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News von heute Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Fünfkämpferin Schleu und Raisner

News von heute: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Fünfkämpferin Schleu und Raisner
© Marijan Murat / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

18.45 Uhr: Elf tote Migranten im Meer vor Mallorca

Im Mittelmeer südlich von Mallorca sind elf Ertrunkene entdeckt worden. Allem Anschein nach handele es sich um Migranten, die versucht hätten, in einem kleinen Boot von Nordafrika zu der Baleareninsel zu kommen, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca" unter Berufung auf die Behörden. Eine Jacht habe die Toten westlich der kleinen Baleareninsel Cabrera im Meer entdeckt und Alarm geschlagen. Die Besatzung habe drei Menschen retten können und zwei Leichen geborgen. Die Seenotrettung sollte die anderen neun Leichen bergen.

17.53 Uhr: Putin gründet Vatertag zur Wertschätzung der Erzieher in der Familie

Der russische Präsident Wladimir Putin hat für eine höhere Wertschätzung von Männern in der Familie die Gründung eines Vatertags angeordnet. Der 68-Jährige, der selbst zwei erwachsene Töchter hat, verfügte per Erlass, dass der Tag jeweils am dritten Sonntag im Oktober begangen wird, wie der Kreml mitteilte. Mit dem Tag solle die Familie als Institution gefestigt und besonders die Rolle der Männer bei der Erziehung der Kinder gewürdigt werden, hieß es.

17.30 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Fünfkämpferin Schleu und Raisner

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige des Tierschutzbundes wegen Tierquälerei gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner. "Wir haben nach Feststellung eines Anfangsverdachts Ermittlungen gegen beide aufgenommen", bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Sebastian Thiele, auf Anfrage. Die Ermittlungen würden wegen des Wohnorts der Beschuldigten in der Potsdamer Behörde geführt. Der Deutsche Tierschutzbund hatte nach Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen Strafanzeige gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner gestellt.

17.15 Uhr: Am Wochenende fast 400 Migranten an deutsch-polnischer Grenze aufgegriffen

An der deutsch-polnischen Grenze hat die Bundespolizei in den vergangenen Tagen mehrere hundert Migranten festgestellt. Allein im Grenzgebiet zwischen Brandenburg und Polen wurden seit Freitag 251 eingeschleuste Menschen aufgegriffen, wie die Bundespolizeidirektion Berlin mitteilte. Auch in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden dutzende Migranten festgestellt. Mehrere Schleuser wurden vorläufig festgenommen.

17.11 Uhr: Zeitschriftenverleger ehren Gauck, Birthler und Jahn

Zeitschriftenverleger würdigen die drei früheren Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde Joachim Gauck (Alt-Bundespräsident), Marianne Birthler und Roland Jahn mit einem Preis. Sie seien "herausragende Schützer der Demokratie", teilte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger in Berlin mit. Der Preis "Victoria für Freiheit" wird am 4. November verliehen. Am selben Tag ist auch ein Verlegerkongress geplant.

16.59 Uhr: Klage wegen Sputnik-Impfung: Linken-Politiker will vor BGH ziehen

Nach dem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Kassel, demzufolge "Sputnik-V"-Geimpfte keinen Anspruch auf ein deutsches Impfzertifikat haben, will der unterlegene Kläger in die nächste Instanz gehen. "Die Entscheidung verstößt eklatant gegen den Gleichheitsgrundsatz", sagte der ehemalige Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm der Deutschen Presse-Agentur. Er hatte sich im Mai in Moskau und im Juli in San Marino mit dem russischen Vakzin impfen lassen und beim Gesundheitsamt des Landkreises Fulda die Ausstellung eines deutschen Impfzertifikates beantragt.

Der Landkreis lehnte das mit der Begründung ab, der Impfstoff "Sputnik V" gehöre nicht zu den vom Paul-Ehrlich-Institut aufgelisteten Impfstoffen. Der VHG gab dem Landkreis am vergangenen Freitag Recht. Dehm will nach eigenen Angaben nun vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.

16.52 Uhr: Ostseepipeline Nord Stream 2 wird mit Gas befüllt

Die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 wird mit Gas befüllt. Heute habe die Befüllung des ersten Strangs begonnen, teilte die Nord Stream 2 AG. Die Erstbefüllung ist notwendig, bevor der eigentliche Gastransport starten kann.

16.46 Uhr: Polizist wegen Vergewaltigung in U-Haft - Kollege des Everard-Mörders

Wenige Tage nach dem Urteil gegen den Mörder der Londonerin Sarah Everard ist ein Kollege des Polizisten wegen Vergewaltigung angeklagt worden. Der 46-Jährige wurde in Untersuchungshaft genommen. Er arbeitete zuletzt in derselben Abteilung wie der zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder von Everard, wie Scotland Yard mitteilte. Beide waren für den Schutz des Parlaments und diplomatischer Gebäude in London zuständig. Der Fall soll sich am 4. September 2020 in der Stadt St Albans nordwestlich von London ereignet haben, als der Mann nicht im Dienst war.

16.44 Uhr: EMA gibt grünes Licht für eine Auffrischungsimpfung mit Biontech-Vakzin

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus mit dem Biontech-Impfstoff genehmigt. Eine Booster-Impfung mit dem Corona-Vakzin des Mainzer Unternehmens und seines US-Partner Pfizer komme für Menschen ab 18 Jahren in Betracht, erklärte die EMA. Die dritte Impfung soll demnach frühestens sechs Monate nach Verabreichung der zweiten Dosis erfolgen.

16.28 Uhr: Verfahren gegen Puigdemont in Italien ausgesetzt

Die italienische Justiz hat die Prüfung des europäischen Haftbefehls gegen den früheren katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont nach Angaben seines Anwalts ausgesetzt. Das Gericht in Sassari auf Sardinien wolle eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in dem Fall abwarten, sagte Puigdemonts italienischer Anwalt Agostinangelo Marras. Dabei gehe es um die Frage der Immunität Puigdemonts als EU-Abgeordneter und den von Spanien erwirkten Auslieferungsantrag.

Puigdemont, der auch EU-Abgeordneter ist, hatte am Freitag einen Eilantrag beim Europäischen Gerichtshof gestellt, ihm die parlamentarische Immunität zurückzugeben. Diese war vom Europäischen Parlament im März aufgehoben worden. Dagegen hatte Puigdemont aber Berufung eingelegt, eine abschließende Entscheidung steht noch aus.

16.22 Uhr: Russland testet Hyperschall-Rakete erstmals auf U-Boot

Russland hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal eine Hyperschall-Rakete von einem U-Boot aus abgefeuert. Der Test in der Barentssee sei erfolgreich verlaufen, teilte das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Moskau mit. Die Rakete vom Typ "Zirkon" wurde demnach von dem Atom-U-Boot "Sewerodwinsk" gestartet, das sich über Wasser befand. Unterwasserstarts seien zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Der Test erfolgte in der Nacht, wie ein Video der Armee zeigte. Vor gut einem Jahr war die Rakete erstmals von einem Schiff der Fregatte "Admiral Gorschkow" im Weißen Meer auf ein Ziel in der Barentssee abgefeuert worden.

16.19 Uhr: Französischer Astronaut Pesquet übernimmt Kommando auf ISS

Der französische Astronaut Thomas Pesquet übernimmt das Kommando auf der Internationalen Raumstation ISS. Der 43-Jährige wird damit der Chef der sechs weiteren Raumfahrer an Bord, die aus den USA, Russland und Japan stammen. Ende Oktober wird auf der ISS der deutsche Astronaut Matthias Maurer erwartet, der mit Pesquet befreundet ist, und sechs Monate im All verbringen soll. Die symbolische Schlüsselübergabe wird von der NASA live übertragen.

16.06 Uhr: Polizei erschießt Mann in Flüchtlingsheim

Polizisten haben bei einem Einsatz in einem Flüchtlingsheim in Harsefeld (Kreis Stade) einen Asylbewerber erschossen. Sie seien am späten Sonntagabend in dem Heim auf einen 40-jährigen Mann aus dem Sudan gestoßen, der mit einem Messer bewaffnet war. "Im Verlauf des weiteren Einsatzes griff der 40-Jährige die Einsatzkräfte mit dem Messer an, weshalb diese von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten und mehrere Schüsse abgaben", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Wie ein Sprecher sagte, waren Polizeikräfte am Sonntag schon vorher zweimal in die Unterkunft gerufen worden, weil dieser Mann angeblich andere bedrohte. Die Polizei habe versucht, seine Einweisung in die Psychiatrie zu erwirken. Dies habe ein Gericht aber abgelehnt. Gegen 23.30 Uhr seien die Einsatzkräfte von Anwohnern erneut alarmiert worden, weil der 40-Jährige mit einem Messer drohe.

15.50 Uhr: China testet Taiwans Luftverteidigung mit Rekordzahl von Militärjets

Mit einer Rekordzahl von Militärflugzeugen hat Chinas Volksbefreiungsarmee erneut die Luftabwehr Taiwans auf die Probe gestellt. Taiwans Verteidigungsministerium berichtete in Taipei, dass allein 52 Flugzeuge in die Identifikationszone zur Luftverteidigung (ADIZ) eingedrungen seien – so viele wie nie zuvor.

Zum chinesischen Nationalfeiertag am Freitag waren bereits zwei Tage in Folge mit jeweils 38 und 39 Flügen vorläufige Höhepunkte erreicht worden. Unter den heutigen 52 Flugzeugen waren 34 Kampfjets vom Typ J-16 und zwölf Bomber vom Typ H-6, wie das Ministerium berichtete. Als Reaktion aktivierte Taiwan seine Raketenabwehr. Auch wurden die chinesischen Piloten über Funk verwarnt.

15.42 Uhr: 13-Jähriger in Bayern gerät mit beiden Händen in Maiserntemaschine

Ein 13-Jähriger ist im oberbayerischen Moosining im Landkreis Erding bei der Maisernte mit beiden Händen in eine Arbeitsmaschine geraten und hat sich schwere Verletzungen zugezogen. Wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte, war der Junge am Samstag allein mit einem Traktor auf einem Maisfeld nahe dem elterlichen Hof unterwegs. Als er versuchte, eine Blockade der am Fahrzeug angebrachten Arbeitsmaschine zu beseitigen, geriet er demnach mit beiden Händen in die laufende Maschine.

Der Vater des Jungen bemerkte den stehenden Traktor und kam seinem Sohn zu Hilfe. Er reanimierte ihn bis zum Eintreffen von Notärzten. Der 13-Jährige wurde mit schweren Verletzungen per Hubschrauber in eine Kinderklinik geflogen. Er befand sich zuletzt außer Lebensgefahr. Die Kriminalpolizei Erding leitete Ermittlungen ein.

15.24 Uhr: Vulkan auf La Palma aktiver - Regierung kündigt Millionen-Hilfen an

Der Kegel des Vulkans auf der Kanareninsel La Palma ist teilweise eingestürzt und der Lavastrom Richtung Meer hat sich verstärkt. Das mehr als 1000 Grad heiße Gestein fließe aber auf demselben Weg bergab wie bisher, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Weitere Evakuierungen seien deshalb zunächst nicht nötig geworden. In Madrid kündigte Regierungschef Pedro Sánchez unterdessen ein Sofortprogramm mit Hilfszahlungen in Höhe von 206 Millionen Euro an. Die Lava hat seit dem Beginn des Ausbruchs mehr als 1000 Gebäude zerstört und große Schäden in der Landwirtschaft und an der Infrastruktur angerichtet. Mehr als 5500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

15.17 Uhr: Verteidigungsministerium hält an Afghanistan-Debatte fest

Das Verteidigungsministerium hält an dem für Mittwoch geplanten Auftakt einer Bilanzdebatte zum Einsatz in Afghanistan auch nach Kritik aus dem Bundestag fest. Dem Parlament, aus dessen Reihen eine Teilnahme abgesagt worden war, würden Berichte dazu zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin.

Er verwies auch auf eine am 13. Oktober geplante Würdigung des Einsatzes, die man den Soldaten schuldig sei. Das gelte auch für eine Bewertung des Einsatzes durch die höchsten Vorgesetzten. "Und wir müssen insgesamt in einer kritischen Bilanz offen darüber reden, was gut war, was nicht gut war und was wir gelernt haben", sagte er.

Verteidigungspolitiker mehrerer Fraktionen wollen der am Mittwoch geplanten Auftaktveranstaltung fernbleiben - verbunden mit Kritik an dem dafür gewählten Zeitpunkt kurz nach der Bundestagswahl. Darunter sind Vertreter der Union, der SPD, der FDP und der Grünen.

15.01 Uhr: Noch mehr als 9000 Afghanen auf US-Stützpunkten in Deutschland

Mehr als zwei Monate nach dem Ende der Luftbrücke aus Kabul halten sich noch mehr als 9000 Afghanen auf Stützpunkten der US-Armee in Deutschland auf. Aktuell seien noch 9139 Menschen aus Afghanistan auf dem US-Stützpunkt Ramstein und in einer Einrichtung der US-Armee in Kaiserslautern untergebracht, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Nach Informationen des Auswärtigen Amtes sind unter ihnen keine Afghanen, die für Deutschland eine Aufnahmezusage haben. Die Afghanen sollten eigentlich in die USA geflogen werden, sitzen aber derzeit auf den US-Stützpunkten fest.

Die Weiterflüge in die USA waren im September unterbrochen worden, nachdem bei in den Vereinigten Staaten eingetroffenen Evakuierten einige wenige Fälle von Masern festgestellt worden waren. Die Schutzbedürftigen auf dem Stützpunkt im pfälzischen Ramstein und in den Rhine Ordnance Barracks, einer US-Kaserne im benachbarten Kaiserslautern, wurden kurz darauf gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken geimpft.

14.50 Uhr: Demonstranten blockieren Hafen im Sudan: Güter werden knapp

Aufgrund anhaltender Proteste gegen die Regierung, die unter anderem Sudans größten Hafen blockieren, gehen dem Land am Horn Afrikas bald lebensrettende Medikamente, Benzin und Weizen aus. Das teilte ein Parlamentssprecher mit. Der im Osten des Landes ans Rote Meer grenzende Port Sudan und seine Zufahrtsstraße seien seit mehr als zwei Wochen von Demonstranten verbarrikadiert worden, sagte Sprecher Hamzah Balloul. Der Vorrat an Medikamenten sei demnach bereits knapp, die Lieferung wichtiger Rohstoffe, wie Benzin und Weizen, ins Stocken geraten. Auch die Stromversorgung sei aufgrund der Versorgungsausfälle unsicher, hieß es.

14.37 Uhr: Jagdszenen in einem Kölner Supermarkt: Mitarbeiter fassen Räuber

Dramatische Szenen in einem Kölner Supermarkt: Gegen 6.45 Uhr morgens betrat nach Angaben der Polizei ein 24 Jahre alter Mann den Supermarkt, verschaffte sich unter einem Vorwand Zutritt zum Büro des Filialleiters und zwang diesen dann mit vorgehaltener Pistole zur Herausgabe von Bargeld aus einem Safe. Dann fesselte und knebelte er den 37-Jährigen in dessen Büro und floh. Der Filialleiter konnte sich jedoch sehr schnell befreien. Über eine Lautsprecherdurchsage machte er seine Angestellten auf den Überfall und den gerade flüchtenden Täter aufmerksam. Daraufhin nahmen etwa zehn Angestellte die Verfolgung auf und hielten den Räuber bis zum Eintreffen der Polizei fest. Polizisten fanden bei ihm eine Softair-Pistole, ein Messer und das entwendete Bargeld.

14.30 Uhr: Segelschulschiff "Gorch Fock" zurück in Kiel

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" hat nach sechs Jahren Abwesenheit nun wieder seinen Heimathafen Kiel erreicht. Als der 89 Meter lange Dreimaster den Marinestützpunkt Kiel-Wik passierte, wurden Schiff und Besatzung von der Außenmole des Stützpunkts mit 20 Schuss Salut begrüßt. Den 21. Schuss erwiderte die "Gorch Fock". Mehrere Dutzend Segel- und Motorboote begleiteten den Dreimaster. An den Ufern der Förde verfolgten Tausende Menschen die Ankunft.

14.24 Uhr: Abgestimmte Drogenrazzien in Deutschland, Spanien und Niederlanden

Bei Drogenrazzien in Deutschland, Spanien und den Niederlanden haben Ermittler zahlreiche Häuser durchsucht und Haftbefehle vollstreckt. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei in Bochum wurden in Nordrhein-Westfalen 13 und in Niedersachsen je ein Objekt durchsucht. Darunter waren die Orte Gelsenkirchen, Moers, Voerde, Hattingen, Oberhausen und Delmenhorst. In Deutschland wurden drei Personen festgenommen und 100.000 Euro Bargeld sichergestellt.

In Spanien durchsuchte die Polizei zum gleichen Zeitpunkt unter Führung der Behörden in Bochum gleichzeitig sechs Objekte und nahm drei Personen fest. Hier wurden 1200 Marihuana-Pflanzen einer Plantage beschlagnahmt. In den Niederlanden durchsuchte die Polizei ein Objekt. Wegen der laufenden Ermittlungen wollten Polizei und Staatsanwaltschaft keine weiteren Details nennen.

14.17 Uhr: Georgiens Ex-Präsident Saakaschwili soll für sechs Jahre in Haft

Der georgische Ex-Präsident Michail Saakaschwili soll die sechsjährige Haftstrafe, die 2018 in Abwesenheit gegen ihn ausgesprochen wurde, voll absitzen. Regierungschef Irakli Garibaschwili drohte in einer TV-Ansprache damit, die Anklage gegen Saakaschwili wegen Amtsmissbrauchs könne ausgeweitet werden, wenn er sich nicht angemessen verhalte. "Niemand auf der Welt kann uns davon überzeugen, Saakaschwili freizulassen", ergänzte Garibaschwili. Der pro-westliche Politiker Saakaschwili war von 2004 bis 2013 Präsident der Kaukasusrepublik, danach ging er in die Ukraine ins Exil.

14.06 Uhr: Kein Schnelltest mehr vor Einreise nach England notwendig

Bei der Einreise nach England gibt es für vollständig geimpfte Reisende eine Hürde weniger. Anders als bislang ist für sie kein Schnelltest vor der Überquerung der Grenze mehr notwendig, wie aus den Einreiseregeln der britischen Regierung hervorgeht. Allerdings besteht weiterhin die Pflicht, über einen der offiziell zertifizierten Anbieter einen kostenpflichtigen PCR-Test zu buchen, der an Tag Zwei nach der Einreise gemacht werden muss. Dieser kostet üblicherweise mindestens 50 Pfund (umgerechnet rund 58 Euro). Auch diese Vorgabe soll sich allerdings noch ändern: Dann soll ein günstigerer Schnelltest nach der Einreise ausreichen.

13.54 Uhr: Tödlicher Autounfall bei Halbmarathon – 88-Jähriger verwechselte wohl Pedale

Nach einem tödlichen Unfall am Rande eines Halbmarathons in Eschborn bei Frankfurt hat die Polizei weitere Ermittlungsdetails bekannt gegeben. "Der 88-jährige Autofahrer hat offensichtlich das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt und die Ordnerin überfahren", sagte ein Sprecher der Polizei Westhessen. Zuvor hatte die 30 Jahre alte Frau aus Frankfurt den Mann auf eine Straßensperrung hingewiesen. Laut den Ermittlungen wollte sie wohl die Absperrung öffnen, damit der Mann das Gelände verlassen kann, als es zu dem Unfall kam.

Der 88-Jährige erlitt demnach einen Schock. Er wurde später auf einem Polizeirevier vernommen. "Die Kollegen haben seinen Führerschein direkt einbehalten", sagte der Sprecher. Er wolle keine generellen Aussagen treffen, aber in dem konkreten Fall habe sich gezeigt, dass man in dem hohen Alter besser nicht mehr Autofahren sollte.

13.30 Uhr: UN-Bericht belegt Folter, Missbrauch und Gewalt in Libyen

Experten der Vereinten Nationen haben in einem neuen Bericht das erschreckende Ausmaß an Folter, Ausbeutung und Gewalt in Libyen untersucht. Die Verantwortlichen hätten in dem Bürgerkriegsland vermutlich auch Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, etwa in Gefängnissen sowie gegen Migranten, heißt es in dem aktuellen Bericht. Für den etwa 30-seitigen Bericht an den UN-Menschenrechtsrat in Genf werteten die Experten Hunderte Dokumente aus, führten 150 Interviews und suchten nach Hinweisen in Libyen, Tunesien und Italien.

Alle Konfliktparteien, darunter auch ausländische Staaten sowie ausländische Kämpfer und Söldner, hätten gegen humanitäres Völkerrecht verstoßen, teilten die Autoren mit. Sie hätten libysche und ausländische "Einzelpersonen und Gruppen" identifiziert, die für die Verstöße, Missbrauch und Gewalt seit 2016 verantwortlich sein könnten. Diese vertrauliche Namensliste werde aber unter Verschluss gehalten, "bis ihre Veröffentlichung oder die Weitergabe notwendig wird", etwa bei weiteren Untersuchungen.

13.25 Uhr: Weitere 76 Migranten an deutsch-polnischer Grenze entdeckt

Im sächsisch-polnischen Grenzgebiet sind seit Freitag insgesamt 76 Migranten festgestellt worden. Die Iraker, Syrer und Jemeniten wurden in Gewahrsam genommen, wie die Bundespolizei im sächsischen Ludwigsdorf mitteilte. Drei Schleuser wurden vorläufig festgenommen, einer davon kam in Untersuchungshaft.

Bundespolizisten fanden mehrere Geflüchtete unter anderem in Fahrzeugen, die in einem Gewerbegebiet in Görlitz standen. 17 Iraker wurden am Freitag in der Ortsschaft Jänkendorf aufgegriffen. Am Samstag stieß eine Streife der Bundespolizei in Görlitz auf zwei Frauen, einen Mann und zwei Kinder aus dem Irak. Sie waren offensichtlich mit einem in der Nähe geparkten Wagen aus Polen nach Deutschland geschleust worden. Am Sonntag wurden weitere Iraker und Syrer in Gewahrsam genommen.

13.17 Uhr: Moskau weist Pandora-Paper-Berichte über Putins Umfeld zurück

Nach den Finanz-Enthüllungen der "Pandora Papers" hat Moskau die Berichte über zahlreiche unerklärlich hohe Vermögen bei Vertrauten von Präsidenten Wladimir Putin zurückgewiesen. "Dies ist nur eine Reihe völlig unbegründeter Behauptungen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. In den "Pandora Papers" findet sich Medienberichten zufolge unter anderem der Name einer angeblichen Geliebten des Präsidenten.

13.13 Uhr: Rassismusvorwürfe bei VW – Gerichtsverfahren soll vorerst ruhen

Volkswagen sieht sich in seiner Elektroauto-Fabrik in Zwickau mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. Einen für diesen anberaumten Gütetermin am Arbeitsgericht Zwickau wollten beide Seiten nach dpa-Informationen jedoch verstreichen lassen. Hintergrund ist dem Vernehmen nach auch ein aktuelles Bewerbungsverfahren, über das der Betroffene wie von ihm angestrebt an einen VW-Standort nach Niedersachsen wechseln könnte.

Ein Mitarbeiter, der aus Ägypten stammt und laut seinem Anwalt seit vielen Jahren in Deutschland lebt, hat Klage auf Schmerzensgeld erhoben, weil er von Kollegen rassistisch gemobbt worden sein soll. So hätten Kollegen unter anderem in seiner Gegenwart Affenlaute von sich gegeben und ihn einer Kollegin gegenüber mit dem sogenannten N-Wort tituliert. Mit dem Begriff "N-Wort" wird heute eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Die Vorwürfe waren vor rund einem Jahr in der "Leipziger Volkszeitung" öffentlich geworden.

12.59 Uhr: Russland meldet weiteren Test von Hyperschall-Rakete Zirkon

Russland hat einen weiteren Test seiner Hyperschall-Rakete Zirkon bekanntgegeben. Die Rakete sei diesmal vom U-Boot "Sewerodwinsk" aus gestartet worden, der Test sei erfolgreich verlaufen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Demnach erreichte der Marschflugkörper wie vorgesehen sein Ziel in der nordrussischen Bartenssee. Hyperschall-Raketen können mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und sind im Flug manövrierfähig. So sind sie für die herkömmliche Luftabwehr schwer auszumachen und abzufangen.

12.53 Uhr: USA kündigen "offene Gespräche" mit China über Handelsfragen an

Im Handelskonflikt mit China hat die US-Regierung "offene Gespräche" mit China über nicht eingehaltene Absprachen angekündigt. China sei Verpflichtungen zugunsten bestimmter US-Industriezweige wie der Landwirtschaft eingegangen, "die wir durchsetzen müssen", hieß es im Text zu einer Rede, die die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am Vormittag halten sollte. Dazu solle es in den kommenden Tagen offene Gespräche geben. 

Laut Redetext wollte Tai zudem den Start eines neuen Verfahrens verkünden, mit dem Güter von den unter der Vorgängerregierung unter Donald Trump gegen China verhängten Strafzöllen ausgenommen werden können. Einflussreiche US-Unternehmensgruppen hatten die Regierung von Präsident Joe Biden Anfang August aufgefordert die Strafzölle zu senken, da sie letztlich von den Importeuren gezahlt werden und für US-Firmen die Kosten erhöhen.

12.45 Uhr: US-Tourist in Garmisch betrunken am Steuer: 10.000 Euro Strafe in bar

Mit mehr als 10.000 Euro Bargeld hat ein amerikanischer Tourist in Bayern eine Haftstrafe abgewendet. Polizisten kontrollierten den Autofahrer in Garmisch-Partenkirchen und stellten per Atemalkoholtest fest, dass er betrunken war, wie die Polizei mitteilte. Außerdem ordneten die Beamten eine Blutentnahme an und fanden heraus, dass gegen den 76-Jährigen ein Haftbefehl aus dem Jahr 2019 vorlag - auch damals sei der Mann in Deutschland betrunken mit dem Auto gefahren, hieß es.

12.42 Uhr: Papst und Oberhäupter anderer Religionen mit Klima-Appell vor COP26

Papst Franziskus und fast 40 Anführer andere Religionen haben die internationale Gemeinschaft zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aufgefordert. Bei einem Treffen im Vatikan unterzeichneten die Oberhäupter der Glaubensrichtungen einen gemeinsamen Appell vor dem Weltklimagipfel Ende Oktober und Anfang November in Glasgow (COP26). Dieser wurde Alok Sharma, dem Leiter des Gipfels, und dem italienischen Außenminister Luigi di Maio übergeben.

12.32 Uhr: Frühere Kita-Leiterin soll Kinder eingesperrt haben: Anklage

Wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens in der Kinderbetreuung hat die Staatsanwaltschaft Hagen Anklage gegen die frühere Leiterin einer inzwischen geschlossenen Kindertagesstätte in der Stadt am Rand des Ruhrgebiets erhoben. Der bisher nicht vorbestraften 58-jährigen Hagenerin werden vor allem Freiheitsberaubung und Nötigung von Kindern vorgeworfen, wie der Sprecher das Amtsgerichts Hagen berichtete. Die Frau soll unter anderem Kinder eingesperrt haben. Auch soll sie damit gedroht haben, dass die Kinder in einen Spiegel gezaubert werden und ihre Eltern nicht mehr wiedersehen, wenn sie etwas aus dem Kindergarten erzählen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau 19 Taten vor, die sie von Oktober 2019 bis November 2020 begangen haben soll.

12.26 Uhr: 64,7 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

In Deutschland sind nun 64,7 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Die dafür nötigen Impfdosen bekamen nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums bislang knapp 53,8 Millionen Menschen. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben mittlerweile 68,2 Prozent aller Einwohner.

Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren sind laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen 42,1 Prozent mindestens einmal und 35 Prozent vollständig geimpft. Bei Erwachsenen haben 78,9 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, vollständig geimpft sind 75,2 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen knapp 798.000 Menschen bekommen. Sie wird unter anderem älteren Menschen und Risikogruppen angeboten, bei denen die vollständige Impfung schon mindestens sechs Monate zurückliegt.

12.15 Uhr: Neues Ahrtalradio darf im Flutgebiet länger senden

Mediale Nachbarschaftshilfe, Informationen und Musik: Das neue Lokalradio im flutgeschädigten Ahrtal darf länger senden. Der am 4. September begonnene Sendebetrieb auf UKW kann bis zum 2. Januar 2022 fortgesetzt werden, wie die Medienanstalt Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen mitteilte. Dem erneuten Antrag des Euskirchener Radiomachers Christian Milling auf Zulassung als ein Veranstaltungsradio im Kreis Ahrweiler sei im Eilverfahren entsprochen worden.

12.05 Uhr: Erste Anlage zur Herstellung von CO2-neutralem Kerosin im Emsland eröffnet

Es ist die erste Anlage dieser Art weltweit: Im niedersächsischen Werlte ist eine Anlage zur Herstellung von CO2-neutralem Kerosin eröffnet worden. "Damit Deutschland bis 2045 Klimaneutralität erreicht, muss auch der Luftverkehr seinen Beitrag leisten", erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) anlässlich der Eröffnung. In der Herstellung von CO2-neutralem Kerosin sieht die Umweltministerin auch große wirtschaftliche Chancen für Deutschland.

11.54 Uhr: Deutlicher Rückgang der Corona-Infektionszahlen in Israel

Rund zwei Monate nach Beginn der Kampagne für eine dritte Corona-Impfung geht die Zahl der Neuinfektionen in Israel deutlich zurück. 2653 neue Fälle meldete das Gesundheitsministerium für den Vortag. Ende August und Anfang September wurden an einzelnen Tagen mehr als 11 000 Neuinfektionen registriert - der höchste Wert seit Pandemiebeginn. Damals wurde allerdings auch mehr getestet. Rund 61 Prozent der rund 9,4 Millionen Einwohner sind laut Ministerium zweifach geimpft, rund 38 Prozent dreifach. Voraussetzung für die dritte Spritze ist, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt.

11.46 Uhr: Unbekannte werfen Scheibe am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein

Unbekannte haben eine Scheibe an der Eingangstür des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig eingeworfen. Die äußere Scheibe der Tür wurde am Sonntag vermutlich durch einen Steinwurf zerstört, wie die Polizei in Leipzig mitteilte. Die Tür blieb trotz des Schadens verschlossen. Der Sachschaden konnte zunächst nicht beziffert werden. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

11.39 Uhr: Medizin-Nobelpreis geht an US-Forscher David Julius und Ardem Patapoutian

Das gab die Nobelversammlung des Stockholmer Karolinska-Instituts bekannt. Der Medizin-Nobelpreis wird seit 1901 verliehen. Mit der Bekanntgabe der Preisträger in der Kategorie Medizin beginnen in Skandinavien die Tage der Nobelpreis-Verkündungen. Von Dienstag bis Freitag folgen Physik, Chemie, Literatur sowie der Friedensnobelpreis. 

11.36 Uhr: Nach Amokfahrt: Trier schützt Innenstadt mit Hochsicherheitspollern

Nach der Amokfahrt von Trier mit fünf Toten will die Stadt ihre Innenstadt besser vor solchen Taten schützen. Dazu haben nun die Arbeiten für den Bau der ersten Hochsicherheitspoller am Platz vor dem Trierer Dom begonnen. Insgesamt sollen bis 2024 an 40 Orten der City Pollerreihen, massiv verankerte Bänke oder Sitzsteine entstehen. Die Barrieren sollen verhindern, dass Fahrzeuge auf geraden Strecken eine hohe Geschwindigkeit aufnehmen können.

Bei der Amokfahrt vom 1. Dezember 2020 war ein Mann mit seinem Geländewagen in hohem Tempo durch die Fußgängerzone gerast. Er tötete fünf Menschen, zudem wurden viele verletzt und traumatisiert.

11.17 Uhr: "Pandora Papers": Polizei in Tschechien prüft Vorwürfe gegen Babis

Die tschechische Polizei hat angekündigt, die neuen Veröffentlichungen aus den sogenannten "Pandora Papers" auf mögliche Rechtsverstöße zu überprüfen. Dies betreffe nicht nur Ministerpräsident Andrej Babis, sondern auch alle weiteren erwähnten Bürger des Landes, teilte die Nationale Zentrale für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen mit. Weitere Informationen werde man zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekanntgeben.

Zahlreiche Politiker und Prominente aus aller Welt sollen nach Angaben eines internationalen Journalisten-Netzwerks Vermögen "mithilfe von intransparenten Trusts, Stiftungen und Briefkastenfirmen" angelegt haben. Babis soll demzufolge im Jahr 2009 ein Landgut in Frankreich für 15 Millionen Euro gekauft haben. Der Kaufpreis sei "über Briefkastenfirmen in Washington, Monaco und den Britischen Jungferninseln nach Frankreich" geflossen, hieß es in der "Süddeutschen Zeitung".

11.09 Uhr: Mehrere Tote bei Bauernprotesten in Indien

Bei einer Eskalation bei Bauernprotesten in Indien sind acht Menschen gestorben. Über den Hergang gab es widersprüchliche Angaben. Laut Bauernvertretern eskalierte die Lage am Sonntagabend, nachdem ein Auto des Sohnes von Vizeinnenminister Ajay Mishra einige Bauern überfahren haben soll. Mishra gab dagegen an, das Auto sei zwar vor Ort gewesen, aber Bauern hätten es mit Steinen beworfen, worauf es umgestürzt sei und Bauern getroffen habe. In dem Auto seien ein Fahrer und drei Vertreter seiner hindunationalistischen Regierungspartei gewesen, die ein Mob später getötet habe. Bei den restlichen vier Toten habe es sich um Bauern gehandelt, sagten Bauernvertreter.

11.02 Uhr: Weniger ausländische Studienanfänger an deutschen Hochschulen

Im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl der ausländischen Studienanfänger in Deutschland nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) deutlich zurückgegangen. 64 000 Erstsemester nahmen im Wintersemester 2020/2021 ein Studium in Deutschland auf. Das waren 15 000 weniger als im Jahr davor, wie aus dem Bericht "Wissenschaft weltoffen 2021" hervorgeht, den der DAAD und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung am Montag veröffentlichten. Fast ein Viertel der Studienanfänger aus dem Ausland starteten ihr Studium in Deutschland online, blieben also zu Hause. Im Jahr davor waren es nur 14 Prozent. Der DAAD rechnet jetzt wieder mit einer Stabilisierung der Zahlen.

10.56 Uhr: Kommunen im ersten Halbjahr mit deutlichem Finanzierungsdefizit

Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben im ersten Halbjahr diesen Jahres ein Finanzierungsdefizit von 5,7 Milliarden Euro aufgewiesen. Das Defizit war damit deutlich niedriger als zu Beginn der Coronakrise im ersten Halbjahr 2020 (9,6 Milliarden Euro), aber auch klar höher als vor Beginn der Pandemie, im ersten Halbjahr 2019 (0,3 Milliarden Euro). Das teilt das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Die Stadtstaaten waren in der Statistik nicht enthalten.

10.54 Uhr: Kishida neuer Regierungschef in Japan

Fumio Kishida ist neuer Regierungschef in Japan. Beide Kammern des Parlamentes stimmten am Montag mehrheitlich für den 64-Jährigen und machten ihn zum 100. Ministerpräsidenten des Landes. Das neue Kabinett wird Kishida, der Yoshihide Suga nachfolgt, vorstellen. Kishida wird wohl am 14. Oktober das Parlament auflösen und für den 31. Oktober eine Neuwahl ansetzen.

Kishida war Außenminister unter Sugas Vorgänger Shinzo Abe, der aus gesundheitlichen Gründen 2020 zurückgetreten war. Unlängst wurde Kishida zum Vorsitzenden der regierenden konservativen Liberaldemokratischen Partei (LDP) gewählt. Damit war klar, dass Kishida Regierungschef würde, wenn das von seiner Partei dominierte Parlament ihn wählt.

10.45 Uhr: Äthiopiens Ministerpräsident für weitere fünf Jahre im Amt vereidigt

Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed (45) führt das von Konflikten gebeutelte Land für weitere fünf Jahre. Abgeordnete wählten den seit 2018 amtierenden Regierungschef mit großer Mehrheit wieder. Der Friedensnobelpreisträger von 2019 wurde danach im Parlament in der Hauptstadt Addis Abeba vereidigt.

Die Wahl des Ministerpräsidenten, die mit einer einfachen Mehrheit entschieden wird, folgte einer im Juli von den größten Oppositionsparteien boykottierten Parlamentswahl, die Abiys Partei mit einem überwältigenden Sieg gewann. Die Abstimmung wurde aufgrund eines monatelangen und noch immer andauernden Konflikts zweimal verschoben.

10.35 Uhr: Neonazi Siegfried Borchardt stirbt im Alter von 67 Jahren

Der Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt ist tot. Er sei nach kurzem Krankenhausaufenthalt im Alter von 67 Jahren in der Ruhrgebietsstadt gestorben, teilte die Splitterpartei Die Rechte mit. Die Polizei bestätigte am Montag den Tod des als "SS-Siggi" bekannten Rechtsextremen. Borchardt war lange Zeit einer der Köpfe der Dortmunder Rechtsextremen-Szene und auch bundesweit bekannt. Für Die Rechte saß er 2014 kurzzeitig im Dortmunder Stadtrat, legte das Mandat aber nach nur zwei Monaten nieder. In den 80ern war er Anführer der rechten "Borussenfront", für die "Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei" (FAP) trat er in mehreren Wahlen erfolglos an. Die FAP wurde 1995 verboten.

"Der Holocaust war ein wichtiger Bezugspunkt für mich": Wie tickt ein Neonazi?

10.27 Uhr: Andrea Petkovic gewinnt Doppel-Titel in Chicago

Tennisspielerin Andrea Petkovic hat beim WTA-Turnier in Chicago den Titel in der Doppel-Konkurrenz gewonnen. An der Seite der 46 Jahre alten Tschechin Kveta Peschke siegte die 34 Jahre alte Darmstädterin im Finale gegen die beiden Amerikanerinnen Caroline Dolehide und Coco Vandeweghe klar mit 6:3, 6:1. Wegen Regens war das Endspiel von den Außenplätzen in die Halle verlegt worden. Für Petkovic, die im Einzel in der zweiten Runde ausgeschieden war, war es der erste Doppel-Titel ihrer bisherigen Karriere.

10.16 Uhr: Polizei in NRW eskortiert werdende Eltern über gesperrte Autobahn in Krankenhaus

In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei ein werdendes Elternpaar gerade rechtzeitig über eine gesperrte Autobahn ins Krankenhaus eskortiert. Als die 30-jährige Frau bereits alle fünf Minuten Wehen hatte, befand sich das Ehepaar aus dem Kreis Olpe auf der gesperrten Autobahn 45 im Stau, wie die Dortmunder Polizei mitteilte. Eine Streife der Autobahnpolizei Freudenberg habe das Paar schließlich mit Blaulicht und Martinshorn durch die Rettungsgasse gelotst. Bereits eine Viertelstunde nach der Ankunft im Krankenhaus sei ein gesundes Mädchen zur Welt gekommen. Sowohl der Mutter als auch dem Säugling gehe es bestens.

10.07 Uhr: Unwetter in Südfrankreich: Schulkinder sollen zu Hause bleiben

Nach einem regnerischen und stürmischen Wochenende suchen weitere heftige Unwetter Frankreichs Südosten heim. In der Küstenstadt Marseille rief Bürgermeister Benoît Payan dazu auf, das Haus möglichst nicht zu verlassen. Auch Schulkinder sollten wenn möglich daheim bleiben. Schulen blieben aber für die Kinder, für die es keine andere Lösung gebe, geöffnet. An der Universität Aix-Marseille wurden alle Kurse abgesagt.

9.57 Uhr: Abgeordnetenhauswahl in Berlin: SPD und CDU sondieren

In Berlin gehen die Sondierungen zur Regierungsbildung gut eine Woche nach der Abgeordnetenhauswahl weiter. Die Sondierungsteams des Wahlsiegers SPD und der CDU sind am Morgen zu Gesprächen zusammengekommen. Am Nachmittag wollen sich dann SPD und FDP treffen. Erwartet werden jeweils rund fünfstündige Gespräche - so wie bei den bisherigen Sondierungstreffen mit Grünen und Linken. Auch Grüne und Linke haben für den Montagvormittag ein Gespräch vereinbart.

9.49 Uhr: Alles Käse: Zöllner finden mehr als 100 Kilo Schweizer Käse in Auto

Zöllner haben an der deutsch-schweizerischen Grenze jede Menge Käse im Auto eines 51-Jährigen entdeckt. Der Mann aus Baden-Württemberg hatte zunächst behauptet, keine anmeldepflichtigen Waren dabei zu haben. Als die Beamten das Auto bei Bietingen im Kreis Konstanz genauer unter die Lupe nahmen, fanden sie mehrere große Käselaibe mit über 100 Kilo Gesamtgewicht.

Wie das Hauptzollamt Singen weiter berichtete, hatte der Mann schon vorher größere Mengen Käse aus der Schweiz nach Deutschland gebracht - und muss nun für insgesamt 240 Kilo Käse rund 680 Euro Steuern nachzahlen. Außerdem sieht er einem Verfahren wegen des Verdachts auf versuchte Steuerhinterziehung entgegen, wie es weiter hieß.

9.43 Uhr: George-Floyd-Statue in New York mit Farbe beschmiert

Eine Statue zu Ehren von George Floyd, der nach einem brutalen Polizeieinsatz in den USA ums Leben kam, ist in New York verunstaltet worden. Ein Mann auf einem Skateboard war auf die Statue zugefahren, beschmierte sie mit Farbe und flüchtete, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Die Tat sei von einer Überwachungskamera gefilmt worden.

9.35 Uhr: Feuerwehr befreit junges Reh aus Kanalschacht

Die Feuerwehr hat ein junges Reh aus einem offenen Kanalschacht in der Nähe eines Waldes in Dortmund gerettet. Ein Spaziergänger war am Sonntagnachmittag wegen lauter Schreie auf das Tier aufmerksam geworden. Der Mann habe die Rettungskräfte alarmiert und zu dem Schacht geführt, teilte Feuerwehr am Sonntag mit. Zwei Helfer hätten das Tier dann heraus gehoben. Es lief unverletzt in den nahe gelegenen Wald - und habe sich "mit einem letzten Ruf" bei seinen Rettern bedankt.

8.50 Uhr: Kommunen warnen vor genereller Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen

Der Städte- und Gemeindebund hat vor einer vorschnellen Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen gewarnt. Schülerinnen und Schüler seien eine besonders gefährdete Gruppe, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie könnten zum großen Teil noch nicht geimpft werden und müssten über viele Stunden auf vergleichsweise engem Raum täglich am Unterricht teilnehmen. "Deswegen ist es weiterhin wichtig, dass Schülerinnen und Schüler regelmäßig getestet werden und insbesondere in Gebieten, wo die Inzidenzzahlen vergleichsweise hoch sind, auch an der Maskenpflicht festgehalten wird."

7.35 Uhr: Frau in Autowaschanlage eingeklemmt und verletzt

Eine 48-Jährige ist in einer Autowaschanlage eingeklemmt und dabei verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, stand die Frau am Sonntagnachmittag in der Waschanlage im thüringischen Sömmerda hinter ihrem Fahrzeug und wollte die Antenne abschrauben. Daraufhin sei das Auto nach vorne gerollt. Die 48-Jährige sei zur Fahrertür des Wagens gelaufen und wurde zwischen ihrem Auto und Bauteilen der Waschanlage eingeklemmt. Die Frau habe mehrere Quetschungen erlitten und musste von der Feuerwehr befreit werden.

7.07 Uhr: Tödlicher Vorfall in Delmenhorst – Tatverdächtiger festgenommen

In Delmenhorst ist am Sonntagabend ein Mensch tödlich und ein zweiter schwer verletzt worden. Ein Polizeisprecher sprach am Morgen von zwei verschiedenen Tatorten. Ob beide Fälle miteinander zusammenhängen, sagte er nicht. Auch Geschlecht und Alter der Opfer waren zunächst unklar. Ein anderer Sprecher bestätigte am frühen Montagmorgen die Festnahme eines Tatverdächtigen in Bremen.

6.59 Uhr: Fumio Kishida zum neuen Regierungschef Japans gewählt

Japans Ex-Außenminister Fumio Kishida ist zum neuen Regierungschef gewählt worden. Das maßgebliche Unterhaus des nationalen Parlaments wählte den 64-jährigen Konservativen erwartungsgemäß mit der Stimmenmehrheit der Koalitionsparteien zum Nachfolger von Yoshihide Suga. Kishida, der unter dem früheren rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe lange Jahre Außenminister war, will nach seiner Wahl zum neuen Regierungschef sein Kabinett vorstellen.

5.30 Uhr: Corona führt zu mehr illegaler Prostitution

Die Corona-Zeit hat viele Prostituierte in Deutschland in die Illegalität abwandern lassen. Hedwig Christ von der Beratungsstelle Kassandra in Nürnberg betrachtet das mit Sorge: "Wir hören von Frauen, die illegal arbeiten, dass die Kunden mehr verlangen." Andere Prostituierte wollten sich nach den Erfahrungen in den vergangenen beiden Jahren jetzt beruflich verändern und einen krisenfesten Job suchen. Trotz der Lockerungen der Corona-Maßnahmen in allen Bundesländern sind viele Prostitutionsstätten nach Angaben des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen nach wie vor geschlossen, weil die Geschäfte zu schlecht liefen oder Prostituierte fehlten.

4.23 Uhr: Chinesischer Immobilienkonzern Evergrande setzt Aktienhandel an Hongkonger Börse aus

Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat den Handel mit seinen Aktien an der Hongkonger Börse ohne Angabe von Gründen ausgesetzt. "Der Handel mit den Aktien der China Evergrande Group wird eingestellt", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens an die Börse. Evergrande hat durch eine auf Pump finanzierte aggressive Expansion der vergangenen Jahre einen Schuldenberg von umgerechnet rund 260 Milliarden Euro angehäuft. Der Aktienkurs des Konzerns fiel seit Anfang des Jahres um rund 80 Prozent.

4.18 Uhr: Rumänischer Milliardär und sieben weitere Menschen sterben bei Flugzeugabsturz

Beim Absturz eines Leichtflugzeugs am Stadtrand von Mailand sind der rumänische Milliardär Dan Petrescu und sieben weitere Menschen ums Leben gekommen. Die einmotorige Maschine vom Typ Pilatus PC-12 war mit Petrescu als Pilot vom Flughafen Linate in Mailand gestartet, um nach Olbia auf der italienischen Ferieninsel Sardinien zu fliegen. Wie die Flugaufsichtsbehörde ANSV mitteilte, stütze die Maschine nur wenige Minuten später in San Donato Milanese ab.

4.08 Uhr: RKI registriert 3088 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge etwas gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 64,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 64,2 gelegen, vor einer Woche bei 61,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3088 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3022 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden sieben Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zehn Todesfälle gewesen. 

2.45 Uhr: Ölteppich bedroht kalifornische Küste – Strände gesperrt

Vor der Küste Südkaliforniens hat sich wegen eines Lecks in einer Pipeline ein Ölteppich im Meer gebildet. Nach Angaben der Behörden vom Sonntag sind mehr als 475.000 Liter Öl ausgetreten. Strände in der südlich von Los Angeles gelegenen Ortschaft Huntington Beach wurden für Besucher gesperrt. Tote Fische und Vögel seien angeschwemmt worden, teilte die Bezirksabgeordnete Katrina Foley auf Twitter mit. Die Bürgermeisterin von Huntington Beach, Kim Carr, sprach von einer Umweltkatastrophe. Einsatzteams hätten Barrieren ausgelegt, um bedrohte Feuchtgebiete vor der Verseuchung zu schützen.

2.25 Uhr: Süd- und Nordkorea öffnen wieder Kommunikationskanäle

Nach wochenlanger Unterbrechung haben Süd- und Nordkorea ihre direkten Verbindungskanäle wiederhergestellt. Die Leitungen seien geöffnet, teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul mit. Die Telefon- und Faxleitungen bilden die Grundlage für die Verständigung. Beide Seiten unterhalten keine Botschaft im jeweils anderen Land. Die zwei Staaten hatten Verbindungen zwischen den Regierungen und den Streitkräften bereits Ende Juli wieder geöffnet, nachdem sie Nordkorea im vergangenen Jahr aufgrund neuer Spannungen einseitig gekappt hatte. Doch nach nur zwei Wochen stellte Nordkorea die Verbindung aus Protest gegen gemeinsame Militärübungen Südkoreas und der USA wieder ein.

1.02 Uhr: Schauspieler Heinz Lieven gestorben

Der Schauspieler Heinz Lieven ist tot. Er sei im Alter von 93 Jahren in Hamburg gestorben, teilte seine Agentur mit. Der gebürtige Hamburger stand während seiner jahrzehntelangen Karriere auch für internationale Produktionen vor der Kamera. An der Seite von Oscar-Preisträger Sean Penn war er 2011 in "Cheyenne - This Must Be The Place" zu sehen. Das Fernsehpublikum kannte Lieven aus zahlreichen Serien wie "Neues vom Süderhof", "Notruf Hafenkante" und "Großstadtrevier". Lieven starb nach Angaben seines Agenten bereits am vergangenen Montag (27.9.) im Kreise seiner Familie.

fs DPA AFP

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