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News des Tages: "Beverly Hills, 90210"-Star Luke Perry stirbt nach schwerem Schlaganfall

Schauspieler Luke Perry und Sänger Keith Flint sind tot +++ Staatsanwalt will Haftbefehl für Verdächtigen im Fall Rebecca +++ Baerbock zu AKK: "Ich hätte mich entschuldigt" +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Schauspieler Luke Perry war vor allem bekannt aus der Hitserie "Beverly Hills 90210" aus den 90er-Jahren

Schauspieler Luke Perry war vor allem bekannt aus der Hitserie "Beverly Hills 90210" aus den 90er-Jahren

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Schauspieler Luke Perry ist tot
  • Senior nach heißem Bad gestorben (15.36 Uhr)
  • "The Prodigy"-Frontmann Keith Flint ist tot (12.35 Uhr)
  • Südkorea will zwischen USA und Nordkorea vermitteln (10.18 Uhr)
  • Nach Aus für A380 Millionen Steuergelder in Gefahr (9.31 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.51 Uhr: Eine Gans auf Gleis 6 +++

Eine Gans hat am Stuttgarter Hauptbahnhof die Sperrung mehrerer Gleise ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, lief sie am Samstag über das Bahnhofsgelände. Ein Mitarbeiter der Bahn habe die Bundespolizei über die Gans auf Gleis 6 informiert. "Während eine Streife versuchte, das Federtier einzufangen, rückte eine zweite Streife mit einer Hundebox zur Verstärkung an", hieß es in der Mitteilung der Bundespolizei. Schließlich konnte ein Polizist den gefiederten Ausflügler per Hand einfangen. Nach einem kurzen Aufenthalt beim Stuttgarter Tiernotdienst wurde die Gans an einem See wieder in die Freiheit entlassen.

+++ 19.15 Uhr: Schauspieler Luke Perry ist tot+++

Der US-Schauspieler Luke Perry ist im Alter von 52 Jahren verstorben. Wie ein Sprecher des Schauspielers am Montag mitteilte, erlag Perry den Folgen eines massiven Schlaganfalls, den er in der vergangenen Woche erlitten hatte. Perry war durch die Fernsehserie "Beverly Hills, 90210" zu weltweiter Berühmtheit gelangt. Perry sei in seinen letzten Momenten von seiner engsten Familie, seiner Verlobten und Freunden umgeben gewesen, erklärte der Sprecher. Der Schauspieler war am Mittwoch nach seinem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. 

Perry hatte in dem zwei Jahrzehnte alten Teenager-Drama "Beverly Hills, 90210" die charakterlich vielschichtige Figur des Dylan McKay dargestellt. Zuletzt war Perry mit Dreharbeiten für weitere Folgen von "Riverdale" beschäftigt gewesen. Bei der auf einem Comicbuch basierenden Serie handelt es sich ebenfalls um ein Teenager-Drama. Perry spielte darin Fred Andrews, den Vater des Schülers Archie. Erst in der vergangenen Woche war eine Neuauflage von "Beverly Hills, 90210" bekanntgegeben worden, für die Perry allerdings nicht unterzeichnet hatte. Sechs seiner früheren Kollegen aus der Originalserie wollen in der als Miniserie angelegten Neuauflage mitmachen.

+++ 18.35 Uhr: Drohungen bei Facebook: Bruder von Straßburg-Attentäter verurteilt +++

Ein Bruder des getöteten Straßburg-Attentäters Chérif Chekatt ist in Frankreich wegen bedrohlicher Nachrichten auf Facebook zu zwölf Monaten Haft verurteilt worden, davon sechs auf Bewährung. Das teilte der beigeordnete Straßburger Staatsanwalt Alexandre Chevrier mit. Der Verurteilte kam demnach aber nach dem Urteilsspruch in Straßburg vorerst frei. Er solle sich in psychologische Behandlung begeben und seine Gefängnisstrafe später antreten, hieß es. Nach französischem Recht können Haftstrafen in bestimmten Fällen noch abgemildert werden. Laut der Nachrichtenagentur AFP besteht im Fall des Chekatt-Bruders diese Möglichkeit. 

+++ 18.14 Uhr: "Breaking Bad" in Sibirien: Chemielehrer produzierte Drogen auf dem Dachboden +++

Ein früherer Chemielehrer ist in Russland am Montag zu elf Jahren Haft wegen Drogenhandels verurteilt worden. Der 52-Jährige hatte auf seinem Dachboden ein Labor eingerichtet und dort mehr als ein Jahr lang große Mengen synthetischer Drogen hergestellt, wie die Nachrichtenagentur Tass berichtete. Demnach wurden im Landhaus des Mannes in der Region Irkutsk 20 Kilogramm verkaufsfertige Drogen sichergestellt. Der Mann, der auch gelernter Chemielaborant ist, bestellte die Rohstoffe für sein Drogenlabor im Internet. Russischen Medienberichten zufolge verkaufte er die Drogen über ein komplexes Netz an Verstecken. Bilder des russischen Geheimdienstes FSB zeigten einen Dachboden voller Computerbildschirme, Röhren, Fläschchen und Behälter. Der Fall erinnert an die mehrfach preisgekrönte US-Fernsehserie "Breaking Bad". Sie dreht sich um den Chemielehrer Walter White, der eine kriminelle Karriere als Drogenhändler startet.

+++ 17.50 Uhr: Aachener Rosenmontagszug: Mann fällt aus Fenster auf Zuschauerin +++

Beim Rosenmontagszug in Aachen ist ein junger Mann aus einem Fenster etwa sieben Meter tief auf eine Zuschauerin gefallen. Beide kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei wollte der 24-Jährige aus dem Fenster auf eine darunter gelegene Brüstung springen, um einen besseren Blick auf den Zug zu haben. Dabei verschätzte er sich jedoch und fiel stattdessen bis nach unten - genau auf die 34-Jährige. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

+++ 17.30 Uhr: Guaidó nach Venezuela zurückgekehrt +++

Der selbst ernannte venezolanische Interimspräsident Juan Guaidó ist nach rund eineinhalb Wochen nach Venezuela zurückgekehrt. Er traf am Flughafen Maiquetía nahe der Hauptstadt Caracas ein, wie im venezolanischen Fernsehen (VPI) zu sehen war.

+++ 17.08 Uhr: Dieb erbeutet im Karneval fast 60 Handys +++

Ein Mann hat die ausgelassene Stimmung beim Straßenkarneval in der brasilianischen Metropole São Paulo ausgenutzt und Medienberichten zufolge gleich 58 Handys gestohlen. Der 35-jährige Kolumbianer ging der Polizei aber ins Netz, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete: Eine Frau konnte ihr gestohlenes Telefon orten und gab den Beamten den Standort durch. Unter der Adresse trafen die Polizisten auf den Mann in einem Auto mit gefälschtem Kennzeichen und fanden die Handys, andere elektronische Geräte und gut 700 Real (etwa 156 Euro) in bar. 

+++ 16.49 Uhr: Verkehrsausschuss des EU-Parlaments für Ende der Zeitumstellung ab 2021 +++

Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat für eine Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 gestimmt. 23 Abgeordnete votierten in Brüssel dafür, elf dagegen. Enthaltungen gab es keine. Die EU-Kommission hatte ursprünglich 2019 anvisiert, die Mitgliedstaaten forderten deutlich mehr Vorbereitungszeit.

+++ 16.34 Uhr: Auch Ex-Gouverneur Hickenlooper will Trump 2020 herausfordern +++

Der frühere Gouverneur des US-Bundesstaats Colorado John Hickenlooper hat als 14. Kandidat der Demokraten seine Bewerbung um das Präsidentenamt bei der Wahl 2020 erklärt. Er glaube, dass er den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump schlagen könne, sagte der 67-Jährige dem Sender ABC. Hickenlooper bemängelte die zunehmende Polarisierung unter Trump. "Das ist wahrscheinlich die schlimmste Phase der Spaltung, die wir in dieem Land seit dem Bürgerkrieg gehabt haben." 

+++ 16.24 Uhr: Mütter mit Migrationshintergrund sollen leichter Jobs finden +++

Die Bundesregierung will Müttern mit Migrationshintergrund dabei helfen, Arbeit zu finden. Dafür sollen deutschlandweit 90 Kontaktstellen gefördert werden, die die Frauen beraten und ihre Jobsuche begleiten. "Gerade Mütter, die mit ihren Familien und teils noch kleinen Kindern zu uns zugewandert sind, brauchen ein gutes Angebot, um künftig auf eigenen Beinen zu stehen und ihr eigenes Geld zu verdienen", erklärte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit sollen ihnen gezielt Sprachförderung und Kinderbetreuung, aber auch direkt Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze vermittelt werden. 

+++ 16.10 Uhr: Putin setzt Russlands Teilnahme am INF-Vertrag offiziell aus +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Teilnahme seines Landes am INF-Abrüstungsvertrag offiziell ausgesetzt. In einer Stellungnahme des Kremls hieß es, damit reagiere Putin darauf, dass die USA die Pflichten verletzt hätten, die der Vertrag ihnen auferlege. Die USA machen Russland denselben Vorwurf. Beide Länder hatten im Februar ihren Ausstieg aus dem Vertrag angekündigt.  

+++ 15.51 Uhr: EU setzt neue syrische Minister auf Sanktionsliste +++

Deutschland und die anderen EU-Staaten haben sieben neue Minister des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Den Personen werde vorgeworfen, für das gewaltsame Vorgehen gegen die syrische Zivilbevölkerung mitverantwortlich zu sein, teilte die EU mit.  Insgesamt seien nun 277 Personen von Einreiseverboten und vom Einfrieren von Vermögenswerten betroffen. Sie ergänzen andere Sanktionen wie ein Erdölembargo und Ausfuhrbeschränkungen für Waffen.

+++ 15.36 Uhr: Senior nach heißem Bad in Pflegeheim in Sachsen-Anhalt gestorben +++

Ein 82-Jähriger ist mehrere Tage nach einem heißen Bad in einem Pflegeheim in Dessau in Sachsen-Anhalt gestorben. Die Ermittlungen zur Todesursache dauern weiter an, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dessau mitteilten. Ein 20-jähriger Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung hatte den Mann am vergangenen Dienstag gebadet. Anschließend sollen bei dem Senior großflächige Verbrühungen am Körper festgestellt worden sein. Der 82-Jährige wurde in eine Spezialklinik gebracht. Ärzte stuften seinen Zustand als lebensgefährlich ein. Am Montagmorgen starb er den Angaben zufolge im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

+++ 15.28 Uhr: Kampf um letzte IS-Bastion: Mehr als 150 IS-Kämpfer ergeben sich +++

Im Kampf um die letzte IS-Bastion in Syrien haben sich mehr als 150 Kämpfer der Terrormiliz Aktivisten zufolge ihren Angreifern ergeben. Die Dschihadisten hätten sich den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) gestellt und seien gefangen genommen worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Sie stammten aus unterschiedlichen Ländern. Auch der SDF-Kommandeur Adnan Afrik erklärte, eine große Gruppe IS-Kämpfer habe sich ergeben.

+++ 15.12 Uhr: Mehr als 1500 Schildkröten in Koffern auf Manilas Flughafen gefunden +++

Philippinische Behörden haben auf dem Flughafen von Manila 1529 in Koffern versteckte Schildkröten sichergestellt. Die mit Klebeband verschnürten Tiere waren lebendig, als Beamte sie am Sonntagabend in vier zurückgelassenen Koffern fanden, wie die Zoll- und Flughafenbehörde mitteilte. Die Koffer gehörten demnach zu einem aus Hongkong eingereisten Passagier. 

+++ 15.01 Uhr: Papst kündigt Öffnung geheimer Vatikan-Archive aus der NS-Zeit an +++

Papst Franziskus hat die Öffnung der geheimen Vatikan-Archive zum Pontifikat von Pius XII. (1939-1958) ab März 2020 angekündigt. Dies könnte neue Erkenntnisse zur Haltung des Vatikans während des Zweiten Weltkriegs bringen. Zahlreiche Wissenschaftler fordern seit Jahren die Öffnung der Archive, um nachforschen zu können, weshalb sich Pius XII. nicht vehementer gegen den Massenmord durch die Nazis an den Juden wandte.

+++ 14.41 Uhr: Polizei findet drei Leichen in einer Wohnung in Niederbayern +++

In einer Wohnung im niederbayerischen Mallersdorf-Pfaffenberg hat die Polizei drei Leichen gefunden. Die Beamten drangen gewaltsam in die Wohnung im Ortsteil Ascholtshausen ein, nachdem ein Familienangehöriger sie benachrichtigt hatte. Dieser hatte seine Angehörigen - zwei Frauen und ein Mann - seit einiger Zeit nicht mehr erreichen können. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Ein 41 Jahre alter Hausbesitzer wurde festgenommen, heißt es in einer Mitteilung.

+++ 14.22 Uhr: Huawei-Affäre - China beschuldigt zwei Kanadier der Spionage +++

China hat zwei festgehaltene Kanadier der Spionage beschuldigt. Beide waren inhaftiert worden, nachdem die Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada festgenommen worden war. Diplomaten sahen eine Vergeltungsmaßnahme Chinas. Nur drei Tage nach der grundsätzlichen Entscheidung der kanadischen Regierung, dass die Tochter des Konzerngründers auf Ersuchen der USA ausgeliefert werden kann, erhoben die Behörden in Peking am Montag die Spionagevorwürfe. Der ehemalige kanadische Diplomat und heutige Vertreter der unabhängigen Crisis-Group, Michael Kovrig, habe "als Spion gearbeitet, chinesische Staatsgeheimnisse und geheime Informationen gestohlen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua das Rechtskomitee der Kommunistischen Partei. Der ebenfalls festgenommene Korea-Experte und Geschäftsmann Michael Spavor sei sein wichtigster Kontakt gewesen und habe ihn mit geheimen Informationen versorgt.

+++ 15.15 Uhr: Weltweiter Klimaprotest mit Kundgebungen in fast 500 Städten +++

Die Klimaproteste nach dem Vorbild der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg sollen in anderthalb Wochen nach Angaben der Organisatoren in knapp 500 Städten stattfinden. An den internationalen Schulstreiks am 15. März wollten sich Demonstranten in mindestens 490 Städten in 57 Ländern beteiligen, teilte das Netzwerk "Global Strike For Future" mit. Es sei außerdem möglich, dass es in weiteren Städten Kundgebungen geben werde, die bislang noch nicht aufgelistet worden seien, sagte ein Sprecher des Netzwerks der DPA. Demnach sind Klimaproteste auf allen bewohnten Kontinenten geplant, der westlichste in Honolulu auf Hawaii, der östlichste im neuseeländischen Palmerston North. In Deutschland sollen insgesamt 56 Städte dabei sein, darunter neben der Hauptstadt Berlin und Großstädten wie Bremen, Düsseldorf und Stuttgart auch kleinere Orte wie Boizenburg und Altdöbern.

+++ 14.07 Uhr: "The Prodigy" bestätigen auf Instagram Selbstmord des Sängers Keith Flint +++

Während die Polizei laut Medien- und Agenturmeldungen den Tod von "The Prodigy"-Sänger Keith Flint bisher als "unverdächtig" bezeichnet hat, hat die Band auf ihrem Instagram-Account bestätigt, dass sich der 49-Jährige wohl selbst das Leben genommen hat. "Die Nachrichten stimmen. Ich kann nicht glauben, dass ich das sage, aber unser Bruder Keith hat sich während des Wochenendes das Leben genommen", postete Co-Bandleader Liam Howlett. Keith Flint war in seinem Haus in Essex leblos aufgefunden worden. Von offizieller Seite hieß es, die Todesursache sei noch nicht bekannt.

+++ 13.47 Uhr: Außerehelicher Sex - Zwölf Indonesier öffentlich mit Stockschlägen bestraft +++

In Indonesien sind sechs Paare wegen unehelichen Geschlechtsverkehrs öffentlich mit Stockschlägen bestraft worden. Acht Menschen erhielten jeweils zwischen 17 und 25 Schläge von vermummten Scharia-Beamten, nachdem sie beim Sex außerhalb ihrer Ehen erwischt worden waren, wie die Behörden der islamisch geprägten Provinz Aceh erklärten. Vier weitere Menschen erhielten jeweils sieben Schläge als Strafe für Sex mit Partnern, mit denen sie nicht verheiratet waren. Danach waren mindestens zwei Frauen so schwer verletzt, dass sie von Scharia-Beamten weggetragen werden mussten. Dutzende Schaulustige wohnten der öffentlichen Bestrafung bei. Manche zuckten nach den Schlägen zusammen, andere filmten die Szenen mit ihren Smartphones und Tablets. Die zwölf Menschen waren im vergangenen Jahr bei einer Razzia in einem Hotel der Provinzhauptstadt Banda Aceh festgenommen worden. Sie mussten zudem mehrere Monate in Haft.

+++ 13.38 Uhr: Vermisste Rebecca in Berlin - Staatsanwaltschaft will Schwager offenbar wieder festnehmen lassen +++

Im Fall der vermissten 15-jährigen Rebecca aus Berlin war vergangene Woche ihr Schwager festgenommen und anschließend von einem Richter wieder freigelassen worden. Die Beweislage reiche nicht für einen dringenden Tatverdacht aus. Nach Informationen von "Focus Online" und des "Berliner Kurier" will die Berliner Staatsanwaltschaft dagegen nun Beschwerde einlegen. Damit wolle man erreichen, dass doch noch Haftbefehl gegen den 27-Jährigen erlassen wird. Der bestreitet, etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun zu haben. Seit zwei Wochen wird Rebecca vermisst, verbrachte das Wochenende davor im Haus ihrer Schwester und des Schwagers.

+++ 13.33 Uhr: Kämpfern für ausländische Terrormilizen droht künftig Passentzug +++

Kämpfern für ausländische Terrormilizen mit deutschem Pass droht künftig die Ausbürgerung. Voraussetzung ist, dass sie eine weitere Staatsbürgerschaft besitzen und volljährig sind. Darauf haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Justizministerin Katarina Barley (SPD) geeinigt, wie ihre Ressorts bekannt gaben. Die Regelung soll nur für künftige Fälle gelten und nicht für jene Dschihadisten, die in der Vergangenheit für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft haben, nun inhaftiert sind und möglicherweise wieder nach Deutschland zurückkehren. 

+++ 13.17 Uhr: Ernst August junior verzichtet vorerst auf Verkauf von Welfenschloss +++

Wegen des Familienstreits um die Zukunft von Schloss Marienburg verzichtet Erbprinz Ernst August junior vorerst auf den Verkauf an das Land Niedersachsen. Er habe sich "nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, so lange Eigentümer der Marienburg zu bleiben, bis eine für alle Parteien rechtssichere und gangbare, abschließende Lösung umsetzungsreif ist", teilte der Herzog zu Braunschweig und Lüneburg mit. Es bleibe jedoch sein Ziel, das Schloss samt Inventar "so bald wie möglich" in eine gemeinnützige Stiftung zu überführen. Dazu stehe er mit der Landesregierung weiter in "einem engen Austausch", hieß es in der in Pattensen veröffentlichten Erklärung des Welfenprinzen.

+++ 13.10 Uhr: Nach Brand mit fünf Toten keine Hinweise auf Brandstiftung +++

Nach dem verheerenden Brand in Nürnberg mit fünf Toten deutet bisher nichts auf Brandstiftung. Das sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken zum vorläufigem Ermittlungsstand nicht ergeben. Die Obduktionsergebnisse würden für Dienstag erwartet, sagte die Sprecherin. Eine Ermittlungskommission soll nun die Ursache des Feuers erforschen. Bei dem Brand starben in der Nacht zu Samstag eine 34-Jährige Mutter, ein Säugling und ihre drei weiteren Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren. Die beiden Großeltern, der Vater der Kinder und ein achtjähriger Sohn überlebten die Katastrophe schwer verletzt. 

+++ 13 Uhr: Pakistans Luftraum wieder vollständig geöffnet +++

Nach der Eskalation des Kaschmir-Konflikts ist der Luftraum über Pakistan wieder vollständig geöffnet. Eine Sprecherin der zivilen Luftfahrtbehörde erklärte: "Alle Flughäfen in Pakistan sind in Betrieb und der Luftraum wieder offen." Pakistan hatte seinen Luftraum am vergangenen Mittwoch geschlossen, nachdem das Land ebenso wie Indien im Konflikt um die Kaschmir-Region seine Luftwaffe eingesetzt hatten.

+++ 12.53 Uhr: Toter Keith Flint - Todesursache noch unbekannt +++

Zur Todesursache des mit 49 Jahren verstorbenen Keith Flint ist aktuell noch nichts bekannt. Der Frontmann der Band "The Prodigy" war am Montagmorgen in seiner Wohnung im britischen Essex tot aufgefunden worden.

+++ 12.52 Uhr: "Mops-Affäre" könnte Fall für die Justiz werden +++

Das Schicksal der gepfändeten und über Ebay verkauften Mops-Dame "Edda" ist international in den Schlagzeilen - nun könnte es zum Fall für die Justiz werden. Die Käuferin der Hündin verklagt die westfälische Stadt Ahlen. "Mein Anwalt hat die Klage an Weiberfastnacht rausgeschickt", sagte Michaela Jordan (52) der Deutschen Presse-Agentur. Sie will den Kaufpreis und die Tierarztkosten erstattet bekommen. Zudem habe sie Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Stadt gestellt, schilderte die Polizeibeamtin aus Wülfrath bei Wuppertal: "Ich bin entsetzt und fassungslos über das Vorgehen der Stadt." Mops "Edda" war nach Angaben der Stadt aus einer Familie in Ahlen gepfändet worden, da diese hohe Schulden bei der Kommune habe. Der Erlös sei in die Stadtkasse geflossen. Jordan sagte, sie habe das Tier Anfang Dezember für 690 Euro gekauft.

+++ 12.35 Uhr: "The Prodigy"-Frontmann Keith Flint ist tot +++

Keith Flint, Frontmann der britischen Band "The Prodigy", ist tot. Das berichten mehrere britische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Polizeiangaben. Demnach wurde der 49-Jährige leblos in seiner Wohnung im englischen Essex gefunden. Sein Tod werde nicht als verdächtig eingestuft, heißt es etwa beim "Independent" oder dem "Guardian". Die Beamten gehen also nicht von Fremdeinwirkung aus. Den Berichten zufolge hat jemand am Montagmorgen die Polizei zu der Wohnadresse gerufen. Dort hätten die Beamten einen toten 49-Jährigen vorgefunden. Seine Angehörigen seien informiert worden.

+++ 12.29 Uhr: Baerbock zu Kramp-Karrenbauer: "Ich hätte mich entschuldigt" +++

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hält zum Karnevalswitz über Toiletten für das dritte Geschlecht von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Entschuldigung für angebracht. "Ich hätte mich entschuldigt", sagte Baerbock in Berlin. Ein Witz könne immer mal missglücken. "Aber wenn man sich dafür nicht entschuldigt, wenn er auf Kosten von Minderheiten geht, dann steckt da mehr dahinter." Es gebe eine Vorgeschichte, nämlich umstrittene Äußerungen Kramp-Karrenbauers zur Ehe für Schwule und Lesben. "Die Frage von Anti-Diskriminierung, von respektvollem Miteinander, gilt 365 Tage im Jahr, und auch zu Karneval", sagte Baerbock.

+++ 12 Uhr: Ermittlungskommission nach Brand mit fünf Toten in Nürnberg eingerichtet +++

Nach dem Brand in einem Haus in Nürnberg mit fünf Toten hat die Polizei eine Ermittlungskommission eingesetzt. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei die Suche nach der Brandursache, wie die Polizei mitteilte. Die Ursache für das Feuer ist demnach nach wie vor unklar. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Todesopfer an. Bei dem Brand am frühen Samstagmorgen waren eine 34-jährige Frau und ihre vier Kinder ums Leben gekommen. Unter den Opfern war auch ein Baby, die anderen Kinder waren vier, fünf und sieben Jahre alt. 

+++ 11.32 Uhr: Lesben und Schwule in der Union fordern Entschuldigung von CDU-Chefin +++ 

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union fordert von der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Entschuldigung für ihren Karnevalswitz über Toiletten für intersexuelle Menschen. Dem SWR sagte der Vorsitzende Alexander Vogt am Montag: "Natürlich ist eine Entschuldigung fällig. Das erwarten wir." Auch im Karneval gebe es Grenzen. Auch, wenn der Witz von Kramp-Karrenbauer keine böse Absicht gewesen sei, mache das die Sache nicht besser. Weiter sagte Vogt: "Wenn das unüberlegt passiert, ist es ja auch ein Zeichen dafür, wie es landläufig verbreitet ist, dieses Denken." Er erwarte ein klärendes Gespräch mit der CDU-Chefin.

+++ 11.11 Uhr: Nachbar mit Bademantelgürtel erwürgt - Lange Haft für Totschlag +++

Das Hamburger Landgericht hat einen Angeklagten zu zehn Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, weil er einen Nachbarn mit einem Bademantelgürtel erwürgt hatte. Der 52-Jährige habe sich des Totschlags schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter. Das Motiv für die Tat im Mai 2018 habe nicht genau aufgeklärt werden können. Vielleicht sei es bei einem Streit um Geld gegangen. Am Bademantel des 78-jährigen Opfers sowie im Kopf- und Halsbereich waren laut Staatsanwaltschaft DNA-Spuren des Angeklagten gefunden worden. Die Anklage hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert, die Verteidigung dagegen einen Freispruch. Der 52-Jährige hatte im Prozess seine Unschuld beteuert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 10.18 Uhr: Südkorea will zwischen USA und Nordkorea vermitteln +++

Nach dem ergebnislosen Abrüstungsgipfel zwischen den USA und Nordkorea in Hanoi will sich die südkoreanische Regierung als Vermittlerin anbieten. Unter Vorsitz des Präsidenten Moon Jae In tagt in Seoul der nationale Sicherheitsrat Südkoreas mit dem Ziel, einen weiteren Dialog über die Abrüstung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms anzustoßen. Er hoffe, US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kommen in naher Zukunft wieder zusammen, sagte Moon laut seinem Büro. "Bei diesem Prozess ist unsere Rolle erneut sehr wichtig geworden." Der zweite Gipfel zwischen Trump und Kim war überraschend ohne Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Beide waren sich in der zentralen Frage uneins, wie das Atomwaffenarsenal Nordkoreas abgebaut wird und welche Gegenleistungen es dafür geben soll.

Schönheit im Lauf der Geschichte

++ 9.57 Uhr: Ernst August junior gibt sich Streit um Verkauf von Welfenschloss optimistisch +++

Im Streit des Welfenhauses um den Verkauf von Schloss Marienburg rechnet Erbprinz Ernst August junior mit einer Einigung. "Ich bin fest überzeugt, dass wir eine Lösung finden, die allen Beteiligten gerecht wird. Dazu stehe ich in konstruktiven Gesprächen", sagte der 35-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Erhalt des Schlosses werde nur mit dem Land Niedersachsen gelingen. Zwischen Ernst August junior und seinem Vater Ernst August von Hannover gibt es juristischen Streit über den geplanten Verkauf der renovierungsbedürftigen Marienburg an das Land. Ernst August senior zieht in Zweifel, dass sein Sohn zu dem Geschäft für den symbolischen Preis von einem Euro berechtigt ist. Er verweist auf die zwischen ihnen 2004 geschlossenen Schenkungs- und Erbverträge. Die im neugotischen Stil errichtete Marienburg ist die traditionelle Sommerresidenz des Fürstenhauses der Welfen. Das Schloss liegt etwa 20 Kilometer südlich von Hannover und ist heute ein Ausflugsziel samt Gastronomiebetrieb. Die Anlage gilt jedoch als renovierungsbedürftig.

+++ 9.51 Uhr: Studie: Profiläufer hüpfen mehr als Freizeitläufer +++

Langstreckenprofis stoßen sich stärker vom Boden ab als Freizeitläufer und sind im Schnitt um elf Prozent länger in der Luft. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um Stephen Preece von der Universität Salford in Manchester im Fachjournal "European Journal of Sport Science". Das kräftigere Abstoßen führe zu einer höheren senkrechten Beschleunigung der schnellen Läufer, folglich hüpfen sie eher. Das Team untersuchte die Laufbewegungen von jeweils 14 Hochleistungs- und Freizeitsportlern - darunter sowohl Männer als auch Frauen. Die Technik der beiden Gruppen wurde dabei bei festgeschriebenen Geschwindigkeiten unter die Lupe genommen. Die Forscher stellten fest, dass die Hochleistungsläufer beim Aufkommen auf dem Boden das Knie des entsprechenden Beins stärker gebeugt haben als Freizeitläufer. Das Bein ist damit näher am Körper. Zudem ist auch das Fußgelenk stärker geneigt und die Hochleistungsläufer kommen eher mit dem Vorderfuß auf als mit der Ferse.

+++ 9.31 Uhr: Nach Aus für A380 rund 600 Millionen Euro an Steuergeldern in Gefahr +++

Nach dem Produktionsstopp des A380 sind womöglich rund 600 Millionen an Steuergeldern in Gefahr: Der Bund erhielt einem Bericht zufolge von einem Kredit an Airbus für die Entwicklung des Riesenfliegers erst rund ein Drittel zurück. Der Flugzeugbauer habe 2002 ein Darlehen von rund 942 Millionen Euro bekommen, "das bisher zu rund einem Drittel zurückgezahlt wurde", zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Antwort der Bundesregierung. Die Rückzahlung des gewährten Kredits ist demnach an die A380-Auslieferungen gekoppelt.

+++ 8.58 Uhr: Fünf Todesopfer nach Helikopterabsturz in Kenia +++

Bei einem Helikopterabsturz in Kenia sind nach Polizeiangaben fünf Menschen ums Leben gekommen. Es handele sich um einen kenianischen Piloten und vier US-Amerikaner, teilte die Polizei mit. Der Unfall ereignete sich demnach bei einem Safari-Camp auf einer Insel im Turkana-See im Norden Kenias. Die Ursache war zunächst unklar. Insgesamt seien zuvor zwei Helikopter auf der Insel gelandet, hieß es. In Kenia wieder kommt es öfter zu Abstürzen - zuletzt etwa im Februar, als ein Kleinflugzeug mit fünf Menschen an Bord, darunter zwei US-Amerikaner, im Westen des Landes abgestürzt war.

Kann Wasser wirklich ablaufen?

+++ 8.55 Uhr: Tausende Hektar Wald stehen nach australischem Rekord-Sommer in Flammen +++

Nach einem Sommer voller Hitzerekorde kämpft Australien gegen Wald- und Buschbrände. Allein im südaustralischen Bundesstaat Victoria waren rund tausend Feuerwehrleute im Einsatz, um Brände zu bekämpfen. An mehreren Dutzend Stellen waren die Flammen außer Kontrolle. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Das größte Feuer tobte im Bunyip State Park, wo rund 6000 Hektar Land verbrannten. Nach Behördenangaben wurden mindestens neun Gebäude, unter ihnen Wohnhäuser, zerstört. Ausgelöst wurde dieses Feuer vergangene Woche durch Blitzschlag.

+++ 8.38 Uhr: Immer noch bis zu hundert Bergleute in Goldmine in Indonesien eingeschlossen +++

Sechs Tage nach dem Einsturz einer illegalen Goldmine in Indonesien sind immer noch bis zu hundert Bergleute unter Tage eingeschlossen. Die Retter suchen auf der Insel Sulawesi weiter fieberhaft nach den Vermissten, wie die Behörden mitteilten. 19 Bergleute konnten bisher gerettet werden, außerdem wurden neun Tote geborgen. Völlig unklar ist bislang, wie viele Arbeiter genau verschüttet wurden. Überlebende hätten ganz unterschiedliche Angaben gemacht, erklärte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho. Sie hätten von 30, 50, 60 oder sogar hundert Verschütteten gesprochen. Zum Zeitpunkt des Unglücks hätten sich "viele" Arbeiter in der Hauptgrube und eine "unbekannte Anzahl" von Arbeitern in kleineren Schächten aufgehalten.

+++ 6.32 Uhr: Huawei-Managerin klagt gegen Kanada wegen Festnahme +++

Die in Kanada festgehaltene und von der Auslieferung an die USA bedrohte Finanzchefin des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei, Meng Wanzhou, hat die kanadische Regierung verklagt. Ihre verfassungsmäßigen Rechte seien bei ihrer Festnahme am 1. Dezember schwer verletzt worden, heißt es in der vom US-Nachrichtenportal "Politico" publizierten Klageschrift. Meng verlangt darin auch Schadenersatz wegen "Amtsmissbrauchs" und "Freiheitsberaubung". Die kanadische Regierung hatte sich am Freitag grundsätzlich bereit erklärt, die Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei an die USA auszuliefern. Der Managerin wird Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen. Die US-Regierung verlangt ihre Auslieferung.

+++ 6.03 Uhr: USA und Südkorea beginnen neues Militärmanöver +++

Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben nach der Einstellung ihrer bisher größten gemeinsamen Militärmanöver eine kleinere Kommandoübung gestartet. Das Manöver "Dong Maeng" (übersetzt: Allianz) habe wie geplant begonnen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Es soll bis zum 12. Februar dauern. Beide Länder hatten erklärt, das mehrwöchige Frühjahrs-Feldmanöver "Foal Eagle" sowie die parallel dazu laufende Kommandoschulung "Key Resolve" aus ihrem Trainingsprogramm zu nehmen. Zur Begründung verwies das Pentagon auf die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Streits über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Die Frühjahrsmanöver lösten immer wieder heftige Proteste der kommunistischen Führung Nordkoreas aus.

+++ 5.37 Uhr: Mann fährt nach Streit bei Fastnachtsveranstaltung nahe Trier in Menschengruppe +++

Nach einem Streit bei einer Fastnachtsveranstaltung in der Nähe von Trier ist ein Mann mit seinem Auto in eine Menschengruppe gefahren. Dabei wurde in der rheinland-pfälzischen Mosel-Gemeinde Fell in der Nacht auf Montag ein 18-Jähriger verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der alkoholisierte 28-jährige Angreifer flüchtete zunächst, konnte nach einer Fahndung aber festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Trier stuft den Angriff demnach als versuchtes Tötungsdelikt ein. Bei der Fastnachtsveranstaltung in Fell war es der Polizei zufolge zunächst zu einem Streit und dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit mehreren Verletzten gekommen. Der 28-jährige Beschuldigte setzte sich dann in sein Auto und fuhr auf die Menschenansammlung zu, die sich wegen der Schlägerei vor der Veranstaltungshalle gebildet hatte.

+++ 5.06 Uhr: VW-Chef: US-Autozölle könnten VW bis zu drei Milliarden Euro kosten +++

Volkswagen-Chef Herbert Diess warnt vor Milliardenkosten durch mögliche US-Importzölle. "Das wäre schwer zu verdauen. Es könnte uns zwei bis drei Milliarden Euro kosten - im schlimmsten Fall, bei 25 Prozent Zoll", sagte Diess dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das hätte auch Folgen für die Beschäftigung - eine echte Bedrohung, die wir versuchen, mit allen Kräften zu vermeiden." EU-Kommissarin Cecilia Malmström will in den nächsten Tagen in Washington über eine Annäherung im Handelsstreit beraten. Während Gespräche laufen, sollen dieser Abmachung zufolge keine neuen Zölle verhängt werden.

+++ 5.05 Uhr: Schleswig-Holsteins Sozialminister fordert Belastungsbremse für Pflegebedürftige +++

Schleswig-Holsteins Sozialminister Heiner Garg (FDP) fordert eine Belastungsbremse für Pflegebedürftige und ihre Familien. "Wir dürfen unsere Pflegebedürftigen nicht weiter aufs Sozialamt schicken", sagte Garg den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Ich schlage vor, den Eigenanteil an den Kosten für Unterkunft, Verpflegung und persönlichen Bedarf bei unter 1000 Euro monatlich zu deckeln." Um ständig weitere Beitragserhöhungen zu verhindern, sei ein dynamisch steigender Steuerzuschuss erforderlich, sagte Garg. Er warb damit um Unterstützung für eine entsprechende Bundesratsinitiative Hamburgs und Schleswig-Holstein. 

Kleine Hosentasche

+++ 4.43 Uhr: Bund der Steuerzahler kritisiert Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst +++

Der Bund der Steuerzahler hat den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst kritisiert. "Verdi selbst spricht von einem der besten Ergebnisse der letzten Jahre, es wird also für die Steuerzahler teuer", sagte der Vereinsvorsitzende Reiner Holznagel der "Passauer Neuen Presse". "Ich hätte mir für den Tarifabschluss mehr Qualitätsoffensiven und Leistungskomponenten gewünscht. Nun erleben wir wieder die Gießkanne." Nach tagelangen Warnstreiks im öffentlichen Dienst hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf ein kräftiges Lohnplus für die Beschäftigten der Bundesländer geeinigt. Die Löhne der gut 800.000 Angestellten sollen über einen Zeitraum von 33 Monaten um insgesamt acht Prozent steigen. Die Einigung gilt für alle Länder außer Hessen.

+++ 2.57 Uhr: Guaidó schwört Venezolaner auf Massenprotest gegen Maduro ein +++

Venezuelas selbsternannter Interimspräsident Juan Guaidó hat seine Landsleute vor den angekündigten Massenprotesten gegen Staatschef Nicolás Maduro auf entschlossenen Widerstand eingeschworen. "Wir sind stärker als je zuvor, das ist nicht der Moment um schwach zu werden", sagte Guaidó in einem über die sozialen Netzwerke übertragenen Video. Er rief alle Staatsbediensteten auf, sich den für Montag geplanten Protesten anzuschließen. Er selbst werde am Montag nach Venezuela zurückkehren. Ob Guaidó an den Demonstrationen teilnehmen wird und wo er sich zum Zeitpunkt der Aufnahme des Videos befand, ließ er offen. Seine Botschaft schloss der 35-Jährige mit den Worten: "Wir sehen uns morgen."

+++ 2.39 Uhr: Nach Verfolgungsjagd: Flüchtiger will bei Polizei mitfahren +++

Mit großer Hartnäckigkeit ist ein betrunkener Autofahrer in Rheinland-Pfalz vor der Polizei geflohen - bis er es sich doch anders überlegte. Um einer Verkehrskontrolle zu entgehen, raste der 27-Jährige zunächst durch die engen Gassen der Mosel-Ortschaft Sankt Aldegund, streifte mit seinem Sportwagen eine Hauswand und floh mit rund 200 Stundenkilometern in Richtung des Nachbarortes Bremm, so die Polizei. Durch eine Großfahndung samt Hubschrauber konnte zwar das beschädigte Auto schnell gefunden werden, vom Fahrer fehlte aber jede Spur. Wenig später lief der Flüchtige dann freiwillig der Polizei in die Arme: Bei einer Kontrolle in Bremm fragte er mit zerrissener Hose eine uniformierte Polizistin auf Zivilstreife, ob diese ihn im Auto Richtung Sankt Aldegund mitnehmen könne. "Dem stark alkoholisierten Moselaner konnte sofort geholfen werden!", hieß es in der Mitteilung der Polizei. Sein Auto und Führerschein wurden beschlagnahmt.

+++ 1.53 Uhr: USA fusionieren Botschaft und Konsulat in Jerusalem +++

Nach der Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem schließen die USA nun offiziell auch ihr Konsulat in Jerusalem. Das Konsulat war bisher vor allem eine Anlaufstelle für Palästinenser. Es geht nun in der neuen Botschaft auf, die alles in einer einzelnen diplomatischen Vertretung bündelt, wie das US-Außenministerium mitteilte. Die Palästinenser

kritisierten die Ankündigung scharf und werteten sie als politische Positionierung im Nahostkonflikt zugunsten der israelischen Seite. Die israelische Regierung lobte die Pläne hingegen.

+++ 1.06 Uhr: 5000 Asylsuchende nutzten Rückkehrprogramme +++

Im Rahmen des EU-Türkei-Abkommens haben 2018 knapp 5000 Asylsuchende Griechenland über Rückkehrprogramme freiwillig  verlassen, weitere 322 wurden in die Türkei abgeschoben. Im Gegenzug  hat die EU knapp 7000 syrische Flüchtlinge aufgenommen.  Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Die Regierung  bezieht sich dabei auf Zahlen der EU-Kommission.

+++ 1.05 Uhr: Bundesregierung einigt sich auf Plan für Passentzug bei Dschihadisten +++

Die Bundesregierung hat sich einem Medienbericht zufolge auf einen Plan zum Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit bei IS-Kämpfern geeinigt. "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichteten unter Berufung auf Regierungskreise, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Justizministerin Katarina Barley (SPD) hätten sich auf eine Ausbürgerung von Dschihadisten geeinigt, wenn drei Bedingungen vorliegen: Dschihadisten müssen eine zweite Staatsbürgerschaft besitzen und volljährig sein. Außerdem sollen nur jene Dschihadisten ausgebürgert werden, die sich künftig an Kämpfen beteiligen, nicht aber jene, die bereits inhaftiert sind. Das bedeutet, dass die künftige Regelung nicht rückwirkend angewandt wird. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll dem Bericht zufolge zeitnah abgestimmt werden.

+++ 0.06 Uhr: Teilzeitbeschäftigung seit 1991 um 170 Prozent gestiegen +++

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen in Deutschland ist im vergangenen Jahr mit 61,1 Milliarden Stunden erstmals wieder über das Niveau von 1991 angestiegen. Allerdings hat sich die Verteilung des Arbeitsvolumens auf die Arbeitnehmer in dieser Zeit stark verändert: Während  Vollzeitbeschäftigte 2018 deutlich weniger zum Arbeitsvolumen  beitrugen als 17 Jahre zuvor, stieg der Anteil der Teilzeitbeschäftigten stark an. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Demnach nahm das Arbeitsvolumen von Vollzeitbeschäftigten 2018 gegenüber 1991 um 14,3 Prozent ab, während die geleistete Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten um 170 Prozentpunkte in die Höhe ging.

+++ 0.05 Uhr: Kommunalverband warnt vor Erstarken der AfD im Osten +++

Der Städte- und Gemeindebund hat die etablierten Parteien für das Erstarken der AfD im Osten Deutschlands verantwortlich gemacht. "Überall dort, wo die Menschen sich nicht verstanden fühlen und die etablierten Parteien keine Antworten liefern, steigt die Bereitschaft, sich populistischen oder politisch radikaleren Kräften zuzuwenden", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Handelsblatt". "Populismus und Radikalisierung sind Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland in einer europäischen Wirtschaftsunion." Landsberg wies darauf hin, dass sich trotz der sehr guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland viele Menschen von der positiven Entwicklung abgekoppelt fühlten und ablehnende und radikale Positionen entwickelten. In Ostdeutschland stehen in diesem Jahr drei Landtagswahlen an. In Thüringen wird am 27. Oktober gewählt, in Sachsen und Brandenburg am 1. September.

+++ 0.00 Uhr: Liberale Oppositionspartei gewinnt Parlamentswahl in Estland +++

Aus der Parlamentswahl in Estland ist die oppositionelle Reformpartei als stärkste Kraft hervorgegangen. Nach der Auszählung aller Stimmen kommt die wirtschaftsliberale Partei auf 34 von 101 Sitzen in der Volksvertretung Riigikoku. Dahinter folgt auf Platz zwei die linksgerichtete Zentrumspartei von Regierungschef Jüri Ratas (26 Sitze) vor der rechtspopulistischen Estnischen Konservativen Volkspartei (EKRE, 19 Sitze), wie die Wahlkommission in Tallinn mitteilte. Auch Ratas' Bündnispartner - die konservative Partei Isamaa (12 Sitze) und die Sozialdemokraten (10 Sitze) - schafften den Einzug ins Parlament.

+++ 0.00 Uhr: Hand im Getränkehalter gefangen - Feuerwehr befreit Vierjährige +++

Die Feuerwehr ist in München zu einem Rettungseinsatz der besonderen Art ausgerückt. Eine Vierjährige hatte ihre Finger so tief in die Öffnung eines an ihrem Kindersitz befestigten Getränkehalters gesteckt, dass sie sich selbst nicht mehr daraus befreien konnte, wie die Feuerwehr mitteilte. Nachdem auch die Eltern an der Befreiung im Auto scheiterten, nahmen sie ihre Tochter samt Kindersitz mit in die Wohnung. Mittlerweile war die Hand außerdem stark geschwollen. In der Wohnung riefen die Eltern die Feuerwehr, die mit Spezialwerkzeug anrückte und den Getränkehalter vorsichtig vom Kindersitz sowie von der Hand der Kleinen absägte. Weil das Mädchen inzwischen durch einen Fernseher bei Laune gehalten wurde, bekam sie wohl von der Rettungsaktion zunächst gar nicht viel mit. Der Feuerwehr hingegen machte die ungewöhnliche Aufgabe offensichtlich Freude: "Wir Feuerwehrleute erleben solche Einsätze selten", schrieben die Einsatzkräfte nach ihrer erfolgreichen Rettungsaktion in ihrer Mitteilung.

nik / fin / DPA / AFP