Aus einer Güllegrube im Münsterland hat die Feuerwehr zwei Pferde gerettet. Die hineingestürzten Tiere hatten die Grube in Dülmen nicht aus eigener Kraft wieder verlassen können, wie die Feuerwehr mitteilte. Auf einem Foto ist zu sehen, wie sie tief in der Gülle stehen - ihre Beine sind nicht mehr zu sehen. Mit Hilfe eines Krans gelang es den Einsatzkräften, die Tiere aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Ein Tierarzt habe sich während der Rettungsaktion um die beiden Pferde gekümmert - wie genau, sagte ein Feuerwehrsprecher nicht. Die Tiere wurden ihren Besitzern übergeben. "Diese waren sichtlich erleichtert", hieß es weiter.

+++ 21 Uhr: Vier Auslandseinsätze der Bundeswehr um ein Jahr verlängert +++

Die Bundeswehr ist ein weiteres Jahr in Afghanistan, im Mittelmeer sowie in Südsudan und in Darfur im Einsatz. Der Bundestag stimmte mehrheitlich dafür, die Mandate für die vier Auslandseinsätze zu verlängern. Die größte dieser Missionen ist der Nato-geführte "Resolute Support"-Einsatz in Afghanistan. Dort ist die Bundeswehr als zweitgrößter Truppensteller hinter den USA mit bis zu 1300 Soldaten engagiert. Im Mittelpunkt der Mission stehen die Ausbildung und Beratung afghanischer Sicherheitskräfte.

+++ 19.55 Uhr: Drohender Dammbruch in Malawi nach heftigen Regenfällen +++

Im Süden Malawis droht infolge des Zyklons "Idai" ein kleinerer Staudamm zu brechen, der direkt oberhalb einer Stadt mit rund 90.000 Einwohnern liegt. Anhaltende Regenfälle hätten eine Mauer des Chagwa-Damms kritisch geschwächt, erklärte die Regierung. Die Bewohner der Stadt Zomba sollten daher "besonders wachsam sein und für den Notfall Pläne für eine schnelle Evakuierung entwickeln", erklärte das Innenministerium. Der Staudamm hat demnach eine Fläche von etwa drei Hektar. 

+++ 19.24 Uhr: Frankreichs Verfassungsgericht erlaubt Alterstests bei Flüchtlingen +++

Das französische Verfassungsgericht hat Röntgenuntersuchungen zur Bestimmung des Alters junger Flüchtlinge für rechtmäßig erklärt. Eine solche Untersuchung der Knochen dürfe jedoch nur durchgeführt werden, wenn der Flüchtling nicht über gültige Ausweispapiere verfüge und das behauptete Alter nicht wahrscheinlich sei, teilte das Gericht mit. Es stellte außerdem fest, dass eine Knochenuntersuchung eine "signifikante Fehlerquote" aufweisen könne. Es gelte jedoch, dass Minderjährige, die sich in Frankreich aufhalten, ihrem Alter entsprechenden Rechtsschutz genießen, und nicht unrechtmäßig als Erwachsene behandelt werden dürfen. Nur eine Justizbehörde sei befugt, eine Knochenuntersuchung durchzuführen.

+++ 18.46 Uhr: Netanjahu lobt Trumps Äußerung zum Status der Golanhöhen +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zum Status der Golanhöhen begrüßt. Trump sprach sich dafür aus, dass die USA die Souveränität Israels über die seit 1967 besetzten Golanhöhen anerkennen. "Zu einer Zeit, in der der Iran Syrien als Plattform zur Zerstörung Israels benutzen will, erkennt Präsident Trump mutig Israels Souveränität über die Golanhöhen an", schrieb Netanjahu bei Twitter. "Danke, Präsident Trump!" 

+++ 18.04 Uhr: Trump für Anerkennung der Souveränität Israels über Golanhöhen +++

US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, dass die USA die Souveränität Israels über die seit 1967 besetzten Golanhöhen anerkennen. Nach 52 Jahren sei es für die Vereinigten Staaten an der Zeit dafür, schrieb Trump auf Twitter vor einem geplanten Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in der kommenden Woche in Washington.

+++ 17.55 Uhr: 20 Millionen Dollar an Falschgeld in Schließfach in Kenia gefunden +++

In Kenias Hauptstadt Nairobi hat die Polizei in einem Schließfach einer Bank 20 Millionen US-Dollar an Falschgeld gefunden. Die 100-Dollar-Scheine waren in einer Filiale der Barclays Bank in Nairobi, wie die Polizei mitteilte. Diese twitterte ein Foto einer bis obenhin mit Geldbündeln gefüllten Truhe. Der Eigentümer des Schließfachs, zwei Bankmitarbeiter sowie drei andere Verdächtige, wurden demnach im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen. Vier von ihnen erschienen am Donnerstag vor Gericht. Wofür das Geld gedacht war, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Sie sagte lediglich, dass ein Augenzeuge befragt worden sei. 

+++ 17.02 Uhr: Facebook gibt Speichern unverschlüsselter Passwörter auf eigenen Servern zu +++

Passwörter von vielen Millionen Facebook-Nutzer sind für Mitarbeiter des Online-Netzwerks im Klartext zugänglich gewesen. "Wir gehen davon aus, dass wir hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden", erklärte das Unternehmen. Facebook habe keine Hinweise darauf, dass jemand intern missbräuchlich darauf zugegriffen habe, hieß es weiter. Die Passwörter seien auch für niemanden außerhalb des Unternehmens sichtbar gewesen. 

Die betroffenen Nutzer sollen dennoch "als Vorsichtsmaßnahme" benachrichtigt werden, obwohl es keinen Hinweis auf einen Missbrauch der Daten gebe. Die Passwörter hätten eigentlich auch intern unkenntlich sein müssen. Der Fehler sei bei einer Routine-Prüfung im Januar aufgefallen. Er sei inzwischen behoben worden - Facebook machte keine Angaben dazu, wann genau.

+++ 16.47 Uhr: Kind auf Straße erstochen - 75-Jährige festgenommen +++

Ein siebenjähriger Junge ist auf dem Heimweg von der Schule in der Schweizer Grenzstadt Basel erstochen worden. Als mutmaßliche Täterin stellte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine 75-jährige Frau. Sie habe das Kind angegriffen, sagte sie. Die Frau wurde festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Basel mitteilte. Die Vernehmung dauert am Nachmittag noch an, sagte ein Sprecher. Zu dem Motiv der Schweizerin konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Auch war zunächst unklar, ob die Frau den Kleinen kannte. 

Der Junge war nach Angaben der Ermittler gegen 12.30 Uhr auf dem Weg nach Hause, als er auf der Straße plötzlich niedergestochen wurde. Eine Lehrerin habe das schwer verletzte Kind gefunden, und den Notarzt alarmiert. Der Junge sei im Krankenhaus notoperiert worden, aber wenig später an seinen schweren Verletzungen gestorben. Die Polizei suchte am Nachmittag noch nach Zeugen der Tat.

+++ 16.43 Uhr: Mindestens 71 Tote bei Fährunglück im Nordirak +++

Bei einem Fährunglück im Nordirak sind nach neuen Angaben der Behörden mindestens 71 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich auf dem Fluss Tigris in der nordirakischen Großstadt Mossul. Auf dem überladenen Schiff befanden sich Familien, die während der Newroz-Feiern zu einem beliebten Picknick-Platz übersetzen wollten, wie ein Vertreter des Innenministeriums zuvor mitteilte.

+++ 16.40 Uhr: Mann erschießt Tiger in Russland nach Angriff  +++

Nach einem Angriff von einem Tiger hat ein Mann in der Nähe von Chabarowsk im äußersten Osten Russlands das Tier erschossen. Der Amurtiger - eine streng geschützte Art - habe zunächst eine Kuh in dem Dorf Solotoj angefallen, teilten Behörden mit. Beim Versuch, den Tiger aus dem Kuhstall zu verjagen, sei der Bauer selbst angegriffen worden. Er konnte sich aber in Sicherheit bringen, die Waffe holen und dann schießen.

Weil Tiger der Amurregion an der Grenze zu China bei Wilderern wegen ihres Fells, ihrer Zähne und anderer Körperteile begehrt sind, zieht jeder Todesfall Ermittlungen nach sich. Nach Angaben der Behörden fehlten bei dem Tier die Zähne. Der Kadaver mit dem Kopfschuss sei für weitere Untersuchungen beschlagnahmt worden. Experten vermuteten, dass der Tiger altersschwach und krank war. Er drang wohl auf der Suche nach Nahrung in den Hof ein. 

+++ 16.28 Uhr: Syrer zu sieben Jahren wegen Mitgliedschaft in Terrorvereinigung verurteilt +++

Das Oberlandesgericht München hat einen Mann wegen Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der 33-Jährige soll nach Ende des Strafvollzugs außerdem drei Jahre unter Aufsicht gestellt werden, wie das Gericht mitteilte. Demnach hatte Zoher J. Ende 2012 eine Kampfeinheit in Aleppo gegründet und diese über mehrere Monate hinweg geführt.    

Bei der Einheit handelte es sich nach Angaben des Gerichts um eine Terrorvereinigung, die für die Errichtung eines Gottesstaats unter Geltung der Scharia kämpfte. Zugunsten des angeklagten Syrers werteten die Richter die "desolate humanitäre Situation in Syrien" und die Tatsache, dass die Tat bereits einige Jahre zurück lag. Das Urteil kann noch angefochten werden. J. wurde im April 2017 in Niederbayern festgenommen.

+++ 16.23 Uhr: Nach Tötungsdelikt auf Usedom - Polizei: Bisher kein Tatverdächtiger +++

Nach der Tötung einer jungen Frau in Zinnowitz auf Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) hat die Polizei ihre Spurensuche fortgesetzt. Erneut wurde am Vormittag ein Fährtenhund eingesetzt. Bereitschaftspolizei durchkämmte systematisch das Umfeld des Hauses, in dem das 18 Jahre alte Opfer gelebt hatte.

Die getötete Frau habe einen großen Freundeskreis und viele Kontakte in sozialen Medien gehabt, weshalb die Kontaktaufnahmen mit den Bekannten andauerten, hieß es. Einen Tatverdächtigen habe die Polizei nicht, auch die Tatwaffe sei bisher nicht gefunden worden. 

+++ 15.45 Uhr: Medien: Ex-Präsident Temer in Brasilien festgenommen +++

In Brasilien soll der frühere Präsident Michel Temer festgenommen worden sein. Wie brasilianische Medien berichteten, erfolgte die Festnahme in São Paulo. Gegen den konservativen Politiker, der Ende 2018 nach zweieinhalb Jahren an der Spitze Brasiliens sein Amt abgab, wird wegen verschiedener Korruptionsaffären ermittelt.

+++ 15.25 Uhr: Mutmaßlicher Bombenbastler aus der Oberpfalz auf Mallorca gefasst +++

Die spanische Polizei hat einen mutmaßlichen Bombenbastler aus der Oberpfalz auf der Balearen-Insel Mallorca gefasst. Der 28-Jährige soll nach Deutschland ausgeliefert werden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Amberg sagte. Der Mann steht im Verdacht, vor etwa vier Wochen an einer Baustelle in Burglengenfeld im Kreis Schwandorf eine Rohrbombe abgelegt zu haben. Die Festnahme habe am Montag stattgefunden, hieß es. Der Verdächtige war wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und Waffenrecht mit europäischem Haftbefehl gesucht worden. Zuvor hatte das "Mallorca Magazin" über die Festnahme berichtet.

+++ 15.16 Uhr: Mehr als 40 Tote bei Fährunglück im Norden des Iraks +++

Bei einem Fährunglück nahe der nordirakischen Stadt Mossul sind mehr als 40 Menschen ertrunken. Unter den Opfern seien Frauen und Kinder, erklärte der Direktor des Zivilschutzes der Provinz Ninawa, Hussam Chalil, am Donnerstag. Seinen Angaben zufolge wurden zwölf Überlebende aus dem Fluss Tigris gerettet. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten Menschen, die im starken Strom des Flusses mitgerissen wurden. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Die einstige Millionenstadt Mossul war im Sommer 2014 von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) überrannt worden. Irakische Truppen konnten sie 2017 mit Luftunterstützung der internationalen Anti-IS-Koalition wieder befreien. Große Teile Mossuls sind aber bis heute stark zerstört.

+++ 15.10 Uhr: Ermittlungen gegen Gauland wegen Steuersache +++

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt nach Angaben der AfD-Bundestagsfraktion gegen Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland. Ein Fraktionssprecher teilte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, die Ermittlungen stünden in Zusammenhang mit einem "privaten Steuerfehler". Zuerst hatte die "Welt" darüber berichtet. 

Die Staatsanwaltschaft wollte sich unter Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht äußern. Gauland wisse von Ermittlungen gegen ihn, die Staatsanwaltschaft habe sich in dieser Sache auch bereits an den Bundestag gewandt, berichtete die "Welt" unter Berufung auf einen AfD-Fraktionssprecher. Im Immunitätsausschuss des Parlaments ist der Vorgang dem Bericht zufolge bekannt.

+++ 15.03 Uhr: Ein Verdächtiger im Würzburger Kinderporno-Fall wieder frei +++

Einer der beiden Verdächtigen im Würzburger Kinderporno-Fall kommt wieder auf freien Fuß. Bei ihm handele es sich um den Mann, der einen Bezug zu einer Kindertagesstätte in der Stadt hatte. Nach den ersten Ermittlungen habe sich der dringende Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtet, teilten die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und das Polizeipräsidium Unterfranken mit. 

Gegen den anderen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl beantragt. Der Mann sollte noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Verdächtige steht im Verdacht, pornografische Bilder und Videos mit kleinen Jungen im sogenannten Darknet verbreitet zu haben, einem abgeschirmtem Bereich des Internets. Derzeit fahnden die Ermittler auch nach den Opfern. Die Kriminalpolizei Würzburg richtete für Hinweise aus der Bevölkerung eine Hotline ein.

+++ 14.44 Uhr: Erdogan zeigt trotz Kritik erneut Video von Anschlag in Christchurch +++

Trotz scharfer Kritik aus Neuseeland hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Wahlkampfkundgebung erneut ein Video des Anschlags in Christchurch gezeigt. In dem Video, das der rechtsextreme Attentäter am vergangenen Freitag live im Internet übertragen hatte, ist zu sehen, wie er in der Al-Noor-Moschee in Christchurch auf Gläubige feuert, die zum Freitagsgebet versammelt sind.    

Erdogan zeigte einen bearbeiteten Ausschnitt des Videos auf einer Großleinwand bei einer live im Fernsehen übertragenen Kundgebung in Eskisehir. Zudem ließ er Ausschnitte aus dem Manifest des Attentäters zeigen, in denen dieser der Türkei und Erdogan droht. Direkt im Anschluss wurde Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu eingeblendet, den Erdogan dafür kritisierte, seinerseits vor Terror aus der islamischen Welt gewarnt zu haben.

+++ 14.35 Uhr: Zyklon "Trevor" führt zu Evakuierungen in Nordaustralien +++ 

Wegen des Zyklons "Trevor" haben die Behörden im Norden Australiens den Ausnahmezustand ausgerufen und das Militär zur Hilfe bei der Evakuierung gerufen. Von der Insel Groote Eylandt vor der Küste der nördlichen Region Northern Territory seien bereits rund 220 Menschen ans Festland geflogen worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. Die Luftwaffe solle weitere Evakuierungsflüge unternehmen. "Trevor" war am Mittwoch als Sturm der Kategorie 1 über Teile des nördlichen Bundesstaates Queensland hinweggezogen und hatte zu Stromausfällen geführt. Der Wetterdienst erwartet, dass der Zyklon rasch an Stärke zunimmt und am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern die Küste des Northern Territory erreicht.

+++ 14.12 Uhr: Mehr Zuschlag und kostenlose Schulessen für Millionen Kinder +++

Familien von Millionen Kindern können künftig höhere Sozialleistungen und mehr Geld etwa für Schulessen und Nachhilfe bekommen. Der Bundestag beschloss heute das Familien-Gesetz von Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD). Zum 1. Juli steigt demnach der monatliche Kinderzuschlag von maximal 170 auf 185 Euro pro Kind. Auch die Anträge sollen deutlich vereinfacht werden. Außerdem wird das "Schulstarterpaket" - Unterstützung etwa für Schulranzen, Hefte oder Lernsoftware - von 100 auf 150 Euro angehoben. Der Bundesrat muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

+++ 13.25 Uhr: Landrat zu Lügder Missbrauchsfall: Verdächtigen falsch eingeschätzt +++

Im Fall des tausendfachen Kindesmissbrauchs in Lügde haben die Mitarbeiter des Jugendamtes den Hauptverdächtigen nach Angaben von Landrat Tjark Bartels (SPD) falsch eingeschätzt. "Dass dieser Mensch das getan haben soll, konnten sich viele nicht vorstellen", sagte der Behördenchef im Sozialausschuss des niedersächsischen Landtages in Hannover. Der 56-Jährige sei nur als "komischer Typ und ein bisschen verschroben" beschrieben worden. Bartels räumte erneut den Fehler ein, dass das Jugendamt trotz dreier Hinweise auf Pädophilie und möglichen sexuellen Missbrauch 2016 ein kleines Mädchen bei dem Dauercamper weiter wohnen ließ und ihm sogar die Pflegschaft Anfang 2017 übertrug. 

Der Fall von jahrelangem Kindesmissbrauch und Kinderpornografie auf dem Campingplatz im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen hat sich zu einem Behördenskandal entwickelt. Es wird gegen Jugendamtsmitarbeiter und Polizisten ermittelt. Bislang gibt es mehr als 30 Opfer. Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. 

+++ 12.52 Uhr: Venezuelas Opposition: Enger Mitarbeiter Guaidós festgesetzt +++

Im Machtkampf in Venezuela haben Agenten des Geheimdienstes nach Angaben der Opposition den Bürochef des selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó, Roberto Marrero, festgenommen. "Wir wissen nicht, wo er sich befindet. Er muss sofort freigelassen werden", schrieb Guaidó am Donnerstag auf Twitter. Die Geheimdienstbeamten hätten am frühen Morgen die Häuser von ihm und Marrero durchsucht, sagte der Fraktionschef der Oppositionspartei Voluntad Popular, Sergio Vergara. Auch sein Fahrer sei festgenommen worden. Seit Wochen liefern sich Staatschef Nicolás Maduro und Oppositionsführer Guaidó einen erbitterten Machtkampf. 

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+++ 12.47 Uhr: Gegen Afrikanische Schweinepest: Luxemburg errichtet Zaun zu Belgien +++ 

Nach Dänemark baut nun auch Luxemburg einen Grenzzaun zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Er solle in den nächsten Tagen südlich von Steinfort an einem acht Kilometer langen Abschnitt an der Grenze zu Belgien errichtet werden, teilten das Landwirtschafts- und das Umweltministerium in Luxemburg mit. Im Januar hatte Dänemark mit dem Bau eines Zauns an der Grenze zu Schleswig-Holstein begonnen. Allerdings ist in Deutschland bisher kein Fall von Schweinepest nachgewiesen. Das Virus war im September 2018 in Belgien nahe der luxemburgischen Grenze bei Wildschweinen festgestellt worden. In Luxemburg ist das Virus noch nicht nachgewiesen worden.

+++ 12.39 Uhr: Fünf Moscheen in Birmingham beschädigt +++

Knapp eine Woche nach den Attacken auf Muslime in Neuseeland sind fünf Moscheen in der englischen Stadt Birmingham beschädigt worden. Weder die Täter noch das Motiv sind bekannt, wie die Polizei mitteilte. Auch Terrorexperten seien an den Ermittlungen beteiligt. Nachbarn hatten einen Mann beobachtet, der mit einem Vorschlaghammer die Scheiben einer Moschee einschlug. Vertreter der Stadt betonten, dass es keinen Platz für Hass auf Muslime gebe. Birmingham sei tolerant und Islamophobie ein Gift.

In der neuseeländischen Stadt Christchurch waren bei Angriffen auf zwei Moscheen am vergangenen Freitag 50 Menschen erschossen und Dutzende verletzt worden. Die Polizei nahm nach dem blutigen Massaker einen Rechtsextremen aus Australien fest. Ihm droht lebenslange Haft.

+++ 12.16 Uhr: Bund will zusätzliche Hochgeschwindigkeitstrassen für Fernzüge +++ 

Die Bahn soll künftig auch auf den Strecken zwischen Frankfurt und Mannheim, Würzburg und Nürnberg sowie Hannover und Berlin bis zu 300 Kilometer pro Stunde fahren können, wie der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), mitteilte. Zur Beschleunigung des Bahnverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin ist bereits eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld in der Planung. 

Gerechnet wird mit Milliardenkosten. Ferlemann sprach von langfristigen Projekten. Die Projekte stehen in Zusammenhang mit dem geplanten Deutschland-Takt. Die Bundesregierung strebt an, bis 2030 eine engere Verzahnung von Nah- und Fernverkehr umzusetzen. Insgesamt soll dies zu kürzeren Fahrtzeiten führen.

+++ 11.56 Uhr: Staatsanwalt: Täter von Utrecht handelte allein und mit Terror-Motiv +++ 

Der mutmaßliche Todesschütze von Utrecht soll sich  wegen mehrfachen Mordes mit terroristischem Motiv verantworten. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Er handelte nach Angaben der Ermittler vermutlich allein. "Die Ermittlungen ergaben inzwischen Hinweise, dass der Verdächtige während der Schüsse keine Hilfe von anderen Personen bekommen hat." Der Schütze soll am Freitag erstmals dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft schließt aber auch weiterhin persönliche Probleme des Mannes als Motiv nicht aus, "in Kombination mit einer Radikalisierung." Ein psychiatrisches Gutachten solle erstellt werden.

+++ 11.22 Uhr: Mutmaßliche frühere Stasi-Mitarbeiter werden wegen Lockerbie-Attentats vernommen +++ 

Im Zusammenhang mit dem Lockerbie-Attentat im Jahr 1988 werden mehrere mutmaßliche frühere Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit vernommen, unter anderem in Berlin. Es lägen entsprechende Rechtshilfeersuchen aus Schottland zur Aufklärung der Hintergründe vor, teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft mit. Am 21. Dezember 1988 war eine Pan-Am-Maschine mit 259 Menschen an Bord über Lockerbie explodiert, am Boden wurden elf weitere Menschen getötet - Libyen übernahm 2003 die Verantwortung für den Anschlag.

+++ 10.41 Uhr: Mindestens sechs Tote nach Explosion in chinesischem Chemiepark +++ 

Bei einer Explosion in einem Chemiepark in Ostchina sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 30 haben sich zudem schwere Verletzungen zugezogen, wie die lokale Regierung der Stadt Yancheng (Provinz Jiangsu) mitteilte. Auch seien Arbeiter in eingestürzten Fabrikgebäuden eingeschlossen worden. Die Explosion wurde demnach durch ein Feuer in einer Düngemittelfabrik ausgelöst. 

Die Druckwelle der Explosion beschädigte auch Hausfassaden in der Umgebung und zerstörte zahlreiche Fenster, wie auf Videoaufnahmen des Unglücks zu erkennen ist.

+++ 10.16 Uhr: Zahl der Privatpleiten in Deutschland geht weiter zurück +++ 

Die Zahl der Privatpleiten ist in Deutschland erneut gesunken. Im vergangenen Jahr haben bundesweit knapp 89.000 Bürger eine Privatinsolvenz angemeldet, wie aus dem Schuldenbarometer der Hamburger Auskunftei Crifbürgel hervorgeht. Das sind 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit acht Jahren geht die Zahl kontinuierlich zurück. Auch für 2019 rechnet Crifbürgel mit einer weiteren positiven Entwicklung.  

"Der erneute Rückgang der Privatinsolvenzen liegt vorrangig an der weiterhin guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung bei den Privatpersonen", sagte Geschäftsführer Christian Bock. Arbeitslosigkeit gilt als eine der Hauptursachen für Privatpleiten. Mit 166 Fällen pro 100.000 Einwohner hat Bremen die höchste Quote an Privatinsolvenzen, Baden-Württemberg und Bayern mit 72 beziehungsweise 73 Pleiten pro 100 000 Einwohnern die geringste. 

+++ 9.55 Uhr: Männer wegen Herstellung von Kinderpornos in Würzburg festgenommen +++ 

Bei einer Razzia wegen Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie hat die Polizei in Würzburg zwei Männer festgenommen. Weil bei einem der beiden Tatverdächtigen ein Bezug zu einer Kindertagesstätte festgestellt worden sei, umfasste die Razzia auch die Räume dieser Kita, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mitteilten. Die Polizei schickte Beamte als Ansprechpartner für besorgte Eltern und Personal zu der Kita. Die Beschuldigten sollen die Bilder selbst angefertigt haben, ihre Opfer seien ausschließlich kleine Jungen gewesen. Beide Männer sollten noch heute dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

+++ 08.59 Uhr: Facebook: Künstliche Intelligenz erkannte Christchurch-Video nicht +++

Facebooks Software auf Basis künstlicher Intelligenz, die in Livestreams auf der Plattform unter anderem Gewalt erkennen soll, hat beim Video des Massakers von Christchurch nicht reagiert. "Um das zu erreichen, müssen wir unsere Systeme erst mit großen Mengen von Daten von genau solchen Inhalten versorgen - was schwierig ist, da solche Ereignisse dankenswerterweise selten sind", erklärte das Online-Netzwerk.

Eine weitere Herausforderung für die Software sei, echte Gewalt von der Übertragung von Videospiel-Szenen zu unterscheiden. "Wenn unsere Systeme zum Beispiel bei tausenden Stunden von Livestreams aus Videospielen Alarm schlagen würden, könnten unsere Prüfer die wichtigen Videos aus der realen Welt verpassen", bei denen Facebook Helfer alarmieren könnte.

+++ 08.59 Uhr: China ist auch weiterhin das wichtigste Importland für Deutschland +++

Computer, Fernseher, Kühlschränke: Diese Produkte in deutschen Elektronikmärkten stammen vor allem aus China. Die Volksrepublik war 2018 zum vierten Mal in Folge das wichtigste Importland für Deutschland, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Der Wert der Waren made in China betrug demnach 106,3 Milliarden Euro - 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 

+++ 08.43 Uhr: Bildungsausgaben im Jahr 2017 um 4,2 Prozent auf 295,1 Milliarden Euro gestiegen +++

Die Bildungsausgaben in Deutschland sind im Jahr 2017 auf 295,1 Milliarden Euro gestiegen. Dies waren 11,9 Milliarden Euro oder 4,2 Prozent mehr als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Ausgaben hatten demnach wie schon in den beiden Vorjahren unverändert neun Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts ausgemacht.

07.56 Uhr: Mindestens sechs Tote nach Explosionen bei Neujahrsfest in Kabul +++

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei mehreren Explosionen am Neujahrstag des Landes mindestens sechs Menschen getötet worden. Weitere 23 seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahidullah Mayar. Allerdings war unklar, was die Explosionen verursachte. Einem Polizeisprecher zufolge waren es drei Minen, die im Bezirk Kart-e Sachi platziert worden waren. Das Verteidigungsministerium hingegen schrieb auf Twitter von Raketenbeschuss.

+++ 05.35 Uhr: EU-Gerichtshof entscheidet über Vergabe von Krankentransporten +++

Für den Transport von Notfallpatienten in Deutschland fällt ein wichtiges Urteil. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entscheidet, ob die Aufträge nach EU-Recht auch ohne Ausschreibung vergeben werden können. Von der Entscheidung der Richter hängt ab, ob private Konkurrenten bessere Chancen in Deutschland bekommen. Bisher werden die Rettungswagen überwiegend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und den anderen Hilfsorganisationen gestellt.

Auslöser für den Fall ist die Vergabe des Rettungsdienstes in Solingen. Die Stadt hatte vier Hilfsdienste aufgefordert, Angebote abzugeben. Das Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) erhielten schließlich die Aufträge.

Dagegen klagte ein privater Anbieter, der sich nicht hatte bewerben können, vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Dieses hat den Europäischen Gerichtshof gebeten, zu klären, ob für solche Aufträge Ausnahmen von der Pflicht zur Ausschreibung gelten. Geset0.44

+++ 05.06 Uhr: Gesetzentwurf von Spahn: Hebammen sollen künftig studieren +++

Angehende Hebammen sollen künftig statt einer Ausbildung ein Studium benötigen. Das geht aus einem Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hervor, über den das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Er solle nun innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden. "Die Anforderungen an die Geburtshilfe steigen ständig. Dafür ist ein duales Studium mit einem großen praktischen Anteil die beste Vorbereitung", sagte Spahn dem RND. Dadurch erhöhe sich auch die Attraktivität des Berufes insgesamt.

+++ 05.04 Uhr: Studie: Brexit drückt Einkommen in Deutschland um Milliarden +++

Der Brexit könnte das Bruttoeinkommen in Deutschland einer Studie zufolge in Milliardenhöhe schmälern. Komme es zu einem ungeregelten Austritt Großbritanniens ohne Vertrag, müssten sich die Deutschen wohl auf einen Einkommensverlust von fast 10 Milliarden Euro jährlich einstellen. Pro Kopf wären das rein statistisch gesehen rund 115 Euro weniger, schätzt eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung.

Nach Großbritannien selbst wäre demnach das exportorientierte Deutschland beim Bruttoeinkommen am stärksten belastet, gefolgt von Frankreich und Italien. Auf das Vereinigte Königreich käme laut Simulation bei einem No-Deal-Austritt ein jährlicher Einkommensverlust von 57 Milliarden Euro zu - umgerechnet etwa 875 Euro pro Einwohner.

+++ 03.44 Uhr: Neuseeland verbietet Sturmgewehre und halbautomatische Waffen +++

Neuseeland wird in einer ersten Reaktion auf das Massaker in zwei Moscheen in Christchurch ab sofort alle Sturmgewehre und halbautomatischen Gewehre verbieten. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern in Wellington an. Ein Rechtsextremist aus Australien hatte am vergangenen Freitag 50 Menschen erschossen und Dutzende weitere verletzt.

Wie Ardern betonte, trete das Verbot sofort in Kraft. Eine entsprechende Gesetzgebung durch das Parlament solle folgen. Mit dem sofortigen Verbot solle verhindert werden, dass derartige Waffen gehortet werden.

+++ 01.40 Uhr: Missbrauchs-Vorwürfe gegen 395 Kirchenvertreter in Illinois +++

Im US-Bundesstaat Illinois sind fast 400 katholische Priester und Laien öffentlich mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert worden. Das Anwaltsbüro Jeff Anderson & Associates, das auf Klerusmissbrauch spezialisiert ist, veröffentlichte in Chicago eine Liste mit 395 Namen. Die Verdächtigen arbeiten oder hätten im Erzbistum Chicago und fünf weiteren Diözesen gearbeitet. "Das Datenmaterial enthüllt das erschreckende Ausmaß, in dem Priester Kinder bis zum heutigen Tag sexuell missbrauchen", heißt es in dem Report.

+++ 01.04 Uhr: Unterwasserrestaurant in Norwegen eröffnet +++

In Lindesnes an der Südküste Norwegens hat das erste Unterwasserrestaurant Europas geöffnet. Das Gebäude ragt diagonal aus dem Wasser. Der Speisesaal für 40 Gäste befindet sich fünf Meter unter dem Meeresspiegel und öffnet sich mit einem großen Panoramafenster zur See.

Die Brüder Gaute und Stig Ubostad haben in den Bau des Restaurants mit dem Namen "Under" 70 Millionen norwegische Kronen (7,2 Mio Euro) investiert. Hinter dem Entwurf steckt das Architekturbüro Snøhetta, das auch die Osloer Oper entworfen hat.

+++ 00.44 Uhr: US-Luftfahrtbehörde: Boeing entwickelt Software-Patch für 737 Max +++

Nach den Flugzeugabstürzen von Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Todesopfern entwickelt der Hersteller Boeing einen Software-Patch und entsprechende Installationsprogramme für die Baureihe 737 Max. Das teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA mit. Auch sei ein entsprechendes Ausbildungsprogramm für Flugzeugbesatzungen vorbereitet worden. Die Behörde betrachte die Installation der Software und die Ausbildung als "Priorität".

+++ 00.27 Uhr: Hausbesitzer in Texas lebte mit 45 Klapperschlangen +++

Eigentlich hatte ein Hausbesitzer in Albany im US-Staat Texas nur an "einige" Klapperschlangen unter seinem Haus gedacht, als er eine spezialisierte Firma zu Hilfe rief. Der Mann wollte zunächst nach einem Sturm einen beschädigten Kabelanschluss unter dem Haus reparieren, doch er zog sich schnell zurück, als er die Schlangen bemerkte. Die Schlangenexperten entdeckten dann aber unter dem etwas erhöht auf Fundamenten ruhenden Gebäude insgesamt 45 der gefährlichen Reptilien, wie die örtlichen Medien am Mittwoch (Ortszeit) berichteten.

+++ 00.07 Uhr: Prognose: Niederländische Koalition verliert Mehrheit in Erster Kammer +++

Die niederländische Regierungskoalition steht laut einer Prognose vor dem Verlust ihrer Mehrheit in der Ersten Kammer des Parlaments. Bei den Provinzwahlen musste das Bündnis unter Führung der rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) von Ministerpräsident Mark Rutte deutliche Verluste hinnehmen, wie der Sender NOS auf Grundlage von Nachwahlbefragungen meldete. Demnach verliert die Koalition sieben ihrer bislang 38 Sitze.

Bei der Wahl wurden die etwa 570 Abgeordneten der zwölf Provinzen der Niederlande bestimmt. Diese wählen aus ihrer Mitte die 75 Mitglieder der Ersten Kammer, des Provinzparlaments.

Großer Gewinner war die rechtspopulistische Partei Forum für Demokratie (FvD) des Senkrechtstarters Thierry Baudet, die laut der Prognose als zweitstärkstes Kraft mit zehn Abgeordneten in die Erste Kammer einzieht.

Colma, Kalifornien: 99,9% der Bewohner sind hier begraben
kng / rw / DPA / AFP