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News des Tages Mann stürzt mit Sportflugzeug in sein eigenes Haus und stirbt

Trümmer in Payson, Utah nachdem ein Mann mit einem Sportflugzeug in sein eigenes Haus gestürzt ist
Chaos an einem Wohnhaus in Payson, US-Bundesstaat Utah: Ein 47-Jähriger war mit einem Sportflugzeug in sein eigenes Haus gestürzt. Frau und Kind konnten sich retten. Unklar ist, ob der Pilot mit Absicht handelte.
© John Wilson/The Deseret News / DPA
100 Sicherheitskräfte im Kampf um afghanische Stadt Ghasni getötet +++ Nahles will Daten-Monopol der großen Digitalkonzerne beschneiden +++ Umfrage: CSU in Bayer bei 37 Prozent +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Flugsaurier-Skelett in Utah ein Sensationsfund (22.24 Uhr)

  • FBI-Mann nach Kritik an Trump entlassen (19.30 Uhr)

  • Säugling stirbt nach massiver Gewalteinwirkung (17.48 Uhr)

  • Merkel erteilt Zusammenarbeit mit der Linken eine Absage (14.37 Uhr)

  • Kabul meldet 100 Tote bei Gefechten mit Taliban (13.35 Uhr)

  • Nahles will Daten-Monopol der großen Digitalkonzerne beschneiden (12.22 Uhr)

  • CSU in Bayern bei 37 Prozent (9.15 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:   

+++ 23.13 Uhr: Mutmaßlicher "Golden State Killer" in 13. Mordfall angeklagt +++

Nach einer Mord- und Vergewaltigungsserie in den 70er- und 80er-Jahren in Kalifornien werden einem Ex-Polizisten in dem US-Westküstenstaat nun 13 Morde zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft in Visalia erhob gegen den 72-jährigen Joseph James DeAngelo Anklage wegen eines Mordfalls im Jahr 1975. Der mutmaßliche "Golden State Killer" soll damals nach einem nächtlichen Einbruch und der versuchten Entführung eines 16-jährigen Mädchens dessen Vater erschossen haben. Dem "Golden State Killer" werden neben Morden mehr als 45 Vergewaltigungen und viele Einbrüche zugeschrieben.

+++ 22.24 Uhr: Forscher entdecken in den USA gut erhaltenes Flugsaurier-Skelett +++

In den USA haben Forscher ein besonders gut erhaltenes Skelett eines Flugsauriers entdeckt. Das Exemplar des Caelestiventus hanseni wurde im westlichen Bundesstaat Utah gefunden, wie das Fachmagazin "Ecology & Evolution" berichtete. Das Tier hatte demnach eine Flügelspannweite von anderthalb Metern sowie 112 Zähne. Es flog aber nur bei der Nahrungssuche und bewegte sich ansonsten mit seinen vier Füßen auf dem Boden. Flugsaurier tauchten vor rund 225 Millionen Jahren auf, es gab sie etwa 160 Millionen Jahre lang bis zum Ende der Kreidezeit. "Es gibt nur wenige Fossilien von Flugsauriern", sagte der Wissenschaftler Brooks Britt von der Universität Brigham Young in Utah der Nachrichtenagentur AFP. Die Knochen der Tiere seien sehr empfindlich, um leicht genug fürs Fliegen zu sein, weshalb sie meist nicht gut erhalten seien. Der neue Fund beinhalte intakte Knochen und Zähne sowie Schädelteile - damit stellt er womöglich den bisher umfassendsten Skelettfund eines Flugsauriers dar.

+++ 20.47 Uhr: Junger Mann ertrinkt am Strand in selbst gegrabenem Loch +++

Ein junger Mann ist an einem französischen Strand in einem selbst gegrabenen Loch ertrunken. Der 21-Jährige habe das Loch auf der Île de Noirmoutier an der Atlantikküste "aus eigenem Antrieb" in den Sand gegraben und sich dann hineingelegt, sagte ein Justizvertreter. Auch ein Familienmitglied habe ihn nicht mehr befreien können, als er von der Flut überschwemmt wurde. Rettungskräfte der kleinen Insel westlich des französischen Festlandes konnten nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen.

+++ 20.08 Uhr: Nach Zeltlager-Überschwemmung in Südfrankreich Leiche gefunden +++

Vier Tage nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich ist in der Region eine Leiche gefunden worden. Die Identität und das Geschlecht seien noch nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Gendarmerie. Es war daher noch unklar, ob es sich um den 66 Jahre alten Betreuer des Zeltlagers handeln könnte, der seit Donnerstag vermisst wird. Laut dem "Kölner Stadt-Anzeiger" wurde der Körper nach Angaben eines Polizisten im Fluss Ardèche gefunden.

+++ 20.02 Uhr: Privatreise in den Iran - Norwegens Fischereiminister tritt zurück +++

Norwegens Fischereiminister Per Sandberg ist wegen eines Verstoßes gegen das Sicherheitsprotokoll während einer Privatreise in den Iran zurückgetreten. Der Vize-Vorsitzende der rechtspopulistischen Fortschrittspartei gab am Montag zu, im Juli mit seiner im Iran geborenen Partnerin Bahareh Letnes in die islamische Republik gereist zu sein, ohne zuvor das Büro der Ministerpräsidentin informiert zu haben. Der 58-Jährige räumte zudem ein, sein Diensthandy mitgenommen zu haben. Norwegens Geheimdienst führt den Iran neben Russland und China als eines der Länder, die am ehesten der Spionage verdächtigt sind.

+++ 19.40 Uhr: NRW-Ministerpräsident bittet Opfer von Gladbecker Geiselnahme um Vergebung +++

30 Jahre nach dem Geiseldrama von Gladbeck hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Angehörigen der drei Todesopfer und die weiteren Opfer um Entschuldigung gebeten. "Es ist die oberste Pflicht des Staates, seine Bürger zu schützen. Dies ist ihm in Gladbeck und in den Stunden danach unter dramatischen Umständen nicht gelungen", sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Laschet kritisierte, dass es eine Entschuldigung des Staates bei den Gladbeck-Opfern nie gegeben habe. Eine solche Entschuldigung mache zwar nichts ungeschehen. Dennoch sehe er sich als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen heute in der Pflicht, "um Vergebung dafür zu bitten, dass der Staat vor 30 Jahren nicht alle rechtsstaatlichen Mittel genutzt hat, den Opfern dieses schrecklichen Verbrechens den Schutz zu bieten, den sie verdient gehabt hätten". 

+++ 19.30 Uhr: FBI-Mann Strzok nach Ermittlungen gegen Trump in Russland-Affäre entlassen +++

Der hochrangige FBI-Beamte Peter Strzok, der sich wegen Kritik an US-Präsident Donald Trump in privaten Textmitteilungen von den Ermittlungen zur Russland-Affäre zurückziehen musste, ist von der US-Bundespolizei gefeuert worden. Wie Strzoks Anwalt Aitan Goelman mitteilte, wurde Strzok am Freitag von Vize-FBI-Direktor David Bowdich entlassen - nach 21 Jahren beim FBI. Strzok spielt eine wichtige Rolle beim Versuch Trumps, die Ermittlungen zur Russland-Affäre als voreingenommen zu diskreditieren. Der 48-Jährige musste das Team von Sonderermittler Robert Mueller verlassen, nachdem bekannt geworden war, dass er sich im Wahlkampf 2016 in Kurzmitteilungen an seine Kollegin und Liebhaberin Lisa Page abschätzig über den Präsidentschaftskandidaten Trump geäußert hatte. Auch Page musste gehen. Strzoks Anwalt sagte, die Entlassung sei "eine Reaktion auf politischen Druck" und widerspreche der bisher üblichen Praxis beim FBI. 

+++ 19.12 Uhr: 47-Jähriger stürzt mit Sportflugzeug in sein eigenes Haus +++

Ein 47 Jahre alter Mann ist mit einem Sportflugzeug in der US-Stadt Payson im Bundesstaat Utah in sein eigenes Haus geflogen und dabei ums Leben gekommen. Der Mann war tags zuvor wegen häuslicher Gewalt vorübergehend festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte. Er kam jedoch wieder auf freien Fuß. Zur Zeit des Absturzes waren nach Medienberichten seine Ehefrau und sein Sohn in dem Haus. Beide seien unverletzt entkommen, berichtete eine Polizeisprecherin beim Sender Fox News. Das Flugzeug sei in einem Feuerball aufgegangen. Auch das Haus brannte aus. Ob der Absturz absichtlich herbeigeführt wurde, wird nun untersucht.

+++ 19.05 Uhr: 1.FC Köln benennt Tribüne nach verstorbenem Weltmeister Hans Schäfer +++

Der 1. FC Köln hat vor seinem ersten Heimspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen Union Berlin die Südtribüne des RheinEnergie-Stadions in Hans-Schäfer-Südkurve umbenannt. Damit würdigen die Rheinländer die Verdienste der FC-Ikone. Schäfer, 1954 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister, war am 7. November vergangenen Jahres im Alter von 90 Jahren gestorben. Mit dem FC war Schäfer 1962 und 1964 deutscher Meister geworden. Auf der Tribüne ist nun der Schriftzug "Hans Schäfer Südkurve" zu lesen. Zudem finden sich zwei Original-Unterschriften Schäfers und zwei Konterfeis des ehemaligen Kölners auf einer Bande am Oberrang.

+++ 18.55 Uhr: Zwölf Kraftwerke mussten Leistung reduzieren - wohl wegen der Hitze +++

Zwölf Kohle- und Gaskraftwerke in Deutschland haben Ende Juli ihre Leistungen um insgesamt mehr als 1,6 Gigawatt reduzieren müssen - mutmaßlich wegen der großen Hitze. Bei drei Kraftwerken in Dormagen sowie der Stadtwerke München seien die Einschränkungen "eindeutig" hitzebedingt, heißt es in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen. Bei neun weiteren Kraftwerken ist nach Angaben von Wirtschafts-Staatssekretär Ulrich Nußbaum unklar, ob die Ursache der Leistungsverringerungen tatsächlich die Hitzewelle war. Als Grund für eine nur eingeschränkte Verfügbarkeit seien "externe Faktoren" gemeldet worden. Nußbaum hob hervor, insgesamt bewegten sich die Nichtverfügbarkeiten oder Einschränkungen von Kraftwerken "im Moment auf niedrigem Niveau". Es gebe "keine Anzeichen für eine Verknappung" des Erzeugungsangebots, die die Versorgungssicherheit beeinträchtigen könnte.

+++ 18.45 Uhr: Israelischer Jugendlicher entblößt sich im Vernichtungslager Majdanek +++

Die polnische Polizei hat einen israelischen Jugendlichen festgenommen, der sich im früheren NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek entblößt hat. Der 17-Jährige habe in der Gedenkstätte bei Lublin in Ostpolen "seine Hose heruntergezogen und sich mit dem Rücken den Baracken zugewandt", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Dem Israeli wird nun "Schändung eines Denkmals oder einer Gedenkstätte" vorgeworfen. In Polen steht darauf eine Geld- oder Haftstrafe. "Er hat die Tat zugegeben", sagte der Polizeisprecher. Der Jugendliche sträube sich auch nicht gegen eine Strafe. Als Anzahlung für eine mögliche Geldstrafe gab er den Behörden den Angaben zufolge bereits 1000 Zloty (230 Euro), die er bei sich hatte. Der Jugendliche hatte das frühere KZ zusammen mit anderen Israelis besucht. Zu seinen Beweggründen wurde nichts bekannt. Das Museum auf dem Gelände des ehemaligen Lagers verurteilte die "unanständige" und "abstoßende" Tat. In Majdanek töteten die Nazis nach Angaben von Historikern rund eine Viertelmillion Menschen, darunter etwa 118.000 Juden.

+++ 18.18 Uhr: Ernste Sorge um die "Queen des Soul", Aretha Franklin +++

US-Soul-Diva Aretha Franklin ist Medienberichten zufolge ernstlich erkrankt. Die 76-jährige "Königin des Soul" sei "schwer krank in Detroit", schrieb der Journalist Roger Friedman, ein Freund der Familie, der Website Showbiz 411. Die Familie bitte um "Gebete und Privatsphäre". Bei Franklin, die in ihrer jahrzehntelangen Karriere 18 Grammys gewann, war im Jahr 2010 Krebs diagnostiziert worden. Franklin bitte die Menschen in ihrer Heimatstadt Detroit darum, "für sie zu beten", berichtete später auch der örtliche Fernsehsender WDIV. Die Sängerin, die im Krankenhaus liegen soll, hat den Sender demnach darum gebeten, keine Einzelheiten zu ihrem Gesundheitszustand zu nennen.

+++ 18.05 Uhr: Bellender Hund rettet indische Familie vor Monsunfluten +++

Ohne ihren wachsamen Hund wäre eine Familie in Indien womöglich ertrunken: In der Nacht auf Montag konnte der bellende Hund die Familie gerade noch rechtzeitig wecken, bevor Monsunfluten ihr Haus im südindischen Bundesstaat Kerala zerstörten, wie örtliche Medien berichteten. "Ich bin raus gegangen, um zu sehen, was los ist und wir mussten aus dem Haus rennen", sagte Mohanan P. dem Sender NDTV. Unmittelbar danach wurde das Haus in der gebirgigen Idukki-Region von einem Erdrutsch zerstört. Die Familie lebt nun vorerst in einer Notunterkunft.

+++ 17.48 Uhr: Säugling stirbt nach massiver Gewalt - Vater verdächtig +++

Wenige Tage nach einer schweren Misshandlung ist ein acht Monate alter Säugling aus Kaufbeuren (Bayern) gestorben. Als dringend tatverdächtig gilt der 21-jährige Vater, der in Untersuchungshaft sitzt. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen ihn wegen eines Tötungsdelikts, wie die Polizei berichtete. Der 21-jährige Deutsche hatte am Donnerstag gut anderthalb Stunden auf seinen Sohn aufgepasst, obwohl er seit der Trennung von der Mutter nur noch sporadisch bei ihr wohnte. Die Frau war außer Haus. Als sie am Abend zurückkam, lag ihr Sohn schwer verletzt im Bett - und sie rief die Polizei. Die Obduktion ergab, dass der Junge an den Folgen massiver Gewalt starb. 

+++ 17.14 Uhr: Wrestling-Szene trauert um Jim "The Anvil" Neidhart +++

Der frühere Wrestler Jim Neidhart, bekannt als "The Anvil" ist tot. Er wurde 63 Jahre alt, wie die Profiliga WWE bestätigte. Neidhart machte sich vor allem als Teil der "Hart Foundation" einen Namen, die er gemeinsam mit seinem Schwager Bret "Hit Man" Hart bildete, der auf Twitter um seinen Ex-Partner trauerte. Offiziell gab es keine Angaben zur Todesursache. Berichtet wurde aber von einem epileptischen Anfall, dessen Urache in einer fortschreitenden Alzheimer-Erkrankung Neidharts liegen soll.

+++ 17.04 Uhr: Ungarn will Gender Studies an den Unis verbieten +++

Die ungarische Regierung plant, das Studienfach Geschlechterforschung - auch Gender Studies genannt - von den Universitäten zu verbannen. "Niemand will 'Genderologen' anstellen, infolgedessen braucht man auch keine auszubilden", sagte der stellvertretende ungarische Ministerpräsident Zsolt Semyen dem Nachrichtenportal "atv.hu". Der von ihm gebrauchte Kunstbegriff "Genderologen" war abfällig gemeint. Ende letzter Woche war der Entwurf einer Ministerialverfügung bekannt geworden, der es Universitäten untersagt, künftig Lehrgänge im Fach Geschlechterforschung anzubieten. Das zuständige Ministerium für Humanressourcen begründete dies nicht weiter. Die Universitäten, die den Entwurf zugesandt bekamen, hatten 24 Stunden Zeit, sich dazu zu äußern. 

+++ 16.17 Uhr: Saudischer Staatsfond könnte Börsenabgang von Tesla finanzieren +++

Tesla-Chef Elon Musk hat nach eigenen Angaben die Finanzierung eines Börsenrückzugs seiner Firma mit dem Staatsfonds Saudi-Arabiens diskutiert. "Ich führe weiterhin Gespräche mit dem Saudi-Fonds und auch mit einer Anzahl anderer Investoren", teilte Musk am Montag im Firmen-Blog mit. Ein Interesse der Saudis, sich an einer möglichen Privatisierung Teslas zu beteiligen, um eine Alternative zum Ölgeschäft zu erschließen, bestehe bereits seit Anfang 2017 und sei auch weiterhin vorhanden.

Musk hatte am vergangenen Dienstag mit einem Tweet, wonach er erwäge, Tesla bei einem Aktienkurs von 420 Dollar von der Börse zu nehmen, für große Aufregung gesorgt und einen zwischenzeitlichen Handelsstopp verursacht.

+++ 15.46 Uhr: Zahl der Toten auf Lombok steigt auf 436 +++

Acht Tage nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok ist die Zahl der Toten auf mehr als 400 gestiegen. Der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho, sagte am Montag, es gebe mindestens 436 Todesopfer. Mehr als 1300 Menschen wurden demnach verletzt. In den Trümmern zerstörter Gebäude wurden noch weitere Opfer vermutet.

Durch das Beben vom 5. August mit einer Stärke von 6,9 kamen allein im gebirgigen Norden der Insel 374 Menschen ums Leben. Das Gebiet war am stärksten betroffen, dort mussten mehr als 137.000 Menschen ihre zerstörten Häuser verlassen. Die meisten von ihnen schlafen in Zelten oder leben in Notunterkünften.

+++ 15.29 Uhr: Deutsche Industrie hofft auf Einigung im Handelsstreit +++

Die deutsche Industrie sieht schwerwiegende Probleme auf sich zukommen, sollte sich der Handelsstreit zwischen den USA und China verschärfen. "Die Schäden halten sich noch in Grenzen, aber die Risiken, die sich möglicherweise realisieren, wären enorm", sagte der

Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Peking.

Deutschland sei das Land, das am stärksten von einer Verschärfung des Konflikts betroffen wäre, da es im Handel sowohl mit China als auch den USA eine starke Rolle spiele.

+++ 14.37 Uhr: Merkel erteilt Zusammenarbeit mit der Linken eine Absage +++

Die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel hat Bündnissen mit der Linkspartei eine Absage erteilt. "Ich befürworte keine Zusammenarbeit mit der Linken-Partei, und das schon seit vielen Jahren", sagte sie in Berlin. Die Union werde alles dafür tun, dass bei den bevorstehenden Wahlen Regierungen ohne die Linke und ohne die AfD gebildet werden könnten.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte am Wochenende eine Debatte über eine Zusammenarbeit von CDU und Linken in Ostdeutschland ausgelöst. Er wies auf die schwierige Regierungsbildung in den östlichen Bundesländern hin und erklärte: "Wenn Wahlergebnisse es nicht hergeben sollten, dass gegen die Linke eine Koalition gebildet wird, muss trotzdem eine handlungsfähige Regierung gebildet werden. Da muss die CDU pragmatisch sein."

Die nächsten Landtagswahlen in Ostdeutschland finden im nächsten Jahr in Brandenburg, Thüringen und Sachsen statt.

   

+++ 13.35 Uhr: Kabul meldet 100 Tote bei Gefechten mit Taliban +++

Bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Taliban-Kämpfern in der ostafghanischen Stadt Ghasni sind mindestens hundert Sicherheitskräfte getötet worden. Das gab der afghanische Verteidigungsminister Tariq Shah Bahrami am Montag in Kabul bekannt. Die radikalislamischen Taliban hatten am Donnerstagabend einen großangelegten Angriff auf die Stadt Ghasni in der gleichnamigen Provinz im Südosten des Landes gestartet, die Kämpfe dauerten am Montag an.

+++ 13.35 Uhr: 69 Menschen sterben bei Explosion in syrischen Waffenlager +++

Nach der Explosion in einem Waffenlager in Syrien hat sich die Zahl der Toten auf 69 nahezu verdoppelt. Unter den Toten seien mehr als 50 Zivilisten, darunter auch 17 Kinder, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mitteilte. Zunächst war von 39 Toten die Rede gewesen. Die Explosion ereignete sich demnach in einem Wohngebiet in Sarmada im Norden der nordwestlichen Provinz Idlib.

Die Ursache der Detonation am Sonntag war den Angaben zufolge zunächst unklar. Das Waffenlager war nach Angaben der Beobachtungsstelle in einem Wohnhaus untergebracht. Auch zwei angrenzende Häuser stürzten bei der Explosion ein.

+++ 13.26 Uhr: Beifahrer stirbt bei Autofahrt mutmaßlich an Schussverletzung +++

Ein Mann ist in Bayern während einer Autofahrt mutmaßlich von einem Projektil getroffen und tödlich verletzt worden. Der 47-Jährige sackte in Nittenau nördlich von Regensburg auf dem Beifahrersitz eines Autos zusammen, wie die Polizei mitteilte. Unmittelbar vor dem Vorfall am Sonntag war die Fensterscheibe an der Beifahrertür zerborsten. Der 61 Jahre alte Fahrer des Wagens stoppte sein Fahrzeug, alarmierte den Rettungsdienst und versuchte, seinem Begleiter zu helfen. Der starb jedoch noch im Auto.

Die Polizei geht davon aus, dass das Opfer von einem Projektil getroffen wurde. Eine Obduktion der Leiche soll bei der Klärung helfen. Die Kripo ermittelt - unter anderem überprüfte sie Jäger, die am Sonntagvormittag in der Gegend auf der Jagd waren.

+++ 13.17 Uhr: Merkel trifft Putin am Samstag zu Gesprächen +++

Wladimir Putin kommt nach Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird den russischen Präsidenten am Samstag im brandenburgischen Schloss Meseberg empfangen. Im Mittelpunkt des abendlichen Gesprächs stünden "aktuelle außenpolitische Fragen", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. So soll es unter anderem um den Syrien-Konflikt, die Lage in der Ost-Ukraine und um Energiefragen gehen.

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau sind unter anderem wegen des Konflikts um die Ost-Ukraine, aber auch wegen Vorwürfen russischer Hackerangriffe und Wahlkampfeinmischungen angespannt. Der Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien, für den der Westen Moskau verantwortlich macht, sorgte zusätzlich für Streit.

+++ 13.06 Uhr: EU hält an Zulassung für Glyphosat fest +++

Trotz des millionenschweren Schadenersatz-Urteils in den USA wegen möglicher Krebsrisiken von Glyphosat bleibt es bei der Zulassung des Unkrautvernichters in Europa. Die EU-Kommission verwies am Montag in Brüssel auf die Entscheidung vom Dezember, das Mittel grundsätzlich weitere fünf Jahre auf dem Markt zu lassen. Es liege aber in der Hand der Mitgliedsstaaten, Lizenzen für die Nutzung zu erteilen.

Ende vergangener Woche hatte ein Gericht in den USA den frisch von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken des Glyphosat-Unkrautvernichters Roundup verurteilt. Monsanto soll einem Krebspatienten Schadenersatz in Höhe von 289 Millionen US-Dollar (254 Mio Euro) zahlen. Monsanto wird dagegen in Berufung gehen.

+++ 12.47 Uhr: Jugendliche treten Wachmann zusammen +++

Auf einem Dortmunder Schulhof haben drei Jugendliche einen Wachmann verprügelt, nachdem dieser sich bei dem lärmenden Trio beschwert hatte. Nach Polizeiangaben hatte der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den jungen Männern im Alter zwischen 16 und 18 Jahren am Sonntagabend zunächst erlaubt, sich auf dem Gelände aufzuhalten.

Als die Gruppe größer und lauter wurde, forderte der 28 Jahre alte Wachmann sie zu mehr Ruhe auf. "Ein 18-Jähriger reagierte sofort - allerdings völlig anders als gedacht", teilte die Polizei am Montag mit. Er habe den Mann zu Boden getreten, dort liegend wurde er von jungen Leuten aus der Gruppe weiter geschlagen und getreten. Zwei der jungen Männer konnten später ermittelt werden, der mutmaßliche Treter wurde festgenommen. Alle drei Dortmunder seien polizeibekannt.

+++ 12.37 Uhr: Bund macht Nothilfen für Bauern von Erntebilanz abhängig +++

Das Bundesagrarministerium beharrt auch nach ersten Länder-Schätzungen zu Dürreschäden auf der amtlichen Erntebilanz, bevor über mögliche Nothilfen für Bauern entschieden werden soll. "Wir brauchen repräsentative Zahlen", sagte eine Sprecherin am Montag in Berlin. Bei einem Treffen von Ministeriumsexperten aus Bund und Ländern sollten zunächst weitere Daten begutachtet und ausgewertet werden. Um Gesamtschäden einschätzen zu können, gehe es nicht nur um die Zahl betroffener Länder, sondern auch um das Ausmaß der Ausfälle. Der Erntebericht des Ministeriums ist für Ende August vorgesehen.

+++ 12.22 Uhr: Nahles will Daten-Monopol der großen Digitalkonzerne beschneiden +++

SPD-Chefin Andrea Nahles hat sich für ein "Daten-für-Alle"-Gesetz ausgesprochen, um die Macht großer Digitalkonzerne einzuschränken. "Wenn wir künftig verhindern wollen, dass Google und Co. ihre Monopolstellung zulasten von Unternehmen und Verbrauchern ausnutzen, brauchen wir dafür innovative Instrumente", schrieb sie am Montag in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

Bei dem von Nahles geforderten Gesetz wäre ein Unternehmen verpflichtet - sobald es einen festgelegten Marktanteil für eine bestimmte Zeit überschreitet - einen anonymisierten und repräsentativen Teil seines Datenschatzes öffentlich zu teilen. Mit diesen Daten könnten andere Unternehmen und Start-ups eigene Ideen entwickeln und als Produkt auf den Markt bringen. "Die Daten gehörendann nicht mehr exklusiv Google, sondern allen", erklärte Nahles.

+++ 12.15 Uhr: Mutter stürzt mit ihren Kindern im Auto in Hafenbecken +++

Im schleswig-holsteinischen Maasholm ist ein Auto mit einer Mutter und ihren beiden Kindern in ein Hafenbecken gestürzt. Wie die Polizei in Flensburg am Montag mitteilte, setzte sich der Wagen der Seglerfamilie beim Beladen aus ungeklärter Ursache in Bewegung und fiel "kopfüber" über die Molenkante rund zwei Meter tief ins Wasser der Ostsee. Die Insassen konnten sich aus eigener Kraft retten.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte hätten sich die Frau und die beiden Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren über die offene Heckklappe bereits befreit, berichteten die Beamten. Sie blieben unverletzt. Der Unfall ereignete sich demnach am Sonntag nach der Rückkehr von einem Segeltörn. Die Familie hatte ihr Auto im Hafen nahe am Boot geparkt. Der Vater befand sich gerade auf dem Schiff.

+++ 12.05 Uhr: Türkei zu Gesprächen mit den USA bereit +++

Nach weiteren starken Verlusten der Lira und verschlechterten Beziehungen zwischen den USA und der Türkei hat sich Außenminister Mevlüt Cavusoglu offen für Gespräche gezeigt. Die Türkei sei an einem Konsens interessiert und offen gegenüberdiplomatischen Initiativen, sagte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Aufzwingen lasse sie sich aber nichts. "Wir erwarten, dass die USA unserer traditionellen Freundschaft und unserer Nato-Allianz treu bleibt", meinte Cavusoglu.

Vor dem Wochenende war der Streit zwischen den USA und der Türkei über einen amerikanischen Pastor eskaliert, der in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehalten wird.

+++ 11.29 Uhr: Massenkarambolage auf Autobahn 5 wegen stehengelassenen Wagens +++

Zu einer Massenkarambolage mit mehreren Verletzten ist es auf der Autobahn 5 in Baden-Württemberg gekommen, weil auf der linken Fahrspur ein unbeleuchtetes Auto stand. Bei dem Unfall am späten Sonntagabend nahe Offenburg wurden drei Menschen schwer und vier weitere leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ermittler suchten nach dem Fahrer des stehengelassenen Wagens.

In den Unfall zwischen Achern und Appenweier waren insgesamt fünf Autos verwickelt. Wegen der auf der gesamten Fahrbahn verteilten Trümmer musste die Autobahn zeitweilig komplett gesperrt werden

+++ 10.48 Uhr: Ikea will gebrauchte Möbel zurückkaufen +++

Der Möbelriese Ikea will künftig gebrauchte Möbel zurückkaufen. In zunächst fünf Pilothäusern können Kunden vom 1. September an ihre nicht mehr benötigten Ikea-Möbel anbieten, wie das Unternehmen in Hofheim bei Frankfurt mitteilte. Bezahlt werde per Warengutschein, zuvor könne per Internet ein unverbindlicher Angebotspreis ermittelt werden.

Der Möbelhändler preist die "Zweite Chance" als Beitrag zum nachhaltigen Konsum. Auch andere Handelsunternehmen insbesondere aus dem Textilbereich bieten ähnliche Aktionen an. Ikea will nur Waren im "einwandfreien bis guten Zustand" annehmen. Die Produkte sollen dann in der Fundgrube der Märkte ohne Preisaufschlag, aber mit zusätzlicher Mehrwertsteuer angeboten werden.

+++ 10.35 Uhr: 16 Vermisste nach Hubschrauberunglück in Tadschikistan +++

In Tadschikistan ist ein Hubschrauber mit 16 Menschen an Bord offenbar abgestürzt. Das Unglück ereignete sich bereits am Sonntag, wie die Katastrophenschutzbehörde des zentralasiatischen Landes bekannt gab. Es war von einer "harten Landung" die Rede. 13 Kletterer und drei Besatzungsmitglieder an Bord würden vermisst. Zwei Rettungshubschrauber seien zur Unfallstelle geschickt worden.

Die Bergwanderer waren den Angaben zufolge auf dem Rückweg von einer Klettertour am Berg Ismoili Somoni - mit 7495 Metern der höchste Gipfel in der ehemaligen Sowjetrepublik und der vierthöchste Berg des Pamir-Gebirges. Zur Nationalität der Vermissten wurden zunächst keine Angaben gemacht.

+++ 10.33 Uhr: Audi-Chef Stadler bleibt im Gefängnis +++

Audi-Vorstandschef Rupert Stadler bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Landgericht München habe Stadlers Beschwerde gegen den Haftbefehl verworfen und es auch abgelehnt, den Haftbefehl außer Vollzug zu setzen, teilte eine Justizsprecherin mit. Er sei weiterhin dringend verdächtig, den Verkauf von Autos mit manipulierten Dieselmotoren zugelassen zu haben, obwohl er von den Manipulationen gewusst oder bewusst die Augen davor verschlossen habe. Der Haftgrund der Verdunklungsgefahr bestehe fort.

Stadler war vor acht Wochen in Ingolstadt festgenommen worden und sitzt seither in Augsburg in Untersuchungshaft. Die Aufsichtsräte von VW und Audi hatten ihn Mitte Juni von seinen Aufgaben als VW-Vorstand und Audi-Chef entbunden, "bis der Sachverhalt geklärt ist, der zu seiner Verhaftung geführt hat". Seither leitet Audi-Vertriebsvorstand Bram Schot das Unternehmen als kommissarischer Vorstandschef.

+++ 10.10 Uhr: Gleitschirmflieger in Sachsen tödlich verunglückt +++

Ein Gleitschirmflieger ist im Landkreis Meißen in Sachsen tödlich verunglückt. Der 54-Jährige wurde auf dem Flugplatz Großenhain mit seinem Schirm von einer Windböe erfasst und mehrere hundert Meter mitgeschleift, wie die Polizei Dresden mitteilte.

Bei dem Versuch, dem Mann zu helfen, erlitten eine Frau und zwei weitere Männer Schnittwunden und eine Brandverletzung. Sie wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zu den genauen Umständen des Unfalls auf.

+++ 10.10 Uhr: Mehr als 250 Verletzte bei Tribüneneinsturz während Musikfestival in Spanien +++

Beim Einsturz einer Zuschauertribüne bei einem Musikfestival in der nordspanischen Stadt Vigo sind mehr als 250 Menschen verletzt worden. Fünf Besucher erlitten bei dem Unglück in der Nacht zum Montag schwere Verletzungen, wie die Behörden mitteilten.

266 Menschen wurden medizinisch behandelt, die große Mehrheit habe leichte Verletzungen wie Schürfwunden erlitten, sagte der Gesundheitsbeauftragte der nordwestspanischen Region Galicien, Jesús Vázquez Almuina, im Rundfunk. Fünf Verletzte seien mit Knochenbrüchen oder Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Die 30 Meter lange Holztribüne war an der Küste errichtet und voller Zuschauer, als sie während eines Rap-Konzerts beim Festival O Marisquiño kurz vor Mitternacht plötzlich zusammenbrach, sagte Vigos Bürgermeister Abel Caballero. Die Ursache sei noch unklar.

+++ 10.10 Uhr: Mexiko schlägt Weltrekord der längsten Hot-Dog-Schlange um Längen +++

Historischer Tag in Mexiko: Das Land schlug den Weltrekord der längsten Hot-Dog-Schlange um Längen. Auf einer Strecke von 1417 Metern ordneten die neuen Weltmeister in der Stadt Zapopan im Großraum Guadalajara an der Pazifikküste innerhalb von vier Stunden im Zickzack 10.000 Brötchen an. Diese befüllten sie anschließend  mit heißen Würstchen und dem dazu gehörigen Dressing: 100 Kilogramm Tomatensauce, 100 Kilo Majonnaise und 75 Kilo Senf.

Den bisherigen Weltmeister Japan, der es 2016 auf eine Länge von 325,66 Metern Hot Dogs gebracht hatte, ließ Mexiko damit weit hinter sich.

+++ 09.15 Uhr: Umfrage: CSU rutscht in Wählergunst auf 37 Prozent ab +++

Zwei Monate vor der Landtagswahl in Bayern rutscht die CSU laut einer neuen Umfrage in der Wählergunst weiter ab. Die Partei liegt im Trendbarometer der Fernsehsender RTL und NTV nur noch bei 37 Prozent und ist damit weit von der angestrebten absoluten Mehrheit entfernt. Von der Schwäche der CSU profitieren offenbar die Grünen, die in der Umfrage bei 17 Prozent liegen.

Die SPD kommt laut der Forsa-Umfrage auf zwölf Prozent, die AfD auf 13 Prozent. Die Freien Wähler liegen bei acht Prozent. Die FDP muss mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen, die Linkspartei würde mit vier Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern.

+++ 09.00 Uhr: Sozialhilfeausgaben 2017 leicht angestiegen +++

Die Ausgaben für die Sozialhilfe in Deutschland sind im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Im Jahr 2017 wurden für Sozialhilfeleistungen 29,7 Milliarden Euro ausgegeben, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das war ein Zuwachs um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Größter Posten war die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen mit 17,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 2016 bedeutete dies den Statistikern zufolge ein Plus von 4,4 Prozent. Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhöhten sich um sieben Prozent auf 6,3 Milliarden Euro.

In die Hilfe zur Pflege flossen 3,4 Milliarden Euro - ein Rückgang um knapp elf Prozent. Die Zahlungen für die Hilfe zum Lebensunterhalt stiegen um 3,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Die Nettoausgaben für die Hilfen zur Gesundheit, die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen betrugen zusammen 1,3 Milliarden Euro.

+++ 09.00 Uhr: Zwölf Tote bei Busunglück mit Fußballfans in Ecuador +++

Bei einem Busunglück nach einem Fußballspiel im Andenstaat Ecuador sind zwölf Menschen ums Leben gekommen. 30 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Im Bus befanden sich Anhänger des ecuadorianischen Kultvereins Barcelona Sporting Club. Sie waren von der südlichen Andenstadt Cuenca unterwegs zurück in den Küstenort Guayaquil im Südwesten, wo spanische Auswanderer den Klub 1925 gründeten.

Zeugenaussagen zufolge kam das Fahrzeug von der Straße ab, nachdem der Busfahrer ein Überholmanöver versucht habe. Der Vereinspräsident und Gouverneur der Provinz Guayas, José Francisco Cevallos, ein ehemaliger Nationaltorwart und Fußball-WM-Veteran, sagte der Presse, der verstorbenen Fans des Barcelona SC werde im Stadion Estadio Monumental in Guayaquil gedacht. Sie würden dort aufgebahrt.

+++ 08.45 Uhr: 56-jähriger stirbt bei Absturz von Ultraleichtflugzeug +++

Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs im nordrhein-westfälischen Kreis Düren ist der 56-jährige Pilot ums Leben gekommen. Sein Flugzeug wurde kurz nach dem Start in Merzenich nach Zeugenaussagen von einer Windböe erfasst, wie die Polizei Düren mitteilte. Dabei sollen sich Teile von dem Flieger gelöst haben, der daraufhin unkontrolliert abstürzte.

Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 56-Jährigen feststellen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen nahm die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes auf.

+++ 08.14 Uhr: Drittes Gipfeltreffen zwischen Moon und Kim im September in Pjöngjang +++

Das dritte Gipfeltreffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un findet Medienberichten zufolge im September in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang statt. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap zitierte am Montag eine entsprechende gemeinsame Erklärung ranghoher Vertreter Nord- und Südkoreas. Diese trafen sich im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern, um das Gipfeltreffen vorzubereiten. Eine Quelle für ihre Angabe nannte die Nachrichtenagentur nicht.

Sollte Moon nach Pjöngjang reisen, wäre es das erste Mal, dass ein südkoreanischer Staatschef dies seit mehr als einem Jahrzehnt tut. Das Treffen zwischen Kim und Moon im April in Panmunjom hatte auch dem Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in Singapur im Juni den Weg gebahnt. Im Mai waren Moon und Kim überraschend ein weiteres Mal in Panmunjom zusammengetroffen.

+++ 07.14 Uhr: Drei Tote bei Lkw-Unfall bei Peine - A2 gesperrt  +++

Bei schweren Unfällen auf der A2 bei Peine sind nach Polizeiangaben drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden schwer verletzt. Die Autobahn wurde am Mmorgen in Fahrtrichtung Hannover zwischen Watenbüttel und Hämelerwald gesperrt. Am Stauende sei es bereits zu Folgeunfällen gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen hatte zuerst ein Lastwagen ein Stauende übersehen, woraufhin ein weiterer Lastwagen und ein Kleintransporter nahezu ungebremst auf ihn aufgefahren waren. In dem Transporter starben beide Insassen. Ein dritter Mensch starb bei einem Folgeunfall am Stauende, in den vier Lastwagen verwickelt waren. Zwei weitere Menschen wurden dabei verletzt. Sie wurden mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Der Einsatz dauerte am Morgen an, wie lange die Autobahn gesperrt bleiben sollte, war noch nicht absehbar. Der Verkehr wurde umgeleitet.

+++ 06.26 Uhr: Zahlreiche Tote bei Überschwemmungen in Südindien +++

Bei schweren Überschwemmungen sind im südindischen Bundesstaat Kerala laut Medienberichten mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Sechs Menschen würden noch vermisst, meldete die "Times of India" in ihrer Online-Ausgabe. Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen.

Um Dammbrüche zu vermeiden, mussten die Behörden bei zahlreichen Speicherseen Wasser ablassen. Die für die Jahreszeit üblichen Monsunregenfälle seien außerordentlich heftig, sagte Keralas Regierungschef Pinarayi Vijayan dem Sender CNN. "Zum ersten Mal in der Geschichte mussten 27 Dämme im Staat geöffnet werden", fügte er hinzu. An der Malabar-Küste mussten auch 54 Touristen in Sicherheit gebracht werden.

+++ 06.06 Uhr: Neue US-Strafzölle auf türkischen Stahl in Kraft +++

Im Streit zwischen Washington und Ankara sind drastisch erhöhte US-Strafzölle in Kraft getreten. Seit 0.01 Uhr (US-Ostküstenzeit/6.01 MESZ) wird Stahl aus der Türkei mit Abgaben in Höhe von 50 Prozent statt bislang 25 Prozent belegt, wie das Weiße Haus zuvor verkündet hatte. US-Präsident Donald Trump hatte die Verdoppelung am Freitag angeordnet.

Auf Twitter hatte Trump zugleich angekündigt, auch die Strafzölle auf Aluminium aus der Türkei auf 20 Prozent zu verdoppeln. Für die neuen Abgaben auf Aluminium wurde noch kein Datum genannt. Trump hatte in dem Tweet vom Freitag ausdrücklich auf die schlechten Beziehungen zu dem Nato-Partner und auf den Absturz der türkischen Lira verwiesen, den er mit seiner Ankündigung weiter beschleunigte. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft den USA vor, einen "Wirtschaftskrieg" gegen sein Land zu führen.

+++ 05.05 Uhr: Tödlicher Unfall auf Autobahn - Einsatzkräfte beschimpft +++

Sie kommen als Retter, werden dann aber behindert und beschimpft: Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A27 bei Bremerhaven ausgerückt, bei dem ein 79-Jähriger Autofahrer getötet und seine 78-jährige Beifahrerin schwer verletzt wurden. Der Mann war mit seinem Auto auf einen vor ihm fahrenden Pferdeanhänger geprallt. Bei den Rettungsarbeiten seien die Beamten zum Teil gestört und beleidigt worden, hieß es - unter anderem mit Begriffen wie "unfähige Idioten". Die Polizei habe Platzverweise erteilt.

+++ 04.00 Uhr: in Peru stürzt in Schlucht - Mindestens 15 Tote +++

Bei einem Busunglück in Peru sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. 25 weitere seien verletzt worden, als der Bus am Sonntag im Norden des Landes in eine Schlucht gestürzt sei, teilte die Polizei mit. Der Bus war demnach auf dem Weg in die Hauptstadt Lima, als er von der Straße abkam und etwa 50 Meter in die Tiefe stürzte. Medienberichten zufolge waren auch drei Kinder unter den Opfern.

+++ 03.54 Uhr: Kubaner beraten über Verfassungsreform +++

Die Kubaner debattieren ab heute in 135.000 Versammlungen und Foren auf der ganzen Insel über eine reformierte Verfassung. Künftig sollen unter anderem das Recht auf Privateigentum sowie die Ehe für alle festgeschrieben sein. Die weitreichende Macht der Kommunistischen Partei Kubas wird jedoch nicht angetastet. Im kommenden Februar sollen die Kubaner in einem Referendum über die Verfassungsreform entscheiden. 

Die derzeitige Verfassung stammt aus dem Jahr 1972 und wurde bereits 1992 und 2002 reformiert. Die neue Verfassungsreform soll nun "unsere Wirklichkeit und die absehbare Zukunft abbilden", hieß es aus Regierungskreisen.

+++ 02.55 Uhr: Nur rund 20 Teilnehmer bei Kundgebung Rechtsextremer in Washington +++

u einer von Rechtsextremen organisierten Kundgebung in der US-Hauptstadt Washington haben sich lediglich rund 20 Teilnehmer eingefunden. Sie trafen auf massiven Protest von mindestens 300 Gegendemonstranten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um beide Gruppen auseinanderzuhalten.

Anlass für die Kundgebung der Rechtsextremen in der Nähe des Weißen Hauses war der Jahrestag der tödlichen Ausschreitungen bei einem rechtsradikalen Aufmarsch in Charlottesville im Bundesstaat Virginia.

+++01.53 Uhr: Getöteter Obdachloser auf Friedhof in München entdeckt +++

Auf einem Friedhof in München haben Passanten einen getöteten Obdachlosen gefunden. Wie die Polizei mitteilte, wies das auf dem Friedhof im Stadtteil Maxvorstadt gefundene Opfer massive Kopfverletzungen auf.

Auf dem Friedhof sei ein 36-jähriger Rumäne angetroffen worden, der ebenfalls dem Obdachlosenmilieu zugeordnet werde, hieß es. Da sich ein Tatverdacht gegen den Mann erhärtet habe, sei er vorläufig festgenommen worden. Bei dem 55-jährigen Toten handelt es sich den Angaben zufolge ebenfalls um einen Rumänen.

+++ 01.31 Uhr: Syrische Flüchtlinge in Kroatien von Felsen erschlagen +++

Auf ihrem heimlichen Weg nach Mitteleuropa sind zwei syrische Flüchtlinge an einem Berghang in Kroatien von einem tonnenschweren Felsen erschlagen worden. Eine zwölfköpfige Flüchtlingsgruppe hatte nach Angaben der Zeitung "Jutarnji List" in der Nähe von Tomici in der Gemeinde Ogulin in einem Wäldchen an einem Berghang übernachtet, als sich die Felswand löste und auf die Migranten fiel. Die Überlebenden, einige von ihnen durch Felsbrocken verletzt, mussten erst mehrere Kilometer laufen, ehe sie in einer kleinen Siedlung Hilfe erhielten.

Die Migranten waren offenkundig aus Bosnien-Herzegowina über die grüne Grenze nach Kroatien gekommen und wollten nach Polizeiangaben in die norditalienische Hafenstadt Triest. Nach der Schließung der klassischen Balkanroute über Mazedonien weichen Migranten auf ihrem Weg nach Mitteleuropa zunehmend auf die schwierigere Strecke über Albanien, Südserbien und Bosnien-Herzegowina aus.

+++ 01.19 Uhr: Offenbar Einreisesperre für Sami A. verhängt +++

Der juristische Streit um die Abschiebung des mutmaßlichen Islamisten Sami A. nimmt offenbar eine neue Wendung. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise in Nordrhein-Westfalen, dass gegen den Tunesier eine Wiedereinreisesperre verhängt worden sei.

Demnach hat das zuständige Ausländeramt Bochum über das Landeskriminalamt NRW den mutmaßlichen Ex-Leibwächter des langjährigen Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden national wie auch für die europäischen Schengenstaaten zur sogenannten Einreiseverweigerung ausschreiben lassen. Folglich werde der abgeschobene Tunesier im Schengener Informationssystem für die Sicherheitsbehörden (SIS) als unerwünschte Person gelistet.

Der zuletzt in Bochum lebende A. war Mitte Juli nach Tunesien abgeschoben worden. Einen Tag vor der Abschiebung hatte das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen ein Abschiebeverbot verhängt, weil dem von den deutschen Behörden als islamistischer Gefährder eingestuften Tunesier in seiner Heimat Folter drohe. Diese Entscheidung lag den Behörden beim Abflug der Maschine mit A. aber nicht vor. Das Verwaltungsgericht forderte daraufhin, A. nach Deutschland zurückzuholen.

kng AFP DPA

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