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News von heute Neues Weltraumteleskop soll in frühes Universum blicken

Eine künstlerische Darstellung des James-Webb-Weltraumteleskops
Eine künstlerische Darstellung des James-Webb-Weltraumteleskops
© Northrop Grumman / NASA / AP / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker:

17.38 Uhr: Vermisste Dreijährige schläft seelenruhig

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit haben Eltern ihre dreijährige Tochter in Altenmünster in Bayern als vermisst gemeldet. Nachdem das Mädchen fast eine Dreiviertelstunde lang nicht gesehen worden war, kontaktierte die besorgte Familie die Feuerwehr und bat um Hilfe, wie die Polizei mitteilte. Der Einsatz am Montagabend im Landkreis Augsburg konnte jedoch bereits nach zehn Minuten beendet werden. Die Kleine wurde schlafend unter dem Küchentisch gefunden.

17.20 Uhr: Neues Weltraumteleskop soll in frühes Universum blicken

Die Weltraumbehörden Europas, der USA und Kanadas wollen mit ihrem neuen James-Webb-Weltraumteleskop bald mehr über das frühe Universum lernen. Mit dem Teleskop sollen die ersten nach dem Urknall entstandenen Galaxien beobachtet werden, sagte Nasa-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen. Den Angaben zufolge soll das Teleskop eine Art Blick in die Vergangenheit vor 13,5 Milliarden Jahren bieten, und damit um einiges weiter zurück als sein Vorgänger Hubble. Der Wissenschaftsdirektor der Esa, Günther Hasinger, bezeichnete das neue Teleskop als eine "wunderbare Zeitmaschine".

Das James-Webb-Teleskop soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern außerdem helfen, das Leben der Sterne und die Entwicklung von Galaxien und Planetensystemen zu verstehen. Die Weltraumbehörden hoffen auch, dass mit dem Teleskop Exoplaneten besser erforscht werden können. Auch ob bei solchen Planeten bei anderen Sternen Leben entsteht, wollen sie mit Hilfe des Teleskops herausfinden. Das neue Weltraumobservatorium soll im Herbst vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus 1,5 Millionen Kilometer weit ins All fliegen. Der Weg bis zum Zielorbit soll etwa vier Wochen dauern.

Grafik-Illustration des James-Webb-Teleskops
Grafik-Illustration des James-Webb-Teleskops
© A. Brühl, Redaktion: J. Schneider / Nasa / Esa / Arianespace / Picture Alliance / DPA

16.06 Uhr: Deutschland unterstützt Pläne für höhere Nato-Budgets

Die Bundesregierung unterstützt die Planungen für eine Erhöhung der Nato-Budgets. "Für uns ist es ganz wichtig, dass wir unsere Fähigkeit, gemeinsam zu handeln, etwa auch mit mehr gemeinschaftlichen Mitteln verstärken", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Rande von bündnisinternen Beratungen zum bevorstehenden Nato-Gipfel. Generalsekretär Jens Stoltenberg habe dazu ihrer Meinung nach "sehr gute Vorschläge" unterbreitet.

Stoltenberg will erreichen, dass die Staats- und Regierungschefs der 30 Bündnisstaaten bei dem Gipfel am 14. Juni zusagen, die Gemeinschaftsausgaben der Allianz in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Aktuell belaufen sich die militärischen und zivilen Budgets und Programme der Nato auf nicht einmal 2,6 Milliarden Euro im Jahr. Zum Vergleich: Allein die Verteidigungsausgaben der USA lagen laut Bündnisdokumenten zuletzt bei 785 Milliarden US-Dollar (642 Mrd. Euro), die von Deutschland bei immerhin 51,6 Milliarden Euro. Nach dem aktuellen Aufteilungsschlüssel trägt die Bundesrepublik mit den USA derzeit den größten Anteil der Gemeinschaftskosten der Nato. Beide Länder steuern jeweils rund 16,4 Prozent bei.

15.30 Uhr: Viele Bewohner kehren nach Massenflucht in Millionenstadt Goma im Kongo zurück

Fünf Tage nach der Massenflucht aus Goma sind zahlreiche Bewohner in die kongolesische Millionenstadt am Vulkan Nyiragongo zurückgekehrt. Obwohl die Behörden ihre Ausbruchswarnung noch nicht aufgehoben haben, herrscht auf den Straßen wieder dichter Verkehr. Auch viele Fußgänger waren unterwegs. Vor dem größten Krankenhaus der Stadt mussten die Autos allerdings große Risse im Boden umkurven, die nach dem Vulkanausbruch vor zehn Tagen entstanden waren.

Der Nyiragongo war am 22. Mai ohne vorherige Warnzeichen ausgebrochen. Mindestens 32 Menschen starben, zahlreiche Häuser wurden zerstört. Bereits am Tag des Vulkanausbruchs flohen tausende Bewohner aus Goma. Viele kehrten aber am nächsten Tag zurück, obwohl die Stadt im Osten des Demokratischen Provinz Kongo weiter von hunderten Erdstößen erschüttert wurde.

15.09 Uhr: Flugzeug gestoppt - Russischer Oppositioneller Piwowarow festgenommen

Der prominente russische Oppositionspolitiker Andrej Piwowarow ist laut eigener Aussage bei der Ausreise nach Polen an Bord eines Flugzeugs festgenommen worden. Polizisten hätten die bereits rollende Maschine am Montagabend in St. Petersburg gestoppt, schrieb Piwowarow in seinem Telegram-Kanal. Die zuständige Ermittlungsbehörde erklärte, dem 39-Jährigen werde die Beteiligung an einer in Russland "unerwünschten Organisation" vorgeworfen. Ihm drohen damit bis zu sechs Jahre Freiheitsentzug. Piwowarow hatte bis vor kurzem die kremlkritische Organisation "Offenes Russland" geleitet. Vor wenigen Tagen wurde die von dem im Ausland lebenden Kremlgegner Michail Chodorkowski unterstützte Gruppe in Russland zur "unerwünschten Organisation" erklärt und damit faktisch verboten. Unter dem staatlichen Druck hatte Piwowarow daraufhin die Auflösung bekannt gegeben. Dass er nun trotzdem festgenommen wurde, bezeichnete er als "völlige Gesetzlosigkeit".

14.34 Uhr: Verhandlungen über neues Regierungsbündnis in Israel in heißer Phase

In Israel sind Verhandlungen über das geplante neue Regierungsbündnis zur Ablösung des langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in die entscheidende Phase eingetreten. In der Nacht zum Dienstag hätten Oppositionsführer Jair Lapid und der nationalistische Hardliner Naftali Bennett "Fortschritte bei der Bildung einer Einheitsregierung" erzielt, teilte Bennetts Sprecher mit. Für Dienstagnachmittag war ein nächstes Treffen angesetzt. An den Gesprächen sind führende Vertreter der Parteien beteiligt, die sich zu einer Koalition des "Wandels" zusammenschließen und den langjährigen Regierungschef Netanjahu ablösen wollen. Bis kurz vor Mitternacht am Mittwoch müssen sie eine Mehrheit von 61 Stimmen im Parlament zusammenbekommen. Vier fehlten am Dienstag weiterhin.

14.18 Uhr: Empörung in Italien über vorzeitige Haftentlassung des Mörders von Richter Falcone

Empörung und Entsetzen in Italien: Der Mörder des prominenten Anti-Mafia-Richters Giovanni Falcone ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Die Nachricht über die Freilassung von Mafia-Boss Giovanni Brusca prangte am Dienstag auf den Titelseiten vieler italienischer Tageszeitungen. "Brusca freigelassen - der grausamste Boss", schrieb die Zeitung "La Repubblica". Der 64-Jährige soll an hunderten Morden beteiligt gewesen sein, darunter der grausamen Ermordung eines zwölfjährigen Jungen, dessen Leiche in Säure aufgelöst wurde. Wegen guter Führung war das Mitglied der sizilianischen Mafia Cosa Nostra aus einem Gefängnis in Rom nach 25 Jahren Haft frühzeitig entlassen worden. Brusca war während der Haft auch als Kronzeuge für den Staat aufgetreten. Nun muss der 64-Jährige noch eine Bewährungsstrafe von vier Jahren ableisten.

13.52 Uhr: Mann tötet Frau mit Kettensäge und dann sich selbst – Obduktion

Bei einer Gewalttat im nordbrandenburgischen Lanz soll ein 64-Jähriger seine Frau und dann sich selbst mit einer Kettensäge getötet haben. Der Mann, der von der Polizei am Montag tot auf seinem Grundstück bei Lenzen gefunden worden war, soll laut Staatsanwaltschaft zunächst seine 62-jährige Frau mit einer Kettensäge enthauptet haben. Anschließend tötete er sich selbst mit der Säge, wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin auf Nachfrage bestätigte. Zuvor hatten mehrere Medien über die Tatwaffe und Details der Gewalttat in dem kleinen Ort in der Prignitz berichtet. Am Mittwoch sollen die Leichen obduziert werden. Zu den weiteren Hintergründen der Tat konnten die Ermittler noch keine Angaben machen.

13.49 Uhr: Nach Vulkanausbruch droht eine humanitäre Katastrophe rund um Goma

Nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo befürchten Hilfsorganisationen eine humanitäre Katastrophe. Auch das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte vor einer akuten Notlage. Die Millionenstadt Goma war teilweise zwangsgeräumt worden.

"Geschätzt rund 350.000 Menschen brauchen dringend humanitäre Hilfe", erklärte Jackie Keegan, der Leiter des UNHCR-Büros in Goma. Die Stadt habe nach der Eruption mehr als 1000 Erdstöße und -beben verzeichnet, viele Häuser seien zerstört. Rund 450.000 Bewohner seien geflohen, davon 120.000 in die 30 Kilometer von Goma entfernte Nachbarstadt Sake. Viele lebten dort traumatisiert in Notquartieren, in überfüllten Schulen, Kirchen oder bei Gastfamilien. Die Behörden fürchten, dass sich in den beengten Verhältnissen das Coronavirus leicht verbreiten kann. 

13.22 Uhr: Russische Polizei durchsucht Wohnungen mehrerer Oppositioneller

Wenige Monate vor der Parlamentswahl in Russland gehen die Behörden weiter mit aller Härte gegen russische Oppositionelle vor. Die Polizei durchsuchte die Wohnungen mehrerer Aktivisten, nachdem der frühere Chef der aufgelösten Oppositionsorganisation Open Russia am Vortag am Flughafen in St. Petersburg von Sicherheitskräften aus einem Flugzeug geholt worden war. Es gebe Razzien bei ihm und zwei seiner Unterstützer, schrieb der ehemalige Abgeordnete und Kreml-Kritiker Dmitri Gudkow im Online-Dienst Telegram. "Ich kenne den formalen Grund dafür nicht", fügte er hinzu. Auch bei seinem Vater Gennadi Gudkow, ebenfalls ein ehemaliger Abgeordneter, durchsuchte die Polizei dessen früheres Büro. Seit acht Jahren sei dort nichts mehr, twitterte Gennadi Gudkow, der im Ausland lebt. Es handele sich um eine "Vergeltungsaktion gegen die gesamte Familie Gudkow". 

12.59 Uhr: Gewalttat im Oberlinhaus: Tatverdächtige klagt gegen Kündigung

Einen Monat nach der Gewalttat in einem Potsdamer Wohnheim für Menschen mit Behinderungen mit vier Toten und einer Schwerverletzten hat die tatverdächtige Mitarbeiterin Klage gegen ihre Kündigung eingereicht. Die diakonische Einrichtung Oberlinhaus habe der Pflegemitarbeiterin die außerordentliche Kündigung ausgesprochen und hilfsweise eine ordentliche Kündigung, sagte der Sprecher des Potsdamer Arbeitsgerichts, Robert Crumbach. Zu der daraufhin eingelegten Kündigungsschutzklage der 52-Jährigen sei am Donnerstag kommender Woche eine Güteverhandlung angesetzt.

12.43 Uhr: Zahnreport: Antibiotika könnten Kreidezähne bei Kindern verursachen

Bestimmte Antibiotika könnten Experten zufolge eine der lange gesuchten Ursachen sogenannter Kreidezähne bei Kindern sein. Mindestens 450 000 Kinder in Deutschland hätten solche gelblich oder bräunlich verfärbten, porösen und beim Putzen schmerzenden Zähne, die behandelt werden müssen, heißt es im Zahnreport der Barmer-Krankenkasse, der in Berlin vorgestellt wurde. Rund acht Prozent aller Sechs- bis Zwölfjährigen seien inzwischen betroffen.

Neben Karies gilt die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) - umgangssprachlich Kreidezähne genannt - demnach als zweite schwerwiegende Zahnerkrankung bei Heranwachsenden. "Experten gehen davon aus, dass die Ursachen im Prozess der Zahn-Mineralisation liegen", sagte Barmer-Chef Christoph Sraub. Möglicherweise könnten Antibiotika hinter den unzureichend mineralisierten Zähnen stecken, vermuteten Experten. Kinder mit geschädigten Zähnen haben demnach in den ersten vier Lebensjahren etwa zehn Prozent mehr häufig angewendete Antibiotika verschrieben bekommen als Kinder ohne Kreidezähne.

12.18 Uhr: Vatikan nimmt Artikel gegen Kindesmissbrauch in Kirchenrecht auf

Die katholische Kirche hat explizit einen Artikel gegen Kindesmissbrauch von Priestern ins Kirchenrecht aufgenommen. Papst Franziskus fügte dem kanonischen Recht eine entsprechende Regelung gegen sexuelle Missbrauchsverbrechen an Minderjährigen durch Geistliche hinzu, wie der Vatikan bekannt gab. Die Ergänzung war seit langem von Pädophilie-Opfern gefordert worden.

Der Vatikan präsentierte eine umfassende Überarbeitung eines der sieben Bücher seines kanonischen Rechts von 1983, das die Strafen der katholischen Kirche enthält. Die Änderungen treten im Dezember in Kraft. Der bisherige Kodex des Kirchenrechts sieht die Bestrafung von sexuellem Missbrauch von Minderjährigen durch Kleriker unter der einfachen Überschrift des Verstoßes gegen das sechste Gebot der Bibel ("Du sollst nicht ehebrechen") vor. Diese Formulierung, die sich auf die Nichteinhaltung des Zölibats bezieht, wurde angesichts der Vielzahl der Pädophilie-Skandale in der katholischen Kirche als veraltet und unklar in Bezug auf das Zivilrecht angesehen. 

12.05 Uhr: China meldet erste Übertragung von Vogelgrippe-Virus H10N3 auf einen Menschen

In China ist das Vogelgrippe-Virus H10N3 nach Behördenangaben weltweit zum ersten Mal auf einen Menschen übertragen worden. Das Virus wurde bei einem 41-jährigen Mann nachgewiesen, der Ende April in der ostchinesischen Stadt Zhenjiang mit Fieber ins Krankenhaus gekommen war, wie Chinas Nationale Gesundheitskommission mitteilte. Das Risiko einer großflächigen Ausbreitung sei aber "äußerst gering". Die chinesische Gesundheitskommission bezeichnete den Virus-Typ H10N3 als schwach pathogen, er führt bei infizierten Vögeln also eher nicht zu schweren Erkrankungen oder zum Tod. Eine Übertragung auf den Menschen wurde demnach bisher noch nie festgestellt.

11.58 Uhr: Langzeitstudie über bedingungsloses Grundeinkommen von 1200 Euro beginnt

Nach einem langen Auswahlverfahren bekommen 122 Menschen in Deutschland ab jetzt für drei Jahre ein monatliches bedingungsloses Grundeinkommen von 1200 Euro. Der Verein "Mein Grundeinkommen" gab gemeinsam mit Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern den Startschuss für die Auszahlung des Geldes. Damit begann gleichzeitig eine Langzeitstudie, in der untersucht werden soll, was eine solche Zahlung mit Menschen macht.

Die Wissenschaftler wollen durch regelmäßige Befragungen der Teilnehmer herausfinden, wie sich ihr Alltag durch das zusätzliche Geld verändert. Der Blick richtet sich dabei unter anderem auf das Arbeitsleben, die Finanzen, den Bereich Familie und Beziehungen, soziale Kontakte oder auch auf mögliche psychische Veränderungen. Zur Analyse des Stresslevels sollen auch Haarproben ausgewertet werden. Finanziert wird das Projekt aus privaten Spenden. Über ein bedingungsloses Grundeinkommen wird auf politischer Ebene immer wieder diskutiert. Mehrheiten dafür sind momentan aber nicht in Sicht.

11.36 Uhr: Uran-Produktion in Deutschland ist offiziell Geschichte

Die Uran-Produktion in Deutschland ist endgültig Geschichte. Der letzte Transport verlässt das Betriebsgelände der bundeseigenen Wismut GmbH in Königstein südöstlich von Dresden. Damit ende nach 75 Jahren ein wichtiger Teil deutscher Geschichte, der während des Kalten Krieges begonnen habe und sich bis heute auswirke, erklärte das Unternehmen. Deutschland scheide nun aus der Liste uranproduzierender Staaten aus. Der letzte Transport umfasst ein 19,5 Tonnen schweres Gemisch aus Wasser und Uranoxid - Uran, das bei der Wasserreinigung am Standort Königstein abgetrennt und in zwei Silos eingelagert wurde.

Das Uran-Gemisch wird seit 1997 an die US-Firma Nuclear Fuels verkauft. Unter Aufsicht der Europäischen Atomgemeinschaft Euratom und der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA wurden die beiden Silos zum letzten Mal geleert. Die planmäßige Produktion von Uran endete in Deutschland 1990. Dennoch fielen bei der Sanierung der Hinterlassenschaften in Sachsen und Thüringen noch 3350 Tonnen Uran an. Zwar fällt auch in Zukunft noch Uran an. Die Mengen sind aber so gering, dass eine separate Abtrennung nicht mehr sinnvoll ist.

11.27 Uhr: Haftpflicht-Versicherung von Winterkorn soll mehrere 100 Millionen Euro an VW zahlen

Der ehemalige Chef des Autobauers Volkswagen, Martin Winterkorn, soll im Streit um Schadenersatz im Dieselskandal einem Medienbericht zufolge rund zehn Millionen Euro an das Unternehmen zahlen. Die entsprechenden Verträge auch mit weiteren früheren Managern sollen noch in dieser Woche unterzeichnet werden, wie das Magazin "Business Insider" berichtete. Demnach einigte sich Konzern mit seiner Manager-Haftpflicht-Versicherung außerdem auf eine Zahlung weiterer 200 bis 300 Millionen Euro.

Volkswagen hatte Ende März unter anderem Ex-Konzernchef Winterkorn und den früheren Audi-Chef Rupert Stadler zu Schadenersatzzahlungen aufgefordert. Winterkorn beteuerte, sich vor dem Bekanntwerden der Diesel-Affäre im September 2015 korrekt verhalten zu haben. Seine Anwälte erklärten, dass er "alles Erforderliche getan und nichts unterlassen" habe, was dazu geführt hätte, "den entstandenen Schaden zu vermeiden oder geringer zu halten". Auch andere beschuldigte Markenvorstände äußerten sich ähnlich, erklärten sich aber laut "Business Insider" bereit, Schadensersatzzahlungen zu leisten. 

11.12 Uhr: Mutmaßlicher Journalist in Thailand mit 180 Kilo Marihuana erwischt

Eine Marinepatrouille hat in Thailand einen mutmaßlichen Journalisten mit 180 Kilogramm Marihuana erwischt. Der Mann, der nach eigenen Angaben Mitarbeiter einer örtlichen Zeitung sein soll, sei beim Beladen eines Lieferwagens mit mehreren Plastiksäcken entdeckt worden, berichtete die Zeitung "Bangkok Post"unter Berufung auf die Behörden. Soldaten der "Mekong Riverine Unit" (MRU) hätten darin komprimiertes Marihuana im Wert von zwei Millionen Thai Baht (52 000 Euro) gefunden. Der Vorfall ereignete sich in der Provinz Nakhon Phanom am Ufer des Mekong.

11.05 Uhr: Inflation in Eurozone erstmals seit zweieinhalb Jahren bei zwei Prozent

Die Inflation in der Eurozone hat im Mai den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Mai nach einer vorläufigen Schätzung um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es ist der fünfte Monat in Folge mit einem Anstieg. Höher hatte die Inflation zuletzt nur im Oktober 2018 gelegen.

Stärkster Preistreiber waren laut Eurostat im Mai erneut die Energiekosten. Sie stiegen binnen Jahresfrist um 13,1 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich unterdessen um 1,1 Prozent, Industriegüter um 0,7 Prozent und Lebensmittel, Alkohol und Tabak um 0,6 Prozent.

10.58 Uhr: Hass im Netz macht Menschen zunehmend Angst

Der Hass im Internet macht den Menschen zunehmend Angst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW, die in Düsseldorf präsentiert wurde. Waren es im vergangenen Jahr noch 34 Prozent der Befragten, die wegen der zahllosen Hasskommentare im Netz sehr besorgt waren, sind es inzwischen 42 Prozent. Bei den Frauen gibt inzwischen sogar eine Mehrheit von 51 Prozent an, dass ihnen die vielen Hass-Botschaften im Netz Angst machen, bei den Männern sind es 33 Prozent.

Das Problem scheint sich zumindest in der Wahrnehmung der Menschen zu verstärken: 39 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen Hass im Netz häufig oder sogar sehr häufig begegne. Dies war ein neuer Höchstwert, im Vorjahr waren es noch 34 Prozent gewesen. 76 Prozent der Befragte gaben an, schon Hass im Netz erlebt zu haben.

10.49 Uhr: Versuchter Mord an einer Sechsjährigen - Prozessbeginn in Halle

Unter großem Medieninteresse hat der Prozess gegen einen 25-Jährigen wegen versuchten Mordes an einem sechsjährigen Mädchen begonnen. Der Angeklagte soll im vergangenen Dezember das Mädchen aus der Wohnung ihrer Eltern in Halle entführt, sexuell missbraucht und anschließend in Tötungsabsicht in die Saale geworfen haben, hieß es in der Anklageschrift. Die Staatsanwaltschaft warf dem Deutschen am Landgericht in Halle Menschenraub, Entziehung Minderjähriger, sexuellen Missbrauch von Kindern sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Das Gericht schloss kurz nach dem Verlesen der Anklageschrift die Öffentlichkeit aus. 

10.04 Uhr: Zahl der arbeitslosen Personen sinkt im Mai um 84.000

Dank einer Fortsetzung der Frühjahrsbelebung ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Mai nach unten gegangen. Nach Angaben der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit waren im Mai 2,687 Millionen Menschen ohne Job, 84 000 weniger als im Vormonat April und 126 000 weniger als im Mai 2020. Der Mai 2020 gilt als einer der am stärksten von der Corona-Problematik betroffenen Monate.

Die Arbeitslosenquote sank im Mai 2021 im Vergleich zum April um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent, im Vergleich zum Mai 2020 um 0,2 Punkte. Auch bei der Zahl der offenen Stellen gibt es Lichtblicke. Im Mai waren der Bundesagentur 654 000 offene Stellen gemeldet worden, 70 000 mehr als vor einem Jahr. Allerdings liegt die Zahl noch niedriger als im März 2020 - dem letzten Monat vor dem ersten Corona-Lockdown.

9.56 Uhr: Aktivisten: Fast eine halbe Million Tote seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs

Im syrischen Bürgerkrieg sind einer Zählung von Aktivisten zufolge in den vergangenen zehn Jahren fast eine halbe Million Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, starben seit der gewaltsamen Niederschlagung von regierungskritischen Demonstrationen im Jahr 2011 494.438 Menschen in dem Konflikt. Die neue Zahl schließt rund 100.000 Opfer ein, die die Aktivisten demnach erst kürzlich bestätigen konnten. 

Fast die Hälfte dieser Opfer (42.103) seien Zivilisten, die meist unter Folter in Gefängnissen der syrischen Regierung getötet wurden, sagte der Direktor der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. "Die überwältigende Mehrheit der Todesfälle liegt zwischen Ende 2012 und Ende 2015", fügte er hinzu. Ein Rückgang der Kampfhandlungen habe die Verifikation dieser Fälle ermöglicht. Insgesamt seien seit dem Beginn des Konflikts 159.774 Zivilisten getötet worden, darunter mehr als 25.000 Kinder unter 18 Jahren. 

Einige 5 Euro Cent Münzen sind ein kleines Vermögen wert.

9.54 Uhr: Mann will Sammlermünzen im Wert von 120 000 Euro einschmuggeln

Ein 37-Jähriger hat versucht, in seinem Auto wertvolle Sammlermünzen aus der Schweiz über die Grenze nach Deutschland zu schmuggeln. Beim Zoll gab er zunächst an, nichts bei sich zu haben, das angemeldet werden müsste. Eine Kontrolle seines Wagens am Grenzübergang Bietingen in Baden-Württemberg förderte dann allerdings drei keltische Münzen zutage, wie das Hauptzollamt Singen mitteilte. Auf Nachfrage gab der 37-Jährige schließlich noch vier weitere Münzen heraus - drei goldene und eine silberne. Laut Zoll kommen die Sammlerstücke zusammen auf einen Wert von 120 000 Euro. Die Kontrolle ereignete sich demnach bereits am Dienstag vor einer Woche.

8.56 Uhr: Gletscher verlieren weltweit an Fläche

Seit der Jahrtausendwende haben Islands Gletscher aufgrund der globalen Erderwärmung sieben Prozent ihrer Fläche verloren. Seit 1890 habe die von Gletschern bedeckte Fläche um fast 2200 Quadratkilometer beziehungsweise 18 Prozent abgenommen, schrieben Wissenschaftler in der isländischen Fachzeitschrift "Jökull" veröffentlichten Studie. Fast ein Drittel dieses Rückgangs sei seit dem Jahr 2000 verzeichnet worden. Die Gletscher, die mehr als zehn Prozent der Landmasse des Landes bedecken, schrumpften innerhalb von rund 20 Jahren um 750 Quadratkilometer - mehr als die Fläche des Bodensees.

Weltweit verlieren laut einer im April im Fachmagazin "Nature" veröffentlichten Studie fast alle der 220.000 Gletscher immer mehr an Masse und tragen damit zu mehr als einem Fünftel des globalen Meeresspiegelanstiegs in diesem Jahrhundert bei. Die Analyse von Bildern des Nasa-Satelliten Terra ergab, dass die Gletscher der Welt zwischen 2000 und 2019 durchschnittlich 267 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr verloren haben. Zuletzt beschleunigte sich die Geschwindigkeit, mit der die Gletscher schmolzen.

8.07 Uhr: Laschet distanziert sich von neuem "Werte-Union"-Chef Max Otte

CDU-Parteichef und -Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt von der Werte-Union distanziert. Wer da Mitglied sei, organisiere sich außerhalb der Partei, sagte Laschet im Deutschlandfunk. "Sie hat mit der CDU nichts zu tun", erklärte er. Die Positionen des neu gewählten Vorsitzenden Max Otte teile er nicht. "Wir werden mit ihm keine Gespräche führen." Ein Parteiausschluss Ottes lehnte er ab. "Ein Parteiausschluss hat in Deutschland sehr strenge Regeln. Insofern ist das für uns kein Thema, weil die Werte-Union kein Thema ist", sagte Laschet weiter. Die Werte-Union sieht sich selbst als Vertretung der konservativen Strömung in der Partei. Dem soeben zum neuen Vorsitzenden der offenbar weiter nach rechts rückenden Gruppierung gewählten Ökonomen Max Otte werfen Politiker von Grünen, FDP und SPD eine Nähe zur AfD vor.

8.04 Uhr: Niedergestochene Schüler aus dem Sauerland außer Lebensgefahr

Zwei Schüler einer Gesamtschule im Sauerland, die durch Stiche schwer verletzt worden waren, schweben nicht mehr in Lebensgefahr. Beide seien operiert worden, sagte ein Sprecher der Polizei im Kreis Olpe. "Es sieht derzeit so aus, dass die zwei Schüler außer Lebensgefahr sind". Am Montagmittag waren an einer Gesamtschule in Finnentrop drei Schüler durch Stiche verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich. Tatverdächtig sind nach ersten Erkenntnissen zwei weitere Schüler. Die Hintergründe sind unklar. Alle fünf Personen seien männlich und zwischen 16 und 17 Jahre alt, sagte der Polizeisprecher. Die beiden Tatverdächtigen waren vorläufig festgenommen worden. 

6.15 Uhr: Laut Umfrage wünschen sich Frauen seltener eine Führungsposition

Immer weniger Frauen wünschen sich laut einer Umfrage im Laufe der beruflichen Karriere eine Führungsposition. Äußerte im Februar 2019 noch mehr als jede dritte Frau diesen Wunsch, so war es rund zwei Jahre später nur noch knapp jede vierte, wie das Netzwerk "Initiative Chefsache" mitteilte. Zweimal im Jahr führt das Umfrageinstitut Civey für den Verein eine Online-Umfrage zu Karriereambitionen unter rund 5000 Beschäftigten durch. Dabei sank auch die Zuversicht der befragten Teilnehmerinnen, eine solche Position überhaupt zu erreichen. Im Februar 2019 äußerten sich noch rund 33,5 Prozent  dahingehend optimistisch. Bei der aktuellsten Umfrage liegt ihr Anteil nur noch bei 30,6 Prozent. Im Februar 2020 war er zwischenzeitlich auf 36,5 Prozent gestiegen. Dabei ist auch bei den Männern der Anteil derjenigen gesunken, die Führungsverantwortung übernehmen wollen.

6.00 Uhr: Österreichs Integrationsministerin verteidigt umstrittene "Islam-Karte"

Die österreichische Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat die in ihrem Land veröffentlichte und harsch kritisierte "Landkarte des politischen Islam" verteidigt. "Es geht hier keineswegs um einen Generalverdacht gegen Muslime", sagte Raab der Zeitung "Die Welt". "Es geht um den gemeinsamen Kampf gegen den politischen Islam als Nährboden für Extremismus." Vertreter der Muslime und Opposition hatten unter anderem kritisiert, dass auf der Karte alle islamischen Einrichtungen gezeigt würden, unabhängig davon, ob sie islamistisch-antidemokratische Tendenzen hätten. Auf der Karte sind 623 muslimische Organisationen, Verbände und Moscheen mit ihrem jeweiligen Hauptsitz in Österreich eingezeichnet. Erstellt wurde sie im Auftrag einer Dokumentationsstelle Politischer Islam, die 2015 als unabhängiger Fonds der Republik Österreich gegründet worden war. Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) kündigte am Samstag an, gegen die Karte zu klagen.

5.21 Uhr: Tsang Yin-hung neue Rekordhalterin am Mount Everest

Die Lehrerin Tsang Yin-hung aus Hongkong hat für den Weg vom Basislager des Mount Everests bis zur 8848,86 Meter hohen Spitze 25 Stunden und 50 Minuten gebraucht. Das teilte der Chef der Expeditionsfirma, die ihren Trip organisiert hatte, der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie ist damit die Frau, die den höchsten Berg der Welt am schnellsten bestiegen hat. Nepals Tourismusministerium muss dies noch offiziell bestätigen, indem es neben den Aussagen der Firma auch die eines Mitarbeiters im Basislager sowie Fotos der Bergsteigerin auf der Spitze überprüft. Bislang gilt die Nepalesin Phunjo Jhangmu Lama nach Angaben des Guinness-Buchs der Rekorde als schnellste Frau am Mount Everest. Sie benötigte im Frühling 2018 39 Stunden und 6 Minuten. Der schnellste Mann, der nepalesische Bergführer Lakpa Gelu, brauchte demnach im Frühling 2003 10 Stunden und 56 Minuten.

Tsang Yin-hung hebt nach ihrer Rekordbesteigung des Mount Everest den Daumen
In 25 Stunden und 50 Minuten auf den Mount Everest: Tsang Yin-hung aus Hongkong hat am höchsten Berg der Welt einen neuen Weltrekord für Frauen aufgestellt.
© Bikram Rai / AP / DPA

5.04 Uhr: Ziemiak verlangt stärkere Anstrengungen zum Schutz von Kindern gegen Gewalt

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat zum internationalen Kindertag mehr Anstrengungen gefordert, um Kinder vor Gewalt zu schützen. "Es zählen zwei Dinge: Wir müssen hinsehen und helfen", sagte Ziemiak der Nachrichtenagentur AFP. "Gewalt gegen Kinder zerstört kleine Seelen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Schwächsten im Verborgenen leiden." Gewalt gegen Kinder gehe jeden und jede an, sagte Ziemiak. Er forderte eine Reihe von Maßnahmen zum besseren Schutz von Kindern: Kitas und Schulen sollten zu "zentralen Schutzorten für Kinder" werden, dort sollten "verpflichtende Schutzkonzepte" eingeführt werden. Auch die Aufklärung von Straftaten müsse besser werden, sagte der CDU-Generalsekretär. Es brauche "kinderfreundliche Gerichtsverfahren, in denen die Opfer ihren Peinigern nicht gegenüber sitzen müssen". Ziemiak forderte zudem "mehr Früherkennungsuntersuchungen zur Aufdeckung sexuellen Missbrauchs" sowie eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Jugendhilfe.

5.00 Uhr: Fahrräder im flachen Norden am beliebtesten

Fahrräder sind im flachen Norden Deutschlands offensichtlich ein beliebteres Verkehrsmittel als im hügeligen Süden. Am populärsten ist das Rad demnach in Bremen. In einer repräsentativen Yougov-Umfrage unter 4029 Erwachsenen sagten bundesweit 29 Prozent, dass für sie das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel sei. Dabei gibt es aber große regionale Unterschiede: An erster Stelle lag Bremen mit 45 Prozent, an letzter das Saarland mit 19 Prozent. Auftraggeber der Umfrage war die HUK Coburg, die die Ergebnisse anlässlich des bevorstehenden "Tag des Fahrrads" am Donnerstag veröffentlichte.

4.00 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Privatpleiten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Zahl der Privatpleiten bundesweit sprunghaft gestiegen. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel gab es im ersten Quartal des laufenden Jahres 31.821 Privatinsolvenzen. Das waren 56,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach zehn Jahren sinkender Zahlen erwartet Crifbürgel im Gesamtjahr 2021 in etwa eine Verdoppelung der Privatpleiten auf bis zu 110.000 Fälle. Im vergangenen Jahr gab es demnach 56.324 private Insolvenzen in Deutschland. Den Anstieg zu Jahresbeginn führte Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein vor allem darauf zurück, dass viele Betroffene eine Gesetzesreform abgewartet hätten. Verbraucher können inzwischen einfacher nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren Restschulden befreit werden. Die Verkürzung gilt rückwirkend auch für Insolvenzverfahren, die ab dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden.

Explosionen in Nürnberg: Tagesklinik geräumt

1.15 Uhr: Trudeau erschüttert über Fund sterblicher Überreste von 215 Kindern

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat sich nach dem Fund sterblicher Überreste von mehr als 200 Ureinwohner-Kindern auf einem ehemaligen Internatsgelände erschüttert gezeigt und "konkrete Schritte" zur Unterstützung der indigenen Bevölkerung angekündigt. Als Vater könne er sich nicht vorstellen, "wie es sich anfühlt, wenn mir die Kinder weggenommen werden", sagte Trudeau am Montag vor Journalisten. "Und als Premierminister bin ich erschüttert von der beschämenden Politik, die den indigenen Gemeinschaften ihre Kinder gestohlen hat." Trudeau kündigte an, mit dem Kabinett über die nächsten Schritte zu beraten, die zur Unterstützung überlebender Internatsbewohner und der Ureinwohner eingeleitet werden müssten. Das Abtragen von weiteren Schulfriedenhöfen in Kanada, wie es von vielen gefordert wurde, sei "ein wichtiger Schritt, um die Wahrheit zu erkunden", sagte Trudeau und sicherte den indigenen Gemeinschaften Unterstützung zu, "während wir das Ausmaß dieses Traumas aufdecken". 

0.03 Uhr: Linke kritisiert Benzinpreis-Ziel der Grünen scharf

Der Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, hat den Grünen vorgeworfen, mit ihrer angestrebten Benzinpreis-Erhöhung Klimapolitik auf dem Rücken der Kleinen Leute zu betreiben. "Höhere Benzinpreise? Baerbock schaut mit einer unerträglichen Arroganz auf die Menschen mit kleinen Einkommen. Denn die trifft das wirklich, während Reiche weiter problemlos volltanken", schrieb sie auf Twitter. "Das ist keine sinnvolle Klimapolitik, sondern spaltet die Gesellschaft noch weiter." Grünen-Chefin Annalena Baerbock war zuvor für eine Benzinpreis-Erhöhung von insgesamt 16 Cent eingetreten. 

0.00 Uhr: Haseloff bleibt vor Sachsen-Anhalt-Wahl beim Nein zur AfD

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff erneut eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Mit ihm sei eine Koalition oder jede andere Form der Zusammenarbeit "mit der AfD ausgeschlossen", sagte Haseloff am Montagabend in der "Wahlarena" des MDR. Wenn die CDU bei der Wahl am Sonntag einen Regierungsauftrag bekomme, dann werde es nur "eine Koalition der Mitte mit demokratischen Parteien geben". 

luh / fs DPA AFP

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