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News des Tages: Ukrainisches Parlament stimmt 30-tägigem Kriegsrecht zu

China verkündet Geburt genmanipulierter Babys +++ Mexiko will mittelamerikanische Migranten abschieben +++ Kiew debattiert über Kriegsrecht +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Ukrainisches Parlament stimmt 30-tägigem Kriegsrecht zu (20.42 Uhr)
  • Poroschenko verhängt Kriegsrecht in der Ukraine (14.25 Uhr)
  • Bundesnetzagentur legt Vergabebedingungen für 5G endgültig fest (14.06 Uhr)
  • CDU-Spitze setzt UN-Migrationspakt auf Tagesordnung des Parteitags (13.38 Uhr)
  • China: Forscher verkündet Geburt genmanipulierter Babys (12.14 Uhr) 
  • Italienischer Filmregisseur Bernardo Bertolucci gestorben (9.42 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:     

+++ 21.05 Uhr: US-Sonde InSight erfolgreich auf dem Mars gelandet +++

Die Nasa-Sonde InSight ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. "Landung bestätigt!" teilte die US-Weltraumbehörde aus ihrem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena mit. Vorausgegangen war ein extrem kompliziertes Manöver von sechseinhalb Minuten Länge: Das sanfte Aufsetzen auf unserem Nachbarplaneten zählt zu den schwierigsten Unterfangen der Raumfahrt.

+++ 20.42 Uhr: Ukrainisches Parlament stimmt 30-tägigem Kriegsrecht zu +++

Als Reaktion auf die Konfrontation mit Russland im Schwarzen Meer hat das ukrainische Parlament der Verhängung des Kriegsrechts zugestimmt. Mit dem Votum folgten die Parlamentarier in Kiew dem Antrag von Präsident Petro Poroschenko. Das Kriegsrecht soll 30 Tage lang gelten.

+++ 19.25 Uhr: Nato ruft Russland zu Zurückhaltung auf +++

Die Nato-Staaten haben Russland im Konflikt mit der Ukraine zu Zurückhaltung aufgefordert. "Es gibt keinerlei Rechtfertigung für den Einsatz von militärischer Gewalt gegen ukrainische Schiffe und Marinepersonal", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einer Sondersitzung der Nato-Ukraine-Kommission in Brüssel. Man rufe Russland auf, die festgesetzten ukrainischen Seeleute und Schiffe unverzüglich freizugeben.

"Alle Alliierten haben bei dem Treffen ihre volle Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine zum Ausdruck gebracht", sagte Stoltenberg weiter. Russland sei aufgerufen,

ungehinderten Zugang zu ukrainischen Häfen zu gewähren. Zudem müsse es für die Ukraine freie Schifffahrt im Asowschen Meer und in der Meerenge von Kertsch geben.

+++ 18.56 Uhr: Britisches Parlament stimmt am 11. Dezember über Brexit-Abkommen ab +++

Das britische Parlament stimmt am 11. Dezember über das Brexit-Abkommen ab. Das kündigte Premierministerin Theresa May am Montag in einer Rede im Unterhaus an. Die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Länder hatten die Vereinbarung zum Austritt Großbritanniens aus der EU am Sonntag gebilligt, die nun noch von einer Mehrheit im Unterhaus bestätigt werden muss.

+++ 18.01 Uhr: Spitzenkandidat von populistischer Partei soll Regierung in Lettland bilden +++

Sieben Wochen nach der Parlamentswahl in Lettland hat Präsident Raimonds Vejonis einen zweiten Versuch zur Regierungsbildung gestartet. Vejonis beauftragte den 40 Jahre alten Abgeordneten Aldis Gobzems von der populistischen Partei KPV LV damit, eine regierungsfähige Mehrheit im Sieben-Parteien-Parlament zu finden. Zuvor war ein solcher Versuch der ebenfalls populistischen Neuen Konservativen Partei gescheitert. 

Gobzems ist bei vielen Letten populär, weil er als Anwalt hohe Entschädigungssummen für die Verletzten und die Hinterbliebenen des Supermarkt-Einsturzes von 2013 erstritten hatte. Bei dem Unglück in Riga waren 54 Menschen getötet worden. Gobzems ist politisch allerdings umstritten, weil er sich offen für eine Zusammenarbeit mit der prorussischen Partei Harmonie im Parlament zeigt. Viele andere Parteien lehnen eine solche Zusammenarbeit ab.

+++ 17.48 Uhr: Witwe des Aldi-Mitgründers Theo Albrecht ist tot +++

Cäcilie Albrecht, die Witwe des Aldi-Mitgründers Theo Albrecht, ist tot. Sie sei im engsten Familienkreis beigesetzt worden, sagte ein Sprecher von Aldi Nord. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet.

Cäcilies Ehemann Theo Albrecht hatte 1946 gemeinsam mit seinem Bruder Karl den elterlichen Lebensmittelladen in Essen übernommen und daraus einen der weltweit erfolgreichsten Discounter-Konzerne geschmiedet. Theo war bereits 2010 gestorben, sein Bruder Karl 2014. Cäcilie Albrecht lebte komplett zurückgezogen.

 +++ Medien-Bericht: Aldi-Witwe Cäcilie Albrecht ist tot +++

Cäcilie Albrecht, die Witwe des Aldi-Gründers Theo Albrecht, ist tot. Das berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Familienkreise. Mehr in Kürze.

+++ 16.52 Uhr: Mehrheit der Deutschen fürchtet Wahlmanipulation +++

Gut die Hälfte der Deutschen fürchtet einer Umfrage zufolge Wahlmanipulationen in Europa durch Cyberangriffe. In einer am Montag veröffentlichten Studie der EU-Kommission äußerten sich rund 56 Prozent der deutschen Befragten in diesem Sinne, etwas weniger als der EU-Schnitt von 61 Prozent. Gleichzeitig gehen knapp vier von zehn Deutschen davon aus, dass in der Bundesrepublik definitiv genug gegen Wahlmanipulation unternommen wird. Nur vier Prozent sind der Auffassung, dass dies gar nicht der Fall ist. 

Auch eine mögliche Einflussnahme aus dem Ausland auf Wahlen in Europa schürt bei 51 Prozent der im Eurobarometer befragten Deutschen Sorge. Rund 72 Prozent glauben, dass Falsch- und Desinformationen im Internet und speziell in sozialen Netzwerken ein Problem vor Wahlen sind. Gut zwei Drittel nehmen an, dass persönliche Daten im Netz dazu genutzt werden könnten, dass personalisierte Wahlwerbung angezeigt wird.

+++ 16.48 Uhr: General Motors streicht 15 Prozent der Stellen +++

Der US-Autobauer General Motors hat einen massiven Konzernumbau angekündigt, mit dem das Unternehmen sechs Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) einsparen will. Dafür sollen 15 Prozent der Stellen wegfallen, wie General Motos mitteilte. Zudem soll im kommenden Jahr in den Werken Oshawa in Kanada, Hamtramck in Detroit, und Michigan and Lordstown in Warren im US-Bundesstaat Ohio die Produktion gestoppt werden.

+++ 15.55 Uhr: Westjordanland: Palästinenser rammt mit Auto israelische Soldaten +++

Ein Palästinenser ist am Montag im Westjordanland erschossen worden, nachdem er mit seinem Auto in eine Gruppe von drei israelischen Soldaten gefahren war. Die tödlichen Schüsse wurden nach israelischen Armeeangaben von einem Patrouille-Soldaten abgegeben. Die Soldaten seien bei dem Vorfall leicht verwundet worden und seien in stabilem Zustand vom Tatort nördlich der Stadt Hebron abtransportiert worden.

Ein Sprecher des Roten Halbmonds sagte AFP, israelische Soldaten hätten die Leiche des toten Palästinensers vom Krankenwagen in ein Armeefahrzeug gebracht. Wie das israelische Militär mitteilte, hätten die Soldaten "Ingenieursarbeiten auf der Strecke zwischen Beit Ummar und Al Arrub ausgeführt". "Ein Soldat auf Patrouille schoss auf den Terroristen und neutralisierte ihn", hieß es in einer Mitteilung.

Eine Reihe von Anschlägen durch als einsame Wölfe bezeichnete Angreifer hatte Israel 2015 erschüttert - darunter Messerangriffe und das Rammen von Menschen mit Autos. Seitdem kam es nur noch vereinzelt zu solchen Aktionen. 

+++ 15.36 Uhr: Tarifeinigung bei angeschlagener Telekom-Tochter T-Systems +++

Die 11.000 tarifgebundenen Beschäftigten der angeschlagenen Telekom-Tochter T-Systems bekommen ab Januar mehr Geld. Nach einer fast achtmonatigen Auseinandersetzung einigten sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi auf Entgelterhöhungen im nächsten und übernächsten Jahr, wie Verdi in Berlin mitteilte. Die Beschäftigten der Entgeltgruppen eins bis fünf bekommen demnach zum ersten Januar nächsten Jahres drei Prozent mehr, die der anderen Entgeltgruppen zwei Prozent. Zum 1. Januar 2020 gibt es demnach dann nochmals 2,5 Prozent mehr für alle Entgeltgruppen. Laut Verdi enthält das Tarifergebnis keine Regelung, die den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen verlängert. Damit erhalte sich die Gewerkschaft Handlungsfähigkeit für den Fall, dass T-Systems entgegen der bisherigen Aussagen doch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen wolle.Khashoggisuche

+++ 15.17 Uhr: Türkische Ermittler durchsuchen im Fall Khashoggi Luxusvilla +++

Fast zwei Monate nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat die türkische Polizei zwei Villen südlich der Metropole durchsucht. Die Häuser in der Provinz Yalova gehörten zwei saudischen Geschäftsmännern, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Ermittler hätten auch Spürhunde und Drohnen eingesetzt sowie zwei Brunnen in den Gärten der beiden Luxusvillen mithilfe der Feuerwehr entleert.

Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft teilte laut Anadolu mit, einer der Verdächtigen habe einen Tag vor dem Mord an Khashoggi mit einem in Yalova lebenden Saudi Kontakt aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft vermute, dass es dabei um die spätere Beseitigung der Leiche gegangen sei. Unklar blieb, um welche Art von Kontakt es sich handelte. Die regierungsnahe Zeitung "Yeni Safak" berichtete, die Ermittler vermuteten die Leiche Khashoggis auf dem Gelände der Luxusvillen.


+++ 14.59 Uhr: EU bezeichnet Vorgänge in der Meerenge von Kertsch als inakzeptabel +++

Der Auswärtige Dienst der EU hat die jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine als inakzeptabel bezeichnet und Russland zu einer sofortigen Freilassung festgenommener Seeleute aufgefordert. Aus Sicht der EU müsse Russland alle Schiffe ungehindert durch die Meerenge von Kertsch fahren lassen, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Brüssel. Es gelte internationales Recht.

Zugleich warnte der Auswärtige Dienst auch die Ukraine vor vorschnellen Reaktionen. "In der aktuellen Lage müssen alle Seiten äußerste Zurückhaltung wahren, um die Situation zu deeskalieren", sagte die Sprecherin.

Nach Angaben von EU-Diplomaten sollten die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter noch an diesem Montagnachmittag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über mögliche Reaktionen der EU auf die Krise zu beraten.

+++ 14.43 Uhr: "Spiegel": Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei Visa-Vergabe +++

Nach einem Bericht des Magazins "Spiegel" gibt es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Visa an Syrer im deutschen Generalkonsulat in der irakischen Kurdenmetropole Erbil. Die Rede ist demnach von etwa zwei Dutzend Verdachtsfällen zwischen August und Dezember 2017. Dabei sollen Ortskräfte der Auslandsvertretung Anträge für eine Aufnahme in sogenannte Landesprogramme für Syrer manipuliert haben.    

Wegen der mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten leitete laut "Spiegel" die Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen ein. Demnach sollen einige Syrer Schleusern in Erbil zwischen 2000 und 13.000 Dollar dafür gezahlt haben, dass sie auf dem Luftweg nach Deutschland einreisen konnten. Die Schleuser verfügten demnach über gute Kontakte in das Generalkonsulat, wo irakische Ortskräfte mit ihnen gemeinsame Sache gemacht hätten.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es laut "Spiegel", es seien nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Dezember 2017 organisatorische Maßnahmen erfolgt, um weitere derartige Vorfälle zu verhindern. Auch seien die Ermittlungsbehörden umgehend verständigt worden.

+++ 14.25 Uhr: Poroschenko verhängt Kriegsrecht in der Ukraine +++

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat angesichts des Konflikts mit Russland im Asowschen Meer das Kriegsrecht für die nächsten 60 Tage verhängt. Das teilte das Präsidialamt mit. Das Parlament, das am Nachmittag zusammentreten will, muss darüber binnen 48 Stunden befinden.

+++ 14.06 Uhr: Bundesnetzagentur legt Vergabebedingungen für 5G endgültig fest +++

Die Bundesnetzagentur hat nach einer Sitzung des Beirats der Behörde die endgültigen Vergabebedingungen für den Ausbau des neuen Mobilfunkstandard 5G bekanntgegeben. Diese umfassten "Auflagen zur besseren Versorgung sowohl in der Stadt als auch auf dem Land", erklärte die Netzagentur. Enthalten sind demnach auch "Maßnahmen zur Förderung des Wettbewerbs wie eine Diensteanbieterregelung und Regelungen zum nationalen Roaming".

+++ 13.55 Uhr: Russland warnt vor ernsten Folgen nach Vorfall im Asowschen Meer +++

Das russische Außenministerium hat die Ukraine vor ernsten Folgen im Konflikt um das Asowsche Meer gewarnt. "Russland wird alle Übergriffe auf seine Souveränität und Sicherheit unterbinden", teilte das Ministerium in Moskau mit. 

Man habe Kiew und seine Verbündeten im Westen wiederholt davor gewarnt, dass mit dem Konflikt um die Meerenge von Kertsch eine künstliche Hysterie entstehen werde. "Das ist offensichtlich eine sorgfältig durchdachte und geplante Provokation, die für Spannung in der Region sorgen soll", hieß es. Damit soll nach Moskauer Darstellung von innenpolitischen Problemen in Kiew im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr abgelenkt werden. 

Die russische Küstenwache hatte am Wochenende in der Meerenge von Kertsch vor der annektierten Halbinsel Krim Patrouillenbooten der ukrainischen Marine die Durchfahrt verweigert und eines der Schiffe gerammt. Drei ukrainische Schiffe wurden aufgebracht. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB begründete die Blockade mit einer Grenzverletzung. Kiew bestritt das.

Moskau kritisierte das Vorgehen als eine grobe Verletzung des Seerechts und forderte Kiew auf, alle Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen.

+++ 13.38 Uhr: CDU-Spitze setzt UN-Migrationspakt auf Tagesordnung des Parteitags +++

Der CDU-Parteitag im Dezember soll nach dem Willen der Parteispitze offiziell über den umstrittenen UN-Migrationspakt diskutieren. Der CDU-Vorstand beauftragte die Antragskommission des Delegiertentreffens in Hamburg nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, das Thema aufzugreifen und zur Debatte beziehungsweise zur Abstimmung zu stellen. 

Als Grundlage soll dafür der von der Unionsfraktion geplante Entschließungsantrag zum UN-Migrationspakt dienen. Dieser Antrag sollte noch an diesem Dienstag von den Abgeordneten von CDU und CSU beschlossen und wenn möglich noch in dieser Woche gemeinsam mit der SPD im Plenum beschlossen werden. Auch die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, Armin Laschet und Daniel Günther, hätten dem Verfahren zugestimmt, hieß es.

Der UN-Migrationspakt soll bei einem Treffen am 10. und 11. Dezember in Marokko angenommen werden. Das rechtlich nicht verbindliche Abkommen soll helfen, Flucht und Migration besser zu organisieren.

+++ 13.03 Uhr: Chinesische Forscher verurteilten Gen-Experiment an Babys +++

Mehr als 100 chinesische Wissenschaftler haben in einem Protestbrief mit scharfer Kritik auf die Ankündigung ihres Kollegen He Jiankui reagiert, wonach erstmals Babys nach einer Genmanipulation zur Welt gekommen sein sollen. "Direkte Versuche am Menschen können nur als verrückt beschrieben werden", hieß es in dem Schreiben, das 122 Forscher unterzeichneten. 

Die Genauigkeit des von He Jiankui genutzten Verfahrens der Genschere Crispr/Cas und dessen Wirkungsweise seien ein sehr kontroverses Thema unter Wissenschaftlern. Es sei zwar möglich, dass die Kinder, die diesmal geboren wurden, für einen bestimmten Zeitraum gesund sind. "Aber die potenziellen Risiken und Schäden für die gesamte Menschheit, die durch einen ungerechtfertigten Einsatz des Verfahrens in der Zukunft entstehen können, sind unermesslich."

Die Versuche seien ein "schwerer Schlag für die weltweite Reputation der chinesischen Wissenschaft". Aufsichtsbehörden sollten schnell handeln und eine umfassende Untersuchung des Vorfalls durchführen: "Die Büchse der Pandora wurde geöffnet, und wir haben möglicherweise eine Chance, sie zu schließen, bevor der Schaden irreparabel ist."

+++ 12.59 Uhr: Bahnverkehr in Österreich steht still +++

In Österreich steht wegen eines Tarifkonflikts seit Montagmittag der Bahnverkehr vorübergehend still. "Die Züge stehen", sagte eine Sprecherin der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Von der Maßnahme sind rund 70 Fernverkehrszüge und 600 Nahverkehrszüge betroffen. Auch Züge aus Deutschland würden nicht mehr übernommen und müssten somit vor der österreichischen Grenze in Bahnhöfen warten.  Das Unternehmen reagierte damit auf einen von 12 bis 14 Uhr angekündigten Warnstreik der Gewerkschaft Vida. Die Tarifpartner verhandelten am Montag trotz der Eskalation weiter. "Es ist noch nicht gescheitert, die Verhandlungen dauern an, sie gehen trotz Streik weiter", sagte eine Gewerkschaftssprecherin.

Zur Versorgung der Fahrgäste in den Fernverkehrszügen würden kostenlos Heiß- und Kaltgetränke verteilt, hieß es bei den ÖBB. Ab 14 Uhr würde der Verkehr voraussichtlich wieder hochgefahren.

+++ 12.17 Uhr: China verkündet Geburt genmaninpulierter Babys +++

Einem chinesischen Wissenschaftler zufolge wurden weltweit erstmals Babys nach einer Genmanipulation geboren. "Zwei wunderschöne kleine chinesische Mädchen namens Lulu und Nana kamen vor einigen Wochen weinend und so gesund wie jedes andere Baby zur Welt", sagt der Forscher He Jiankui in einem am Sonntag auf Youtube verbreiteten Video. Demnach hatte der an Embryonen vorgenommene Eingriff mit dem noch sehr jungen Verfahren Crispr/Cas9 das Ziel, die Kinder resistent gegen HIV zu machen. Eine geprüfte wissenschaftliche Veröffentlichung zu dem Eingriff gibt es nicht, lediglich einen Eintrag in einem chinesischen Register für klinische Tests. Eine Bestätigung von anderen Stellen gab es zunächst ebenfalls nicht.

+++ 12.15 Uhr: Außenminister Maaß ruft Russland und Ukraine zur Deeskalation auf +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Entwicklungen in der Ukraine nach dem gewaltsamen Vorgehen der russischen Küstenwache gegen drei Schiffe der ukrainischen Marine vor der Halbinsel Krim als "besorgniserregend" bezeichnet. "Eine russische Blockade der Durchfahrt ins Asowsche Meer ist nicht akzeptabel", schrieb Maas im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es sei wichtig, dass die Blockade aufgehoben werde. "Wir rufen beide Seiten zur Deeskalation auf", erklärte der Minister.

+++ 11.07 Uhr: Rennfahrerin Flörsch verlässt nach schwerem Unfall das Krankenhaus +++

Rennfahrerin Sophia Flörsch hat acht Tage nach ihrem schweren Unfall beim Formel-3-Weltfinale in Macao das Krankenhaus verlassen. "Heute fliege ich heim. Ich bin wirklich froh, meine Familie und Freunde in den nächsten Tagen wiederzusehen", schrieb die 17 Jahre alte Münchnerin auf ihrer Facebook-Seite. Flörsch hatte sich bei dem Crash den siebten Halswirbel gebrochen und war danach elf Stunden operiert worden. In ihrer Botschaft bedankte sie sich für den Zuspruch aus aller Welt und die medizinische Versorgung. "Ich habe meinen zweiten Geburtstag am 18.11.2018 in Macao gefeiert", schrieb Flörsch im Rückblick auf den beängstigenden Unfall.

Sie hatte auf der Geraden vor der Lisboa-Kurve die Kontrolle über ihren Rennwagen vom niederländischen Van-Amersfoort-Team verloren, nachdem sie zuvor mit einem Konkurrenten kollidiert war. Ihr Auto hob dann mit mehr als 250 Stundenkilometern ab und krachte ungebremst durch die Fangzäune in mehreren Metern Höhe gegen Schutzplanken.

Der Weltverband FIA hatte eine Untersuchung der schockierenden Ereignisse angekündigt. Flörsch will die Geschehnisse und ihre Zeit im Conde de S. Januário General Hospital von Macao schnell hinter sich lassen. "Jetzt beginnt ein neues Kapitel, ich kann nicht erwarten, dass es losgeht. Lasst uns den Blick auf 2019 richten", schrieb die Nachwuchspilotin.

+++ 11.02 Uhr: AfD-Bundesvorstand will womöglich Jugendorganisation JA Status aberkennen +++

Der Bundesvorstand der AfD will der umstrittenen Jungen Alternative (JA) ihren Status als Jugendorganisation der Partei aberkennen. Der sogenannte Konvent der AfD werde beauftragt, eine Antrag auf Änderung des Paragraphen 17 a der Bundessatzung beim nächsten Bundesparteitag zu prüfen, teilte die Partei nach einer Telefonkonferenz des Bundesvorstandes mit. In dem Paragraphen wird die JA als offizielle Jugendorganisation der AfD bezeichnet.

+++ 10.43 Uhr: Gruppenvergewaltigung: Bis zu sechs Jahre und drei Monate Haft +++

Nach einer Serie von Gruppenvergewaltigungen an Schülerinnen im Ruhrgebiet hat das Landgericht Essen fünf junge Männer verurteilt. Sie bekamen Jugend- und Haftstrafen zwischen drei Jahren und neun Monaten sowie sechs Jahren und drei Monaten. Die Angeklagten haben laut Urteil zwischen 2016 und 2018 Schülerinnen unter einem Vorwand in ein Auto gelockt und anschließend an einsamen Orten vergewaltigt. Einige der insgesamt sechs Opfer waren zur Tatzeit erst 16 Jahre alt. Im Urteil des Essener Landgerichts war von "scheußlichen Taten" die Rede.

+++ 10.36 Uhr: Unesco nimmt erstmals gemeinsames Kulturerbe Nord- und Südkoreas an +++

Die Unesco hat erstmals eine gemeinsame Bewerbung von Nord- und Südkorea für das Kulturerbe der Menschheit angenommen. Der Nationalsport des Ringens wird auf die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, wie die UN-Kulturorganisation nach einer Sitzung auf Mauritius mitteilte. Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay sprach von einem "beispiellosen" Fall.    

Die gemeinsame Bewerbung der beiden koreanischen Staaten unterstreiche die "außerordentliche Macht des kulturellen Erbes als Förderer des Friedens und als Verbindung zwischen den Völkern", erklärte Azoulay. Nord- und Südkorea hatten ihre Anträge für die Aufnahme des Ringens auf die Kulturerbe-Liste zunächst getrennt präsentiert und erst zuallerletzt zusammengeführt.    

Das "Ssirum", wie es in Nordkorea heißt, oder auch "Ssireum" in Südkorea, wird nur auf der koreanischen Halbinsel praktiziert. Der Nationalsport wird oft im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Festen ausgeübt.

+++ 10.11 Uhr: Militärhubschrauber in Istanbul abgestürzt - vier Tote +++

Ein türkischer Militärhubschrauber ist in der Metropole Istanbul in ein Wohngebiet gestürzt. Vier Soldaten der Besatzung seien dabei getötet und ein weiterer verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den Provinzgouverneur Ali Yerlikaya. Es habe sich um einen Übungsflug gehandelt. Anwohner kamen nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden. 

Der Helikopter stürzte im Viertel Sancaktepe auf der asiatischen Seite der Stadt auf eine Straße zwischen mehrstöckige Gebäude. Auf Bildern war das fast vollständig zerstörte Wrack zu sehen. Helfer eilten zur Absturzstelle. Die Unfallursache war zunächst unklar.

+++ 9.42 Uhr: Italienischer Filmregisseur Bernardo Bertolucci gestorben +++

Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci ist tot. Der Filmemacher sei im Alter von 77 Jahren in Rom gestorben, berichteten italienische Medien. Er war mit Filmen wie "Der letzte Tango in Paris" bekannt geworden.

+++ 9.10 Uhr: Sechs Tote bei Wohnungsbrand in der Schweiz +++

Bei einem Wohnungsbrand im Nordwesten der Schweiz sind in der Nacht zum Montag sechs Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern des Brandes in Solothurn seien auch Kinder, teilte die Polizei des Kantons Solothurn mit. Die Brandursache war zunächst unklar.

+++ 9.01 Uhr: Kramp-Karrenbauer will bei Niederlage nicht Ministerin werden +++

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will im Falle ihrer Niederlage im Wettstreit um den Parteivorsitz nicht Ministerin werden. Sie würde dann nur noch ehrenamtlich für die Partei arbeiten, sagte Kramp-Karrenbauer im ARD-"Morgenmagazin" auf die Frage, ob sie unter Friedrich Merz ein Ministeramt annehmen würde, sollte dieser nicht nur neuer CDU-Chef, sondern dann auch Bundeskanzler werden.    

Auch als Generalsekretärin werde sie nicht weitermachen, bekräftigte Kramp-Karrenbauer. Dies sei ein "Gebot der Fairness" gegenüber ihren Mitbewerbern, dem früheren Unionsfraktionschef Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.    

"Aber natürlich stelle ich mich weiter in den Dienst der Partei", fügte Kramp-Karrenbauer hinzu. Wenn die Partei entscheide, "wo sie mich gebrauchen kann, da mache ich auch mit". "Das wäre dann aber in den Parteiämtern eben das ehrenamtliche Engagement", sagte die frühere saarländische Ministerpräsidentin.

+++ 8.56 Uhr: Mehr als 600 Verletzte bei Erdbeben im Westen Irans +++

Bei einem Erdbeben im Westen Irans sind nach Angaben der Behörden mehr als 600 Menschen verletzt worden. Von den 634 Verletzten habe man 260 in Krankenhäuser bringen müssen, teilten die Behörden mit. Tote und größere Schäden gebe es nach dem mittelschweren Beben nicht. 

Die Provinz Kermanschah wurde am Sonntagabend von einem Beben der Stärke 6,4 erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nahe der Kleinstadt Sarpol-e Sahab an der Grenze zum Irak. In der Folge gab es in der Region mehrere Nachbeben. Die Bewohner verließen in Panik ihre Häuser und strömten auf die Straßen, wie Medien berichteten. 

Sarpol-e Sahab war vor genau einem Jahr von einem Erdstoß der Stärke 7,3 verwüstet worden. Dabei kamen mehr als 600 Menschen ums Leben, Zehntausende wurden obdachlos. Daher war die Panik der Menschen in dieser Kleinstadt besonders groß. Die meisten Einwohner zogen es vor, die Nacht trotz Kälte im Freien zu verbringen.

+++ 8.46 Uhr: Umfrage: AfD profitiert von neuerlicher Debatte über Asylrecht und Flüchtlinge +++

Die AfD hat einer Umfrage zufolge von der unionsinternen Diskussion über das Asylrecht profitiert. Wie aus dem RTL/n-tv-Trendbarometer hervorgeht, legte die Partei im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 14 Prozent zu. Die Union aus CDU und CSU verlor einen Prozentpunkt und kam auf 27 Prozent.

Die Grünen lagen in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa bei 23 Prozent. Die SPD erreichte 14 Prozent, die FDP neun Prozent und die Linke acht Prozent. Für das neue Trendbarometer wurden zwischen Montag und Freitag vergangener Woche rund 2500 Menschen befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.    

Demnach hielten zu Beginn der vergangenen Woche nur acht Prozent der Befragten die Flüchtlingsfrage für ein wichtiges Thema. Nach den Äußerungen des Bewerbers um den CDU-Parteivorsitz, Friedrich Merz, waren es am Ende der Woche 26 Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte, die AfD habe im Laufe der Woche viele Wähler zurückgewinnen können. Sie profitiere, wenn das Flüchtlingsthema kontrovers diskutiert werde.

+++ 8.23 Uhr: Mit dem Kohlegrill die Wohnung geheizt - 14-Jähriger schwer verletzt +++

Bei dem Versuch, mit dem Kohlegrill die ausgekühlte Wohnung zu heizen, sind fünf Mitglieder einer Familie durch giftige Gase verletzt worden. Der 14 Jahre alte Sohn der Familie erlitt sogar schwere Verletzungen, nur der Vater blieb unverletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine sechsköpfige Familie am Sonntag auf ihrem Balkon in der Nähe von Gütersloh in Nordrhein-Westfalen gegrillt. Dabei ließ die Familie die Balkontür geöffnet und wollte die Wohnung im Anschluss mit der glühenden Kohle heizen. Dabei stieß giftiges Kohlenmonoxid aus. 

Rettungskräfte brachten die Mutter und drei Kinder in ein Krankenhaus. Der 14 Jahre alte Sohn wurde in einer Spezialklinik in Düsseldorf behandelt, teilte eine Sprecherin am Montagmorgen mit. Lebensgefahr habe nicht bestanden. Zunächst hatte die "Neue Westfälische" berichtet.

+++ 7.15 Uhr: Ehemaliger buddhistischer Mönch wegen Mordversuchs verhaftet +++

Kurz nach seinem Abschied aus einem buddhistischen Kloster ist ein ehemaliger Mönch in Kambodscha wegen Mordversuchs verhaftet worden. Der 52 Jahre alte Mann aus der Stadt Serei Sophon soll laut einem Bericht der "Khmer Times" versucht haben, seine bisherige Freundin mit einem Meißel zu erstechen. Zuvor hatte ihm diese mitgeteilt, ihn wegen eines anderen Manns verlassen zu wollen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Im Buddhismus dürfen Mönche weder heiraten noch sexuelle Beziehungen haben. Dem Zeitungsbericht zufolge hatte das Paar ursprünglich geplant, zu heiraten nachdem der Mann das Kloster verlassen hatte. Die Frau hatte mit Geld, das er noch zu Mönchszeiten als Almosen bekommen hatte, bereits eine Geldwechselstube aufgemacht. Kennengelernt hatten sich die beiden über Facebook.

+++ 6.50 Uhr: Drei Jahre altes Kind stirbt nach Sturz aus vierter Etage +++

Ein drei Jahre altes Kleinkind ist in Frankfurt aus der vierten Etage eines Hauses gestürzt und gestorben. Nach Angaben der Polizei lag es am Sonntagabend gegen 21 Uhr schwer verletzt vor der Haustür, als die Rettungskräfte eintrafen. Im Krankenhaus sei das Kind dann gestorben. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen und geht derzeit von einem Unfall aus, wie eine Sprecherin sagte. Zuvor hatte der Privatsender Hit Radio FFH berichtet.

+++ 6.34 Uhr: Rapper Kollegah weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück +++

Der Rapper Kollegah, 34, weist Vorwürfe des Antisemitismus zurück. "Für mich macht Rassismus oder jegliche Form von Diskriminierung einer Menschengruppe aufgrund von Ethnie, Hautfarbe, Religion oder sonstigen Eigenschaften überhaupt gar keinen Sinn", sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. "In meiner Welt sind Rassismus und Antisemitismus so'was von absurd. Das geht komplett gegen mein Verständnis von der Welt." 

Der Eklat beim Echo: Campino wettert gegen Kollegah - Skandal-Rapper gewinnt und wird ausgebuht

Seit einem Besuch in der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Auschwitz gibt Kollegah sich geläutert. Seine "grundsätzliche Sensibilität gegenüber dem Holocaust, aber auch vergleichbaren Ereignissen in der Geschichte" sei gewachsen, sagte er der dpa. In einem Interview mit "hiphop.de" hatte er die Ermordung von sechs Millionen Juden kürzlich mit der Situation in den Palästinensergebieten verglichen und damit eine neue Empörungswelle losgetreten. Den Holocaust relativiere er damit nicht, betonte er im dpa-Interview. "Mein Vergleich bezog sich rein auf das Töten unschuldiger Menschen."

+++ 5.15 Uhr: Britischer Starkoch Jamie Oliver findet Brexit peinlich +++

Der britische Starkoch und Autor Jamie Oliver ("Jamie kocht Italien") schämt sich für den Brexit. "Ich bin sauer darüber und es ist mir peinlich", sagte Oliver der Deutschen Presse-Agentur. "Ich war von Anfang an gegen den Brexit und habe garantiert nicht dafür gestimmt. Ich habe zu der Zeit (des Referendums) klar Stellung bezogen und war der Meinung, dass das eine wirklich, wirklich schlechte Idee ist."

Vor allem sorgt sich der 43-Jährige um den Fortbestand der guten internationalen Beziehungen in der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie nach dem EU-Austritt Großbritanniens. "Ich weiß nicht, wie es werden wird, und das ist das Problem", sagte Oliver. Allerdings müsse man den Ausgang der Abstimmung respektieren. "Entweder man glaubt an die Demokratie oder nicht. Wenn man daran glaubt, kann man das nicht ignorieren."

Trotz aller Sorge bleibt der TV-Koch verhalten zuversichtlich. "Ich denke schon, dass wir das positiv gestalten können", sagte er. "Aber die Frage ist, wie viele Jahre es holprig wird und wie holprig es wird." Am 29. März 2019 will Großbritannien die EU verlassen. Am Wochenende hatte die EU das ausgehandelte Austrittspaket angenommen, nun muss noch das britische Parlament darüber abstimmen.

+++ 5.07 Uhr: Hungriger Bär in Speisekammer einer Schule gefangen +++

Ein hungriger Bär hat Thanksgiving mit einem üppigen Festmahl in der Vorratskammer einer Grundschule in Tahoe City Kalifornien gefeiert. Allerdings war beim Einbruch die Tür hinter dem jungen Bären ins Schloss gefallen, so dass sein Rückweg abgeschnitten war, wie örtliche Medien berichteten. Der Bär nutzte die Zeit in der Gefangeschaft, die Kammer gründlich zu verwüsten und nach den Worten des Sheriffs "ein ganz eigenes Thanksgiving-Mahl" nach Herzenslust zu genießen, ehe ihn die Deputies am Sonntag in die Freiheit entließen.

+++ 4.46 Uhr: Über 1200 Flüge im Mittleren Westen der USA wegen Schnee abgesagt +++

Tausende von Thanksgiving-Urlaubern sind nach der Absage von rund 1200 Flügen wegen starker Schneefälle auf den Flughäfen im Mittleren Westen der USA gestrandet. Knapp 4800 weitere Flüge konnten nur mit Verspätung landen oder abheben, berichteten US-Medien. Schneestürme, Eis und Regen hatten von Kansas City bis Cedar Rapids Straßen und Flughäfen lahmgelegt. Am schlimmsten traf es Chicago, wo gleich 790 Flüge am Airport O'Hare gestrichen wurden. Am Midway-Flughafen in Chicago fielen 124 Flüge dem Schnee zum Opfer.

+++ 4.18 Uhr: Beim Begraben des Haustiers menschliche Überreste gefunden +++

Das geplante Begräbnis für ein gestorbenes Haustier im eigenen Garten wurde für eine Frau in Modesto in Kalifornien zum Horror-Erlebnis. Denn schon nach den ersten Spatenstichen stieß die Frau auf menschliche Überreste, wie örtliche Medien am Sonntagabend (Ortszeit) berichteten. Erste Untersuchungen durch die Mordkommission ergaben, dass es sich um Überreste einer erwachsenen Person handelt, deren Tod nur wenige Monate zurückliegt. Näheres zu Todesursache oder Identität konnten die Forensiker noch nicht feststellen.

+++ 4.04 Uhr: Europas jüngstes Frühchen ist gesund - nun in der Schule +++

Europas jüngstes Frühchen hat sich gut entwickelt und die ersten Monate als Schulkind gemeistert. Die im November acht Jahre alt gewordene Frieda aus Hessen wurde im Jahr 2010 nach einer Schwangerschaft von nur 21 Wochen und 5 Tagen im Klinikum Fulda entbunden. Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Trotz der extremen Frühgeburt - sie war 26 Zentimeter groß und wog 460 Gramm - sei das Mädchen gesund und habe sich besser entwickelt, als zu erwarten war, sagte der Direktor der Fuldaer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Reinald Repp: "Es grenzt nach wie vor an ein Wunder, dass sie so gesund und munter ist."

Auffällig an Frieda ist ihre zierliche Gestalt. Sie wiegt 17 Kilogramm und misst 115 Zentimeter. Damit liegt sie unter den Durchschnittswerten von Gleichaltrigen. Sie habe etwas Probleme mit dem Essen und Mühe in der Schule, aufmerksam und still sitzen zu bleiben, sagte ihre Mutter der Deutschen Presse-Agentur. Doch insgesamt gehe es Frieda gut. "Sie ist ein aufgewecktes und fröhliches Kind, das uns viel Freude macht." 

+++ 4.04 Uhr: Intervallfasten ist gut - aber nicht besser als andere Diäten +++

Intervallfasten hilft beim Abnehmen und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Besser als andere kalorienreduzierte Abnehm-Methoden ist die Trend-Diät in dieser Hinsicht allerdings nicht, berichtet ein internationales Forscherteam um Ruth Schübel vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg im "American Journal of Clinical Nutrition". Das bedeute auch: Wer Gewicht verlieren und seine Gesundheit verbessern wolle, könne einfach die für sich geeignete Methode wählen und loslegen.

Beim Intervallfasten gibt es kaum Vorschriften für das Essen - außer: Es müssen zwischendurch Pausen eingelegt werden. Dabei ist es etwa möglich, nur an acht Stunden des Tages zu essen und die verbleibenden 16 zu fasten (8:16 Methode). Alternativ kann man an fünf Tagen der Woche normal essen und an zwei Tagen weitgehend hungern, das heißt, nicht mehr als etwa 500 Kalorien zu sich nehmen (5:2-Methode).

+++ 3.38 Uhr: Bericht: Nissan will nach Ghosn-Sturz Allianz mit Renault prüfen +++

Nach der Festnahme und Entlassung des Top-Managers Carlos Ghosn will der japanische Autobauer Nissan angeblich die Allianz mit dem französischen Konzern Renault auf den Prüfstand stellen. Dies habe Nissan-Chef Hiroto Saikawa angedeutet, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle. Die Allianz mit Renault sei "nicht ebenbürtig", soll der Vorstandschef bei einem Treffen mit Beschäftigten gesagt haben. 

Ghosn, der bei Renault vorerst weiter als Vorstandschef fungiert, war am 19. November festgenommen und am vergangenen Donnerstag von Nissan entlassen worden. Internen Ermittlungen zufolge sollen er und ein weiterer Manager Geldbezüge in offiziellen Berichten an die japanische Börse falsch dargestellt. Ghosn soll die Vorwürfe nach Medienberichten zurückgewiesen haben.

+++ 2.53 Uhr: Dutzende Grindwale auf neuseeländischer Insel gestrandet +++

Auf einer neuseeländischen Insel sind mehrere Dutzend Grindwale gestrandet und teils qualvoll verendet. Insgesamt wurden übers Wochenende bis zu 145 Tiere an einem einsamen Strand von Stewart Island an Land getrieben, der südlichsten Insel des Pazifikstaates. Nach Angaben der Umweltschutzbehörde DOC war etwa die Hälfte der Wale schon tot. Die anderen mussten eingeschläfert werden. Über den Grund für die Massenstrandung wird gerätselt.

Die Herde war am Samstagabend von einem Wanderer entdeckt worden, der in der einsamen Küstenregion unterwegs war. Anfangs wurde versucht, die noch lebenden Wale zurück ins offene Meer zu bugsieren - jedoch ohne Erfolg. Schließlich entschloss man sich, auch die restlichen Tiere zu töten. Experten vermuten, dass ein Leittier verletzt oder krank wurde, seinen Orientierungssinn verlor und die anderen ihm dann folgten. Möglicherweise gerieten die Wale aber auch in eine Strömung oder wurden von Haien angegriffen.

+++ 2.12 Uhr: Bericht: Scholz legt neues Grundsteuer-Konzept vor +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat einem Medienbericht zufolge ein neues Konzept für die Grundsteuer vorgelegt. Die Grundsteuer solle künftig für jede Wohnung individuell und nicht mehr je Immobilie berechnet werden, berichtet die "Bild"-Zeitung. Grundlage sollen demnach Fläche und Alter der Immobilie sowie die Höhe der Miete sein. Scholz wolle seine Pläne Mitte der Woche den Bundesländern vorstellen.    

Für Wohnungen mit hoher Miete würden die Pläne eine steigende Steuerbelastung bedeuten, schreibt die "Bild"-Zeitung. Bei selbst genutzten Immobilien solle die Höhe der Steuer anhand der Wohngeldtabelle ermittelt werden.    

Das Bundesverfassungsgericht hatte die derzeitige Bemessung der Grundsteuer im April als verfassungswidrig eingestuft und vom Gesetzgeber bis Ende 2019 eine Neuregelung gefordert. Hintergrund ist, dass die Einheitswerte, die der Berechnung zugrunde liegen, seit Jahrzehnten nicht angepasst wurden. Die Richter bemängelten, dass dies gegen das Gleichheitsprinzip verstoße.

+++ 2.01 Uhr: Mexiko will mittelamerikanische Migranten abschieben +++

Nach Unruhen in Tijuana hat Mexiko die Abschiebung von mittelamerikanischen Migranten angekündigt, die versucht haben sollen, illegal die Grenze zu den USA zu überwinden. Eine Gruppe von fast 500 Menschen hätte am Sonntag (Ortszeit) versucht, am Grenzübergang El Chaparral im Norden Mexikos in die Vereinigten Staaten zu gelangen, teilte das Innenministerium des lateinamerikanischen Staats mit. Die Migranten, deren Identität festgestellt werden könne, müssten umgehend Mexiko verlassen, so das Ministerium. Wie viele das waren, war zunächst unklar.

Die Migranten waren in Tijuana an die Grenzposten von El Chaparral und San Ysidro gezogen - die mexikanische Polizei versuchte vergeblich, sie zu stoppen. Rund 50 Migranten kletterten auf einen Blechwall, der noch auf mexikanischem Gebiet vor der US-Grenzmauer stand. US-Sicherheitskräfte wiesen sie teils mit Tränengas ab. Die US-Behörden schlossen daraufhin den Grenzübergang, US-Hubschrauber überflogen die Grenze.

Nach Angaben des Innenministeriums sind rund 8200 Menschen aus Mittelamerika in sogenannten Migranten-Karawanen derzeit in Mexiko unterwegs. Der Großteil davon, rund 7400 Menschen, befanden sich demnach in Mexicali und Tijuana. Sie fliehen vor der Armut und Gewalt in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala.

+++ 1.34 Uhr: Abgeordneter Fischer kritisiert Kramp-Karrenbauer wegen Streits mit Merz +++

Im unionsinternen Streit über den Umgang mit der AfD hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Fischer Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer für ihre Äußerungen über Friedrich Merz scharf kritisiert. "Bei Annegret Kramp-Karrenbauer scheinen offensichtlich die Nerven blank zu liegen", sagte Fischer der "Bild"-Zeitung. "Dass die AfD durch fehlende klare politische Positionen der CDU gestärkt wurde liegt doch auf der Hand. Somit hat Friedrich Merz einen Nerv getroffen und die CDU-Generalsekretärin heult auf."    

Merz, der ebenso wie Kramp-Karrenbauer für den CDU-Vorsitz kandidiert, hatte im Deutschlandfunk gesagt, die CDU habe die Wahlergebnisse der AfD in Bund und Ländern mit einem "Achselzucken" zur Kenntnis genommen. Kramp-Karrenbauer sagte dazu, solche Behauptungen seien "ein Schlag ins Gesicht" für alle in der CDU, die gegen ständige Falschinformationen, "gezielte Vergiftungen" und die teils offene Hetze der AfD kämpften.

+++ 1.03 Uhr: US-Heimatschutzministerin: Wir dulden keine Gesetzlosigkeit an Grenze +++

US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen hat den Versuch unerlaubter Grenzübertritte an der US-Grenze zu Mexiko scharf verurteilt und konsequente Gegenwehr angekündigt. Mit Blick auf den Versuch mehrerer hundert mittelamerikanischer Migranten, über die Nordgrenze Mexikos in die USA einzudringen, schrieb Nielsen am Sonntagabend auf Twitter, das Heimatschutzministerium werde solche Formen von Gesetzlosigkeit nicht tolerieren und nicht zögern, Grenzübergänge aus Sicherheitsgründen zu schließen. Jeder, der US-Eigentum zerstöre, Grenzbeamte in Gefahr bringe oder die Staatshoheit der USA verletze, werde strafrechtlich verfolgt. Die US-Behörden seien robust aufgestellt an der Grenze zu Mexiko.

Mehrere hundert mittelamerikanische Migranten hatten am Sonntag versucht, über die Grenze Mexikos in die USA zu gelangen. Die Migranten zogen aus Tijuana an die Grenzposten von El Chaparral und San Ysidro - die mexikanische Polizei versuchte vergeblich, sie zu stoppen. Rund 50 Migranten kletterten auf einen Blechwall, der noch auf mexikanischem Gebiet vor der US-Grenzmauer stand. US-Sicherheitskräfte wiesen sie teils mit Tränengas ab, wie der Fernsehkanal der Zeitung "Milenio" zeigte. Dem Bericht zufolge beteiligten sich insgesamt 500 bis 700 Migranten an der Aktion. Die US-Behörden schlossen daraufhin den Grenzübergang, US-Hubschrauber überflogen die Grenze.

+++ 0.07 Uhr: Kiew debattiert über Kriegsrecht - Poroschenko alarmiert Reservisten +++

Angesichts des Konflikts mit Russland im Asowschen Meer wird das ukrainische Parlament bei einer Sondersitzung über eine eventuelle Einführung des Kriegsrechts entscheiden. Das sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in der Nacht nach einer Krisensitzung des nationalen Sicherheitsrates in Kiew. Eine entsprechende Bitte an die Rada in Kiew sei bei der Sitzung formuliert worden.

Zudem setzte Poroschenko die Reservisten der Streitkräfte in Bereitschaft. Die sogenannte Erste Welle der Reserve solle sich bereit halten, sagte Poroschenko in Kiew. Dies bedeute jedoch nicht unmittelbar eine Mobilmachung, fügte er nach Angaben der russischen Agentur Interfax hinzu.

fs / DPA / AFP