Christian Schmidt

Der Regionalproporz ist der CSU sehr wichtig, und so hat die nach dem Ausscheiden des vorherigen Agrarministers Hans-Peter Friedrich darauf geachtet, dass der Posten wieder mit einem Franken besetzt ...
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Artikel zu: Christian Schmidt

Der Regionalproporz ist der CSU sehr wichtig, und so hat die nach dem Ausscheiden des vorherigen Agrarministers Hans-Peter Friedrich darauf geachtet, dass der Posten wieder mit einem Franken besetzt wird. Schmidt gilt als Leisetreter in der CSU, im Gegensatz zu z.B. Alexander Dobrindt oder Horst Seehofer. Er ist, wie seine Vorgänger, fachfremd im Agrarministerium. Zuvor war er acht Jahre lang parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verteidigung und danach in gleicher Position für zwei Monate im Entwicklungsministerium. Immer mal wieder war Schmidt für einen Ministerposten im Gespräch, so z.B. auch bei den letzten Koalitionsverhandlungen als Entwicklungsminister. Den Posten musste er dann allerdings dem Schwaben Gerd Müller überlassen. Im Februar 2014 wurde Christian Schmidt nun zum Landwirtschaftsminister berufen, ein Aufstieg mit komischem Beigeschmack, denn seine Beförderung kam nur wegen des "Falls Edathy" zustande. Friedrich wurde in dem Zusammenhang des Geheimnisverrats beschuldigt, weil er geheime Informationen zu laufenden Ermittlungen gegen Edathy an die SPD-Spitze weiter gegeben hat, woraufhin er das Ministeramt aufgeben musste.