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News des Tages: USA: 26-Jähriger erschießt zwei Polizisten durch eine Haustür

Autofahrer versenkt sein Auto in der Weser +++ Drei Tote bei Autounfall im Allgäu +++ Verlag Bastei-Lübbe will Romane streamen +++ Jemen: 140 Tote bei Luftangriff auf Trauerfeier +++Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Auf einem Zebratsreifen in Palm Springs, US-Bundesstaat Kalifornien, steht ein schwarz-weißer Polizeiwagen in der Dunkelheit

Ein Polizist riegelt in Palm Springs eine Straße ab, in der zwei Polizisten durch eine Haustür hindurch erschossen wurden

Die Nachrichten des Tages im Ticker:

+++ 20.18 Uhr: Donau nach Schiffshavarie gesperrt +++

Ein Frachtschiff ist auf der Donau bei Niederalteich auf Grund gelaufen und havariert. Der 78 Meter lange Frachter hat rund 750 Tonnen Stahl geladen, wie die Polizei in Niederbayern mitteilt. "Für den derzeitig niedrigen Wasserstand war die Ladung wohl zuviel", sagt ein Polizeisprecher. Nach der Grundberührung habe sich das Schiff gedreht und die Fahrrinne blockiert. Der 39 Jahre alte Kapitän überstand den Unfall unverletzt.
Der Schiffsverkehr auf dem Donauabschnitt wurde zunächst vollständig eingestellt. Mit dem Beginn der Bergungsarbeiten rechnete die Polizei nicht vor Montagmorgen.

+++ 18.49 Uhr: Merkel sagt Mali weitere Unterstützung zu +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem krisengeschüttelten Mali weitere Unterstützung bei seiner Stabilisierung und Entwicklung zugesagt. "Wir werden unsere Entwicklungszusammenarbeit noch verstärken", sagt Merkel in der malischen Hauptstadt Bamako nach einem Treffen mit Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta. Das gelte auch für das kommende Jahr und den unsicheren Süden des Landes.

Auf dem Programm der Kanzlerin für den Besuch in Bamako standen zudem Treffen mit malischen Religionsführern und Bundeswehrsoldaten, die an dem UN-Einsatz Minusma zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes und der EU-Mission EUTM beteiligt sind. Dabei will sich die Kanzlerin über die Einsatzbedingungen und die Sicherheitslage zu informieren.

+++ 18.08 Uhr: Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Chemnitz +++

Nach dem Chemnitzer Bombenfund zieht die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen an sich. "Die Gesamtschau der Ermittlungen, insbesondere die Menge des gefundenen Sprengstoffs deuten darauf hin, dass die Person vor hatte, einen islamistisch motivierten Anschlag durchzuführen", sagt die Sprecherin zur Begründung dem SWR. Deswegen habe der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen des Verdachts einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat (Paragraf 89a Strafgesetzbuch) aufgrund der besonderen Bedeutung des Falls übernommen.

+++ 16.30 Uhr: Mann erschießt zwei US-Polizisten durch Haustür +++

Ein 26-Jähriger soll im US-Bundesstaat Kalifornien zwei Polizisten durch eine Haustür erschossen haben. Ein weiterer erlitt Verletzungen. Der Schütze verbarrikadierte sich in dem Haus und ergab sich zwölf Stunden später der Polizei, wie die Sheriffabteilung in Riverside County mitteilt.

Eine Frau in Palm Springs hatte demnach am Samstagmittag den Notruf gewählt und angegeben, ihr Sohn bereite Schwierigkeiten. Als die Polizisten eintrafen, habe ein Mann hinter der geschlossenen Haustür auf sie gefeuert und die beiden Polizisten - eine 27-jährige Frau und einen 63-jährigen Mann - tödlich getroffen.

Danach sei es zu einem Schusswechsel mit weiteren Polizisten gekommen. Am frühen Sonntagmorgen habe sich der Mann, der bei dem Vorfall selber leicht verletzt worden sei, dann schließlich ergeben. Die getötete Polizistin war der "Los Angeles Times" zufolge gerade aus dem Mutterschaftsurlaub zurückgekehrt und lässt ein vier Monate altes Baby zurück. Ihr Kollege wollte im Dezember in den Ruhestand gehen.

+++ 15.42 Uhr: Münchener McDonald's-Filiale nach Amoklauf wieder eröffnet +++

Gut elf Wochen nach dem Amoklauf mit zehn Toten ist in München die McDonald's-Filiale am Olympia-Einkaufszentrum wieder geöffnet worden. In dem Schnellrestaurant hatte der 18-jährige Täter am 22. Juli fünf Jugendliche erschossen. Insgesamt tötete der Amokschütze neun Menschen und nahm sich später das Leben.

Die McDonald's-Filiale blieb nach der Tat zunächst geschlossen und wurde komplett umgebaut, wie ein Unternehmenssprecher sagt. Unter anderem wurde die Eingangstür zu dem Restaurant verlegt. Das Handyvideo eines Zeugen des Amoklaufes zeigte, wie der Schütze aus der Tür trat und auch auf Passanten schoss.

Das Personal in der Filiale besteht sowohl aus Mitarbeitern, die vor dem Amoklauf schon dort gearbeitet haben wie auch aus neuen Mitarbeitern, wie der Sprecher sagt. Deren psychologische Betreuung sei "zeitlich unbegrenzt und leistet individuell psychologische Unterstützung, solange Bedarf besteht".

+++ 15.32 Uhr: 19-Jähriger fährt aus Versehen mit Auto in die Weser +++

Ein 19-Jähriger ist aus Versehen mit seinem Auto in die Weser gefahren. Der junge Mann sei sich sicher gewesen, dass er auf eine Brücke zufahre, teilte die Polizei zu dem Unfall in Polle bei Holzminden am Sonntag mit - es gebe dort allerdings keine Brücke.
Der Fahrer versuchte noch zu bremsen, stürzte aber mit dem Auto in den Fluss. Durch Einschlagen eines Seitenfensters konnte sich der Mann retten. Feuerwehr, DLRG und Technisches Hilfswerk zogen den Wagen mit Drahtseilen und vereinten Kräften an Land.

+++ 15.19 Uhr: 18 Tote nach Autobombenanschlag in der Türkei +++

Bei einem Autobombenanschlag im Südosten der Türkei sind am Sonntag 18 Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter habe sich in einem Transporter in die Luft gesprengt, auf dem fünf Tonnen Sprengstoff gelagert waren, sagt Ministerpräsident Binali Yildirim vor Journalisten in Istanbul. Unter den Toten waren demnach zehn Soldaten und acht Zivilisten. Laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu gab es 26 Verletzte, darunter zehn Soldaten.

+++ 14.28 Uhr: Feuerwehr schneidet Ehering von geschwollenem Finger +++

Mit schwerem Gerät kennen Feuerwehrleute sich aus, aber sie leisten auch Millimeterarbeit. Das bewiesen jetzt Einsatzkräfte in Nordrhein-Westfalen. In Schwelm halfen sie Ärzten im Krankenhaus, einen Ring von einem stark angeschwollenen Finger eines Patienten zu entfernen. Mit dem Ringschneider der Mediziner alleine hatte das nicht geklappt. So nahm die Feuerwehr das Schmuckstück mit einer Spezialfräse in Angriff, wie die Einsatzkräfte mitteilen.

Der Ring wurde von zwei Seiten aus angefräst, so dass jeweils nur ein dünner Steg übrig blieb. Der ließ sich dann mit der Ringschere durchtrennen. Eine weitere Schwierigkeit: Damit der Ring beim Fräsen nicht so heiß wurde, dass der Patient sich verbrennt, musste das Schmuckstück ständig gekühlt werden. Nach einer halben Stunde hatte die Feuerwehr diese spezielle OP beendet.

+++ 13.43 Uhr: Geisterfahrer erst nach 40 Kilometern durch Nagelbrett gestoppt +++

Erst mit einem Nagelbrett hat die Polizei die Geisterfahrt eines 84-Jährigen auf einer Autobahn am Niederrhein gestoppt. Zuvor war der laut Polizei wohl verwirrte Mann rund 40 Kilometer weit auf der falschen Fahrbahn der A57 durch die Nacht gefahren. Gegen 1 Uhr am Sonntag hatte er die Raststätte Nievenheim südlich von Neuss verlassen - aber nicht in der vorgeschriebenen Richtung nach Köln, sondern entgegengesetzt. Am Kreuz Moers hatte die Polizei eine Sperre aufgebaut. Der 84-Jährige fuhr zwar noch über die dort blinkenden Warnlichter hinweg und touchierte einen quergestellten Streifenwagen. Aber dann überrollte er das ausgelegte Nagelbrett und musste stehen bleiben. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, den Führerschein ist er los.

+++ 13.05 Uhr: Tuifly startet wieder mit Flugprogramm +++

Tuifly startet mit dem geplanten Flugprogramm. Insgesamt sollen am Sonntag 114 Flüge starten und die Fluggäste in ihre Urlaubsgebiete und wieder zurückbringen. Vereinzelt könne es jedoch zu Verzögerungen kommen, kündigte das Unternehmen an.

+++ 12.39 Uhr: Papst spricht Hurrikan-Opfern Mitgefühl aus +++

Papst Franziskus hat den vom Hurrikan Matthew betroffenen Menschen sein Mitgefühl ausgesprochen. "Schmerzvoll habe ich die Nachrichten von den schweren Folgen des Hurrikans empfangen, der in den vergangenen Tagen die Karibik und besonders Haiti heimgesucht hat, der viele Opfer und Obdachlose und darüber hinaus gewaltige Sachschäden hinterlassen hat", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Petersplatz in Rom. "Ich versichere der Bevölkerung meine Nähe und drücke mein Vertrauen in die Solidarität der internationalen Gemeinschaft, der katholischen Institutionen und der Menschen guten Willens aus", sagte Franziskus.

+++ 11.09 Uhr: Merkel zu Afrika-Reise abgeflogen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Sonntag zu einer dreitägigen Afrika-Reise gestartet. Erste Station der Tour, die im Zeichen der Fluchtbewegung nach Europa steht, ist Mali. In der Hauptstadt Bamako will Merkel mit Präsident Ibrahim Boubacar Keita sprechen. Vorgesehen ist auch ein Treffen mit deutschen Soldaten, die sich an einer Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali beteiligen. Am Montag fliegt Merkel nach Niger, das Transitland für jährlich Zehntausende Flüchtlinge ist. Zum Abschluss wird sie am Dienstag in Äthiopien erwartet. Bei der Reise will sich Merkel für eine stärkere Bekämpfung von Fluchtursachen in Afrika einsetzen

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+++ 07.08 Uhr: Verlag Bastei-Lübbe kündigt Streaming-Dienst für Romane an +++

Die Verlagsgruppe Bastei Lübbe will noch in diesem Jahr einen digitalen Streamingdienst für Romane starten. Dies kündigte der Vorstandsvorsitzende der Bastei Lübbe AG, Thomas Schierack, in einem Interview der "Welt am Sonntag" an. Über eine Smartphone-App sollen Leser Zugang zu Geschichten bekommen, die extra für die App entwickelt wurden. Die Fortsetzungsromane seien mit kurzen Animationen, Bildern und Tönen angereichert. Nach dem Start in Deutschland soll die App weltweit für Nutzer angeboten werden.

+++ 06.18 Uhr: Drei Tote bei Autounfall im Allgäu +++

Drei Menschen sind bei einem Verkehrsunfall im Allgäu ums Leben gekommen. Ein 32-jähriger Autofahrer war mit seinem Wagen nahe dem bayerischen Marktoberdorf in den Gegenverkehr geraten, wie die Polizei weiter mitteilte. Eine 24-Jährige konnte mit ihrem Auto nicht mehr ausweichen. Beide Fahrzeuge krachten in der Nacht zum Sonntag frontal zusammen. Der Verursacher, seine Lebensgefährtin und die junge Frau am Steuer des anderen Autos wurden in den Trümmern eingeklemmt. Einer der beiden Wagen ging in Flammen auf. Alle drei Insassen starben noch an der Unfallstelle.

+++ 05.19 Uhr: Erneut Zugunglück im Großraum New York +++

Rund zehn Tage nach einem Zugunglück im Großraum der US-Millionenmetropole New York ist wenige Kilometer entfernt erneut ein Zug entgleist. Dabei wurden nach ersten Erkenntnissen elf Menschen verletzt, keiner von ihnen schwer, wie Gouverneur Andrew Cuomo mitteilte.

Der Pendlerzug der Vorortbahn Long Island Railroad war in der Nähe der Station New Hyde Park östlich von New York aus zunächst unbekannter Ursache auf einen Reparaturzug aufgefahren und dann entgleist. Zu diesem Zeitpunkt waren laut Cuomo rund 600 Passagiere in den zwölf Waggons, von denen drei entgleisten. Die Strecke wurde weiträumig abgesperrt.

+++ 04.58 Uhr: Zwei Polizisten in Kalifornien erschossen +++

In den USA sind zwei Polizisten bei einem Einsatz in Kalifornien erschossen und ein weiterer verletzt worden. Die Schüsse fielen, nachdem die Beamten wegen eines Familienstreits in Palm Springs gerufen worden waren, wie die Polizei mitteilte.

Eine Frau hatte die Polizei gerufen und gesagt, ihr erwachsener Sohn mache Schwierigkeiten. "Der Mann weigerte sich, die Tür zu öffnen und drohte damit, die Polizisten durch die geschlossene Tür zu erschießen", berichtete Polizeichef Bryan Reyes. Wenige Minuten nach Beginn ihres Einsatzes, riefen die Beamten dann dringend um Verstärkung, weil Schüsse gefallen seien. Der verdächtige Schütze war am Sonntag noch nicht gefasst.

+++02.13 Uhr: UN: Mehr als 140 Tote bei Lufangriff auf Trauerfeier im Jemen +++

Nach den verheerenden Luftangriffen auf eine Trauerfeier im Jemen sind neuen Angaben zufolge mehr als 140 Menschen getötet und mindestens 525 verletzt worden. Das teilte der für das Bürgerkriegsland zuständige UN-Nothilfekoordinator Jamie McGoldrick unter Berufung auf Rettungskräfte mit. Humanitäre Helfer seien "erschüttert und entsetzt", erklärte McGoldrick, der die Luftangriffe verurteilte aber niemanden direkt dafür verantwortlich machte.

Bei der Serie von Luftangriffen auf eine Trauerhalle in Jemens Hauptstadt Sanaa am Samstag handelt es sich um eine der folgenschwersten Attacken seit Beginn des Bürgerkriegs. Der Nachrichtenagentur Saba zufolge ist das von Saudi-Arabien geführte sunnitische Bündnis für die Luftangriffe auf die Trauerhalle verantwortlich. Es fliegt als einzige Macht im Jemen Angriffe. 

kng/tkr / DPA / AFP