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News von heute Gesundheitsbehörde: Tausende Corona-Infektionen bei EM-Finalrunde in London

Großbritannien, London: Fußballfans feiern im Wembley-Stadion
Großbritannien, London: Fußballfans feiern im Wembley-Stadion
© Christian Charisius / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Lage in Afghanistan finden Sie in unserem Afghanistan-Ticker

Die News von heute im stern-Ticker:

22 Uhr: Söder setzt auf Krankenhaus-Ampel statt auf Inzidenz

Die bayerische Staatsregierung will künftig von der Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab in der Corona-Politik abrücken. "Aufgrund der hohen Impfquote ist die Methodik der ersten drei Wellen, also sich nur auf die Inzidenz zu konzentrieren, nicht mehr passend", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der "Mediengruppe Münchner Merkur tz" (Samstag).

Söder kündigte an, dass sich Bayern an das baden-württembergische Modell anlehnen werde. "Das heißt: 3G – getestet, geimpft und genesen – gilt künftig unabhängig von der Inzidenz." In Baden-Württemberg genießen Geimpfte und Genesene seit dem 16. August unabhängig von lokalen oder regionalen Corona-Inzidenzen in vielen Bereichen wieder größere Freiheiten. Hingegen müssen Ungeimpfte und Nicht-Genesene wesentlich häufiger als bisher negative Antigen-Schnelltests vorweisen, die jeweils nicht älter als 24 Stunden sein dürfen.

Für mögliche Einschränkungen will Bayern nach Söders Angaben eine Krankenhaus-Ampel einführen, mit der die Lage auf den Intensivstationen ersichtlich werden soll. "Da wir uns bei der Ministerpräsidentenkonferenz nicht einigen konnten, entwickeln wir das in Bayern selbst", sagte Söder weiter. Einen weiteren Lockdown soll es nicht geben: Das könne man vor Geimpften und Genesenen nicht rechtfertigen.

19.43 Uhr: Boliviens Ex-Präsidentin Áñez wegen Völkermordes angeklagt

Die bolivianische Staatsanwaltschaft hat gegen die frühere Interimspräsidentin Jeanine Áñez Anklage wegen Völkermordes, Körperverletzung mit Todesfolge und schwerer Körperverletzung erhoben. Die inhaftierte Rechtspolitikerin soll für 20 Tote bei Krawallen in den Ortschaften Sacaba und Senkata im November 2019 verantwortlich sein, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das bolivianische Parlament muss das Strafverfahren gegen Áñez noch genehmigen.

19.19 Uhr: US-Regierung verhängt neue Sanktionen wegen Nord Stream 2

Die US-Regierung hat neue Sanktionen im Zusammenhang mit der beinahe fertiggestellten deutsch-russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 erlassen. US-Außenminister Antony Blinken teilte mit, in seinem jüngsten Bericht an den US-Kongress würden in dem Zusammenhang zwei russische Personen oder Einrichtungen sowie ein russisches Schiff aufgeführt, die an Nord Stream 2 beteiligt seien. Blinken machte keine Angaben dazu, gegen wen sich die US-Strafmaßnahmen konkret richteten. Der Minister betonte, die neuen Maßnahmen stünden im Einklang mit dem anhaltenden Widerstand der US-Regierung gegen die Pipeline, die Gas unter Umgehung der Ukraine von Russland nach Deutschland bringen soll.

18.52 Uhr: Tausende Corona-Infektionen bei EM-Finalrunde in London

Bei der Finalrunde der Fußball-EM in London mit Zehntausenden Zuschauern und etlichen Fans rund um das Wembley-Stadion habe sich mehr als 3000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health England zu den beiden England-Spielen im Halbfinale und Finale am 7. und 11. Juli hervor. 2295 der Anwesenden in und um das Stadion sollen demnach zum Zeitpunkt der Spiele höchstwahrscheinlich infektiös gewesen sein. 3404 weitere Menschen sollen sich rund um diese Ereignisse infiziert haben. Für den Zutritt zum Wembley-Stadion war eigentlich ein Corona-Test notwendig, allerdings mussten Besucher selbst angeben, dass dieser negativ ausgefallen war. Insbesondere beim Finalspiel von England gegen Italien hatten sich in Wembley chaotische Szenen abgespielt. Tausende waren ohne Ticket ins Stadion eingedrungen, außerdem gab es etliche gewaltsame Zusammenstöße.

17.47 Uhr: Merkel weist Vorwürfe wegen russischem Staatsmedium RT zurück

Kanzlerin Angela Merkel hat den Vorwurf einer Einflussnahme der Bundesregierung im Zusammenhang mit einem Antrag des russischen Staatsmediums RT auf Verbreitung eines deutschsprachigen TV-Programms zurückgewiesen. Die Entscheidung über die Zulassung des Senders in Deutschland werde unabhängig von der Bundes- oder von Landesregierungen gefällt, betonte Merkel am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau auf die Bitte eines RT-Reporters, doch bei der Meinungsfreiheit zu helfen. "Dieser Prozess ist ja im Gange."

Auch den Vorhalt des Reporters, deutsche Mächte übten Einfluss auf Luxemburg aus, wies die Kanzlerin zurück. Deutschland habe - dies sei RT deutsch auch des Öfteren gesagt worden - "keinerlei Druck auf Luxemburg ausgeübt", betonte sie. Luxemburg hatte kürzlich einen Antrag auf Verbreitung eines deutschsprachigen TV-Programms von RT zurückgewiesen.

16.45 Uhr: Herzkrankheit nach Impfung: Auch Jugendliche in Deutschland betroffen

Das für die Sicherheit von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bis Ende Juli 24 Fälle einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach Corona-Impfungen mit dem Biontech-Wirkstoff bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren registriert. Die Fälle seien häufiger nach der zweiten Impfung beobachtet worden, heißt es im Sicherheitsbericht des Instituts. Betroffen seien 22 männliche und 2 weibliche Jugendliche. Es gebe keine Meldung über einen Todesfall. Die Daten wiesen darauf hin, dass mehr Fälle berichtet wurden als statistisch zufällig zu erwarten sei. Dennoch überwiege der positive Nutzen, heißt es: Insgesamt seien Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 in dem Zeitraum mehr als 1,3 Millionen Impfdosen gespritzt worden.

Trotz Erfolgsgeschichte: Onlyfans will pornografische Inhalte verbieten

16.44 Uhr: Großbritannien erteilt Freigabe für Antikörper-Medikament

Die britische Zulassungsbehörde hat grünes Licht für ein Antikörper-Medikament gegeben, mit dem Ex-US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr behandelt wurde. Das Medikament Ronapreve reduziere das Risiko eines schweren Verlaufs und könne eingesetzt werden, um Covid-19-Symptome zu behandeln und schwere Verläufe zu verhindern, teilte die Behörde mit. Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte, das Mittel der Hersteller Roche und Regeneron solle so schnell wie möglich im Gesundheitssystem eingesetzt werden.

16.18 Uhr: VDA-Chefin Müller: Autobranche wird schon 2032 auf reine Elektrik umsteigen

Deutschlands Autobauer werden wohl schneller als von der EU-Kommission verlangt auf die Produktion vollelektrischer Autos umsteigen. "Wir gehen davon aus, dass wir, wenn die Pläne der Kommission so Wirklichkeit werden, 2030 rund 80 Prozent der Neuwagen elektrisch zulassen müssen und sehr wahrscheinlich schon 2032 auf reine Elektrik umsteigen wollen", sagte die Chefin des Automobilverbands, Hildegard Müller, im SWR. Das sei eine "gigantische Herausforderung". Notwendig seien hier aber auch die Rahmenbedingungen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur hinke hinterher, kritisierte Müller. Eine weitere Frage sei die nach der ausreichenden Versorgung mit Ökostrom. 

16.18 Uhr: Ugandas Regierung suspendiert 54 NGOs auf unbestimmte Zeit

Die Regierung im ostafrikanischen Uganda hat die Schließung von 54 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf unbestimmte Zeit angeordnet. Grund dafür seien fehlerhafte Registrierungen sowie fehlende Finanzabschlüsse, teilte die zuständige Behörde mit. Unter den betroffenen Organisationen sind unter anderem Wahlbeobachter, Menschen- und Frauenrechtler, sowie Chapter IV, ein Verein, der für die Rechte Homosexueller eingetreten ist. Staatschef Yoweri Museveni, der seit mehr als 30 Jahren an der Macht ist, wird immer wieder vorgeworfen, mit Härte gegen Kritik aus der Zivilgesellschaft vorzugehen. 

16.00 Uhr: Crew von spektakulärem Evakuierungsflug: An Bord waren 823 Menschen

Das Foto des Laderaums voller Menschen ist um die Welt gegangen: Die spektakuläre Evakuierung aus Kabul mit einem US-Transportflugzeug brachte nach Angaben der Crew am Sonntag nicht wie ursprünglich angegeben rund 640 Menschen in Sicherheit, sondern mehr als 800. "Wir waren da, um Hoffnung und Freiheit zu bringen", sagte Teamleiter Oberstleutnant Eric Kut, dem Sender CNN. Es sei in dem Moment nicht um Vorschriften gegangen, sondern darum, Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen und Leben zu retten. "Dafür sind wir trainiert", sagte er. Der für die Ladung zuständige Soldat Justin Triola erklärte, es seien 823 Passagiere gewesen. "Sie waren definitiv besorgt, aus dem Gebiet rauszukommen, und wir waren froh, sie mitzunehmen. Und sie waren definitiv froh, sobald wir in der Luft waren", sagte er.

15.58 Uhr: Griechenland sichert Ostgrenze gegen möglichen Flüchtlingszustrom

Die griechischen Streitkräfte und die Polizei wollen einen möglichen Migrantenzustrom aus Afghanistan an den Grenzen des Landes zur Türkei stoppen. Dies sagte der griechische Minister für Bürgerschutz Michalis Chrysochoidis im Staatsfernsehen. "Unser Beschluss ist, unsere Grenzen zu schützen und zu sichern", sagte er nach einer Inspektion der Grenzregion mit der Türkei am Fluss Evros. Die Grenze ist zugleich eine Außengrenze der EU.

15.57 Uhr: Nach Kochsalz-Injektionen: Rund 3300 Menschen haben Nachimpfung

Nach möglichen Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland haben 3306 Menschen eine Nachimpfung erhalten. Mehr als 6000 weitere Termine für Nachimpfungen sind bei Impfzentren registriert, wie der Landkreis mitteilte. Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) berichtete, zuletzt habe es in der Bevölkerung auch Sorgen vor möglichen Risiken durch dritte oder gar vierte Impfungen gegeben. Der Landkreis nehme diese Sorgen und Ängste ernst, sagte Ambrosy. Daher will der Kreis in der kommenden Woche zusätzlich Informationsschreiben insbesondere an Ärzte verschicken.

15.44 Uhr: Bericht: Sportartikel werden bald teurer

Sportartikel dürften in Deutschland bald teurer werden. Dies ergab eine Umfrage von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" bei Herstellern aus dem Südwesten. Die Unternehmen reagieren demnach auf gestiegene Beschaffungs- und Transportkosten. Ihre Waren beziehen die Sportartikelhersteller bis zu 90 Prozent aus Asien. Die Lieferketten seien immer wieder unterbrochen, etwa wegen Lockdowns oder geschlossener Häfen aufgrund der Corona-Pandemie. Die Preise für Container liegen inzwischen um ein Vielfaches über denen vom vergangenen Jahr. "Vor anderthalb Jahren hat ein Container noch 1000 Dollar gekostet, jetzt kostet er fast 10.000 Dollar", sagte Frank Geisler, Geschäftsführer von Intersport, den Zeitungen.

15.38 Uhr: Weniger Mord und Totschlag in Brasilien gemeldet

Die Gewalt in Brasilien ist einer Statistik zufolge leicht zurückgegangen. Im größten Land Lateinamerikas wurden im ersten Halbjahr 21.042 Tötungsdelikte registriert, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Das war ein Rückgang um acht Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. "Es ist schwierig, die Ursachen zu ermitteln, aber die Pandemie und die soziale Distanzierung haben möglicherweise zum Rückgang der Konflikte auf den Straßen beigetragen", sagte Bruno Paes Manso von der Universität in São Paulo. Brasilien gilt als eines der gewalttätigsten Länder der Welt: Im vergangenen Jahr war die Zahl der Tötungsdelikte nach mehreren Jahren der Entspannung erstmals wieder gestiegen. 43.892 Fälle von Mord und Totschlag waren 2020 registriert worden. Das entspricht einer Mordrate von 20,89 Fällen je 100.000 Einwohnern. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Mordrate bei etwa 0,7.

15.30 Uhr: Waldbrände in Südfrankreich sind unter Kontrolle

Die Feuerwehr hat die großflächigen Waldbrände in Südfrankreich nach fünf Tagen unter Kontrolle gebracht. Noch seien aber nicht überall die Flammen gelöscht, teilte die Präfektur in der Mittelmeerstadt Toulon mit. Angesichts der Wetterlage könnten die Brände wieder aufflammen und die Feuerwehr bleibe in Bereitschaft. Außerdem werde eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene der Brände geschaffen, die mehr als 8000 Hektar Gelände im bergigen Hinterland der Bucht von Saint-Tropez vernichtet hatten. Tausende Anwohner und Touristen auf Campingplätzen waren zeitweise in Sicherheit gebracht worden.

News von heute: Gesundheitsbehörde: Tausende Corona-Infektionen bei EM-Finalrunde in London

15.15 Uhr: Unwetterschäden: Provinzial muss mehr als eine Milliarde Euro zahlen

Die jüngsten Unwetterschäden kommen dem Versicherer Provinzial teuer zu stehen. Die Kunden hätten für das Hochwasser konzernweit bisher 36.246 Schäden mit einem Volumen von 1,02 Milliarden Euro gemeldet, teilte Provinzial mit. Diese Summe wird die Assekuranz auf jeden Fall zahlen. Vermutlich wird es noch mehr: Die Summe kann nach Unternehmensangaben noch auf bis zu 1,5 Milliarden Euro anwachsen, wenn Schäden aufwendiger zu beheben sind als zunächst gedacht. 0,16 Milliarden Euro hat die Provinzial schon ausgezahlt.

15.28 Uhr: Greta Thunberg: "Wir ignorieren die Klimakrise immer noch"

Exakt drei Jahre nach ihrem ersten Klimastreik vor dem Parlament in Stockholm hat die schwedische Aktivistin Greta Thunberg eine ernüchternde Bilanz der bisherigen internationalen Klimaschutzbemühungen gezogen. "Wir ignorieren die Klimakrise immer noch", sagte sie. Zwar gebe es insgesamt mehr globale Aufmerksamkeit für das Thema als noch vor drei Jahren. Aber noch immer behandelten die politischen Entscheidungsträger den Klimawandel nicht als Krise und unternähmen nicht genug gegen die globale Erderwärmung, so die 18-jährige Aktivistin. Das gelte für alle Staaten gleichermaßen. Thunberg hatte sich am Freitagvormittag vor dem Stockholmer Parlament mit der deutschen Fridays-For-Future-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen.

15.25 Uhr: Schwedischer Schüler gibt Messerangriff auf Lehrer zu

Ein 15-jähriger Junge aus Schweden hat zugegeben, einen Lehrer seiner Schule mit einem Messer attackiert und schwer verletzt zu haben. Sein Anwalt sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, der Teenager habe nicht die Absicht gehabt, den Lehrer zu töten, und er bereue den Angriff zutiefst. Dem Schüler wird versuchter Mord vorgeworfen. Er soll am Donnerstag maskiert in seine Schule in Eslöv in der Nähe von Malmö gegangen sein und auf den Lehrer eingestochen haben.

15.22 Uhr: Wolfsschäden gehen erstmals seit Jahren zurück

Die von Wölfen verursachten Schäden sind einem Bericht zufolge in Deutschland bis Mitte 2021 erstmals seit vier Jahren zurückgegangen. Zwischen Mitte 2020 und Mitte 2021 seien 530.000 Euro Ausgleichszahlungen für Wolfsschäden geleistet worden, berichtete das Nachrichtenportal "T-Online" unter Berufung auf Zahlen der Bundesländer. Die Zahl der Wölfe sei in dem Zeitraum um etwa 300 Tiere auf derzeit geschätzt 1531 gestiegen. Bislang seien die Ausgleichszahlungen entsprechend dem Anstieg der Wolfspopulation jedes Jahr höher geworden, hieß es im Bericht. Nur in Niedersachsen seien die Zahlungen auch in diesem Jahr stark gestiegen.

15.01 Uhr: Clique ließ Freund in Kanal ertrinken - mehrjährige Haftstrafen verhängt

Weil sie ihren Freund zunächst betrunken machten und später in einem Kanal ertrinken ließen, sind ein junger Mann und eine junge Frau aus Bayern zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Weiden sprach die beiden schuldig. Einen 24-jährigen Freund des Verstorbenen verurteilten die Richter zu fünfeinhalb Jahren Haft, eine 22-jährige Freundin zu dreieinhalb Jahren. Ein dritter Mitangeklagter erhielt eine sechsmonatige Bewährungsstrafe. Das Gericht war überzeugt, dass die Angeklagten den 22-Jährigen in einer Shishabar mit Wodka abgefüllt, obwohl ihnen bekannt war, dass das Opfer als Diabetiker nur wenig Alkohol vertrug. Später ließen sie in einen Kanal stürzen, ohne ihm zu helfen. Die Clique ging letztlich weiter und fuhr mit dem Auto davon.

15.00 Uhr: Teakholz auf "Gorch Fock": Umweltschützer gehen nach Karlsruhe

Umweltschützer tragen ihre Klage wegen angeblich illegalen Tropenholzes auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" nach mehreren juristischen Niederlagen vor das Bundesverfassungsgericht. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der WWF haben nach eigenen Angaben Verfassungsbeschwerde eingelegt. Bei der Generalsanierung des Marineseglers sei hartes Teakholz verbaut worden, das nach Auffassung der Umweltschützer illegal aus Myanmar importiert worden ist. DNR und WWF wollen erzwingen, dass die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) die Einfuhr erneut überprüft und gegebenenfalls ein Bußgeldverfahren einleitet. Zuletzt lehnte das Oberverwaltungsgericht Münster die Klage ab.

14.59 Uhr: Giffey soll auch bei Masterarbeit abgeschrieben haben

Die Berliner SPD-Spitzenkandidatin zur Abgeordnetenhauswahl im September, Franziska Giffey, soll einem Bericht zufolge auch bei ihrer Masterarbeit abgeschrieben haben. Sie habe "einfachste Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens" verletzt, sagte der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch nach Angaben dem Nachrichtenportal "T-Online". Das sei das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern der Freien Universität (FU) Berlin unter seiner Leitung. Giffey soll demnach an mehr als 60 Stellen nicht korrekt zitiert haben.

14.49 Uhr: Schüsse im Hamburger Zentrum - großer Polizeieinsatz

Zeugen haben am Gorch-Fock-Wall im Hamburger Zentrum Schüsse gehört - ein großer Polizeieinsatz ist angelaufen. Der Vorfall habe sich 11.50 Uhr ereignet, sagte eine Polizeisprecherin. "Anschließend sollen mehrere Personen mit mehreren Autos in unterschiedliche Richtungen geflüchtet sein. Umfassende Fahndungsmaßnahmen laufen." Vor Ort sei niemand angetroffen worden, der an der Auseinandersetzung beteiligt war. Laut der "Bild"-Zeitung habe einer der Beteiligten eine Beinverletzung erlitten. Polizeihubschrauber und ein Spezialeinsatzkommando (SEK) seien im Einsatz. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.

14.51 Uhr: Gericht kippt vorläufig Tanzverbot für Geimpfte und Genesene in Berlin

Das Verwaltungsgericht Berlin hat das generelle Verbot von Tanzveranstaltungen in der Hauptstadt in einer Eilentscheidung gekippt. Veranstaltungen ausschließlich für geimpfte und von Corona genesene Menschen würden vorläufig zugelassen, teilte das Gericht mit. Für ungeimpfte und lediglich getestete Menschen gelte das Verbot dagegen weiterhin, weil ein Test nur eine Momentaufnahme darstelle. Geklagt hatte eine Diskothek in der Nähe des Kurfürstendamms. Es bestehe zwar nach wie vor eine epidemische Lage von nationaler Tragweite, so dass die entsprechenden Regelungen des Infektionsschutzgesetzes weiter anzuwenden seien, erklärte das Gericht. Für Geimpfte und Genesene sei ein Tanzverbot jedoch voraussichtlich unverhältnismäßig.

14.21 Uhr: Franzose verwandelt Gebrauchtwagen mit Säge in Cabriolet

Sommer, Sonne und kein Geld fürs Cabrio: In dieser Situation hat ein Franzose kurzerhand zur Säge gegriffen und seinen alten Gebrauchtwagen mit einem offenen Verdeck ausgestattet. Autobahnpolizisten stoppten das ungewöhnliche Gefährt mit abgetrenntem Dach auf der Autobahn A20 Richtung Atlantikküste, wie die Polizeibehörde auf Facebook mitteilte. Damit der über 20 Jahre alte Citroën-Xantia mehr hermacht, stattete der Bastler ihn mit einem Audi-Logo am Kühlergrill und einem BMW-Logo an der Heckklappe aus. Entsprechend der Vorschriften sei das "Concept Car made in France" aus dem Verkehr gezogen worden, schrieb die Polizei.

In der Kommentarspalte hagelte es indes Kritik. "Ich sehe nicht, wo das Problem ist, die Gendarmen hätten ruhig ein Auge zudrücken können", schrieb ein Nutzer. "Haben die nichts Besseres zu tun", kommentierte ein anderer die Polizeiaktion, besser solle auf Drogenhändler Jagd gemacht werden. "Ich weiß nicht, ob das Gefährt zum Anlocken von Mädels taugt", grübelte unterdessen ein weiterer Leser. "Vielleicht nachts, bei Nebel, und mit ein paar Promille ..."

14.07 Uhr: Zahl der Flutopfer in NRW erhöht sich auf 48

Die Zahl der Todesopfer bei der Flutkatastrophe hat sich in Nordrhein-Westfalen auf 48 erhöht. Ein Mann, der lange im Krankenhaus gelegen habe, sei seinen Verletzungen erlegen, die er bei der Flut erlitten habe, sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf. Er sei bereits am 3. August gestorben.

48 Tote, verwüstete Dörfer, zerstörte Infrastruktur und Schäden in Milliardenhöhe: NRW-Innenminister Herbert Reul und NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (beide CDU) wollen am Montag gemeinsam eine erste Zwischenbilanz der Katastrophe ziehen. Das Unwettertief "Bernd" hatte die Region Mitte Juli schwer getroffen.

13.58 Uhr: Urteile: Kein Schmerzensgeld wegen Corona-Quarantäne

Das Landgericht Hannover hat zwei Klagen auf Schmerzensgeld wegen coronabedingter Quarantäne abgewiesen. Geklagt hatten laut einer Mitteilung des Gerichts ein Ehepaar, das nach einem Urlaub in Schweden für zwei Wochen in Quarantäne musste, und ein Beamter, der nach einem unmittelbaren Corona-Kontakt für sechs Tage in häusliche Isolation musste (Az.: 8 O 1/21 und 8 O 2/21).

Die Anwaltskanzlei der Kläger hatte dem Gericht zufolge argumentiert, dass die Quarantäne ein rechtswidriger Freiheitsentzug sei - und den Vorwurf erhoben, dass die Regierung die Bevölkerung über die Gesundheitsgefahren des Coronavirus belüge. Die Urteile vom Freitag wurden damit begründet, dass eine Quarantäne zwar eine Beeinträchtigung für die Betroffenen darstelle, aber nicht einmal ansatzweise mit einer Inhaftierung in einem Gefängnis vergleichbar sei. Deshalb bestehe kein Anspruch auf Schmerzensgeld. Außerdem hieß es weiter, dass den "offensichtlich verschwörungstheoretischen Begründungen" nicht nachgegangen werden müsse.

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13.54 Uhr: Merkel wirbt für Dialog mit Russland trotz "tiefgreifender Differenzen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in Moskau für eine Fortsetzung des Dialogs mit Russland trotz der aktuell "tiefgreifenden Differenzen" geworben. "Selbst wenn wir heute auch durchaus tiefgreifende Differenzen haben, so sprechen wir miteinander", sagte Merkel am Freitag zu Beginn eines Treffens mit Präsident Wladimir Putin. "Und das soll auch weiter so geschehen und die deutsch-russischen Beziehungen klassifizieren und qualifizieren."

Putin sagte, Deutschland bleibe für Russland "einer der wichtigsten Partner in Europa und auf der ganzen Welt" - nicht zuletzt dank Merkels Bemühungen in ihren 16 Jahren als Bundeskanzlerin. Es ist Merkels 20. Besuch in Russland als Bundeskanzlerin - und voraussichtlich ihr letzter. 

13.15 Uhr: Unbekannte beschmieren Rettungswagen mit Hundekot

Unbekannte haben in Kaiserslautern einen Rettungswagen mit Hundekot beschmiert und Sanitätern eine eklige Überraschung bereitet. Der Wagen war an mehreren Stellen mit Fäkalien verdreckt, wie die Polizei in der rheinland-pfälzischen Stadt am Freitag mitteilte. Auch die Türgriffe wurden beschmiert.

Die Mitarbeiter wollten das Fahrzeug laut Polizei am Donnerstag benutzen. Seit Dienstagabend war es auf dem Gelände des Rettungsdiensts abgestellt und nicht mehr benutzt worden. Die Beamten riefen Zeugen auf, sich zu melden.

13.12 Uhr: Merkel zu Gesprächen mit Putin in Moskau eingetroffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitag in Moskau zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eingetroffen. Nach ihrer Ankunft legte die CDU-Politikerin zunächst einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten im Alexandergarten in der russischen Hauptstadt nieder. Anlass ist der 80. Jahrestag des Überfalls Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion, die im Zweiten Weltkrieg mit 27 Millionen Toten so viele Opfer hatte wie kein anderes Land.

Im Anschluss traf Merkel Putin im Kreml, wie das Staatsfernsehen zum Auftakt live zeigte. Geplant ist auch ein Mittagessen. Bei dem Treffen dürfte es etwa um die Lage in Afghanistan gehen. Das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland ist wegen zahlreicher Konflikte und Sanktionen zum Zerreißen gespannt. Der Besuch der Kanzlerin, die zuletzt im Januar vorigen Jahres in Moskau gewesen war, fällt auf den ersten Jahrestag des Giftanschlags auf den Putin-Gegner Alexej Nawalny.

13.05 Uhr: Auto von Gesundheitsminister Spahn bei Tübingen mit Eiern beworfen

Ein wohl mit der Corona- und Impfpolitik der Bundesregierung unzufriedener Mann hat am Morgen das Auto von Gesundheitsminister Jens Spahn mit mindestens einem Ei beworfen. Zu dem Vorfall kam es nach Auskunft der Polizei nach einer Wahlkampfveranstaltung des CDU-Politikers in einer Halle in Mössingen (Kreis Tübingen). Ein Verdächtiger wurde identifiziert und vorübergehend festgenommen.

Vor der Halle hatten sich laut Polizei zwischen 50 bis 60 Menschen eingefunden, die überwiegend der sogenannten Querdenkerszene zugeordnet wurden. Eine Anmeldung für die Versammlung lag nicht vor. Die Polizei musste einzelne Menschen abdrängen, um Spahn die Abfahrt zu ermöglichen.

12.52 Uhr: Neue Plagiatsvorwürfe gegen Berliner SPD-Spitzenkandidatin Giffey

Fünf Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sind neue Plagiatsvorwürfe gegen die SPD-Spitzenkandidatin und -Landesvorsitzende Franziska Giffey bekanntgeworden. Dabei geht es um ihre Masterarbeit, die die frühere Bundesfamilienministerin 2005 zum Abschluss ihre Studiums an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin schrieb.

Anatol Stefanowitsch, Professor für Sprachwissenschaften an der Freien Universität Berlin (FU), untersucht diese seit geraumer Zeit. Giffey habe auf 26 Seiten 62 Mal nicht korrekt zitiert und damit gegen wissenschaftliche Standards verstoßen, kritisierte er in einem Zwischenbericht, der der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag. Die Überprüfung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Stefanowitsch. Bisher seien auf etwa einem Drittel der Seiten Plagiate entdeckt worden. Unter anderem habe Giffey bei der Wiedergabe von Zitaten regelmäßig keine Anführungszeichen gesetzt. An 15 Stellen sei die Quellenangabe außerdem nicht korrekt gewesen.

12.20 Uhr: Umweltschützer ketten sich an Quadriga des Brandenburger Tores

Umweltschützer sind bei einer Aktionswoche für mehr Klimaschutz in Berlin auf das Brandenburger Tor geklettert und haben sich an der Quadriga festgekettet. Weitere Aktivisten blockierten am Morgen mit zwei Lastwagen die Fahrbahn vor dem Wahrzeichen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei war mit Höhenrettern im Einsatz, um die Aktivisten vom Brandenburger Tor zu holen.

Nach Angaben der Polizei beteiligten sich 200 Menschen an der Blockade-Aktion, die in den frühen Morgenstunden begann. Mit der Aktion wollten die Umweltschützer ihrer Forderung an die Politik Nachdruck verleihen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Zu der Protestwoche hatten die Gruppe Extinction Rebellion und andere Initiativen aufgerufen.

11.36 Uhr: Kremlgegner Nawalny bedankt sich ein Jahr nach Anschlag bei Rettern

Ein Jahr nach dem Anschlag auf ihn hat sich der inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny bei seinen Rettern bedankt. "Alles ist gut geworden. Ich bekam eine zweite Chance zu leben und Entscheidungen zu treffen, die ich für richtig und ehrlich halte", heißt es auf dem Instagram-Account des Oppositionellen. Zum ersten Jahrestag des Anschlags veröffentlichte der 45-Jährige ein Foto von sich und seiner Frau Julia.

Nawalny war am 20. August 2020 auf einem Flug von der sibirischen Stadt Tomsk nach Moskau ins Koma gefallen. "Die Piloten landeten schnell das Flugzeug und gaben mir eine Chance zu überleben", schrieb Nawalny. Er habe wie "ein Gemüse im Beet gelegen", habe sich nicht mehr bewegen können. Labore der Bundeswehr sowie in Frankreich, Schweden und bei der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) hatten den geächteten Kampfstoff Nowitschok nachgewiesen.

11.32 Uhr: Tesla will Roboter für gefährliche oder langweilige Arbeiten bauen

Der US-Elektrobauer Tesla will künftig auch Roboter bauen, die gefährliche oder langweilige Arbeiten verrichten können. Tesla-Chef Elon Musk kündigte einen menschenähnlichen Prototypen an, den "Tesla Bot": Er werde "Hände mit fünf Fingern" haben. Musk will den Prototypen bereits kommendes Jahr präsentieren. Der Tesla Bot, geplant in schwarz-weiß, werde "freundlich" sein, versicherte Musk: Er werde so gebaut, "dass Du vor ihm davonlaufen und ihn wahrscheinlich sogar überwältigen kannst". Das werde "hoffentlich nicht passieren, aber man weiß ja nie", scherzte der Milliardär. 

Musk zeigte sich überzeugt, dass Roboter künftig körperliche Arbeiten übernehmen werden. "Ich glaube, im Wesentlichen wird körperliche Arbeit in der Zukunft freiwillig sein."

News von heute: Gesundheitsbehörde: Tausende Corona-Infektionen bei EM-Finalrunde in London

11.04 Uhr: GDL ruft zu Streik im Bahnverkehr von Samstag bis Mittwoch auf

Die Lokführergewerkschaft GDL ruft zum Streik bei der Deutschen Bahn von Samstag bis kommende Woche Mittwoch auf. Ab Samstag soll zunächst der Güterverkehr bestreikt werden, ab Montag treffe es dann auch den Personenverkehr, sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky in Berlin.

10.58 Uhr: Mann an Bushaltestelle angezündet – Ermittlungen wegen Mordversuchs

Nach einer Brandattacke gegen einen Mann an einer Bushaltestelle in Oldenburg ermittelt die Polizei wegen Mordversuchs. Ein 53-Jähriger soll gestern am späten Abend am Schloßplatz in der Innenstadt einen 66-Jährigen bei einem Streit zunächst geschlagen und getreten sowie ihn anschließend mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und mit einem Feuerzeug angezündet haben. Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann erlitt Verletzungen am Oberkörper, am Gesicht und den inneren Atemwegen, teilte die Polizei heute mit.

Offenbar hatte laut Polizei der 53-Jährige an der Haltestelle zuvor eine 34 Jahre alte Frau angesprochen, die dort gemeinsam mit ihrer Tochter auf einen Bus wartete. Der 66-Jährige sei dazwischengegangen. Daraufhin habe sich ein Streit zwischen ihm und den Täter entwickelt, der eskaliert sei. Zeugen kamen dem 66-Jährigen zu Hilfe und löschten das Feuer. Sie setzten auch einen Notruf ab. Die Polizei traf den aus Wiefelstede (Landkreis Ammerland) stammenden 53-Jährige noch am Tatort an. Er sei nach Rücksprache mit einem Arzt und einem Mitarbeiter der Stadt in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht wurde.

10.21 Uhr: FC Bayern gedenkt Gerd Müllers beim Heimspiel gegen Köln

Der FC Bayern München wird seinen großen Torjäger Gerd Müller beim Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln gemeinsam mit seinen Fans mit einem speziellen Gedenken ehren. Vor dem Anpfiff des Fußballspiels an diesem Sonntag werden Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß den am vergangenen Sonntag im Alter von 75 Jahren gestorbenen Müller mit Reden auf dem Rasen würdigen. Im Anschluss daran findet eine Gedenkminute statt, wie der deutsche Rekordmeister mitteilte. Die Bayern-Profis werden mit Trauerflor auflaufen. Zur Partie lädt der Rekordmeister treue Weggefährten Müllers ein, um sich gemeinsam mit ihnen an die großen Zeiten mit dem Bundesliga-Rekordtorschützen zu erinnern.

Nach dem Abpfiff erstrahlt die Allianz Arena erneut mit dem besonderen Schriftzug "Danke Gerd". So sollen die Zuschauer auch bei der Heimreise noch einmal an Müller erinnert werden.

10.07 Uhr: Taikonauten treiben mit Außeneinsatz Ausbau ihrer Raumstation voran

Chinesische Astronauten haben bei einem zweiten Außeneinsatz im All binnen weniger Wochen den Ausbau der Weltraumstation  "Tiangong" vorangetrieben. Die Taikonauten Liu Boming und Nie Haisheng verließen das Kernmodul von "Tiangong", um Fußstützen und eine Werkbank am Roboterarm der Station zu befestigen, wie die chinesische Raumfahrtbehörde mitteilte. Es handelte sich um den dritten Weltraumspaziergang chinesischer Astronauten überhaupt. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, gehörten zu den Aufgaben der Astronauten auch Arbeiten an einer Wärmeeinheit und die Einstellung einer Panoramakamera. Zuschauer konnten den Einsatz am Bildschirm verfolgen.

China hatte Mitte Juni die erste bemannte Mission zu seiner neuen Raumstation "Tiangong" ("Himmlischer Palast") gestartet, deren Kernmodul Ende April in seine Erdumlaufbahn gebracht worden war. Raumfahrt ist eines der Prestige-Projekte der chinesischen Führung. Unter anderem hat das chinesische Raumfahrtprogramm bereits einen Rover auf dem Mars gelandet und Sonden zum Mond geschickt.

9.53 Uhr: 2,8 Millionen Menschen dürfen dieses Jahr erstmals den Bundestag wählen

Bei der diesjährigen Bundestagswahl dürfen etwa 2,8 Millionen Menschen zum ersten Mal wählen gehen. "Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes können am 26. September rund 1,4 Millionen Frauen und ebenso viele Männer erstmalig ihre Stimmen abgeben", erklärte Bundeswahlleiter Georg Thiel in Wiesbaden. Die potenziellen Erstwählenden sind demnach zwischen dem 15. September 1999 und dem 26. September 2003 geboren und damit seit der letzten Bundestagswahl 2017 volljährig geworden.

Der Anteil der erstmals Wahlberechtigten liegt demnach bei etwa 4,6 Prozent. Insgesamt dürfen rund 60,4 Millionen Menschen in Deutschland an der Bundestagswahl teilnehmen.

Eine Großaufnahme zeigt einen Kugelschreiber, der ein Kreuz auf einem Wahlzettel malt

9.25 Uhr: 13-Jähriger wird in Bayern von Zug erfasst und getötet

Ein 13-Jähriger ist in Bayern von einem Zug erfasst und getötet worden. Wie die Polizei in Kempten mitteilte, hatte der Junge gestern Abend in Heimertingen im Allgäu an einem Bahnübergang die geschlossenen Halbschranken und das Rotlicht missachtet. Er schob demnach sein Fahrrad hinter einem wartenden Tankzug über den Bahnübergang.

Wegen blockierter Sicht habe das Kind einen nahenden Personenzug auf dem zweiten Gleis nicht sehen können, erklärte die Polizei. Er sei von diesem auf dem Gleis erfasst und getötet worden. Mehrere Feuerwehren sowie Rettungskräfte und Kriseninterventionsteams aus der Region kamen zum Unglücksort. Zeugen und die Eltern des Jungen wurden psychologisch betreut.

9.14 Uhr: Mann stürzt bei Traunstein mit Gleitschirm ab und stirbt

Am Balsberg im bayerischen Unterwössen nahe Traunstein ist gestern ein Mann mit einem Gleitschirm abgestürzt und gestorben. Der 61-Jährige sei Flugschüler an der dortigen Flugschule gewesen, teilte die Polizei in Rosenheim am Morgen mit. Nach zuerst reibungslosem Flug sei sein Gleitschirm aus zunächst ungeklärtem Grund eingeklappt. Der Mann sei aus 30 Metern Höhe auf eine Wiese gestürzt. Der Notarzt habe nicht mehr helfen können. Der Tote sei von der Bergwacht und einem Polizeihubschrauber geborgen worden. Die Polizei in Grassau führt die Ermittlungen zum Unfall und den Ursachen.

9.10 Uhr: Zahl der Verkehrstoten erreicht im ersten Halbjahr Tiefststand seit 1990

In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2021 so wenige Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen wie seit 1990 nicht mehr. Insgesamt waren es 1128 Menschen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Dies entspricht einem Rückgang von 12,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Grund dafür sei auch das niedrige Verkehrsaufkommen während der Corona-Pandemie. Bereits 2020 hatte es so wenig Verkehrstote gegeben wie seit 1990 nicht mehr, dieser Tiefststand wurde im ersten Halbjahr 2021 nun erneut unterschritten. Auch die Zahl der Verletzten sank um zehn Prozent im Vorjahresvergleich auf insgesamt 134.800 Menschen. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten sank im Vorjahresvergleich um rund neun Prozent.

9.05 Uhr: Badeunfall auf Sylt: Nach Rettungsschwimmer stirbt auch die Gerettete

Nach dem Tod eines Rettungsschwimmers bei dem Versuch eine Ertrinkende aus der Nordsee vor Sylt zu retten, ist die Urlauberin im Krankenhaus gestorben, wie die Polizei jetzt mitteilte. Die 63-Jährige aus Hessen drohte gestern Nachmittag vor Wenningstedt zu ertrinken. Zwei Rettungsschwimmer und vier Badegäste versuchten, ihr zu helfen. "Einer der Rettungsschwimmer, ein 47-jähriger Nordfriese, konnte nicht mehr an den Strand zurückgelangen und nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden", teilte die Polizei mit. Die Frau konnte zunächst an den Strand gebracht werden und wurde von dort mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Dort starb sie mehrere Stunden später.

8.55 Uhr: Polizei in Schleswig-Holstein schießt Verdächtigem ins Bein

Im Rahmen eines Polizeieinsatzes ist einem Mann im schleswig-holsteinischen Appen ins Bein geschossen worden. Eine Zeugin hatte die Polizei alarmiert, weil der Verdächtige gestern Abend mit einem Messer bewaffnet unterwegs war, wie die Polizei in Itzehoe am Freitag mitteilte. Der 30-jährige kam mit einer Schussverletzung am Bein in ein Hamburger Krankenhaus.

Laut Polizeiangaben rückten drei Streifenwagen aus, nachdem die Zeugin die Polizei gestern gegen 20 Uhr über den auffälligen Mann informiert hatte. Die Beamten setzten auch Pfefferspray ein, um den Verdächtigen handlungsunfähig zu machen. Es stellte sich heraus, dass er mit Haftbefehl gesucht wurde. Die Kriminalpolizei in Itzehoe übernahm die Ermittlungen zu dem Vorfall.

8.50 Uhr: Notfallteam aus Deutschland nach Haiti unterwegs

Wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti ist ein Notfallteam aus Deutschland in Richtung des Karibikstaats aufgebrochen. Die 33 Ärzte, Pflegekräfte und Sanitäter sollen vor Ort in Absprache mit dem Gesundheitsministerium in Port-au-Prince bei der medizinischen Versorgung von Erdbebenopfern helfen, wie die Hilfsorganisation Isar Germany am Donnerstagabend mitteilte. Durch die Erdstöße starben fast 2200 Menschen, hunderte gelten als vermisst. 

An dem Hilfseinsatz ist neben Isar auch der Fachbereich Humanitäre Hilfe des BRH Bundesverband Rettungshunde beteiligt. Die Sondermaschine transportierte zudem elf Tonnen Ausrüstung, darunter Medikamente, Zelte, Liegen und eine Wasseraufbereitungsanlage.

Einem farbigen Mädchen mit bunten Perlen in den Dreads laufen Tränen über das Gesicht, während eine Frau es von hinten umarmt

8.33 Uhr: Stärkster Anstieg deutscher Erzeugerpreise seit 46 Jahren

In Deutschland bleibt der Preisauftrieb stark. Im Juli stiegen die Preise, die Unternehmen für Waren erhalten oder zahlen müssen, so kräftig wie seit 46 Jahren nicht mehr. Im Jahresvergleich legten die Erzeugerpreise um 10,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der stärkste Zuwachs seit Januar 1975, als die Preise in der Ölkrise stark stiegen. Experten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten mit einer Jahresrate von 9,2 Prozent gerechnet.

8.20 Uhr: Rund 1,2 Millionen Mini-Jobbern zwischen 25 und 65 droht Altersarmut

Mehr als die Hälfte der ausschließlich gering Beschäftigten zwischen 25 und 65 Jahren zahlt keine Beiträge in die Rentenkasse ein und ist damit von Armut im Alter bedroht. Insgesamt ergäben sich 1,2 Millionen Mini-Jobber in dieser Altersgruppe, denen Altersarmut drohe, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion.

Demnach zahlt nur jeder fünfte Mini-Jobber überhaupt Rentenbeiträge. Wenn nur die ausschließlich geringfügig Beschäftigten betrachtet werden, die keinem Hauptberuf nachgehen, und die unter 25-Jährigen sowie die über 65-Jährigen abgezogen werden, verbleiben gut 2,2 Millionen Mini-Jobber in dieser Altersgruppe. Die Jüngeren studieren häufig neben einem Minijob oder absolvieren eine Ausbildung, die Älteren beziehen oft bereits eine Rente. Von diesen ausschließlich geringfügig Beschäftigten im üblichen Erwerbsalter zahlen dem Bericht zufolge rund 1,2 Millionen oder mehr als die Hälfte keine Rentenbeiträge. Ohne einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente bleibt im Alter nur die soziale Grundsicherung.

8.15 Uhr: Facebook will afghanische Nutzer vor Taliban schützen

Facebook will afghanische Nutzer nach der Machtübernahme der Taliban online durch neue Sicherheitsmaßnahmen schützen. "Wir arbeiten eng mit unseren Partnern in der Industrie, der Zivilgesellschaft und der Regierung zusammen, um jede erdenkliche Unterstützung zum Schutz der Menschen zu leisten", schrieb der für die Sicherheitsstrategie zuständige Nathaniel Gleicher auf Twitter. Auch Nutzer des zu Facebook gehörenden Dienstes Instagram in Afghanistan sollen Informationen zum Schutz ihrer Konten erhalten. Es sei in Afghanistan vorübergehend nicht mehr möglich, die Freundeslisten anderer Nutzer zu durchsuchen. So will das Unternehmen verhindern, dass die Taliban durch das Online-Netzwerk Menschen ins Visier nehmen können. Auch könnten Nutzerinnen und Nutzer die Sichtbarkeit von Beiträgen auf Menschen beschränken, die sie kennen.

Auch Taliban-Konten beim Onlinedienst Whatsapp wurden offenbar gesperrt. So war der Sprecher der Islamisten, Sabihullah Mudschahid, dort nicht mehr erreichbar. Die "Financial Times" berichtete zudem, dass ein Taliban-Konto, bei dem Afghanen Plünderungen anzeigen konnten, gesperrt wurde.

7.59 Uhr: Ölpreise stabilisieren sich nach Talfahrt

Die Ölpreise haben sich nach der jüngsten Talfahrt stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 66,60 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 40 Cent auf 64,09 Dollar. Bis gestern hatten Corona-Sorgen und eine Dollar-Stärke die Rohstoffpreise allgemein stark belastet und auch die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Auf Wochensicht ging es mit dem Preis für Rohöl aus der Nordsee um mehr als vier Prozent nach unten. Die Notierung für US-Öl brach seit Montag über fünf Prozent ein.

5.48 Uhr: Tesla zeigt Model Y in Deutschland

Tesla hat seinen neuen Kompakt-SUV kurz vor Beginn der Auslieferungen erstmals in Deutschland gezeigt. Das Fahrzeug, das gestern Abend in Berlin präsentiert wurde, kam aus Shanghai. Bis die Produktion im Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin anläuft, sollen der deutsche und der europäische Markt mit Model-Y-Wagen aus China versorgt werden. Tesla wollte ursprünglich im Juli mit der Produktion des Model Y in Grünheide in Berlin beginnen, doch die Fertigstellung des ersten europäischen Werks dauert nach Verzögerungen im Genehmigungsverfahren länger.

Der Mini-SUV ist eine etwas größere Version von Teslas erstem Massenmarkt-Wagen Model 3. Im zweiten Quartal lieferte die Firma gut 199.000 Fahrzeuge der Modelle 3 und Y aus, sie sind die Basis für Teslas Vorstoß in den Massenmarkt. Deutschland gehört zu den Märkten, in denen die SUV-Kategorie besonders populär ist und Tesla will mit dem Model Y davon profitieren.

5.01 Uhr: Gut 400 Jahre alt: Gewaltige Koralle im Great Barrier Reef entdeckt

Eine mehr als zehn Meter breite Koralle haben Forschende im Great Barrier Reef vor der australischen Küste entdeckt. Es handle sich um die breiteste dort bisher erfasste Koralle, berichtet das Team im Fachmagazin "Scientific Reports". Mit 5,3 Metern Höhe sei sie zudem die sechsthöchste vermessene Koralle des gesamten Riffes – und mehrere Hundert Jahre alt. Die Wissenschaftler nannten sie "Muga Dhambi", was in der Sprache der in der Gegend lebenden Manbarra-Aborigines "große Koralle" bedeutet.

Die Steinkoralle nahe der Insel Orpheus Island zählt zur Gruppe Porites, 30 Prozent ihrer Oberfläche sind mit Schwämmen und Algen bedeckt, wie die Gruppe um Adam Smith von der James Cook University in Douglas berichtet. Das Wachstum von Porites-Korallen hängt im Wesentlichen von der durchschnittlichen Meeresoberflächentemperatur ab. In Abstimmung mit dem Australian Institute of Marine Science (AIMS) berechneten die Forscher bei "Muga Dhambi" ein jährliches Höhenwachstum von 1,21 Zentimetern. Bei der Höhe von 5,3 Metern ergab sich damit ein Alter von 438 Jahren.

4.13 Uhr: RKI registriert 9280 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt sie bei 48,8 – am Vortag hatte der Wert 44,2 betragen, vor einer Woche 30,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 9280 Corona-Neuinfektionen, vor einer Woche waren es 5578. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 19. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.853.055 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.693.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.956.

4.02 Uhr: Merkel trifft heute in Moskau Russlands Präsidenten Putin

Inmitten angespannter Beziehungen zwischen Deutschland und Russland reist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute nach Moskau. Nach einer Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten in der russischen Hauptstadt wird Merkel gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) vom russischen Präsidenten Wladimir Putin begrüßt. Eine gemeinsame Pressekonferenz von Merkel und Putin soll um 16 Uhr (Ortszeit) stattfinden. 

Es ist Merkels 20. Besuch in Russland als Bundeskanzlerin und voraussichtlich ihr letzter. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Putin sollen nach Angaben der Bundesregierung die bilateralen Beziehungen, die Bekämpfung der Corona-Pandemie sowie aktuelle internationale Fragen wie die Lage in Afghanistan und die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zur friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts stehen. Zur Sprache kommen dürfte darüber hinaus der Fall des inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny, dessen Vergiftung in Russland sich am Freitag zum ersten Mal jährt.

2.37 Uhr: Scholz lehnt höheres Renteneintrittsalter ab

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat einem höheren Renteneintrittsalter eine Absage erteilt. "Ich bin für ein stabiles Rentenniveau und will das Renteneintrittsalter nicht antasten", sagte Scholz der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Zuvor hatten unter anderem Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf und Jochen Pimpertz vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ins Gespräch gebracht und dies mit einem sonst drohenden Finanzierungsproblem der Rentenkasse begründet. 

Scholz will der stark steigenden Zahl von Rentenbeziehern in den nächsten Jahren anders begegnen: "Auch junge Leute sollen sich auf ein stabiles Rentenniveau verlassen können. Wir brauchen dafür ein hohes Beschäftigungsniveau und müssen unter anderem die Berufstätigkeit von Frauen fördern", sagte er. "Und wir brauchen einen Mindestlohn von 12 Euro. Dann sind auch die Renten höher." 

0.47 Uhr: Mann ergibt sich nach Bombendrohung am US-Kapitol der Polizei

Ein Mann hat die Polizei in der Nähe des US-Kapitols in Washington über Stunden hinweg mit einer Bombendrohung in Atem gehalten und sich dann den Sicherheitskräften ergeben. Der 49-Jährige sei ohne Gegenwehr festgenommen worden, sagte der Chef der Kapitol-Polizei, Tom Manger in Washington. Eine Bombe wurde in dem Fahrzeug nicht gefunden, wie die Polizei mitteilte. Es sei aber mögliches Material für den Bau von Bomben sichergestellt worden. Das Motiv des Mannes blieb zunächst unklar.

0.15 Uhr: Angeblich mehr als 100 Tote bei Kämpfen in Burkina Faso

Bei den Kämpfen mit Bewaffneten im westafrikanischen Burkina Faso sind nahe der Grenze zu Mali möglicherweise mehr als 100 Menschen getötet worden. Die Gendarmerie von Burkina Faso teilte über Facebook mit, die Sicherheitskräfte hätten in der Nähe der nördlichen Stadt Arbinda am Mittwoch mehr als 80 Terroristen getötet und mehr als 400 in die Flucht geschlagen. Außerdem seien große Mengen Waffen, Motorräder und Material erbeutet worden. Zu beklagen sei der Verlust von 15 "Waffenbrüdern" sowie von Zivilisten, die in einen Hinterhalt geraten seien. Tags zuvor hatte die staatliche Nachrichtenagentur Agence d'Information du Burkina (AIB) gemeldet, bei einem Terroranschlag nahe Arbinda seien mindestens 30 Zivilisten, 14 Sicherheitskräfte und drei regierungstreue Milizionäre umgekommen und 16 Terroristen getötet worden.

Burkina Faso liegt in der Sahelzone, einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Dort sind bewaffnete Gruppen aktiv, von denen einige dem Islamischen Staat oder Al-Kaida die Treue geschworen haben. Burkina Faso blieb lange von Angriffen verschont, doch stieg ihre Anzahl seit 2015 deutlich.

0.01 Uhr: Spahn erwägt Angebot für Auffrischimpfung an alle

Gesundheitsminister Jens Spahn erwägt, allen Bürgern eine Corona-Auffrischimpfung anzubieten. Die Länder starteten jetzt schrittweise mit den sogenannten Booster-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zudem könnten sich diejenigen noch einmal impfen lassen, die bislang nur Vektorimpfstoffe bekommen hätten. "In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten", sagte der Minister.

"Eine Booster-Impfung ist von den Zulassungen gedeckt, sie verstärkt und verlängert den Impfschutz", erklärte er. Auch Impfstoff sei ausreichend vorhanden.

mad / fs DPA AFP

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