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+++ News des Tages +++: Schenker-Chef Thewes tritt Haft in Singapur an

Schenker-Chef tritt Haft an +++ Ehepaar schmuggelt 30.000 Zigaretten im Kofferraum +++ Schüsse in Houston und Paris +++ Zwölfjährige kommt mit Ninjaschwert jn Restaurant +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender der Schenker AG

Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender der Schenker AG, muss für zwei Wochen in Singapur ins Gefängnis

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 18.54 Uhr: Schüler vor Euskirchener Schule mit Messer bedroht +++

Vor der Gesamtschule in Euskirchen soll nach Angaben der Polizei am Montag ein zwölfjähriger Schüler von einem unbekannten Jungen mit einem Messer bedroht worden sein. Der Zwölfjährige habe angegeben, der Unbekannte habe aus einigen Metern Entfernung mit dem Messer auf ihn gezeigt, teilte die Polizei mit.

An der selben Schule war es in der vergangenen Woche zu einer Prügelattacke auf einen anderen Zwölfjährigen gekommen. Das Kind wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Beide Vorfälle stehen laut Polizei in keinem Zusammenhang.

+++ 18.33 Uhr: Referendum über bedeutende Verfassungsreform in Italien am 4. Dezember +++

Das Referendum über die geplante weitreichende Verfassungsreform in Italien findet am 4. Dezember statt. Das teilte die Regierung in Rom am Montag mit. Die Reform, deren Gelingen entscheidend für das politische Schicksal von Ministerpräsident Matteo Renzi ist, soll das bisherige System zweier gleichberechtigter Parlamentskammern abschaffen und für mehr politische Stabilität sorgen.

+++ 18.22 Uhr: Schenker-Chef Thewes hat Haft in Singapur angetreten +++

Ein Jahr nach einer gewalttätigen Attacke auf einen Taxifahrer in Singapur hat der Chef der Bahn-Tochter DB Schenker, Jochen Thewes, eine zweiwöchige Haftstrafe angetreten. "Ja, er ist für kurze Zeit in Singapur in Haft", bestätigte eine Schenker-Sprecherin am Montag auf Nachfrage. Ein Gericht hatte den Top-Manager für den Angriff zu einer Geldstrafe von 650 Euro und einer Haftstrafe von 14 Tagen verurteilt. Über den Haftantritt hatte zuerst die "DVZ - Deutsche Verkehrs-Zeitung" berichtet. "Herr Thewes hat weiterhin das Vertrauen des DB-Konzernvorstandes. Er gilt nach deutschem Recht als nicht vorbestraft", betonte die Schenker-Sprecherin.

Laut Urteil hat der 45-Jährige in den frühen Morgenstunden des 24. September 2015 in Singapur im betrunkenen Zustand einen Taxifahrer angepöbelt und gestoßen und dessen Taxi beschädigt, weil der ihn nicht mitnehmen wollte. Thewes hatte sich für den Vorfall umfassend entschuldigt.

+++ 17.23 Uhr: 44 Verletzte nach Busunfall in New Yorker Tunnel +++

Beim Zusammenstoß zweier Busse in einem Tunnel zwischen New York und New Jersey sind 44 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Retter betreuten die Verletzten am Montag im Lincoln-Tunnel, der unter dem Hudson River hindurchführt, teilte die Feuerwehr auf Twitter mit. Die Polizei sperrte den Tunnel vorübergehend und riet Autofahrern, das Gebiet wegen langer Rückstaus zu meiden. Medienberichten zufolge musste die Tür eines Busses aufgeschnitten werden, um die Passagiere zu befreien. 

+++ 17.15 Uhr: Ehepaar schmuggelt 30.000 Zigaretten im Kofferraum +++

Ein Ehepaar ist in Sachsen mit rund 30.000 Schmuggelzigaretten im Auto erwischt worden. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, fanden die Beamten zunächst mehr als 15.000 unversteuerte Zigaretten versteckt in einem Reisekoffer im Kofferraum. In der Mulde, in der sich normalerweise das Reserverad befindet, hatte das Paar knapp 15.000 weitere Zigaretten versteckt. Bei der Kontrolle am Samstag in der Nähe von Bad Muskau hatten die 34 Jahre alte Fahrerin und ihr 32-jähriger Mann aus Kempten im Allgäu zunächst abgestritten, steuerpflichtige Waren im Auto zu haben. Das Zollfahndungsamt Dresden ermittelt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Den Angaben zufolge beträgt der verhinderte Steuerschaden rund 5700 Euro.

+++ 17 Uhr: Mann in Kiel durch Briefschlitz beschossen +++

Bei einem eskalierenden Nachbarschaftsstreit ist ein Mann in Schleswig-Holstein durch seinen Briefschlitz beschossen und verletzt worden. Das 38-jährige Opfer habe den Vorfall am Sonntagabend gemeldet, teilte die Polizei in Kiel am Montag mit. Vor Ort sei festgestellt worden, dass der Mann "eine blutende Prellmarke auf dem Oberschenkel aufwies". Er wurde daraufhin medizinisch versorgt. Hintergrund der Attacke sei ein Nachbarschaftsstreit gewesen, erklärte die Polizei. Die Beamten nahmen demnach einen 34-jährigen Nachbarn mit zur Wache. Dieser habe den Beamten eine sogenannte Softairwaffe übergeben. Nach Polizeiangaben wurde eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt.

+++ 16.15 Uhr: Intercity überrolt Stuhl +++

Wieder haben Unbekannte in Sachsen-Anhalt einen Stuhl auf Bahngleise gelegt, diesmal überrollte ihn ein Intercity. Der Zug sei am Sonntagabend am Bahnübergang Sommersdorf-Marienborn unbeschädigt geblieben, der Stuhl sei vollständig zerstört worden, teilte die Bundespolizei am Montag mit. An gleicher Stelle hatte sich vor drei Wochen ein ähnlicher Vorfall ereignet: Ein Regionalzug schleifte den Stuhl mit und musste eine Zwangsbremsung einleiten, weil der Zusammenprall ein Loch in der Lok zur Folge hatte. Wer die Stühle auf die Gleise legte, ist unbekannt. Die Bundespolizei bittet um Hinweise.

+++ 15.30 Uhr: Schüsse in Pariser Supermarkt: Zwei Schwerverletzte +++

Ein Mann hat in einem Supermarkt nahe Paris das Feuer eröffnet und zwei Menschen schwer verletzt. Die Polizei erklärte am Montag, der Täter sei über 70 Jahre alt. Bei den Opfern soll es sich um eine 57-jährige Frau und einen 73-jährigen Mann handeln. Eine Eliteeinheit der Polizei wurde zu dem Supermarkt in Port-Marly westlich von Paris entstandt. Bei dem flüchtigen Schützen soll es sich um einen regelmäßigen Kunden des Supermarkts handeln. Ob es sich um eine Beziehungstat handelte, war zunächst unklar.

+++ 14.57 Uhr: Schießerei in Einkaufzentrum in Houston - Täter außer Gefecht +++

Ein Mann hat am Montagmorgen (Ortszeit) auf dem Parkplatz einer Ladenzeile in der texanischen Stadt Houston das Feuer eröffnet. Nach örtlichen Medienberichten verletzte er sechs Menschen, bevor er durch Polizeischüsse außer Gefecht gesetzt und festgenommen wurde. Das Ausmaß der Verletzungen und das Motiv des Schützen blieben zunächst unklar. Erst am Freitagabend (Ortszeit) hatte ein junger Mann in einem Einkaufszentrum im US-Staat Washington fünf Menschen erschossen. Der mutmaßliche Schütze wurde einen Tag später gefasst und sollte am Montag erstmals vor einem Richter erscheinen. Die Polizei forscht noch nach dem Motiv, aber dem Bundeskriminalamt FBI zufolge gibt es bisher keine Hinweise auf Terrorismus-Verbindungen. 

+++ 14 Uhr: Schwesig äußert sich zu Sexismus-Vorwürfen in der CDU +++

Die Bundesfamilienminiserin Manuela Schwesig (SPD) hat Sexismus im Alltag und am Arbeitsplatz verurteilt. Sexistische Sprüche und sogenannte Herrenwitze seien "nicht nur altmodisch, sondern völlig inakzeptabel", sagte die SPD-Politikerin am Montag. "Es ist gut und mutig, wenn Frauen das offen ansprechen." Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends hatte am Freitag in einem offenen Brief Sexismus-Vorwürfe gegen ihre Partei erhoben und damit eine Debatte über Sexismus in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angestoßen. 

+++ 13.45 Uhr: Bosnische Serben weisen Verfassungsgericht zurecht +++

Die Serben in Bosnien-Herzegowina haben sich in mit fast 100-prozentiger Mehrheit für die Beibehaltung ihres Nationalfeiertags ausgesprochen. Bei dem verfassungswidrigen Referendum am Sonntag hätten 99,81 Prozent der Wähler mit Ja gestimmt, teilten die Behörden am Montag in Banja Luka mit. Damit wurde das Verfassungsgericht dieses Balkanstaates ignoriert, das als eigentlich höchste Rechtsinstanz die Verlegung dieses nur von Serben begangenen Feiertages verlangt und die Abstimmung selbst als verfassungswidrig bezeichnet hatte.

+++ 13.00 Uhr: Türkisch-islamischer Kulturverein mit Brandsatz beworfen +++

Unbekannte haben am Wochenende im hessischen Bebra einen Brandsatz gegen die Außenwand eines türkisch-islamischen Kulturvereins mit Moschee geworfen. Die Tat in der Nacht zum Sonntag habe zu einer Rußschwärzung der Fassade und einem Schaden von 10.000 Euro geführt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Fulda mit. Das Feuer sei aber von selbst erloschen. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund sei nicht auszuschließen. Den Angaben zufolge warfen der oder die Täter eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit gegen das in Holzbauweise errichtete Gebäude in der Bebraer Innenstadt, in dem sich zu diesem Zeitpunkt keine Menschen befanden. Hinweise auf die Urheber gab es zunächst nicht. Die Ermittler baten mögliche Zeugen, verdächtige Beobachtungen zu melden.

+++ 12.58 Uhr: Vermisster 19-Jähriger tot an Bahngleisen gefunden +++

Ein seit seinem Rausschmiss aus einer Disco vermisster junger Mann ist tot an einer Bahnlinie in Tübingen gefunden worden. Die Polizei geht von einem Unfall aus, wie ein Sprecher mitteilte. Ersten Ermittlungen nach lief der 19-Jährige nach seinem Verschwinden am 11. September stark betrunken an den Schienen entlang und wurde vermutlich seitlich von einem vorbeifahrenden Zug erfasst. Der Besitzer eines direkt angrenzenden Schrebergartens fand die Leiche am Sonntag unter einem Busch. Der Bahnfahrer habe vermutlich nicht bemerkt, dass er seitlich eine Person erfasst hat, sagte ein Polizeisprecher. 

Der 19-Jährige war mit zwei Freunden in einer Tübinger Disco, die er nach einem Streit stark betrunken verlassen musste. Auch mit seinen Freunden geriet er im Auto in Streit, stieg aus und lief davon. Suchaktionen der Polizei mit Hubschrauber und Hunden waren erfolglos geblieben.

+++ 12.51 Uhr: Gast schüttet Restaurantmitarbeiterin Espresso ins Gesicht +++

An einer Autobahn-Raststätte in Bayern hat ein verärgerter Gast einer Restaurantmitarbeiterin einen Espresso ins Gesicht geschüttet. Wie die Polizei berichtete, hatte sich der 34-Jährige am Montag aus Versehen Salz statt Zucker in den Kaffee geschüttet. Als der Gast deswegen einen neuen Espresso bestellte und diesen dann auch zahlen sollte, bekam die 40 Jahre alte Mitarbeiterin das Getränk ins Gesicht. Der Espresso war zwar nicht mehr brühend heiß, dennoch ermittelt nun die Polizei gegen den rabiaten Gast. Zudem bekam der Mann ein Hausverbot für das Restaurant an der A3 nahe Passau.

+++ 12.34 Uhr: Erneuter Bombenhagel auf Aleppo +++

Nach den bislang schwersten Bombardierungen im Norden Syriens haben Kampfjets erneut Rebellengebiete der umkämpften Stadt Aleppo ins Visier genommen. Flugzeuge hätten in der Nacht auf Montag Dutzende Angriffe geflogen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden. Einwohner aus den Rebellengebieten Aleppos berichteten über mehr Opfer. "Die Angriffe haben am Montag jedes einzelne Viertel im Osten Aleppos getroffen", sagte der Aktivist Bahaa al-Halabi der Deutschen Presse-Agentur. "Die Situation ist katastrophal."

Kampfjets hatten in den vergangenen Tagen die bislang schwersten Angriffe auf Aleppos Rebellengebiete geflogen. In der Stadt und ihrem Umland wurden mehr als 230 Zivilisten getötet. Westliche Regierungen und Russland machten sich gegenseitig für die Eskalation der Gewalt verantwortlich.

+++ 12.10 Uhr: Zwölfjährige kommt mit Ninjaschwert in Schnellrestaurant +++

Mit einem Ninjaschwert hat eine Zwölfjährige in einem Schnellrestaurant im nordrhein-westfälischen Dortmund für Aufregung gesorgt: Wie die Bundespolizei mitteilte, betrat das Mädchen am Samstagabend das Lokal am Hauptbahnhof. In den Händen hielt es demnach die Waffe mit einer 70 Zentimeter langen Klinge.

Der Sicherheitsdienst des Geschäftes brachte das Kind den Angaben zufolge umgehend "eine Tür weiter" zur Bundespolizei. Dort habe sich herausgestellt, dass ein 22-Jähriger aus Essen dem Mädchen das Schwert "als Teil ihrer Verkleidung für eine Manga-Veranstaltung überlassen hatte".

Das Schwert wurde nach Polizeiangaben beschlagnahmt. Gegen den Mann sei "ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Überlassens einer Waffe an Minderjährige" eingeleitet worden.

+++ 11.27 Uhr: Deutsche Welle verklagt Türkei in Interview-Streit +++

Die Deutsche Welle klagt in der Türkei auf die Herausgabe eines konfiszierten Interviews mit dem türkischen Minister für Jugend und Sport. Nachdem das türkische Ministerium zwei Fristen für die Herausgabe des Videos verstreichen ließ, habe man Klage beim Zivilgericht in Ankara eingereicht, teilte der Auslandssender mit.

Das von Michel Friedman mit Sportminister Akif Cagatay Kilic geführte Interview hatte zu einem Schlagabtausch zwischen der Deutschen Welle und dem Ministerium in Ankara geführt. Kilic wollte das Einziehen des Materials nicht als Beschlagnahmung verstanden wissen. Dagegen hatte ein DW-Sprecher erklärt, das Video sei keineswegs freiwillig an die Vertreter des türkischen Ministeriums übergeben worden. "Dies geschah vielmehr unter unmissverständlichem Druck."

DW-Intendant Peter Limbourg kritisierte das Vorgehen der Türkei erneut: "Dieser Vorgang hat mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nichts mehr zu tun. Wir fordern die türkische Seite nun auf dem Rechtsweg zur unverzüglichen Herausgabe unseres Videomaterials auf."

+++ 10.58 Uhr: Aggressiver Berlin-Tourist beißt Zugpassagier Teil von Ohr ab +++

Ein aggressiver Bahnfahrer hat in Berlin einem anderen Fahrgast im Streit ein Teil von dessen Ohr abgebissen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Vorabend in einem Regionalzug im Südosten Berlins. Demnach beschimpfte ein 43-jähriger Tourist in englischer Sprache einen Fahrgast und provozierte ein Handgemenge.

Als es zwischen den beiden Männern zu den Handgreiflichkeiten kam, schritt nach Polizeiangaben ein 37-Jähriger schlichtend ein. Allerdings ließ sich der Berlin-Besucher nicht beruhigen und attackierte stattdessen den 37-Jährigen. Dabei biss der Angreifer dem Mann ein mehrere Zentimeter großes Stück aus der rechten Ohrmuschel heraus. Das Bissopfer blutete heftig. Mehrere Fahrgäste kamen dem Gebissenen nach Polizeiangaben zur Hilfe und hielten den Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei am Bahnhof Karlshorst fest. Demnach waren sowohl Berliner Beamte als auch Bundespolizisten am Tatort. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Festgenommenen. Der gebissene Mann wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 10.49 Uhr: Prozess gegen Ex-Agent Mauss hat begonnen +++

In einem Parka mit schützender Kapuze ist der ehemalige Geheimagent Werner Mauss zum Auftakt seines Steuerstrafprozesses vor dem Bochumer Landgericht erschienen. Der 76-Jährige soll rund 15 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Laut Anklage hat Mauss den Finanzbehörden große Summen auf Auslandskonten verheimlicht - unter anderem auf den Bahamas. Die Ermittler waren ihm durch eine Steuersünder-CD aus Liechtenstein auf die Spur gekommen. Mauss war nach eigenen Angaben jahrzehntelang für die Bundesregierung im Einsatz, unter anderem bei der der Befreiung von Geiseln.

+++ 10.30 Uhr: ADAC gegen generelles Tempo 30 in Städten +++

In der Diskussion über sauberere Luft in den Städten hat sich der ADAC gegen generelles Tempo 30 gewandt. Eine Verringerung des zulässigen Höchsttempos 50 führe nicht zu einer Senkung des Schadstoffausstoßes von Pkw, teilte der Club nach eigenen Messungen mit. Testfahrten hätten ergeben, dass die Werte bei verringerter Geschwindigkeit weder bei Stickoxid (NOx) noch bei Kohlendioxid (CO2) zurückgingen. Um die Luftqualität zu verbessern, könnte der Verkehr stattdessen etwa mit "grünen Wellen" an Ampeln und Leitsystemen flüssiger gemacht werden. Zuerst seien aber die Autohersteller mit sauberen Technologien gefragt. Weitere Verschärfungen der Umweltzonenregelungen führten nicht zum Ziel. Daher sei es richtig, dass Pläne für eine "Blaue Plakette" vom Bundesumweltministerium auf Eis gelegt worden seien.

+++ 9.33 Uhr: Polio-Impfaktion in Pakistan: 37 Millionen Kinder in drei Tagen +++

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen sollen in Pakistan binnen drei Tagen 37 Millionen Kinder gegen Kinderlähmung (Polio) geimpft werden. Tausende Sicherheitsbeamte sollen die etwa 100 000 Impfteams während der Aktion beschützen, sagte der nationale Koordinator des Impfprogramms, Rana Safdar, am Montag zum Start der Kampagne. "Wir hoffen, dieses Mal 95 Prozent der Kinder unter fünf Jahren zu erreichen." Pakistan und Afghanistan sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die einzigen Länder der Welt, in denen die Kinderlähmung noch übertragen wird.

Die Bewachung hat ihren Grund. Mehr als hundert Krankenschwestern, Impfhelfer und Polizisten wurden in den vergangenen Jahren bei Angriffen durch Islamisten getötet. Die radikalislamischen Taliban behaupten, die Impfungen gegen die Kinderlähmung seien eine Verschwörung zur Sterilisierung von Muslimen. Kinderlähmung ist eine hoch ansteckende Virus-Erkrankung. Nach WHO-Angaben trifft die Infektion vor allem jüngere Kinder. Eine von 200 Infektionen führe zu dauerhaften Lähmungen. Von diesen Erkrankten sterben fünf bis zehn Prozent, weil die Atemmuskeln betroffen sind.

+++ 8.42 Uhr: Moschee in Schwäbisch Gmünd mit Hakenkreuzen beschmiert +++

Unbekannte haben eine Moschee in Schwäbisch-Gmünd in Baden-Württemberg mit antiislamischen Parolen und Hakenkreuzen beschmiert. Die Beleidigungen hätten sich auch gegen die Polizei gerichtet, wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt. Ähnliche Schmierereien seien auch auf einem in der Nähe geparkten Lastwagen, auf einem Fahrbahnstück und einer Aussichtsplattform entdeckt worden. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ 8.41 Uhr: Mieter findet 80 Zentimeter langen Königspython auf Türschwelle +++

Ein Mieter eines Mehrfamilienhauses in Düsseldorf hat einen etwa 80 Zentimeter langen Königspython auf der Türschwelle gefunden. Ein Experte der Feuerwehr fing die ungiftige Würgeschlange, die sich zwischenzeitlich in den Kellerabgang geflüchtet hatte, mit einem Spezialhaken ein, wie die Feuerwehr mitteilt.

Wie die Schlange in das Mietshaus gelangte, ist unklar. Das Reptil wurde vorerst in Quarantäne genommen und wird einem Gesundheitscheck unterzogen. Sollte der Besitzer sich nicht melden, wird der Königspython wahrscheinlich im Natur- und Tierpark Brüggen ein neues Zuhause finden.

+++ 8.28 Uhr: Jungen durch Stromschlag von Bahn-Oberleitung verletzt +++

Zwei Jungen sind in Nordrhein-Westfalen durch einen Stromschlag von einer Bahn-Oberleitung teils schwer verletzt worden. Die 14 und elf Jahre alten Kinder waren am Sonntag auf einem Bahngelände in Hamm auf einen abgestellten Waggon geklettert und dabei an die Oberleitung geraten, wie die Polizei mitteilt. Dabei bekamen beide einen Stromschlag.
Der elfjährige Junge erlitt Verbrennungen und wurde schwer verletzt, der ältere kam mit leichten Verletzungen davon.

+++ 7.27 Uhr: Behörden heben Ausgangssperre in Charlotte auf +++

Die wegen der gewaltsamen Proteste gegen Polizeigewalt verhängte Ausgangssperre in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina ist wieder aufgehoben. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, ihre "Einheit auf friedliche und gesetzeskonforme Weise zu zeigen". In Charlotte war am Dienstag vergangener Woche der Schwarze Keith Lamont Scott von Polizisten getötet worden. Der 43-jährige Familienvater war in einen Polizeieinsatz gegen einen anderen Verdächtigen auf einem Parkplatz vor einer Wohnsiedlung geraten. Die Polizei gibt an, Scott habe eine Handfeuerwaffe bei sich gehabt und diese trotz wiederholter Aufforderung nicht fallengelassen. Seine Familie und seine Nachbarn sagen dagegen, er habe seinen kleinen Sohn abholen wollen und ein Buch in der Hand gehalten.

Der Vorfall führte in der Stadt zu teils heftigen gewaltsamen Protesten gegen Polizeigewalt. Am Donnerstag verhängten die Behörden dann eine nächtliche Ausgangssperre. Diese sei nun "mit sofortiger Wirkung" aufgehoben, hieß es. Zuvor hatte es erneut Proteste gegen die Polizei gegeben, diese blieben aber friedlich.

+++ 6.42 Uhr: Norwegische Fahnder untersuchen Tod eines Deutschen +++

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen das Holzhaus in Ombo, in dem die Leiche des Deutschen entdeckt wurde

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen das Holzhaus in Ombo, in dem die Leiche des Deutschen entdeckt wurde

Den Tod eines deutschen Mannes nahe der Stadt Stavanger untersucht die norwegische Polizei. Die Leiche des 58 Jahre alten Deutschen sei in einem Holzhaus in dem Ort Ombo gefunden worden, berichtet die norwegische Nachrichtenagentur NTB. Zwei gleichaltrige Deutschen seien im Zusammenhang damit festgenommen worden. Das Gelände rund um den Fundort des Toten sei abgesperrt worden, Kriminalbeamte hätten den Ort am Sonntag untersucht.

+++ 5.08 Uhr: Minister Schmidt bereitet staatliches Tierwohl-Label vor +++

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will die Vorbereitungen für ein staatliches Tierwohl-Label vorantreiben. "Der Verbraucher soll verlässlich wissen, dass mit dem, was er bezahlt, ein höherer Tierwohl-Standard umgesetzt wird", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Mit dem Label wollen wir einheitliche Anforderungen festlegen, die von Branchenorganisationen überprüft werden. Das soll in die Breite gehen und nicht nur für kleine Nischenprodukte gelten." Bei Schweinen könne es sich etwa um mehr Platz, Stroh am Boden oder Spielmaterial im Stall handeln.

Den Entwurf vorstellen will Schmidt bei der Grünen Woche Ende Januar 2017 in Berlin, wie er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" sagte. Geplant sei ein mehrstufiges System mit ein, zwei oder drei Sternen. Geben solle es "eine Basiskategorie für Fleisch von Tieren, deren Haltungsbedingungen über dem gesetzlichen Standard liegen sowie ein oder zwei weitere Premiumstufen, bei denen die Haltungsbedingungen noch deutlicher darüber hinausgehen".

+++ 5.05 Uhr: Studenten finden immer schwieriger eine Bude +++

Die Suche nach einer Studentenbude wird in vielen Unistädten einer Studie zufolge zum Wintersemester schwierig. An der Mehrheit der Hochschulstandorte habe sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, ist das Ergebnis eines Rankings des Moses Mendelssohn Instituts im Auftrag des Immobilienentwicklers GBI. Untersucht wurden Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studenten. Am schwierigsten ist die Wohnungssuche demnach in München, Frankfurt am Main und Köln. Auch in Freiburg, Darmstadt, Konstanz und Düsseldorf habe sich die Lage stark zugespitzt. Die Einschätzung stützt sich unter anderem auf Miet- und WG-Preise, Leerstands-Quoten, Studenten- und Erstsemesterzahlen.

+++ 3.13 Uhr: Golf-Legende Arnold Palmer gestorben +++

Die US-Golf-Legende Arnold Palmer ist tot. Der siebenfache Major-Champion starb am Sonntag im Alter von 87 Jahren in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania, wie der US-Golfverband USGA mitteilte. "Wir sind tieftraurig über den Tod Arnold Palmers", twitterte der Verband. Mit Palmer, der von seinen Fans "King" genannt wurde, sei der "größte Botschafter" des Golfsports gestorben.

Golf-Star Tiger Woods bedankte sich über Twitter bei seinem Vorbild für "Freundschaft, Rat und viele Lacher". "Deine Menschenliebe und Bescheidenheit sind Teil deiner Legende." Es sei schwer, sich den Golfsport ohne Palmer vorzustellen "oder jemanden, der wichtiger für das Spiel ist als der "King"", meinte Woods.

Palmer begann seine Karriere in den 50er-Jahren. Viermal gewann er das US Masters, zweimal die British Open. Auf der US-PGA-Tour spielte er von 1956 bis 1973 62 Siege und für damalige Verhältnisse sensationelle 1,9 Millionen US-Dollar Preisgeld ein. Der Sohn eines Golf-Trainers gehörte zu den 13 Erstmitgliedern der World Golf Hall of Fame bei deren Gründung 1974. Gemeinsam mit anderen Stars wie Jack Nicklaus und Gary Player machte Palmer den Golfsport in den 1960er Jahren auch bei einem breiten Publikum populär.

+++ 3.09 Uhr: Immer mehr Diebstähle in Zügen und auf Bahnhöfen +++

Die Zahl der Taschen- und Gepäckdiebstähle in Bahnhöfen und Zügen hat erneut deutlich zugenommen. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben der Bundespolizei 44.800 Taten, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um rund ein Viertel. Davor - von 2013 auf 2014 - hatte es schon einen Anstieg von 20 Prozent gegeben.

Nach Angaben der Bundespolizei handele es sich oft um professionelle Täter, die international auf Beutezug gehen. Sie agieren arbeitsteilig in Gruppen von drei bis sechs Personen. Ein Täter beobachtet die Umgebung. Einer lenkt das Opfer ab, ein Dritter langt zu, wie etwa beim Hilfetrick: Während der eine Täter das Opfer um Hilfe beim Lesen des Fahrplans bittet, lässt sein Komplize Koffer oder Taschen des Opfers mitgehen.

Die Bundespolizei empfiehlt zum Selbstschutz, nicht offen mit Bargeld zu hantieren und Geld, Kreditkarten, Papiere sowie andere Wertsachen stets eng am Körper am besten in verschlossenen Innentaschen zu tragen. Auch im Zug sollten sich Fahrgäste nicht so sicher wie im eigenen Wohnzimmer fühlen.

+++ 3.04 Uhr: Gewerkschaft fordert Ende der "Arbeit auf Abruf" +++

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für die Abschaffung der vor allem in der Gastronomie verbreiteten "Arbeit auf Abruf" ein. Bis zu 1,9 Millionen Arbeitnehmer gehen nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" einer derartigen Beschäftigung nach, bei der ihr Einsatz vom jeweiligen Bedarf abhängt. Bei vielen dieser Beschäftigungsverhältnisse würden arbeitsrechtliche Standards unterlaufen, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine DGB-Studie.

"Bei Arbeit auf Abruf wird das wirtschaftliche Risiko der Betriebe voll auf die Beschäftigten verlagert. Damit muss Schluss sein", forderte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Verlässliche und planbare Arbeitszeiten müssten gerade auch bei Teilzeitarbeit möglich sein. "Alle Beschäftigten brauchen mehr Schutz vor einseitiger betriebsbedingter Flexibilisierung", sagte Buntenbach dem Blatt.

+++ 1.29 Uhr: Indien will Pariser Klimaabkommen ratifizieren +++

Der weltweit drittgrößte Treibhausgasemittent Indien will das Pariser UN-Klimaabkommen Anfang kommenden Monats unterzeichnen. Die Ratifizierung solle am 2. Oktober stattfinden - dem Geburtstag von Mahatma Ghandi, kündigte Regierungschef Narenda Modi an. Er habe den Geburtstag Ghandis als Datum für die Ratifizierung gewählt, weil der Unabhängigkeitsführer des Landes immer auch auf den Umweltschutz geachtet habe, sagte Modi auf einem Parteikongress im Bundesstaat Kerala im Süden des Landes.

Mit der Unterschrift Indiens käme das Klimaabkommen seinem Inkrafttreten einen weiteren großen Schritt näher. Die USA und China als größte Treibhausgasemittenten hatten es beide am 4. September ratifiziert. Das Abkommen sieht unter anderem vor, die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis höchstens zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Für ein Inkrafttreten müssen die Ratifizierungsurkunden von mindestens 55 Staaten vorliegen, die für mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen stehen.

+++ 0.48 Uhr: Vier Verletzte bei Schießerei in Schweden +++

Unbekannte haben in der südschwedischen Stadt Malmö auf ein Auto geschossen und dabei vier Männer verletzt. Eines der Opfer sei in kritischem Zustand, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die verletzten Männer seien der Polizei in Zusammenhang mit Bandenkriminalität bekannt. Warum die Unbekannten das Feuer auf den Wagen eröffnet hätten, sei aber noch unklar.

Bei einer Explosion, die sich zwei Stunden später nicht weit vom Tatort entfernt ereignet habe, sei niemand verletzt worden. Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Schießerei gab es laut Polizei zunächst nicht. 

+++ 0.47 Uhr: Airberlin will sich offenbar von tausend Mitarbeitern trennen +++

Airberlin will offenbar kräftig schrumpfen. Am Ende sollten wahrscheinlich nur noch halb so viele Flugzeuge betrieben werden wie derzeit, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Verwaltung solle halbiert werden. Deshalb wolle sich das Unternehmen in den nächsten Monaten voraussichtlich von etwa tausend seiner insgesamt 8600 Mitarbeiter trennen.

Airberlin-Hauptaktionär Etihad Airways verhandelt demnach derzeit mit dem Touristikkonzern Tui darüber, Teile von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft mit Tuifly in einer eigenen Ferienfluggesellschaft zusammenzulegen. Zudem sei vor einigen Wochen bereits durchgesickert, dass Etihad mit der Lufthansa über ein breit angelegtes Geschäft verhandele: Airberlin wolle rund 40 Jets an Eurowings vermieten, den Billigableger der Lufthansa.

Airberlin hat den Angaben zufolge seit dem Börsengang im Jahr 2006 nur ein einziges Mal Gewinn gemacht. In den vergangenen drei Jahren hat das Unternehmen Verluste von insgesamt knapp 1,2 Milliarden Euro angehäuft.

mad/amt / DPA / AFP