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News des Tages: Liedermacher Knut Kiesewetter ist tot

+++ Noch keine Einigung über Waffenruhe für Syrien +++ Automatikbremsen stoppten Lkw bei Anschlag in Berlin +++ Kontaktmann von Anis Amri festgenommen +++ News des Tages im Ticker.

Knut Kiesewetter

Knut Kiesewetter starb im Alter von 75 Jahren

Die wichtigsten Nachrichten des Tages für Sie im Überblick:

+++ 22.07 Uhr: Anschlag in Berlin: Wohnungen in Italien durchsucht +++

Die italienische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche zwei Wohnungen durchsucht. Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri soll sich dort vor einem Jahr aufgehalten haben, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen. Die Razzien fanden nach Angaben der Polizei in dem Ort Aprilia südöstlich der Hauptstadt Rom statt. Ob die derzeitigen Bewohner der Unterkünfte befragt wurden und ob Beweise sichergestellt wurden, blieb zunächst unklar. Bevor Amri 2015 nach Deutschland kam, hatte er in Italien gelebt. Dort verbüßte er eine vierjährige Haftstrafe.

+++ 21.19 Uhr: Noch keine Einigung über Waffenruhe für Syrien +++

Bei den Gesprächen über eine landesweite Waffenruhe in Syrien gibt es nach Angaben eines Rebellenvertreters noch keine Einigung. Es gebe Verhandlungen zwischen Russland und der Türkei über eine Feuerpause, sagte der Sprecher der Islamistengruppe Ahrar al Scham, Labib Nahhas, der Nachrichtenagentur AFP. Die verschiedenen Rebellengruppen hätten aber noch keine konkreten Vorschläge erhalten. Zudem gebe es noch mehrere Streitpunkte. So wolle Russland die von Regierungsgegnern kontrollierte Region Ost-Ghuta von der Waffenruhe ausnehmen. "Das ist nicht akzeptabel" sagte Nahhas. Die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor berichtet, dass sich Russland und die Türkei auf eine landesweite Waffenruhe für Syrien verständigt hätten. 

+++ 21.11 Uhr: Liedermacher Knut Kiesewetter gestorben +++

Der norddeutsche Liedermacher Knut Kiesewetter ist tot. Der frühere Profi-Musiker sei im schleswig-holsteinischen Garding im Alter von 75 Jahren gestorben, sagte sein Gemeindepastor Ralf-Thomas Knippenberg der Nachrichtenagentur DPA. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.
NDR-Angaben, wonach der Mittwoch der Todestag gewesen sei, konnte der Pastor nicht bestätigen. Kiesewetters Karriere startete er schon als Schüler: Mit 18 trat er im Hamburger "Indra" gemeinsam mit den damals noch weithin unbekannten Beatles auf. Nachdem er sich das Komponieren und Texten selbst beigebracht hatte, veröffentlichte er mit 19 Jahren seine erste Single. Rund 800 Lieder folgten - auch für andere Künstler wie die dänische Schlagersängerin Gitte Haenning.

+++ 19.46 Uhr: Belgiens Königin Paola wegen Wirbelbruchs im Krankenhaus +++

Die belgische Königin Paola, Mutter von König Philippe, hat sich bei einem Sturz einen Wirbel gebrochen und ist ins Krankenhaus eingeliefert worden. Glücklicherweise habe die 79-Jährigen bei dem Unfall keinen Nervenschaden erlitten, erklärte der Königspalast. Paola sei auch nicht in Lebensgefahr, ihr stehe jedoch eine mehrmonatige Reha bevor. Es ist nicht das erste Mal, dass die Ehefrau des früheren Königs Albert II. Gesundheitsprobleme hat. Im September 2015 hatte der Palast mitgeteilt, dass Paola wegen einer Herzrhythmusstörung "völlige Ruhe" brauche. Albert II. hatte 2013 zu Gunsten seines ältesten Sohnes Philippe auf den Thron verzichtet. Paola behielt auch nach der Abdankung ihres Mannes den Titel einer Königin.

+++ 18.30 Uhr: Automatisches Bremssystem stoppte Lkw bei Berliner Anschlag +++

Bei dem Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat laut Medienberichten offenbar ein automatisches Lkw-Bremssystem verhindert, dass der Attentäter seine tödliche Fahrt fortsetzte. "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichteten unter Berufung auf Ermittler, der Lastwagen sei nur deshalb nach 70 bis 80 Metern zum Stehen gekommen, weil die Zugmaschine mit einem automatischen Bremssystem ausgerüstet war. Dieses reagiere auf einen Aufprall und betätige dann automatisch die Bremsen. Zunächst war spekuliert worden, der polnische Lastwagenfahrer könne dem Attentäter ins Lenkrad gegriffen und damit Schlimmeres verhindert haben. Offenbar wurde der Pole jedoch schon einige Zeit vor dem Anschlag durch einen Kopfschuss verwundet und war somit nicht mehr handlungsfähig.

+++ 17.50 Uhr: Kerry sagt, Zwei-Staaten-Lösung ist einziger Weg zum Frieden +++

Die Zwei-Staaten-Lösung ist nach den Worten des scheidenden US-Außenministers John Kerry der einzige Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten. Daher hätten die USA nicht gegen eine UN-Resolution gegen den israelischen Siedlungsbau in den Palästinensergebieten gestimmt, sagte Kerry. Ziel der USA sei es "den Weg für die Zwei-Staaten-Lösung offenzuhalten". Die USA wünschten sich eine Zukunft Israels als "jüdischer und demokratischer Staat, der in Frieden und Sicherheit Seite an Seite mit seinen Nachbarn lebt". Derzeit sei die Zwei-Staaten-Lösung jedoch "ernsthaft gefährdet". Eine Beibehaltung des Status quo würde einer "dauerhaften Besatzung" gleichkommen, warnte Kerry.

+++ 17.30 Uhr: Zwei mutmaßliche Dschihadisten in Spanien gefasst +++

Die spanische Polizei hat in Madrid zwei mutmaßliche Dschihadisten gefasst. Bei den Durchsuchungen der Wohnungen der Männer im Bezirk Moratalaz seien unter anderem vier Lademagazine für Kalaschnikow-Maschinenpistolen vom Typ AK-47 sowie Munition sichergestellt worden, teilte das Innenministerium mit. Den beiden Spaniern mit Migrationshintergrund werde Verherrlichung des Terrorismus in den sozialen Netzwerken sowie Besitz von Kriegswaffen zur Last gelegt. Es werde zudem geprüft, ob die Männer einen Anschlag geplant hätten. Aus Sorge vor einem Terroranschlag hat Madrid für die traditionelle Silvesterparty auf dem Platz an der Puerta del Sol sowie für andere Großveranstaltungen der nächsten Tage scharfe Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Das Innenministerium betonte am Mittwoch, seit der Anhebung des Terroralarms auf die zweithöchste Stufe 4 Mitte vergangenen Jahres seien in Spanien insgesamt 175 Dschihadisten festgenommen worden.


+++ 17.18 Uhr: Athen will Internierungslager für Migranten auf den Inseln bauen +++

Griechenland will zur Entspannung der Lage auf den Inseln der Ostägäis neue Internierungslager für bis zu 200 Migranten bauen. Dort sollen vor allem randalierende Migranten untergebracht werden. Dies teilte Migrationsminister Ioannis Mouzalas mit. Auf den Inseln war es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Ausschreitungen gekommen. Dabei kam es auch zu Zusammenstößen zwischen Migranten und Rechtsextremisten. Mouzalas teilte weiter mit, Griechenland werde eine neue Zählung der Migranten und Flüchtlinge durchführen. Alle sollen neue sichere elektronische Ausweise in Kartenform bekommen. Zudem sollen sie monatlich eine Summe bis zu 400 Euro erhalten, damit sie nicht mehr von privaten Suppenküchen abhängig sind, teilte Mouzalas mit.

+++ 17.06 Uhr: Trump wirft Obama Behinderung von reibungslosem Amtwechsel vor +++

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat dem scheidenden Amtsinhaber Barack Obama vorgehalten, "aufrührerische" Reden zu halten und den am 20. Januar stattfindenden Amtswechsel im Weißen Haus zu erschweren. Im Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb Trump, er tue sein Bestes, um Obamas zahlreiche aufrührerische Erklärungen und Hürden zu ignorieren. Er habe gedacht, dass es einen "reibungslosen  Übergang" geben werde. Aber dem werde nicht so sein. In einer weiteren Twitterbotschaft warf Trump Obama sodann eine verfehlte Israel-Politik vor. Es könne nicht weiter zugelassen werden, dass Israel "mit derartiger totaler Verachtung und Geringschätzung" behandelt werde. Mit der großen Freundschaft zwischen Israel und den USA sei es vorbei. Der "Beginn vom Ende" sei der "fürchterliche Iran-Deal" über die Atompolitik gewesen, dem jetzt die Abstimmung im UN-Sicherheitsrat gefolgt sei. "Bleib stark, Israel, der 20. Januar naht schnell!", fügte Trump hinzu.

+++ 16.58 Uhr: Frankreichs Präsident begnadigt Frau nach Mord an gewalttätigem Ehemann +++

Eine wegen Mordes an ihrem gewalttätigen Ehemann verurteilte Französin ist von Präsident François Hollande endgültig begnadigt worden. Die zu zehn Jahren Haft verurteilte Jacqueline Sauvage werde damit umgehend entlassen, teilte der Präsidentenpalast mit. Der Fall hatte in Frankreich für großes Aufsehen und erhitzte Diskussionen gesorgt. Der Staatschef sei zu dem Schluss gekommen, dass "der Platz von Madame Sauvage heute nicht mehr im Gefängnis, sondern bei ihrer Familie ist", erklärte ein Sprecher. Der Fall sorgt in Frankreich schon seit Jahren für Aufsehen: Sauvage hatte ihren Mann 2012 nach 47 Ehejahren mit drei Gewehrschüssen in den Rücken getötet. Der Alkoholiker hatte sie und ihre Kinder immer wieder geschlagen und vergewaltigt. Einen Tag vor dem Mord hatte ihr Sohn Selbstmord begangen. Viele Franzosen sehen Sauvage als ein Symbol für die Opfer häuslicher Gewalt. Ein breites Unterstützernetzwerk machte sich für eine Begnadigung der Frau stark, 400.000 Menschen unterschrieben eine Petition für die Freilassung der Verurteilten.


+++ 16.52 Uhr: Belgische Polizei entdeckt bei 14-Jährigem Material zum Bombenbau +++

Ein 14-Jähriger aus Belgien muss wegen Bombenbau-Plänen die Unterbringung in einem geschlossenen Heim fürchten. Bei dem Jugendlichen seien Chemikalien sowie eine Flasche mit der Aufschrift "Allahu Akbar" entdeckt worden, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Zudem habe er im Internet Anleitungen für den Bau von Sprengsätzen gesucht. Eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde betonte allerdings, dass es keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund oder eine islamistische Radikalisierung des 14-Jährigen gebe. Der junge Mann habe vermutlich nur aus Spaß gehandelt oder sich wichtig machen wollen, sagte sie. Um jegliche Gefahr auszuschließen, solle er aber vorübergehend in eine geschlossenen Einrichtung kommen. Die Aufmerksamkeit der Polizei hatte der Jugendliche geweckt, weil er gemeinsam mit drei anderen Heranwachsenden auf einer Baustelle in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek mit einem Feuerlöscher herumhantiert hatte. Bei einer Durchsuchung seines Rucksacks und seines Zimmers wurden dann die verdächtigen Gegenstände und Chemikalien gefunden.


+++ 16.34 Uhr: 700 Polizisten und Sicherheitsleute auf Wiener Silvesterpfad +++

Der Silvesterpfad in Wien, eine Tanz- und Amüsiermeile in der Innenstadt, wird in diesem Jahr stark überwacht. Obwohl es keine konkreten Hinweise auf eine Bedrohung gebe, seien 400 Polizisten und 300 Sicherheitsleute im Einsatz, teilten die Behörden mit. Allein die Menge der Besucher, es wird wieder mit etwa 600.000 gerechnet, gebiete diesen Aufwand. Die Polizisten werden den Angaben zufolge auch in Zivil unterwegs sein, um Delikte wie sexuelle Belästigung oder Diebstahl zu unterbinden. "19 Kameras sind zudem quer über den Veranstaltungsort verteilt", so eine Sprecherin des Wien-Marketings. Die Polizei will im Vorfeld außerdem rund 1400 Taschenalarme vor allem an Frauen verteilen, damit sie bei Gefahr unüberhörbar auf sich aufmerksam machen können.

+++ 16.33 Uhr: Niederländische Ermittler: Amri auf Kamerabildern in Nimwegen +++

Zwei Tage nach dem Anschlag von Berlin war der mutmaßliche Attentäter Anis Amri nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft in Nimwegen. Er sei "sehr wahrscheinlich" auf Bildern von Überwachungskameras am Bahnhof zu sehen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wim de Bruin, der Deutschen Presseagentur. Amri war vermutlich allein. "Wir haben keine Hinweise, dass er hier Kontakt zu anderen hatte." Nach den Kameraaufnahmen war der Tunesier am 21. Dezember, gegen 11:30 Uhr am Bahnhof der Stadt unweit der deutschen Grenze. Zur selben Zeit wurden dort gratis Sim-Karten verteilt. Eine solche hatten italienische Ermittler bei dem Tunesier entdeckt. Auch mehrere Niederländer hätten ihn gesehen und das gemeldet, sagte der Sprecher. Italienische und französische Medien hatten zuvor berichtet, dass der Tunesier vermutlich mit dem Bus über Nimwegen nach Lyon gereist war und von dort weiter nach Mailand. Dort erschossen ihn Polizisten am Freitag. Wie Amri aus den Niederlanden nach Lyon gereist sei, werde noch untersucht, hieß es.


+++ 16.27 Uhr: Wissenschaftler fordern Reform des US-Wahlsystems +++

Nach einer Untersuchung zu möglichen Manipulationen bei der US-Präsidentschaftswahl haben Wissenschaftler eine Reform des Wahlsystems gefordert. Hauptproblem sei die Vielfalt von 52 verschiedenen Möglichkeiten zur Stimmabgabe, sagten Alex Halderman und Matthew Bernhard von der Universität Michigan beim Kongress des Chaos Computer Clubs in Hamburg. Selbst innerhalb eines US-Staates gebe es von Bezirk zu Bezirk unterschiedliche Verfahren. "Es ist einfacher, das Wahlergebnis zu hacken, als wir gedacht haben", sagte der Informatiker Halderman. Die Möglichkeiten einer Manipulation der Speicherkarten von Abstimmungsmaschinen seien schockierend. Jede Stimmabgabe müsse sich auf einem Wahlzettel auf Papier nachweisen lassen, forderte der Wissenschaftler. Bislang sei dies nur für 70 Prozent der Wählerstimmen möglich. 

+++ 16.20 Uhr: Berliner Polizei ermittelt Verursacher von Terror-Fake-News +++

Die Berliner Polizei hat den Autor einer sogenannten Fake-News ermittelt, der Angst vor Terroristen geschürt hat. Der Mann warnte wenige Tage nach dem Anschlag am Breitscheidplatz via WhatsApp vor einer angeblichen Terrorzelle, die Anschläge auf Berliner Einkaufszentren plane. Nun gab er zu, dies erfunden zu haben, wie die Polizei mitteilte. Gegen ihn wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Die falsche Nachricht hatte sich laut Polizei am Freitag vor Heiligabend "wie ein Lauffeuer" verbreitet und viele ohnehin vom Terroranschlag am 19. Dezember geschockte Menschen zusätzlich verunsichert. "Wir hatten eine Menge Arbeit auf unseren Social Media Kanälen, dieses sinnlose Gerücht wieder einzufangen", schrieben die Beamten nun bei Facebook. Dank zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung habe der Urheber schnell ermittelt werden können.

+++ 15.58 Uhr: Verdächtige äußern sich zu Zündel-Attacke auf Obdachlosen +++

Die sieben Verdächtigen der Feuerattacke auf einen schlafenden Obdachlosen in Berlin haben unterschiedliche Angaben zur Tatbeteiligung gemacht. Die jungen Männer im Alter zwischen 15 und 21 Jahren hätten in den Vernehmungen aber eingeräumt, in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag im U-Bahnhof Schönleinstraße gewesen zu sein, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dies wäre auch schwer abzustreiten gewesen, hieß es. Die Verdächtigen wurden von Überwachungskameras gefilmt. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird gemeinschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen. Die Haftbefehle waren am Dienstagabend erlassen worden. Die Tatverdächtigen sollen die Kleidung des Mannes, der nach Angaben von Ermittlern aus Polen stammt, in Brand gesteckt haben. Nur das beherzte Eingreifen von Passanten, die sofort die Flammen löschten, verhinderte eine Verletzung des 37-Jährigen.

+++ 15.50 Uhr: Drei Verdächtige nach Trittattacke in Münchner U-Bahn festgenommen +++

Dank Videoaufnahmen vom Tatort hat die Polizei in München drei Teenager festgenommen, die eine Frau in einem U-Bahnhof überfallen und auf einer Treppe niedergetreten haben sollen. Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich um einen 15-Jährigen und zwei 18-Jährige, wie die Polizei mitteilte. Sie seien dank des Videomaterials ausfindig gemacht und wurden zudem von Polizisten erkannt worden. Die Festnahme erfolgte am Dienstag. Die drei haben sich zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Polizei geht davon aus, dass das Trio die Frau Mitte Dezember an der Münchner U-Bahnstation Heimeranplatz plötzlich überfallen und getreten habe. Die 38-Jährige stürzte. Die Angreifer hätten sich die Handtasche der Frau geschnappt und das Weite gesucht. Bei dem Sturz erlitt die 38-Jährige laut Polizei Hämatome am linken Oberschenkel.

+++ 15.34 Uhr: In diesem Jahr gab es 921 Übergriffe auf Asylunterkünfte +++

Bei der Zahl der Angriffe auf Asylbewerberunterkünfte zeichnet sich 2016 ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ab. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte, wurden bislang 921 Delikte aktenkundig. Im gesamten Vorjahr waren 1031 solcher Straftaten gezählt worden. Zu möglichen Gründen für die leicht gesunkenen Zahlen äußerte sich das BKA nicht. Die Ermittler vermuteten 2016 bei 857 Fällen einen rechtsextremen Hintergrund, bei weiteren 64 Delikten konnte eine politische Motivation noch nicht sicher ausgeschlossen werden. Bei den Angriffen handelte es sich überwiegend um Sachbeschädigungen (371) und Propagandadelikte (211). In mehr als 150 Fällen wurden in diesem Jahr bislang Gewalttaten gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt, darunter 66 Brandstiftungen und 4 Sprengstoffexplosionen.


+++ 15.33 Uhr: Hacker dringen in Computersysteme der OSZE ein +++

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Mitarbeiter hätten die "schwere" Cyberattacke Anfang November entdeckt, erklärte OSZE-Sprecherin Mersiha Causevic Podzic. Den Hackern sei es gelungen, in das IT-Netzwerk der Organisation einzudringen. Laut der französischen Tageszeitung "Le Monde" vermuten westliche Geheimdienstler die russische Hackergruppe APT28 hinter der Attacke. Die auch unter den Namen Pawn Storm, Sofacy oder Fancy Bear bekannte Organisation wird auch hinter anderen großen Hackerangriffen vermutet und soll Verbindungen zu russischen Geheimdiensten haben.

+++ 15.23 Uhr: Drei Männer nach Brandanschlag auf Bautzener Asylbewerberheim in Haft +++

Nach einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim im sächsischen Bautzen ist gegen drei junge Männer Haftbefehl ergangen. Die Tatverdächtigen im Alter von 19 bis 23 Jahren seien geständig, teilte die Staatsanwaltschaft Görlitz mit. Die drei Männer sollen demnach in der Nacht auf den 13. Dezember vier Molotowcocktails auf das umzäunte Gelände geschleudert haben. Davon brannte nur einer auf dem Fußweg ab, ohne Schaden anzurichten. Die Staatsanwaltschaft wirft den mutmaßlichen Tätern "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung eines vorsätzlichen Brandstiftungsdelikts" vor. Es könne "davon ausgegangen werden, dass die durch die Tat verursachte allgemeine Beunruhigung der Bevölkerung den Beschuldigten jederzeit bewusst und auch von ihnen gewollt war", erklärte die Staatsanwaltschaft. Den Männern wird zudem vorgeworfen, Autos und bei einem Einbruch Elektrogeräte gestohlen zu haben.

+++ 15.13 Uhr: Hatte mutmaßlicher Attentäter Amri zeitweise Wohnsitz in Karlsruhe? +++

Die Spurensuche nach den Aufenthaltsorten des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri führt auch nach Karlsruhe: Bei der Entlassung nach seinem kurzen Aufenthalt in der JVA Ravensburg im Sommer habe Amri als Wohnanschrift eine Adresse in Karlsruhe angegeben, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Zuvor hatten die "Badischen Neusten Nachrichten" darüber berichtet. Ob er in Karlsruhe tatsächlich auch gemeldet war, ist nicht klar. Die Stadt äußerte sich zunächst nicht. Die Bundesanwaltschaft sagte dazu nichts. Amri war am 30. Juli mitten in der Nacht am Busbahnhof Friedrichshafen bei einer Routinekontrolle aufgegriffen worden. Da er zur Abschiebung anstand, wurde er in die JVA Ravensburg gebracht. Der zuständige Bereitschaftsrichter ordnete an, dass er dort über das Wochenende bleiben sollte. Dort wurde die Entscheidung der zuständigen Ausländerbehörde Kleve abgewartet. Diese verfügte am 1. August die Entlassung Amris aus der Haft, da noch keine Passersatzpapiere aus Tunesien vorlagen. Abschiebehaft wird nur als gerechtfertigt erachtet, wenn der Betroffene innerhalb von drei Monaten abgeschoben werden kann. Solche Verfahren mit Tunesien dauerten in der Regel aber sechs Monate oder länger, hatte dazu in der vergangenen Woche ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums gesagt.

+++ 15.07 Uhr: Überwachungskamera filmte Attentäter von Berlin in Turin +++

Ein weiteres Bild aus einer Überwachungskamera hat nun auch den Aufenthalt des mutmaßlichen Berliner Attentäters in Turin bestätigt. Die italienische Polizei veröffentlichte auf Twitter ein Foto, auf dem Anis Amri in dem Bahnhof Porta Nuova am vergangenen Donnerstag um 22.14 Uhr von hinten zu sehen ist. Er ist alleine in der Bahnhofshalle unterwegs. Einige Stunden später wurde er auch von einer Überwachungskamera in Mailand auf genommen. Kurz darauf geriet Amri in Sesto San Giovanni nördlich der Stadt in eine Ausweiskontrolle. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei wurde er in der Nacht zu Freitag getötet.


+++ 15.06 Uhr: Junger Mann hortet 40 Kilo Feuerwerkskörper in seiner Wohnung +++

Ein 24-Jähriger hat in seiner Wohnung in Baden-Württemberg rund 40 Kilogramm nicht zugelassene Pyrotechnik gehortet. Die Stücke seien teilweise auseinandergebaut und zum Mischen mit anderen Chemikalien vorbereitet worden, sagte eine Sprecherin des Zollfahndungsamtes Stuttgart. Um Anschlagspläne sei es aber nicht gegangen: Der Mann habe damit ein anderes Feuerwerk bauen wollen, "eines mit mehr Kawumm". Mehr als sieben Kilogramm verschiedenster chemischer Substanzen habe der Tatverdächtige offen in Behältern und Tüten gelagert, hieß es weiter. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Mitte Dezember fanden die Beamten unter anderem auch eine Zündanlage, einen Zeitauslöser und Raketenmotoren aus Metall. Auch Drogen seien entdeckt worden, zudem seien diverse Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt worden. Weitere Details zu dem 24-Jährigen nannten die Beamten nicht. Man sei noch am Anfang der Ermittlungen, sagte die Sprecherin.

+++ 14.51 Uhr: Mordermittlungen im Seniorenheim - Zwei Pflegekräfte festgenommen +++

Die Polizei hat einen Pfleger und eine Pflegerin eines Seniorenheimes im pfälzischen Lambrecht wegen Mordverdachts festgenommen. Sie sollen eine 85-jährige Bewohnerin getötet haben. "Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Frau eine Überdosis Insulin verabreicht", berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Als sie nicht innerhalb kurzer Zeit starb, soll der 23-jährige mutmaßliche Täter sie erwürgt haben. Der Mann und seine 26-jährige Kollegin wurden festgenommen, sie sitzen in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte in dem Seniorenheim zunächst gegen drei Pfleger wegen möglicher Misshandlungen ermittelt. So soll die 26-Jährige einer dementen Frau mehrfach ins Gesicht geschlagen und sie mit verschiedenen Gegenständen beworfen haben. Die Misshandlungen sollen sich zwischen Dezember 2015 und Mai 2016 ereignet haben.

+++ 14.26 Uhr: Bundeswehr flog 692 "Tornado"-Einsätze im Kampf gegen den IS +++

Die Bundeswehr hat die Luftangriffe gegen die Terrororganisation Islamischer Staat im Irak und in Syrien in diesem Jahr mit 692 "Tornado"-Aufklärungsflügen unterstützt. 315 Mal kam das zusammen mit den "Tornados" im türkischen Incirlik stationierte deutsche Tankflugzeug zum Einsatz. Insgesamt waren die deutschen Flugzeuge 3651 Stunden in der Luft. Zudem gehörten Bundeswehrsoldaten bei zehn Nato-Aufklärungsflügen zur Besatzung von "Awacs"-Flugzeugen. Diese Zahlen nannte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Der Einsatz der Aufklärungsflieger hatte am 8. Januar 2016 begonnen. Derzeit sind sechs "Tornados" in Incirlik stationiert. Während die "Awacs" den Luftraum überwachen, können die "Tornados" zur Identifizierung von Angriffszielen am Boden beitragen. Ein Einsatzflug dauert durchschnittlich drei Stunden. 

+++ 14.21 Uhr: Starkes Erdbeben erschüttert Japan +++

Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat am späten Mittwochabend (Ortszeit) den Osten Japans erschüttert. Eine Gefahr durch einen Tsunami bestehe nicht, meldete der japanische Fernsehsender NHK. Auch gab es zunächst keine Berichte über mögliche Opfer oder Schäden. Das Zentrum des Erdbebens befand sich in einer Tiefe von zehn Kilometern in der nordöstlichen Provinz Ibaraki. Die Region war vor fast sechs Jahren von einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einem gewaltigen Tsunami heimgesucht worden. Dabei waren rund 18 500 Menschen ums Leben gekommen. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zu einem Gau.

+++ 14.03 Uhr: Kontaktmann von Anis Amri in Berlin gefasst +++

Bei der Suche nach möglichen Unterstützern des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri hat es offenbar einen Fahndungserfolg gegeben. Wie der "Spiegel" aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurde am frühen Morgen in Berlin ein 40-jähriger Tunesier vorläufig festgenommen. Wie inzwischen offiziell bestätigt wurde, waren die Ermittler bei der Auswertung der Kommunikationsdaten Amris auf die Spur des Mannes gekommen, der in der Hauptstadt lebt. Unter anderem hatten die Fahnder in dem Lkw, der am 19. Dezember in den Berliner Weihnachtsmarkt gelenkt wurde, ein Handy Amris sichergestellt. Vor der Festnahme hatten Kräfte des Bundeskriminalamtes Wohn- und Geschäftsräume in Tempelhof durchsucht. Derzeit wird geprüft, ob ein Haftbefehl gegen den 40-Jährigen beantragt werden soll.


+++ 13.45 Uhr: Viele Tote und Verletzte bei Busunglück nahe Tunis +++

Beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug nahe der tunesischen Hauptstadt Tunis sind mindestens fünf Menschen, darunter ein Kind, getötet und 52 verletzt worden. Der Bus sei am Morgen an einem unbeschrankten Bahnübergang von dem Zug gerammt und in zwei Teile gerissen worden, teilt das Innenministerium mit. Der Unfall ereignete sich demnach in Sidi Fathallah, einem Vorort der tunesischen Hauptstadt. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar.

+++ 12.25 Uhr: Rusada dementiert angebliches Doping-Eingeständnis +++

Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada hat ein angebliches Eingeständnis ihrer Leiterin zu organisiertem Doping dementiert. Die Aussagen von Anna Anzeliowitsch in der "New York Times" seien verfälscht und aus dem Zusammenhang gerissen worden, teilte die Rusada am Mittwoch in Moskau der Agentur Tass zufolge mit. Die Zeitung hatte Anzeliowitsch mit den Worten zitiert, es habe eine "institutionelle Verschwörung" beim Doping gegeben. Diese Worte würden genau die Formulierung des Doping-Sonderermittlers Richard McLaren bei seinen Vorwürfen gegen Russland auf. Auch der Kreml bezweifelte die Glaubwürdigkeit des Berichts. Erst müsse man prüfen, ob die Aussage so gefallen sei, wie sie Anzeliowitsch zugeschrieben werde, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Der Kreml könne die US-Zeitung nicht als Erstquelle akzeptieren.

+++ 12.20 Uhr: Ex-Bundesbankpräsident Tietmeyer gestorben +++

Der frühere Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 85 Jahren, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch auf Anfrage in Frankfurt mitteilte. Tietmeyer stand vom 1. Oktober 1993 bis 31. August 1999 an der Spitze der Notenbank. Der Diplom-Volkswirt war der letzte Bundesbank-Chef mit der ganzen Machtfülle der D-Mark - und der erste, der im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sein Gewicht für Deutschland in die Waagschale warf.

+++ 12.03 Uhr: Nabu macht Bayer-Chef Baumann zum "Dinosaurier des Jahres" +++

Die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto hat dem Chef des Chemiekonzerns Bayer, Werner Baumann, den Negativpreis "Dinosaurier des Jahres" des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) eingebracht. Der Milliardenzukauf stehe im Gegensatz zu Forderungen von Umweltschützern und Verbrauchern weltweit, "die sich eine umweltverträglichere, gift- und gentechnikfreie Landwirtschaft wünschen", erklärt der Nabu. Der Zusammenschluss von Bayer und Monsanto werde die Abhängigkeit von Bauern in aller Welt von dem Konzern bei Saatgut und Pestiziden verstärken, warnte der Nabu. Zugleich werde die Saatgutvielfalt voraussichtlich schrumpfen. Aufeinander abgestimmte Saatgut- und Pestizidangebote wiederum unterstützten die "Intensivlandwirtschaft, die als einer der Hauptverursacher des globalen Verlusts von Biodiversität gilt".

+++ 11.57 Uhr: Brand macht 1000 Familien obdachlos +++

Bei einem verheerenden Brand in Quezon City, einem Vorort der philippinischen Hauptstadt Manila, sind rund 1000 Familien obdachlos geworden. Das Feuer war im zweiten Stock eines Gebäudes in einem Armenviertel der Millionenvorstadt ausgebrochen und hatte mit den Behausungen aus Leichtbaustoffen leichtes Spiel. Da Quezon City mit 19.000 Einwohnern pro Quadratkilometern eine der am dichtesten bevölkerten Städte des Inselstaates ist, sind so viele Familien betroffen. Eine 74-jährige Frau kam bei dem Brand ums Leben.

+++ 11.43 Uhr: Von wegen Brot statt Böller: 133 Millionen Euro für Feuerwerk +++

Die Deutschen wollen den Himmel zum Jahreswechsel wieder in bunten Farben erstrahlen lassen. Nach Schätzung des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI) in Ratingen bei Düsseldorf werden sie voraussichtlich rund 133 Millionen Euro fürs Silvester-Feuerwerk ausgeben - ebenso viel wie im Vorjahr. An diesem Donnerstag startet der dreitägige Verkauf von Böllern und Raketen. Im Trend liegen nach Angaben des Verbands weiterhin sogenannte Batterie- oder Verbundfeuerwerke, die nur einmal angezündet werden müssen und dann zahlreiche Effekte abfeuern.

+++ 11.42 Uhr: Entlassungen nach satirisch verfälschtem Orban-Interview +++

Das ungarische Medien-Unternehmen Mediaworks hat Konsequenzen aus einem satirisch verfälschten Interview mit dem rechts-konservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban gezogen. Dem verantwortlichen Redakteur des zentral für zwölf Mediaworks-Blätter redigierten Interviews wurde ebenso gekündigt wie vier weiteren leitenden Mitarbeitern zweier Zeitungen. Ein Unbekannter hatte die Verfälschungen in das zu Weihnachten erschienenen Interview eingefügt. So war unter anderem Orbans Aussage, Ungarn sei ein stabiles Land, weil die Regierung die Bevölkerung regelmäßig nach ihrer Meinung befrage, um den Satz ergänzt: "Obwohl sie uns gar nicht interessiert."

+++ 10.20 Uhr: Amri fuhr per Bus durch die Niederlande +++

Die Flucht des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri verlief allem Anschein nach recht reibungslos. Die niederländischen Behörden bestätigen Hinweise, dass sich Amri in Holland aufgehalten hat. Dazu gehört eine Sim-Karte im Rucksack des in Mailand erschossenen 24-Jährigen, die aus einem Bestand stammt, der vor Weihnachten in Kaufhäusern in den Niederlanden verkauft wurde. Laut einem Bericht des französischen TV-Senders "TF1" fuhr Amri von Amsterdam nach Lyon - und zwar ganz öffentlich mit einem Flixbus. Während der rund 15-stündigen Fahrt wurde der Tunesier nicht kontrolliert oder durchsucht. Die Pistole, die er bei sich gehabt haben soll, blieb somit unentdeckt. 

+++ 10.19 Uhr: Verbraucher müssen 2017 mehr für Strom und weniger für Gas zahlen +++

Stromkunden in Deutschland müssen ab dem Jahreswechsel mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Im Schnitt steigen die Kosten um ein Prozent, wie das Vergleichsportal Verivox mitteilte. Für eine drei- bis vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden ergäben sich durchschnittliche Zusatzkosten von elf Euro. Allerdings legen die Preise laut Verivox in einigen Regionen sehr viel stärker zu; in Bayern, Sachsen und Hessen verlangten einige Versorger bis zu 15 Prozent mehr.

Anders ist das beim Gas. Zum Jahreswechsel halte "der Trend flächendeckend sinkender Gaspreise" weiter an, erklärte das Vergleichsportal. Zwischen Januar 2016 und Januar 2017 werde Gas im Durchschnitt rund sieben Prozent billiger. Eine Trendwende hin zu höheren Preisen sei "derzeit nicht zu befürchten", erklärte Verivox.

+++ 10.16 Uhr: Tausend Kranke dürfen Marihuana für Selbsttherapie kaufen +++

In Deutschland dürfen mittlerweile 1004 Kranke Cannabis zur medizinischen Selbsttherapie in einer Apotheke kaufen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage hervor, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten. Der Antwort zufolge wurden 2016 bislang 452 Ausnahmegenehmigungen zum Kauf erteilt. Zwei Patienten sei erlaubt, Cannabis zu medizinischen Zwecken anzubauen.

+++ 10.11 Uhr: Viele Deutsche von Entwicklung ihrer Geldanlagen frustriert +++

Viele Deutsche sind von der Wertentwicklung ihrer Geldanlage frustriert. In einer Umfrage im Auftrag des Bankenverbands gaben lediglich 47 Prozent der Anleger an, sie seien mit der Entwicklung in diesem Jahr zufrieden, 52 Prozent bezeichneten sich als unzufrieden, wie der Verband mitteilte. Im vergangenen Jahr waren noch 53 Prozent zufrieden und 47 Prozent unzufrieden gewesen.

Zugleich ging der Anteil der Verbraucher, die überhaupt Geld anlegen, zum dritten Mal in Folge zurück. 2014 hatten laut Bankenverband noch 57 Prozent der Befragten angegeben, dass sie Geld anlegen, in der neuesten Erhebung waren es lediglich 45 Prozent. "Die Sparer und Anleger zeigen sich angesichts der Minizinsen zunehmende entmutigt und geben ihr Geld vermehrt aus, anstatt es anzulegen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Michael Kemmer.

Russland und die Türkei haben sich laut Medienberichten auf eine Ausweitung der Waffenruhe in der umkämpften Großstadt Aleppo (Bild) auf ganz Syrien geeinigt

Russland und die Türkei haben sich laut Medienberichten auf eine Ausweitung der Waffenruhe in der umkämpften Großstadt Aleppo (Bild) auf ganz Syrien geeinigt


+++ 9.23 Uhr: Russland und Türkei offenbar einig über Waffenruhe für Syrien +++

Russland und die Türkei haben sich nach Berichten türkischer Staatsmedien auf eine landesweite Waffenruhe für Syrien verständigt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, soll die Waffenruhe um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten und im ganzen Land gelten. Dazu solle die Waffenruhe in der umkämpften Großstadt Aleppo auf ganz Syrien ausgeweitet berichtete, berichtete Anadolu. "Terrorgruppen" sollten allerdings davon ausgenommen sein.

Wenn die Waffenruhe eingehalten wird, soll sie dem Bericht zufolge als Grundlage für neue Friedensgespräche dienen. Die Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition sollen demnach in Kasachstans Hauptstadt Astana stattfinden.

Russland und die Türkei unterstützen im Syrien-Konflikt entgegengesetzte Seiten: Während Russland der wichtigste Verbündete von Syriens Staatschef Baschar al-Assad ist und dessen Truppen auch militärisch unterstützt, hilft die Türkei im Nachbarland oppositionellen Kräften im Kampf gegen Dschihadisten. Das türkische Militär geht in Syrien zudem gegen kurdische Milizen vor, um deren Vormarsch dort zu stoppen.

+++ 7.54 Uhr: Elefanten greifen Dorf in Nepal an +++

Ein wildlebender Elefant hat in Nepal eine 31-jährige Frau getötet sowie einen Jungen und einen erwachsenen Mann verletzt. Wie die Polizei bestätigte, gehörte das Tier zu einer Herde aus insgesamt drei Elefanten. Der Vorfall ereignete sich im Dorf Manau in der Nähe des Bardiya-Nationalparks im Südwesten Nepals. Die Tiere zerstörten dort außerdem vier Häuser, bevor sie zurück in den Nationalpark flohen.

"Die Polizei konnte die Elefanten erst durch Warnschüsse vertreiben", sagte der leitende Polizist Netra Mani Giri der Deutschen Presse-Agentur. Die Verletzten, ein 14-jähriger Junge und ein 56-jähriger Mann, wurden in ein Krankenhaus in der nächstgelegenen Stadt Nepalgunj gebracht.

+++ 7.08 Uhr: Finnland testet Grundeinkommen +++

Finnland will herausfinden, ob ein Grundeinkommen das soziale System des Landes vereinfachen kann. 2000 zufällig ausgewählte Arbeitslose sollen ab Januar anstelle von Arbeitslosengeld 560 Euro im Monat bekommen, ohne dass daran Bedingungen geknüpft sind. Das Geld muss nicht versteuert werden und man kann ohne finanzielle Nachteile etwas dazuverdienen. Das Experiment, das vom finnischen Sozialversicherungsinstitut Kela betreut wird, soll zunächst zwei Jahre dauern. Danach soll ausgewertet werden, ob ein Grundeinkommen Armut und soziale Ausgrenzung verringern, zum Arbeiten motivieren und zum Abbau von Bürokratie beitragen kann.

+++ 6.02 Fahrgastrekord in Bussen und Bahnen +++

Busse und Bahnen haben 2016 nach Branchenangaben einen weiteren Fahrgastrekord verzeichnet. Nach Hochrechnungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen gab es 10,2 Milliarden Fahrten von Kunden im Nahverkehr, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Fahrgastzahlen steigen damit seit 1997 ununterbrochen.

+++ 5.57 Uhr: Nowitzki kassiert mit Dallas Heimpleite gegen Houston +++

Die Dallas Mavericks um Basketball-Superstar Dirk Nowitzki haben in der nordamerikanischen Profiliga NBA auch ihr viertes Spiel in dieser Saison gegen die Houston Rockets verloren. Im Texas-Duell unterlag das Team des deutschen Routiniers den Gästen klar mit 107:123 (47:66) und rutschte mit neun Siegen und 23 Niederlagen wieder auf den letzten Tabellenplatz in der Western Conference ab. Nowitzki kam in 14 Minuten auf sieben Punkte und traf lediglich zwei seiner acht Versuche aus dem Feld. Überragender Spieler auf dem Parkett war Rockets-Star James Harden mit 34 Punkten.

+++ 5.30 Uhr: Zwei Tote und 26 Verletzte bei schwerem Zugunglück in Indien +++

Bei einem Zugunglück in Indien sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden. Nicht weit entfernt vom Schauplatz des schwersten Zugunglücks in diesem Jahr entgleiste im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh ein Zug, 15 Waggons sprangen aus den Schienen. Bis zum frühen Mittwoch gingen die Behörden von zwei Todesopfern und mindestens 26 Verletzten aus, wie ein Bahnsprecher bestätigte.

Der Ajmer-Sealdah-Express entgleiste gegen 5.20 Uhr (Ortszeit) in der Nähe der Ortschaft Rura, rund 450 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Neu Delhi. Zur Unfallursache machte die Bahn keine Angaben, Bahnminister Suresh Prabhu versprach jedoch "gründliche Untersuchungen".

+++ 5.21 Uhr: CSU will Flüchtlinge ohne Papiere an Grenze festhalten +++

Die CSU will Flüchtlingen ohne Ausweispapieren die Einreise erschweren. Wer keinen Pass vorlege oder sonst seine Identität nicht belegen könne, müsse "an den deutschen Grenzen festgehalten werden und dort in Transitzentren bis zur Klärung seiner Identität verbleiben", heißt es in einem Papier der CSU-Landesgruppe zur Begrenzung der Zuwanderung, aus dem die "Passauer Neue Presse" vorab zitierte. Das Papier soll kommende Woche bei einer Klausurtagung verabschiedet werden.

Das "bewusste Vernichten von Ausweispapieren" dürfe sich für Flüchtlinge nicht lohnen, heißt es in dem CSU-Positionspapier weiter. Die CSU-Politiker verweisen darin ausdrücklich auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt: "Wir dürfen nicht zulassen, dass Personen wie der Täter von Berlin mit Mehrfachidentitäten durch Europa reisen und sich dem Zugriff der Behörden entziehen."

+++ 5.09 Uhr: 20.000 Migranten an deutschen Außengrenzen abgewiesen +++

Die Polizei hat nach einem Medienbericht an den deutschen Außengrenzen in diesem Jahr etwa 20.000 Flüchtlingen die Einreise verweigert. Damit habe sich die Zahl der Zurückweisungen an den Landesgrenzen, Flughäfen und Seehäfen im Vergleich zum Vorjahr weit mehr als verdoppelt, schreibt die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizei.

Von Januar bis Ende November durften demnach 19.720 Menschen nicht nach Deutschland einreisen. Die Dezember-Zahlen stehen noch aus. 2015 wurde noch 8913 Migranten die Einreise verweigert. Im September vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise die Grenzkontrollen wieder eingeführt.

+++ 4.48 Uhr: Mehrheit will Reformationstag für immer als Feiertag +++

Zum Reformationsjubiläum 2017 ist der 31. Oktober ein allgemeiner Feiertag in ganz Deutschland: Eine breite Mehrheit der Menschen in Deutschland ist dafür, dass der Reformationstag danach auch weiterhin republikweit ein Feiertag ist. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. 72 Prozent sind demnach dafür, 17 Prozent dagegen, 11 Prozent haben keine Meinung dazu.

Die Bevölkerung ist auch mit 61 Prozent mehrheitlich dafür, dass es deutschlandweit in allen Bundesländern gleich viele gesetzliche Feiertage geben sollte - und zwar so viele wie im Land mit den meisten, was wie in Bayern also 13 wären. Im Moment gibt es je nach Bundesland zwischen 9 und 13 Feiertagen. Am wenigsten gibt es in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Berlin.

+++ 2.35 Uhr: Agrarminister Schmidt will Fleischnamen für Veggie-Produkte verbieten +++

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) will Fleischbezeichnungen für vegetarische und vegane Lebensmittel in Zukunft verbieten. Begriffe wie "vegetarisches Schnitzel" oder "vegane Currywurst" seien "komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher", sagte Schmidt der "Bild"-Zeitung. "Ich setze mich dafür ein, dass sie im Sinne einer klaren Verbraucherkennzeichnung verboten werden."

Niemand dürfe "bei diesen Pseudo-Fleischgerichten so tun, als ob es Fleisch wäre", forderte Schmidt. Hersteller sollten eigene Namen für ihre pflanzlichen Produkte finden. Auch die CDU im wichtigen Agrarland Niedersachsen fordert, dass Fleischersatzprodukte nicht mehr als "Wurst", "Schnitzel" oder "Frikadelle" verkauft werden sollen.

+++ 0.50 Uhr: Mehr als 50.000 Asylbewerber kehren 2016 freiwillig heim

Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer unter Asylbewerbern und Migranten hat im laufenden Jahr einem Bericht zufolge den höchsten Stand seit 16 Jahren erreicht: Rund 55.000 seien 2016 mit finanzieller Unterstützung Deutschlands in ihre Heimatländer zurückgekehrt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Schätzung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Die Anzahl der Abschiebungen war mit geschätzt 25.000 in diesem Jahr nicht einmal halb so hoch wie die der freiwilligen Rückreisen, wie es in dem Bericht weiter heißt. Die meisten Rückkehrer stammen demnach vom Westbalkan; sie waren ohne ernsthafte Chance auf ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland und dürften durch die freiwillige Rückkehr ihrer Abschiebung zuvorgekommen sein.

+++ 0.31 Rusada-Chefin gibt systematisches Doping in Russland zu +++

Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada hat einem Medienbericht zufolge erstmals die Vertuschung systematischen Dopings in dem Land zugegeben. "Es war eine institutionelle Verschwörung", sagte Rusada-Chefin Anna Anzeliowitsch der "New York Times". Sie sei schockiert gewesen von den Enthüllungen, die russische Regierung sei jedoch nicht involviert gewesen. Weitere wörtliche Zitate von Anzeliowitsch waren dem Bericht nicht zu entnehmen.

Der Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Richard McLaren, hatte Russland in seinen beiden Reports Staatsdoping vorgeworfen und von einer "institutionellen Verschwörung" über mehrere Jahre und sportliche Großereignisse hinweg gesprochen. Es seien Beweise für die Vertuschung von Doping-Fällen bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gefunden worden. Russland hatte die Vorwürfe bislang stets zurückgewiesen.

+++ 0.18 Uhr: Abe und Obama gedenken gemeinsam der Opfer von Pearl Harbor +++

75 Jahre nach dem japanischen Überraschungsangriff auf die US-Pazifikflotte in Pearl Harbor haben Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und US-Präsident Barack Obama der Opfer gedacht. Abe erklärte am Mahnmal für die mehr als 2400 Opfer des Angriffs im US-Bundesstaat Hawaii sein "aufrichtiges und immerwährendes Beileid".

Er dankte den USA dafür, dass sie Japan nach dem Ende des Kriegs mit Versöhnungsbereitschaft begegnet seien. "Wir dürfen die Schrecken des Kriegs niemals wiederholen", sagte Abe.

Es war das erste Mal, dass ein japanischer Ministerpräsident Pearl Harbor besucht. Mit dem Treffen wollten Abe und Obama ein Zeichen der Versöhnung setzen - eine Entschuldigung hatte Japans Regierung allerdings im Vorfeld ausgeschlossen. 

kng / DPA / AFP