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News von heute Mögliche Finanzkrise vorerst abgewehrt: Einigung im US-Kongress zum Schuldenstreit

Senats-Mehrheitsführer Schumer
Senats-Mehrheitsführer Schumer hofft, noch am Donnerstag (Ortszeit) über die Lösung abstimmen zu können (Archivbild)
© Anna Moneymaker / Getty Images / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

18.45 Uhr: Laschet deutet Bereitschaft zu Verzicht auf CDU-Vorsitz an

CDU-Chef Armin Laschet hat nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl Bereitschaft zum Verzicht auf den Vorsitz seiner Partei angedeutet. "An der Person wird es nicht scheitern", sagte er in Berlin. Laschet kündigte die Einberufung eines Parteitages an. Ort und Datum blieben aber zunächst offen.

18.13 Uhr: Klingbeil: SPD, Grüne und FDP wollen Sondierungen am Montag fortsetzen

Nach ihrem ersten Dreier-Gespräch über eine Regierungsbildung wollen SPD, Grüne und FDP ihre Sondierungen am Montag fortsetzen. Alle drei Parteien hätten verabredet, "dass es am Montag weitergeht", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nach siebenstündigen Beratungen in Berlin. Er lobte dabei die "ernsthafte Gesprächsatmosphäre".

17.51 Uhr: Polens Verfassungsgericht: EU-Recht verstößt teils gegen Verfassung

Teile des EU-Rechts sind laut einem Urteil des polnischen Verfassungsgerichts nicht mit der Verfassung des Landes vereinbar. "Der Versuch des Europäischen Gerichtshofs, sich in das polnische Justizwesen einzumischen, verstößt gegen (...) die Regel des Vorrangs der Verfassung und gegen die Regel, dass die Souveränität im Prozess der europäischen Integration bewahrt bleibt", urteilten die Richter. Die Entscheidung könnte den Streit zwischen Warschau und Brüssel um die Reform des polnischen Justizsystems weiter anheizen.

17.45 Uhr: Wohl Pedale verwechselt: 89-Jähriger kracht mit Auto in Apotheke

Beim Ausparken ist ein Autofahrer mit Wucht in die Schaufensterscheibe einer Apotheke in Erkrath bei Düsseldorf gekracht. Drei Kundinnen in dem Gebäude wurden durch umherfliegendes oder umstürzendes Inventar leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verwechselte der 89-Jährige beim Wegfahren vom Kundenparkplatz der Apotheke das Gas- mit dem Bremspedal. Der Wagen machte nach Angaben der Unfallermittler einen Satz nach vorn und krachte frontal in die Fassade. Der Tür- und Schaufensterbereich wurde zum Teil eingedrückt. Der Sachschaden wird auf mindestens 80.000 Euro geschätzt. Einsatzkräfte versorgten die drei leichtverletzten Frauen im Alter von 33, 37 und 58 Jahren ambulant im Rettungswagen. Der Autofahrer, der zuvor selbst die Apotheke besucht hatte, blieb unverletzt. Die Beamten stellten den Führerschein des Mannes sicher.

17.28 Uhr: UN-Menschenrechtsrat stoppt weitere Untersuchungen im Jemen

Im UN-Menschenrechtsrat ist die Verlängerung einer Untersuchungsmission zur Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen im Bürgerkriegsland Jemen gescheitert. Im Rat mit 47 Mitgliedsländern wurde eine Resolution zur Fortsetzung des 2017 erstmals erteilten Mandats mit 21 zu 18 Stimmen abgelehnt. Deutschland hatte die von westlichen Ländern eingebrachte Resolution unterstützt.

Unter anderem war Saudi-Arabien, das mit einem Militärbündnis aktiv am Konflikt beteiligt ist, gegen die Verlängerung der Mission, wie aus Delegationen verlautete. Die von dem Rat bestellten Experten haben zahlreiche Verstöße gegen die Menschenrechte angeprangert, auch durch das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis.

16.48 Uhr: Einigung bis Dezember im Streit über Schuldenobergrenze in den USA 

Im Streit über die Schuldenobergrenze in den USA haben Demokraten und Republikaner eine vorübergehende Einigung erzielt. Der Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, sagte, man habe sich auf eine Lösung bis Anfang Dezember verständigt. Er hoffe, noch am Donnerstag darüber abstimmen zu können. Auch das Repräsentantenhaus müsste der Regelung dann noch zustimmen. Der drohende Zahlungsausfall der US-Regierung mit potenziell katastrophalen wirtschaftlichen Folgen dürfte damit zumindest vorübergehend abgewendet sein.

Demokraten und Republikaner im Kongress schieben sich für den brandgefährlichen Konflikt, der schwere Folgen auch für die Weltwirtschaft haben könnte, gegenseitig die Verantwortung zu. Ein Zahlungsausfall der USA würde das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft beschädigen, was ökonomische Verwerfungen auslösen könnte.

16.13 Uhr: Indien will wieder Touristen ins Land lassen

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pause will Indien erstmals wieder Touristinnen und Touristen ins Land lassen. Ab Freitag kommender Woche (15. Oktober) würden wieder Touristen-Visa ausgestellt, teilte das Innenministerium in Neu Delhi am Donnerstagabend mit.

Indien erlebte im April und Mai eine heftige Corona-Welle unter anderem im Zusammenhang mit der Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt worden ist. Seither sind die Corona-Zahlen auf einem relativ tiefem Niveau stabil.

16.06 Uhr: Erdbeben der Stärke 6,1 in der Nähe von Tokio

Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat die japanische Hauptstadt Tokio und ihre Umgebung erschüttert. Wie die Japanische Meteorologie-Behörde mitteilte, lag das Zentrum des Bebens in der Präfektur Chiba östlich von Tokio in einer Tiefe von 80 Kilometern. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

15.45 Uhr: Baugerüst am Kölner Dom abgebaut

Nach zehn Jahren gibt es wieder freie Sicht auf die Westfassade des Kölner Doms mit dem Hauptportal und den beiden Türmen. Das 30 Meter hohe Hängegerüst am Nordturm der Kathedrale wurde von einem Baukran aus 100 Metern Höhe auf den Boden gehoben. Dies geschah in drei Etappen.

Alles sei reibungslos verlaufen, sagte Dombaumeister Peter Füssenich. Eigentlich war die Aktion bereits für Dienstag geplant, wurde wegen starken Windes aber kurzfristig verschoben. Bis 2023 soll die Westfassade jetzt ohne Gerüst bleiben. Danach sind weitere Instandsetzungsarbeiten geplant. Etwa 100 Menschen sind ständig damit beschäftigt, alte Bausubstanz durch neue zu ersetzen und den Dom so vor dem Verfall zu bewahren.

15.29 Uhr: Astrazeneca-Lieferung nach 16.000-Kilometer-Transfer am Südpol eingetroffen

Nach einem Transport über 16.000 Kilometer und vier Kontinente ist eine Lieferung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca auf der britischen Forschungsstation Rothera in der Antarktis angekommen. Wie das britische Außenministerium mitteilte, gelang der Transport auf die Adelaide-Insel vor der Küste der Antarktis in weniger als 92 Stunden und bei konstanten Temperaturen zwischen zwei und acht Grad Celsius.

In der Forschungsstation Rothera halten sich im Winter 23 Menschen auf, darunter Biologen, Meteorologen, Ingenieure, ein Taucher, ein Arzt und ein Koch. Im Sommer leben und arbeiten dort bis zu einhundert Menschen. Die Impfstoff-Lieferung wurde mit einem Militärflugzeug von Großbritannien über Senegal und die Falkland-Inseln in die Antarktis gebracht. 

15.01 Uhr: Razzia gegen Geldwäsche-Netzwerk: Zehn Verdächtige in U-Haft

Nach der Großrazzia gegen ein internationales Geldwäsche-Netzwerk sind fast alle Festgenommenen in Untersuchungshaft. Lediglich in einem Fall habe der Haftrichter den Haftbefehl außer Vollzug gesetzt, teilten die Behörden auf Nachfrage mit. Somit seien zehn Verdächtige hinter Gittern. Der Wert der sichergestellten Gegenstände liege inzwischen bei fast fünf Millionen Euro. Insgesamt waren 15 Fahrzeuge, darunter zwei Lamborghinis, sichergestellt worden.

Bei der Großrazzia waren am Mittwoch mehr als 1400 Beamte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen im Einsatz. Das internationale Netzwerk, das die Ermittler als kriminelle Vereinigung einstufen, soll mittels Hawala-Banking 140 Millionen Euro verschoben haben. Insgesamt wird gegen 67 Verdächtige ermittelt.

14.30 Uhr: Pfizer beantragt Impfstoff-Zulassung für Fünf- bis Elfjährige in den USA

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung seines zusammen mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Corona-Impfstoffs für fünf- bis elfjährige Kinder beantragt. Pfizer erklärte auf Twitter, der Zulassungsantrag liege der US-Arzneimittelbehörde FDA vor. Im September hatten die beiden Unternehmen bei der FDA bereits Studiendaten eingereicht, wonach der Impfstoff bei Kindern "sicher und wirksam" sei.

14.25 Uhr: Indien: Tödliche Angriffe auf religiöse Minderheiten in Kaschmir

Unbekannte Schützen haben in einer Schule in der indischen Unruheregion Kaschmir eine Schulleiterin und einen Lehrer erschossen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Schützen um muslimische Militanten handelt, die Spannungen zwischen den religiösen Gruppen erzeugen wollten, wie ein Sprecher am Donnerstag Reporterinnen und Reportern mitteilte. Die Opfer gehörten in der einzig mehrheitlich muslimischen Region Indiens den Minderheiten der Sikhs und Hindus an.

In der vergangenen Woche wurden nach Polizeiangaben insgesamt fünf weitere Zivilisten gezielt getötet. Bei zwei von ihnen handelte es sich um Hindus, bei den drei weiteren Männern um Muslime. Muslimische Militanten hatten in der Vergangenheit schon Muslime getötet, von denen sie ausgingen, dass sie Behörden über ihre Aktivitäten informierten.

14.17 Uhr: Stiko empfiehlt Auffrischungsimpfungen für über 70-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat grundsätzlich eine Corona-Auffrischungsimpfung für Menschen ab 70 Jahren empfohlen. Zudem soll Bewohnern und Bewohnerinnen von Altenheimen sowie Pflegepersonal und anderen Mitarbeitern mit direktem Kontakt zu Betreuten in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen eine dritte Impfdosis angeboten werden, wie die Stiko in Berlin mitteilte. Gleiches gelte für das Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt.

14.12 Uhr: Mehr als 200 Festnahmen nach Razzia in Belarus

Der autoritäre Machtapparat in Belarus hat erneut mehr als 200 Andersdenkende wegen angeblicher regierungskritischer Äußerungen festgenommen. Gegen sie werde wegen negativer Kommentare in sozialen Netzwerken nach einer Razzia des Geheimdienstes KGB ermittelt, sagte Innenminister Iwan Kubrakow in der Stadt Brest der Staatsagentur Belta zufolge. "Sie haben in Telegram-Kanälen alle möglichen bösen Dinge geschrieben in der Hoffnung, dass niemand sie unter ihren Nicknames findet." Dabei gehe es angeblich auch um Aufrufe zu Protesten, behauptete der Minister.

Hintergrund ist eine Durchsuchung des KGB bei einem IT-Spezialisten in der Hauptstadt Minsk vor mehr als einer Woche. Dabei hatte der Informatiker, der der Opposition zugerechnet wurde, einen Ermittler erschossen. Er selbst wurde ebenfalls getötet.

14.09 Uhr: "Wichtig und ermutigend": Merkel spricht mit Papst über Klimakrise

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrer Privataudienz bei Papst Franziskus über die Herausforderungen in der Klimakrise gesprochen und sich erfreut gezeigt über das Engagement des Vatikans. Es sei für sie "sehr wichtig und ermutigend", dass dieses Thema auch "vom Heiligen Vater bearbeitet wird", sagte Merkel nach ihrem Besuch im Vatikan. Papst Franziskus setzt sich seit Jahren für einen besseren Klimaschutz ein. Zuletzt hatte der Pontifex gemeinsam mit knapp 40 anderen Kirchenführern einen gemeinsamen Appell an die Weltgemeinschaft vor dem Weltklimagipfel COP26 in Glasgow geschickt.

14.08 Uhr: Weiterer Charterflug mit mehr als 200 Afghanen unterwegs nach Deutschland

Bei den Bemühungen um die Ausreise von Ortskräften und schutzbedürftigen Menschen aus Afghanistan ist ein weiterer Charterflug auf dem Weg nach Deutschland. Wie Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) mitteilte, sind 217 Afghaninnen und Afghanen an Bord, die zunächst nach Pakistan ausgereist waren. Einem Sprecher des Ministeriums zufolge wird das Flugzeug am Abend in Deutschland erwartet.

Nach der Machtübernahme der Taliban Mitte August hatten die USA und ihre Verbündeten nach Nato-Angaben mehr als 120.000 Menschen über eine militärische Luftbrücke aus Afghanistan ausgeflogen. Zehntausende afghanische Ortskräfte und deren Angehörige blieben aber zurück. Die Bundesregierung war Ende August davon ausgegangen, dass allein bis zu 40.000 frühere Mitarbeiter deutscher Stellen und deren Angehörige damals noch auf ihre Ausreise warteten.

14.06 Uhr: Dreimal so viele Hitzetage in Deutschland wie in den 50ern

Die Zahl der Hitzetage in Deutschland hat sich im Schnitt seit den 50er Jahren in etwa verdreifacht. So habe es - gemittelt über die ganze Bundesrepublik - im vergangenen Jahrzehnt jährlich im Schnitt 11,1 Hitzetage gegeben, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. In den 1950er Jahren seien es nur 3,6 gewesen. Der GDV beruft sich auf eine von ihm in Auftrag gegebene Auswertung von Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ein bestimmter Ort verzeichnet dann einen Hitzetag, wenn dort das Thermometer auf 30 Grad oder darüber steigt. Bei der Anzahl der Hitzetage gibt es große regionale Unterschiede.

13.34 Uhr: Bilder von misshandelten Migranten: EU-Kommission fordert Aufklärung

Die EU-Kommission hat besorgt auf Filmaufnahmen eines europäischen Rechercheverbundes reagiert, die schwere Menschenrechtsverletzungen durch maskierte Uniformierte an der kroatischen Grenze zu Bosnien zeigen. Ein Sprecher der Brüsseler Behörde bezeichnete die Bilder als besorgniserregend. "Gewalt und Misshandlungen von Migranten, Asylbewerbern und Flüchtlingen sind inakzeptabel und müssen untersucht werden", so der Sprecher. Jegliches Fehlverhalten müsse verfolgt werden, die nationalen Behörden seien dafür verantwortlich, die Anschuldigungen zu untersuchen.

Auf den Bildern, die am Mittwochabend im Nachrichtenprogramm der kroatischen RTL-Tochter gezeigt wurden, ist zu sehen, wie maskierte Männer auf kroatischem Gebiet Flüchtlinge und Migranten mit Schlagstöcken nach Bosnien zurücktreiben. Die Opfer der Misshandlungen haben keine Möglichkeit, einen Asylantrag in dem EU-Land zu stellen. Die von den Maskierten getragenen Jacken und die von ihnen verwendeten Schlagstöcke lassen es als nahezu gesichert erscheinen, dass es sich bei den Männern um Angehörige der kroatischen Bereitschaftspolizei handelt. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren über Verstöße an den EU-Außengrenzen.

13.21 Uhr: Flugverkehr zur Vulkaninsel La Palma wegen Asche unterbrochen

Der Flugverkehr zur Vulkaninsel La Palma ist wegen Vulkanasche auf dem Rollfeld für unbestimmte Zeit unterbrochen worden. Die Betreibergesellschaft Aena des Flughafens auf der Kanareninsel teilte mit, der Flughafen habe den Betrieb einstellen müssen. Die Fluggesellschaften Binter und Canaryfly hatten schon am Vortag angekündigt, dass sie die Insel ab Donnerstag vorerst nicht mehr anfliegen würden. Damit bleibt Reisenden nur der Seeweg. Die Fähren sind etwa vier Stunden bis zur nächst größeren Nachbarinsel Teneriffa unterwegs, wo der Flugverkehr zuletzt normal lief.

13.08 Uhr: Russland lädt Taliban zu internationaler Konferenz nach Moskau ein

Russland wird die in Afghanistan herrschenden radikalislamischen Taliban nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen zu einer internationalen Konferenz nach Moskau einladen. Wie die Agenturen unter Berufung auf den russischen Afghanistan-Gesandten Samir Kabulow meldeten, sollen Vertreter der Taliban am 20. Oktober in Moskau an den Gesprächen zur Zukunft des Landes teilnehmen, zu denen auch Vertreter Chinas, des Iran, Pakistans und Indiens eingeladen sind. Die Taliban hatten Mitte August in einem Handstreich die Macht am Hindukusch wieder übernommen, nachdem der Großteil der internationalen Streitkräfte aus dem Land abgezogen war.

12.51 Uhr: 43-Jähriger stürzt bei Kletterversuch zwischen zwei Fenstern zehn Meter tief

Ein 43-Jähriger ist bei einem misslungenen Kletterversuch zwischen zwei Fenstern in Mecklenburg-Vorpommern zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Der betrunkene Mann kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, wie die Polizei in Ludwigslust mitteilte. Demnach wollte der Mieter einer Wohnung im zweiten Stock am Mittwochabend in Hagenow am Mehrfamilienhaus entlang klettern.

Er versuchte, vom Badfenster in das benachbarte Küchenfenster zu gelangen. Dabei verlor er den Halt und stürzte etwa zehn Meter in die Tiefe. Er kam auf einem Rasen vor dem Haus auf. Die Polizei stellte bei dem 43-Jährigen, der bei Bewusstsein war, einen Atemalkoholwert von 1,64 Promille fest.

12.45 Uhr: Maskengegnerin bedroht Tankstellen-Mitarbeiterin

Eine 56-Jährige ohne Mundschutz soll in Mülheim eine Tankstelleninhaberin mit dem Tode bedroht haben, weil diese sie auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte. Die Maskengegnerin habe angekündigt, eine Waffe zu holen und alle Anwesenden zu erschießen, teilte die Essener Polizei mit. Sie sei von alarmierten Beamten in der Nähe der Tankstelle in Gewahrsam genommen worden. Eine Waffe habe sie nicht dabei gehabt. Die Frau machte laut Polizei bei dem Vorfall vom Mittwoch einen "sehr verwirrten Eindruck". Sie sei in eine Klinik gebracht worden.

12.30 Uhr: Exotische Raubkatze wohl in den Niederlanden entlaufen

Die streunende afrikanische Raubkatze, die am Mittwoch in Stadtlohn im westlichen Münsterland für Aufregung gesorgt hatte, ist wahrscheinlich in den Niederlanden ausgebüchst. In der etwa 15 Kilometer weit entfernten niederländischen Nachbargemeinde Winterswijk habe man einen Halter identifizieren können, dem vor etwa zwei Wochen ein solcher Serval entlaufen war, sagte eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Stadtlohn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Besitzer sei kontaktiert worden und auf dem Weg zu der Auffangstation für solche Exoten in Witten im Ruhrgebiet, in die der Serval gebracht worden war. Servale sind mittelgroße gefleckte Wildkatzen, für deren Haltung es in Deutschland spezieller Sachkunde und einer Genehmigung bedarf. Anwohner hatten das exotische Tier in ihrem Garten zunächst für einen Leoparden gehalten und die Polizei verständigt.

12.16 Uhr: Brasilianische Polizei findet riesige Nazi-Sammlung in Wohnung eines Verdächtigen

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Rio de Janeiro hat die brasilianische Polizei eine umfangreiche Sammlung von Nazi-Uniformen und -Devotionalien entdeckt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, kamen die Ermittler dem 58-jährigen Besitzer auf die Spur, weil er von einer Familie wegen des Missbrauchs ihres zwölfjährigen Sohns angezeigt wurde. Die Polizei nahm den Mann fest.

In der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler die Nazi-Sammlung, darunter Uniformen, Abzeichen, Dokumente, Fahnen und sogar einen Mitgliedsausweis einer Nazi-Partei mit dem Foto des Verdächtigen. Von der Polizei veröffentlichte Fotos zeigen, dass sich unter den hunderten Gegenständen auch mehrere gerahmte Fotos und Büsten von Adolf Hitler befanden.

Außerdem wurden in der Wohnung Dolche und neun Schusswaffen, darunter ein Gewehr und ein Maschinengewehr, sowie ein großer Munitionsvorrat gefunden. Weil die Ermittler auch Fotos von Minderjährigen fanden, wurde der Verdächtige wegen illegalen Waffenbesitzes, Rassismus und Pädophilie angeklagt.

12.08 Uhr: Forscher entdecken erstes mögliches Gegenmittel gegen Dengue-Fieber

Forscher haben erstmals ein mögliches Gegenmittel gegen das Dengue-Fieber entdeckt. Tests in Zellkulturen und Mäusen ergaben, dass ein neu identifizierter Wirkstoff das Virus effektiv bekämpfen und Erkrankungen vorbeugen kann, wie aus der am Mittwoch in der US-Fachzeitschrift "Nature" veröffentlichten Studie hervorgeht. Der Wirkstoff kann demnach sowohl vorbeugend als auch zur Behandlung nach einer Ansteckung eingenommen werden.

Bei der Überprüfung tausender Wirkstoff-Kandidaten sei wie bei "der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen" der Wirkstoff JNJ-A07 identifiziert worden, sagte der an den Untersuchungen beteiligte belgische Virologe Johan Neyts der Nachrichtenagentur AFP. JNJ-A07 zielt den Angaben zufolge auf die Interaktion zwischen zwei Proteinen im Dengue-Virus ab, die für seine Replikation entscheidend sind, und wirkt gegen alle vier Virus-Typen. Der Wirkstoff wurde nach Angaben von Neyts inzwischen noch "leicht optimiert", die klinische Entwicklung hat der Pharmakonzern Johnson & Johnson übernommen.

12.01 Uhr: Angeklagter KZ-Wachmann will sich nicht zu Vorwürfen äußern

Im Prozess um die Massentötungen im damaligen Konzentrationslager Sachsenhausen will sich der angeklagte ehemalige Wachmann der SS nicht zu den Vorwürfen äußern. Dies erklärte sein Verteidiger Stefan Waterkamp beim Auftakt des Prozesses in Brandenburg/Havel. Sein Mandant wolle sich aber am Freitag zu seinen persönlichen Verhältnissen äußern, soweit dies nicht die Vorwürfe betreffe.

Zuvor hatte Staatsanwalt Cyrill Klement bei der Verlesung der Anklage ausführlich die systematischen Tötungen von tausenden Lagerinsassen während der Jahre 1941 bis 1945 beschrieben. Dazu gehörten Massen-Erschießungen in speziellen Anlagen, Vernichtungsaktionen in Gaskammern und das Sterben durch Entkräftung und Krankheiten. "Der Angeklagte unterstützte dies wissentlich und willentlich zumindest durch gewissenhafte Ausübung des Wachdienstes, die sich nahtlos in das Tötungssystem einfügte."

11.40 Uhr: Merkel zu Audienz mit dem Papst im Vatikan eingetroffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Privataudienz mit Papst Franziskus im Vatikan eingetroffen. Nach dem Treffen mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche kommt die Kanzlerin mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zusammen. In Rom trifft sich Merkel anschließend zu einem Arbeitsessen mit dem italienischen Regierungschef Mario Draghi. Es sei gleichzeitig ein Antritts- und Abschiedsbesuch bei Draghi, sagte die Kanzlerin. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem italienischen Ministerpräsidenten stehen nach Angaben der Bundesregierung aktuelle internationale sowie europapolitische Themen. 

11.28 Uhr: Schaf mit Herzdruckmassage wiederbelebt

Mit einer Herzdruckmassage ist dem jungen Schaf Söckchen in einem Tierpark in Bayern das Leben gerettet worden. "Bei dem erst wenige Monate altem Tier war kein Herzschlag mehr feststellbar und die Zunge war bereits blau angelaufen", sagte die Leitende Tierpflegerin des Wildparks Schloss Tambach im oberfränkischen Weitramsdorf, Nicole Seifferth. Außerdem sei bei dem Walliser Schwarznasenschaf ein Klumpen im Magenbereich tastbar gewesen, der auf die Luftröhre gedrückt habe. 

Die Reanimation sei erfolgreich verlaufen. Außerdem sei es zeitgleich gelungen, den Klumpen im Magen wegzudrücken, so dass das Tier wieder Luft bekommen habe. Söckchen habe sich von dem Schock bereits erholt.

11.10 Uhr: Bahn und EVG erzielen Tarifeinigung

Drei Wochen nach dem Tarifabschluss mit der Lokführergewerkschaft GDL hat sich die Deutsche Bahn auch mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) geeinigt. Das verlautete aus dem Umfeld der Verhandlungen. Die konkreten Ergebnisse sollten demnach im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Zwar hatte die EVG schon im vergangenen Jahr einen Tarifvertrag für die Zeit bis Februar 2023 vereinbart. Weil die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach drei Streiks in diesem Sommer mehr herausholte, wurde aber nachverhandelt.

10.53 Uhr: Speyer hat die meisten Hitzetage pro Jahr in Deutschland

Speyer hat die meisten Hitzetage in Deutschland. In den vergangenen Jahren gab es dort pro Jahr im Durchschnitt 23 Tage mit 30 Grad Celsius und mehr, wie eine vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlichte Analyse von Daten des Deutschen Wetterdiensts ergab. In den 50er Jahren habe es in der rheinland-pfälzischen Stadt lediglich 9,3 übermäßig heiße Tage pro Jahr gegeben.

Auch im bundesweiten Durchschnitt stieg die Zahl der Hitzetage langfristig betrachtet erheblich. In den vergangenen zehn Jahren seien bundesweit im Schnitt 11,1 Hitzetage gezählt worden, dreimal so viele wie in den 50er Jahren. Pro Jahrzehnt seien rechnerisch 2,3 Hitzetage hinzu gekommen. Die Entwicklung beschleunigte sich seit den 90er Jahren. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen erklärte: "Die dynamische Zunahme der Hitzetage zeigt, dass der Klimawandel auch in Deutschland deutliche Spuren hinterlässt."

10.30 Uhr: Globale Geldvermögen klettern im Corona-Jahr auf Rekordwert

Die Menschen rund um den Globus sind nach Berechnungen der Allianz in Summe so reich wie nie. Im Corona-Jahr 2020 habe das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte erstmals die Marke von 200 Billionen Euro erreicht, teilte der Versicherungskonzern mit. Binnen Jahresfrist gab es demnach eine Steigerung um 9,7 Prozent. Haupttreiber des Wachstums waren im vergangenen Jahr die - zu einem Großteil ungeplant – gestiegenen Ersparnisse. Wegen der Einschränkungen in der Pandemie konnten viele Menschen ihr Geld nicht in gewohntem Maße ausgeben. Reisen wurden storniert, die zeitweilige Schließung von Gaststätten und Läden bremste den Konsum.

Die Summe frischer Spargelder sei in der Folge binnen Jahresfrist um fast 80 Prozent auf den Rekordwert von 5,2 Billionen Euro geklettert, rechnete die Allianz in ihrer Auswertung von Daten aus 57 Staaten vor. Gelder, die Menschen einfach auf ihrem Bankkonto stehen ließen, verdreifachten sich fast (plus 187 Prozent). Weltweit erhöhten sich Bankeinlagen demnach erstmals zweistellig mit 11,9 Prozent Zuwachs.

10.15 Uhr: Spieler aus Nordhessen knackt 18,4 Millionen schweren Lotto-Jackpot

Ein Spieler aus Nordhessen hat den Jackpot in der Lotterie "6aus49" geknackt und damit knapp 18,4 Millionen Euro gewonnen. Wie Lotto Hessen in Wiesbaden mitteilte, kreuzte bundesweit kein weiterer Tipper die sieben richtigen Zahlen an. Der Spieler aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg hatte seinen Tipp den Angaben zufolge über das Internet abgegeben. Der Jackpot wurde sechs Ziehungen in Folge nicht geknackt.

10.10 Uhr: Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen

Der Impfstoffhersteller Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen. Man wolle eine Anlage zur Produktion von Arzneimitteln bauen, in der jährlich bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen hergestellt, abgefüllt und verpackt werden können, teilte Moderna mit. Die US-amerikanische Firma wolle 500 Millionen Dollar (432 Mio Euro) in die Anlage investieren. Der Standort sei noch nicht ausgewählt.

10.05 Uhr: Lidl eröffnet erste Filialen in Lettland

Der Discounter Lidl hat am Donnerstag seine ersten 15 Filialen in Lettland eröffnet. In der Hauptstadt Riga und acht weiteren lettischen Städten bildeten sich örtlichen Medienberichten zufolge Schlangen vor den neuen Supermärkten. Das baltische EU-Land ist nach Angaben eines Unternehmensvertreters das 30. Land, in das Lidl expandiert.

9.45 Uhr: Vermutlich mehr Corona-Geimpfte als gedacht

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht von mehr Corona-Geimpften als in der offiziellen Statistik aus. Es sei anzunehmen, dass unter Erwachsenen in Deutschland bis zu 84 Prozent mindestens einmal geimpft sind und bis zu 80 Prozent bereits die zweite Dosis erhalten haben (Stichtag 5.10.), heißt es in einem aktuellen RKI-Bericht. Die Schätzung beruht auf Bürgerbefragungen und Meldedaten. Laut offizieller Impfquoten-Statistik haben bislang knapp 80 Prozent der Über-18-Jährigen eine erste Dosis bekommen, gut 75 Prozent bereits die Zweite. Zunächst hatte die Funke-Mediengruppe berichtet.

Es liege nahe, "dass die im Digitalen Impfquoten-Monitoring berichtete Impfquote als Mindest-Impfquote zu verstehen ist und eine Unterschätzung von bis zu 5 Prozentpunkten für den Anteil mindestens einmal Geimpfter beziehungsweise vollständig Geimpfter angenommen werden kann", schreibt das RKI. Zur Anschauung: Fünf Prozentpunkte in der Erwachsenenbevölkerung entsprechen grob überschlagen 3,5 Millionen Menschen.

9.40 Uhr: Großbritannien gedenkt in Afghanistan gestorbenen Soldaten

Wenige Wochen nach Ende des Afghanistan-Einsatzes hat Großbritannien der in dem Land gestorbenen Soldatinnen und Soldaten gedacht. In London sowie in der Grafschaft Staffordshire wurden einem BBC-Bericht zufolge Kränze niedergelegt, um an die 457 Militärangehörigen zu erinnern, die ihr Leben in Afghanistan verloren.

9.05 Uhr: Jugendherberge nach Brand geräumt

Nach einem Zimmerbrand in der Altstadt von Diez in Rheinland-Pfalz ist eine benachbarte Jugendherberge wegen der starken Rauchentwicklung geräumt worden. Wegen Atembeschwerden seien in der Nacht zum Donnerstag 14 Verletzte in Krankenhäuser gebracht worden, darunter 12 Kinder, wie die Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises mitteilte. Unter den Verletzten seien 13 Gäste der Jugendherberge und der Bewohner des Brandhauses. Die Jugendherberge war laut Kreisverwaltung mit 89 Personen belegt und wurde komplett geräumt. 72 Menschen seien in einer benachbarten Schule untergebracht worden. Laut Polizei war das Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Oberhalb des Brandobjektes befinde sich das Grafenschloss mit Jugendherberge. Aufgrund des aufsteigenden Rauches hätten dort die Brandmelder ausgelöst.

8.58 Uhr: 14-Jähriger muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten

Wegen Mordes an einem 13 Jahre alten Jungen muss sich ein 14-Jähriger vom 20. Oktober an vor dem Landgericht Heidelberg verantworten. Für den Prozess seien vorerst bis 6. Dezember mehrere Verhandlungstermine angesetzt, sagte eine Gerichtssprecherin. Weil der Angeklagte minderjährig sei, werde der Prozess voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Zunächst hatte die Zeitung "Badische Neueste Nachrichten" berichtet.

Der 14-Jährige soll im Februar 2021 einen 13-Jährigen in Sinsheim hinterrücks mit mehreren Messerstichen getötet haben. Dabei folgte er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft einem geraume Zeit zuvor gefassten detaillierten Tatplan. Ein Motiv des 14-Jährigen sei seine Eifersucht wegen eines Mädchens gewesen. Für die Tat sieht das Gesetz bei Jugendlichen eine Jugendstrafe bis zu zehn Jahren vor.

8.35 Uhr: Defizit im Haushalt von Bund und Ländern gewachsen

Das Defizit im Gesamthaushalt von Bund, Ländern und Gemeinden ist im ersten Halbjahr 2021 weiter gestiegen. In den ersten sechs Monaten betrug das Finanzierungsdefizit 131,1 Milliarden Euro, was damit noch einmal deutlich über dem Defizit im Corona-Halbjahr 2020 lag, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Grund sind der Bundesbehörde zufolge vor allem höhere Ausgaben durch Zuweisungen und Zuschüsse für Corona-Hilfen. Diese wurden zum Beispiel für Corona-Unternehmenshilfen oder für Zahlungen zur Unterstützung der Krankenhäuser verwendet.

Insgesamt stiegen die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent auf 883,2 Milliarden Euro. Die Einnahmen kletterten um sechs Prozent auf 752,1 Milliarden Euro.

8.28 Uhr: Stärkster Anstieg der Baupreise in Deutschland seit 51 Jahren

Der Neubau von Wohnungen in Deutschland hat sich im August so stark verteuert wie seit 1970 nicht mehr. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen um 12,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Ein stärkerer Anstieg wurde den Angaben zufolge zuletzt im November 1970 mit 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gemessen.

Aktuell treibt unter anderem die große Nachfrage nach Baumaterialien wie Holz, Stahl und Dämmstoffen auf den Weltmärkten die Preise. Überdurchschnittlich stark verteuerten sich im August Zimmer- und Holzbauarbeiten.

8.15 Uhr: UN: Afghanischer Wirtschaft droht der Kollaps

Nach der Machtübernahme durch die Taliban steht die Wirtschaft Afghanistans nach Einschätzung der Vereinten Nationen kurz vor dem Kollaps. Die weit verbreitete humanitäre Not, steigende Preise, eingefrorene Vermögen und eingestellte Entwicklungsprojekte hätten zu einer Liquiditätskrise mit ungenügenden Mitteln an Bargeld geführt. Das sagte die Afghanistan-Beauftragte der Welternährungsorganisation WFP, Mary-Ellen McGroarty. Es könne sich nur noch um Wochen handeln, bis die Ökonomie des Landes zusammenbreche.

Eine Dürre in dem Land und der anstehende harte Winter mit steigenden Treibstoffpreisen würden die Situation weiter verschärfen. "Die Menschen werden Schwierigkeiten haben, sich selbst zu ernähren und sich warm zu halten. Ich bin schon lange bei der WFP, und es ist das erste Mal, dass ich eine Krise so schnell eskalieren sehe wie diese", so McGroarty weiter. Mitte August hatten die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Seitdem hat sich die wirtschaftliche Lage des Landes immer weiter verschlechtert. Jeder dritte Afghane ist vom Hunger bedroht.

7.00 Uhr: Studie: Konflikte und ökologische Bedrohungen sind Teufelskreis

Politische Konflikte und ökologische Bedrohungen hängen einer aktuellen internationalen Analyse zufolge eng miteinander zusammen. Die Zerstörung von Umweltressourcen mache Konflikte wahrscheinlicher, und diese wiederum führten zu einer weiteren Zerstörung, schreiben die Forscher der Denkfabrik Institute for Economics and Peace in ihrem aktuellen "Ecological Threat Report", der in London vorgestellt wurde.

Auf Basis einer Auswertung von Daten aus 178 Staaten kommen die Wissenschaftler zu folgendem Schluss: 11 der 15 Staaten, die am stärksten unter ökologischen Bedrohungen leiden, darunter viele afrikanische Länder sowie Afghanistan und Pakistan, sind aktuell auch von Konflikten betroffen. Bei den restlichen ist das Risiko hoch, dass sich ihre Stabilität verschlechtern könnte.

6.05 Uhr: Corona: Zehntausende Kinder in USA verlieren Elternteil oder Betreuer

Mehr als 140.000 Kinder in den USA haben einer Analyse zufolge im Zuge der Corona-Pandemie mindestens ein Elternteil oder eine für sie sorgende Betreuungsperson verloren. Diese Hochrechnung gelte allein für den Zeitraum April 2020 bis Juni 2021, berichten Forscher um Susan Hillis von der US-Gesundheitsbehörde CDC im Fachjournal "Pediatrics". Etwa jedes 500. Kind in den USA sei betroffen.

5.51 Uhr: Impfquote von 70 Prozent: Großraum Sydney lockert Corona-Regeln

Aufatmen im australischen Bundesstaat New South Wales und in der Millionenstadt Sydney: Weil dort inzwischen 70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind, hat die Regionalregierung weitreichende Lockerungen der strikten Corona-Beschränkungen angekündigt. Bereits ab Montag dürfen vollständig Geimpfte - erstmals seit 100 Tagen - wieder in Restaurants essen und ins Fitnessstudio gehen. Zudem können sich wieder zehn statt wie bisher fünf Erwachsene in Privathäusern treffen, im Freien sind Versammlungen von 30 statt wie bisher 20 Menschen erlaubt, wie Regionalpremier Dominic Perrottet erklärte. Ab dem 18. Oktober sollen zudem schrittweise die Schulen wieder aufmachen.

4.30 Uhr: RKI registriert 11.644 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es derzeit wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 62,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 62,3 gelegen, vor einer Woche bei 63,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.644 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.38 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 150 Ansteckungen gelegen.

3.10 Uhr: Perus Kabinettschef tritt zurück und löst Regierungskrise aus

Rund zwei Monate nach dem Amtsantritt der neuen Regierung in Peru hat der umstrittene Kabinettschef von Staatsoberhaupt Pedro Castillo seinen Posten geräumt. "Wir akzeptieren den Rücktritt des Präsidenten des Ministerrats, Guido Bellido", sagte Castillo in einer Ansprache im peruanischen Fernsehen. Der Rücktritt des Kabinettschefs zieht den Rücktritt aller Minister nach sich. Castillo kündigte die Vereidigung des neuen Kabinetts für den weiteren Abend an.

2.20 Uhr: Katastrophenschutzbehörde: Mindestens 20 Tote bei Erdbeben im Süden Pakistans

Bei einem Erdbeben im Südwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und rund 300 weitere verletzt worden. Das Erdbeben ereignete sich den Angaben zufolge am frühen Donnerstagmorgen, während die meisten Menschen schliefen, und erschütterte unter anderem die Stadt Quetta. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,7 und ereignete sich in einer Tiefe von etwa 20 Kilometern. Viele der Todesopfer seien von einstürzenden Dächern und Mauern verschüttet worden, sagte Suhail Anwar Hashmi von Baluchistans Provinzregierung. Unter den Opfern waren demnach eine Frau und sechs Kinder.

2.10 Uhr: Hausärzte warnen vor Anstieg von Infektionskrankheiten

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einem starken Anstieg von Infektionskrankheiten infolge der Corona-Pandemie. "Das liegt auch daran, dass die Menschen wegen der Corona-Beschränkungen eineinhalb Jahre kaum Kontakt zu verschiedenen Viren hatten", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Passauer Neuen Presse". "Insofern ist ihr Immunsystem nicht gut trainiert gegen viele Viren, mit denen wir normalerweise gut fertig werden. Das Resultat: Erkältungskrankheiten fallen stärker ins Gewicht. Die Lockdowns haben also nicht nur Vorteile gebracht."

2.00 Uhr: Jüdische Studierende prangern alltäglichen Antisemitismus an

Nach den Antisemitismus-Vorwürfen gegen ein Leipziger Hotel haben jüdische Studierende alltäglichen Judenhass in Deutschland angeprangert. "Der antisemitische Vorfall im Westin Hotel Leipzig hat erneut gezeigt, wie verbreitet Antisemitismus in allen gesellschaftlichen Milieus ist, und dass Jüdinnen und Juden mit diesem überall im Alltag konfrontiert werden", sagte die Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion, Anna Staroselski, der "Rheinischen Post". Sie erlebten Judenhass in der Schule, Uni, U-Bahn oder auf der Straße. In den letzten Jahren sei ein Anstieg antisemitischer Taten und Äußerungen zu verzeichnen, wie sich etwa auf den Corona-Demonstrationen oder den antisemitischen Protesten im Mai und Juni gezeigt habe.

1.33 Uhr: Mann bei Massenschlägerei in Hamburg lebensgefährlich verletzt

Bei einer Massenschlägerei in Hamburg-Harburg ist am Mittwochabend eine Person lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann wurde mit einer Stichwunde am Rücken und einer Platzwunde am Kopf ins Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher sagte. Vorangegangen war demnach eine Schlägerei mit bis zu 20 Beteiligten. Nicht weit vom Tatort fanden die Beamten demnach ein Messer, mit dem das Opfer verletzt worden sein soll. Drei Männer seien festgenommen worden.

0.24 Uhr: Mutmaßliche IS-Frauen aus Syrien nach Deutschland zurückgebracht

Die Bundesregierung hat acht deutsche Frauen samt 23 Kindern aus Syrien zurückgeholt, die sich in der Vergangenheit mutmaßlich der Terrormiliz IS angeschlossen hatten. Die Maschine landete am Mittwochabend kurz vor Mitternacht auf dem Frankfurter Flughafen. Die Frauen sollen sich vor mehreren Jahren den sunnitischen Extremisten des Islamischen Staats (IS) angeschlossen haben. Zuletzt lebten sie mit ihren Kindern in einem Gefangenenlager im Nordosten Syriens, der unter kurdischer Verwaltung steht. Ein Großteil der Rückkehrerinnen sei nach der Landung in Haft genommen worden, teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) mit. An Bord der Chartermaschine waren zudem 3 Frauen und ihre 14 Kinder, die von Dänemark zurückgeholt wurden. Die Rückholaktion wurde von den USA unterstützt.

cl / yks DPA AFP

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