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Kommentar

Gratis Busse und Bahnen: Kostenloser Nahverkehr: Diese Regierung wird ihn ganz sicher nicht umsetzen

Deutschland diskutiert über einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Doch die Idee ist komplett unrealistisch. Und vor allem nicht ernst gemeint.

Wir debattieren zwar über einen kostenlosen Nahverkehr - er wird aber wohl nicht kommen

Wir debattieren zwar über einen kostenlosen Nahverkehr - er wird aber wohl nicht kommen

Die Idee, den Nahverkehr für alle Menschen gratis anzubieten, finde ich grundsätzlich prima: Ich fahre täglich mit Bussen und Bahnen durch die Großstadt. Und auch, wenn es nicht immer angenehm - weil sehr voll - ist, erscheint mir diese Art der Fortbewegung besser, als ein eigenes Auto zu nutzen. Es ist stressfreier: keine Parkplatzsuche, keine Konzentration auf den Verkehr. Und es ist billiger: Zwar erhöhen die Verkehrsbetriebe jedes Jahr den Preis für meine Netzkarte. Aber ich muss mir kein Auto für ein paar Tausend Euro kaufen und ständig tanken, nur um von A nach B zu kommen.

Deshalb müsste ich die derzeit viel diskutierte Idee eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs ebenfalls super finden: Am Sonntag hatten Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella einen Brief geschrieben. Darin wurde unter anderem die Idee erwähnt, öffentlichen Nahverkehr gratis anzubieten, um den privaten Verkehr hierzulande zu reduzieren und die Luft zu verbessern.

Großes Interesse an kostenlosem Nahverkehr

Doch der Vorstoß ist kaum ernst zu nehmen – und ich bin davon überzeugt, dass er niemals umgesetzt wird. Vielleicht überrascht die Briefeschreiber das große Medienecho zum Aspekt "kostenloser öffentlicher Nahverkehr", denn diese Idee ist in dem Brief an die EU-Kommission nur eine von vielen. Überlegt wird lediglich, dies in einigen ausgewählten Gemeinden zu testen.

Der Hintergrund des Schreibens ist nicht ein Einsehen, dass wir etwas gegen den täglichen Verkehrswahnsinn unternehmen oder die Umwelt schützen müssen. Die Bundesregierung will lediglich juristische Unannehmlichkeiten vermeiden.

Denn aus Brüssel drohen eine Klage und hohe Strafgelder, weil seit Jahren in vielen deutschen Städten die Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden überschritten werden. Diese gelten als gesundheitsschädlich. Zudem könnten Gerichte demnächst Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge verhängen. Man stelle sich die Riege wütender Dieselfahrer vor, die nicht mehr wissen, wie sie ihren Arbeitsplatz erreichen sollen. Das Tragische: Viele dieser Menschen haben auf Diesel gesetzt, weil der ja mal als umweltfreundlich galt.

Hintergrund der Misere ist also letztendlich der Diesel-Skandal – der hierzulande geschehen konnte, ohne dass es den Verursachern, also der Autoindustrie, geschadet hätte. Bisher war die Bundesregierung der Meinung, das Problem schmutziger Diesel könne mit Hilfe kaum wirkungsvoller Software-Updates gelöst werden. Kann es aber nicht – wie unter anderem der Druck aus Brüssel belegt.

Glaubt jetzt also wirklich jemand im Ernst, dass eben diese politischen Akteure es schaffen, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in Deutschland zu forcieren? Einen, der nicht aus allen Nähten platzt, wenn noch mehr Menschen ihn nutzen? Und einen, mit dem man bequem vom Land in die Stadt fahren kann?

Offenbar finden viele Menschen die Idee gut

Dass das Echo auf diese Idee so groß ist, zeigt etwas ganz Anderes. Offenbar geht es vielen Menschen ähnlich wie mir: Sie hätten gern einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Denn dieser würde ihnen das tägliche Pendeln erleichtern und den Verkehr in den Metropolen entzerren.  Schade, dass wir so weit entfernt sind von dieser guten Idee.


Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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