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News des Tages: Nach Flugzeug-Absturz: Leiche von Fußballer Emiliano Sala identifiziert

Parlament in Athen ratifiziert Nato-Beitrittsabkommen Nordmazedoniens +++ Macron fährt nicht nach München +++ Dieselskandal hat VW bislang 28 Milliarden Euro gekostet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Wrack im Ärmelkanal: Nach Flugzeugabsturz: Leiche von Emiliano Sala identifiziert

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Macron sagt Teilnahme an Münchner Sicherheitskonferenz ab (16.50 Uhr)
  • Frankreich ruft Botschafter aus Italien zurück (13.57 Uhr)
  • Politiker in Uganda: Kurvige Frauen könnten Tourismus ankurbeln (12.07 Uhr)
  • EU-Kommission senkt Wachstumsprognose 2019 für Eurozone deutlich (11.05 Uhr)
  • Bundeskartellamt beschränkt Facebooks Sammeln von Nutzerdaten (10.03 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 00.03 Uhr: Leiche von Fußballer Emiliano Sala identifiziert +++

Die aus dem abgestürzten Flugzeug im Ärmelkanal geborgene Leiche ist als die des Fußballes Emiliano Sala identifiziert worden. Das teilte die britische Polizei am späten Donnerstagabend mit. Die einmotorige Propellermaschine mit dem 28-jährigen Fußballer und dem britischen Piloten war am 21. Januar rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey vom Radar verschwunden.

Sala wollte am 21. Januar von Frankreich aus zu seinem neuen Verein nach Wales fliegen. Über dem Ärmelkanal verschwand die Propellermaschine mit dem 28 Jahre alten Fußballer und seinem Piloten aber von den Radarschirmen. In der später georteten Maschine wurde dann die Leiche entdeckt. Versuche, das Flugzeug zu bergen, blieben bisher erfolglos, zuletzt unter anderem wegen schlechter Wetterbedingungen. Die Maschine soll sich im Ärmelkanal in einer Tiefe von rund 67 Metern nördlich der Kanalinsel Guernsey befinden.

+++ 19.42 Uhr: Parlament in Athen ratifiziert Nato-Beitrittsabkommen Nordmazedoniens +++

Nur zwei Tage nach der Unterzeichnung des Beitrittsprotokolls des künftigen Nordmazedonien in die Nato will am Freitagabend das Parlament in Athen als erstes Nato-Land den Beitritt seines nördlichen Nachbarn billigen. Die Ratifizierung gilt als sicher, berichteten griechische Medien übereinstimmend. Vertreter der 29 Bündnisstaaten hatten zuletzt gemeinsam mit dem Außenminister Mazedoniens, Nikola Dimitrov, das sogenannte Beitrittsprotokoll unterzeichnet. Ende Januar hatte das Parlament in Athen ein Abkommen mit Skopje abgesegnet, demzufolge Mazedonien künftig Nordmazedonien heißen soll. Die Regierung in Athen hatte dies gefordert, weil auch eine nordgriechische Provinz Mazedonien heißt und Gebietsansprüche befürchtet wurden.

US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede zur Lage der Nation.

+++ 19.24 Uhr: Separatisten in der Ostukraine überstellen Häftlinge an Kiew +++

Die ostukrainischen Separatisten haben erneut normale Strafgefangene zur Verbüßung ihrer regulären Reststrafe an Kiew übergeben. 33 bereits vor 2014 wegen Verbrechen von zivilen Gerichten verurteilte Häftlinge wurden auf eigenen Wunsch beim Ort Schtschastja im Luhansker Gebiet ins Regierungsgebiet überstellt, wie die Menschenrechtsbeauftragte des Kiewer Parlaments mitteilte. Zuletzt waren im Dezember vergangenen Jahres Häftlinge übergeben worden. Einige der damals 42 Gefangenen hätten inzwischen ihre gesamte Haftstrafe verbüßt, hieß es.

+++ 18.43 Uhr: US-General: Russischer und kubanischer Einfluss in Venezuela groß +++

Die USA machen sich zunehmend Sorgen über den Einfluss von Ländern wie Russland, China, Iran und Kuba in Lateinamerika, aber auch in Afrika. Auch im Krisenland Venezuela hätten Russland und Kuba enorm Einfluss auf die Regierung des sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro, der von vielen westlichen Ländern nicht mehr als legitimer Staatschef anerkannt wird. "Kuba hat die Sicherheit von Maduro in der Hand", sagte der Kommandeur des Süd-Kommandos der US-Streitkräfte, Craig Faller, bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des Senats.


+++ 18.10 Uhr: Prag entschädigt 1982 an der Grenze verletzten Deutschen +++

Tschechien hat einen 63-jährigen Deutschen für schwere Verletzungen entschädigt, welche dieser bei einem Fluchtversuch im Jahr 1982 erlitten hatte. "Der Justizminister hat den ehemaligen DDR-Bürger Siegfried Fröbel entschädigt", sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Der derzeit in Köln lebende Fröbel zeigte sich mit der Entschädigungszahlung von umgerechnet 4875 Euro jedoch nicht zufrieden: Angesichts seiner dauerhaften Behinderung, psychischer Leiden und gesunkener Lebensqualität sei es "ziemlich wenig", sagte er der Zeitung "Dnes". Fröbel hatte im Alter von 27 Jahren zusammen mit einem befreundeten Ehepaar versucht, die Grenze zwischen der Tschechoslowakei und der Bundesrepublik Deutschland zu überqueren. Das Ehepaar ergab sich den tschechoslowakischen Soldaten, als diese das Feuer eröffneten. Fröbel hingegen wurde am Oberschenkel getroffen, als er sich bereits auf westdeutschem Gebiet befand.

+++ 17.44 Uhr: Anti-IS-Koalition: IS-"Kalifat" auf unter ein Prozent geschrumpft +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert nach Angaben der internationalen Anti-IS-Koalition nicht einmal mehr ein Prozent ihres früheren Herrschaftsgebietes. Von den großen Gebieten ihres ehemaligen "Kalifats" in Syrien und Irak halte die IS-Miliz inzwischen "weniger als ein Prozent", erklärte das US-geführte Militärbündnis. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch die Erwartung geäußert, dass der IS in den kommenden Tagen vollständig vertrieben werde.

+++ 17.30 Uhr: Angebliche Hitler-Bilder in Nürnberg sichergestellt +++

Angeblich von Adolf Hitler gemalte Bilder hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg bei einem Auktionshaus sichergestellt. Es gebe Zweifel an der Echtheit der 63 Bilder, sagte eine Sprecherin der Justizbehörde am Donnerstag. 23 der am Mittwoch beschlagnahmten Werke mit Signaturen wie "A.H." oder "A. Hitler" sollten am Samstag versteigert werden. Die Staatsanwaltschaft ermittele gegen Unbekannt wegen Urkundenfälschung mit versuchtem Betrug, so die Sprecherin. Ein Experte hatte die Behörde auf den Anfangsverdacht gebracht. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

+++ 17.19 Uhr: Meuthen: Verfassungsschutz lehnt AfD-Antrag auf Gutachteneinsicht ab +++

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) verweigert nach Angaben von AfD-Chef Jörg Meuthen der Partei die Einsicht in das Gutachten, aufgrund dessen die Partei vom BfV als "Prüffall" eingestuft wurde. Ein AfD-Antrag auf Gutachteneinsicht sei abgelehnt worden, teilte Meuthen mit. "Uns Betroffenen wird mit Hinweis auf die formale Rechtslage der Einblick in das umstrittene Verfassungsschutz-Gutachten zur AfD verweigert." Das BfV wollte das auf Anfrage nicht kommentieren.

+++ 16.50 Uhr: Macron sagt Teilnahme an Münchner Sicherheitskonferenz ab +++

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat überraschend seine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz in der kommenden Woche abgesagt. Die Absage sei bereits am vergangenen Freitag erfolgt, sagte ein Sprecher der Konferenz. Über die Entscheidung hatte zuvor die "Süddeutsche Zeitung berichtet.

+++ 16.25 Uhr: Sechs Tote bei Einsturz von achtstöckigem Wohnhaus in Istanbul +++

In Istanbul sind beim Einsturz eines Wohnhauses sechs Menschen ums Leben gekommen. Es seien drei weitere Tote geborgen worden, womit die Opferzahl auf sechs gestiegen sei, teilte der Istanbuler Gouverneur Ali Yerlikaya mit. Zudem seien 13 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Das achtstöckige Gebäude im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der Bosporus-Metropole war am Mittwoch aus noch unbekannten Gründen eingestürzt.     

Ein fünfjähriges Mädchen konnte laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu nach 18 Stunden lebend aus den Trümmern geborgen werden. Die Behörden ordneten aus Sicherheitsgründen die Evakuierung mehrerer angrenzender Gebäude an. Die Rettungskräfte bemühten sich seit Mittwochabend mit schwerem Gerät, die Betonplatten und anderen Trümmer zu beseitigen, um an verschüttete Bewohner zu gelangen, deren Stimmen zu hören waren.

+++ 15.55 Uhr: Tschechin lebte jahrelang mit Leiche ihrer Mutter in Wohnung +++

In Tschechien hat eine Frau rund drei Jahre lang neben ihrer toten Mutter gelebt. Deren Leichnam habe sich bereits in einem mumifizierten Zustand befunden, sagte eine Polizeisprecherin. Darauf aufmerksam wurden die Behörden erst, als nun auch die Tochter mit 61 Jahren starb. Nach ersten Untersuchungen konnte eine Gewalteinwirkung in beiden Fällen ausgeschlossen werden.

Tschechische Medien spekulierten, dass die Tochter jahrelang die Rente der zum Todeszeitpunkt über 90 Jahre alten Mutter weiterkassiert haben könnte. Die Ermittlungen dauern der Polizeisprecherin zufolge an. 

+++ 15.32 Uhr: Frankreich will bei Nord Stream 2 gegen Deutschland stimmen +++

Frankreich stellt sich bei einer wichtigen EU-Abstimmung zu Gaspipelines gegen Deutschland: Das Außenministerium in Paris kündigte an, Frankreich werde am Freitag in Brüssel für eine Überarbeitung der EU-Gasrichtlinie stimmen. Der Vorschlag der EU-Kommission könnte die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 beeinträchtigen, die ab Ende des Jahres russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland transportieren soll.

+++ 15.20 Uhr: Schweden verlängert Grenzkontrollen +++

Schweden wird seine Grenzen auch in den kommenden Monaten kontrollieren, um die illegale Einreise von Migranten zu verhindern. Wie die Regierung von Ministerpräsident Stefan Löfven in Stockholm mitteilte, werden die vorübergehenden Grenzkontrollen um weitere drei Monate bis zum 11. Mai verlängert. Begründet wurde der Schritt mit Sicherheitsbedenken. Ein weiterer Faktor für den Entschluss seien Sorgen darüber gewesen, dass es an den Außengrenzen Europas nur "unzureichende Überprüfungen" gebe, erklärte Innenminister Mikael Damberg.

+++ 14.44 Uhr: Dänin zapfte kleinem Sohn fünf Jahre lang wöchentlich einen halben Liter Blut ab +++

Weil sie ihrem Sohn fünf Jahre lang jede Woche einen halben Liter Blut abzapfte, muss eine Mutter in Dänemark für vier Jahre in Haft. Ein Gericht im westdänischen Herning sprach die 36-jährige Krankenschwester der lebensgefährlichen Misshandlung für schuldig. Ihren Beruf darf sie nicht mehr ausüben. Die Frau verzichtete auf eine Berufung. Laut Anklage hatte die Frau mit der Blutentnahme begonnen, als ihr Sohn elf Monate alt war. Fünf Jahre lang unterwarf sie ihn wöchentlich von neuem der Tortur, bis sie im September 2017 festgenommen wurde - mit einem Blutbeutel noch in der Hand.

+++ 13.57 Uhr: Streit zwischen EU-Staaten: Frankreich ruft Botschafter aus Italien für Gespräche zurück +++

Frankreich hat nach wochenlangen Streitigkeiten mit Italien seinen Botschafter aus dem Nachbarland für Gespräche zurückbeordert. Die jüngsten Einmischungen Italiens seien eine "inakzeptable Provokation", teilte das französische Außenministerium am Donnerstag mit. "Sie verletzen den Respekt, den demokratisch und frei gewählte Regierungen einander schulden." Daher werde nun der französische Botschafter für Konsultationen zurückgerufen. Die französische Regierung reagiert auf ein Treffen des italienischen Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio mit Vertretern der "Gelbwesten" in Paris.

+++ 13.10 Uhr: Kurdisch-arabisches Bündnis bestätigt Festnahme eines deutschen Dschihadisten in Syrien +++

Ein kurdisch-arabisches Bündnis hat die Festnahme des Deutschen Martin Lemke und anderer ausländischer Kämpfer in Syrien bestätigt. Jeden Tag gebe es Festnahmen ausländischer Dschihadisten, darunter der Deutsche Lemke, sagte der Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mustafa Bali, der Nachrichtenagentur AFP. Seit zehn Tagen würden täglich Zivilisten die letzte Bastion der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im ostsyrischen Baghus verlassen, wobei sich immer wieder Kämpfer unter ihnen zu verstecken suchten. Der Kurdenvertreter Abdel Karim Omar, der in der kurdischen Regionalverwaltung in Nordsyrien für die Außenbeziehungen verantwortlich ist, sagte, in den vergangenen drei Wochen seien mindestens 50 ausländische Dschihadisten festgenommen worden. "Es gibt keinen offiziellen Kontakt mit dem deutschen Staat", sagte Omar. Deutschland habe niemals angeboten, die deutschen Dschihadisten oder ihre Familien heimzuholen.

+++ 13.08 Uhr: May und Juncker vereinbaren weitere Brexit-Gespräche +++

Die Europäische Union und Großbritannien haben neue Brexit-Gespräche vereinbart, um doch noch einen Weg für einen geordneten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs zu finden. Dieses Ergebnis des Treffens von Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker teilte ein Kommissionssprecher mit. May und Juncker wollten sich vor Ende Februar noch einmal treffen, um über mögliche Ergebnisse der Gespräche zu beraten.

Großbritannien will die EU am 29. März verlassen. Kommt kein Austrittsvertrag zustande, droht ein chaotischer Bruch mit weitreichenden Folgen für die Wirtschaft.

+++ 12.42 Uhr: Deutscher Chemie-Nobelpreisträger Manfred Eigen gestorben +++

Der deutsche Chemie-Nobelpreisträger Manfred Eigen ist am Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte das Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie mit. Den Nobelpreis hatte Eigen 1967 für seine Arbeiten zu ultraschnellen chemischen Reaktionen erhalten.

+++ 12.39 Uhr: Drei Tote nach Unwetter in Rio de Janeiro +++

Bei einem Unwetter sind in Rio de Janeiro mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Eine Mutter und ihr Sohn starben, als ihr Haus in Barra de Guaratiba im Westen von Brasiliens zweitgrößter Stadt am Mittwochabend (Ortszeit) von einem Erdrutsch weggerissen wurde, wie die Zeitung "O Globo" online unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete. In der Favela Rocinha kam ein Mensch bei einem Erdrutsch ums Leben. 

Auf der Küstenstraße Avenida Niemeyer im Süden Rios wurden zwei Busse von einem Erdrutsch und umstürzenden Bäumen getroffen. Nach Angaben eines der Busfahrer hätten zwei Passagiere aus seinem Bus nicht mehr entkommen können. Rettungskräfte seien im Einsatz, um ins Innere des schwer beschädigten Busses zu gelangen. Ein Teil des neben der Avenida verlaufenden, eigens für die olympischen Spiele 2016 gebauten spektakulären Küstenradweges stürzte ins Meer. Am Inlandsflughafen Santos Dumont mussten am Mittwochabend 19 Flüge gestrichen werden. In Rio de Janeiro dauert die sommerliche Regenzeit von Dezember bis April.

+++ 12.20 Uhr: Kreml: Frage eines politischen Asyls für Maduro stellt sich nicht +++

Im Falle eines Sturzes von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro gibt es nach Angaben des Kremls keine Überlegungen, dem Linksnationalisten politisches Asyl in Russland zu gewähren. Diese Frage stelle sich nicht, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Nachrichtenagentur Ria Nowosti zufolge. Darüber war zuletzt in russischen Medien spekuliert worden. So schlug die Boulevardzeitung "Moskowski Komsomolez" vor, Russland könne "seinem Freund Maduro politisches Asyl gewähren".

Videos auf Twitter sollen die mutmaßliche Landung von US-Truppen in Kolumbien zeigen, um eine Invasion in Venezuela vorzubereiten.

Der Druck auf den Staatschef in dem südamerikanischen Land wächst. Der Parlamentschef und selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó wird seit Montag von zahlreichen europäischen Ländern anerkannt. Schon zuvor hatten ihn die USA und Kanada sowie mehrere lateinamerikanische Regierungen als rechtmäßigen Übergangspräsidenten akzeptiert. Russland steht dagegen neben wenigen weiteren Ländern an der Seite von Maduro.

+++ 12.10 Uhr: Deutschland nimmt neun Migranten von "Sea-Watch 3" +++

Deutschland nimmt neun Migranten vom zuletzt vor Italien blockierten Rettungsschiff "Sea-Watch 3" auf. Seit Juli habe sich die Bundesrepublik insgesamt zur Aufnahme von 184 Migranten festgesetzter Rettungsboote bereiterklärt, sagte Innen-Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in Bukarest. Es seien jedoch noch nicht alle in Deutschland angekommen. 

Seit Sommer 2018 mussten Schiffe mit geretteten Migranten an Bord immer wieder tage- oder wochenlang auf hoher See ausharren, bevor sie einen europäischen Hafen ansteuern durften. Besonders betroffen waren davon private Rettungsorganisationen. Italien und Malta machten zur Bedingung, dass andere EU-Staaten die Menschen aufnehmen.

+++ 12.07 Uhr: Politiker in Uganda: Kurvige Frauen könnten Tourismus ankurbeln +++

In Uganda hat der stellvertretende Tourismusminister vorgeschlagen, mit kurvigen Frauen den Tourismus anzukurbeln - und damit große Empörung hervorgerufen. Uganda habe "von der Natur reich beschenkte Frauen", und man könne dieses Geschenk nutzen, um den Tourismus anzukurbeln, sagte Godfrey Kiwanda. Damit bezog er sich auf einen neuen Schönheitswettbewerb, den er am Dienstag vorgestellt hatte. Der "Miss Curvy Uganda Beauty Contest" soll im Juni stattfinden.

Der geplante Wettbewerb und die Kommentare lösten scharfe Kritik aus. "Die Körper von Frauen sind keine Objekte, die zum Vergnügen von Männern zur Schau gestellt werden können", teilte ein Netzwerk an Frauenrechtsgruppen mit. Dieses forderte die Regierung auf, die Pläne zu streichen. Die Vizepräsidentin des Verbandes ugandischer Ärztinnen, Catherine Ndekera, kritisierte, mit diesem Wettbewerb werde "die Sexualität von Frauen für den Handel benutzt".

Kiwanda verteidigte das Vorhaben und erklärte, man habe das Konzept missverstanden. Traditionelle Schönheitswettbewerbe hätten stets nur schlanke Frauen ausgesucht, doch hier gehe es um schlanke und rundlichere Frauen. "Die Natur von Afrikanern ist einzigartig und wir haben attraktive Körper."

+++ 12 Uhr: Niederländische Schüler demonstrieren für Klimaschutz +++

Mehrere tausend niederländische Schüler haben sich in Den Haag zu einem Protestmarsch für den Klimaschutz versammelt. Die Schüler waren mit Bussen und Zügen aus dem gesamten Land in die Regierungshauptstadt gereist und forderten Maßnahmen gegen den Klimawandel. Es ist die erste große Schülerdemonstration für Klimaschutz in den Niederlanden. 

Nach Angaben der Polizei nahmen bis zu 5000 Schüler an der Demonstration teil, die Organisatoren sprachen dagegen von deutlich mehr Teilnehmern. Seit Wochen demonstrieren Schüler in vielen Ländern der Welt regelmäßig für den Klimaschutz.

+++ 11.44 Uhr: Berichte: Bombendrohung gegen Passagiermaschine in Stockholm +++

In Schweden hat es Medienberichten zufolge eine Bombendrohung gegen eine Passagiermaschine gegeben. Die Drohung gegen ein Flugzeug der norwegischen Airline Norwegian sei am Vormittag kurz nach dem Start der Maschine auf dem Flughafen Stockholm-Arlanda in Richtung Frankreich eingegangen, berichtete die schwedische Zeitung "Expressen". An Bord befänden sich 169 Menschen. Die Boeing 737 sei nach Arlanda umgekehrt. Wie die Zeitung "Aftonbladet" berichtete, ging die Drohung telefonisch aus Oslo ein. Nähere Umstände waren zunächst nicht bekannt.

+++ 11.39 Uhr: Gericht will in drei Wochen über AfD-Klage gegen Verfassungsschutz entscheiden +++

Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet voraussichtlich in etwa drei Wochen über den AfD-Antrag auf einstweilige Anordnung gegen den Bundesverfassungsschutz. Das Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat nun eine Woche Zeit zur Stellungnahme, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage weiter mitteilte. Die AfD will dem BfV gerichtlich verbieten lassen, öffentlich über die Einstufung der Bundespartei als sogenannter Prüffall zu berichten.    

Die Bekanntmachung des Prüffalls durch das BfV erschwere "die Ausübung der parteilichen Tätigkeit" in "erheblichem Maße", heißt es laut West- und Norddeutschen Rundfunk sowie "Süddeutscher Zeitung" in der 97 Seiten umfassenden Klageschrift vom Montag. Der Bundesverfassungsschutz hatte im vergangenen Monat die AfD insgesamt zum Prüffall erklärt, bei dem offen zugängliche Quellen ausgewertet werden.

+++ 11.15 Uhr: Brexit: May in Brüssel mit Juncker zusammengetroffen +++

Im Brexit-Streit ist die britische Premierministerin Theresa May in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammengetroffen. Nach britischen Angaben will sie eine Änderung des Austrittsabkommens mit der Europäischen Union erreichen, das im britischen Unterhaus keine Mehrheit gefunden hat. Die EU hat die Forderung nach Korrektur des Vertrags aber schon abgelehnt. Die Erwartungen an Mays Brüsseler Gespräche mit Juncker und später auch mit EU-Ratschef Donald Tusk und Vertretern des EU-Parlaments waren deshalb gering.

Video: Donald Tusk: Spezieller Ort in der Hölle für Brexit-Befürworter

Großbritannien will die EU am 29. März verlassen. Kommt kein Austrittsvertrag zustande, droht ein chaotischer Bruch mit weitreichenden Folgen für die Wirtschaft.

+++ 11.05 Uhr: EU-Kommission senkt Wachstumsprognose 2019 für Eurozone deutlich +++

Angesichts der schwächeren Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Italien hat die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für die Eurozone deutlich gesenkt. In den 19 Staaten der Währungsunion werde 2019 noch ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent erwartet, teilte die Behörde in Brüssel mit. In ihrer Herbstprognose hatte die Kommission noch mit 1,9 Prozent gerechnet.

+++ 10.03 Uhr: Bundeskartellamt beschränkt Facebooks Sammeln von Nutzerdaten +++

Das Bundeskartellamt schränkt die Sammlung und Verarbeitung von Nutzerdaten durch Facebook stark ein. Das Unternehmen dürfe Daten aus verschiedenen Quellen, etwa dem Messenger-Dienst Whatsapp und der Foto-Plattform Instagram, nur mit Zustimmung der Nutzer zusammenführen, teilte die Behörde in Bonn mit. Die Einschränkungen betreffen demnach auch die Verwendung des "Like"-Buttons auf Internetseiten anderer Anbieter.

+++ 9.55 Uhr: P&R-Betrugsskandal: Anklage gegen Firmengründer Roth +++

Nach dem Milliardenbetrug bei der insolventen Containerfirma P&R hat die Staatsanwaltschaft München I Anklage gegen Firmengründer Heinz Roth erhoben. Dem 75 Jahre alten Manager werden 414 Fälle des gewerbsmäßigen Betrugs mit einem Schaden von knapp 18 Millionen Euro vorgeworfen, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst sagte. Es sei nur ein kleiner Teil der "gigantisch großen Anlagesumme" von 3,5 Milliarden Euro berücksichtigt worden.

+++ 9.13 Uhr: Berlin: Lösung für blockierte Rettungsschiffe "Gebot der Humanität" +++

Die EU-Staaten müssen aus Sicht der Bundesregierung möglichst rasch eine vorübergehende Lösung für die immer wieder im Mittelmeer blockierten Rettungsschiffe finden. "Aus unserer Sicht ist es das Gebot der Humanität, dass wir nicht von Fall zu Fall neu diskutieren, welches Land in welcher Größenordnung bereit ist, unter welchen Umständen schiffbrüchige Personen aufzunehmen", sagte Innen-Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) bei einem Treffen der EU-Innenminister in Bukarest. 

Deutsches Anliegen sei, einen "deutlichen Schritt voranzukommen, was die Schaffung eines temporären Adhoc-Verteilmechanismus anbelangt". Es sei unwürdig, dass immer wieder neu darüber verhandelt werden müsse.

+++ 9.04 Uhr: Juso-Chef Kühnert verteidigt SPD-Pläne für Sozialstaatsreform +++

Juso-Chef Kevin Kühnert hat die Pläne der SPD für eine Sozialstaatsreform verteidigt. Damit löse sich die Partei "aus einer bleiernen Debatte" der vergangenen Jahre, sagte Kühnert im ARD-"Morgenmagazin". Es gehe um Menschen, "die nicht viel Einkommen haben". Das Geld fließe zudem sofort zurück in den Konsum.    

Die SPD will Menschen ab 50 Jahren mehr Arbeitslosengeld I gewähren. Wer 58 Jahre alt ist, soll statt der derzeitigen 24 Monate künftig 33 Monate lang ALG I erhalten. Die Pläne von SPD-Chefin Andrea Nahles sehen außerdem vor, Hartz IV abzuschaffen und durch ein "Bürgergeld" zu ersetzen. Sozialminister Hubertus Heil (SPD) will zudem eine weitreichende Grundrente einführen. 

+++ 8.56 Uhr: SPD will Recht auf Home Office gesetzlich garantieren +++

Jeder Arbeitnehmer soll nach dem Willen der SPD das gesetzlich garantierte Recht haben, von zu Hause zu arbeiten. In einem Strategiepapier der Partei heißt es den Zeitungen der Funke Mediengruppe zufolge: "Wir werden ein Recht auf mobiles Arbeiten und Home Office gesetzlich verankern, damit mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von den digitalen Vorteilen profitieren können".    

Die SPD kommt am Sonntag in Berlin zu einer Klausur zusammen, dort soll das Papier zur künftigen Arbeitswelt dem Zeitungsbericht zufolge beschlossen werden. Im Anschluss wollen die Sozialdemokraten mit den Koalitionspartnern CDU und CSU darüber sprechen.

+++ 8.48 Uhr: Weniger Rinder und Schweine in Deutschland geschlachtet +++

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr weniger Rinder und Schweine geschlachtet. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ging die Fleischerzeugung in gewerblichen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf insgesamt acht Millionen Tonnen zurück. Einen Anstieg gab es allerdings bei der Geflügel-Schlachtmenge.      

Insgesamt wurden hierzulande im vergangenen Jahr 56,6 Millionen Schweine geschlachtet, das war ein Rückgang um drei Prozent. Am stärksten sank das Schlachtaufkommen von importierten Schweinen - und zwar um 17,9 Prozent. Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Zahl der aus Deutschland stammenden Schlachttiere um 1,9 Prozent. Damit sank die Schweinefleischmenge insgesamt um 2,9 Prozent auf 5,3 Millionen Tonnen.

+++ 8.25 Uhr: Reallöhne sind 2018 um 1,0 Prozent gestiegen +++

Die Arbeitnehmer in Deutschland hatten auch im vergangenen Jahr mehr Geld in der Tasche. Die um die Preissteigerungen bereinigten Löhne stiegen um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Zahlen in Wiesbaden berichtete. Den nominalen Lohnsteigerungen von 3,0 Prozent standen um 1,9 Prozent höhere Verbraucherpreise gegenüber. In den vergangenen zehn Jahren betrug die durchschnittliche Reallohnsteigerung 1,1 Prozent pro Jahr. Lediglich im Jahr 2013 hatte es einen leicht negativen Wert gegeben.

+++ 8.20 Uhr: Brasilianischer Bergbaukonzern Vale verliert Lizenz für wichtigen Damm +++

Der brasilianische Bergbaukonzern Vale hat die Lizenz für einen wichtigen Damm an seiner größten Eisenerzmine in Brucutu verloren. Das Umweltministerium habe die Genehmigung für den Laranjeiras-Damm im südöstlichen Bundesstaat Minas Gerais entzogen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Die Arbeiten in Brucutu ruhen bereits seit Montag. Dort werden jährlich 30 Millionen Tonnen Eisenerz gefördert - das entspricht 7,5 Prozent der für 2019 vorgesehenen Jahresfördermenge von Vale.    

Katastrophe von Brumadinho: Trauer und Wut nach verheerendem Dammbruch:  "Das war Mord!"

Ein anderer Damm des Unternehmens im ostbrasilianischen Brumadinho war am 25. Januar geborsten. Millionen Tonnen Klärschlamm ergossen sich über die Umgebung des Bergwerks. Mindestens 150 Tote wurden bisher geborgen, für mehr als 180 Vermisste gibt es keine Hoffnung mehr.

+++ 7.52 Uhr: Mindestens drei Tote bei Einsturz von Wohnhaus in Istanbul +++

Beim Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses in Istanbul sind mindestens drei Menschen getötet worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zwölf der Verschütteten seien gerettet worden, darunter ein neunjähriger Junge. Ein Überlebender sei in kritischer Verfassung. Das Haus im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der türkischen Metropole war am Mittwochnachmittag in sich zusammengefallen. Die Rettungsarbeiten waren in der Nacht weitergegangen.

Wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Haus waren, das unterschiedlichen Angaben zufolge sieben oder acht Stockwerke hoch gewesen sein soll, ist nach wie vor unklar. Anadolu zitierte einen örtlichen Beamten mit der Vermutung "27 bis 30 Menschen" seien daheim gewesen, als es einstürzte. Was den Einsturz ausgelöst hatte, blieb zunächst unklar.

+++ 7.25 Uhr: 56 Flüge wegen Warnstreiks am Flughafen Düsseldorf gestrichen +++

Ein Warnstreik des Bodenpersonals hat am Düsseldorfer Flughafen zu Flugausfällen geführt. 56 Starts und Landungen seien gestrichen worden, teilte der Airport mit. Zudem komme es zu Verzögerungen im Flug- und Abfertigungsbetrieb. In den Abflugbereichen seien zusätzliche Servicemitarbeiter im Einsatz. Der Flughafen rief Passagiere auf, sich vor Reiseantritt bei ihrer Fluggesellschaft über Ausfälle oder Verspätungen zu informieren.

+++ 6.56 Uhr: Guaidó fordert Ende der Blockade von Hilfslieferungen +++

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó hat das Militär aufgerufen, internationale Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Guaidó bezeichnete die Blockade einer Brücke an der Grenze zu Kolumbien am Mittwoch als "absurde Reaktion eines Regimes, das sich nicht für die Bürger interessiert". Im Ringen um eine Lösung der Staatskrise in Venezuela nimmt die Kontaktgruppe zwischen der EU und lateinamerikanischen Staaten am Donnerstag ihre Arbeit auf. Guaidó sagte, er wolle alles unternehmen, damit die Hilfe doch nach Venezuela gelange. Die Streitkräfte müssten sich entscheiden, ob sie sich an die Seite "einer Diktatur ohne jede Menschlichkeit" oder an die Seite der Verfassung stellen wollten.

+++ 6.42 Uhr: Neun Tote bei Brand in Manila +++

Bei einem Feuer in einem Wohnhaus sind in der philippinischen Hauptstadt Manila mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind nach Angaben der Feuerwehr fünf Kinder, das jüngste davon erst zwei Jahre alt. Die Ursache war zunächst unklar. Vermutet wird, dass ein Elektrokabel in Brand geriet.

Das Feuer brach den Behörden zufolge mitten in der Nacht im Erdgeschoss aus, als die Bewohner des Hauses schliefen. Von den beiden Familien, die dort zuhause waren, überlebte nur eine einzige Frau. Ihr gelang es, sich mit einem Sprung aus dem zweiten Stock zu retten.

+++ 5.25 Uhr: Dieselskandal hat VW bislang 28 Milliarden Euro gekostet +++

Der Dieselskandal hat den Autobauer Volkswagen bislang nach eigenen Angaben 28 Milliarden Euro gekostet. VW-Vorständin Hiltrud Werner sagte dem "Handelsblatt", allein die Anwaltskosten hätten sich inzwischen auf "einen hohen dreistelligen Millionenbetrag" summiert. Sie rechne auch für 2019 mit "einem für unsere Juristen und die von uns mandatierten Kanzleien arbeitsreichen Jahr". Werner ist seit Februar 2017 für Recht und Integrität im Vorstand von Volkswagen zuständig.    

VW hatte im September 2015 nach Ermittlungen von US-Behörden eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese drückte den Schadstoffausstoß bei Emissionstests, damit dieser niedriger erschien.

+++ 5.01 Uhr: Kanada nimmt 750 in Libyen wie Sklaven gehaltene Flüchtlinge auf +++

Kanada nimmt 750 in Libyen wie Sklaven gehaltene Flüchtlinge auf. Das kündigte der kanadische Einwanderungsminister Ahmed Hussen an. "Bislang haben wir mehr als 150 von ihnen aufgenommen, und innerhalb von zwei Jahren werden 600 weitere nach Kanada kommen."    

Libyen ist ein wichtiges Transitland für Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen. Die Flüchtlinge werden in dem nordafrikanischen Krisenstaat häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten. 2017 sorgte eine Reportage des US-Nachrichtensenders CNN für Aufsehen, die zeigte, wie Migranten in Libyen auf Märkten wie Sklaven verkauft wurden.

+++ 4.34 Uhr: Immer weniger Immobilien unter dem Hammer +++

Die Zahl der Zwangsversteigerungen ist 2018 noch einmal deutlich zurückgegangen. Dabei kamen nach Recherchen des Ratinger Fachverlags Argetra im vergangenen Jahr in Deutschland 18.449 Immobilien mit einem Verkehrswert von zusammen 3,85 Milliarden Euro unter den Hammer. 2017 waren es noch 25.740 Häuser, Wohnungen oder Grundstücke mit einem Verkehrswert von 4,23 Milliarden Euro. Damit sei die Zahl der Zwangsversteigerungen seit gut zehn Jahren rückläufig, berichtete der Geschäftsführer des Fachverlags Argetra, Axel Mohr. Für die Auswertung hatten die Experten Zwangsversteigerungen an mehr als 500 Amtsgerichten untersucht.

+++ 3.47 Uhr: Warnstreik am Flughafen Düsseldorf beginnt +++

Am Düsseldorfer Flughafen hat ein Warnstreik der Bodenabfertiger begonnen. "Der Ausstand läuft in diesen Minuten an", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Wegen des Warnstreiks kann es zu Verspätungen und Flugausfällen kommen. Die Gewerkschaft hat Mitarbeiter eines Bodenabfertigers aufgerufen, von 3.00 Uhr nachts bis 11.00 Uhr vormittags kein Gepäck und keine Fracht zu verladen. Der reguläre Flugbetrieb beginnt erst um 6.00 Uhr.

Betroffen sind nach Angaben des Flughafens unter anderem Lufthansa, Condor und Easyjet. Der Airport empfiehlt den Passagieren, sich bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Stand ihres Fluges und eventuell geänderte Gepäckbestimmungen zu informieren. Verdi geht davon aus, dass der Warnstreik Auswirkungen auf rund 45 Starts und Landungen hat.

+++ 3.24 Uhr: Ex-Unionsfraktionschef Kauder: Keine Lust nachzukarten +++

Der CDU-Politiker Volker Kauder hat seine Abwahl als Unions-Fraktionschef nach eigener Darstellung gut verkraftet. "Die Menschen, denen ich begegne, sagen, dass ich viel ruhiger geworden bin", sagte Kauder dem "Südkurier". Er habe nicht vor, die Restlaufzeit seines Lebens damit zu verbringen, ständig zu reflektieren, was da geschehen ist. "Ich habe auch keine Lust, da nachzukarten."

Kauder war 13 Jahre lang Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag. Im vergangenen September hatten die Abgeordneten von CDU und CSU den Vertrauten von Bundeskanzlerin Angela Merkel überraschend gestürzt und stattdessen den Westfalen und bisherigen Fraktionsvize Ralph Brinkhaus an ihre Spitze gewählt.

+++ 3.21 Uhr: Schiffskommandant: "Gorch Fock" hat "Kollateralschaden" davongetragen +++

"Gorch Fock"-Kommandant Nils Brandt sieht die Symbolik des Segelschulschiffs laut einem Medienbericht durch den Korruptionsverdacht bei der Reparatur in Mitleidenschaft gezogen. "Schiff und Besatzung haben einen Kollateralschaden davongetragen", sagte Brandt der "Bild"-Zeitung. Das Traditionsschiff der Bundesmarine wird in einem Dock in Bremerhaven saniert. Eine Kostenexplosion und Korruptionsvorwürfe belasten das Projekt. 

Die Sanierung des 1958 gebauten Dreimasters sollte zunächst knapp 10 Millionen Euro kosten, im vergangenen März war dann von 135 Millionen Euro die Rede. Der Bundesrechnungshof machte für die Kostenexplosion auch jahrelange Versäumnisse bei Bundeswehr und Verteidigungsministerium verantwortlich.

+++ 2.28 Uhr: Taliban bezeichnen Gespräche in Moskau als "sehr erfolgreich" +++

Die radikalislamischen Taliban haben zweitägige Gespräche mit afghanischen Politikern in Moskau als "sehr erfolgreich" bezeichnet. "Wir haben uns in vielen Punkten geeinigt", sagte der Chefunterhändler der Taliban, Scher Mohammed Abbas Staniksai. Er hoffe, dass künftig über weitere Einigungen eine "Lösung" gefunden werden könne. Möglich sei "vollständiger Friede in Afghanistan".    

In einer gemeinsamen Abschlusserklärung sprachen sich die Teilnehmer der Beratungen unter anderem für einen Abzug aller ausländischen Soldaten aus Afghanistan aus - ohne aber einen Zeitplan aufzustellen. Keine Einigung gab es bei der Taliban-Forderung nach einer islamischen Verfassung und bei der Frage der Frauenrechte.

+++ 2 Uhr: Brasiliens Ex-Präsident Lula erneut wegen Korruption verurteilt +++

Wegen Korruption ist der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erneut zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Richterin Gabriela Hardt sprach den ehemaligen Präsidenten der Bestechlichkeit und Geldwäsche schuldig und verurteilte ihn zu zwölf Jahren und elf Monaten Haft. Lula kann gegen das erstinstanzliche Urteil noch Berufung eingelegen.

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Lula soll von Bauunternehmen die Renovierung eines Anwesens in der Stadt Atibaia im Bundesstaat São Paulo angenommen und den Firmen im Gegenzug Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verschafft haben. Wegen eines ähnlichen Falls verbüßt Lula bereits eine zwölfjährige Haftstrafe.

+++ 1.18 Uhr: Leiche aus mit Profifußballer Sala abgestürztem Flugzeug geborgen +++

Aus dem mit dem argentinischen Profifußballer Emiliano Sala in den Ärmelkanal gestürzten Flugzeug ist eine Leiche geborgen worden. Der Leichnam sei bei "schwierigen Bedingungen" aus dem Wrack geholt worden, teilte die britische Behörde für die Untersuchung von Luftfahrtunglücken (AAIB) mit. Die Operation sei "so würdevoll wie möglich" verlaufen. Die Identität des Toten war zunächst unklar. Die Leiche soll nun von einem Gerichtsmediziner untersucht werden.    

Der Versuch, auch die Maschine zu bergen, sei wegen schlechter Wetterverhältnisse erfolglos verlaufen, erklärte die Behörde. Da die Wettervorhersagen auch für die nächste Zeit nicht gut seien, sei die "schwierige Entscheidung" getroffen worden, die Gesamtoperation einzustellen.

+++ 0.10 Uhr: Schauspielerin Jennifer Lawrence ist verlobt +++

Die Schauspielerin und Oscargewinnerin Jennifer Lawrence ist verlobt. Die 28-jährige Darstellerin ("Die Tribute von Panem") wolle den fünf Jahre älteren Kunsthändler Cooke Maroney heiraten, bestätigte ihr Agent der "Los Angeles Times". Der Hollywood-Star und der New Yorker Kunsthändler, die sich über Freunde kennengelernt hatten, waren seit dem Sommer immer wieder zusammen gesehen worden. Nachdem Lawrence in einem New Yorker Restaurant mit einem großen Ring gesehen wurde, gab es Gerüchte über eine Verlobung.    

Lawrence ist eine der bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Darstellung einer nymphomanen Witwe in dem Film "Silver Linings" wurde sie 2013 als beste Hauptdarstellerin mit einem Oscar ausgezeichnet. In der Vergangenheit war sie mit Regisseur Darren Aronofsky, Coldplay-Sänger Chris Martin and dem Schauspieler Nicholas Hoult liiert, mit dem sie in "X-Men" zusammenspielte.

fs / DPA / AFP