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News am Wochenende Sachsen verschärft seine Corona-Maßnahmen – Inzidenz bei 444

Sachsen verschärft seine Corona-Maßnahmen
Die Inzidenz in Sachsen ist mindestens doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Das Land reagiert mit strengeren Auflagen.
© Robert Michael / DPA
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

19.00 Uhr: Arbeitsverbot für sechs palästinensische NGOs im Westjordanland in Kraft

Die sechs von Israel als "Terrororganisationen" eingestuften palästinensischen Nichtregierungsorganisationen dürfen ab sofort nicht mehr im besetzten Westjordanland arbeiten. Die Anordnung von Verteidigungsminister Benny Gantz trat nun in Kraft, wie die Armeeführung mitteilte. Das Ministerium wirft den NGOs eine verdeckte Zusammenarbeit mit der radikalen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) vor. 

18.30 Uhr: Saar-CDU nominiert Hans als Spitzenkandidat für Landtagswahl

Der Landesvorstand der Saar-CDU hat am Sonntag den Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Tobias Hans als Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Frühjahr 2022 nominiert. Die Entscheidung für den Regierungschef des kleinsten Flächen-Bundeslands sei einstimmig gefallen, teile die Partei nach der "Saarland-Tagung" an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken mit.

Gewählt werden soll am 27. März 2022. Es ist die erste Landtagswahl nach der Bundestagswahl im September. Hans ist seit 2018 Ministerpräsident und CDU-Vorsitzender im Saarland. Er trat als Regierungschef in einer Koalition mit der SPD die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer an, die als CDU-Generalsekretärin nach Berlin wechselte.

18.10 Uhr: Zehn Millionen Auffrischungsimpfungen in Großbritannien verabreicht

In Großbritannien haben mittlerweile zehn Millionen Menschen ihren Corona-Impfschutz auffrischen lassen. Darauf wies Premierminister Boris Johnson auf Twitter hin. Man wisse, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlasse, weshalb Auffrischungsimpfungen unerlässlich dabei seien, sich und seine Angehörigen auch den Winter über zu schützen, schrieb er dazu. Rund 45,8 Millionen der knapp 67 Millionen Einwohner Großbritanniens sind vollständig geimpft. Eine dritte Impfdosis wird dort derzeit Menschen über 50 und Risikogruppen verabreicht.

17.45 Uhr: Senatorin: Berliner Senat will 2G-Regelung ausweiten

Ungeimpfte müssen sich in Berlin auf stärkere Corona-Einschränkungen einstellen. Der Senat plant, die 2G-Regel für weitere Orte und Ereignisse anzuwenden. "2G wird vorbereitet", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) dem "Tagesspiegel". Die Senatsmitglieder werden sich demnach in mehren Schalten dazu austauschen, auch eine Sondersitzung sei möglich. Eine turnusmäßige Senatssitzung ist wegen des Gedenktags 9. November erst eine Woche später wieder geplant.

Derzeit gilt in Berlin, dass Betreiber etwa von Restaurants oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht. Welche Neuregelungen im Gespräch sind, ließ ein Sprecher Kalaycis am Sonntag offen.

17.35 Uhr: Rasanter Anstieg der Corona-Zahlen – Sachsen verschärft Regeln

Sachsen reagiert mit einer deutlichen Verschärfung der Corona-Regeln auf die rasant gestiegenen Infektionszahlen im Land. Von Montag an haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zugang zu vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Dazu zählen die Innengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder Fußballstadien. In Bussen, Bahnen und Taxis sind nun FFP2-Masken Pflicht. Für Schüler reicht aber ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz. In keinem anderen Bundesland ist die Wochen-Inzidenz so stark in die Höhe geschnellt wie in Sachsen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag der Wert am Sonntag bei 444,0 und damit mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

16.20 Uhr: Seenotretter bergen zwei Wassersportler aus der Nordsee

Seenotretter haben zwei Wassersportler aus der Nordsee vor Wangerland geborgen. Die beiden Kitesurfer befanden sich am Sonntag in einer lebensgefährlichen Situation, da der starke Wind sie immer weiter hinaus auf die Nordsee trieb, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte. Allein wären sie nicht mehr an Land gekommen.

16.11 Uhr: Mehrere Taliban bei Angriffen in Afghanistan getötet

Bei Angriffen in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind mindestens drei Kämpfer der herrschenden Taliban erschossen worden. Drei weitere wurden bei Sprengstoffanschlägen verletzt, wie Behördenvertreter mitteilten. Bisher unbestätigte Berichte sprachen sogar von mindestens 8 Toten und 17 Verletzten am Sonntag. Anwohner in Dschalalabad ordneten die Angreifer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu. Zunächst bekannte sich aber niemand zu den Attacken.

15.50 Uhr: Zeitungsgebäude bei Corona-Protesten in Ostfrankreich gestürmt

Bei einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen im ostfranzösischen Belfort haben rund 100 Teilnehmer das Gebäude einer Regionalzeitung gestürmt und versucht, in die Redaktion einzudringen. Die Tür habe dem Ansturm aber standgehalten, obwohl Demonstranten sich mit ihren Schultern dagegen geworfen hätten, berichtete die betroffene Zeitung "L'Est Républicain" selbst. Die Präfektur bestätigte den Vorfall in einer Mitteilung.

Die Demonstranten hätten der Zeitung vorgeworfen, Falschinformationen und Lügen zu verbreiten. Im Gebäude rissen sie eingerahmte alte Zeitungsartikel von der Wand, zerstörten sie und warfen mit Eiern. Sie drangen auch in die Stadtbibliothek ein und randalierten vor einer Krankenversicherung. Die Zeitung berichtete weiter, die Polizei sei nicht eingeschritten, da sie mit zu wenig Kräften vor Ort gewesen sei, um sich den gewalttätigen Demonstranten entgegenzustellen.

15.40 Uhr: BKA-Chef: Über 900 Haftbefehle nach Auswertung verschlüsselter Handys

Die Auswertung von Daten verschlüsselter Mobiltelefone des Providers Encrochat hat nach Angaben des Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, mittlerweile zu mehreren Hundert Haftbefehlen geführt. Durch den Zugriff auf die Daten hätten in Deutschland bisher über 900 Haftbefehle vollstreckt werden können, sagte er in einem Interview der "Bild am Sonntag". Etwa 300 Schusswaffen seien sichergestellt und knapp 230 Millionen Euro an Vermögen gesichert worden.

"Bei den ermittelten Straftaten ging es insbesondere um Rauschgiftdelikte, weshalb wir dort in den nächsten Jahren einen deutlichen Schwerpunkt setzen werden", sagte der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden der Zeitung. Das BKA hatte 2020 über Europol Encrochat-Daten mit einem Bezug zu Deutschland erhalten. Vorangegangen waren europaweite Ermittlungen zu den verschlüsselten Mobiltelefonen. Encrochat wurde vor allem von Kriminellen genutzt. Der Dienst galt wegen seiner aufwendigen Verschlüsselung als nicht zu knacken. Der Polizei gelang es im vergangenen Jahr dennoch, mehr als 20 Millionen geheimer Nachrichten abzuschöpfen.

15.30 Uhr: Deutscher stirbt nach Wohnungsbrand im Salzburger Land

Nach einem Brand in einem Wohnhaus im Salzburger Land ist ein Deutscher an seinen schweren Verletzungen gestorben. Das Feuer brach in der Nacht in der Wohnung des 47-Jährigen in St. Johann im Pongau aus, wie die österreichische Polizei berichtete.

Der Mann wurde schwer verletzt aus dem Dachgeschoß gerettet. Er starb jedoch nach dem Transport in ein nahes Krankenhaus. Der Mann hatte früher laut einer Polizeisprecherin im bayerischen Landshut gelebt. Die Brandursache war vorerst unklar. Die Staatsanwaltschaft in Salzburg ordnete eine Untersuchung der Wohnung und eine Obduktion an.

15.20 Uhr: Durchsuchung wegen ICE-Messerattacke auch in Thüringen

In Zusammenhang mit einer Messerattacke in einem ICE in Bayern hat es auch im Thüringer Landkreis Nordhausen eine Durchsuchung gegeben. Diese habe im näheren Freundeskreis des Tatverdächtigen stattgefunden, hieß es im bayerischen Neumarkt in der Oberpfalz von der ermittelnden Staatsanwaltschaft. Die Thüringer Landespolizeidirektion bestätigte entsprechende Maßnahmen im Bereich Nordhausen. Nähere Auskünfte wollten zunächst weder Polizei noch Landeskriminalamt erteilen.

14.55 Uhr: Mann attackiert zehnjährigen Jungen in München mit Messer

Ein Mann hat in einem Münchner Bekleidungsgeschäft einen zehnjährigen Jungen mit einem Küchenmesser angegriffen. Das Kind wurde am Hals und an der Schulter verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zeugen leisteten dem Kind Erste Hilfe, während andere Kunden den 57-jährigen Täter überwältigten. Einsatzkräfte der Polizei, die mit mehr als zehn Streifen anrückten, nahmen den Tatverdächtigen kurz darauf fest. Bei dem Mann handelt es sich demnach um einen Staatenlosen mit Wohnsitz in München. Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Er sollte noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Junge befindet sich im Krankenhaus. Seine Verletzungen sind den Angaben zufolge schwer, aber nicht lebensbedrohlich. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

14.51 Uhr: Dutzende Waggons von schwerem Güterzug in Schweden entgleist

Im hohen Norden von Schweden sind Dutzende Waggons eines mit Eisenerz beladenen Güterzuges entgleist. 38 Waggons seien in der Nähe von Gällivare etwa 1000 Kilometer nördlich von Stockolm von den Gleisen abgekommen, teilte das staatliche Bergbauunternehmen LKAB mit. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, auch der Lokführer nicht. Die Ursache der Entgleisung wird nun untersucht.

14.12 Uhr: Hunderte Verfahren nach Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig

Rund um die Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig hat die Polizei 48 Straftaten und mehr als 600 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten aufgenommen. Gegen 43 Beschuldigte werde etwa wegen Beleidigung, Körperverletzung, Angriffs auf Polizisten, Landfriedensbruchs oder Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, zog Polizeisprecher Olaf Hoppe am Sonntag vorläufig Bilanz.

13.37 Uhr: Corona-Regeln in den Niederlanden wieder verschärft

Mehrere Tausend Menschen haben in Den Haag gegen die am Wochenende verschärften Corona-Maßnahmen in den Niederlanden demonstriert. Seit Samstag gilt angesichts stark gestiegener Infektions- und Patientenzahlen die Maskenpflicht wieder für alle öffentlich zugänglichen Orte wie Geschäfte, Bibliotheken, Bahnhöfe, Krankenhäuser und Hochschulen. Der Nachweis von Impfung, Genesung oder Corona-Test ist nun für mehr Orte wie etwa Sportclubs, Fitnesscenter und Zoos verpflichtend. Bürger sollen auch wieder den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter wahren.

13.14 Uhr: Jugendlicher mit Messer im ICE – Zugbegleiter alarmiert Polizei

Nach der Messerattacke in einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg am Samstag hat ein Zugbegleiter einen Jugendlichen mit einem Messer in einem anderen ICE gemeldet. Von dem 16-Jährigen sei aber zu keinem Zeitpunkt Gefahr ausgegangen, teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Der Jugendliche sei am Samstagabend in Augsburg in einen ICE von Hamburg nach München eingestiegen. Der Zugbegleiter entdeckte im Ärmel des 16-Jährigen ein Messer und KO-Spray. Mit der Polizei vereinbarte der Deutsche-Bahn-Mitarbeiter, dass der Zug planmäßig in den Münchner Hauptbahnhof einfährt und dort die Polizei wartet.

Als Beamte der Bundespolizei am Gleis an den Jungen herantraten, versuchte er zu flüchten und warf das Messer ins Gleis unter einen anderen Zug. Die Flucht wurde jedoch unterbunden und das Butterflymesser und ein Tierabwehrspray sichergestellt.

12.25 Uhr: 15 Tonnen schwerer Wal strandet in Calais

Ein fast 20 Meter langer und 15 Tonnen schwerer Wal ist im Hafen von Calais in Nordfrankreich gestrandet. Wie der Sender France bleu berichtete, habe der Finnwal sich an Felsen verletzt und sei später verendet. Der örtliche Tierschutzbund sprach von einem Wal-Weibchen, das mit rund 30 Jahren am Ende des Lebens war. "Zuerst dachten wir, wir könnten noch helfen", sagte Michel Charpentier vom Tierschutzbund. Doch nach einer Stunde sei das Tier schon tot gewesen. Der Körper des Wals wurde an Seilen festgebunden, um den Verkehr im Hafen nicht zu behindern. Am Montag soll er geborgen werden, damit eine Autopsie durchgeführt werden kann.

12.05 Uhr: Sterbehilfe in Neuseeland nun legal

In Neuseeland ist seit Sonntag die Sterbehilfe legal. Unheilbar kranke Erwachsene in dem südpazifischen Inselstaat haben damit unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf einen medizinisch begleiteten Suizid. So müssen sich zwei Ärzte einig sein, dass der oder die unheilbar Kranke keine sechs Monate mehr zu leben hat und daher die Möglichkeit haben sollte, den Ablauf und Zeitpunkt des Todes selbst zu bestimmen. Das nun in Kraft getretene Gesetz geht auf eine Volksabstimmung zurück, bei der Ende Oktober 2020 eine entsprechende Vorlage 65,2 Prozent Zustimmung bekam.

12.00 Uhr: Schwules Paar in Berlin nach Hinweis auf Maskenpflicht attackiert und beleidigt

Ein schwules Paar ist in Berlin nach einem Verweis auf die Maskenpflicht von einem Mann attackiert und beleidigt worden. Der 39-jährige Tatverdächtige soll die beiden Männer mit Gegenständen beworfen, homophob beleidigt und bedrängt haben, nachdem sie ihn in einer U-Bahn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Um einer Eskalation der Situation zu entgehen, wechselten die beiden 53 und 57 Jahre alten Männer den Angaben zufolge den Waggon, worauf der Tatverdächtige ihnen folgte. Auch nach dem Aussteigen aus der U-Bahn habe der 39-Jährige das Ehepaar weiter verfolgt und schließlich attackiert.

11.36 Uhr: Schwerer Herbst-Smog in Neu-Delhi hält an

Dicke Luft in Neu Delhi: Die Metropolregion rund um die indische Hauptstadt war am Sonntag den dritten Tag in Folge in grauen und stinkigen Smog gehüllt. Wie Medien berichteten, mischte sich Rauch von zahllosen Stoppelfeldern, die die Bauern der Umgebung abgebrannt hatten, in die ohnehin schon schwer belastete Luft. Zuvor hatten die zahllosen Feuerwerke, die trotz Verbots zum hinduistischen Lichterfest Diwali am Donnerstag abgebrannt worden waren, die Lage verschlechtert. Besserung war zunächst nicht in Sicht.

11.15 Uhr: Erste landesweite Polio-Impfung in Afghanistan seit drei Jahren

In Afghanistan beginnt am Montag (8. November) eine landesweite Impfkampagne gegen Polio, auch Kinderlähmung genannt. Geimpft werden sollen unter anderem mehr als drei Millionen Kinder in Regionen, die für humanitäre Helfer seit drei Jahren nicht mehr zugänglich waren. "Dies ist ein entscheidender Zeitpunkt, um die hart erkämpften Fortschritte der vergangenen 20 Jahre nicht zu verlieren", sagte eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf. "Dies ist eine einmalige Gelegenheit."

11.01 Uhr: Polizistin bei Einsatz in Berlin lebensgefährlich verletzt

Bei einem Einsatz in Berlin ist eine Polizistin schwer verletzt worden. Die Beamtin wurde von einem 51-Jährigen im Bezirk Spandau mehrfach mit einem Metallrohr geschlagen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Polizistin kam mit Kopf- und Armverletzungen in ein Krankenhaus. Zuvor waren die Polizisten am Samstagabend den Angaben zufolge wegen Ruhestörung zu einem Wohnhaus gerufen worden. Als die Beamten bei dem Betroffenen klopften und klingelten, forderte dieser, dass sich die Polizei entfernen solle, und drohte, dass er alle töten werde. Plötzlich öffnete der Mieter die Tür und attackierte die Beamtin mit dem Metallrohr.

Unter Einsatz von Pfefferspray konnte der 51-Jährige entwaffnet, überwältigt und festgenommen werden. Er wurde aufgrund seines Zustands in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

11 Uhr: Mehrere Tote Arbeiter bei Grubenexplosion in Kasachstan

Bei einer Methangas-Explosion in einem Kohlebergwerk sind in der zentralasiatischen Republik Kasachstan mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Wie das kasachische Zivilschutzministerium mitteilte, wurden am Sonntag bei dem Unglück in der Stadt Abai in der Nähe der Industriestadt Karaganda zwei weitere Arbeiter verletzt. 56 Bergarbeiter konnten sich demnach selbst an die Oberfläche retten. In der Kohlegrube kam es bereits in der Vergangenheit zu tödlichen Unfällen.

Die Ursache für die Explosion in dem Bergwerk war unklar. Die Kohlegrube gehört nach Angaben der Regierung in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan zum internationalen Stahlkonzern ArcelorMittal. Der kasachische Regierungschef Askar Mamin setzte eine Kommission zur Aufklärung des Unglücks ein.

10.45 Uhr: FDP in Sachsen wählt Kommunalpolitikerin Anita Maaß zur Landeschefin

Die FDP in Sachsen hat eine neue Parteispitze. Auf einem Landesparteitag in Döbeln wählten die Liberalen die Lommatzscher Bürgermeisterin Anita Maaß zur neuen Landesvorsitzenden. Die 45-Jährige erhielt 174 von 247 Stimmen, was einem Ergebnis von 70,4 Prozent der Stimmen entspricht. Der bisherige FDP-Landeschef Frank Müller-Rosentritt trat nach nur einer Amtsperiode nicht wieder an. Der 39-Jährige will sich nach eigenem Bekunden auf seine Arbeit im Bundestag und sein Mandat im Chemnitzer Stadtrat konzentrieren.

10.42 Uhr: Bundesamt warnt vor Sturmflut an Nordsee und in Hamburg

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat vor einer Sturmflut in Hamburg, an der Nordsee sowie im Weser- und Elbegebiet gewarnt. Das Nachmittag-Hochwasser beziehungsweise das Abend-Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet werden etwa 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser sein, hieß es am Sonntag. An der nordfriesischen Küste und im Hamburger Elbegebiet werde es bis zu 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten. Die Sturmflutgefahr bestehe bis kurz nach 18.00 Uhr am Sonntagabend. Dann soll auch in Hamburg-St.-Pauli der Scheitelpunkt erreicht werden.

Die Polizei riet, tiefer gelegene Orte wie den Hafen, die HafenCity und die elbnahen Gebiete zu meiden und weiträumig zu umfahren. Auch sollten dort Häuser vor dem Wasser gesichert und Autos in höher gelegene Gebiete umgeparkt werden.

10.33 Uhr: Hamburger SPD erstmals von Doppelspitze geführt

Die Hamburger SPD wird erstmals von einer Doppelspitze angeführt. Ein Landesparteitag wählte auf Vorschlag des Landesvorstands Melanie Leonhard und Nils Weiland zu gleichberechtigten Vorsitzenden. Die 44-jährige Leonhard ist bereits seit 2018 Landeschefin der Hamburger SPD, darüber hinaus ist sie Sozialsenatorin. Sie erhielt fast 95 Prozent der Stimmen. Der 48-jährige Weiland, zuvor seit 2012 stellvertretender SPD-Landesvorsitzender kam auf knapp 79 Prozent.

Die SPD hatte den Beschluss zur Doppelspitze zuvor mit gestiegenen Anforderungen an Politik begründet. "Die Aufgaben innerhalb, aber auch außerhalb der Partei werden immer vielfältiger und erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit - daher ist es nur folgerichtig, dass sich auch die Spitze breiter aufstellt", erklärte Leonhard im Vorfeld. Dies habe sich auch in anderen SPD-Gremien schon bewährt.

10.05 Uhr: Züge trotz steigender Corona-Zahlen wieder mehr ausgelastet

Trotz steigender Corona-Zahnen reisen die Bundesbürger mehr mit der Bahn. Ende Oktober waren die Züge des Fernverkehrs wieder zu rund 50 Prozent ausgelastet, wie die "Bild am Sonntag" berichtete. Im Mai waren die Fernverkehrszüge nur zu 23 Prozent, im Juli zu 39 Prozent und im September zu 45 Prozent besetzt. Vor Corona lag die Auslastung bei durchschnittlich 56 Prozent. "Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen", sagte ein Bahn-Sprecher der "Zeitung. Die Bahn bereitet sich trotz vierter Corona-Welle schon jetzt auf den Weihnachtsverkehr vor. Mehr als 50.000 zusätzliche Sitzplätze im Vergleich zum Vorjahr sind demnach geplant.

9.41 Uhr: Zahl der Fälle von Kinderpornografie laut BKA deutlich gestiegen

Die vom Bundeskriminalamt (BKA) erfassten Fälle von Darstellungen des Kindesmissbrauchs haben sich im ersten Halbjahr dieses Jahres nahezu verdoppelt. "Die Zahl der Hinweise, die wir auf solche Delikte bekommen, wird immer größer, die Zahl der zu führenden Verfahren steigt", sagte BKA-Präsident Holger Münch der "Bild am Sonntag". Allein in der ersten Jahreshälfte 2021 sind nach Angaben von Münch so viele Fälle von sogenannter Kinderpornografie erfasst worden wie im gesamten Jahr 2020. "Die deutliche Zunahme solcher Fälle wird die Polizei zunehmend an Kapazitätsgrenzen bringen", warnte der BKA-Chef.

8.22 Uhr: Bericht: Deutlich mehr Flüge aus dem Nahen Osten nach Minsk

Belarus hat einem Bericht zufolge die Zahl der Flüge aus dem Nahen Osten nach Minsk deutlich erhöht, um Migranten aus der Region ins Land zu holen. Laut den neuesten Landeplänen des Flughafens in der belarussischen Hauptstadt seien bis März wöchentlich rund 40 Flüge aus Istanbul, Damaskus und Dubai geplant, berichtete die "Welt am Sonntag". Diese drei Flughäfen würden derzeit am häufigsten von Migranten für Direktflüge nach Belarus genutzt, um von dort aus Richtung EU weiterzureisen. Damit gebe es nun mehr als doppelt so viele Flugverbindungen aus der Region nach Minsk als noch im Winter 2019/2020.

Derzeit landen in Belarus täglich etwa 800 bis 1000 Migranten, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise weiter berichtete. Demnächst können demnach fünf weitere belarussische Flughäfen aus dem Nahen Osten angeflogen werden. Sie würden von nationalen zu internationalen Airports umgewidmet. Einer der Flughäfen liege nur 20 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt in Grodno, hieß es.

7.00 Uhr: Trotz offener Restaurants: Lieferdienst-Boom hält an

Die Restaurants und Kneipen sind seit Monaten wieder gut besucht – doch ein Ende des Bestellbooms bei Lieferdiensten ist nicht in Sicht. "Der Trend zu Onlinebestellungen hält an, auch nach Wiedereröffnung der Gastronomie", teilte etwa der Marktführer Lieferando auf Anfrage mit. Demnach hätten Konsumenten im Sommer zwischen Juli und September rund zehn Millionen zusätzliche Bestellungen über die Plattform aufgegeben. "Das entspricht einem Wachstum von 35 Prozent gegenüber dem Corona-Sommer 2020 und einer Verdoppelung der Bestellungen gegenüber dem Vorkrisen-Niveau im dritten Quartal 2019", hieß es.

05.30 Uhr: Bundesweite Inzidenz steigt weiter an

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf über 190 angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 191,5. Am Vortag hatte er bei 183,7 gelegen, vor einer Woche bei 149,4. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an.

Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 23.543 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 37 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.767.033, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 96.525.

3.35 Uhr: Mindestens 19 Tote bei Autounfall in Mexiko

Bei einem schweren Autounfall sind in Mexiko mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. An einer Mautstelle in der Stadt Chalco im Zentrum des Landes raste ein Lkw ungebremst in eine Reihe von sechs Fahrzeugen, wie die Verwaltungsbehörde des mexikanischen Fernstraßennetzes am Samstag mitteilte. 

Mehrere Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Drei Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Unter den Toten ist nach Behördenangaben auch der Lkw-Fahrer.

1.51 Uhr: Irakischer Regierungschef überlebt Drohnenangriff

Der irakische Regierungschef Mustafa al-Kasimi hat am frühen Sonntagmorgen einen Drohnenangriff auf seine Residenz in Bagdad unbeschadet überstanden. "Der Premier blieb unversehrt und er ist bei guter Gesundheit", zitierte die Staatsagentur Ina aus einer Mitteilung des militärschen Sicherheitszentrums. Al-Kasimi twitterte kurz darauf, dass es im gut gehe. "Ich fordere von allen Ruhe und Zurückhaltung im Irak." Die Sicherheitskräfte ergriffen "die notwendigen Maßnahmen", hieß es weiter in der Mitteilung. Über die Hintergründe oder Urheber des Angriffs gab es zunähst keine Informationen.

20.34 Uhr: US-Justiz legt Bidens Impfvorgaben für große Unternehmen auf Eis

Die von US-Präsident Joe Biden geplanten strikten Corona-Impfvorgaben für große Unternehmen liegen vorerst auf Eis. Ein Bundesberufungsgericht suspendierte die ab Januar geplanten neuen Regeln. Zur Begründung hieß es, dass die von den Gegnern der Maßnahme vorgebrachten Argumente annehmen ließen, dass es unter anderem "schwere verfassungsmäßige Probleme" geben könnte. Deshalb sei die Anordnung der Regierung vorerst "suspendiert", die Angelegenheit solle nun genauer untersucht werden.

20.21 Uhr: Bayern verschärft Corona-Regeln – FFP2-Maske und PCR-Test

In Bayern gelten von Sonntag an verschärfte Corona-Regeln. Grund dafür ist die hohe Zahl belegter Intensivbetten. Zutritt zu Gasthäusern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene und Menschen mit negativem PCR-Test. Ein Antigen-Schnelltest reicht nicht mehr. Außerdem muss generell wieder eine FFP2-Maske getragen werden. In Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen und der Intensivpatienten besonders hoch ist, gelten noch strengere Regeln.

19.40 Uhr: Zehntausende demonstrieren in Polen nach Tod von schwangerer Frau

Nach dem Tod einer schwangeren Frau haben zehntausende Menschen in ganz Polen gegen das rigide Abtreibungsrecht in ihrem Land protestiert. Auf Protestzügen skandierten sie unter anderem in der Hauptstadt Warschau "Nicht eine Einzige mehr" und hielten Fotos der 30-jährigen Izabela hoch, die in einem Krankenhaus gestorben war. Sie ist nach Angaben von Frauenrechtsgruppen das erste Opfer des seit einem Jahr geltenden nahezu vollständigen Abtreibungsverbotes.

Izabela war in einem Krankenhaus in Pszczyna im Süden des Landes gestorben, sie war mit großen Problemen in der 22. Woche schwanger. "Die Ärzte haben den Tod des Fötus abgewartet. Der Fötus ist tot, die Patientin ist tot, septischer Schock", erklärte die Anwältin der Familie, Jolanta Budzowska. Das Schicksal von Izabela hat die sowieso immer wieder stattfinden Proteste gegen das seit einem Jahr geltende nahezu vollständige Abtreibungsverbot verstärkt.

19.36 Uhr: Weltrekord-Kürbis ist jetzt ein beleuchtetes Kunstwerk

Der bislang schwerste Kürbis der Welt ist jetzt deutlich leichter: Bei der Kürbisausstellung in Ludwigsburg ist am Samstag aus dem Weltrekord-Gemüse ein großer Kürbisgeist geschnitzt und von innen beleuchtet worden. Das Kunstwerk werde nun die traditionelle Ausstellung in den Gärten des Blühenden Barocks das restliche Wochenende schmücken, teilten die Veranstalter mit.

19.30 Uhr: DB: Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg nach Messerattacke wieder frei

Nach einer Messerattacke in einem ICE hat die Bahn den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg am Samstagabend wieder aufgenommen. "Die Strecke und der Bahnhof sind von der Polizei gegen 18.30 Uhr freigegeben worden", sagte ein Sprecherin der Deutschen Bahn. "Jetzt fährt der gesamte Zugverkehr wieder."

19.10 Uhr: Tausende Corona-Gegener demonstrieren in Leipzig

Mehrere tausend Gegner der Corona-Maßnahmen haben in der sächsischen Stadt Leipzig demonstriert. Wie eine Polizeisprecherin am Abend mitteilte, wurden mehrere Aufzüge mit Teilnehmerzahlen jeweils in dreistelliger Höhe im Innenstadt-Bereich von der Polizei gestoppt. Derzeit gebe es eine "dynamische Einsatzphase", mehrere Notrufe von Verletzten seien eingegangen. Genauere Angaben konnte die Sprecherin zunächst nicht machen.Wegen der Corona-Lage waren laut Verordnung nur stationäre Versammlungen mit maximal tausend Teilnehmern erlaubt. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber dem Sender MDR die Ingewahrsamnahme von rund 20 Rechten und die Unterstützung von Polizeikräften aus mehreren Bundesländern, darunter auch Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bundespolizei.

19.05 Uhr: Hauptmufti der Muslime in Serbien gestorben

Der Hauptmufti der Muslime in Serbien, Muamer Zukorlic, ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Dies teilte die Islamische Gemeinschaft in Serbien, der er vorgestanden hatte, an ihrem Sitz in Novi Pazar mit. Der Theologe engagierte sich auch in der Politik, 2017 gründete er die Partei für Gerechtigkeit und Versöhnung, die derzeit mit vier Abgeordneten im Parlament in Belgrad vertreten ist. Der Politikstil von Zukorlic war nicht unumstritten. Als Führer der Bosniaken in der Region Sandschak soll er seine Macht auch durch Klientelwirtschaft und enge Kontrolle über die islamische Glaubensgemeinschaft ausgeübt haben.

18.10 Uhr: Bericht: Fünfkämpfer fordern Rücktritt der Verbandsführung

Mehr als 650 aktive und frühere Moderne Fünfkämpfer fordern nach einem Medienbericht die Führung der Union Internationale de Pentathlon Moderne (UIPM) zum Rücktritt auf. Nach der angekündigten Streichung des Reitens in drei Jahren haben sie nach Angaben des Branchendienstes "Inside the Games" ein "Misstrauensvotum" an den Vorstand um den Präsidenten Klaus Schormann geschickt.

"Als ehemalige und gegenwärtige Moderne Fünfkämpfer sind wir schockiert über die Entscheidung des UIPM-Vorstands, die Disziplin Reiten abzuschaffen", zitiert der Branchendienst aus dem Brief. "Ohne seine Athleten und Mitgliedsverbände zu konsultieren, hat der Vorstand 109 Jahre Modernen Fünfkampf untergraben."

Die Verbandsspitze zeigte sich ungerührt. "Wir haben die Namen überprüft", sagte Schormann der Deutschen Presse-Agentur. Zweidrittel seien "keine Athleten", und eine anderer Teil seien "Athleten, die seit mehr als zehn Jahren keinen Modernen Fünfkampf betreiben. Nur eine sehr kleine Gruppe hat eine UIPM-Lizenz" und nehme an Wettkämpfen teil, sagte der UIPM-Präsident.

18.00 Uhr: Österreich vermeldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Pandemie-Beginn

In Österreich sind innerhalb von 24 Stunden so viele Corona-Infektionen registriert worden wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Es seien 9943 Neuinfektionen gemeldet worden, teilten die Behörden am Samstag laut der Nachrichtenagentur APA mit. Der bisherige Höchstwert stammte vom 13. November 2020, damals waren 9586 Ansteckungen registriert worden. Damit sprang die Zahl der Infektionen innerhalb einer Woche um mehr als 60 Prozent nach oben.

17.40 Uhr: Hunderte demonstrieren in Zwickau gegen Rechtsextremismus

Zehn Jahre nach Auffliegen der Terrorzelle NSU haben Hunderte Menschen in Zwickau gegen Rechtsextremismus demonstriert. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Linke) als Organisatorin des Aufzugs sprach auf Twitter von 600 Menschen. Eine ähnliche Zahl nannte die Polizei. Gefordert wurden eine weitere Aufarbeitung des NSU-Terrors und die Auflösung des Verfassungsschutzes. Auf Plakaten wurde zudem auf rechtsextreme Strukturen und Unterstützer des NSU in Sachsen hingewiesen. "Der NSU war nie zu dritt!", hieß es.

Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die Demonstration in Gedenken an die Opfer des NSU und weiterer Opfer rechter Gewalt weitgehend ruhig. Vereinzelt habe es Versuche von Anhängern der rechten Szene gegeben, den Aufzug durch die Innenstadt zu stören. Es seien Platzverweise ausgesprochen worden.

17.19 Uhr: Polizei nimmt 24 Personen aus rechter Szene in Leipzig in Gewahrsam

Am Rande einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig hat die Polizei 24 Personen aus der rechten Szene festgesetzt. Sie hätten verbotene Gegenstände bei sich getragen und seien in Gewahrsam genommen worden, informierte die Polizei. "Sie können heute an keiner Veranstaltung mehr teilnehmen." Die Polizei war am Nachmittag mit einem Großaufgebot im Einsatz. Dazu gehörten auch drei Wasserwerferstaffeln. Die Zahl der Demonstranten wurde von Beobachtern auf einige Tausend geschätzt. Weil die Versammlungsfläche auf dem Augustusplatz voll war, wurden weitere Demonstranten auf eine alternative Fläche umgeleitet. Zudem gab es Gegenproteste.

16.51 Uhr: Mann will seine Hunde aus Nordostsee-Kanal retten und geht unter

Beim Versuch seine beiden Hunde aus dem Nordostsee-Kanal zu retten, ist ein 44 Jahre alter Mann im Wasser untergegangen. Eine großangelegte Rettungsaktion in Schafstedt (Kreis Dithmarschen) blieb zunächst erfolglos, wie die Polizei in Itzehoe mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die Hunde des Eggstedters ein Reh gejagt und waren dabei in den Kanal gesprungen. Bei dem Versuch, die Tiere aus dem Wasser zu retten, geriet der Besitzer jedoch selbst in Not. Zeugen hatten noch gesehen, wie er mitten im Kanal um Hilfe rief. Dann sei er verschwunden. Die Hunde konnten wohlbehalten untergebracht werden.

News am Wochenende: Sachsen verschärft seine Corona-Maßnahmen – Inzidenz bei 444

16.02 Uhr: Usbekistan: Staatschef Mirsijojew kündigt demokratische Reformen an

Zwei Wochen nach der Präsidentenwahl in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Usbekistan hat Staatschef Schawkat Mirsijojew bei seiner Amtseinführung weitere demokratische Reformen angekündigt. "Wir werden niemals abkommen von dem Weg demokratischer Reformen, den wir mit unserem Volk begonnen haben", sagte der 64-Jährige in Taschkent bei dem Staatsakt. Mirsijojew kündigte auch an, dass jene, die etwa Journalisten verfolgten, künftig stärker zur Verantwortung gezogen werden sollten.

Nach dem Tod von Diktator Islam Karimow 2016 hatte Mirsijojew das Land an der Grenze zu Afghanistan international geöffnet. Er wurde am 24. Oktober mit 80,1 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

15.12 Uhr: Kretschmer als CDU-Landesvorsitzender in Sachsen bestätigt

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bleibt CDU-Landeschef. Auf einem Landesparteitag in Dresden wurde der 46-Jährige mit 76,35 Prozent der Stimmen in dem Parteiamt bestätigt. Kretschmer nahm selbst an der Veranstaltung teil, nachdem er zuvor wegen eines Corona-Falls im familiären Umfeld mehrere Tage in Quarantäne gewesen war. Kretschmer ist seit 2017 CDU-Landesvorsitzender und Ministerpräsident in Sachsen. 

14.16 Uhr: Immer mehr Attacken gegen impfende Ärzte

Impfgegner schrecken immer seltener vor verbaler oder körperlicher Gewalt gegen Ärzte zurück. Das Bundeskriminalamt schätzt daher "Impfgegner oder Corona-Leugner" als "relevantes Risiko" im Zusammenhang mit Angriffen auf Impfzentren oder Arztpraxen ein. Für das "dort tätige Personal besteht die Gefahr, zumindest verbalen Anfeindungen bis hin zu Straftaten" wie etwa Körperverletzung ausgesetzt zu sein, teilte das Bundeskriminalamt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit. Genaue Zahlen gibt es zwar noch nicht. In vielen Fällen ermittelt aber der Staatsschutz.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, bestätigte der Zeitung die Bedrohungslage. Er erklärte, die Entwicklung sei Teil einer "Hysterisierung der Gesellschaft", unter der nun das medizinische Personal in den Arztpraxen leiden müsse. Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, monierte, dass insbesondere impfkritische Menschen Arztpraxen zunehmend als "Instrument der Politik" wahrnähmen.

13.28 Uhr: Vier Frauen in Nordafghanistan ermordet

In der nordafghanischen Stadt Mazar-i-Sharif sind vier Frauen ermordet worden, unter ihnen eine Bürgerrechtsaktivistin. Nach Angaben des Taliban-geführten Innenministeriums wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, wie Sprecher Qari Saeed Khosty mitteilte. Die Verdächtigen hätten nach einem Verhör gestanden, dass sie ihre Opfer in ein Haus eingeladen hätten, sagte Khosty, ohne weitere Details zu nennen. Die Frauen waren diese Woche tot in dem Haus im Wohngebiet Shahrak Khalid in Mazar-i-Sharif aufgefunden worden. Angehörige eines der Opfer sagten einem örtlichen Radiosender, dass die Aktivistin namens Frozan Safi vor mehr als zwei Wochen über ein Drittland nach Deutschland evakuiert werden sollte. Als sie nichts mehr von ihr hörten, hätten sie gehofft, die Frau sei bereits außer Landes. Die Identität der übrigen drei Opfer war zunächst nicht bekannt.

12.21 Uhr: Marode Salzbachtalbrücke in Hessen gesprengt

Die seit Jahren marode Salzbachtalbrücke der Autobahn 66 in Wiesbaden ist gesprengt worden. Am Mittag brach zunächst der Südteil der Brücke in sich zusammen, wenige Sekunden später kippte wie geplant der Nordteil auf die Trümmer des Südteils. Die Autobahn GmbH West übertrug die Sprengung per Livestream. Zuschauer vor Ort waren aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen, der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.

Der sukzessive Abriss der 1963 gebauten Brücke hatte 2017 begonnen, der geplante Neubau sollte eigentlich bis 2022 komplett fertig sein. Durch Verzögerungen verschob sich dieser Termin allerdings zunächst auf 2026.

12.14 Uhr: Fahnder entdecken 120 Tonnen illegale Böller in ehemaligen Bunkern

Fahnder haben im deutschen Grenzgebiet zu den Niederlanden in einer Bunkeranlage 120 Tonnen illegale Böller beschlagnahmt. Vermutet werde, dass die Böller und Kracher für den Schwarzmarkt in den Niederlanden bestimmt waren, teilte die niederländische Polizei mit. Festnahmen nach den grenzüberschreitenden Ermittlungen würden nicht ausgeschlossen. Die Bunker befinden sich nahe Rheine in Westfalen, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die örtliche Polizei konnte zu den Ermittlungen im Detail nichts sagen. In den Niederlanden gelten restriktive Regeln für Verkauf und Nutzung von Böllern und Raketen, so dass schon seit Jahren weit vor dem Jahreswechsel eine illegale Einfuhr über die Grenzen einsetzt.

10.56 Uhr: Messerattacke in ICE zwischen Regenburg und Nürnberg – eine Festnahme

In einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat es eine Messerattacke gegeben. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Zug stehe derzeit in Seubersdorf im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Laut Polizeipräsidium Oberpfalz wurde der Polizei gegen 9.00 Uhr mitgeteilt, "dass es in einem ICE zu Angriffen auf Fahrgäste kommen soll. Die Polizei konnte kurz darauf eine männliche Person festnehmen. Mehrere Personen wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt." Es bestehe aktuell keine Gefahr mehr. "Derzeit liegen noch keine näheren Erkenntnisse zu den beteiligten Personen vor." Die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, die Bahnstrecke Regenburg-Nürnberg sei seit etwa 9.00 Uhr gesperrt. "Im Moment werden die Züge an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten."

10.16 Uhr: Rotes Kreuz: Mindestens 80 Tote bei Explosion in Treibstofflager in Sierra Leone

Bei einer Explosion in einem Treibstofflager in Sierra Leones Hauptstadt Freetown sind nach Angaben des Roten Kreuzes dutzende Menschen gestorben. "Wir haben gestern Abend mit unseren Rettungswagen 80 Leichen an der Unglücksstelle geborgen", sagte ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation der Nachrichtenagentur AFP. Der Rettungseinsatz dauere an.

Eine Pflegerin im zuständigen Krankenhaus bestätigte die genannte Zahl der Toten. Zudem seien viele Frauen, Männer und Kinder mit "schweren Verletzungen" eingeliefert worden.

Augenzeugen zufolge ging das Unglück von einem Fahrzeug aus, das nach einem Unfall in einer Tankstelle Feuer fing. Mehrere verkohlte Leichen wurden demnach in Autos und auf den umliegenden Straßen gefunden. Der Vizepräsident von Sierra Leone, Mohamed Juledh Jalloh, begab sich zum Unglücksort.

9.12 Uhr: Mann nach mutmaßlichem Hai-Angriff in Australien vermisst

An der Westküste Australiens wird ein Mann nach einem mutmaßlichen Hai-Angriff vermisst. Die Wasserschutzpolizei koordiniere derzeit die Suche in einem Gebiet südlich von Perth, erklärte die Polizei. Der Fernsehsender ABC berichtete, dass Menschen von einem Boot aus Zeuge eines Angriffs eines Weißen Hais sowie eines Tigerhais auf einen Schwimmer geworden seien. Die Bootinsassen warnten daraufhin die anderen Menschen am Strand. "Das Verhalten der Zeugen war heldenhaft und sehr mutig", sagte die stellvertretende Inspektorin der westaustralischen Polizei, Emma Barnes.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Taronga Conservation Society Australia wäre dies der 18. Hai-Angriff in Australien in diesem Jahr. Bei den bisherigen Angriffen starben demnach zwei Menschen. Im vergangenen Jahr gab es nach offiziellen Angaben 26 Hai-Attacken, von denen acht tödlich verliefen.

8.40 Uhr: Mindestens acht Tote nach Massenpanik bei US-Musikfestival

Bei einem Gedränge während eines Musikfestivals in der US-Stadt Houston sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. "Die Menge begann sich vor der Bühne zusammenzudrängen, was eine Panik auslöste und zu Verletzungen führte", sagte Houstons Feuerwehrchef Samuel Peña. Der Vorfall ereignete sich am Freitag (Ortszeit) beim Astroworld-Festival, das im Zentrum von Houston im Bundesstaat Texas stattfand. 17 Menschen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte Peña. Elf von ihnen erlitten demnach einen Herzstillstand.

8.28 Uhr: 59-Jähriger von Pferdekutsche überrollt und getötet

Bei einem Unglück mit einer Pferdekutsche in der mittelhessischen Stadt Kirchhain ist ein 59 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Der Mann wurde am Freitag von der Kutsche überrollt und starb kurz darauf im Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Er hatte zusammen mit einem anderen Passanten versucht, die beiden Pferde zu stoppen, nachdem diese mit der Kutsche durchgegangen waren. Der andere Mann kam mit leichten Verletzungen an den Beinen davon. Schließlich konnte ein dritter Passant die Tiere unter Kontrolle bringen. Die Kutsche war nach Angaben der Polizei zu einer Planwagenfahrt unterwegs. Als der Fahrer und seine Gäste abstiegen, liefen die Pferde plötzlich wieder los. Der Grund dafür war zunächst unklar.

8 Uhr: Bericht: Mehr als 1600 Extremisten in Deutschland haben eine Waffenerlaubnis

Trotz der Verschärfung des Waffenrechts im vergangenen Jahr besitzen einem Bericht zufolge bundesweit mehr als 1600 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis. Mehr als 1500 von ihnen würden von den Verfassungsschützern als Rechtsextremisten und Reichsbürger eingestuft, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Angaben der Bundesländer. 

Im Bereich des Rechtsextremismus steigt den Recherchen zufolge die Zahl der Personen mit Waffenerlaubnis seit mehreren Jahren. Im laufenden Jahr besitzen demnach 1253 mutmaßliche Rechtsextremisten eine solche Genehmigung zum Kauf und Besitz von Waffen. Besonders hoch ist der Wert dem Bericht zufolge in Mecklenburg-Vorpommern: Dort verfügten 443 Rechtsextremisten über eine Waffenerlaubnis. Die tatsächliche Gesamtzahl der Extremisten mit waffenrechtlicher Erlaubnis dürfte dem Bericht zufolge noch deutlich höher liegen. Demnach lagen aus Rheinland-Pfalz und Thüringen hierzu keine Angaben vor; die Zahlen aus Hamburg seien nicht vollständig gewesen.

6.03 Uhr: Erdrutsch in Kolumbien: Totenzahl steigt auf 17

Nach einem Erdrutsch im Südwesten Kolumbiens ist die Zahl der Toten auf mindestens 17 gestiegen. Dies teilte der Katastrophenschutz des südamerikanischen Landes nach Abschluss der Rettungsarbeiten am Freitag (Ortszeit) mit. Acht Personen seien zudem verletzt worden. Heftiger Regen hatte den Erdrutsch im Weiler San Miguel in der Gemeinde Mallama im Department Nariño an der Grenze zu Ecuador zu Beginn der Woche ausgelöst, wie die kolumbianische Zeitung "El Espectador" berichtete. Demnach wurden ein Hotel, ein Restaurant und eine Billardstube verschüttet.

4.28 Uhr: US-Kongress beschließt Bidens Infrastrukturprogramm

Nach monatelangem Ringen hat der US-Kongress eines der innenpolitischen Kernvorhaben von Präsident Joe Biden beschlossen. Einige Wochen nach dem Senat verabschiedete am späten Freitagabend (Ortszeit) auch das Repräsentantenhaus ein großes Investitionsprogramm, mit dem die Infrastruktur des Landes modernisiert werden soll.

News am Wochenende: Sachsen verschärft seine Corona-Maßnahmen – Inzidenz bei 444

3.48 Uhr: RKI registriert 34.002 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 183,7

Am Vortag hatte der Wert bei 169,95 gelegen, vor einer Woche bei 145,1 (Vormonat: 62,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 34.002 Corona-Neuinfektionen. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 37.120 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor einer Woche hatte der Wert bei 21.543 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 142 Todesfälle verzeichnet. 

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter – gab das RKI am Freitag mit 3,91 an (Donnerstag: 3,73). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

3.32 Uhr: Verletzte und Festnahmen bei Zusammenstößen in London

Bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten sind am Freitagabend mehrere Menschen verletzt worden. Zwölf Personen seien festgenommen worden, berichtete die Agentur PA unter Berufung auf die Behörden. Mehrere hunderte Menschen hatten sich am Abend auf dem Parliament Square zum alljährlichen Million Mask March versammelt und hatten dann die Polizei unter anderem mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Dabei seien acht Beamte verletzt worden.

Der Million Mask March ist eine jährlichen Veranstaltung im Rahmen des Guy Fawkes Day, die als ein Marsch "gegen Sparmaßnahmen, Rechtsverletzungen, Kriegsverbrechen, korrupte Politiker und zur Wiederherstellung der Freiheit" beschrieben wird. Der Protest richtete sich in diesem Jahr auch gegen die Corona-Schutzmaßnahmen.

3.04 Uhr: Brasilianische Grammy-Gewinnerin Marília Mendonça stirbt bei Flugzeugabsturz

Die brasilianische Grammy-Gewinnerin Marília Mendonça ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Die 26-Jährige war auf dem Weg zu einem Konzert, als das Kleinflugzeug im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais nahe der Stadt Caratinga abstürzte, wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Bei dem Absturz kamen auch der Produzent und ein Onkel der Sängerin sowie die beiden Piloten ums Leben. Im brasilianischen Fernsehen waren Bilder der nahe eines Wasserfalls abgestürzten Maschine zu sehen. 

Mendonça war 2019 mit dem Latin Grammy für das beste "Sertanejo"-Album ausgezeichnet worden. Der Begriff beschreibt einen brasilianischen Musik-Stil. Insbesondere in Brasilien war die Künstlerin äußerst beliebt, allein auf Youtube folgten ihr 22 Millionen Fans.

2.30 Uhr: Lauterbach rät von größeren Weihnachtsfeiern und Karneval ab

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rät angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage von größeren Weihnachts- und Karnevalsfeiern ab. "Diese wird wahrscheinlich die letzte große Welle der Pandemie sein, kann aber noch sehr viele Menschenleben kosten. Daher ist es wichtig, dass die Menschen vorsichtiger werden", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". "Dazu gehört, möglichst auf betriebliche Weihnachtsfeiern in Innenräumen zu verzichten, an Weihnachten in kleineren Gruppen zu feiern und nicht zum Karneval zu gehen."

Es sei gut, dass die Auffrischungsimpfungen zunächst vor allem den besonders gefährdeten Gruppen vorbehalten würden, sagte er. Es brauche aber mehr, um die vierte Welle zu brechen. Dass es erneut zu einem Herunterfahren des öffentlichen Lebens kommen könnte, hält Lauterbach für unrealistisch. Man müsse aber mehr auf die 2G-Regel setzen, also den Zutritt zu bestimmten Bereichen auf Geimpfte und Genesene beschränken. "

1.50 Uhr: US-Marine benennt Schiff nach Schwulenrechtsaktivist Harvey Milk

In den USA wird ein Marineschiff nach dem vor rund 40 Jahren ermordeten Schwulenrechtsaktivisten Harvey Milk benannt. "Führungspersönlichkeiten wie Harvey Milk haben uns gelehrt", dass Diversität "zur Stärke und Entschlossenheit unserer Nation beiträgt", erklärte Marineminister Carlos Del Toro. Das 227 Meter lange Schiff soll in San Diego auf den Namen "USNS Harvey Milk" getauft werden. Der Vorkämpfer für die Rechte von Homosexuellen war 1977 in den Stadtrat von San Francisco gewählt worden und damit der erste offen schwule Politiker in den USA, der die Wahl zu einem öffentlichen Amt gewann. Harvey Milk, der aus einer Familie von Seeleuten stammte und während des Korea-Kriegs als Marineoffizier gedient hatte, wurde 1978 erschossen. Seine Geschichte wurde von dem Regisseur Gus Van Sant mit Sean Penn in der Titelrolle verfilmt. 

1.04 Uhr: Flughafen von Mallorca wegen Menschen auf Startbahn geschlossen

Der internationale Flughafen von Palma de Mallorca hat am Freitagabend wegen Passagieren auf der Landebahn nach Medienberichten alle Starts und Landungen für mehrere Stunden ausgesetzt. Der Flughafenbetreiber Aena hatte zunächst getwittert, der Flugverkehr sei wegen eines Zwischenfalls beim Aussteigen von Passagieren ausgesetzt worden. Mehrere anfliegende Passagiermaschinen, darunter auch mindestens ein Flug aus Deutschland, seien umgeleitet worden. Startbereite Maschinen konnten nicht abheben. Nach einer knapp dreistündigen Unterbrechung sei der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden, schrieb Aena kurz nach Mitternacht auf Twitter. Insgesamt seien in dieser Zeit 13 ankommenden Maschinen umgeleitet worden, unter anderem nach Barcelona, Ibiza oder Menorca.

0.10 Uhr: Hessens Regierungschef fordert Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage

Hessens Regierungschef Volker Bouffier macht sich wegen der steigenden Corona-Zahlen für ein Bund-Länder-Treffen stark. "Die neue Koalition hat ja verkündet, dass sie die epidemische Notlage nicht verlängern will", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). "Das passt meines Erachtens nicht zu der Situation, in der wir uns zurzeit befinden. Deshalb bin ich der Auffassung, dass wir eine Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung brauchen, um uns abzustimmen."

Dabei müssten die Möglichkeiten erörtert und beschlossen werden, "dass wir notwendige Maßnahmen auch nach dem 24. November machen können", erklärte der Ministerpräsident. "Ich erwarte, dass der zukünftige Bundeskanzler dabei ist. Das ist eine der zentralen Fragen, die Millionen Menschen beschäftigen. Darauf brauchen wir jetzt auch klare Antworten."

rw / cl DPA AFP

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