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News von heute Diskrepanz bei Impfquote: Virologe Christian Drosten nimmt RKI in Schutz

Christian Drosten im Portrait
Hält die Debatte um die Unsicherheit bei der Impfquote für übertrieben: Charité-Virologe Christian Drosten
© Jörg Carstensen / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

19.51 Uhr: Von Lava eingeschlossene Haustiere werden aus der Luft versorgt

Mehrere auf der Vulkaninsel La Palma von Lava eingeschlossene Haustiere werden seit Tagen aus der Luft versorgt. Zwei Unternehmen brächten den Tieren mit Hilfe einer Drohne täglich Nahrung und Wasser, teilte die Inselverwaltung mit. Dafür gebühre dem Elektronikunternehmen Ticom Soluciones und dem Tourunternehmer Volcanic Life der Dank der Inselregierung, betonte die Beauftragte für Sicherheit und Notfälle, Nieves Rosa Arroyo. Die Tiere, darunter eine weiße Katze, seien vor fünf Tagen von einer Drohne mit Kamera unter anderem in einem leeren Wasserbassin entdeckt worden. Auf dem Landweg seien sie wegen der extrem heißen Lava um sie herum nicht zu erreichen.

19.11 Uhr: Diskrepanz bei Impfquote: Virologe Drosten verteidigt das RKI

In der Debatte um die Unsicherheit bei der Impfquote in Deutschland hat der Virologe Christian Drosten das Robert Koch-Institut (RKI) in Schutz genommen. Die einseitige Schuldzuweisung ans RKI und Lothar Wieler halte er so nicht für gerechtfertigt, sagte der Experte von der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Das Thema sei auch nicht neu, das RKI weise schon länger auf die Problematik hin. Letztlich sei die öffentliche Aufregung um die Diskrepanz "komplett umsonst", sagte Drosten. Die Situation habe sich nicht geändert. Rechnen müsse man mit der Impfquote der Gesamtbevölkerung (und nicht der Erwachsenen): Dabei sei der Unterschied zwischen dem Meldesystem und einer RKI-Begleituntersuchung gering und für die Bewertung der Gesamtsituation "irrelevant". Die Begleitstudie, eine Umfrage, weise auch einige Einschränkungen auf.

18.51 Uhr: Armee in Kuwait lässt erstmals Soldatinnen zu

Die Armee in Kuwait will künftig auch Frauen als Soldatinnen zulassen. Verteidigungsminister Hamad Dschaber al-Ali al-Sabah erklärte auf Twitter, die Tür stehe nun auch Frauen offen. Nachdem sie jahrelang nur zivile Aufgaben beim Militär übernehmen durften, können Frauen fortan als Soldatinnen kämpfen und auch eine Offiziers-Laufbahn einschlagen. "Es ist an der Zeit, dass die kuwaitischen Frauen die Möglichkeit erhalten, Seite an Seite mit ihren Brüdern in das kuwaitische Militär einzutreten", sagte der Minister laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna. Frauen in Kuwait verfügen seit 2005 über das aktive und passive Wahlrecht.

18.50 Uhr: Deutscher in der Türkei wegen "Terrorpropagada" zu Haftstrafe verurteilt

In der Türkei ist der deutsche Staatsbürger Mahmut Günes nach Angaben seiner Anwälte wegen angeblicher pro-kurdischer Terrorpropaganda zu knapp zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht in der zentraltürkischen Stadt Kayseri fällte das Urteil aufgrund von Twitter-Beiträgen, die der 46-jährige Bochumer vor mehreren Jahren abgesetzt haben soll, wie sein Anwalt der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der Pizzabäcker mit kurdischen Wurzeln war im Juli in die Türkei gereist und dort inhaftiert worden. Seine Anwälte legten bereits Einspruch gegen das Urteil ein. Die Richter zogen für das Urteil demnach Tweets und vor allem Retweets, also bereits vorhandene und nur geteilte Beiträge, heran, in denen der Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien kritisiert wurde. Laut seinem Anwalt hat Günes die deutsche Staatsbürgerschaft, die türkische habe er abgelegt. Der 46-Jährige ist demnach kurdisch-alevitischer Abstammung.

18.07 Uhr: Lava bedroht Ortschaft Los Lanos auf La Palma

Auf der Kanaren-Insel La Palma sind wegen des anhaltenden Ausbruchs des Vulkans Cumbre Vieja hunderte Menschen zur Evakuierung aufgefordert worden. Die Anordnung gelte für 700 bis 800 Bewohner der Ortschaft Los Llanos de Aridane im Westen der Insel, teilten die Behörden mit. Dort bestehe Gefahr wegen eines Lavastroms, der sich den Vorhersagen zufolge in ihre Richtung bewege. Zuvor waren bereits eine Ausgangssperre für rund 3000 Bewohner der Insel verhängt worden. Die Behörden verwiesen auf die Zerstörung einer Zementfabrik durch den Vulkanausbruch. "Wir haben beschlossen, dass die Anrainer zu Hause bleiben müssen, bis wir analysieren können, ob die Luftqualität ein normales Leben zulässt", sagte der Leiter der Notfallkommission, Miguel Ángel Morcuende.

17.31 Uhr: Umfrage – Mehrheit für sofortigen Rücktritt Laschets

Eine deutliche Mehrheit der Wahlberechtigten würde laut einer aktuellen Forsa-Umfrage einen sofortigen Rücktritt Armin Laschets als CDU-Chef befürworten. 66 Prozent der Befragten würden es demnach für richtig halten, wenn Laschet das Amt abgäbe, wie aus dem RTL/ntv-"Trendbarometer" hervorgeht. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat dafür im Oktober rund 2500 Menschen befragt.

24 Prozent der Befragten und auch nur 40 Prozent der CDU- sowie 23 Prozent der CSU-Anhänger finden es richtig, dass Laschet zunächst noch Parteichef bleiben möchte. Bei der Sonntagsfrage kommt die Union in der Umfrage weiterhin auf 20 Prozent, die SPD würden 26 Prozent wählen. Grüne und FDP kommen wie in der Vorwoche auf 16 beziehungsweise 14 Prozent. Die Linke könnte mit fünf Prozent, die AfD mit neun Prozent rechnen.

17.24 Uhr: Ermittlungen zur Explosion in Beirut erneut unterbrochen

Die Ermittlungen zur verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen unterbrochen worden. Grund dafür seien Klagen gegen den Ermittlungsrichter Tarek Bitar, hieß es in staatlichen Medienberichten und in Justizkreisen. Zwei ehemalige Minister reichten die Klage beim Kassationsgericht ein und forderten, dass Bitar seinen Posten räumt. Sie werfen ihm vor, bei der Befragung von Mitgliedern der Regierung gegen das Gesetz verstoßen zu haben.

Bei der Explosion waren im August 2020 mehr als 190 Menschen getötet und rund 6000 verletzt worden. Große Teile des Hafens und der anliegenden Wohngebiete wurden massiv zerstört. Detoniert waren große Mengen der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat, die über Jahre ohne Schutzmaßnahmen im Hafen gelagert worden waren.

17.02 Uhr: Ehemalige AfD-Chefin Petry in Leipzig wegen Subventionsbetrugs verurteilt

Im Berufungsprozess gegen Frauke Petry wegen Betrugsvorwürfen ist die frühere AfD-Chefin zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach Petry wegen Subventionsbetrugs, Untreue und Steuerhinterziehung schuldig und verurteilte sie zu 150 Tagessätzen von jeweils 75 Euro, wie ein Gerichtssprecher sagte. Damit beläuft sich die Geldstrafe auf insgesamt 11.250 Euro. 30 Tagessätze davon gelten bereits als abgegolten. Zudem verfügte das Landgericht eine sogenannte Einziehung von Wertersatz in Höhe von 9520 Euro.

16.52 Uhr: Lufthansa empfiehlt für diese Woche vier Stunden Vorlaufzeit am BER

Nach den chaotischen Zuständen am Hauptstadtflughafen BER am vergangenen Wochenende empfiehlt die Lufthansa ihren Passagieren für diese Woche, vier Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. "Aufgrund der aktuellen Situation am BER haben wir unsere Gäste gebeten, mehr Zeit als üblich am Flughafen einzuplanen", teilte die Lufthansa mit. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet. Aufgrund von Personalengpässen und aufwendigeren Check-ins in der Pandemie war es am Wochenende zu langen Wartezeiten vor den Schaltern am BER gekommen. Manche Passagiere verpassten ihre Flüge.

16.28 Uhr: Merkel – Chaos in Afghanistan verhindern

In Afghanistan muss aus Sicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit internationaler Hilfe ein wirtschaftlicher Kollaps verhindert werden. "Zuzuschauen, wie 40 Millionen Menschen ins Chaos verfallen, weil weder Strom geliefert werden kann, noch ein Finanzsystem existiert, das kann und darf nicht das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft sein", sagte Merkel in Berlin nach einem digitalen G20-Sondergipfel der wichtigsten Industrienationen zur Lage in Afghanistan. "Wir alle haben nichts davon, wenn in Afghanistan das gesamte Währungssystem zusammenbricht oder Finanzsystem zusammenbricht, dann kann nämlich auch humanitäre Hilfe nicht mehr geleistet werden", sagte Merkel. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank hätten eine große Aufgabe, den Zusammenbruch des Finanzsystems in Afghanistan zu verhindern. In Washington findet derzeit die gemeinsame Jahrestagung von IWF und Weltbank statt.

16.11 Uhr: Auf Vulkaninsel La Palma müssen Hunderte wegen Lava evakuiert werden

Die Lage auf der Vulkaninsel La Palma hat sich wieder zugespitzt. Zwischen 700 und 800 Menschen wurden aufgefordert, wegen näher rückender Lava ihre Häuser mit Haustieren und ihren Habseligkeiten zu verlassen und sich auf einem Sammelplatz einzufinden, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf das Notfall-Komitee Pevolca. Dafür hätten sie bis 19.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ) Zeit. Soweit es die Entwicklung zulasse, dürften Betroffene eventuell auch in den folgenden Tagen begleitet von Sicherheitspersonal zurückkehren, um weiteres Hab und Gut zu retten, schrieb Pevolca auf Twitter. Seit dem Ausbruch des Vulkans in der Cumbre Vieja vor gut drei Wochen mussten schon rund 6000 Menschen ihre Häuser verlassen. Sie kamen bei Angehörigen in anderen Teilen der Insel oder in Hotels unter.

16.04 Uhr: Schäuble will keine führende Rolle mehr in der CDU spielen

Bei der Neuaufstellung der CDU will Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble keine führende Rolle mehr in seiner Partei spielen. "Für eine Kandidatur für den Bundesvorstand seiner Partei steht er nicht zur Verfügung", sagte ein Sprecher Schäubles den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Allerdings sei Schäuble in seinem Wahlkreis direkt gewählt. Daher beabsichtige der 79-Jährige, das Mandat als Abgeordneter "über die volle Wahlperiode wahrzunehmen".

Als Bundestagspräsident gehört Schäuble bisher kraft Amtes dem CDU-Präsidium an. In der neuen Wahlperiode hat allerdings die SPD als stärkste Kraft im Bundestag den Anspruch auf die Position des Parlamentspräsidenten. Die CDU-Führung hatte am Montag beschlossen, bis Anfang 2022 über die Nachfolge für Parteichef Armin Laschet zu entscheiden. Ein Sonderparteitag soll als Konsequenz aus dem schlechtesten Ergebnis bei einer Bundestagswahl zudem die komplette Führungsriege der CDU aus Präsidium und Bundesvorstand neu wählen.

15.49 Uhr: Norwegische Ministerpräsidentin Solberg reicht Rücktritt ein

Nach ihrer Niederlage bei der Parlamentswahl vor einem Monat hat Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg erwartungsgemäß den Rücktritt ihrer Regierung eingereicht. Die konservative Politikerin stellte den entsprechenden Antrag bei König Harald V., um so den Weg für den neuen Regierungschef Jonas Gahr Støre und dessen Kabinett frei zu machen. Der König habe den Antrag angenommen und sie gebeten, geschäftsführend weiterzumachen, bis die neue Regierung ernannt worden sei, sagte Solberg am Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Oslo. Planmäßiger Regierungswechsel sei am Donnerstag. Ihre Partei Høyre werde danach sachliche und konstruktive Oppositionsarbeit betreiben.

15.23 Uhr: Mindestens 24 Tote bei Busunglück in Nepal

Bei einem Busunglück im Westen Nepals sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 16 weitere Insassen seien verletzt worden, als der Langstreckenbus im Bezirk Mugu von der Straße abgekommen sei, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Einige der Verletzten befänden sich in kritischem Zustand und würden per Flugzeug in verschiedene Krankenhäuser transportiert.

14.36 Uhr: Mehr als zehn Jahre Haft nach sexuellem Missbrauch von Kleinkindern

Weil er sich sexuell an Babys und einem Kleinkind vergangen hat, ist ein 33-Jähriger am Landgericht Gera zu zehneinhalb Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. "Wir haben keine Zweifel an Ihrer Gefährlichkeit", sagte der Vorsitzende Richter. Der Mann, der das Urteil regungslos entgegennahm, habe seinen sexuellen Hang über Jahre verfestigt und sei dabei immer eine Stufe weiter gegangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Anwalt des 33-Jährigen bezeichnete das Urteil als hart, aber im Rahmen des Möglichen. Noch sei nicht entschieden, ob er in Revision gehen will.

14.35 Uhr: Deutscher in Türkei wegen Terrorpropaganda verurteilt

Ein Bochumer ist in der Türkei wegen Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verurteilt worden. Das Gericht im zentralanatolischen Kirsehir habe ihren Mandanten Mahmut Günes zum Prozessauftakt zu rund 2 Jahren, 9 Monaten und 22 Tagen Haft verurteilt, sagte seine Anwältin Berfin Arslan der Deutschen Presse-Agentur. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Arslan kündigte Berufung an. Eine Haftentlassung sei wegen Fluchtgefahr abgelehnt worden, sagte sie. Hintergrund des Verfahrens sind Twitter-Nachrichten. Das Gericht habe Günes für Mitteilungen in den sozialen Medien verurteilt, ohne beweisen zu können, dass es sich um sein Profil handelte, kritisierte Anwältin Arslan.

14.16 Uhr: Polizei – Vermisste Julia in Tschechien gefunden

Das seit Sonntag im tschechischen Böhmerwald vermisste Mädchen Julia ist nach Polizeiangaben bei dem Ort Ceska Kubice gefunden worden. Die Achtjährige aus Berlin werde nun medizinisch betreut, teilte die tschechische Polizei auf Twitter mit.

13.40 Uhr: Ausgangssperre wegen Vulkanausbruch auf La Palma aufgehoben

Auf der Vulkaninsel La Palma sind die Ausgehbeschränkungen für etwa 3000 Menschen wieder aufgehoben worden. Es seien keine gesundheitsschädlichen Gase mehr festgestellt worden. Diese waren am Vortag befürchtet worden, als bis zu 1200 Grad heiße Lava mehrere Betriebe in dem Gewerbegebiet Callejón de la Gata, darunter auch ein Zementwerk, in Brand gesetzt hatte, teilten die Behörden mit. Der Vulkan in der Cumbre Vieja, der keinen offiziellen Namen hat, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen und spuckt seither unablässig Lava aus, die bereits große Schäden angerichtet hat.

13.29 Uhr: EU kündigt eine Milliarde Euro für humanitäre Hilfe in Afghanistan an

Die EU hat humanitäre Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro für die Menschen in Afghanistan angekündigt. Das Geld solle helfen, "einen größeren humanitären und sozioökonomischen Zusammenbruch abzuwenden", erklärte Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen eines G20-Sondergipfels, der über die humanitäre Lage und die Bekämpfung der extremistischen Gewalt in Afghanistan beriet. Derweil trafen sich EU-Vertreter mit den Taliban in Doha. Die Hilfsgelder ergänzen die 300 Millionen Euro an humanitären Hilfen, welche die EU bereits zuvor zugesagt hatte. 250 Millionen Euro sollen als direkte Hilfen in das Land fließen. Der Rest wird laut EU an Nachbarländer Afghanistans verteilt, die vor der Taliban-Herrschaft flüchtende Menschen aufnehmen.   

13.13 Uhr: Ältestes Breitmaulnashorn der Welt in einem Zoo in Italien gestorben

Das älteste Breitmaulnashorn der Welt ist tot: "Nonno Toby" (Großvater Toby) sei am 6. Oktober im Alter von 54 Jahren im Zoologischen Garten Parco Natura Viva unweit der norditalienischen Stadt Verona gestorben, sagte Zoosprecherin Elisa Livia Pennacchioni der Nachrichtenagentur AFP. "Auf dem Rückweg zu seinem Nachtquartier brach er zusammen, und nach etwa einer halben Stunde hörte sein Herz auf zu schlagen", sagte sie. Methusalem Toby soll nun ausgestopft und im Wissenschaftsmuseum von Trient ausgestellt werden.

Breitmaulnashorn Nonno Toby
Galt als ältestes Breitmaulnashorn der Welt: "Nonno Toby" ist in einem Zoo bei Verona gestorben.
© Parco Natura Viva / AFP

13.12 Uhr: Gezielter Fang von Dorsch und Hering in der Ostsee wird stark eingeschränkt

Fischer dürfen in der westlichen Ostsee künftig keinen Dorsch und zumeist keinen Hering mehr gezielt fangen. Die EU-Länder haben sich nach mehr als 24 Stunden Verhandlung darauf geeinigt, dass lediglich Beifang in Höhe von knapp 490 Tonnen Dorsch und 788 Tonnen Hering möglich sein soll, teilten die EU-Länder mit. Vergangenes Jahr durften EU-weit noch 1600 Tonnen westlicher Hering und 4000 Tonnen westlicher Dorsch gefangen werden. Hintergrund der neuen Regeln sind besorgniserregende Entwicklungen vieler Fischbestände in der Ostsee. Damit folgen die Länder beim Hering dem Vorschlag der EU-Kommission, beim westlichen Dorsch übersteigt die Einigung den Vorschlag der Brüsseler Behörde um rund 165 Tonnen. Für Deutschland bedeutet das, dass 435 Tonnen westlicher Hering und 104 Tonnen westlicher Dorsch gefangen werden dürfen.

13.02 Uhr: CDU-Vize Strobl: Laschet wohl auch im Fall einer Jamaika-Koalition kein Bundeskanzler

CDU-Bundesvize Thomas Strobl geht davon aus, dass Parteichef Armin Laschet auch im Fall einer Jamaika-Koalition eher nicht mehr Bundeskanzler wird. Wenn Grüne und FDP solche Gespräche führen wollten, wäre Laschet als CDU-Vorsitzender zwar noch der erste Ansprechpartner, sagte Strobl in Stuttgart. "Wer dann solche Verhandlungen führt, wäre zu schauen." Es sei auch nicht automatisch so, dass Laschet im Fall einer Koalition mit Grünen und FDP der Kanzlerkandidat wäre. "Das ist Teil des angekündigten Rückzugs", sagte der baden-württembergische CDU-Landeschef. Die Chancen auf eine schwarz-grün-gelbe Koalition schätzt Strobl allerdings als "sehr gering" ein.

13.01 Uhr: EU stellt eine Milliarde Euro für Afghanen und Nachbarn bereit

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zu den G20-Beratungen zur Lage in Afghanistan zusätzliche Hilfsgelder für die Unterstützung von notleidenden Afghanen und Nachbarländern angekündigt. Insgesamt werde rund eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen, teilte sie zu einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten mit. Zu den bereits zugesagten 300 Millionen Euro für humanitäre Hilfe soll es demnach noch einmal mindestens 250 Millionen Euro unter anderem für den Gesundheitsschutz geben. Weiteres Geld wird den Planungen zufolge in Nachbarstaaten fließen, die aus Afghanistan geflohene Menschen aufgenommen haben.

12.33 Uhr: Putin und Xi nehmen nicht an G20-Sondergipfel zu Afghanistan teil

Die Präsidenten Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Xi Jinping, nehmen nicht persönlich an dem virtuellen Sondergipfel der Gruppe der führenden Industrienationen (G20) zu Afghanistan teil. Das bestätigten beide Regierungen in Peking und Moskau. Chinas Staats- und Parteichef lässt sich von Außenminister Wang Yi vertreten, während sich für Russland nur der Vize-Außenminister Igor Morgulow und der Afghanistan-Beauftragte Samir Kabulow zuschalten werden.

Als amtierender G20-Präsident hatte der italienische Ministerpräsidenten Mario Draghi eigentlich die Staats- und Regierungschefs eingeladen, zwei Monate nach dem Fall Afghanistans an die militant-islamistischen Taliban über die Zukunft des Landes am Hindukusch zu beraten. Ein zentraler Aspekt der Beratungen ist, wie das Ausland mit den Taliban in Afghanistan umgeht. China und Russland spielen eine wichtige Rolle, da sie den Islamisten schon früh ihre Unterstützung angeboten haben und wenig Berührungsängste zeigen.

12.15 Uhr: Schweres Beben vor griechischer Insel Kreta

Vor der Küste der griechischen Urlauberinsel Kreta hat sich ein schweres Erdbeben ereignet, verletzt wurde aber ersten Medienberichten zufolge niemand. Nach Angaben der Erdbebenwarte hatte das Beben eine Stärke von 6,3. Sein Epizentrum lag demnach 405 Kilometer südöstlich von Athen im Meer. Die Erschütterungen waren demnach auf Kreta zu spüren. Erst vor rund zwei Wochen war die Insel von einem Beben der Stärke 5,8 erschüttert worden; dabei kam ein Mensch ums Leben, knapp ein Dutzend weitere Menschen wurden verletzt. Damals lag das Zentrum des Bebens rund 23 Kilometer von Heraklion entfernt auf der Insel.

11.54 Uhr: Umfrage – Verluste für Österreichs ÖVP durch Regierungskrise

Die durch Korruptionsvorwürfe gegen den nunmehrigen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ausgelöste Regierungskrise hat der ÖVP laut einer Umfrage massiv geschadet. In der Sonntagsfrage ("Angenommen am kommenden Sonntag wären Nationalratswahlen in Österreich. Welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?") käme die ÖVP unter einem Spitzenkandidaten Kurz nur noch auf 26 Prozent, geht aus der Umfrage im Auftrag der "Kronen Zeitung" hervor. Zuletzt wurde die ÖVP mit deutlich über 30 Prozent gehandelt.

Damit liegen ÖVP und sozialdemokratische SPÖ, die leicht zulegen würde, seit Jahren erstmals wieder auf einem ähnlichen Niveau. Die rechte FPÖ profitiert den Angaben zufolge von den Entwicklungen und kommt auf bis zu 21 Prozent. Weitgehend unverändert rangieren laut Umfrage Grüne und liberale Neos bei etwa elf Prozent. 

11.41 Uhr: Macron kündigt Hilfen von 30 Milliarden Euro für französische Industrie an

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Staatshilfen in Höhe von 30 Milliarden Euro für die Industrie seines Landes angekündigt. Diese Hilfen sollten Frankreich in den kommenden Jahren zu einer Führungsrolle bei Innovationen und Forschung verhelfen, sagte Macron in einer Rede in Paris. Eine Milliarde Euro der Summe soll in den Ausbau der Atomenergie investiert werden.

11.35 Uhr: Anteil der geimpften Covid-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

Der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen ist in den vergangenen Monaten angestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Demnach waren von den 1186 Corona-Patienten, die Mitte August bis Anfang September intensivmedizinisch versorgt werden mussten, 119 gegen das Virus geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund zehn Prozent. 

Im Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang September liegt der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hingegen bei 1,84 Prozent (210 von 11.419 Fällen), wie aus der Antwort hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Die Daten stammen vom Robert-Koch-Institut (RKI). Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

10.45 Uhr: Ausgangssperre für 3000 Menschen auf La Palma wegen Vulkanausbruchs

Auf La Palma wurde infolge des anhaltenden Ausbruchs des Vulkans Cumbre Vieja eine Ausgangssperre für rund 3000 Bewohner der Kanaren-Insel verhängt. Die Behörden verwiesen am Montagabend auf die Zerstörung einer Zementfabrik durch den Ausbruch. "Wir haben beschlossen, dass die Anrainer zu Hause bleiben müssen, bis wir analysieren können, ob die Luftqualität ein normales Leben zulässt", sagte der Leiter der Notfallkommission, Miguel Ángel Morcuende. Der Cumbre Vieja war am 19. September ausgebrochen und ist seit dem aktiv. Bislang gab es weder Verletzte noch Tote, allerdings mussten tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden. Mehr als tausend Gebäude wurden durch die Lava zerstört.

10.39 Uhr: 81-Jährige von Schulbus in Bayern angefahren und getötet

Ein mit etwa 20 Kindern besetzter Schulbus hat im oberbayerischen Siegsdorf eine 81 Jahre alte Frau überfahren. Der Bus erfasste die Seniorin am Montag an einem Kreisverkehr, als die an einem Rollator gehende Frau die Straße überqueren wollte, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim mitteilte. Die Frau habe dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitten und sei wenig später im Krankenhaus gestorben. Der 44 Jahre alte Busfahrer und die Schulkinder blieben bei dem Unfall unverletzt.  

10.33 Uhr: Säugling vor 21 Jahren getötet? Angeklagte schweigt zu Vorwürfen

Im Prozess um die Tötung eines Babys will sich die 61-jährige Angeklagte nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft äußern. Das erklärte ihr Verteidiger zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Potsdam. Der Frau wird vorgeworfen, an einem nicht näher feststellbaren Tag zwischen April und August 2000 in einem Wohnhaus in Potsdam ein lebensfähiges Kind geboren und danach "durch Stiche in den Brustkorb" getötet zu haben, hieß es in der Anklage. Nach Angaben des Gerichts kam die Tat im Jahr 2017 ans Licht, als der Ehemann der 61-jährigen Deutschen einem Gartennachbarn von dem Geschehen erzählte. Dieser erstattete Anzeige.

10.25 Uhr: 75,9 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft

In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen liegt bei 75,9 Prozent, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,6 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,4 Prozent der Erwachsenen. Mehr als 54 Millionen Bürger sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vollständig geimpft.

10.25 Uhr: Chinas Präsident verspricht 200 Millionen Euro für Artenschutz

China verspricht 1,5 Milliarden Yuan, umgerechnet 200 Millionen Euro, für den globalen Artenschutz. In einer Rede auf der Weltnaturschutzkonferenz (Cop15) kündigte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die Schaffung eines Fonds mit diesem chinesischen Finanzbeitrag an, der Entwicklungsländer darin unterstützen soll, ihre Artenvielfalt zu schützen. Er lud andere Staaten ein, sich an dem Finanztopf zu beteiligen.

Auf der Konferenz der fast 200 Vertragsstaaten der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD), die mit rund 5000 Teilnehmern online und vor Ort in der südwestchinesischen Stadt Kunming stattfindet, versprach Chinas Präsident auch verstärkte chinesische Anstrengungen im Kampf gegen das gefährliche Aussterben der Arten. China werde seine Naturschutzgebiete weiter ausbauen.

9.45 Uhr: Deutsche Großhandelspreise steigen so stark wie seit 1974 nicht

Der Preisauftrieb in Deutschland beschleunigt sich. Im September stiegen die Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit der ersten Ölkrise 1974. Im August hatte der Anstieg 12,3 Prozent und im Juli 11,3 Prozent betragen. Schon dies waren ungewöhnlich hohe Anstiege. Der Zuwachs sei zum einen durch stark gestiegene Preise für viele Rohstoffe und Vorprodukte begründet, erklärten die Statistiker. Zum anderen wirkt ein Basiseffekt: Wegen der Coronakrise war das Preisniveau in den Vorjahresmonaten vergleichsweise niedrig, was die jetzigen Teuerungsraten nach oben treibt.

9.31 Uhr: Billigflieger Easyjet erweitert Sitzplatzangebot

Der britische Billigflieger Easyjet stockt aufgrund einer anziehenden Nachfrage das Sitzplatzangebot auf. Im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember soll die Kapazität bis zu 70 Prozent des Niveaus aus dem Jahr 2019 – also vor der Pandemie – betragen, teilte der Ryanair-Konkurrent mit. Die Ankündigung der britischen Regierung, Beschränkungen zu lockern oder abzuschaffen, treibe die Buchungen an. Die Nachfrage nach Wintersonnenzielen sei besonders stark. Easyjet erwartet, dass die Kapazität im Verlauf des Geschäftsjahres weiter steigen wird.

9.05 Uhr: Ampel-Sondierer sprechen weiter über mögliche Koalition

Vertreter von SPD, Grünen und FDP haben ihre Gespräche über den Kurs zu einer gemeinsamen Bundesregierung fortgesetzt. Die Verhandler trafen sich am Morgen auf dem Berliner Messegelände und wollten sich voraussichtlich gegen Mittag öffentlich äußern. Eine Entscheidung für oder gegen Koalitionsverhandlungen wird aber noch nicht erwartet – für Freitag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Die Politiker, die Vertraulichkeit über den Stand der Gespräche vereinbart haben, gingen fast wortlos an wartenden Journalisten vorbei. Am Mittwoch und Donnerstag wollen die Generalsekretäre der Parteien zunächst in kleiner Runde weiterarbeiten, während SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zum Treffen der G20-Finanzminister nach Washington reist. 

8.25 Uhr: Mindestens drei tote Migranten bei Bootsunglück zwischen Kolumbien und Panama

Bei einem Bootsunglück an der kolumbianischen Grenze zu Panama sind mindestens drei Menschen gestorben. Wie der kolumbianische Bürgerbeauftragte Carlos Camargo auf Twitter mitteilte, ist weder bekannt, wie viele Menschen sich an Bord des Bootes befanden, noch wie viele von ihnen gerettet werden konnten. Mindestens ein Kleinkind im Alter von acht Monaten wird demnach noch vermisst. Das Unglück ereignete sich vor der Küste der kolumbianischen Stadt Acandí. Die Grenze zwischen Panama und Kolumbien war während der Corona-Pandemie monatelang geschlossen gewesen. Seit sie in diesem Jahr wieder geöffnet wurde, versuchen täglich tausende Menschen, von dem Grenzgebiet aus ihren Weg gen Norden in Richtung der USA fortzusetzen.

8.01 Uhr: Ifo-Umfrage – Einzelhandel klagt über Lieferprobleme

Die Beschaffungsprobleme der Industrie sind laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts im Einzelhandel angekommen. Im September klagten demnach 74 Prozent der Einzelhändler über Lieferprobleme, wie das Ifo mitteilte. "Gegenwärtig ist Sand im Getriebe der weltweiten Logistik", hieß es. Zudem seien Frachtraten in der Schifffahrt deutlich erhöht worden. "Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden."

6.47 Uhr: Mindestens 15 Tote bei massiven Überschwemmungen in Nordchina

Bei schweren Überschwemmungen in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere werden vermisst, wie Chinas Staatsfernsehen berichtete. Es seien die schlimmsten Fluten in einem Herbst in der Region seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

6.45 Uhr: Tropensturm auf den Philippinen fordert mindestens neun Todesopfer

Ein schwerer Tropensturm ist über Teile der Philippinen gezogen und hat Erdrutsche und Sturzfluten ausgelöst. Mindestens neun Menschen seien getötet worden, elf weitere würden vermisst, teilte der nationale Katastrophenschutz mit. Betroffen waren unter anderem die Provinzen Benguet und Cagayan auf der Hauptinsel Luzon sowie die Inselprovinz Palawan im Westen. Die meisten Opfer sind den Angaben zufolge von Erdrutschen verschüttet worden oder ertrunken.

6.21 Uhr: Gouverneur von Texas erklärt Corona-Impfpflicht für ungültig

Die Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und dem Gouverneur von Texas geht weiter: Am Montag erklärte der texanische Regierungschef Gregg Abbott sämtliche Verpflichtungen zur Corona-Impfung in seinem Bundesstaat für ungültig. "Ich habe eine Durchführungsverordnung erlassen, die verpflichtende Impfungen durch jegliche Einrichtungen in Texas verbietet", schrieb der Gouverneur auf Twitter. Vergangenen Monat hatte US-Präsident Joe Biden eine Impfpflicht für Mitarbeiter von Bundesbehörden und zahlreicher Privatunternehmen erlassen.

Viele führende Republikaner hatten die Impfpflicht als Angriff auf die persönlichen Freiheiten der Bürger bezeichnet. Abbotts Regierung erklärte nun, dass "keine Einrichtung in Texas" eine Corona-Impfung von Angestellten oder Kunden verlangen dürfe, wenn diese eine Impfung aus "persönlichen Gewissensgründen, aufgrund einer religiösen Überzeugung oder aus medizinischen Gründen" ablehnen. 

5.01 Uhr: Grenze zu Tschechien: Suche nach verschwundenem Mädchen geht weiter

Dunkelheit und Kälte haben die Helfer auf der Suche nach dem verschwundenen achtjährigen Mädchen im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tschechien nicht aufhalten können – Erfolg hatten sie leider nicht. Trotz widriger Umstände hätten die Einsatzkräfte in der Nacht zu Dienstag weiter das bergige und waldige Gelände ausgekundschaftet, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Suche wird seinen Worten zufolge über den Tag hinweg fortgesetzt.

4.31 Uhr: RKI registriert 4971 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 65,8

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Morgen mit 65,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 66,5 gelegen, vor einer Woche bei 63,6 (Vormonat: 80,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4971 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.19 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4799 Ansteckungen gelegen. 

4.04 Uhr: G20-Staaten diskutieren Lage in Afghanistan bei virtuellem Sondergipfel

Die Staats- und Regierungschefs der G20 wollen bei einem Sonder-Gipfeltreffen über die humanitäre Lage und die Terrorismusbekämpfung in Afghanistan beraten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an der Videokonferenz (ab 13.00 Uhr) teil. Italien richtet das virtuelle Treffen aus; das Land hat derzeit den G20-Vorsitz inne. An dem Gipfel nehmen unter anderem auch Vertreter der UNO, der EU sowie Katars teil. 

3.26 Uhr: Kim Jong Un gibt USA Schuld an militärischen Spannungen auf koreanischer Halbinsel

Nach den jüngsten Signalen der Entspannung hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un den USA die Schuld für die militärischen Konflikte auf der koreanischen Halbinsel zugewiesen. Die USA seien die "Hauptursache" für die Instabilität, sagte er am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA in einer Eröffnungsrede auf einer Rüstungsausstellung in der Hauptstadt Pjöngjang. 

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte wiederholt erklärt, für Gespräche mit Vertretern Nordkoreas jederzeit ohne Vorbedingungen offen zu sein. Kim sagte nun jedoch, die Handlungen der USA gäben keinen Grund "zu glauben, dass sie nicht feindselig sind".

3.07 Uhr: Coronatests haben Bund bereits mehr als fünf Milliarden Euro gekostet

Die Coronatests haben den Bund bereits mehr als fünf Milliarden Euro gekostet. Wie Zahlen des Bundesamts für Soziale Sicherung zeigen, wurden über den Gesundheitsfonds bis Mitte September über 5,2 Milliarden Euro abgerechnet. Dabei zahlte der Bund allein für Antigen-Tests 1,4 Milliarden Euro. Am Montag hatte die Regierung aus "Fairness" gegenüber dem Steuerzahler die kostenlosen Bürgertests abgeschafft. Zuerst hatte die "Rheinische Post" über die Zahlen berichtet.

1.26 Uhr: Bericht: Anteil der geimpften Covid-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

Einem Medienbericht zufolge ist der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen angestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten, waren von den 1186 Corona-Patienten, die in Deutschland Mitte August bis Anfang September "intensivmedizinisch versorgt" werden mussten, 119 gegen das Virus geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund zehn Prozent. Im Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang September liegt der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen bei 1,84 Prozent (210 von 11.419 Fällen).

1.19 Uhr: USA: Mindestens zwei Tote nach Flugzeugabsturz auf Wohnhäuser

Beim Absturz eines kleinen Flugzeugs auf zwei Wohnhäuser in einer Kleinstadt bei San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen seien am Montag in ein Krankenhaus eingeliefert worden, ihr Zustand sei unbekannt, schrieb die Stadtverwaltung von Santee auf Facebook. Auch ein Lieferwagen und ein Hydrant seien getroffen worden. Noch sei unbekannt, wie viele Menschen sich an Bord der zweimotorigen Cessna befunden hätten. In der unmittelbaren Nachbarschaft sei der Strom ausgeschaltet worden.

0.01 Uhr: Umfrage sieht Union unter der Marke von 20 Prozent

Nach ihrem historisch schlechten Ergebnis bei der Bundestagswahl vor mehr als zwei Wochen ist die Union in einer Insa-Umfrage unter die Marke von 20 Prozent gerutscht. Im "Sonntagstrend" des Meinungsforschungsinstituts für die "Bild" verlieren CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche eineinhalb Prozentpunkte und kommen jetzt auf 19,5 Prozent. Das sei der niedrigste jemals vom Insa-Meinungstrend gemessene Wert für die Union. Die SPD erreicht 28,5 Prozent (plus 0,5 Punkte), die Grünen liegen bei 16 Prozent (+ 0,5), die FDP kommt auf 14,5 Prozent (+ 1) und die AfD auf 11 Prozent (+1). Die Linke steht bei 4 Prozent (-0,5).

nib / fs DPA AFP

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