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News des Tages: Frontex: Zahl illegaler Grenzübertritte sinkt auf Fünf-Jahres-Tief

Nach Reise durch Burundi: Schwede könnte an Ebola erkrankt sein +++ Schießerei in Köln +++ Festnahmen nach Anschlag auf AfD-Büro +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Flüchtlinge in Spanien

Im spanischen Motril warten Flüchtlinge darauf, vom Roten Kreuz registriert zu werden

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Frontex: Zahl illegaler Grenzübertritte auf Fünf-Jahres-Tief (18.44 Uhr)
  • Baden-Württemberg hat Millionenklage gegen VW eingereicht (17.15 Uhr)
  • Schüsse in der Kölner Innenstadt - Streit im Rocker-Milieu? (17.08 Uhr)
  • Habeck stellt laut Medienbericht Strafanzeige wegen Hackerangriff (16.39 Uhr)
  • Sechs Tote bei Zusammenstößen in irakischem Frauengefängnis (16.08 Uhr)
  • Nach Explosion vor AfD-Büro keine Haftanträge gegen Tatverdächtige (15.59 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.38 Uhr: Patriarch von Konstantinopel erkennt neue Orthodoxe Kirche der Ukraine an +++

Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel wird am Samstag offiziell die Unabhängigkeit der neuen Orthodoxen Kirche der Ukraine anerkennen. Dazu wird Bartholomäus I. mit dem ukrainischen Metropoliten Epiphanius im Patriarchat in Istanbul ein Dokument über die Unabhängigkeit der neuen Kirche unterzeichnen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, der sich für die Anerkennung der neuen Kirche eingesetzt hatte, nimmt ebenfalls an der Zeremonie teil. Im Dezember hatten sich zwei ukrainische Kirchen zur Orthodoxen Kirche der Ukraine zusammengeschlossen und damit den Weg für die Anerkennung durch Bartholomäus I. geebnet. In Moskau, dem die ukrainische Kirche bisher untersteht, stieß der Schritt auf heftigen Protest.

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+++ 19.32 Uhr: Fünf Frauen sterben bei Brand in polnischem Escape Room +++

Bei einem Brand in einem Escape Room in Polen sind fünf Frauen ums Leben gekommen. Ein Mann wurde nach dem Unglück in der Freizeiteinrichtung im nordpolnischen Koszalin mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie Feuerwehr-Sprecher Tomasz Kubiak der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Ursache für den Brand war zunächst unbekannt. Escape Rooms sind die Kulisse für Abenteuerspiele, bei denen die Teilnehmer in einem Raum eingeschlossen werden. Um wieder hinauszugelangen, müssen sie eine Reihe von Rätseln lösen.

+++ 19.27 Uhr: Mammut-DNA in Billigschmuck aus Kambodscha gefunden +++

Auf der Suche nach der Herkunft von Elfenbein in Billigschmuck aus Kambodscha sind britische Forscher auf Mammut-DNA gestoßen. Es sei eine "Überraschung" gewesen, dass in den Schmuckstücken Elfenbein eines Wollhaar-Mammuts entdeckt worden sei, sagte Alex Ball von der Artenschutzorganisation WildGenes aus Edinburgh. Verwundert habe die Forscher auch, dass der Fund aus einem tropischen Land wie Kambodscha komme. Mammuts sind seit rund 10.000 Jahren ausgestorben. Sie fallen nicht unter internationale Abkommen zum Schutz

+++ 18.52 Uhr: Mindestens 46 Tote bei Unruhen in Burkina Faso +++

Bei ethnischen Unruhen sind im westafrikanischen Burkina Faso mindestens 46 Menschen getötet worden. Wie die Regierung mitteilte, ging der Gewalt ein mutmaßlicher Anschlag von Dschihadisten im Dorf Yirgou im Bezirk Barsalogo voraus. Dabei seien in der Nacht zum Dienstag sieben Menschen getötet worden, darunter der Dorfvorsteher. Auf der Suche nach den Attentätern sei es in den Folgetagen zu Zusammenstößen zwischen Angehörigen zweier ethnischer Gruppen gekommen. Insgesamt seien 46 Menschen getötet worden.

Video: Ermittlungen nach Veröffentlichung von Prominenten-Daten

+++ 18.44 Uhr: Frontex: Zahl illegaler Grenzübertritte auf Fünf-Jahres-Tief +++

Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die Europäische Union ist im Jahr 2018 auf 150:000 gesunken - den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Das teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex in Warschau mit. Der Wert habe um 92 Prozent unter dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 gelegen. Nach Frontex-Angaben machte sich vor allem bemerkbar, dass im vergangenen Jahr deutlich weniger Migranten versuchten, über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen: Dagegen verdoppelte sich die Anzahl der Migranten, die über das westliche Mittelmeer Spanien erreichten, auf 57:000. Frontex hat 2018 erstmals Daten über Geschlecht und Alter der Migranten erhoben. Dabei stellte die EU-Behörde fest, dass 18 Prozent von ihnen Frauen sind. Rund 20 Prozent der Migranten gaben an, unter 18 Jahre alt zu sein. 

+++ 18:37 Uhr. Arbeitsministerium plant laut "Spiegel" Recht auf Heimarbeit

Das Bundesarbeitsministerium will einem Bericht zufolge ein gesetzlich verankertes Recht auf Heimarbeit schaffen. Wie der "Spiegel" aus seiner neuen Ausgabe berichtete, plant der Staatssekretär im Arbeitsministerium, Björn Böhning, einen Vorstoß, demzufolge Unternehmen Heimarbeit entweder erlauben müssen oder aber begründen müssen, warum diese bei ihnen nicht möglich ist. In Deutschland arbeiten demnach derzeit nur zwölf Prozent der Beschäftigten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wäre dies jedoch bei 40 Prozent der Jobs grundsätzlich möglich.

+++ 18.37 Uhr: Tunesien verlängert Ausnahmezustand bis Anfang Februar +++

In Tunesien ist der im Jahr 2015 verhängte Ausnahmezustand um einen weiteren Monat verlängert worden. Der Notstand werde von Sonntag an bis zum 4. Februar weiter gelten, teilte das Amt von Präsident Béji Caïd Essebsi mit. Zuvor hatte Essebsi demnach mit dem tunesischen Regierungschef Youssef Chahed und dem Parlamentspräsidenten über den Schritt beraten. Die jüngste Verlängerung werde "wahrscheinlich" auch die letzte sein, sagte ein Vertreter des Präsidialamts. Nun werde das Votum des Parlaments zu einer gesetzlichen Neuregelung des Ausnahmezustands abgewartet.

+++ 18.26 Uhr: Habeck und von Notz erstatten Strafanzeige wegen Hackerangriff +++

Grünen-Chef Robert Habeck und der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz haben wegen der Veröffentlichung von Daten im Internet Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die beiden gehören zu den Betroffenen, von denen besonders viele Daten ins Netz gelangt sind. Er habe den Fall am Freitagmorgen angezeigt, sagte von Notz der Nachrichtenagentur DPA. Wie es zu dem Datendiebstahl habe kommen können, sei bisher nicht exakt nachvollziehbar.

Thailand: Erster Tropensturm seit 30 Jahren: Tausende suchen Schutz vor Pabuk

+++ 18.17 Uhr: Mann in Sachsen-Anhalt getötet - vier Haftbefehle erlassen +++

Ein 30-Jähriger ist in Sachsen-Anhalt bei einer Auseinandersetzung mit mehreren Menschen getötet worden. Es seien Haftbefehle gegen vier deutsche Männer im Alter von 20 bis 42 Jahren erlassen worden, sagte ein Polizeisprecher. Das Quartett stehe im Verdacht, mit "stumpfer Gewalt massiv auf den 30-Jährigen körperlich eingewirkt" zu haben, hieß es. Als Motiv nannte die Polizei "vorangegangene Meinungsverschiedenheiten".

+++ 18.04 Uhr: Berlin-Neukölln: Ex-Freund soll Frau in Kopf geschossen haben +++

Nach dem tödlichen Kopfschuss auf eine 25-Jährige in Berlin-Neukölln ist gegen zwei Männer Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Der 29 Jahre alte mutmaßliche Schütze und Ex-Freund des Opfers befindet sich in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Der 39 Jahre alte mutmaßliche Mittäter folgte am Freitag. Die Männer hätten sich in Vernehmungen geständig gezeigt, hieß es. Bei Durchsuchungen sei die Tatwaffe gefunden worden. Es werde auch geprüft, ob die Tat sogar als Mord zu werten ist.

+++ 17.38 Uhr: Schweden meldet Ebola-Verdacht +++

In Schweden gibt es womöglich einen Fall von Ebola. Ein Mann werde zurzeit wegen Verdachts auf Ebola in der Klinik für Infektionskrankheiten des Universitätskrankenhauses von Uppsala behandelt, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Ob es sich tatsächlich um die hoch ansteckende Virus-Erkrankung handelt, sollten Tests klären. Der Mann lebe in Schweden und sei vor drei Wochen von einer Reise nach Burundi zurückgekehrt, sagte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde von Uppsala. 

+++ 17.15 Uhr: Baden-Württemberg hat Millionenklage gegen VW eingereicht +++

Die grün-schwarze Landesregierung fordert von Volkswagen für 1400 Autos Schadenersatz im Zuge des Dieselskandals. Die angekündigte Klage wurde am Jahresende beim Landgericht Stuttgart eingereicht, wie eine Sprecherin des Finanzministeriums mitteilte. Staatssekretärin Gisela Splett (Grüne) sagte, zur Klage verpflichte die Landeshaushaltsordnung - und auch der Anspruch der grün-schwarzen Regierung, verantwortungsvoll und sorgsam mit dem Geld der Steuerzahler umzugehen. Das Land macht demnach Schadenersatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich geltend. Eine genaue Summe wurde nicht genannt.

+++ 17.08 Uhr: Schüsse in der Kölner Innenstadt - Streit im Rocker-Milieu? +++

Schüsse auf offener Straße haben in der Kölner Innenstadt einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein mit einer scharfen Schusswaffe bewaffneter Mann wurde in der Nähe des Tatorts am Kölner Hauptbahnhof festgenommen, wie ein Polizeisprecher vor Ort sagte. Die Polizei prüfte demnach eine Verbindung ins Rockermilieu. Nach einer Frau und zwei weiteren Männern wurde am Nachmittag gefahndet.    

Hinweise auf Verletzte durch die Schussabgabe hatten die Ermittler zunächst nicht. Spezialkräfte der Polizei durchsuchten am Nachmittag ein mehrstöckiges Haus, an dem die Schüsse laut Zeugenaussagen um kurz vor 14 Uhr gefallen waren. Bei der Durchsuchung wurden nach Polizeiangaben jedoch keine Hinweise auf weitere beteiligte Menschen gefunden.    

Dem Polizeisprecher zufolge berichteten Zeugen nach der Tat, dass einer der beiden noch gesuchten Männer sowie die ebenfalls gesuchte Frau in einem Auto vom Tatort in einer Nebenstraße am Kölner Hauptbahnhof geflohen waren. Die Polizei leitete eine Fahndung nach dem Wagen ein, ebenso nach dem zweiten gesuchten Mann, der den Zeugen zufolge zu Fuß in Richtung des benachbarten Rheinufers geflohen war.

+++ 16.38 Uhr: Offenbar vier Tote bei Lawinenunglück in Norwegen +++

Die norwegischen Behörden haben keine Hoffnung mehr für vier Ski-Langläufer aus Finnland und Schweden, die seit Tagen am Polarkreis vermisst werden. Die drei Finnen und eine Frau aus Schweden seien vermutlich von einer Lawine begraben worden, erklärte Polizeisprecherin Astrid Nilsen. Ein Rettungsteam habe beim Überflug mit dem Hubschrauber zwei Transponder-Signale aus einem von einer Lawine verschütteten Gebiet aufgefangen.

+++ 16.08 Uhr: Sechs Tote bei gewaltsamen Zusammenstößen in irakischem Frauengefängnis +++

Bei Zusammenstößen zwischen weiblichen Häftlingen und einem Brand in einem irakischen Frauengefängnis sind sechs Frauen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben brach in der Haftanstalt in Bagdad am Rande von Handgreiflichkeiten zwischen den Insassinnen ein Feuer aus. Sechs weitere Frauen und ein Wachmann wurden demnach verletzt. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein, um die Ursache des Streits und die genauen Abläufe zu klären. Die Haftanstalt liegt im Viertel Asamija im Norden der irakischen Hauptstadt. 

+++ 15.59 Uhr: Nach Explosion vor AfD-Büro keine Haftanträge gegen Tatverdächtige +++

Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro im sächsischen Döbeln sind die drei festgenommenen Tatverdächtigen möglicherweise bald wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz als zuständige Behörde werde keinen Haftantrag stellen, sagte eine Sprecherin. Es bestünden keine ausreichenden Haftgründe. Die Männer im Alter von 29, 32 und 50 Jahren waren nach dem Anschlag festgenommen worden und gelten weiterhin als tatverdächtig. Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen (LKA) in Dresden stammen sie aus der Region. Sie seien am Freitag vernommen worden. Einzelheiten wollte das LKA nicht nennen.

+++ 15.44 Uhr: SEK-Einsatz in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs +++

Nach Berichten der "Bild-Zeitung" und des "Kölner Express" sollen in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs Schüsse gefallen sein. Das SEK habe eine Straße abgesperrt und eine Person festgenommen. Zwar gebe es keine Anzeichen auf eine Geiselnahme, doch die Polizei durchsuche aktuell ein Gebäude nach möglichen bewaffneten Personen, so ein Sprecher. Weitere Personen, die mutmaßlich in die Auseinandersetzung verwickelt waren, sind offenbar auf der Flucht. "Wir gehen derzeit davon aus, dass ein Auto mit einem Mann und einer Frau flüchtig ist und dass ein Mann zu Fuß in Richtung Rhein geflohen ist", sagte ein Sprecher der Polizei dem "Express". Man gehe von einem Bezug zum Rocker-Milieu aus.

+++ 14.40 Uhr: Noch keine heiße Spur bei Ermittlungen im Fall der an Silvester getöteten Mutter +++

Im Fall der in der Silvesternacht erschossenen dreifachen Mutter aus der Nähe von Kiel ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mit Hochdruck. Am Freitag setzten Beamte am Tatort in der Gemeinde Schönberg unter anderem die Suche nach weiteren möglichen Patronen fort, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Kiel mitteilte. Auch die Befragung von Anwohnern wurde fortgesetzt. Die Ermittler erhielten inzwischen auch mehrere Hinweise. Eine sogenannte heiße Spur sei aber nicht darunter, sagte die Sprecherin.

+++ 14.33 Uhr: Schild an Merkels Wahlkreisbüro in Stralsund gestohlen +++

Unbekannte Täter haben eine Messingtafel gestohlen, die auf das Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stralsund hinweist. Sie wurde offenbar in der Nacht in der Innenstadt der Hansestadt entwendet, wie das  Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilte. Der Wert der Tafel mit der Aufschrift "Bundestagsabgeordnete der CDU Dr. Angela Merkel" sei noch unbekannt, so die Polizei.

+++ 14.06 Uhr: WHO: Mehr als 600 Fälle des lebensgefährlichen Ebola-Virus im Kongo +++

Im Osten des Kongos sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen mehr als 600 Menschen an dem lebensgefährlichen Ebola-Virus erkrankt. Davon seien 560 Fälle bestätigt, die weiteren 48 wahrscheinlich, teilte die WHO in Genf mit. 365 Menschen seien seit dem Ausbruch im August gestorben, darunter auch 18 Helfer. 

Die Mehrzahl neuer Fälle sei in Städten und im städtischen Umland im Nordosten des Landes aufgetreten. Die Eindämmung des hämorrhagischen Fiebers ist in der Provinz Nord-Kivu besonders schwierig, weil in dem rohstoffreichen Gebiet mehrere bewaffnete Gruppen aktiv sind. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist dies inzwischen der zweitschwerste Ebola-Ausbruch der Geschichte. 

+++ 14.02 Uhr: Junge Frau in Berlin mit Kopfschuss getötet - zwei Festnahmen +++

Nach den tödlichen Schüssen auf eine 25-jährige Frau in Berlin sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Die beiden 29 und 39 Jahre alten Männer seien dringend verdächtig, die junge Frau vor rund einer Woche mit einem Kopfschuss getötet zu haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Beide zeigten sich in den Vernehmungen geständig.     Die Tatwaffe wurde bei Durchsuchungen gefunden. Die Männer sollen die Frau den Ermittlern zufolge "aus nichtigem Anlass" getötet haben.     Die 25-Jährige war am 27. Dezember in einer Zufahrt zu einem Industriegelände im Bezirk Neukölln durch einen Schuss aus einer Pistole getötet worden. Am Mittwoch nahmen die Beamten zunächst den 29-jährigen Ex-Freund der Frau und mutmaßlichen Schützen fest. Gegen ihn wurde inzwischen Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Am Donnerstag wurde dann dessen 39-jähriger mutmaßlicher Komplize vorläufig festgenommen, er sollte am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. 

+++ 13.56 Uhr: Brand auf deutschem Containerschiff auf dem Atlantik +++

Auf dem Containerschiff "Yantian Express" der deutschen Reederei Hapag-Lloyd ist auf hoher See ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei von einem Container auf Deck ausgegangen und habe auf weitere Container übergegriffen, teilte die Reederei in Hamburg mit. Die unmittelbar eingeleiteten Löscharbeiten hätten wegen schlechten Wetters eingestellt werden müssen. Die acht Offiziere und 15 Seeleute an Bord seien unverletzt.

Die "Yantian Express" ist ein 320 Meter langer Frachter unter deutscher Flagge, der 7510 Standardcontainer (TEU) laden kann. Das 17 Jahre alte Schiff ist auf dem Weg von Colombo (Sri Lanka) über den Suezkanal nach Halifax an der kanadischen Ostküste. Aktuell befinde sich das Schiff rund 650 Seemeilen vor der kanadischen Küste im Atlantik. Für eine genaue Einschätzung des Schadens an Schiff und Ladung sei es noch zu früh, hieß es in der Mitteilung. Hapag-Lloyd arbeite eng mit allen relevanten Behörden zusammen.

Zusammenstoß zweier Containerschiffe

+++ 13.16 Uhr: Bericht: Google transferierte 2017 fast 20 Milliarden Euro auf die Bermudas +++

Der US-Großkonzern Google hat über legale Schlupflöcher im Jahr 2017 fast 20 Milliarden Euro auf die Bermudas geschleust und dadurch mehrere Milliarden an Steuern gespart. Die Gelder wurden aus den Niederlanden auf das britische Überseegebiet geschleust, wo wiederum eine irische Google-Holding ihren Sitz hat, wie die Finanzzeitung "FD" unter Berufung auf Daten der niederländischen Handelskammer berichtete.

Auf den Bermudas fällt keine Einkommensteuer an. Das Vorgehen ist legal. Im Jahr 2016 betrug die auf diese Weise von Google transferierte Summe rund vier Milliarden Euro weniger. Google erklärte dazu, das Unternehmen halte sich in allen Ländern, in denen es tätig sei, an die dortigen Regeln und zahle alle Steuern, die erforderlich seien. Den Großteil seiner Abgaben leiste Google "wie andere multinationale Konzerne" in seinem Heimatmarkt.

Google sowie auch Konzernen wie Apple, Facebook und Amazon wird immer wieder vorgeworfen, durch derlei legale Tricks Steuern zu umgehen und auf diese Weise den Fiskus um erhebliche Einnahmen zu bringen.

+++ 13 Uhr: SPD: Daten-Angriff wird uns nicht einschüchtern +++

Die SPD will sich von der massenhaften Veröffentlichung teils sensibler Daten im Internet nicht einschüchtern lassen. "Der Wettbewerb zwischen demokratischen Parteien findet durch den Wettstreit der Ideen statt - nicht durch die Veröffentlichung von sensiblen, persönlichen Daten", erklärte Generalsekretär Lars Klingbeil am Freitag. Eine mögliche politische Motivation des Angriffs müsse geklärt werden. Auch der parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider betonte: "Der demokratische Wettbewerb lässt sich nicht durch auf illegale Weise gewonnene persönliche Daten kompromittieren."

+++ 12.20 Uhr: Wilder Puma von Baum in Chiles Hauptstadt Santiago gerettet +++

Ein wilder Puma hat ein Viertel der chilenischen Hauptstadt Santiago mehr als 15 Stunden lang in Atem gehalten. Nach Angaben des Stadtzoos verharrte das etwa 30 Kilogramm schwere Jungtier regungslos in einem hohen Baum des Stadtteils El Arrayán, bis es schließlich gerettet werden konnte. Experten schossen einen Betäubungspfeil auf das Tier ab, es fiel vom Baum - und landete nach 18 Metern auf vorsorglich ausgelegten Matratzen.    

"Was für ein Szenarium", sagte die Leiterin des für die Rettung zuständigen Zoos, Alejandra Montalba. Sie versicherte, das Risiko für den jungen Puma sei gering gewesen. Die Zweige des Baums hätten seinen Sturz zusätzlich abgemildert. Allein wäre er nicht heruntergekommen, versicherte sie. Das Tier wurde zunächst im Zoo untergebracht, es soll später aber in die freie Wildbahn entlassen werden.

+++ 12.12 Uhr: Sicherheitsexperte zu Datenleck: "Eindeutig Fleißarbeit" +++

Die persönlichen und vertraulichen Daten von Politikern und Prominenten im Netz stammen nach Experteneinschätzung nicht aus einer einzigen Quelle. Bei den Daten handele es sich um ein Potpourri an Material aus verschiedenen Hacks auf Mail-Accounts, sagte der renommierte Karlsruher IT-Sicherheitsexperte Christoph Fischer der dpa. "Da hat jemand offenbar mit viel Fleißarbeit versucht, Mail-Accounts zu öffnen", sagte Fischer. Die erste Vermutung, dass ein zentraler Mail-Server des Bundestags geknackt wurde, habe sich nicht bestätigt. "Im Netz findet man immer mal wieder etwas. Da steckt eindeutig Fleißarbeit hinter." 

+++ 12.05 Uhr: Regierung warnt vor gefälschten Daten im geleakten Material +++

Regierungssprecherin Martina Fietz warnte, es könnten auch gefälschte Daten in das Material eingeschleust worden sein. Das Kanzleramt hat nach diesen Angaben am Donnerstagabend Kenntnis von dem Fall bekommen. Die Bundesregierung weiß noch nicht, ob die Daten durch einen Hackerangriff abgefischt wurden. Auf welche Art und Weise die Daten abgeflossen seien, "lässt sich noch nicht mit Sicherheit feststellen", sagte ein Sprecher. Die Sicherheitsbehörden hätten festgestellt, dass es sich sowohl um "relativ aktuelle als auch um ältere Datenpakete handelt". 

Man hält es in Regierungskreisen nach dpa-Informationen auch für möglich, dass jemand, der durch seine Tätigkeit Zugang zu sensiblen Daten hat, diese online gestellt haben könnte. Fest stehe bereits, dass der Datenabfluss nicht über das Regierungsnetz erfolgt sei, hieß es. Ein möglicher Angriffspunkt sei das Netz des Bundestages. Zu den Betroffenen zählen aber auch Landtagsabgeordnete.

+++ 11.50 Uhr: Bundesregierung: Keine sensiblen Daten des Kanzleramts veröffentlicht +++

Durch das Datenleck sind nach Angaben der Bundesregierung keine sensiblen Daten des Kanzleramts veröffentlicht worden. Das sagte Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz. Das gelte auch für die Bundeskanzlerin.

Ob es sich um einen Hackerangriff handelt, konnte von der Bundesregierung weder bestätigt noch dementiert werden. Die Regierung wisse erst seit Kurzem von dem Datenleck. Hunderte von Personen sind von den Veröffentlichungen betroffen. Betroffen seien "alle Ebenen" - Politiker aus dem Bundestag, dem Europaparlament und den Landtagen bis hin zu den Kommunen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz.

Offenbar sind von dem Hackerangriff alle im Bundestag vertretenen Parteien mit Ausnahme der AfD betroffen, also CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke und die FDP. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum übernahm die zentrale Koordination zu dem Fall.

+++ 11.30 Uhr: Veröffentlichte Daten: Grüne beantragen Ausschuss-Sondersitzungen +++

Die Grünen im Bundestag haben nach der Veröffentlichung von Daten und Dokumenten eine Sondersitzung des Innenausschusses beantragt. Auch eine Sitzung der für IT-Fragen zuständigen Bundestagskommission für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien, kurz IuK-Kommission, habe die Fraktion beantragt, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 11.26 Uhr: Hacker-Account auf Twitter gesperrt +++

Der Twitter-Account, über den Links zu persönlichen Daten und Dokumenten von hunderten deutschen Politikern, anderen Prominenten und Journalisten veröffentlicht wurden, ist gesperrt worden. Der Account war zunächst noch zu erreichen, ab dem Vormittag erschien dann der Hinweis "Account gesperrt". Unbekannte veröffentlichten offenbar schon vor Weihnachten über den Twitter-Account Links unter anderem zu Fotos von Personalausweisen, Briefen oder Handynummern zahlreicher Politiker. Sprecher des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) sagten der Nachrichtenagentur AFP, die Behörde sei mit dem Vorgang befasst.

+++ 11.12 Uhr: Messingtafel von Merkels Wahlkreisbüro gestohlen +++

Die Messingtafel am Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stralsund ist in der Nacht zu Freitag gestohlen worden. Wie eine Polizeisprecherin in Neubrandenburg sagte, ermittelt der Staatsschutz, da ein politisch motivierter Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden kann. Die Tafel, die unter anderem die Aufschrift "Bundestagsabgeordnete der CDU Dr. Angela Merkel" trägt, war an der Außenwand des Wahlkreisbüros befestigt. Eine Mitarbeiterin des Wahlkreisbüros hatte den Schaden am Freitagmorgen bemerkt.

+++ 11.05 Uhr: Container-Havarie: Niederländische Soldaten räumen Strände auf +++

Soldaten auf den niederländischen Wattenmeerinseln haben nach der Havarie des Containerschiffes "MSC Zoe" in der Nordsee mit dem Aufräumen der Strände begonnen. Rund 100 Soldaten kamen am frühen Freitagmorgen auf Schiermonnikoog an. Der Einsatz der Armee soll mindestens zwei Tage dauern. 

In der Nacht zum Freitag war auf Schiermonnikoog ein zweiter Sack mit Peroxid-Belastung gefunden worden. Inzwischen haben die Wattenmeerinseln den Schweizer Reeder MSC haftbar für den Schaden gemacht. 

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+++ 10.56 Uhr: Fahrer wechselte vor Unfall mit fünf Toten wohl wegen Radaranlage auf Gegenspur +++

Knapp zwei Wochen nach einem schweren Verkehrsunfall bei Aachen mit fünf Toten hat die Polizei den Hergang des Frontalzusammenstoßes weitgehend geklärt. Offenbar hatte ein 20-jähriger Autofahrer die in der Fahrbahn eingelassene Kontaktschleife einer Radaranlage umfahren wollen und war deshalb auf die Gegenfahrbahn gewechselt, wie die Polizei mitteilte. Dort kam ihm ein Wagen mit drei Insassen entgegen.     In diesem Auto starben bei dem nächtlichen Zusammenstoß am 22. Dezember in Stolberg eine 44-jährige Frau, ihr 17 Jahre alter Sohn und ihre 16-jährige Tochter. In dem anderen Wagen kam eine 21-jährige Beifahrerin ums Leben, ein weiterer 22-jähriger Mitfahrer starb zwei Tage später in einem Krankenhaus. Der 20-jährige Fahrer und eine ebenfalls 20-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt.

+++ 10.38 Uhr: Drei Festnahmen nach Anschlag auf AfD-Büro im sächsischen Döbeln +++

Nach dem Anschlag auf ein AfD-Büro in der sächsischen Stadt Döbeln sind drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen wurden. Die 29, 32 und 50 Jahre alten mutmaßlichen Täter seien im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen noch am Donnerstagabend gefasst worden, wie das Landeskriminalamts (LKA) Sachsen in Dresden mitteilte. Der Staatsschutz geht von einer politisch motivierten Tat aus.    

Am Donnerstagabend war vor dem Parteibüro der Partei in Döbeln laut Polizei eine unbekannte Substanz explodiert. An dem Gebäude, in dem sich das Büro befindet, entstanden dem LKA zufolge erhebliche Schäden an der Tür, am Rollladen und an der Fensterscheibe. Verletzt wurde niemand. 

+++ 10.34 Uhr: Tote und Verletzte nach Explosion bei Tankstelle in Kabul +++

Bei einer Explosion an einer Tankstelle in der afghanischen Hauptstadt Kabul und einem anschließenden Feuer sind mindestens drei Personen getötet worden. Weitere mindestens 44 Personen seien verletzt worden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums Wahid Majar. Mindestens sechs Personen schwebten demnach in Lebensgefahr.

Eine erste Explosion habe sich kurz nach Mitternacht (Ortszeit) ereignet, als ein Tanker Benzin in die Tankstelle im Zentrum der Stadt gefüllt habe, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi. Zwei weitere Explosionen waren kurz danach zu hören. Das Feuer habe dann auf ein angrenzendes Wohngebäude übergegriffen, sagte Rahimi. Bilder in sozialen Medien zeigten ein mehrstöckiges Gebäude, das in Flammen stand, einen ausgebrannten Tanklaster und mehrere ausgebrannte Autos. 

+++ 10.30 Uhr: Ex-Bürgermeister bei Anti-Drogen-Kampf auf den Philippinen getötet +++

Bei einem Anti-Drogen-Einsatz auf den südlichen Philippinen ist der frühere Bürgermeister der Stadt Parang, Talib Abo, getötet worden. Der tödliche Schusswechsel mit der Polizei habe sich am Freitagmorgen ereignet, teilten die Behörden mit.

Die Polizei und Anti-Drogen-Einheiten hätten in Cotabato Abos Haus sowie das Haus seines Bruders durchsuchen wollen. Beide hätten bewaffneten Widerstand geleistet, sagte der Leiter der örtlichen Polizei, Rolly Octavio. Abos Bruder kam ebenfalls ums Leben.

+++ 10.25 Uhr: Weber fordert nach Amberg schärfere Abschiebepolitik der EU +++

Nach den mutmaßlichen Angriffen von Asylbewerbern auf Passanten im bayerischen Amberg hat der CSU-Europapolitiker Manfred Weber die Europäische Union zu einer schärferen Abschiebepolitik aufgefordert. Es sei eine wichtige Frage, "dafür zu sorgen, dass Recht und Ordnung in Europa umgesetzt werden - und dazu gehört auch die Abschiebung", sagte Weber der "Augsburger Allgemeinen". Weber forderte von der EU, es zur Bedingung für den Zugang zu ihren Handelsmärkten zu machen, dass andere Staaten ihre abgelehnten Staatsbürger zurücknehmen müssten. "Wer hier straffällig wird, hat als Flüchtling sein Gastrecht verwirkt."

+++ 10.19 Uhr: Todesopfer von Zugunglück in Dänemark identifiziert - keine Deutschen +++

Die acht Todesopfer des schweren Zugunglücks auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind identifiziert. Wie die Polizei der Region Fünen (Fyn) am Freitagmorgen mitteilte, handelt es sich um fünf Däninnen und drei Dänen im Alter zwischen 27 und 60 Jahren. Deutsche sind damit nicht unter den Toten. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Donnerstag, es gebe auch keine Hinweise darauf, dass deutsche Staatsbürger unter den 16 Verletzten des Unglücks seien.

Das Zugunglück - das schwerwiegendste auf dänischen Gleisen seit 1988 - hatte sich am Mittwochmorgen auf der Storebæltbrücke ereignet. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern weiter an. Bislang wird davon ausgegangen, dass ein Lastwagenanhänger den Unfall ausgelöst hat, als er von einem Güterzug mutmaßlich auf den entgegenkommenden Zug mit 131 Fahrgästen und drei Besatzungsmitgliedern krachte. Zum Unglückszeitpunkt hatte es heftig gestürmt - für Autos war die Brücke deshalb gesperrt, nicht aber für den Zugverkehr.

Auf Brücke über den Großen Belt: Mindestens sechs Tote bei Zugunglück in Dänemark - Polizei geht erstem Verdacht nach

+++ 10.13 Uhr: Tropensturm "Pabuk" in Thailand: Fischer getötet +++

Der Tropensturm "Pabuk" hat vor der Südostküste Thailands ein Fischerboot zum Kentern gebracht. Die Leiche eines Fischers sei am Strand der Provinz Pattani gefunden worden, berichtete die Tageszeitung "Khao Sod". Ein weiterer Fischer wurde bei hohem Wellengang demnach noch vermisst. Nahe der Inselgruppe Ko Raya südlich von Phuket seien wegen der herannahenden Gefahr mehr als 100 Touristen von einem Boot gerettet wurden.

Ausläufer des womöglich schlimmsten Tropensturms seit Jahrzehnten hatten am Donnerstag den Süden Thailands mit heftigen Regenfällen und starken Winden erreicht. Laut der Meteorologiebehörde sollte der Sturm "Pabuk" am Freitagabend (Ortszeit) auf Land treffen. Ihrer Einschätzung zufolge könnte "Pabuk" ähnlich zerstörerisch werden wie Tropensturm "Harriet", der 1962 fast tausend Menschen im Land tötete.

+++ 10.02 Uhr: Nach Explosion vor AfD-Büro im sächsischen Döbeln ermittelt Staatsschutz +++

Nach dem Anschlag auf ein AfD-Büro in der sächsischen Stadt Döbeln ermittelt der Staatsschutz. Eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen sagte in Dresden, es sei zu vermuten, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handele. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt.    

Am Donnerstagabend war vor dem Parteibüro in Döbeln nach Polizeiangaben eine "unbekannte Substanz zur Explosion gebracht worden". Dabei wurden das Büro beschädigt sowie ersten Erkenntnissen zufolge offenbar auch zwei geparkte Autos und zwei weitere Gebäude. Menschen wurden nicht verletzt.

+++ 9.58 Uhr: Arbeitslosenzahl sinkt 2018 mit 2,340 Millionen auf Rekordtief +++

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist 2018 auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung gesunken. Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) durchschnittlich 2,340 Millionen Menschen hierzulande arbeitslos - und damit 193 000 weniger als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,5 Punkte auf 5,2 Prozent, teilte die BA in Nürnberg mit.

+++ 9.20 Uhr: Bahn und Lokführer einigen sich auf Tarifvertrag +++

Die Deutsche Bahn hat sich auch mit der Lokführergewerkschaft GDL auf einen neuen Tarifvertrag mit höheren Gehältern geeinigt. Dies teilten beide Seiten mit. Mit der in Frankfurt vereinbarten langfristigen Regelung sind Streiks des gesamten Bahn-Personals nun bis März 2021 ausgeschlossen.

+++ 9.05 Uhr: 13 Kanadier in China seit Festnahme von Huawei-Managerin festgenommen +++

In China sind seit der vorübergehenden Festnahme einer chinesischen Spitzenmanagerin in Vancouver 13 Kanadier festgenommen worden. Acht von ihnen wurden später wieder freigelassen, wie ein Sprecher des Außenministeriums in Ottawa am Donnerstag sagte. Unter den Freigelassenen ist nach Angaben eines Regierungsvertreters die Lehrerin Sarah McIver, die inzwischen nach Kanada zurückgekehrt ist. Die Namen der anderen Betroffenen wurden aus Datenschutzgründen nicht genannt.    

Noch in Haft sitzen der ehemalige kanadische Diplomat Michael Kovrig und der in China lebende Nordkorea-Experte Michael Spavor, die am 10. Dezember festgenommen wurden. Die beiden Männer stehen Peking zufolge im Verdacht, die "nationale Sicherheit" zu gefährden -  in China eine Umschreibung für einen Spionageverdacht.    

Nach Einschätzung von Beobachtern war die Festnahme der beiden Kanadier eine Vergeltungsaktion der chinesischen Behörden für die Festsetzung der chinesischen Topmanagerin Meng Wanzhou in Kanada. Meng, die Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei, war am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden. Inzwischen wurde sie gegen Zahlung einer Kaution und unter strengen Auflagen freigelassen. Das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft aber noch.

+++ 7.20 Uhr: Dulig nach Explosion vor AfD-Büro: Anschlag schadet der Demokratie +++

Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro in Döbeln hat Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) die Tat verurteilt. Für den Anschlag gebe es keine Legitimation, schrieb Dulig bei Twitter. "Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern." Scheiben und Türen des Büros waren bei der Explosion am Donnerstagabend beschädigt worden. An zwei geparkten Autos und an zwei weiteren Gebäuden entstanden ebenfalls Schäden. Verletzt wurde niemand. Dulig schrieb weiter: "Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie."

Die genauen Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte ein Sprecher der Polizei. Es bestehe aber der Verdacht einer politisch motivierten Tat. Das Landeskriminalamt ist an den Ermittlungen beteiligt.

+++ 6.05 Uhr: Tropensturm "Pabuk" zieht über Thailand - keine größeren Schäden +++

Der womöglich schlimmste Tropensturm seit Jahrzehnten hat den Süden Thailand mit heftigen Regenfällen, starken Winden und bis zu fünf Meter hohen Wellen auf See heimgesucht. Bisher wurden aber keine größeren Schäden oder Todesfälle gemeldet, wie die Behörden des Landes mitteilten. Die bei Touristen beliebten Urlaubsregionen Phuket, Ko Samui und Krabi seien verschont geblieben, teilte der Katastrophenschutz in Phuket der Deutschen Presse-Agentur mit.

Sturm "Pabuk" war am Donnerstag vom Südchinesischen Meer heraufgezogen und in der Provinz Nakorn Si Thammarat auf Land getroffen. Laut der Meteorologiebehörde bewegt er sich nun mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern Richtung Westen. Die Behörde hatte zuvor gewarnt, "Pabuk" könnte ähnlich zerstörerisch werden wie Tropensturm "Harriet", der 1962 fast tausend Menschen im Land tötete. 

+++ 5.44 Uhr: Erstmals Tempel von Fruchtbarkeitsgott Xipe Tótec in Mexiko entdeckt +++

Archäologen haben in Mexiko erstmals einen Tempel des Fruchtbarkeits- und Kriegsgottes Xipe Tótec aus prähispanischer Zeit entdeckt. Wie das nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mitteilte, wurde Reste des Kultortes in den Ruinen der Ausgrabungsstätte von Ndachijan-Tehuacan im Bundesstaat Puebla gefunden. Entdeckt wurden drei Steinskulpturen von Xipe Tótec: sie stellen zwei gehäutete Köpfe und einen Torso dar.     

Xipe Tótec, auch als "gehäuteter Gott" bekannt, wurde vor allem in Zentral- und Westmexiko verehrt. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge opferten Priester Gefangene zu Ehren des Gottes, bevor sie sie auf einem Altar häuteten und sich ihrer Haut überwarfen. Der Tempel wurden demnach in der Zeit zwischen 1000 und 1260 genutzt, die Eroberung Mexikos durch die Spanier begann im Jahr 1519.

+++ 5.13 Uhr: Flughafen Gatwick setzt Anti-Drohnen-Technologie ein +++

Zur Abwehr von Drohnen setzen die britischen Flughäfen Gatwick und Heathrow künftig auf eine spezielle Abwehrtechnologie. Die britische Nachrichtenagentur PA berichtete unter Berufung auf die beiden Airports, für die Anti-Drohnen-Ausrüstung seien jeweils mehrere Millionen Pfund investiert worden. Damit solle die Bedrohung durch Drohnen beseitigt werden. Kurz vor Weihnachten hatten Zeugen im Luftraum beim Flughafen Gatwick Drohnen gesichtet. Etwa 1000 Flüge waren aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet worden. Betroffen waren insgesamt 140 000 Passagiere. 

Die Anti-Drohnen-Technologie könne Kommunikation zwischen einer Drohne und dem Betreiber entdecken und blockieren, hieß es weiter. Sie sei auf einem Dach auf dem Flughafen Gatwick stationiert, solle eine Reichweite von etlichen Meilen haben und nutze vier Radare, um einen 360-Grad-Winkel zu haben. Ein Sprecher von Heathrow sagte: "Die Sicherheit unserer Passagiere und Kollegen bleibt unsere höchste Priorität." Man arbeite eng mit den zuständigen Behörden zusammen, darunter die Polizei. 

+++ 3.54 Uhr: Zwei in USA von Sekte entführte Kinder in Mexiko befreit +++

Die mexikanische Polizei hat zwei in den USA von einer Sekte verschleppte Kinder aus der Hand ihrer Entführer befreit. Der 12-jährige Junge und das 14-jährige Mädchen seien in einem Hotel im Bundesstaat México im Zentrum des Landes entdeckt worden, teilte das mexikanische Sicherheitsministerium mit. Die Entführer wurden festgenommen. 

Bei den Verdächtigen soll es sich um Mitglieder der ultraorthodoxen jüdischen Gruppe Lev Tahor handeln. Der Sekte werden immer wieder Zwangsheiraten und Kindesmisshandlung vorgeworfen. Die Mitglieder nutzen keine moderne Technik und die Frauen der Gemeinschaft tragen bodenlange schwarze Gewänder.

+++ 3.20 Uhr: Nach Havarie: Suche nach Containern in Nordsee wird fortgesetzt +++

Nach der Havarie des Riesen-Frachters "MSC Zoe" geht die Suche nach verloren gegangenen Containern weiter. In deutschen Gewässern wurden bisher zehn Container gesichtet, allerdings konnte nur einer von ihnen gesichert werden, wie das Havariekommando mitteilte. Die anderen neun seien vom Ölüberwachungsflugzeug oder vom Polizeihubschrauber aus sichtbar gewesen. Sie waren allerdings bereits gesunken, als ein Schiff ihre Position erreichte. Bei der Suche nach den Containern unter Wasser soll am Freitag das Spezialschiff "Wega" vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) helfen. 

+++ 2.13 Uhr: Peking erwartet US-Delegation ab Montag zu Gesprächen im Handels-Streit +++

Im Handelskonflikt mit den USA hat China den Besuch einer US-Delegation in Peking angekündigt. US-Regierungsvertreter würden am Montag zu zweitägigen Gesprächen in der chinesischen Hauptstadt erwartet, teilte das chinesische Handelsministerium am Freitag mit. Die Delegation werde von dem stellvertretenden Handelsbeauftragten Jeffrey Gerrish geleitet. Bei den Gesprächen werde es um die "Umsetzung des wichtigen Konsenses" gehen, den US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping erzielt hatten.

Xi und Trump hatten sich am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires auf einen Waffenstillstand in ihrem Handelskonflikt verständigt. Bei einem Abendessen einigten sie sich darauf, vorerst auf angedrohte neuen Strafzölle zu verzichten. Die USA stellten China zugleich ein Ultimatum: Wenn Peking den Forderungen nach einem Abbau von Handelsbarrieren nicht binnen 90 Tagen nachkommt, sollen die Strafzölle wie geplant steigen. Peking hatte Anfang Dezember eine rasche Umsetzung der mit Washington getroffenen Vereinbarungen zugesichert.

+++ 0.39 Uhr: Britischer Brexit-Minister: Neues Referendum würde Land spalten +++

Kurz vor der richtungsweisenden Abstimmung im britischen Unterhaus über den EU-Austrittsvertrag hat Großbritanniens Brexit-Minister Stephen Barclay vor einer neuen Volksabstimmung gewarnt. "Ein zweites Referendum würde noch mehr Uneinigkeit auslösen. Das jetzige Maß, in dem Großbritannien zerrissen ist, wäre klein im Vergleich zu den Spannungen, die eine zweite Abstimmung verursachen würde. Es würde unsere Nation weiter spalten", sagte Barclay der "Welt" und anderen europäischen Zeitungen.

Ein zweites Referendum sei zeitlich vor den Europa-Wahlen Ende Mai auch nicht umsetzbar. "Vor den Wahlen zum Europäischen Parlament kann ein Referendum nicht mehr stattfinden. Dann aber müssten in Großbritannien Europawahlen stattfinden. Was einen riesigen demokratischen Schaden bedeutet, weil die Bürger für den Austritt gestimmt haben, nun aber Ende Mai trotzdem noch einmal wählen sollen", betonte er.

vit / wue / DPA / AFP