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News von heute Fußball-Legende Pelé macht bei Genesung "kleinen Schritt zurück"

Pelé
Pelé erholt sich von einer Krebsoperation
© Nelson Almeida / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

23.19 Uhr: Fußball-Legende Pelé macht bei Genesung "kleinen Schritt zurück"

Brasiliens Fußball-Idol Pelé ist nach seiner Tumor-OP nach Angaben seiner Tochter weiter auf dem Weg der Besserung, muss beim Genesungsprozess aber auch kleinere Rückschläge verkraften. "Er erholt sich gut und in einem normalen Rahmen", schrieb Kely do Nascimiento auf Instagram und veröffentlichte dazu ein Foto von sich und Pelé aus dem Krankenhaus. "Gestern war er müde und hat einen kleinen Schritt zurück gemacht. Heute hat er zwei vorwärts gemacht!", schrieb die Tochter, die zuvor schon mehrmals von der Genesung des 80-Jährigen berichtet hatte. Vor etwa zwei Wochen war dem dreimaligen Weltmeister ein Tumor am Dickdarm entfernt worden, den Ärzte in einer Klinik in São Paulo zuvor bei einer Routineuntersuchung entdeckt hatten.

22.51 Uhr: US-Experten gegen generelle Corona-Auffrischungsimpfungen

Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich mit großer Mehrheit gegen generelle Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer ausgesprochen. Die einflussreiche Gruppe von Wissenschaftlern kam nach stundenlanger Diskussion zu dem Schluss, dass vorliegende Daten eine allgemeine Einführung einer dritten Impfdosis für Menschen älter als 16 Jahre nicht rechtfertigten. US-Präsident Joe Biden hatte sich angesichts abnehmender Immunität gegen Covid-19 für eine weitere Dosis für alle ausgesprochen, deren Zweitimpfung schon mehr als acht Monate her ist. Zuletzt hatten aber auch Forscher im Fachmagazin "The Lancet" Zweifel an Corona-Auffrischungsimpfungen geäußert.

22.30 Uhr: US-Militär räumt Tötung von Zivilisten bei Luftangriff in Kabul ein

Das US-Militär hat die Tötung von Zivilisten bei einem Luftangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August eingeräumt. Der Drohnenangriff sei ein "tragischer Fehler" gewesen, sagte US-General Kenneth McKenzie, der das US-Zentralkommando Centcom führt. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass bis zu zehn Unschuldige, darunter bis zu sieben Kinder, ums Leben gekommen seien. Außerdem halte man es für unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug und die getöteten Personen eine direkte Bedrohung für die US-Streitkräfte dargestellt hätten oder mit Isis-K, einem Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), in Verbindung gestanden hätten. Das US-Militär hatte ursprünglich mitgeteilt, in dem zerstörten Fahrzeug habe sich "eine große Menge Sprengstoff" befunden, die womöglich zu weiteren Opfern geführt habe.

22.27 Uhr: Frankreich ruft Botschafter aus USA und Australien zurück

Frankreich ruft wegen des Streits um ein geplatztes U-Boot-Geschäft seine Botschafter aus den USA und Australien zu Konsultationen zurück. Dieser außergewöhnliche Schritt geschehe auf Wunsch von Präsident Emmanuel Macron, teilte Außenminister Jean-Yves Le Drian mit. Die Entscheidung, den 2016 besiegelten Kauf französischer U-Boote zugunsten einer Partnerschaft mit den USA und Großbritannien zu verwerfen, stelle ein inakzeptables Verhalten zwischen Verbündeten und Partnern dar. Die Konsequenzen berührten den Kern der Allianzen und Partnerschaften Frankreichs sowie die Bedeutung des Indopazifiks für Europa.

21.21 Uhr: Studie: Moderna-Impfung schützt besser vor schwerer Corona-Erkrankung als Biontech

Laut einer US-Studie schützt der Impfstoff des Pharmakonzerns Moderna langfristig besser gegen schwere Corona-Erkrankungen als der Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die von der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichte Studie ergab, dass der Impfschutz von Biontech nach vier Monaten deutlich abnahm, während er bei Moderna nahezu stabil blieb. Die CDC-Forscher hatten für die Studie 3689 Fälle von Krankenhaus-Patienten zwischen März und August untersucht. In den Untersuchungszeitraum fiel der massive Anstieg an Infektionen mit der deutlich ansteckenderen Delta-Variante in den USA. Von den Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen waren 12,9 Prozent mit Moderna geimpft und 20 Prozent mit Biontech.

21.15 Uhr: Scholz bietet Klimaaktivisten im Hungerstreik Einzelgespräche an

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat den Klimaaktivisten, die vor dem Reichstag in einen Hungerstreik gegangen sind, erneut Gespräche nach der Bundestagswahl am 26. September angeboten. "Ich habe mich mit Annalena Baerbock und Armin Laschet verständigt: Wir sind bereit, jeder einzeln, mit den Hungerstreikenden zu sprechen, nach der Bundestagswahl", sagte Scholz bei einer Podiumsdiskussion der Jusos in Potsdam. Er forderte die Aktivisten auf, den Hungerstreik zu beenden. "Denn das kann ganz schlimme Folgen für das Leben mit sich bringen und das sollte man unbedingt vermeiden."

20.37 Uhr: Apple löscht russische Oppositions-App nach Festnahmedrohung

Der US-Technologiekonzern Apple hat eine Wahlempfehlungs-App der russischen Opposition offenbar unter heftigem Druck der Regierung in Moskau aus seinem App-Store entfernt: Wie die Nachrichtenagentur AFP aus mit der Unternehmensentscheidung vertrauten Kreisen erfuhr, hatte die russische Regierung zuvor mit der Festnahme von Apple-Mitarbeitern gedroht. Apple und US-Konkurrent Google hatten die App "Smart Voting", die Wahlempfehlungen für örtliche Oppositionsbündnisse gegen Kandidaten der Regierungspartei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin geben sollte, mit Beginn der Parlamentswahl am Freitag entfernt. Unterstützer des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny warfen den US-Unternehmen daraufhin Zensur vor. Die Unternehmen hätten der "Erpressung des Kremls" nachgegeben, sagte der im Exil lebende Nawalny-Vertraute Leonid Wolkow. Der Kreml begrüßte dagegen die Löschung der App.

20.29 Uhr: Großeinsatz der Polizei in Düsseldorfer Hotel

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in einem Hotel in Düsseldorf im Einsatz. Nach Angaben eines Sprechers wurde in einem Zimmer eine Schusswaffe gefunden. Ein Mann sei festgenommen worden, dem die Waffe zugerechnet werde. Das Hotel sei teilweise evakuiert worden. Mehrere Spezialeinsatzkommandos (SEK) durchsuchten das Gebäude. Es müsse abgeklärt werden, ob sich noch weitere Verdächtige dort aufhalten. Angaben zu möglichen Hintergründen wollte der Sprecher zunächst nicht machen. Auf Bildern war zu sehen, dass schwer bewaffnete Polizisten das Hotel "the niu Tab" umstellt hatten. Auch ein gepanzertes Polizeifahrzeug war angerückt. Das Hotel liegt im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk.

20.09 Uhr: Mehr als 80 Prozent der über Zwölfjährigen in Frankreich mindestens einmal geimpft

In Frankreich haben inzwischen mehr als 86 Prozent der Einwohner ab zwölf Jahren mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. 50 Millionen Menschen über zwölf Jahren wurden nach Regierungsangaben mindestens einmal geimpft. "Der Impfstoff rettet Leben, das Virus tötet, so einfach ist das", sagte Präsident Emmanuel Macron in einem in den Online-Netzwerken veröffentlichten Video. 

19.48 Uhr: Polizei richtet Hinweisportal nach Ausschreitungen in Münster ein

Die Polizei setzt nach den Ausschreitungen beim Regionalliga-Spiel zwischen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen auf Hinweise des Publikums. Im Internet wurde ein Portal eingerichtet, auf dem Bilder und Videos zu den Vorfällen hochgeladen werden können. "Wir gehen davon aus, dass viele Zuschauer per Smartphone Aufnahmen von den Ereignissen gemacht haben", sagte der Polizeisprecher Jan Schabacker. Rund um das Spiel, das Essen 3:2 gewann, hatte es Festnahmen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs gegeben. Nach dem Spiel war es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen 30 Menschen verletzt wurden und zum Teil im Krankenhaus behandelt werden mussten.

19.46 Uhr: Britisches Gericht: Ärzte dürfen Kindern Pubertätsblocker geben

In Großbritannien sollen einem Gerichtsurteil zufolge Ärzte künftig darüber entscheiden können, ob Kinder unter 16 Jahren mit dem Wunsch einer Geschlechtsumwandlung pubertätsblockierende Medikamente erhalten dürfen. Sollten die Ärzte der Meinung sein, dass die Heranwachsenden zu einer solchen Behandlung in der Lage sind, dürften entsprechende Medikamente für diese Altersgruppe verabreicht werden, urteilte das Londoner Berufungsgericht. Damit hob das Gericht eine Entscheidung der Vorinstanz auf. In dem Urteil war darauf verwiesen worden, dass es "äußerst unwahrscheinlich" sei, dass etwa ein Kind unter 13 Jahren in der Lage sei, der Verabreichung pubertätsblockierender Medikamente zuzustimmen. Es sei ebenfalls "äußerst zweifelhaft", dass ein Kind von 14 oder 15 Jahren die langfristigen Konsequenzen begreifen könne.

18.49 Uhr:  Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers verurteilt Drittimpfungen als "unethisch"

Der Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers hat angesichts der Vakzin-Knappheit in armen Ländern Corona-Auffrischungsimpfungen kritisiert. "Es ist unethisch, jemandem drei Dosen zu verabreichen, wenn andere in bestimmten Ländern und Bevölkerungsgruppen noch nicht einmal zwei Dosen erhalten haben", sagte Adar Poonawalla, Geschäftsführer des Serum Institute of India (SII). Israel hatte als erstes Land damit begonnen, jedem Bürger eine Auffrischungsimpfung anzubieten, mehrere europäische Länder bieten Auffrischungsimpfungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Die Versorgung ärmerer Länder mit Impfstoffen stockt hingegen immer noch, Millionen Menschen haben dort noch nicht einmal ihre erste Impfung erhalten. 

News von heute: Fußball-Legende Pelé macht bei Genesung "kleinen Schritt zurück"

18.46 Uhr: Bundeszentrale für politische Bildung meldet Nutzungsrekord beim Wahl-O-Mat

Das Interesse am Wahl-O-Mat ist in diesem Jahr so groß wie nie zuvor: Die Nutzungszahlen liegen knapp eineinhalb Wochen vor der Wahl bereits über der Gesamtzahl von 2017, wie die Bundeszentrale für politische Bildung mitteilte. Der seit dem 3. September verfügbare Wahl-O-Mat wurde demnach bisher rund 15,703 Millionen Mal genutzt. Zur Bundestagswahl vor vier Jahren sei er insgesamt 15,694 Millionen Mal verwendet worden.

18.24 Uhr: Obdachloser Mann in Berlin lebensgefährlich verletzt

Ein obdachloser Mann ist in Berlin lebensgefährlich verletzt worden. Er wurde am Donnerstagmittag mit Hirnblutungen, Hämatomen und Knochenbrüchen im Gesicht und am Oberkörper in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Eine Passantin hatte die Polizei gerufen, nachdem sie den Mann in einer Grünanlage im Bezirk Lichtenberg hatte liegen sehen, während eine Gruppe von vier bis fünf Menschen um ihn herumstand. Die Unbekannten flohen, Beamte nahmen aber noch am Donnerstagabend zwei Männer im Alter von 29 und 36 Jahren fest.

18.20 Uhr: Bohlen im Krankenhaus: Habe mich beim Tauchen am Ohr verletzt

Musiker Dieter Bohlen hat sich nach eigenen Angaben beim Tauchen am Ohr verletzt. "Ich musste leider operiert werden, aber jetzt ist alles top", sagte der Musiker in einem Video bei Instagram. Auf dem Beitrag ist Bohlen mit einem Verband an seinem rechten Ohr in einem Krankenhausbett zu sehen. Sorgen müsse sich man sich aber nicht machen. "Ich hör' wie ein Adler", sagte Bohlen.

18.19 Uhr: Elton John auf "Kriegspfad" wegen Brexit-Regeln für Musiker

Die britische Poplegende Elton John ist wegen Hürden für britische Musiker und Musikerinnen bei Auftritten in der EU nach dem Brexit laut eigener Aussage auf dem "Kriegspfad". Der 74-Jährige hat deswegen auch schon ein Treffen mit Premierminister Boris Johnson verlangt - aber noch keine Rückmeldung erhalten, wie er in seiner Sendung "Rocket Hour" beim Radiosender Apple Music 1 erzählte. Seit dem Austritt Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt benötigen britische Musiker ein Visum, um in EU-Ländern auftreten zu können. "Was sich ereignet hat, ist, dass es finanziell unmöglich geworden ist für junge Künstler für ihre Visa zu bezahlen und sich durch die ganze Bürokratie durchzukämpfen, die sie für Europa brauchen", so Elton John. Er sei daher "auf dem Kriegspfad, um das zu klären", so der Star weiter.

18.12 Uhr: Prinz Philips letzter Wille bleibt noch jahrzehntelang geheim

Der letzte Wille des im April verstorbenen Ehemanns der britischen Königin Elizabeth II. soll erst im kommenden Jahrhundert öffentlich werden: Um "die Würde und den Stand" der Monarchin zu schützen, bleibe das Testament von Prinz Philip für die nächsten 90 Jahre geheim, entschied ein Richter des Obersten Gerichts in London. Erst dann werde es für Historiker freigegeben. Es liege im öffentlichen Interesse, die Privatsphäre der Queen und enger Mitglieder der königlichen Familie zu schützen, erklärte Richter Andrew McFarlane. Der besondere Stand der Königsfamilie rechtfertige, dass ihr Privatleben besonders geschützt werde.

18.07 Uhr: Kokain für 300 Millionen in Rotterdam sichergestellt

Ermittler haben im Hafen von Rotterdam eine riesige Menge Kokain sichergestellt. 4022 Kilogramm der Droge mit einem Verkaufswert von mehr als 300 Millionen Euro seien in einem Container entdeckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es sei die bisher größte Ladung, die in Rotterdam sichergestellt worden sei, sagte ein Sprecher dem niederländischen Radio. Der Container kam aus Surinam in Südamerika und war ansonsten mit Holz gefüllt. Er war für ein Unternehmen in Polen bestimmt.

17.48 Uhr: Hungerstreik fürs Klima: Greenpeace fordert Ende des Protests

Die Umweltorganisation Greenpeace appelliert an die Klima-Aktivisten am Berliner Reichstag, ihren seit mehr als zwei Wochen andauernden Hungerstreik sofort zu beenden. "Wir teilen das Anliegen der Protestierenden um ihre Zukunft, aber wir appellieren an sie, aus Sorge um ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen, diese Zukunft und ihr junges Leben nicht aufs Spiel zu setzen", schrieb der Greenpeace-Vorsitzende Martin Kaiser. Die Klimaprotest-Teilnehmer hatten nach eigenen Angaben am 30. August einen unbefristeten Hungerstreik begonnen. Ihr Ziel ist eine öffentliche Diskussion mit den drei Kanzlerkandidaten sowie die Einsetzung eines Bürgerrats, der der Politik Sofortmaßnahmen gegen den Klimawandel vorgeben soll.

17.35 Uhr: Zwei Tote in den Niederlanden – Mann mit Armbrust festgenommen

Im niederländischen Almelo sind bei einer Gewalttat nach Angaben der Polizei zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Ein Mann soll mit einer Armbrust geschossen haben und sei festgenommen worden, teilte die Polizei am Freitag über Twitter mit. Er ist einer der beiden Verletzten. Was genau in der Stadt im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze geschah, ist noch weitgehend unklar. Die Ermittlungen dauerten an.

17.25 Uhr: Inzidenz in Augustdorf steigt über 1000

Nach einer rechnerischen Sieben-Tage-Inzidenz in Augustdorf von über 1000 haben der Kreis Lippe und die Gemeinde Maßnahmen gegen ein weiteres Ansteigen der Infektionszahlen angekündigt. Infizierten und Kontaktpersonen sollen umfangreicher informiert werden, welche Schritte erforderlich sind, teilte der Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen mit. Auch sollen mehrsprachige Flyer verteilt werden, die über das Thema Impfen und das Verhalten in Quarantäne informieren. Daneben würden auch Schwerpunkttestungen erwogen. Es gebe in der Gemeinde Augustdorf ein diffuses Infektionsgeschehen gerade in Familienverbünden, erläuterte ein Sprecher des Kreises. Das Gesundheitsamt bewerte das Infektionslage noch detaillierter. Zudem solle noch stärker auf Impfangebote hingewiesen werden.

16.50 Uhr: Taliban ersetzen Frauenministerium durch Tugendministerium

Die radikalislamischen Taliban haben offenbar das Frauenministerium der afghanischen Regierung durch ein "Tugendministerium" ersetzt. Arbeiter brachten am Gebäude des bisherigen Frauenministeriums ein Schild an, das auf das Ministerium "zur Förderung der Tugend und zur Verhinderung des Lasters" verweist. Dies ist der Name der Behörde, das während der ersten Taliban-Herrschaft Ende der 90er Jahre etwa für Auspeitschungen von Frauen verantwortlich war.

16.44 Uhr: Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht

Wegen eines falschen Etiketts sind in Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen 840 abgelaufene Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreicht worden. Der Impfstoff wurde vorschriftsmäßig in Kühlboxen transportiert. Auf den Paketen war eine längere Ablaufzeit notiert, wie die drei zuständigen Landkreise mitteilten. Daher sei der Impfstoff teilweise noch gespritzt worden. Das Datum habe sich später als falsch herausgestellt. Die Verantwortlichen erwarteten wegen des Fehlers zunächst keine Folgen für die Betroffenen.

"Es gibt bisher keine Rückschlüsse, dass sich aus der längeren Aufbewahrungszeit Auswirkungen auf die Wirksamkeit ergeben hätten", sagte die ärztliche Leiterin des Sindelfinger Kreisimpfzentrums, Martina Burchert-Graeve. Einer neuen Studie des Herstellers zufolge sei der Impfstoff so stabil, dass er drei Monate lang bei normalen Kühlschranktemperaturen gelagert werden könne. In Europa gelte aber derzeit noch die Vorgabe der Europäische Arzneimittel-Agentur, nach der die Lagerung eine Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten soll.

16.28 Uhr: Schulabmeldungen in Österreich verdreifacht

In Österreich hat sich die Zahl der Schulabmeldungen angesichts der Corona-Pandemie verdreifacht. Insgesamt 7515 Kinder bis zum neunten Schuljahr sind im neuen Schuljahr in häuslichem Unterricht, wie aus Zahlen des Bildungsministeriums hervorgeht. Im Vorjahr waren es rund 2600. In Österreich gilt keine Schul-, sondern lediglich eine Unterrichtspflicht. Ein Hausunterricht kann nur untersagt werden, wenn mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die Gleichwertigkeit des Unterrichtes nicht gegeben ist. Am Ende des Schuljahrs ist an einer Schule eine sogenannte Externistenprüfung über den Unterrichtsstoff zu absolvieren.

Das Bildungsministerium will künftig die Regeln für häuslichen Unterricht verschärfen. Obendrein hatte es die Eltern mehrfach darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zur Phase des generellen Fernunterrichts nun das Lernen zu Hause nicht mehr durch die Lehrer unterstützt wird.

15.55 Uhr: Demo im hessischen Hanau: Drohne wirft stinkende Substanz ab

Unbekannte haben in Hessen mit Hilfe einer Drohne eine stinkende Substanz auf Demonstranten abgeworfen. Die Teilnehmer der Kundgebung am Mainufer in Hanau am Donnerstagabend bemerkten eine Drohne in mehreren Metern über sich, wie die Polizei in Offenbach mitteilte. Von dieser sei dann eine Tüte mit einer übel riechenden flüssigen Substanz herabgefallen.

Diese traf niemanden, es gab somit keine Verletzten. Unklar blieb, worum es sich bei der Substanz handelte. Die Polizei sucht nun nach zwei Menschen, welche die Drohne vom gegenüberliegenden Ufer gesteuert haben könnten. Eine eingeleitete Suche blieb zunächst erfolglos. Die Beamten ermitteln wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.

15.47 Uhr: Niederländische Verteidigungsministerin tritt zurück

Nach der niederländischen Außenministerin ist nun auch die Verteidigungsministerin des Landes im Zusammenhang mit der problematischen Afghanistan-Evakuierung zurückgetreten. Die christdemokratische Ministerin Ank Bijleveld zog am Freitag die Konsequenzen, nachdem sie zuvor harte Kritik des Parlaments einstecken musste. Bereits am Vorabend war die linksliberale Außenministerin Sigrid Kaag zurückgetreten, auch ihr hatte das Parlament die Probleme bei der Evakuierung afghanischer Mitarbeiter aus Kabul angelastet. Nach einer heftigen Debatte über den Einsatz hatte das Parlament zwei Missbilligungsanträge angenommen. Die Außenministerin war daraufhin sofort zurückgetreten. Dass die Verteidigungsministerin nicht ebenfalls direkt zurücktrat, wurde von ihrer eigenen Partei kritisiert.

15.35 Uhr: Geschöntes Länder-Ranking setzt IWF-Chefin unter Druck

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, muss sich wegen angeblicher Einflussnahme zugunsten Chinas bei einem wichtigen Länderbericht rechtfertigen. Konkret geht es um Unregelmäßigkeiten im "Doing Business"-Ranking der Weltbank, wo Georgieva vor ihrer Zeit beim IWF als Generaldirektorin tätig war. Eine in Washington veröffentlichte Untersuchung der Weltbank ergab, dass die frühere Führung um Georgieva für die Rangliste zuständige Forscher unter Druck gesetzt habe, um Vorteile für China zu erreichen.

Georgieva wies die Vorwürfe in einer kurzen Stellungnahme zurück und erklärte, mit den Ergebnissen und Schlussfolgerungen der Untersuchung nicht einverstanden zu sein. Die Weltbank hatte die im Zentrum des Konflikts stehende "Doing Business"-Liste für 2018 nachträglich korrigiert und China dabei um sieben Plätze auf Rang 85 herabgestuft. Die Weltbank teilte nun mit, das Geschäftsklima-Ranking abzuschaffen. Unstimmigkeiten gab es beim Bericht für 2020 auch bei den Daten von Saudi-Arabien, Aserbaidschan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das hatte die Weltbank selbst bereits im Dezember eingeräumt.

15.26 Uhr: Prozess gegen zehn Verdächtige wegen Anschlägen in Brüssel 2016

Wegen der islamistischen Anschläge in Brüssel im März 2016 müssen sich zehn Verdächtige vor Gericht verantworten. Den Männern werde vor dem Brüsseler Schwurgericht der Prozess gemacht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sechs der Verdächtigen, darunter der 32-jährige Salah Abdeslam, stehen derzeit auch in Frankreich wegen der dortigen Anschlagsserie vom November 2015 vor Gericht. Bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation am 22. März 2016 waren 32 Menschen getötet und 340 weitere verletzt worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Anschläge für sich. 

15.05 Uhr: Hagener Synagoge: Verdächtiger wird Haftrichter vorgeführt

Der wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf die Hagener Synagoge festgenommene Jugendliche wird einem Haftrichter vorgeführt. Das sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Ermittler sehen demnach einen dringenden Tatverdacht gegen ihn und werden einen Haftbefehl beantragen.

15.00 Uhr: Taliban: Höhere Schulen sollen für Jungs wieder öffnen

Die militant-islamistischen Taliban haben weiterführende Schulen dazu aufgerufen, für Jungen wieder zu öffnen. Alle öffentlichen, privaten und offiziellen religiösen Schulen sowie andere Bildungseinrichtungen im Land sollten am Samstag den Schulbetrieb wieder aufnehmen, hieß es in einer Erklärung des Bildungsministeriums. "Zu diesem Zweck bitten wir alle männlichen Lehrer und Schüler, ihre Schulen zu besuchen."

Weibliche Schülerinnen werden in der Erklärung nicht erwähnt. Es gab auch keine Angaben dazu, wann Schulen ab der 7. Klasse für Mädchen wieder öffnen könnten oder sollten. In der Erklärung hieß es weiter, man habe bereits davor Schülern bis zur 6. Schulstufe erlaubt, ihre Schulen zu besuchen. Daraufhin wurde der Schulbetrieb für Mädchen und Jungen dieser Schulstufen aufgenommen.

14.38 Uhr: Festakt zum 3. Oktober: Nationalhymne soll nicht mitgesungen werden

Wie schon bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2020 in Potsdam soll auch in diesem Jahr die Nationalhymne beim zentralen Festakt nicht mitgesungen werden. Diese Maßnahme sei als Teil des Hygienekonzeptes bei den Feierlichkeiten am 3. Oktober in Halle zu verstehen, sagte Susanne Bethke von der Staatskanzlei in Magdeburg. Die zentralen Einheitsfeierlichkeiten finden in diesem Jahr in Halle statt. Es wird wegen der Pandemie auch im zweiten Corona-Jahr kein großes Bürgerfest geben.

14.25 Uhr: Zwei Tote in den Niederlanden – Mann mit Armbrust festgenommen

Im niederländischen Almelo sind nach Angaben der Polizei zwei Menschen getötet worden. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in der Stadt im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze mitteilte. Was genau passierte, war zunächst unklar. Unter den Verletzten ist den Angaben zufolge ein Mann, der mit einer Armbrust von einem Balkon geschossen haben soll. Der Verdächtige sei festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte.

Die Einsatzkräfte rückten aus, weil ihnen eine Messerstecherei gemeldet worden war. Als die Polizei beim Tatort ankam, stand ein Mann nach Zeugenaussagen mit nacktem Oberkörper und einer Armbrust auf einem Balkon. Reporter berichteten, dass der Mann mindestens einen Pfeil abgefeuert habe.

13.58 Uhr: Spahn lehnt Geldprämien fürs Impfen ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Geldprämien abgelehnt, um mehr Menschen dazu zu bringen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er frage sich, was dazu die 55 Millionen Menschen sagen würden, die schon geimpft seien, sagte er im Interview mit den Sendern RTL/ntv. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hatte sich zuvor für Geldprämien ausgesprochen, um "das Impftempo zu beschleunigen".

Er verstehe den Ansatz dahinter und fände es auch gut, dass Unternehmen oder Einzelhändler Rabattaktionen anbieten, um die Impfbereitschaft zu erhöhen, sagte Spahn. "Das ist gut und richtig, das kann man meinetwegen auch gerne steuerlich fördern." Aber staatliche Prämien seien auch eine Frage von Fairness.

13.44 Uhr: Frau auf Bauernhof in Bayern von Heuballen erschlagen

Bei einem Betriebsunfall auf einem Bauernhof im oberbayerischen Penzing ist eine Frau tödlich verletzt worden. Der Landwirt habe die 35 Jahre alte Aushilfskraft leblos unter einem etwa 300 Kilogramm schweren Heuballen gefunden, teilte die Polizei in Ingolstadt am Freitag mit. Der Notarzt habe nur noch den Tod der Frau feststellen können. Die Kriminalpolizei in Fürstenfeldbruck ermittelt zum Unfallhergang. Es gebe aber bisher keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, teilte die Polizei weiter mit.

13.33 Uhr: Oberstes Gericht in Südafrika bestätigt Haftstrafe für Ex-Präsident Zuma

In Südafrika hat das Oberste Gericht eine 15-monatige Haftstrafe für Ex-Präsident Jacob Zuma bestätigt und dessen Forderung nach einer Rücknahme der Verurteilung kategorisch zurückgewiesen. "Die Forderung nach einer Annullierung wird abgewiesen", erklärte Richterin Sisi Khampepe und warf dem Ex-Staatschef und dessen Anwälten "prozesswütige Mauschelei" vor.

Zuma hatte im Juli eine 15-monatige Haftstrafe angetreten, weil er sich geweigert hatte, vor einem Anti-Korruptions-Ausschuss zu erscheinen. Das Gremium soll Korruptionsvorwürfen während Zumas Präsidentschaft von 2009 bis 2018 nachgehen. Weil gegen seine Verurteilung keine Berufung möglich war, hatte Zuma eine "Annullierung" des Urteils gefordert.

13.24 Uhr: Missbrauchsskandal: Prinz Andrew will Zustellung der Klage verhindern

Im Tauziehen um eine Zivilklage in den USA gegen den britischen Prinzen Andrew ziehen die Anwälte des Royals alle Register. Wie der Londoner High Court mitteilte, kündigte das Anwaltsteam des zweitältesten Queen-Sohns an, gegen die Überstellung der Dokumente durch das Gericht vorzugehen. Bislang hatte es Andrew erfolgreich geschafft, den Start des Prozesses in den USA um Missbrauchsvorwürfe hinauszuzögern, indem er schlicht nicht erreichbar war. Der High Court hatte schließlich eingewilligt, die förmliche Überstellung der Dokumente zu übernehmen. Für den Einspruch dagegen haben die Anwälte Andrews nun eine Woche Zeit, hieß es in der Mitteilung des High Courts.

13.10 Uhr: Milliarden-Wohnungsgeschäft in Berlin abgewickelt

Nach monatelangen Verhandlungen ist ein milliardenschweres Geschäft zur Kommunalisierung von Wohnungen in Berlin unter Dach und Fach. Drei landeseigene Gesellschaften kaufen den Konzernen Vonovia und Deutsche Wohnen 14.750 Wohnungen sowie 450 Gewerbeeinheiten ab und zahlen dafür 2,46 Milliarden Euro. Das gaben alle Beteiligten bekannt. Das Geschäft gilt als größtes dieser Art seit langem in der Hauptstadt. Der Berliner Senat verfolgt das Ziel, durch Neubau und Ankäufe den kommunalen Wohnungsbestand zu erweitern. Er hofft so, mehr Einfluss auf den angespannten Wohnungsmarkt zu haben und den Anstieg der Mieten bremsen zu können.

13.00 Uhr: Seit Mitte August 4559 Afghanen in Deutschland angekommen

Seit der Machtübernahme der Taliban im August sind aus Afghanistan rund 5400 Menschen nach Deutschland gekommen. Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage mitteilte, handelt es sich bei den insgesamt 5404 Eingereisten um 4559 afghanische Staatsbürger und 522 Deutsche. Unter den Afghanen sind den Angaben zufolge 259 ehemalige Ortskräfte deutscher Institutionen mit 945 Familienangehörigen.

Das Bundesinnenministerium hatte diese Woche für gut 2600 Menschenrechtler, Künstler, Wissenschaftler, Journalisten und andere potenziell gefährdete Menschen aus Afghanistan eine Aufenthaltszusage erteilt. Das bedeutet, dass diese Menschen sowie ihre Lebenspartner und Kinder einen Aufenthaltstitel für Deutschland erhalten, also kein Asyl beantragen müssen.

12.55 Uhr: Rund 1400 Aktionen bei bundesweiter Corona-Impfwoche

Bei der noch bis diesen Sonntag laufenden bundesweiten Aktionswoche für Corona-Impfungen sind laut Bundesregierung rund 1400 Impf-Gelegenheiten vor Ort organisiert worden. Damit solle auch erneut ins Bewusstsein gerückt werden, wie einfach und für jeden erreichbar das Impfangebot sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Jede Impfung macht nicht nur die geimpften Personen, sondern uns alle ein wenig sicherer." Es werde sicherlich auch nach dieser Woche weitere fantasievolle und unkonventionelle Impf-Aktionen geben, sagte Seibert.

12.50 Uhr: Merkel hat sich für Breifwahl entschieden

Fotos von Angela Merkel (CDU) im Wahllokal wird es am 26. September nicht geben. Die Bundeskanzlerin habe sich entschieden, bei dieser Bundestagswahl von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch zu machen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Ob die Kanzlerin ihre Stimme bereits abgegeben hat oder nicht, wollte er nicht preisgeben.

12.45 Uhr: Brasilien und Indien ab Sonntag keine Hochrisikogebiete mehr

Brasilien und Indien gelten ab Sonntag nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiete. Wie das Robert-Koch-Institut am Freitag weiter mitteilte, wurden in Europa die portugiesische Algarve, West-Irland und Zypern von der Liste der Hochrisikogebiete genommen. Auch Bangladesch, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Nepal, Sambia, Simbabwe und Südafrika werden nun von der Liste der besonders riskanten Länder gestrichen. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft wurden dagegen Antigua und Barbuda, Armenien, Barbados, Belize, Guyana, Moldau und Venezuela.

12.40 Uhr: Lindenbergs Sportwagen gestohlen – Prozess gegen 26-Jährigen beginnt

Nach dem Diebstahl eines Sportwagens des Sängers Udo Lindenberg muss sich von Mittwoch an ein 26-Jähriger vor dem Amtsgericht Hamburg-St. Georg verantworten. Das Auto im Wert von mittlerweile rund 600.000 Euro war am 22. Juni 2020 aus einer in Alsternähe gelegenen Hotel-Tiefgarage entwendet worden, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Entweder habe der Angeklagte es selbst gestohlen oder es in Kenntnis des Diebstahls kurz darauf von unbekannten Tätern erlangt. Das Fahrzeug wurde am 25. Juni von der Polizei in Ahrensburg sichergestellt, nachdem es mit einem falschen Kennzeichen versehen worden war. Bei dem Wagen handelt es sich um einen Porsche 911 R, von dem nur 991 Exemplare gebaut wurden.

Nach Überzeugung der Anklage war der 26-Jährige vorher schon für mehrere Auto-Diebstähle verantwortlich. Dem Angeklagten wird gemeinschaftlicher gewerbsmäßiger Diebstahl in vier Fällen und in einem Fall alternativ gemeinschaftliche gewerbsmäßige Hehlerei zur Last gelegt.

12.35 Uhr: Mutter in Neuseeland soll ihre drei Töchter ermordet haben

In der neuseeländischen Hafenstadt Timaru sind drei Kinder tot in einem Haus aufgefunden worden. Mutmaßliche Täterin soll die 40-jährige Mutter sein, die den Behörden zufolge zunächst in ein Krankenhaus gebracht wurde und am Samstag vor Gericht erscheinen soll. Sie werde des Mordes beschuldigt, zitierten örtliche Medien die Polizei in der Stadt auf der Südinsel. Die Opfer seien drei Mädchen – Zwillinge im Alter von zwei Jahren und ihre sechsjährige Schwester, schrieb das Nachrichtenportal "Stuff".

12.31 Uhr: Mord-Anklage gegen mutmaßlichen Raser nach Unfall mit zwei Toten

Nach einem Verkehrsunfall mit zwei Toten und einer Schwerverletzten hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen den mutmaßlichen Verursacher erhoben. Der 39 Jahre alte Deutsche werde des zweifachen Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und des illegalen Autorennens beschuldigt, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen in Frankfurt.

Der Unfall hatte sich im November vergangenen Jahres im Frankfurter Ostend ereignet. Der 39-Jährige war laut Staatsanwaltschaft mit einem 625 PS starken Auto unterwegs, das er an mehreren Ampeln jeweils stark beschleunigte. Nachdem er das Sicherungssystem des Fahrzeugs ausgeschaltet hatte, prallte der Wagen mit 82 Stundenkilometern gegen einen Fahrradfahrer (27), der zu Tode kam, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Ein 61 Jahre alter Mann, der am Straßenrand Gegenstände in sein Auto räumte, wurde von der Wucht des Aufpralls ebenfalls getötet. Dessen 31 Jahre alte Tochter wurde schwer verletzt.

12.10 Uhr: 117 Millionen Kinder gehen wegen Corona nicht wieder in die Schule

Eineinhalb Jahre nach den weltweiten Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie gehen 117 Millionen Kinder noch immer nicht wieder in die Schule. "Je länger die Schulen geschlossen bleiben, desto schlimmer sind die Folgen", betonte die Bildungsbeauftragte der UN-Bildungsorganisation Unesco, Stefania Giannini, in einer in Paris veröffentlichten Erklärung. Möglicherweise entstünden dadurch bleibende Schäden hinsichtlich der Gesundheit und Ausbildung der Kinder.

12.00 Uhr: 70 Prozent der Franzosen vollständig gegen Corona geimpft

70 Prozent der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 73,9 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. In der vierten Woche in Folge schwäche sich die Infektionslage im Land ab, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit. Seit drei Wochen sei zudem die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten rückläufig. Während nach einer Befragung die Zahl der Befürworter einer Impfung auch für Kinder weiter steigt, lässt die Beachtung der Hygieneregeln nach. Nur noch 58 Prozent der Befragten gaben an, bei der Begrüßung auf Handschlag oder Wangenkuss zu verzichten und sich regelmäßig die Hände zu waschen. 68 Prozent halten sich strikt an die Vorschriften zum Tragen einer Maske.

11.54 Uhr: Impfplicht auf einigen Kreuzfahrtrouten von Aida

Die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises bietet einige Reisen ihres Winterfahrplans nur ausnahmslos Menschen mit Corona-Impfung an. Auf Reisen in die Karibik, den Orient oder nach Norwegen gibt es laut Aida keine Ausnahmen etwa für ungeimpfte Kinder, so dass diese nicht mitreisen können. Das Unternehmen habe die Gäste informiert, sagte eine Sprecherin am Freitag. Zuerst hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet. Auch für Reisen etwa zu den Kanaren, im Mittelmeer sowie Städtetouren ab Hamburg gilt laut Unternehmen eine Impfpflicht. Für Kinder bis zwölf Jahren ist hier allerdings ein negativer Corona-Test ausreichend.

11.46 Uhr: In Ladesäulen für E-Autos werden Kartenlesegeräte Pflicht

Fahrer von Elektroautos müssen künftig die Möglichkeit haben, an Ladesäulen mit Debit- oder Kreditkarte zu zahlen. Der Bundesrat stimmte einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung ohne Änderungen zu. Demnach müssen ab Juli 2023 verpflichtend Kartenlesegeräte in neue Ladesäulen eingebaut werden. Ältere Modelle müssen nicht umgerüstet werden

Die Auto- und die Energiebranche hatte diese Pflicht zuvor als veraltet kritisiert und wollte verstärkt auf Bezahlung per App und andere digitale Modelle setzen. Banken, Städte und Gemeinden dagegen kritisierten, das derzeitige "Bezahlchaos" bremse die E-Mobilität aus.

11.45 Uhr: Nabu: Weniger Wespen als im Vorjahr gesichtet

Bei einer Zählung des Naturschutzbundes (Nabu) sind in diesem Jahr weniger Wespen gesichtet worden als noch 2020. Damals waren es durchschnittlich 11,5 Wespen pro Meldung, 2021 nur 4,5. Ein Grund dafür könne das nasse Wetter in diesem Jahr sein, hieß es. Den Angaben zufolge sei wie in den vergangenen Jahren auch vor allem die Ackerhummel durch Gärten gesurrt.

11.29 Uhr: Ischgl-Prozess um Covid-Opfer: Staat Österreich lehnt Vergleich ab

Beim ersten Prozess um den folgenschweren Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl hat der österreichische Staat eine einvernehmliche Lösung und Vergleichsverhandlungen abgelehnt. Die Republik vertritt die Auffassung, dass Regierung und Behörden mit dem damaligem Wissen über das Virus richtig handelten und die Klage deshalb grundlos ist - dies wurde zum Auftakt des Verfahrens deutlich. Vor dem Wiener Landgericht fordern die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, rund 100.000 Euro Schadenersatz vom Staat.

11.10 Uhr: Inflation in Eurozone steigt auf höchsten Stand seit fast zehn Jahren

Die Inflation im Euroraum hat im August deutlich zugelegt und den höchsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise seien gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Es ist die höchste Inflationsrate seit November 2011. Im Juli hatte die Rate noch bei 2,2 Prozent gelegen.

10.52 Uhr: SPD vor Wahl in Mecklenburg-Vorpommern in Umfrage weiter deutlich vorn

Eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD dort weiter deutlich vorn. In dem ZDF-"Politbarometer" kommen die Sozialdemokraten mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig als Spitzenkandidatin auf 38 Prozent. Ihr derzeitiger Koalitionspartner CDU erreicht 15 Prozent und landet hinter der AfD, für die 17 Prozent prognostiziert werden, auf dem dritten Platz.

Die Linkspartei kommt laut der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen auf elf Prozent und kann sicher mit dem Einzug in den Landtag rechnen. FDP und Grüne liegen mit jeweils sechs Prozent knapp über der Fünfprozenthürde. Sieben Prozent der Befragten sprachen sich für andere Parteien aus.

10.47 Uhr: Salzstock Gorleben wird endgültig geschlossen

Das Erkundungsbergwerk Gorleben wird endgültig stillgelegt, nachdem der Standort bereits vor einem Jahr als Standort für ein Atomendlager ausgeschlossen wurde. Das Bundesumweltministerium gab bekannt, die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) mit der Stilllegung des Bergwerks zu beauftragen. "Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Gorleben. Niedersachsen Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte: "Ab heute gibt es keine Hintertür mehr." Das Thema Endlager Gorleben sei endgültig beendet.

Im Herbst 2020 hatte die BGE mitgeteilt, dass große Teile Deutschlands für ein Atomendlager nach geologischen Kriterien grundsätzlich geeignet sind - der lange heftig umkämpfte Salzstock Gorleben aber ist nicht darunter. Als Grund wurden geologische Mängel genannt. Nach der Entscheidung sollte geprüft werden, wie weiter mit dem Bergwerk verfahren werden kann.

10.40 Uhr: Zusehends mehr Corona-Auffrischungsimpfungen

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland gibt es mehr und mehr Auffrischungsimpfungen für ältere und besonders gefährdete Menschen. Am Mittwoch und Donnerstag waren es erstmals jeweils mehr als 40.000 am Tag, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten kürzlich vereinbart, das Angebot zu Impf-Auffrischungen zu erweitern: Neben Pflegeheimbewohnern können sich unter anderem auch Menschen ab 60 Jahre mit ärztlicher Beratung dafür entscheiden, wenn die vollständige Impfung schon mindestens sechs Monate zurückliegt.

10.06 Uhr: Offenbar gehäufte Impfdurchbrüche bei Impfstoff von Johnson-&-Johnson

Experten und Behörden fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson-&-Johnson auf. Bislang erkrankten in 6106 Fällen Menschen trotz vollständigem Impfschutz durch das Mittel, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht. Laut RKI haben bislang gut drei Millionen Menschen eine Johnson-&-Johnson-Impfung bekommen. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach grob überschlagen 2000 Impfdurchbrüche. Zum Vergleich: Beim am häufigsten in Deutschland verwendeten Impfstoff - Biontech/Pfizer - sind es diesen Zahlen zufolge rund 640 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte.

Das Vakzin von Johnson-&-Johnson ist der einzige bisher in der EU zugelassene Corona-Impfstoff, bei dem es laut EU-Arzneimittelbehörde (EMA) nur eine Dosis braucht.

10.03 Uhr: Neue Umfrage deutet bei Berlin-Wahl auf Kopf-an-Kopf-Rennen

Gut eine Woche vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus deutet eine neue Umfrage auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und Grünen. In dem am Donnerstag vom ZDF veröffentlichten "Politbarometer Extra" der Forschungsgruppe Wahlen liegt die SPD bei 21 Prozent, die Grünen kommen auf 20 Prozent. Auf Platz drei folgt die CDU mit 17 Prozent. Auf die Linke entfallen 12, auf die AfD 9 und auf die FDP 8 Prozent. Die anderen Parteien erreichen zusammen 13 Prozent, darunter ist aber keine Partei, die wenigstens drei Prozent bekäme.

Damit hätte die seit 2016 regierende rot-rot-grüne Koalition weiterhin eine Mehrheit. Es wären aber auch andere Dreierbündnisse möglich, darunter von SPD, CDU und FDP oder Grünen, CDU und FDP. Umfragen anderer Institute hatten zuletzt die SPD deutlicher vor den Grünen gesehen oder die Grünen.

9.48 Uhr:  Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen rettet Pferd von Stalldach

Die Feuerwehr hat in Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen ein Pferd von einem Stalldach gerettet. Das Tier geriet von einer Weide auf die an einem Hang gebaute Stallung und brach durch das Dach ein, wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte. Das junge Pferd blieb mit dem Körper auf den Dachsparren liegen und klemmte mit einem Hinterlauf fest.

Die Einsatzkräfte türmten Heuballen in dem Stall auf, um ein weiteres Abstürzen des Tiers zu verhindern und den Rettern den Zugang zu erleichtern. Die Dachbalken wurden schließlich mit Sägen durchtrennt, und das Pferd konnte über die Heuballen sicher zu Boden geleitet werden. Ein Tierarzt übernahm anschließend die Behandlung des jungen Pferds. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach war insgesamt mit 17 Kräften und sieben Fahrzeugen bei der Tierrettung im Einsatz.

9.43 Uhr: London streicht EU-Vorschriften: Rückkehr von Pfund und Unze steht bevor

Alte Maßeinheit, neue Maßeinheit: Als Folge des Brexits hat Großbritannien zahlreiche EU-Vorschriften gestrichen und damit die Rückkehr zu Warenauszeichnungen mit Pfund und Unze geebnet. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson kündigte an, das imperiale System für Gewichte und Maße wiedereinzuführen, wie die Zeitung "The Times" berichtete. Damit dürfen Geschäfte künftig ihre Waren nur noch in Pfund und Unze auszeichnen - unter EU-Regeln war das nur erlaubt, wenn zugleich das Gewicht in Kilogramm angegeben war. Brexit-Befürwortern war das Verbot ein Dorn im Auge, sie feiern jetzt die Rückkehr zu englischen Traditionen.

Ebenfalls erlaubt ist nun wieder, auf Pint-Gläsern die königliche Krone zu drucken. Als "Crown Stamp" zeigte das Symbol jahrhundertelang das korrekte Eichmaß der Gefäße an. 2007 eingeführte EU-Regeln, an die sich das damalige EU-Mitglied Großbritannien halten musste, ersetzte die Krone durch das einheitliche CE-Zeichen.

9.10 Uhr: Thunberg am Klima-Protesttag 24. September in Berlin

Zu den angekündigten internationalen Klimaprotesten von Fridays for Future am 24. September kommt die schwedische Initiatorin Greta Thunberg nach Berlin. Sie wolle in der Hauptstadt demonstrieren, sagte die 18-Jährige dem "Tagesspiegel". Für eine bestimmte Partei werbe sie zwei Tage vor der Bundestagswahl aber nicht. "Wir sind keine Lobbyisten für die Grünen."

In Deutschland soll es am Freitag kommender Woche in mehr als 350 Städten Proteste geben, weltweit mehr als 1160. Die Protestinitiative fordert Maßnahmen, um die Klimaerhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

8.43 Uhr: "Politbarometer": Union kommt in Wählergunst nicht voran

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl haben die Anstrengungen der Union, eine Trendwende in der Wählergunst einzuleiten, laut ZDF-"Politbarometer" noch keine Früchte getragen. CDU/CSU verharrten nach der jüngsten Erhebung wie schon in den beiden Wochen zuvor bei 22 Prozent. In Führung lag weiter die SPD mit unverändert 25 Prozent. Die Grünen verloren einen Prozentpunkt auf 16 Prozent.

Bei den anderen Parteien bewegte sich nichts. FDP und AfD blieben bei elf Prozent, die Linkspartei bei sechs Prozent. Andere Parteien kamen auf insgesamt neun Prozent, dies war ein Prozentpunkt mehr als vor einer Woche.

8.21 Uhr: Nawalny-App nicht mehr in App Stores von Google und Apple verfügbar

Die App des inhaftierten Regierungskritikers Alexej Nawalny ist nach Angaben seiner Unterstützer am Tag der Parlamentswahl in Russland aus den App Stores von Google und Apple verschwunden. Der Vorsitzende von Nawalnys Anti-Korruptionsstiftung, Iwan Schdanow, warf den beiden US-Unternehmen auf Twitter vor, die App gelöscht zu haben.

7.51 Uhr: Mexikanische Sicherheitskräfte erschießen neun schwer bewaffnete Männer

Mexikanische Sicherheitskräfte haben in Grenznähe zu den USA nach eigenen Angaben neun schwer bewaffnete Männer erschossen. Polizisten seien auf der Autobahn zwischen Colombia und Anáhuac angegriffen worden, erklärte die Regierung des Bundesstaates Coahuila. Die Polizei habe Verstärkung des Militärs angefordert.

Im darauffolgenden Schusswechsel "wurden neun bewaffnete Zivilisten getötet", erklärte die Regierung weiter. Außerdem seien zwei Fahrzeuge, eines davon mit einer selbstgebauten Panzerung, sowie zehn Waffen beschlagnahmt worden.

7.50 Uhr: Chinas Astronauten nach drei Monaten im All wieder auf der Erde

Nach der bisher längsten bemannten Raumfahrtmission Chinas sind drei Astronauten wieder auf der Erde gelandet. Die Rückkehrkapsel des Raumschiffs "Shenzhou 12" (Magisches Schiff) wurde von einem großen Fallschirm abgebremst und setzte am Freitag schließlich in der Wüste Gobi im Norden Chinas auf, wie auf Live-Bildern des Staatssenders CCTV zu sehen war.

Die Astronauten Nie Haisheng, Liu Boming und Tang Hongbo waren am  17. Juni von der Erde gestartet und verbrachten drei Monate im All – ein Rekord für chinesische Raumfahrer. 

7.42 Uhr: Nach möglichen Kochsalz-Injektionen Entschädigung für Betroffene

Nach möglichen Impfungen mit Kochsalzlösungen bieten das Land Niedersachsen und der Landkreis Friesland den über 10.000 Betroffenen eine Entschädigung an. Eine Aufwandsentschädigung von 35 Euro erhielten diejenigen, die eine Impfung wiederholen müssen, 50 Euro erhalte, wer zweimal nachgeimpft werden müsse, gab der Landkreis Friesland online bekannt. Dafür müsse ein Antrag gestellt und die Nachholimpfung nachgewiesen werden. Die Kosten übernehme das Land.

Eine Krankenschwester hatte zugegeben, am Kreisimpfzentrum sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösung aufgezogen haben könnte. Um die möglichen fehlenden Impfungen nachzuholen, sollten daher rund 10.000 Betroffene als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

4.45 Uhr: Parlamentswahl in Russland gestartet – Opposition warnt vor Betrug

Unter weitgehendem Ausschluss prominenter Oppositioneller hat in Russland die Parlamentswahl begonnen. Bis einschließlich Sonntag sind rund 110 Millionen Menschen im flächenmäßig größten Land der Erde aufgerufen, über die Zusammensetzung der neuen Staatsduma abzustimmen. In vielen Regionen werden zeitgleich Regional- und Stadtparlamente gewählt. Die Kremlpartei Geeintes Russland will ihre absolute Mehrheit in der Staatsduma verteidigen.

Neu zu besetzen sind 450 Sitze in der Duma, in der derzeit vier Parteien vertreten sind. Neben Geeintes Russland sind das die Kommunisten, die rechtspopulistische LDPR und die Partei Gerechtes Russland. Diese Parteien gelten als systemtreu und vom Kreml gesteuert. Eine echte Opposition gibt es im russischen Parlament bisher nicht.

4.43 Uhr: RKI registriert 11.022 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 74,7

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am vierten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagtagmorgen mit 74,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 76,3 gelegen, vor einer Woche bei 83,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.022 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.25 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.969 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 20 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 55 gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.125.878 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,87 an (Mittwoch: 1,88). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

4.15 Uhr: Bei vielen Deutschen kommt im Wahlkampf eher Langeweile auf

Viele Wähler finden den laufenden Bundestagswahlkampf bislang eher öde. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bezeichneten nur vier Prozent der Wahlberechtigten den aktuellen Wahlkampf als "äußerst spannend". 16 Prozent der Befragten beurteilten den Wettstreit der Parteien als "eher spannend".

Und obgleich in Sachen Regierungskoalition zur Zeit noch alles offen zu sein scheint, finden insgesamt 43 Prozent der Teilnehmer der repräsentativen Umfrage den Wahlkampf langweilig. 19 Prozent von ihnen waren sogar der Meinung, der Wettbewerb um Stimmen und Kanzleramt sei diesmal "äußerst langweilig". Rund 29 Prozent der Deutschen finden den Wahlkampf weder spannend noch langweilig. Sieben Prozent der Befragten trauten sich in der Frage "Wie spannend oder langweilig finden Sie bislang den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021?" kein Urteil zu.

Trauen die Deutschen den Ampelparteien zu, die Probleme des Landes zu lösen?

2.14 Uhr Italien verpflichtet alle Arbeitnehmer zur Vorlage von Gesundheitspass

Italien verlangt künftig von allen Arbeitnehmern des Landes Impfungen oder negative Corona-Tests, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen. Vom 15. Oktober an sind alle Arbeitnehmer verpflichtet, dies mit dem in Italien "grüner Pass" genannten Dokument nachzuweisen. Andernfalls drohen Sanktionen. 

"Wir dehnen die Verpflichtung zum 'grünen Pass' auf die gesamte Arbeitswelt aus, sowohl auf den öffentlichen als auch auf den privaten Sektor", sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza auf einer Pressekonferenz. "Wir tun dies im Wesentlichen aus zwei Gründen: um diese Orte sicherer zu machen und um unsere Impfkampagne zu stärken", sagte Speranza.

Der "grüne Pass" zeigt in Italien an, ob der Inhaber gegen Covid-19 geimpft ist, ob er in den vergangenen 48 Stunden negativ getestet wurde oder ob er kürzlich von der Lungenkrankheit genesen ist. Derzeit muss der Pass bereits in den Innenräumen von Restaurants, in Kinos oder Sportstadien, in Intercity-Zügen, Bussen und auf Inlandsflügen vorgelegt werden.

1.38 Uhr: Laschet will im Fall einer Wahl ein Digitalministerium schaffen

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) will bei einer Regierung unter seiner Führung die Digitalisierung in Deutschland rasch vorantreiben. Drei Dinge sehe er als besonders wichtig an, sagte Laschet der "Rheinischen Post". Dazu zähle die Schaffung eines Digitalministeriums, "das Kompetenzen bündelt und die Digitalisierung auf allen Ebenen unseres Landes messbar vorantreibt". 

Zum zweiten bedürfe es einer Antwort auf Afghanistan und die neue Bedrohungslage. "Auch deswegen will ich einen nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt schaffen, der eine bessere Vernetzung innerer und äußerer Sicherheitsanliegen schafft", sagte der Unions-Kanzlerkandidat. "Als Drittes müssen wir Genehmigungsverfahren beschleunigen", forderte Laschet.

1.10 Uhr: Wehrbeauftragte fordert Überprüfung des Mali-Einsatzes der Bundeswehr

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Mali hat die Wehrbeauftragte des deutschen Bundestages, Eva Högl (SPD), eine kritische Überprüfung des Bundeswehreinsatzes in dem westafrikanischen Krisenstaat gefordert. "Nach den Erfahrungen mit dem Abzug aus Afghanistan müssen wir noch einmal über Sinn und Zweck der Mali-Mission reden", sagte Högl den Zeitungen der Funke Mediengruppe . "Wir müssen die Frage beantworten, ob das Ziel, in dem Land unter anderem für Stabilität zu sorgen, noch realistisch ist."

Die in Mali regierende Militärjunta strebt nach Angaben aus französischen Kreisen eine Zusammenarbeit mit der russischen Söldnertruppe Wagner an, die mit der Ausbildung der malischen Streitkräfte beauftragt werden könnte. Frankreich hatte daraufhin mit einem Abzug seiner Soldaten gedroht. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte, sollte sich diese Zusammenarbeit bestätigen, "stellt das die Grundlagen des Mandats der Bundeswehr (...) in Frage. Gemeinsam mit dem Bundestag müssten wir Konsequenzen ziehen."

kng DPA AFP

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