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News des Tages: Seehofer angeblich zu vorzeitigem Abgang als Ministerpräsident bereit

Eingeschlafener überhört Brandmelder und Feuerwehr +++ Nordkorea warnt vor Atomkrieg +++ Ägyptischer Anwalt muss nach Vergewaltigungsaufruf in Haft +++ +++ USA ziehen sich aus UN-Flüchtlingsvereinbarung zurück+++ Die Nachrichten des Tages

Horst Seehofer und die CSU-Spitze haben über das weitere Vorgehen im laufenden Machtkampf um die Spitzenposten beraten

Horst Seehofer und die CSU-Spitze haben über das weitere Vorgehen im laufenden Machtkampf um die Spitzenposten beraten

Kurzüberblick über die Meldungen:

  • Horst Seehofer angeblich zu vorzeitigem Abgang als Ministerpräsident bereit (19 Uhr)
  • Nach Schlägerei vor Nachtclub: Autofahrer rast in Menschenmenge (16.24 Uhr)
  • Paketbombe von Potsdam: Hintergrund ist eine DHL-Erpressung (15.13 Uhr)
  • Nordkorea warnt vor US-Luftwaffenmanöver vor Atomkrieg (12.01 Uhr)
  • Polizist und Bankräuber sterben bei Schusswechsel in Polen (11.48 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 19.29 Uhr: Nordkorea droht USA und Südkorea wegen Luftwaffenübung mit Vergeltung +++

Vor dem Beginn eines großen jährlichen Luftwaffenmanövers der USA und Südkoreas hat Nordkorea den Ton wieder deutlich verschärft und mit Vergeltung gedroht. Das nordkoreanische Komitee für die Friedliche Wiedervereinigung des Landes warf den beiden Ländern vor, an diesem Montag ihr größtes gemeinsames Luftwaffenmanöver zu starten, um Nordkorea "komplett zu zerstören". Nordkoreas Außenministerium hatte am Samstag die US-Regierung beschuldigt, "um einen Atomkrieg zu betteln". Beide Erklärungen wurden von den Staatsmedien veröffentlicht.

+++ 19 Uhr: Seehofer zu vorzeitigem Abgang als Ministerpräsident bereit +++

CSU-Chef Horst Seehofer ist grundsätzlich bereit, sein Amt als bayerischer Ministerpräsident bereits vor der Landtagswahl im Herbst 2018 an einen Nachfolger abzutreten. Als möglichen Zeitpunkt habe er das erste Quartal 2018 genannt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus der engsten Parteiführung. Dies hatte zuvor auch die "Augsburger Allgemeine" gemeldet.

+++ 18.30 Uhr: AfD wählt sechs Beisitzer: Ein Rechtsnationaler und zwei Frauen +++

Die AfD hat bei ihrem Parteitag in Hannover zahlreiche Neulinge in den Vorstand gewählt. Fraktionschefin Alice Weidel und die Berliner Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch waren am Sonntag die einzigen Frauen, die sich bei der Wahl der sechs Beisitzer durchsetzen konnten. Von Storch bezeichnete Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als "größte Rechtsbrecherin der deutschen Nachkriegsgeschichte". Sie wurde danach mit 55,2 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt. Von Storch war bisher Vizevorsitzende der AfD. Weidel sagte: "Die Merkeldämmerung ist längst eingetreten und das waren wir, liebe Freunde." Sie holte 69,1 Prozent. Vom rechtsnationalen Flügel konnte sich allein Andreas Kalbitz durchsetzen, der die AfD-Landtagsfraktion in Brandenburg leitet. Weitere Favoriten des Flügels scheiterten.

+++ 17.33 Uhr: Kreise: Seehofer will CSU-Vorsitz, aber nicht Spitzenkandidatur +++

CSU-Chef Horst Seehofer will auf dem Parteitag im Dezember wieder als Parteivorsitzender antreten, aber 2018 nicht erneut als Spitzenkandidat in die bayerische Landtagswahl ziehen. Das sei sein Vorschlag, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus der engsten Parteiführung. Zuvor hatte dies auch die "Augsburger Allgemeine" gemeldet.

+++ 17.21 Uhr: Junger Mann stirbt auf Heimweg von Disco auf Feld +++

Auf dem Heimweg von einer Diskothek ist ein 21-Jähriger in Niedersachsen nachts auf einem Feld zu Tode gekommen.
Ob der junge Mann erfroren sei, müsse die anstehende Obduktion ergeben, teilte die Polizei mit. Gemeinsam mit Freunden hatte der junge Mann in der Nacht zum Samstag eine Disco in Holtgast an der Nordsee besucht. Dann habe er ein Taxi für den Heimweg nach Plaggenburg nehmen wollen. Weil er dort nicht eintraf, wurde er als vermisst gemeldet. Mehr als 300 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen suchten daraufhin unter anderem mit Rettungshunden nach dem 21-Jährigen. Am Sonntagmittag schließlich wurde er leblos auf einem Feld in Holtgast gefunden.

+++ 16.37 Uhr: Paketbombe wurde in Potsdamer Packstation aufgegeben +++

Die Potsdamer Paketbombe wurde nach Ermittlungen der Polizei in einer DHL-Packstation in der Stadt aufgegeben. Die Fahnder suchen jetzt Zeugen, die am vergangenen Donnerstag gegen 7.00 Uhr an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, heißt es in einem Fahndungsaufruf. Zudem werden alle Personen gesucht, die dort zwischen 6.30 Uhr und 7.15 Uhr Pakete aufgegeben haben. Die Packstation befindet sich unweit der berühmten Potsdamer Parklandschaft mit dem Schloss Sanssouci. Die Polizei bittet um Hinweise unter der eigens eingerichteten Telefonnummer 0331/505950.

+++ 16.24 Uhr: Nach Schlägerei vor Nachtclub: Autofahrer rast in Menschenmenge +++

Die New Yorker Polizei fahndet nach einem Autofahrer, der am Morgen vor einem Nachtclub im Bezirk Queens in eine Menschengruppe gerast sein soll. Ein Mensch starb, drei weitere erlitten teils schwere Verletzungen, wie es hieß. Ersten Zeugenaussagen nach war es vor dem Nachtclub gegen 4.30 Uhr (Ortszeit) zu einem Streit zwischen Gästen gekommen. Im Verlauf der Auseinandersetzung fuhr jemand mit einem Auto in die Gruppe und raste dann ohne Halt weiter den Bürgersteig entlang. Ein Sprecher der Polizei sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Fall werde zunächst nicht als möglicher Terrorangriff behandelt.  

+++ 16.08 Uhr: Innenminister: Paketbombe landete wohl zufällig am Weihnachtsmarkt +++

Die Potsdamer Paketbombe ist nach Einschätzung der Ermittler nur zufällig direkt am Weihnachtsmarkt gelandet. "Es scheint Zufall zu sein, dass das Paket dorthin geschickt wurde", sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Der Täter habe zum Beispiel auch nicht wissen können, ob das Paket direkt in der Apotheke am Weihnachtsmarkt geöffnet wird.

Potsdam: Polizisten sperren die Straßen um den Weihnachtsmarkt wegen eines verdächtigen Gegenstands

+++ 15.38 Uhr: Potsdamer Paketbombe war nach neuesten Erkenntnissen hoch gefährlich +++

Die bei einem Apotheker am Potsdamer Weihnachtsmarkt abgegebene Paketbombe war nach den neuesten Erkenntnissen der Polizei sehr gefährlich. Sie hätte bei einer Explosion schwerste Verletzungen zur Folge gehabt, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke sagte, der Apotheker habe beim Aufmachen ein Zischen gehört. Zuerst hatte es dagegen geheißen, dass das Paket vermutlich über keinen Zünder verfügt habe. Inzwischen sei der Sprengsatz aber nochmal analysiert worden, sagte Mörke.

+++ 15.14 Uhr: Paketbombe von Potsdam: "Täter nehmen bewusst die Schädigung von Leben und Gesundheit in Kauf" +++

Hintergrund des Bombenalarms am Potsdamer Weihnachtsmarkt ist nach Erkenntnissen der Ermittler eine Erpressung des Paketzulieferers DHL. Dies sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in Potsdam.
Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke erklärte während einer Pressekonferenz, dass am Tatort ein kleiner Zettel mit einem QR-Code gefunden worden sei. Die Auslesung habe "eindeutig" eine Erpressung des Paketdienstes DHL ergeben. Man ermittle daher wegen versuchter räuberischer Erpressung und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, wie die Polizei Brandenburg auf Twitter schreibt. 

Darüber hinaus, so Polizeipräsident Mörke, seien "weitere solcher Sendungen nach jetzigem Ermittlungsstand wahrscheinlich." Es könnte ein Zusammenhang zu einem Fall vom November geben, wo ein Täter oder eine Tätergruppe offensichtlich angekündigt habe, Paketbomben zu senden, wenn DHL nicht zahle.

"Die Täter nehmen bewusst die Schädigung von Leben und Gesundheit von Menschen in Kauf", so Polizeipräsident Mörke weiter. Weitere Erkenntnisse könne man aus ermittlungstaktischen Gründen aktuell nicht mitteilen. Außer: Es besteht eine "hohe Wahrscheinlichkeit", dass der/die Täter aus dem Raum Berlin-Brandenburg stammen würde(n). Ein Fahnungsaufruf sei gestartet, ein Hinweistelefon eingerichtet. 

+++ 15.10 Uhr: Hinter Paketbombe steckt Millionenerpressung gegen DHL +++

Hintergrund des Bombenalarms am Potsdamer Weihnachtsmarkt ist nach Erkenntnissen der Ermittler eine Erpressung des Paketzulieferers DHL. Dies sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Sonntag in Potsdam.

+++ 14.01 Uhr: Griechische Polizei lässt Schleuserbande hochgehen +++

Die griechische Polizei hat vier mutmaßliche Mitglieder einer Schleuserbande festgenommen. Die drei Männer und eine Frau hätten mit einem Kleintransporter und einem Pkw 27 Migranten von der griechisch-türkischen Grenze am Fluss Evros abgeholt und ins Landesinnere gebracht, teilte die Polizei mit. Sie veröffentlichte Fotos von den zwei Autos. Es wird vermutet, dass der Lastwagen auf dem Weg zu einem der westgriechischen Häfen unterwegs gewesen war. Von den Häfen Patras und Igoumenitsa laufen täglich mehrere Fähren zu den italienischen Häfen Brindisi, Bari, Ancona, Venedig und Triest aus.

+++ 13.25 Uhr: Von Storch nennt Merkel "größte Rechtsbrecherin der deutschen Nachkriegsgeschichte" +++

Die erneut in den AfD-Vorstand gewählte Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit scharfen Worten attackiert: Merkel sei die "größte Rechtsbrecherin der deutschen Nachkriegsgeschichte" sagte von Storch in ihrer Bewerbungsrede auf dem AfD-Parteitag in Hannover. "Der Islam gehört ebenso wenig nach Deutschland wie Merkel ins Kanzleramt". Weiter meinte die ehemalige Europaabgeordnete der AfD, es gehe um die Frage, "ob es dieses Deutschland in Zukunft überhaupt noch geben wird". Deutschlands Problem sei die "Dekadenz der Eliten". Die AfD sei "die letzte Hoffnung für dieses Land."

Von Storch wurde daraufhin mit 55,2 Prozent der Delegiertenstimmen in den Vorstand gewählt. Sie war bisher Vizevorsitzende der AfD.

+++ 13.22 Uhr: Vulkan Agung auf Bali bleibt gefährlich +++

Kein Aufatmen auf der indonesischen Ferieninsel Bali: Der Vulkan Agung bleibt gefährlich. Die Aktivität sei unvermindert hoch, hieß es im jüngsten Bulletin der Vulkanologen vom Wochenende. Die Warnstufe bleibt auf dem höchsten Niveau. Der 3031 Meter hohe Vulkan hatte am 21. November begonnen, Feuer und Asche zu spucken. Die Aschesäulen stiegen bis zu 4000 Meter hoch. Ein großer Ausbruch wurde befürchtet. Die Behörden begannen, die Umgebung zu evakuieren. Ein Gebiet von acht bis zehn Kilometern rund um den Gipfel wurde zur Gefahrenzone erklärt. Außerhalb der Zone sei das Reisen auf Bali weiterhin sicher, schrieben die Vulkanologen.

+++ 12.59 Uhr: Eingeschlafener Mann überhört Brandmelder und Feuerwehr +++

Weder Brandmelder noch das Klopfen der Feuerwehr haben einen Mann aus dem oberfränkischen Forchheim aus seinem Tiefschlaf geweckt. Das Essen des 62-Jährigen war im Backofen verbrannt, die Wohnung füllte sich mit Rauch, wie die Polizei mitteilte. Ein Nachbar alarmierte am Samstagabend die Feuerwehr, die die Wohnungstür aufbrach und den Mann erst aufwecken musste, wie es weiter hieß. Der Backofen war zwar schnell ausgestellt. Doch jetzt erwartet den 62-Jährigen zusätzlich zum Schaden in seiner Wohnung noch ein juristisches Nachspiel: Es droht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, da er seiner "Beaufsichtigungspflicht des Backofens" nicht nachgekommen war, wie es hieß.

+++ 12.51 Uhr: Tausend Hongkonger demonstrieren für mehr Demokratie +++

In Hongkong haben etwa tausend Menschen für mehr Demokratie demonstriert. Sie kritisierten die pekingtreue Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone und solidarisierten sich mit dem Aktivisten Joshua Wong, der an der Spitze des Demonstrationszugs lief. Der 21-jährige Wong war im Zusammenhang mit seiner führenden Rolle in der Demokratiebewegung im August zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Im Oktober kam er gegen Auflagen vorzeitig auf freien Fuß. Er muss sich jedoch am Donnerstag erneut vor Gericht verantworten. Wong war eines der prominentesten Gesichter der sogenannten Regenschirmbewegung, die 2014 für politische Reformen kämpfte.

+++ 12.28 Uhr: 1. FC Köln feuert Trainer Peter Stöger +++

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat sich von Trainer Peter Stöger getrennt. Das gab der Verein am Tag nach dem 2:2 des Tabellenletzten beim FC Schalke 04 bekannt. Bis zur Winterpause werde U19-Trainer Stefan Ruthenbeck die FC-Profis betreuen, hieß es in der Mitteilung. Nach Andries Jonker beim VfL Wolfsburg, Carlo Ancelotti bei Bayern München und Alexander Nouri bei Werder Bremen ist es die vierte vorzeitige Trennung zwischen Clubs und Trainern in der aktuellen Saison.

Der 51 Jahre alte Stöger betreute die Kölner Profis seit dem 14. Juni 2013. 2014 führte der Österreicher die Mannschaft in die Bundesliga zurück. In der Vorsaison schafften die Kölner als Tabellenfünfter nach 25 Jahren Unterbrechung erstmals wieder die Teilnahme am Europacup. Der Bundesliga-Premierenmeister (1964) sucht außer einem neuen Chefcoach auch einen Nachfolger von Manager Jörg Schmadtke. Der eigentlich noch bis 2023 laufende Vertrag mit Schmadtke war am 23. Oktober gelöst worden. 

+++ 12.01 Uhr: Nordkorea warnt vor US-Luftwaffenmanöver vor Atomkrieg +++

Nordkorea hat angesichts des morgen beginnenden Luftwaffenmanövers der USA und Südkoreas vor einem Atomkrieg gewarnt. Im Leitartikel der Parteizeitung "Rodong Sinmun" hieß es, die fünftägige Übung in der Pazifikregion sei seitens der "Kriegstreiber" USA und Südkorea eine "offene und umfassende Provokation gegen die Demokratische Volksrepublik Korea", die jederzeit zu einem Atomkrieg führen könne.

Die Übung "Vigilant Ace" ist das größte jemals abgehaltene gemeinsame Luftwaffenmanöver der USA und Südkoreas. 12.000 Mitglieder der US-Armee, eine ungenannte Anzahl südkoreanischer Soldaten sowie mehr als 230 Militärflugzeuge in acht südkoreanischen und US-Stützpunkten sollen nach Angaben der US-Luftwaffe an dem Manöver teilnehmen. Beteiligt sind auch US-Tarnkappenbomber vom Typ F-22 Raptor (Greifvogel).

+++ 11.48 Uhr: Polizist und Bankräuber sterben bei Schusswechsel in Polen +++

Bei einem Schusswechsel sind in Polen ein Polizist und ein mutmaßlicher Bankautomaten-Knacker ums Leben gekommen. Drei weitere Beamte seien leicht verletzt worden, teilte ein Behördensprecher der Agentur PAP zufolge mit. Als die Polizisten die Tür zum Geldautomaten-Container aufbrachen, eröffnete der Mann demnach ohne Vorwarnung mit einer Maschinenpistole das Feuer.

Der 42-Jährige sei wegen Autodiebstahls, Einbruchs und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung mehrfach vorbestraft gewesen, hieß es. Er habe den Geldautomaten vermutlich mit Sprengstoff aufbrechen wollen. Ein mutmaßlicher Komplize, der in einem Auto gewartet habe, sei festgenommen worden. Zu dem tödlichen Vorfall kam es in der Nacht in der Gemeinde Wisznia Mala 13 Kilometer nördlich von Breslau (Wroclaw).

+++ 11.44 Uhr: Polizei geht nach Hochhausbrand in Berlin von Fahrlässigkeit aus +++

Nach dem Hochhausbrand im Ostberliner Stadtteil Biesdorf mit 22 Verletzten geht die Polizei nicht von Brandstiftung aus. Die bisherigen Erkenntnisse deuteten auf Fahrlässigkeit als Ursache für das Feuer hin, sagte eine Polizeisprecherin heute. Das Feuer in dem Gebäude hatte sich am Samstag vom dritten Stock bis ins zehnte Obergeschoss und bis zum Dach ausgebreitet. Die Polizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. Das Feuer sei vermutlich in einer Küche entstanden, so die Sprecherin.

Das Gebäude ist nach Angaben der Feuerwehr derzeit unbewohnbar, 50 Menschen mussten in einer Notunterkunft betreut werden. Es gab demnach 22 Verletzte, drei von ihnen wurden schwerer verletzt. Die Feuerwehr war am Samstag mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort, um den Brand zu löschen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.

+++ 11.34 Uhr: Niedersachsen eingeschneit - Winterliche Verhältnisse auf den Straßen +++

In Niedersachsen ist es am Morgen bei Schneefall zu einigen glättebedingten Unfällen gekommen. Dabei blieb es allerdings bei Blechschäden, wie die Polizeidirektionen und die Verkehrsmanagementzentrale meldeten. Auch im Bahnverkehr gebe es keine Einschränkungen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. In der Nacht und am Morgen waren in weiten Teilen Niedersachsens mehrere Zentimeter Schnee gefallen. Im Laufe des Tages sollte der Schneefall jedoch in Regen übergehen, prognostizierte der Deutsche Wetterdienst.

+++ 11.29 Uhr: US-Skistar Lindsey Vonn macht sich Sorgen um die USA +++

US-Skistar Lindsey Vonn ist in Sorge um ihr Heimatland. "Es ist der Wahnsinn, was passiert, in Washington, in Hollywood, das ganze Land lebt im Chaos. Nachrichten kann ich schon gar nicht mehr schauen, es wird nur noch schlimmer", sagte die beste Skirennfahrerin der Weltcup-Geschichte in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". So lange Donald Trump Präsident ist, will Vonn auch nicht mehr ins Weiße Haus kommen. "Bislang habe ich keine Einladung gekriegt. Ich würde eine solche aber sicher auch nicht annehmen", sagte die 33-Jährige. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte Vonn in dessen Amtszeit besucht.

+++ 10.44 Uhr: Kauder fordert wegen AfD mehr Abgeordneten-Präsenz im Parlament +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder hält es in der Auseinandersetzung mit der AfD für nötig, dass die anderen Bundestagsparteien die Parlamentsdebatten wieder stärker besetzen. Dieser Appell richte sich "auch an die eigenen Reihen", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Die anderen Fraktionen und auch wir müssen die Präsenz im Parlament erhöhen. Die Bürger achten schon darauf, ob rechts außen die Reihen gut gefüllt sind, aber nicht bei den anderen Fraktionen."

Hintergrund ist, dass Plenardebatten in der Vergangenheit oft vor halb leerem Saal stattfanden, weil ein großer Teil der Abgeordneten in der Zeit in Ausschüssen oder im Büro arbeitete, von wo die Reden via Bildschirm verfolgt werden können. Aus den Reihen der AfD wird inzwischen aber gerne mal via Twitter auf eine angebliche Leere bei anderen Fraktionen hingewiesen.

+++ 8.06 Uhr: Ägyptischer Anwalt wegen Kommentaren über Vergewaltigung verurteilt  +++

Ein ägyptischer Anwalt, der in einer TV-Sendung dazu aufgerufen hatte, Frauen mit zerrissenen Jeans zu belästigen und zu vergewaltigen, ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das staatliche Ordnungsgericht in Kairo habe den Anwalt zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 ägyptischen Pfund (umgerechnet etwa 948 Euro) verurteilt, berichtete die staatliche Zeitung "Al-Ahram". Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Der in Ägypten umstrittene Anwalt Nabil a-Wahsch hatte im Oktober in einer Fernsehsendung, in der es um ein Gesetz zur Prostitution ging, gesagt, es sei "nationale Aufgabe", Frauen zu belästigen oder zu vergewaltigen, wenn sich diese in der Öffentlichkeit freizügig kleiden und zum Beispiel zerrissene Jeans tragen würden. Die Äußerungen hatten zu einem Aufschrei von Menschenrechtsgruppen in Ägypten geführt.

+++ 8.04 Uhr: Rechtsmediziner fordert strenge Kriterien bei Leichenschauen +++

Der Frankfurter Rechtsmediziner Marcel Verhoff fordert Verbesserungen bei der Leichenschau in Deutschland. Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Rostock hatte 10.000 Todesbescheinigungen aus Rostock und Umgebung aus drei Jahren überprüft: Lediglich 223 waren fehlerfrei. 44 Mal wurde fälschlicherweise ein natürlicher Tod bescheinigt. Auch wenn es für Hessen keine vergleichbare Untersuchung gibt, glaubt der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Goethe-Universität nicht, dass die Qualität der Leichenschau in anderen Bundesländern besser ist. Verhoff wünscht sich verpflichtende Fortbildungen für alle Ärzte und eine Liste mit Kriterien, wann eine innere Leichenschau (Obduktion) durchgeführt werden muss.

In Bremen wird seit August jeder Gestorbene von einem ausgebildeten Leichenschauarzt begutachtet. In Flächenländern wie Hessen sei ein solches Modell personell "nicht realisierbar", glaubt Verhoff.

+++ 6.34 Uhr: Klimaforscher Latif: Sofort Kohlekraftwerke abschalten +++

Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif sieht beim Kampf gegen die Erderwärmung ein großes Versagen der Politik. Deutschland müsste sofort Braunkohlekraftwerke abschalten, um das erklärte Ziel einer Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 im Vergleich zu 1990 noch erreichen zu können, sagte Latif der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es fehlt schlichtweg am politischen Willen. Dabei geht es um die Glaubwürdigkeit Deutschlands."

International hätten die bisher 23 Weltklimakonferenzen - zuletzt in Bonn - vielleicht die politische Atmosphäre verbessert, "real ist aber der Gehalt von Kohlendioxid immer schneller gestiegen". Latif ist Professor am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

+++ 5.30 Uhr: Präsident Xi verteidigt Chinas Kontrolle des Internets +++

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat die scharfe Internet-Kontrolle seines Landes verteidigt. Zum Auftakt der Welt-Internet-Konferenz der chinesischen Regierung in der ostchinesischen Stadt Wuzhen sagte der Präsident in einer Grußbotschaft an die 1500 Teilnehmer, dass China seine Tür zum weltweiten Netz offen halten wolle, aber dass Cyber-Souveränität wichtig für die Entwicklung des Internets sei.

Hinter diesem Konzept steckt der Anspruch, dass jedes Land das Recht haben soll, sein Internet selbst zu verwalten, zu kontrollieren und zu zensieren. So sperrt China soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und Instagram, alle Googledienste wie Suche, Mail oder Maps oder auch die Online-Angebote der "New York Times" oder des "Wall Street Journal" und eine Vielzahl chinakritischer Webseiten. Die dreitägige Konferenz wird von der staatlichen Cyber-Verwaltung Chinas organisiert, in deren Händen die Kontrolle und die als "Große Firewall" bekannten Sperren des Internets in China gebündelt sind.

+++ 5.04 Uhr: Deutscher Tauchroboter findet historisches Flugzeug in Kanada +++

Ein Tauchroboter deutscher Wissenschaftler hat im Ontariosee in Kanada Testmodelle eines dort vor mehr als 50 Jahren entwickelten Militärflugzeuges entdeckt. Der dreieinhalb Meter lange Unterwasserroboter fand auf dem Seeboden die Überreste von zwei der acht historischen Versuchsmodelle des Abfangjägers Avro Canada CF-105 Arrow, wie die Fraunhofer-Gesellschaft mitteilte. Diese waren in den 1950er-Jahren bei Flugversuchen am Seeufer abgeschossen worden. Die Fragmente sind über ein großes Gebiet im rund 240 Meter tiefen Ontariosee an der Grenze zwischen Kanada und den USA verstreut.

+++ 4.56 Uhr: USA ziehen sich aus UN-Flüchtlingsvereinbarung zurück +++

Die USA ziehen sich aus einer Flüchtlingsvereinbarung der Uno zurück. Die US-Vertretung bei den Vereinten Nationen habe UN-Generalsekretär Antonio Guterres darüber informiert, dass sich Washington nicht länger an der Ausarbeitung des globalen Flüchtlings- und Migrationspaktes beteilige, erklärte die US-Vertretung in New York. Die dazu verabschiedete New Yorker Erklärung sei "unvereinbar" mit der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik der USA.
Die UN-Vollversammlung hatte im September 2016 einstimmig eine Absichtserklärung für einen besseren Schutz von Flüchtlingen und Migranten verabschiedet. In der rechtlich nicht bindenden Vereinbarung sagten die 193 Mitgliedstaaten unter anderem eine bessere Unterstützung für die Länder zu, die die meisten Flüchtlinge aufnehmen. Die Erklärung ist zudem die Grundlage für einen globalen Flüchtlings- und Migrationspakt, der bis Ende 2018 ausgehandelt werden soll.

+++ 4.04 Uhr: Internet-Abzocke und Post-Ärger: Verbraucherbeschwerden nehmen zu +++

Schadhafte Elektrogeräte mit potenzieller Lebensgefahr, Ärger über verspätete Brief- und Paketzustellung und nervige Werbung am Telefon - die Bundesnetzagentur in Bonn registriert deutlich mehr Beschwerden von Kunden und will die Verbraucher künftig besser schützen. Behördenchef Jochen Homann zieht dazu morgen in Bonn eine Bilanz der vergangenen zwei Jahre für Post und Telekommunikation.

Ein Hintergrund ist der Boom des Online-Versandhandels, durch den das Paketaufkommen stark gestiegen ist und zunehmend Produkte aus Übersee ins Land kommen, die nicht immer für die europäischen Märkte geeignet sind. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Menschen Rat bei der Behörde gesucht oder um Schlichtung in Streitfällen gebeten, hieß es vorab. Allein im Postwesen habe sich die Zahl der Schlichtungsanträge verdreifacht.

+++ 3.50 Uhr: US-Sender beurlaubt Reporter wegen schweren Irrtums in Flynn-Story +++

Wegen eines "schwerwiegenden Irrtums" in einem Bericht über Donald Trumps ehemaligen Topberater Michael Flynn hat der US-Sender ABC News seinen Investigativjournalisten Brian Ross für vier Wochen ohne Gehaltszahlungen freigestellt. "Wir bedauern zutiefst und entschuldigen uns für den schwerwiegenden Irrtum von gestern", teilte ABC News mit. Die von Brian Ross während der Sondersendung ausgestrahlte Berichterstattung sei nicht komplett mithilfe der Redaktionsstandards überprüft worden.

Bei einem Livebericht hatte Ross am Freitag behauptet, ein Vertrauter von Flynn habe gesagt, dieser sei bereit zu bezeugen, dass der damalige Präsidentschaftskandidat Donald Trump ihm gesagt habe, er solle russische Beamte während des Wahlkamps kontaktieren. ABC News korrigierte den Bericht später und erklärte, die Quelle habe klargestellt, dass Trump - als gewählter Präsident - vielmehr Flynn und eine kleine Gruppe anderer Berater gebeten habe, Wege zu finden, die Beziehungen mit Russland zu reparieren.

+++ 3.12 Uhr: U-Boot-Tragödie: Hinweis entpuppt sich als falsch +++

Bei der Suche nach dem mit 44 Menschen im Südatlantik verschollenen U-Boot der argentinischen Marine hat sich ein Hinweis auf seinen Verbleib als falsch herausgestellt. Zunächst hatten Aufnahmen und empfangene Signale auf das U-Boot in einer Meerestiefe von 477 Metern hingedeutet. Aber Marinesprecher Enrique Balbi teilte in Buenos Aires mit, dass es sich dabei wohl um einen gesunkenen Fischkutter handeln könnte. Unter anderem sind das argentinische Spezialschiff Víctor Angelescu und ein russisches Mini-U-Boot bei der Boot-Suche im Südatlantik im Einsatz.

Das U-Boot ARA "San Juan" wird weiter gesucht, aber die 44 Mitglieder der Besatzung wurden de facto für tot erklärt - es wird nach Angaben Balbis nicht mehr nach Überlebenden gesucht. Das U-Boot war am 15. November spurlos verschwunden. Es wird davon ausgegangen, dass es an Bord eine Explosion gab, womöglich wegen eines Kurzschlusses.

+++ 3.09 Uhr: Obama kritisiert Trumps Klimapolitik - und Männer im Allgemeinen +++

Ex-US-Präsident Barack Obama hat bei einem Besuch in Paris die Klimapolitik seines Nachfolgers Donald Trump kritisiert - und Männer im Allgemeinen. In einer Rede vor französischen Unternehmern beklagte Obama die "vorübergehende Abwesenheit" Washingtons beim Klimaschutz. Trump hat den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt, das zwei Monate vor seiner Wahl zum US-Präsidenten unterzeichnet worden war.

Obama sprach sich in seiner Rede vor dem Unternehmer- und PR-Netzwerk "Les Napoléons" zudem für mehr Frauen in Führungspositionen aus. "Männer scheinen gerade einige Probleme zu haben", sagte er mit Blick auf die Welle der Enthüllungen über sexuelle Belästigungen durch Prominente und Politiker in den USA.

+++ 1.04 Uhr: Altmaier plädiert für 50 Prozent Frauenanteil im nächsten Kabinett +++

Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) plädiert dafür, das nächste Kabinett zur Hälfte mit Frauen zu besetzen. "Wir wollen erreichen, dass im öffentlichen Dienst Frauen 50 Prozent der Führungspositionen besetzen. Deshalb ist es sinnvoll, dass wir in der Regierung mit gutem Beispiel vorangehen, auch wenn klar ist, dass über die Bildung des Kabinetts erst ganz am Ende gesprochen wird", sagte Altmaier der "Bild am Sonntag". "Es gibt in der CDU viele hervorragend geeignete Frauen: Das muss mehr als bisher auch sichtbar sein."

+++ 0.27 Uhr: Puigdemont will bis nach Neuwahl in Katalonien in Belgien bleiben +++

Der abgesetzte katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont will bis nach der Neuwahl in Katalonien in seinem Exil in Belgien bleiben. Puigdemont und vier seiner früheren Minister würden mindestens bis zum 21. Dezember und möglicherweise sogar bis Mitte Januar in Brüssel bleiben, sagte sein Anwalt Jaume Alonso Cuevillas dem katalanischen Radiosender Rac1. Auch wenn die belgische Justiz bis dahin einer Auslieferung der Politiker an Spanien zustimmen sollte, könnten sie das Urteil immer noch anfechten.

Am Montag will das Oberste Gericht in Madrid über die Entlassung zehn katalanischer Unabhängigkeitsführer aus der Untersuchungshaft entscheiden. Die Inhaftierten, acht ehemalige Regionalminister und die beiden Anführer der wichtigsten Unabhängigkeitsbewegungen, hoffen auf Entlassung, um am Wahlkampf teilnehmen zu können. Die spanische Justiz wirft den katalanischen Politikern Rebellion, Aufwiegelung und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor. Dies kann mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft werden.

+++ 0.06 Uhr: Papst rechtfertigt Umgang mit Rohingya-Konflikt +++

Papst Franziskus hat seinen zögerlichen Umgang mit der Krise um die Rohingya-Flüchtlinge auf seiner Asienreise verteidigt. "Für mich ist am wichtigsten, dass die Botschaft ankommt", sagte der Pontifex auf dem Rückflug von seinem Besuch in Myanmar und Bangladesch. "Wenn man dem anderen die Tür vor der Nase zuschlägt, dann kommt die Botschaft nicht an." Deshalb versuche er, die Dinge "Schritt für Schritt zu sagen und die Antworten anzuhören". Franziskus wurde bei seinem Besuch vorgeworfen, den Konflikt zu lange nicht angesprochen zu haben und die in Myanmar verfolgte muslimische Rohingya-Minderheit auch nicht beim Namen genannt zu haben. Erst am vorletzten Tag seiner Reise in Bangladesch benutzte er den Begriff "Rohingya" bei einem Treffen mit einigen Flüchtlingen. "In einer offiziellen Rede dieses Wort (Rohingya) zu sagen, hätte jemandem die Tür vor der Nase zugeschlagen", fuhr das Katholiken-Oberhaupt fort. Er habe sich mit anderen Worten auf den Konflikt bezogen. Er sei sehr zufrieden, dass seine Botschaft auf diese Weise angekommen sei.

Aus Myanmar sind fast eine Million Rohingya nach Bangladesch geflüchtet. In Myanmar werden sie nicht als Staatsbürger und nicht als eigene Ethnie anerkannt, weshalb ihr Name dort nicht benutzt wird und sie Menschen ohne jeglichen Rechte sind. Die Vereinten Nationen sprechen davon, dass es in Myanmar eine "ethnische Säuberung" gegeben habe.

mad/fs / DPA / AFP