HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Rakete aus dem Gazastreifen trifft israelische Stadt Sderot

Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Armee +++ Eisbärbaby in Berliner Zoo geboren +++ May und Juncker erzielen Durchbruch bei Brexit-Verandlungen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick: 

  • Rakete aus dem Gazastreifen trifft israelische Stadt Sderot (22.02 Uhr)
  • Einen Monat nach Brandattacke: Obdachloser wird von Bus überrollt (16.20 Uhr)
  • Kokain im Blut: Fifa sperrt Ex-Bundesligaspieler Paolo Guerrero für ein Jahr (13.32 Uhr)
  • Zahlreiche Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Armee in Israel (12.28 Uhr)
  • Freitagsgebete: Massives Polizeiaufgebot am Tempelberg in Jeruslaem (11.00 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages:

+++ 23.09 Uhr: Panne bei Eröffnung der neuen Bahn-Strecke - Zug bleibt liegen +++

Bei der Eröffnung der neuen Bahn-Fernstrecke zwischen Berlin und München ist es zu einer Panne gekommen. Einer der beiden Sonderzüge blieb auf dem Rückweg nach München liegen, wie eine Bahn-Sprecherin Medienberichte bestätigte. Der Zug habe insgesamt rund eine Stunde gestanden, am späten Abend fuhr er zunächst weiter - sollte dann aber einen Sonderhalt in Bamberg einlegen. Grund für die Panne war nach ersten Erkenntnissen eine technische Störung am Fahrzeug. Man arbeite mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben, hieß es bei der Bahn.

An Bord waren etwa 150 bis 200 Ehrengäste und Journalisten.
Eigentlich hätte der Zug um 23.15 Uhr in München ankommen sollen. Zwei ICE-Sonderzüge fuhren als Höhepunkt des Bahn-Festtages am Freitag parallel im Berliner Hauptbahnhof ein - auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war kurz zugestiegen. Am Sonntag soll der reguläre Taktverkehr auf der neuen Trasse beginnen. Die ICE-Züge brauchen dann viereinhalb statt sechs Stunden von München nach Berlin, der "Sprinter" mit wenigen Stopps nur rund vier Stunden. 

+++ 22.33 Uhr: Georgischer Ex-Präsident Saakaschwili erneut festgenommen +++

Der georgische Ex-Präsident und jetzige Kiewer Oppositionelle Michail Saakaschwili ist erneut festgenommen worden.
Das bestätigte der ukrainische Generalstaatsanwalt Juri Luzenko auf Facebook. Einsatzkräfte hätten den 49-Jährigen im Zentrum der Hauptstadt gefasst und in eine Hafteinrichtung gebracht, schrieb er. Auch Mitarbeiter Saakaschwilis bestätigten die Festnahme.

Medienberichten zufolge war Saakaschwili zur Fahndung ausgeschrieben. Bereits am Dienstag wurde er festgenommen, Anhänger befreiten ihn jedoch aus dem Gefängnisbus. Seitdem suchten die Behörden nach ihm.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Saakaschwili unter anderem wegen der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Der Politiker soll Geld aus dem Umfeld des in Russland lebenden Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch angenommen haben, um einen Staatsstreich zu organisieren. Ihm drohen deshalb bis zu fünf Jahre Gefängnis.

+++ 22.02 Uhr: Rakete aus dem Gazastreifen schlägt in israelischer Stadt ein +++

Eine Rakete aus dem Gazastreifen ist in der Stadt Sderot im Süden Israels eingeschlagen. Weitere Informationen gebe es nicht, teilte eine israelische Armeesprecherin zunächst mit. Nach einem Bericht der Zeitung "Haaretz" seien Autos beschädigt worden. Verletzte habe es keine gegeben.

Israel hatte am früheren Abend einen Stützpunkt und ein Waffenlager der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen. Bei dem israelischen Angriff wurden nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen zehn Menschen verletzt. Zuvor waren zwei Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert worden, eine hatte Israel nach Armeeangaben abgefangen, bei der anderen wurde zunächst kein Treffer gemeldet.

+++ 21.53 Uhr: Kleinflugzeug in Niedersachsen vermisst - Polizei befürchtet Absturz +++

In Niedersachsen wird ein Kleinflugzeug vermisst. Die Verbindung zum Tower in Braunschweig sei plötzlich abgebrochen, teilte die Polizei mit. Die letzte bekannte Position der in Osnabrück gestarteten Maschine soll demnach im Bereich Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont gewesen sein.

Die Polizei befürchtet, dass das Sportflugzeug abgestürzt ist. Konkrete Hinweise darauf gebe es aber bislang nicht. Als mögliches Absturzgebiet werde der Bereich des Süntel-Höhenzugs vermutet - ein teilweise sehr unzugängliches Waldgebiet mit Felsklippen, Einschnitten und Steinbrüchen. Feuerwehr, Polizei und weitere Rettungsdienste konzentrierten sich auf dieses Gebiet, hieß es.

+++ 21.07 Uhr: Gaza: Israel greift nach Raketenbeschuss Stellung der Hamas an +++

Israel hat nach Angaben von palästinensischen Sicherheitskreisen einen Stützpunkt der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen. Zuvor hatte Israel nach eigenen Angaben eine Rakete aus dem Gazastreifen abgefangen. Bei dem israelischen Angriff wurden nach palästinensischen Angaben zehn Menschen verletzt.
Eine Sprecherin der israelischen Armee wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA war zuvor bei Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten ein Mann getötet worden. Mindestens 760 Menschen wurden verletzt. Rund 261 davon erlitten Schusswunden, die Mehrheit durch Gummimantelgeschosse, wie der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond am Freitag mitteilte. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen Palästinenser.

+++ 20.15 Uhr: Vize-Sicherheitsberaterin Powell verlässt das Weiße Haus +++

Dina Powell, stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin der USA, verlässt das Weiße Haus. Nach Angaben der US-Regierung wird sie Anfang des kommenden Jahres nach New York zurückkehren. Offiziellen Angaben zufolge verlässt sie den innersten Kreis um Präsident Donald Trump in gutem Einvernehmen. Sie habe immer geplant, Washington nach einem Jahr wieder zu verlassen. US-Medien berichteten, auch persönliche Gründe könnten eine Rolle spielen.

Powell, eine in Ägypten geborene Ex-Investmentbankerin von Goldman Sachs, wurde in den vergangenen Monaten als wichtige Komponente in der US-Nahost-Politik beschrieben. Powell hat ein gutes Verhältnis zu Trumps Tochter Ivanka und deren Mann Jared Kushner. Berichten zufolge wird das Weiße Haus in den kommenden Wochen mit einer ganzen Reihe wichtiger Abgänge aus der mittleren und oberen Ebene des Apparats konfrontiert.

+++ 19.20 Uhr: Sächsische CDU will Michael Kretschmer zum neuen Parteichef küren +++

Die sächsische CDU will den 42-jährigen Michael Kretschmer am Samstag auf einem Parteitag in Löbau zum neuen Parteichef küren. Kretschmer soll die Nachfolge des bisherigen Landesvorsitzenden und noch amtierenden Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich antreten. Tillich kündigte im Oktober seinen Rückzug von den Spitzenämtern an, nachdem die CDU in Sachsen bei der Bundestagswahl nur zweitstärkste Kraft hinter der AfD geworden war. Der 58-Jährige stand seit 2008 an der Spitze von Partei und Regierung.

+++ 18.45 Uhr: US-Botschafterin zu Israel-Entscheid: "Wollen Frieden voranbringen" +++

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat die umstrittene Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Unsere Handlungen sollen das Ziel des Friedens voranbringen", sagte Haley in New York im UN-Sicherheitsrat. Das Gremium war zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen, die von mehreren Mitgliedern beantragt worden war, nachdem Trump am Mittwoch angekündigt hatte, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. "Ich verstehe die Sorgen der Mitglieder, die die Sitzung beantragt haben, aber wir sollten nie in Frage stellen, was die Wahrheit erreichen kann", sagte US-Botschafterin Haley.

Die US-Regierung fühle sich dem Friedensprozess für den Nahen Osten weiter zutiefst verpflichtet - "und wir glauben, dass wir dem Ziel näher sein könnten als je zuvor". In einem Seitenhieb auf die Vereinten Nationen kritisierte Haley, dass diese dem Friedensprozess "mehr Schaden" zugefügt hätten, als ihn voranzubringen.

+++ 18.22 Uhr: Israelische Flaggen bei Protesten in Berlin verbrannt +++

Rund 1200 Menschen haben vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen die Jerusalem-Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump protestiert. Die Kundgebung in der Nähe der US-Botschaft, bei der zahlreiche Palästinenser-Flaggen geschwenkt wurden, sei ohne größere Störungen verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Zwei israelische Flaggen seien bei dem Protest verbrannt worden. Die Polizei sei in der Spitze mit 450 Beamten vor Ort gewesen. Am Mittwoch hatte Trump angekündigt, dass die USA ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wollten.

+++ 18.01 Uhr: Rabiate Erziehung mit Nikolaus' Hilfe - Polizei ermittelt +++

Rabiate Erziehungsmethoden mit Hilfe eines strengen "Nikolaus" haben in Rumänien Polizei und Kinderschutzbehörden auf den Plan gerufen. Eine alleinerziehende Mutter im siebenbürgischen Bistrita hatte nach Medienberichten ihren als Nikolaus verkleideten Bruder veranlasst, den fünfjährigen Sohn mit einem Stock zu bedrohen.
Ein anderer Verwandter filmte die Szene, in der der kleine Junge auf dem Boden kniet und weint, während der Nikolaus auf ihn einredet und ihn mit dem Stock berührt.

Der von der Mutter getrennt lebende Vater, dem das Video geschickt worden war, veröffentlichte die Aufnahmen daraufhin in sozialen Netzwerken und alarmierte die Behörden. Die Polizei ermittelt nun gegen die Mutter wegen möglicher Kindesmisshandlung, die in Rumänien mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden kann. "Ich dachte, ich tue etwas Gutes, aber ich habe wohl übertrieben", beteuerte die 31-Jährige laut Tageszeitung "Adevarul". Nach den Drohungen habe der Junge aber seine Nikolausgeschenke bekommen. 

+++ 17.45 Uhr: Palästinenser verbrennen israelische Flaggen in Athen +++

Rund 1000 in Griechenland lebende Palästinenser haben im Zentrum Athens gegen die Jerusalem-Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump protestiert. Vor dem griechischen Parlament zündeten sie eine israelische Flagge an. "Stoppt die Zionisten" und "Jerusalem gehört uns",  skandierten sie, wie Rundfunkreporter berichteten. Anschließend zogen die Demonstranten durch das Stadtzentrum. "Der Protest verlief friedlich", sagte ein Polizeioffizier der dpa.

Israel: Jerusalem-Streit: Zwei Tote und mindestens 760 Verletzte
Demonstranten protestieren in Bureij im Gazastreifen

Demonstranten protestieren in Bureij im Gazastreifen. Nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA ist bei Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten ein Mann getötet worden.

+++ 17.37 Uhr: Schnee und Eis sorgen für Verkehrsprobleme in Großbritannien +++

Schnee und Eis haben am Freitag in Teilen Großbritanniens für schwierige Straßenverhältnisse und Stromausfälle gesorgt. Vor allem Nordirland, Schottland, Wales und Mittelengland waren davon betroffen. Viele Schulen blieben geschlossen, Hunderte Haushalte waren zeitweise ohne Stromversorgung, berichtete die "BBC".

In der Grafschaft Shropshire, westlich von Birmingham, kam es nach Angaben der Polizei zu zahlreichen Auffahrunfällen. In Schottland hatten bereits gestern Windstärken von bis zu 150 Stundenkilometer Züge und Fähren teilweise zum Stillstand gebracht. Der britische Wetterdienst rechnete für das Wochenende mit weiteren, teilweise starken Schneefällen.

+++ 17.32 Uhr: Gericht in London verurteilt Dschihadisten zu zehn Jahren Haft +++

Ein Londoner Gericht hat einen britisch-libyschen Dschihadisten zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der 26-jährige Angeklagte Mohammed Abdallah wurde unter anderem wegen  Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) schuldig gesprochen. 2014 war er nach Syrien gereist, um sich dem IS anzuschließen, und bei seiner Rückkehr im September desselben Jahres festgenommen worden.

Vor Gericht bestritt Abdallah, sich dem IS angeschlossen zu haben. Er gab stattdessen an, er habe in Syrien armen Menschen Geld spenden wollen und sei dann von den Dschihadisten gefangen genommen worden. Richterin Maura McGowan führte hingegen an, der Verurteilte habe mit dem Erwerb von Waffen "angegeben". "Ihr Bekenntnis zur Gewalt im Ausland ist klar", sagte sie an Abdallah gerichtet.

+++ 16.20 Uhr: Einen Monat nach Brandattacke: Obdachloser bei Bus-Unfall getötet +++

Vor gut einem Monat war er Opfer eines Brandanschlags geworden, den er mit einigem Glück unbeschadet überstand - nun ist derselbe obdachlose Mann in München von einem Linienbus überrollt und tödlich verletzt worden. Das Fahrzeug stand gestern an einer roten Ampel in der Nähe einer Haltestelle, als der Mann aus Schleswig-Holstein versuchte, in den Bus zu steigen, wie ein Polizeisprecher sagte. Dies habe der Busfahrer übersehen und sei losgefahren. Dabei stürzte der 51-Jährige nach ersten Erkenntnissen und wurde überrollt. Er starb an der Unfallstelle.

In der Nacht vom 2. auf den 3. November hatten zwei Männer am Münchner Hauptbahnhof nachts die Habseligkeiten des Obdachlosen angezündet. Zuerst hatten sie den Mann fotografiert, Selfies mit ihm gemacht und schließlich mit einer brennenden Zigarette das Feuer gelegt. Passanten schoben damals brennende Tüten weg und verhinderten Schlimmeres. Die Tatverdächtigen flohen mit einer S-Bahn. Nach einer öffentlichen Fahndung wurde gegen die beiden aus Italien stammenden Männer einige Tage später Haftbefehl erlassen.

+++ 16.08 Uhr: Polnisches Parlament verabschiedet umstrittene Justizreform +++

Trotz scharfer Kritik des Europarates hat das polnische Unterhaus zwei von Präsident Andrzej Duda vorgelegte Gesetzentwürfe zur Justizreform gebilligt. Abgeordnete der Opposition und der größte Richterbund des Landes, Iustitia, warfen der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) vor, die Justiz unter ihre Kontrolle bringen zu wollen.

Beide Gesetze müssen noch von der zweiten Kammer des Parlaments, dem Senat, angenommen und vom Präsidenten unterschrieben werden. Beides gilt als sehr wahrscheinlich.

+++ 15.51 Uhr: London schätzt Brexit-Rechnung auf 40 bis 45 Milliarden Euro +++

Die britische Regierung schätzt die Höhe der Brexit-Rechnung auf 40 bis 45 Milliarden Euro. Das verlautete aus dem Regierungssitz in Downing Street. In Brüssel wird die Summe der Finanzforderungen auf bis zu 60 Milliarden Euro geschätzt, eine offizielle Zahl wurde aber bislang nicht genannt.

+++ 15.09 Uhr: Vogelgrippe in den Niederlanden: Landesweite Stallpflicht +++

In den Niederlanden ist auf einem Geflügelhof die Vogelgrippe ausgebrochen. Es handele sich vermutlich um eine hochpathogene Variante des Virus H5, teilte das Landwirtschaftsministerium in Den Haag mit. Für das ganze Land wurde eine Stallpflicht für Geflügel verhängt. Der Virus war auf dem Hof eines Entenzüchters in Biddinghuizen in der nordöstlichen Provinz Flevoland festgestellt worden. Rund 16 000 Enten sollten noch heute getötet werden.

+++ 14.52 Uhr: 25 Jahre Haft für zwei Straußeneier-Schmuggler in Tansania +++

In Tansania sind zwei Schmuggler von Straußeneiern zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Wie aus Justizkreisen verlautete, befand das Gericht im Bezirk Serengeti im Norden des Landes die beiden Männer der "Wirtschaftssabotage" schuldig. Die beiden Männer hatten bei ihrer Festnahme im Dezember 2016 angegeben, die 16 Eier nach Kenia schmuggeln zu wollen. Sie sollten an Heiler verkauft werden, die damit angeblich Aids-Medizin herstellen wollten.

Der Handel mit Straußeneiern ist in Tansania verboten, da das Tier in dem Land vom Aussterben bedroht ist. In einigen afrikanischen Ländern werden die Eier dennoch weiterhin in der traditionellen Medizin verwendet.

+++ 14.30 Uhr: Berlin hakt in Kuwait wegen abgewiesenen Israeli nach +++

 Im Fall eines israelischen Bürgers, den die Fluggesellschaft Kuwait Airways nicht mitnehmen wollte, hakt das Bundesverkehrsministerium bei der Regierung des Golfstaates nach. Der geschäftsführende Ressortchef Christian Schmidt (CSU) signalisierte in einem Schreiben, die deutsche Seite fasse angesichts des Falles Gespräche über das beiderseitige Luftverkehrsabkommen ins Auge. Er betonte: "Es ist grundsätzlich inakzeptabel, Bürger wegen ihrer Nationalität von der Nutzung von Verkehrsmitteln auszuschließen", wie ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin sagte. Zunächst solle nun aber die kuwaitische Reaktion auf das Schreiben abgewartet werden. Darüber hatte zuerst die "Bild"-Zeitung (Freitag) berichtet.

+++ 13.48 Uhr: Vogelgrippe in den Niederlanden: Landesweite Stallpflicht +++

 In den Niederlanden ist auf einem Geflügelhof Vogelgrippe ausgebrochen. Es handele sich vermutlich um eine hochpathogene Variante des Virus H5, teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag in Den Haag mit. Für das ganze Land wurde eine Stallpflicht für Geflügel verhängt. Der Virus war auf dem Hof eines Entenzüchters in Biddinghuizen in der nordöstlichen Provinz Flevoland festgestellt worden. Rund 16.000 Enten sollten am Freitag noch gekeult werden.

+++ 13.32 Uhr: Fifa sperrt Peruaner Guerrero wegen Dopings für ein Jahr +++

Der Fußball-Weltverband Fifa hat den peruanischen Nationalspieler Paolo Guerrero wegen Dopings für ein Jahr gesperrt. Bei dem früheren Profi des FC Bayern München und des Hamburger SV sei bei einer Kontrolle die Substanz Benzoilecgonin festgestellt worden, die auch in Kokain enthalten sei, teilte die Fifa am Freitag mit.

Damit verpasst der 33 Jahre alte Kapitän der Nationalelf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Peru hatte sich erstmals seit 1982 für eine WM qualifiziert.

Der Angreifer war am 5. Oktober bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel zwischen Argentinien und Peru positiv getestet worden. Die Fifa sperrte ihn daraufhin in einer vorläufigen Entscheidung für zunächst 30 Tage. Die jetzt verhängte Sperre gelte für Spiele auf allen Ebenen, auch für Freundschaftsspiele, betonte der Weltverband.

Guerreros Anwalt hatte das Testergebnis als unerklärlich eingestuft.
Die bei dem Ex-Bundesliga-Profi entdeckte Substanz sei in Koka-Tee enthalten. Der Genuss von Tee mit Kokablättern und das Kauen der Blätter hätten in den Anden eine lange Tradition, hatte der Anwalt Bichara Neto gesagt. Zugleich wies er aber darauf hin, dass Guerrero gar keinen Koka-Tee getrunken, aber Medikamente wegen einer Grippe eingenommen habe.

+++ 13.32 Uhr: Darknet-Fall: Zweite Festnahme nach Missbrauch einer Vierjährigen +++

 Im Fall eines sexuell missbrauchten vierjährigen Mädchens aus Niedersachsen hat die Polizei einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen. Der 39-jährige Bremer sitzt in Untersuchungshaft, wie die Polizei in Delmenhorst am Freitag mitteilte. Der Fall hatte wegen der aufsehenerregenden Fahndung mit Bildern des Mädchens aus dem Internet bundesweit Schlagzeilen gemacht. Die Ermittler gehen davon aus, das der Festgenommene mit mehreren Taten in Verbindung steht. Kurz nach Veröffentlichung der Bilder hatte die Polizei im Oktober einen 24-Jährigen festgenommen. Der Freund der Mutter soll das Kind aus dem Kreis Wesermarsch zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht haben. Aufnahmen davon wurden auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet verbreitet. Der Mann sitzt seither in Untersuchungshaft.

Nach Angaben seines Verteidigers räumte der mutmaßliche Täter ein, dass er Bild- und Videoaufnahmen seiner Taten an einen Dritten weitergeleitet habe. Dieser habe die Aufnahmen gegen den Willen des 24-Jährigen veröffentlicht. Die Polizeisprecherin äußerte sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht dazu, ob es sich bei dem Mann um den nun festgenommenen 39-Jährigen handele. 

+++ 12.41 Uhr: Tausende protestieren in Istanbul gegen Trumps Entscheidung +++

In Istanbul haben tausende Türken nach dem Freitagsgebet gegen die US-Entscheidung zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels protestiert. Die Demonstranten, die durch das konservative Viertel Fatih zogen, hielten Plakate mit der Aufschrift "Jerusalem ist unsere Ehre" und "Nieder mit Amerika, nieder mit Israel" hoch. Viele schwenkten palästinensische Flaggen, während sie Slogans gegen Israel und die USA riefen.

+++ 12.31 Uhr: Neuer will Jugendhäuser auch in München und Berlin +++

Manuel Neuer (31) will mit seiner Stiftung in weiteren deutschen Städten Jugendhäuser aufbauen. "Mein Ziel ist es, noch ein Haus in München zu eröffnen und später auch in Berlin", sagte der Weltmeister und Torhüter des FC Bayern der "Bild"-Zeitung am Freitag. In Gelsenkirchen-Buer (NRW), der Heimatstadt des Fußball-Profis, betreibt seine "Manuel Neuer Kids Foundation" schon eine Einrichtung, in der Kinder von 6 bis 18 Jahren neben der Schule betreut werden.

"Wir geben gesundes Frühstück aus und Mittagessen an der Ganztagsschule", erzählte der momentan verletzte Torhüter. "Wir bieten Hausaufgabenhilfe und Prüfungsvorbereitungen an. Es gibt Benimm-Kurse, Tanzkurse, DJ-Workshops...". Die Kinder könnten zudem zwei Schulsporthallen nutzen. 

+++ 12.28 Uhr: Zahlreiche Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Armee +++

Nach den muslimischen Freitagsgebeten ist es zu zahlreichen Zusammenstößen von Palästinensern mit israelischen Sicherheitskräften gekommen. Tausende demonstrierten in Jerusalem, im Westjordanland und im Gazastreifen gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump.

"Heute, am 30. Jahrestag der ersten Intifada (Palästinenseraufstand), erhebt sich unser Volk in Ablehnung gegen die Erklärung von Trump", sagte Achmad Bahar, ein führender Hamas-Vertreter, während der Gebete am Freitag in Gaza.

Palästinenser verbrannten im Westjordanland Reifen und warfen Steine und Flaschen auf israelische Soldaten. Es kam unter anderem zu Ausschreitungen in Bethlehem, Nablus, Hebron und Gaza im Gazastreifen. Allein in der Nähe von Nablus gab es mindestens 40 Verletzte, unter anderem durch den Einsatz von Tränengas und Gummimantelgeschossen, wie der Rettungsdienst Roter Halbmond mitteilte.

Nach einem Bericht des Fernsehsenders Al-Dschasira setzten Sicherheitskräfte in Hebron auch scharfe Munition ein. Israelische Polizisten und Soldaten vertrieben Demonstranten am Damaskus-Tor, einem Zugang zur Jerusalemer Altstadt.

"Die Waffe des Widerstandes wird ein Gesetz für die Befreiung Palästinas bleiben, der Befreiung von Jerusalem und der Al-Aksa-Moschee", sagte Bahar. "Jerusalem ist die Hauptstadt Palästinas und auch die Hauptstadt der Araber und Muslime." 

+++ 12.20 Uhr: Baby irrtümlich für tot erklärt - Klinik in Indien wird Lizenz entzogen +++

Nachdem Ärzte eines Krankenhauses in Neu-Delhi ein Frühchen fälschlicherweise für tot erklärt haben, hat die indische Regierung der Klinik die Lizenz entzogen. Das Krankenhaus habe sich der verbrecherischen Fahrlässigkeit schuldig gemacht, teilte das Gesundheitsministerium mit. "Das ist das dritte Mal, dass dem Krankenhaus in den vergangenen drei Monaten ein schwerer Fehler unterlaufen ist", sagte der Gesundheitsminister Satyendra Jain. 

+++ 11.56 Uhr: Rund 50 Gefährder in diesem Jahr aus Deutschland abgeschoben +++ 

In diesem Jahr sind nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) rund 50 sogenannte Gefährder aus Deutschland abgeschoben worden. Dies seien deutlich mehr als 2016, als es lediglich Abschiebungen im einstelligen Bereich gegeben habe, sagte de Maizière zum Abschluss der Innenministerkonferenz (IMK) in Leipzig. Der Umgang mit sogenannten Gefährdern war ein Thema auf der zweitägigen Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern.

+++ 11.50 Uhr: Becker kritisiert Fernsehsender und fordert mehr Sport-Vielfalt +++

Der frühere Weltklasse-Tennisspieler Boris Becker hat mehr Sportarten-Vielfalt im Fernsehen gefordert. "Es gibt genügend Sportarten, die es verdient hätten, live bei den Öffentlich-Rechtlichen oder den Privaten übertragen zu werden", sagte Becker im Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland).

Eine Übersättigung im TV von gerade populären Sportarten sei nie gut. Becker sieht auch darin den Niedergang des Tennis nach der erfolgreichen Ära von ihm oder Steffi Graf bei den Frauen begründet. "Das Loch kam nicht, weil keiner mehr so gut war, sondern weil keiner mehr Tennis sehen konnte", sagte Becker dem RND.

+++ 11.41 Uhr: Drogentoter liegt sieben Stunden unentdeckt in Zugtoilette +++

Ein 28-Jähriger ist in der Zugtoilette eines zwischen Basel und Offenburg hin und her fahrenden Regionalzugs an einer Überdosis gestorben und erst nach sieben Stunden entdeckt worden. Hinweise auf unterlassene Hilfeleistung gebe es nicht, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag in Freiburg. Dass hinter der Tür der Toilette, die sich wegen der Leiche nur einen Spalt breit öffnen ließ, ein Toter lag, habe niemand ahnen können. "Jeder, der eine Toilettentür öffnen will, zieht sich ja sofort zurück, wenn sie sich nicht öffnen lässt", sagte sie. Die "Badische Zeitung" hatte zuvor über den Fall berichtet, der sich schon Ende November ereignete.

Laut Polizei war der Mann ein polizeibekannter Drogenabhängiger. Der Sprecherin zufolge hatte er sich auf der Toilette Heroin gespritzt. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht. 

+++ 11.40 Uhr: Totes Neugeborenes auf Feld in Sachsen gefunden +++

Nach dem Fund eines toten Neugeborenen im sächsischen Niederau suchen die Behörden nach der Mutter. Staatsanwaltschaft und Polizei baten in Dresden um Hinweise auf Vorgänge, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen könnten. Ein Lehrling hatte den toten Jungen am Donnerstag bei der Reparatur eines Zauns auf einem Feld nahe der Ortschaft im Kreis Meißen gefunden.

Nach Angaben der Ermittler suchten Einsatzkräfte daraufhin mit großem Aufwand die Umgebung ab, weil nicht auszuschließen war, dass sich auch die Mutter in einer hilflosen Lage befand. Dabei kamen auch Suchhunde und ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

+++ 11.00 Uhr: Israel bereitet sich auf palästinensische Gewaltwelle vor +++

Aus Sorge vor Ausschreitungen nach den muslimischen Freitagsgebeten setzt die israelische Polizei zusätzliche Hundertschaften in Jerusalem ein. Es gebe keine Altersbeschränkungen für Muslime, die an der Al-Aksa-Moschee in der Altstadt beten wollten, sagte ein Sprecher der Polizei. Aus Protest gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA hat die radikal-islamische Hamas zum Beginn eines neuen Palästinenseraufstands (Intifada) für Freitag aufgerufen.

Bei Konfrontationen in Ramallah, Hebron, Bethlehem und am Rande des Gazastreifens wurden am Donnerstag nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 80 Palästinenser verletzt.  

+++ 10.48 Uhr: Angeklagter Hussein K. soll laut Vater bereits 33 sein +++

Der im Mordprozess Freiburg vor der Jugendkammer angeklagte Flüchtling Hussein K. ist nach Angaben seines Vaters weitaus älter als angegeben. Ein amtliches Dokument gebe als Geburtsdatum den 29. Januar 1984 an, teilte die Vorsitzende Richterin Kathrin Schenk am Freitag am Landgericht mit. Das habe der im Iran lebende Vater des Angeklagten dem Gericht in einem Telefonat mitgeteilt. Hussein K. wäre demnach 33 Jahre alt, zur Tatzeit vor knapp 14 Monaten wäre er 32 Jahre alt gewesen. Er selbst hatte angegeben, aus Afghanistan zu kommen und 17 Jahre gewesen alt zu sein. Zum Prozessauftakt gab er aber zu, beim Alter gelogen zu haben. Ein konkretes Alter nannte er nicht, Dokumente gebe es nicht.

Hussein K. werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat zugegeben, im Oktober vergangenen Jahres in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Frau ertrank im Wasser des Flusses Dreisam. Ein Urteil soll es im nächsten Frühjahr geben. Die Frage des Alters hat Auswirkungen auf die Höhe der Strafe: Es geht um die Frage, ob in dem Fall Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht gilt.

+++ 10.41 Uhr: Eisbärenbaby in Berliner Tierpark geboren +++

Für den Berliner Tierpark heißt es nun Daumendrücken: Ein Dreivierteljahr nach dem plötzlichen Tod von Eisbärenbaby Fritz hat seine Mutter Tonja (8) wieder winzigen Nachwuchs bekommen. Sie brachte am Donnerstag zwei Jungtiere zur Welt, von denen allerdings nur noch eines am Leben ist, wie der Tierpark im Osten der Hauptstadt am Freitag mitteilte. Es ist etwa meerschweinchengroß und hat noch kein typisch flauschiges Fell.

Das zweite Baby kam nach Tierpark-Angaben tot zur Welt. Es sei inzwischen nicht mehr auf den Kamerabildern aus der Wurfhöhle zu sehen. Das deutet darauf hin, dass das Muttertier es - wie bei Eisbären in solchen Fällen üblich - gefressen hat.

Auch das zweite Junge, dessen Geschlecht noch unklar ist, hat eine kritische Phase vor sich. "In den ersten 10 Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Jungtier nicht überlebt, besonders hoch", erklärte Tierpark- und Zoo-Direktor Andreas Knieriem.

+++ 10.18 Uhr: Jamaika-Aus ist das Wort des Jahres +++

"Jamaika-Aus" ist zum Wort des Jahres 2017 gekürt worden. Der Begriff stehe nicht nur für die schwierige Regierungsbildung, sondern sei auch sprachlich interessant, erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden.
Auf dem zweiten Platz landete "Ehe für alle", dahinter "#MeToo". In die Liste schaffen es Begriffe, die nach dem Urteil der Sprachexperten für 2017 gesellschaftlich und politisch besonders relevant sind. Die Häufigkeit der Wörter ist weniger entscheidend.

+++ 9.52 Uhr: SPD setzt Parteitag mit Rede von Nahles fort +++

Mit einer Rede von Bundestags-Fraktionschefin Andrea Nahles hat die SPD am Freitag ihren Bundesparteitag fortgesetzt. Nahles beklagte vor den Delegierten in Berlin die Spaltung der Gesellschaft in Deutschland und Europa. Selbstkritisch fügte sie hinzu, die SPD habe trotz vieler Initiativen im Wahlkampf nicht hinreichend deutlich machen können, "was wir genau tun wollen, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken".

+++ 9.38 Uhr: Video von Kaninchen-Retter im Kalifornischen Buschfeuer wird zum Viral-Hit +++

Ein Mann bewegt sich verzweifelt am Rande eines Flammeninfernos, um ein kleines Kaninchen zu retten: Die Aufnahme dieser Aktion in Kalifornien wird gerade zum Internet-Hit. Das Video entstand den Angaben nach zufällig, gefilmt von einem Fotografen des lokalen TV-Nachrichtensenders KABC: Es zeigt einen jungen Mann in Kapuzenpulli und kurzen Hosen vor einer lichterloh brennenden Buschlandschaft. Dort hatte er das kleine Tier in den Flammen entdeckt.

Anstatt sich selbst vor dem Feuer in Sicherheit zu bringen, verlässt er an der berühmten Panoramastraße Highway 1 im Norden von Los Angeles sein Auto und springt erregt am Straßenrand auf und ab. Schließlich geht er in die Hocke und fängt das Kaninchen ein. "Der junge Mann ist mein Held", kommentierte ein Nutzer auf Twitter. Die Identität des Kaninchen-Retters war zunächst nicht bekannt.

+++ 8.37 Uhr: Abbas wird Pence angeblich nicht treffen +++

Nach der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA wird Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach Angaben von Fatah-Vertretern US-Vizepräsident Mike Pence nicht wie geplant in Bethlehem treffen. "Dieses Treffen wird nicht stattfinden", sagte der ehemalige Sicherheitschef Dschibril Radschub am Donnerstagabend in einem Fernsehinterview. "Ich sage, im Namen der Fatah, dass wir keinerlei US-Vertreter in den Palästinensergebieten treffen werden." Eine Bestätigung dafür von Abbas' Büro gab es am Freitag zunächst nicht.

Pence habe Abbas am 19. Dezember in Bethlehem treffen wollen, sagte Radschub. Nach Medienberichten kommt Pence von 17. bis zum 19.
Dezember ins Heilige Land, um mit Vertretern Israels und der Palästinenser zu sprechen. Radschub forderte zudem alle arabischen Staaten auf, keine US-Vertreter zu treffen.

+++ 9.32 Uhr: Tusk warnt Briten vor den schwierigsten Herausforderungen in Brexit-Verhandlungen +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die britische Regierung davor gewarnt, die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen zu unterschätzen. Auch wenn er zufrieden mit der Einigung zum ersten Verhandlungsabschnitt sei, stehe "die schwierigste Herausforderung noch bevor", sagte Tusk. Die EU brauche nun "mehr Klarheit" bezüglich der britischen Vorstellungen über die künftigen Beziehungen und stelle Bedingungen für eine von London gewünschte Übergangsphase nach dem Brexit.

+++ 8.42 Uhr: DHL-Paket mit Süßigkeiten ruft Kampfmittelräumdienst auf den Plan +++

Eine Süßigkeiten-Sendung hat im saarländischen Namborn Experten des Kampfmittelräumdienstes beschäftigt. Der Empfänger des Pakets hatte am Donnerstagabend die Polizei gerufen, weil er die Absenderadresse nicht zuordnen konnte und eine Verbindung zur Erpressung des Paketdienstleisters DHL für möglich hielt, sagte ein Sprecher des Lagezentrums des saarländischen Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. "Es war eine Fehlzustellung." In dem Paket entdeckten Sprengstoffexperten des Kampfmittelräumdienstes schließlich Süßigkeiten.

Ein unbekannter Erpresser hatte Anfang November Paketbomben an einen Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) und vergangenen Freitag an eine Apotheke in Potsdam geschickt. In einem verschlüsselten Schreiben wurde DHL zur Zahlung einer Geldsumme in Höhe von mehreren Millionen Euro aufgefordert. Die Polizei rief die Bevölkerung zur Vorsicht im Umgang mit verdächtigen Sendungen auf. Seither mehren sich vor allem im Raum Berlin-Brandenburg die Fehlalarme. Im Saarland sei es der erste Fehlalarm wegen eines Pakets seit der DHL-Erpressung gewesen, sagte der Sprecher. 

+++ 8.37 Uhr: 


+++ 07.53 Uhr: EU-Kommission empfiehlt zweite Phase der Brexit-Gespräche +++

Großbritannien und die Europäische Union haben bei ihren Brexit-Gesprächen einen ersten Durchbruch erzielt. Dies teilte am Freitagmorgen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der britischen Premierministerin Theresa May mit. "Es wurden genügend Fortschritte erzielt, damit wir jetzt in die zweite Phase der Verhandlungen eintreten können", sagte Juncker.

Die EU hatte eine Einigung bei drei Topthemen zur Bedingung für Verhandlungen über die künftigen Beziehungen beider Seiten gemacht, die Großbritannien so rasch wie möglich klären will. Schon am Montag waren Kommissionschef Juncker und die britische Premierministerin May kurz vor einem Kompromiss, der aber dann doch nicht zustande gekommen war.

Bis zuletzt umstritten war in der ersten Verhandlungsphase, wie Grenzkontrollen zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können. Irland pochte auf eine schriftliche Zusage Großbritanniens, dass es keine feste Grenze auf der irischen Insel geben werde.

Eine am vergangenen Wochenende ausgehandelte Kompromissformel war zunächst auf Widerstand der nordirischen Partei DUP gestoßen, auf deren Stimmen May im britischen Parlament angewiesen ist. In tagelangen Gesprächen wurden diese Bedenken offenbar ausgeräumt.

Bewegung hatte es schon vorher bei den beiden anderen Topthemen gegeben: Bei den künftigen Rechten der 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und bei der Schlussrechnung Großbritanniens für die während der EU-Mitgliedschaft gemeinsam eingegangenen Finanzverpflichtungen.  

+++ 7.30 Uhr: Wetterdienst warnt vor glatten Straßen +++

Autofahrer müssen sich heute fast überall in Deutschland auf rutschige Straßen einstellen. Vor allem im Bergland erwartet der Deutsche (DWD) gefährlichen Frost und Schneefälle. "Wer zu Hause bleiben kann, sollte zu Hause bleiben - oder sich für seine Fahrt zur Arbeit viel Zeit nehmen", warnte ein DWD-Meteorologe am Donnerstag in Offenbach. Die Schneefallgrenze liegt den Angaben zufolge örtlich bei nur 200 Metern. Während am Freitag in den tiefen Lagen nur rund zwei bis drei Zentimeter Neuschnee fallen, schneit es in den Alpen und den Mittelgebirgen längere Zeit. Dabei pendeln die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nur an der Nordsee werden fünf bis acht Grad erreicht. Dort regnet es hauptsächlich. 

+++ 06.06 Uhr: Empörung im Irak über Gesetzentwurf zur Zulassung von "Kinderehen" +++

Im sorgt ein Gesetzentwurf für Empörung, der islamischen Geistlichen erlauben soll, Mädchen schon in der Pubertät zu verheiraten. Die Vereinten Nationen und ausländische Regierungen warnen, dass damit die rechtliche Stellung von Frauen weiter geschwächt würde. Manche Kritiker sehen in der Initiative gar eine Lizenz zur "Vergewaltigung von Kindern", die den Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) würdig wäre.
Der Entwurf zur Änderung des Personenstandrechts von 1959 war Ende Oktober von konservativen schiitischen Abgeordneten eingebracht worden. Gemäß dem geltenden Gesetz liegt das Heiratsalter im Irak bei 18 Jahren, während das Recht zum Schließen der Ehe den Standesbeamten vorbehalten ist. Mit der geplanten Reform würden aber künftig religiöse Rechtsgelehrte entscheiden können, wer heiraten darf.

+++ 04.35 Uhr: Buschfeuer in Kalifornien - Entwarnung im Promi-Viertel Bel Air +++

Tausende Feuerwehrleute kämpften gegen sechs größere Brände in Südkalifornien an. Heftige Winde breiteten die Flammen teilweise weiter aus, doch an anderer Stelle konnten die Helfer die Feuersbrunst weiter eindämmen. Ein Buschfeuer am Rand des Promi-Viertels Bel Air war zu 30 Prozent unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten. Sechs Häuser seien abgebrannt, zwölf weitere beschädigt worden, hieß es. Mehrere Tausend Menschen hatten dort ihre Villen räumen müssen. 

+++ 04.29 Uhr: Amazon entwirft Damenunterwäsche +++

Der US-Internetkonzern Amazon entwirft jetzt Damenunterwäsche: Seit einigen Tagen ist das firmeneigene Label Iris & Lilly am Start, wie -Chef Ralf Kleber in München berichtete. Das Thema Eigenmarke sei für viele Modefirmen alltäglich - "für uns ein großer Schritt". 

+++ 03.27 Uhr: Zwei Jugendliche bei Schießerei an US-Schule getötet +++

Bei einer Schießerei an einer Schule im US-Bundesstaat New Mexico sind zwei Jugendliche getötet worden. Wie die mitteilte, starb auch der mutmaßliche Angreifer. Bezirks-Sheriff Ken Christesen wies Berichte über mehrere Verletzte zurück. Örtliche Medien hatten zuvor gemeldet, dass es 15 Verletzte gegeben habe. Das Motiv und die genaueren Umstände des Angriffs in der Stadt Aztec waren zunächst noch unklar.

+++ 02.31 Uhr: Polens Regierungschefin Szydlo tritt ab - Morawiecki wird Nachfolger +++

Die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo ist zurückgetreten und hat damit den Weg für den Finanz-und Wirtschaftsminister Mateusz Morawiecki an die Spitze der Regierung frei gemacht. Der 49-Jährige Ex-Banker gilt als Vertrauter des PiS-Parteivorsitzenden Jaroslaw Kaczynski (68), des eigentlichen "starken Mannes" in der polnischen Führung. Die PiS wolle, dass Szydlo in der Regierung Morawiecki eine wichtige Rolle spiele, sagte Mazurek. "Die Personen ändern sich, aber unser Programm nicht." Inoffiziell verlautete, Szydlo solle Stellvertreterin ihres bisherigen Superministers für Wirtschaft und Finanzen werden und ein Fachressort übernehmen. Das könne im Zuge einer Kabinettsumbildung im Januar geschehen. Die Regierungsumbildung 2018 könnte möglicherweise umfassendere Reformen des politischen Systems Polens vorbereiten. 

+++ 01.04 Uhr: Haftbefehl gegen Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner +++

Die argentinische Justiz hat Haftbefehl gegen Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner erlassen. Sie wird wegen mutmaßlicher Behinderung der Ermittlungen und Vaterlandsverrats im Zusammenhang mit einem Attentat gegen das jüdische Gemeindehaus Amia im Jahr 1994 angeklagt, bei dem 85 Menschen starben. Richter Claudio Bonadío ordnete einen Prozess gegen die ehemalige Staatschefin (2007-2015) an. Kirchner beschuldigte ihren Nachfolger Mauricio Macri, hinter der Strafverfolgung zu stehen, die sie als "politische Verfolgung"
bezeichnete.

+++ 00.32 Uhr: US-Kongress vermeidet "Shutdown" +++

Die US-Regierung hat einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte aus Geldmangel abgewendet. Abgeordnetenhaus und Senat verabschiedeten einen Gesetzestext, der den Bundeshaushalt bis zum 22. Dezember mit ausreichend Geld versorgt. Bis dahin muss eine längerfristige Lösung gefunden werden.
Die Demokraten wollen ihre Zustimmung unter anderem an eine Lösung für die Situation von Nachkommen einst illegaler Zuwanderer knüpfen. Ein Teil der Republikaner pocht auf eine Ausgabendeckelung für alles außer Rüstung, die Demokraten wollen steigende Rüstungsausgaben nur dann mittragen, wenn auch die anderen Ausgaben gleichermaßen steigen. 

+++ 00.20 Uhr: Bürger glauben nicht an Frieden zwischen Seehofer und Söder +++

Die zur Schau gestellte neue Eintracht zwischen den bisherigen CSU-Kontrahenten Horst Seehofer und Markus Söder ist der Mehrzahl der Bürger in Deutschland suspekt. 57 Prozent der Menschen glauben nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag des "Focus", dass der Friede zwischen den beiden bayerischen Politikern nicht halten wird.
Nur 25 Prozent sind optimistisch, dass wechselseitige Unmutsbekundungen der Vergangenheit angehören. Söder soll Seehofer im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten beerben. 

+++ 00.06 Uhr: Zwei Tote bei Unfall mit Kleinlaster in der Oberpfalz +++

Bei einem Auffahrunfall auf der A6 sind zwei Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der Fahrer eines Kleinlasters am Donnerstagabend bei Nabburg (Landkreis Schwandorf, Bayern) auf einen Sattelzug auf. Der Kleinlaster fing Feuer. Beim Eintreffen der Polizei konnten beide Insassen nur noch tot geborgen werden.

pg/tyr/fs/DPA/AFP