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News des Tages: May macht Moskau im Skripal-Fall verantwortlich und stellt Ultimatum

May stellt Moskau Ultimatum bis Dienstagabend zu Erklärung für Giftanschlag auf Skripal +++ Touristenorte in Südtirol nur über Notweg erreichbar +++ Union und SPD haben Koalitionsvertrag unterzeichnet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Mitglieder der Spurensicherung stehen in Schutzkleidung in der Nähe des Tatorts im Fall Skripal

Mitglieder der Spurensicherung stehen in Schutzkleidung in der Nähe des Tatorts im Fall Skripal

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • May macht Moskau für Anschlag auf Ex-Spion Skripal verantwortlich (18.25 Uhr)
  • Verdächtiges Paket im britischen Parlament aufgetaucht (16.15 Uhr)
  • GroKo steht: Union und SPD unterzeichnen Koalitionsvertrag (14.25 Uhr)
  • Fall Keira: Staatsanwalt beantragt Haftbefehl (13.20 Uhr)
  • Griechenland bricht Fußball-Meisterschaft ab (13.10 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.53 Uhr: Russland nennt Mays Äußerungen zu Skripal-Anschlag lächerlich +++

Russland hat die Äußerungen der britischen Premierministerin Theresa May über mögliche Verwicklungen im Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal als lächerlich zurückgewiesen. Es handle sich um eine politische Kampagne, um die Beziehungen zwischen Moskau und London zu diskreditieren, teilte das russische Außenministerium nach Angaben der Agentur Interfax mit. "Das ist eine Zirkus-Nummer im britischen Parlament", sagte die Sprecherin Maria Sacharowa.

+++ 19.54 Uhr: May stellt Moskau Ultimatum zu Erklärung für Giftanschlag +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat Russland ein Ultimatum für eine Erklärung zum Fall des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal gestellt. May bezeichnete es als "höchst wahrscheinlich", dass Russland für den Anschlag auf Skripal und seine Tochter Julia verantwortlich sei. Bis Dienstagabend müsse sich Moskau gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) erklären.
Der Anschlag sei mit einer Sorte Nervengift ausgeführt worden, die in Russland entwickelt worden sei, sagte May in einer Rede vor dem britischen Unterhaus. Das verwendete Gift sei "von militärischer Qualität".

+++ 19.52 Uhr: Putin weist Anschuldigungen aus Großbritannien im Fall Skripal zurück +++

Im Fall des in Großbritannien vergifteten russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat der Kremlchef Wladimir Putin Anschuldigungen gegen Moskau entschieden zurückgewiesen.
"Klären Sie die Angelegenheit erst einmal bei sich, dann werden wir das mit Ihnen besprechen", sagte Putin im südrussischen Krasnodar.

Damit antwortete er der Agentur Interfax zufolge auf die Frage eines britischen Reporters, ob Russland für den Anschlag auf Skripal verantwortlich sei. Zuvor hatte Putins Sprecher Dmitri Peskow bekräftigt, der Vorfall habe sich auf britischem Gebiet ereignet und Russland habe damit nichts zu tun.

+++ 18.48 Uhr: Früherer SS-Buchhalter Oskar Gröning ist tot +++

Der wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen verurteilte frühere SS-Buchhalter Oskar Gröning ist nach Informationen des "Spiegel" tot. Wie "Spiegel Online" berichtete, starb er im Alter von 96 Jahren bereits am Freitag. Gröning war zu vier Jahren Haft verurteilt worden, ein Gnadengesuch wurde im Januar vom Oberstaatsanwalt Lüneburg abgelehnt.  

+++ 18.25 Uhr: May macht Moskau wohl für Anschlag auf Ex-Spion Skripal verantwortlich +++ 

Die britische Premierministerin Theresa May hat Russland vorgeworfen, hinter dem Anschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal zu stecken. "Es ist hoch wahrscheinlich, dass Russland verantwortlich ist", sagte sie. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand gebe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder stecke der russische Staat direkt hinter den Anschlag oder die Nation habe die Kontrolle über das Nervengift verloren und es sei in die Hände von Dritten gelangt.

+++ 17.41 Uhr: Russischer Theatermacher Oleg Tabakow gestorben +++

Der renommierte russische Theatermacher Oleg Tabakow ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Er sei in der russischen Hauptstadt einer schweren Krankheit erlegen, teilte das Moskauer Tschechow-Künstlertheater, das Tabakow jahrelang leitete, mit. Er zählte zu den bekanntesten russischen und sowjetischen Schauspielern und Theater-Intendanten und spielte auch in mehr als 100 Filmen mit. Mehrfach wurde der Künstler ausgezeichnet. Tabakow hatte unter anderem in Köln und Berlin Stücke inszeniert.

+++ 17.31 Uhr: Zweiter Toter nach Paket-Explosionen in Austin +++

Myteriöse Todesfälle im texanischen Austin: Innerhalb weniger Tage sind in der US-Großstadt Austin zwei Menschen bei Explosionen von Paketen ums Leben gekommen. Nachdem bereits nach einem Vorfall am 2. März ein Mann gestorben war, gab es einen weiteren Toten bei einer Explosion. Man glaube, dass es sich bei dem Opfer um einen 17-jährigen Jugendlichen handele, sagte der Polizeichef der Stadt, Brian Manley, auf einer Pressekonferenz. Das Paket sei vermutlich vor der Haustür abgelegt worden. Als es hineingetragen und geöffnet wurde, sei es explodiert. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden. Die Ermittler stufen beide Fälle als Mord ein. Laut Polizei gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen. Das Motiv sei aber unklar.

+++ 17.16 Uhr: Video-Schiedsrichter bei Fußball-WM nicht von Deutschland aus +++

Sollte das FIFA-Council wie erwartet den Einsatz von Video-Schiedsrichtern bei der Fußball-Weltmeisterschaft erlauben, sollen die Referee-Assistenten in Russland die Spiele verfolgen. Dies bestätigte der Fußball-Weltverband auf Anfrage. In einem Radiobeitrag aus Kolumbien war zuvor unter Berufung auf eine Äußerung des kolumbianischen Schiedsrichter-Funktionärs Oscar Ruiz behauptet worden, dass die Video-Assistant-Referees (VAR) von Deutschland aus die Entscheidungen der WM-Schiedsrichter kontrollieren sollten.

+++ 16.48 Uhr: Südtiroler Touristenorte nur über Notweg zu erreichen +++

Ein Felssturz macht die Reise ins Tiroler Skigebiet Serfaus mühseliger als sonst. Die drei Orte Serfaus, Fiss und Ladis, in denen aktuell nach Angaben des Landes etwa 12.000 Touristen Urlaub machen, sind für einige Tage nur über einen Notweg erreichbar. Diese gut ausgebaute Forststraße sei für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen geeignet, sagte ein Sprecher des Landes Tirol. Der Verkehr werde blockweise im Halbstunden-Takt abgefertigt. Zuvor war die Landesstraße L19 wegen eines Steinschlags und akuter Hangrutschgefahr gesperrt worden. Die Dauer der Sperre ist noch nicht absehbar. Nach Erkenntnissen der Geologen drohen weitere 5000 Kubikmeter Gestein abzustürzen. Am Freitag soll als Ersatz die L286, die nach einem Felssturz seit 24. Januar gesperrt ist, wieder geöffnet werden.

+++ 16.38 Uhr: 25 Tote durch IS-Anschläge in Irak +++

Auch nach dem von der irakischen Regierung verkündeten Sieg über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) setzen die Extremisten ihre Attacken fort: Seit Sonntag wurden im Norden des Irak mindestens 25 Zivilisten bei IS-Angriffen getötet, teilten Behördenvertreter mit. In der Provinz Kirkuk hätten IS-Kämpfer an einer Hauptstraße 15 Menschen getötet, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Der Angriff ereignete sich in der Nähe von Amerli, rund 200 Kilometer von der Hauptstadt Bagdad entfernt. Den Angaben zufolge errichteten die Bewaffneten an der Straße einen falschen Kontrollposten. Bei einem weiteren Angriff in der Provinz Kirkuk seien drei Menschen getötet worden, die in einem Auto nahe der weiter nördlich gelegenen Stadt Dakuk unterwegs waren, sagte der Polizist weiter. In einem Dorf in der Provinz Niniwe töteten Bewaffnete nach Angaben des örtlichen Behördenvertreters Ali al-Hamdi sieben Menschen, darunter den Bürgermeister und zwei seiner Kinder. Die Angreifer hätten Militäruniformen getragen. Hamdi machte den IS für die Tat verantwortlich. Mitglieder der Miliz hätten sich in die nahe gelegene Wüste zurückgezogen und würden von dort aus Ortschaften angreifen. Die irakische Regierung hatte im Dezember den Sieg über die IS-Miliz verkündet. 

+++ 16.30 Uhr: Eisbrücke am Gletscher Perito Moreno in Argentinien eingebrochen +++

Die Front des Gletschers Perito Moreno in Patagonien ist in der Nacht zum Montag heruntergebrochen. Die Wassermassen des Flusses Brazo Rico, die aus dem See Lago Argentino strömen, hatten zuvor Tunnel in die Gletscherzunge des Perito Moreno gegraben. Alle zwei bis sechs Jahre stürzt die Front des Gletschers im Süden Argentiniens auf Grund des hohen Wasserdrucks hinab. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren bildeten sich dieses Mal sogar zwei Tunnel, die nacheinander einbrachen. Normalerweise verfolgen zahlreiche Zuschauer das Spektakel. In der Nacht befanden sich auf Grund der Richtlinien des Nationalparks Los Glaciares jedoch keine Menschen mehr in der Nähe des Gletschers. Der Kollaps der Gletscherfront fand seit 2004 bereits zum sechsten Mal statt. Zuletzt brachen im Jahr 2016 riesige Eismassen des Gletschers ab. Der Perito Moreno gehört zum Unesco-Weltnaturerbe. Er ist ein wachsender Land-Gletscher, von denen es auf der Welt nur noch wenige gibt.

Gletscher Perito Moreno Argentinien - Die Eisbrücke ist wieder einmal eingesürzt

Vorher, nachher: Die Eisbrücke, die am Gletscher Perito Moreno in Argentinien immer wieder entsteht, ist in der Nacht nach zwei Jahren eingestürut.

AFP


+++ 16.15 Uhr: Verdächtiges Paket im britischen Parlament - zwei Personen in der Klinik +++

Nach dem Fund eines "verdächtigen Pakets" im britischen Parlament sind zwei Menschen "vorsorglich" ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das teilte die Polizei in London mit. Die britische Premierministerin Theresa May wollte am Nachmittag vor dem Parlament eine Rede zum Giftanschlag auf einen ehemaligen russischen Doppelagenten halten. Experten seien vor Ort, um den Inhalt des Pakets zu analysieren, hieß es in einer Erklärung von Scotland Yard. Laut einer ersten Stellungnahme, erwies sich eine Substanz in dem Paket als "nicht gefährlich". Ein Mann und eine Frau würden im Krankenhaus untersucht. Mays Rede war für 17.30 Uhr MEZ angesetzt. Vor den Abgeordneten könnte die Premierministerin britischen Medienberichten zufolge eine Verwicklung Russlands in den Vorfall bekannt geben. Der Russe Skripal und seine Tochter waren am 4. März in Salisbury südwestlich von London bewusstlos auf einer Bank aufgefunden worden. Den britischen Strafverfolgungsbehörden zufolge wurden sie Opfer eines Mordversuch mit einem Nervengift.

+++ 15.51 Uhr: Syrien: Wohl mindestens 350.000 Tote seit Kriegsausbruch +++

Im syrischen Bürgerkrieg sind seit Ausbruch des Konflikts vor fast sieben Jahren Aktivisten zufolge mehr als 350.000 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien mehr als 105.000 Zivilisten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Enthalten in diesen Zahlen sind demnach nur Opfer, deren Tod belegt ist. Die tatsächliche Zahl der Toten sei deutlich höher und liege Schätzungen zufolge bei mehr als 500.000.

Am 15. März 2011 hatte es Demonstrationen in der Hauptstadt Damaskus und anderenorts gegeben und die Spannungen waren schnell eskaliert. Dieser Tag wird symbolisch als Beginn des Syrienkrieges genommen. UN-Sondervermittler Staffan de Mistura hatte im April 2016 von mehr als 400.000 Toten in dem Konflikt gesprochen. Die Menschenrechtsbeobachter sitzen in England und stützen sich bei ihren Angaben auf Aktivisten vor Ort. Ihre Informationen gelten als zuverlässig.

+++ 15.34 Uhr: Aktivisten: Hunderte wollen vor türkischer Armee aus Afrin fliehen +++

Angesichts des Vormarschs der türkischen Streitkräfte im Nordwestens Syriens versuchen nach Angaben von Aktivisten hunderte Zivilisten aus der Stadt Afrin zu fliehen. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, fanden bereits rund 2000 Zivilisten Zuflucht im Nachbarort Nubul. Hunderte weitere versuchten derzeit, wegen des drohenden Angriffs der türkischen Armee aus Afrin zu fliehen.

+++ 15.30 Uhr: Antrittsbesuch: Merkel will bald nach Paris reisen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant nach ihrer Wiederwahl einen raschen Antrittsbesuch in Paris. Bei einer Pressekonferenz in Berlin sagte Merkel, sie werde noch vor dem EU-Gipfel am 22. und 23. März mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammenkommen. "Da werden wir auch diesen Europäischen Rat vorbereiten." Auch der designierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) werde "sehr schnell" nach Paris reisen.

Bei den Gesprächen werde es um Reformvorschläge für die Europäische Union gehen, sagte die Kanzlerin. "Es wäre sicherlich zu viel, jetzt jede Facette der Eurozone der nächsten 20 Jahre schon ausbuchstabiert zu haben. Aber da wird sich einiges klären, was wir uns als nächste Etappe vorstellen können." Auch bei der Verzahnung der Migrations- und der Verteidigungspolitik wollten Deutschland und Frankreich "wesentliche Elemente" voranbringen.

+++ 15.24 Uhr: Ost-Ghuta: Uno dringt auf Evakuierung von mehr als tausend Kranken +++

Die Vereinten Nationen fordern rasche Hilfe für die schwerkranken Bewohner in der umkämpften syrischen Region Ost-Ghuta. "Mehr als tausend Menschen müssen aus medizinischen Gründen dringend aus der Rebellen-Enklave evakuiert werden", sagte die Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitäter Hilfe (Ocha), Linda Tom, in Damaskus. Hauptsächlich gehe es um Frauen und Kinder.

Seit dem Beginn der Offensive syrischer Regierungstruppen auf Ost-Ghuta vor rund drei Wochen sind in der Region östlich von Damaskus nach Angaben von Aktivisten mehr als tausend Zivilisten getötet worden, darunter mehr als 200 Kinder. Die humanitäre Lage ist katastrophal, es fehlt an Medikamenten und Lebensmitteln. Hilfslieferungen gelangen nur schwer in das umkämpfte Gebiet. 

+++ 14.51 Uhr: HSV bestätigt Trennung von Hollerbach +++

Der Hamburger SV hat seinen Trainer Bernd Hollerbach freigestellt. Wie der norddeutsche Fußball-Bundesligist bestätigte, übernimmt der bisherige U21-Trainer Christian Titz beim abstiegsbedrohten HSV bis zum Saisonende Hollerbachs Aufgaben. Zuerst hatte die "Sport Bild" über die Personalveränderungen berichtet.

+++ 14.42 Uhr: Nach Bruchlandung in Kathmandu: Zahl der Todesopfer steigt +++

Die Zahl der Todesopfer nach der Bruchlandung einer Passagiermaschine am Flughafen von Nepals Hauptstadt Kathmandu ist auf mindestens 49 gestiegen. 22 weitere Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, teilte die Polizei in dem Himalaya-Staat mit. An Bord der aus Bangladesch kommenden Maschine der Gesellschaft US-Bangla waren der Zeitung "Kathmandu Times" zufolge 71 Menschen, davon vier Besatzungsmitglieder.

Das Flugzeug sei bei der Landung nach rechts von der Landebahn abgekommen, auseinandergebrochen und in Flammen aufgegangen, teilten die Behörden mit. Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt. Die Passagieren stammten vor allem aus Nepal, aber auch aus Bangladesch und China, hieß es.

+++ 14.25 Uhr: Union und SPD haben Koalitionsvertrag unterzeichnet +++

Die Neuauflage der großen Koalition unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist besiegelt. Die Partei- und Fraktionsspitzen von Union und SPD unterzeichneten in Berlin den Anfang Februar ausgehandelten Vertrag für ihr künftiges Regierungsprogramm.

Olaf Scholz (SPD, Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU, v.l.n.r.) haben den Koalitionsvertrag unterzeichnet

Olaf Scholz (SPD, Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU, v.l.n.r.) haben den Koalitionsvertrag unterzeichnet

DPA


+++ 14.10 Uhr: Modeschöpfer Hubert de Givenchy gestorben +++

Der französische Modeschöpfer Hubert de Givenchy ist tot. Der Gründer des internationalen Mode- und Kosmetikkonzerns Givenchy starb im Alter von 91 Jahren, wie sein Lebensgefährte in Paris mitteilte. Er sei bereits am Samstag entschlafen, erklärte der Couturier Philippe Venet.

+++ 13.55 Uhr: Hessen: Ex-Finanzminister Reitz ist tot +++

Der langjährige hessische Finanzminister Heribert Reitz ist tot. Der Sozialdemokrat starb am Sonntag in seiner Geburtsstadt Limburg im Alter von 87 Jahren, wie die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden mitteilte. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte den früheren Staatsminister als hoch geschätzten Politiker.

Reitz wurde 1972 vom damaligen Ministerpräsidenten Albert Osswald als Finanzminister ins Kabinett geholt. 1982 übernahm er zudem die Leitung des Wirtschaftsministeriums. Aus Protest gegen die erste rot-grüne Zusammenarbeit in Hessen trat Reitz 1984 zurück. Kein Finanzminister im Land war den Angaben zufolge länger im Amt als er.

+++ 13.24 Uhr: Ministerium: Zahl der Asylbewerber in Deutschland rückläufig +++

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist weiter rückläufig. Im Februar 2018 wurden 11.007 Neuankömmlinge registriert, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres sank die Zahl der Asylgesuchen damit um 23,0 Prozent. Auch gegenüber dem Januar weist die Statistik für Februar einen leichten Rückgang aus: im ersten Monat diesen Jahres hatte die Zahl noch bei 12.285 gelegen.

Die neuen Flüchtlinge kamen im Februar vor allem aus Syrien (2218), Irak (1052) und Nigeria (799). Die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gestellten förmlichen Asylanträge lag im Monat Februar 2018 bei 12.490. Dazu gehörten Erst- und Folgeanträge. 

+++ 13.20 Uhr: Fall Keira: Staatsanwalt beantragt Haftbefehl +++

Nach dem gewaltsamen Tod der 14-jährigen Keira aus Berlin wird die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragen. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Der 15 Jahre alte Verdächtige sollte noch heute einem Richter vorgeführt werden, der Untersuchungshaft anordnen kann. Der Deutsche habe im Kern gestanden, seine Bekannte erstochen zu haben. Die Hintergründe seien aber weiter unklar.

+++ 13.17 Uhr: Tote in Seniorenheim: 85-jähriger Mitbewohner verdächtig +++

In einem Berliner Seniorenheim ist eine Bewohnerin getötet worden. Verdächtigt werde ein ebenfalls dort lebender Mann, teilte die Polizei in der Hauptstadt mit. Ein Pfleger entdeckte die 66-Jährige demnach in der Nacht zum Montag leblos in ihrem Zimmer.

Die Verletzungen deuteten auf eine Gewalttat hin, erklärten die Beamten. Ein 85-jähriger Bewohner des Seniorenheims im Stadtteil Gesundbrunnen stehe im Verdacht, die Frau getötet zu haben. Er sei vorläufig festgenommen worden.

+++ 13.16 Uhr: Ex- Chef der Tengelmann-Gruppe: Erivan Haub ist tot +++

Der langjährige Chef der Tengelmann-Gruppe, Erivan Haub, ist tot. Er starb bereits am 6. März unerwartet im Alter von 85 Jahren, wie Tengelmann mitteilte. Haub habe erst wenige Tage zuvor mit seiner Frau Helga die Diamantene Hochzeit auf seiner Ranch in Wyoming in den USA gefeiert. Er starb demnach in Pinedale in Wyoming.

Haub war von 1969 bis 2000 Geschäftsführer der Tengelmann-Gruppe. Dazu gehören unter anderem die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter Kik. Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann verkaufte sein Sohn Erivan Haub im vergangenen Jahr an Edeka. Haub hatte 2000 die Geschäfte an seine Söhne übertragen, saß aber noch im Unternehmensbeirat. Mit Vollendung seines 80. Geburtstags zog er sich endgültig ins Privatleben zurück, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

+++ 13.15 Uhr: Schweiz: Pädophiler hat Missbrauch gefilmt und immer wieder angesehen +++

Vor dem Mord- und Missbrauchsprozess gegen einen ehemaligen Fußballjuniorentrainer in der Schweiz hat die Staatsanwaltschaft grausige Details veröffentlicht. Der damals 33-Jährige soll vor Weihnachten 2015 in seinem Heimatort Rupperswil einen 13-Jährigen missbraucht und ihn, seinen Bruder, dessen Freundin und die Mutter der Jungen umgebracht haben. Der Mann sei pädophil und habe es auf den Jungen in seiner Nachbarschaft schon länger abgesehen gehabt, hieß es in der Anklageschrift. Er habe den Missbrauch mit dem Handy gefilmt und monatelang immer wieder angeschaut. Der Prozess gegen den nach Polizei-Angaben geständigen Mann beginnt am Dienstag in Schafisheim.

Der Fall des mutmaßlichen Vierfachmörders gehört zu den schlimmsten Gewaltverbrechen in der Schweiz.

+++ 13.10 Uhr: Nach Ausschreitungen: Griechenland bricht Fußball-Meisterschaft ab +++

Die griechische Meisterschaft ist abgebrochen worden. Das hat die Regierung in Athen nach wiederholten Ausschreitungen im griechischen Fußball angekündigt. "Dies gilt für unbestimmte Zeit", sagte der für den Sport zuständige Vizeminister Giorgos Vassiliadis nach einem Treffen mit Regierungschef Alexis Tsipras im griechischen Fernsehen. "In der nächsten Zeit wird es Treffen und Beratungen mit dem Fußballverband, den Vereinen und der Uefa geben", fügte Vassiliadis hinzu.

+++ 12.52 Uhr: Wegen Preisabsprachen: Rossmann akzeptiert 30-Millionen-Euro-Strafe nicht +++

Die Drogeriemarktkette Rossmann will die vom Oberlandesgericht Düsseldorf verhängte Geldbuße von 30 Millionen Euro wegen verbotener Preisabsprachen bei Kaffee nicht akzeptieren. Das Unternehmen teilte mit, es habe fristgemäß Rechtsbeschwerde gegen die Entscheidung beim Bundesgerichtshof eingelegt. Rossmann könne den Vorwurf illegaler Preisabsprachen nicht nachvollziehen.

Das Bundeskartellamt hatte wegen verbotener Preisabsprachen ursprünglich eine Geldbuße von 5,5 Millionen Euro gegen das Unternehmen verhängt. Dagegen hatte Rossmann Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Das Gericht gab dem Bundeskartellamt in seiner Entscheidung Ende Februar jedoch nicht nur Recht, es erhöhte den Bußgeldbescheid drastisch auf 30 Millionen Euro. 

+++ 12.39 Uhr: Sauerland: Frau stürzt aus Sessellift und verletzt sich schwer +++

Bei einer Fahrt mit einem Skilift im Sauerland ist eine junge Frau etwa zehn Meter tief auf eine schneefreie Wiese gefallen. Bei dem Unfall in Winterberg wurde die 23-Jährige am Sonntagnachmittag schwer verletzt. Nach der Erstversorgung vor Ort flogen Rettungskräfte die Frau mit einem Hubschrauber in eine Klinik, teilte die Polizei am Montag mit. Die Ermittlungen dauerten an. Der Vierer-Sessellift, aus dem die Frau aus bislang ungeklärter Ursache stürzte, führt zum Berg Kappe hinauf.

+++ 12.32 Uhr: Prozess gegen Hussein K.: Verteidiger plädiert für Therapie +++

Im Freiburger Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. hat der Pflichtverteidiger eine Therapie für den Angeklagten gefordert. Ihm müsse im Gefängnis Hilfe und Betreuung angeboten werden, sagte Verteidiger Sebastian Glathe vor dem Landgericht Freiburg. Auf eine konkrete Forderung mit Blick auf ein Strafmaß verzichtete Glathe. Rechtlich möglich sei eine Verurteilung wegen Mordes und Vergewaltigung nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht. Für das Feststellen der besonderen Schwere der Schuld oder eine Sicherungsverwahrung, wie sie von Staatsanwalt und Nebenklage gefordert werden, fehle die rechtliche Grundlage.

Das Urteil ist für den 22. März (9.30 Uhr) geplant. Hussein K., zu dessen Alter es widersprüchliche Angaben gibt, hat zugegeben, im Oktober 2016 nachts in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und vergewaltigt zu haben. Die Frau ertrank im Fluss Dreisam.

+++ 12.25 Uhr: Mindestens 39 Tote bei Absturz von Passagiermaschine in Kathmandu +++

Bei einem Flugzeugunglück auf dem Flughafen der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu sind am Montag mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. 31 Leichen seien in den Trümmern gefunden worden und acht Schwerverletzte im Krankenhaus gestorben, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Maschine mit rund 70 Menschen an Bord kam aus Bangladesch.

Die in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka gestartete Maschine der Fluggesellschaft US-Bangla hatte insgesamt 67 Passagiere sowie vier Besatzungsmitglieder an Bord, als sie auf ein Fußballfeld nahe des Flughafens von Kathmandu stürzte. Im Online-Netzwerk Facebook veröffentlichte Live-Aufnahmen zeigten dichte Rauchwolken über dem Fußballfeld nahe der Rollbahn. Der Flughafensprecher erklärte, Polizei und Feuerwehr versuchten, das Flugzeug auseinander zu schneiden, um weitere Insassen zu retten.

Bei der Unglücksmaschine handelte es sich um eine 17 Jahre alte Bombardier Dash 8 Q400 Turboprop, wie der Fluginformationsdienst Flightradar24 über den Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Der Flughafen von Kathmandu sei wegen des Absturzes geschlossen worden, Maschinen im Anflug müssten zu ihrem Start-Flughafen zurückkehren oder würden umgeleitet.

+++ 12.13 Uhr: Mehrjährige Haftstrafen im Hamburger IS-Prozess +++

Wegen der Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sind drei Syrer in Hamburg zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Gegen den mit 27 Jahren ältesten Beschuldigten verhängte der Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichtes eine Haftstrafe von sechseinhalb Jahren. Die beiden anderen zum Tatzeitpunkt minderjährigen Angeklagten wurden jeweils zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Männer im November 2015 auf Veranlassung des IS von Syrien nach Deutschland gereist waren, um sich für Anschläge bereitzuhalten. Sie seien "Schläfer" gewesen und hätten in Deutschland auf Anweisungen des IS warten sollen, sagte der Vorsitzende Richter.  

+++ 12.10 Uhr: Angeklagter: Bombenanschlag auf BVB mit Attrappen geprobt +++

Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat der Angeklagte Sergej W. ausgesagt, die Tat mit Attrappen am Teamhotel geprobt zu haben. Der Probelauf fand demnach bei einem Aufenthalt etwa einen Monat vor dem Anschlag am 11. April 2017 statt. Der in Russland geborene Angeklagte mit deutschem Pass bekräftigte am Montag vor dem Dortmunder Schwurgericht, er habe niemanden verletzen wollen. "Mein Ziel war, die Sprengsätze so sicher wie möglich zu gestalten", sagte er. Sergej W. gab zu, dass die Terrorattacken von Paris Vorbilder gewesen seien. Er steht seit Dezember vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 28-fachen Mordversuch vor.

+++ 12.02 Uhr: Marine Le Pen droht juristischer Streit um neuen Parteinamen +++

Der Front-National-Chefin Marine Le Pen droht eine juristische Auseinandersetzung wegen des neuen Parteinamens "Rassemblement National" (RN, Nationale Vereinigung). Der gaullistische Politiker Igor Kurek erklärte am Sonntagabend auf Twitter, er habe sich diesen Namen beim französischen Marken- und Patentamt schützen lassen. Die Front National werde deshalb "niemals" den neuen Namen annehmen können. Kurek warf Le Pen "Dilettantismus" vor.

Das französische Patentamt INPI schützt den Namen "RN Rassemblement National" seit 2014, wie aus Angaben auf der Webseite hervorgeht. Kurek erklärte, die RN gehöre zur "gaullistischen und republikanischen Rechten, die Front National ist rechtsextrem". Die Splitterpartei trat demnach bei den Kommunal- und Départementswahlen 2014 und 2015 gegen FN-Kandidaten an. Kurek will auch bei den Kommunalwahlen 2020 antreten.

+++ 11.50 Uhr: Fünf Tote bei Absturz von Hubschrauber in New Yorker East River +++

Beim Absturz eines Hubschraubers in den East River in New York sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Unglück am Sonntagabend (Ortszeit) habe sich der Pilot selbst befreien können, die fünf Passagiere hätten dies nicht geschafft, sagte Feuerwehrchef Daniel Nigro vor Journalisten. Zwei Menschen wurden tot geborgen, die drei übrigen Passagiere starben nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte.

Der Unfall ereignete sich kurz nach 19.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MEZ) auf Höhe der 90. Straße und des Stadtteils Upper East Side. Nach Angaben des Feuerwehrchefs waren die fünf Passagiere im Hubschrauber angeschnallt und mussten von Tauchern befreit und geborgen werden.

+++ 11.45 Uhr: Oberlandesgericht weist Zwanzigers Schadenersatz-Forderung zurück +++

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat im Zusammenhang mit dem WM-Skandal erneut eine Niederlage vor Gericht erlitten. Das Oberlandesgericht Frankfurt bestätigte am Montag ein Urteil des Landgerichts, wonach Zwanziger keinen Schadenersatz bekommt, weil ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen ihn läuft. Die Einleitung und Fortführung des Ermittlungsverfahrens stelle keine Amtspflichtverletzung dar, hieß es in einer Presseerklärung des OLG vom Montag.

+++ 11.40 Uhr: 14 Verletzte und 10 Festnahmen bei Kurdendemo in Berlin +++

Bei einer Kurden-Demonstration in Berlin gegen die türkische Militäroffensive in Syrien sind 14 Polizisten verletzt worden, 10 Demonstranten wurden vorläufig festgenommen. Diese Bilanz zog die Polizei am Montag. Gegen die vier Frauen und sechs Männer, die mittlerweile wieder auf freiem Fuß seien, wird demnach unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die bei den Auseinandersetzungen am Sonntagabend leicht verletzten Polizisten konnten ihren Dienst fortsetzen.

+++ 11.35 Uhr: AfD-Vorsitzende kritisieren "GroKo"-Vertrag scharf +++

Die AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen und Alexander Gauland haben den Koalitionsvertrag von Union und SPD scharf kritisiert. "Deutschland wird sich mit diesem Koalitionsvertrag absehbar selbst blockieren", sagte Meuthen. Die Überschrift der Vereinbarung müsse eigentlich lauten "Mehr Staat, weniger Freiheit".

Der Staat solle nach den Vorstellungen von Union und SPD alles richten, in Kernbereichen wie innerer und äußerer Sicherheit blieben die Vereinbarungen aber unbestimmt, bemängelte Meuthen. Der zentrale und einzige Erfolg der CDU scheine allein darin bestehen, dass ihre Vorsitzende Angela Merkel Kanzlerin bleibe. "Programmatisch hat sich hier die SPD durchgesetzt", sagte Meuthen. Der Vertrag ströme besonders in der Sozialpolitik den "tiefen Mief der 70er Jahre" aus. Zudem würden die "falschen Prioritäten" gesetzt.

+++ 11.08 Uhr: Drogenkurier mit 159 Kilo Haschisch erwischt +++

Mit 159 Kilogramm Haschisch im Auto ist ein Drogenkurier dem Zoll in Luxemburg ins Netz gegangen. Der Mann sei auf dem Weg von den Niederlanden nach Frankreich gewesen, teilte der Zoll mit. Das Haschisch habe er in Form von Platten im Kofferraum sowie in speziell eingebauten Verstecken im Auto transportiert. Die beschlagnahmte Ware hätte in Luxemburg einen Straßenverkaufswert von rund 1,3 Millionen Euro. Der Zoll geht davon aus, dass der Schmuggel in dieser Größenordnung in direkter Verbindung mit organisiertem Verbrechen steht. Der Kurier sei verhaftet worden.

+++ 11.05 Uhr: 14-jährige Keira erstochen - Verein trauert um Eisschnellläuferin +++

Der Sportverein der in Berlin getöteten Keira trauert um das 14-jährige Mädchen. Besonders die Umstände von Keiras Tod und ihr jugendliches Alter "machen uns fassungslos", hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite des Berliner TSC. Die Eisschnellläuferin war erstochen worden. Der mutmaßliche Täter, ein 15-jähriger Bekannter, sollte am Montag einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Die Schülerin trainierte beim TSC und war zuletzt im Januar in ihrer Altersklasse Berliner Meisterin über 1500 Meter geworden. Der Verein zeigte sich bestürzt über den Tod der Sportlerin, "gerade weil wir als Berliner TSC e.V. unseren Beitrag für einen fairen und menschlichen Umgang miteinander leisten".

+++ 11.00 Uhr: EU zeigt sich unbeeindruckt von Trumps Drohungen im Handelsstreit +++

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat sich von den Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Stahlstreit unbeeindruckt gezeigt. Der Handel werde von einigen zum "Sündenbock" für Probleme der Globalisierung gemacht, sagte Malmström in Brüssel. Er werde "als Waffe" eingesetzt, "um zu drohen und einzuschüchtern". Die EU habe aber "keine Angst". Sie werde sich "gegen Rabauken" im internationalen Handel wehren.

+++ 10.55 Uhr: Erdogan nimmt als Trauzeuge an Hochzeit von Fußballstar Turan teil +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat als Trauzeuge an der Hochzeit von Fußballstar Arda Turan teilgenommen. Erdogan und seine Frau Emine waren am Sonntag Ehrengäste bei der Heirat von Turan und seiner Partnerin Aslihan Dogan, wie die Zeitung "Hürriyet" online berichtete. Das Paar feierte in kleinem Rahmen im Bezirk Cubuklu.

Turan, der derzeit vom FC Barcelona an den Istanbuler Club Basaksehir ausgeliehen ist, ist ein entschiedener Unterstützer Erdogans. Nach dem Putschversuch im Sommer 2016 beteiligte er sich an Kundgebungen für den Staatschef. Der Mittelfeldspieler befürwortet auch den Einsatz der türkischen Armee in Nordsyrien und feierte kürzlich ein Tor mit einem militärischen Gruß. Eine größere Hochzeitsfeier lehnte er nach eigenen Angaben ab, weil sich die Türkei "im Krieg" befinde.

+++ 10.52 Uhr: Slowakischer Innenminister Kalinak nach Journalistenmord zurückgetreten +++

Nach der Ermordung des Journalisten Jan Kuciak in der Slowakei hat Innenminister Robert Kalinak seinen Rücktritt erklärt. Er lege sein Amt als Minister und auch als stellvertretender Regierungschef nieder, erklärte Kalinak in Bratislava. Sein Rücktritt war von Demonstranten, der Opposition und Teilen der Regierungskoalition gefordert worden und könnte der Regierung von Robert Fico das Überleben sichern.

+++ 10.47 Uhr: Mordfall Freiburg - Nebenkläger fordert Erwachsenenstrafrecht +++

Im Freiburger Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. hat der Vertreter der Nebenklage eine Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht gefordert. Der Angeklagte sei mindestens 22 Jahre alt, sagte Rechtsanwalt Bernhard Kramer am Montag vor dem Landgericht Freiburg. Dies habe die Beweisaufnahme ergeben.
Jugendstrafrecht, das in der Regel geringere Strafen zur Folge habe, sei somit ausgeschlossen. Zudem schloss sich Kramer, der in dem Prozess die Eltern der Getöteten vertritt, der Forderung des Staatsanwaltes an. Der Verteidiger plädiert im Laufe des Vormittags. Das Urteil ist für den 22. März geplant.

+++ 10.45 Uhr: Passagiermaschine beim Landeanflug nahe Kathmandu abgestürzt +++

Eine Passagiermaschine aus Bangladesch ist in der Nähe des Flughafens von Kathmandu abgestürzt. Die Maschine sei beim Landeanflug abgestürzt und habe Feuer gefangen, sagte ein Sprecher des nepalesischen Hauptstadtflughafens der Nachrichtenagentur AFP. Rettungsteams seien im Einsatz, um den Brand zu löschen und die Passagiere zu bergen. 17 Passagiere seien verletzt worden, möglicherweise habe es auch Tote gegeben, meldete die "Kathmandu Times" unter Berufung auf die Behörden.

+++ 10.40 Uhr: Drei Kinder sterben bei Hausbrand in Tschechien +++

Beim Brand eines Hauses in Tschechien sind drei Kinder ums Leben gekommen. Vier Erwachsene seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Einsatzkräfte der Agentur CTK. Bei den Kindern im Alter von einem Jahr, drei und neun Jahren seien alle Wiederbelebungsversuche erfolglos geblieben. Zwei Notarztwagen und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

Der Brand war nach Angaben der Feuerwehr am frühen Morgen ausgebrochen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war bereits das ganze Gebäude verraucht. Die Löscharbeiten dauerten rund zweieinhalb Stunden. Die Ursache muss erst noch ermittelt werden. Ein Gutachter soll die Elektroinstallation überprüfen.

+++ 10.20 Uhr: Neuauflage von Kölner Raser-Prozess beginnt mit Entschuldigungen +++

Mit Entschuldigungen der beiden Angeklagten hat der Revisionsprozess um einen tödlichen Unfall bei einem illegalen Autorennen in Köln begonnen. "Ich bitte Sie vielmals um Verzeihung für das, was ich Ihnen und Ihrer Familie angetan habe", sagte einer der beiden Raser in Richtung der Eltern und des Bruders des Opfers, die den Prozess vor dem Kölner Landgericht als Nebenkläger verfolgen. Die heute 24 und 25 Jahre alten Männer waren im ersten Prozess wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) beanstandete die Aussetzung zur Bewährung und hob das Urteil teilweise auf.

Die Angeklagten räumten erneut ein, verantwortlich für den Tod der jungen Radfahrerin zu sein. Die türkischstämmigen Männer hatten sich im April 2015 ein Rennen geliefert. Einer von ihnen verlor die Kontrolle über seinen Wagen und rammte die Studentin.

+++ 10.10 Uhr: Millionen von Mietern müssen mit höheren Heizkosten rechnen +++

Millionen von Mietern müssen wegen der gestiegenen Ölpreise mit hohen Heizkosten-Nachforderungen rechnen. Der Mieterbund geht davon aus, dass die Heizkosten in ölbeheizten Wohnungen 2017 gegenüber dem Vorjahr um etwa 14 Prozent gestiegen sind, wie Geschäftsführer Ulrich Ropertz dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagte. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung erhöhen sich damit die Heizkosten im Schnitt um 93 Euro auf 758 Euro im Jahr. Mehr als zehn Millionen Wohnungen in Deutschland werden mit Öl beheizt, das ist rund ein Viertel des gesamten Bestandes. Wer seine Wohnung mit Erdgas heizt oder Fernwärme nutzt, kann laut Mieterbund mit weitgehend stabilen Kosten rechnen. 

+++ 10.00 Uhr: May beruft Krisentreffen im Fall des Agenten Skripal ein +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat eine Krisensitzung des Nationalen Sicherheitsrats zum Fall des vergifteten russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal einberufen. Dort werden die neuesten Informationen zu dem mysteriösen Fall präsentiert. Das Treffen beginne um 12 Uhr (MEZ), bestätigte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur in London.

Sollte sich herausstellen, dass Moskau hinter der Tat steckt, könnte May britischen Medien zufolge möglicherweise schon direkt nach dem Treffen Sanktionen verkünden. Denkbar seien die Ausweisung von Diplomaten und finanzielle Maßnahmen gegen Oligarchen mit Immobilienbesitz in London aus dem Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Premierministerin hatte bereits damit gedroht, keine Regierungsvertreter zur Fußballweltmeisterschaft im Sommer nach Russland zu schicken.  

+++ 9.45 Uhr: Skandal um Beziehung zu Ultranationalisten belastet Japans Premier +++

In Japan setzt ein Skandal um Vetternwirtschaft im Zusammenhang mit einem ultranationalistischen Schulbetreiber Japans Regierung zunehmend unter Druck. Das Finanzministerium gab zu, Dokumente bezüglich des Verkaufs eines staatlichen Grundstücks deutlich unter Wert an den Schulbetreiber geändert zu haben. Hinweise auf die mutmaßliche Verwicklung der Frau von Regierungschef Shinzo Abe, Akie Abe, wurden laut Medien gestrichen. Akie Abe unterstützte die ultranationalistische Erziehungspolitik des Schulbetreibers. Der rechtskonservative Abe hat wiederholt beteuert, er und seine Frau hätten nichts mit dem Immobiliengeschäft zu tun. Finanzminister Taro Aso lehnt Forderungen nach einem Rücktritt bislang ab.

+++ 9.25 Uhr: Amphibienfahrzeug versinkt in Ems +++

Eigentlich sollen Amphibienfahrzeuge an Land und im Wasser fahren können. Im Emsland ist trotzdem einer dieser Spezialwagen gesunken. Der Fahrer fuhr mit dem Fahrzeug in Emsbüren in die Ems, doch wegen der starken Strömung trieb der Wagen ab, wie die Polizei mitteilte. Ans Land zurückfahren ging nicht, weil die Uferböschung zu steil war. Der Wagen lief voll Wasser und sank. Der Fahrer und die drei anderen Insassen - ein Erwachsener und zwei Kinder - konnten sich selbst befreien. Die Feuerwehr und Taucher bargen das untergegangene Fahrzeug.

+++ 9.20 Uhr: Schutzweste rettet Soldaten bei Messer-Angriff vor Botschaft +++

Bei der Messerattacke auf einen Wachsoldaten vor der iranischen Botschaft in Wien hat nach Polizeiangaben eine Stichschutzweste dem Angegriffenen das Leben gerettet. "Auf der Weste sind mehrere Einstiche zu sehen. Ohne diesen Schutz wäre er tot gewesen, hundertprozentig", sagte ein Polizeisprecher. Der 23 Jahre alte Bundesheersoldat hatte nach dem vergeblichen Einsatz von Pfefferspray den Angreifer in der Nacht zum Montag mit mindestens vier Schüssen getötet. Beim Täter handelt es sich den Angaben zufolge um einen 26-jährigen Mann mit österreichischer Staatsbürgerschaft und Wohnsitz in Wien.

Rätselraten herrscht weiter über die Beweggründe für die Attacke. "Die Hintergründe der Tat sowie das Tatmotiv sind zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar und Gegenstand intensiver Ermittlungen durch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung", so der Sprecher weiter. Weder ein terroristischer Hintergrund noch sonstige Motive oder psychische Probleme könnten ausgeschlossen werden.

+++ 9.11 Uhr: Thüringer Jurist Hirte wird Ostbeauftragter der Bundesregierung +++

Der aus Thüringen stammende Jurist und CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte wird Ostbeauftragter der Bundesregierung. Entsprechende Informationen der "Thüringer Allgemeinen" und des MDR wurden der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Hirte arbeitet künftig als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. In den vergangenen Monaten hatte es zum Teil heftige Diskussionen gegeben, wie der Osten Deutschlands in einer künftigen Bundesregierung vertreten sein wird.

+++ 8.55 Uhr: Schwere Regierungskrise in Israel - Neuwahl möglich +++

Israels rechts-religiöse Regierung ist im Streit um die Wehrpflicht für ultra-orthodoxe Männer in eine schwere Krise geraten. Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, wird mit einer Neuwahl gerechnet. Die Partei von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, Israel Beitenu, droht nach Medienberichten vom Montag mit einem Ausscheiden aus der Koalition, falls ein Gesetz gebilligt wird, das Strengreligiöse von der Wehrpflicht befreit.

Netanjahus Koalition verfügt über eine Mehrheit von 66 der 120 Sitze im Parlament. Netanjahus rechtsorientierter Likud war aus der Wahl im März 2015 als stärkste Fraktion hervorgegangen. Regulär steht eine Parlamentswahl erst im November 2019 an. 

+++ 8.50 Uhr: Sieben tote Zivilisten nach Raketenbeschuss in Ostafghanistan +++

In der ostafghanischen Provinz Nangarhar sind beim Beschuss eines Privatautos mit einer Rakete mindestens sieben Zivilisten ums Leben gekommen. Das sagte Provinzsprecher Attaullah Chogiani. Unter den Opfern seien drei Kinder und Frauen. Ein Talibankämpfer habe am Sonntagabend versucht, den Wagen anzuhalten, aber der sei weitergefahren. Daraufhin hätten seine Kameraden, die in der Nähe auf einem Hügel Stellung bezogen hatten, die Rakete abgefeuert. Sie hätten dabei auch ihren Kameraden getroffen und getötet. Die Passagiere seien unterwegs zu einem Begräbnis gewesen.

+++ 8.45 Uhr: Messerattacke im Pflegeheim: Polizei sucht mit Foto nach Verdächtiger +++

Nach einer Messerattacke auf eine 93-Jährige in einem Hamburger Pflegeheim fahndet die Polizei öffentlich mit Bildern aus einer Überwachungskamera nach einer Verdächtigen. Die Seniorin war am Samstag in dem Heim niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizeiangaben hatte sie nach der Tat noch einen Notrufmelder betätigen können. Eine herbeigeeilte Pflegekraft der Einrichtung habe die Frau dann auf dem Fußboden ihres Wohnzimmers gefunden. Die Heimbewohnerin habe noch angeben können, überfallen worden zu sein. Sie sei mit schweren Stichverletzungen im Oberkörper in ein Krankenhaus gekommen.

Das Foto soll die Verdächtige zeigen

Das Foto soll die Verdächtige zeigen

+++ 7.44 Uhr: Zahl der Toten nach Hubschrauberunglück in New York auf fünf gestiegen +++

Beim Absturz eines Hubschraubers über dem East River in New York sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Dies meldete der Sender Sky News unter Berufung auf einen Sprecher der New Yorker Polizei. Zunächst war von zwei toten Passagieren und drei weiteren in Lebensgefahr die Rede gewesen. Der Pilot konnte sich selbst rechtzeitig befreien.

Die fünf Passagiere, die von Rettungstauchern geborgen wurden, hatten die Maschine am Sonntag offiziellen Angaben zufolge für ein privates Foto-Shooting gechartert. Die Absturzursache ist noch nicht klar.


+++ 6.17 Uhr: Schauspieler Siegfried Rauch gestorben +++

Der Schauspieler Siegfried Rauch ("Das Traumschiff"/85) ist bei einem Treppensturz in seinem Wohnort Untersöchering südlich von München tödlich verunglückt. Das bestätigte die Polizei in Penzberg. Zuvor hatten auch das ZDF sowie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Radio Oberland den Tod Rauchs gemeldet.

+++ 3.43 Uhr: Wahl in Kolumbien: Rechtskonservative liegen vorn +++

Nach der Parlamentswahl in Kolumbien liegen die rechtskonservativen Hardliner Teilergebnissen zufolge in Führung. Allerdings verpassten die rechten Kräfte um den ehemaligen Staatschef Alvaro Uribe offenbar die Mehrheit, wie nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen mitgeteilt wurde. Im Senat erhielt Uribes Demokratisches Zentrum demnach 19 Sitze im Senat und 33 im Abgeordnetenhaus. Aber auch die Parteien der Linken und politischen Mitte schnitten demnach stark ab.
Die rechtskonservativen Hardliner lehnen das Friedensabkommen zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen von 2016 entschieden ab. Es war die erste nationale Wahl in 50 Jahren ohne militärischen Konflikt mit der Guerilla. Mehr als 36 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, für die kommenden vier Jahre die 280 Parlamentarier in den beiden Kammern des neuen Kongresses zu bestimmen.

+++ 2.18 Uhr: Schärfere Waffengesetze: Trump rudert zurück +++

US-Präsident Donald Trump ist von seinem Vorschlag abgerückt, das Mindestalter für bestimmte Waffenkäufe von 18 auf 21 Jahre zu erhöhen. Das Weiße Haus legte ein Programm zur Schulsicherheit vor, das keine Initiative dieser Art als Konsequenz aus dem Schulmassaker in Florida vor einem Monat vorsieht. Stattdessen setzt Trump eine Kommission ein, die prüfen soll, ob diese und andere Maßnahmen auf Bundesebene Sinn machen würden.

Insgesamt sieht das Bündel an Vorschlägen und Initiativen keine wesentlichen Änderungen geltender Waffengesetze vor. Auf der anderen Seite will das Weiße Haus aber Bundesstaaten bei Bestrebungen unterstützen, Lehrer und anderes Schulpersonal auf freiwilliger Basis zu bewaffnen und dazu "gründlich" im Umgang mit Waffen zu schulen.

+++ 2.09 Uhr: New York: Helikopter über East River abgestürzt +++

Beim Absturz eines Hubschraubers über dem East River in New York sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.
Mindestens ein Insasse habe den Absturz überlebt, teilte der Sprecher von Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter mit. Der Helikopter sei zwischen den Stadtteilen Manhattan und Queens in den Fluss gestürzt, berichteten Polizei und Feuerwehr.

Laut einem Bericht der "New York Times" befanden sich mindestens fünf Menschen an Bord, anderen Medien zufolge waren es insgesamt sechs Insassen.

Bei dem Hubschrauberabsturz in New York starben mindestens fünf Menschen

Bei dem Hubschrauberabsturz in New York starben mindestens fünf Menschen

DPA

+++ 1.44 Uhr: Soldat erschießt Messerangreifer in Wien +++

Ein österreichischer Soldat hat vor der iranischen Residenz in Wien einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen.
Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann habe den Soldaten des österreichischen Bundesheeres zuvor mit dem Messer angegriffen. Bei dem mutmaßlichen Angreifer handelte es sich demnach um einen 26 Jahre alten österreichischen Staatsbürger. Er sei ohne Vorwarnung auf den Wachposten vor der Residenz des iranischen Botschafters losgegangen, sagte Polizeisprecher Harald Sörös.

Der Wachposten, der alleine im Dienst gewesen sei, habe zunächst vergeblich Pfefferspray eingesetzt. Es sei zu einem kurzen Gerangel gekommen, berichtete der Sprecher. Der Soldat habe vier Schüsse abgegeben und den Angreifer lebensgefährlich verletzt. Dieser sei am Tatort verstorben. Zu den Hintergründen der Tat konnte der Sprecher zunächst nichts sagen.

+++ 0.24 Uhr: Sicherheitsbehörden haben Kurdenproteste im Blick +++

Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern sind über Aufrufe kurdischer Initiativen informiert, die für diesen Montag zu möglicherweise gewaltsamen Protesten gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien mobilisieren. "Die örtlich zuständigen Behörden beobachten die Situation und treffen falls erforderlich notwendige Vorkehrungen", teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin mit. "Die bisherige Sicherheitsbewertung ändert sich nicht."

In den Aufrufen im Internet war unter anderem davon die Rede, dass man "den Krieg auf Europas Straßen tragen" wolle. Bereits am Wochenende hatte es in zahlreichen Städten Proteste gegeben, die jedoch weitgehend friedlich blieben.

+++ 0.11 Uhr: Weltweiter Waffenhandel nimmt zu +++

Der weltweite Handel mit Großwaffen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Wie das in Stockholm ansässige Friedensforschungsinstitut Sipri bekanntgab, wurden im Zeitraum 2013 bis 2017 insgesamt zehn Prozent mehr solcher Waffen verkauft als im Fünf-Jahres-Zeitraum davor. Deutschland steht auf Platz vier der fünf größten Exporteure, hinter den USA, Russland und Frankreich und vor China. Größter Importeur ist Indien, gefolgt von Saudi-Arabien und Ägypten.

74 Prozent der Exporte zwischen 2013 und 2017 gehen dem Sipri-Bericht zufolge auf das Konto der fünf Haupt-Waffenexporteure. Mit Abstand der größte Waffenlieferant sind weiterhin die USA, die allein einen Anteil von 34 Prozent halten. Dabei ist der Abstand zwischen den USA und Russland immens: Die Exporte der USA übertreffen die Russlands um 58 Prozent.
Auch Deutschlands Exporte gingen im Berichtszeitraum um 14 Prozent zurück. Ein deutlicher Zuwachs war laut Sipri bei deutschen Lieferungen nach Nahost zu verzeichnen.

+++ 0.08 Uhr: Türkischer Privatjet im Iran abgestürzt +++

Ein türkisches Privatflugzeug mit elf Menschen an Bord ist Medienberichten zufolge im Süden des Iran abgestürzt. Bei den Insassen handelte es sich demnach ausschließlich um Frauen, wie mehrere türkische Fernsehsender und die Zeitung "Hürriyet" berichteten. Die Maschine kam aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und war auf dem Weg in die Türkei. Zur Absturzursache wurde zunächst nichts bekannt. Die Frauen waren offenbar zu einem sogenannten Junggesellinnen-Abschied in Dubai.

Nach Angaben türkischer und iranischer Behördenvertreter waren drei Crew-Mitglieder und acht Passagiere an Bord. Die Maschine startete demnach im Emirat Schardschah und war auf dem Weg nach Istanbul. Sie sei in der bergigen und abgelegenen Region Bachtiari in der Provinz Schahar Mahall rund 400 Kilometer südlich von Teheran abgestürzt.

+++ 0.06 Uhr: Chaos beim Spitzenspiel in griechischer Fußball-Liga +++

Das griechische Derby zwischen Paok Saloniki und AEK Athen ist in der 89. Minute abgebrochen worden. Der Schiedsrichter hatte kurz zuvor ein Tor von Paok wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Daraufhin stürmte der Besitzer und Präsident von Paok Saloniki, Iwan Savvidis, auf das Spielfeld und bedrohte Schiedsrichter und Gegner, wie das griechische Pay-TV (NOVA) zeigte. Das Staatsfernsehen (ERT) und mehrere Nachrichtenportale zeigten zudem Bilder des Clubchefs, der eine Pistole an seinem Gürtel trug, als er auf den Platz rannte. Der Schiedsrichter und seine Assistenten flüchteten in die Kabinen. Mehr als zwei Stunden nach Abbruch des Spiels änderte der Referee nach Medienberichten seine Meinung und erklärte den Kapitänen der beiden Teams in den Kabinen, das Tor zähle doch.

Die Mannschaft von AEK weigerte sich daraufhin, für die restlichen zu spielenden Minuten der Nachspielzeit auf das Feld zurückzukehren. Der Fall muss nun von der griechischen Sportjustiz geklärt werden. AEK Athen führte bis zu diesem Spiel die Tabelle mit 54 Punkten und zwei Zählern Vorsprung auf Paok an. 

+++ 0.02 Uhr: Hollerbach beim HSV offenbar vor dem Aus +++

HSV-Trainer Bernd Hollerbach droht nach "Kicker"-Informationen die Beurlaubung bei dem akut abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten. Wie das Fachmagazin auf seiner Internetseite schrieb, "steht der Coach unmittelbar vor der Ablösung und soll durch U-21-Trainer Christian Titz ersetzt werden". Schon "im Laufe" des Montags könnte die Entscheidung gegen Hollerbach fallen. Ein Sprecher des Hamburger SV wollte die Meldung zunächst nicht kommentieren. Am Samstag hatte der HSV 0:6 beim FC Bayern München verloren.

+++ 0.00 Uhr: Zehntausende Katalanen gehen auf die Straße +++

Zehntausende Katalanen haben in Barcelona für die Unabhängigkeit der Region demonstriert. Nach Angaben der Polizei nahmen an dem Marsch, zu dem die Katalanischen Nationalversammlung (ANC) aufgerufen hatte, rund 45.000 Menschen teil. Die Demonstration stand unter dem Motto "Republik jetzt". Die Demonstranten forderten die Bildung einer Regierung, die die Unabhängigkeit Kataloniens vorantreiben soll.

"Wir sind mehr als zwei Millionen Bürger Kataloniens, die jetzt ganz klar in Richtung einer katalanischen Republik vorankommen wollen", sagte ANC-Vizepräsident Agusti Alcoberro. Bei der Parlamentswahl in Katalonien hatten die prospanischen Parteien im Dezember rund 52 Prozent der Stimmen erhalten, knapp 48 Prozent gingen an die Unabhängigkeitsbefürworter. Wegen einer Besonderheit des Wahlrechts werden jedoch die Stimmen aus ländlichen Regionen - wo die Unabhängigkeitsbefürworter ihre Hochburg haben - stärker berücksichtigt als in den großen Städten, wo die prospanischen Parteien siegten. Daher stellen die Unabhängigkeitsbefürworter die Mehrheit im neuen katalanischen Parlament.

wue/tkr / AFP / DPA