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News des Tages: Schlachthofskandal in Oldenburg: Ikea schmeißt Hot-Dog-Lieferanten raus

Laschet greift Spahn wegen Äußerungen zu Zuwanderung an +++ Italiens Polizei beschlagnahmt Villen von Verbrecherclan in Rom +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ikea in Hamburg-Altona

Ikea in Hamburg-Altona

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Laschet greift Spahn wegen Äußerungen zu Zuwanderung an (18.50 Uhr)
  • Italiens Polizei beschlagnahmt Villen von Verbrecherclan in Rom (17.29 Uhr)
  • US-Armee: 37 Shebab-Kämpfer in Somalia getötet (17.19 Uhr)
  • Staatsanwaltschaft ermittelt im AfD-Spendenskandal gegen Weidel (16.51 Uhr)
  • Israel und Polen lehnen UN-Migrationspakt ab (16.36 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:  

+++ 21.36 Uhr: Schlachthofskandal: Ikea schmeißt Hot-Dog-Lieferanten raus +++

Das ARD-Magazin "Fakt" ist nach eigenen Angaben auf bislang unbekannte Abnehmer des mittlerweile geschlossenen Schlachthofes in Oldenburg gestoßen: darunter Ikea und McDonald's. Der schwedische Möbelkonzern teilte "Fakt" mit, verdächtige Produkte umgehend aus seinen Häusern zu entfernen. Laut Ikea könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Zulieferer des Möbelhauses Fleisch vom in Verruf geratenen Schlachthof bezogen habe. "Die Firma Goldschmaus GmbH ist Lieferant für Hot Dog Würstchen. Rindfleisch ist in geringen Teilen in Hot Dog Würstchen enthalten", so die Schweden. Auch McDonald's räumte ein, Rindfleisch aus Oldenburg bezogen zu haben. Das Geschäftsverhältnis sei aber Ende 2017 beendet worden, weil der Schlachthof verstärkte Kontrollen durch McDonald's abgelehnt habe. In Oldenburg hätten amtliche Veterinäre Tierquälereien geduldet und sich sogar an der Tötung von Rindern beteiligt, wie Videoaufnahmen des Vereins "Deutsches Tierschutzbüro" zeigen, die "Fakt" vorliegen.     

+++ 19.24 Uhr: Kramp-Karrenbauer: CDU muss zu alter Stärke zurückfinden +++

Die Kandidatin für den CDU-Vorsitz, Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, hat erneut eine Erneuerung der Partei verlangt. Es komme darauf an, dass die CDU neues Profil entwickele und zu alter Stärke zurückfinde, sagte sie bei der zweiten Regionalkonferenz der Union am Dienstagabend in Idar-Oberstein. Kramp-Karrenbauer stellte sich zusammen mit den beiden anderen aussichtsreichen Kandidaten für den Parteivorsitz - Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn - den Mitgliedern vor.

CDU-Vorsitz: Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn umgarnen die Parteibasis

+++ 18.50 Uhr: Laschet greift Spahn wegen Äußerungen zu Zuwanderung an +++

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wegen dessen Äußerungen zur Migrationspolitik angegriffen. "Ich habe ihn wegen seiner Expertise in der Gesundheitspolitik unterstützt, dass er als junger Politiker Bundesminister wurde. Die Überbetonung der Migrationspolitik halte ich für falsch", sagte der CDU-Landesvorsitzende dem "Handelsblatt". Die Menschen erwarteten Lösungen, aber nicht immer neue Diskussionen, warf Laschet Spahn vor.

+++ 17.29 Uhr: Italiens Polizei beschlagnahmt Villen von Verbrecherclan in Rom +++

Die italienische Polizei hat acht Villen im Besitz eines bekannten Verbrecherclans in Rom beschlagnahmt. Bürgermeisterin Virginia Raggi bezeichnete den Schlag gegen die Casamonica-Familie als "starkes Signal gegen das Verbrechen". Man habe "30 Jahren der Illegalität ein Ende gesetzt", schrieb sie bei Facebook.

Demnach hatten rund 600 Beamte an den Razzien im südöstlichen Teil der Stadt teilgenommen, wo der Clan einen "Parallelstaat" aufgebaut und die Bürger "terrorisiert" habe. Auch Innenminister Matteo Salvini war vor Ort. "Die Party für Kriminelle ist vorbei", sagte der Politiker der rechten Lega in einer Mitteilung.

+++ 17.19 Uhr: US-Armee: 37 Shebab-Kämpfer in Somalia getötet +++

Die US-Armee hat bei Luftangriffen in Somalia nach eigenen Angaben dutzende Kämpfer der islamistischen Shebab-Miliz getötet. Wie das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte mitteilte, wurden bei zwei Attacken am Vortag in der Region Debatscile insgesamt etwa 37 Kämpfer getötet.

Zivilisten seien nach bisheriger Einschätzung nicht zu Schaden gekommen, erklärte das Kommando. Durch die Angriffe seien die Operationsfähigkeit und der Aktionsradius der Miliz in der Region reduziert worden.

+++ 16.51 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt im AfD-Spendenskandal gegen Weidel +++

Nach dubiosen Wahlkampfspenden aus dem Ausland an die AfD ermittelt die Staatsanwaltschaft Konstanz nun offiziell gegen Bundestags-Fraktionschefin Alice Weidel. Man habe das Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz auf Weidel erstreckt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit.

Das Ermittlungsverfahren richte sich nun gegen insgesamt vier Personen - gegen Weidel und bereits seit vergangener Woche gegen drei Mitglieder ihres AfD-Kreisverbandes Bodenseekreis. Wegen der Immunität der Abgeordneten Weidel hatte die Staatsanwaltschaft ein Schreiben an den Bundestag senden und auf Ablauf einer 48-stündigen Frist warten müssen.

Video: AfD-Spendenaffäre: Weidel weist alle Vorwürfe zurück

+++ 16.36 Uhr: Israel und Polen lehnen UN-Migrationspakt ab +++

Auch Israel und Polen haben am Dienstag angekündigt, den UN-Migrationspakt für "sichere, geordnete und regulierte Migration" abzulehnen. Er habe das Außenministerium angewiesen, der Vereinbarung nicht zuzustimmen, erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die polnische Regierung teilte mit, sie werde das Abkommen nicht unterstützen, weil es "Polen keine Sicherheit garantiert und ein Anreiz zu illegaler Einwanderung sein kann". Beide Länder folgen damit dem Beispiel der USA, Ungarns, Österreichs und Tschechiens.

+++ 15.03 Uhr: Umweltamt: Eine Tonne CO2 verursacht Umweltschäden von 180 Euro +++

Der Ausstoß einer Tonne Kohlenstoffdioxid verursacht dem Umweltbundesamt zufolge Schäden in der Natur von 180 Euro. Umgerechnet auf die Treibhausgas-Emissionen Deutschlands im Jahr 2016 entspreche das Gesamtkosten von rund 164 Milliarden Euro, teilte die Behörde mit. Zu viele Treibhausgase, Luftschadstoffe und andere Umweltbelastungen schädigten Gesundheit, zerstörten Ökosysteme und ließen Tiere und Pflanzen aussterben. Dazu kämen wirtschaftliche Einbußen durch Produktionsausfälle, Ernteverluste und Schäden an Gebäuden und Infrastruktur.

+++ 14.18 Uhr: Kreml kritisiert angebliche US-Einmischung in Interpol-Wahl +++

Kurz vor der Wahl eines neuen Leiters der internationalen Polizeiorganisation Interpol hat Russland eine angebliche Wahlbeeinflussung der USA beklagt. "Die USA versuchen hier, sich in einen Wahlprozess einzumischen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. "Wie soll man das sonst nennen?" Zuvor hatten mehrere US-Senatoren vor einer Wahl des russischen Kandidaten Alexander Prokoptschuk gewarnt. Sollte der 57-jährige Polizeigeneral an die Spitze des Exekutivkomitees treten, werde er die Organisation zugunsten der Kreml-Politik missbrauchen, hieß es in einem Brief an US-Präsident Donald Trump und die Interpol-Mitglieder. Prokoptschuk ist seit 2016 Vize-Präsident der Interpol.

+++ 13.35 Uhr: Mehr als vier von fünf Opfern häuslicher Gewalt sind Frauen +++

In Deutschland sind im vergangenen Jahr 138.893 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt geworden - gut 82 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Das geht aus einer Auswertung des Bundeskriminalamts (BKA) zur Partnerschaftsgewalt hervor, die Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) in Berlin vorstellte. Demnach wird häufiger als jeden dritten Tag in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.    

Giffey nannte die Zahlen "schockierend, denn sie zeigen: Für viele Frauen ist das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort - ein Ort, an dem Angst herrscht". 2017 seien insgesamt 147 Frauen durch sogenannte Partnerschaftsgewalt gestorben. "Das ist für ein modernes Land wie Deutschland eine unvorstellbare Größenordnung."

+++ 13.22 Uhr: Gericht: Ausweisung eines Ausländers wegen Sexualstraftat rechtens +++

Die angeordnete Ausweisung eines in Deutschland aufgewachsenen Ausländers wegen einer schweren Sexualstraftat als Ausdruck eines frauenverachtenden Weltbildes ist rechtmäßig. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz mit einem rechtskräftigen Beschluss.

Der gescheiterte Kläger, ein Türke, war im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Mit 19 Jahren machte er laut OVG in Rheinhessen mit zwei anderen jungen Männern eine 16-Jährige betrunken. In einem Parkhaus missbrauchte er das Mädchen sexuell. Von einem Mittäter wurde es so schwer am Unterleib verletzt, dass es zweimal operiert werden musste. Die Täter hatten das Opfer laut OVG nackt und stark blutend zurückgelassen. Alle drei Täter und auch die junge Frau haben türkische beziehungsweise kurdische Wurzeln.

+++ 12.31 Uhr: Prozess um Mord ohne Leiche: Freispruch +++

Das Landgericht Bremen hat in einem 25 Jahre zurückliegenden Fall einen des Mordes angeklagten Mann freigesprochen. Das Gericht folgte damit den Plädoyers von Verteidigung und Staatsanwaltschaft. Dem 58-Jährigen war vorgeworfen worden, 1993 seine damalige Lebensgefährtin getötet und deren Leichnam versteckt zu haben. Dafür gab es aber keine Beweise. Von der Frau fehlt jede Spur; eine Leiche wurde nie gefunden. Für die Ermittlungen hatte die Polizei einen kompletten See bei Schwanewede ausgepumpt, um nach Tathinweisen zu suchen. Allerdings wurde auch bei dieser Aktion nichts gefunden.

+++ 12.25 Uhr: Toter Wal mit sechs Kilo Plastik im Bauch gefunden +++

An der Küste Indonesiens soll ein toter Wal mit knapp sechs Kilogramm Plastik im Magen angespült worden sein. Unter anderem seien 115 Plastikbecher, 25 Plastiktüten und mehr als 1000 weitere Plastikteile gefunden worden, berichtet der Deutschlandfunk unter Berufung auf den Nationalpark Wakatobi. Demnach wurde das Tier am Montag gefunden. Die Umweltschutorganisation WWF verbreitete Aufnahmen des Wals bei Twitter:

Indonesien gilt neben China und den Philippinen als einer der größten Verursacher von Plastikverschmutzung in den Ozeanen.

+++ 12.24 Uhr: Deutscher und niederländischer Soldat schwer verletzt +++

Beim Zusammenstoß zweier Militärfahrzeuge auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne in der Lüneburger Heide sind sechs deutsche und niederländische Soldaten verletzt worden. Zu dem Unfall kam es bei gemeinsamen Schießübungen, teilte das niederländische Verteidigungsministerium mit. Ein deutscher und ein niederländischer Soldat wurden mit schweren Verletzungen von Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen. Vier weitere Soldaten zogen sich leichte Verletzungen zu.

+++ 11.14 Uhr: 250.000 Liter Öl aus Bohrinsel vor kanadischer Küste ausgetreten +++

Bei einem Unglück auf einer Bohrinsel vor der kanadischen Küste sind rund 250.000 Liter Öl in den Atlantik geflossen. Nach Behördenangaben trat das Öl nach einem Druckverlust in einem Rohr aus, durch das der Rohstoff von der vor Neufundland gelegenen Plattform South White Rose in einen Tanker gepumpt wurde.    

Der Unfall ereignete sich demnach bereits am Freitag. Kontrollen durch ein Aufklärungsflugzeug und sechs Schiffe am Montag hätten keinen neuen Ölaustritt ergeben, erklärten die Behörden. Das Öl sei dabei, sich zu verteilen.

Bei den Kontrollen wurden fünf ölverschmierte Vögel gefunden. Für sie sei ein "Entgiftungszentrum" eingerichtet worden, hieß es in einer Stellungnahme des Energiekonzerns Husky Energy.

+++ 11.04 Uhr: FC Bayern mit Rekordumsatz +++

Der FC Bayern München hat in der Saison 2017/18 wieder einen Rekordumsatz erwirtschaftet und dabei einen satten Gewinn gemacht. Der Konzernumsatz betrug 657,4 Millionen Euro, im Geschäftsjahr zuvor hatte der Beitrag bei 640,5 Millionen Euro gelegen. Unter dem Strich bleiben dem deutsche Fußball-Rekordmeister 29,5 Millionen Euro. Mit dem dritthöchsten Gewinn seiner Historie erweitert der Club die finanziellen Möglichkeiten für kommende Transfers. Im Vorjahr hatte der Konzern den Rekordgewinn von 39,2 Millionen Euro erzielt. 

Uli Hoeneß vom FC Bayern München

+++ 10.35 Uhr: Menschenrechtsgericht fordert von Türkei Freilassung von Kurdenpolitiker Demirtas +++

Das europäische Menschenrechtsgericht hat von der Türkei die Freilassung des Kurdenpolitikers Selahattin Demirtas verlangt. Die Untersuchungshaft des früheren Vorsitzenden der prokurdischen HDP-Partei sei ein "unrechtmäßiger Eingriff in die freie Meinungsäußerung des Volkes", urteilte das Straßburger Gericht. Die türkische Regierung wirft ihm die Unterstützung von "Terroristen" vor.

+++ 9.11 Uhr: Polizist bei Messerattacke in Brüssel verletzt +++

Ein Gewalttäter hat im Zentrum von Brüssel einen Polizisten mit einem Messer verletzt, bevor er selbst von einem anderen Beamten niedergeschossen wurde. Beide Verletzte seien im Krankenhaus, aber nicht in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur Belga. Medienberichte, wonach der Angreifer "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen haben soll, bestätigte die zuständige Polizeidirektion zunächst nicht.

Der Mann führte seine Attacke den Angaben zufolge gegen 5.30 Uhr am Marché au Charbon (Kohlemarkt) aus, im touristischen Zentrum der belgischen Hauptstadt. Der Polizist wurde am Hals verletzt. Ein Kollege habe den mutmaßlichen Täter in die Brust geschossen. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

+++ 8.57 Uhr: Gericht stoppt Trumps Asylpläne +++

Ein Gericht hat die Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Verschärfung des Asylrechts vorläufig gestoppt. Der Bundesrichter Jon Tigar in San Francisco erließ eine einstweilige Verfügung gegen Trumps Erlass, demzufolge vorläufig nur noch legal eingereiste Menschen in den USA Asyl beantragen dürfen. Trump hatte die Asylrechtsverschärfung Anfang November mit der Begrenzung der illegalen Zuwanderung aus Zentralamerika begründet.

+++ 8.49 Uhr: Bitcoin-Absturz setzt sich fort +++

Der Sinkflug vieler Digitalwährungen wie Bitcoin hat sich auch fortgesetzt. An der großen Handelsbörse Bitstamp fiel der Kurs für einen Bitcoin am Morgen bis auf 4485 US-Dollar. Das war der tiefste Stand seit Oktober 2017. Allein seit Mittwoch hat die älteste und bekannteste Kryptoanlage mehr als ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Das Rekordhoch vom Dezember 2017 bei 20 000 Dollar ist schon lange außer Reichweite.

Nicht nur Bitcoin, auch andere bekannte Digitalwährungen wie XRP, Ether oder Bitcoin Cash standen am Dienstag weiter unter Druck. Das Internetportal Coinmarketcap gibt den Wert aller rund 2000 Kryptoanlagen aktuell mit rund 152 Milliarden Dollar an. Das sind fast 60 Milliarden Dollar weniger als noch vor knapp einer Woche. Zu Zeiten des Krypto-Booms vor etwa einem Jahr hatte der Marktwert aller Digitalwährungen bis zu 830 Milliarden Dollar betragen.

Fachleute nennen viele Gründe für den aktuellen Ausverkauf von Digitalanlagen. Unter dem Strich laufen viele Argumente auf eine schlechte Stimmung unter der Krypto-Anhängerschaft und interessierten Anlegern hinaus.

+++ 8.37 Uhr: Zug bei Barcelona entgleist: Ein Toter und sechs Verletzte +++

Bei Barcelona ist am Morgen ein Nahverkehrszug entgleist. Ein Mensch sei bei dem Unfall ums Leben gekommen, sechs weitere seien verletzt worden, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Einsatzkräfte.

Etwa 150 weitere Passagiere blieben unverletzt, als zwei der sechs Waggons aus den Gleisen sprangen. Nach Angaben des spanischen Zivilschutzes soll ein Erdrutsch verantwortlich sein. 

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+++ 8.06 Uhr: Rapper 6ix9ine wegen Banden-Kriminalität angeklagt +++

US-Rapper 6ix9ine wird von der New Yorker Staatsanwaltschaft vorgeworfen, als Teil einer Gangsterbande mehrere Gewalttaten angeordnet oder daran teilgenommen zu haben, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten. In der Anklage ist die Rede von Drogenhandel und einem bewaffneten Überfall auf ein rivalisierendes Bandenmitglied, bei dem mehrere Schüsse fielen. Der 22-Jährige war am Sonntag verhaftet worden. Eine Freilassung auf Kaution lehnte das Gericht ab, da er als eine wahrscheinliche Gefahr für die Öffentlichkeit angesehen wurde.

6ix9ine, der mit bürgerlichem Namen Daniel Hernandez heißt und auch unter dem Namen Tekashi69 aufgetreten ist, ist ebenso erfolgreich wie umstritten. Sein Album "Day69: Graduation Day" ist im Februar erschienen und rangierte hoch in den Charts. Zusammen mit Nicki Minaj hatte er den Single-Hit "Fefe". Sein Äußeres ist auffällig: Er trägt Dreadlocks in Regenbogenfarben, Gesichtstattoos und bunte Zahnaufsätze.

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+++ 6.30 Uhr: Kasse fordert wegen häufiger Arztbesuche von Großstädtern mehr Geld +++

Die vergleichsweise häufigen Arztbesuche von Großstadtbewohnern sollten sich aus Sicht der Techniker Krankenkasse auch in höheren Zuweisungen aus dem Finanzausgleich der Kassen niederschlagen. Es müsse "eine Regionalisierung geben, also vereinfacht gesagt für Großstädter mehr Geld als für Versicherte auf dem Land", sagte TK-Chef Jens Baas der "Rheinischen Post". Die derzeitige Regelung sei nicht mehr zeitgemäß: "Die Kassen erhalten für Versicherte in Großstädten genau so viel Geld wie für Versicherte auf dem Land, dabei gehen Großstädter deutlich häufiger zum Facharzt und verursachen so auch deutlich höhere Kosten als Versicherte auf dem Land. In den Städten gibt es eben mehr Fachärzte, hier schafft sich das Angebot seine Nachfrage."

+++ 6.00 Uhr: So wird das Wetter +++

Der Dienstag ist in Deutschland zumeist stark bewölkt, im Südwesten und an den Alpen zeigt sich abschnittsweise die Sonne. Im zentralen Mittelgebirgsraum sowie im Norden fällt zeitweise Regen. In tieferen Lagen fällt der Niederschlag mitunter als Schnee oder Schneeregen. Im Thüringer Wald und im Harz kann gebietsweise mäßiger Schneefall auftreten, es ist mit Glätte zu rechnen. Im Süden bleibt es dagegen überwiegend trocken. Tageshöchstwerte bei den Temperaturen: Zwischen minus ein Grad am Harz und fünf Grad am Oberrhein, direkt an der See wird es etwas milder. 

+++ 5.00 Uhr: Schüsse auf Klinikgelände: mindestens vier Tote in Chicago +++

Ein Angreifer hat auf einem Krankenhausgelände in Chicago drei Menschen getötet. Bei den Opfern handle es sich um zwei Mitarbeiterinnen der Klinik und einen Polizisten, wie Polizeichef Eddie Johnsonsagte. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei sei schließlich auch der Angreifer ums Leben gekommen.     

Unklar war zunächst, ob er von der Polizei erschossen wurde oder sich selbst das Leben nahm. Nach der Attacke war zunächst lediglich von mehreren Verletzten die Rede gewesen.

+++ 3.30 Uhr: Deutsche gewinnt International Emmy Award +++

Die deutsche Schauspielerin Anna Schudt hat bei den International Emmy Awards für ihre Verkörperung der Komikerin Gaby Köster den Preis als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Die autobiografische RTL-Produktion "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" erzählt davon, wie Köster sich nach ihrem Schlaganfall wieder ins Leben zurückkämpft. Bei den International Emmy Awards werden Preise in 13 Kategorien vergeben. Zu Beginn der Verleihung war die WDR-Produktion "Toter Winkel" als bester Fernsehfilm/Miniserie leer ausgegangen. Auch im letzten Jahr hatte Deutschland mit "Familie Braun" einen der Fernsehpreise gewonnen.

+++ 2.45 Uhr: Chips werden wegen schlechter Kartoffelernte teurer +++

Wegen der schlechten Kartoffelernte werden Chips in Deutschland bald teurer. Der Marktführer Intersnack (funny-frisch, Chio) kündigte gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe (u.a. "Berliner Morgenpost") Preiserhöhungen für das Knabbergebäck an. Es würden bis zu 40 Prozent der sonst von Vertragsbauern gelieferten Kartoffeln fehlen. Kartoffeln müssten deswegen "teuer" zugekauft werden. "Durch den zu heißen und zu trockenen Sommer ist die Ernte geringer ausgefallen", erklärte das Unternehmen gegenüber den Funke-Zeitungen.

+++ 2.33 Uhr: Warnstreik bei Eurowings: 18 Flugausfälle +++

Eurowings-Passagiere am Düsseldorfer Airport müssen sich am heutigen Dienstag auf Flugausfälle einstellen. Im Tarifstreit mit der Lufthansa-Tochter hat die Gewerkschaft Verdi das Kabinenpersonal für den frühen Morgen zum Warnstreik aufgerufen. Die Flugbegleiter der Airlines Eurowings und LGW sollen in der Zeit von 4.30 Uhr bis 12.30 Uhr die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Eine Eurowings-Sprecherin hatte am Montagabend erklärt, 18 Flüge ab Düsseldorf seien betroffen und fielen aus.

In einer Mitteilung betonte die Airline aber zugleich, in Düsseldorf "die weit überwiegende Mehrheit ihrer Flüge durchführen zu können". Andere Standorte sind demnach nicht betroffen. Passagiere sollten sich vorab auf www.eurowings.com, in der der Eurowings-App oder über die Eurowings-Hotline informieren, ob ihr Flug stattfindet.

+++ 2.11 Uhr: Bericht: Ivanka Trump nutzte privates Mail-Konto für Dienstliches +++

Die Tochter des US-Präsidenten, Ivanka Trump, hat einem Medienbericht zufolge Hunderte dienstliche E-Mails von einem privaten E-Mail-Konto aus verschickt und damit in vielen Fällen wohl gegen Vorgaben des Weißen Hauses verstoßen. Das berichtete die "Washington Post". Die Zeitung zitierte einen Anwalt von Ivanka Trump, der die teilweise Nutzung des privaten Mail-Accounts seiner Mandantin einräumte und betonte, dies sei geschehen, bevor sie über die Regeln zum Umgang mit E-Mails informiert worden sei. Der Anwalt versicherte auch, keine dieser Mails habe als vertraulich eingestufte Informationen enthalten. Ivanka Trump habe das persönliche Mail-Konto "manchmal" genutzt für logistische Fragen und terminliche Absprachen bezüglich ihrer Familie.

Die E-Mail-Praxis seiner Tochter ist für Trump heikel, da er seiner Konkurrentin im Präsidentschaftswahlkampf 2016, Hillary Clinton, die Nutzung eines privaten Mail-Kontos für dienstliche Belange in höchst angriffslustiger Weise vorgehalten hatte.

+++ 1.03 Uhr: DRK: Rettungsgassen in 80 Prozent der Fälle blockiert +++

80 Prozent aller Rettungseinsätze bundesweit werden nach einer Umfrage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durch blockierte Rettungsgassen erschwert. Der durchschnittliche Zeitverlust der Helfer wird nach Angaben von DRK-Bundesarzt Peter Sefrin auf bis zu fünf Minuten geschätzt, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (kostenpflichtiger Artikel) berichtete, der auch die Umfrage vorlag. "Diese Zahlen sind erschreckend. Gerade wenn es um Menschenleben geht, zählt jede Sekunde", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der Zeitung. 

An der Umfrage haben sich 96 Rettungsteams des DRK aus Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland, Niedersachsen, Berlin und Sachsen beteiligt. Zur Abschreckung waren die Bußgelder im Oktober 2017 drastisch erhöht worden. Eine Rettungsgasse zu blockieren kann 320 Euro maximal plus Fahrverbot kosten. 

+++ 0.05 Uhr: Koalition einigt sich offenbar bei Fachkräftezuwanderung +++

Union und SPD haben eine Einigung über den Zuzug ausländischer Fachkräfte gefunden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat das Bundesinnenministerium den entsprechenden Referentenentwurf  in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben. 

Konkret sehe der Entwurf, der der Zeitung vorliegt, eine Lockerung der Regeln für Ausländer aus Nicht-EU-Staaten vor, die in Deutschland arbeiten wollen. In Zukunft dürfe jeder hier arbeiten, der einen Arbeitsvertrag "und eine anerkannte Qualifikation" vorweisen kann. Wer eine Berufsausbildung habe, dürfe zudem für eine befristete Zeit einreisen, um sich eine Stelle zu suchen. Diese Regelung soll zunächst fünf Jahre lang probeweise gelten. Möglich werde ebenfalls ein Aufenthalt, um sich weiter zu qualifizieren. Es soll zudem "eine begrenzte Möglichkeit" geschaffen werden, sich "unter bestimmten Voraussetzungen" seine im Ausland erworbene Berufsausbildung erst nach der Einreise in Deutschland anerkennen zu lassen. Gelockert werden dem Zeitungsbericht zufolge auch die Regeln für die sogenannte Ausbildungsduldung, dass also Azubis während ihrer Lehre nicht abgeschoben werden und nach dem Abschluss noch zwei Jahre hier arbeiten dürfen.  

+++ 0.00 Uhr: Weißes Haus gibt CNN-Reporter Acosta Akkreditierung zurück +++

Das Weiße Haus hat im Streit mit dem Sender CNN nachgegeben und die Akkreditierung des Reporters Jim Acosta wieder vollumfänglich in Kraft gesetzt. Der Presseausweis Acostas sei "wiederhergestellt", teilte die Sprecherin des US-Präsidialamts, Sarah Sanders, in Washington mit. CNN zog daraufhin nach eigenen Angaben die von dem Sender bei einem Bundesgericht eingereichte Klage gegen das Weiße Haus zurück.   

Sanders warnte den Reporter jedoch, dass ihm eine erneute Aussperrung blühen könnte, sollte er sich bei künftigen Pressekonferenzen nicht an "bestimmte Regeln" halten. Diese Regeln wurden wurden nach Angaben der Sprecherin nun in Reaktion auf den Fall Acosta für alle im Weißen Haus arbeitenden Journalisten festgelegt. Demnach darf ein Reporter, der während einer Pressekonferenz aufgerufen wird, nur eine einzige Frage stellen und muss dann das Mikrofon wieder abgeben. 

Pressekonferenz im Weißen Haus: Donald Trump und Jim Acosta im Wortgefecht - CNN-Journalist will das Mikro nicht hergeben
wue / DPA / AFP