HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Theresa May rüttelt Abgeordnete auf: Vielleicht verlassen wir die EU auch nie

Minister müssen künftig Linien fliegen +++ Patientenmörder Högl dachte nicht ans Aufhören +++ Haftstrafe für Trumps Ex-Wahlkampfmanager +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Premierministerin Theresa May - vielleicht auch gar kein Brexit

Vor Hafenarbeitern in Grimsby hat Großbritanniens Premierministerin aufhorchen lassen: Vielleicht verlassen wir die EU auch nie ...

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Suche nach verschwundener Rebecca erneut ohne Ergebnis (17.51 Uhr)
  • 21-Jährige mit mehr als zehn Messerstichen getötet (17.37 Uhr)
  • May: Vielleicht treten wir gar nicht aus EU aus (15.45 Uhr)
  • Greta Thunberg in Schweden "Frau des Jahres" (13.44 Uhr)
  • Nach Pannenserie: Minister müssen Linie fliegen (12.17 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.10 Uhr: 23 Tote bei Überschwemmungen in Malawi +++

Bei Überschwemmungen in Malawi sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Zudem würden elf Menschen noch vermisst, teilte das Ministerium für Innere Sicherheit mit, Insgesamt waren demnach 110.000 Einwohner in zwölf Verwaltungsbezirken im Süden des Landes von der Hochwasserkatastrophe betroffen.

+++ 21.01 Uhr: Weiterer Abgang aus Trump-Regierung - Kommunikationschef geht +++

Der Kommunikationsdirektor und Vizestabschef im Weißen Haus, Bill Shine, tritt nach rund achtmonatiger Amtszeit zurück. Der Ex-Manager des Nachrichtensenders Fox News werde künftig als hochrangiger Berater für das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump arbeiten, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am mit. 

+++ 19.48 Uhr: Istanbuler Polizei stoppt Marsch zum Frauentag mit Tränengas +++

Die Istanbuler Polizei hat am Abend einen großen und friedlichen Marsch zum Internationalen Frauentag mit Tränengas und Barrieren gestoppt. Videos und Fotos auf oppositionellen türkischen Medienwebseiten wie T24, Evrensel oder Dokuz8Haber zeigten hustende Menschen, die sich in Gebäudeeingänge oder Seitengassen flüchteten. Auch die große Zeitung "Cumhuriyet" berichtete, dass Tränengas eingesetzt worden sei. Einigen Videos in den sozialen Medien zufolge schossen Polizisten Gummigeschosse vor oder gegen die Füße von Demonstranten.

Die Behinderung kam unerwartet. In den vergangenen Jahren hatten die Behörden die Märsche für Frauenrechte und gegen männliche Gewalt selbst während des Ausnahmezustands nach dem Putschversuch von 2016 erlaubt. Von der Polizei gab es zunächst keine Stellungnahme.

+++ 18.47 Uhr: Trump büßt sechsten Kommunikationschef binnen zwei Jahren ein +++

US-Präsident Donald Trump hat mit Bill Shine binnen zwei Jahren seinen sechsten Kommunikationsdirektor im Weißen Haus eingebüßt. Shine habe am Donnerstagabend seinen Rücktritt angeboten, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, mit. Trump habe dies akzeptiert. Shine werde künftig als Berater für das Wahlkampflager Trumps arbeiten. "Wir werden ihn im Weißen Haus vermissen", sagte Trump laut einem Statement. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit ihm im Wahlkampf. 

+++ 17.51 Uhr: Suche nach verschwundener Rebecca erneut ohne Ergebnis +++

Auch die zweite großangelegte Suche der Polizei in Brandenburg nach der verschwundenen Rebecca aus Berlin ist am Freitag ohne Erfolg geblieben. Am Abend wurde die Suche vorerst beendet, ohne dass etwas gefunden wurde. Erneut hatte eine Hundertschaft Polizisten fast den ganzen Tag ein Waldgebiet bei dem Ort Kummersdorf - 50 Kilometer südöstlich von Berlin - durchkämmt. Die Polizei setzte insgesamt zwölf Suchhunde aus Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ein - sechs Leichenspürhunde und sechs Suchhunde für lebende Menschen. Ob die Polizei am Samstag am gleichen Ort weitermacht, stand noch nicht fest.

+++ 17.37 Uhr: 21-Jährige mit mehr als zehn Messerstichen getötet +++

Eine 21-Jährige ist in Worms in ihrem Elternhaus erstochen worden - ihr Freund gestand die Tat. Die Tote habe 10 bis 15 Stich- und Schnittverletzungen gehabt, berichtete am Freitag die Staatsanwaltschaft in Mainz. Der mutmaßliche Täter, der 22 Jahre alte Freund der Frau, sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft erwägt eine psychiatrische Begutachtung des abgelehnten Asylbewerbers aus Tunesien.

Die Frau wurde in der Nacht zum Mittwoch getötet. Der 22 Jahre alte Beschuldigte hatte sich am frühen Morgen nach der Tat der Polizei gestellt und erklärt, seine Freundin in einem Beziehungsstreit getötet zu haben. Der mutmaßliche Täter ist der Polizei schon länger bekannt. Er sei bereits wegen Körperverletzung, Drogendelikten, Bedrohung und Nötigung aufgefallen, teilten die Ermittler mit. Außerdem habe er im Oktober eine dreiwöchige Haftstrafe wegen Diebstahls abgesessen. 

Der Tunesier habe im Oktober 2017 in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe einen Asylantrag gestellt. Dieser sei aber abgelehnt worden. Der Mann habe eine Duldung bekommen. Die zuständige Ausländerbehörde habe am Montag entschieden, ihn abzuschieben und deshalb nach ihm gefahndet, berichteten die Ermittler.

+++ 17.18 Uhr: Sturmböe erfasst Wohnmobil - Frau aus Dachluke geschleudert +++

Eine schlafende Frau ist auf die Autobahn 3 in Nordrhein-Westfalen aus der Dachluke eines Wohnmobils katapultiert worden, nachdem eine Sturmböe das Fahrzeug erfasst hatte. Die 39-Jährige sei schwer verletzt worden, berichtete die Polizei in Düsseldorf. Die Böe habe das Wohnmobil bei Emmerich am Niederrhein angehoben und gegen die Mittelleitplanke gedrückt. Dann sei es auf die Seite gestürzt. Die Frau hatte - verbotenerweise - im Wohnmobilbett geschlafen, bevor sie aus der Luke geschleudert wurde und sich im Mittelstreifen der Autobahn wiederfand. Am Steuer saß ein 53-jähriger Niederländer, der angegurtet war und unverletzt blieb.

+++ 16.39 Uhr: Bericht: Spahns Studie zu Abtreibungen bricht Kostenrekorde +++

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante und vom Kabinett bewilligte Studie zu den psychischen Folgen von Abtreibungen bricht einem Bericht zufolge alle Kostenrekorde des Ressorts: Die Expertise ist mit einem Etat von fünf Millionen Euro der teuerste Forschungsauftrag des Ministeriums der vergangenen zehn Jahre, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" vorab berichtete. Das gehe aus einer Aufstellung für den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor.

+++ 15.56 Uhr: Nach Demo: Ermittlungen gegen Thüringer AfD-Chef Höcke eingestellt +++

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat die Ermittlungen gegen den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke nach einer rechten Demo im Zusammenhang mit dem Tod eines Deutschen in Chemnitz eingestellt. Das teilte die Behörde mit. Bei dem als Trauermarsch deklarierten Aufzug Anfang September hatten die Demonstranten unter anderem das Bild einer Studentin mitgeführt, die vergangenen Sommer als Tramperin von einem marokkanischen Lastwagenfahrer getötet worden war. Die Eltern machten geltend, sie seien nicht gefragt worden, ob das Bild verwendet werden durfte. Die Staatsanwaltschaft erklärte nun, es gehe aus den Unterlagen des Ordnungsamtes der Stadt hervor, dass Höcke weder Anmelder noch Versammlungsleiter gewesen sei.

+++ 15.45 Uhr: Britanniens Premier May: Wir könnten auch gar nicht aus der EU austreten +++

Die britische Premierminister Theresa May hat während einer Rede vor Arbeitern in der Hafenstadt Grimsby zu letzten Anstrengungen auf dem Weg zum Brexit aufgerufen. Es fehle nur noch ein letzter Anstoß, um die EU in geordneten Bahnen zu verlassen, berichteten britische Medien. Wenige Tage vor der entscheidenden Abstimmung im britischen Parlament warnte die Premierministerin die Angeordneten aber, des Austrittsvertrag abzulehnen. Wörtlich sagte sie: "Der Brexit könnte sich um viele Monate verschieben. Wir könnten ohne den Schutz, den der Deal uns bietet, aus der EU austreten. Wir könnten aber auch gar nicht austreten." Der im Januar im Parlament gescheiterte Austrittsvertrag steht am kommenden Dienstag erneut zur Abstimmung. Nach wie vor ist die sogenannte Backstop-Lösung für Nordirland der Knackpunkt. Der Brexit soll am 29. März in Kraft treten.

+++ 15.27 Uhr: Erste in USA geschlossene Homo-Ehe nach Jahrzehnten vollständig anerkannt +++

Nach jahrzehntelangen juristischen Auseinandersetzungen ist die erste in den USA geschlossene Homo-Ehe vollständig anerkannt worden. Der US-Sender NBC News berichtete, Michael und Jack McConnell hätten kürzlich Rentenansprüche für seit langer Zeit verheiratete Paare bewilligt bekommen. Die Sozialversicherungsbehörden bestätigten demnach, dass die beiden 77-Jährigen die Rentenansprüche eines seit 48 Jahren verheiraten Paares haben. Die Ehe der beiden Männer gilt als die erste offiziell geschlossene Homo-Ehe in den USA - und möglicherweise sogar weltweit. Michael McConnell und Jack Baker, der später den Nachnamen seines Partners annahm, hatten 1971 eine Gesetzeslücke im Bundesstaat Minnesota genutzt, um zu heiraten. Eine Hochzeit zwischen zwei Menschen desselben Geschlechts war dort damals nicht explizit untersagt.

+++ 14.57 Uhr: Doch kein Antisemitismus: Auto beschädigt Straßburger Synagogen-Stele +++

Ein Gedenkstein für eine frühere Synagoge in Straßburg ist entgegen ersten Annahmen doch nicht absichtlich umgeworfen worden. Die Auswertung von Überwachungsvideos habe ergeben, dass die Stele am vergangenen Wochenende von einem rückwärts fahrenden Auto gerammt worden und umgestürzt sei, berichtete die elsässische Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace". Es gebe kein antisemitisches Motiv. 

Der Fahrer des Autos sei identifiziert worden. Er müsse sich im Juni einem Gerichtsverfahren stellen, heißt es weiter.

Die Stele erinnert an eine 1940 von den Nazis zerstörte Synagoge. Sie war am Samstag umgestürzt aufgefunden worden. Straßburgs Bürgermeister Roland Ries sagte damals, er gehe von einer judenfeindlichen Tat aus. In Frankreich gibt es derzeit ein breite Debatte über Antisemitismus. Die Anzahl judenfeindlicher Vorfälle stieg nach Zahlen des Innenministeriums 2018 um 74 Prozent.

+++ 14.48 Uhr: Sturm beschädigt Gipfelkreuz der Zugspitze +++

Bei den schweren Stürmen der vergangenen Tage ist das Gipfelkreuz der Zugspitze beschädigt worden. In der Nacht zum Donnerstag sei ein Stück aus dem Strahlenkranz herausgebrochen, der das vergoldete Kreuz schmückt, sagte ein Sprecher der Bayerischen Zugspitzbahn. 

Bilder der Webcam an dem mit 2962 Metern höchsten Berg Deutschlands zeigen, dass einer von vier Strahlen fehlt; von der Bergstation aus betrachtet ist es der Strahl rechts unten. Ein Mitarbeiter der Zugspitzbahn habe das abgebrochene Stück eingesammelt. Nun müsse geprüft werden, wie das Kreuz repariert werden könne.

+++ 14.39 Uhr: May: EU-Entscheidungen haben großen Einfluss auf Brexit-Abstimmung +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat die EU zu Zugeständnissen im Streit um das Brexit-Abkommen aufgefordert. "Die Entscheidungen der EU in den nächsten Tagen werden einen großen Einfluss auf das Ergebnis der Abstimmung haben", sagte May bei einer Rede im ostenglischen Grimsby. Es sei nur noch eine finale Anstrengung nötig, um die Bedenken des Parlaments in London auszuräumen. 

Bereits am kommenden Dienstag will May die Abgeordneten im britischen Unterhaus erneut über den mit Brüssel ausgehandelten Brexit-Vertrag abstimmen lassen. Bei einem ersten Versuch war sie Mitte Januar damit gescheitert. 

EU-Warenverkehr: Der deutsche Zoll ist nach Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf alle Brexit-Szenarien vorbereitet

+++ 14.32 Uhr: Kritik an Aufruf zur Abschaffung von geschlechtergerechter Sprache +++

Ein von zahlreichen Prominenten unterzeichneter Aufruf zur Abschaffung der Geschlechtergerechtigkeit in der deutschen Sprache stößt bei Experten auf scharfe Kritik. "Ich finde, dass sie in ihrer Kritik über das Ziel hinausschießen", sagte die Freiburger Linguistik-Professorin Helga Kotthoff der Deutschen Presse-Agentur. "Der Aufruf fördert nur hyperradikales Pro und Contra. Es fehlt jegliche Differenzierung." 

Punktuelle Kritik an bestimmten Versuchen, die Sprache geschlechtergerecht zu machen, sei richtig, sagte Kotthoff. Denn Texte müssten immer noch lesbar sein. Mit dem Aufruf aber werde "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet". Der Linguistik-Professor Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin sagte, der Aufruf gehe "mit Vollgas zurück in die Vergangenheit". Unterzeichnet hätten ihn "vorwiegend ältere Herrschaften, die ihre Sprachgewohnheiten verletzt sehen".

Der Verein Deutsche Sprache (Dortmund) hatte zusammen mit prominenten männlichen und weiblichen Mitstreitern eine Unterschriftenaktion "Schluss mit dem Gender-Unfug" gestartet.

+++ 14.23 Uhr: Überfall auf Geldtransporter: Täter erbeuteten nur kleine Summe +++

Bei dem Raubüberfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn haben die Täter nach Ermittlerangaben nur wenig Beute gemacht. "In dem Koffer befand sich nur eine geringfügige Summe", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Weitere Details dazu wollte er nicht nennen. Die Fahndung nach den beiden unbekannten Räubern laufe weiter. Die zwei maskierten Männer hatten bei dem Überfall am Mittwoch einen Wachmann angeschossen und schwer verletzt. Nach der Tat flohen sie mit einem gestohlenen Auto, das sie kurz danach in Brand setzten und zurückließen. Seitdem fehlt von den Tätern jede Spur. In dem Autowrack hatten Ermittler eine Kalaschnikow gefunden.

+++ 14.22 Uhr: Ultraorthodoxe Juden greifen Frauen an Jerusalemer Klagemauer an +++

Tausende ultraorthodoxe Männer haben an der Jerusalemer Klagemauer eine Gruppe liberaler Jüdinnen angegriffen, die dort für gleiche Rechte kämpfen wollten. Die Gruppe "Frauen der Klagemauer" wurde nach eigenen Angaben während eines Gebets an einer der wichtigsten heiligen Stätten des Judentums von den vorwiegend jungen Strenggläubigen attackiert. Die israelische Polizei sprach von "Reibereien" und "Beschimpfungen", die rivalisierenden Gruppen seien getrennt worden. Ein 20-Jähriger wurde nach einem Angriff auf einen Polizisten festgenommen.

Die "Frauen der Klagemauer" fordern seit 30 Jahren gleichen Zugang für beide Geschlechter zu religiösen Ritualen an der Stätte. So sollen auch Frauen dort Gebete leiten, Gebetsschals tragen und Torah-Schriftrollen berühren dürfen. Damit zieht die Gruppe sich den Zorn strenggläubiger Juden zu, die an der Geschlechtertrennung an der Klagemauer festhalten wollen.

+++ 14.10 Uhr: Turbulentes Wetter am Wochenende - es wird auch wieder kälter +++

Sturm, Gewitter, Sonne, Schnee und Regen: Das Wochenend-Wetter wird turbulent. Nächste Woche geht es weiter so. 

Der Samstag präsentiert sich dicht bewölkt und regnerisch. Im Laufe des Tages zieht das Regengebiet Richtung Süden ab und polare Kaltluft heran. Sie sorgt gebietsweise für Schauer und Gewitter. Der ohnehin schon stürmische Wind kann in exponierten Berglagen zum Orkan anschwellen. 

Der Sonntag hat es dann in sich. Für diesen Tag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach nicht nur Dauerregen, der im Süden auch kräftig ausfallen kann, sondern in den Mittelgebirgen auch Schnee. Dazu bläst überall ein heftiger Wind. Vereinzelt kann es schwere Sturmböen und Gewitter geben. Am besten wird das Wetter noch an der Ostsee. Dort kommt ab und zu die Sonne raus. Außerdem bleibt es trockener als in anderen Regionen des Landes. Die Temperaturen schwanken zwischen 6 Grad im Norden und 12 Grad im Süden. 

+++ 13.44 Uhr: Greta Thunberg in Schweden "Frau des Jahres" +++

Anlässlich des Weltfrauentages ist die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in ihrem Heimatland zur wichtigsten Frau des Jahres ausgerufen worden. In einer Umfrage des Instituts Inizio im Auftrag der Zeitung "Aftonbladet" setzte sich die 16-Jährige knapp gegen die Parteichefin der Christdemokraten, Ebba Busch Thor, durch. Das teilte das "Aftonbladet" mit.

Auch eine weitere schwedische Zeitung, "Expressen", kürte Thunberg zur "Frau des Jahres". Dort entschied eine Jury über die Auszeichnung.

In die Top Ten der "Aftonbladet"-Erhebung schafften es auch die Ex-Vorsitzende der Schwedischen Akademie, Sara Danius, sowie Kronprinzessin Victoria. Auf die Frage "Welche schwedische Frau hat Ihrer Meinung nach während der vergangenen zwölf Monate einen besonders positiven Einfluss gehabt?" antworteten manche der knapp 1000 Befragten auch einfach mit "Frau/Lebensgefährtin" oder "Mama".

+++ 13.40 Uhr: Venezuela: Schüler und Arbeiter bleiben wegen Stromausfalls zu Hause +++

Schwere Krise: Stromausfall in Venezuela - in den Straßen von Caracas herrscht Angst

Wegen eines massiven Stromausfalls bleiben die Schüler und Arbeitnehmer in Venezuela zu Hause. Am Freitag falle der Unterricht aus, öffentlich und privat Beschäftigte müssten nicht an ihren Arbeitsstellen erscheinen, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Fernsehsender Telesur. Damit sollten die Reparaturarbeiten vereinfacht werden. 

Am Donnerstagabend hatte ein heftiger Stromausfall weitete Teile des südamerikanischen Landes lahmgelegt. Medienberichten zufolge gab es auch am Freitag in einigen Regionen noch keine Elektrizität.  Informationsminister Jorge Rodríguez sprach von Sabotage und machte Feinde der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro für den Stromausfall verantwortlich.

+++ 13.23 Uhr: US-Regierung will Abrüstungsabkommen mit Nordkorea bis 2020 +++

Trotz des gescheiterten Gipfels mit Nordkorea strebt die US-Regierung eine Vereinbarung über die atomare Abrüstung des Landes bis zum Ende der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump 2020 an. Dies sei der Zeitplan, auf den man hinarbeite, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums in Washington. "Wir sind nicht so weit, wie wir sein wollten, aber wir machen Fortschritte." Chinas Außenminister Wang Yi warnte beide Seiten vor überzogenen Forderungen im Streit um Nordkoreas Atomwaffenprogramm.

+++ 13.10 Uhr: USA dämpfen Hoffnung auf ein schnelles Ende des Handelsstreits mit China +++

Die USA und China stehen noch nicht vor einem Durchbruch im Handelskrieg. In den Verhandlungen gibt es weiter unterschiedliche Positionen, die nach Einschätzung des US-Botschafters in Peking, Terry Branstad, weitere Gespräche notwendig machen. Bisher sei noch kein Termin für einen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping festgelegt worden, sagte der Botschafter in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Der Diplomat machte klar, dass es auch noch keine Vorbereitungen für ein solches Gipfeltreffen gebe. Zwar hätten beide Seiten zugestimmt, dass bei den Handelsgesprächen "signifikanter Fortschritt" erzielt worden sei, allerdings sei die Übereinkunft noch nicht erreicht worden, sagte der Botschafter, der damit Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Handelsstreits wieder dämpfte.

+++ 12.17 Uhr: Nach Pannenserie müssen die meisten Minister künftig Linienflüge nehmen +++

Die meisten Bundesminister müssen bis auf weiteres per Linienflugzeug zu ihren Terminen fliegen. Das berichtet der "Spiegel". Der Grund: Zuletzt hat es zahlreiche Pannen bei Regierungsfliegern gegeben, so dass immer wieder Minister oder auch der Bundespräsident festsaßen. Laut "Spiegel" steht die Flugbereitschaft ab sofort nur noch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und den wichtigsten Regierungsmitgliedern zur Verfügung. Dazu zählen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) sowie Außenminister Heiko Maas (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU). Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CDU) kritisierte die Maßnahme bereits, da sie die Arbeit einschränke. Müller hatte Anfang März nur Mexiko statt eine ganze Reihe von lateinamerikanischen Ländern zu Gesprächen besuchen können und war in Afrika auch einmal Leidtragender einer Panne. Um den Missstand zu beseitgen, sind drei neue Maschinen bestellt. 

Regierungsflieger stehen nur noch wenigen Regierungsmitgliedern zur Verfügung

Regierungsmaschine "Theodor Heuss": Laut einem Bericht steht die Flugbereitschaft bis auf weiteres nur noch dem Bundespräsidenten, der Kanzlerin und ausgewählten Ministern zur Verfügung.

+++ 12.17 Uhr: Patientenmörder dachte nicht ans Aufhören - "Wollte erwischt werden" +++

Der verurteilte Patientenmörder Niels Högel hat zwischen seinen Taten nach eigenen Worten nicht ans Aufhören gedacht. Er sei zeitweise aber vorsichtig beim Spritzen von Patienten geworden, um nicht entdeckt zu werden, sagte Högel im Mordprozess vor dem Landgericht Oldenburg. Im Laufe der Zeit sei er jedoch zunehmend verwahrlost und habe nicht mehr besonders auf die Auswahl der Patienten geachtet, denen er Medikamente verabreichte. In seiner letzten Zeit im Delmenhorster Klinikum sei er schließlich ein höheres Risiko eingegangen: "Ich wollte endlich aufhören und erwischt werden." Högel ist wegen Mordes an 100 Patienten angeklagt.

+++ 12.13 Uhr: Medienbericht: Volkswagen will bis zu 7000 Stellen streichen +++

Der Autobauer Volkswagen plant einem Medienbericht zufolge, tausende Stellen zu streichen. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise berichtete, könnten 5000 Stellen in der Verwaltung der Kernmarke bis 2023 einem Sparprogramm zum Opfer fallen. Dies seien rund zehn Prozent der Stellen in dem Bereich. Diese Zahl könnte demnach aber noch auf bis zu 7000 steigen.    

Bereits im Dezember hatte Volkswagen Einsparungen angekündigt, um Investitionen in Elektroautos und Digitalisierung stemmen zu können. Stellenstreichungen wollte der Marken-Finanzvorstand Arno Antlitz schon damals nicht ausschließen. Dieses Sparprogramm soll laut "Handelsblatt" nun nochmal verschärft werden.    

Weder das Unternehmen noch der Betriebsrat wollten den Bericht kommentieren. Ein Sprecher des Betriebsrat verwies jedoch auf eine bis 2025 gültige Beschäftigungsgarantie, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließe.

+++ 11.22 Uhr: Steinmeier lobt Schülerdemos für Klimaschutz +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schülerproteste für mehr Klimaschutz ausdrücklich begrüßt. Viele der Erwachsenen hätten noch nicht gemerkt, "dass es fünf vor zwölf ist", sagt Steinmeier in Neumünster zu Schülern einer "Fridays For Future"-Mahnwache vor dem Rathaus. Es war das erste Mal, dass sich der Bundespräsident zu den Freitagsdemos äußerte.

Es gehe nicht nur um Schutz des Klimas, sondern auch um den Schutz der Weltmeere, sagte Steinmeier. Er verwies auf seine Eindrücke vor zwei Wochen bei seinem Besuch der Galapagos Inseln. Dort trieben Berge von Plastikmüll im Wasser, der zu 90 Prozent von anderen Ländern und Kontinenten stamme. "Deshalb ist es so wichtig, dass ihr Euch zu diesem Thema meldet und immer darauf aufmerksam macht, dass wir was tun. Wir brauchen junge Menschen wie euch, die sich einmischen."

+++ 10.17 Uhr: Verfassungsschutz akzeptiert Urteil zum "Prüffall AfD" +++

Der Verfassungsschutz will mit der AfD nicht mehr vor Gericht darüber streiten, ob der Nachrichtendienst die Partei öffentlich als "Prüffall" bezeichnen darf oder nicht. Das Bundesamt für Verfassungsschutz teilte mit, es werde die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts akzeptieren, das der Behörde die Nennung als "Prüffall" untersagt hatte.

+++ 9.59 Uhr: Polizei setzt Suche nach Rebecca in Brandenburg fort +++

Im Fall der seit mehr als zwei Wochen vermissten Rebecca aus Berlin wollen die Ermittler am Freitag ihre Suche in Brandenburg fortsetzen. Das sagte eine Polizeisprecherin in Berlin. Voraussichtlich werde erneut ein Waldstück südöstlich der Hauptstadt abgesucht. Dort war die Polizei bereits am Donnerstag mit Unterstützung einer Hundertschaft und eines Hubschraubers im Einsatz.

Wo ist Rebecca?: Polizei Berlin setzt akribische Suche nach verschwundener Schülerin fort

+++ 9.32 Uhr: Finnische Regierung tritt zurück +++

In Finnland tritt die Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Juha Sipilä zurück. Der Ministerpräsident werde den Rücktritt der Regierung am Freitag um 10 Uhr formell einreichen, kündigte das Präsidialbüro in Helsinki an. Hintergrund sind gescheiterte Reformen im Sozial- und Gesundheitsbereich.

+++ 8.56 Uhr: Mindestens zwei Tote bei schweren Überschwemmungen in Indonesien +++

Nach tagelangen Regenfällen und schweren Überschwemmungen sind in Indonesien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere werden noch vermisst, drei Menschen wurden verletzt, wie der Katastrophenschutz mitteilte. In den Provinzen West- und Ost-Java seien insgesamt mehr als 30.000 Menschen von den Fluten betroffen. Hunderte Menschen seien bereits in Sicherheit gebracht worden. Durch die schweren Regenfälle trat der als "schmutzigster Fluss der Welt" geltende Citarum-Fluss auf der Insel Java über die Ufer. Die Folge waren tödliche Sturzfluten im Osten des Landes.

+++ 8.36 Uhr: US-Richter weist Klage von Stormy Daniels gegen Trump ab +++

Ein US-Bundesrichter hat eine Klage von Pornostar Stormy Daniels gegen US-Präsident Donald Trump abgewiesen. Das berichteten US-Medien am Donnerstag (Ortszeit). Mit der Klage habe die Schauspielerin eine Vereinbarung kippen wollen, wonach sie nicht öffentlich über eine angebliche Affäre mit Trump sprechen dürfe. Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, wertet die richterliche Entscheidung dennoch als Sieg.

Der Richter in Los Angeles wies die Klage mit der Begründung zurück, die Schauspielerin habe bereits "genau das bekommen, was sie wollte", schrieb die "Los Angeles Times". Trump habe zuvor bereits zugesagt, die Geheimhaltungsvereinbarung nicht durchzusetzen.

Clifford hatte nach eigener Aussage 2006 Sex mit Trump. Cohen sagte jüngst, er habe im Auftrag Trumps Schweigegeld an den Pornostar gezahlt, um im Wahlkampf Schaden von Trump abzuwenden. Trump räumte nach mehreren Dementis eine Zahlung ein, bestreitet aber, etwas mit der Schauspielerin gehabt zu haben. Clifford hat mittlerweile ein Buch darüber veröffentlicht.

+++ 8 Uhr: United-Fan in Paris mit Klinge attackiert +++

Ein Fan von Manchester United ist in Paris mit einer Klinge attackiert worden und im Krankenhaus notoperiert worden. Medienberichten zufolge war der 44 Jahre alte Brite nach dem Spiel seiner Mannschaft gegen Paris Saint-Germain zusammen mit anderen Fans Taxi gefahren und vom Fahrer angegriffen worden. Der Fahrer habe mit einer großen Klinge auf den Fußball-Fan eingestochen.

"Wir sind nach einem Zwischenfall, in den ein britischer Mann am 6. März in Paris involviert war, mit den französischen Behörden in Kontakt und bereit zu unterstützen, sollte das nötig sein", teilte das britische Außenministerium mit. Manchester United hatte am Mittwoch durch einen späten 3:1-Sieg im Rückspiel des Achtelfinales der Champions League bei Paris Saint-Germain überraschend das Viertelfinale erreicht.

+++ 7.07 Uhr: Drei Tote bei Unfall auf der A24 +++

Bei einer Karambolage mit mehreren Fahrzeugen und einem Viehtransporter sind drei Menschen gestorben. Zwei weitere Menschen wurden bei dem schweren Unfall auf der Autobahn 24 verletzt, einer davon schwer, wie die Polizei mitteilte. Zwei Autos und zwei Lastwagen seien in den frühen Morgenstunden in Fahrtrichtung Berlin zwischen Zarrentin und Wittenburg ineinander gekracht, hieß es. Einer der Lastwagen hatte zwischen 600 und 650 Ferkel geladen. Einige der Tiere starben bei dem Unfall, andere wurden verletzt, einige flüchteten. Wie sich der Unfall genau ereignete, war zunächst unklar. Die Polizei richtete eine Vollsperrung der Autobahn in beiden Richtungen ein.

+++ 6.59 Uhr: Neue Suchaktionen im Fall Rebecca für Freitag geplant +++

Die Suche im Fall der verschwundenen 15-jährigen Rebecca aus Berlin geht weiter. Für diesen Freitag seien neue Suchaktionen geplant, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am frühen Freitagmorgen. Auch die mehr als 300 Hinweise, die nach einer ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" am Mittwochabend bei den Ermittlern eingingen, würden von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt weiter geprüft. Die Gesamtzahl der Hinweise lag damit am Donnerstag bei rund 700. Rebecca war am 18. Februar in den frühen Morgenstunden aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers verschwunden. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass sie getötet wurde.

Vermisste Schülerin: Suche nach Rebecca in einem Waldstück vorerst eingestellt

+++ 6.08 Uhr: Chinas Exporte fallen unerwartet stark um 20 Prozent +++

Die chinesischen Exporte sind im Februar unerwartet stark um 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen. Die Importe verringerten sich um 5,2 Prozent. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA gingen Chinas Ausfuhren allein auf den US-Markt in den ersten beiden Monaten des Jahres in US-Dollar berechnet um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, berichtete Chinas Zollverwaltung am Freitag in Peking. Die Importe aus den USA fielen im Januar und Februar sogar um 32,2 Prozent.  

Trotz des Rückgangs der Exporte in die USA verkaufte China in den beiden Monaten für 290 Milliarden US-Dollar mehr Waren auf den amerikanischen Markt es von dort importierte. Dieser Handelsüberschuss Chinas mit den USA stieg um 3,9 Prozent. Wegen des langen chinesischen Neujahrsfestes, das jedes Jahr zu einer anderen Zeit zwischen Januar und Februar gefeiert wird, legt Chinas Zoll die Zahlen immer für beide Monate vor. 

+++ 6.06 Uhr: Migrationsexperte: Mexiko droht humanitäre Krise an US-Grenze +++

Migrationsexperten befürchten eine humanitäre Krise an der Grenze, sollten die Vereinigten Staaten vermehrt mittelamerikanische Migranten in mexikanische Grenzstädte abschieben. Das lateinamerikanische Land sei darauf nicht vorbereitet, sagte Duncan Wood vom Mexiko-Institut der US-Denkfabrik Wilson Center der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag (Ortszeit). Mexiko müsse seine Nordgrenze in die eigene Hand nehmen und dort mehr Personal und Infrastruktur einsetzen, so Wood. Die Frage, wie Mexiko mit den sogenannten Migranten-Karawanen umgeht, prägte neben anderen Themen die Arbeit des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador während seiner ersten 100 Tage im Amt. 

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) kritisierte, dass Migranten während der Bearbeitung ihres US-Asylantrags in der Grenzstadt Tijuana warten müssten. Die Stadt leide unter einer hohen Rate an Gewalttaten, so Madeleine Penman von AI in Mexiko. Dort sei es für die Menschen nicht sicher. Auch bei den ausgestellten humanitären Visa der mexikanischen Regierung seien noch viele Fragen zur Dauer der Gültigkeit offen, so Penman. 

+++ 5.56 Uhr: 25 zentralamerikanische Migranten bei Verkehrsunfall in Mexiko getötet +++

Bei einem Verkehrsunglück in Mexiko sind mindestens 25 zentralamerikanische Migranten ums Leben gekommen. 29 weitere Menschen seien bei dem schweren Unfall im Bundesstaat Chiapas am Donnerstag (Ortszeit) verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Demnach kam der Lastwagen, der die Migranten transportierte, von der Straße ab und überschlug sich.

+++ 4.49 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Schulfrei für Klima-Demos +++

Eine Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge nichts davon, dass Schüler freitags während der Unterrichtszeit für den Klimaschutz demonstrieren. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat für den Essener Energiedienstleister Ista ermittelt, dass 54 Prozent der Befragten der Ansicht sind, die Schüler sollten außerhalb der Schulzeit demonstrieren. Dagegen sind 37 Prozent der Meinung, dass die Schüler für die Teilnahme an den Demonstrationen schulfrei bekommen sollten.

Deutlich mehr als 80 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Klimaschutz grundsätzlich Thema an den Schulen sein müsse. 57 Prozent sagten, Klimaschutz gehöre auf den Stundenplan. Weitere 22 Prozent sind für freiwillige Arbeitsgemeinschaften nach dem Unterricht und acht Prozent wollen, dass der Freitag in der Schule grundsätzlich dem Klimaschutz gewidmet werden soll.

+++ 4.16 Uhr: TÜV Süd prüft mögliche Versäumnisse bei Damm-Katastrophe in Brasilien +++

Sechs Wochen nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien mit mehr als 180 Toten prüft der TÜV Süd mögliche Versäumnisse bei dem Unglück und schließt Konsequenzen nicht aus. "Mit Unterstützung eigener und externer Experten untersucht die TÜV Süd AG ihre internen Prozesse sowie mögliche Ursachen für den tragischen Dammbruch in Brumadinho, Brasilien", teilte eine vom Unternehmen beauftragte Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Der Dienstleister aus München hatte den Damm an einer Eisenerzmine im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des südamerikanischen Landes im vergangenen Jahr zwei Mal geprüft. Mindestens ein TÜV-Ingenieur soll Zweifel an der Stabilität des Damms angemeldet haben, wie schon früher bekanntgeworden war. Der Damm war am 25. Januar gebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst, die mindestens 186 Menschen tötete. Rund 120 Menschen gelten noch immer als vermisst.

+++ 4.05 Uhr: Dienstältester hauptamtlicher Rathaus-Chef geht in Pension +++

Der dienstälteste hauptamtliche Bürgermeister Deutschlands geht in den Ruhestand. Nach 42 Jahren im Amt wird Ulrich Künz, Verwaltungschef der Stadt Kirtorf im hessischen Vogelsbergkreis, am Samstagabend verabschiedet. Am Montag übergibt der 68-jährige CDU-Politiker sein Amt dann an Nachfolger Andreas Fey. Der ist SPD-Mitglied, trat bei der Wahl im Dezember aber als unabhängiger Kandidat an. Künz war im März 1977 zum Bürgermeister gewählt worden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ulrich Künz ist ein Unikat als erfolgreicher Bürgermeister."

+++ 3.37 Uhr: Massiver Stromausfall taucht Krisenstaat Venezuela ins Dunkel +++

Ein massiver Stromausfall hat weitere Teile von Venezuela in Dunkelheit versinken lassen. Am Donnerstagabend gab es Medienberichten zufolge in weiten Teilen des südamerikanischen Landes kein Licht. In der Hauptstadt Caracas kam es zu einem Verkehrschaos. Mitten im Feierabendverkehr fiel die Metro aus, zahlreiche Ampeln funktionierten nicht. 

Informationsminister Jorge Rodríguez sprach von Sabotage und machte Feinde der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro für den Stromausfall verantwortlich. "Das Ziel war, das venezolanische Volk für mehrere Tage von der Stromversorgung abzuschneiden", sagte er. "Das wird diesen Kriminellen nicht gelingen." 

Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich seit Wochen einen erbitterten Machtkampf. "Dieser vom US-Imperialismus angekündigter und angeführter Strom-Krieg gegen unser Volk wird scheitern", schrieb Maduro auf Twitter. 

Massiver Stromausfall taucht Krisenstaat Venezuela ins Dunkel

Venezuela, Caracas: Passanten überqueren während eines Stromausfall eine Straße

DPA

+++ 3.26 Uhr: Göring-Eckardt kritisiert Altmaier in Debatte um Paketboten +++

In der Debatte um die Arbeitsbedingungen von Paketboten hat Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) scharf kritisiert. "Altmaiers Widerstand gegen faire Arbeitsbedingungen in der Paketbranche ist völlig unverständlich und so nicht hinzunehmen", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.    

Der Wirtschaftsminister leiste einen eigenen Beitrag dazu, "dass bestehende Arbeitsmarktregeln weiter unterlaufen werden, wenn er sich auf die Seite der Unternehmensspitzen stellt, statt auf die der vielen Beschäftigten, die zu ausbeuterischen Konditionen weit unterhalb des Mindestlohns Pakete ausliefern müssen".

+++ 2.25 Uhr: Japans Wirtschaft erholt sich zum Jahresende 2018 stärker als gedacht +++

Japans Wirtschaft ist nach einer Schwächephase im Schlussquartal 2018 stärker gewachsen als zunächst gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei in den drei Monaten bis Ende Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 1,9 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Donnerstag auf Basis revidierter Daten mit. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker ein Plus von 1,4 Prozent errechnet.

Hintergrund für die besseren Daten sind die Kapitalausgaben der Unternehmen. Damit hat sich die Nummer Drei der Weltwirtschaft vom Rückschlag im Quartal zuvor erholt. Damals war das BIP wegen einer Reihe von Naturkatastrophen, die auf die Produktion und Exporte drückten, um 2,6 Prozent gefallen. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs Japans Wirtschaft im Schlussquartal 2018 um 0,5 Prozent, hieß es.

+++ 1.07 Uhr: Hohe Haftstrafe für Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort +++

Ein Gericht in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia hat den früheren Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, zu knapp vier Jahren Haft verurteilt. Das berichteten US-Medien am Donnerstagabend (Ortszeit) übereinstimmend. Das Gericht blieb mit der Strafe von 47 Monaten deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren gefordert hatte. 

Der 69-Jährige war in dem Prozess bereits im vergangenen August von Geschworenen unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs schuldig gesprochen worden. Dieser Prozess hatte nicht direkt etwas mit der Russland-Affäre um Trump zu tun. In einem weiteren Verfahren gegen Manafort vor einem Gericht in Washington soll in der kommenden Woche ein Urteil gefällt werden.

Trump und sein ehemaliger Wahlkampfmanager Manafort

+++ 0.27 Uhr: Paar auf brasilianischem Skandalvideo: "Das war ein politischer Akt" +++

Nach dem Sturm der Entrüstung über ein obszönes Video vom Straßenkarneval in Brasilien haben sich die Darsteller zu Wort gemeldet. Die Aufführung sei ein "politischer Akt" gewesen, mit dem die unter dem rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro herrschende konservative und schwulenfeindliche Stimmung kritisiert werden sollte, schrieben die beiden Männer in einem Manifest, das die Zeitung "Folha de S. Paulo" am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichte. 

Das Video hatte Bolsonaro am Mittwoch auf sein Twitter-Konto gestellt und damit für Schock, Kritik und Empörung gesorgt. Dazu schrieb er unter anderem, auch wenn er sich dabei nicht wohl fühle, solle die Bevölkerung dies sehen und selbst ihre Schlüsse ziehen. Darstellungen wie diese seien mittlerweile üblich im Karneval, fügte er hinzu. Angesichts der Kritik ruderte Bolsonaro Stunden später zurück und ließ mitteilen, er habe nicht den Karneval allgemein kritisieren wollen.

+++ 0.07 Uhr: Kuba verkündet neue Verfassung am 10. April +++

Kubas neue Verfassung soll im April offiziell proklamiert werden. Am 10. April werde die Verfassungsnovelle ausgerufen, berichteten lokalen Medien am Donnerstag (Ortszeit). Das Datum wurde aus symbolischen Gründen gewählt. Am 10. April 1869 wurde die erste Verfassung Kubas im Zuge der Bestrebungen gegen die spanische Kolonialisierung von Unabhängigkeitskämpfern in Guáimaro verkündet. Am 24. Februar hatten sich 86,85 Prozent der Bewohner der sozialistischen Karibikinsel für die Verfassungsneuerung ausgesprochen.

+++ 0.04 Uhr: US-Regierung hält Deal mit Nordkorea bis 2020 für möglich +++

Trotz des gescheiterten Gipfeltreffens mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hält die US-Regierung für möglich, bis zum Ende der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump 2020 eine Vereinbarung zur Denuklearisierung des Landes zu schließen. Das sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums am Donnerstag in Washington. Dies sei der Zeitplan, auf den man hinarbeite. "Wir sind nicht so weit, wie wir sein wollten, aber wir machen Fortschritte."

Trumps zweites Treffen mit Kim Ende Februar in Vietnam war ohne Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten waren sich in der zentralen Frage uneins, wie Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenarsenal abrüsten soll und welche Gegenleistungen es dafür geben soll.

Video: Nordkorea baut angeblich Raketenanlage wieder auf
fs / dho / wue / DPA / AFP