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News des Tages: Spanische Polizei schnappt mutmaßliche Dschihadisten

+++ 8000 Gänse in Dithmarschen vor Keulung +++ Vier Tote bei Absturz von Krankentransport in den USA +++ Zwei mutmaßliche Dschihadisten in Spanien gefasst +++ Die News des Tages.

Spanien

Die spanische Polizei hat zwei aus Marokko stammende Männer verhaftet, die offenbar bereit waren, Terroranschläge zu verüben.

Die News des Tages:

+++ 21.15 Uhr: 8000 Gänse sollen in Schleswig-Holstein gekeult werden +++

An zwei Standorten eines Geflügel-Betriebes im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein sollen insgesamt 8800 Gänse wegen der Vogelgrippe getötet werden. Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Kiel mit. Bei den Tieren seien Vogelgrippe-Viren festgestellt worden. Bislang sei allerdings unklar, ob es sich um den hochpathogenen Erreger H5N8 handele. Beide Betriebsstandorte wurden den Angaben zufolge abgesperrt. Vor einer Woche waren bereits 30.000 Hühner einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung bei Schleswig getötet worden.

+++ 17.13 Uhr: Zwei mutmaßliche Dschihadisten in Spanien gefasst +++

Die spanische Polizei hat zwei mutmaßliche Dschihadisten gefasst, die zur Verübung von Terroranschlägen im EU-Land bereit gewesen sein sollen. Die beiden aus Marokko stammenden Männer seien in der Hauptstadt Madrid sowie in der katalanischen Gemeinde Roda de Ter am frühen Samstagmorgen festgenommen worden, teilte das Madrider Innenministerium mit. Die Festgenommenen seien in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) "völlig integriert" gewesen, hieß es. Sie seien darauf vorbereitet gewesen, bei Anschlägen als "Märtyrer" zu sterben. Sie seien in sozialen Netzwerken sehr aktiv gewesen und hätten sich dort intensiv der Indoktrinierung, der Radikalisierung und der Anwerbung von Menschen für dschihadistische Terrorgruppen gewidmet.

+++ 14.06 Uhr: Kind bei Autounfall getötet - Mehrere Schwerverletzte +++

Bei einem Autounfall in Hessen ist am Samstagmorgen ein Kind ums Leben gekommen. Zwei Insassen im selben Auto, darunter ein weiteres Kind, und der Fahrer eines anderen Autos überlebten schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die 34 Jahre alte Mutter war mit ihrem Auto auf der Bundesstraße 450 aus Borken in Richtung Fritzlar unterwegs, als sie aus zunächst unbekannten Gründen auf gerader Strecke ins Schleudern kam und seitlich mit einem entgegenkommenden Wagen kollidierte. Beide Fahrzeuge schleuderten von der Fahrbahn.

Für das sechsjährige Kind der Frau, das auf der Rückbank saß, kam jede Hilfe zu spät. Es starb noch an der Unfallstelle. Die Fahrerin und ihr 13-jähriger Sohn sowie der 41 Jahre alte Fahrer des anderen Autos wurden schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Rettungskräfte suchten an der Unfallstelle zunächst auch nach dem Zwillingsbruder des gestorbenen sechsjährigen Kindes. Dieser war jedoch nicht mitgefahren, wie sich schließlich herausstellte, sondern bei seinem Vater.


+++ 12.31 Gabriel: Merkels erneute Kanzlerkandidatur erwartbar +++

SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel rechnet damit, dass die CDU-Vorsitzende Angela Merkel erneut als Kanzlerkandidatin antritt. "Wir erwarten, dass Merkel am Sonntag das sagt, was jeder weiß: Dass sie die CDU in den nächsten Wahlkampf führt", sagte Gabriel am Samstag auf einem Parteitag der Thüringer SPD in Erfurt. "Wir freuen uns auf eine demokratische Auseinandersetzung."

+++ 12.28 Uhr: Saar-Linke kürt Lafontaine zum Spitzenkandidaten +++

Oskar Lafontaine wird die Linkspartei im Saarland doch wieder in die Landtagswahl führen. Auf einer Landesmitgliederversammlung in Saarbrücken wählten am Samstag gut 89 Prozent der Abstimmenden den 73-Jährigen auf Platz eins der Landesliste. Lafontaine hatte mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur lange gezögert. Die Wahl steht im März 2017 an.


+++ 12.05: Vier Tote bei Absturz von Krankentransport in den USA +++

Ein Rettungsflugzeug ist im US-Bundesstaat Nevada auf einen Parkplatz gestürzt. Dabei kamen alle vier Menschen an Bord ums Leben, wie die Lokalzeitung "Elko Daily Free Press" unter Berufung auf die Behörden des Ortes meldete. Bei dem Flugzeug habe es sich um eine Maschine des Typs Piper PA-31 der Luftambulanz American Medflight gehandelt.

Kurz nach dem Start vom Regionalflughafen in Elko am Freitagabend (Ortszeit) stürzte die Maschine auf einen Parkplatz. Dem Bericht zufolge gab es mehrere Explosionen, Menschen am Boden kamen aber nicht zu Schaden. An Bord waren demnach ein Herzpatient, eine Krankenschwester und zwei Crewmitglieder. Die Absturzursache ist nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde FAA noch ungeklärt.

+++ 9.14 Uhr: Eisbärenbaby soll Pfleger-Besuch bekommen +++

Der Eisbärin Tonja und ihrem Baby im Berliner Tierpark steht der erste Besuch bevor. "Wir wollen Mitte oder Ende nächster Woche gern Pfleger in der Wurfbox nach dem Rechten sehen lassen", sagte Zoo- und Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss der Deutschen Presse-Agentur. Die Pfleger wollten ganz behutsam vorgehen: Erst einmal aufschließen und dabei via Überwachungskamera beobachten, wie die seit Wochen in dem Stall abgeschottete Tonja reagiert. "Wenn sie nervös wird, lassen wir sie noch länger in Ruhe", sagte Reiss.

Eisbär Knut mit erhobener und schmutziger Tatze bei seinem ersten öffentlichen Auftritt 2007

Das ist der weltberühmte Eisbär Knut – bei seinem ersten öffentlichen "Auftritt" im Berliner Zoo im März 2007. Fast zehn Jahre nach der Geburt Knuts freut sich Berlin wieder über Eisbärennachwuchs.

Tonja hatte sich im Oktober in die Wurfbox zurückgezogen und am 3. November erstmals Nachwuchs bekommen: Zwillinge. Eines der Jungen ist aber seit mehr als einer Woche nicht mehr auf den Kamerabildern zu sehen. Es ist höchstwahrscheinlich gestorben. Die Ursache ist unklar - es kann zum Beispiel krank geworden sein. Aus hygienischen Gründen und zum Schutz vor Feinden fressen Eisbärinnen in solchen Fällen den Kadaver auf. Ohnehin überlebt nur etwa jedes zweite Eisbärenbaby in Zoos, insbesondere die ersten beiden Wochen gelten als kritisch.


+++ 6.22 Uhr: CDU Hamburg will Kinderlose beim Ehegattensplitting schlechter stellen +++

Beim CDU-Parteitag Anfang Dezember sollen die Delegierten einem Medienbericht zufolge auch darüber entscheiden, ob Ehepaare ohne Kinder beim Ehegattensplitting künftig schlechter gestellt werden als Ehepaare mit Kindern. In einem Antrag der CDU Hamburg, aus dem die Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitierten, schlagen die Antragsteller vor, den Splittingvorteil für kinderlose Ehen abzusenken und damit eine Erhöhung des Steuervorteils für Eheleute mit Kindern zu finanzieren.


+++6.08 Uhr: Zwei Tote bei Autounfall in Nordrhein-Westfalen +++

Die beiden Insassen eines Kleintransporters sind bei einem schweren Unfall in Nordrhein-Westfalen auf der B 516 gestorben. Ihr Fahrzeug prallte am frühen Samstagmorgen frontal gegen einen Baum, wie die Polizei mitteilte. Einer der beiden Insassen wurde im Fahrzeug eingeklemmt, der andere herausgeschleudert. Beide starben an der Unfallstelle. Die Straße wurde zunächst in beide Richtungen zwischen Rüthen und der Abzweigung K 57 gesperrt. Über die Unfallursache machte die Polizei zunächst keine genaueren Angaben.

+++ 5.26 Uhr: Tausende Demonstranten fordern Rücktritt von Malaysias Regierungschef Najib +++

In Malaysia haben tausende Demonstranten den Rücktritt von Regierungschef Najib Razak wegen einer seit Monaten schwelenden Korruptionsaffäre gefordert. Viele Menschen, die sich am Samstag an dem Protestmarsch in der Hauptstadt Kuala Lumpur beteiligten, trugen gelbe T-Shirts - das Markenzeichen der Demokratiebewegung Berish, die zu den Protesten aufgerufen hatte. Trotz massiver Polizeipräsenz und befürchteter Zusammenstöße mit Regierungsanhängern verlief die Demonstration zunächst friedlich.

+++ 5.26 Uhr: 48-stündige Waffenruhe im Jemen angekündigt +++

Nach den jüngsten heftigen Kämpfen im Jemen will die von Saudi-Arabien angeführte Koalition die Waffen ab Samstagmittag für 48 Stunden schweigen lassen. Die Feuerpause soll um 12 Uhr (Ortszeit/10 Uhr MEZ) starten, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Koalition berichtete. Die Waffenruhe sei als Antwort auf eine Botschaft des jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi an den saudischen König Salman verkündet worden, teilte die Koalition mit. 

Am Freitag noch hatte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen von heftigen Kämpfen in der südjemenitischen Stadt Tais berichtet. Im Jemen bekriegen schiitische Huthi-Rebellen Präsident Hadi.

+++ 5 Uhr: Brok: "Jeder weiß, dass Merkel wieder kandidiert" +++

Immer mehr Unionspolitiker rechnen damit, dass die CDU-Vorsitzende Angela Merkel ihre Partei als Kanzlerkandidatin in den Bundestagswahlkampf 2017 führen wird. "Es weiß inzwischen jeder, dass sie wieder kandidieren wird", sagte der CDU-Europapolitiker Elmar Brok der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Samstag). "Der formale Ablauf ist zweitrangig. Es gibt keinen anderen Kandidaten und keine andere Kandidatin."

+++ 2.30 Uhr: Ureinwohner töten im Amazonas-Regenwald in Brasilien sechs Goldgräber +++

Im Amazonas-Regenwald in Brasilien haben Ureinwohner sechs Goldgräber mit Pfeilen getötet. Wie die brasilianische Behörde zum Schutz der indigenen Bevölkerung (Funai) am Freitag mitteilte, wurden die Männer, die im Amazonas-Gebiet im Bundesstaat Roraima an der Grenze zu Venezuela illegal Gold gesucht hatten, von Angehörigen vom Volk der Yanomami getötet. Vertreter der Ureinwohner hätten den Vorfall selbst gemeldet. Nach Angaben eines Polizeisprechers sind die Ursachen des Konflikts noch unklar.

+++ 2.15 Uhr: Nahles warnt vor unhaltbaren Renten-Versprechen im Wahlkampf +++

Bundessozialministerin Andrea Nahles hat die Parteien im kommenden Bundestagswahlkampf vor einem Überbietungswettbewerb zum Rentenniveau gewarnt: "Das kann sich nur die Linkspartei leisten, die sich einen feuchten Kehricht darum kümmert, was es kostet", sagte die SPD-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Jedes Prozent mehr Rentenniveau koste sechs Milliarden Euro zusätzlich im Jahr.

+++ 1.43 Uhr: Angeschossener Mann in Neu-Ulm erliegt seinen Schussverletzungen +++

Ein im bayerischen Neu-Ulm mehrmals angeschossener Mann ist seinen Verletzungen erlegen. Das teilte die Polizei am späten Freitagabend mit. Das 37-jährige Opfer war wenige Stunden zuvor mit mehreren Schüssen niedergestreckt und anschließend in einem Krankenhaus notoperiert worden. Die Fahndung nach dem Täter dauerte bis nach Mitternacht an.


+++ 0.50 Uhr: Riesiges Waffenversteck in der Nähe von Paris entdeckt +++

Unweit von Paris haben französische Ermittler ein riesiges Waffenversteck ausgehoben. Unter anderem seien mehrere Granatwerfer, ein Raketenwerfer, schusssichere Westen, Schusswaffen und Munition entdeckt worden, verlautete am Freitagabend aus Ermittlerkreisen. Das Versteck habe sich in einer privaten Garage innerhalb eines Einkaufszentrums nicht weit vom Bahnhof von Évry befunden.

In den Ermittlerkreisen wurde betont, dass nach derzeitigem Untersuchungsstand "keine Verbindung zum Terrorismus" bestehe. Vielmehr werde vor allem im Bereich der organisierten Kriminalität ermittelt.

+++ 0.31 Uhr: Klimakonferenz beschließt Fahrplan zur Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris +++

Bei der Klimakonferenz in Marrakesch haben die Delegierten einen Fahrplan zur Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris beschlossen. In dem Papier, das am späten Freitagabend verabschiedet wurde, verpflichten sich die Teilnehmerstaaten, im Jahr 2017 erneut zusammenzukommen, um ihre Fortschritte beim Klimaschutz zu "überprüfen. Im Mittelpunkt der knapp zweiwöchigen Gespräche in Marokko stand die Ausgestaltung des Pariser Klimaschutzabkommens, dazu zählten auch Finanzhilfen reicher Staaten für die Bewältigung des Klimawandels in armen Ländern.

Die Weltgemeinschaft hatte sich in der französischen Hauptstadt im Dezember 2015 darauf verständigt, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die bisher vorliegenden nationalen Zusagen zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes reichen dazu allerdings bei weitem nicht aus.


anb / DPA / AFP