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News von heute: Tankprobleme: Tausende stranden am Amsterdamer Flughafen Schiphol

"Blade Runner"-Filmstar Rutger Hauer gestorben +++ DDR-Flüchtlinge können entschädigt werden +++ Opfer von Gruppenvergewaltigung in Freiburg sagt aus +++ AfD scheitert mit Klage +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Amsterdam Schiphol

Nichts geht mehr in Amsterdam. Eine Tankpanne hat den internationalen Flughafen lahmgelegt

DPA

Die wichtigsten Nachrichten im Kurz-Überblick:

  • Tausende stranden am Amsterdamer Flughafen wegen Tankproblemen (20.21 Uhr)
  • Blade Runner"-Filmstar Rutger Hauer gestorben (19.30 Uhr)
  • Bundesverwaltungsgericht: DDR-Flüchtlinge können entschädigt werden (15.39 Uhr)
  • Sprengstoffexplosion bei sächsischer Linken-Politikerin (13.53 Uhr)
  • Kramp-Karrenbauer als Verteidigungsministerin vereidigt (12.09 Uhr)
  • Opfer von Gruppenvergewaltigung in Freiburg sagt aus (10.39 Uhr)
  • AfD scheitert mit Klage in Karlsruhe wegen Liste für Sachsen-Wahl (9.36 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 20.34 Uhr: Mittelmeer weist europaweit die höchste Müllbelastung auf +++

Das Mittelmeer ist laut einer Studie das Meer mit der größten Müllbelastung in Europa. Seit 2009 sei die Menge an Abfall kontinuierlich angestiegen, teilte das französischen Meeresforschungsinstitut Ifremer mit. Für die Langzeitstudie wurde zwischen 1994 und 2017 die Müllbelastung im Mittelmeer gemessen. Die Forscher entdeckten in den beiden Untersuchungsgebieten im Golf von Lyon und vor der Ostküste Korsikas Plastiktüten, Metalldosen, Lebensmittelverpackungen, Fischernetze und Kleidung. In den 90er Jahren lag die Belastung demnach bei rund hundert Müllteilen pro Quadratkilometer. Seit 2012 sei dieser Wert etwa doppelt so hoch, erklärten die Forscher. Im Jahr 2015 seien sogar 300 Teile Müll pro Quadratkilometer registriert worden. Plastikmüll mache mehr als 60 Prozent dieser Abfälle aus. Bei einer vergleichbaren Studie in der Nordsee wurden nach Angaben von Ifremer 50 Müllteile pro Quadratkilometer festgestellt.

Irina Katz wurde vor ihrer Synagoge antisemitisch beschimpft und bedroht

+++ 20.30 Uhr: Hitzerekord knapp verfehlt: Saarbrücken heißester Ort in Deutschland +++

Saarbrücken-Burbach ist mit 40,2 Grad nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der heißeste Ort in Deutschland gewesen. Das ist der bundesweit höchste gemessene Wert in diesem Jahr. Der allgemeine deutsche Hitzerekord aus dem Jahr 2015 wurde damit nur ganz knapp unterschritten: Im unterfränkischen Kitzingen war vor vier Jahren mit 40,3 Grad der bislang höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnung gemessen worden. Die Daten der Wetterexperten gehen bis ins Jahr 1881 zurück.

+++ 20.21 Uhr: Tausende stranden am Amsterdamer Flughafen wegen Tankproblemen +++

Tankprobleme haben den Flugverkehr am Amsterdamer Flughafen Schiphol ernsthaft behindert. 20.000 bis 30.000 Passagiere seien gestrandet, teilte eine Flughafensprecherin der Nachrichtenagentur DPA mit. Für sie sollten soweit möglich Hotelzimmer gefunden werden. Aber der Flughafen rechnete damit, dass einige Tausend Passagiere auf Feldbetten im Flughafen übernachten müssten. Mehr als 100 Maschinen konnten wegen einer Störung beim Tank-Unternehmen nicht rechtzeitig abfliegen, 180 Flüge wurden annulliert. Es sei unklar, wie lange die Störung noch dauern werde.

+++ 19.53 Uhr: Tuberkulosefall an Chemnitzer Grundschule +++

Eine Lehrkraft an einer Chemnitzer Grundschule ist an Tuberkulose erkrankt. Wie die Stadt mitteilte, wurde die Krankheit vor kurzem festgestellt. Der Patient oder die Patientin sei im Krankenhaus. Das Gesundheitsamt kläre nun gemeinsam mit Schul- und Jugendamt, ob sich weitere Menschen angesteckt hätten. Nach Angaben der Stadt sollen Anfang August in der Schule Informationsveranstaltungen für Schüler und Eltern stattfinden. In Verdachtsfällen würde gegebenenfalls auch eine Blutentnahme erfolgen. In der Regel seien dann nach wenigen Tagen erste Ergebnisse zu erwarten. Eine Übertragung der durch Bakterien ausgelösten Krankheit Tuberkulose findet nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) über Tröpfchen in der Luft statt. Erkrankte leiden unter Kraftlosigkeit, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme oder anhaltendem Husten.

+++ 19.45 Uhr: Franzose will als "fliegender Mann" den Ärmelkanal überqueren +++

Der Franzose Franky Zapata will am Donnerstag als erster "fliegender Mann" den Ärmelkanal überqueren. Der Jetski-Weltmeister und Unternehmer will damit das Flyboard Air bewerben, das seine Firma entwickelt hat. Dabei handelt es sich um eine Plattform mit fünf kleinen Düsentriebwerken, die mit einer Art Joystick navigiert wird. Für die 35 Kilometer von Nordfrankreich bis ins südenglische Dover hat Zapata rund 20 Minuten Flugzeit vorgesehen. Das Flugbenzin trägt der Extremsportler in einem Rucksack bei sich. Beim französischen Nationalfeiertag am 14. Juli hatte Zapata seine Erfindung bei der Pariser Militärparade präsentiert.

+++ 19.30 Uhr: "Blade Runner"-Filmstar Rutger Hauer gestorben +++

Der niederländische Filmstar Rutger Hauer ist nach kurzer Krankheit im Alter von 75 Jahren gestorben. Er sei bereits am Freitag in seinem Wohnort in Beetsterzwaag in der nördlichen Provinz Friesland gestorben, teilte seine Familie  mit. Hauer sei bereits im engsten Familienkreis beigesetzt worden. Rutger Hauer gilt als einer der berühmtesten niederländischen Filmschauspieler mit einer großen Karriere in Hollywood. International war sein größter Erfolg "Blade Runner" (1982). Für seine Rolle im Film "Flucht aus Sobibor" war er 1988 mit einem Golden Globe ausgezeichnet worden.  In den Niederlanden war er mit der populären TV-Serie "Floris" bekannt geworden. Die Kinofilme "Türkische Früchte" (1973) und "Soldat von Oranje" (1977) bedeuteten seinen internationalen Durchbruch.

+++ 19.22 Uhr: Zugausfälle und massive Verspätungen zwischen Paris, Brüssel und London +++ 

Ein Oberleitungsschaden hat am Mittwoch auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris, Brüssel und London für massive Störungen im Zugverkehr gesorgt. Ein Eurostar-Zug in Richtung London riss gegen 11.00 Uhr kurz hinter Brüssel einen Teil der Oberleitung herunter und kam mit 600 Passagieren zum Stehen, wie der Netzbetreiber Infrabel mitteilte. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga wurden die Fahrgäste mit Trinkwasser versorgt und später nach Brüssel zurückgebracht. Ein nachfolgender Thalys in Richtung Paris konnte ebenfalls nicht weiterfahren, die 300 Insassen wurden mit einem anderen Zug zurück in die belgische Hauptstadt gebracht. Nach Angaben von Eurostar fielen zudem insgesamt vier Züge auf der Strecke zwischen London und Brüssel aus. Auf der Thalys-Linie nach Paris kam es zu massiven Verspätungen.

+++ 19.18 Uhr: Neuer britischer Premier Johnson entlässt Außenminister Hunt +++ 

Der britische Premierminister Boris Johnson hat kurz nach seinem Amtsantritt Außenminister Jeremy Hunt entlassen. Das teilte Hunt am Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Hunt hatte mit Johnson um die Nachfolge der konservativen Regierungschefin Theresa May konkurriert, war dem Brexit-Hardliner in der parteiinternen Stichwahl aber deutlich unterlegen.

+++ 18.47 Uhr: Ermittler: Attentäter in Sri Lanka hatten keine Verbindungen zum IS +++ 

Die Selbstmordattentäter der Oster-Anschläge in Sri Lanka haben nach Angaben von Ermittlern keine direkten Kontakte zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterhalten. Die Angreifer teilten jedoch die Ideologie des IS, wie ein leitender Kriminalbeamter vor einem Parlamentsausschuss in Colombo sagte. Mitglieder der für die Anschläge verantwortlichen Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) überzeugten die IS-Miliz demnach, die Taten für sich zu reklamieren. Der IS hatte zwei Tage nach den Anschlägen ein Video veröffentlicht, in dem NTJ-Anführer Zahran Hashim und sieben andere Extremisten einen Treueeid auf IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi schworen. Bei der Anschlagsserie auf mehrere Kirchen und Hotels waren am Ostersonntag insgesamt 258 Menschen getötet und fast 500 weitere verletzt worden. 

+++ 17.50 Uhr: Probleme mit Flugzeugbetankung legen Amsterdamer Flughafen Schiphol lahm +++ 

Ein Problem mit der Flugzeugbetankung hat am Mittwoch die Abflüge am Amsterdamer Großflughafen Schiphol gestoppt. "Derzeit warten rund 50 Maschinen darauf, betankt zu werden", sagte eine Flughafensprecherin am Nachmittag der Nachrichtenagentur AFP. Es habe einen Ausfall bei dem zuständigen Subunternehmer, der Firma Aircraft Fuel Supply, gegeben. Wann die Betankung wieder aufgenommen werden könne, sei derzeit unklar, sagte die Flughafensprecherin. Wegen der Probleme saßen mitten in der Urlaubszeit hunderte Passagiere an dem Flughafen fest. Schiphol ist eines der größten Luftfahrt-Drehkreuze weltweit.

+++ 17.09 Uhr: Messerattacke auf Senior: Polizei geht von Nachbarschaftsstreit aus +++

Ein 73-Jähriger ist nach einem Streit unter Nachbarn angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Der mutmaßliche Täter habe zunächst mit einer Eisenstange Teile des Wintergartens des Seniors zertrümmert, bevor er im folgenden Streit auf den Mann mehrfach eingestochen habe, sagte ein Sprecher der Polizei. Dabei habe der 22-Jährige den Mann lebensgefährlich verletzt. Das Motiv für die Tat sei unklar. Der 22-Jährige, der in der Nähe des Tatorts festgenommen wurde, habe zu dem Geschehen keine Angaben gemacht. Da bei dem Mann eine akute psychischen Störung festgestellt wurde, kam er in eine psychiatrische Klinik. Die Polizei ermittelt

wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Twitter-Reaktionen nach Johnson-Wahl: Amerikaner zeigen sich auf Twitter solidarisch mit Briten.

+++ 17.09 Uhr: Popstar will gegen Präsident Museveni bei Wahl in Uganda antreten +++

Bobi Wine, Popstar und prominentester Kritiker von Ugandas Langzeit-Staatschef Yoweri Museveni, will bei der nächsten Wahl gegen den Präsidenten antreten. "Im Namen der Menschen von Uganda fordere ich (Museveni) zu einer freien und fairen Wahl 2021 heraus", sagte der unter seinem Künstlernamen Bobi Wine bekannte Musiker und Politiker Robert Kyagulany. Museveni ist in dem ostafrikanischen Land seit 1986 an der Macht und galt als Hoffnungsträger. Eigentlich hätte der 74-jährige Museveni nach seiner laufenden fünften Amtszeit nicht wieder kandidieren dürfen. Doch das Parlament hatte 2017 mit einer Verfassungsänderung die Altersbegrenzung von 75 Jahren für Staatschefs abgeschafft. Wine wurde bereits mehrmals festgenommen und auch gefoltert. Auch deswegen wurde er noch bekannter und beliebter.

+++ 17.06 Uhr: Peta fordert Abgabe der Zoo-Eisbären in den Norden +++

Die Tierrechtsorganisation Peta hat zwölf Zoos in Deutschland aufgefordert, die dort gehaltenen Eisbären an Tierparks in nordische Länder abzugeben. Der wegen des Klimawandels zunehmende Hitzestress sei für die Tiere lebensbedrohlich, teilte Peta mit. Der Hamburger Tierpark Hagenbeck reagierte auf die Forderung und sagte, dass es für die Eisbären im Tierpark nicht zu heiß zu, "sie ziehen sich zurück, bewegen sich wenig und einige nehmen gerne ein kühles Bad", so Tierpfleger Tobias Taraba. Für eine zusätzliche Abkühlung sei außerdem mit Eisbomben aus eingefrorenem Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst gesorgt.

+++ 17.02 Uhr: Erneut schwerer Anschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu +++

Nur zwei Tage nach einem verheerenden  Sprengstoffanschlag in Mogadischu ist die somalische Hauptstadt nach Polizeiangaben erneut von einer Explosion erschüttert worden. Obwohl der genaue Hergang der Tat zunächst unklar blieb, werden erneut zahlreiche Tote befürchtet. In Mogadischu waren erst am Montag 17 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 28 weitere verletzt worden, als ein Selbstmordattentäter sein Auto an einem Kontrollposten in die Luft sprengte. Die Terrormiliz al Shabaab beanspruchte die Tat für sich. Sie verübt in Somalia immer wieder Angriffe auf Politiker, Sicherheitskräfte und Zivilisten.

+++ 16.57 Uhr: Karel Gott sagt Auftritt wegen Lungenentzündung ab +++

Der tschechische Schlagersänger Karel Gott hat einen seit langem geplanten Konzertauftritt aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Der Grund sei eine akute Lungenentzündung, teilte seine Sprecherin mit. Der Sänger von Hits wie "Biene Maja" und "Lady Carneval" war vor anderthalb Wochen 80 Jahre alt geworden. Viele Fans hatten den Auftritt beim Open-Air-Festival "Benatska" im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) stattfinden sollte, sehnsüchtig erwartet.

+++ 16.49 Uhr: Queen ernennt Johnson zum neuen britischen Premierminister +++

Der Brexit-Hardliner Boris Johnson ist neuer Regierungschef Großbritanniens. Er wurde von Königin Elizabeth II. zum Premierminister ernannt. Der 55-jährige Johnson tritt damit die Nachfolge seiner Parteikollegin Theresa May an, die unmittelbar zuvor ihren Rücktritt bei der Queen eingereicht hatte.

+++ 16.46 Uhr: Ex-Monty-Python Michael Palin unterzieht sich Herz-OP - Tour abgesagt +++

Der britische Komiker und Autor Michael Palin (79) hat seine für Oktober geplante Lesereise durch Großbritannien abgesagt. Er werde sich im September einer Herzoperation unterziehen, schrieb das frühere Mitglied der international bekannten und mittlerweile aufgelösten britischen Komikergruppe Monty Python auf seiner Webseite. Nach dem Eingriff hoffe er, binnen drei Monaten wieder fit zu sein. Demnach war bereits vor fünf Jahren bei einem routinemäßigen Gesundheitscheck eine undichte Mitralklappe an seinem Herz festgestellt worden.

+++ 16.03 Uhr: Verdächtiger im Fall von sexuell missbrauchtem Mädchen in Dresden in Haft +++

Im Fall einer sexuell missbrauchten 15-Jährigen in Dresden ist der Tatverdächtige in Haft genommen worden. Der am Dienstag festgenommene 37-jährige Deutsche sitze in Untersuchungshaft, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in der sächsischen Hauptstadt mit. Der Mann ist verdächtig, am Dienstag eine 15-Jährige in einem Waldstück in der Radeberger Vorstadt vergewaltigt zu haben. Alarmierte Polizeibeamte nahmen ihn in der Nähe fest.

+++ 15.56 Uhr: Mindestens 13 Tote und 35 Vermisste nach Erdrutsch in China +++

Starke Regenfälle haben im Südwesten Chinas einen tödlichen Erdrutsch ausgelöst: In der Provinz Guizhou kamen nach Berichten des örtlichen Fernsehsenders CCTV mindestens 13 Menschen ums Leben, 35 weitere wurden vermisst. Behördenangaben zufolge verschütteten die Schlammmassen in einem Dorf nahe der Stadt Liupanshui mehr als 20 Häuser. Ein Dutzend Überlebende konnte gerettet werden.

+++ 15.56 Uhr: May verabschiedet sich von der Downing Street +++

Großbritanniens bisherige Premierministerin Theresa May hat Abschied von ihrem Amtssitz in der Londoner Downing Street genommen. Bei ihrer letzten Ansprache als amtierende Regierungschefin sagte sie, sie habe versucht, einen für das gesamte Vereinigte Königreich funktionierenden Brexit zu erreichen. Dies sei nun die drängendste Aufgabe, die vor ihrem Nachfolger Boris Johnson liege. Sie wünsche ihm und seiner künftigen Regierung für die kommenden Monate und Jahre viel Glück. Im Anschluss fuhr May zu Queen Elizabeth II., um im Buckingham-Palast ihren Rücktritt einzureichen. Anschließend wird Johnson zum neuen Regierungschef ernannt.

+++ 15.52 Uhr: Razzia bei Modeunternehmen Bogner wegen Steuerhinterziehung +++

Beim Modeunternehmen Bogner hat es eine Razzia der Staatsanwaltschaft München I gegeben. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die Ermittler und das Unternehmen. Konkret gehe es um den Vorwurf, dass innerhalb des Unternehmens Rabatte und Geschenke für Mitarbeiter nicht versteuert worden seien.

Das Unternehmen teilte der Zeitung mit, es habe sich in der Vergangenheit wegen der nicht versteuerten Rabatte selbst angezeigt und kooperiere mittlerweile "in vollem Umfang" mit den Behörden. Die Durchsuchungen am Mittwoch könne sich das Unternehmen deshalb nicht erklären.

+++ 15.48 Uhr: Weltbank stellt bis zu 300 Millionen Dollar gegen Ebola bereit +++

Die Weltbank stellt für die Bekämpfung der gefährlichen Ebola-Epidemie im Osten des Kongos bis zu 300 Millionen US-Dollar (270 Millionen Euro) bereit. Es brauche dringend mehr Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, um eine weitere Zuspitzung der Lage im Kongo zu verhindern und eine Ausbreitung der Seuche in die Nachbarstaaten zu vermeiden, erklärte die Vorstandsvorsitzende der Weltbank, Kristalina Georgieva,.

Der Kongo hatte den zehnten Ausbruch des hämorrhagischen Fiebers in dem zentralafrikanischen Land am 1. August 2018 bestätigt. Nach der verheerenden Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit mehr als 11 000 Todesopfern ist dies der bislang schlimmste Ebola-Ausbruch.

+++ 15.39 Uhr: Bundesverwaltungsgericht: DDR-Flüchtlinge können entschädigt werden +++

Weil DDR-Grenzsicherungsanlagen rechtsstaatswidrig waren, können Flüchtlinge aus der DDR für gesundheitliche Schäden durch den Grenzübertritt grundsätzlich entschädigt werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden (Az. BVerwG 8 C 1.19).

Geklagt hatte ein heute 56 Jahre alter Mann aus Berlin, der durch die Flucht im Dezember 1988 nach West-Berlin traumatisiert wurde und eine Entschädigung forderte. Zur psychischen Beeinträchtigung lagen den Richtern ärztliche Atteste vor. Mit der Entscheidung des Bundesgerichts kann der Mann nun Anträge bei Versorgungsämtern stellen, in der Folge könnten etwa Behandlungskosten übernommen werden.

Das Verwaltungsgericht Potsdam hatte in der Vorinstanz die Forderung mit der Begründung abgelehnt, die Grenzsicherung der DDR habe sich nicht individuell gegen den Flüchtenden gerichtet sondern gegen die gesamte DDR-Bevölkerung. Das Bundesverwaltungsgericht teilte diese Auffassung nicht.

+++ 15.31 Uhr: Schneefall in Teilen Südafrikas - Kaltfront hält an +++

Europa stöhnt unter einer Hitzewelle, Teile Südafrikas sind dagegen mit Schnee bedeckt. "Wir haben mindestens 20 Zentimeter", sagte eine Meteorologin dem südafrikanischen TV-Sender eNCA aus der Kleinstadt Sutherland in der Nordkap-Provinz. Die rund 400 Kilometer von Kapstadt entfernte Karoo-Hochebene reicht bis auf knapp 1800 Meter; sie ist auch Standort von einem der größten Observatorien des Kontinents, an dem auch deutsche Forschungsinstitute aktiv sind. Nach Angaben des Wetterdienstes soll die dafür verantwortliche Kaltfront bis Freitag anhalten. Auf der südlichen Hemisphäre ist gerade Winter.

+++ 15.30 Uhr: Ex-Premier David Cameron wünscht Boris Johnson viel Erfolg +++

Der frühere britische Regierungschef David Cameron hat dem künftigen Premierminister Boris Johnson viel Erfolg in seinem neuen Amt gewünscht. Der Posten des Premiers sei ein großes Privileg, beinhalte aber auch eine große Verantwortung, erklärte Cameron auf Twitter. "Ich wünsche Ihnen alles Gute", schrieb er. Cameron hatte das Referendum über den Austritt seines Landes aus der EU in der Hoffnung angekündigt, dass sich eine Mehrheit der Briten gegen einen Austritt aussprechen würde. Tatsächlich stimmten sie 2016 für den Brexit.

+++ 15.21 Uhr: Zwei Briten bei Flugzeugabsturz in den Alpen getötet +++

Zwei Briten sind beim Absturz zweier Kleinflugzeuge in den französischen Alpen getötet worden. Die beiden in Großbritannien zugelassenen Flugzeuge seien in einem Tal unweit der Gemeinde Larche nahe der Grenze zu Italien verunglückt, teilte die zuständige Präfektur am Mittwoch in Digne-les-Bains in Südfrankreich mit. Wie es zu dem Unglück kam und ob die Flugzeuge möglicherweise zusammenstießen, blieb zunächst offen. Die getöteten Männer waren 18 und 37 Jahre alt und saßen gemeinsam in einem der Flugzeuge. Ein Pilot, der allein in dem anderen Flugzeug war, wurde leicht verletzt. Insgesamt waren also drei Menschen an Bord von zwei Maschinen gewesen.

+++ 15.16 Uhr: Mueller betont erneut: Ermittlungsbericht entlastet Trump nicht +++

Der Ex-Sonderermittler in der Russland-Affäre, Robert Mueller, hat vor dem US-Kongress erneut betont, dass Präsident Donald Trump durch seine Ermittlungen nicht entlastet wurde. Mueller verneinte bei seiner mit Spannung erwarteten Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus mehrfach die Nachfrage, ob der Präsident durch die Untersuchungen völlig vom Vorwurf der Justizbehinderung freigesprochen worden sei. "Nein", sagte Mueller und betonte: "Das ist nicht, was der Bericht sagt."

Als Sonderermittler hatte Mueller zwei Jahre lang untersucht, ob das Wahlkampflager von Donald Trump geheime Absprachen mit russischen Regierungsvertretern zur mutmaßlichen Einmischung Moskaus in den US-Wahlkampf 2016 traf und ob Trump als US-Präsident später die Justizermittlungen behinderte. Ende März legte Mueller einen Abschlussbericht vor, der in Teilen geschwärzt veröffentlicht wurde. Trump erklärte seitdem wiederholt, der Bericht entlaste ihn von allen Vorwürfen.

In dem Report listete Muellers Team aber diverse Versuche Trumps auf, Einfluss auf die Untersuchungen zu nehmen. Diese Bemühungen seien nur deshalb erfolglos geblieben, weil Personen aus dem Umfeld des Präsidenten sich weigerten, Anweisungen auszuführen oder seinen Aufforderungen zu folgen, hieß es. Mueller ließ zwar offen, ob Trump sich damit der Justizbehinderung schuldig machte. Er sprach den Präsidenten aber auch ausdrücklich nicht von diesem Vorwurf frei.

+++ 15.15 Uhr: Von der Leyen legt Bundestagsmandat nieder - Pahlmann folgt nach +++

Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihr Bundestagsmandat niedergelegt. Der Verzicht erfolge mit Wirkung 31. Juli, teilte die Bundestagsverwaltung in Berlin auf Anfrage mit.

Die frühere Verteidigungsministerin Von der Leyen war am Dienstag vergangener Woche vom Europaparlament an die Spitze der neuen EU-Kommission gewählt worden. Ihre Nachfolgerin im Ministeramt, CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, wurde am Mittwoch im Bundestag vereidigt. Von der Leyen nahm noch an der Sondersitzung des Bundestags teil und wurde dort mit viel Beifall verabschiedet.

Nachfolgerin als Abgeordnete wird laut Bundestagsverwaltung Ingrid Pahlmann (CDU) aus dem niedersächsischen Wahlkreis Gifhorn-Peine. Die 61-Jährige gehörte dem Bundestag bereits in der vergangenen Wahlperiode an, war aber 2017 nicht wiedergewählt worden.

+++ 15.13 Uhr: Weitere britische Minister treten zurück +++

Nach Finanzminister Philip Hammond (mehr dazu lesen Sie weiter unten) haben auch Justizminister David Gauke und Entwicklungshilfeminister Rory Stewart ihren Rücktritt eingereicht. Die drei EU-freundlichen Tory-Politiker hatten diesen Schritt bereits in den vergangenen Tagen angekündigt, falls Boris Johnson Premierminister werden sollte. Damit sind sie einem Rauswurf durch Johnson wohl zuvorgekommen. Er plant Medienberichten zufolge eine größere Umbildung des Kabinetts, dem viele Brexit-Hardliner angehören sollen.

+++ 15.12 Uhr: Mitfahrgelegenheit in russischer Lok statt im Auto +++

In Russland hat ein Lokomotivführer einen anderen Mann von St. Petersburg nach Moskau in der Zugkabine mitgenommen. Der Mitfahrer hatte demnach seine Tour über die französische Mitfahrplattform Blablacar gebucht. Treffpunkt sei ein Bahnhof in der nordrussischen Stadt gewesen. Dort sei er von dem Lokomotivführer abgeholt worden, hieß es. Der Mann sei deswegen von seiner Arbeit vorübergehend suspendiert worden, berichteten russische Medien am Mittwoch.

+++ 14.48 Uhr: US-Behörden verhängen fünf Milliarden Dollar Strafe gegen Facebook +++

Facebook wird nach den Datenschutz-Skandalen der vergangenen Jahre die Rekordsumme von fünf Milliarden Dollar zahlen, um Ermittlungen von US-Behörden zu beenden. Die Handelsaufsicht FTC setzte zudem weitere Auflagen durch: Unter anderem soll es beim Verwaltungsrat des Online-Netzwerks ein zusätzliches Gremium zur Datenschutz-Aufsicht geben. Dies solle Gründer und Chef Mark Zuckerberg die bisherige Machtfülle bei Datenschutz-Entscheidungen nehmen, erklärte die FTC am Mittwoch.

Für das Online-Netzwerk ist eine Strafe dieser Größenordnung leicht zu verdauen. Bereits im ersten Quartal hatte Facebook dafür drei Milliarden Dollar zurückgestellt. In dem Vierteljahr gab es immer noch 2,43 Milliarden Dollar Gewinn. Schon damals hatte das Unternehmen geschätzt, dass die Zahlung auf fünf Milliarden Dollar hinauslaufen könnte.

+++ 14.43 Uhr: Britischer Finanzminister Hammond erklärt Rücktritt +++

Der britische Finanzminister Philip Hammond hat am Mittwoch via Brief seinen Rücktritt erklärt. 

Hammond hatte seinen Rückzug bereits angekündigt: Am Freitag erklärte er, er könne Boris Johnsons Ankündigung, Großbritannien notfalls auch ohne Austrittsvertrag bis zum 31. Oktober aus der EU zu führen, niemals unterstützen. Jetzt legte der konservative Politiker die Gründe in einem Brief an die bisherige Regierungschefin Theresa May dar – kurz vor der offiziellen Amtsübernahme Johnsons als Premierminister. 

+++ 14.14 Uhr: Frankreich will künstliche Befruchtung für alle Frauen öffnen +++

Die französische Regierung will allen Frauen die künstliche Befruchtung zugänglich machen. Das Kabinett brachte am Mittwoch ein Bioethik-Gesetz auf den Weg, mit dem sich künftig auch Alleinerziehende und lesbische Paare ihren Kinderwunsch erfüllen können. Präsident Emmanuel Macron hatte dies im Wahlkampf versprochen. Massiven Widerstand gibt es von der katholischen Kirche und aus dem rechten politischen Lager.

Nach Vorstellung von Gesundheitsministerin Agnès Buzyn soll die "künstliche Befruchtung für alle" von der Krankenkasse bezahlt werden. "Die Gesellschaft hat sich fortentwickelt", sagte Buzyn zur Begründung. Auch andere Familienmodelle seien nun akzeptiert. Bisher können in Frankreich nur heterosexuelle Paare eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen, wenn einer der beiden Partner unfruchtbar ist oder eine schwere Krankheit an das Kind weitergegeben werden könnte.    

Über die Ausweitung der künstlichen Befruchtung wird seit Jahren gestritten. Die katholische Kirche, konservative Politiker und Rechtspopulisten warnen vor Missbrauch. Nach ihren Angaben könnten "Babys auf Bestellung" die Folge sein, die von den Eltern erwünschte Merkmale haben. Zudem fürchten die Kritiker, dass ein grauer Markt von Leihmüttern entstehen könnte, die sich etwa schwulen Paaren zur Verfügung stellen. Auch Macron hatte sich gegen die Legalisierung der Leihmutterschaft ausgesprochen. Das französische Parlament soll sich ab Ende September mit der Vorlage befassen.

+++ 14.06: May legt Oppositionschef Corbyn Rücktritt nahe +++

Die scheidende britische Premierministerin Theresa May hat Labour-Chef Jeremy Corbyn den Rücktritt nahegelegt. Als Parteichefin, die akzeptiert habe, dass ihre Zeit zu Ende sei, könne sie Corbyn fragen, ob nicht auch seine Zeit dafür gekommen sei, sagte May am Mittwoch bei ihrer letzten Fragestunde im britischen Unterhaus als Regierungschefin. Zudem kündigte sie an, ihren Verpflichtungen im Unterhaus künftig als Abgeordnete für den Wahlkreis Maidenhead nachzugehen. Ihr Nachfolger Boris Johnson erhalte ihre "volle Unterstützung". 

Am Nachmittag wird May bei der britischen Königin Elizabeth II. ihren Rücktritt als Premierministerin einreichen. Anschließend wird Johnson zum neuen Regierungschef ernannt.

Oppositionschef Corbyn ist seit langem Mays Widersacher im Unterhaus gewesen. Er wünschte ihr eine "geringfügig entspanntere Zeit in den Hinterbänken" und forderte Johnson gleichzeitig auf, sofort Neuwahlen auszurufen. Während Johnson kein Mandat von der Bevölkerung für sein künftiges Amt erhalten habe, sollten die Briten über ihre Zukunft entscheiden dürfen.

+++ 13.43 Uhr: Häftling bedroht Mithäftlinge - SEK-Einsatz in Gefängnis +++

Ein Häftling hat in einem Gefängnis in Oberbayern randaliert und einen Großeinsatz der Polizei mit Spezialkräften (SEK) ausgelöst. Der 27-Jährige habe in der Nacht zum Mittwoch in einem Gemeinschaftsraum der JVA in Mühldorf am Inn ein Feuer gelegt und mehrere mit ihm in der Zelle inhaftierte Häftlinge bedroht, teilte die Polizei mit. Der Vorfall habe ohne Eskalation gelöst werden können, niemand sei verletzt worden.

Die Einsatzkräfte hätten eine Verhandlungsgruppe eingesetzt, sagte der Sprecher. "Wir haben dem mutmaßlichen Täter plausibel machen können, dass es besser ist, wenn er aufgibt." SEK-Mitarbeiter nahmen den Mann nach gut einer Stunde ohne Widerstand fest. Die fünf Mithäftlinge seien später getrennt voneinander untergebracht worden.

+++ 13.17 Uhr: Sprengstoffexplosion bei sächsischer Linken-Politikerin +++

Im sächsischen Zittau hat es vor dem Haus einer Linken-Politikerin eine Sprengstoffexplosion gegeben. Durch den in der Nacht gezündeten Sprengstoff gingen mehrere Scheiben eines Mehrfamilienhauses zu Bruch, zudem entstand erheblicher Sachschaden, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Die LKA-Sonderkommission zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, die Soko Rex, ermittelt gemeinsam mit dem Staatsschutz. Eine politische Motivation könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es.

Die Linken-Politikerin Ramona Gehring zeigte sich "erschüttert". "Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass kein Mensch verletzt wurde", erklärte die ehemalige Stadträtin, die in dem Haus lebt.

+++ 12.46 Uhr: Bulgarien legalisiert unbegrenzte Parteispenden aus der Wirtschaft +++

In dem ärmsten EU-Land Bulgarien sollen nun doch Parteispenden aus der Wirtschaft in unbegrenzter Höhe möglich sein. Das Parlament in Sofia bestätigte mit einer Mehrheit von 129 Stimmen eine entsprechende Änderung des Haushaltsgesetzes, gegen die Staatspräsident Rumen Radew vor einer Woche sein Veto eingelegt hatte. Damit würden die Parteien abhängig von der Wirtschaft sein, hatte Radew seinen Einspruch begründet.

Gegen die umstrittene Novelle stimmten 84 Volksvertreter der oppositionellen Sozialisten und ein Teil der mitregierenden Nationalisten. Es gab eine Enthaltung.

In Bulgarien, das zu den korruptesten Staaten der EU gehört, dürfen die politischen Parteien nun unbegrenzt Spenden auch von Unternehmen und selbstständigen Händlern erhalten. Mit dieser Neuregelung werde die "Korruption rechtmäßig gemacht", beklagten die oppositionellen Sozialisten.

+++ 12.18 Uhr: 41 Grad und kein Wasser - Polizei stoppt Schweinetransporter +++

Überhitzt und kein Wasser: Die Polizei hat dank des Hinweises eines aufmerksamen Autofahrers einen Viehtransporter mit 143 Schweinen gestoppt. Die Tiere waren einer Mitteilung zufolge "völlig dehydriert und in einem äußerst schlechten Gesundheitszustand". Mindestens drei Schweine waren bei der Kontrolle nach Polizeiangaben bereits verendet.

Auf dem Transporter ergab eine Temperaturmessung 41 Grad Celsius, zudem war der Wassertank für die Tiere leer, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer erhielt eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Nachdem die Schweine ausreichend getrunken hatten, durfte der Fahrer den Transport aus Frankreich zu einem Schlachthof in Deutschland fortsetzen.

+++ 12.09 Uhr: Kramp-Karrenbauer als Verteidigungsministerin vereidigt +++

Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist im Bundestag vereidigt worden. In einer Sondersitzung sprach sie die Eidesformel und schwor dabei, ihre Kraft dem deutschen Volke zu widmen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden. Die CDU-Vorsitzende beendete den Eid mit dem freiwilligen Zusatz "so wahr mit Gott helfe". 

Kramp-Karrenbauer hatte in der vergangenen Woche ihre Ernennungsurkunde erhalten und anschließend ihr Amt angetreten. Sie löste Ursula von der Leyen (CDU) ab, die zuvor vom Europaparlament zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gewählt worden war.

+++ 11:47 Uhr: Tram kracht gegen Linienbus und rutscht aus Gleisen - drei Verletzte +++

Der Zusammenstoß einer Tram mit einem Linienbus hat in Nürnberg den morgendlichen Verkehr erheblich behindert. Bei dem Unfall an einem Verkehrsknotenpunkt wurde die Tram aus den Gleisen geschoben, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ursache war zunächst unklar. Drei Fahrgäste wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Es gab jedoch keine Schwerverletzten.

+++ 11.09 Uhr: Blitze töten mindestens 39 Menschen im Osten Indiens +++

Blitze haben mindestens 39 Menschen im ostindischen Bundesstaat Bihar getötet. Viele der Todesopfer seien Bauern oder Obdachlose, die sich im Freien aufgehalten hätten, sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes in der Staatshauptstadt Patna. Damit stieg die Zahl der Toten als Folge von Unwettern während der Monsunzeit in Bihar auf über 100.

In ganz Indien sind seit Anfang Juli mehr als 250 Menschen bei Unwettern und Überschwemmungen ums Leben gekommen - die meisten von ihnen in Bihar und im nordöstlichen Bundesstaat Assam. Die Monsunzeit in Südasien dauert gewöhnlich von Juni bis September.

+++ 10.43 Uhr: Umfrage: Fast jeder Autofahrer unter 30 Jahren informiert sich online über Staus +++

Neun von zehn Autofahrern unter 30 Jahren informieren sich online über Staus auf ihrer Strecke. Laut einer Umfrage für den Digitalverband Bitkom steigt auch insgesamt die Zahl der Menschen, die sich mit Smartphones oder Tablets über Verkehrsbehinderungen informieren. 60 Prozent der Autofahrer aller Altersklassen nutzen dafür digitale Technologien. 2017 waren es noch 45 Prozent gewesen.

28 Prozent überprüfen schon vor der Abfahrt online, wie die Lage auf den Straßen ist. Knapp ein Drittel tut dies unterwegs. "Die meisten Menschen besitzen heute ein Smartphone oder Tablet und können dies damit als intelligentes Navigationssystem nutzen, um die Zeit auf der Straße im Urlaub so gering wie möglich zu halten", erklärte der Bitkom-Mobilitätsexperte Mario Sela.

+++ 10.42 Uhr: Elfenbein und Schuppen im Millionenwert in Singapur beschlagnahmt +++

Die Behörden in Singapur haben Elfenbein und Schuppen von Schuppentieren im Wert von umgerechnet rund 43,6 Millionen Euro sichergestellt. Bei dem Elfenbein handle es sich um den bisher größten Fund in dem Land, teilten die Nationalparkverwaltung, der Zoll und die Einwanderungsbehörde mit. Demnach hatten Beamte bei der Durchsuchung von drei Schiffen am 21. Juli 8,8 Tonnen Elfenbein in Form von Elefantenstoßzähnen sowie 11,9 Tonnen Schuppen der auch als Pangoline bekannten Schuppentiere beschlagnahmt. Den Angaben zufolge stammte die als Holz deklarierte Ware aus dem Kongo und war auf dem Weg nach Vietnam.

Die Schuppen stammten demnach von etwa 2000 Schuppentieren, das Elfenbein von rund 300 Elefanten. Die beschlagnahmte Ware werde nun zerstört, hieß es in der Mitteilung weiter. Wilderer und der illegale Handel mit den Tierprodukten bedrohen beide Tierarten. Pangolinschuppen werden in der traditionellen Medizin Asiens genutzt. Elfenbein hat vor allem dekorative Zwecke.

+++ 10.39 Uhr: Opfer sagt nichtöffentlich über Gruppenvergewaltigung in Freiburg aus +++

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau vor einer Disco hat das Landgericht Freiburg für die Vernehmung der 18-Jährigen die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Zudem ordnete es die Befragung per Videotechnik an. Die Aussage der Frau werde von einem nicht genannten Ort aus in den Gerichtssaal übertragen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin. Als Grund nannte er den Schutz von Persönlichkeitsrechten.

Der Frau solle ein Aufeinandertreffen mit den elf Angeklagten in dem Prozess erspart werden, sagte der Richter weiter. Es drohten sonst laut einem psychiatrischen Gutachter seelische Folgeschäden.

Angeklagt sind elf Männer von 18 Jahren bis 30 Jahren, die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober vergangenen Jahres die 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vor der Diskothek vergewaltigt zu haben. Sie bestreiten dies.

+++ 10.24 Uhr: Gesundheitsministerium befürchtet Lieferengpass bei Masernimpfstoff +++

Das Bundesgesundheitsministerium fürchtet bei einem Masernimpfstoff einen vorübergehenden Lieferengpass bis Oktober. Ein Vierfachimpfstoff ist laut einem Ministeriumssprecher derzeit nicht verfügbar, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Dabei handelt  es sich demnach um ein Kombinationspräparat gegen Mumps, Masern, Röteln und Varizellen (Windpocken). Alternativen zu diesem Impfstoff sind ein weiteres Vierfachpräparat oder eine Kombination aus einer Masern- und einer Windpockenimpfung.

Das Bundeskabinett hatte vor rund einer Woche eine Impfpflicht gegen Masern in Kindergärten, Schulen und Flüchtlingsheimen auf den Weg gebracht. Engpässe bei Impfstoffen gibt es nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts, der Bundesbehörde für Impfstoffe und Arzneimittel, häufiger. Allein 2018 waren 45 Impfstoffe betroffen. Dabei gab es in zwölf Fällen keine alternativen Arzneimittel.

+++ 10.02 Uhr: Betender Türke in Berlin rassistisch beleidigt und geschlagen +++

Ein betender Türke ist in Berlin rassistisch beleidigt und angegriffen worden. Der 38-Jährige rollte am Dienstagabend im Stadtteil Spandau auf dem Gehweg seinen Gebetsteppich aus, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin habe ein Unbekannter ihn ausländerfeindlich beleidigt und körperlich angegriffen. Der Türke setzte sich demnach mit einem Fahrradschloss zur Wehr. Auch eine Anwohnerin mischte sich in die Auseinandersetzung ein: Die Frau bewarf den 38-Jährigen mit gefüllten Mülltüten und beleidigte ihn ebenfalls, wie es hieß. Der Staatsschutz ermittelt.

+++ 9.36 Uhr: AfD scheitert mit Klage in Karlsruhe wegen Liste für Sachsen-Wahl +++

Die AfD Sachsen ist mit einer Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gescheitert. Dabei ging es um die teilweise Nichtzulassung ihrer Kandidatenliste für die Landtagswahl. Das teilte das Bundesverfassungsgericht mit. Eine Entscheidung des sächsischen Verfassungsgerichtshofs steht aber noch aus.

+++ 9.23 Uhr: Anklage gegen früheren SS-Mann wegen Volksverhetzung +++

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen einen früheren SS-Mann wegen Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener erhoben. Einen entsprechenden Bericht der "Hildesheimer Allgemeinen Zeitung" bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Hildesheim. Dem heute 96 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, dass er in einem Interview mit dem ARD-Politikmagazin "Panorama" über das Massaker der SS im nordfranzösichen Ascq den Holocaust heruntergespielt und den französischen Zivilisten Schuld an ihrem Schicksal gegeben habe. 

Wenige Tage vor Ostern 1944 wurden bei dem Massaker 86 Zivilisten von Waffen-SS-Mitgliedern als Racheakt für einen vorangegangenen Sprengstoffanschlag auf einen Transportzug willkürlich getötet.

+++ 8.30 Uhr: Ermittler: Täter von Wächtersbach schoss drei Mal +++

Bei dem Angriff auf einen Eritreer im hessischen Wächtersbach sind nach Angaben der Ermittler drei Schüsse abgefeuert worden. Ein Schuss davon habe den 26-Jährigen getroffen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. Das Opfer war am Montag durch einen Bauchschuss schwer verletzt und in einem Krankenhaus operiert worden. Der mutmaßliche Schütze, ein 55-Jähriger, erschoss sich selbst. Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen "ganz klar von einem fremdenfeindlichen Motiv aus", eine "rechtsextreme oder rechtsnationalistische Gesinnung" sei aber Spekulation. Die Ermittlungen im Umfeld des mutmaßlichen Schützen dauern an.

+++7.50 Uhr: Zwölf Tote und mehr als 30 Vermisste nach Erdrutschen in China +++

Bei zwei Erdrutschen im Südwesten Chinas sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Darüber hinaus werden noch viele Vermisste unter Trümmern vermutet, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. 

Erdmassen hatten demnach 21 Häuser am Dienstagabend in der Stadt Liupanshui (Provinz Guizhou) verschüttet. Dort wurden bei laufenden Rettungsarbeiten noch 34 Menschen vermisst. 

+++ 7.18 Uhr: Deutsche Bank und Daimler machen im zweiten Quartal Milliardenverluste +++ 

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2019 3,15 Milliarden Euro Verlust verzeichnet. Das teilte das Unternehmen mit. Grund sind demnach Belastungen im Zusammenhang mit dem Konzernumbau in Höhe von 3,4 Milliarden Euro.

Die weltweite Absatzflaute und teure Probleme nicht nur mit dem Diesel haben auch den Autobauer Daimler im zweiten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich verbuchte der Stuttgarter Konzern von April bis Ende Juni einen auf die Aktionäre entfallenden Verlust von gut 1,3 Milliarden Euro, wie er mitteilte.

+++ 5.11 Uhr: Nach Bauchschuss auf Eritreer gehen Ermittlungen weiter +++

Nach dem Schuss auf einen Eritreer im hessischen Wächtersbach geht die Arbeit der Ermittler weiter. Sie konzentriert sich auch auf das Umfeld des mutmaßlichen Täters, der sich selbst erschoss. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ging nach ersten Erkenntnissen "ganz klar von einem fremdenfeindlichen Motiv aus", eine "rechtsextreme oder rechtsnationalistische Gesinnung" sei aber Spekulation. Das Umfeld und die Vergangenheit des mutmaßlichen Schützen würden allerdings nach entsprechenden Kontakten durchleuchtet. Das 26 Jahre alte Opfer war durch einen Bauchschuss schwer verletzt und in einem Krankenhaus operiert worden. Die Stadt Wächtersbach hatte am Abend am Tatort zu einer Mahnwache aufgerufen, zu der rund 400 Menschen kamen.

+++ 5.09 Uhr: Polizei schoss 2018 seltener auf Menschen als im Jahr davor +++

Polizisten in Deutschland haben im vergangenen Jahr elf Menschen erschossen. Weitere 34 Menschen wurden verletzt, wie aus Zahlen der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht. Der Statistik zufolge schossen Polizisten im Jahr 2018 seltener auf Menschen als im Jahr davor – nämlich 56 Mal und somit rechnerisch alle sechseinhalb Tage. Für das Jahr 2017 hatte die Polizei-Hochschule noch 75 Fälle von "Schusswaffengebrauch gegen Personen" gezählt, wobei 14 Menschen getötet und 39 verletzt wurden. Die Polizeigewerkschaften DPolG und GdP wiesen darauf hin, trotz zunehmender Gewalt gegen Polizisten griffen diese nicht häufiger zur Dienstwaffe.

+++ 4.49 Uhr: Mann steuert brennendes Auto von Tankstellengelände +++

Ein Mann hat in Wittlich in Rheinland-Pfalz möglicherweise ein schweres Unglück verhindert. Der 44-Jährige fuhr am Abend mit seinem Wagen zum Tanken von der Autobahn ab, wie die Polizei mitteilte. An der Tankstelle bemerkte er beim  Aussteigen Qualm unter der Motorhaube. Als er diese öffnete, schlugen ihm die Flammen bereits entgegen. Daraufhin stieg er geistesgegenwärtig wieder in den Wagen und steuerte das lichterloh brennende Fahrzeug weg von den Zapfsäulen. Dann brachte er sich in Sicherheit. Die Feuerwehr löschte den Wagen.

+++ 1.53 Uhr: Nike-Sportschuhe aus dem Jahr 1972 erzielen bei Auktion Rekorderlös +++

Ein Paar fast 50 Jahre alter Nike-Sportschuhe hat bei einer Auktion einen Rekordpreis von 437.500 Dollar erzielt. Ein kanadischer Sammler legte die umgerechnet 390.000 Euro für den "Moon Shoe" aus dem Jahr 1972 hin, wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte.

Damit wurde der bisherige Weltrekord für Sportschuhe bei weitem übertroffen: 2017 hatte ein Paar Converse-Sportschuhe, die Basketballlegende Michael Jordan im Finale der Olympischen Spiele 1984 getragen und später signiert hatte, bei einer Versteigerung 190.373 Dollar erzielt.    

Der nun versteigerte "Moon Shoe" hatte laut Sotheby's einen Schätzpreis von 160.000 Dollar. Er wurde von Nike-Mitbegründer Bill Bowerman persönlich entworfen. Hergestellt wurde der Laufschuh in Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele 1972. Laut Sotheby's wurden nur zwölf Paare produziert, nur bei einer Handvoll ist die Existenz noch bekannt.

Versteigerte Nike-Sportschuhe

Nur zwölf Paare sollen von den Nike-Sportschuhen produziert worden sein

DPA

+++ 0.01 Uhr: US-Regierung kündigt Kartellverfahren gegen führende Online-Plattformen an +++

Das US-Justizministerium hat Kartellverfahren gegen führende Online-Plattformen angekündigt. Die Untersuchung richte sich gegen führende Suchmaschinenanbieter, soziale Netzwerke und Onlinehändler, erklärte das Ministerium.    

In der Mitteilung wurden keine bestimmten Unternehmen genannt, doch dürften sich die Ermittlungen gegen die Internetriesen Google, Facebook und Amazon richten, die in ihren jeweiligen Marktsegmenten eine dominierende Stellung einnehmen.    

Untersucht werden soll nach Ministeriumsangaben, ob und wie die betreffenden Digitalunternehmen mit ihren Praktiken den Wettbewerb unterdrücken, Innovationen behindern oder auf andere Weise den Verbrauchern schaden.

wue / DPA / AFP