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News von heute Neue Umfrage: SPD legt weiter zu – auch CDU macht Boden gut

Wahlplakate mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (l.) und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet 
Wahlplakate mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (l.) und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet 
© THOMAS KIENZLE / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

23.03 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier mit Notarzt in Klinik gebracht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist am Montagabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit einem Notarzt in ein Berliner Krankenhaus gebracht worden. Er ist aktuell in ärztlicher Behandlung, wie die dpa erfuhr. Altmaier hatte an einem Abendessen des Wirtschaftsausschusses des Bundestages in einem Berliner Hotel teilgenommen. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, Altmaier sei mit einem Rettungswagen in die Berliner Charité gebracht worden.

22.32 Uhr: Einigung: Rechtsanspruch auf Ganztag in der Grundschule kommt

Der geplante bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule ab dem Schuljahr 2026/2027 kann kommen. Bund und Länder einigten sich am Abend im Streit um die Finanzierung im Vermittlungsausschuss auf einen Kompromiss, wie die Deutsche Presse-Agentur von Verhandlungsteilnehmern erfuhr. Bundestag und Bundesrat müssen diesen nun noch bestätigen.

22.28 Uhr: Kanzler Kurz: Pandemie für Geimpfte vorbei - kein Lockdowns für alle

Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für Geimpfte praktisch vorbei. Im ORF-Sommergespräch schloss der Regierungschefs Lockdowns für alle Bürger nach bisherigem Muster aus. "Es wird sicherlich keine Lockdowns mehr geben für geimpfte Menschen", so Kurz am Abend. Im Fall der Überlastung des Gesundheitssystems werde nur für Ungeimpfte der Zugang zum Beispiel zur Nachtgastronomie und Großveranstaltungen gesperrt. In der Frage der nachlassenden Impfbereitschaft zeigte sich der Kanzler eher gelassen. "Wir werden es nicht schaffen, alle Ängste zu nehmen." Es sei klar, dass sich jeder Ungeimpfte früher oder später mit dem Coronavirus anstecken werde.

20.57 Uhr: ARD-"Wahlarena": Baerbock stellt sich Publikumsfragen

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will sich im Falle einer Regierungsbeteiligung trotz vieler Vorbehalte für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf deutschen Autobahnen einsetzen. "Das ist etwas, für das ich mich stark machen werde", antwortete die Grünen-Chefin in der ARD-"Wahlarena" am Abend auf die Frage eines Außendienstmitarbeiters. Ein Tempolimit bringe auch mehr Verkehrssicherheit. "Man braucht Regeln in der Gesellschaft, sowie wir auch auf dem Fußballplatz Regeln haben", verteidigte Baerbock in der Live-Sendung die Forderung der Grünen nach einem Tempolimit. "Auch bei Rot bleiben wir alle stehen." 

19.50 Uhr: Frauchen im Aufzug – und baumelt an der Leine

Beim Aufzugfahren in einem Bochumer Bürohaus hat eine Hundebesitzerin übersehen, dass ihr Vierbeiner noch nicht im Fahrstuhl war. Als die Tür schloss und der Aufzug im Keller anfuhr, wurde das Hündchen an der Leine in die Höhe gehievt, wie die Feuerwehr berichtete. Im Erdgeschoss habe die Frau den Fahrstuhl gestoppt und die Lichtschranke blockiert. Während sie das Ende der Leine eisern festhielt, hing ihr Hund im Keller nahe der Decke in seinem Geschirr.

Ein Zeuge habe schließlich die Feuerwehr alarmiert. Feuerwehrleute schnitten das verängstigte Tier aus seinem Geschirr und übergaben es der Besitzerin.

19.33 Uhr: Fahrschüler prallt gegen Abschleppwagen und stirbt

Während einer Fahrstunde ist ein 15 Jahre alter Mopedfahrer bei einem Unfall in Brandenburg tödlich verunglückt. Der Jugendliche sei am Montagnachmittag nahe Elsterwerda mit dem Moped auf einen Abschleppwagen aufgefahren, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor war ein Auto aus technischen Gründen auf der Bundesstraße liegen geblieben. Der Abschleppwagen hatte die Warnblinkanlage eingeschaltet. Der Mopedfahrer habe den Wagen übersehen, so der Sprecher. Sein Fahrlehrer befand sich im Auto hinter ihm. Die B169 wurde zwischen Elsterwerda und Kahla in beide Richtung gesperrt.

19.25 Uhr: Regierungskrise in Rumänien: Sechs Minister treten zurück

In Rumänien eskaliert die seit Tagen andauernde Regierungskrise: Nach heftigem Streit mit dem bürgerlichen Ministerpräsidenten Florin Citu hat die öko-liberale Koalitionspartei USR-Plus am Montagabend in Bukarest den Rücktritt all ihrer sechs Minister angekündigt. Bereits am Freitag hatte USR-Plus zusammen mit der extrem rechten Oppositionspartei AUR im Parlament einen Misstrauensantrag gegen Citu eingereicht. Wann darüber abgestimmt wird, war zunächst unklar. Ohne USR-Plus hat Citu im Parlament keine Mehrheit.

19.20 Uhr: Nasa bestätigt erfolgreiche Probenentnahme bei Marsmission

Dem Mars-Rover "Perseverance" ist es gelungen, eine Gesteinsprobe vom Roten Planeten einzusammeln. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Auf einem Foto war ein Gesteinsstück zu sehen, das wenig dicker als ein Stift war und sich in einem Probenröhrchen befand. In der vergangenen Woche hatte die Nasa mitgeteilt, dass es "wahrscheinlich" gelungen sei, eine Gesteinsprobe zu sammeln.

Bis die Wissenschaftler die Proben selbst analysieren können, wird es allerdings noch Jahre dauern: Erst in den 2030er Jahren plant die Nasa gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA eine Mission, um die Proben auf die Erde zurückzuholen. Dort sollen sie auf ihre chemische und mineralische Zusammensetzung hin untersucht werden um herauszufinden, ob das Gestein vulkanischen Ursprungs ist oder es sich um Sedimentgestein handelt.

19.14 Uhr: São Tomé und Príncipe: Oppositionskandidat gewinnt Präsidentschaftswahl

Im Inselstaat São Tomé und Príncipe im Golf von Guinea hat der Oppositionskandidat Carlos Vila Nova die Präsidentenwahl gewonnen. Nach den am Montag vorliegenden Ergebnissen entfielen auf Vila Nova von der Unabhängigen Demokratischen Aktion (ADI) 57,5 Prozent der Stimmen, auf Guilherme Posser da Costa von der linksgerichteten MLSTP 42,5 Prozent. Vila Nova wird mit einer MLSTP-Regierung zusammenarbeiten müssen, seine eigene Partei tendiert zur Rechten.

18.50 Uhr: Gesundheitsminister gegen Quarantäne für gesamte Schulklassen

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für den gesamten Klassenverband Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund. Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden und keine Symptome haben, sollen diese demnach frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Dabei sollen die Gesundheitsämter vor Ort im Einzelfall auch abweichend entscheiden können. Quarantäne-Anordnungen sollen generell "mit Augenmaß" und abhängig von Schutzkonzepten mit Lüftung, Tests und dem Tragen von medizinischen Masken erlassen werden.

18.43 Uhr: Mexiko-Stadt: Denkmal für indigene Frauen ersetzt Kolumbus-Statue

Eine Statue von Christoph Kolumbus im Zentrum von Mexiko-Stadt soll durch ein Denkmal zu Ehren indigener Frauen ersetzt werden. Das teilte die Bürgermeisterin der mexikanischen Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, mit. Die linke Politikerin begründete den Schritt mit der umstrittenen Rolle des italienischen Seefahrers in der Kolonialgeschichte Amerikas. Die Satue soll laut Sheinbaum nicht ganz aus dem Stadtbild verschwinden, sondern an einem anderen, weniger prominenten Ort – dem kleinen Amerika-Park im Stadtteil Polanco – wieder aufgestellt werden. Die neue Statue soll bis Ende des Jahres fertig sein und den Namen "Tlalli" tragen – das bedeutet "Land" in der Azteken-Sprache Náhuatl.

18.35 Uhr: Ostsee: Vattenfall eröffnet neuen Offshore-Windpark

Der Energiekonzern Vattenfall hat am Montag in der Ostsee einen großen Offshore-Windpark eröffnet. Die 72 Windkraftanlagen sollen den Strombedarf von 600.000 dänischen Haushalten decken, teilte Vattenfall mit. Mit der Anlage werde die dänische Produktion von Strom aus Windenergie um 16 Prozent gesteigert. Das Feld mit dem Namen Kriegers Flak erstrecke sich über eine Fläche von 132 Quadratkilometern und befinde sich 15 bis 40 Kilometer vor der Ostküste Seelands.

18.30 Uhr: Wahl-Website von Kreml-Kritiker Nawalny blockiert

Russische Behörden haben eine Website des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in Russland blockiert. In einer Mitteilung gab die staatliche Aufsichtsbehörde Roskomnadsor an, den Zugang zu der Website votesmart.appspot.com in Russland geblockt zu haben, da diese die Arbeit "einer extremistischen Organisation fortsetzt". In Russland sind vom 17. bis zum 19. September Parlamentswahlen angesetzt, für die aber fast alle Kreml-kritischen Kandidaten gesperrt sind.

18.25 Uhr: EMA untersucht Nutzen von Corona-Auffrischungsimpfung

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) untersucht den Nutzen einer Auffrischimpfung mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech für vollständig geimpfte Menschen ab 16 Jahren. Ergebnisse der Untersuchung, für die Daten des Impfstoffherstellers und laufende klinische Studien ausgewertet werden, sollen in wenigen Wochen vorliegen, teilte die EMA in Amsterdam mit. In einer zweiten Untersuchung will die EMA zudem prüfen, inwiefern Menschen mit schweren Immunproblemen eine dritte Impfdosis von Pfizer/Biontech oder Moderna hilft. Diese Menschen erzielen durch die ersten beiden Impfdosen möglicherweise keinen ausreichenden Impfschutz.

18.17 Uhr: Studie: Europa Banken machen Milliardengewinne in Steueroasen

Viele europäische Banken machen laut einer neuen Studie einen signifikanten Teil ihrer Gewinne in Steueroasen. Die Europäische Beobachtungsstelle zur Steuerpolitik fand bei einer Untersuchung von 36 großen Finanzinstituten heraus, dass diese im Schnitt 20 Milliarden Euro Gewinn pro Jahr in Steueroasen verbuchen. Das entspricht laut der veröffentlichten Studie 14 Prozent der gesamten Gewinne vor Steuern.

18.10 Uhr: Britischer Premier Johnson sorgt mit neuer Frisur für Aufsehen

Ein offensichtlich frisch frisierter Boris Johnson hat am Montag in sozialen Medien in Großbritannien für Gesprächsstoff gesorgt. Der britische Premierminister trägt normalerweise die Haare verstrubbelt und ohne erkennbaren Schnitt. Am Montag trat er bei einer Debatte zu Afghanistan im Unterhaus mit akkurat geschnittenem, und wie manche vermuteten, sogar gekämmtem Haar auf.

Eine Twitter-Nutzerin spekulierte, der konservative Politiker könne sich womöglich für die Queen schick gemacht haben. Keine abwegige Überlegung: Wie ein Regierungssprecher bestätigte, hatte Johnson die 95 Jahre alte Königin am Wochenende auf ihrem Sommersitz Balmoral in Schottland besucht. Elizabeth II. verbringt dort traditionell die Sommermonate. Das Unterhaus trat am Montag erstmals nach der Sommerpause wieder zusammen. Die große Mehrheit der Abgeordneten war wie immer ordentlich frisiert. Masken wurden auf den eng besetzten grünen Bänken jedoch nur vereinzelt getragen.

18.03 Uhr: GDL-Streik geht zu Ende – Entlastung der Bahnkunden in Sicht

Mit dem voraussichtlichen Ende des Bahnstreiks an diesem Dienstag können Fahrgäste allmählich wieder aufatmen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will am frühen Morgen (02.00 Uhr) den Arbeitskampf vorerst beenden. Mehr als fünf Tage lang hatte die Gewerkschaft den Güter- und Personenverkehr bestreikt. Es war in der laufenden Tarifrunde die dritte und bisher längste Streikwelle.

Die Bahn hat versprochen, bereits am Dienstag weitgehend zum regulären Fahrplan zurückkehren zu können. Personal und Fahrzeuge wurden demnach schon am Wochenbeginn dorthin gebracht, wo sie für den Hochlauf gebraucht werden. Schon beim vorigen Bahnstreik vor rund zwei Wochen lief der Zugverkehr auf diese Weise vergleichsweise schnell wieder normal.

17.51 Uhr: Band Silbermond erhält Eugen-Bolz-Preis

Für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus erhält die Band Silbermond den Eugen-Bolz-Preis der Stadt Rottenburg am Neckar. Die Musiker um Sängerin Stefanie Kloß stehen zu ihrer Haltung, auch in einem Umfeld, das diesen Überzeugungen nicht immer wohlgesonnen war und ist, wie die Eugen-Bolz-Stiftung mitteilte. Die Auszeichnung wird am 30. September in der Festhalle von Rottenburg überreicht. Die Laudatio hält der Intendant des Südwestrundfunks, Kai Gniffke.

17.28 Uhr: 14 palästinensische Sicherheitskräfte nach Tod von Abbas-Kritiker beschuldigt

Die palästinensischen Justizbehörden haben 14 Mitglieder der Sicherheitskräfte offiziell wegen des gewaltsamen Todes eines Kritikers von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas beschuldigt. Wie der Sprecher der palästinensischen Sicherheitsdienste, Talal Dweikat, mitteilte, wird den Beschuldigten vorgeworfen, den Tod des Aktivisten Nisar Banat verursacht zu haben. Banat war kurz nach seiner Festnahme am 24. Juni in Dura bei Hebron gestorben. Nach Angaben von Dweikat wird den 14 Sicherheitskräften vorgeworfen, Banat geschlagen und misshandelt zu haben. Dabei hätten sie die geltenden Bestimmungen verletzt.

17.15 Uhr: Gecko fliegt in Koffer von Kreta nach England

Ein Gecko ist als blinder Passagier im Koffer einer britischen Touristin von Kreta nach England geflogen. Victoria Naylor entdeckte das winzige Tier erst nach ihrer Rückkehr, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Das Gary the Gecko getaufte Reptil wurde schließlich in Altrincham bei Manchester der Tierschutzorganisation RSPCA übergeben. Laut RSPCA handelt es sich bei Gary um einen Europäischen Halbfinger, der als "Hausgecko" bekannt ist. Vermutlich sei es ein Baby, weil das Tier noch so klein ist, sagte RSPCA-Mitarbeiterin Jess Araujo. "Er ist mehr als 2500 Meilen gereist und scheint unversehrt trotz seiner langen und abenteuerlichen Reise - und anders als die meisten Reisenden musste er nicht einmal einen Corona-Test machen!"

16.57 Uhr: Entwurf: Gratis-Tests für Zwölf- bis 17-Jährige bis Ende November

Kinder von zwölf bis 17 Jahren sollen voraussichtlich noch bis Ende November kostenlose Corona-Schnelltests bekommen können. Das geht aus einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für eine neue Testverordnung hervor, die das geplante generelle Ende der Gratis-Tests für alle Bürger zum 11. Oktober umsetzen soll. Zunächst berichteten das Nachrichtenportal "ThePioneer" und "Business Insider" über den Entwurf, er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Anspruch auf kostenlose Tests sollen demnach bis zum 30. November auch Personen ohne Symptome haben, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Generell möglich bleiben sollen Gratis-Tests für alle, die sich nicht impfen lassen können – darunter Kinder unter zwölf Jahren, für die es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt, sowie etwa auch Schwangere.

16.36 Uhr: Schauspieler Jean-Paul Belmondo gestorben

Der französische Schauspielstar Jean-Paul Belmondo ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Belmondo starb am Montag in Paris, wie sein Anwalt Michel Godest der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der Schauspieler drehte im Laufe seiner Karriere rund 80 Filme.

16.01 Uhr: Inzidenz unter Ungeimpften in Hessen um Vielfaches höher als unter Geimpften

Das Bundesland Hessen und die Stadt Stuttgart haben am Montag erstmals die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Fällen getrennt nach Geimpften und Ungeimpften ausgewiesen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen sind groß: In Hessen liegt die Inzidenz unter Menschen ab zwölf Jahren ohne vollständigen Impfschutz aktuell bei 272,3 – unter den vollständig Geimpften bei 9,7, wie aus dem täglichen Bulletin der Landesregierung hervorging.

In Stuttgart wurden die Zahlen für den Zeitraum vom 23. bis zum 29. August veröffentlicht. Während sie unter den Ungeimpften oder Teilgeimpften demnach bei 202 lag, betrug sie bei den Geimpften 28. "Was wir derzeit erleben, ist eine Pandemie der Ungeimpften", erklärte dazu der Leiter des Gesundheitsamts, Stefan Ehehalt. Im Klinikum Stuttgart sei kein Fall bekannt, bei dem ein Infizierter mit einer vollständigen Impfung auf die Intensivstation musste.

Hessen hatte am Freitag angekündigt, die Inzidenz künftig täglich getrennt auszuweisen. Das Bundesland ist mit einer Gesamtinzidenz von 116,9 laut Robert-Koch-Institut (RKI) derzeit Spitzenreiter bei den Neuinfektionen.

15.45 Uhr: Insa-Umfrage: SPD legt weiter zu – auch CDU macht Boden gut

In einer neuen Umfrage zur Bundestagswahl legt die SPD noch einmal weiter zu – auch die CDU gewinnt wieder leicht. Im am Montag veröffentlichten Insa-Meinungstrend für "Bild" käme die SPD auf 26 Prozent (plus einen Prozentpunkt). Die Union legt im Vergleich zur Vorwoche einen halben Prozentpunkt auf 20,5 Prozent zu. Grüne (15,5 Prozent) und FDP (12,5 Prozent) verlieren jeweils einen Punkt, die Linke (6,5 Prozent) verliert einen halben Punkt. Die AfD (11 Prozent) hält ihren Wert. Unter den sonstigen Parteien kommen die Freien Wähler auf 3 Prozent.

Auch in mehreren weiteren Umfragen lag die SPD zuletzt deutlich vor der Union. Eine mögliche Koalition wäre nach der Insa-Umfrage ein rot-schwarzes Bündnis. Auch Rot-Grün-Rot und eine Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP kämen auf parlamentarische Mehrheiten. Noch deutlicher wäre die Mehrheit für eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP.

15.39 Uhr: Ferienende in Bayern und Baden-Württemberg – ADAC warnt vor Stau

Für dieses Wochenende wird die letzte große Reisewelle im Sommerurlaubsverkehr erwartet. Das Ferienende in Bayern und Baden-Württemberg wird sich im Rückreiseverkehr bemerkbar machen, warnte der ADAC. Staus drohen unter anderem auf der A8 Salzburg-München, der A5 Basel-Karlsruhe und den Strecken Richtung Nürnberg, Ulm und Stuttgart. Neben den Autobahnen sind dem ADAC zufolge auch die Zufahrtsstraßen in die Ausflugsgebiete staugefährdet. An den über 900 Autobahnbaustellen kann es ebenfalls zu Verzögerungen kommen. 

Auf den Fernstraßen im benachbarten Ausland ist am Wochenende insbesondere in Österreich, Slowenien, Italien und der Schweiz viel los. Da die Sommerferien auch in sechs österreichischen Bundesländern enden, ist mit viel Rückreiseverkehr zu rechnen. Zu den Problemstrecken zählen hier den Angaben zufolge vor allem die Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Routen und die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen nahe der Alpen.

15.27 Uhr: FDP verliert in Thüringen Status als Fraktion

Nach dem Austritt der Abgeordneten Ute Bergner aus der Thüringer FDP-Landtagsfraktion müssen die Freidemokraten mit finanziellen Einschnitten rechnen. Mit Bergners Abschied, die zur Partei Bürger für Thüringen wechselte, verliert die FDP im Landtag von Erfurt ihren Status als Fraktion. Vertreter von Linke, SPD, Grünen und CDU machten am Montag klar, dass sich die finanziellen Zuwendungen für eine Gruppe deutlich von denen einer Fraktion unterscheiden müssen. Ein Vorschlag der Landtagsverwaltung sehe vor, den Grundbetrag von rund 48.000 Euro pro Monat auf die Hälfte zu reduzieren, hieß es aus dem Kreis der Parlamentarischen Geschäftsführer. Ob es dazu kommt, ist noch unklar.

14.30 Uhr: Letztes Rohr der Pipeline Nord Stream 2 verschweißt

Für die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 ist das letzte Rohr verschweißt worden. Es werde anschließend auf den Meeresboden abgesenkt und schließlich mit dem anderen Ende verbunden, teilte die Nord Stream 2 AG am Montag mit. Erwartet wird, dass der russische Gasmonopolist Gazprom im Oktober mit den Gaslieferungen nach Deutschland beginnt.

14.13 Uhr: EU verurteilt Haftstrafe für belarussische Oppositionelle Kolesnikowa

Die Europäische Union hat die Haftstrafen für die belarussische Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa und ihren früheren Anwalt scharf verurteilt. Brüssel warf Minsk in einer am Montag veröffentlichten Erklärung eine "eklatante Missachtung" der Menschenrechte vor. Die EU bekräftigte zugleich ihre Forderung nach der "unmittelbaren und bedingungslosen Freilassung aller politischer Gefangener" in Belarus, wie der Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell, Peter Stano, mitteilte.

Kolesnikowa war wegen der Massenproteste gegen den autoritär regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko zuvor zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Ihr ehemaliger Anwalt Maxim Snak erhielt nach dem Bericht eines Oppositionsmediums eine zehnjährige Haftstrafe. Nach Einschätzung der EU sitzen in der früheren Sowjetrepublik "mehr als 650" Menschen aus politischen Gründen in Haft.

14.12 Uhr: Nach Spielabbruch in Brasilien: Disziplinarkommission ermittelt

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Absage des WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien bedauert und die Angelegenheit der Disziplinarkommission übergeben. Eine Entscheidung werde zu gegebener Zeit fallen. Das teilte die FIFA auf dpa-Anfrage mit.

Sechs Minuten nach dem Anpfiff der Partie in São Paulo hatten Mitarbeiter der brasilianischen Gesundheitsbehörde die drei in England spielenden Profis Emiliano Martínez, Cristian Romero und Giovanni Lo Celso wegen Verstößen gegen Corona-Bestimmungen vom Feld geholt. Danach verließen auch die anderen argentinischen Spieler den Platz, während die Brasilianer blieben. Anschließend wurde die Partie abgebrochen.

News von heute: Neue Umfrage: SPD legt weiter zu – auch CDU macht Boden gut

14.08 Uhr: Nach Kleinflugzeug-Absturz: Leiche auf Wiese gefunden

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in einem Wald in Wilnsdorf in Nordrhein-Westfalen ist ein toter Mensch gefunden worden. Die Leiche lag auf einer Wiese etwa 400 Meter von dem Absturzort entfernt, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Augenzeugen hatten das einmotorige Flugzeug am Morgen in einen Wald stürzen sehen und die Rettungskräfte alarmiert. Ein Polizeisprecher berichtete wenig später von Hinweisen auf einen Suizid des Piloten. Nach ersten Ermittlungen ging die Polizei nicht davon aus, dass andere Menschen an Bord gewesen sein könnten.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

13.45 Uhr: Bundesregierung macht Hilfen von Zugeständnissen der Taliban abhängig

Die Bundesregierung hat ihre Bereitschaft zur humanitären Hilfe für Menschen in Afghanistan bekräftigt - für eine Wiederaufnahme der Entwicklungszusammenarbeit stellt sie aber konkrete Bedingung an die herrschenden Taliban. Die neuen Machthaber müssten die Frauen- und Menschenrechte achten, sie müssten eine inklusive Regierung bilden und zudem verhindern, dass das Land "zu einem neuen Hort des Terrorismus" werde, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin. "Diese Bedingungen stehen im Raum, die sind ganz klar formuliert", fügte sie hinzu. Die Frage einer diplomatischen Anerkennung stelle sich derzeit weiterhin nicht, sagte sie.

Der Bundesregierung sei "bewusst, dass die humanitäre Not in Afghanistan groß ist", sagte die Außenamtssprecherin. Fast die Hälfte der Bevölkerung sei auf humanitäre Hilfe angewiesen. Deutschland werde sich weiter humanitär engagieren - eine konkrete Zusammenarbeit in Entwicklungsfragen sei aber davon abhängig, dass die Taliban die Bedingungen dafür erfüllten.

Taliban in Afghanistan: Bundeswehrhelfer S. am Flughafen Kabul

13.42 Uhr: FDP in Thüringer Landtag verliert Fraktionsstatus

Die FDP im Thüringer Landtag hat ihren Fraktionsstatus verloren. Die Abgeordnete Ute Bergner erklärte am Montag wie erwartet ihren Austritt aus der Fraktion, wie eine Landtagssprecherin in Erfurt sagte. Die verbliebenen vier FDP-Abgeordneten unter ihrem bisherigen Fraktionschef Thomas Kemmerich können damit keine eigene Fraktion mehr bilden.

Die Liberalen wollen Kemmerich zufolge als sogenannte parlamentarische Gruppe im Landtag weiterarbeiten. "Die formale Bezeichnung ändert sich, nicht aber Inhalt und Stil unserer Politik", erklärte er in Erfurt. Die FDP werde weiterhin eigene Gesetzesvorhaben einbringen. Bergner hatte bereits vor Monaten angekündigt, der FDP-Fraktion den Rücken kehren zu wollen und das Ende der Sommerpause als Austrittsdatum genannt. 

13.30 Uhr: Frau in Frankreich vergisst 40.000 Euro im Bus

Eine Frau im südfranzösischen Nîmes hat eine Tasche mit 40.000 Euro in einem Bus vergessen. Dank des korrekten Verhaltens der Beschäftigten der Verkehrsbetriebe kann sie die Tasche samt der großen Summe nun bei der Polizei abholen, berichtete die Zeitung "Midi Libre". Der Busfahrer hatte die vergessene Tasche, ohne groß hereinzuschauen, im Busdepot abgegeben. Um den Eigentümer herauszufinden, wurde die Tasche dort wie auch andere verlorene Gegenstände gesichtet. Dabei wurden die 40.000 Euro in kleinen Scheinen entdeckt, gemeinsam mit Zolldokumenten, die die rechtmäßige Einfuhr des Geldes durch eine aus dem Ausland stammende Frau belegten.

13.20 Uhr: Chipmangel bremst Produktion in tschechischem Toyota-Werk aus

Der Mangel an Halbleitern bremst weiter die Pkw-Produktion im Toyota-Werk im tschechischen Kolin aus. Nach der um drei Wochen verlängerten Sommerpause laufen die Fließbänder zwar wieder an, wie ein Sprecher des Autobauers bestätigte. Doch sollen in dieser Woche nur mehrere Hundert Autos gefertigt werden. Vor der Chipkrise waren es bis zu tausend Fahrzeuge am Tag gewesen.

13.15 Uhr: Aufruf zum nationalen Wiederstand gegen Taliban

Der Anführer der Widerstandsgruppe im afghanischen Pandschir-Tal hat zu einem nationalen Aufstand gegen die militant-islamistischen Taliban aufgerufen. "Wir rufen Sie auf, einen allgemeinen Aufstand zu beginnen, um der Ehre, Freiheit und dem Stolz unserer Heimat willen", sagte Achmad Massud, der Führer der Nationalen Widerstandsfront (NRF) in Pandschir, in einer veröffentlichten Audiobotschaft.

Massud äußerte sich nicht zur aktuellen Situation in Pandschir. Er sagte lediglich weiter, dass die Menschen in jeder möglichen Form kämpfen könnten, sei es durch bewaffneten Kampf oder durch Proteste. Die Nationale Widerstandsfront stünde bis zum letzten Moment an ihrer Seite.

13.00 Uhr: Proteste gegen IAA Mobility am Freitag geplant

Das Protestbündnis "Sand im Getriebe" will die Automesse IAA Mobility am Freitag blockieren. Dieser "zivile Ungehorsam" solle mit "Tausenden Menschen" geschehen, sagte eine Sprecherin des Bündnisses am Montag in München. Man werde den reibungslosen Ablauf der Messe verhindern. Was genau Sand im Getriebe am Freitag plant, hat das Bündnis noch nicht verraten. Bei der letzten IAA vor zwei Jahren in Frankfurt hatten Aktivisten unter anderem stundenlang den Haupteingang blockiert.

Das Bündnis steht der IAA und der deutschen Autoindustrie fundamental kritisch gegenüber. Die Messe sei "nichts weiter als eine skandalöse Imagekampagne" und Greenwashing einer Industrie, der das Klima "herzlich egal" sei.

12.50 Uhr: Rückreisewelle: ADAC warnt vor Stau am Wochenende

Das Ferienende in Baden-Württemberg und Bayern wird nach Angaben des ADAC am kommenden Wochenende noch einmal zu größeren Verkehrsproblemen auf deutschen Autobahnen führen. Wie der Automobilklub am Montag in München unter Verweis auf seine wöchentliche Prognose mitteilte, wird sich die letzte Rückreisewelle des Sommers vor allem auf den Fernstraßen in Süddeutschland bemerkbar machen. Zusätzlich dürfte es wegen des schönen Wetters auch auf Zufahrten zu Ausflugsgebieten eng werden.

Mit Staus rechnen die Verkehrsexperten am kommenden Wochenende unter anderem auf den Autobahnen 3, 8, 9 und 95 im Bereich Bayerns und Baden-Württembergs. In Norddeutschland wird mit viel Verkehr entlang der Reisestrecken A1 und A7 von und nach Hamburg gerechnet.

12.45 Uhr: Südafrikas Ex-Präsident kommt auf Bewährung frei

Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit kommt der frühere südafrikanische Präsident Jacob Zuma auf Bewährung aus der Haft frei. Der 79-Jährige war Anfang Juli wegen Missachtung der Justiz zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt worden, was in Teilen des Landes tagelange Protestaktionen mit Plünderungen und mehr als 300 Toten ausgelöst hatte. Die Justizvollzugsbehörde hatte die vorzeitige Freilassung auf Bewährung am Wochenende mit einem medizinischen Befund begründet, der ihr vorgelegt worden war.

Zuma muss sich vor einer Untersuchungskommission wegen diverser Korruptionsvorwürfe während seiner Amtszeit (2009-2018) verantworten, war aber einer Vorladung nicht gefolgt. Mehrmals hatte er die Rechtmäßigkeit der Kommission in Frage gestellt und betont, eher ins Gefängnis zu gehen als dort zu erscheinen.

12.39 Uhr: Amazon: Acht neue Logistikstandorte in Deutschland

Der Online-Handelskonzern Amazon hat die Eröffnung von acht neuen Logistikstandorten in Deutschland bis Mitte kommenden Jahres angekündigt. Damit solle das deutsche Logistiknetzwerk weiter ausgebaut werden, "um der Kundennachfrage gerecht zu werden und die Produktauswahl zu erweitern", teilte das Unternehmen in München mit. Dadurch sollten im kommenden Jahr insgesamt mehr als 3000 neue, unbefristete Jobs entstehen.

Standorte geplanter, neuer Logistikzentren sind demnach Dummerstorf, Helmstedt und Hof/Gattendorf. Dazu kommen Verteilzentren in Friedrichsdorf, Neu-Ulm, Weiterstadt und Wenden sowie ein Sortierzentrum in Erding. Davon sollen die Standorte in Friedrichsdorf, Neu-Ulm und Wenden noch im laufenden Jahr entstehen, die übrigen im ersten Halbjahr 2022.

12.33 Uhr: Stallbrand in Kerken – über 100 Schweine verendet

Bei einem Stallbrand in Kerken am Niederrhein sind am Montagmorgen mehr als 100 Schweine verendet. Über dem Bauernhof habe am Morgen eine dichte Rauchwolke gestanden, die Feuerwehr habe den Brand aber schnell gelöscht. Die Brandursache stand zunächst nicht fest, wie die Sprecherin sagte. Ein Teil des Gebäudes sei wegen Einsturzgefahr von der Feuerwehr abgesperrt worden. Menschen wurden nicht verletzt, der Sachschaden ist laut Sprecherin aber erheblich.

12.30 Uhr: 23-jähriger Drogendealer wählt aus Versehen mehrmals Notruf

Im nordrhein-westfälischen Waldbröl hat ein mutmaßlicher Drogenhändler im Schlaf mehrfach den Polizeinotruf gewählt. Bei der Polizei gingen Freitagnacht mehrere Anrufe ein, in denen "nur ein Schnarchen und Stöhnen" zu hören war, wie die Kreispolizei des Oberbergischen Kreises in Gummersbach am Montag mitteilte. In Sorge um die körperliche Verfassung des Anrufers stattete die Polizei dem 23-Jährigen daraufhin einen Besuch ab. Ein 21-Jähriger habe der Polizei überrascht die Tür geöffnet und erklärt, dass sein 23-jähriger Bekannter auf dem Sofa über seinem Handy eingeschlafen sei.

Für die beiden Männer kam der Besuch der Polizei äußert ungelegen: In der Wohnung stellten die Beamten erst Cannabisgeruch fest und fanden dann "eine nicht unerhebliche Menge Marihuana, zahlreiche Ecstasy-Tabletten sowie diverse andere Drogen". Gegen die beiden werde nun wegen des Verdachts des Drogenhandels ermittelt.

12.17 Uhr: Betrunkener beißt Mann bei Streit Teil von Daumen ab

Bei einem Streit hat ein Betrunkener in Baden-Württemberg einem 30-Jährigen einen Teil des Daumens abgebissen. Der Mann kam in ein Krankenhaus, wie die Polizei in Ulm mitteilte. Das Daumenstück fand sich allerdings nicht mehr an.

Fünf Männer waren am frühen Sonntag in Laichingen aneinandergeraten, der Streit gipfelte schließlich in Handgreiflichkeiten zwischen den Betrunkenen. Im Verlauf der Auseinandersetzung biss ein 23-Jähriger dem 30-Jährigen demnach so in den Daumen, dass ein Teil später fehlte.

Die Polizei musste den Angaben zufolge mehrere Streifen einsetzen, um die aggressiven Männer zur Raison zu bringen. Der 23-Jährige musste zur Ausnüchterung mit auf die Wache. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung.

12.05 Uhr: Schweiz gibt drei Wölfe zum Abschuss frei

Nach gefährlichen Begegnungen mit Menschen sind in der Schweiz drei Jungwölfe von den Behörden zum Abschuss freigegeben worden. "Es wird versucht, die Tiere im Rudelverbund zu erlegen, um eine zusätzliche vergrämende Wirkung zu erzielen", teilte der Kanton Graubünden mit. Das sogenannte Beverinrudel sei auch für zahlreiche Risse von Nutztieren wie Schafen und einem Esel verantwortlich. Die eigentlich streng geschützten Wölfe dürfen in der Schweiz geschossen werden, wenn sie ein problematisches Verhalten zeigen und auch Herdenschutzmaßnahmen nichts nützen.

11.55 Uhr: Swiss Re: Wetterbedingte Versicherungsschäden steigen bis 2040 stark

Der Klimawandel wird Schäden durch Naturkatastrophen nach Einschätzung des Rückversicherers Swiss Re in den kommenden Jahren nach oben schießen lassen. Bis zum Jahr 2040 dürften die versicherten wetterbedingten Katastrophenschäden in entwickelten Märkten um 30 bis 63 Prozent zunehmen, sagte der Chefökonom des Schweizer Konzerns, Jérôme Haegeli, am Montag bei der Vorstellung einer Studie in einer Online-Konferenz. In Deutschland könnten die Schäden sogar um mehr als 90 Prozent, in China und Großbritannien um fast 120 Prozent zunehmen. "Das macht es noch dringender, dass wir die Pariser Klimaziele erreichen", sagte Haegeli.

Die Studie gehört zu den ersten Veröffentlichungen anlässlich des alljährlichen Branchentreffens der Rückversicherer. Wegen der Corona-Pandemie findet es wie schon 2020 nicht wie üblich in Monte Carlo, sondern online statt.

11.49 Uhr: Polizist schießt bewaffnetem 17-Jährigen in Dortmund in Arm

In Dortmund hat ein Polizist einem bewaffneten 17-Jährigen bei einem Einsatz in den Arm geschossen. Zeugenaussagen zufolge soll der Mann zuvor bereits mehrere Schüsse abgegeben haben, wie die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei am Montag gemeinsam mitteilten. Demnach entdeckten die Polizisten den Tatverdächtigen am Vortag an einer U-Bahnhaltestelle mit einer Schusswaffe in der Hand. Die Waffe habe er auch nach mehrfacher Aufforderung nicht fallen gelassen.

Schließlich habe der 17-Jährige die Waffe gehoben und auf die Polizisten gerichtet, die daraufhin insgesamt drei Warnschüsse abgegeben hätten. Der Tatverdächtige sei weggerannt und habe erneut auf die Beamten gezielt. Ein Polizist habe ihm daraufhin in den Arm geschossen. Der 17-Jährige wurde den Angaben zufolge in ein Krankenhaus gebracht, war aber nicht lebensgefährlich verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich bei der Tatwaffe um eine Schreckschusspistole.

11.41 Uhr: Knapp 250 afghanische Ortskräfte in Deutschland angekommen

Seit Beginn der Evakuierungsflüge aus Afghanistan sind insgesamt 248 ehemalige Ortskräfte in Deutschland angekommen. Wie das Bundesinnenministerium am Montag auf Nachfrage mitteilte, reisten sie in Begleitung von 916 Familienmitgliedern ein. Insgesamt kamen seit Mitte August 4921 Menschen aus Afghanistan nach Deutschland: 4129 Afghanen, 469 Deutsche und 323 Bürger anderer Staaten (jeweils Stand Sonntag).

Mit der Luftbrücke im August waren nach Regierungsangaben 4587 Menschen nach Deutschland gekommen, davon 3849 Afghanen und 403 deutsche Staatsangehörige. Unter den Schutzbedürftigen waren auch Bürger zahlreicher anderer Staaten, wobei Deutsche wiederum auch vom Militär anderer Nationen ausgeflogen wurden. Die Menschen, die dann in den vergangenen Tagen - nach Ende der deutschen Evakuierungsflüge - aus Afghanistan nach Deutschland kamen, reisten auf unterschiedlichen Routen. Teilweise kamen sie den Angaben zufolge über das Emirat Katar.

11.13 Uhr: Oppositionelle Kolesnikowa in Belarus zu elf Jahren Haft verurteilt

Die belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa ist fast ein Jahr nach ihrer Festnahme im Zuge der Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte das Gericht laut belarussischen Staatsmedien am Montag in Minsk mit. Auch die Bundesregierung hatte wiederholt die Freilassung der früheren Stuttgarter Kulturmanagerin gefordert.

10.53 Uhr: Mit Turnschuhen im Schneesturm – junges Paar von Zugspitze gerettet

Unterkühlt und völlig erschöpft ist ein junges Paar aus einem Schneetreiben auf der Zugspitze gerettet worden. Die beiden 20-Jährigen hatten die Wetterbedingungen auf dem Berg wohl unterschätzt - der junge Mann trug bei der Tour vergangene Woche etwa lediglich Turnschuhe, wie Einsatzleiterin Regina Poberschnigg berichtete.

Die junge Frau war bereits leicht apathisch, als das Rettungsteam von insgesamt 15 Leuten bei dem Paar ankam. "Im Tal hat es aus Kübeln geschüttet", sagt Poberschnigg. Bei einem solchen Wetter auf die Zugspitze zu wandern, sei unvernüftig. Denn statt Regen gebe es dort Schnee und Minusgrade. Wie zuvor mehrere Medien berichtet hatten, gelang es den Bergwachten vergangenen Montag, das Paar sicher wieder ins Tal nach Ehrwald in Tirol zu bringen.

10.45 Uhr: Laschet hat kein Verständnis für Bahnstreiks

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat kein Verständnis für die Bahnstreiks der Lokführergewerkschaft GDL. "Um Verständnis aufzubringen, müsste ich mich jetzt sehr anstrengen", sagte der CDU-Vorsitzende am Montag beim "Wahlcheck" der "Heilbronner Stimme" auf eine entsprechende Frage. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) setzte ihren Streik bei der Deutschen Bahn an diesem Montag fort. Die Gewerkschaft will damit höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erzwingen. Es ist der dritte Streik in dieser Tarifrunde.

10.11 Uhr: Bundeswahlleiter empfiehlt frühzeitigen Antrag auf Briefwahl

Bundeswahlleiter Georg Thiel empfiehlt Menschen, die bei der Bundestagswahl ihre Stimme per Brief abgeben wollen, den entsprechenden Antrag möglichst bald zu verschicken. Der Antrag solle "so schnell wie möglich" gestellt werden, damit die erforderlichen Unterlagen rechtzeitig eintreffen, erklärte er am Montag. Grundsätzlich ist die Beantragung noch bis zum 24. September um 18.00 Uhr möglich; in Ausnahmefällen auch noch am Wahltag, dem 26. September, bis 15.00 Uhr.

Thiel unterstrich zugleich die Sicherheit der Stimmabgabe per Post. "Die Briefwahl gibt es seit 1957 und der Gesetzgeber hat verschiedene Vorkehrungen getroffen, um Missbrauch bei der Briefwahl auszuschließen", erklärte der Bundeswahlleiter. "Jede Bürgerin und jeder Bürger hat zudem das Recht, bei der Stimmenauszählung dabei zu sein. Diese Transparenz ist eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz des demokratischen Wahlergebnisses."

News von heute: Neue Umfrage: SPD legt weiter zu – auch CDU macht Boden gut

9.44 Uhr: Taliban rechtfertigen gewaltsame Eroberung Pandschirs

Die militant-islamistischen Taliban haben die gewaltsame Eroberung der afghanischen Provinz Pandschir gerechtfertigt. Nachdem Verhandlungen gescheitert seien, "weil zwei Personen die Gespräche verweigerten", seien die Taliban gezwungen gewesen, Streitkräfte zu entsenden und eine Operation zu starten, sagte der Sprecher der Islamisten, Sabiullah Mudschahid, während einer Pressekonferenz am Montag in der Hauptstadt Kabul.

Es ist davon auszugehen, dass er damit die zwei Anführer des Widerstands, den bisherigen Vizepräsidenten Amrullah Saleh und Achmad Massud, Sohn des legendären Nordallianz-Führers Achmad Schah Massud, meinte. Pandschir sei nun vollständig unter Kontrolle der Taliban, der Krieg sei vorbei und das Land aus der Krise, sagte Mudschahid weiter. Die Pandschir-Frage - die Provinz war die einzige im Land, die noch nicht unter Kontrolle der Taliban gestanden war - sollte ursprünglich durch Verhandlungen gelöst werden.

Taliban in Afghanistan: Bundeswehrhelfer S. am Flughafen Kabul

9.40 Uhr: 63-jähriger Kitesurfer aus Seenot vor Fehmarn gerettet

Ein in Not geratener Kitesurfer ist auf der Ostsee vor der Insel Fehmarn durch eine großangelegte Suchaktion gerettet worden. Der 63-Jährige sei rund eine Stunde nach dem Notruf bei einsetzender Dämmerung von einem der beteiligten Schiffe entdeckt worden, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am späten Sonntagabend in Bremen mit. Er war bereits deutlich unterkühlt.

Nach Angaben der Seenotretter hatte der Sohn des Kitesurfers einen Notruf abgesetzt, nachdem er diesen am Sonntagabend vor der Insel in Schleswig-Holstein aus den Augen verloren hatte. Außer einem Seenotrettungsboot beteiligten sich ein Schiff der Bundespolizei, ein weiteres Behördenschiff sowie ein Rettungshubschrauber an der Suchaktion. Laut DGzRS hatten sich die Leinen des Kites verheddert. Dies machte es dem Mann unmöglich, seinen Drachen aufzurichten und an Land zurück zu kommen. Durch Wind und Wellengang drohte er auf die offene See hinausgetrieben zu werden. Das Seenotrettungsboot brachte den 63-Jährigen an Land und übergab ihn dem Rettungsdienst.

Kitesurfen im Sturmtief: Der Engländer Tom Bridge wird 18 Meter hoch durch die Luft gewirbelt.

9.23 Uhr: Australien: Vermisstes Kind nach drei Tagen lebend im Busch gefunden

Drei Tage lang wurde ein Kleinkind in Australien im Busch vermisst - jetzt hat die Polizei den Dreijährigen nach einer großen Suchaktion lebend gefunden. Der Junge war am Freitag im ländlichen Örtchen Putty, etwa 110 Kilometer nordwestlich von Sydney, aus dem Haus seiner Eltern verschwunden, teilte die Polizei der Region New South Wales mit. Die Sicherheitskräfte suchten unter anderem mit einer Hundestaffel, Tauchern, berittener Polizei und Hunderten freiwilligen Helfern nach ihm.

Am Montagvormittag (Ortszeit) sei das Kind schließlich von einem Helikopter aus entdeckt worden, als es an einem Bach Wasser getrunken habe. "Dass er in der Nähe von Wasser war, hat es ihm ermöglicht, zu überleben", sagte ein Behördensprecher.

Der autistische Junge, der nicht sprechen kann, habe drei Nächte bei eisigen Temperaturen von nur etwa drei Grad überlebt, hieß es. Er wurde mit seiner Familie vereint und zunächst ärztlich untersucht. "Er hat Windelausschlag, wurde von Ameisen gebissen und ist hingefallen, aber er lebt", sagte sein Vater lokalen Medien.

9.00 Uhr: Röttgen fordert Überprüfung des Bundeswehreinsatzes in Mali

Nach den Erfahrungen in Afghanistan fordert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen (CDU), eine kritische Betrachtung des Bundeswehr-Einsatzes in Mali. "Wir brauchen eine notwendige Diskussion und Bewertung des bisherigen Einsatzes", sagte er dem "Tagesspiegel" vom Montag. "Diesen Einsatz können wir nicht allein rechtfertigen mit dem Gedanken der Solidarität mit Frankreich." Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist in Mali mit besonders vielen Truppen präsent.

In Mali gehe es um die Stabilisierung der Sahel-Region, sagte Röttgen. "Wir brauchen eine Debatte, welche Ressourcen man braucht, um überhaupt etwas zu erreichen, statt sogar eine Verschlechterung zu ernten", erläuterte er. "Wir haben bislang keine Verbesserung der Sicherheitslage erreicht, sondern die Sicherheitslage hat sich verschlechtert."

8.34 Uhr: Merkel und Altmaier erschüttert vom Tod des Botschafters

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bestürzt geäußert über den überraschenden Tod des neuen deutschen Botschafters in China, eines früheren Mitarbeiters von ihr im Kanzleramt. "Der Tod Jan Heckers erschüttert mich zutiefst", sagte sie am Montagmorgen in einer in Berlin verbreiteten Erklärung. "Ich trauere um einen hochgeschätzten langjährigen Berater von tiefer Menschlichkeit und herausragender Fachkenntnis. Ich denke voller Dankbarkeit an unsere Zusammenarbeit und bin froh, mit ihm über Jahre so eng verbunden gewesen zu sein." Sie fügte hinzu: "Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen Kindern und den anderen Angehörigen in ihrem unermesslichen Schmerz."

Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der als frühere Kanzleramtschef ebenfalls eng mit Hecker zusammengearbeitet hatte, nannte Heckers Tod auf Twitter eine Tragödie und einen großen Verlust für alle, die ihn kannten. "Sein Pflichtbewusstsein, seine menschliche und berufliche Kompetenz und tiefe Bildung waren herausragend."

7.53 Uhr: Neuseeland hebt landesweiten Lockdown nach drei Wochen auf

Neuseeland hebt den landesweiten Corona-Lockdown nach drei Wochen weitgehend wieder auf. Die Beschränkungen würden ab Mittwoch gelockert, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag. Lediglich in der Großstadt Auckland auf der Nordinsel, dem Zentrum des derzeitigen Ausbruchs, würden die Regeln zunächst weiter gelten, so Ardern.

Die Regierung in dem Inselstaat hatte am 18. August nach der Entdeckung eines einzigen Corona-Falls einen landesweiten Lockdown verhängt. Ende August wurden zeitweise mehr als 80 Fälle am Tag verzeichnet. Mittlerweile ist die Zahl aber auf etwa 20 gesunken.

7.46 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister fordert andere Krankenhausfinanzierung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert ein neues Finanzierungssystem für Krankenhäuser. "Wir dürfen unser Gesundheitssystem nicht noch weiter ökonomisieren. Stattdessen müssen wir in Deutschland wegkommen vom bisherigen Finanzierungssystem über hauptsächlich Fallpauschalen", sagte er dem "Münchner Merkur" (Montag). "Wir brauchen eine bessere Vergütung von Vorhaltekosten – vor allem bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen, aber auch in der Notfallversorgung." Das wolle er nach der Bundestagswahl auch zum Thema in möglichen Koalitionsverhandlungen machen.

7.30 Uhr: GDL-Chef Weselsky sieht keine Basis für neue Tarifverhandlungen

Die Lokführergewerkschaft GDL sieht im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn keine Basis für neue Verhandlungen. Die Gewerkschaft sei zu weiteren Gesprächen bereit, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot von der Bahn komme, sagte GDL-Chef Claus Weselsky im ZDF-"Morgenmagazin". Das sogenannte Angebot der Bahn sei nur eine vorgetäuschte Verbesserung.

Die Bahn wolle die GDL auf Lokführer und Zugbegleiter beschränken und dieser verweigern, Tarifverträge für die Werkstatt und Verwaltung abzuschließen. Hier würden Grundrechte tangiert. Es solle dauerhaft verhindert werden, dass die GDL die Mehrheit im Betrieb habe. "Und dagegen wehren wir uns", sagte Weselsky: "Ich muss mich nicht einigen auf 3,2 Prozent, wenn die Bahn uns dauerhaft beschränkt auf Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen und damit verhindert, dass wir die Mehrheit im jeweiligen Betrieb tatsächlich auch erreichen können." Es gehe hier nicht um Vormachtstellung.

6.54 Uhr: Umstände unklar: Deutscher Botschafter in China stirbt mit 54

Kurz nach dem Antritt seines Postens in Peking ist der neue deutsche Botschafter in China, Jan Hecker, überraschend gestorben. Das teilte das Auswärtige Amt in Berlin am Montagmorgen mit. Der 54-Jährige war vor der Übernahme des wichtigen diplomatischen Postens in der chinesischen Hauptstadt als außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tätig gewesen. Die Umstände seines Todes blieben zunächst unklar.

"Mit tiefer Trauer und Bestürzung haben wir von dem plötzlichen Tod des deutschen Botschafters in China, Prof. Dr. Jan Hecker, erfahren", hieß es in der Mitteilung des Auswärtigen Amts. "Unsere Gedanken sind in diesem Moment bei seiner Familie und den Menschen, die ihm nahestanden." Der gebürtige Kieler war verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Er hatte den Posten erst im August übernommen.

Nach der Ankunft in Peking hatte der Spitzendiplomat mit seiner Familie zunächst die in China übliche Quarantäne wegen der Corona-Pandemie durchlaufen. Danach übergab Hecker Ende August in Peking sein Beglaubigungsschreiben und nahm die reguläre Arbeit auf.

6.38 Uhr: Taliban-Sprecher: Pandschir-Tal "vollständig" unter Kontrolle der Taliban

Die radikalislamischen Taliban haben nach eigenen Angaben die letzte Bastion des Widerstands in Afghanistan eingenommen. Das Pandschir-Tal sei "vollständig erobert", erklärte der Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Montag. "Mit diesem Sieg ist unser Land vollständig aus dem Sumpf des Krieges befreit."

6.06 Uhr: RKI registriert 4749 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 84,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 84,3 – am Vortag hatte der Wert bei 83,1 gelegen, vor einer Woche bei 75,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4749 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06:05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4559 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 8 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 10 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.010.390 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

5.44 Uhr: Westaustralien will sich bis 2022 vom Rest des Landes abschotten

Der australische Bundesstaat Westaustralien mit der Metropole Perth wird voraussichtlich erst im kommenden Jahr wieder seine wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Grenzen zum Rest des Landes öffnen. Erst wenn 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung geimpft seien, dürften Menschen aus Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen wie New South Wales, Victoria und Australian Capital Territory (ACT) wieder in den Bundesstaat einreisen, sagte Regional-Premierminister Mark McGowan am Montag.

"Ich gehe davon aus, dass wir wieder öffnen werden, sobald wir ein sehr hohes Impfniveau erreicht haben", erklärte McGowan. "Ich erwarte, dass das irgendwann im nächsten Jahr der Fall sein wird."

5.30 Uhr: Bitcoin wird in El Salvador zum Zahlungsmittel

In El Salvador ist die Digitalwährung Bitcoin ab Dienstag ein gesetzliches Zahlungsmittel. Der zentralamerikanische Staat ist das erste Land der Welt, das diesen Schritt macht. Ein entsprechendes Gesetz war vor drei Monaten verabschiedet worden und tritt nun am Dienstag in Kraft. Es sieht vor, dass jeder Händler Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen muss, der technisch dazu in der Lage ist. Auch Steuern können in der Kryptowährung bezahlt werden.

Auf den Tausch von Bitcoin soll keine Kapitalertragsteuer erhoben werden. Den Wechselkurs zum US-Dollar, der in El Salvador anstelle einer einheimischen Währung als offizielles Zahlungsmittel genutzt wird, soll der Markt frei entscheiden. Wer die digitale Geldbörse "Chivo" herunterlädt, bekommt nach Angaben des Präsidenten Nayib Bukele ein Startguthaben im Wert von 30 US-Dollar (rund 25 Euro). Es soll demnach auch 200 "Chivo"-Geldautomaten geben.

5.05 Uhr: Taliban würden sich über Besuch Merkels in Afghanistan freuen

Die radikalislamischen Taliban würden sich nach den Angaben eines Sprechers über einen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Afghanistan freuen. "Angela Merkel würde besonders herzlich aufgenommen werden", sagte der Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Sonntag bei "Bild Live". Er sagte weiter: "Wir würden uns wirklich sehr über sie freuen".

Mudschahid bekräftigte die Bitte an die Bundesregierung, Afghanistan weiterhin finanziell zu unterstützen. "Wir möchten, dass Deutschland uns im humanitären Bereich unterstützt und hilft, soweit die deutsche Regierung dies kann." Außerdem benötige Afghanistan Hilfe im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich, und bei der Infrastruktur. Zudem könne die deutsche Regierung "Unternehmerinnen und Unternehmer ermutigen, zu uns zu kommen und in unser Land zu investieren". 

5.00 Uhr: Gesundheitsminister beraten über Quarantäne-Regeln an Schulen

Die Gesundheitsminister der Länder wollen am Montag über Quarantäne-Maßnahmen im Fall von Corona-Infektionen an Schulen sprechen. Dabei solle es um "möglichst einheitliche Regeln" gehen, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern.

Bislang gibt es in den Ländern höchst unterschiedliche Vorgaben für die Quarantäne, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden. Teilweise werden bereits jetzt nur die Sitznachbarn in Quarantäne geschickt. Viele Schülerinnen und Schüler sind noch nicht geimpft, weil es derzeit keine Impfstoffe gibt, die für Kinder unter zwölf Jahren offiziell zugelassen sind. Zuletzt waren die Infektionszahlen besonders in jüngeren Altersgruppen stark gestiegen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte die Länder am Wochenende aufgerufen, sich auf eine "klare Linie" zu verständigen.

4.22 Uhr: Widerstandskämpfer im Pandschir-Tal schlagen Waffenstillstand mit Taliban vor

Die Widerstandskämpfer im Pandschir-Tal in Afghanistan haben nach schweren Gefechten mit den Taliban in den vergangenen Tagen einen Waffenstillstand vorgeschlagen. In der Nacht zum Montag erklärte die Nationale Widerstandsfront (NRF), sie schlage vor, dass die Taliban ihre "Militäroperationen im Pandschir-Tal stoppen" und sich zurückziehen sollten. "Im Gegenzug werden wir unsere Kräfte anweisen, von Militäraktionen abzusehen".

Die radikalislamischen Taliban waren am Wochenende weiter in die letzte Bastion des Widerstands in Afghanistan vorgerückt. Die neuen Machthaber am Hindukusch meldeten schwere Kämpfe im Pandschir-Tal und nahmen Berichten zufolge das Dorf Anabah sowie weitere Gebiete der Provinz nördlich von Kabul ein.

Bundeswehr-Helfer über das Leben in Kabul unter den Taliban

3.27 Uhr: Taliban garantieren laut Uno Sicherheit von humanitären Helfern

Die Taliban haben sich nach UN-Angaben verpflichtet, für die Sicherheit von humanitären Helfern in Afghanistan zu sorgen. Die Islamisten hätten in Gesprächen zugesichert, dass Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sich im Land frei und sicher bewegen könnten, erklärte ein UN-Sprecher am Sonntag.

Der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Martin Griffiths, hielt sich am Sonntag zu Gesprächen mit der Taliban-Führung in Kabul auf. Unter anderem traf er den Taliban-Mitgründer Mullah Abdul Ghani Baradar.

0.10 Uhr: Schütze tötet Baby und drei weitere Menschen in Florida

Bei einer brutalen Attacke im US-Bundesstaat Florida hat ein schwer bewaffneter Schütze am Sonntag vier Menschen getötet. Der Täter habe in der Nacht in einem Haus nahe der Stadt Lakeland einen Mann und eine Frau erschossen sowie ein Baby, das die Frau im Arm gehalten habe, sagte der Sheriff von Polk County, Grady Judd, in einer Pressekonferenz. Ein elf Jahre altes Mädchen sei durch mehrere Schüsse verletzt worden, habe aber überlebt. In einem weiteren Haus auf dem Grundstück sei eine weitere Frau getötet worden.

Der Angreifer habe sich auf dem Gelände mit Polizisten eine Schießerei geliefert und sich am Ende ergeben, sagte Judd. Der Mann habe volle Kampfmontur inklusive einer schusssicheren Weste getragen. Bei dem Schusswechsel mit den herbeigeeilten Polizisten seien Dutzende, wenn nicht Hunderte Schüsse gefallen. "Er kam für ein Feuergefecht", sagte Judd. "Wir wissen nicht warum." Nach ersten Erkenntnissen handele es sich bei dem Schützen um einen 33-Jährigen, der für das US-Militär im Irak und in Afghanistan im Einsatz gewesen sei.

0.02 Uhr: Afghanischer Widerstandsführer: Bereit zu Verhandlungslösung mit Taliban

Der Anführer einer Widerstandsfraktion gegen die Taliban in Afghanistan hat sich zu einer Verhandlungslösung bereit gezeigt, um die Kämpfe mit den militanten Islamisten zu beenden. Achmad Massud erklärte am Sonntag, die Nationale Widerstandsfront (NRF) sei bereit, den Krieg sofort zu beenden, falls die Taliban ihre Angriffe in Pandschir beenden. Die NRF sei bestrebt, Konflikte mit den Taliban friedlich beizulegen. Man strebe eine politische Einigung an, bei der alle sozialen Gruppen vertreten seien.

Seit Tagen gibt es Gefechte zwischen Taliban und Kämpfern der Nationalen Widerstandsfront um Pandschir, die einzige Provinz im Land, die die Taliban bisher nicht kontrollieren. Eine Reaktion der Taliban-Gruppe, die den Angriff auf Pandschir durchführt, auf Massuds Erklärung gab es zunächst nicht.

tkr / cl / rw DPA AFP

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