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News vom Wochenende: Mutmaßlicher Angreifer von Moschee in Norwegen tötete seine Stiefschwester

Österreicher steht mehr als zwei Stunden in Eiskabine +++ Umweltministerin Schulze will Plastiktüten verbieten +++ Leichenfund in Oslo nach Angriff auf Moschee +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Norwegen: Moschee-Angreifer soll vorher junge Frau ermordet haben

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Polizei: Mutmaßlicher Angreifer von Moschee in Norwegen tötete Stiefschwester (16.03 Uhr)
  • Zehntausende Arbeitslose bekommen keine Leistungen (13.38 Uhr)
  • Auch Bosch lieferte Autoteile mit zu hohem Bleigehalt (13.30 Uhr)
  • Angriff auf Moschee in Norwegen "versuchter Terroranschlag" (12.47 Uhr)
  • Umweltministerin Schulze will Plastiktüten verbieten (1.20 Uhr)

Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 17.20 Uhr: Konfliktparteien in Libyen werfen sich Bruch der Waffenruhe vor +++

Die Konfliktparteien in Libyen haben sich gegenseitig den Bruch der vorübergehenden Waffenruhe während des muslimischen Opferfests vorgeworfen. Die Truppen des Generals Chalifa Haftar beschuldigten Anhänger der internationale anerkannten Regierung, die Waffenruhe mit willkürlichem Beschuss missachtet zu haben. Die Regierungstruppen erklärten dagegen, einen Vormarsch von Haftars selbst ernannter Libyscher Nationalarmee (LNA) am Stadtrand von Tripolis gestoppt zu haben.

Das viertägige Opferfest Eid al-Adha läuft in Libyen und den meisten muslimischen Ländern seit Sonntag. Beide Seiten hatten zuvor erklärt, die von den Vereinten Nationen vorgeschlagene Waffenruhe nahe der Hauptstadt Tripolis zu akzeptieren. 

+++ 17.16 Uhr: Französischer Tourist nach Bootsunfall der fahrlässigen Tötung beschuldigt +++

Nach einem tödlichen Bootsunglück in Griechenland ist gegen einen französischen Touristen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet worden. Der 44-Jährige habe 24 Stunden Zeit, seine Verteidigung vorzubereiten, berichtete der Fernsehsender TV ERT. Der Mann hatte ein Schnellboot gesteuert, das am Freitagabend nahe dem Ferienort Porto Heli ein hölzernes Fischerboot rammte. Zwei Männer in dem Boot kamen ums Leben eine Frau wurde schwer verletzt.

Nach dem Vorfall war der Franzose mehrere Stunden verschwunden, bevor er sich schließlich am nächsten Tag selbst stellte.Der 44-Jährige gab laut Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur Ana an, er habe das Fischerboot nicht gesehen, weil es nicht ausreichend beleuchtet gewesen sei.

+++ 17.01 Uhr: Wegen US-Massakern: Universal stoppt Film mit Hilary Swank +++

Nach den beiden Massakern in El Paso und Dayton ist die Veröffentlichung eines gewaltverharmlosenden Films mit Schauspielerin Hilary Swank vom Filmstudio gestoppt worden. "Wir verstehen, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um diesen Film zu veröffentlichen", teilte Universal Pictures in einem Statement am Wochenende mit. "The Hunt" (Die Jagd) ist als satirischer Thriller angelegt und sollte in den USA eigentlich Ende September rauskommen. Er werde bis auf Weiteres auch nicht weiter beworben.

In der Geschichte geht es um Menschen aus höchsten Kreisen, die andere Leute zum Spaß jagen, als wären sie Tiere. Die Hauptrollen spielen neben Swank (45) weiter Emma Roberts, 28, and Betty Gilpin, 33. US-Präsident Donald Trump schien "The Hunt" am Freitag auf Twitter zu kritisieren, ohne den Titel zu nennen. Trump sagte, der Film würde Chaos schüren und Gewalt provozieren, für die dann andere verantwortlich gemacht würden. Der Präsident hatte mit seiner hitzigen Rhetorik zuletzt Rassismus-Vorwürfe auf sich gezogen und steht nach den Massakern dadurch selbst in der Kritik. 

Anfang des Monats hatten Männer in El Paso und Dayton aus teils rassistischen Motiven 31 Menschen erschossen.

+++ 16.03 Uhr: Polizei: Mutmaßlicher Angreifer von Moschee in Norwegen tötete Stiefschwester +++

Die nach dem Angriff auf eine Moschee in Norwegen gefundene Tote ist die Stiefschwester des mutmaßlichen Attentäters. Es handele sich um die 17 Jahre alte Tochter seiner Stiefmutter, teilte die Polizei mit. Die Frauenleiche war wenige Stunden nach der Tat in der Wohnung des mutmaßlichen Täters gefunden worden. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes ein.    

Die Polizei sprach nach ersten Ermittlungen am Sonntag von einem "versuchten Terroranschlag" des etwa 20-jährigen Mannes, der in der Nähe der Al-Nur-Moschee in Bärum seinen Wohnsitz hat. Der mutmaßliche Täter vertritt laut Polizei rechtsextreme und ausländerfeindliche Ansichten. Allerdings verweigerte der Festgenommene zunächst die Aussage.

Norwegen: Moschee-Angreifer soll vorher junge Frau ermordet haben

+++ 16.01 Uhr: Noch nie so viele Badeverbote wegen Blaualgen registriert wie 2018 +++

Die Zahl der Badeverbote für deutsche Gewässer wegen Blaualgen ist im Jahr 2018 auf einen Negativ-Rekord gestiegen. Im vergangenen Hitzesommer wurden deshalb 47 Verbote gemeldet, wie aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Das sind fast drei Mal mehr als im Vorjahr: 2017 gab es 18 solche Verbote. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" über die Anfrage berichtet.

Von 2011 bis 2016 wurden demnach nie mehr als 15 Verbote wegen Blaualgenblüten (Cyanobakterien) verhängt. Diese hängen, so das Ministerium, insbesondere mit der Landwirtschaft und hohen Temperaturen zusammen. "Eine massenhafte Entwicklung von Cyanobakterien ist insbesondere bei hohen Nährstoffgehalten zu erwarten, wobei hier der Phosphor für diese Algengruppe die herausragende Rolle spielt", schreibt das Ministerium und fügt hinzu: "Für das Ziel einer Vermeidung sogenannter "Blaualgenblüten" in Badegewässern sollte daher der Fokus weiterhin auf einer Verringerung des Eintrags von Phosphor liegen." Eine Überarbeitung der Düngeregelungen sei in Arbeit.

+++ 15.43 Uhr: Syrische Regierung nimmt strategisch wichtigen Ort in Idlib ein +++

Bei ihrer Offensive gegen das letzte große Rebellengebiet in Syrien haben die Truppen von Präsident Baschar al-Assad laut Aktivisten einen strategisch wichtigen Ort eingenommen. Die Truppen hätten Al-Habit im Süden der Provinz Idlib erobert und seien damit näher an Chan Schaichun gerückt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Chan Schaichun ist die größte Stadt in dem Rebellengebiet.

Der Beobachtungsstelle zufolge handelt es sich um den größten Landgewinn der Regierung, seit diese zusammen mit Russland im April eine Offensive gegen Idlib und die benachbarte Provinz Hama begonnen hatte. Mit dem Vormarsch seien die Truppen nun noch etwa acht Kilometer von Chan Schaichun entfernt. Sie rückten weiter dorthin vor, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel-Rahman. Seit Beginn der Offensive wurden UN-Schätzungen zufolge rund 400 000 Menschen vertrieben.

+++ 14.31 Uhr: Griechische Polizei zerschlägt erneut Schleuserring +++

Der griechischen Polizei ist ein Schlag gegen eine internationale Schleuserbande gelungen. Bei einer Razzia im vornehmen Athener Vorort Glyfada seien zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen worden, teilte die Behörde in Athen mit. Nach weiteren Mitgliedern der Bande werde noch gefahndet.

Die Schleuserbande soll seit Monaten gefälschte Reisedokumente angefertigt und sie an Migranten verkauft haben, die nach Deutschland und in andere EU-Staaten reisten. Bei der Razzia wurden auch acht Migranten - Kunden der Schleuser - festgenommen, hieß es seitens der Polizei weiter. Zudem wurden 71.000 Euro sichergestellt, die die Schleuser von Migranten in den vergangenen Monaten kassiert haben sollen.

+++ 14.08 Uhr: Wasser zu warm: Alarm bei Freiwasserschwimmern vor Olympia +++

Die Freiwasserschwimmer schlagen Alarm: Weltmeister Florian Wellbrock und seine Kollegen müssen sich bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio auf ganz extreme Bedingungen einstellen. "Die Wassertemperatur war ziemlich heftig", sagte Schwimmerin Yumi Kida nach einem Fünf-Kilometer-Testwettkampf im Odaiba Marine Park im Fernsehsender TBS. Die Japanerin bemängelte auch die Wasser-Qualität beim Olympia-Test: "Es stank ein bisschen und die Sicht war trübe." Das Freiwasser-Rennen in der Bucht der japanischen Hauptstadt war wegen der hohen Temperaturen von 10.00 Uhr auf 7.00 Uhr (Ortszeit) verlegt worden. 

+++ 14.08 Uhr: Boot kentert im Kongo: Fünf Tote und etwa 20 Vermisste +++

Bei einem Bootsunglück im Kongo sind fünf Menschen umgekommen, etwa 20 weitere wurden am Sonntag noch vermisst. Das Boot mit rund 100 Menschen an Bord sei am Samstag auf dem Kivusee im Osten des Landes gekentert, sagte der Gouverneur der Provinz Süd-Kivu, Théo Ngwabidje. Ein Großteil der Menschen wurde demnach gerettet.

Die Besitzer des Bootes hätten sich nicht an die Vorschriften gehalten, sagte Ngwabidje. Die meisten der Menschen an Bord hatten demnach keine Rettungsringe. Zudem sei das Boot zu voll gewesen, sagte Jason Tangayngabo, ein Vertreter der Zivilgesellschaft in Süd-Kivu. Die Besitzer des Bootes wurden laut Ngwabidje festgenommen.

+++ 13.38 Uhr: Zehntausende Arbeitslose bekommen keine Leistungen +++

Rund 172.000 Arbeitslose mussten im vergangenen Jahr ohne Geldleistungen auskommen. Das war mehr als jeder fünfte Betroffene im Bereich der Arbeitslosenversicherung, wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, auf die die Linke im Bundestag aufmerksam macht. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Für viele Menschen greift der Schutz der Arbeitslosenversicherung nicht."

Wie eine Sprecherin der BA erläuterte, handelt es sich unter anderem um Menschen, die noch keine Anwartschaft auf Arbeitslosengeld erworben haben. Es zählen auch Menschen dazu, bei denen die Bezugsdauer für Arbeitslosengeld abgelaufen ist und die deshalb in das Hartz-IV-System fallen würden, die aber dafür nicht bedürftig genug sind. Dies kann etwa aufgrund des Partnereinkommens im Haushalt der Fall sein.

Die Zahl der Arbeitslosen ohne Leistung ist in den vergangenen Jahren gesunken. 2017 lag sie bei rund 192.000, im Jahr davor bei 201.000. 

+++ 13.37 Uhr: Schwerer Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria +++

In den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ist ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. Besonders betroffen seien die Gemeinden Tejeda, Artenara und Gáldar, wo fast 1000 Menschen in Sicherheit gebracht worden seien, teilte der Notfalldienst der Kanarenregierung auf Twitter mit. Die Feuerwehr war mit Flugzeugen und Hubschraubern im Einsatz. Die Rettungskräfte schätzten die betroffene Fläche auf etwa 1000 Hektar, wie der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, vor Journalisten sagte.

Das Feuer war am Samstag in der Nähe von Artenara ausgebrochen und hatte sich immer weiter ausgebreitet. Es sei noch immer nicht unter Kontrolle, so Torres. Möglicherweise habe ein 55-Jähriger den Brand bei Schweißarbeiten ausgelöst, zitierte die Zeitung "La Vanguardia" die Behörden. Der Mann wurde von der Guardia Civil vernommen.

+++ 13.30 Uhr: Auch Bosch lieferte Autoteile mit zu hohem Bleigehalt +++

Auch der Zulieferer Bosch hat in Elektroteile für Autos Komponenten mit einem zu hohen Bleigehalt eingebaut. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte in Stuttgart einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Bild am Sonntag". Bosch sei "vor einigen Wochen" auf den Sachverhalt aufmerksam geworden, sagte er auf Anfrage der dpa. Die Auslieferung potenziell betroffener Produkte sei daraufhin gestoppt worden. Zur Zahl und genauen Art der Produkte machte der Sprecher keine Angaben. Zuvor war bekannt geworden, dass der Zulieferer Continental jahrelang Kleinteile mit Bleimengen verbaut hatte, die über den jeweils gültigen Grenzwerten lagen.

+++ 12.47 Uhr: Angriff auf Moschee in Norwegen "versuchter Terroranschlag" +++

Bei dem bewaffneten Angriff auf eine Moschee in Norwegen handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen "versuchten Terroranschlag". Der mutmaßliche Täter vertrete offenbar rechtsextreme und ausländerfeindliche Ansichten, sagte der leitende Ermittler Rune Skjold vor Journalisten in Oslo. Ein schwer bewaffneter Mann hatte am Samstag eine Moschee in Bärum, einem Vorort der Hauptstadt Oslo, angegriffen und einen Gläubigen verletzt.

+++ 12.03 Uhr: Frodeno siegt bei 70.3 Ironman in Polen - Vierter Sieg in diesem Jahr +++

Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno hat mit dem Triumph beim 70.3 Ironman im polnischen Gdynia seine Erfolgsserie fortgesetzt. Der zweimalige Ironman-Weltmeister war über die Strecke von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen nicht zu schlagen. Der 37 Jahre alte Frodeno unterbot den Streckenrekord um rund sieben Minuten und gewann bei seinem vierten Start in diesem Jahr zum vierten Mal. "Es ist unglaublich. Das war ein schöner Tag mit so vielen Leuten an der Strecke. Das war nicht mein letzter Start hier", sagte Frodeno kurz nach seinem Zieleinlauf und bedankte sich für die Unterstützung der Fans: "Danke, dass ihr mich hier heute getragen habt."

+++ 11.48 Uhr: Auto gegen Baum: Vier junge Menschen sterben in Polen +++

Drei Männer und eine Frau im Alter von jeweils etwa zwanzig Jahren sind in Polen tödlich mit ihrem Auto verunglückt. Die vier jungen Menschen krachten mit dem Fahrzeug gegen einen Baum und waren auf der Stelle tot, wie die Feuerwehr gegenüber TV-Sendern erklärte. Die Polizei wollte untersuchen, warum das Fahrzeug auf gerader Strecke in einem Waldstück in der Gemeinde Miradz in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern von der Straße abgekommen war.

+++ 11.18 Uhr: Söder ruft SPD zu Bekenntnis für oder gegen Koalition auf +++

CSU-Chef Markus Söder hat die SPD zu einem klaren Bekenntnis für oder gegen die große Koalition aufgerufen. "Die SPD muss jetzt ihre personellen Fragen klären, und dann muss sie tatsächlich mal entscheiden: Will sie, oder will sie nicht?", sagte Söder im Sommerinterview des Bayerischen Rundfunks (BR). Es sei für keine Beziehung gut, wenn ein Partner ständig sage, er würde eigentlich am liebsten ausziehen.

Der SPD-Vorsitz ist nach dem Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles nur kommissarisch besetzt. Im Rennen um die Nachfolge gibt es zwar mehrere Bewerber, darunter sind aber bislang keine SPD-Schwergewichte aus den Reihen der Minister oder Ministerpräsidenten. Zuletzt gab es immer wieder Stimmen aus der Partei, die Koalition zu verlassen. 

+++ 10.56 Uhr: FPÖ will nach Neuwahl in Österreich nur mit ÖVP koalieren +++

Die rechte FPÖ will nach den Neuwahlen in Österreich das im Zuge der Ibiza-Affäre zerbrochene Bündnis mit der ÖVP fortsetzen. "Entweder wir machen eine Koalition mit der ÖVP, setzen die Zusammenarbeit fort, oder wir sind Oppositionspartei", sagte der designierte Parteichef Norbert Hofer der österreichischen Nachrichtenagentur APA. 

Der ehemalige österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache spricht in einer Villa auf Ibiza mit der angeblichen Nichte eines russischen Oligarchen über Parteispenden, die Übernahme der Kronen Zeitung und die Vergabe von Staatsaufträgen.

Der ÖVP riet Hofer davon ab, eine andere Regierungskonstellation anzudenken. "Nachdem sich viele in Österreich wünschen, dass die Koalition fortgesetzt wird, würde man wohl nicht verstehen, warum man diesen Weg nicht geht", sagte Hofer. Die ÖVP-FPÖ-Koalition war nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos und dem Rücktritt von Heinz-Christian Strache als FPÖ-Vorsitzender und Vizekanzler zerbrochen. Am 29. September wird in der Alpenrepublik ein neues Parlament gewählt. 

+++ 10.26 Uhr: 30 Seilbahngondeln stürzen nach Sabotage in Kanada ab +++

An einem beliebten Touristenort im Westen Kanadas sind 30 Seilbahngondeln durch eine mutmaßliche Sabotage in einen Wald abgestürzt. Nach Angaben der Polizei vom Samstag wurde dabei niemand verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Unbekannte das zwei Kilometer lange Seil im Ort Squamish durchgeschnitten haben, wodurch die 30 Gondeln auf einen bewaldeten Hang abstürzten. Die Seilbahn war zu diesem Zeitpunkt außer Betrieb.    

"Wir gehen davon aus, dass das Kabel durchgeschnitten wurde und dass es sich um einen vorsätzlichen Akt von Vandalismus handelt", sagte Kara Triance von der nationalen Polizei Kanadas. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und hofft, Hinweise von Wanderern oder Campern zur Klärung des Falls zu bekommen.

+++ 09.56 Uhr: Sonntagstrend: AfD baut im Osten Vorsprung vor der CDU leicht aus +++

Drei Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg kann die AfD im Osten noch weiter zulegen. In der ostdeutschen Wählergunst kommt die Partei nun auf 24 Prozent, wie der wöchentlich erhobene Emnid-Sonntagstrend für die "Bild am Sonntag" ergab. Im Vergleich zur Vorwoche gewinnt die AfD damit einen Prozentpunkt hinzu.    

Die CDU bleibt der Umfrage zufolge in Ostdeutschland stabil bei 22 Prozent, die Linke legt zwei Punkte zu und kommt auf 16 Prozent. Die SPD gewinnt einen Punkt hinzu und erreicht zwölf Prozent, die Grünen verlieren zwei Punkte und kommen auf elf Prozent. Schlusslicht im Osten ist die FDP mit unverändert sieben Prozent.

+++ 09.31 Uhr: Unruhen auf dem Tempelberg in Jerusalem  - Mehrere Muslime verletzt +++

Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist es nach Angaben der israelischen Polizei zu Ausschreitungen gekommen. Bei Konfrontationen mit Polizeikräften seien am muslimischen Opferfest Eid al-Adha mehrere muslimische Gläubige verletzt worden, berichteten israelische Medien. Aus Sorge vor Spannungen hatte die Polizei zuvor die Schließung des Tempelbergs (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum) für Juden und Touristen angeordnet.

Das muslimische Fest Eid Al-Adha fällt in diesem Jahr mit dem jüdischen Fasten- und Trauertag Tischa BeAv zusammen. An diesem Tag wird der Zerstörung des jüdischen Tempels gedacht. Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Juden ist der Ort ebenfalls heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen, von denen der letzte im Jahr 70 von den Römern zerstört wurde.

+++ 09.29 Uhr: Schwerer Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria +++

In den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ist ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. Besonders betroffen seien die Gemeinden Tejeda, Artenara und Gáldar, wo Dutzende Menschen in Sicherheit gebracht worden seien, teilte der Notfalldienst der Kanarenregierung auf Twitter mit. Die Feuerwehr war mit Flugzeugen und Hubschraubern im Einsatz. Die Rettungskräfte schätzten die betroffene Fläche auf etwa 900 Hektar, hieß es.

+++ 08.04 Uhr: Erneut bewaffneter Palästinenser an Gaza-Grenze getötet +++

Israelische Soldaten haben am Sonntag an der Grenze zum Gazastreifen einen bewaffneten Palästinenser erschossen. Es war bereits der zweite tödliche Zwischenfall des Wochenendes. Der Mann habe sich im nördlichen Teil des Küstenstreifens dem Sicherheitszaun genähert und auf israelische Truppen geschossen, teilte die Armee mit. Die Soldaten hätte das Feuer erwidert. Außerdem habe ein israelischer Panzer auf einen Militärposten der im Gazastreifen herrschenden Hamas geschossen. Auf israelischer Seite habe es keine Verletzten gegeben.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza teilte kurz darauf mit, die Leiche eines 26-jährigen Palästinensers aus Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Bereits am Samstag waren bei einem ähnlichen Zwischenfall an der Gaza-Grenze vier bewaffnete Palästinenser getötet worden. Israel machte die radikal-islamische Hamas für den Vorfall verantwortlich.

+++ 07.58 Uhr: Österreicher steht mehr als zwei Stunden in Eiskabine - Weltrekord +++

Der österreichische Extremsportler Josef Köberl hat mehr als zwei Stunden in einer Kabine voller Eis verbracht und damit einen Weltrekord aufgestellt. Wie die österreichische Nachrichtenagentur berichtete, hielt es Köberl 2 Stunden, 8 Minuten und 47 Sekunden im Eis aus. Bei dem Rekordversuch auf dem Vorplatz des Wiener Hauptbahnhofs trug er nur eine Badehose und stand bis zum Hals in Eiswürfeln. "Mir geht es perfekt. Es wäre schon noch ein bisschen was gegangen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut geht", sagte Köberl, nachdem er aus der durchsichtigen Kabine ausgestiegen war. Bisher lag der Rekord bei 1 Stunde, 53 Minuten und 10 Sekunden.

+++ 06.31 Uhr: Opferzahl durch "Lekima" in China auf 28 gestiegen +++

Die Zahl der Todesopfer durch den Taifun "Lekima" an der Ostküste Chinas ist weiter angestiegen. Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen mindestens 28 Menschen ums Leben. Der Sturm mit sintflutartigen Regenfällen zwang mehr als eine Million Menschen dazu, ihre Wohnorte zu verlassen.

Bereits am Samstag hatte der chinesische Fernsehsender CCTV berichtet, dass durch einen von "Lekima" ausgelösten massiven Erdrutsch in der Küstenstadt Wenzhou mindestens 18 Menschen getötet worden seien. Es war zunächst unklar, ob die weiteren zehn Todesopfer, welche die Behörden am Tag darauf bekannt gaben, ebenfalls bei diesem Erdrutsch ums Leben kamen. Weitere 20 Menschen wurden nach Angaben der Behörden der Provinz Zhejiang, in der Wenzhou liegt, am Sonntag noch vermisst.

+++ 05.05 Uhr: Rund 43 000 Familien haben schon Baukindergeld bekommen +++

Rund 43 000 Familien haben in diesem Jahr bereits das erste Baukindergeld bekommen. Der Zuschuss für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie floss dabei vor allem an Haushalte mit geringeren Einkommen und kleinen Kindern, wie aus Zahlen des Innenministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Von seiner Einführung im Herbst 2018 bis Ende Juni stellten demnach mehr als 112.000 Familien Anträge auf die staatliche Förderung. Die zuständige KfW-Bankengruppe ist noch dabei, den Stau der Gesuche abzuarbeiten.

Mit dem Baukindergeld winkt Familien für den Bau oder Kauf einer Immobilie ein staatlicher Zuschuss von 1200 Euro je Kind über zehn Jahre - also 12.000 Euro insgesamt. Bei mehr Kindern gibt es entsprechend mehr Geld.

+++ 05.05 Uhr: Von der Leyen wünscht sich "Wind of Change" für Zapfenstreich +++

Die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird beim großen Zapfenstreich mit "Wind of Change" von den Scorpions verabschiedet. Die künftige EU-Kommissarin wünschte sich vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr den Hit aus der Wendezeit, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verteidigungsministerium erfuhr. Die Rockband Scorpions stammt aus von der Leyens Heimatregion Hannover.

Außerdem wird das Stabsmusikkorps bei der feierlichen Zeremonie am Bendlerblock die von Mozart vertonte mittelalterliche Hymne "Ave Verum" und die Europahymne "Ode an die Freude" aus der neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens spielen.

+++ 02.09 Uhr: Universal sagt Start von umstrittenem Film "The Hunt" ab +++

Das Filmstudio Universal hat nach den jüngsten Schusswaffenangriffen mit zahlreichen Toten in den USA den Kinostart von "The Hunt" , einer extrem brutalen Sozialsatire, abgesagt. "Wir verstehen, dass jetzt nicht die richtige Zeit ist, um diesen Film herauszubringen", erklärte Universal Pictures. Der Entscheidung, den Kinostart für unbestimmte Zeit abzusagen, sei "sorgfältige Überlegung" vorangegangen.

Der Film mit Oscar-Preisträgerin Hilary Swank in einer der Hauptrollen sollte Ende September in den USA in die Kinos kommen. In ihm geht es um die tiefen Gräben zwischen den sozialen Schichten in den Vereinigten Staaten. Die böse Satire zeigt reiche Bürger, die aus purem Klassendünkel in ländlichen Gebieten mit Schusswaffen auf die Jagd nach Menschen aus armen Schichten gehen.

+++ 01.20 Uhr: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten +++

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) peilt ein landesweites Verbot von Plastiktüten an. Ihr Ministerium erarbeite derzeit eine entsprechende gesetzliche Regelung, sagte Schulze der "Bild am Sonntag". Eine freiwillige Vereinbarung mit dem Handel zur Verringerung der Zahl dieser Tüten sei bereits "sehr erfolgreich". Seit 2016 sinke deren Verbrauch deutlich. Diese Entwicklung solle nun mit dem geplanten Verbot abgesichert werden. Schulze ließ offen, wann der Gesetzentwurf fertig sein soll.

+++ 01.04 Uhr: Pjöngjang: "Neue Waffe" bei jüngsten Raketentests erprobt +++

Bei den jüngsten nordkoreanischen Raketentests soll nach offiziellen Angaben des Landes ein neues Waffensystem erprobt worden sein. Es habe sich um den "Test-Abschuss einer neuen Waffe" gehandelt, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Nähere Angaben zu den getesteten Raketen machte sie nicht. Das Außenministerium in Pjöngjang teilte mit, es sei ein "Test für die Entwicklung konventioneller Waffen gewesen".

Die Raketentests vom Samstagmorgen wurden laut KCNA von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un persönlich überwacht. Kim habe den Observationsposten bestiegen und "den Testabschuss geleitet", meldete die Agentur. Er habe dann "große Zufriedenheit" über die Testergebnisse zum Ausdruck gebracht.

+++ 00.27 Uhr: Leichenfund in Haus nahe Oslo nach Angriff auf Moschee +++

Wenige Stunden nach dem Angriff auf eine Moschee in einem Vorort von Oslo hat die Polizei in einem Haus nahe der norwegischen Hauptstadt die Leiche einer Frau entdeckt. Dabei handle es sich um eine Verwandte des Mannes, der die Moschee attackiert hatte, wie ein Polizeisprecher mitteilte. In welcher Art von Verwandtschaftsverhältnis die Frau zu dem Angreifer stand, präzisierte er nicht.

Der schwer bewaffnete Angreifer hatte in der Al-Nur-Moschee in Bärum das Feuer eröffnet und einen Mann verletzt. Er wurde festgenommen. Der Leiter der Moschee, Irfan Mushtaq, beschrieb den Angreifer als schwarz gekleideten jungen Mann. Er habe eine schusssichere Weste und einen Helm getragen.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Angreifer um einen jungen Norweger, der nahe der Moschee lebe. Er sei der Polizei bekannt gewesen, habe jedoch keinen kriminellen Hintergrund.

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Nachrichten vom Samstag, 10. August

+++ 17.18 Uhr: Ein Verletzter nach Schüssen in Moschee in Norwegen +++

Ein schwer bewaffneter Mann ist in eine Moschee in der Nähe der norwegischen Hauptstadt Oslo eingedrungen und hat einen Menschen mit Schüssen verletzt. Drei Gläubige hätten sich nach dem Gebet noch in der Al-Noor-Moschee in Baerum nahe Oslo aufgehalten, als der mit zwei Schrotflinten und einer Pistole bewaffnete Mann in das Gebäude eindrang, berichtete Moschee-Vertreter Ifran Mushtaq dem Sender TV2. Zwei der Gläubigen seien sofort in Deckung gesprungen, doch ein rund 70 Jahre alter Mann habe den Angreifer überwältigt. Dabei seien Schüsse gefallen.

Die Polizei habe den Mann, der eine Schutzweste getragen habe,  schließlich festgenommen. Der Tatverdächtige sei ein gebürtiger Norweger, hieß es. Weitere Details oder Hintergründe zum Geschehen wurden nicht veröffentlicht. Weitere Angreifer seien an dem Vorfall vermutlich nicht beteiligt gewesen, hieß es weiter. 

+++ 16.33 Uhr: Heftige Stürme fegen über Ost- und Zentralfrankreich +++

Heftige Stürme haben im Osten Frankreichs Hausdächer abgedeckt, Bäume umgestürzt und Stromleitungen abgerissen. Verletzt wurde niemand, wie das Radionetzwerk France Bleu berichtete. Im Norden des Départements Meurthe-et-Moselle an der französisch-luxemburgischen Grenze zog am Freitagabend ein Tornado durch. Er richtete im Südwesten Luxemburgs schweren Schaden an, mehrere Menschen wurden nach Angaben der luxemburgischen Regierung verletzt, einige schwer.

+++ 16.33 Uhr: Greta Thunberg besucht Hambacher Forst +++

Die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg hat überraschend den Hambacher Forst im rheinischen Braunkohlerevier besucht und im Kampf gegen die Erderwärmung einen sofortigen Kohleausstieg angemahnt. Wie die Organisation Ende Gelände mitteilte, traf Thunberg auf ihrem Weg zum Klimagipfel in New York unter anderem mit Aktivisten zusammen, die das Waldgebiet aus Protest besetzen, sowie mit Menschen, die von Umsiedlungen wegen des Kohleabbaus betroffen sind.

+++ 15.31 Uhr: Medien: US-Milliardär Epstein tot in Gefängniszelle aufgefunden +++

Der des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigte US-Milliardär Jeffrey Epstein ist Medienberichten tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden.

Epstein wurden von der Staatsanwaltschaft auch Sexhandel und Verschwörung zum Sexhandel vorgeworfen, er soll zwischen 2002 und 2005 dutzende teils minderjähriger Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben.

+++ 13.22 Uhr: Tausende Menschen demonstrieren in Moskau - großes Polizeiaufgebot +++

Begleitet von einem massiven Aufgebot der Polizei haben in Moskau Tausende Menschen gegen Polizeigewalt und für faire und freie Wahlen demonstriert. Erwartet wurden zu der von den Behörden genehmigten Kundgebung bis zu 100.000 Teilnehmer. Zu Beginn der Proteste in der russischen Hauptstadt ließ sich aber dpa-Reportern zufolge nur schwer abschätzen, wie viele Menschen angesichts des Regens dem Aufruf der Opposition gefolgt waren.

Sie will erreichen, dass alle Kandidaten zur Stadtratswahl in vier Wochen zugelassen werden. Regierungskritiker sind dort wegen angeblicher Formfehler bei ihren Registrierungsanträgen nicht zugelassen. Viele prominente Oppositionspolitiker sitzen in Haft. Zu den Protesten haben aber auch bekannte Blogger mit Millionen Followern aufgerufen, um ein Zeichen gegen Polizeigewalt zu setzen.

+++ 13.08 Uhr: Erst heiter, dann etwas kühler: Wechselhaftes Wetter +++

Nach Sturmtief "Yap" können die Menschen in Deutschland am Sonntag bei heiterem Wetter kurz durchatmen. Ab Montag wird es wegen kühlerer Atlantikluft aber schon wieder ungemütlicher, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Samstag mitteilte. Nachts können die Temperaturen demnach in den einstelligen Bereich rutschen. Auch Gewitter werden erwartet. "Yap" hatte am Freitag und in der Nacht zum Samstag kräftige Gewitter nach Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und ins Saarland gebracht.

Der Sonntag beginnt laut DWD heiter. Bei Temperaturen von 24 bis 30 Grad sowie von 19 bis 24 Grad im Nordwesten und in Küstennähe bleibt es überwiegend trocken. Im Nordseeumfeld kann es aber einzelne Schauer und kurze Gewitter geben. Im Süden und Südwesten besteht die Gefahr einzelner kräftiger Gewitter. Nachts kühlt es auf 17 bis 10 Grad ab.

+++ 12.39 Uhr: Fast 100 Tote nach Monsununwettern in Indien +++

Bei den heftigen Monsununwettern im Süden und Westen Indiens sind fast 100 Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden von den Regenfluten in den Tod gerissen, von Erdrutschen verschüttet oder von einstürzenden Häusern erschlagen, wie die Behörden mitteilten. 39 Tote wurden aus dem südlichen Bundesstaat Kerala gemeldet, 26 aus dem Nachbarstaat Karnataka und 30 aus dem westlichen Staat Maharashtra. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen und in Notcamps fliehen. 

+++ 12.39 Uhr: Grüne: Koalitionsfrage in Brandenburg hängt vom Kohleausstieg ab +++

Der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl in Brandenburg, Benjamin Raschke, hat den Kohleausstieg als Bedingung für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei genannt. Die Koalitionsfrage hänge zudem vom Ziel einer offenen Gesellschaft und vom Ausbau von Bus und Bahn ab, sagte Raschke auf einem Kleinen Parteitag der Grünen in Potsdam. Angesichts der jüngsten Umfragen sei die Lage unübersichtlich geworden. "Die SPD ist im freien Fall", sagte Raschke. Derzeit regiert in Brandenburg Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit einer rot-roten Koalition.

+++ 12.22 Uhr: Taifun löst Erdrutsch in China aus: 18 Tote und 14 Vermisste +++

Durch den in China wütenden Taifun "Lekima" sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. 14 weitere Menschen wurden vermisst, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua kam es in der ostchinesischen Provinz Zhejiang wegen der starken Regenfälle zu einem Erdrutsch, der einen Fluss anstaute, wodurch ein künstlicher See entstand. Als dieser brach, entluden sich die Wassermassen im Dorf Yantan. Mit heftigem Regen, hohen Wellen und Sturmböen hatte  "Lekima" am Samstag das chinesische Festland erreicht. Der Wirbelsturm, für den die Behörden die höchste Warnstufe ausgegeben hatten, wütete am Samstagmorgen zunächst in der ostchinesischen Stadt Wenling und zog dann weiter Richtung Norden.

Unwetter in China: Taifun Lekima wütet in Shanghai – Hunderttausende evakuiert

+++ 11.29 Uhr: Mann stellt sich nach tödlichem Bootsunglück in Griechenland Behörden +++

Nach einem tödlichen Bootsunglück in Griechenland hat sich ein französischer Mann den Behörden gestellt. Offiziellen Angaben zufolge gab der Mann an, an Steuer eines Schnellbootes gewesen zu sein, das am Freitag auf dem Meer unweit des Sommerferienorts Porto Heli auf der Mittelmeerinsel Peloponnes ein kleineres Holzboot gerammt hatte. Bei dem Zusammenstoß waren zwei Männer ums Leben gekommen und eine Frau schwer verletzt worden.     

Die Polizei hatte zunächst eine Gruppe französischer Touristen in Gewahrsam genommen, die ebenfalls an Bord des zehn Meter langen Schnellbootes gewesen waren.  Die zwei Männer, drei Frauen und fünf Kinder aus Frankreich wurden zu Befragungen nach Porto Heli gebracht. 

+++ 11.20 Uhr: Mehr als 60 Tote bei Explosion von Tanklastwagen in Tansania +++

Mindestens 60 Menschen sind bei der Explosion eines Tanklastwagens im ostafrikanischen Tansania getötet worden. Die Todesopfer seien nach dem Unfall in ein Krankenhaus in Morogoro gebracht worden, sagte Rita Lyamuya, die Chefin der Gesundheitsabteilung des Bezirks. Weitere Leichen befänden sich noch an der Unfallstelle. Der Tanklastwagen sei aus Daressalam unterwegs gewesen, als er in Morogoro, etwa 180 Kilometer westlich der Hafenstadt Daressalam, umkippte, sagte Kiondo Mshana, ein Augenzeuge. Daraufhin kamen demnach viele Menschen zu dem Lastwagen, um sich das auslaufende Benzin abzuzapfen. Dann sei das Fahrzeug explodiert.

+++ 10.31 Uhr: Polizei: Mindestens 57 Tote bei Tankwagenexplosion in Tansania +++

Bei der Explosion eines verunglückten Tanklasters sind in Tansania mindestens 57 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei mit. Das Tankfahrzeug war demnach in einen Unfall nahe der Stadt Morogoro, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Daressalam, verwickelt.

+++ 10 Uhr: 13 Tote und 16 Vermisste durch Supertaifun "Lekima" in China +++

Der Supertaifun "Lekima" hat an der Ostküste Chinas einen schweren Erdrutsch ausgelöst, durch den mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen sind. Wie das chinesische Staatsfernsehen am Samstag berichtete, wurden nach dem Erdrutsch in der Küstenstadt Wenzhou 16 weitere Menschen vermisst. Wenzhou liegt zwischen Taiwan und der chinesischen Küstenmetropole Shanghai.

+++ 9.41 Uhr: Zahl der Toten nach Erdrutsch in Myanmar steigt auf 22 +++

Nach einem Erdrutsch im Osten Myanmars ist die Zahl der Todesopfer auf 22 gestiegen. "Bisher haben wir 22 Leichname gefunden und 47 Verletzte", sagte ein örtlicher Verwaltungsbeamter im Bundesstaat Mon. Rettungskräfte suchten weiter nach Vermissten, offiziellen Angaben zufolge könnten noch bis zu 100 Menschen verschollen sein. Der Erdrutsch war von heftigen Monsunregenfällen ausgelöst worden.

+++ 8.05 Uhr: Israels Armee erschießt vier Palästinenser an der Grenze zum Gazastreifen +++

Israelische Truppen haben vier Palästinenser an der Grenze zum Gazastreifen erschossen. Die Soldaten hätten das Feuer eröffnet, "nachdem einer der Terroristen über die Barriere geklettert ist und eine Granate auf die Soldaten warf", sagte ein Armeesprecher der Nachrichtenagentur AFP. An der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel kommt es immer wieder zu Gewalt. Seit März 2018 demonstrieren Palästinenser dort regelmäßig gegen die Blockade des Küstenstreifens durch Israel. Die Demonstrationen münden häufig in Zusammenstößen mit israelischen Soldaten.

+++ 7.16 Uhr: Sieben Verletzte durch Tornado in Luxemburg +++

In Luxemburg sind durch einen Tornado sieben Menschen verletzt worden. Beim Durchzug des Tornados im Südwesten des Fürstentums habe ein Mensch schwere Verletzungen davongetragen, teilte die Regierung am Freitagabend mit. Rund 100 Häuser wurden beschädigt. Filmaufnahmen zeigten, wie Dächer und Schornsteine umgerissen wurden. Auch zahlreiche Bäume stürzten um.

+++ 6.50 Uhr: Blockiertes Rettungsschiff "Open Arms" nimmt 39 weitere Migranten auf +++

Die Crew des seit einer Woche mit mehr als 100 Menschen an Bord im Mittelmeer ausharrenden Rettungsschiffs "Open Arms" hat abermals Dutzende Migranten aufgenommen. Zu den ursprünglich 121 Migranten auf dem Schiff seien noch einmal 39 hinzugekommen, die in internationalen Gewässern geborgen worden seien, teilte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms am Morgen auf Twitter mit. "Währenddessen warten wir immer noch auf einen sicheren Hafen zum Einlaufen", schrieb NGO-Chef Oscar Camps. Zuletzt kreuzte die "Open Arms" unweit der italienischen Insel Lampedusa - nach Angaben von Amnesty International mit mehr als 30 Kindern und Babys an Bord.

Italien und Malta verweigern Rettungsschiffen immer wieder die Einfahrt in ihre Häfen und dringen darauf, dass andere EU-Staaten vorab zusichern, alle anlandenden Migranten zu übernehmen - so auch im Fall der "Open Arms". Auf einen festen Mechanismus zur Verteilung von aus Seenot geretteten Menschen konnte sich die Staatengemeinschaft bislang nicht einigen.

+++ 5.48 Uhr: Berliner Flughäfen erwarten höheren Verlust +++

Der Ausbau des BER drückt die Betreibergesellschaft in diesem Jahr voraussichtlich noch tiefer in die roten Zahlen. Erwartet wird ein Verlust von 110 Millionen Euro nach 77 Millionen Euro im Vorjahr, wie aus dem in dieser Woche veröffentlichten Geschäftsbericht 2018 hervorgeht. Zusatzkosten ergeben sich demnach auch aus Vorbereitungen zum geplanten Start des BER im nächsten Jahr, durch höhere Ausgaben in der Instandhaltung sowie für Beratung und zusätzliche Mitarbeiter. Zudem erhöhen sich Abschreibungen. Steigende Passagierzahlen in Tegel und Schönefeld hatten den Umsatz der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 415 Millionen Euro wachsen lassen, wie schon im Mai mitgeteilt wurde. Die Belastungen durch die Dauerbaustelle BER führten unterm Strich aber zu einem Verlust.

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AFP

+++ 5.21 Uhr: Mann mit Kontakt zu US-Rechtsextremen soll Sprengstoffanschlag erwogen haben +++

In den USA ist ein junger Mann mit Verbindungen in die rechtsextreme Szene festgenommen worden, der einen Sprengstoffanschlag auf eine Synagoge erwogen haben soll. Der 23-Jährige aus Las Vegas im Bundesstaat Nevada wurde des Besitzes von Material zum Bau einer Bombe beschuldigt, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Demnach stand der Mann über das Internet mit einer "extremistischen Organisation" in Kontakt, die durch "Terrorismus und andere gewalttätige Taten" eine Vorherrschaft der Weißen durchsetzen will. Es habe online ein Austausch über die Herstellung von Sprengstoff, einen Anschlag auf eine Synagoge sowie die Observierung einer Schwulenbar gegeben.

+++ 4.55 Uhr: Massiver Stromausfall sorgt in Großbritannien für Verkehrschaos +++

Ein massiver Stromausfall hat in Großbritannien für Verkehrschaos gesorgt und fast eine Million Menschen betroffen. Am Freitag fiel in Teilen der Hauptstadt London und in weiteren Teilen von England sowie Wales der Strom aus. Grund war nach Angaben des Netzbetreibers der Ausfall von zwei Generatoren. Zahlreiche Züge fielen aus oder verspäteten sich. Die Störungen dürften bis in den Samstag reichen, teilte die Bahngesellschaft mit. Am Flughafen von Newcastle musste der Flugverkehr vorübergehend eingestellt werden. In London fielen zahlreiche Ampeln aus.

Von dem Stromausfall waren in London und im Südosten Englands rund 300.000 Menschen betroffen. 500.000 weitere Menschen traf es in den Midlands, in Südwestengland und Wales, rund 110.000 weitere in Yorkshire und im Nordosten Englands.

+++ 4.14 Uhr: Bericht: Bundestagsabgeordnete flogen 2018 deutlich mehr +++

Ungeachtet der Debatte über mehr Klimaschutz haben Bundestagsabgeordnete nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr deutlich größere Strecken mit dem Flugzeug zurückgelegt als 2017. Im Rahmen ihrer Tätigkeit flogen sie insgesamt 9,075 Millionen Meilen (etwa 14,6 Millionen Kilometer), wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die Bundestagsverwaltung berichten. 2017 waren es noch 7,43 Millionen Meilen (11,9 Millionen Kilometer). Umgerechnet auf die 709 Parlamentarier waren das im vergangenen Jahr durchschnittlich 13.000 Meilen pro Kopf, was etwa einem Flug nach Singapur und zurück entspricht. Insgesamt wurden dabei nach Berechnung der Organisation Atmosfair etwa 4000 Tonnen klimaschädigendes Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, wie es weiter hieß.

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+++ 3.03 Uhr: Bericht: Tote bei Panne auf militärischem Testgelände in Russland +++

Bei einer Explosion auf einem militärischen Übungsgelände im Nordosten Russlands sind einem Medienbericht zufolge fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter des russischen Verteidigungsministeriums und der Atomaufsichtsbehörde Rosatom, meldete die Staatsagentur Tass in der Nacht unter Berufung auf eine Quelle im Ministerium. Zu der Explosion kam es demnach beim Test eines neuartigen Triebwerks auf dem Übungsgelände in der Region Archangelsk am Weißen Meer. Neben den Toten habe es auch mehrere Verletzte gegeben. Der Vorfall ereignete sich dem Bericht zufolge bereits am Donnerstag - allerdings sei da noch von deutlich weniger Opfern die Rede gewesen.

+++ 3.03 Uhr: Bericht: Bundesregierung stoppt Waldprojekte in Brasilien +++

Angesichts der beschleunigten Rodung im Amazonas-Regenwald legt die Bundesregierung die finanzielle Förderung von Waldschutz- und Biodiversitätsprojekten in Brasilien auf Eis. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte dem "Tagesspiegel", die Politik der brasilianischen Regierung im Amazonas lasse Zweifel aufkommen, "ob eine konsequente Reduzierung der Entwaldungsraten noch verfolgt wird". 

+++ 1.55 Uhr: Beute von Juwelendiebstahl in Paris gefunden +++

Nach einem Juwelendiebstahl in Paris, bei dem sich eine Frau als arabische Prinzessin ausgegeben hatte, ist die Beute im Wert von mehr als 1,6 Millionen Euro aufgefunden worden. Ermittler stellten die Juwelen in einem Hotelzimmer im nördlich an Paris angrenzenden Département Seine-Saint-Denis sicher, wie ein Polizeivertreter am Freitag sagte. Festgenommen wurde zunächst niemand. Zwei Frauen hatten die Juwelen Ende Juli in einem Luxusjuwelier in der Pariser Innenstadt gestohlen. Eine der Frauen gab sich als Prinzessin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten aus und ließ sich Schmuck zeigen.

+++ 0.27 Uhr: 15 Leichtverletzte bei Blitzeinschlag während Fußballtrainings +++

Bei einem Blitzeinschlag in Baden-Württemberg sind 15 Fußballer während des Trainings leicht verletzt worden. Der Blitz sei am Freitagabend in unmittelbarer Nähe des Sportgeländes in der Gemeinde Rosenfeld-Heiligenzimmern eingeschlagen, teilte die Polizei mit. Die Fußballer im Alter zwischen 19 und 48 Jahren seien dabei leicht verletzt worden. Ein Fußballer habe kurz das Bewusstsein verloren.

+++ 0.10 Uhr: Scholz legt Gesetz für Soliabbau vor - Brinkhaus: Komplett abschaffen +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat den Gesetzentwurf für einen weitgehenden Abbau des Solidaritätszuschlags vorgelegt. Er wurde am Freitag zur Abstimmung an die anderen Ministerien gegeben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Darin heißt es, "im ersten Schritt" würden rund 90 Prozent der Zahler von Lohnsteuer und veranlagter Einkommensteuer vollständig entlastet. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sagte der dpa: "Es ist gut, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz jetzt den Koalitionsvertrag umsetzt und den ersten Schritt zum Abbau des Soli geht. Der CDU-Politiker pochte jedoch auf weitere Schritte: "Wir in der Union halten aber weiter an dem Ziel fest, den Soli für alle Steuerzahler abzuschaffen.

+++ 0.03 Uhr: Südkoreanische Agentur: Nordkorea feuert erneut "Projektile" ab +++

Nordkorea hat offenbar erneut Raketen getestet. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf den Generalstab des Landes, Nordkorea habe zwei "nicht identifizierte Projektile" abgefeuert. Die Fluggeschosse seien nahe der Stadt Hamhung im Osten von Nordkorea abgefeuert worden und dann ins Ostmeer gestürzt, das auch als Japanisches Meer bekannt ist.

fs/kng / DPA / AFP