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News des Tages: Aus Leipzig nach Kabul: Abschiebeflug nach Afghanistan wohl gestartet

Brasiliens Polizei erschießt Touristin +++ Katy Perry feiert überraschend bei Hochzeit in St. Louis mit  +++ Piraten entführen vor Nigeria sechs Seeleute von deutschem Containerschiff +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

In diesem Flugzeug einer tschechischen Fluglinie saßen wohl Afghanen, die vom Flughafen Leipzig/Halle aus abgeschoben werden sollten

In diesem Flugzeug einer tschechischen Fluglinie saßen wohl Afghanen, die vom Flughafen Leipzig/Halle aus abgeschoben werden sollten

Die News des Tages im  -Ticker.

+++ 23.37 Uhr: Union, FDP und Grüne einigen sich auf "schwarze Null" +++

Die Jamaika-Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen haben sich darauf verständigt, auch künftig keine neuen Schulden zu machen und den Solidaritätszuschlag abzubauen. Sie wollten einen ausgeglichenen Haushalt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Abend aus Teilnehmerkreisen der ersten konkreten Verhandlungsrunde. In einer Einigung sind sieben steuerliche Entlastungsmaßnahmen enthalten.

+++ 20.24 Uhr: Abschiebeflug nach Afghanistan wohl gestartet +++

Trotz der jüngsten Anschlagsserie in sind offenbar erneut abgelehnte Asylbewerber in das Krisenland abgeschoben worden. Ein Sammelcharterflug startete nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Abend vom Flughafen Leipzig/Halle aus in Richtung Kabul. An Bord der tschechischen Maschine befand sich eine zunächst noch unbekannte Zahl von Afghanen aus verschiedenen Bundesländern. Den Tag über hatten Abschiebungsgegner am Flughafen gegen die Zwangsmaßnahme protestiert.

Das Bundesinnenministerium in bestätigte den Flug zunächst nicht. Regelmäßig geben die Bundesbehörden erst Einzelheiten zu solchen Abschiebungen bekannt, wenn die Maschine am Zielort gelandet ist.

Drei Flüchtlinge im Interview: Die Angst vor der Rückkehr: "In Afghanistan ist das Überleben reiner Zufall"


+++ 19.20 Uhr: Claudia Roth fordert Verzicht auf Abschiebeflug nach Afghanistan +++

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) hat die Bundesregierung zum Verzicht auf den geplanten nach Afghanistan aufgefordert. Die bevorstehende Abschiebung der afghanischen Asylbewerber in ihr Heimatland stehe "in deutlichem Widerspruch zu unserer humanitären Schutzverantwortung", kritisierte Roth. Der Abschiebeflug soll möglicherweise noch am Abend vom Flughafen Leipzig aus in Richtung Afghanistan starten. "Noch ist es nicht zu spät", erklärte die Grünen-Politikern. Sie appellierte direkt an den geschäftsführenden Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), "den Abschiebeflug noch zu stoppen - und alle weiteren Abschiebungen nach Afghanistan bis auf weiteres auszusetzen".

Die Sicherheitslage in Afghanistan werde immer schlechter, argumentierte . Allein in der vergangenen Woche seien dort fast 250 Zivilisten und Sicherheitskräfte bei Anschlägen ums Leben gekommen. Roth war in ihrem Amt als Bundestagsvizepräsident bestätigt worden.

+++ 18.05 Uhr: Säureangriff auf Polizisten: Tochter einer Reichsbürgerin verurteilt +++

Nach einem auf einen Polizisten ist die Tochter einer sogenannten Reichsbürgerin zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die 30-Jährige sei der gefährlichen Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte schuldig, sagte die Richterin des Amtsgerichts im niedersächsischen Herzberg. Die mitangeklagte 68 Jahre alte Mutter wurde freigesprochen, weil sich die Vorwürfe der Körperverletzung und des Widerstands nicht beweisen ließen. Die 30-Jährige hatte im Juni 2015 im Südharzer Ort Barbis dem Polizisten säurehaltigen Reiniger in die Augen gesprüht und ihn erheblich verletzt.  

Die Polizei war vom Bezirksschornsteinfeger zu Hilfe gerufen worden, weil die Frauen sich wiederholt geweigert hatten, ihre Heizung inspizieren zu lassen. Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und deren Behörden und Gesetze nicht an, die Bewegung wird inzwischen bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet. Erst am Montag war ein sogenannter Reichsbürger in Nürnberg wegen tödlicher Schüsse auf einen Polizisten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

+++ 17.36 Uhr: Merkel trifft Frau von inhaftiertem Journalisten Deniz Yücel +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ehefrau des seit acht Monaten in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel getroffen. Merkel habe mit Dilek Mayatürk Yücel am Rande der konstituierenden Sitzung des Bundestages in Berlin über Yücels Situation in türkischer Haft gesprochen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter mit. Das Treffen fand im Büro Merkels im Reichstagsgebäude statt. Yücel sitzt seit Februar unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft, ohne dass Anklage erhoben wurde. Unterdessen wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit gehackten E-Mails des türkischen Energieministers Berat Albayrak offenbar gegen Yücel ermittelt.


+++ 17.11 Uhr: Russland blockiert UN-Untersuchung wegen Giftgas in Syrien +++

Russland hat die Ausweitung der internationalen Giftgas-Untersuchungsmission in Syrien durch ein Veto im Sicherheitsrat verhindert. Die in New York abgelehnte Vorlage hatte vorgesehen, den Chemiewaffen-Kontrolleuren der UNO in Syrien mehr Zeit einzuräumen. Es war das neunte Mal, dass Russland eine Syrien-Resolution im Sicherheitsrat durch sein Veto blockierte.

+++ 16.29 Uhr: Russische Nachrichtenagentur Interfax durch Hackerangriff lahmgelegt +++

Die russische Nachrichtenagentur Interfax ist durch einen Hackerangriff lahmgelegt worden. Fast alle Server seien betroffen, sagte der stellvertretende Generaldirektor Alexej Gorschkow. "Wir können keine Nachrichten mehr übermitteln", sagte er der Staatsagentur Tass. Auch die Webseite sei nicht mehr erreichbar. Interfax wurde während der Perestroika als unabhängige Nachrichtenagentur gegründet und befindet sich teilweise in staatlicher Hand. Auch das bekannte St. Petersburger Internetportal fontanka.ru sei zum selben Zeitpunkt von Hackern angegriffen worden, hieß es.

+++ 16.09 Uhr: Kreml weist Verbindungen zum Angriff auf Journalistin scharf zurück +++

Der Kreml hat jede Verwicklung in das Messerattentat auf die Journalistin Tatjana Felgengauer zurückgewiesen. Der Sprecher von Präsident Wladimir Putin sprach in Moskau von der "Tat eines Verrückten", die keine politischen Hintergründe erkennen lasse. Laut Polizei ist der Tatverdächtige psychisch krank. Kritiker beschuldigten den Kreml, ein Klima des Hasses auf Oppositionelle zu schüren, das solche Gewalt begünstige.

+++ 15.51 Uhr: EU-Kommission will nur noch fünf bis sieben Jahre Glyphosat-Zulassung +++

Die EU-Kommission ist von ihrem Vorschlag abgerückt, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat für weitere zehn Jahre zu verlängern. Wie ein Sprecher nach der wöchentlichen Sitzung der Kommission sagte, strebt die Behörde nun in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten eine Verlängerung zwischen fünf und sieben Jahren an. Das Europaparlament hatte zuvor in einer Resolution gefordert, die Zulassung nach fünf Jahren im Dezember 2022 auslaufen zu lassen.

+++ 15.43 Uhr: Appetit auf McDonald's steigt - Gewinnsprung im dritten Quartal +++

Der Fastfood-Riese McDonald's hat mit neuen Burgern und Rabattaktionen im dritten Quartal überraschend viele Kunden angelockt. Die steigenden Absatzzahlen und der Verkauf des Filialgeschäfts in China ließen den Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 48 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) klettern. Das teilte der Burger-King-Rivale mit.

Der Absatz in etablierten Filialen, die seit mindestens 13 Monaten geöffnet sind, legte weltweit um sechs Prozent zu. In den USA, wo McDonald's sich angesichts starker Konkurrenz lange Zeit schwer tat, konnte der Branchenführer dank Sonderangeboten und Gourmet-Burgern ein Verkaufsplus von 4,1 Prozent verbuchen. Damit übertraf die Entwicklung im Heimatmarkt die Erwartungen deutlich. 

+++ 14.29 Uhr: Streit mit Bagdad: Wahlen in irakisch-Kurdistan um Monate verschoben +++

Im Streit mit Bagdad um die Autonomiebestrebungen der irakischen Kurden werden die Wahlen des Präsidenten und des Abgeordnetenhauses in der Region einem Medienbericht zufolge verschoben. Drei bedeutende kurdische Parteien einigten sich der Nachrichtenseite Rudaw zufolge darauf, dass die Abstimmung statt am 1. November erst acht Monate später abgehalten wird. Die Wahlkommission hatte die Vorbereitungen zu den Wahlen bereits vergangene Woche auf Eis gelegt.

Nach einem kurdischen Unabhängigkeitsreferendum vor einem Monat, dem mehr als 92 Prozent der Wähler zustimmten, hatten die Spannungen zwischen Bagdad und der kurdischen Führung zugenommen.

+++ 14.07 Uhr: Kampfjetpiloten in Bulgarien verweigern Trainingsflüge +++

Kampfjetpiloten in dem südosteuropäischen Nato-Mitglied Bulgarien haben aus Protest gegen veraltete Technik Trainingsflüge verweigert. Ein Teil der Piloten aus dem Luftwaffenstützpunkt Graf Ignatiewo hätten sich nicht sicher gefühlt, um zu fliegen, wie Vize-Verteidigungsminister Atanas Saprjanow bulgarischen Medien sagte. Die russischen Kampfjets MIG-29 seien flugtauglich, versicherte er. Die Luftraumüberwachung und der Luftraumschutz im Rahmen der als Air Policing bekannten Nato-Mission würden aufrechterhalten.

+++ 13.42 Uhr: EU-Parlament will schrittweises Glyphosat-Verbot bis 2022 +++

Nach dem Willen des EU-Parlaments soll das umstrittene Pestizid Glyphosat bis 2022 schrittweise verboten werden. Dafür sprach sich heute in Straßburg eine Mehrheit der Abgeordneten aus. Das Unkrautvernichtungsmittel, das auch auf deutschen Feldern eingesetzt wird, steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Eine Verlängerung der Zulassung ist deshalb sowohl auf EU-Ebene als auch zwischen den Mitgliedstaaten heftig umstritten.

Die weitere Verwendung von Glyphosat wollen die EU-Abgeordneten außerdem an bestimmte Auflagen knüpfen. So soll ein Einsatz unmittelbar vor der Ernte europaweit verboten werden.

+++ 13.34 Uhr: Seebeben erschüttert Insel Kos und türkische Ägäisküste +++

Ein Seebeben der Stärke 4,5 hat die griechische Touristeninsel Kos und die gegenüberliegende türkische Ägäisküste bei Bodrum erschüttert. Dies teilte das geodynamische Institut in Athen mit. Das Zentrum des Beben lag ersten Messungen zufolge etwa 14 Kilometer unter dem Meeresboden vor der türkischen Ägäisküste der Touristenstadt Bodrum. Verletzungen oder nennenswerte Schäden wurden der griechischen Polizei nicht gemeldet. Es handelt sich um ein Nachbeben des Seebebens der Stärke 6,7, das am 21. Juli die Region erschüttert hatte, meinten Seismologen in Athen. Damals waren auf Kos zwei Menschen ums Leben gekommen.

+++ 13.20 Uhr: Ancelotti überkleben: Bayern-Adventskalender mit "Heynckes Update"

Zwei Monate vor Heiligabend hat der FC Bayern mit einer kuriosen Sticker-Aktion einen Weg gefunden, statt Ex-Trainer Carlo Ancelotti den aktuellen Coach Jupp Heynckes auf die Bayern-Adventskalender zu bringen. Als diese produziert worden waren, malten die Illustratoren auf Türchen Nummer 19 eigentlich den Italiener, wie er einen Truthahn bearbeitet. Aber die Gabel hat bei den Münchnern inzwischen ein anderer in der Hand.

Ab heute gibt es den Schokoladen-Adventskalender also mit einem "Jupp Heynckes Update", wie die Bayern werben. Dies ist ein Sticker, der über die 19 und damit Ancelotti geklebt werden kann. Somit müssen Fans in der Vorweihnachtszeit nicht mehr Ancelotti anblicken, sondern bekommen Heynckes samt Besteck auf einer Bank im Schnee grinsend gegenüber von David Alaba zu sehen.

+++ 13.11 Uhr: Wolfgang Schäuble zum neuen Bundestagspräsidenten gewählt +++

Der bisherige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist während der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags zum Bundestagspräsidenten gewählt worden. Für den CDU-Politiker stimmten 501 Parlamentarier, 173 stimmten mit Nein, 30 enthielten sich. Der 75-Jährige übernahm sein neues Amt gleich im Anschluss an seine Wahl vom Alterspräsidenten Hermann-Otto Solms (FDP), der als dienstältester Abgeordnete die erste Sitzung des neuen Bundestags geleitet hatte. Schäuble dankte seinem Vorgänger Norbert Lammert (CDU), der zwölf Jahre lang "ein großartiger Bundestagspräsident" gewesen sei. Der Parlamentspräsident ist in der Hierarchie der politischen Ämter die Nummer 2 hinter dem Bundespräsidenten und vor dem Bundeskanzler.

+++ 13.01 Uhr: Kassiererin Opfer von Telefontrick - 3500 Euro Schaden +++

Eine Kassierin ist in Baden-Württemberg mit einem Telefontrick um 3500 Euro gebracht worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Unbekannter die Frau in Achern am Montag angerufen und sich als Mitarbeiter der Supermarkt-Zentrale ausgegeben. Er gab demnach an, dass die Geschenkkarten eines App-Stores gesperrt werden müssten. Dazu sollte die Angestellte sieben entsprechende Karten mit einem jeweiligen Guthaben von 500 Euro über die Kasse ziehen und dem angeblichen Kollegen den freigerubbelten Kartencode nennen - was sie tat. Wie sich wenig später herausstellte, wurde die Frau Opfer eines Betrugs. Der Schaden liegt bei 3500 Euro. Ob sie selbst dafür aufkommen muss, konnte die Polizei nicht sagen.

+++ 12.51 Uhr: "Jamaika" hat schon gemeinsam abgestimmt +++

Noch gibt es die Jamaika-Koalition nicht, doch im Bundestag hat sie schon gemeinsam abgestimmt: Mit den Stimmen von Union, FDP und Grünen wurde in der konstituierenden Sitzung des Parlaments ein SPD-Vorstoß abgelehnt, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich künftig mindestens vier Mal im Jahr einer Regierungsbefragung stellen müsse. Die Angelegenheit wurde zur Beratung in den Ältestenrat verwiesen. Bisher wurden die Chancen für eine schwarz-gelb-grüne Regierungskoalition erst grundsätzlich ausgelotet, eine Regierungsbildung ist noch nicht in Sicht. Die bisherige Bundesregierung bleibt zunächst geschäftsführend im Amt.

+++ 12.29 Uhr: In Krokodilfalle geklettert: Australier zu "Idioten des Jahres" gekürt +++

Wegen ihres Schwimmausflugs in eine im Wasser treibende Krokodilfalle sind in Australien vier Männer als "Idioten des Jahres" geschmäht worden. Fotos im Online-Netzwerk Facebook zeigten, wie die Männer in die Krokodilfalle in einer Bucht in der Nähe der nordaustralischen Stadt Port Douglas kletterten. In der Nähe war vor knapp zwei Wochen eine Frau von einem Krokodil gefressen worden. Der Umweltminister des nordaustralischen Bundesstaats Queensland, Steven Miles, bezeichnete das Verhalten der vier Männer auf Twitter als "dumm und illegal".

+++ 12.24 Uhr: Mehrheit der Deutschen zufrieden mit ihrem Kontostand +++

Die Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage zufrieden mit dem Blick aufs eigene Bankkonto. 59 Prozent bewerteten ihre finanzielle Situation mit gut oder sehr gut, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband in Berlin mit. Das sei der höchste Wert seit zehn Jahren, sagte Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon eine Woche vor dem Weltspartag am 31. Oktober. Die Meinung zu bestimmten Geldanlagen habe sich aber geändert. Rund die Hälfte gab an, die selbstgenutzte Immobilie eigne sich mit am besten, um Vermögen aufzubauen. Vor zehn Jahren hatte das nur gut jeder Vierte gesagt. Dagegen würden Lebensversicherungen nicht mehr als so gute Anlage betrachtet: Die Zustimmung ging von 66 Prozent vor zehn Jahren auf nun 24 Prozent zurück. Möglicher Grund: Lebensversicherer leiden unter der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), für die Kunden sind die Verzinsungen der Policen gesunken.

+++ 12.14 Uhr: Tod durch Kreissäge - es bleibt beim Totschlag +++

Die Staatsanwaltschaft München I hat die Revision im Fall eines mit einer Kreissäge getöteten Studenten zurückgenommen. Damit ist das Urteil gegen die Ex-Freundin des Getöteten nun rechtskräftig. Das Landgericht München hatte sie im Mai wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von zwölfeinhalb Jahren verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert. Die ehemalige Pädagogik-Studentin hatte zugegeben, ihren gefesselten Freund im Dezember 2008 beim Sex-Spiel mit einer Kreissäge getötet zu haben. Seine Leiche deponierte sie auf dem Dachboden des heruntergekommenen Einfamilienhauses, in dem sie mit ihren Mitbewohnern lebte. Monate später fand der neue Lebensgefährte der Frau den Körper seines Vorgängers und half ihr mit einem Bekannten dabei, ihn im Garten zu verscharren. Anfang 2016 hatte schließlich ein Hinweis Ermittler zu der Leiche geführt. Das Gericht konnte im Frühjahr Mordmerkmale wie Heimtücke oder niedrige Beweggründe nicht erkennen; das Motiv für die Tat blieb trotz eines Geständnisses der Frau unklar blieb.


+++ 12.04 Uhr: Sprinkleranlage getestet - Millionenschaden in Staatsoperette Dresden +++

Ein durch einen Test der Sprinkleranlage verursachter Wasserschaden in der Staatsoperette Dresden beträgt nach Schätzungen mindestens fünf Millionen Euro. Das teilte die Stadt mit. Noch sei die Schadensaufnahme im Gange. Erste Gutachten sollen Ende der Woche vorliegen. Am vergangenen Mittwoch hatten sich 16.000 Liter Wasser über den Bühnenbereich ergossen und Scheinwerfer, Audio- und Videoanlage, Bühnenboden, Instrumente und Unterbühnenmaschinerie beschädigt. Das Haus muss auf eine andere, noch nicht ausgewählte Spielstätte ausweichen.

+++ 11.44 Uhr: Feuer für Olympische Winterspiele in Südkorea entfacht +++

Das Feuer für die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang brennt. Wegen bedeckten Himmels konnte die erste Fackel nicht wie üblich mit Hilfe eines Hohlspiegels und Sonnenstrahlen entfacht werden. Stattdessen wurde das bereits bei der Generalprobe entzündete Ersatzfeuer genutzt. Dieses war zur Sicherheit in einer Lampe aufbewahrt worden, wie das griechische Staatsfernsehen ERT zeigte. Das Feuer soll am 31. Oktober in Athen von den Griechen an die südkoreanischen Organisatoren offiziell übergeben werden. Die Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar 2018 statt. 

+++ 11.33 Uhr: 2016 Rekordzerstörungen bei weltweiten Waldflächen +++

Die starke Zunahme von Bränden hat im vergangenen Jahr zu einer Rekordzerstörung von Waldflächen in aller Welt geführt. 2016 seien geschätzt 29,7 Millionen Hektar Wald und damit eine Fläche in der Größe von Neuseeland verloren gegangen, erklärte die Organisation Global Forest Watch in Washington. Dies sei ein Anstieg von 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach Einschätzung der Organisation ist die Zerstörung der weltweiten Wälder zum Teil auf den Klimawandel zurückzuführen.

+++ 10.53 Uhr: Star-Hundeschlittenführer soll seine Tiere gedopt haben +++

Einer der erfolgreichsten Hundeschlittenführer Amerikas soll seine Tiere gedopt haben. Wie das Komitee des Iditarod-Rennens in Alaska mitteilte, handelt es sich um Dallas Seavey (30), den Favoriten des Rennens. "Die schädlichen Spekulationen um die Identität des Hundeschlittenführers haben uns zu der Entscheidung veranlasst, den Beschuldigten beim Namen zu nennen", sagte das ITC. Bei den Hunden soll bereits Anfang des Monats die verbotene Substanz Tramadol nachgewiesen worden sein. In einer Videobotschaft bestritt Seavey die Vorwürfe.

+++ 10.40 Uhr: ÖVP will in Österreich Koalitionsgespräche mit FPÖ starten +++

In Österreich will die konservative ÖVP mit der rechten FPÖ Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Das kündigte ÖVP-Chef Sebastian Kurz in Wien an. Es gebe viele inhaltliche Überschneidungen und vor allem einen gemeinsamen Veränderungswillen, sagte der 31-Jährige. "Österreich hat sich eine rasche und schnelle Regierungsbildung verdient", sagte Kurz.

Gemeinsamkeiten von ÖVP und FPÖ sind unter anderem der Wille, die illegale Migration auf Null zu begrenzen, die Zuwanderung in die Sozialsysteme weniger attraktiv zu machen sowie eine Steuersenkung speziell für untere Einkommen.

+++ 9.32 Uhr: Elternpaar in Vietnam stirbt bei Explosion eines Blindgängers +++

Bei der Explosion eines Blindgängers aus dem Vietnamkrieg (1955-1975) ist im Süden des Landes ein Paar getötet worden. Seine beiden Kinder wurden bei dem Unfall in der Stadt Kon Tum nahe der Grenze zu Laos und Kambodscha verletzt, wie die Gemeindevorsteherin Vo Thi Ly erklärte.

Der 46 Jahre alte Vater habe am Montagmorgen versucht, die US-Granate zu öffnen, als sie plötzlich detonierte. Er wurde sofort getötet. Seine Frau sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Der neunjährige Sohn und die 15 Jahre alte Tochter überlebten. Ein Nachbar der Familie gab an, der Vater habe den Blindgänger auf seinem Grundstück gefunden und ihn zuhause entschärfen wollen.

+++ 9.01 Uhr: Absurde Mutprobe: Männer lassen sich in Krokodilfalle fotografieren +++

Mit einer ziemlich absurden Mutprobe hat eine Gruppe von vier Männern in Australien Hohn und Spott geerntet. Die Truppe schwamm im Hafen der nordostaustralischen Stadt Port Douglas nachts in einen Käfig, der dort als Krokodilfalle aufgestellt war, und ließ sich darin feixend fotografieren. Die Bilder verbreiteten sich schnell im Internet.

+++ 8.55 Uhr: So viele Drogen-Tote wie noch nie: Behörde warnt vor Drogen-"Epidemie" in USA +++

Die US-Drogenbehörde DEA hat vor einem gravierenden Anstieg des Drogenkonsums in den Vereinigten Staaten gewarnt. Einem gestern von der DEA veröffentlichten Bericht zufolge gab es von Januar bis August 2017 so viele Drogentote wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem gebe es seit 2011 jährlich mehr Drogentote als Tote durch Verkehrsunfälle, Suizide oder Morde.

+++ 8.52 Uhr: USA und Syrien tragen als nunmehr einzige Länder Klimaschutzabkommen nicht mit +++

Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens durch Nicaragua sind die USA und Syrien nunmehr die einzigen Länder, welche die Vereinbarung nicht mittragen. Die Regierung von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega unterzeichnete das Dokument gestern. Das Abkommen sei "das einzige internationale Instrument, welches die Konditionen biete, der Erderwärmung und ihren Auswirkungen zu begegnen", hieß es in einer Erklärung.

Nicaragua hatte sich zunächst geweigert, das Abkommen aus dem Jahr 2015 zu unterzeichnen. Die Vereinbarung ging dem mittelamerikanischen Land im Kampf gegen die Erderwärmung nicht weit genug.

+++ 8.39 Uhr: 238 Städte bewerben sich als Standort für zweiten Amazon-Hauptsitz +++

238 Städte in Nordamerika bewerben sich darum, Standort des zweiten Hauptsitzes des Online-Händlers Amazon zu werden. Unter den Kandidaten sind US-Großstädte wie Chicago, New York oder Los Angeles, aber auch mittelgroße Städte wie Newark in der Nähe von New York oder die Universitätsstadt Austin in Texas. Auch aus Kanada und Mexiko trafen Bewerbungen ein.

Amazon will im sogenannten "HQ2" (Headquarter 2) rund 50.000 Menschen beschäftigen und selbst fünf Milliarden Dollar (4,25 Milliarden Euro) investieren. Die Städte buhlen um die Gunst von Amazon mit milliardenschweren Steuererleichterungen.

+++ 8.38 Uhr: Polizei-Fehlverhalten beim Umgang mit Migranten in Calais "plausibel" +++

Ein Bericht französischer Aufsichtsbehörden hält Fehlverhalten der Polizei beim Umgang mit Migranten in Calais für wahrscheinlich. Die Häufung an Zeugenberichten lasse es "plausibel" erscheinen, dass gegen die Regeln zur Anwendung von Gewalt verstoßen wurde, heißt es in einer Kurzfassung, die das Innenministerium gestern am späten Abend veröffentlichte. Die Versäumnisse betreffen demnach insbesondere den Gewalteinsatz, eine übermäßige Nutzung von Reizspray und die Zerstörung von Eigentum der Migranten.

Vor einem Jahr hatten die Behörden in Calais ein als "Dschungel" bekanntes Elendslager geräumt, in dem zeitweise Tausende Migranten lebten.

+++ 8.33 Uhr: Olympia-Feuer für Pyeongchang wird entfacht - Wetter macht Sorgen +++

Im griechischen Olympia blicken die Organisatoren momentan mit Bangen zum Himmel. Dort soll heute gegen 11.30 Uhr das Olympische Feuer für die Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang entfacht werden. "Alles ist bereit. Sorgen macht uns lediglich das Wetter. Es ist im Moment bedeckt", sagte ein Sprecher des griechischen Olympischen Komitees der Deutschen Presse-Agentur. Die Flamme soll in einer traditionellen Zeremonie durch einen Parabolspiegel und Sonnenstrahlen entzündet werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Sonne scheint.

+++ 6.29 Uhr: Chinas KP führt Xi Jinping namentlich in Partei-Verfassung auf +++

Chinas Staatschef Xi Jinping wird künftig namentlich in der Verfassung seiner Kommunistischen Partei aufgeführt. Die 2300 Delegierten des KP-Kongresses beschlossen heute einstimmig eine entsprechende Änderung der Partei-Statuten. Sie bestätigten damit Xis Status als mächtigster Politiker des Landes seit Jahrzehnten. Der Staats- und Parteichef saß der Abschlusssitzung des nur alle fünf Jahre stattfindenden Parteitags selbst vor.

Bisher sind nur zwei Vorgänger Xis, Mao Zedong und Deng Xiaoping, mit ihren Namen in der Parteiverfassung verewigt. Politische Strategien und Philosophien anderer KP-Führer fanden zwar ebenfalls Eingang, doch ohne die Namen ihrer Urheber. 

+++ 5.20 Uhr: USA kündigen Strafmaßnahmen gegen Myanmars Militär wegen Rohingya-Krise an +++

Als Reaktion auf die Rohingya-Flüchtlingskrise in Myanmar haben die USA weitere Strafmaßnahmen für das Militär des Landes angekündigt. Sie beträfen in erster Linie Armee-Einheiten und Offiziere, die an der Gewalt an den Rohingya und anderen Minderheiten beteiligt seien, teilte die Sprecherin des US-Außenministeriums Heather Nauert, gestern in Washington mit. Es sei "dringend erforderlich, dass alle für die Gräuel Verantwortlichen zu Rechenschaft gezogen würden".

Neben Sanktionen gegen führende Militärvertreter wie etwa weitere Reisebeschränkungen erwägen die USA demnach auch "gezielte wirtschaftliche Maßnahmen" gegen Einzelpersonen, die mit den "Gräueln" in Verbindung gebracht würden. 

+++ 4.24 Uhr: Brasilianische Polizei erschießt versehentlich spanische Touristin +++

In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro hat die Polizei versehentlich eine spanische Touristin erschossen. Die tödlichen Schüsse fielen nach Angaben der Polizei gestern in Rocinha, dem größten Elendsviertel von Rio. Nur eine Stunde zuvor waren in der Favela zwei Polizisten durch bewaffnete Auseinandersetzungen mit Rauschgifthändlern verletzt worden. Die 67-jährige Spanierin sei in einem Touristenjeep unterwegs gewesen, der in Rocinha "eine Straßensperre der Polizei durchbrach". Daraufhin hätten die Einsatzkräfte das Feuer eröffnet; ihnen sei nicht klar gewesen, dass es sich bei den Insassen des Jeeps um Touristen handelte. 

+++ 4.14 Uhr: Acht Tote und 32 Verletzte bei Busunglück in Malaysia +++

Bei einem Busunglück in Malaysia sind heute Morgen in Malaysia mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Weitere 32 Menschen wurden verletzt, als im Bundesstaat Penang im Nordwesten des Landes zwei Busse und ein Van zusammenstießen, berichtete die Regionalzeitung "The Star". Die Mehrzahl der Opfer seien Fabrikarbeiter, die auf dem Weg zur Arbeit waren, hieß es. 

+++ 3.52 Uhr: Katy Perry feiert überraschend bei Hochzeit in St. Louis mit +++

Popstar Katy Perry hat ein Hochzeitpaar in St. Louis mit einem spontanen Besuch überrascht. Während der Hochzeitsfeier im Hotel "Four Seasons" tauchte die 32-jährige Sängerin am Samstagabend mit ihrem Team plötzlich vor den beiden Brautleuten Hayley Rosenblum und Blonie Dudney auf, wie eine Freundin des Paars, Amy Prada, der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. "Alle waren ganz aufgeregt und freudig überrascht", berichtete Prada. Die Musikerin sei etwa eine Viertelstunde geblieben, habe mit dem Brautpaar getanzt und Selfies mit den Gästen geschossen. 

+++ 3.24 Uhr: 54-Jähriger bei Schusswechsel mit der Polizei in Hessen getötet +++

Im hessischen Alsfeld ist ein 54-jähriger Mann bei einem Schusswechsel mit der Polizei tödlich verletzt worden. Nach Schüssen aus einem Wohnhaus hatten Anwohner am Montagabend die Polizei alarmiert. Diese forderte nach eigenen Angaben Spezialkräfte an. Versuche, mit dem 54-jährigen Schützen zu reden, scheiterten. Kurz nach Mitternacht eröffnete der Mann das Feuer auf die Beamten, beim anschließenden Schusswechsel wurde er getötet. Laut Polizei war der Angreifer stark alkoholisiert. Die Staatsanwaltschaft Gießen übernahm die Ermittlungen. 

+++ 2.55 Uhr: Zweijähriges Mädchen in Hamburg getötet +++

Ein zweijähriges Mädchen ist am gestern Abend nach Angaben der Polizei unter unbekannten Umständen im Hamburger Ortsteil Neuwiedenthal getötet worden. Rettungskräfte konnten vor Ort laut Feuerwehr nur den Tod des Kindes feststellen. Die Mutter stand unter Schock und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei wollte keine näheren Angaben zu einem möglichen Täter machen und verwies auf die Staatsanwaltschaft. Diese habe inzwischen die Ermittlungen übernommen. 

+++ 2.26 Uhr: Piraten entführen vor Nigeria sechs Seeleute von deutschem Containerschiff +++

Piraten haben vor der Küste Nigerias sechs Besatzungsmitglieder eines deutschen Containerschiffs entführt. Das in Liberia registrierte Schiff "Demeter" der Hamburger Reederei Peter Döhle Schiffahrts-KG sei kurz vor dem Hafen von Onne von acht Piraten in einem Schnellboot angegriffen worden, teilte die internationale Agentur Sea Guardian gestern mit. Unter den Entführten war demnach auch der Kapitän.

Welcher Nationalität die verschleppten Seeleute waren, wollte die Reederei aus Sicherheitsgründen demnach nicht mitteilen. Nach Angaben der Rotterdamer Agentur MTI Network sind die verbliebenen zwölf Seeleute wohlauf. Das Schiff sei inzwischen wieder in sicherem Gewässer.

tyr / DPA / AFP