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News von heute Telegram verzeichnet enormen Zulauf: 25 Millionen neue Nutzer binnen 72 Stunden

Logo des Messengerdienstes Telegram auf einem Smartphone
Verzeichnet einen enormen Zulauf von Nutzern: Messengerdienst Telegram
© Sergei Konkow / Tass / DPA
Kasino-Mogul Sheldon Adelsohn gestorben +++ "Corona-Diktatur" und "Rückführungspatenschaften" sind Unwörter des Jahres 2020 +++ Twitter löscht mehr als 70.000 Konten der QAnon-Bewegung +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Telegram registriert 25 Millionen neue Nutzer binnen 72 Stunden

Der Messengerdienst Telegram hat binnen 72 Stunden rund 25 Millionen neue Nutzer dazugewonnen. Wie der russische App-Gründer Pawel Durow mitteilte, verzeichnet die Plattform derzeit rund 500 Millionen monatlich aktive Nutzer. Damit rückt Telegram näher an seinen US-Konkurrenten WhatsApp heran.

Der Anstieg an Telegram-Downloads erfolgte kurz nach der Einführung von neuen Datenschutzbedingungen bei WhatsApp. Die neuen Regelungen sehen vor, dass mehr Daten an den Mutterkonzern Facebook weitergegeben werden dürfen. Die Änderungen haben für Kritik gesorgt, weil Nutzer außerhalb Europas, die den Bedingungen nicht vor dem 8. Februar zustimmen, von der App ausgeschlossen werden.

"Die Menschen wollen ihre Privatsphäre nicht mehr für kostenlose Dienste hergeben", sagte Durow, ohne sich konkret auf WhatsApp zu beziehen. Telegram sei der "größte Zufluchtsort" für diejenigen, die eine private und sichere Kommunikationsplattform suchen, fügte er hinzu. Durow versicherte den Nutzern, dass sein Team "diese Verantwortung sehr ernst nimmt".

Die Messaging-App wurde im Jahr 2013 von den Brüdern Pavel und Nikolai Durow gegründet, die auch das russische Online-Netzwerk VKontakte ins Leben gerufen haben. Weil Telegram sich weigert, mit Behörden zu kooperieren und Verschlüsselungen weiterzugeben, ist die App unter anderem in Russland verboten. 

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Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 22.30 Uhr: Telegram registriert 25 Millionen neue Nutzer binnen 72 Stunden +++

Der Messengerdienst Telegram hat binnen 72 Stunden rund 25 Millionen neue Nutzer dazugewonnen. Wie der russische App-Gründer Pawel Durow mitteilte, verzeichnet die Plattform derzeit rund 500 Millionen monatlich aktive Nutzer. Damit rückt Telegram näher an seinen US-Konkurrenten WhatsApp heran. Der Anstieg an Telegram-Downloads erfolgte kurz nach der Einführung von neuen Datenschutzbedingungen bei WhatsApp. Die neuen Regelungen sehen vor, dass mehr Daten an den Mutterkonzern Facebook weitergegeben werden dürfen. Die Änderungen haben für Kritik gesorgt, weil Nutzer außerhalb Europas, die den Bedingungen nicht vor dem 8. Februar zustimmen, von der App ausgeschlossen werden.

+++ 17.44 Uhr: Russlands Strafvollzug will Nawalny ins Gefängnis bringen +++

Russlands Strafvollzug will den Kremlkritiker Alexej Nawalny wegen nicht erfüllter Bewährungsauflage im Gefängnis sehen. Einen entsprechenden Antrag stellte die Strafvollzugsbehörde bei einem Moskauer Gericht, den Nawalny am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte. Kremlchef Wladimir Putin sei so wütend, "weil ich die Vergiftung überlebt habe, dass er der Strafvollzugsbehörde befohlen hat, eine Bewährungsstrafe in eine echte umzuwandeln", schrieb der Oppositionelle und wies darauf hin, dass seine Bewährungsstrafe bereits am 30. Dezember geendet habe.

Die Behörde hatte Nawalny kurz vor dem Jahreswechsel schriftlich aufgefordert, Auflagen einer früheren Strafe zu erfüllen und sich bei den russischen Behörden zu melden. Ansonsten drohe eine Inhaftierung. In dem Fall geht es um eine Verurteilung aus dem Jahr 2014.

+++ 16.47 Uhr: Daimler ruft neue S-Klasse wegen möglichen Sicherheitsrisikos zurück +++

Der Autobauer Daimler muss die ersten Exemplare der neuen Mercedes-S-Klasse wegen eines möglichen Sicherheitsrisikos zurückrufen. Betroffen seien weltweit etwa 1400 Fahrzeuge, die schon in der Hand der Kunden seien, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte der "Business Insider" darüber berichtet. Es bestehe die Möglichkeit, dass an der Lenkung nicht passende innere Spurstangen eingebaut wurden, deren Verschraubung den Belastungen auf Dauer nicht standhalten könnte. Die Fahrzeuge sollen nun überprüft und die Spurstangen gegebenenfalls ausgetauscht werden. Daimler hatte sein neues Flaggschiff erst vergangenen September vorgestellt.

+++ 16.41 Uhr: Friseur-Verband kritisiert frischfrisierte Profifußballer +++

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat in einem offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund seinen Unmut über frischfrisierte Fußballprofis geäußert. Wie die "Bild"-Zeitung zunächst berichtete, heißt es in dem an DFB-Präsident Fritz Keller gerichteten Schreiben: "Mit großer Verwunderung mussten wir daher an den vergangenen Spieltagen feststellen, dass ein Großteil der Fußballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte: Einrasierte Scheitel, auf wenige Millimeter getrimmtes Nacken- und Schläfenhaar, saubere Konturen. Frisuren, die nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können."

Damit sei eine ganze Branche unter Druck gesetzt geworden. "Viele Friseurbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, Beschäftigte und Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen derzeit mit Kurzarbeitergeld oder ganz ohne Einkommen zurechtkommen. Der Unmut gegenüber topgestylten Fußballern, und in der Folge Kundenanrufen, die zu Schwarzarbeit und Regelverstößen wie Hausbesuchen überreden wollen, wächst", heißt es weiter in dem offenen Brief. Es sei ein großes Privileg, dass der Profifußball während einer Pandemie weiter stattfinden dürfe. "Wir appellieren daher an Sie und den DFB: Zeigen Sie in Zeiten wie diesen Solidarität und setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen Schwarzarbeit. Lassen Sie uns den Weg der Pandemiebekämpfung gemeinsam gehen."

+++ 16.17 Uhr: Beamtin aus Berlin leitet EU-Polizeimission in Niger +++

Eine Berliner Polizistin wird Chefin der EU-Polizeimission in Niger. Antje Pittelkau übernimmt als erste deutschen Polizistin die Leitung einer internationalen Polizeimission, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Laut Mitteilung hat der Rat der Europäischen Union die Leitende Polizeidirektorin mit Wirkung zum 16. Januar zur Chefin der European Union Capacity Building Mission in Niger (EUCAP Sahel Niger) ernannt.

+++ 15.56 Uhr: Wegen Morddrohungen: Schule in Frankreich mehrtägig geschlossen +++

Wegen Morddrohungen gegen Lehrkräfte ist ein Gymnasium in Frankreich den zweiten Tag in Folge geschlossen. Zwischenzeitlich befanden sich drei 15-Jährige in Polizeigewahrsam, wie der zuständige Staatsanwalt von Clermont-Ferrand auf Anfrage schrieb. Einen terroristischen Hintergrund der Drohungen an der Schule in Riom gibt es ihm zufolge auf den ersten Blick nicht. Vielmehr stecke der Wunsch dahinter, Angst zu machen und den Schulbetrieb zu stören. Laut der französischen Nachrichtenagentur AFP lernen etwa 1000 Schülerinnen und Schüler an dem seit Montag geschlossenen Gymnasium im Zentrum Frankreichs.

+++ 15.09 Uhr: Kasino-Mogul und Trump-Unterstützer Sheldon Adelson gestorben +++

Der US-Multimilliardär Sheldon Adelson ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Kasino-Mogul und schwerreiche Parteispender erlag einer Mitteilung seiner Ehefrau Miriam zufolge Komplikationen einer langwierigen Krankheit. Einem Statement seines Unternehmens Las Vegas Sands nach litt Adelson schon länger an einer Form von Lymphdrüsenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom).

Adelson prägte die US-Glückspielbranche über Jahrzehnte mit dem Kasinokonzern Sands und machte sich einen Namen als wichtiger Geldgeber der republikanischen Partei, der auch in großem Stil an US-Präsident Donald Trump spendete. Adelson galt auch als enger Freund von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. "Forbes" schätzte sein Vermögen zuletzt auf rund 35 Milliarden Dollar.

+++ 14.56 Uhr: Erdogan will Krise in Beziehungen mit EU beenden +++

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan strebt eine Verbesserung des unter anderem wegen des Gasstreits im östlichen Mittelmeer in eine Krise geratenen Verhältnisses zur Europäischen Union an. "Wir sind bereit, unsere Beziehungen wieder in die Spur zu bringen", sagte Erdogan bei einer Rede vor EU-Diplomaten in Ankara. "Wir hoffen, dass unsere europäischen Freunde den gleichen Willen zeigen werden." Erdogan forderte eine "langfristige Vision, weit entfernt von Vorurteilen und Furcht".     

Die Beziehungen der EU mit der Türkei waren zuletzt in eine schwere Krise geraten. Grund dafür sind neben Kritik der EU an der Menschenrechtslage in der Türkei und dem militärischen Vorgehen der Türkei in Syrien, Libyen und in Berg-Karabach auch der Streit um die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer zwischen der Türkei und Griechenland. 

+++ 14.42 Uhr: Paris plant Umgestaltung seiner Prachtstraße Champs-Élysées +++

Die Pariser Prachtstraße Champs-Élysées soll künftig in neuem Glanz erstrahlen. Ein entsprechendes Projekt will die Stadt in der kommenden Woche vorstellen, wie es aus dem Pariser Rathaus hieß. Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte am Wochenende in der Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche" einen "außergewöhnlichen Garten" für die Champs-Élysées angekündigt. Bereits bis zu den Olympischen Spielen in Paris 2024 soll demnach die Place de la Concorde zwischen dem Ende der Avenue und dem Gelände vor dem weltberühmten Louvre-Museum neugestaltet werden. 

Das Komitee Champs-Élysées begrüßte die Ankündigung der Bürgermeisterin. Der Zusammenschluss aus Gewerbetreibenden und Künstlern hatte Ideen zur Neugestaltung der Champs-Élysées entwickelt. So sollen einige Fahrbahnen in Fußwege verwandelt und mehr Grünflächen geschaffen werden. 

+++ 12.57 Uhr: Klimaaktivisten demonstrieren vor SPD-Zentrale gegen Nord Stream 2 +++

Klimaaktivisten von "Fridays for Future" und "Ende Gelände" haben am Dienstag vor der SPD-Zentrale in Berlin gegen den Weiterbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 protestiert. Die Gruppen lehnen eine Stiftung ab, mit der das Land Mecklenburg-Vorpommern die Fertigstellung der Ostsee-Gaspipeline unterstützen will. Auf zwei Plakaten war zu lesen: "Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge" und "Pipeline in die Krise? Nicht mit uns!". Weitere Proteste waren auch vor der Schweriner Staatskanzlei sowie in Lubmin bei Greifswald angekündigt, wo die unter Wasser verlegte und zum größten Teil fertige Pipeline auf das Festland kommt.

+++ 12.31 Uhr: Schwedische Post würdigt Greta Thunberg mit Briefmarke +++

Klimaaktivistin Greta Thunberg ist jetzt auch auf einer schwedischen Briefmarke zu sehen. Das teilte das staatliche Logistikunternehmen Postnord mit. Die junge Schwedin wird auf der Briefmarke mit wehendem Zopf und gelbem Regenmantel dargestellt, wie sie an einer Klippe steht und Schwalben in der Luft beobachtet. In den Verkauf kommt die von Henning Trollbäck illustrierte Marke demnach am Donnerstag. Sie ist Teil eines Sets namens "Wertvolle Natur", das sich mit der Umwelt und den Zielen des schwedischen Parlaments auseinandersetzt, die einzigartige Natur des Landes für künftige Generationen zu erhalten. 

+++ 11:52 Uhr: Fast 1600 minderjährige Flüchtlinge bundesweit vermisst +++

Bei den deutschen Behörden sind aktuell fast 1600 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als vermisst gemeldet. Es handele sich Stand 4. Januar um 972 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sowie 607 Kinder bis 13 Jahre, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA). In den meisten Fällen sind die Gründe für das Verschwinden demnach aber harmlos.

"Vielfach entfernen sich die Kinder nicht planlos, sondern wollen ihre Eltern, Verwandten oder Bekannten in anderen deutschen Städten oder gar im europäischen Ausland aufsuchen", zitierte die Zeitung das BKA. Zudem würden Betroffene häufig mehrfach registriert, wenn sie ohne Pass unterwegs seien oder es verschiedene Schreibweisen gebe.

+++ 11.17 Uhr: EU-Anti-Betrugsbehörde ermittelt gegen EU-Grenzschutzagentur Frontex +++

Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf ermittelt gegen die EU-Grenzschutzagentur Frontex. "Olaf kann bestätigen, dass es eine Ermittlung in Bezug auf Frontex eingeleitet hat", hieß es auf Anfrage. Ein Frontex-Sprecher bestätigte die Ermittlungen zwar nicht ausdrücklich, betonte jedoch, man kooperiere vollständig mit Olaf.

Zu den Hintergründen der Ermittlungen äußerten sich beide Seiten nicht. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, könne man keine weiteren Details nennen, hieß es von Olaf. Das Magazin "Politico" schrieb unter Berufung auf EU-Beamte von "Vorwürfen von Belästigung, Fehlverhalten und Migranten-Pushbacks". Auch der "Spiegel" hatte berichtet.

Frontex mit Sitz in Warschau war in den vergangenen Monaten mehrfach durch Medienberichte unter Druck geraten, wonach die Behörde an illegalen Zurückweisungen von Migranten in der Ägäis beteiligt gewesen sein soll. Behördenchef Fabrice Leggeri wies diese Vorwürfe stets zurück. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson forderte mehrfach Aufklärung. Derzeit untersucht eine interne Arbeitsgruppe die Vorwürfe.

+++ 11.00 Uhr: Schneegestöber in Nordeuropa - Viele Schweden und Finnen ohne Strom +++

Schneechaos, heftiger Wind und heranziehende Eiseskälte haben in Teilen Skandinaviens Stromausfälle, Verkehrsbehinderungen und weitere Probleme verursacht. Knapp 5000 Haushalte in der schwedischen Provinz Västernorrland hatten vorübergehend keinen Strom, wie der Rundfunksender SVT berichtete. Auch aus dem benachbarten Jämtland wurden demnach Hunderte Stromausfälle sowie mancherorts eine erhöhte Lawinengefahr aufgrund der großen Schneemengen gemeldet. Die Wetterbehörde SMHI warnte vor weiterhin kräftigem Schneefall in verschiedenen Landesteilen, vielerorts galten Wetterwarnungen.

Auch über weiten Teilen Finnlands lag eine dicke Schicht Schnee. Ein Schneesturm führte nach Angaben des Rundfunksenders Yle im Süden des nördlichsten EU-Landes dazu, dass viele Autofahrer von der Straße abkamen. Tausende Haushalte vor allem an der West- und Südwestküste waren demnach auch hier zeitweise ohne Strom. Die Polizei in Helsinki rief die Finnen in der Hauptstadtregion dazu auf, zu Hause zu bleiben und von dort aus zu arbeiten.

+++ 10.56 Uhr: Flugschreiber von Unglücksmaschine vor Java geborgen +++

Taucher haben nach tagelangen Arbeiten auf dem Meeresgrund vor der Insel Java einen der Flugschreiber der verunglückten indonesischen Passagiermaschine geborgen. Es sei zunächst nicht klar, ob es sich um den Flugdatenschreiber oder den Stimmenrekorder aus dem Cockpit handelte, berichtete der lokale Fernsehsender Kompas TV unter Berufung auf die Such- und Rettungsagentur. Die Black Box war bereits am Sonntag geortet worden, nachdem die Einsatzkräfte Signale empfangen hatten.

Jedoch lagen die Geräte offenbar unter zahlreichen Trümmern, sodass sich die Bergungsarbeiten in den vergangenen Tagen schwierig gestalteten. Flugschreiber können dabei helfen, dank der aufgezeichneten Daten den Hergang eines Flugzeugunglücks zu klären.

+++ 10.11 Uhr: Weltgrößter illegaler Marktplatz im Darknet vom Netz genommen +++

Ermittler aus Koblenz und Oldenburg haben den "vermutlich größten illegalen Marktplatz im Darknet" namens DarkMarket vom Netz genommen. Der mutmaßliche Betreiber wurde festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mitteilte. Zudem seien mehr als 20 Server in Moldau und der Ukraine beschlagnahmt worden.

+++ 9.38 Uhr: Acht Tote nach Brand in Wohnhaus in Russland +++

Acht Menschen sind bei einem Brand in einem Wohnhaus in der russischen Millionenstadt Jekaterinburg ums Leben gekommen. Wie die Behörden in der Metropole am Uralgebirge mitteilten, brach das Feuer in der Nacht zum Dienstag in einer Wohnung des neungeschossigen Gebäudes aus. Unter den Toten war demnach auch ein sieben Jahre altes Kind. Neun Menschen seien verletzt worden, hieß es. "Leider ist es zu der Tragödie wegen eines unsachgemäßen Umgangs mit Feuer in einer der Wohnungen gekommen", sagte Interimsbürgermeister Alexej Orlow. 

Auf Bildern waren rauchgeschwärzte Treppengänge zu sehen. In einer Wohnung starben Medien zufolge eine Mutter und ihre siebenjährige Tochter. In einer anderen Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, lebte Behörden zufolge eine Familie in ärmlichen Verhältnissen. Medien zufolge war dort schon länger der Strom abgestellt, weshalb die Bewohner Kerzen anzündeten – vier Menschen starben in der Wohnung.

+++ 9.33 Uhr: Massenschlägerei zwischen Migranten in zyprischem Camp – 35 Verletzte +++

Bei einer Schlägerei zwischen rund 600 Menschen verschiedener Nationalitäten seien in der Nacht zum Dienstag mindestens 35 Migranten verletzt worden. 24 von ihnen mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Die Ausschreitungen ereigneten sich im überfüllten Lager von Pournara im Westen der Inselhauptstadt Nikosia, berichteten der staatliche Rundfunk und mehrere zyprische Nachrichtenportale unter Berufung auf die Polizei. Die Sicherheitsbehörden suchen nach den Ursachen der Massenschlägerei, hieß es. Fast täglich kommen in Booten aus der Türkei und dem Nahen Osten Migranten auf Zypern und damit auch in der EU an. "Wir können keine Menschen mehr aufnehmen", sagte im Staatsradio (RIK3) der zyprische Innenminister Nikos Nouris. Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades hat sich wiederholt besorgt über die Lage auf der Mittelmeerinsel geäußert und Hilfe bei der EU beantragt. Mehr als 3,5 Prozent der Bevölkerung seien mittlerweile Migranten, sagt er.

+++ 9.01 Uhr: Kanadierin führt während Ausgangssperre Mann an der Leine aus +++

Mit einer unkonventionellen Lösung wollte eine Kanadierin die Corona-bedingte Ausgangssperre in der Provinz Québec umgehen - und hat sich damit ein Bußgeld eingehandelt. Die Frau sei nach Beginn der Ausgangssperre um 20 Uhr im Freien gewesen und habe einen Mann an einer Leine geführt, teilte die Polizei mit. Auf ihren Verstoß gegen die Ausgangssperre angesprochen, habe die Frau mit ernster Miene erwidert, sie gehe Gassi "mit ihrem Hund". Die Beamten hätten den Eindruck gehabt, dass die Frau sie "auf die Probe stellen" wolle, sagte Polizeisprecherin Isabelle Gendron. Die Spaziergängerin müsse nun ein Bußgeld in Höhe von umgerechnet 967 Euro zahlen.

+++ 8.58 Uhr: US-Gericht setzt Hinrichtung von verurteilter Mörderin vorerst aus +++

In den USA hat ein Gericht die Vollstreckung des ersten Todesurteils gegen eine Frau seit 70 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die wegen eines grausamen Mordes an einer Schwangeren zum Tode verurteilte 52-jährige Lisa Montgomery werde nicht wie vorgesehen am Dienstag hingerichtet, erklärte ein Gericht im Bundesstaat Indiana. Richter James Hanlon begründete den Aufschub mit dem schlechten psychischen Zustand der in Indiana inhaftierten 52-Jährigen. Laut Hanlon sei die mit einem beschädigten Gehirn geborene Montgomery derzeit mental "weit von der Realität entfernt" befindet. Dies mache eine Hinrichtung unmöglich, da Täter den Grund für ein Todesurteil begreifen können müssten. Das Gericht will rasch über das weitere Vorgehen beraten.

+++ 8.41 Uhr: Baumhaus im Hambacher Forst ausgebrannt - ein Mann schwer verletzt +++

Bei einem Brand in einem Baumhaus im Hambacher Forst ist ein Mann schwer verletzt worden. Er wurde mit Verbrennungen in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei mitteilte. Details zur Brandursache und zur Identität des Verletzten waren zunächst nicht bekannt. Der Mann habe keine Ausweispapiere bei sich gehabt und sei aufgrund seiner Verletzungen noch nicht vernehmungsfähig gewesen, sagte ein Sprecher. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. "Barrikaden auf den Wegen behindern die Löscharbeiten stark", sagte ein Polizeisprecher. Außerdem befand sich das Baumhaus in einer Höhe von etwa vier Metern.

+++ 8.31 Uhr: 22 Minenarbeiter in China sitzen nach Explosion in Bergwerk fest +++

Nach einer Explosion in einer Goldmine im Osten Chinas sitzen 22 Bergarbeiter in der Tiefe fest. Durch die Detonation in der außerhalb der Stadt Qixia in der Provinz Shandong gelegenen Mine seien eine an die Oberfläche führende Leiter sowie ein Kommunikationssystem schwer beschädigt worden, teilten die Behörden mit. Der Kontakt zu den Arbeitern sei deshalb abgebrochen. Erst im Dezember waren in der südwestchinesischen Metropole Chongqing nach einem Gasleck in einem Bergwerk 23 Minenarbeiter ums Leben gekommen.

+++ 8.18 Uhr: NHL-Saison wird zwei Freiluftspiele am Lake Tahoe beinhalten +++

Die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL wird in der am Mittwoch startenden Saison nun doch Freiluftspiele abhalten. Im Februar wird es zwei Spiele auf dem Edgewood Golf Course am Südufer des Lake Tahoe an der Grenze von Nevada und Kalifornien geben wird, gab die Liga bekannt. Dabei werden am 20. Februar die Colorado Avalanche mit dem deutschen Torhüter Philipp Grubauer auf die Vegas Golden Knights treffen, am Tag darauf die Boston Bruins auf die Philadelphia Flyers. Beide Spiele werden ohne Zuschauer stattfinden.

+++ 8.08 Uhr: Bevölkerung in Deutschland bleibt bei 83,2 Millionen Menschen +++

Ende 2020 haben in Deutschland nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes 83,2 Millionen Menschen gelebt. Aufgrund einer geringeren Zuwanderung und einer gestiegenen Sterbefallzahl bei voraussichtlich etwas weniger Geburten als im Vorjahr hat die Bevölkerungszahl damit erstmals seit 2011 nicht zugenommen. Die Zahl der Geburten dürfte 2020 gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen haben und die Zahl der Sterbefälle spürbar gestiegen sein. Die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen liegt bei rund 205.000. Im Jahr 2019 hatte sie 161.430.

+++ 7.58 Uhr: Riesige Bergungsaktion nach Flugzeugabsturz vor Java +++

Drei Tage nach der Flugzeugtragödie vor Java mit wahrscheinlich 62 Toten suchen die indonesischen Einsatzkräfte weiter unermüdlich nach menschlichen Überresten, Trümmern und Hinweisen auf die Unglücksursache. Mehr als 3600 Menschen waren im Absturzgebiet im Einsatz. Neben Dutzenden Schiffen, Booten und Hubschraubern sei auch ein Schiff mit Sonartechnik zur Unterwasserortung entsandt worden, sagte der Einsatzleiter der Nationalen Such- und Rettungsagentur. Nach Angaben des Leiters des Nationalen Komitees für Verkehrssicherheit, Soerijanto Tjahjono, war die Maschine beim Aufprall auf das Meer zerschellt. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sie in der Luft explodiert sei. Fundstücke deuteten darauf hin, dass die Triebwerke zum Zeitpunkt des Aufpralls mit hoher Leistung gearbeitet hätten.

+++ 7.35 Uhr: Venezuela wirft Guyana im Grenzstreit Provokation vor +++

Im Grenzkonflikt mit Guyana um die rohstoffreiche Region Esequibo hat Venezuela gemeinsame Militärübungen des Nachbarlandes und der Vereinigten Staaten kritisiert. Venezuela beansprucht die Region Esequibo seit mehr als 100 Jahren. Zuletzt war der Konflikt wieder aufgeflammt, auch weil der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen (IGH) in Den Haag sich für den Grenzstreit zwischen Guyana und Venezuela für zuständig erklärt hatte. Der Konflikt verschärfte sich in den vergangenen Jahren, nachdem Guyana, eines der ärmsten Länder Südamerikas und eine der am schnellsten wachsenden Ökonomien der Welt, dem US-Ölkonzern Exxon Mobil 2015 Förderlizenzen in dem Gebiet erteilt hatte. Der Export lief 2020 an. Sollte Venezuela sich durchsetzen, würde das Nachbarland Guyana über die Hälfte seines Staatsgebiets verlieren.

+++ 6.04 Uhr: Geburtenrekord bei Helgoländer Kegelrobben +++

Neuer Höchststand bei den Kegelrobbengeburten auf Helgoland. In der Wurfsaison 2020/21 sind bis zum 6. Januar 652 Jungtiere geboren worden, teilte der Verein Jordsand mit, der den Kegelrobbenbestand gemeinsam mit der Gemeinde betreut. Das sind 119 Geburten mehr als im Vorjahr, wo 531 Geburten gezählt wurden. Der Rekord des vergangenen Winters wurde demnach bereits am 8. Dezember 2020 gebrochen. Seit der ersten erfassten Kegelrobbengeburt auf der Helgoländer Düne im Winter 1996/97 stieg die Geburtenzahl jährlich. Eine Besonderheit in der diesjährigen Saison war die erste Kegelrobbengeburt auf der Hauptinsel. Um die Tiere vor Störungen und Menschen vor Verletzungen durch wachsame Muttertiere oder Bullen zu schützen, wurden die Strände temporär geschlossen. 

+++ 4.47 Uhr: Experten erklären Emirates erneut zur sichersten Fluglinie der Welt +++

Die Golf-Airline Emirates hat laut Experten im Ausnahmejahr 2020 ihren Titel als sicherste Fluggesellschaft der Welt verteidigt. Mit einem Risiko-Index von 94,75 Prozent liegt sie erneut nur knapp vor einer weiteren Golf-Airline, der Etihad Airways (94,73 Prozent). Das ergab das jährliche Sicherheitsranking des Hamburger Flugsicherheitsbüros JACDEC in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtmagazin "Aero International", das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die spanische Air Europa (Platz 4) sowie die Finnair (5) verteidigten ebenfalls ihre Positionen, vor den beiden niederländischen Gesellschaften KLM (6) und Transavia (7). 

Bei den Fluglinien aus dem deutschsprachigen Raum reichte es erneut nur für einen Platz im Mittelfeld. Als sicherste deutsche Airline liegt Eurowings mit einem Risiko-Index von 90,10 Prozent auf Rang 28. Die Lufthansa, die nach einem Unfall am Boden mit Totalschaden 2019 von Platz 21 auf Rang 56 rutschte, liegt nun auf Platz 57. 

+++ 4.09 Uhr: Twitter löscht mehr als 70.00 Konten der QAnon-Bewegung +++

Twitter hat mehr als 70.000 Konten der auf Verschwörungstheorien spezialisierten QAnon-Bewegung gelöscht, die den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump unterstützt. Als Konsequenz aus den Ausschreitungen in Washington durch Trump-Anhänger seien diese Konten dauerhaft entfernt worden, teilte der Onlinedienst am Montag mit. In vielen Fällen seien mehrere der Konten mit QAnon-Inhalten auf einen einzigen Urheber zurückzuführen gewesen. Das persönliche Konto Trumps hatte Twitter bereits am Wochenende dauerhaft gesperrt. Anhänger des abgewählten Präsidenten hatten am Mittwoch den Sitz des US-Kongresses gestürmt und dort stundenlang für Gewalt und Chaos gesorgt. Die Anhänger der QAnon-Bewegung behaupten, dass sich Trump sich in einem geheimen Krieg gegen einen globalen linksliberalen Kult pädophiler Satanisten befinde. 

+++ 3.58 Uhr: Schneefälle haben Japan weiter im Griff – mehr als ein Dutzend Tote +++

Japan wird von massiven Schneefällen in Atem gehalten – und die Zahl der Todesopfer steigt weiter. Die nationale Meteorologische Behörde warnte auch Bewohner in bergigen Gebieten der Region Kanto, wo auch die Hauptstadt Tokio liegt, vor Schneefällen. Über das feiertagsbedingt verlängerte Wochenende hatten sich vor allem in Regionen auf der Seite des Japan-Meeres die Schneemassen aufgetürmt. Laut örtlichen Medienberichten starben insgesamt mindestens 16 Menschen, unter anderem bei Räumarbeiten. Acht Menschen kamen allein am Montag in den Präfekturen Toyama, Niigata und Fukui ums Leben. Zahlreiche weitere wurden verletzt. Unterdessen gelang es Einsatzkräften mit Beteiligung des Militärs, mehr als 1000 zwischenzeitlich auf Autobahnen feststeckende Autos freizuräumen.

+++ 1.04 Uhr: Vereinte Nationen legen Vorrat für Ebola-Impfstoff an +++

Die Vereinten Nationen haben für einen möglichen neuen Ausbruch der gefährlichen Ebola-Seuche einen Impfstoff-Vorrat eingerichtet. An dem Projekt sind neben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem UN-Kinderhilfswerk Unicef auch die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und Ärzte ohne Grenzen (MSF), wie die Organisationen am Dienstag mitteilten. Der Vorrat lagert in der Schweiz. Damit sollen Regierungen im Falle eines Ausbruchs innerhalb von 48 Stunden Zugriff auf den Impfstoff des US-Unternehmens Merck, Sharp & Dohme haben, um die Bevölkerung zu schützen. Das Mittel ist in den USA, der EU sowie acht afrikanischen Ländern und von der WHO zugelassen. Damit wurden in Guinea und im Kongo schon mehr als 350 000 Menschen geimpft.

+++ 0.06 Uhr: Verfassungsschutzchef: Sturm aufs US-Kapitol spornt Nachahmer an +++

Nach dem Sturm radikaler Trump-Anhänger auf das Parlamentsgebäude in den USA befürchtet der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, ähnliche Aktionen auch hierzulande. Die einschlägige Szene in Deutschland aus Rechtsextremisten, Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern fühle sich nun angespornt. Aus ihrer Sicht sei es nicht nur möglich, so etwas bei uns zu probieren, sondern geradezu geboten, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). Zum Sturm auf das Kapitol in Washington mit mehreren Todesopfern sagte Kramer, dies sei "der Anfang von home-grown terrorism" (inländischen Terrorismus). Dies müsse allen eine Warnung sein, sagte er. "Das ist kein weit entferntes Phänomen, sondern damit sind wir direkt konfrontiert. Der Druck im Kessel steigt weiter."

In dem Zusammenhang warnte Kramer vor weiteren Aktionen wie am Wochenende, als Kritiker der Corona-Politik sich vor dem Privathaus des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) postierten. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass Aktionisten Politiker selbst zum Ziel nehmen", sagte er dem RND. "Es geht darum, Entscheidungsträger einzuschüchtern und zu zeigen, dass der Staat nicht in der Lage ist, seine Repräsentanten zu schützen. Wir haben einen erweiterten Kreis von Menschen, die zum Ziel werden können", sagte er weiter. 

rw / nik /kng DPA AFP

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